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»Kommentar«: sämtliche Stellenkommentare der Bände I–V der Printausgabe
»Hörspiele«: 15 von Koflers insgesamt 23 produzierten Hörspielen zum Anhören, zwei davon zusätzlich als Hörspieledition
»Film«: Video und »Partitur« von Werner Koflers Film Im Museum (1991)
»Forschung«: zwei Hörspieleditionen sowie drei Tools zu Koflers Textwelten (»Geografie«, »Ereignisse« und »Textnetzwerke«)

Kommentar



Werk 1

Werk 2

Werk 3

Werk 4

Werk 5

Ludwig van Beethovens (1770–1827) sechste Symphonie wurde, gemeinsam mit der fünften, 1808 uraufgeführt. Der »Name« der Symphonie stammt vom Komponisten selbst, was zu Beginn des 19. Jahrhunderts sehr ungewöhnlich war – »Tonmalerei« stieß damals auf rigorose Ablehnung (vgl. Kirillina 2013, 131). Beethoven gab der »Pastorale« den Untertitel »Erinnerung an das Landleben«.

PersonMusikerInMedienMusik

»Die vier Jahreszeiten« (ital. »Le quattro stagioni,« 1725), bekanntes Werk von Antonio Vivaldi (1678–1741), das vier Violinkonzerte umfasst, die von außermusikalischen Programmen begleitet werden; jedes Konzert porträtiert eine Jahreszeit. Jedem Konzert ist ein Sonett vorangestellt.

PersonMusikerInMedienMusik

»Rashomon – Das Lustwäldchen« (1950), japanischer Spielfilm (R: Akira Kurosawa); »Rashomon« machte die japanische Filmproduktion auch in Europa bekannt. Formale Auffälligkeit in der Darstellung der Handlung, auf die Kofler hier Bezug nimmt: »Vor einem Gericht, das unsichtbar bleibt, das die Kamera oder der Zuschauer ist, werden vier Versionen angeboten« (Krusche 1993, 469).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Vivaldis»Vier Jahreszeiten« sind die ersten vier Werke einer Sammlung von insgesamt 12 Violinkonzerten, die zwischen 1725 und 1727 als op. 8 unter dem Sammeltitel »Die Bewährungsprobe von Harmonie und Erfindung« (»Il cimento dell’ Armonia e dell’ Invenzione«) in Amsterdam verlegt wurden.

PersonMusikerInMedienMusik

Der Titel spielt auf Uwe Johnsons Roman »Mutmaßungen über Jakob« (1959) an. Die Königin der Nacht ist eine zentrale Figur aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper »Die Zauberflöte« (Uraufführung 1791 im Freihaustheater in Wien; Libretto: Emanuel Schikaneder). Sie steht als personifizierte Macht des Dunkels der Kraft des Lichts – verkörpert in Sarastro– gegenüber, wandelt sich allerdings erst im Verlauf der Handlung, u.a. mit der Weigerung Taminos, die geraubte Tochter Pamina zurückzubringen, in dessen rachsüchtige Gegenspielerin. Assmann betont die wechselhaften Gefühle und Werturteile, die beim Zuseher evoziert werden; zu fragen sei nicht, »wer oder was die Königin ist, sondern wie sie erscheint. Sie wird uns einmal so, einmal anders gezeigt, weil wir zusammen mit Tamino einen Perspektivwechsel vollziehen sollen.« (Assmann 2008, 28) Bereits in »Am Schreibtisch « brachte Kofler die »Zauberflöte « und die Zeit des Nationalsozialismus zusammen (s. Eintrag ›Grenzlandtheaterzauberflöte‹).

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusikZitate

Beethovens Streichquartette setzt Godard vor allem in dem Film »Vorname Carmen« (1983) ein: In der Schlussszene spielen die vier Musiker eines Streichquartetts in einer Pariser Hotelhalle unbeirrt Beethoven, während dahinter/daneben eine Schießerei stattfindet.

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Eventuell Anspielung auf die Jazzinterpretationen von Jacques Loussier (1934–2019), deren bekannteste ist die ab Ende der 1950er Jahre entstandene Reihe »Play Bach« (aus dem Jahr 1997 – und damit viele Jahre nach der ORF-Produktion von Koflers »Vier Jahreszeiten« im Jahr 1981 – existiert eine Aufnahme »Jacques Loussier plays Vivaldi«).

PersonMusikerInMedienMusik

The Mothers of Invention war eine amerikanische Rockband 1964–1976 unter der Leitung von Frank Zappa. »Help, I’m a Rock« ist ein Song – eigentlich Geräuschcollage – von Frank Zappa und Kim Fowley, mit The Mothers of Invention aufgenommen, erstmals auf »Freak Out!« (1966), dem Debütalbum der Band, erschienen, ebenso wie »It Can’t Happen Here«.

PersonMusikerInMedienMusik

»Sturm über Kreta«: Titel einer 24-teiligen Artikelserie in der Kärntner »Volkszeitung«, einem 1945–1990 erschienenem Blatt der ÖVP. Autor war ein Mitarbeiter der Zeitung, Ingomar Pust (1912–1998), ein Weltkriegsteilnehmer, der in mehreren Büchern über die »Heldentaten« der Deutschen Wehrmacht und die »totgeschwiegenen« Tragödien schrieb. In »Sturm über Kreta« schreibt Pust über offensichtlich persönliche Erinnerungen an »das erste große Luftlandeunternehmen der Kriegsgeschichte«, die Okkupation der Insel durch die Wehrmacht 1941 – zuvor geht es Pust allerdings in den ersten drei Serien darum, aus aktuellem Anlass (genau 35 Jahre später) die Zerstörung der italienischen Abtei Monte Cassino als »Barbarenakt der Alliierten« zu brandmarken und die Rettung von Kulturgütern aus den Ruinen durch Fallschirmjäger der Wehrmacht als »kulturelle Großtat« zu feiern (Pust 1979). Elf Jahre nach dem »Serienbericht« (1979) nahm Pust die Erinnerungen unter selbem Titel als Kapitel in sein Buch »Österreicher im Feuer« auf (vgl. Pust 1988).

TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

»Toute une Nuit« (1982, dt. »Eine ganze Nacht«): Spielfilm der belgischen Regisseurin Chantal Akerman (1950–2015), der mosaikartig kleine Episoden in der Atmosphäre einer schwülen Sommernacht in einer Großstadt zusammensetzt

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Zitat aus dem Schlusschor der »Zauberflöte«: »Heil sei euch Geweihten! Ihr dranget durch die Nacht! [/] Dank sei dir Osiris! dir Isis gebracht! [/] Es siegte die Stärke und krönet zum Lohn [/] Die Schönheit und Weisheit mit ewiger Kron« (Assmann 2012, 135). s. Eintrag »Heil sei Euch Geweihten«‹

MedienMusik

»Das Land des Lächelns«: »Romantische Operette« von Franz Lehár (1870–1948), 1929 in Berlin uraufgeführt; die Texte stammen von den beiden jüdischen Librettisten Ludwig Herzer und Fritz Löhner-Beda. Ihre Vorlage war das Textbuch Victor Léons zu Lehárs Operette »Die gelbe Jacke« (Uraufführung 1923 im Theater an der Wien). Nachdem Léon bereits die Nachricht über eine chinesisch-österreichische Heirat in Wiener diplomatischen Kreisen 1905 zu einem Libretto hatte ausgestalten wollen, führte erst der anhaltende Erfolg von Puccinis»Madame Butterfly« (1904) sowie das Wissen Lehárs um die Arbeit seines Komponistenfreundes an einem chinesisch-europäischen Stoff (»Turandot«) zur Arbeit an der »Gelben Jacke« (vgl. Mailer 1985, 45). Das Stück war kein Erfolg. Erst die Neubearbeitung und die Berliner Uraufführung mit Richard Tauber in der Hauptrolle verhalf dem Stück zum Durchbruch. In Wien erreichte Lehár Anfang 1938 das Ziel, »das er immer schon im Auge gehabt hatte« (Mailer 1985, 48): »Das Land des Lächelns« wurde in den Spielplan der Staatsoper aufgenommen. s. Eintrag ›Franz Lehar‹

PersonMusikerInMedienMusik

Das »Requiem« in d-Moll (KV 626) aus dem Jahr 1791 ist Mozarts letzte Komposition, er starb während der Arbeit daran. Das Fragmentarische und die Nähe zu Mozarts Tod befeuerte Interpretationen und Spekulationen (vgl. u. a. Schick 2005, 240ff., s. Eintrag ›Mozart-Requiem‹). »Ein deutsches Requiem nach Worten der Heiligen Schrift«, op. 45, von Johannes Brahms entstand zwischen 1861 und 1868; es ist keine Totenmesse im Sinne der lateinischen kirchenmusikalischen Tradition, die entlang der katholischen Liturgie komponiert wurden. Brahms wählte die ihm entsprechenden Texte aus dem Alten und Neuen Testament selbst aus.

PersonMusikerInMedienMusik

Frédéric Chopin (1810–1849), polnisch-französischer Pianist und Komponist; anders als etwa bei Schubert wird im Werk Chopins kein explizites Todesmotiv ausgemacht (vgl. u.a. Kildea 2019, Eigeldinger 2000, Lotz 1995). Kofler könnte sich hier auf die »meistgespielte, von Blaskapellen bei Begräbnissen vorgetragene[], Trauermusik der Musikgeschichte« (Kaiser 1997, 31) beziehen, den »Marche Funèbre«, den dritten Satz der Klaviersonate Nr. 2, b-moll, op. 35 (der Trauermarsch gab der gesamten Sonate ihre populäre Bezeichnung »Trauermarsch-Sonate«).

PersonMusikerInMedienMusik

»Orchesterprobe« (»Prova d’orchestra«, 1979): Film (Drehbuch, Regie) von Federico Fellini(1920–1993)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Hans Pfitzner (1869–1949), deutscher Komponist und Musikschriftsteller. Fred K. Prieberg schreibt davon, dass Pfitzner bereits in den 1920er Jahren Verschwörungstheorien gegen linke Positionen vertrat, antisemitisch eingestellt war und damit »aus äußerster rechter Ecke […] eine scheinbar moralische Position [verfocht], die den Mythos von ›Blut und Ehre‹ vorwegnahm« (Prieberg 1982, 35). Pfitzners Musik war dann allerdings wenig »brauchbar« für den NS-Staat, die Zahl der Aufführungen seiner Werke ging nach 1933 zurück, Pfitzner hatte »das Gefühl der Enttäuschung über das Dritte Reich« (Kater 2004, 220). Das bedeutet aber nicht, dass er gar mit Repressalien zu kämpfen hatte: Er erhielt etwa von Goebbels eine persönliche Ehrengabe von 50.000 RM (vgl. Prieberg 1982, 131) und stand auf der Sonderliste der drei wichtigsten Musiker der »Gottbegnadetenliste« (vgl. Klee 2009, 413). Als sein Hauptwerk gilt die Oper »Palestrina« (1917). s. Eintrag ›Hans Pfitzner‹

PersonMusikerInMedienMusik

Hendrik Nikolaas Theodoor »Hein« Simons (* 1955), niederländischer Schlagersänger, wurde als Kinderstar unter dem Namen Heintje in Deutschland bekannt, nachdem er 1967 seinen Hit »Mama« in der ZDF-Fernsehshow »Der goldene Schuß« präsentiert hatte.

PersonMusikerInMedienMusikFilm/Fernsehen/Radio

Ernstigel oder Igel Ernsti: Kunstfigur Koflers, die in »Manker« auftaucht (s. Eintrag ›Igel Ernsti‹) und vor allem für die satirischen Fotokonstellationen in der Zeitschrift »kolik« verwendet wurde. Im Autorenverzeichnis jener »kolik«-Ausgabe, in welcher »Der Irrwitzel« erschien, führt Kofler an: »ERNSTIGEL (Pseudonym für Italo Ceicionig), stammt aus der Unruhigenabteilung einer Irrenanstalt südlich von Rom« (»kolik«, H. 25, 2004, 149). Mit der Nennung von »Italo Ceicionig« bezieht sich Kofler auf das Gedicht »Wie der Igel Ernsti mit einem Gedicht die italienischsprachige Kärntner Literatur begründete «.

MedienZeitung/Zeitschrift

Koflers Titel bezieht sich parodierend auf den Film »Deutschland, bleiche Mutter« (1980) von Helma Sanders-Brahms – die sich mit diesem Titel wiederum auf den ersten Vers des Gedichts »Deutschland« (1933) von Bert Brecht bezog: »O Deutschland, bleiche Mutter!« (Brecht 2016, 256) In dem Film spielt Eva Mattes eine Mutter, die ihre Tochter durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs bringt.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/RadioZitate

Gerhard Kofler (1949–2005), Südtiroler Schriftsteller, der in Wien lebte. In einer Rezension von Werner Koflers» Am Schreibtisch« in der »Zeit« wurde er mit Gerhard Kofler verwechselt (vgl. Klier 1988), s. Eintrag ›Südtiroler Extravaganzen‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Kurt Krenn (1936–2014), österr. Geistlicher, ab 1987 Wiener Weihbischof, 1991–2004 Bischof der Diözese St. Pölten; Krenn war während seiner Amtstätigkeiten medial sehr präsent (Kolumne in der »Kronen Zeitung«, vielfache Auftritte bei Fernsehdiskussionen), zugleich aufgrund seiner erzkonservativen, restaurativen Positionen innerhalb der katholischen Kirche umstritten. Anlass für Koflers 1994 veröffentlichtes Dramolett könnten die Rücktrittsaufforderung aus seiner eigenen Domgemeinde gewesen sein, die sich 1993 aus dem Konflikt um Krenns strikter Ablehnung der Einbeziehung von Ministrantinnen in die Messe ergab (vgl. Stanzel 1999, 93). Darauf weist Krenns Bestemm im Text hin: »Ich gehe NICHT!«

PersonReligiöse/r WürdenträgerInMedienZeitung/Zeitschrift

»Week-end« (1967), Film von Jean-Luc Godard (* 1930); der Regisseur »verzichtet hier auf die übliche Dramaturgie der Folgerichtigkeit und reiht stattdessen schockierende Szenen aneinander, die durch eine ›innere Logik‹ verbunden sind« (Krusche 1993, 612).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Die zweite Arie der Königin der Nacht in Mozarts»Zauberflöte«, in d-Moll gesetzt, im achten Auftritt des zweiten Aufzugs: »Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen [/] Tod und Verzweiflung flammet um mich her! Fühlt nicht durch dich Sarastro Todesschmerzen [/] So bist du meine Tochter nimmermehr.« (Assmann 2012, 92) s. Eintrag »Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen«

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler bezieht sich hier auf eine populäre Interpretation des fugenmäßig durchgeführten Hauptmotivs der »Zauberflöten«-Ouvertüre, das mit seinem »Hämmern« angeblich die Arbeit am rauen (»rohen«) Stein – ein Bild für die notwendige Selbsterziehung – symbolisiert (vgl. u.a. Istel 1928, 26; weitere Belege bei Dedner 2003, 93, FN 66).

MedienMusik

Rudi Carrell (1934–2006), holländischer Schauspieler und Showmaster, bekannt wurde er durch die Moderation der im deutschen Fernsehen ausgestrahlten Unterhaltungssendung »Am laufenden Band« 1974–1979. s. Eintrag ›Rudi Carell‹

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Lied, vom deutschen Komponisten Werner Richard Heymann (1896–1961) 1930 für die Tonfilm-Operette »Die drei von der Tankstelle« geschrieben; Text: Robert Gilbert

PersonMusikerInMedienFilm/Fernsehen/Radio

»Orchesterprobe« (1979), Film des italienischen Regisseurs Federico Fellini (1920–1993), der in einem Proberaum für klassische Musik spielt und eine Allegorie auf die gesellschaftspolitischen Zustände Italiens darstellt

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Am 6. Mai 1980 fand im Bremer Weserstadion ein »Feierliches Gelöbnis« von 1200 Bundeswehrrekruten statt, die erste Gelöbnisfeier (Angelobung) außerhalb einer Kaserne seit dem 25-jährigen Bestehen der Bundeswehr. Verschiedene linke Gruppen, auch Teile der SPD, protestierten gegen das öffentliche Massengelöbnis, es kam zu gewalttätigen Ausschreitungen, der »Spiegel« schrieb von einer »brutalen Straßenschlacht« ([red.] 1980b).

MedienZeitung/ZeitschriftEreignis

1978 erschien Gerhard Roths »Winterreise« ohne Gattungsbezeichnung. In »Aus der Wildnis« zitiert, paraphrasiert und verändert Kofler Auszüge daraus (s. Eintrag ›WINTERS REISEABENTEUER‹.). Im Nachlass befindet sich der erste Teil des Roman-Vorabdrucks in der Zeitschrift »manuskripte« (Heft 57/1977) mit Annotationen Koflers.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

»Die drei von der Tankstelle«: eine »Tonfilmoperette« aus dem Jahr 1930 (R: Wilhelm Thiele, D: Heinz Rühmann). 1955 folgte ein Remake (R: Hans Wolff). Die Lieder erlangten über die Filme hinaus Bekanntheit, u. a. »Ein Freund, ein guter Freund«. s. Eintrag ›Die drei von der Tankstelle‹

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/RadioMusik

Leonard Bernstein (1918–1990), US-amerikanischer Dirigent; er dirigierte die Neuinszenierung von Beethovens »Fidelio« in der Regie von Otto Schenk im Theater an der Wien (Premiere: 24. 5. 1970, vgl. [red.] 1970).

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInMedienMusik

»Bild«: Seit 1952 im Axel-Springer-Verlag erscheinende Boulevardzeitung; auflagenstärkste Tageszeitung in Deutschland

MedienZeitung/Zeitschrift

In Mozarts»Zauberflöte« kündigen die Drei Knaben, die Führer Taminos und Papagenos durch die Prüfungen im Tempel, in ihrem Terzett im 26. Auftritt des Zweiten Aufzugs den Sieg der Vernunft an: »Bald prangt, den Morgen zu verkünden [/] Die Sonn auf goldner Bahn – [/] Bald soll der Aberglaube schwinden [/] Bald siegt der weise Mann! –« (Assmann 2012, 116f.) Im Anschluss verhindern sie Paminas Selbstmord.

PersonMusikerInMedienMusik

Gendarmerie: in Österreich bis zur Zusammenlegung mit der Bundespolizei 2005 der polizeiliche Wachkörper außerhalb der 15 größten Städte (und in ganz Vorarlberg). Postenkommando: Dienststelle

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Medien

Ehemaliges Palasthotel in Bad Gastein, 1906–1909 errichtet, mit 160 Zimmern eines der größten Hotels der Monarchie. In den 1980ern versuchte man mit Renovierung und aufwändigen Veranstaltungen den Niedergang aufzuhalten, Mitte der neunziger Jahre wurde das Hotel aufgelassen und in Eigentumswohnungen umgewandelt, bis Ende 2015 war hier zudem das Casino Bad Gastein untergebracht. s. Eintrag ›Fotografien mit gezacktem Rand‹

TopographieOrtschaftMedien

»SA-Mann Brand«: der erste nach Hitlers »Machtergreifung« veröffentlichte nationalsozialistischer Propagandafilm (1933, R: Franz Seitz), s. Eintrag ›SA-Mann Brand‹

PersonNationalsozialistInSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Helma Sanders-Brahms (1940–2014), deutsche Drehbuchautorin und Filmemacherin, begann als Fernsehansagerin beim WDR; ein Interview mit Pier Paolo Pasolini 1969 führte sie zum Filmemachen (vgl. [red.] 2010), ihre Filme setzen sich mit der Arbeits- und Lebenswelt von Frauen auseinander, »Unter dem Pflaster ist der Strand« (1975), der die Nachwirkungen der Studentenrevolten von 1968 in Deutschland thematisiert, beeinflusste die deutsche Frauenbewegung.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Die Wiener Literaturzeitschrift »wespennest« wurde 1969 von den beiden Schriftsteller Helmut Zenker und Peter Henisch gegründet und hatte von Beginn an einen gesellschaftskritischen Anspruch, der sich im Untertitel widerspiegelt: »zeitschrift für brauchbare texte und bilder«, Kofler war von Beginn an (Nr. 2, 1970) Stammautor der Zeitschrift, mit dem Ausscheiden Gustav Ernsts aus der Redaktion (1997) folgte er diesem zur Neugründung »kolik«; s. Eintrag ›Wespennest‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Mozarts»Zauberflöte«, zweiter Aufzug, 30. Auftritt (Schlussszene): »»Man hört den stärksten Akkord [Donner, Blitz, Sturm]. Sogleich verwandelt sich das ganze Theater in eine Sonne. « […] Königin, Damen, Monostatos: Zerschmettert, zernichtet ist unsere Macht [/] Wir alle gestürzet in ewige Nacht! – [/] »Sie [versinken]«« (Assmann 2012, 135). Die folgenden beiden Stimmen (»unter Feuer und Rauch der Verdammnis überantwortet«, »vom Orkus verschlungen«) sind Paraphrasen dieses »Abgangs« der Königin der Nacht

PersonMusikerInMedienMusik

Der junge Werner Kofler las am 22. April 1968 im Salzburger Literaturforum »Leselampe«. In einer Besprechung der Lesung im »Salzburger Volksblatt«stand zu lesen, dass das »etwas verwirrte Publikum« um einen »Leitfaden zum Prosatext« gebeten und »mit dem Hinweis: ›Assoziatives Delirium‹« erhalten habe (Carsten 1968).

TopographieOrtschaftMedienZeitung/Zeitschrift

»Der Spiegel«: deutsches Nachrichtenmagazin, das im Spiegel-Verlag in Hamburg erscheint

MedienZeitung/Zeitschrift

Die Tageszeitung »Österreichische Volksstimme« war 1945–1991 das Zentralorgan der Kommunistischen Partei Österreichs, ab 1957 nannte sie sich nur mehr »Volksstimme.«

MedienZeitung/Zeitschrift

Am Nationaltheater in Prag gab es von Mai 1939 (Premiere) bis Februar 1944 30 Aufführungen von Mozarts »Zauberflöte« .( Panenková 2016)

TopographieOrtschaftPersonMusikerInMedienMusik

Die Akelei gehört (wie die Türkenbund-Lilie) in Österreich zu den mittels Verordnungen der Landesregierungen »vollkommen geschützten« Wildpflanzen. Bei Koflers Schreibweise »Ackeley« dürfte es sich um einen Bezug auf das Kräuterbuch von Adam Lonitzers. Eintrag ›Kräuterbuch‹ handeln: »Ackeley […]. Ist ein bekannt kraut/hat bletter gleich d’Schelwurtz […] Heylet behend den bösen Grind am leib/mit Weyzenmehl unnd Weinsteinöl angestrichen. [/] Der safft mit essig vermischet/unnd das haupt damit gesalbet/vertreibt die schupen.« (Lonicerum 1573, CLXV verso)

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PersonAutorIn/JournalistInMedien

Anspielung auf Chucky, die Mörderpuppe: US-amerikanischer Horrorfilm (Child’s Play, 1988, R: Tom Holland), s. Eintrag ›Chucky, die Mörderpuppe‹

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

»Alfredo Alfredo«: ital.-franz. Spielfilm (1972) mit Dustin Hoffman (R: Pietro Germi), Adriano Celentano spielt nicht mit.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Kofler bezieht sich hier auf den Artikel» Ein Arzt aus der NS-Mörderklinik«, mit dem der »Kurier« -Reporter Wolfgang Höllrigl – auf einem Interview mit dem in der Haftanstalt Krems-Stein einsitzenden Friedrich Zawrel fußend – Ende 1978 den Stein ins Rollen brachte. Gross wurde nicht »von Reportern befragt«, sondern nur von Höllrigl und gebe diesem, wie im Artikel zu lesen, »gerne in Stenogrammform Auskunft«: »Ich habe 1934 maturiert, wurde fünf Jahre später mit dem Medizinstudium fertig, kam dann in russische Gefangenschaft und wurde 1957 Primararzt am Krankenhaus Rosenhügel« (Höllrigl 1978), s. Eintrag »Doktor Groß«

PersonNationalsozialistInMedienZeitung/Zeitschrift

Satirikerduo, bestehend aus Dirk Stermann (* 1965) und Christoph Grissemann (* 1966); seit 1999 in eigenen Kabarettprogrammen, seit 2007 ORF-Fernsehshow »Willkommen Österreich«

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Der Song »Civilization« (1947), geschrieben von Bob Hilliard und Carl Sigman, wurde auch bekannt unter dem Titel »Bongo bongo bongo (I don’t want to leave the Congo)«, der ersten Zeile des Refrains. Der satirische Song wurde – u.a. von The Andrew Sisters und Danny Kaye gesungen – zum kommerziellen Hit und in der Folge in mehrere Sprachen übersetzt. Horst Winter (1914–2001), Unterhaltungsmusiker der Kriegs- und Nachkriegszeit, der nicht nur mit Schlagern, sondern auch mir Jazzinterpretationen reüssierte, nahm in den 1950ern eine deutsche Version auf (erschienen auf der LP: »Originalaufnahmen 1939–57«).

PersonMusikerInMedienMusik

1969 beziffert der »Spiegel« das Privatvermögen Hortens auf 875 Millionen Mark ([red.] 1969); das Zitat konnte nicht eruiert werden.

PersonUnternehmerInMedienZeitung/Zeitschrift

Der Text für das Marienlied »Segne Du Maria« (1870) stammt von der Konvertitin und religiösen Schriftstellerin Cordula Wöhler (1845–1916), die Melodie vom Priester Karl Kindsmüller (1876–1955), eine »eingängige, wunderbar schmachtende, romantische Melodie« (Neumann 2018). Drei Strophen wurden in das Gottesdienst-Liederbuch »Gotteslob« aufgenommen (Lied Nr. 535). Die Textquelle Koflers konnte nicht eruiert werden.

PersonAutorIn/JournalistInReligiöse/r WürdenträgerInMedienMusik

Der vierte Satz der »Fantastischen Symphonie« op. 14, im Original »Épisode de la vie d’un artiste«,»symphonie fantastique en cinq parties«von Hector Berlioz(Uraufführung 1830) ist mit »Marche au supplice«(»Der Gang zum Richtplatz)« betitelt.

PersonMusikerInMedienMusik

»Forvm« war eine von Friedrich Torberg ab 1954 herausgegebene kulturpolitische Monatszeitschrift, die – mit CIA-Geldern finanziert – eine antikommunistische Ausrichtung hatte. Unter Günter Nenning als Herausgeber (1965–1986) erschien die Zeitschrift unter dem Titel »Neues Forvm« und wurde für kommunistische, später auch für Umweltschutz-Themen geöffnet.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Mozarts »Zauberflöte«, zweiter Aufzug, 30. Auftritt (Schlussszene): »»Man hört den stärksten Akkord [Donner, Blitz, Sturm]. Sogleich verwandelt sich das ganze Theater in eine Sonne.« […] KÖNIGIN, DAMEN, MONOSTATOS : Zerschmettert, zernichtet ist unserer Macht [/] Wir alle gestürzet in ewige Nacht! – [/] »Sie [versinken]««. (Assmann 2012, 135)

PersonMusikerInMedienMusik

Reinhard Priessnitz (1945–1985), österr. Dichter, mit Kofler befreundet, Priessnitz war Redakteur der Zeitschrift »Neues Forum«, in der Kofler in den 1070er Jahren mehrfach publizierte, s. Eintrag ›Priessnitz‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

»Der Volkswille«: 1945–1989 bestehende Parteizeitung der Kommunistischen Partei Österreichs in Kärnten

MedienZeitung/Zeitschrift

Anspielung auf Regina Agnesini, eine Mailänder Musikerin und Dichterin, von der in der für Koflers Schreibanfänge wichtigen Villacher Literaturzeitschrift »Der Bogen« regelmäßig Gedichte (jeweils zweisprachig) abgedruckt wurden (Heft 13 u. 14/1964). Dem ersten Abdruck (Mappe 12/1963, Heft 9) ist eine Übersetzung der Einleitung Salvatore Quasimodos für ihren Gedichtband »La città atonale« (1962) vorangestellt, Quasimodo war zuvor Autor des »Bogen« (Mappe 10/1963 u. 11/1963).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Kehlkopf: Anspielung auf den österr. Regisseur Michael Kehlmann (1927–2005); bei dem dreiteiligen Fernsehfilm »Hiob« (1978) nach einer Romanvorlage von Joseph Roth führte Kehlmann Regie und schrieb das Drehbuch.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Kofler montiert ein weiteres Marienlied in das Dramolett: »Ich gehe, wenn ich traurig bin« wird auch als Wallfahrtslied bezeichnet; Melodie: Pater Viktor Eder (1863–1933). Die Textquelle Koflers konnte nicht eruiert werden.

PersonReligiöse/r WürdenträgerInMedienMusik

»Bild«: Seit 1952 im Axel-Springer-Verlag erscheinende Boulevardzeitung; auflagenstärkste Tageszeitung in Deutschland. »Die Welt« ist eine seit 1946 bestehende überregionale Tageszeitung Deutschlands, die seit 1953 im Axel-Springer-Konzern erscheint. s. Eintrag ›bild‹

MedienZeitung/Zeitschrift

Am Nationaltheater in Prag gab es von Mai 1939 (Premiere) bis Februar 1944 30 Aufführungen von Mozarts»Zauberflöte« (vgl. Panenková 2016).

TopographieOrtschaftPersonMusikerInMedienMusik

Anspielung auf den franz.-ital. Spielfilm »Letztes Jahr in Marienbad« (1961, »L’Année dernière à Marienbad«, R: Alain Resnais; B: Alain Robbe-Grillet); Franzensbad (Františkovy Lázně) ist wie Marienbad und Karlsbad ein Kurort im böhmischen »Bäderdreieck«. s. Eintrag ›letzte Jahre in Marienbad‹

TopographieOrtschaftPersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Karl Moik (1938–2015), österreichischer Musiker und Entertainer, Bekanntheit erlangte er durch die Moderation der erfolgreichen Fernsehsendung »Musikantenstadel«, die er 1981–2005 innehatte.

PersonMusikerInMedienFilm/Fernsehen/Radio

1941 gab es in Salzburg zum 150. Todestag des Genius loci zahlreiche Aktivitäten: »Am Vorabend des 185. Geburtstages ertönte im Landestheater die »Zauberflöte« . Der Gauleiter, Reichsleiter [Martin] Bormann u.a. NS-Größen nahmen an dieser Festveranstaltung teil.« (Kerschbaumer 1988, 251)

TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMedienMusikEreignis

»Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten!«, auch bekannt als »Königin-Kantate«, ist eine weltliche Kantate (BW 214) von Johann Sebastian Bach.

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler hat sich für das »Lübecker Tagebuch« in erster Linie des Anzeigenteils der »Lübecker Nachrichten« bedient und Namen ausgewählt. Am 6. Juni 1980 schaltete die Firma H. & J. Brüggen eine Todesanzeige: »Herr Berthold war 24 Jahre, von 1947 bis 1971, in unserer Firma tätig und betreute während dieser Zeit als Kraftfahrzeugmeister unseren Fuhrpark. Weit über das übliche Maß hinaus setzte er sich für die Belange unseres Unternehmens ein« (27).

MedienZeitung/Zeitschrift

Leni Riefenstahl (1902–2003), deutsche Filmschauspielerin und -regisseurin; 1933–1935 schuf sie Propagandafilme, 1938 filmte sie die Olympischen Spiele in Berlin (»Olympia«), s. Eintrag ›Frau Riefenstahl‹

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Es existieren zahlreiche Zeitungen mit dem Titel »Volksbote«, u.a. der seit 1892 erschienene »Tiroler Volksbote«, der 1946–1973 als »Volksbote« publiziert wurde, oder der in Niederösterreich 1897–1932 wöchentlich als »Sozialdemokratisches Organ für die Interessen des arbeitenden Volkes im Viertel unter dem Manhartsberge« publizierte »Volksbote«.

MedienZeitung/Zeitschrift

Möglicherweise eine Anspielung auf das Duett »O sink’ hernieder, Nacht der Liebe« aus Richard Wagners Oper »Tristan und Isolde«.

PersonMusikerInMedienMusik

Pink Floyd: 1965 gegründete, britische Popband; »Cirrus Minor«, erster Song auf dem Album »Soundtrack from the Film More« (1969)

PersonMusikerInMedienMusik

Zeitung und Datum des von Kofler in den Text montierten Zeitungsausschnitts konnten nicht eruiert werden. Das Motiv der Entwendung der Sonntagsausgabe – und die Aktivitäten der Zeitungen dagegen (sowohl die »Kronen-Zeitung« als auch der »Kurier« schalteten Anzeigen gegen Zeitungsdiebstahl) – taucht in »Am Schreibtisch« auf (s. Eintrag »An einem Tag, so wunderschön wie Sonntag«).

MedienZeitung/Zeitschrift

Das von Kofler wortwörtlich wiedergegebene Gedicht Agnesinis entstammt dem Band »La città atonale« (1962), Quelle Koflers war »Der Bogen« (Heft 15/1964, unpag.). Die dort abgedruckte Übersetzung von Alexander Grubissich lautet: »Westwärts. Die Eiszapfen einer Hyazinthe, [/] wo meine Heimat im Dunkel [/] ihres alten Frostes [/] die Knie nordischer Madonnen zudeckt. [/] Wenn beim Hupenton [/] zugleich in der roten Luft der Kamine [/] Polizisten den Arm heben, [/] in Erwartung des Schrittes [/] eines schwermütigen Zebras, [/] wird aus der gewaltsamen Einsamkeit, [/] beim Schlaf der Kranken, [/] bei Dudelsackmusik geboren [/] die noch schuldige Natur. [/] Und im Blondhaar der Jugend [/] zerstieb einer treuen Liebe Zeit.«

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Die Wiener Festwochen 1970 setzten wegen seines 200. Geburtstages einen Beethoven-Schwerpunkt: Neben der Neuinszenierung des »Fidelio« fand eine Beethoven-Ausstellung statt, ein Ballett nach Beethoven-Streichquartetten, das Ballett »Die Geschöpfe des Prometheus«, die Uraufführung des Films »Ludwig van« von Mauricio Kagel, daneben gab es Beethoven-Schwerpunkte bei allen Konzerten (vgl. [red.] 1970).

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInMedienMusikFilm/Fernsehen/RadioEreignis

Der Text des Kirchenlieds »Maria Maienkönigin« (1843) stammt von dem deutschen katholischen Publizisten Guido Görres (1805–1852), es existieren verschiedene Melodien und Abweichungen in der Textüberlieferung: Heißt es bei Kofler »oh segne ihn mit holdem Sinn« und »die laß kein’ Sturm entlauben«, so überliefert Josef Dirnbeck »O segne seinen Anbeginn« und »die soll kein Sturm entlauben« ( Dirnbeck 1983, 26). Die Textquelle Koflers konnte nicht eruiert werden.

PersonAutorIn/JournalistInMedienMusik

»Die Zürcher Verlobung« (1957): deutscher Spielfilm (R: Helmut Käutner, D: Liselotte Pulver, Paul Hubschmid, Bernhard Wicki) nach dem gleichnamigen Unterhaltungsroman (1955) von Barbara Noack, s. Eintrag ›Zürcher Verlobung‹

PersonSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Als »Wiener Kurier« 1945 von der US-amerikanischen Besatzungsmacht gegründet, nach einer Auflagenkrise erschien die Tageszeitung unter österr. Eigentümern 1954 als »Neuer Kurier«, später unter der Bezeichnung »Kurier«.

MedienZeitung/Zeitschrift

Zitat aus Mozarts »Zauberflöte«, Monostatos, 30. Auftritt: »Nur stille! stille! stille! Stille! [/] Bald dringen wir in den Tempel ein!« (Assmann 2012, 133)

PersonMusikerInMedienMusik

Die h-Moll-Messe (BWV 232), 1733 entstanden, ist Johann Sebastian Bachs letztes großes Vokalwerk und seine einzige Komposition, der das vollständige Ordinarium des lateinischen Messetextes zugrunde liegt. Gelegentlich wird sie auch als »Hohe Messe« bezeichnet.

PersonMusikerInMedienMusik

»Der Untergang der Titanic« (1953): US-amerikanischer Film (Originaltitel: »Titanic«, R: Jean Negulesco)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

»Das Verhör« (1981), Thriller des franz. Regisseurs Claude Miller (D: Michel Serraut, Romy Schneider), basierend auf dem Roman »Brainwash« (1979) von John William Wainwright; Remake aus dem Jahr 2000 (»Under Suspicion – Mörderisches Spiel«, R: Stephen Hopkins) mit Gene Hackman, Morgan Freeman und Monika Bellucci

PersonSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/RadioZitate

»Der Umweg« (2001), Spielfilm der holländischen Regisseurin Frouke Fokkema, beruhend auf einigen Begegnungen der Regisseurin mit Thomas Bernhard, den im Film der Schauspieler Joachim Bissmeier verkörpert

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Schlagerstar Heintje wurde »Goldjunge« genannt; Titel eines Best-of-Albums: »Goldjunge – Heintje’s schönste Lieder« (1989)

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler zitiert hier aus einem Artikel einer Mitarbeiterin der »Reichsfrauenführerin« Gertrud Scholtz-Klink, Erna Köpke (»Hauptabteilungsleiterin des Deutschen Frauenwerks, Mütterdienst«), im Muttertagsheft 1939 der Zeitschrift »NS-Frauen-Warte« (Ausgaben dieser Zeitschrift lieferten auch Material für »Am Schreibtisch«, s. Eintrag ›NS-Frauenwarte‹): »Zum fünfzigsten Geburtstag des Führers hat so manche Mutter ihren Jungen oder ihr Mädel ihm begeistert entgegengestreckt, weiß sie doch, daß er erst die Voraussetzungen schuf, daß manche Kinder das Licht der Welt erblicken konnten!« (Köpke 1939, 722f.)

PersonNationalsozialistInMedienZeitung/Zeitschrift

Titel der Beethoven-Ausstellung der Wiener Festwochen in der Volkshalle des Rathauses (26.5.–30.8.1970); Ziel der Ausstellung war es, das »Leben und Schaffen Beethovens möglichst als Einheit zu erfassen« (Racek 1970, 11). Den Titel entnahm die Ausstellung dem »Opferlied«Friedrich von Matthissons, das Beethoven zur Abfassung mehrerer Werke inspiriert habe (Racek 1970, 12).

PersonMusikerInMedienMusik

Wilhelm Hengstler (* 1944), österr. Schriftsteller und Regisseur, verfilmte 1989 unter dem Titel »Fegefeuer« den Roman »Fegefeuer oder die Reise ins Zuchthaus« (1983) von Jack Unterweger

PersonAutorIn/JournalistInVerbrecherInMedienFilm/Fernsehen/RadioZitate

1941 war ein »Mozart-Jahr«, man feierte den 150. Todes- und den 185. Geburtstag – in Salzburg gab es zahlreiche Aktivitäten: »Am Vorabend des 185. Geburtstages ertönte im Landestheater die »Zauberflöte«. Der Gauleiter, Reichsleiter Bormann u.a. NS-Größen nahmen an dieser Festveranstaltung teil.« (Kerschbaumer 1988, 251)

TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMedienMusik

Die Steiermark-Ausgabe der »Kronen Zeitung« (»Steirerkrone«) berichtete im Februar 1990 von dem tragischen Unfall: »Die ›Mörder-Familie‹ Urbanz macht wieder auf tragische Weise von sich reden: Vor dem berüchtigten Haus […] in Lind bei Knittelfeld, wo bereits vier Mörder aufwuchsen, machte Sonntag ein Bekannter der Urbanz Schießübungen – und tötete dabei ein 14jähriges Mädchen, das zufällig mit dem Rad vorbeifuhr, mit einem Kopfschuß! Wo immer diese Familie Urbanz auftaucht, hinterläßt sie eine Spur des Bösen« (Polzer 1990a). Auch an den beiden Folgetagen ist der tödliche Schuss Thema der Berichterstattung (vgl. Niederl 1990a, Polzer 1990b).

TopographieOrtschaftMedienZeitung/Zeitschrift

»Stern«: seit 1945 erscheinendes deutsches Wochenmagazin des Hamburger Verlagshauses Gruner + Jahr

MedienZeitung/Zeitschrift

Am Stadttheater Aachen wurde »Zauberflöte« nachweislich in der Spielzeit 1940/41aufgeführt. (vgl. Rohrkamp 2016)

TopographieOrtschaftMedienMusikEreignis

Sechsteiliges Oratorium von Johann Sebastian Bach (BWV 248), uraufgeführt 1734/35 in Leipzig; ein großer Teil besteht aus Parodien, d.h. wiederverwendeten Kompositionen, darunter »Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten!« (vgl. Blankenburg 1982, 12).

PersonMusikerInMedienMusik

In den »Lübecker Nachrichten« findet eine Anzeige zur Goldenen Hochzeit des Ehepaars Pütters (6.6.1980, 27).

MedienZeitung/Zeitschrift

Kofler bezeichnet die Aufführung später im Stück auch als »Kriegswinterzauberflöte«. Im November 1939 stand Mozarts»Zauberflöte« auf dem Programm des »Kärntner Grenzlandtheaters«, eine Übernahme der Inszenierung aus der Spielzeit 1913/14. Im Oktober 1943 wurde das Stück unter der Regie des damaligen Intendanten Willy Meyer-Fürst neu inszeniert (vgl. Rudan 1960, 318 u. 328; s. Eintrag »Grenzlandtheaterzauberflöte«).

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInMedienMusikEreignis

Der Filmproduzent Carl Spiehs (s. Eintrag ›Carl Spiehs‹) sowie der Schauspieler Otto Retzer (s. Eintrag ›Kahlkopf Retzer‹) gelten in der Regenbogenpresse als »Wörtherseebotschafter«, weil sie seit der Fernsehserie »Ein Schloß am Wörthersee« (1990–1992) indirekt Fremdenverkehrswerbung für die Region betreiben.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

»Der Tagesanzeiger«: überregionale Schweizer Tageszeitung aus Zürich

MedienZeitung/Zeitschrift

»Mama«: Titel des ersten Hits von Kinderstar Heintje; 1966 hatte Heintje einen niederländischen Talentwettbewerb mit der niederländischen Version des Schlagertitels gewonnen, 1976 den Hit im deutschen Fernsehen gesungen, 1986 war die Single »Mama« die meistverkaufte in Deutschland.

PersonMusikerInMedienMusik

Peter Paul Wiplinger (* 1939), österr. Schriftsteller; Kofler bezieht sich auf das Gedicht »Der Golfkrieg«, das Wiplinger während des zweiten Golfkriegs (Jänner/Februar 1991) in der katholischen Wochenzeitung »Die Furche« veröffentlichte (vgl. Wiplinger 1991), s. Eintrag ›Peter Paul Wiplinger‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

»Die Welt« ist eine seit 1946 bestehende deutsche überregionale Tageszeitung, die seit 1953 im Axel Springer-Konzern erscheint.

MedienZeitung/Zeitschrift

Aufführungen der »Zauberflöte« zwischen 1940 und 1942 sind am Theater Regensburg belegt. (vgl. Handel 2016)

TopographieOrtschaftMedienMusik

Anspielung auf »Singin’ in the Rain«»,« ein von Arthur Freed und Nacio Herb Brown geschriebener Filmschlager aus dem Jahr 1929, der vor allem mit Gene Kellys Performance im gleichnamigen Tonfilm von 1952 assoziiert wird.

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInMedienMusik

»Ach, wenn wird die Zeit erscheinen?«: Terzett in Bachs»Weihnachtsoratorium« (Blankenburg 1982, 13)

PersonMusikerInMedienMusik

In Ernst Lubitschs Film »Sein oder Nichtsein« (»To be or not to be«, USA 1942) probt das Theater in Warschau 1939 ein Anti-Nazi-Stück, das abgesetzt werden muss. Nach dem Einmarsch deutscher Truppen spielen die Schauspieler in den Kostümen des Stücks und führen in Rollen der deutschen Besatzer die Gestapo in die Irre (vgl. Krusche 1993, 565). s. Eintrag »Sein oder Nichtsein!«

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Kofler meint vermutlich »Käre John (Lieber John)« (1964), eine schwedische Filmromanze (R: Lars-Magnus Lindgren) mit Christina Schollin, Jarl Kulle und Helena Nilsson

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Otto Retzer (* 1945), österr. Schauspieler und Regisseur, war Lehrling im bei Kofler einschlägig bekannten Klagenfurter Tanzcafé Lerch, bekannt wurde er durch seinen Auftritt in der Fernsehserie »Ein Schloß am Wörthersee« (1990–1992); in »Üble Nachrede« und »Manker« Ziel der koflerschen Satire (s. Eintrag ›Kahlkopf Retzer‹)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Ennio Morricone (* 1928), ital. Komponist und Dirigent, der v.a. durch seine Filmmusiken für Italowesterns bekannt ist, u.a. für die von Kofler/Fian genannten Filme: »Für ein paar Dollar mehr« (orig. »P«»er qualche dollaro in più«, 1965; R: Sergio Leone), »Zwei glorreiche Halunken« (internat. Titel: »The Good, the Bad and the Ugly«, 1966; R: Sergio Leone), »Leichen pflastern seinen Weg« (orig.: »Il grande Silencio«, 1968; R: Sergio Corbucci), »Die gefürchteten Zwei« (orig.: »Il Mercenario«, 1968; R: Sergio Corbucci)

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

»Capriccio über die Abreise des sehr beliebten Bruders« (»Capriccio sopra la lontananza de il fratro dilettissimo«), mehrsätziges Frühwerk für ein Tasteninstrument von Johann Sebastian Bach (BWV 992)

PersonMusikerInMedienMusik

Gemeint ist damit wahrscheinlich die Morgenausgabe der österreichischen Tageszeitung »Kurier«.

MedienZeitung/Zeitschrift

Der gesamte Absatz ist ein wortwörtliches Zitat aus dem Artikel »Die Kraft der mütterlichen Liebe« des Schriftstellers Hermann Gerstner (1903–1993) im »Muttertagsheft« der »NS-Frauen-Warte« 1939 (Gerstner 1939).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Die nationalsozialistische Gemeinschaft »Kraft durch Freude« (KdF) war eine 1934 gegründete Unterorganisation der »Deutschen Arbeitsfront« (DAF), die für Freizeitgestaltung, Erholung und Kultur zuständig war. KdF wollte im Sinne einer klassenlosen »Volksgemeinschaft« der gesamtem Bevölkerung Zugang zu bisher bürgerlichen Kreisen vorbehaltenen Kulturveranstaltungen verschaffen. Von der »Zauberflöte«sind an der Oper Graz 20 Aufführungen zwischen 1941 und 1944 belegt (vgl. Krispin 2016). s. Eintrag »KdF-Vorstellungder Zauberflöte in Graz«‹

MedienMusik

Sylvester Stallone (* 1946), US-amerikanischer Filmschauspieler, Durchbruch 1976 mit dem Boxer-Drama »Rocky« (Drehbuch, Hauptdarsteller) s. Einrag ›Rambo‹

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Die »Arbeiter-Zeitung« war das »Sprachrohr« der österreichischen Sozialdemokratie und erschien – mit oftmals wechselnden Titelzusätzen – von 1889 bis 1938 sowie von 1945 bis 1991.

MedienZeitung/Zeitschrift

Die nationalsozialistische Gemeinschaft »Kraft durch Freude« (KdF) war eine 1934 gegründete Unterorganisation der »Deutschen Arbeitsfront« (DAF), die für Freizeitgestaltung, Erholung und Kultur zuständig war. KdF wollte im Sinne einer klassenlosen »Volksgemeinschaft« der gesamtem Bevölkerung Zugang zu bisher bürgerlichen Kreisen vorbehaltenen Kulturveranstaltungen verschaffen. Von der »Zauberflöte« sind an der Oper Graz 20 Aufführungen zwischen 1941 und 1944 belegt. (vgl. Krispin 2016)

TopographieOrtschaftMedienMusik

Wörtliches Zitat aus Becketts Theaterstück »Spiel«; in der Szene kommt es zu einer Konfrontation zwischen der Partnerin und der Geliebten eines Mannes (Beckett 1963, 10).

PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Die Heirat von Angelika Scheef und Joachim Strunck wurde in den »Lübecker Nachrichten« angezeigt (6.6.1980, 27).

MedienZeitung/Zeitschrift

Herkömmlicher Name der Klavierfantasie Op. 15 in C-Dur von Franz Schubert. Den Namen bezieht das Werk aus dem Leitmotiv, das Schubert seinem Lied »Der Wanderer« (1816) entnahm, s. Eintrag ›Wandererphantasie‹

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler bezieht sich hier auf einen Bericht der Journalistin Trude Polley (1912–1992) im »Getreuen Eckart« aus dem Februar 1940: »Erst Ende November hat in dieser Spielzeit das Kärntner Grenzlandtheater mit drei einander folgenden glanzvollen Premieren – desEgmont, derZauberflöteund desZigeunerbaron – seine Tore geöffnet« (Polley 1940; s. Eintrag »glanzvolle Premiere«).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftMusik

Der Kärntner Architekt, Grafiker und Schriftsteller Hans Leb (1909–1961) gründete 1961 die Zeitschrift »Der Bogen«. Dokumente neuer Dichtung. Die Einzelnummern in Kleinoktav-Format bestanden aus einem Druckbogen – was acht Seiten ergab – und waren jeweils einem einzelnen Autor gewidmet, die Einzelnummer wurden (bis zur 13. Nummer) zu einer Mappe zusammengefasst. Nach dem Tod Lebs übernahm Heinz Pototschnig die Herausgeberschaft. Neben Kärntner Autoren erschienen immer wieder überregionale Beiträge, in Mappe 4 etwa H. C. Artmann und Felix Braun. Die Schüler Gert Jonke und Kofler waren »Stammbeiträger« der bis 1965 bestehenden Zeitschrift (Gausterer 2010, 6).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Abgewandeltes Zitat aus Becketts»Spiel«: »Irgendein Idiot mähte Gras« (Beckett 1963, 12)

PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

»Seniorenclub« war eine Fernsehsendung des ORF, die von 1968 bis 2000 sonntags ausgestrahlt wurde (insgesamt 1238 Folgen).

MedienFilm/Fernsehen/Radio

Berliner Boulevardzeitung, nicht zu verwechseln mit der »Berliner Zeitung«. Die 1877 gegründete »B. Z.« erscheint seit 1960 im Springer-Konzern, als Untertitel führt sie die Bezeichnung »Die größte Zeitung Berlins«. Am 28. Februar 1978 titelte sie mit: »Ist Lorenz noch am Leben?« Im Blattinneren elf Doppelseiten Berichterstattung, u.a. zur verzweifelten Ehefrau, zum Tatort, zu Lorenz’ Fahrer (der eine RAF-Terroristin erkannt zu haben glaubte, die aber nicht beteiligt war). Inwieweit diese Ausgabe eine von zwei »Sonderausgaben« war, lässt sich nicht eruieren. Laut Zeitungsarchiv (Staatsbibliothek Berlin) erschien die nächste »B. Z.«-Ausgabe am 1. März, diesmal mit neun Seiten Berichterstattung zur Lorenz-Entführung.

MedienZeitung/Zeitschrift

Möglicherweise Bezug auf Walter Benjamins »Illuminationen«, eine von Theodor W. Adorno1955 herausgegebene Sammlung von Schriften, deren Titel auf einen Hinweis Adornos zurückgeht, und zwar auf die Veröffentlichung einer Auswahl durch Siegfried Kracauerin der »Frankfurter Zeitung« unter dem Titel »Kleine Illuminationen«, der Benjamin zugestimmt habe; er verweise auf die seinem Schreib- und Denkstil charakterisierenden Komponenten des Erleuchtens und Aufklärens (Benjamin 1969, 444f.).

PersonAutorIn/JournalistInPhilosophInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Diese »höchste Auszeichnung, die unser allergnädigster Herrscher vergeben kann« (Lehár 1929, 37), ist ein Motiv, das bereits Lehárs Operette »Die Gelbe Jacke« (1923) bestimmt. In der Reihung der Szenen, der Nummerierung der Lieder und aller folgenden Zitate folgt Kofler exakt dem Textbuch der Operette.

PersonMusikerInMedienMusik

Die Geburt Hajo Knorkelrübes wurde in den »Lübecker Nachrichten« angezeigt (6.6.1980, 27).

MedienZeitung/Zeitschrift

Heinz Pototschnig (1923–1995), österr. Schriftsteller, im Brotberuf praktischer Arzt in Villach, 1961–1965 Herausgeber der Literaturzeitschrift »Der Bogen«, seine Lyrikpublikationen der 1960er Jahre erschienen in regionalen Kleinverlagen, in den 1970er Jahren veröffentlichte der Wiener Zsolnay-Verlag drei Romane Pototschnigs, 1977 Teilnahme am ersten Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb, seit 2020 Gedenktafel am Haus Anton-Tuder-Straße 28 in Villach-Maria Gail.

TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Gemeint sein könnte das »Hamburger Abendblatt«

MedienZeitung/Zeitschrift

Was Kofler hier als »Premiere« bezeichnet, dürfte er auf die erwähnte Festaufführung der »Zauberflöte« am 26. 1. 1941, dem Vorabend des 185. Geburtstags des Genius loci, beziehen (vgl. Kerschbaumer 1988, 251). Salzburger Gauleiter war zu dieser Zeit Friedrich Rainer (1903–1947), Ende 1941 wurde er »Reichsstatthalter« in Kärnten und Krain, ab 1943 machte ihn Hitler zusätzlich zum Leiter der Zivilverwaltung in der »Operationszone Adriatisches Küstenland«.

PersonNationalsozialistInMedienMusik

Werbespruch der Verbund-Gesellschaft, Österreichs größtem Stromerzeuger, aus der Mitte der 1980er Jahre. Nach dem Scheitern des Baus des Donaukraftwerks bei Hainburg1985 startete das Unternehmen eine Werbekampagne, die das ökologische Image von Flusskraftwerken heben sollte. Auf Plakaten wurden Vogelarten gezeigt, die an Stauseen heimisch geworden seien: Eisvogel, Graureiher, Reiherente.

TopographieOrtschaftMedienWerbung/InseratEreignis

Zu diesem Namen findet sich in den »Lübecker Nachrichten« eine Todesanzeige (6.6.1980, 27).

MedienZeitung/Zeitschrift

Karl Kraus(1874 – 1936), österr. Schriftsteller und Publizist; Herausgeber der Zeitschrift »Die Fackel«; einflussreiche sprach- und medienkritische Position, s. Eintrag ›Schriften von Kraus und Tucholsky‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Die kurze Erzählung »Unverzollt und fern der Heimat« in der »Volkszeitung« am 30. November 1963 ist Koflers erste Veröffentlichung, eine »Humoreske« über »wackere Zollschwindler« auf einer Zugfahrt zurück vom nahen Italien. (s. Eintrag ›die veröffentlichung...‹)

MedienZeitung/Zeitschrift

In André Hellers Song »Die wahren Abenteuer sind im Kopf« (1975) heißt es »Die wahren Abenteuer sind im Kopf, und sind sie nicht im Kopf, dann sind sie nirgendwo«. ; zu André Heller siehe u.a. Eintrag ›Flugskulpturen‹.

PersonAutorIn/JournalistInMedienMusik

Die »Wochenpresse« war eine politische österreichische Wochenzeitung, die von 1955 bis 1993 erschien. 1993–1996 trug sie den Titel »Wirtschaftswoche«.

MedienZeitung/Zeitschrift

Matthias Walden: Pseudonym von Eugen Wilhelm von Saß (1927–1984), deutscher Journalist, 1950 Flucht aufgrund seiner konservativen, in der DDR nicht opportunen Ansichten in die BRD, Annahme des Pseudonyms, Arbeit in West-Berlin für die Sender RIAS und SFB, Kolumnen für »Quick« und »Die Welt«. Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus Anfang März 1975 unterstützte er den Bund Freies Deutschland.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Giacomo Puccini (1858–1924), italienischer Komponist; »La Bohème« (1896) und »Madama Butterfly« (1904) sind seine bekanntesten Opern

PersonMusikerInMedienMusik

Ein Teil der Regieanweisung für die Schlussszene der »Zauberflöte«: »Sogleich verwandelt sich das ganze Theater in eine Sonne« (Assmann 2012, 134).

MedienMusik

Abgewandeltes Zitat aus der ersten Arie des Tamino (»Dies Bildnis ist bezaubernd schön«) in Mozarts»Zauberflöte«: »Ich würde – würde – warm und rein – [/] Was würde ich! – Sie voll Entzücken [/] An diesen heißen Busen drücken, [/] Und ewig wäre sie dann mein« (Assmann 2012, 29).

PersonMusikerInMedienMusik

Thomas Koschat (1845–1914), Komponist und Chorleiter; der gebürtige Kärntner ging 1865 zum Studium nach Wien, wo er bei mehreren Chören Mitglied wurde und später bis zum Leiter des Hofopernchores aufstieg. Mit einer Sängergruppe bereiste er Europa und Amerika und popularisierte durch seine Programme das »Kärntner Lied«.

PersonMusikerInMedienMusik

Zu diesem Namen findet sich in den »Lübecker Nachrichten« eine Todesanzeige (6.6.1980, 27).

MedienZeitung/Zeitschrift

Heinz Stritzl (* 1921), österr. Journalist, ab 1954 bei der »Kleine Zeitung«, die damals die Kärnten-Ausgabe aufbaute, in Klagenfurt tätig, ab 1959 Chefredakteur; konservativer, parteipolitisch nicht festlegbarer Journalist, Mitglied der »Konsensgruppe«, die 2005 einen Kompromiss im Kärntner Ortstafelstreit herbeiführen konnte; mit seinem ideologischen Engagement für den Nationalsozialismus während seiner Zeit bei der Wehrmacht ging er stets offen um, er bereute dies nach Kriegsende und brach etwa mit Jörg Haider nach dessen Ausspruch von der »ordentlichen Beschäftigungspolitik« im »Dritten Reich« (vgl. Stritzl 2016).

PersonAutorIn/JournalistInPolitikerInMedienZeitung/Zeitschrift

»Basta«: Österreichische Monatsillustrierte, 1983 von den Brüdern Wolfgang und Helmut Fellner mit dem Verkaufserlös ihres Jugendmagazins »Rennbahnexpress« an den »Kurier« finanziert. Die Fellners verkauften 1992 »Basta« ebenfalls an den »Kurier«, sie gründeten das Wochenmagazin »News«, 1994 wurde die Illustrierte eingestellt (vgl.Trappel 2019, 212).

MedienZeitung/Zeitschrift

»A Little Night Music« (1977, dt.: »Das Lächeln einer Sommernacht«), amerikanisch-deutsche Verfilmung (R: Harold Prince, D: Elizabeth Taylor) des gleichnamigen Musicals von Hugh Wheelers und Stephen Sondheims (1973)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMusikerInMedienMusik

Im Rahmen der mehrseitigen Berichterstattung zur Lorenz-Entführung stellt die Ausgabe der »Bild«-Zeitung vom 28. Februar 1975 die Frage: Würde die ›DDR‹ die Terroristen aufnehmen? Im Anschluss wird die Meldung der »Zonenagentur« ADN wiedergegeben, die verlautet, dass die zuständigen Organe der ›DDR‹ [die Zeitung verwendet hier stets Anführungszeichen] die erforderlichen Fahndungsmaßnahmen veranlaßt hätten. Die »Bild«-Zeitung weist darauf hin, dass man Kontakte zur PLO habe und 1970 Mitglieder der »Baader-Meinhof-Bande« über den Ost-Berliner Flughafen in ein Trainingslager nach Jordanien geflogen seien, die »Anarchisten« hätten dennoch »nichts Gutes« zu erwarten, würde man sie in der »Zone« fassen ([red.] 1975b).

PersonPolitikerInMedienZeitung/Zeitschrift

Anspielung auf den Residenz-Verlag in Salzburg und dessen Leiter Wolfgang Schaffler (1980 veröffentlichte Kofler die Polemik »Über den Scheffel-Verlag in S«.); mit der »Art Bibliothek der besten Drehbücher« spielt Kofler auf die zwischen 1978 und 1985 bestehende »Fernsehspiel-Bibliothek« des Verlags an, in der insgesamt elf Publikationen erschienen, etwa die »Alpensaga« von Wilhelm Pevny und Peter Turrini (1980, 3 Bde.)

TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Die »Deutsche Kantate« von Fidelio F. Finke war laut Prieberg dessen »erster Dank für die hohen Ehren, mit denen der NS-Staat ihn ausgezeichnet hatte«. (Prieberg 1982, 233)

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

s. Eintrag ›Köll‹

PersonPolitikerInMedien

Zitat aus dem Volkslied »Kein schöner Land in dieser Zeit«: »Nun Brüder eine gute Nacht! [/] Der Herr im hohen Himmel wacht, [/] In seiner Güten [/] Uns zu behüten, [/] Ist er bedacht«; Text und Musik 1838 von Anton Wilhelm Florentin von Zuccalmaglio, als Volkslied im zweiten Band der Volksliedersammlung »Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen« (1840) publiziert (Bauer 1961, 18).

PersonMusikerInMedienMusik

Die Geburt Timo [sic] Ahrens wurde in den »Lübecker Nachrichten« angezeigt (3.6.1980, 15).

MedienZeitung/Zeitschrift

Die Familie Carrington steht im Zentrum der US-amerikanischen TV-Serie »Der Denver-Clan« (Originaltitel »Dynasty«, 1981 – 1989; ab 1983 Ausstrahlung im österreichischen und deutschen Fernsehen), s. Eintrag »Wie war ich entsetzt…«

PersonMedienFilm/Fernsehen/Radio

Zwei Wochen nach »Unverzollt und fern der Heimat« erschien in der »Volkszeitung«das »Stimmungsbild« »Advent in Dämmerung geborgen ..«. (14. 12. 1963), eine pathetische Stimmungsprosa, in der der Advent und das zu Ende gehende Jahr personifiziert werden. (s. Eintrag ›Advent, in Dämmerung geborgen‹)

MedienZeitung/Zeitschrift

Möglicherweise eine Anspielung auf Gernot Wolfgrubers Drehbuch zum Film »Der Jagdgast«, das 1978 in der »Fernsehspiel-Bibliothek« des Residenz-Verlags erschien.

PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

»Mea Culpa«, Song von Brian Eno und David Byrne, 1981 erschienen auf dem Album »My Life in the Bush of Ghosts«; die Angabe zu den Stimmen der Radio-Anrufsendung finden sich auf der LP. Das Konzeptalbum setzt Zufallsgeräusche und Teile bestehender Ton-und Musikaufnahmen ein und gilt heute als Pionierarbeit zur Popularisierung von Samples.

PersonMusikerInMedienMusik

s. Eintrag ›Tobias Reiser‹

PersonMusikerInMedien

»Shining« (1980): britisch-US-amerikan. Horrorfilm des Regisseurs Stanley Kubrick nach Stephen Kings gleichnamigem Roman

PersonSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Zitat aus dem »Lied im Grünen« von Franz Schubert (1827, D 917), s. Eintrag ›ins Grüne, ins Grüne‹

PersonMusikerInMedienMusik

Zu diesem Namen findet sich in den »Lübecker Nachrichten« eine Todesanzeige (6.6.1980, 27).

MedienZeitung/Zeitschrift

»Die Colbys – Das Imperium« war eine Ableger-Serie der Serie »Der Denver-Clan«, die 1985 bis 1987 vom amerikanischen Sender ABC, ab 1987 in Deutschland ausgestrahlt wurde und in deren Mittelpunkt die Familie von Jeff Colby steht.

PersonMedienFilm/Fernsehen/Radio

Heinrich Berté (1857–1924), österr.-ungarischer Komponist, verfasste 1916 das Singspiel »Das Dreimäderlhaus«, dessen Libretto der süßliche, pseudobiedermeierliche Roman »Schwammerl« (1912) des steirischen Schriftstellers Rudolf Hans Bartsch (1873–1952) zugrunde liegt, s. Eintrag ›der Schubert nur aus der Operette, als Operette gekannt hatte‹

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusikZitate

Wahrscheinlich eine Anspielung auf den NS-Propagandafilm »Heimkehr« (1941, R: Gustav Ucicky), in dem eine wolhyniendeutsche Minderheit in Polen drangsaliert wird und schließlich in das verheißungsvolle Deutsche Reich auswandert. Die Schauspielerin Paula Wessely (1907–2000) spielte die Hauptrolle, was sie nachträglich bereute (vgl. Glück 2007), was ihr aber lebenslang nachhing und Kritik einbrachte – die bekannteste kritische Stimme dürfte Elfriede Jelineks Theaterstück »Burgtheater« (UA 1985) sein, in das Originalzitate aus dem Film montiert sind.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/RadioZitate

Im März 1964 erschien in der »Volkszeitung« eine Rezension der 14. Folge des »Bogen«. Der Rezensent spricht davon, dass hier zu »den schon vertrauten Namen der Jüngeren«, zu denen er Gert Jonke zählt, diesmal neue träten, darunter eben Werner Kofler, »der nur durch die Satzanordnung auffällt« ([red.] 1964). Ob die Besprechung tatsächlich von Georg Drozdowski stammt, was nicht unwahrscheinlich ist, kann nicht abschließend geklärt werden, der Artikel ist mit dem Kürzel »–i« gezeichnet (Drozdowski ist dort eindeutig eruierbar, wo er das Kürzel »G. D.« verwendet).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

»Machine Gun«, Song von Jimi Hendrix, erstmals auf dem Livealbum »Band of Gypsys« (1970) erschienen; kritisiert den Vietnam-Krieg

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler bezieht sich hier auf die bei Prieberg wiedergegebene Anzeige, mit der der Leipziger Simrock Verlag 1943 Finkes Hymnus ankündigt: »Der Hymnus auf die Befreiung Böhmens von Fidelio F. Finke [...], Hymnus nach dem Gedicht von Herbert Hiebsch [NSDAP-Kulturamtsleiter in Prag]. Orgel, Massenchor, starkes Blasorchester. In der Orgel-Einleitung gibt der Komponist dem deutschen Gedanken Ausdruck, wie er in Böhmen vom mystischen Dunkel der Vorgeschichte bis an die Glanzzeit des deutschen Kaiserreiches immer spürbar war.« (Prieberg 1982, 233)

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PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusik

Wahrscheinlich gemeint: »Hi, Hi, Hazel«, 1966 veröffentlichter Song der britischen Soul-Formation Geno Washington & The Ram Jam Band

PersonMusikerInMedienMusik

Georg Drozdowski (1899–1987), österr. Schriftsteller und Journalist, bis 1940 in seiner Geburtsstadt Czernowitz tätig, verschlug es ihn gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nach Kärnten, 1945 wurde er Redakteur, später Leiter der Kulturredaktion der »Volkszeitung«, die Erinnerung an Czernowitz und die Czernowitzer Literatur blieb eine Konstante seines publizistischen Schaffens. 1999 wurde in Klagenfurt eine Georg-Drozdowski-Gesellschaft gegründet, die sich der Pflege der Kontakte zwischen Klagenfurt und Czernowitz widmet (vgl. Abret 2007, 40).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Badonviller-Marsch (auch Badenweiler-Marsch): 1914 vom bayerischen Militärmusiker Georg Fürst (1870–1936) für das Königlich Bayerische Infanterie-Leib-Regiment komponiert. Er soll an den Sieg bayrischer gegen französischer Truppen bei Badonviller, Lothingen, zu Beginn des rsten Weltkriegs erinnern. In der NS-Zeit wurde er bei Auftritten Adolf Hitlers häufig gespielt.

PersonMusikerInMedienMusik

Victor Weber (* 1937), Staatsanwalt beim Prozess gegen Klaus Wagenbach, später Oberstaatsanwalt und Leiter der Jugendhauptabteilung der Berliner Staatsanwaltschaft sowie stellvertretender Vorsitzender des deutschen Richterbundes. Weber hatte 1971 auch die Beschlagnahme der beiden inkriminierten Publikationen des Wagenbach-Verlags (die RAF-Broschüre und den »Roten« Kalender) veranlasst. Die von Kofler wiedergegebenen Zitate Webers aus dem Gerichtssaal konnten nicht verifiziert werden. Von den eingesehenen Berliner Zeitungen (»B. Z., Bild, Der Abend, Berliner Morgenpost«) berichtet einzig der »Tagesspiegel« über den Wagenbach-Prozess, schreibt aber in Bezug auf den Staatsanwalt nur davon, dass er eine Geldstrafe gefordert habe. Tumulte im Gerichtssaal werden nicht erwähnt ([red.] 1975d).

MedienZeitung/Zeitschrift

Ein Zitat Adolf Hitlers – »Worte des Führers an die deutschen Frauen« am Reichsparteitag 1935: »Wir sehen in der Frau die ewige Mutter unseres Volkes und die Lebens-, Arbeits- und auch Kampfgefährtin des Mannes« (Hitler 1935, 3). Kofler zitiert den Satz aus Scholtz-Klinks Text »Frau und Mutter«»– Lebensquell des Volkes« (Scholtz-Klink 1939, 136), die Ausgabe der »NS-Frauen-Warte« ist im Kofler-Nachlass erhalten (11/W7/S1).

PersonNationalsozialistInMedienZeitung/Zeitschrift

Das Album »Band of Gypsys« wurde als das letzte von vier Konzerten von Jimi Hendrix mit der Formation Band of Gypsys am 31. Dezember 1969 und am 1. Januar 1970 im Fillmore East, einem ehemaligen Theater in New York, aufgenommen.

TopographieOrtschaftPersonMusikerInMedienMusik

Kulturbolschewismus war ein verächtlicher Begriff für die sogenannte Verfallskunst der »Systemzeit« (s. Eintrag ›Systemzeit‹). Bezeichnete er zunächst die sowjetischen Bemühungen, eine proletarisch-revolutionäre Kunst und Kultur zu schaffen, wertete die NS-Propaganda damit künstlerische und wissenschaftliche Aktivitäten ab, die als zu progressiv und linksgerichtet galten. (vgl. Schmitz-Berning 2000, 360f.)

Medien

Am 7. Juni 1980 (27) finden sich in den »Lübecker Nachrichten« drei Todesanzeigen für einen Ernst Philip, bei einer ist der Geburtsort mit »Königsberg/Ostpr.« angegeben, in derjenigen des »VdK Brandenbaum« ist vom »Kameraden« die Rede (VdK: Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands; Brandenbaum: Ortsteil von Lübeck)

TopographieOrtschaftMedienZeitung/Zeitschrift

Glenn Gould(1932 – 1982), kanadischer Pianist, Komponist, Musikschriftsteller. Die Einspielung von Bachs »Goldberg-Variationen« im New Yorker Columbia-Records-Studio 1955 – seine erste Plattenaufnahme – begründete seinen Ruhm als eigenwilliger Bach-Interpret. 1982, kurz vor seinem Tod, spielte er die »Goldberg-Variationen« noch einmal ein. s. Eintrag ›Glenn Gould‹

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler widmet dieser zentralen Figur aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper »Die Zauberflöte«(Uraufführung 1791 im Freihaustheater in Wien; Libretto: Emanuel Schikaneder) ein Prosastück in »Hotel Mordschein«: »Mutmaßungen über die Königin der Nacht,« s. Eintrag »Mutmaßungen über die Königin der Nacht«. Bei Mozart steht die Königin der Nacht als personifizierte Macht des Dunkels der Kraft des Lichts – verkörpert in Sarastro – gegenüber, wandelt sich allerdings erst im Verlauf der Handlung, u. a. mit der Weigerung Taminos, die geraubte Tochter Pamina zurückzubringen, in dessen rachsüchtige Gegenspielerin. Assmann betont die wechselhaften Gefühle und Werturteile, die beim Zuseher evoziert werden; zu fragen sei nicht, »wer oder was die Königin ist, sondern wie sie erscheint. Sie wird uns einmal so, einmal anders gezeigt, weil wir zusammen mit Tamino einen Perspektivwechsel vollziehen sollen« (Assmann 2008, 28). Bereits in »Am Schreibtisch« brachte Kofler die Zauberflöte und die Zeit des Nationalsozialismus zusammen (»Grenzlandtheaterzauberflöte«, s. Eintrag »Grenzlandtheaterzauberflöte«).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Hubert Fabian Kulterer edierte 1961–1971 die Literaturzeitschrift »Eröffnungen« (bis 1964 unter Beteiligung von Konrad Bayer), »die literarisch und graphisch u den interessantesten und auch drucktechnisch besten Zeitschriftenpublikationen der 60er und 70er Jahre in Österreich zählt« (Amann/Strutz 1998, 563). Autoren der sogenannten Wiener Gruppe sowie Kärntner Autoren bildeten die Mehrheit der Beiträger, Kulterer bot eine Mischung aus traditionellen und experimentellen Texten, auch Außenseiter wurden aufgenommen.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

»Eine Handvoll Reis« (1966), Song von Freddy Quinn (* 1931), der den Vietnamkrieg glorifiziert, s. S. I/302. S. Eintrag ›Freddy Quinn‹

PersonMusikerInMedienMusik

Anspielung auf die 1971–1986 ausgestrahlte Fernseh-Unterhaltsshow »Dalli Dalli« von und mit Hans Rosenthal

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Mit der 1935 uraufgeführten »Spieloper« »Die Zaubergeige« gelang Egk der musikalische Durchbruch, »[d]as Werk kam mit seinem volkstümlichen Märchenstoff und einer Musik voller bayerischer Volksmelodien dem neuen Zeitgeschmack sehr entgegen« (Karner 2002, 147), s. Eintrag ›Guldensack‹

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler bezieht sich auf die Passage aus »Der Hirt auf dem Felsen«, in der ein Kustode durch den »Hattischen Kreis« und dessen Projektionen an Felswände führt und vom »Bildnis des Sensationsreporters Jeanee« spricht, »wie er während des Zusehens einem rumänischen Kleinkind sein gewaltiges Glied in den Mund steckt« (s. Eintrag ›Wie wenn nicht jeder schon einmal sein gewaltiges Glied in den Mund eines rumänischen Kleinkindes gesteckt hätte!‹). Michael Jeannée, Reporter der »Kronen-Zeitung«, fühlte sich angesprochen und klagte auf Üble Nachrede. Die Rechtssache endete 1993 mit einem Freispruch; der Prosa »Üble Nachrede« liegt diese rechtliche Auseinandersetzung zugrunde (Rechtsakt im Nachlass, 11/W14/S1, 2).

MedienZeitung/Zeitschrift

»New York 1963 – America 1968«, 19-minütiges Stück von Eric Burdon and the Animals, erschienen auf dem Album »Every One Of Us«(1968), thematisiert die gesellschaftspolitischen Verhältnisse in den 1960ern in den USA

PersonMusikerInMedienMusik

Bussole: Messinstrument mit Magnetnadel, das vor allem in der Geodäsie Verwendung findet (fand). Als im Februar 1908 in Wien ein leichtes Erdbeben zu bemerken war, druckt die »Neue Freie Presse« Leserbriefe mit persönlichen Erdbeben-Eindrücken ab, darunter denjenigen eines »Zivilingenieur J. Berdach«: »Ich las gerade Ihr hochgeschätztes Blatt, als ich ein Zittern in der Hand verspürte. Da mir diese Erscheinung von meinem langjährigen Aufenthalt in Bolivia, dem bekannten Erdbebenherd, nur zu vertraut war, eilte ich sogleich zu der Bussole, die ich seit jenen Tagen in meinem Hause habe.« (zit. n. Müller 1995, 15) Berdach schreibt pseudowissenschaftlich weiter (»Variabilität der Eindrucksdichtigkeit«), der Leserbrief gipfelt in der Feststellung, dass das Erdbeben sehr unterschiedlich wahrgenommen worden sei in seinem privaten Umfeld, seine Frau habe »drei Stöße« verspürt. Die »Neue Freie Presse« wandelte Letztere allerdings aus Schicklichkeitsgründen in »Erschütterungen« um. Diesen redaktionellen Eingriff kennt die Nachwelt, weil sich am 28. 2. 1908 Karl Kraus in der »Fackel«zur Urheberschaft des Leserbriefs bekannte und sämtliche Details dieses Grubenhunds genüsslich ausbreitete (vgl. Kraus 1908).

TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Bernt Burchhart (* 1943) war bis 1973 Nachrichtensprecher beim ORF, danach Mitbegründer der Literaturzeitschrift »Freibord«. Infolge von Psychosen und Drogenmissbrauch kam er in die Psychiatrie. Dortige Erfahrungen flossen in den Band »Die Orte des Absterbens« (1987) ein. Nach Erscheinen des Buches ermordete er in einem psychotischen Schub den Nachtportier des Klagenfurter »Hotel Mondschein«. Koflers Prosa »Hotel Mordschein« nimmt darauf Bezug, s. Eintrag »das Hotel also hieß Mondschein«

TopographieOrtschaftMedienZeitung/ZeitschriftZitate

»The return of the son of monster magnet«, Song von Frank Zappa auf dem Album »Freak Out!« von Mothers of Invention (s. o.)

PersonMusikerInMedienMusik

André Heller: österr. Sänger, Liedermacher, Künstler, Autor, Kulturmanager (* 1947); in den 1970er Jahren vor allem als Sänger und Liedermacher tätig, als 25-Jähriger gestaltete er im Fernsehen seinen eigenen Nachruf (»Wer war André Heller?« 1972). In den 1980er Jahren machte er mit Großevents wie dem »Theater des Feuers« (1983), dem »Sturz durch Träume«, einem »Feuerspektakel« vor 650.000 zahlenden Zuschauern (1984), oder den Heißluftballon-Skulpturen »Himmelszeichen« (1986) von sich reden. Nicht zuletzt durch diese Inszenierungen wurde er zu einer zentralen Figur der Kofler’schen Satire (s. Eintrag ›André Heller‹).

PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Es gab keine eigentliche Gründung der Roten Armee Fraktion – als ihre erste Aktion gilt die Befreiung des inhaftierten Andreas Baaders auf einem bewachten Freigang im Mai 1970. Im Monat darauf veröffentlichte die Gruppe eine erste programmatische Erklärung, in der sie abschließend fordert: »Die Rote Armee aufbauen!« (Hoffmann 1997, 26); im Nachlass Koflers finden sich Ausgaben der Westberliner linksanarchistischen Zeitschrift »Agit 883«, die die Erklärung druckte, allerdings nicht die betreffende Nr. 62. 1971 taucht in »Das Konzept Stadtguerilla« – Kofler verweist in »Am Schreibtisch« auf diese »Untergrundschrift« in seinem Besitz (s. Eintrag ›Das Konzept Stadtguerilla‹) – erstmals die Bezeichnung »Rote Armee Fraktion« auf. Insgesamt spricht man von drei »Generationen« der RAF, 1998 wurde die Selbstauflösung der Gruppe erklärt.

PersonVerbrecherInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Anspielung auf Heinz Conrads (1913 – 1986), österr. Schauspieler und Sänger, wurde mit seiner Sendung »Guten Abend am Samstag« zu einer Institution im österr. Fernsehen. s. Eintrag ›Heinz Conrads‹

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Christoph Willibald Gluck (1714–1787), deutscher Komponist; Paul Hindemith (1895–1963), deutscher Komponist; Joseph Haas (1879–1960), deutscher spätromantischer Komponist, seine 1937 uraufgeführte »Volksoper« »Tobias Wunderlich« fußt auf dem gleichnamigen Drama des in der Zwischenkriegszeit vielgespielten österr. Dramatikers (und Nationalsozialisten) Hermann Heinz Ortner.

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

»Deutscher Bühnen-Spielplan«: monatliche Veröffentlichung sämtlicher Spielpläne der Theaterhäuser in Deutschland, bestand seit 1897, war auf die Mitglieder des »Kartells der Deutschen Bühnen- und Orchestermitglieder« beschränkt (vgl. Arnold 1908, 325), das Kartell bestand nach 1934 nicht mehr; in den 1930er Jahren (bis 1944) erschien der »Bühnen-Spielplan« im Neuen Theaterverlag, Berlin, damals brachte man auch »Rundfunkprogramme von Bühnenwerken«. Kofler führt in der Folge aus dem »Deutschen Bühnen-Spielplan« sämtliche Aufführungsorte von Lehárs »Land des Lächelns« im April 1938 an; in Berlin spielte allerdings das Theater am Nollendorfplatz die Operette. Lehárs Werk wurde auch in Oberschlesien aufgeführt: in Neisse [Nysa], in Beuthen [poln. Bytom], Gleiwitz [Gliwice] und Hindenburg [Zabrze], die dem »Oberschlesischen Landestheater« in Beuthen zugeordnet waren. »Wuppertal-Barmen; Wuppertal-Elberfeld« waren zwei Spielorte der »Wuppertaler Bühnen«.

PersonMusikerInMedienMusik

Anspielung auf die Anzeige für Finkes Hymnus »O Herzland Böhmen«: »In der 2. Strophe erlebt man die weltgeschichtliche Tat des Führers, die Hissung der Reichsfahne auf der Prager Burg« (Prieberg 1982, 233). s. Eintrag ›O Herzland Böhmen‹

TopographieOrtschaftPersonMusikerInMedienMusik

Pension am Iselsberg oberhalb von Lienz, die 1935 abbrannte. Die Familie Kofler urlaubte seit den 1960er Jahren am Iselsberg, Anfang der 80er Jahre errichteten Koflers Eltern dort ein Ferienhaus. 1999 vermerkt der »Gemeindebote Iselsberg/Stronach«in einer Chronik diesen Brand; der Ort trage seither die Bezeichnung »Brandstatt«. (Gemeindebote 1999, 12)

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TopographieBergOrtschaftMedienZeitung/Zeitschrift

Dem böhmischen Grafen Wenzel von Morzin (1676–1737), Kammerdiener von Kaiser Karl VI., sind die »Die vier Jahreszeiten« gewidmet. In der Widmung schreibt Vivaldi, dass er dem Grafen mehrere Jahre lang als »Maestro di musica in Italia« gedient hätte, wobei Talbot dies so interpretiert, »daß der Graf immer wieder, wenn er es wünschte, von Vivaldi Noten geschickt bekam« (Talbot 1985, 95).

PersonPolitikerInMusikerInMedienMusik

»… der Tag geht … Johnnie Walker kommt«: Werbespruch seit Ende der 1960er Jahre, mit dem die seit dem 19. Jahrhundert am internationalen Markt tätige schottische Destillerie Johnnie Walker vornehmlich in Illustrierte warb.

MedienWerbung/Inserat

Johann Sebastian Bach brachte 1741 in einem Erstdruck eine »Clavier Ubung« heraus, die aufgrund einer Anekdote postum in »Goldberg-Variationen«umbenannt wurde. Mit der Einspielung der »Goldberg-Variationen« 1955 begründete Gould seinen Ruhm als eigenwilliger Bach-Interpret.

PersonMusikerInMedienMusik

Karl Moik(1938–2015), öster. Moderator und Entertainer, der ab 1981 v.a. durch die Moderation der TV-Sendung »Musikantenstadl« einem größeren Publikum bekannt wurde

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Die Adresse Kulterers stand im Impressum der »Eröffnungen«, Aich ist eine kleines Dorf im Kärntner Jauntal. Im gegenständlichen Heft der »Eröffnungen« wird der aus Villach gebürtige, in Wien lebende Schriftsteller und Bibliothekar Hannes Schneider (1939–2004) als Mitredakteur angegeben.

TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Kofler zitiert hier wörtlich die vierte Szene des »Land des Lächelns«, dessen Refrain das Herzstück der Operette ausmacht: »Immer nur lächeln [/] Und immer vergnügt, [/] Immer zufrieden, [/] Wie’s immer sich fügt, [/] Lächeln trotz Weh und tausend Schmerzen – [/] Doch wie’s da drin aussieht, [/] Geht niemand was an« (Lehár 1929, 19).

MedienMusik

Unter der Regie von Gustav Ucicky und mit Paula Wessely in der Hauptrolle stellt der Film »Das Herz muß schweigen« (1944) das Schicksal zweier Röntgen-Pioniere in den Mittelpunkt, die ein »Leben im Dienste einer großen Idee« führen und deren Forschungsarbeit, bei der sie ungeschützt Strahlung ausgesetzt waren, ihnen das Leben kostet – der Film »zeigt Vorbilder altruistischen Verhaltens« . ( Brecht/Loacker/Steiner 2014 , 378) Ob dies im Sinne des Regimes interpretiert wurde, blieb den Zuschauern überlassen.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Welche Zeitung genau Kofler hier meint (oder ob er sich überhaupt nur auf eine einzelne Zeitung beziehen will), bleibt offen. Die Annahme, dass damit das Boulevardblatt »Kronen-Zeitung« (mit)gemeint ist, liegt nahe, wenn man die polemisch-satirische Behandlung dieses Mediums in Koflers gesamten Werk betrachtet.

MedienZeitung/Zeitschrift

In den Ausgaben der »Lübecker Nachrichten« während Koflers Lübeck-Aufenthalt Anfang Juni 1980 findet sich keine entsprechende Hochzeitsanzeige. Es gibt aber einen Beleg aus einer privaten Ahnenforschung: »Uwe verzog von Hamburg nach Bad Schwartau [...] und heiratete Sigrun Rüsch aus Bad Schwartau; beide haben 2 Töchter« (Pries 2019).

TopographieOrtschaftMedienZeitung/Zeitschrift

In den 1980er Jahren ist in Österreich die Diskussion über einen Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft (EG) zum zentralen politischen Thema geworden. Am 29. Juni 1989 kam es zu einer Entschließung des Nationalrates, in der die Regierung aufgefordert wurde, die Mitgliedschaft Österreichs bei den Europäischen Gemeinschaften zu beantragen. Dieser Antrag wurde am (17. Juli 1989) dann offiziell gestellt.

MedienEreignis

»wespennest. zeitschrift für brauchbare texte und bilder« ist eine seit 1969 bestehende österr. Literaturzeitschrift, s. Eintrag ›Wespennest‹

MedienZeitung/Zeitschrift

»Die Liebe, die Liebe [/] Ist eine Himmelsmacht«: Schlussvers des Liedes »Wer uns getraut« aus der Operette »Der Zigeunerbaron« (1885) von Johann Strauß Sohn (Strauss/Schnitzer 1950, 27). s. Eintrag ›Wer uns getraut‹

PersonMusikerInMedienMusik

Das titellose Gedicht Kulterers in den »Eröffnungen« erstreckt sich, wie Kofler schreibt, über eine ganze Zeitschriftenseite, es ist in großen Frakturlettern gesetzt. »Milch [/] für [/] den Kaiser [/] an den Zitzen [/] seiner Krone [/] saugt [/] das Volk« (Kulterer 1963).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Erich Fried (1921–1988), österr. Schriftsteller, nach der Flucht 1938 nach England lebte er bis zu seinem Tod in London. Fried engagierte sich in verschiedenen Protestbewegungen, marschierte etwa 1968 in erster Reihe neben Rudi Dutschke auf einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg in Berlin. Fried setzte sich ab 1971 gegen den »bewaffneten Kampf« der außerparlamentarischen Opposition ein, bereits 1968 warnte er seine GesinnungsgenossInnen vor schematischen Vereinfachungen und einer Eingleisigkeit der revolutionären Propaganda (Lampe 1998, 133). Sein ausgleichendes Naturell hinderte ihn nicht vor klaren Stellungnahmen, in Gedichten, Artikeln und anderer Form: So bezeichnete Fried etwa in einem Leserbrief im Magazin »Spiegel« 1972 die Erschießung Georg von Rauchs als »Vorbeugemord« (in dem von Kofler beobachteten Prozess gegen Wagenbach 1975 ging es ebenfalls um diesen »Tatbestand«), Berlins Polizeipräsident Klaus Hübner verklagte Fried daraufhin. Der Prozess 1974 endete mit einem Freispruch. Mit dem Wagenbach-Verlag war Fried seit 1966, seit dem Gedichtband »und vietnam und …«, verbunden. Bis zur Abfassung von Koflers »berliner notizen « Anfang 1975 erschienen insgesamt zehn Bücher Frieds bei Wagenbach (inklusive seiner Shakespeare-Übersetzungen). s. Eintrag ›Erich Fried‹

PersonAutorIn/JournalistInPolitikerInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

»Der Himmel über Berlin« (1987): Film des deutschen Regisseurs Wim Wenders (* 1945).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Mendelssohn-Bartholdy‹

PersonMusikerInMedien

Verweis auf Mozarts »Zauberflöte«, Synopsis, Zweiter Aufzug: Die drei Knaben erblicken Pamina, die sich das Leben nehmen will, rufen sie ins Leben zurück »und bringen sie zu Tamino, der vor der ,Schreckenspforte‘ steht, bereit zur letzten und äußersten Prüfung, dem Gang durch Feuer und Wasser.« ( Assmann 2012, 13)

PersonMusikerInMedienMusik

Der norwegische Schriftsteller Trygve Gulbranssen (1894–1962) veröffentlichte 1933–1935 die sogenannte »Björndal-Trilogie«, die zu einem der meistverkauften und -übersetzten Werke der norwegischen Literatur wurde. Der erste Teil wurde unter dem Titel »Und ewig singen die Wälder«von Paul May1959 verfilmt. Nach dem Erfolg dieses Films produzierte die Wiener Mundus-Film unter der Regie von Gustav Ucicky auch den zweiten Teil der Gulbranssen-Trilogie. »Das Erbe von Björndal« gilt als »unspektakuläre, aber effektive filmische Umsetzung«der literarischen Vorlage (Brecht/Loacker/Steiner 2014 , 491).

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PersonAutorIn/JournalistInSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/RadioZitate

Die »Arbeitsgemeinschaft kritische Medizin« war eine Gruppe junger Mediziner, Schwestern und Pfleger, die sich mit gesundheitspolitischen Themen beschäftigte. Die AG beschließt, Heinrich Gross mit den im »Kurier«-Artikel im Dezember 1978 veröffentlichten Vorwürfen seiner Beteiligung an der »Euthanasie« zu konfrontieren (vgl. Pinwinkler 2019, 228) und druckt ein Flugblatt als Anlass des Salzburger Vortrags von Gross mit dem Titel »Tötungsdelikte Schizophrener«: »Nun also macht sich Gross, der selbst an der Tötung hunderter Kinder beteiligt war, über die Tötungsdelikte Geisteskranker her« (zit. n. Lehmann/Schmidt 2001, 159). Als Autor fungiert das AG-Mitglied Werner Vogt. Gross verklagt Vogt wegen übler Nachrede. Das Urteil in erster Instanz ergeht nach der Veröffentlichung von Koflers Artikel im Februar 1980: Vogt wird verurteilt. In der Berufungsverhandlung vor dem Oberlandesgericht Wien wird 1981 der Wahrheitsbeweis Vogts anerkannt, Vogt freigesprochen und der Staatsanwaltschaft vom Richter empfohlen, ein Verfahren wegen Beihilfe zum Mord einzuleiten – diese sieht aber erneut nur Totschlag vorliegen (vgl. Lehmann/Schmidt 2001, 64).

PersonNationalsozialistInMedienZeitung/Zeitschrift

»Forum Stadtpark« meint sowohl die 1959 von Künstlern gegründete Kulturinitiative als auch den Veranstaltungsort im Grazer Stadtpark (zu Beginn ein leerstehendes Café, seit 2000 ein Neubau). Kofler bezieht sich hier wohl auf die Zeitschrift »manuskripte«, 1960 vom Forum-Mitbegründer Alfred Kolleritsch ins Leben gerufen und über diesen eng an die Kulturinitiative gebunden. Kofler veröffentlichte nur einmal in den »manuskripten«, 1981 das »Kärntner Triptychon« (bestehend aus »Landeshauptstadt Klagenfurt«, »Im Eichholzgraben« und »JOHANN FRIEDRICH PERKONIG, der große Kärntner Dichter«).

TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Kofler bezieht sich auf den Film Die Verdammten (I/D 1969, orig. La Caduta degli Dei, R: Luchino Visconti), in dem die deutsche Industriellenfamilie von Essenbeck sich den Nationalsozialisten anbiedert und dadurch in eine vernichtende Gewaltspirale gezogen wird, bei der auch der »Röhm-Putsch« eine Station darstellt

PersonSchauspielerIn/RegisseurInNationalsozialistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Anita Pollak: Kulturjournalistin, lange Jahre vornehmlich bei der österr. Tageszeitung »Kurier«, aber auch für den ORF-Hörfunk, u.a. Zusammenarbeit mit Konrad Holzer bei der Regie für das Hörspiel »Das schweigsame Paar« (1991) nach Michel Tournier; s. Eintrag ›Anita Pollak‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftFilm/Fernsehen/Radio

»Der Jasager« (UA: 1930): Schuloper von Elisabeth Hauptmann und Bertolt Brecht (Text) und Kurt Weill (Musik). In einer zweiten Fassung hat Brecht dem Jasager einen »Neinsager« zur Seite gestellt.

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusik

Gustav Ucicky (1899–1961), Sohn von Gustav Klimt und seinem zeitweiligen Modell Maria Učická, österreichischer Kameramann und Regisseur, der als »routinierter Handwerker […] die Qualität seiner Arbeiten über alle Zäsuren und Systembrüche hinweg an die Anforderungen seiner Auftraggeber«anpasste. (Brecht/Loacker/Steiner 2014, 8) In der NS-Zeit führte er bei insgesamt 16 Filmen Regie (vgl. Klee 2009, 561f.), darunter viele eindeutige Propagandafilme – berüchtigt ist der nationalsozialistische Hetzfilm »Heimkehr« (1941) mit Paula Wesselyin der Titelrolle. Nach 1945 drehte er vornehmlich Heimatfilme, beginnend mit »Singende Engel « (1947), einem Film über die Wiener Sängerknaben.

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PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Die »Kronen-Zeitung« überzog in den 1960er und 1970er Jahren ganz Österreich mit Werbeschildern (meist aus Email), auf denen auf Heustadeln oder Häusern entlang der Ortsdurchfahrt zu lesen war, dass der jeweilige Ort die Zeitung lese: »Breiteneich liest Kronen-Zeitung«.

MedienZeitung/Zeitschrift

»Die Verdammten« (I/D 1969, orig. »La Caduta degli Dei«, R: Luchino Visconti); s. Eintrag ›der Film von Visconti‹

MedienFilm/Fernsehen/Radio

Billy Mo (1923–2004; eigentl. Peter Mico Joachim) war ein in Trinidad geborener Jazztrompeter und Schlagersänger, der 1962 mit dem Nummer-eins-Hit »Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut« seinen kommerziellen Durchbruch erreichte. Der Tirolerhut wurde zu seinem Markenzeichen.

PersonMusikerInMedienMusik

In dem 1871 in das deutsche Strafgesetzbuch aufgenommenen § 218 wird Abtreibung verboten. Die seit dem Beginn der 1970er Jahre (in der BRD) intensiv geführte Diskussion um eine Reform des § 218 floss in das 1974 verabschiedete Strafrechtsreformgesetze in, das einen Schwangerschaftsabbruch in den ersten zwölf Wochen straffrei stellen sollte. Der deutsche Bundesverfassungsgerichtshof in Karlsruhe beurteilte in seiner Erkenntnis vom 25. Februar 1975 die Fristenlösung als verfassungswidrig. Das Urteil wurde vielfach als weltanschaulich geprägt kritisiert, die »Frankfurter Rundschau« sah unter dem Titel Die Karlsruher Enzyklika den festgestellten Verstoß gegen die Norm des Grundgesetzes mit Hilfe von Deutungen und Meditationen zusammengebastelt, die einer päpstlichen Enzyklika alle Ehre gemacht hätten (Reifenrath 1975, vgl. Mantei 2004, 448f.). 1976 wurde der § 218 entschärft, der Schwangerschaftsabbruch unter fünf Voraussetzungen erlaubt. Auch nach einer weiteren Überarbeitung, die die Wiedervereinigung notwendig machte (in der DDR war Abtreibung seit 1972 in den ersten drei Monaten straffrei), bleibt Schwangerschaftsabbruch in Deutschland bis heute grundsätzlich für alle Beteiligten strafbar, nicht allerdings in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen nach Beratung.

MedienZeitung/Zeitschrift

Helmut Berger (* 1944), österr. Schauspieler, spielt in Viscontis Die Verdammten die Figur des Martin von Essenbeck, des am Schluss einzigen Überlebenden der Familie; Berger arbeitete seit Mitte der 1960er Jahre bis zu Viscontis Tod 1976 mit den Regisseur zusammen, am bekanntesten wurde seine Titelrolle in Ludwig II. (1972).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

1948 gegründete, evangelisch-konservative Wochenzeitung, die 1980 im »Rheinischen Merkur« aufging (seit 2010 erscheint in der Wochenzeitung »Die Zeit« wieder ein Zeitungsbuch dieses Namens)

MedienZeitung/Zeitschrift

Anspielung auf »Bild am Sonntag«: wöchentlich am Sonntag erscheinende deutsche Boulevardzeitung und Teil der »Bild«-Gruppe des Axel-Springer-Verlags

MedienZeitung/Zeitschrift

Gemeint dürfte damit die »Kleine Geschichte von Völkermarkt« von Karl Dinklage (s. Eintrag ›Dinklage‹) sein (vgl. Dinklage 1960).

PersonAutorIn/JournalistInMedien

»Nixon in China« (Uraufführung Houston Grand Opera 1987) ist eine Oper in drei Akten von John Adams nach einem Libretto von Alice Goodman, die Richard Nixons Besuch in China (1972), dem ersten Staatsbesuch eines amerikanischen Präsidenten in China überhaupt, zum Anlass zu einer Satire über moderne Helden-Mythen nimmt.

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInPolitikerInMedienMusik

Helmut Berger (* 1944), österr. Schauspieler, der auch in Viscontis »Die Verdammten« mitspielt; s. Eintrag ›Helmut Berger‹

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

»Chucky, die Mörderpuppe«: US-amerikanischer Horrorfilm (»Child’s Play«, 1988, R: Tom Holland)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

»Uncle Satchmo’s Lullaby« (1959), Song, geschrieben von Erwin Halletz und Olaf Bradtke, gesungen von Louis Armstrong (1901–1971, genannt Satchmo) und der deutschen Sängerin Gabriele (eigentl. Gabriele Clonisch, * 1947), die damals erst 12 Jahre alt war. Der Song kam auch im Musicalfilm »La Paloma« (1959) zum Einsatz. »Conny« dürfte eine Anspielung auf die vier Jahre ältere Cornelia Froboess sein, die als Kinderstar ein Role Model für Gabriele war und 1959 mit ihr gemeinsam bei einigen Konzerten aufrat.

PersonMusikerInMedienMusik

»West 3«: Das Fernsehprogramm des in Köln beheimateten Westdeutschen Rundfunks hieß 1965–1988 »Westdeutsches Fernsehen«, 1988–1994 »West 3«, seit 1994 heißt es »WDR Fernsehen«. »Kai live«: Die von Kai Böcking (* 1964) moderierte Talkshow schrieb sich »Kai life« (was vielleicht betonen sollte, dass hier Themen »aus dem Leben« gegriffen wurden), Böcking war 1988–1990 mit seiner Musikshow »Formel Eins« eines der bekanntesten TV-Gesichter der Jugendkultur. »Kai life« wurde vor einem jugendlichen Studiopublikum aufgenommen, drei bis vier Studiogäste unterhielten sich über zeitgeistige Themen aus Film, Musik und Unterhaltung, es gab eine Musikeinlage (vgl. Gorgs 2019).

MedienFilm/Fernsehen/Radio

Anspielung auf Michael Jeannée (* 1943), »Sensationsreporter« der »Kronen-Zeitung«; die rumänische Verballhornung des Nachnamens entstammt der Prosa »Üble Nachrede« (s. Eintrag ›Jeanescu‹), in der sich Kofler auf Jeannées spektakulär aufgemachte Artikelserie Ende 1989 vom Umbruch in Rumänien bezieht. s. Eintrag »der Reporter Jeanee«

MedienZeitung/Zeitschrift

1987 wurde am Wurtenkees am Fuße des Schareck in der Gemeinde Flattach ein Sommerskigebiet errichtet, mit der Inbetriebnahme ging die Umbenennung in »Mölltaler Gletscher«einher. Das geschah nicht zuletzt aus Imagegründen, war doch die Bezeichnung Wurtenkees mit den starken Protesten vor allem des Österreichischen Alpenvereins gegen das Projekt, die mit einem starken medialen Echo einhergingen, verknüpft. 1985 etwa schrieb das Nachrichtenmagazin »profil«, bezugnehmend auf die erfolgreichen Proteste gegen ein Donaukraftwerk bei Hainburg im Jahr zuvor, von einem »Hainburg am Gletscher«. 1997 ermöglichte die Errichtung einer Stollenbahn den Ganzjahresbetrieb. (vgl. Lamprechter 2006)

TopographieBergOrtschaftMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Anspielung auf die »Schwarzwaldklinik«, eine ab 1984 vom ZDF produzierte TV-Serie, die sich inhaltlich an Arztromane anlehnt

MedienFilm/Fernsehen/Radio

In den »Lübecker Nachrichten« (5.6.1980, 31) wird der Tod eines Johann Brzenczek angezeigt, von einem »pensionierten Gefängniswärter« steht nichts in der Anzeige.

MedienZeitung/Zeitschrift

Das »Requiem« in d-Moll (KV 626) aus dem Jahr 1791 ist Mozarts letzte Komposition, er starb während der Arbeit daran. Das Fragmentarische befeuerte unzählige Interpretationen und Spekulationen.

PersonMusikerInMedienMusik

»Schwarzbraun ist die Haselnuß«, seit Ende des 18. Jh.s überliefertes deutsches Volkslied; der erfolgreiche deutsche Schlagersänger Heino (* 1938) hatte eine Interpretation des Liedes in seinem Repertoire.

PersonMusikerInMedienMusik

Im September 1929 erschien in der von Joseph Goebbels herausgegebenen Zeitschrift der Berliner NSDAP, »Der Angriff«, das Gedicht »Die Fahne hoch« von Horst Wessel (1907–1930). Das Gedicht wurde – nach einer überlieferten Melodie gesungen – zu einem »Kampflied« der SA. Nachdem Wessel 1930 bei einem Schussattentat schwer verletzt wurde und bald darauf starb, stilisierte man seinen Tod zu einem »Märtyrertod«, ab 1933 wurde das Lied zur Parteihymne der NSDAP. s. Eintrag ›Horst Wessel‹

PersonNationalsozialistInAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Dass die »Tiroler Kaiserjäger« bei Hortens Geburtstagsparty mit »flotter Marschmusik« aufspielten, daran erinnert der »Adabei« der »Kronen Zeitung«, Roman Schliesser (vgl. Schliesser 2016, 89).

PersonMusikerInUnternehmerInAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Rudolf Streicher (* 1939), Manager in der Metall- und Autoindustrie, 1986–1992 Minister der SPÖ für Öffentliche Wirtschaft und Verkehr.

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PersonPolitikerInMedien

Die erste Ausgabe der »Österreichischen Volksstimme« erschien im August 1945, seit 1957 trägt das Organ der KPÖ den Titel »Volksstimme«. 1991 wurde die Tageszeitung eingestellt. 1994–2003 erschien die »Volksstimme« als Wochenzeitung, 2009 kam es zu einer Neugründung als politisches Monatsmagazin.

MedienZeitung/Zeitschrift

Österr. Unternehmen für Haushaltsgeräte; 2002 wurde das Unternehmen vom türkischen Arçelik-Konzern übernommen und produziert seither nicht mehr in Österreich

Medien

Hans-Joachim Kulenkampff (1921–1998), deutscher TV-Moderator und Schauspieler, 1964–1969 moderierte er die erfolgreiche Show »Einer wird gewinnen«, danach verschiedene Formate mit unterschiedlichem Erfolg (s. Eintrag ›Hans-Joachim Kulenkampff‹)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Es gibt verschiedene Textvarianten des »Horst-Wessel-Lieds«, die der Erstveröffentlichung des Wessel-Gedichts (1929) folgende lautet: »DieFahne hoch! [/] Die Reihen fest geschlossen! [/] SA marschiert mit mutig-festem Schritt [/] Kameraden, die Rotfront und Reaktion erschossen, [/] Marschieren im Geist in unseren Reihen mit«(zit. nach Thieme 2017, 269).

MedienMusik

Zweite Arie der Königin der Nacht (s. Eintrag ›Mutmaßungen‹) in Mozarts Oper »Die Zauberflöte«. Von Rachsucht getrieben gibt die Königin der Nachtihrer Tochter Pamina ein Messer und trägt ihr auf, ihren Rivalen Sarastrozu ermorden: »Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen [/] Tod und Verzweiflung flammet um mich her! [/] Fühlt nicht durch dich Sarastro Todesschmerzen [/] So bist du meine Tochter nimmermehr.« (Assmann 2012, 92)

PersonMusikerInMedienMusik

Ende August 1977 beginnt die »Volksstimme«, die Zeitung der Kommunistischen Partei Österreichs, eine Serie über den Besuch einer »Delegation namhafter Psychiater« in der UdSSR. Die Delegation habe »die Gelegenheit, sich an Ort und Stelle mit der von der westlichen Propaganda hochgespielten Frage der angeblichen Inhaftierung von politisch mißliebigen Personen, von sogenannten Dissidenten, in psychiatrischen Kliniken der Sowjetunion zu befassen« ([red.] 1977a, 1). Die Führung der Delegation habe »Universitätsprofessor Dr. Harrer« übernommen, »[i]hr gehörten an dessen Frau, die selbst Nervenärztin ist, Primarius DoktorGrossvon Psychiatrischen Krankenhaus der Stadt Wien, Dozent Dr. Sluga, Leiter der Abteilung für gerichtliche Psychiatrie an der Wiener Universitätsklinik […], Gerichtspsychiater Medizinalrat Dr. Schiller und Dr. Waegner, klinischer Psychologe und gerichtlicher Sachverständiger« ([red.] 1977a, 1). Bei den in den Klinken Einsitzenden handle es sich »um schwerkranke Menschen […], die an Depressionen, Psychosen und Schizophrenie (Spaltungsirrsinn) leiden«; Harrer habe in einem abschließenden Gespräch das »Geschrei nichtfachlicher Kreise« verurteilt ([red.] 1977a, 2). Amnesty International warf der Sowjetunion vor, Dissidenten in psychiatrische Kliniken abzuschieben; zusätzlichen Zündstoff erfuhr die Reise durch den in den USA zeitgleich stattfindenden Kongress des »Weltverbands für Psychiatrie«, die »Volksstimme« rückte zur ideologischen Abwehr der »westlichen Hetzer« ([red.] 1977b) und des »Feldzug[s]« der österreichischen Presse gegen die TeilnehmerInnen der Studienreise ([red.] 1977c) aus. Der stellvertretende Chefredakteur der »Volksstimme«, Hans Wolker, begleitete als »Sekretär« die Delegation und veröffentlichte einen zehnteiligen Bericht über die vom sowjetischen Gesundheitsministerium genau getaktete Reise (vgl. Wolker 1977a). Die von Amnesty International beanstandeten Kliniken habe man aus Zeitmangel nicht besuchen können (vgl. Wolker 1977b), in einem Krankenhaus wird der Delegation ein an »Wahnvorstellungen« Leidender vorgeführt, ein Teil seines Wahns sei eben die politische Verfolgung: »Und solche schwerkranke Menschen werden zur politischen Hetze mißbraucht« (Wolker 1977c).

PersonNationalsozialistInAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Edgar Wallace (1875–1932), englischer Schriftsteller, der vor allem durch seine (über 100) Kriminalromane berühmt wurde. Die erste Verfilmung eines seiner Romane gestaltete er als Drehbuchautor und Regisseur selber (»The Squeaker « 1930). s. Eintrag ›Wallace‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Wilhelm Rudnigger (1921–1984), ausgebildeter Schriftsetzer, während des Zweiten Weltkriegs Beiträger in »Daß wir zusammenstehn ...«»Gedichte aus Kärnten« (1940; der Titel wurde dem Gedicht Rudniggers entnommen) und »Kärnten, Heimatland, Ahnenland. Ein Buch für die Jugend« (1942), nach der Rückkunft aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft 1947 Arbeit als Post-, später als Finanzbeamter; erlangte große Popularität als Humorist und Conferencier sowie als Autor und Sprecher für den Kärntner Rundfunk, seine humoristischen Gedichte und Geschichten (teilweise in Dialekt) erlangten vielfache Auflagen (vgl. Baur/Gradwohl-Schlacher 2011, 235), 1962 war Rudnigger Autor in der Villacher Literaturzeitschrift »Der Bogen«.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Eine entsprechende Anzeige findet sich in den »Lübecker Nachrichten« (3.6.1980, 15).

MedienZeitung/Zeitschrift

»I'll be your baby tonight« (1967), Song von Bob Dylan

PersonMusikerInMedienMusik

Terzett der Drei Knaben in Mozarts»Zauberflöte«, 26. Auftritt des Zweiten Aufzugs: »Bald prangt, den Morgen zu verkünden [/] Die Sonn auf goldner Bahn – [/] Bald soll der Aberglaube schwinden [/] Bald siegt der weise Mann! [/] O holde Ruhe steig hernieder, [/] Kehr in der Menschen Herzen wieder, [/] dann ist die Erd ein Himmelreich [/] Und Sterbliche den Göttern gleich« (Assmann 2012, 116f.).

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler bezieht sich auf Karl Kraus: In der »Fackel« Nr. 800/805 (Februar 1929) gibt dieser unter dem Titel »Im dreißigsten Kriegsjahr« den Text seiner »300. Wiener Vorlesung« wieder. Kraus macht sich darin unter anderem Gedanken über die satirischen Möglichkeiten des Zitats. In weiterer Folge kritisiert er die in den Zeitungen wirksame bürgerliche Doppelmoral und ihren Umgang mit Prostitution: Ein Massagesalon in Wien-Neubau sei gewerbsmäßiger Kuppelei überführt worden, darüber lasse sich die Presse aus, dabei liege die wahre Prostitution woanders, etwa bei Franz Lehár (den Kraus bei seinen häufigen Bezügen stets germanisiert »Lehar« schreibt): »Prostitution ist Goethe als Operettentenor des Herrn Lehar und das Antlitz dieses Meisters in den illustrierten Blättern mit der Devise: ›Meine besten Einfälle habe ich beim Rasieren – – –‹«. Kraus druckt anschießend das Inserat ab, auf dem neben dem Konterfei Lehárs folgende Einschaltung zu lesen ist: »Der weltbekannte Operettenkomponist Franz Lehár schreibt uns anläßlich der Uraufführung seines neuesten Werkes ›Friederike‹: ›Meine besten Einfälle habe ich beim Rasieren mit Rotbart und Mond-Extra‹« (Kraus 1929, 40) Kraus’ Bezug auf »Goethe als Operettentenor« meint die Figur des jungen Goethe in Lehárs Operette »Friederike«, die Rolle übernahm bei der Berliner Uraufführung 1928 Richard Tauber. »Rotbart« war eine Firma, die Rasierapparate zur Nassrasur erzeugte, »Mond-Extra« ein einfaches Modell zum Einspannen doppelschneidiger Rasierklingen. Die Rasierapparate waren auch im »Dritten Reich« beliebt und wurden mit dem Werbespruch »Gut rasiert – gut gelaunt« beworben (vgl. Schäfer 1981, Abb. 33). Richard Tauber, einer der populärste Sänger seiner Zeit, war einer der Werbeträger der Firma (vgl. Jürgs 2000, 56).

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienZeitung/ZeitschriftWerbung/InseratMusik

In Ludwig van Beethovens Oper »Fidelio« singt Florestan im Verlies, als ihm Leonore in einer Fiebervision als Engel vor Augen tritt: »Ich seh’, wie ein Engel im rosigen Duft [/] sich tröstend zur Seite mir stellet, [/] ein Engel, Leonoren, der Gattin, so gleich, [/] der führt mich zur Freiheit ins himmlische Reich!« (Pahlen 1978, 63) Verweis auf: Ernst Bloch, »Das Prinzip Hoffnung«, Bd.d 1/2, Suhrkamp 1959, S. 1295

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler paraphrasiert in diesem Absatz, nahe am Wortlaut der Publikation, eine Stellungnahme Heinrich Gross’, die Wolfgang Höllrigl im Februar 1979 im »Kurier« veröffentlichte (und zu der Gross natürlich nicht »gezwungen« wurde). Den Aussagen Gross’ fügt Kofler nur die Ergänzung zu Ybbs in der Klammer sowie den Begriff »Aktion T4« hinzu (vgl. Höllrigl 1979a).

TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Ob sich die Benennung der Figur »Igel Ernsti« auf einen konkreten Zusammenhang bezieht, ist nicht eruierbar. Auch die Redaktion der Literaturzeitschrift »kolik«, für die Kofler die meist mit Fotomontagen arbeitende Satireserie mit dieser Figur verfasste, weiß hier nichts Näheres (vgl. Ernst 2021). Für die Invention dieser karnevalesken Figur ist ein rein privater Zusammenhang nicht unwahrscheinlich. Im Autorenverzeichnis des Dramoletts »Der Irrwitzel« (s. Eintrag ›Ernstigel‹) bezieht sich Kofler auf dieses Gedicht.

MedienZeitung/Zeitschrift

In den »Lübecker Nachrichten« (3.6.1980, 15) findet sich folgende Anzeige: »Am Mittwoch, dem 4. Juni, feiern unsere lieben Eltern, Ruth und Friedrich Böbs, das Fest der silbernen Hochzeit«.

MedienZeitung/Zeitschrift

Walther Nowotny (1924–1997), in Kärnten umtriebiger Schriftsteller und Publizist, ab 1969 Präsident des Kärntner Schriftstellerverbands, 1972 Begründer der Fresacher Schriftstellertagung, 1962 Veröffentlichung in der Villacher Literaturzeitschrift »Der Bogen«, 1965 erster Gedichtband in einem Kleinverlag

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

»Il turco in Italia« (1814), »L’italiana in Algeri« (1830): Opern von Gioachino Rossini

PersonMusikerInMedienMusik

Für die in der Folge aufgeführten Stationen der Aufführungen von Lehárs»Land des Lächelns« hat Kofler den »Deutschen Bühnen-Spielplan« für September 1938 durchgearbeitet, die Spielstätten stimmen überein: Landestheater Braunschweig, Stadttheater Bremerhaven, Städtische Bühne Breslau, Landestheater Coburg, Olympia-Theater Dortmund, Operetten-Theater Duisburg, Städtische Bühnen Düsseldorf, Städtische Bühnen Freiburg i. Br., Stadttheater Halberstadt, Stadttheater Kiel, Theater der Stadt Koblenz, Stadttheater Kolberg, Opernhaus Nürnberg, Oberschlesisches Grenzlandtheater Ratibor, Stadttheater Rostock, Staatstheater Schwerin, Deutsches Nationaltheater Weimar

PersonMusikerInMedienMusik

Der »Devianzforscher« Rolf Schwendter betätigte sich seit den 1960er Jahren als Liedermacher, 1970 veröffentlichte er »Lieder zur Kindertrommel« auf Schallplatte – wobei er in der Art eines Bänkelsängers oder Protestsängers auf eine Antiästhetik setzte

PersonAutorIn/JournalistInMedienMusik

Erste Arie der Königin der Nacht (s. Eintrag ›Mutmaßungen‹) in Mozarts »Zauberflöte«: »O zittre nicht, mein lieber Sohn, [/] Du bist unschuldig weise fromm – [/] Ein Jüngling so wie du, vermag am besten [/] Dies tiefbetrübte Mutterherz zu trösten.« (Assmann 2012, 32)

PersonMusikerInMedienMusik

Harald Haselbach, Dramaturg, Pädagoge und Schriftsteller, in den 1930er Jahren am Klagenfurter Stadttheater tätig (u.a. 1931 Regie beim »Kärntner Totentanz«, Kostüme v. Anton Kolig), 1938/39 Redakteur des »Kärntner Jahrbuchs« (zuvor auch des »Kärntner Kalenders«) mit »ständestaatlichem Gepräge«, verantwortlicher Redakteur der »Anschluss«-Anthologie »Kärnten, des Reiches Südwacht« (1939) (vgl. Baur/Gradwohl-Schlacher 2011, 65), blieb nach 1945 in seinem publizistischen Schaffen dem »Kärntnertum« verpflichtet, etwa in dem mit seinem Bruder Volkmar herausgegeben Buch »Gesang aus Kärnten. Die Landschaft – der Mensch« (1953). Unterrichtstätigkeit an der Klagenfurter Lehrerbildungsanstalt, dort Lehrer Koflers (»meinem Professor«). In »Am Schreibtisch« erwähnt Kofler die Tätigkeit der Brüder Haselbach (ohne Namensnennung) für den »Getreuen«»Eckart«. Die Beiträge »Kärntner Kulturberichte« bzw. »Aus dem Kärntner Kulturleben« 1940/41 stammen durchgehend von Trude Polley. Ein Beitrag von Harald Haselbach ist in der »Monatsschrift der Ostmark« (Untertitel) der Jahre 1939 bis 1942 (mit März 1942 eingestellt) nicht nachweisbar. s. Eintrag ›Landesschulinspektor‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Freddy Quinn (* 1931), österr. Schlagersänger, ab Mitte der 1950er Jahre für ein Jahrzehnt erfolgreichster deutscher Sänger (s. Eintrag ›Freddy Quinn‹), veröffentlichte 1964 eine spanische Version des Weihnachtslieds »Stille Nacht« (»Noche De Paz«)

PersonMusikerInMedienMusik

Anspielung auf »An American in Paris« (1928), Orchesterstück des US-amerikanischen Komponisten George Gershwin (1898–1937)

PersonMusikerInMedienMusik

Die Bezeichnung »sanfter Tourismus«wurde erstmals 1980 durch den Zukunftsforscher Robert Jungkeinem größeren Leserkreis bekannt gemacht, Jungk veröffentlichte in der Zeitschrift »GEO « (Nr. 10/1980) die Kontrastliste »Hartes Reisen – Sanftes Reisen«: »Massentourismus / Einzel-, Familien- und Freundesreisen // Wenig Zeit / Viel Zeit // […] ,Sehenswürdigkeiten‘ // Erlebnisse« (Broggi 1985, 19). Eine der ersten Definitionen stammt vom österreichischen Geograph Arthur Spiegler: »Sanfter Tourismus ist jene Form des Urlaubs- und Reiseverhaltens, bei der sich sowohl der Gast als auch der Gastgeber der Natur gegenüber verträglich verhalten. Mechanische Transportmittel, wie sie für den Massentourismus charakteristisch sind, treten in den Hintergrund, oft wird aus sie gänzlich verzichtet, und die Bewegung aus überwiegend eigener Kraft tritt in den Vordergrund.« (Spiegler 1984)

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

»Lulu«: Unvollendet gebliebene Oper von Alban Berg (Uraufführung 1937 im Stadttheater Zürich) und deren Titelheldin; basierend auf den Texten »Erdgeist« (1895) und »Die Büchse der Pandora« (1902) von Frank Wedekind. Wedekind hat beide Stücke später als Bühnenfassung unter dem Titel »Lulu. Tragödie in«»fünf Aufzügen mit einem Prolog« zusammengefasst.

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusikZitate

Volkmar Haselbach (1909–1976), Lehrer und Schriftsteller, Themen seiner Texte war meist das »Kärntnertum« und Heimatverbundenheit, ab 1954 Kärntner Landesschulinspektor für Volks-, Haupt- und Sonderschulen. »Parallel zu seinem beruflichen Engagement begann [Ende der 1940er Jahre] sein Aufstieg zu einem der wichtigsten Lyriker Kärntens, darüber hinaus machte er sich auch als Schulbuchautor einen Namen« (Baur/Gradwohl-Schlacher 2011, 143). Den von Kofler angesprochenen Beitrag im »Getreuen Eckart« lieferte Haselbach im Kärnten-Heft 1941 (mit Literatur von Josef Friedrich Perkonig, Herbert Strutz, Emil Lorenz, Johannes Lindner und Ingeborg Teuffenbach) mit dem Gedicht »Die Fremde«, das die titelgebende Befindlichkeit als Wunde darstellt, die nur das Zuhause heilen könne (Haselbach 1941).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

»Als ich noch« [auch: »einst«] »Prinz war in Arkadien« (im Original: »Quand j'étais roi de Béotie«): Lied der Figur John Styx aus der Operette »Orpheus in der Unterwelt« (»Orphée aux enfers«, 1858) von Jacques Offenbach

PersonMusikerInMedienMusik

Anspielung auf den Titel des Spielfilms »Dieses obskure Objekt der Begierde« (»Cet obscur objet du désir«, Frankreich 1977) von Luis Buñuel

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Kofler spielt hier womöglich auf die »Berichte von Hinze und Kunze« (1983) s. Eintrag ›Dichter Hintze und Kunze‹ des deutschen Schriftstellers und Dramatiker Volker Braun (* 1939) an.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Vermutlich Bezug auf einen Zeitungsbericht im Nachlass über den »Berghof am Ossiacher See« (s. Eintrag ›Schönberg und Maler‹)

PersonMusikerInMedien

Das Programmheft der »6. St. Veiter Kulturtage österreichischer Autoren und Komponisten« (13.–15. 11. 1964) weist die Teilnahme folgender SchriftstellerInnen mit Lesungen aus: Helmut Scharf, Heinz Pototschnig, Egon Geier, Volkmar Haselbach, Otto Bünker, Josef Hofgartner, Christine Busta, Helmut Friedl. Die »»Bogen«-AutorInnen« waren, im Anschluss an einen Vortrag Heinz Pototschnigs (»Wesen und Wege neuer Lyrik«), mit Textproben, die vorgelesen wurden, präsent: Hanns Renger, Hans Leb, Herwig Salar, Michael Kuscher, Dieter Kaufmann, Gerhard Glawischnig, Werner Kofler, Manfred Posch, G. F. Jonke, Ingeborg Pacher, Alexander Cane, Gerhild Serro. Gustav Bartelmus, mit dessen Huldigungsgedicht zur Eröffnung des »Grenzlandtheaters« Koflers Stück »Tanzcafé Treblinka« einsetzt, war als Rezitator von Gedichten Lavants und Bachmanns beteiligt (vgl. Programmheft 1964).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Anspielung auf die Figur des Ermittlers Harry Klein, Partner von Inspektor Derrick in der deutschen Fernsehkrimiserie »Derrick« (dargestellt von Horst Tappert, Klein von Fritz Wepper); die Serie lief von 1974 bis 1998 im ZDF.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Jacques Offenbach (1819–1880), französischer Komponist, »Hoffmans Erzählungen« (»Les Contes d’Hoffmann«, postum 1881) ist eine »opéra fantastique« Offenbachs.

PersonMusikerInMedienMusik

»An der Baumgrenze« : Erzählung von Thomas Bernhard , erstmals 1967 in der Zeitschrift »Jahresring«, 1969 in einem Band mit Erzählungen publiziert

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Warmbad (offiziell: Warmbad-Judendorf) ist ein Stadtteil im Süden von Villach. Benannt nach einer seit der Römerzeit und dann wieder im 19. Jahrhundert betriebenen Thermal- und Kurbadeanstalt. s. Eintrag ›villach-warmbad‹

TopographieOrtschaftMedien

Bernhard Minetti (1905–1998), deutscher Schauspieler, in den 1970er Jahren Protagonist mehrerer Uraufführungen von Stücken Thomas Bernhards, unter anderem als Titelrolle in dem Stück »Minetti« (1976). Kofler thematisiert Minettis Rolle in Leni Riefenstahls Film »Tiefland« in der Prosa »TIEFLAND, Obsession« (2010)».« s. Eintrag ›Bernhard Minetti‹

PersonSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/RadioZitate

Das Zitat mit dem Kanarienvogel-Plagiat, das auch im »Franz Lehár-Buch« (Haffner 1998, 147) wiedergegeben ist, entstammt einer Umfrage der Wiener Tageszeitung »Neue Freie Presse« aus dem Jahr 1932, in der »Komponisten populärer Melodien« (Oscar Straus, Emmerich Kálmán, Ralph Benatzky) über die Entstehung ihrer erfolgreichen Schlager Auskunft geben. Franz Lehár erklärt in seinem Beitrag, dass einem oft lange nichts einfalle, und dann gebe es Glückstage, an denen »es ist, als ob ein Zauberstab eine Quelle zum Sprudeln gebracht hätte«. Etwa beim Lied »Immer nur lächeln« habe er die Melodie leicht gefunden. »Als ich diese Noten aufs Papier warf, saß mein kleiner Kanarienvogel auf meiner Schulter und pfiff mir seine schönsten Triller ins Ohr. Vielleicht habe ich unbewußt plagiiert …« (Lehar [sic] 1932) Karl Kraus zitiert in einer Notiz der »Fackel« aus Lehárs Ausführungen und schreibt zum Kanarienvogel-Plagiat: »Ich kenne noch heute nicht den dritten Akt der ›Lustigen Witwe‹. Wenn man mir damals [1905] gesagt hätte, daß er vom Kanarienvogel ist, wäre ich geblieben« (Kraus 1932, 121).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

»Die vier Grobiane« (»I quattro rusteghi«): Oper von Ermanno Wolf-Ferarri, der mit solchen Goldoni-Bearbeitungen eine Renaissance der Opera buffa zu initiieren versuchte; Wolf-Ferarri hatte damit einigen Erfolg, »Die vier Grobiane« wurden 1906 an der Bayrischen Staatsoper uraufgeführt.

PersonMusikerInMedienMusik

Anspielung auf Franz Vranitzky (* 1937), SPÖ-Politiker, ab 1976 in diversen österreichischen Banken in leitender Funktion tätig. 1984 Ernennung zum Finanzminister im Kabinett Sinowatz, nach dessen Rücktritt nach der Wahl Kurt Waldheims zum Bundespräsident im Juni 1986 wurde er Bundeskanzler, im November des Jahres gab es Neuwahlen, Vranitzky wollte die Koalition mit der FPÖ unter dem neuen Parteiobmann Jörg Haider nicht fortführen. Die Besteigung von Österreichs dritthöchstem Berg, dem Großvenediger (3666 m), Ende August 1986 war Teil einer Imagekampagne im Vorfeld des Wahlkampfes. Ein Reporter der »Kronen Zeitung« war Teil der Seilschaft, Vranitzky erwies sich als »konditionsstarker Bergsteiger«. (Kindermann 1986)

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TopographieBergPersonPolitikerInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Eine entsprechende Anzeige findet sich in den »Lübecker Nachrichten« (3.6.1980, 15).

MedienZeitung/Zeitschrift

Anspielung auf die im Bundespräsidentenwahlkampf 1986 virulent gewordene Affäre um die NS-Verstrickungen des ÖVP-Kandidaten Kurt Waldheim, der in biographischen Angaben seine Tätigkeit als Wehrmachtsoffizier am Balkan und in Griechenland nicht erwähnt hatte (vgl. Gehler 1997; s. Eintrag »Waldheim, er ist gerade nicht da«). Die Zeitschrift »profil« brachte die Affäre ins Rollen, indem sie Waldheims Mitgliedschaft in einem NS-Studentenbund sowie der »Reiter-SA« mit Dokumenten belegte (vgl. Czernin 1986).

PersonPolitikerInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Karl Kraus (1874–1936), österr. Schriftsteller und Publizist, Herausgeber der Zeitschrift »Die Fackel«, s. Eintrag ›Schriften von Kraus und Tucholsky‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Richard Heuberger (1850–1914), österr. Dirigent und Komponist, »Der Opernball« (1898) ist eine Operette Heubergers, die 1939 und 1956 verfilmt wurde

PersonMusikerInMedienMusik

»Stahlnetz« war eine 1958–1968 ausgestrahlte, erfolgreiche Reihe deutscher Kriminalfilm-Produktionen des NDR, zum Teil auf wahren Begebenheiten beruhend. Sie gilt als Vorläufer der Reihe »Tatort«.

MedienFilm/Fernsehen/Radio

Sandkopf: ein wenig erschlossener Kärntner Gipfel (3090 m) in der Goldberggruppe der Hohen Tauern, dessen Besteigung wegen fehlender Markierungen und Einkehrmöglichkeiten als mühevoll gilt

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TopographieBergMedien

Helene von Damm (* 1938 als Helene A. Winter in Ulmerfeld,Oberösterreich), 1959 Auswanderung in die USA, Assistentin von Ronald Reagan, 1983–1985 US-Botschafterin in Wien, 1985 heiratete sie Peter Gürtler, den Besitzer des Hotels Sacher in Wien.In ihrer Autobiographie wird die Besteigung des Großglockners auf das Jahr 1984datiert. (vgl. Damm 1987, Abb. 18) Ihre mit viel Publizität verbundene diplomatische Tätigkeit bezeichnete Damm als »public diplomacy«, die Ersteigung des Großglocknersfand ihr Echo bis in die »New York Times«. (Markham 1985)

TopographieBergOrtschaftPersonPolitikerInUnternehmerInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Hugo Portisch (* 1927), österr. Journalist, ab 1954 bei der Tageszeitung »Kurier«, 1958 Chefredakteur ebendort, ab 1967 Tätigkeit beim ORF. Portisch wurde später bekannt durch seine Fernsehserien »Österreich I«(1989) und »Österreich II« (1991–1995), in denen er die Geschichte der Ersten und der Zweiten Republik anschaulich vermittelte.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftFilm/Fernsehen/Radio

»Die Furche«, 1945 gegründete »Kulturpolitische Wochenschrift«; von 1946 bis 1955 unter der Bezeichnung »Die österreichische Furche« erschienen

MedienZeitung/Zeitschrift

Kofler zitiert hier – mit kleinen Abänderungen – eine in der »Bild«-Rubrik »die frage des tages« am 3. März 1975 wiedergegebene Aussage: Irene Schulz (63), Hauswartsfrau: ›Es muß jetzt endlich hart gegen diese kommunistischen Verbrecher vorgegangen werden. Als jahrzehntelange SPD-Wählerin habe ich nach diesem Politkrimi meine Stimme dem BFD gegeben‹ ([red.] 1975c).

MedienZeitung/Zeitschrift

Peter Cornelius (1824–1874), deutscher Komponist; für seine Oper »Der Barbier von Bagdad«(1858) schrieb er auf der Grundlage der Märchen aus Tausendundeiner Nacht das Libretto selber.

PersonMusikerInMedienMusik

Müller und Aurich sind die Namen zweier Gestapo-Beamter, die für die Ermordung des Geigers und Musikwissenschaftlers Zdeněk Němec (1914–1945) verantwortlich waren. Dieser hatte (unter dem Kürzel »ek«) die Aufführung von Smetanas »Mein Vaterland« durch die Tschechische Philharmonie kurz vor Kriegsende, am 4. Februar 1945 in Prag, an der er mitwirkte, in einer Prager Zeitung positiv besprochen (das Werk reiße »das Volk in den schwersten Augenblicken mit sich und bringt ihm Erlösung und Befreiung aus den Fesseln der Sklaverei und des Dunkels«). Er wurde verhaftet und zu Tode misshandelt. (Prieberg 1982 , 396)

TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMusikerInMedienMusik

Der Familienbetrieb Piz Buin erzeugte in Vorarlberg ab den 1950er Jahren Kosmetika, 1962 brachte das Unternehmen als erster Anbieter Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor auf den Markt und wurde damit zum Inbegriff für Bräune, in den 80er Jahren warb die Firma mit viel nackter, gebräunter Haut. 1989 wurde die Firma an den Konzern Johnson & Johnson verkauft, die Marke blieb bestehen. (vgl. Feurstein 2015)

MedienWerbung/Inserat

Eine entsprechende Anzeige findet sich in den »Lübecker Nachrichten« (10.6.19080, 15).

MedienZeitung/Zeitschrift

»Schrei aus Stein«: Untertitel eines Bergfilms (1991) von Werner Herzog über die Besteigung des Cerro Torre in Patagonien; »Antwortloser Fels«: Zitat aus einer Prosa des »Häfenpoeten« Jack Unterweger (1950–1994), die Kofler gemeinsam mit Antonio Fian im Hörspiel Lombroso in Leibnitz oder Der afrikanische Bruder mehrmals zitiert ( Unterweger 1990, 45), s. Eintrag ›Antwortloser Fels‹

PersonSchauspielerIn/RegisseurInVerbrecherInMedienFilm/Fernsehen/Radio

1939 wurden Teile der »SS-Verfügungstruppe« und Teile der »SS-Totenkopfverbände« zur »SS-Verfügungsdivision« zusammengelegt, 1941 beim Angriff auf die Sowjetunion in die SS-Panzerdivision »Reich« umorganisiert, 1942 in »Das Reich« umbenannt. An all ihren Einsatzorten, in den besetzten Ostgebieten oder in Frankreich, war die SS-Division an Kriegsverbrechen beteiligt. Im Juni 1944 zog die SS-Panzerdivision »Eine«»Blutspur durch Frankreich«, wie der französische Autor und Regisseur Michaël Prazan seine TV-Dokumentation (2015) über den Kriegsterrorismus der Einheit nannte – besonders die Massenexekutionen von Tulle und Oradour-sur-Glane sind ins kollektive Gedächtnis Frankreichs eingeschrieben (online: www.youtube.com/watch?v=-8CJocIyUho).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Die Spielstätten von Lehárs»Land des Lächelns« im Oktober 1942 entnahm Kofler erneut exakt dem »Deutschen Bühnen-Spielplan«: Stadttheater Aussig, Stadttheater Brüx, Hessisches Landestheater Darmstadt, Operettenhaus Düsseldorf, Stadttheater Halberstadt, Stadttheater Halle, Harburger Theater Hamburg-Harburg, Theater der Stadt Karlsbad, Badisches Staatstheater Karlsruhe, Stadttheater Kolberg, Staatstheater des Generalgouvernements Krakau, Stadttheater Lübeck, Stadttheater Luzern, Stadttheater Neisse, Opernhaus Nürnberg, Landestheater Schneidemühl, Theater der Stadt Warschau, Stadttheater Wuppertal. Im regulären Spielplan taucht die Lehár-Operette im Harburger Theater statt dem Deutschen Volkstheater in Hamburg-Altona auf, es gab allerdings eine Aufführung der »Gastspieldirektion Alexander Richter« in Hamburg-Altona.

PersonMusikerInMedienMusik

Seit den 1980er Jahren erfolgreicher Werbeslogan der Friseurinnung

MedienWerbung/Inserat

Nothung: Name des Schwerts in Richard Wagners Oper »Siegfried« (1876) s. S. II/183

PersonMusikerInMedienMusik

»Feieromd«, bekanntes Volkslied im Erzgebirge, 1903 von Anton Günther verfasst; der Refrain lautet: »’s ist feieromd …«

PersonMusikerInMedienMusik

Erwein Geczmen-Waldeck (1910–1976, auch: Gečmen-Waldek), aus Prag gebürtiger österr. Adeliger, ging 1938 nach New York, remigrierte nach dem Weltkrieg bald nach Europa (vgl. Zapke 2020, 186). Das deutsche Nachrichtenmagazin »Der Spiegel« schreibt 1966 vom »vermögenslose[n] Corviglia-Sekretär, Baron Erwein Geczmen-Waldeck«, der in St. Moritz einen exklusiven Promi-»Club« organisiere, dessen Aktivitäten aus Mondlicht-Partys auf der Corviglia-Hütte oberhalb von St. Moritz bestünden, bei denen sich »die Oberschicht Europas einmal völlig entspannt« gehen ließe (vgl. [red.] 1966).

TopographieOrtschaftMedienZeitung/Zeitschrift

»Der Zigeunerbaron«, Operette in drei Akten von Johann Strauß (Sohn), Libretto von Ignaz Schnitzer, basierend auf der Novelle »Sáffi« von Mór Jókai; Uraufführung 1885 im Theater an der Wien, s. S. III/468

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusikZitate

s. Eintrag ›Köll‹

PersonPolitikerInMedien

»Ruhe, schönstes Glück der Erde«: »Vocal-Quartett« für Männerchor von Franz Schubert (Deutsch-Verzeichnis Nr. 657) nach einem anonymen Text, s. Eintrag ›Ruhe, schönstes Glück‹

PersonMusikerInMedienMusik

Hermann Löns(1866–1914), deutscher Heimatdichter und Journalist, seine Geschichten und Lieder erfreuten sich bereits zu Lebzeiten unter Naturschützern und Wandervögeln großer Beliebtheit, zudem wurde er in der Jägerschaft viel rezipiert. Löns gilt als »Heidedichter« und Vorreiter der Umweltschutzbewegung, seine Texte sind aber auch »voll archaischer Blut-und-Boden-Romantik« (Ehlert 2018), sodass er von den Nationalsozialisten leicht instrumentalisiert werden konnte. Seine Popularität zog sich bis in die Nachkriegszeit, im deutschen Heimatfilm finden sich Adaptionen seiner Werke (u.a. »Rot ist die Liebe«, 1956). In seiner engeren Heimat, der norddeutschen Heide, wird sein Andenken bis heute gepflegt.

PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Kofler könnte damit »Hallo«, das seit 1961 erscheinende Magazin der Österreichischen Gewerkschaftsjugend, meinen.

MedienZeitung/Zeitschrift

Zitat aus dem Schlusschor der Operette »Der Zigeunerbaron«: »Ja, das alles auf Ehr’, [/], Das kann er und noch mehr [/], Wenn man’s kann ungefähr, [/] Ist’s nicht schwer – ist’s nicht schwer! [/] Vivat – Hoch – Hurra! Dschingrah!!!« (Strauss/Schnitzer 1950, 39)

MedienMusik

»Carmina Burana« (1936): szenische Kantate von Carl Orff, uraufgeführt 1937 in Frankfurt/M.

PersonMusikerInMedienMusik

»Die Schöpfung« (1798): Oratorium von Joseph Haydn (1732–1809) für drei Solostimmen, Chor und Orchester

PersonMusikerInMedienMusik

Auch die Spielstätten von Lehárs»Land des Lächelns« im Dezember 1942 entnahm Kofler exakt dem »Deutschen Bühnen-Spielplan«: Stadttheater Aussig, Stadttheater Bielefeld, Opernhaus Düsseldorf, Stadttheater Freiberg, Landestheater Gotha-Eisenach, Stadttheater Hagen, Stadttheater Halberstadt, Stadttheater Halle, Staatstheater des Generalgouvernements Krakau, Stadttheater Leitmeritz, Stadttheater Münster, Stadttheater Plauen, Landestheater Schneidemühl, Württembergische Musikbühne Stuttgart, Theater der Stadt Warschau.

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler zitiert aus einem eigenen Schulheft mit Schreibübungen (im Nachlass vorhanden, 11/W10/1–7), s. Eintrag ›15. Februar 1954‹

Medien

»Zu Straßburg auf der Schanz«: Lied aus der dreibändigen Sammlung »Des Knaben Wunderhorn«, die Clemens Brentano und Achim von Armin 1805–1808 herausgaben. Sowohl Johannes Brahms (in seinen »Sechzehn deutschen Volksliedern«»für drei- und vierstimmigen Frauenchor«, 1859–1862) als auch Gustav Mahler (in seinem Liederzyklus »Des Knaben Wunderhorn«, 1887–1890) vertonten den Text.

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusikZitate

Eine wahrscheinlich in privatem Zusammenhang entstandene Figur, die Kofler in mehreren Zusammenhängen verwendet, u.a. in »Manker« (s. Eintrag ›Igel Ernsti‹), vor allem aber für satirische (Foto-)Montagen in der Literaturzeitschrift »kolik«.

MedienZeitung/Zeitschrift

»Meine Liebe, deine Liebe«, Lied aus »Land des Lächelns«, Operette von Franz Lehár (1929), s. S. I/24

PersonMusikerInMedienMusik

Zitat aus der »Fackel« von Karl Kraus, der vollständige Satz lautet: »Wenn man dem Wiener, dieser Kreuzung aus einem Wiener und einem Juden, dieser unklaren Lösung des Rassenproblems, diesem perspektivisch verzeichneten Zweifarbendruck, dieser an die Luft geklebten Vordergrundsfigur, diesem Dreizehner am Tisch der Kultur, dieser einzig fühlenden Larve, in deren Brust zwei Seelen, die eines Friseurs und die eines Friseurkunden ein Friseurgespräch führen, diesem stets die Ehre habenden und nie herzeigenden, stets die Ehre nehmenden und nie behaltenden Intimus, diesem Wahrzeichen der Lüge, diesem von den Idealen abschreckenden Beispiel, diesem Bauchjesuiten, dem die Lebensmittel den Lebenszweck heiligen, diesem Gourmand einer Henkersküche, dem noch die Schande mit Mehl eingebrannt ist, diesem Harlekin der Phrase, diesem Spalierbildner der Persönlichkeiten, diesem Sowiesokenner der Kunst und diesem Ehschowisser der Gottheit: wenn man dem Wiener die Uhr der Zeit ans Ohr hielte, er lobte ihren Deckel und nähme sie ins Maul.« (Kraus 1913, 36)

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Heimito von Doderer (1896–1966), österr. Schriftsteller; in der Mappe 4 (1961) des »Bogen« druckte Pototschnig einen Brief des berühmten Zeitgenossen mit dessen Leseeindrücken ab: »Ich will frei heraus sagen, daß mir alle Autoren große Freude gemacht haben. [...] Den ›Bogen‹ werde ich jedemKunstfreund nachdrücklich empfehlen.« In der zwölften Mappe des »Bogen« (1963) ist Heimito von Doderer mit der Kurzprosa »Das vergrabene Pfund« vertreten. Das von Kofler zitierte Lob Doderers ist im Brief an Potoschnig vom 8. 9. 1964 enthalten: »Den beiliegenden Satz sagte ich über Sie zu Athen am 8. Mai in einem von mir dort im PEN-Club gehaltenen Vortrage […]: ›Doch ist dem Freunde und Bewunderer lyrischer Dichtung inzwischen noch ein neuer Stern aufgegangen, im südlichen Kärnten, wo zu Villach Hein Pototschnig als Arzt lebt. Seine bisher vorgelegten drei Bände lyrischer Werke halten wir für die derzeitige Spitze österreichischer Dichtung‹« (zit. n. Adel 1997, 7).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Die Todesanzeige für Elisabeth Rohr in den »Lübecker Nachrichten« (10.6.1980, 16) spricht von »unser[em] inniggeliebte[n] Mummchen«; das Lebensalter, das Kofler anspricht, stimmt mit den Angaben überein, sonst (etwa der Adel) sind Erfindungen Koflers.

MedienZeitung/Zeitschrift

»Sind Sie John Wayne oder bin ich das« (orig.: »Is that you, John Wayne? Is this me?«), ist ein Zitat aus dem brit.-amerikan. Film »Full Metal Jacket« (1987; R: Stanley Kubrick). Der Hauptprotagonist spricht den Satz mehrmals und spielt damit auf die mehrfach von Wayne in Filmen zum Zweiten Weltkrieg verkörperte Rolle des patriotischen Kriegshelden an.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Heinz Jacobi (* 1944), Münchner Schriftsteller, Aktivist des Anti-Strauß-Komitees und Darsteller des 1980 gegründeten »Anachronistischen Zuges«; Jacobi gehörte in den 1960er und 1970er Jahren zu Koflers Münchner Bekanntenkreis; in der von ihm herausgegebenen literarisch-politischen Zeitschrift »Martin-Greif-Bote« (1973–1976; ab 1977 »Der Bote«) erschien 1977 ein Typoskript-Auszug aus dem Hörspiel »Surrealismus«.

TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

»Weiß wie Schnee« (1980), Song von Wolfgang Ambros (* 1952), österr. Liedermacher und Sänger, Anfang der 1970er Jahre einer der Begründer des Austropop

PersonMusikerInMedienMusik

»Land des Lächelns« (1929): Operette von Franz Léhar (1870–1948). s. S. I/24 und S. III/173

PersonMusikerInMedienMusik

Marokkanische Küstenstadt, wichtiger Transitort für Flüchtlinge aus Europa während des Zweiten Weltkriegs. »Casablanca« ist auch der Titel eines Filmklassikers mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergman in den Hauptrollen (USA 1942, Regie: Michael Curtiz), der im Flüchtlingsmilieu spielt

TopographieOrtschaftPersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Köll‹

PersonPolitikerInMedien

»Es geht ein’ dunkle Wolk herein«: Volkslied mit verschiedenen Textvarianten, die früheste überlieferte Version stammt aus der Liedsammlung des Benediktinerpaters Johannes Werlin (1646): »Es geht ein dunckle Wolcken rein [/] Mich deucht es werd ein Regen sein« (Werlin 1646/1647).

MedienMusik

In den »Lübecker Nachrichten« (10.6.1980, 16) finden sich Todesanzeigen für Ernst Becker und Emma Heinecke. Auch die Heirat von Karin Ziock und Erich Lewandowski [sic] wird angezeigt (8.7.1980, 71).

MedienZeitung/Zeitschrift

»Du holde Kunst«: erstmals am 14. 10. 1945 vom Sender Rot-Weiss-Rot in Salzburg ausgestrahlte Sendung, die sich vornahm, die »schönsten und edelsten Werke der Dichtkunst und des Musikschatzes aller Nationen« zu bringen (Hackl 2020, 209); ab 1955 vom ORF übernommen, wird die Sendung bis heute produziert und ist damit die längste kontinuierliche Sendung des ORF.

TopographieOrtschaftMedienFilm/Fernsehen/Radio

Hans-Jürgen Syberberg(* 1935), Regisseur, Vertreter des Neuen Deutschen Films; bekannt wurde sein Interview mit Winifred Wagner, einer engen Vertrauten Hitlers, die bekannte: Käme Hitler heute zur Tür herein, »ich wäre genauso froh und glücklich, ihn hier zu sehen und zu haben, wie immer«(o.A./dpa 2015). Syberbergs Darstellung des Nationalsozialismus ist seit seinem Film Hitler, ein Film aus Deutschland(1977), in dem auch André Hellermitspielt, umstritten, sie fand, etwa in Susan Sontag(Sontag 1980), auch Befürworter.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInNationalsozialistInAutorIn/JournalistInPhilosophInMedienFilm/Fernsehen/Radio

»Der Tätowierer und die Mondprinzessin«, 1974 erschienenes Album von Georg Danzer (1946–2007), österr. Sänger, Liedermacher und Vertreter des Austropop

PersonMusikerInMedienMusik

Zitat aus dem Auftrittslied des Sou-Chong in »Das Land des Lächelns«: »immer nur lächeln und immer vergnügt, [/] Immer zufrieden, wie’s immer sich fügt, [/] Lächeln trotz Weh und tausend Schmerzen, […] Doch wie’s da drin aussieht, geht niemand was an« (zit. n. Denscher 2017, 411). Der Text stammt, wie wahrscheinlich die meisten Liedtexte der Operette, von dem 1942 in Auschwitz ermordeten Fritz Löhner-Beda. s. S. I/24

PersonAutorIn/JournalistInMedienMusik

Manfred Posch (1943–2016), österr. Schriftsteller, Kritiker und Journalist, aufgewachsen in Klagenfurt, mehrere Bücher über Kärntner Chöre, Brauchtum und Alpinismus, Chefredakteur der »Kärntner Tageszeitung«; die von Kofler erwähnte Lyrik-Publikation »Am Glasweiher« (1963) war sein Debüt im kleinen Badener Weilburg Verlag, dem eine Beteiligung in der Anthologie »Unter dem Kreuz der Begabung« vorangegangen war (in dieser Publikation waren auch die in Koflers Text erwähnten Drozdowski, Pototschnig, Nowotny und Rudnigger vertreten (vgl. Paar 1963).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Eventuell eine Anspielung auf das Auferstehungslied »Nun freue dich, du Christenheit«, s. Eintrag ›Verneige dich,...‹

MedienMusik

Auf die 1791 im Freihaustheater in Wien uraufgeführte Oper »Die Zauberflöte« von Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) nimmt Kofler in seinem Werk vielfach Bezug; eine zentrale Rolle spielt »Die Zauberflöte« in »Mutmaßungen über die Königin der Nacht«, dem ersten der drei Prosastücke in »Hotel Mordschein «(s. Eintrag »Mutmaßungen über die Königin der Nacht«).

PersonMusikerInMedienMusik

Falco (1957–1998, eigentl. Johann Hölzl), österr. Musiker, erlangte in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre internationale Bekanntheit. Der Hit »Jeanny« entstammt dem Album »Falco 3« (1985).

PersonMusikerInMedienMusik

Der katholisch geprägte Soziologe Eugen Kogon (1903–1987) promovierte 1927 in Wien, 1927–1937 Redakteur der katholischen Zeitschrift »Schönere Zukunft«, 1938 Inhaftierung, 1939 Deportation ins KZ Buchenwald, wo er die Befreiung 1945 erlebte. Kogon begann unmittelbar danach seine Arbeit einer Analyse des NS-Terrorsystems, er verfasste für das Oberkommando der US-Armee einen Bericht über die Verhältnisse innerhalb des Lagers. In der Folge erweiterte Kogon seine Analyse auf andere Konzentrationslager, bereits 1946 erschien »Der SS-Staat. Das System der deutschen Konzentrationslager«, das zum immer wieder aufgelegten Standardwerk avancierte. Im selben Jahr war Kogon Mitbegründer der linkskatholischen Zeitschrift »Frankfurter Hefte«, 1951 wurde er an den Lehrstuhl für Politikwissenschaft an der TU Darmstadt berufen.

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MedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Köll‹

PersonPolitikerInMedien

Die 1840 gegründete holländische Firma Bensdorp importierte u.a. Kakao, s. Eintrag ›bensdorf‹

Medien

Dieter Kaufmann (* 1941), österr. Komponist, Pionier der Elektroakustischen Musik, der von Kofler erwähnte Text»Vision des Kreuzes« erschien in der Literaturzeitschrift »Der Bogen« (Mappe 16, 1964), zugleich mit Texten Jonkes und Koflers, in der erwähnten Publikation »Lyrik der Kommenden« ist Kaufmann mit acht Gedichten vertreten (vgl. Paar 1964, 25–30).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

»Falter«: 1977 gegründete Wiener Stadtzeitung, seit 1987 wöchentliches Erscheinen

MedienZeitung/Zeitschrift

Möglicherweise eine Anspielung auf den ersten Vers der polnischen Nationalhymne »Mazurek Dąbrowskiego«, 1797 von Józef Wybicki gedichtet (»Noch ist Polen nicht verloren«). Ernst Lubitschs Film »Sein oder Nichtsein« (1942), auf den Kofler in »Hotel Mordschein« (s. S. II/458) rekurriert, fußt auf dem Theaterstück »Noch ist Polen nicht verloren« des ungarischen Dramatikers Melchior Lengyel (1880–1974).

PersonAutorIn/JournalistInSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/RadioZitate

»Schenkt man sich Rosen in Tirol« ist eine der 17 melodiösen Nummern aus der 1891 am Theater an der Wien uraufgeführten Operette »Der Vogelhändler« von Carl Zeller, nach einem Libretto von Moritz West (Moritz Nitzelberger) und Ludwig Held.

PersonMusikerInMedienMusik

»Save Your Kisses for Me«: Titel des Songs der Band Brotherhood of Men, mit dem sie 1976 den Song Contest gewannen

PersonMusikerInMedienMusik

Lilian Harvey (1906–1968), britisch-deutsche Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin, die durch Musikfilme wie »Die Drei von der Tankstelle« (1930) und »Der Kongreß tanzt« (1931) in den 1930er Jahren in Deutschland bekannt wurde.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Josef Marx (1882–1964), österreichischer Komponist; der gebürtige Grazer wurde 1914 Professor an der Wiener Akademie für Musik, 1922–1925 war er deren Direktor; wird als »Erbe« der Wolf’schen Liedtradition angesehen. 1938 Aufführung seines Klavierkonzerts »Catelli romani« während der ersten »Reichsmusiktage« in Düsseldorf. 1949 Honorarprofessor für Musik und darstellende Kunst in Wien (Klee 2009, 358)

PersonMusikerInMedienMusik

Die nicht zuletzt durch Auftritte in zahlreichen Hollywood-Filmen weltweit bekannte Waffe wurde von Gaston Glock (* 1929) entwickelt. 1963 gründete er im niederösterreichischen Deutsch-Wagram eine erste Produktionsstätte, der Stammsitz befindet sich in Velden am Wörther See. Glock bestritt stets – teils auf juristischem Weg –, dass er die FPÖ und den Kärntner LandeshauptmannJörg Haider unterstütze. »Klar ist dennoch, dass Glock und Haider ein Naheverhältnis pflegen bzw. pflegten.« (Maierbrugger 2004)

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TopographieOrtschaftPersonUnternehmerInPolitikerInMedien

»Bild«: Seit 1952 im Axel-Springer-Verlag erscheinende Boulevardzeitung; auflagenstärkste Tageszeitung in Deutschland (siehe auch »Surrealismus«)

MedienZeitung/Zeitschrift

Donna Summer (1948–2012), US-amerikanische Popsängerin, wird als »Disco-Queen« bezeichnet. 1968–1976 lebte sie in Deutschland und Österreich. Der »Adabei«-Reporter der »Kronen-Zeitung«, Roman Schliesser, schreibt von 30.000 Dollar Gage für ihren 45 Minuten währenden Auftritt an diesem Abend (Schliesser 2016, 89).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Klammerköpfe‹

TopographieBergMedien

Peter Paul Wiplinger (* 1939), lebt seit 1960 als freier Schriftsteller in Wien; Kofler bezieht sich auf das Gedicht »Der Golfkrieg«, das Wiplinger 1991 während des zweiten Golfkriegs (Jänner/Februar 1991) in der katholischen Wochenzeitung »Die Furche« veröffentlichte: »gebrauchsfertig [/] geliefert der tod [//] von allen staaten [/] die reden von frieden [...] doch im geheimen [/] liefern sie waffen [//] die anderen sterben [/] für ihren profit […] die rüstung dient [/] nur dem frieden [//] das sagen stets [/] die todeslieferanten« (Wiplinger 1991).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitateEreignis

Der US-amerikanische Germanist Egon Schwarz schrieb 1987 eine Rezension von André Hellers Buch »Schattentaucher« für die »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«. Es handelt sich um keine »hymnische«, sehr wohl aber um eine sehr positive Kritik. Schwarz, 1939 mit den Eltern aus seiner Geburtsstadt Wien geflohen, schätzt die »jüdische Reminiszenzen« und die Schilderungen eines skurrilen Kaffeehaus-Wien, besonders gut gefallen ihm die »exquisiten Bissigkeiten« jenes Kapitels, in dem ein vergessener Dichter, Holocaust-Überlebender und Remigrant, dem heutigen Österreich seine Vergangenheitsvergessenheit vor Augen führt (vgl. Schwarz 1987).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Mit dem Schlager »Pack die Badehose ein« hatte die Schauspielerin und Sängerin Cornelia »Conny« Froboess (* 1943) 1951 ihren ersten Fernsehauftritt; das Lied hatte ihr Vater ursprünglich für die Schöneberger Sängerknaben geschrieben.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienMusik

Kofler beschreibt hier die Doppel-Langspielplatte »Lied –Wort – Dokument im deutschen antifaschistischen Widerstand 1933–1945«, produziert vom »VEB [Volkseigenen Betrieb] Deutsche Schallplatten Berlin DDR« (o. J. [1979], vgl. Robb/John 2011), herausgebracht unter seinem Plattenlabel »Eterna«, das alle musikalischen Sparten bediente (für textbezogene Produktionen gab es das Label »Litera«). Das »Buchenwald-Lied« ist die Nummer 11 auf Seite 1 der 1. LP; die Ausführenden, die von Lied zu Lied wechseln, listet Kofler hier exakt auf.

MedienMusik

»Der Herr Karl« (1961): knapp einstündiger Monolog von Helmut Qualtinger und Carl Merz, wurde zuerst mit Qualtinger in der Hauptrolle verfilmt und 1961 im ORF gesendet, anschließend auf zahlreichen Bühnen aufgeführt.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Anspielung auf die Eingangssequenz des Films »Hiroshima mon amour« (Frankreich/Japan 1959, R: Alain Resnais, B: Marguerite Duras), in welcher die Stimme des japanischen Protagonisten aus dem Off sagt: »Nichts hast du gesehen in Hiroshima. Nichts.« Worauf die Stimme der französischen Schauspielerin antwortet: »Ich habe alles gesehen. Alles.«

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Pezi: Figur des Wiener Urania-Puppentheaters, kreiert von Hans und Marianne Kraus Anfang der 1950er Jahre, ab 1957 wurde »Kasperl & Pezi« im ORF-Fernsehen ausgestrahlt, später dann als »Betthupferl«-Serie; die Bärenfamilie Petz bestand aus Großvater, Vater und Mutter Petz sowie Pezi; heute tritt Pezi als Begleiter von Kasperl im Urania-Puppentheater auf (vgl. https://kasperlundpezi.at).

PersonMedienFilm/Fernsehen/Radio

Gilbert Becaud (1927–2001), französischer Chansonnier, das Liebeslied »Nathalie«veröffentlichte er 1964, es zählt zu seinen größten Erfolgen – 1965 wurde auch eine deutschsprachige Version veröffentlicht.

PersonMusikerInMedienMusik

»Das Land des Lächelns«: »Romantische Operette« von Franz Lehár (1870–1948), 1929 in Berlin uraufgeführt; Lehárs Stück widmet Kofler das Hörspiel »Zwei Versuche, das Land des Lächelns kaputt zu machen«

PersonMusikerInMedienMusik

»Adieu, mein kleiner Gardeoffizier«, Lied von Robert Stolz, Text von Walter Reisch, erstmals 1930 von Liane Haid gesungen, u.a. im Film »Das Lied ist aus« (1930)

PersonMusikerInMedienMusikFilm/Fernsehen/Radio

Anspielung auf Samuel Becketts »Molloy«: »Ich bin im Zimmer meiner Mutter. Ich wohne jetzt selbst darin. Wie ich hierhergekommen bin, weiß ich nicht« (Beckett 1976, 7). Kofler variierte das Zitat auch schon in »Am Schreibtisch «s. Eintrag ›wie ich aus dem Keller‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Werner Egk (1910–1983), deutscher Komponist, passte sich dem NS-Kunstgeschmack an und machte Karriere, etwa als Kapellmeister an der Berliner Oper Unter den Linden und Funktionär in der Reichsmusikkammer. »Die Zaubergeige« (1935), eine »Spieloper«, war sein größter Erfolg, »[d]as Werk kam mit seinem volkstümlichen Märchenstoff und einer Musik voller bayerischer Volksmelodien dem neuen Zeitgeschmack sehr entgegen« (Karner 2002, 147). Die Figur Guldensack ist nicht als Jude bezeichnet, aber allein der Name spricht für sich, Guldensack wird als Wucherer dargestellt. s. Eintrag ›Guldensack‹

PersonMusikerInMedienMusik

Im »Prater blüh’n wieder die Bäume« (1958), österr. Liebesfilm von Hans Wolff, basierend auf dem Bühnenstück »Die Sachertorte« von Siegfried Geyer und Rudolf Österreicher.

PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/RadioZitate

Mit »Wassermusik« werden drei in Charakter und Besetzung unterschiedliche Suiten von Georg Friedrich Händel zusammengefasst; die komplette Partitur erschien 1743.

PersonMusikerInMedienMusik

»Zwei Herzen im Dreivierteltakt«, Operette von Robert Stolz, Uraufführung 1933 in Zürich; Libretto von Paul Knepler, Ignaz Michael Welleminsky und Robert Gilbert, es beruht auf dem Drehbuch zum gleichnamigen Film aus dem Jahr 1930 von Walter Reisch und Franz Schulz, dessen Filmmusik ebenfalls von Robert Stolz stammte.

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInMedienMusik

Kofler/Fian imaginieren hier eine autobiographische Veröffentlichung Mengeles. 1985 ging die Meldung, dass man das Grab Mengeles in Brasilien gefunden habe, durch die Welt. Mengele war bereits 1979 gestorben. Sein Sohn Rolf hatte Tagebuchaufzeichnungen 1979 aus Brasilien mitgenommen, 1985 erschienen, neben einem Interview mit Rolf Mengele, Ausschnitte in der Zeitschrift »Bunte« in einer sechsteiligen Serie (vgl. u.a. Byhan 1985).

PersonVerbrecherInMedienZeitung/Zeitschrift

Abgewandeltes Zitat aus Thomas Bernhards im März 1968 gehaltenen Rede zur Verleihung des Österreichischen Staatspreises für Literatur 1967, Sparte Roman (Erstabdruck in der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«, 19.3.1968): »Es ist nichts zu loben, nichts zu verdammen, nichts anzuklagen, aber es ist vieles »lächerlich«; es ist alles lächerlich, wenn man an den »Tod« denkt« (Bernhard 2011, 69), s. Eintrag »Alles kunstgemäß, alles lächerlich, Literatur, Gelächter, alles lächerlich im Angesicht des Todes.«

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Das Stück »New York 1963 – America 1968« von Eric Burdon and the Animals (s. Eintrag ›new york 1963 – america 1968‹) behandelt die Frage möglicher Freiheiten, eine Stimme stellt am Ende die von Kofler zitierte Frage.

PersonMusikerInMedienMusik

Mit der Werbefigur der Zahnarztgattin umgingen Unternehmen das Heilmittelwerbegesetz, das Werbung mit Ärzten im Kittel für Medikamente verbot (bis zu einer Reform des Gesetzes 2012) und auch für Zahnpasta mit heilender Wirkung galt. (vgl. Vohwinkel/Hort 2012) Ende der 1980er bis Anfang der 1990er Jahre sendete etwa die Zahnpasta-Marke »Perlweiß« entsprechende Spots: »Ich als Zahnarztfrau empfehle [...]«. (vgl. Sarić 2015)

MedienWerbung/Inserat

s. Eintrag ›Welche Vernichtungswut‹

Medien

Nothung: Name des Schwerts in Richard Wagners Oper »Siegfried«(1876). s. Eintrag »Nothung, Nothung«

PersonMusikerInMedienMusik

Königin der Nacht: Protagonistin in Mozarts Singspiel »Die Zauberflöte« – in Koflers Werk eine zentrale Figur, die hier chronologisch zum ersten Mal auftaucht. In »Am Schreibtisch« schließt Kofler erstmals die »Zauberflöte« mit den Verbrechen des Nationalsozialismus kurz, das erste Prosastück in »Hotel Mordschein« sind die »Mutmaßungen über die Königin der Nacht«, die er in das Hörspiel »Was geschah mit der Königin der Nacht?« (1992) einfließen lässt, auch in »Manker« taucht die Figur auf, s. Eintrag »Mutmaßungen über die Königin der Nacht«.

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler gibt hier im Wortlaut ein Lied des Wiener Malers Ernst Fuchs (1930–2015) wieder, das unter dem Titel »Ernst Fuchs singt« 1980 in der Nullnummer der Zeitschrift »Sonne« erschien. Günther Nenning, der Herausgeber der Zeitschrift »Neues Forvm« (in der zahlreiche Beiträge Koflers erschienen), betreute die »Sonne « redaktionell. Mitherausgeber waren André Heller, Ernst Fuchs, Freda Meissner-Blau, Friedensreich Hundertwasser und Maria Felsenreich, es war ein Organ der österreichischen Naturschutzbewegung. »Sonne« lag – in identischem Format – dem »Neuen Forvm« bei.

PersonAutorIn/JournalistInPolitikerInMedienZeitung/Zeitschrift

Nothung: Name des Schwerts in Richard Wagners Oper »Siegfried« (1876). Siegfried singt in einer Arie: »Nothung! Nothung! [/] Neidliches Schwert! [/] Was mußtest du zerspringen?« (Wagner 2007, 81). s. Eintrag »Nothung, Nothung«

PersonMusikerInMedienMusik

Zitat aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper »Die Zauberflöte«, 2. Aufzug, 28. Auftritt: »Die Geharnischten: Der welcher wandert diese Straße voll Beschwerden, [/] Wird rein durch Feuer, Wasser, Luft und Erden. [/] Wenn er des Todes Schrecken überwinden kann, [/] Schwingt er sich aus der Erde himmelan! [/] Erleuchtet wird er dann imstande sein [/] Sich den Mysterien der Isis ganz zu weihn. –« (Assmann 2012, 122).

PersonMusikerInMedienMusik

»It was a lover and his lass« ist der Titel des bekanntesten Lieds aus Shakespeares»Wie es euch gefällt« (»As you like« it, 1623), vertont von Thomas Morley (1557/58–1602): »It was a lover and his lass, [/] With a hey, and a ho and a hey nonino, [/] That o’er the green cornfield did pass, [/] In the spring-time, the only pretty ring-time, [/] When birds do sing, hey ding a ding a ding, [/] Sweet lovers love the spring« (Shakespeare 2006, 328f.). In der Schlegel-Tieck ’schen Übersetzung: »Ein Liebster und sein Mädel schön, [/] Mit heisa und ha und juchheisa trala! [/] Die thäten durch das Kornfeld gehen [/] Zur Maienzeit, der lustigen Paarezeit, [/] Wann Vögel singen tirlirelirei: [/] Süß’ Liebe liebt den Mai« (Shakespeare 1897, 173).

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusikZitate

Mit der Oper »Tiefland« (1903) feierte Eugen d’Albert (1864–1832) seinen Durchbruch als Opernkomponist. Die 1940–1944 gedrehte Verfilmung der Oper durch Leni Riefenstahl bildet den Mittelpunkt von Koflers Prosa »TIEFLAND, Obsession « (s. Eintrag ›Tiefland‹).

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInMedienMusik

Alois Huber (1929–2007), Landwirt und »Urgestein« der Kärntner FPÖ, stellvertretender Landesparteiobmann, hoher Funktionär der Landwirtschaftskammer, 1984–1994 Nationalratsabgeordneter. Gemeinsam mit seiner Schwester Kriemhild Trattnig (s. Eintrag ›Firma Trattnig‹) bildet er den hier apostrophierten »Clan« der FPÖ-Altvorderen.

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PersonPolitikerInMedien

Kofler zitiert hier wortwörtlich eine Zeitungsanzeige der Fleischhauerei Obernosterer aus dem Jahre 1987 (11/W7/1). 1992 stellte die Fleischhauerei ihren Betrieb ein.

MedienWerbung/Inserat

»Die toten Augen« (1916): Oper von Eugen d’Albert, das Libretto stammt von Hanns Heinz Ewers und Marc Henry.

PersonMusikerInMedienMusik

Vilja-Lied: bekanntes Lied aus Franz Lehárs Operette »Die lustige Witwe« (1905)

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler bezieht sich vermutlich auf das von Martha Argerich 1952 aufgenommene Klavierkonzert in a-moll, op. 54 (1854), von Robert Schumann.

PersonMusikerInMedienMusik

Der Anatom und SS-Hauptsturmführer August Hirt ließ für seine Schädel- und Skelettsammlung an der Universität Straßburg 1943 Häftlinge aus Auschwitz in das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof (s. Eintrag ›Natzweiler‹) bringen und sie dort in einer Gaskammer mit Cyanhydratsalzen ermorden. (vgl. Mitscherlich/Mielke 1997, 227–229)

TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMedien

Lied der Gruppe »Die drei Peheiros«, eines Männertrios, das seit den 1950er Jahren im Schlagergeschäft erfolgreich war. 1. Strophe: »Es hängt ein Autoreifen an der Wand, [/] Und der Auspuff liegt gleich nebenan. [/] Fragt ihr mich warum ich traurig bin, [/] Schau ich nur zum Autoreifen hin« (Die drei Peheiros 2016). Das Lied war eine Variation des erfolgreichen Schlagers »Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand« (1953) der holländischen Band »Kilima Hawaiians« .

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PersonMusikerInMedienMusik

Wendelin Schmidt-Dengler (1994, 299) erkennt hier einen Bezug zur Identitätsproblematik in Max Frischs Roman »Stiller« (1954), die bereits im ersten Satz angesprochen wird: »Ich bin nicht Stiller!« (Frisch 1996, 7) Turrinis. Eintrag ›Turrini‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Bekanntes Lied aus Franz Lehárs Operette »Der Zarewitsch« (1927)

PersonMusikerInMedienMusik

»Ruhe, schönstes Glück der Erde«: »Vocal-Quartett« für Männerchor von Franz Schubert (Deutsch-Verzeichnis Nr. 657) nach einem anonymen Text

PersonMusikerInMedienMusik

»Boléro«, Orchesterstück des franz. Komponisten Maurice Ravel, Uraufführung 1928

PersonMusikerInMedienMusik

1907 eröffnetes Warenhaus in Berlin mit gehobenem Sortiment

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TopographieOrtschaftMedien

Fritz Wunderlich (1930–1966), deutscher Opernsänger, ab 1960 Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper München, ab 1964 internationale Engagements, u.a. an der Wiener Staatsoper, den Salzburger Festspielen. Zwei Wochen vor seinem Tod sang er in Edinburgh jene Rolle, mit der er bekannt geworden war: den Taminoin Mozarts »Zauberflöte«, er starb an den Verletzungen eines Treppensturzes während eines Jagdaufenthaltes in der Nähe von Karlsruhe (vgl. Grieser 1999, 230ff.).

PersonMusikerInMedienMusik

Zitat aus dem Auftrittslied des Sou-Chong aus »Das Land des Lächelns«: »immer nur lächeln und immer vergnügt, [/] Immer zufrieden, wie’s immer sich fügt, [/] Lächeln trotz Weh und tausend Schmerzen, […] Doch wie’s da drin aussieht, geht niemand was an« (zit. n. Denscher 2017, 411). Der Text stammt, wie wahrscheinlich die meisten Liedtexte der Operette, von dem 1942 in Auschwitz ermordeten Fritz Löhner-Beda.

TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInMedienMusik

Kofler bezieht sich hier wahrscheinlich auf eine Rezension des Buches »Vom Unglück und Glück der Kunst in Deutschland nach dem letzten Kriege« (1990) von Hans-Jürgen Syberberg (* 1935), in der Helmut Karasek kritisiert, dass ein Buch, das Hitler relativiere, überhaupt einen Verleger und in Günther Nenning und André Heller zwei (positive) Rezensenten gefunden habe: »Syberberg, ein ›engagierter Antifaschist‹? Bestenfalls ein ewiger Hitler-Junge, der sich idealistisch einen netten, sauberen Faschismus wünscht – umweltfreundlich, heimatverbunden und mit einem anständigen, weil prinzipientreuen Antisemitismus« (Karasek 1990, 245). Syberbergs Darstellung des Nationalsozialismus ist seit seinem Film »Hitler, ein Film aus Deutschland« (1977), in dem auch André Heller mitspielt, umstritten, sie fand, etwa in Susan Sontag(Sontag 1980), auch Befürworter.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInNationalsozialistInPhilosophInMedienFilm/Fernsehen/RadioZitate

Arios: liedhaft, gesanglich; »ariose Bildungen«: in der Musikliteratur früher gebräuchliche Metapher, etwa bei Würz (1986a, 144) über Wolf-Ferraris Oper »Il Campiello«: »Liedhafte Züge, aber kaum ariose Bildungen kennzeichnen die Gesangspartien«.

PersonMusikerInMedienMusik

»Tierexperimentelle Studien zur Frage der medikamentösen Sterilisation « lautete der Titel der Studie der Firma Madaus & Co. über Sterilisationsversuche an Tieren mit der Schweigrohrpflanze (s. Eintrag ›Sterilisationsversuche‹).

Medien

»Freischütz«: 1821 uraufgeführte Oper von Carl Maria von Weber (1786–1826), Libretto von Johann Friedrich Kind (1768–1848). Im »Jägerchor« besingen Jäger die Freuden der Jagd: »Was gleicht wohl auf Erden dem Jägervergnügen? [/] Wem sprudelt der Becher des Lebens so reich? [/] Beim Klange der Hörner im Grünen zu liegen, [/] Den Hirsch zu verfolgen durch Dickicht und Teich, [/] Ist fürstliche Freude, ist männlich Verlangen, [/] Erstarket die Glieder und würzet das Mahl« (von Weber 1872, 18).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Zitat aus Samuel Becketts Roman »Molloy«: »Ein Zahnarzt ist so gut wie der andere,sagte ich« (Beckett 1976, 143). s. Eintrag ›Eine Praxis ist so gut wie die andere‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Anspielung auf das österreichische Boulevardblatt »Neue «»Kronen Zeitung«, die Hans Dichand 1959 unter Rückgriff auf einen bis 1944 vorhandenen Zeitungstitel gründete. 1967–1971 hieß das Blatt »Unabhängige Kronen-Zeitung«, nahm danach wieder den alten Titel an, auf der Titelseite erscheint stets nur der Kurztitel »Kronen Zeitung.«

PersonUnternehmerInMedienZeitung/Zeitschrift

Im sogenannten Trinklied in Giuseppe Verdis Oper »Otello« (1887 uraufgeführt) macht Jagoseinen Vorgesetzten, den Hauptmann Cassio, betrunken: »Chi all’esca ha morso [/] Del ditirambo [/] Spavaldo e strambo [/] Bevea con te.« (»Wer in den Köder [/] Des wilden und wundersamen [/] Dithyrambus gebissen hat, [/] Der trinkt mit dir.« (Csampai/Holland 1981, 56f.)

PersonMusikerInMedienMusik

Seit 1930 unter dem Titel »Rolf Torrings Abenteuer« bestehende Romanheft-Reihe, die unter einem Sammelpseudonym erschienen (s. Eintrag ›Rolf Torring‹)

PersonMedienZitate

Der Namen der Mezzosopranistin taucht etwa in Kutsch/Riemens’ »Großem Sängerlexikon« (2004) nicht auf, er findet sich vereinzelt in den Onlinearchiven des Wiener Konzerthauses und Musikvereins (ab 1940), ihre »Soubrettenleichtgewichtigkeit«findet sich in einer von der RAVAG 1944 produzierten Rundfunkaufnahme von Giovanni Bononcinis »Polifemo«(http://operalounge.de/cd/oper-cd/aus-wiener-schatztruhen [20.5.2020]).

PersonMusikerInMedienMusik

»Conan der Barbar«: US-amerikanischer Film (1982, »Conan the Barbarian«); »Terminator«: US-amerikanischer Film (1984); beide mit Arnold Schwarzeneggerin der Titelrolle s. Eintrag ›Conan der Barbar‹

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

»Predator«: US-amerikanischer Film (1987) mit Arnold Schwarzenegger in der Titelrolle

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Koflers Quelle war hier die deutsche Illustrierte »Neue Revue«: »Der schlaft jetzt zum Pepi – so nannten es die Schwestern im Pavillon V des Krankenhauses Wien-Lainz, wenn ein Patient dem Tod entgegendämmerte – und zwar jenem Tod, den die Schwestern beschlossen hatten und verursachten«. (Sünder 1989, 6f.)

MedienZeitung/Zeitschrift

Vermutlich Anspielung auf Alfred Hitchcocks Film »North by Northwest« (1959, dt. »Der unsichtbare Dritte«), in dem der Regisseur das Thema der verlorenen Identität variiert, wobei die Verwechslung mit einer fiktiven Person zusätzlich für Irritationen sorgt.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Anspielung auf den vom neuseeländischen Psychiater John Macdonald (1920–2007) in den 1960er Jahren behaupteten Zusammenhang von seriellen Straftaten des Erwachsenen mit bestimmten Angewohnheiten in der Kindheit: Bettnässen, Feuerlegen und Tierquälerei (die Onanie kommt dabei nicht vor). Die »Macdonald Triade« galt in der wissenschaftlichen Psychologie nie als seriöses Erklärungsmodell. Dieser kriminologische Mythos dürfte über den US-amerikanischen Krimiautor Andrew Vachss (* 1942) auf Kofler/Fian gekommen sein. In seinem Krimi »Kata« (1988; orig. »Flood«, 1985) liest der Ich-Erzähler ein psychiatrisches Gutachten über einen Straftäter: »Verdacht auf Enuresis, Zündeln, Grausamkeit gegenüber Kleintieren, die klassische Trias« (Vachss 1988, 290f.).

PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Die »Kronen Zeitung« schrieb am 23. 4. 1989 davon, dass die im Fall Lainz Hauptverdächtige, die Krankenschwester Waltraud Wagner, als »Geheimprostituierte« in einem »schummrigen Nachtlokal« als »Animierdame« gearbeitet habe, wo sie die »Kunden« als »Trude, das Schweinchen, das alles macht«, bezeichnet hätten. (Hauenstein/Heigl 1989a)

PersonVerbrecherInMedienZeitung/Zeitschrift

Unter seinem Kürzel »Cato« schrieb der Herausgebers Hans Dichand am 2. 7. 1989 in der »Kronen Zeitung« einen kurzen Kommentar zur Verwechslung seiner Lokalreporter, aus dem Kofler zitiert: »Jetzt, da sich unsere Lokalreporter [...] einmal – trotz intensiver Recherchen – geirrt haben, kommen die Neider und Hasser erneut wie Ratten aus dreckigen Hinterhöfen hervor. Mit ihren vom Aas ihrer Gesinnung vergifteten Zähnen versuchen sie uns anzufallen.« (Cato 1989) Am 4. Juli musste die Zeitung eine Entgegnung auf der Titelseite sowie auf vier Seiten im Blattinneren bringen. Die Zeitung »rächte« sich, indem sie der Entgegnung ein Privatfoto hintanstellte, das einen Arzt zeigt, der der lächelnden Waltraud Wagner auf die Brüste greift – zur Unterstützung der These, dass Sex im Lainzer »Todespavillon« eine »eminente Rolle« gespielt habe. (Haunold 1989)

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Schloss Lengberg, zehn Kilometer östlich von Lienz gelegen, ist ein romanisch-gotischer Bau, der Ende des 19. Jahrhunderts in den Besitz der Familie May kam. Die mit der Familie befreundete holländische Königin Wilhelmina kam in der Zwischenkriegszeit einige Male auf Besuch, Kofler kommt in »Am Schreibtisch« darauf zurück (s. Eintrag ›holländische Königin‹). Seit 1956 befindet sich das Schloss in Besitz des Landes Tirol und wird von einer Organisation für soziale Jugendarbeit genützt.

TopographieOrtschaftMedien

Zitat aus dem ersten Lied (»Gute Nacht«) aus Franz Schuberts»Winterreise«, einem 1827 nach Gedichten Wilhelm Müllers komponierten Liedzyklus: »Fremd bin ich eingezogen, [/] Fremd zieh ich wieder aus« (Schochow 1974, 395). s. Eintrag ›Fremd bin ich eingezogen‹

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Kofler/Fian zitieren mit »Bergkameraden« das Lied »Wenn wir erklimmen schwindelnde Höhen«, Text von Erich Hartinger (* 1923), Melodie von Hans Kolesa und Hans Gasser. Der Refrain spricht von »sonnigen«, der erste Vers von »schwindelnden« Höhen, die ersten beiden Strophen von den »Bergvagabunden«, die »Bergkameraden« werden erst in der dritten und vierten Strophe erwähnt (vgl. Natter/Nußbaumer 2007, 185). s. Eintrag ›Lied von den Bergkameraden: Wenn wir erklimmen sonnige Höhen‹

PersonMusikerInMedienMusik

Hans Dichand (1921–2010), Anfang der 1950er Jahre Chefredakteur der »Kleine«»n«» Zeitung«»«und des »Neuen «»Kurier«, 1959 gründete Dichand mit Unterstützung des Gewerkschaftsbundes die »Neue «»Kronen Zeitung«, die sich in der Folge zur auflagenstärksten Tageszeitung Österreichs entwickelte.

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PersonUnternehmerInMedienZeitung/Zeitschrift

Zitat aus dem Lied »Muth!« aus Schuberts»Winterreise«: »Lustig in die Welt hinein [/] Gegen Wind und Wetter!« (Schochow 1974, 408). s. Eintrag ›Lustig in die Welt hinein‹

PersonMusikerInMedienMusik

Anspielung auf den deutschen Rundfunk-, Zeitungs- und Fernsehjournalisten Johannes Gross (1932–1999); der umtriebige Konservative war u.a. Chefredakteur (ab 1974) und Herausgeber (ab 1980) der Wirtschaftszeitschrift »Capital«, bekannt war er auch für seine Kolumne im Magazin der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Am 2. 7. 1989 bringt die »Kronen Zeitung« die »Dokumentation einer Verwechslung«, durch eine »Verkettung schier unglaublicher Zufälle« hätten die Zeugen Waltraud Wagner mit der ehemaligen Prostituierten Gertrude G., einer »Doppelgängerin« Wagners, die heute verheiratet sei und »völlig zurückgezogen« lebe, verwechselt. (Hauenstein/Geigl 1989b)

PersonVerbrecherInMedienZeitung/Zeitschrift

Sud von der Wurzel der Teufelskralle, »Harpagophytum procumbens«, Zuschreibung von appetit- und verdauungsanregender, für die Gallesekretion stimulierender und entzündungshemmender Wirkung. Die Pflanze stammt aus dem Kalahari-Gebiet, das teilweise in Namibia, von 1884–1915 »Deutsch-Südwestafrika«, liegt.

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Medien

Der Originaltext des Schlagers lautet etwas anders als Kofler im Folgenden zitiert: »Sei zufrieden, sei zufrieden [/] mit dir selbst und was du hast. [/] Jeder Tag hat seine Sorgen, [/] jeder Tag hat seine Last« (Port le roi 1998, 92). Das Lied existiert in verschiedenen Einspielungen und Versionen, ein Liedtexter ist nicht auszumachen, die Melodie geht auf Georges Boulanger, einen Salongeiger der Zwischenkriegszeit, zurück.

PersonMusikerInMedienMusik

Zitat aus Schuberts »Winterreise«, »Im Dorfe«»Es bellen die Hunde, es rasseln die Ketten. [/] Die Menschen schnarchen in ihren Betten« (Schochow 1974, 406).

PersonMusikerInMedienMusik

»Hiroshima, mon amour«(1959): Filmdrama von Alain Resnais

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Zitat aus dem Volkslied »Die alten Leute«/»Die åltn Leit« (bei Kofler zuvor »von die oltn leit«): »wenn ich einen alten Mensch seh, [/] hab ich ein jedesmal eine Freud’, [/] ein alter Mensch, der kommt mir vor als wie ein Gotteshaus, [/] denn von der Kirche und den alten Leuten, da geht der Segen aus« (Mauerhofer/Seidel 1992).

MedienMusik

»Ich bin zu Ende mit allen Träumen – [/] Was will ich unter den Schläfern säumen?« (Schochow 1974, 406) Zitat aus Schuberts»Winterreise«, »Im Dorfe«

PersonMusikerInMedienMusik

»Auferstanden aus Ruinen« (1949): Lied von Johannes R. Becher(Text) und Hanns Eisler(Musik), entstanden im Auftrag des Politbüros der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Das Lied wurde zur DDR-Nationalhymne. Von etwa 1972 bis Januar 1990 wurde es offiziell nur mehr in einer instrumentalen Fassung ohne Text gespielt, weil die SED von der Idee einer Wiedervereinigung abgerückt war, der vierte Vers sich aber darauf bezieht: »Auferstanden aus Ruinen [/] und der Zukunft zugewandt, [/] laß uns dir zum Guten dienen, [/] Deutschland, einig Vaterland«(Amos 2015, 295).

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusik

Am 17. Februar 1986 erschien das deutsche Nachrichtenmagazin »Der Spiegel« mit der Titelgeschichte »Menschentausch. Wann kommt Sacharow?« (»Der Spiegel« 8/1986). Andrei Dmitrijewitsch Sacharow (1921–1989), Atomphysiker, war maßgeblich an der Entwicklung der ersten sowjetischen Wasserstoffbombe beteiligt, Regimekritiker und Friedensnobelpreisträger(s. Eintrag ›Konsalik‹).

MedienZeitung/Zeitschrift

Zitat aus dem Volkslied »Meerstern, ich dich grüße«. Der Text geht auf den seit dem Frühmittelalter überlieferten lateinischen Hymnus »Ave maris stella« zurück, der zur Marienandacht gesungen wurde (vgl. Lausberg 1976).

MedienMusik

Wörtliches Zitat aus Schuberts »Winterreise«, »Die Nebensonnen« (Schochow 1974, 409)

PersonMusikerInMedienMusik

Die für die Krimiserie »Tatort«»«verantwortliche Redaktion im Österreichischen Rundfunk startete zu Beginn der 1980er Jahre den Versuch, österreichische Schriftsteller an der Konzeption und Drehbuchgestaltung von »Tatort-«Folgen zu beteiligen. Umgesetzt wurden schließlich nur Drehbücher von Ernst Hinterberger und Alfred Paul Schmidt. Ernst Petz, dem zuständigen Redakteur, gelang es nicht, Werner Kofler zu einer Beteiligung zu überreden. (Petz 2015) Das Ansinnen des ORF floss aber in ein Hörspiel Koflers ein: »Treatment oder (Wie) ein Tatort entsteht. Mein Name ist Schmidt. Ich komme wegen der Miete. Ein Hörspiel 1985. « (11/W29) Das Hörspiel wurde nicht produziert. Der Name Schmidt könnte auch auf Koflersdamaligen Lektor im Rowohlt-Verlag, Delf Schmidt, verweisen.

PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Möglicherweise bezieht sich Kofler hier auf ein Interview, das der Dramatiker Heiner Müller 1990 dem deutschen Nachrichtenmagazin »Der Spiegel« gab und in dem er – in Bezug auf seine Skepsis gegenüber dem Begriff Volk – auf eine Beobachtung nach der Maueröffnung hinwies: »Da stand auf einem Transparent ›Wir sind das Volk‹, und daneben hat einer geschrieben ›Ich bin Volker‹« (Karasek/Matussek/Schwarz 1990).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Den Namen Korbes entnahm Kofler wohl dem gleichnamigen Grimm-Märchen (s. Eintrag ›Ich, Herr Korbes‹)

PersonMedien

»Die Stunde des Wolfs«(1968), Filmdrama von Ingmar Bergman (mit Max von Sydowund Liv Ullmann), arbeitet mit Elementen des surrealen Films und des Horrorfilms und liefert das Psychogramm eines Künstlers, der sich mit seiner Frau auf eine Insel zurückgezogen hat, wo er von Visionen und Bildern aus seiner Vergangenheit heimgesucht wird.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Am 2. Oktober 1978 erschien das deutsche Nachrichtenmagazin »Der Spiegel« (14/1978) mit der Titelgeschichte »Krebs: Hackethal gegen die Ärzte. Aufruhr in der Medizin« und brachte im Blattinneren ein Streitgespräch zwischen den Krebsspezialisten Julius Hackethal und Carl-Friedrich Rothauge, in dem Hackethal auf Rothauges Aussage, er würde Krebszellen radioaktiv markieren, ausrief: »Sie sind wohl verrückt geworden, Mensch!« Julius Hackethal (1921–1997), Chirurg, sei, so der Nachruf im »Spiegel«, in den siebziger Jahren »Deutschlands berühmtester Arzt« gewesen (»Der Spiegel«, 43/1997). Er schrieb u. a. Bücher über ärztliche Kunstfehler (s. S. »Hackethal: Verrückt geworden?«).

MedienZeitung/Zeitschrift

Gerhard Lampersberg (1928–2002), österreichischer Komponist, Autor und Mäzen. Ab Mitte der 1950er Jahre bot der »Tonhof« in Maria Saal (Kärnten), den die Familie seiner Frau Maja erstanden und renovieren lassen hatte, SchriftstellerInnen Wohn- und Arbeitsmöglichkeit, u.a. H.C. Artmann, Peter Turrini (s. Eintrag ›Turrini‹) und Thomas Bernhard (s. Eintrag ›Th. Bernhard‹). Lampersberg war Vorlage für die Figur des Komponisten Auersbergerin Bernhards Roman »Holzfällen« und löste, weil Lampersberg juristisch gegen das Erscheinen des Buches vorging und eine Beschlagnahme erwirkte, 1984 einen der prominentesten Literaturskandale Österreichs aus.

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TopographieOrtschaftPersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienZitateEreignis

Kaplan und Pfarrer in der Oststeiermark (1848–1928), deutschnational eingestellter Heimatdichter, Dichter der österr. Bundeshymne 1930–1938, berühmt-berüchtigt für sein »Hakenkreuzlied« (1923). Koflers Zuschreibung »kriegshetzer« bezieht sich wohl in erster Linie auf seine blutrünstige Kriegslyrik, wie er sie im (gemeinsam mit Peter Rosegger verfassten) »Steirischen Waffensegen« (1916) publizierte. Karl Kraus war einer der vehementesten Kritiker des »Kriegsdichters« (Kraus 1919, 51). s. Eintrag ›Kernstock‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienMusikZitate

»Hitlerjunge Quex«(1933): Spielfilm von Hans Steinhoff (nach der gleichnamigen Romanvorlage von Karl Aloys Schenzinger). Liedtexte: Baldur von Schirach. Der nationalsozialistische Propagandafilm bezieht sich auf die Biographie des erstochenen Hitlerjungen Herbert Norkus. »Einer der wenigen Filme im ›Dritten Reich‹, die sich deutlich sichtbar politisch engagierten, in denen die Partei und ihre Organisationen in Erscheinung traten«(Krusche 1993, 258f).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Kofler legt dieser Passage einen »Spiegel«-Beitrag zugrunde, der sich den Schwierigkeiten von ArbeitnehmerInnen mit dem Einsatz neuer Computertechnologie und der damit einhergehenden Verdrängung althergebrachter Arbeitstechniken widmet. Im Beitrag kommt auch die Stimme eines »Erzeugers« zu Wort: »›Wir haben‹, sagt ein Herr von der Sparte ›Halbleiter‹ bei Siemens, ›einen Anwendungsstau in der Büroelektronik.‹ Was nun bevorstehe, sei ›daß diese Technologie sich flächendeckend über den gesamten Verwaltungsbereich ergießen wird‹« (Brügge 1982, 86).

MedienZeitung/Zeitschrift

Die »Romanzeitung« oder »RZ« genannte Wochenzeitung »Die Illustrierte Romanzeitung« wurde über Trafiken vertrieben. Das seit 1934 bestehende Blatt enthielt neben Witzen und Kreuzworträtseln mehrere Serienromane.

MedienZeitung/Zeitschrift

»Deutschland, Deutschland über alles«: Zitat aus dem Refrain des »Lieds der Deutschen« (»Deutschlandlied«). Text: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1841), Musik: Joseph Haydn. Die Melodie stammt ursprünglich aus dem 1797 entstandenen »Kaiserlied«Haydns, der offiziellen Volkshymne »Gott erhalte Franz, den Kaiser«für den damaligen römisch-deutschen Kaiser Franz II. Unmittelbar darauf verwendete Haydn diese Melodie im zweiten Satz des »Kaiserquartetts«. 1922 wurde es vom ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert (SPD) zur Nationalhymne bestimmt. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde nur noch die erste Strophe gesungen.

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInPolitikerInMedienMusik

Zitat aus Kleists»Die Verlobung in St. Domingo«: »Wie ich gerettet worden bin, das weiß ich nicht«. (Kleist 1988, 42). Gleichzeitig Variation des Beckett-Zitats aus »Molloy«, s. Eintrag ›Wie das Messer‹verge

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

s. Eintrag ›Köll‹

PersonPolitikerInMedien

s. Eintrag ›Rogner‹

PersonUnternehmerInMedien

Anspielung auf die Erzählung »An der Baumgrenze« von Thomas Bernhard, s. den gleichlautenden Eintrag

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Schuberts »Streichquartett G-Dur, D 887«, wird mitunter als »geheimnisvoll« charakterisiert. (vgl. Böhmer o.J.)

PersonMusikerInMedienMusik

Wolfgang Antes (* 1944), deutscher CDU-Politiker, war seit 1981 Baustadtrat des Berliner Bezirks Charlottenburg und 1986in einen großen Korruptionsskandal (»Antes-Skandal«) involviert: Antes hatte sich bei der Vergabe der Pacht eines Lokals mit 50.000 DM bestechen lassen (von einem Bordellbetreiber namens Otto Schwanz, s. Eintrag ›Otto Waldemar Schwanz‹) und mit einem Teil des Geldes Beiträge von CDU-Karteileichen ohne deren Wissen bezahlt, um sich zusätzliche Stimmen und somit seine Stellung innerhalb der CDU zu sichern. Im Laufe des Prozesses wurden noch weitere Bestechungen innerhalb der Immobilienbranche aufgedeckt. (vgl. Sontheimer/Vorfelder 1986)

TopographieOrtschaftPersonPolitikerInVerbrecherInMedienEreignis

Kofler/Fian spielen hier wohl auf die Affäre um verdeckte Parteispenden des Flick-Konzerns ( zu Flick siehe Eintrag ›Flick-Gruppe‹ und ›Geier, dem Kriegsverbrecher Flick‹) an, die Helmut Kohl zwischen 1974 und 1980 für die CDU angenommen hat. Nachdem Kohl im Untersuchungsausschuss zur Spendenaffäre die Unwahrheit gesagt hatte, verteidigte ihn CDU-Generalsekretär Heiner Geißler mit den Worten, Kohl habe wohl einen »Blackout« gehabt. (Das von den Autoren in dieser Passage herangezogene Nachrichtenmagazin »Der Spiegel« berichtete ausführlich (vgl. [red.] 1986a, [red.] 1986b).

PersonPolitikerInMedienZeitung/Zeitschrift

Zitat des deutsches Volkslieds: »Lustig ist das Zigeunerleben, [/] Faria, faria, ho. [/] Brauchen dem Kaiser kein Zins zu geben, [/] Faria, faria, ho« (Weber 2012, 203).

MedienMusik

»Tief im Süden meines Herzens« (1990), Schlager des deutschen Sängers Stefan Waggershausen (* 1949)

PersonMusikerInMedienMusik

»Der Hirt auf dem Felsen«: Lied von Franz Schubert für Gesangsstimme, Klarinette und Klavier (Deutsch-Verzeichnis 965), 1828, im letzten Lebensjahr Schuberts, komponiert. Der Liedtext setzt sich zusammen aus Ausschnitten aus den Gedichten »Der Berghirt« und »Liebesgedanken« von Wilhelm Müller, »[d]ie beiden mittleren Strophen stammen vielleicht von Helmina von Chézy.« (Schochow 1974, 412)

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusikZitate

Deutscher Schlager: »Liesel, Liesel, Köhlerliesel, du bist so schön, du bist so jung«, gesungen u.a. vom deutschen Volksmusiker und Schlagersänger Herbert Roth (1926–1983)

PersonMusikerInMedienMusik

Refrain des Hits »Verdammt ich lieb’ dich« (1990) des deutschen Schlagersängers Matthias Reim (* 1957)

PersonMusikerInMedienMusik

Zitat aus Ernst Blochs »Prinzip Hoffnung«: »denn alles Wirkliche verläuft mit Noch-Nicht in ihm« (Bloch 1954a, 112) (s. Eintrag ›Alles Wirkliche‹)

PersonPhilosophInMedienZitate

Eigenzitat, s. Eintrag ›der Wilde Jäger alle‹

Medien

Lied des Schlagerstars Freddy Quinn (* 1931), auch unter dem Titel »Heimweh« bekannt

PersonMusikerInMedienMusik

Jörg Haider (s. Eintrag ›Landesverweser‹), auf den hier angespielt wird, war ein Wahlkärntner, stammte aus Oberösterreich. Während des »Dritten Reichs« wurde Kärnten als deutsches Grenzland stilisiert (z.B. »Grenzlandtheater«, s. Eintrag ›Grenzlandtheaterzauberflöte‹).

PersonPolitikerInMedien

Kärntner Tanzlied, wahrscheinlich Komposition von Thomas Koschat (s. Eintrag ›Koschat‹), Erstveröffentlichung 1887

PersonMusikerInMedienMusik

Abgewandeltes Zitat aus dem ersten Lied ( »Gute Nacht«) aus Franz Schuberts »Winterreise«, einem 1827 nach Gedichten Wilhelm Müllers komponierten Liedzyklus: »Fremd bin ich eingezogen, [/] Fremd zieh ich wieder aus. [/] Der Mai war mir gewogen [/] Mit manchem Blumenstrauß.« (Schochow 1974, 395)

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

1966gewann Haiderals 16-Jähriger einen Redewettbewerb im Rahmen eines Bundesturnfests des Österreichischen Turnerbunds in Innsbruck. Dieser erste öffentliche Auftritt wird immer wieder erwähnt, da Haider in seiner Rede die Zugehörigkeit der Österreicher zum deutschen Volk erklärte. Die Rede wurde in der »Deutschen National- und Soldatenzeitung« abgedruckt (29. 7. 1966) und basierte auf den Erläuterungen zum freiheitlichen Parteiprogramm aus dem Jahr 1958. (vgl. Zöchling 1999, 28)

PersonPolitikerInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Die Erwähnung des »mysteriösen Todes« ist ein starkes Indiz, dass Kofler die Figur Mattschacher an Karl Lütgendorf (s. Eintrag ›Mattschacher‹) anlehnt. Dessen Tod, der offiziell als Suizid gewertet wurde, hinterließ viele Fragen. »Die Gründe für seinen Freitod 1981 sind nicht bekannt geworden, standen aber vielleicht mit seinen Waffengeschäften in Verbindung« (Rauchensteiner 1987, 478). Die Zeitschrift »profil« schreibt im März 1982 von »Indizien, die die These vom gerichtlich festgestellten Freitod des Freiherrn zumindest ins Wanken bringen könnten« (Worm 1982, 19).

PersonPolitikerInMedienZeitung/Zeitschrift

»profil« -Chefredakteur Helmut Voskabeginnt 1985 ein Interview mit Jörg Haider, das sich zentral der Haltung Haiders zum Nationalsozialismus widmet, mit folgender Frage: »Sitz’ ich noch jenem Jörg Haider gegenüber, der mir vor Jahren erklärte, ein ehemaliger SS-Mann hätte nichts an der Spitze einer demokratischen Partei zu suchen, einem Haider, denBruno Kreiskyeinen ,echten Liberalen‘ nannte, oder sitzt mir die Reinkarnation eines HJ-Rotzbuben des Jahres 1938 gegenüber?« (Voska 1985, 18)

PersonAutorIn/JournalistInPolitikerInMedienZeitung/Zeitschrift

Ernst Kaltenbrunner (1903–1946) war seit 1931 SS-Mitglied und in der Zeit der Illegalität im Austrofaschismus ein wichtiger Kontaktmann Himmlers in Österreich. Nach dem »Anschluss« machte ihn Himmler zum Leiter der SS und Polizei in Österreich, 1943 wurde er Leiter des »Reichssicherheitshauptamtes«. Im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher wurde er zum Tode verurteilt und im Oktober 1946 hingerichtet. s. Eintrag ›Kaltenbrunner‹

PersonNationalsozialistInMedien

Anspielung auf FPÖ-Politiker und Kärntner LandeshauptmannJörg Haider (1950–2008), s. Eintrag ›kein Haider‹

PersonPolitikerInMedien

s. Eintrag ›Platz des himmlischen Friedens‹

Medien

Kofler spielt hier auf Jörg Haider und Hans Haider an. Ersterer (1950–2008) war ein österreichischer Politiker, der ausgebildete Jurist wurde 1976 FPÖ-Landesparteisekretär in Kärnten, 1979 Nationalratsabgeordneter, 1986–2000 war er Vorsitzender der FPÖ, 2005 Mitbegründer des »Bündnis Zukunft Österreich« (BZÖ), 1989–1991 und 1999–2008 Kärntner Landeshauptmann. Hans Haider (* 1946), österreichischer Literaturkritiker, 1974–2008 für die Tageszeitung »Die Presse«tätig, brachte 1984den Skandal um Thomas Bernhards »Holzfällen« ins Rollen, weil er in seinem Rezensionsexemplar noch vor Auslieferung der Bücher bekannte Wiener Persönlichkeiten zu erkennen glaubte, u.a. Gerhard Lampersberg (s. Eintrag ›Lampersberg‹), den er daraufhin kontaktierte und der eine einstweilige Verfügung gegen das Buch erreichte.

PersonPolitikerInAutorIn/JournalistInMusikerInMedienZeitung/ZeitschriftZitateEreignis

Anspielung auf Kriemhild Trattnig (* 1937) langjährige Präsidentin des Kärntner Landtags. s. Eintrag ›Firma Trattnig‹

PersonPolitikerInMedien

Gernot Rumpold (* 1957), Kärntner FPÖ-Politiker, 1984–1986 FPÖ-Landesgeschäftsführer, 1990–1996 FPÖ-Bundesgeschäftsführer der FPÖ, gehörte Jörg Haiders »Buberlpartie« – einer Gruppe von engen Vertrauten Haiders – an, zu Sanitätsgefreiter s. Eintrag ›Lied vom Sanitätsgefreiten Neumann‹

PersonPolitikerInMedien

Methode der Geschichtswissenschaften, die darauf abzielt mittels mündlicher Auskünfte von Zeitzeugen die subjektive Erfahrung einzelner Menschen zu erfassen. Bereits in den 1930ern auf Basis sozial- und kulturwissenschaftlicher Forschungsmethoden entstanden, erlangte sie vor allem im Zusammenhang mit dem Historikerstreit(s. Eintrag ›Geschichte als Erlebnisraum‹) größere Aufmerksamkeit.

Medien

s. Eintrag ›In der Morgendämmerung‹

Medien

»Im Frühjahr 1987 stellte Bundespräsident Dr. Waldheim das Ersuchen an die österreichische Bundesregierung, es möge eine unabhängige Kommission von Militärhistorikern unter internationaler Beteiligung bestellt werden, welche »mit der neuerlichen Prüfung und Evaluierung des gesamten Materials im Lichte der gegen den Herrn Bundespräsidenten erhobenen Vorwürfe betraut« werden solle« (Schmiederer 1988, 1). s. Eintrag ›Waldheim, er ist gerade nicht da‹

PersonPolitikerInMedienEreignis

Leni Riefenstahl (1902–2003), deutsche Filmschauspielerin und -regisseurin, startete ihre Filmkarriere als Schauspielerin in den Bergfilmen Arnold Fancks. Ihr Regiedebüt »Das blaue Licht« (1932), in dem sie auch die Hauptrolle übernahm, begeisterte die NS-Führung. 1933–1935 schuf sie Propagandafilme, »heroische Reportagefilme«, 1936 filmte sie die Olympischen Spiele in Berlin (»Olympia«). Nach dem Zweiten Weltkrieg verlegte sie sich, abgesehen von der Fertigstellung des Films »Tiefland«, auf die Fotographie. s. Eintrag ›Frau Riefenstahl‹

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Viktor Frankl (1905–1997), Wiener Psychiater, Begründer der Logotherapie und der Existenzanalyse, er beschäftigte sich intensiv mit der Sinnsuche.

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PersonAutorIn/JournalistInMedien

Das Klagenfurter Café Lerch war vor 1938 ein beliebter Treffpunkt für Anhänger und Mitglieder der während des Austrofaschismus verbotenen NSDAP. Auch Ernst Lerch (1914–1997), der Sohn des Lokalbetreibers, war ein »Illegaler«, ab 1934 war er Mitglied der SS. Nach dem »Anschluss« wurde er Adjutant und Büroleiter Odilo Globocniks (s. Eintrag ›Globotschnigg‹) und war mitverantwortlich für die Deportation und Ermordung der jüdischen Bevölkerung des »Generalgouvernements« Polen; 1943 folgte er Globocnik in die »Operationszone Adriatisches Küstenland«. Nach Kriegsende floh Lerch aus britischer Gefangenschaft und versteckte sich. Lerch konnte 1950 das Lokal seines Vaters übernehmen und als beliebtes »Tanzcafé« etablieren. Zwei gegen Lerch angestrebte Prozesse führten zu keiner Verurteilung.

TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMedien

Verweis auf Ernst Lubitschs Film »Sein oder Nichtsein« (»To be or not to be«, USA 1942); darin probt das Theater in Warschau 1939 ein Anti-Nazi-Stück, das abgesetzt werden muss. Nach dem Einmarsch deutscher Truppen spielen die Schauspieler in den Kostümen des Stücks und führen in Rollen der deutschen Besatzer die Gestapo in die Irre. (vgl. Krusche 1993, 565)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Odilo Globocnik (1904–1945) kam 1918 mit seiner Familie nach Klagenfurt. Er übernahm in Kärnten führende Tätigkeiten während der Zeit der Illegalität im Austrofaschismus. Nach dem »Anschluss« war er Gauleiter in Wien, 1939 wurde er »SS- und Polizeiführer« im Distrikt Lublin und war dort für die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich. 1943 wurde er in die »Operationszone Adriatisches Küstenland« versetzt, auch dort organisierte er Deportationen und verantwortete die Partisanenbekämpfung. Im Mai 1945 beging er in britischer Gefangenschaft Selbstmord. Sein Vorgesetzter, Heinrich Himmler, verwendete für Globocnik in seinem Dienstkalender manchmal den Spitznamen »Globus« (vgl. Witte 1999, 204, 306, 566), Briefe an Globocnik begann er mit der Anrede »Mein lieber Globus« (vgl. Schwindt 2005, 142 FN 114).

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TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMedien

Anspielung auf den Refrain von »Lied im Grünen«, s. Eintrag ›ins Grüne, ins Grüne‹

MedienMusik

Zitat aus Edgar Wallaces (s. Eintrag ›Edgar Wallace‹) Kriminalroman »Der Rächer« (»The Avenger« 1926, dt. 1927). Darin ermordet der so genannte Rächer Kriminelle oder Verdächtige, die vom Gesetz nicht bestraft wurden: »Sie werden in der Hecke an der Eisenbahnunterführung bei Esher eine Kiste finden. Der Kopfjäger.« (Wallace o. J., 7) »Der Rächer «wurde 1960 als dritter deutschsprachiger Edgar-Wallace-Film der Nachkriegszeit verfilmt. Roman und Film spielen in der englischen Stadt Esher, Turnbridge Wells kommt in Wallaces Roman »Der Frosch mit der grünen Maske« (»The Fellowship of the Frog« 1925, dt. 1926) vor.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft im Osten Polens. Von Lublin aus wurde 1942/43 unter der Leitung von Odilo Globocnik (s. Eintrag ›Globotschnigg‹) die »Aktion Reinhardt« organisiert, die systematische Ermordung der jüdischen Bevölkerung im »Generalgouvernement« Polen.

TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMedienEreignis

Michael Janisch (1927–2004), Schauspieler, bis 1987 am Burgtheater, ab 1984 spielte er in der TV-Serie »Tatort« in Ermittlerrollen (s. Eintrag ›Schauspieler Jaggberg‹)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Teilnehmer des »4. Kronberger Dialogs«, auf den Kofler hier anspielt, waren »[n]eben den CDU-Politikern [Gerhard] Stoltenberg und [Alfred] Dregger sowie sonstige[] Mitglieder[] des CDU-Wirtschaftsrates […] u.a. Vertreter der drei Chemiekonzerne BASF, Bayer und Hoechst, der Deutschen Bank, der Deutschen Shell AG, des Versandhauses Quelle, der Quandt-Gruppe, der Firmen Oetker, Reemtsma, Asbach, Hengstenberg, Coca-Cola, Braun AG, Flick AG« (Kulitz 1983, 101). Kofler mischt hier erneut Anspielungen, Realnamen und fiktive Namen. O’Loughlin: s. Eintrag ›O’Loughlin‹; »Bütefisch« spielt auf Heinrich Bütefisch (1894–1969) an, ab 1930 Leiter der Leuna-Werke der IG Farben, »Wehrwirtschaftsführer« und Mitglied des »Freundeskreises Reichsführer SS«, ab 1941 in leitender Funktion im »Lager Buna« (Konzentrationslager »Auschwitz III«) tätig. »Hintze von Shell«: Der Chef der deutschen Shell AG, Johannes Welbergen, war in Kronberg anwesend (vgl. [red.] 1972a), »Hintze« könnte sich auch auf Manfred Hintze beziehen, Geschäftsführer im Bauer-Verlagskonzern – wahrscheinlich konsultierte Kofler hier einen »Spiegel«-Artikel, der Namen und Zusammenhänge sowie die Bezüge zu den Kronberger Treffen nennt (vgl. [red.] 1972a). »Hintze« und »Kuntze« dürften hier nur Ausformungen der Redewendung »Hinz und Kunz« sein, in späteren Werken folgen u.a. Anspielungen auf die Schriftsteller Christian Ide Hintze und Reiner Kunze (s. Eintrag ›Dichtern Hintze und Kunze‹). Bauer-Verlag: Vertreter des Hamburger Heinrich Bauer Verlags (u.a. Zeitschriften »Quick«, »Praline«, »Neue Revue«, »Das Neue Blatt«) waren federführend im »Kronberger Kreis«, allen voran Heinz Bauer, Juniorchef des politisch rechts stehenden Pressekonzerns.

PersonPolitikerInUnternehmerInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Platz des himmlischen Friedens‹

Medien

Kofler zitiert hier einen Gassenhauer, der sich in der Weimarer Republik Beliebtheit erfreute. Zur Melodie des »Fehrbelliner Reitermarsch«»es« von Richard Henrion (1854–1940) entstand zu einem unbekannten Zeitpunkt der Text, der sich ironisch auf die »gute, alte Zeit« und auf Kaiser Wilhelm I. (»der mit dem Bart«) – im Gegensatz zu Wilhelm II. – bezieht. Refrain: »Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wiederhaben, [/] Aber den mit dem Bart, mit dem langen Bart.« Das auch als »Kaiser-Wilhelm-Marsch« bekannte Lied wurde u.a. vom deutschen Schlagersänger Heino interpretiert.

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PersonMusikerInMedienMusik

Es gab zwei Zeitschriften »Das neue Reich«: einerseits eine monarchistische »Wochenschrift für Kultur, Politik und Volkswirtschaft«, erschienen 1918–1932 in Wien; andererseits die 1959 unter dieser Bezeichnung einsetzende Fortführung der NS-Zeitschrift »Das Reich«, nun mit Nähe zur rechtsradikalen Deutschen Reichspartei (Kofler bezieht sich wahrscheinlich auf Letztere).

MedienZeitung/Zeitschrift

Die holländische Königin Wilhelmina verbrachte in der Zwischenkriegszeit einige Male die Sommerfrische auf Schloss Lengberg im Osttiroler Drautal. Die Königsfamilie war mit der Familie May, den Besitzern des Schlosses, befreundet. In »Guggile« erinnert sich der Ich-Erzähler an Spaziergänge in der Umgebung von Lienz, wo man auch das Schloss Lengberg besucht habe, »die tante unterwelz sei damals köchin und die tant’ marie verwalterin auf schloß lengberg gewesen«, die Mutter, so die Familiengeschichte, sei »,als junges mädchen‘ als serviererin auf schloß lengberg beschäftigt gewesen« (s. Eintrag ›schloß lengberg‹).

TopographieOrtschaftMedien

Hans Holt (1909–2001), österreichischer Schauspieler, spielte in den Verfilmungen der Lebenserinnerungen von Maria Augusta Trapp die Rolle des Baron Trapp (»Die Trapp-Familie«, 1956; »Die Trapp-Familie in Amerika«, 1958).

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PersonSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Mit diesem Ende der 1930er Jahre in den USA entwickelten Gerät kann man stereoskopische Bilder betrachten, die auf einer kreisförmigen Kartonscheibe angebracht sind, die man in das Gerät schiebt und mit einem Hebel weiterdrehen kann.

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Medien

Variation von »Toker«, s. Eintrag ›tocka‹

Medien

Eine der großen Verlagsgruppen Deutschlands mit Publikumsverlagen, Zeitungen (»Die Zeit«), Hochschulmedien und digitalen Angeboten

MedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Rolf Torring‹

PersonMedien

Das »Requiem« in d-Moll (KV 626) aus dem Jahr 1791 ist Mozarts letzte Komposition, er starb während der Arbeit daran. Das Fragmentarische befeuerte unzählige Interpretationen und Spekulationen (vgl. u.a. Schick 2005, 240ff.).

PersonMusikerInMedienMusik

Klaus Kinski (1926–1991), deutscher Schauspieler, der v. a. durch die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Werner Herzog (u. a. »Aguirre, der Zorn Gottes«, 1972, »Nosferatu – Phantom der Nacht«, 1979 und »Fitzcarraldo«, 1981) internationale künstlerische Anerkennung erzielte (s. Eintrag ›Kinsky‹)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Bezug zur TV-Serie »Der Leihopa« (ORF, 1985–1989), u.a. mit Hans Holt

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Adam Lonitzer (1528–1586), latinisiert »Lonicerus« (s. Eintrag ›Ackeley‹), deutscher Naturforscher und Arzt, beschäftigte sich u.a. mit den Wirkungen und Anwendungen von Kräutern und verfasste mehrere »Kräuterbücher«. 1573 erschien in Frankfurt am Main folgender Titel: »Kreuterbuch, Kunstliche Conterfeytunge der Bäume, Stauden, Hecken, Kräuter, Getreyde, Gewürtze. Mit eygentlicher Beschreibung derselbigen Namen, Vnderscheyde, Gestalt, Natürlicher Krafft vnd Wirckung. Item von fürnembsten Gethieren der Erden, Vögeln und Fischen. Auch von Metallen, Gummi und gestandenen Säfften, Sampt Distillierens künstlichem und kurzem Bericht. Jetzo gantz fleissig von newem durch gesehen, gebessert und weit ober alle vorige Editiosi gemehret Durch Adamum Lonicerum Medicum Physicum zu Frankfurt. Mit fleissigen vollkommenen Registern in Sechserley Sprachen, Nemlich, Griechisch, Lateinisch, Italianisch, Frantzösisch, Spanisch, Teutsch. Auch besonderem Register der Heylung allerhandt gebresten. «Lonitzers »Kreuterbuch« wurde 1934 (Leipzig, Verlag Hendel) und 1962 (München, Verlag Kölbl) nachgedruckt.

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PersonAutorIn/JournalistInMedien

Recordare: fünfter Teil des Mozart-Requiems; Kofler führt eine deutsche Übersetzung zweier Verse des lateinischen Textes an (»redemisti crucem passus [/] tantum labor non sit cassus«; Wolff 1998, 67).

PersonMusikerInMedienMusik

Werner Herzog (* 1942), deutscher Filmregisseur und Produzent; 1982 Preis für die beste Regie in Cannes für »Fitzcarraldo« (1981) (s. Eintrag »Eines Tages kamen der Herzog und sein schrecklicher Burgvogt in den Wald geritten«)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Adam Carrington: Figur aus der TV-Serie »Dynasty« (dt. »Der Denver-Clan«, 1981–1989) s. Eintrag ›Wie war ich entsetzt‹

PersonMedienFilm/Fernsehen/Radio

Kofler bezieht sich hier auf den 11. September 1973, den Tag des Militärputsches in Chile. Seine Quelle dürfte das Hamburger Polit- und Satiremagazin »p«»ardon« gewesen sein, das im Jänner 1982 auf mehreren Seiten die wirtschaftlichen Verstrickungen der BRD in das Pinochet-Chile und die unkritischen Wirtschaftsberichte des Magazins »Capital« über Chile behandelte. »pardon« druckte ein Inserat aus der chilenischen Regierungszeitung »El Mercurio« vom 11. 9. 1977 samt Übersetzung ab: »Die Familie Volkswagen möchte an diesem großen Tag der Regierung Chiles für die ihr gegebene Möglichkeit danken, in dieses schöne Land zu kommen, sich hier aufzuhalten und mit seinen Menschen Freiheit, Schwung und Lebensfreude zu teilen. Es lebe Chile!« (pardon 1/1982, 55) Der Umfang des Engagements von VW in Chile ist schwierig zu eruieren, in einem Rückblick des Vorstandsmitglieds Peter Frerk auf dreißig Jahre Tätigkeit von Volkswagen in Lateinamerika fehlt Chile gänzlich (vgl. Frerk 1986).

PersonUnternehmerInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Alexander Löhr (1885–1947), österreichischer Offizier in der k.u.k. Armee, im Bundesheer der Ersten Republik und in der Luftwaffe der Wehrmacht. Unter seinem Oberbefehl wurden durch die Bombardierung Belgrads (1941) ohne Kriegserklärung und dann auf dem Balkan Kriegsverbrechen verübt, für die er nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Belgrad hingerichtet wurde. 1943 und vom 25. März 1945 bis zur deutschen Kapitulation war er »Oberbefehlshaber Südost«. Waldheim diente als Ordonnanzoffizier unter Löhr in Saloniki, als dort an die 40 000 Juden nach Auschwitz und Treblinka deportiert wurden, und war danach unter Löhr in Jugoslawien stationiert, »als dort Massaker an Partisanen verübt, ganze Dörfer eingeäschert und ganze Bevölkerungsteile niedergemacht wurden« (Strothmann 1986). s. Eintrag ›Waldheim, er ist gerade nicht da‹eer

TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInPolitikerInMedienEreignis

1. Strophe des Volkslied »Die alten Leute/Die åltn Leit«: »Was mich im Leben am meisten freut, [/] das sind die alten Leut’, [/] wenn ich einen alten Mensch seh, [/] hab ich ein jedesmal eine Freud’, [/] ein alter Mensch, der kommt mir vor als wie ein Gotteshaus, [/] denn von der Kirche und den alten Leuten, da geht der Segen aus.« (Mauerhofer/Seidel 1992)

MedienMusik

Zu »stiazla« s. Eintrag ›stiazla‹

Medien

Zitat aus Bertolt Brechts 1943 im Exil entstandenem Gedicht »Es wechseln die Zeiten«, von Brecht für das Stück »Schweyk im Zweiten Weltkrieg« (Fragment) vorgesehen und »Moldaulied« genannt, angeregt durch das französische Chanson »Au fond de la Seine« (»Am Grunde der Seine«): »Am Grunde der Moldau wandern die Steine. [/] Es liegen drei Kaiser begraben in Prag. [/] Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine. [/] Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag« (Brecht 1993, 92) Bald nach Brechts Tod 1956 vertonte Hanns Eisler – mit Textumstellungen – das Lied für den »Schweyk« unter dem Titel »Das Lied von der Moldau«.

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusikZitate

Fred Bertelmann (1925–2014), erfolgreicher deutscher Schlagersänger und Schauspieler. »Ich bin ein Vagabund« ist eine Textzeile aus seinem Hit »Der lachende Vagabund« (Musik: Jim Lowe, Text: Peter Mösser), der ihn 1957 berühmt machte und der sich weltweit fünf Millionen Mal verkaufte (vgl. [red.] 2014).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Möglicherweise Anspielung auf das Lied »Schöner, fremder Mann« (1961) der US-amerikanischen Sängerin Connie Francis (* 1937). Das Lied war eine von Francis selber (in einem Wiener Tonstudio) eingesungene Coverversion von »Someone Else’s Boy«.

PersonMusikerInMedienMusik

Radio Luxemburg wurde 1933 als erster kommerzieller Sender Europas gegründet. Da nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1980er Jahre Privatradios in Deutschland und Österreich verboten waren, sendete man von Luxemburg aus. s. Eintrag ›radio luxemburg‹

Medien

»Durch das Land der Skipetaren« ist wie »In den Schluchten des Balkan« und »Der Schut« Teil von Karl Mays »Orientzyklus«, der 1880–1888 als Fortsetzungsroman in der Wochenzeitschrift »Deutscher Hausschatz in Wort und Bild« abgedruckt wurde.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

»Bilder einer Ausstellung« (1874): Klavierzyklus des russischen Komponisten Modest Mussorgski (1839–1881)

PersonMusikerInMedienMusik

»Das Gespenst« (1982): Film von Herbert Achternbusch (* 1938 als Herbert Schild), in dem Jesus in der Gegenwart auf die Erde zurückkehrt; der Film wurde als blasphemisch beurteilt (vgl. Eilmansberger 1987, 36) und in Österreich 1984 nach § 33 Mediengesetz eingezogen (s. Eintrag ›die Freiheit der Kunst ist DAS GESPENST‹).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Ein architektonischer Entwurf für ein Kiewer Stadttor des russ. Architekten Viktor Hartmann – an den Mussorgskis»Bilder einer Ausstellung« erinnern – inspirierte den Komponisten zum 10. Satz »Das Heldentor (in der alten Hauptstadt Kiew)«, der Alternativtitel lautet »Das große Tor von Kiew«.

PersonMusikerInMedienMusik

Sitz der Deutschen Akademie Rom, eine deutsche Kultureinrichtung, an der vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien jährlich zehn Aufenthaltsstipendien an Künstler und Künstlerinnen in den Sparten Bildende Kunst, Literatur, Musik (Komposition) und Architektur vergeben werden

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TopographieOrtschaftMedien

Zitat aus einer Seite von Annoncen im »Kurier« im Nachlass (undatiert) (11/W10/1–7)

MedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Horcher im Taubenschlag‹

Medien

s. Eintrag ›Sterben wie bei den Illyrern‹

Medien

Anspielung auf die Malerlehre von Ludwig Fels (s. Eintrag ›Treuchtlingen, Fels‹)

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Die »Volkszeitung« mit Redaktionssitz in Klagenfurt erschien von 1945 bis 1990, sie war eine Gründung der Österreichischen Volkspartei.

MedienZeitung/Zeitschrift

Der Song »Communication Breakdown« erschien 1969 auf dem Debütalbum der britischen Rockband Led Zeppelin.

PersonMusikerInMedienMusik

Der Begriff »Glockenbecher« wurde um 1900 vom deutschen Prähistoriker Paul Reinecke eingeführt, bezog sich auf keramische Gefäße aus der Jungsteinzeit mit flachem Standboden und S-förmigem Profil. Funde solcher Gefäße gibt es europaweit, ob man von einer eigenen »Glockenbecherkultur« sprechen kann, ist umstritten.

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Medien

Anspielung auf Kurt Waldheim (s. Eintrag ›Waldheim, er ist gerade nicht da‹), der 1937/38 externer Hörer an der Wiener Konsularakademie (Diplomatische Akademie) war

PersonPolitikerInMedien

s. Eintrag ›Löhr‹s. Eintrag ›Löhr‹

PersonNationalsozialistInMedien

Karl May (1842–1912), deutscher Schriftsteller, berühmt für seine Abenteuerromane und Reiseerzählungen aus dem Orient und den USA. Im Klagenfurter Kofler-Nachlass (11/W8/1) finden sich Sammelbilder zu Szenen aus d en Karl-May- Romanen. Solche Bilder wurden bereits im 19. Jahrhundert als Kaufanreiz Süßigkeiten beigelegt. Die Firma Stollwerck war hier Vorreiterin, nach 1945 waren die Bilder u.a. eine Beilage zu Kaugummipackungen. In »Hotel Mordschein « (s. Eintrag ›wenn ich gar ein Bild hervorzöge‹) rekurriert Kofler darauf.

PersonAutorIn/JournalistInMedien

»Axel Munthe – Der Arzt von San Michele« (1962): deutsch-ital.-franz. Spielfilm, basierend auf Munthes autobiografischem Roman »The Story of San Michele« (1929) mit O.W. Fischer in der Hauptrolle

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Sein oder Nichtsein!‹

MedienFilm/Fernsehen/Radio

Hans Albers (1891–1960), deutscher Schauspieler und Sänger

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PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedien

Der von Kofler mehrfach herangezogenen Beitrag der Illustrierten »Neue Revue«1989 trägt den Untertitel: »Die fidelen Mordschwestern von Wien« (Sünder 1989, 6)

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MedienZeitung/ZeitschriftEreignis

»Das Nachtlager in Granada«: Oper von Conradin Kreutzer (1780–1849), Libretto: Karl Johann Braun von Braunthal (1802–1866), Bearbeitung nach dem Schauspiel »Das Nachtlager von Granada« (1818) von Johann Friedrich Kind.

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusikZitate

Der »Slawische Marsch« b-Moll op. 31, auch bekannt unter dem Titel »Serbisch-Russischer Marsch« ist eine Komposition von Peter I. Tschaikowski (1840–1893), uraufgeführt 1876 in Moskau.

PersonMusikerInMedienMusik

Titel des 62. Bands der Reihe »Karl May’s«»Gesammelte Werke« (Karl-May-Verlag). Der Band wurde 1934 hinzugefügt und enthält einen Teil einer bearbeiteten Fassung des Kolportageromans »Deutsche Herzen – Deutsche Helden« (entstanden 1885-1887). Ein Vorabdruck des gesamten Romans erschien in bearbeiteter Form 1927/28 unter dem Titel »Die Familie Adlerhorst« in der Zeitschrift »Das Vaterhaus«.

MedienZeitung/ZeitschriftZitate

Abwandlung des Titels in der »Neue«»n«» Revue«: »Wein und Sex auf der Todesstation « (Sünder 1989, 6)

MedienZeitung/Zeitschrift

»Also sprach Zarathustra« (1883 – 1885) von Friedrich Nietzsche, s. Eintrag ›Wenn du zum Hofer gehst‹

PersonPhilosophInMedienZitate

Anspielung auf Michael Jeannée (* 1943), Boulevardjournalist, ab 1967 für den Wiener »Express« tätig, 1970 Wechsel zur »Kronen Zeitung«. 1973–1985 Chefreporter bei »Bild am Sonntag«, 1985 als Chefreporter Rückkehr zur »Kronen Zeitung«, 1993–2003 »Adabei«-Reporter des Blattes

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Jolyon Brettingham Smith‹

PersonMusikerInMedien

Docteur Morgentodt heißt ein Arzt im Film »La belle captive« (Frankreich 1983, Regie: Alain Robbe-Grillet). Dieser basiert auf dem gleichnamigen Roman ( 1975, dt. 1984) von Alain Robbe-Grillet mit/nach Bildern von René Magritte. Im Roman bleibt der Arzt namenlos.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Bezug zu einer Bildunterschrift im Bericht der »Neue«»n«» Revue«: »Schwester Traudl auf der Station beim Schmusen mit einem Oberarzt«. (Sünder 1989, 7)

MedienZeitung/Zeitschrift

Stefanija Meyer, Maria Gruber und Irene Leidolf waren die Komplizinnen Waltraud Wagners bei ihren Morden. Kofler bezieht sich auf den Bericht einer ehemaligen Kollegin in der »Neue«»n«» Revue«: »,Das war wie beim Militär: Sie war der General, die Mayer der Feldwebel, die Gruber der Unteroffizier, und die Leidolf hat getan, was ihr gesagt wurde.‘ […] Wenn auf Nachtwachen ein Patient klingelte, befahl die Wagner: ,Klingeln lassen. Net glei hinrennen.‘« (Sünder 1989, 7)

PersonVerbrecherInMedienZeitung/Zeitschrift

Giuseppe di Giorgio, der vor seiner Ausweisung aus den USA Fahrer des legendären Mafiabosses »Lucky« Lucianogewesen sein soll und in den 1970ern für ein paar Jahre in Hamburglebte, ließ sich »Mr. Joe« nennen; im »Hamburger Abendblatt« schaltete der Kiez nach seinem Tod 1979 eine Anzeige: »Nach Deinem Kodex woll’n wir streben«, auf dem Grab seien Dutzende von Kränzen, einer mit der Aufschrift »Farewell, Wilfrid Schulz «gelegen. (Der Spiegel 34/1986)

TopographieOrtschaftPersonVerbrecherInMedienZeitung/Zeitschrift

Zitat aus Paul van Ostaijens»Ode an Singer«: »SINGER’S NÄHMASCHINE IST DIE BESTE« (Ostaijen 1966, passim); Singer: 1851 gegründetes US-amerikanisches Unternehmen, weltweit größter Produzent von Nähmaschinen. s. Eintrag ›Singers Nähmaschinen sind die besten?‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Wilfrid Schulz (?–1992), Hamburger »Unterweltskönig«, Besitzer diverser Etablissements im Rotlichtmilieu St. Paulis, wurde in den 70er Jahren dort »der Pate« genannt, weil man ihm Kontakte bis in die höchsten Mafiakreise nachsagte. 1982 wurde im Zuge einer polizeilichen Großaktion gegen organisierte Kriminalität gegen ihn ermittelt. Man konnte ihm allerdings nur kleinere Delikte wie Steuerhinterziehung, Anstiftung zur Falschaussage und Förderung der Prostitution nachweisen. (vgl. Zand-Vakili 2006)Kofler dürfte durch Lektüre des Nachrichtenmagazins »Der Spiegel«, das in den 1980er Jahren über Schulz berichtete, auf ihn gestoßen sein.

PersonVerbrecherInMedienZeitung/Zeitschrift

Kim Il-sŏngs Buch »Über Dschutsche in unserer Revolution« erschien 1979 in Pjongjang auch auf Deutsch. s. Eintrag ›Die Einführung in das Dschutsche‹

PersonPolitikerInMedien

Die von Kofler konsultierte »Neue Revue« zitiert den Leiter des Wiener Sicherheitsbüros, dem Wagners Augen aufgefallen seien: »Fischaugen. Wenn die starke Brille herunter war: eiskalt, ohne Leben.« (Sünder 1989, 7)

MedienZeitung/Zeitschrift

Weiteres Zitat aus dem Bericht der »Neue«»n«» Revue«: Nach dem dritten Mal Klingeln eines Patienten habe Wagner Befehl gegeben zu gehen: »Dann marschierte sie mit ihren Mordgesellinnen im Gleichschritt über den Gang.« (Sünder 1989, 7)

MedienZeitung/Zeitschrift

Weiteres Zitat aus dem Bericht der »Neue«»n«» Revue«: Die Krankenschwestern hätten den Patienten angeherrscht: »Was ist! Was willst du?« (Sünder 1989, 7)

MedienZeitung/Zeitschrift

Figuren aus der seit 1946 erscheinenden Comicserie »Lucky Luke« des belgischen Zeichners Morris (1923–2001). Den vier Brüdern im Comics liegt ein echtes Bankräuber-Brüderpaar zugrunde.

PersonMedienZeitung/Zeitschrift

Heinar Kipphardt (1922–1982), deutscher Schriftsteller, Vertreter des Dokumentartheaters; posthum wird sein Stück »Bruder Eichmann« (s. Eintrag ›Bruder Eichmann‹) uraufgeführt

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Eventuell Anspielung auf Hans-Peter Hasenöhrl (* 1946), Mitarbeiter im Lokalteil der »Kronen Zeitung«, ab 1986 Chefredakteur der »Salzburg Krone.«

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Dieses Kleidungsstück ist bei Kofler ein Insigne des Spießer- und Querulantentums. In »Der Hirt auf dem Felsen« trägt es der »Lavantgedichteaufsager«, »Lavantgedichteauswendigkönner«, der »Klagenfurter Mittelschul-, mehr noch: Handelsakademieprofessor Strutz« (s. Eintrag ›weinroter ärmelloser Pullover‹).

Medien

Deutscher Journalist (1945–1987), ab 1976 Kulturredakteur der Zeitschrift »Der Spiegel«

MedienZeitung/Zeitschrift

Deutsche Version des Liedes »Ta pedia tou Pirea« (»Die Kinder von Piräus«) des griechischen Komponisten Manos Hadjidakis. Das Lied wurde durch den Film »Never on Sunday« (»Sonntags ... nie! «1960) von Jules Dassin berühmt und erhielt einen Oscar. Im Film singt die Hauptdarstellerin Melina Mercouri das Lied. Die deutsche Version, die parallel zum Kinostart des Films 1960 ein Nummer-eins-Hit wurde (Text: Josefine Busch), sang Lale Andersen. Weitere erfolgreiche Coverversionen gab es von Caterina Valente und Nana Mouskouri.

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInMedienMusikFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Sein oder Nichtsein!‹

MedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Land der Skipetaren‹

Medien

Patrick Süskind (* 1949), deutscher Schriftsteller, veröffentlichte 1985 den Roman »Das Parfum«, der mit Übersetzungen in 49 Sprachen und weltweit über 20 Millionen verkauften Exemplaren zum internationalen Bestseller wurde. (vgl. ScreenShot 2015)

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PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

s. Eintrag ›Land der Skipetaren‹

Medien

s. Eintrag ›sogenannte Entrische Kirche‹

Medien

»Ist denn kein Stuhl da für meine Hulda«ist ein Schlager aus dem Jahr 1895, komponiert vom Berliner Komödien- und Coupletautor Wilhelm Wolff (1851–1912).

PersonMusikerInMedienMusik

Michelangelo Antonioni (1912–2007), italienischer Filmregisseur, u.a. »Blow Up« (1966) und »Zabriskie Point« (1970), letzterer enthält eine filmtechnisch auffällige Sequenz, die die Explosion einer Villa in Zeitlupe und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zeigt.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›kein Haider‹

PersonPolitikerInMedien

Volkslied aus Kärnten: »In die Berg bin i gern und då g’freut si’ mei G’müat, wo die Ålmröslan wåxn und da Enzian blüaht« (Dawidowicz 1962, 130).

MedienMusik

s. Eintrag ›Platz des himmlischen Friedens‹

Medien

Deutsche TV-Serie der 1980er Jahre

MedienFilm/Fernsehen/Radio

Kärntnerlied des regional erfolgreichen Duos Justinus Mulle (1891–1966; Lehrer, Komponist) und Gerhard Glawischnig (1906–1995; Pfarrer, Mundartdichter)

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

s. Eintrag ›sogenannte Entrische Kirche‹

Medien

Der antisemitische »Sinnspruch« spielt auf Wilhelm Müllers Gedicht »Der Lindenbaum« (1823) an, das durch Schuberts Vertonung in seiner »Winterreise« bekannt wurde (»Am Brunnen vor dem Thore, [/] Da steht ein Lindenbaum. [/] Ich träumt' in seinem Schatten [/] So manchen süßen Traum« (Müller 1826, 83).

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusikZitate

s. Eintrag ›Landarzt‹

MedienZitate

s. Eintrag ›Sterilisationsversuche‹

Medien

Bajazzl: nach Bajazzo, ital. Clownfigur, bekannt geworden durch die Oper »Der Bajazzo « (»Pagliacci«, 1892) von Ruggero Leoncavallo

PersonMusikerInMedienMusik

1989 erregte strenges, »schikanöses« Vorgehen des Kommandanten des Gendarmeriepostens in der Osttiroler Gemeine St. Jakob den Unmut der Bevölkerung und des Fremdenverkehrsvereins, es bildete sich laut »Kleine«»r«» Zeitung«, die Kofler hier laut Nachlass heranzog, ein »Personenkomitee zur Aufklärung der Vorfälle um Postenkommandant R. Müller«. (Hatz 1989)

TopographieOrtschaftMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Edgar Wallace (1875–1932), englischer Schriftsteller, der vor allem durch seine (über 100) Kriminalromane berühmt wurde. Die erste Verfilmung eines seiner Romane gestaltete er als Drehbuchautor und Regisseur selber (»The Squeaker« 1930).

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PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Möglicherweise Bezug zum letzten Satz des Italowesterns »Spiel mir das Lied vom Tod« (1968, Regie: Sergio Leone): »irgendeiner wartet immer«

MedienFilm/Fernsehen/Radio

Kofler bezieht sich auf das Jelinek-Interview in der Zeitschrift »profil«. Sigrid Löffler paraphrasiert in einer ihrer Fragen eine Aussage Jelineks: »Sie sprachen von der phallischen Anmaßung des Kunst-Machens. […] Sie haben sich in der männlichen Kunstwelt auf phallische Art eine Stellung erschrieben« (Löffler 1989, 84).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›keinen weinroten ärmellosen Pullover‹

Medien

s. Eintrag ›Süskind-Syndrom‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

s. Eintrag ›keinen weinroten ärmellosen Pullover‹

Medien

Anspielung auf Krista Fleischmann (* 1942), Kulturjournalistin beim ORF, die beiden Interviewfilme mit Thomas Bernhard in Spanien (»Monologe auf Mallorca«, 1981; »Die Ursache bin ich selbst«, 1986) sind ihre bekanntesten Veröffentlichungen.

PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Der Hirt auf dem Felsen‹

Medien

Die Einladung zum Stammtisch im Gasthaus Novak zitiert Kofler aus einer (im Nachlass erhaltenen) Anzeige in der »Kleinen Zeitung« (undatiert): »Hallo Freunde!« Unter der Überschrift »Kommen sollen« ist eine Liste mit Namen abgedruckt (11/W10/1–7).

MedienZeitung/Zeitschrift

Variation des Lieds »Heimweh« (1956) von Freddy Quinn, einer Cover-Version des Dean-Martin-Songs »Memories are made of this« (1955): »Dort, wo die Blumen blüh’n, [/] dort, wo die Täler grün, [/] dort war ich einmal zuhause. [/] Wo ich die Liebste fand, [/] da liegt mein Heimatland – [/] wie lang bin ich noch allein?« (Quinn o.J.)

PersonMusikerInMedienMusik

Josef Friedrich Perkonig (1890–1959), Schriftsteller und Lehrer, »der Dichter Kärntens« (Aufschrift auf dem Grabstein am Klagenfurter Friedhof Annabichl), bereits im Austrofaschismus hoch dekoriert (Staatspreis 1935), NS-Sympathisant, Obmann der Kärntner Landesstelle der Schriftsteller der Reichsschrifttumskammer. In seinen Texten thematisierte er das einfache bäuerliche Leben sowie seine Liebe zur Kärntner Heimat. Er war Lehrer u.a. von Ingeborg Bachmann und von Landeshauptmann Leopold Wagner.

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PersonAutorIn/JournalistInPolitikerInMedien

In einem Interview mit dem Germanisten Klaus Amann antwortet Kofler auf die Frage, welche Einwände gegen seinen Stil ihn stören: »Viel zu rhetorisch und die Wut fehlt. Mein Lektor bei Rowohlt hat das schon – ich glaube – über »Der Hirt auf dem Felsen« gesagt« (Amann 2000, 221). Koflers Lektor bei Rowohl war Delf Schmidt, s. Eintrag ›lieber Schmidt‹.

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Verweis auf den Film »Sein oder Nichtsein« von Lubitsch, s. S. II/XXX

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Abgewandeltes Zitat aus Schuberts »Winterreise«, aus dem Lied »Der greise Kopf«: »Vom Abendroth zum Morgenlicht [/] Ward mancher Kopf zum Greise. [/] Wer glaubt’s? Und meiner ward es nicht [/] Auf dieser ganzen Reise!« (Schochow 1974, 404) s. Eintrag ›fremd bin ich eingezogen‹

PersonMusikerInMedienMusik

Signifikant, Signifikat: Begriffe aus dem von Ferdinand de Saussure (1857–1913) begründeten linguistischen Strukturalismus: Signifikant (franz. signifiant) meint die Ausdrucksseite eines sprachlichen Zeichens, das Lautbild, »das Bezeichnende« – Signifikat (franz. signifié) meint »das Bezeichnete«, die Bedeutung des Zeichens. s. Eintrag ›Zeichen und Bedeutung‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

»Ein feste Burg ist unser Gott«: bekanntes Kirchenlied nach einem Text von Martin Luther. (vgl. Mawik 2008, 62)

PersonReligiöse/r WürdenträgerInMedienMusik

Kärntner Gemeinde im Gegendtal, 18 Kilometer nördlich des Villacher Stadtzentrums

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TopographieOrtschaftMedien

Anspielung auf Delf Schmidt (* 1945), Koflers Lektor beim Rowohlt Verlag, s. Eintrag ›zu hermetisch‹

Medien

Mehrfach Verweise auf Beckett, etwa s. Eintrag ›Es ist Mitternacht‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Otto Schulmeister (1916–2001), Journalist, Publizist, 1961–1976 Chefredakteur der österr. Tageszeitung »Die Presse«

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Klaus Wagenbach (* 1930), von 1975 bis 1985 Koflers Verleger, s. Eintrag ›Klaus Wagenbach‹

Medien

Zitat aus der Berichterstattung in der Wiener Tageszeitung »Kurier« über den Hotel Mondschein-Mörder (Gabriel 1987)

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MedienZeitung/Zeitschrift

Oswald Wiener (* 1935), österr. Schriftsteller, Sprachtheoretiker, Kognitionswissenschaftler, in den 1950er Jahren Teil der sogenannten Wiener Gruppe (s. Eintrag ›Gerhard Rühm‹)

PersonAutorIn/JournalistInMedien

s. Eintrag ›Platz des himmlischen Friedens‹

Medien

Zitat aus dem Lied »Muth!« aus Schuberts »Winterreise«: »Lustig in die Welt hinein [/] Gegen Wind und Wetter! [/] Will kein Gott auf Erden sein, [/] Sind wir selber Götter.« (Schochow 1974, 408) (s. Eintrag ›Lustig in die Welt hinein‹)

PersonMusikerInMedienMusik

Ikonischer österr. Heimatfilm (1947) von Hans Wolff mit den Publikumslieblingen Paul Hörbiger und Hans Moser, das Lied »Mariandl« wurde zu einem Evergreen. Dieser »berühmteste und finanziell erfolgreichste Film der ersten Nachkriegsjahre in Österreich kreierte einen neuen Stil im Heimat-Film«, besonders durch die »hohe Durchdringung mit Musikalität: das ›Mariandl‹-Motiv, das immer an den entscheidenden Stellen erklingt, dominiert das Geschehen« (Steiner 1987, 69).

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/RadioMusik

»die verbesserung von mitteleuropa. roman«: Hauptwerk Oswald Wieners, zunächst in Folgen in der österr. Literaturzeitschrift »manuskripte« erschienen, 1969 als Buch

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

s. Eintrag ›Der Hirt auf dem Felsen‹

Medien

Variiertes Zitat aus der »Kurier«»-«Berichterstattung zum Mord im Hotel Mondschein: »Der irre Mörder vom Hotel Mondschein in Klagenfurt hatte mit Einbrüchen und Diebstählen seine Fahrt von Wien nach Klagenfurt in Begleitung von Prostituierten finanziert.« (Gabriel 1987)

MedienZeitung/Zeitschrift

»Wunderwelt«: 1948 bis 1986 bestehende österr. Jugendzeitschrift mit christlichem Weltbild, Untertitel: »Die Zeitung für unsere Kinder«

MedienZeitung/Zeitschrift

Variiertes Zitat aus der »Kurier«»-«Berichterstattung zum Mord im Hotel Mondschein: Er »stahl er alles, was ihm unter die Finger kam.« (Grolig/Wrussnig 1987)

MedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›keinen weinroten ärmellosen Pullover‹

Medien

»Die Kinderpost«: 1946–1959 bestehende österr. Kinderzeitschrift, ähnliches Konzept wie »Die Wunderwelt«, etwas boulevardesker, setzte früh auf Fotographie und Comics

MedienZeitung/Zeitschrift

Zitat aus der »Kurier«»-«Berichterstattung zum Mord im Hotel Mondschein: Der Mörder habe »im Zug bei Bruck/Mur Reisende bestohlen. [...] In Bernt Burchharts Handkoffer fanden sich neben Wäsche rund 20 verschiedene Führerscheine und Klubkarten.« (Gabriel 1987)

TopographieOrtschaftPersonVerbrecherInMedienZeitung/Zeitschrift

»Die Rasselbande«: 1953–1966 bestehende deutsche Zeitschrift, die »erfolgreichste Jugendzeitschrift der fünfziger Jahre«; ihr Erfolg bestand darin, über die herkömmliche »Mischung aus Information und Unterhaltung, de[n] spannende[n] Fortsetzungsroman, Reportagen, Rätsel, Witze und Bastelseiten« hinauszugehen und auf »spontane emotionale Wirkung«, bunte, reißerische Illustrationen und »Erfolgsrezepte der Groschenheftzeitschriften« zu setzen (Hussong 1988, 568f.).

MedienZeitung/Zeitschrift

Zitat aus der »Kurier«-Berichterstattung zum Mord im Hotel Mondschein: »,Einmal‘, so erzählt ein Kriminalbeamter, ,soll er versucht haben, seine Mutter aus dem Fenster zu werfen ...‘« (Grolig/Wrussnig 1987)

MedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Trinklied aus Otello‹

Medien

Gerhard Roth (* 1942), österr. Schriftsteller; zu »Winterreise«s. Eintrag ›Nagel‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

s. Eintrag ›Glockenbecherleute‹

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Medien

Kofler greift hier widersprüchliche Angaben in der Berichterstattung über die Anreise des als schizophren charakterisierten Mörders auf: Im »Kurier« ist von einer Zugfahrt die Rede, in der »Kronen Zeitung« heißt es, er »war Freitag abend per Taxi aus Graz angereist«. (Luchscheider 1987, 11)

MedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Mutmaßungen über die Königin der Nacht‹

Medien

Weitere Bezüge auf widersprüchliche Berichterstattung: Laut »Kleine Zeitung« brach der Mörder in Pörtschach ein Auto auf (Kleine Zeitung 1987), laut »Kronen Zeitung« gestand Burchhart»in der Nacht vor dem Mord einem Arzt in Krumpendorf die Tasche gestohlen zu haben.« (Meissnitzer 1987) Zudem habe er zuvor versucht »ein Auto zu stehlen, ein Zimmer zu plündern«. (Gabriel 1987)

TopographieOrtschaftPersonVerbrecherInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Jägerchor aus dem Freischütz‹

Medien

s. Eintrag ›sogenannte Entrische Kirche‹

Medien

Verballhornung von Johannes Mario Simmel (1924–1988), österr. Schriftsteller, s. Eintrag ›der Simmelkitsch‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Abgewandeltes Zitat aus der »Kurier«-Berichterstattung zum Mord im Hotel Mondschein: »Mit dem dabei erbeuteten Koffer saß er wenig später im ,Kärntner Keller‘ in Pörtschach und unterhielt sich mit seinen Freunden Otto Retzner und Johann Kowalczyk über den angeblichen ,Fund‘.« (Grolig/Wrussnig 1987)

TopographieOrtschaftPersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienZeitung/Zeitschrift

Richard Strauss, s. Eintrag ›Richard Strauss‹

PersonMusikerInMedien

Johann Kowalczyk, Bekannter des Mörders, wird im »Kurier« zitiert: »Ich wollte schon die Gendarmerie informieren, als Burchhart dann aber zusammen mit Retzner ,Stellts meine Roß in Stall‘ sang, dacht ich nicht mehr an den Koffer. Wir alle hatten Tränen der Rührung in den Augen ...«. (Grolig/Wrussnig 1987)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInVerbrecherInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Mutmaßungen über die Königin der Nacht‹

MedienMusik

Das französische Dol-de-Bretagne ist für einen fast zehn Meter hohen Menhir, einen prähistorischen Steinblock, bekannt.

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TopographieOrtschaftMedien

s. Eintrag ›Nieder, mit dir‹

MedienMusik

s. Eintrag ›Nieder, mit dir, auf den Boden‹

Medien

s. Eintrag ›Jägerchor aus dem Freischütz‹

MedienMusik

Kofler paraphrasiert eine Aussage Jelineks aus dem »profil«-Interview: »Ich wollte zeigen, daß die Frau in dem Augenblick, wo sie aktiv ein Objekt für ihre Begierde sucht – mit Freud gesagt: im Augenblick der phallischen Anmaßung der freien Objektwahl –, damit das Begehren des Mannes am sichersten auslöscht« (Löffler 1989, 83). s. Eintrag ›Männer stoßen mich ab‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Oral History‹

Medien

Roberto Cazzola (* 1953), Schriftsteller und Übersetzer; Protagonist in Koflers 1992 in der Zeitschrift »Wespennest« erschienenem Text »Wie ich Roberto Cazzola in Triest plötzlich und grundlos drei Ohrfeigen versetzte «

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Im Nachlass findet sich das Programmheft dieser »Zauberflöte«-Inszenierung, der die folgende Aufzählung der beteiligten Sängerinnen und Sänger entnommen ist. (11/W7/1)

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MedienMusikEreignis

Der »Kurier« schreibt etwa von Burchhart als dem »angeblich schon 20mal psychiatrierte[n] Mörder«. (Gabriel 1987)

PersonVerbrecherInMedienZeitung/Zeitschrift

Margarita Kyriaki (* 1942), Sopran, Musikausbildung in Athen, danach Musikhochschule inWien. Bühnendebüt als Paminain der Klagenfurter »Zauberflöte«1964/65. Danach Engagements in Wiesbaden und Graz, 1971–80 Mitglied der Wiener Volksoper, Gastauftritte an der Wiener Staatsoper und an Opernhäusern weltweit. »Ihr Repertoire für die Bühne war umfangreich und enthielt vor allem lyrische Sopranpartien, darunter auch Werke zeitgenössischer Komponisten.« (Kutsch/Riemens 2003, 2561)

PersonMusikerInMedienMusikEreignis

Österr. Spielfilm (1956), Regie: Josef von Báky. Dem Drehbuch liegt das gleichnamige Theaterstück Gerhart Hauptmanns zugrunde.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Anspielung auf Wilhelm Pfannenstiel (1890–1982), Bakteriologe, SS-Sturmbannführer und »beratender Hygieniker« der Waffen-SS, war an der von Odilo Globocnik (s. Eintrag ›Globotschnigg‹p) geleiteten »Aktion Reinhard« beteiligt. (vgl. Kogon 1986 , 172) Kofler bezieht sich auf den Brauch des Räucherns, bei dem man in den sogenannten Raunächten (ab der Wintersonnenwende) mit einem metallenen Räuchergeschirr (Pfanne), in das Holzglut mit Weihrauch gestreut wird, durch das Bauernhaus geht.

PersonNationalsozialistInMedien

Nadja Tiller (* 1929), österr. Schauspielerin, 1949 Wahl zur »Miss Austria« , im selben Jahr Filmdebüt. Sie spielt in »Fuhrmann Henschel« die Rolle der Magd Hanne.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Protagonist in Karl Mays»Im Tal des Todes« (bzw. »Deutsche Herzen, Deutsche Helden«) s. Eintrag ›Im Tal des Todes‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Alfred Kolleritsch (* 1931), österr. Schriftsteller und Begründer der Literaturzeitschrift »Manuskripte«

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Geschichte vom Kreuz in der Nuß‹

Medien

Das Programmheft der »Zauberflöte«-Inszenierung am Klagenfurter Stadttheater der Spielzeit 1964/65v erzeichnet vier Besetzungen für die Partie des Tamino: Sowohl Anton Dermota (s. Eintrag ›Anton Dermota‹), der die Premiere sang, als auch William Blankenship (s. Eintrag ›William Blankenship‹) sind mit dem Kürzel »a.G.« versehen (»als Gast«), Hermann Rungewird genannt, der »junge Schwede« ist Curt Malm. Malm (* 1935) begann, nachdem er in Schweden 1957 einen Gesangswettbewerb gewonnen hatte, inWieneine Gesangsausbildung. 1989–2003 unterrichtete er »Musikdramatische Darstellung« an der Wiener Musikuniversität. (vgl. Hasitschka 2003, 215)

TopographieOrtschaftPersonMusikerInMedienMusikEreignis

s. Eintrag ›die beiden Geharnischten‹

Medien

»Keine Spur eines Baumes, eines Grashalms« (May 1953, 305) s. Eintrag ›Im Tal des Todes‹

Medien

Im Roman »Im Tal des Todes« ist ein Quecksilberbergwerk mit wie Sklaven gehaltenen Arbeitern – darunter Martin von Adler(horst), seine Schwester und Mutter – Schauplatz. Das Bergwerk kann nur über eine Zisterne erreicht werden (vgl. May 1953, 333). s. Eintrag ›Im Tal des Todes‹

PersonMedienZitate

Johannes Trojer (1935–1991), österr. Schriftsteller, ab 1964 Leiter der Volksschule Innervillgraten in Osttirol, bekannt als profunder Kenner der Regionalgeschichte und Volkskunde, Verfasser gesellschaftskritischer Aufsätze und Glossen, Herausgeber der Kulturzeitschrift »Thurntaler« (1977–1987)

TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Norbert Conrad Kaser (1947–1978), Südtiroler Dichter, s. Eintrag ›Frater Kaser‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Anton Dermota (1910–1989), Tenor, gebürtiger Slowene, 1937 Debüt an der Wiener Staatsoper unter Bruno Walter in der »Zauberflöte«, auf der »Gottbegnadeten-Liste« (Führerliste) der wichtigsten Künstler des »Dritten Reichs«, er entwickelte sich an der Wiener Staatsoper zum Publikumsliebling und war bis ins Alter ohne Unterbrechung, auch während des Nationalsozialismus, an der Staatsoper tätig. (vgl. Klee 2009, 98)

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler bezieht sich auf die Passage aus »Der Hirt auf dem Felsen«, in der ein Kustode durch den »Hattischen Kreis« und dessen Projektionen an Felswände führt und vom »Bildnis des Sensationsreporters Jeanee« spricht, »wie er während des Zusehens einem rumänischen Kleinkind sein gewaltiges Glied in den Mund steckt« (s. Eintrag ›Wie war ich entsetzt‹). Michael Jeannée, Reporter der »Kronen-Zeitung«, fühlte sich angesprochen und klagte Kofler und den Rowohlt-Verlag sowie den Literaturwissenschaftler Klaus Kastberger, über dessen Rezension in der Wochenzeitung »Falter« Jeannée auf die Passage aufmerksam (gemacht) wurde, auf üble Nachrede. Die Rechtssache endet mit einem Freispruch für Kofler und Kastberger am 1. 7. 1993; das Oberlandesgericht Wien gibt der darauffolgenden Berufung des Privatklägers in seiner Verhandlung am 9. 5. 1994 nicht recht (im Nachlass, 11/W14/S1, 2).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Nachdem im März 1945die Wiener Staatsoper durch Bombentreffer großteils zerstört wurde, nahm der Wiederaufbau zehn Jahre in Anspruch. Die Wiedereröffnung fand mit Beethovens »Fidelio« am 5. November 1955statt. Dirigent war Staatsoperndirektor Karl Böhm, die Inszenierung leitete Heinz Tietjen – der Uraufführungsregisseur von Egks »Joan von Zarissa« 1940 –, Anton Dermota sang die Partie des Florestan.

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInMedienMusikEreignis

Paula Grogger (1892–1984), österreichische Schriftstellerin, hatte mit ihrem Roman »Das Grimmingtor« (1926) großen Erfolg. 1929 aufgrund der labilen Gesundheit in den Ruhestand versetzt, widmete sie sich ganz ihrer im Regionalen verwurzelten Dichtung. Ihr Volksschauspiel »Die Hochzeit« (1936) wird heute noch alle fünf Jahre in ihrem Heimatort Öblarn im Ennstal von Laienschauspielern aufgeführt. Grogger vermittelte die ihr zugesandten Gedichte Christine Lavants an den Verleger des Stuttgarter Brentano Verlags, wo ab 1948 ihre ersten Bücher erschienen.

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PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Gesuchter Verbrecher in »Im Tal des Todes«s. Eintrag ›Im Tal des Todes‹

PersonMedienZitate

Figur aus Thomas Bernhards Roman »Alte Meister«, Musikkritiker der »Times«

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Üble Nachrede: eine im § 111 StGB (s. Eintrag ›für einen Dritten wahrnehmbare Weise‹) definierte »strafbare Handlung gegen die Ehre«

Medien

Zeichen, Bedeutung: Begriffe, die in ihrer Beziehung zueinander zentral sind für den linguistischen Strukturalismus, s. Eintrag ›Zeichen und Bedeutung‹

Medien

Fortsetzung der Paraphrase aus »Im Tal des Todes«: »,Eines schönen Tages stellte ich mich ohnmächtig; ich fiel um. Er war so unvorsichtig, mich untersuchen – und da hatte ich ihn. Zwar steckten meine in eisernen Schellen, [...] aber ich besaß noch alle meine Kräfte, die durch den Grimm noch verdoppelt wurden; ich war ihm überlegen, er starb unter meinen Fäusten.‘« (May 1953, 358) s. Eintrag ›Im Tal des Todes‹

MedienZitate

Wahrscheinlich eine Anspielung auf den Schlager »Schön ist die Liebe am Königssee« aus dem gleichnamigen deutschen Schlagerfilm (1960), gesungen von den Geschwistern Fahrnberger

TopographieBergPersonMusikerInMedienMusik

s. Eintrag ›Mutmaßungen über die Königin der Nacht‹

MedienMusik

Herbert Strutz (1902–1973), Journalist und Schriftsteller, nach verschiedenen Ausbildungen ab 1923 Journalist in Wien, ab den 1930er Jahren auch Schriftsteller, 1933 (illegales) NSDAP-Mitglied, 1945 nach kurzer Kriegsgefangenschaft nach Klagenfurt, bis 1955 Kritiker bei der »Volkszeitung«. 1941 erschien Strutz’ »Gnade der Heimat«, ein Band mit vordergründig unpolitischen Gedichten zum Lob der Scholle und des Bauerntums.

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TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Arie des Sarastroin der »Zauberflöte«: »In diesen heil’gen Hallen [/] Kennt man die Rache nicht! [/] Und ist ein Mensch gefallen [/] Führt Liebe ihn zur Pflicht. [/] Dann wandelt er an Freundeshand [/] Vergnügt und froh ins bessre Land.« (Assmann 2012, 97)

PersonMedienMusik

Josef Friedrich Perkonig (1890–1959), Schriftsteller und Lehrer, »der Dichter Kärntens« (Aufschrift auf dem Grabstein des Ehrengrabs am Klagenfurter Friedhof Annabichl), bereits im Austrofaschismus hoch dekoriert (Staatspreis 1935), NS-Sympathisant, Obmann der Kärntner Landesstelle der Schriftsteller der Reichsschrifttumskammer. In seinen Texten thematisierte er das einfache bäuerliche Leben sowie seine Liebe zur Kärntner Heimat.

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PersonAutorIn/JournalistInMedien

Udo Jürgens (s. Eintrag ›Udo oder Jürgen‹) war von 1964 bis 1989 mit dem ehemaligen Fotomodell Erika Meier, genannt Panja, verheiratet.

PersonMusikerInMedien

Das heutige Saarländische Staatstheater in Saarbrücken wurde 1938 von Adolf Hitler als »Gautheater Saarpfalz« eröffnet.

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TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMedienEreignis

Der Ehe von Udo Jürgens (s. Eintrag ›Udo oder Jürgen‹) und »Panja« entstammen zwei gemeinsame Kinder: John (* 1964) und Jenny (* 1967).

PersonMusikerInMedien

s. Eintrag ›Köll‹

PersonPolitikerInMedien

s. Eintrag ›Tobias Reiser‹

PersonMusikerInMedien

Hans Haider (* 1946), österr. Kulturjournalist, seit 1974 Mitarbeiter der Tageszeitung »Die Presse« (s. Eintrag ›kein Haider, welchen Vornamens immer‹). Haider hatte vom Suhrkamp Verlag Druckfahnen von Bernhards»Holzfällen« erhalten und bei der Lektüre in einigen Figuren reale Personen wiederzuerkennen geglaubt, etwa in der Figur Auersberger den Komponisten Gerhard Lampersberg, den er daraufhin kontaktierte.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

In Musils »Mann ohne Eigenschaften« ersticht Moosbruggerdie Prostituierte Hedwig in einem Kassenhäuschen am Sportplatz (vgl. Musil 1974, 74) s. Eintrag ›Mann ohne Eigenschaften‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Kofler erwähnt hier seine allererste Veröffentlichung, die 1963 in der »Kärntner Volkszeitung« erschien – ein traditionell erzählter Prosatext zur Thematik des »kleinen Grenzverkehrs« Villach-Tarvis.

TopographieOrtschaftMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Gerhard Lampersberg (1928–2002), österr. Dichter und Komponist, ab den frühen 1950er Jahren kompositorische Tätigkeit in der Nachfolge Anton Weberns. Von Hans Haiders Leseprotokoll der Druckfahnen von Bernhards»Holzfällen« ausgehend erreichte Lampersberg eine einstweilige Verfügung gegen die Auslieferung des Romans. Das Gericht begründete dies damit, dass ein »nicht unbeträchtlicher« Teil der Leserschaft die »ehrverletzenden Beschreibungen und Wertungen des ›Auersberger‹« auf Lampersberg beziehen könne (vgl. Straub 2015, 180). Die Bücher wurden von Polizisten in Buchhandlungen beschlagnahmt. Ende 1984 wurde die Beschlagnahme aufgehoben, Anfang 1985 zog Lampersberg seine Klage au f üble Nachrede und Beleidigung zurück, es kam zu einer außergerichtlichen Einigung. s. Eintrag ›Lampersberg‹

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienZitate

»Der deutsche Mittagstisch« (1978): Dramolett von Thomas Bernhard, in dem sich eine achtundneunzig Personen umfassende Familie zur Nudelsuppe versammelt, die sich als »Nazisuppe« erweist. s. Eintrag ›Nazisuppenzauberflöte‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Beginn des »Weihnachtsoratorium« von Johann Sebastian Bach (Uraufführung Leipzig 1734/35)

PersonMusikerInMedienMusik

Figur in Musils Roman »Mann ohne Eigenschaften«(s. Eintrag ›Frauenmörder Moosbrugger‹)

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

s. Eintrag ›Posthof‹

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Medien

s. Eintrag ›Mutmaßungen über die Königin der Nacht‹

MedienMusik

s. Eintrag ›meinen geliebten Beckett‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

s. Eintrag ›Rassehygiene‹

Medien

Als »Grenzlandtheater« bezeichnete man im Nationalsozialismus Theater in den an damaligen Reichsgrenzen gelegenen Städten; sie wurden entweder neu errichtet oder bestehende Theater (renoviert und) umbenannt. Das »Kärntner Grenzlandtheater« ging 1938 aus dem Stadttheater Klagenfurt hervor: »Nun wird es also im Großdeutschen Reich, seiner Bestimmung gemäß, Träger und Künder deutscher Kultur an der Südostgrenze des Reiches werden.« (Kärntner Grenzruf, 1.9.1938) Im November 1939 sowie im Oktober 1943 stand Mozarts »Zauberflöte« auf dem Programm, eine Übernahme der Inszenierung aus der Spielzeit 1913/14. (vgl. Rudan 1960, 318 u. 328)

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TopographieOrtschaftPersonMusikerInMedienMusikEreignis

s. Eintrag ›Sterilisationsversuche‹

Medien

Die Zeitschrift »profil« veröffentlichte im Jänner 1976 einen ausführlichen Artikel über die Zustände im Psychiatrischen Krankenhaus der Stadt Wien »am Steinhof« und beschleunigte damit eine Kampagne zur Reform der Psychiatrie in Österreich. Dem Bericht aus »Steinhof« folgte die Tagebuchaufzeichnung eines Pflegers aus der Nervenheilanstalt Valduna in Vorarlberg (vgl. [red.] 1976b). Die Daten und Behauptungen, dass es zu wenig qualifiziertes Pflegepersonal und für 2600 Patienten nur eine Telefonzelle gebe, dass pro Spitalsbett hier nur 280 Schillinge pro Tag zur Verfügung stünden, dass 47 Ärzte hier arbeiteten, entnahm Kofler dem »profil«-Artikel. Auch die Aussage, dass man gezwungen sei, jeden Pfleger, der sich melde, zu nehmen (»Wir geben jedem eine Chance«), entstammt diesem Artikel, allerdings wird damit der Leiter der Pflegeschule, kein Primar zitiert (vgl. [red.] 1976a, passim).

TopographieOrtschaftMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Karl Heinrich Waggerl (1897–1973), österreichischer Schriftsteller, sein Debüt, der Roman »Brot« (1930), im Leipziger Insel Verlag war ein großer Erfolg, seit 1923 im Salzburger Wagrain wohnhaft, 1938 NSDAP-Mitglied, Salzburger Landesobmann der Sektion Schriftsteller der Reichsschrifttumskammer, nach 1945 reüssierte er als vielgelesener und umtriebiger Heimatdichter.

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TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Ein Teil der Regieanweisung für die Schlussszene der »Zauberflöte«: »Sogleich verwandelt sich das ganze Theater in eine Sonne« (Assmann 2012, 134).

MedienMusik

»Saat und Reife. Bekenntnisse der Liebe und des Glaubens« (1938): Buchveröffentlichung von Ingeborg Teuffenbach, die sie Adolf Hitler widmete. Odilo Globocnik (s. Eintrag ›Globotschnigg‹), 1938 Wiener Gauleiter, schrieb in seiner Vorbemerkung, dass hier eine »junge Nationalsozialistin« schreibe, die »Streiterin« der »Kampfzeit vor der Machtergreifung in Österreich« gewesen sei. (Teuffenbach 1938, 7) Im ersten Zitat gibt Kofler die ersten und die letzten beiden Verse des titelgebenden Gedichts wieder (Teuffenbach 1938, 9), im zweiten – unter Auslassung eines Verses – die mittlere Strophe des Gedichts »Kärntner Gelöbnis«: »Blut und Erbe der Germanen [/] ist in unserem Geschlecht; [/] Blut und Erbe läßt uns ahnen: [/] Nur des Führers heilige Fahnen [/] schützen unser heilig Recht!«

PersonAutorIn/JournalistInNationalsozialistInMedienZitate

Julfeier: von den »Turnerbünden« noch heute begangene feierliche Veranstaltung zur Wintersonnenwende. Seinen Ursprung hat das Fest im vorchristlichen Skandinavien, die Rituale wurde christlich überprägt (»Weihnachten« heißt »Jul« auf Schwedisch). Während des Nationalsozialismus wurde versucht, das Weihnachtsfest durch Julfeste zu ersetzen. Thingstätte: Im frühen Nationalsozialismus ab 1933 wurden deutschlandweit »Thingstätten« errichtet – Freilichttheater an landschaftliche exponierten Stellen für »Thingspiele«. Man leitete diese »Kultur« vom Thing, der germanischen Volks- und Gerichtsversammlung, her. Nachdem sich andere Medien als wirkungsvoller herausstellten, wandten sich die Machthaber Mitte der 1930er Jahre von der »Thingstättenkultur« ab.

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Medien

s. Eintrag ›Glockenbecherleute‹

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Medien

s. Eintrag ›Sterilisationsversuche‹

Medien

Hinter der Figur des »Undergroundfilmers« Fallenbigl steht der Avantgarderegisseur Ernst Schmidt Jr. (1938–1988). In einer Sequenz in Schmidts »Wienfilm 1896–1976« (1977) taucht kurz Werner Kofler in personam auf – zu Beginn einer Passage, die die im Buch beschriebenen Außenaufnahmen von »Steinhof« zeigt und O-Ton-Ausschnitte aus einem Interview mit einer Frau bringt, die über Erfahrungen mit der Psychiatrie auf der Baumgartner Höhe verfügt.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Österreichische Gesellschaft für Literatur (ÖGfL): 1961 gegründete Organisation zur Durchführung literarischer Veranstaltungen, die Unterstützung von Dissidenten im Osteuropa war der ÖGfL von Anfang an ein Anliegen; bis 1994 war Wolfgang Kraus (s. Eintrag ›Doktor Kraus‹) der Leiter. Hans Haider (s. Eintrag ›kein Haider, welchen Vornamens immer‹) war vor dem Beginn seiner Mitarbeit bei der Tageszeitung »Die Presse« 1972–1974 Mitarbeiter der ÖGfL, er übernahm die Agenden von Otto Breicha, der 1972 als Leiter des Kulturhauses nach Graz ging. In einem Zeitungsartikel bezeichnete sich Haider selbst als »Dritten Sekretär« der ÖGfL (vgl. Haider 1992).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Protagonist in Alfred Hitchcocks Film »Rear Window « (1954)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Zauberschwert in Richard Wagners »Ring der Nibelungen« (s. Eintrag ›Nothung, Nothung‹)

PersonMusikerInMedienMusik

Fridjof Capra (* 1939), Sohn von Ingeborg Teuffenbach und dem SS-Offizier Heinz Capra, einem zeitweisen Assistent von Odilo Globocnik (s. Eintrag ›Globotschnigg‹). Capra promovierte 1966 in Theoretischer Physik in Wien, er lebt und lehrt seit Ende der 60er Jahre in den USA. Er vertritt einen ganzheitlichen Ansatz, der das westlich-analytische Denken durch östliche Philosophie und Spiritualität ergänzt sehen möchte.

PersonAutorIn/JournalistInNationalsozialistInMedien

s. Eintrag ›Grenzlandtheaterzauberflöte‹

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Medien

Anspielung auf den Kulturjournalisten der »Süddeutschen Zeitung«Karl Heinz Kramberg (1923–2007)

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

»NS-Frauen-Warte«: ab 1932 herausgegebene Zeitschrift der NS-Frauenschaft, der Frauenorganisation der NSDAP, Untertitel: »die einzige parteiamtliche Frauenzeitschrift«

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MedienZeitung/Zeitschrift

Der Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien gab in den 1970er Jahren »Wien aktuell« heraus, das »Offizielle Organ der Bundeshauptstadt« (zuerst wöchentlich, ab 1975 war es ein Monatsblatt). Darin kommen Rathauspolitiker ausführlich zu Wort, es gibt Raum für umfangreiche Grundsatzartikel.

TopographieOrtschaftMedienZeitung/Zeitschrift

Fortsetzung der ab 1933 erschienenen Wochenzeitung »Österreichische Woche«, 1938 unbenannt in »Ostmark-Woche«, erschien als Beilage zu regionalen »Volks-« und »Heimatblättern«

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MedienZeitung/Zeitschrift

Wahrscheinliche gemeint: Eduard Zimmermann (1929–2009), 1967–1997 Moderator (»Wohnzimmerfahnder«, Graff 2009) der Fernsehsendung »Aktenzeichen XY … ungelöst«, s. Eintrag ›Eduard Zimmermann‹

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

»Der getreue Eckart«: Nach einer Goethe-Ballade benannte völkische Wiener Zeitschrift, zeitweise mit dem Untertitel: »Halbmonatsschrift für das deutsche Haus«, 1923 von Adolf Lusergegründet, bestand bis 1955

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

»Das Wandern ist des Müllers Lust« lautet die erste Zeile des Gedichts »Wanderschaft« (1821) von Wilhelm Müller (1894–1927). Es wurde 1823 von Franz Schubert unter dem Titel »Das Wandern« als Teil des Liederzyklus »Die schöne Müllerin« vertont. (Müller 1906, 4f.)

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusikZitate

Bruno Brehm (1892–1974) war ein »ausgesprochener NS-Propagandaautor« (Hillesheim 1993, 85), dessen vor 1938 geschriebene Bücher erst nach dem »Anschluss« reüssierten; so bekam er für seine Weltkriegstrilogie (1931–33 entstanden) den »Nationalen Buchpreis« 1939 zuerkannt. Den »Anschluss« seiner Heimat an NS-Deutschland begrüßte er mit der Publikation Glückliches Österreich (Brehm 1938), von 1938 bis 1942 gab er die Zeitschrift »Der getreue Eckart« heraus.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Peter Alexander (eigentl. Peter Alexander Neumayer, 1926–2011), österr. Sänger, Schauspieler und Entertainer, s. Einträge ›Peter Alexander‹ und ›Peter oder Alexander‹

PersonMusikerInMedien

Die Journalistin Trude Polley (1912–1992) berichtet im »Getreuen Eckart«im Februar 1940: »Erst Ende November hat in dieser Spielzeit das Kärntner Grenzlandtheater mit drei einander folgenden glanzvollen Premieren – des Egmont, Der Zauberflöteund des Zigeunerbaron– seine Tore geöffnet, nachdem es [...] eine modernen Ansprüchen genügende technische Ausgestaltung erfahren hatte, die ihm das nötige Rüstzeug gibt, seine bedeutende kulturelle Aufgabe als einzige Bühne des Landes Kärnten zu erfüllen« (Polley 1940).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftMusik

Ab 1943 war Odilo Globocnik in der »Operationszone Adriatisches Küstenland« für Deportationen und Partisanenbekämpfung verantwortlich. s. Eintrag ›Globus‹

PersonNationalsozialistInMedien

Nothung: Name des Schwerts in Richard Wagners Oper »Siegfried« (1876). Siegfried singt in einer Arie: »Nothung! Nothung! [/] Neidliches Schwert! [/] Was mußtest du zerspringen?« (Wagner 2007, 81)

PersonMusikerInMedienMusik

Neben Hans Sittenberger, der in Lednice/Eisgrub unterrichtete, spielt Kofler hier u.a. auf Josef Friedrich Perkonig (1890–1959, s. Eintrag ›Josef-Friedrich-Perkonig-Gesellschaft‹), ein Lehrer Ingeborg Bachmanns, an.

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Kofler bezieht sich hier auf die intensiv diskutierte Errichtung eines »Deutschen Historischen Museums« in Berlin, das schließlich 1991 im Berliner Zeughaus eröffnet wurde (s. Eintrag ›Geschichte als Erlebnisraum‹).

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TopographieOrtschaftMedienEreignis

s. Eintrag ›meinen geliebten Beckett‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Hans Dichand (1921–2010), Gründer und Herausgeber der »[Neuen] Kronen Zeitung«, s. Eintrag ›Hans Dichand‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Plattnerhof‹

Medien

s. Eintrag ›Tanzcafé Lerch‹

Medien

Möglicherweise Anspielung auf Hans Dichands Sohn Christoph (* 1965): Der ausgebildete Jurist wurde von seinem Vater 1995 als Chefredakteur der Beilage »Krone bunt« eingesetzt, sein Aufstieg zum Chefredakteur erfolgte erst vier Jahre nach Erscheinen von »Üble Nachrede« 2003.

MedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Lublin‹

TopographieOrtschaftMedien

Richard Nimmerrichter (* 1920), 1964–2001 als »Staberl« Kolumnist der »Kronen Zeitung«

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Anspielung auf Alois Mock, s. Eintrag ›Minister und Kriegstreiber Mock‹

PersonPolitikerInMedien

Schlusschor der »Zauberflöte«: »Heil sei euch Geweihten! Ihr dranget durch die Nacht! [/] Dank sei dir Osiris! dir Isis gebracht! [/] Es siegte die Stärke und krönet zum Lohn [/] Die Schönheit und Weisheit mit ewiger Kron« (Assmann 2012, 135).

MedienMusik

Anspielung auf die österr. Literaturkritikerin Sigrid Löffler, s. Eintrag ›Löffler‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Kofler zitiert aus der Kolumne »Bornemanns Box« in der »Neuen AZ«»« (11.11.1986, 27), wie sich die »Arbeiter-Zeitung« ab 1985 nannte. Ernest Bornemann antwortete hier einmal wöchentlich Leserzuschriften. Unter dem Titel »Meine Freundin spritzt ab« schreibt ein Mann: »Wir können jedoch nie miteinander schlafen, ohne Vorsorge zu treffen, wenn wir im Urlaub sind oder in Hotels übernachten. Nun meine Frage: Ist dieses Spritzen normal, und welche Flüssigkeit ist das, die da herausgeschleudert wird?« (11/W7/1)

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MedienZeitung/Zeitschrift

Anspielung auf den Film »Herz aus Glas« (BRD 1976) von Werner Herzog (Regie und Produktion; Drehbuch gem. mit Herbert Achternbusch), der im 19. Jahrhundert in einem bayrischen Dorf spielt, wo in einer Glashütte das wertvolle »Rubinglas« gefertigt wird. Mit dem Tod des Glasbläsermeisters verliert die Firma das Geheimnis zur Herstellung des Rubinglases. Der Hüttenbesitzer engagiert den Hellseher Hias (basierend auf der Figur des »Mühlhiasl«, s. Eintrag ›Hias‹), um das Produktionsverfahren aus dem Reich der Toten zurückzuholen. Doch Hias empfängt apokalyptische Visionen – er prophezeit die Schrecken im Europa des 20. Jahrhunderts.

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PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Anspielung auf Werner Herzog (* 1942), deutscher Filmregisseur und Produzent mit internationalem Erfolg; 1982 Preis für die beste Regie in Cannes für »Fitzcarraldo« (s. Eintrag ›blonder Hunne‹). Die Figur des Burgvogts kommt im Film »Herz aus Glas« nicht vor.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Auf den Spuren des Wachtelkönigs‹

Medien

s. Eintrag ›Wie war ich entsetzt‹

PersonMedien

»Italo-Western« (I/USA 1968, »C’era una volta il West«), der in den Siebzigern zu einem populären »Kultfilm« wurde; inszeniert von Sergio Leone mit den Filmstars Henry Fonda, Claudia Cardinale und Charles Bronson

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Während der Dreharbeiten zu »Herz aus Glas« waren laut Werner Herzog (Audio-Kommentar zur DVD) fast alle beteiligten Schauspieler unter Hypnose. Herzog wollte damit dem Film eine metaphysische, entrückte Atmosphäre verleihen. Viele der mysteriösen Dialoge des Films wurden demnach von den Schauspielern unter Hypnose improvisiert.

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s. Eintrag ›Wie war ich entsetzt‹

PersonMedien

In »Hotel Mordschein « bezieht sich Kofler auf die Berichterstattung zum Mord im Klagenfurter Hotel Mondschein; der Mörder habe nach der Tat das Auto eines Arztes namens Pontasch aufgebrochen und dessen Arzttasche entwendet, s. Eintrag ›In Pörtschach muss ich versucht haben‹.

TopographieOrtschaftMedien

Anspielung auf den Film »Fitzcarraldo« (BRD 1981, Regie: Werner Herzog) und dessen blondhaarigen Hauptdarsteller Klaus Kinski als Exzentriker Brian Sweeney Fitzgerald (»Fitzcarraldo«). Dieser will unter abenteuerlichen Bedingungen im südamerikanischen Urwald ein Opernhaus bauen.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Es ist Mitternacht‹

Medien

Otto Retzer (* 1945), österr. Schauspieler und Regisseur, bekannt wurde er durch seinen Auftritt in der Fernsehserie »Ein Schloß am Wörthersee« (1990–1992).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

»Cobra Verde« (»grüne Cobra«, BRD 1987) war die letzte gemeinsame Produktion von Werner Herzog und Klaus Kinski.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Kurt Jaggberg (1922–1999), Michael Janisch (1927–2004), Miguel Herz-Kestranek (* 1948), österreichische Schauspieler, die häufig für das Fernsehen arbeite(te)n, alle drei verkörperten Ermittler der TV-Serie »Tatort«: Jaggberg und Janisch zwischen 1984 und 1986 die Figuren Hirth und Fichtl, Herz-Kestranek den Kommissar Ullmann (1986).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio