»Das Verbrechen eines Innsbrucker Kaufmannssohnes«: Erzählung (1965) von Thomas Bernhard

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Romy Schneider (1938–1982), deutsch-franz. Schauspielerin

PersonSchauspielerIn/RegisseurIn

Anspielung auf die französische Schauspielerin Maria Schneider (1952–2011)

PersonSchauspielerIn/RegisseurIn

US-amerikanischer Filmschauspieler (1924–2004)

PersonSchauspielerIn/RegisseurIn

US-amerikanischer Filmschauspieler (* 1937)

PersonSchauspielerIn/RegisseurIn

Wilhelm Müller (1794–1827), deutscher Dichter, dessen Bekanntheit vor allem von Franz Schuberts Vertonungen seiner Gedichtzyklen »Die schöne Müllerin« und »Die Winterreise« herrührt

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusik

Armin Mueller-Stahl (* 1930), deutscher Schauspieler

PersonSchauspielerIn/RegisseurIn

Franz. für »die Himbeere«

Eventuell eine Anlehnung an den US-amerikanischen Gitarristen Jim Ferguson (* 1948)

PersonMusikerIn

Eventuell eine Anlehnung an den US-amerikanischer Musiker und Songwriter Lee Clayton (* 1942)

PersonMusikerIn

Robert Schneider baut in seinen Roman »Die Luftgängerin« einen Kritiker namens Egmont Nigg ein, den »größten Fettwanst, den das Rheintal je hervorgebracht hat« (Schneider 1998, 46). Schneider verweist in einem Interview mit der deutschen Illustrierten »Stern« Ende 1997 darauf, dass die Figur eine reale Entsprechung in einem »unfaßbar fetten« Journalisten habe, der sich mehrmals abschätzig über ihn geäußert habe (Michaelsen 1997, 93). Auch in der Rezeption wurde »Nigg« entschlüsselt: »Eine wichtige Rolle spielt die hiesige Presselandschaft, […] weil der Kulturredakteur der NEUE [»Neuen Vorarlberger Tageszeitung«, Claudius Baumann] eine im doppelten Sinne gewichtige Rolle hat« (Mika 1998); »[tritt der] Kulturredakteur Claudius Baumann als der phäakische Kritiker Egmont Nigg« auf (Seiler 1997, 115).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Immissio penis: lat. für »Einführen des Penis in das weibliche Genital«

Der aus dem steirischen Weiz stammende Franz Strohsack benannte sich nach seiner Auswanderung nach Kanada 1954 in Frank Stronach um (vgl. Fürweger 2013, 20).

PersonUnternehmerIn

Adolf Hitlers Vater hieß ursprünglich Alois Schicklgruber. Er war ein uneheliches Kind der Anna Schicklgruber, als Vater kamen zwei Männer in Frage, beide mit Nachnamen Hiedler. In einem Notariatsakt ließ 1876 der Bruder des 1857 verstorbenen Johann Georg Hiedler diesen nachträglich zum Vater Alois Schicklgrubers erklären. Im Rahmen dieses »erstaunlichen Vorgangs« wurde der Nachname von Alois mit »Hitler« (und nicht mit »Hiedler«) protokolliert (Thamer 2018, 18).

PersonNationalsozialistIn

Schmerzhaftes Symptom, bei dem Betroffene Phantomgeräusche hören

Die »Kronen Zeitung« schrieb in einer Reportage zum Erscheinen von Robert Schneiders zweitem Roman »Die Luftgängerin« (1998): »In New York gewöhnte sich Robert, der auf manchen Bildern aussieht wie der Bruder von Schubert, eine schwarze Tarnkappe an« (Svoboda 1998, 23; im Nachlass vorhanden, 11/W16/S1).

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Zitat aus der Polemik »Fahrende Sänger« (1907), in der sich Karl Kraus mit der Berichterstattung Wiener Blätter von der Amerika-Fahrt des Wiener Männergesangsvereins auseinandersetzt: »Doch wo Männer und Frauen auf einem Deck versammelt sind, darf ein intelligenter Berichterstatter nie versäumen, neben dem Appetit auch der zarteren Triebe zu gedenken, galante Spiele zu inszenieren und aufzuhorchen, wenn der Schneiderhan balzt.« (Kraus 1907, 5) Franz Schneiderhan (1863–1938), Hutfabrikant, 1899–1907 Vorstand des Männergesangsvereins, 1905–1908 Direktionsmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, 1926–1932 Generaldirektor der Österreichischen Bundestheater, 1935–1938 Präsident der Internationalen Stiftung Mozarteum (vgl. Santifaller u.a. 1994, 390).

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Im Grimm’schen Märchen »Rumpelstilzchen« sucht die Königin nach dem Namen des Männleins, am zweiten Tag sammeln ihre Kuriere die ungewöhnlichsten im ganzen Land ein und kommen auf das Ergebnis: »Rippenbiest, Hammelswade, Schnürbein« (Grimm 1825, 198).

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Möglicherweise Anspielung auf Reiner Kunze (* 1933), deutscher Schriftsteller, 1977 Ausbürgerung aus der DDR

PersonAutorIn/JournalistIn

Udo Jürgen Bockelmann war der Geburtsname des Sängers Udo Jürgens (1934–2014), 1956 veröffentlichte er erstmals eine Platte unter seinem Künstlernamen. s. Eintrag ›Udo oder Jürgen‹

PersonMusikerInMedien

Dänischer Opernsänger (1897–1972), NSDAP-Mitglied (s. Eintrag ›Helge Rosvaenge‹)

PersonMusikerInMedien

Rudolf Bockelmann (1892–1958), deutscher Bariton, 1937 NSDAP-Mitgliedschaft, 1932–1944 Ensemblemitglied der Berliner Staatsoper. Zu Udo Jürgens besteht kein verwandtschaftliches Verhältnis, Jürgens’ Vater hieß ebenfalls Rudolf.

PersonMusikerIn

»Traum und Trauer des jungen H. Elf Stationen«: Theaterstück von Robert Schneider, Uraufführung am 20. 11. 1993 im Niedersächsischen Staatstheater Hannover. Schneider orientiert sich in diesem Dialektstück »in auffallender Weise an den Stationen der mythischen Vita Hitlers und geizt dabei nicht mit Hinweise auf vermeintliche Parallelen zum Leben Jesu« (Atze 2003, 58).

PersonAutorIn/JournalistInNationalsozialistInZitate

Klara Pölzl (1860–1907) heiratete 1885 Hitlers Vater Alois.

PersonNationalsozialistIn

Die beiden infrage kommenden Großväter schrieben sich »Hiedler« (vgl. Thamer 2018, 18).

»petschiert sein«: in einer misslichen Lage sein (ugs., veraltet) – von »Petschaft«: Metallstempel zum Siegeln; »petschieren«: mit einem Stempel versehen (vgl. Fussy/Steiner 2012, 531), hier: koitieren

Um 1990 gegründete Schweizer Musikkabarett-Formation

PersonMusikerIn

Stiazler: Herumtreiber (vgl. Schönet 2004, 76)

1886 erfolgte die Eröffnung des Neubaus des Franziskanerklosters St. Nikolai, das anstelle des alten Dominikanerklosters errichtet wurde. Auch die baufällige Kirche riss man ab, 1896 erfolgte die Weihe der neugotischen Kirche.

TopographieOrtschaft

»Vom Fundevogel«: Märchen aus der Grimm’schen Sammlung der »Kinder- und Hausmärchen«. In der Geschichte heißt so ein Kind, das von einem Greifvogel aus dem Schoß der im Wald schlafenden Mutter auf einen hohen Baumstumpf geschafft und von einem Förster entführt wird, damit sein eigenes Kind ein Geschwister habe (vgl. Grimm 1825, 172–175). s. Einträge ›Lenchen‹ und ›Nach meinen Informationen‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Bezug auf die Sage »Das Gefangene Bergmandl«, die im steirisch-kärntnerischen Raum in mehreren Versionen existiert (Graber 1944, 20) s. Eintrag ›die Geschichte vom Kreuz in der Nuß‹

MedienZitate

Lenchen heißt die Tochter des Försters aus dem Grimm’schen Märchen »Vom Fundevogel«, dem er das Fundevogel genannte Findelkind zugesellt. Die beiden verbinden sich untrennbar miteinander und wehren mit Zauberkräften einen Anschlag der Haushälterin auf das Leben Fundevogels ab und töten diese.

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Kofler bezieht sich hier auf Robert Schneiders Interview in der deutschen Illustrierten »Stern«, in der er vom Aufwachsen bei seinen Pflegeeltern berichtete: »Bei uns zu Hause gab es kein Tischtuch, und wir hatten ein unsägliches Fallklosett. Wir haben uns mit Zeitungspapier den Hintern geputzt« (Michaelsen 1997, 94f.).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Ein weiterer Bezug auf das »Stern«-Interview, in dem der Interviewer sich auf die Tätigkeit des Ziehvaters als Biervertreiber bezieht und Schneider antwortet: »In unserem Badezimmer stanken immer die leeren Bierflaschen, die er sortiert hat. Deshalb trinke ich bis heute keinen Alkohol« (Michaelsen 1997, 95).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Gemeint ist Thorsten Ahrend, 1992 Lektor im Leipziger Reclam-Verlag, Ahrend wechselte bald darauf zu Kiepenheuer, dann zu Suhrkamp, er arbeitet seit 2004 beim Wallstein Verlag. Das Foto, auf das sich Kofler in der Folge bezieht, stammt aus dem »Stern«-Interview (Michaelsen 1997, 95).

MedienZeitung/Zeitschrift

In dem »Stern«-Interview berichtet Schneider davon, gleich nach der Geburt in ein SOS-Kinderdorf gebracht worden zu sein (Michaelsen 1997, 95). Die Bezeichnung SOS steht für »Societas Socialis«, die Organisation wurde 1948 vom Vorarlberger Hermann Gmeiner (1919–1986) gegründet, 1949 entstand in Tirol das erste »Dorf« für Waisenkinder – die Organisation wurde bald international.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Kofler zitiert hier aus der letzten Strophe von Franz Grillparzers Gedicht »Alpenszene«, das die »seligen Trotteln« in den abgeschiedenen Alpengegenden zum Gegenstand hat: »So leben sie friedliche Tage, [/] Erzeugen maulaffende Kinder, [/] Der Vater erneut sich im Sohne [/] Und ruhig auf Trottel den Ersten, [/] Wie Butter, folgt Trottel der Zweite.« (Grillparzer 1969, 257)

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Knöpfle: Im bairischen Sprachraum Österreichs werden diese Teigwaren Nocken oder Nockerl genannt.

Franzobel (* 1967), österr. Schriftsteller, mit seiner Prosa »Die Krautflut« gewann er 1995 den Ingeborg-Bachmann-Preis.

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Claus Peymann (* 1937), deutscher Theaterregisseur

PersonSchauspielerIn/RegisseurIn

Einar Schleef (1944–2001), deutscher Theaterregisseur und Schriftsteller, Koflers pejorativer Zusatz »Brüller« dürfte sich auf Schleefs häufigen Einsatz des Sprechchores beziehen.

PersonSchauspielerIn/RegisseurIn

Figur im Theaterstück »Ein Sportstück« von Elfriede Jelinek, ein Alter Ego der Autorin. Die Uraufführung 1998 am Wiener Burgtheater inszenierte Einar Schleef.

TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInSchauspielerIn/RegisseurInZitateEreignis

Alice Schalek (1874–1956), österr. Journalistin, berühmt geworden durch ihre »Verewigung« im Theaterstück »Die letzten Tage der Menschheit« von Karl Kraus

PersonAutorIn/JournalistInZitate

1898 in Bregenz gegründetes Unternehmen zur Herstellung von Haushaltsgeräten

TopographieOrtschaft

1873 gegründete Emailgeschirrfabrik, später kamen die Sparten Warmwasserbereitung und Kommunalerzeugnisse (Straßenleuchten, Signalanlagen, Müllbehälter etc.) hinzu, 1979 Einstellung der Emailproduktion (vgl. www.austria-email.at/unternehmen/geschichte, 26. 6. 2018).

Die Uraufführung von Elfriede Jelinek Theaterstück »Ein Sportstück« unter der Regie von Einar Schleef fand am 23. 1. 1998 am Burgtheater statt. Legendär wurde der Kniefall des Regisseurs auf offener Bühne vor Direktor Peymann, als um 23 Uhr die Vorstellung noch nicht zu Ende war (nach diesem Zeitpunkt fallen hohe Überstundengebühren an) (vgl. Behrens 2003, 202). Am 15. März stand eine »Langversion« des Stücks auf dem Programm, zu dem die Zuschauer aufgefordert wurden, in Kostümen zu erscheinen.

PersonAutorIn/JournalistInSchauspielerIn/RegisseurInZitateEreignis

Kofler bezieht sich auf den Tod des Kulturredakteurs Claudius Baumann. Dieser erlitt am 15. März 1998 im Taxi eine Herzattacke, nachdem er die Langversion von Jelineks »Sportstück« am Burgtheater besucht hatte (vgl. Freuis 1998).

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Anspielung auf den Beginn von »Der Hirt auf dem Felsen«, s. S. II/255

Unter dem Titel »Mauthausen 2000« wurde am 7. 5. 2000 im berüchtigten Steinbruch des ehemaligen Konzentrationslagers ein Benefizkonzert der Wiener Philharmoniker unter Simon Rattle veranstaltet, das Orchester spielte Beethovens9. Symphonie.

PersonMusikerInMedienMusikEreignis

Das bezeichnete Foto von »Mauthausen 2000« konnte nicht gefunden werden, damit auch nicht das »Gruppenfoto vor einem Würstelstand am Schwarzenbergplatz« (laut Kofler in der Zeitung »daneben« platziert). Es wurden sämtliche österr. Tages- und Wochenzeitungen, die vom »»Sportstück«»-«Marathon« am 15. März 1998 berichteten, eingesehen.

MedienMusikZitate

Jochen Herdieckerhoff (1963–2006), deutscher Dramaturg, lebte ab 1996 in Wien. Mit seiner auffälligen Kostümierung, einem Taucheranzug samt Schnorchel, Taucherbrille und Flossen, gewann er am 15. März 1998 den Preis (ein Burgtheater-Abonnement) für das originellste Kostüm unter den »Sportstück«-Zusehern (vgl. Kralicek 2006).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInZitate

Claudius Baumann (1955–1998), promovierte 1986 über »Texte zeitgenössischer Rockmusik«, ab 1991 Kulturredakteur der NeuenVorarlberger Tageszeitung, bekannt für seine zugespitzten, scharfzüngigen Kommentare, mit denen er auch die Literatur Robert Schneidersbedachte.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Robert Schneider behauptet im »Stern«-Interview am 31. 12. 1997, dass der Kulturredakteur, der sich hinter seiner Figur Nigg verberge, in einem Beitrag für die Grazer »Kleine Zeitung« gefordert habe, er gehöre erschossen (Michaelsen 1997, 93). Schneider gibt das genau Datum der Ausgabe an (17. 12. 1993) – dort findet sich kein entsprechender Beitrag. Claudius Baumann schreibt in einer Entgegnung im Jänner 1998: »Was Schneider gemeint und als Ausgangspunkt für seine Fälschung und Lüge verwendet haben könnte, ist folgende Passage eines Interviews mit dem Schriftsteller Werner Kofler, welches [er] am 18. Dezember 1994 (!) der Klagenfurter (!) ›Kleinen Zeitung‹ gegeben hat« (Baumann 1998). Baumann zitiert dann aus dem Interview jene Passagen, auf die sich auch Kofler hier bezieht: »Das könnt’s schreiben: Der Robert Schneider ist eine Arschgeige, der gehören Wörter wie Thomas Bernhard, Elfriede Jelinek, nehmen Sie das genau, zum Mund herausgeschossen. [/]Womit? [/] Na, mit der Spritzpistole oder so. Zeichen und Bedeutung, versteht's nicht? [...] Was werfen Sie ihm vor? [/] Daß er sich mit ›Schlafes Bruder‹ in die Literatur hineingeschlichen hat. Mit einem unsäglichen Schundroman, nicht?« (Rieger/Patterer 1994, 50)

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Der »Kulturverein Perchtoldsdorfer Kreis« war eine lose Vereinigung um den Journalisten Christian Ankowitsch und den Karikaturisten Tex Rubinowitz. Die am 14. 9. 1999 stattfindende Performance »Hermann Nitschfür Kinder« verantworteten maßgeblich die beiden Radiomitarbeiter Fritz Ostermayer und Thomas Edlinger. »Statt Blut fließen Ketchup, Tiramisu und Mayonnaise, statt Tierkadaver werden Plüschteddybären ausgeweidet und mit Fruchtsaft getränkt« (Paterno 2013, 157).

PersonAutorIn/JournalistInPersonPersonEreignis

»Il Vangelo Secondo Matteo« (1964), Film von Pier Paolo Pasolini, im deutschen Sprachraum unter »Menschenfischer« vertrieben

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Am 16. 1. 1998 war »großer Robert-Schneider-Tag in der österreichischen Bundeshauptstadt« (Reiterer 1998): vormittags eine Pressekonferenz im Burgtheater, abends eine Lesung aus der »Luftgängerin« im Akademietheater. »Erstmals weilte auch der amtierende Bundespräsident [Thomas Klestil] bei solch einer Lesung im Publikum« (ebd.).

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Spezialität der Wiener Küche aus geschmorten Innereien (u.a. Leber, Milz, Herz, Bries, Herzaorta, Zwerchfell). Den Namen bezieht das Gericht von der Schlacht- oder Schlagbrücke (»Bruck«), einem früher von Fleischern verwendeten Gestell, das die Schlachtung der Tiere erleichterte. Da Innereien früher ohne Kühlkette nicht konserviert werden konnten, kamen sie direkt von der »Bruck« in die Küche (vgl. Riff 2016).

»O Haupt voll Blut und Wunden«: Kirchenlied von Paul Gerhardt (1607–1676), von Johann Sebastian Bach als Choral in seine »Matthäuspassion« eingebaut.

PersonMusikerInMedienMusik

Im Vorarlberger Ort Götzis gibt es die Adresse »Im Holderlob«.

TopographieOrtschaft

Im Vorarlberger Ort Götzis gibt es die Adresse »Im Buch«.

TopographieOrtschaft

Zitat aus dem Prolog des »Johannes-Evangelium«: »Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.« (Joh 1,14)

»Die Sprache ist das Haus des Seins«, schreibt der deutsche Philosoph Martin Heidegger in »Über den Humanismus«: »In ihrer Behausung wohnt der Mensch. Die Denkenden und Dichtenden sind die Wächter dieser Behausung« (Heidegger 1949, 5). s. Eintrag ›hinaus aus dem Haus des Seins‹

PersonPhilosophInMedienZitate

International tätiger Schweizer Schokoladenhersteller

1904 von der Schweizer Firma Wander auf den Markt gebrachter löslicher Malzextrakt

Ulrich Zwingli (1484–1531), Schweizer Reformator

Der US-amerikanische Designer Calvin Klein (* 1942) gründete 1968 unter seinem Namen ein Modehaus. Kofler impliziert einen Bezug zum orthodoxen Schweizer Reformator Johannes Calvin (1509–1564).

s. Eintrag ›Trapp-Familie‹; die Familie emigrierte 1938 in die USA.

Medien

Kofler spielt hier vielleicht auf die humoristische Selbststilisierung der Musikkabarettgruppe an, die eine Geschichte als »beliebte Kinderstars im heiß umkämpften Showgeschäft der USA« erfand (http://geschwister-pfister.de/hp/the-story, 30. 8. 2018), s. Eintrag ›Geschwister Pfister‹.

Medien

Michael Scharang (* 1941), österr. Schriftsteller, veröffentlichte 1992 den Roman »Auf nach Amerika«

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Anspielung auf den Namen Piffl-Percevic, dessen prominentester Träger Theodor Piffl-Perčević (1911–1994) war, 1964–1969 österr. Unterrichtsminister. Bekannt ist heute Piffl-Perčević als jener Minister, der Thomas Bernhards berühmte Rede zur Verleihung des »Kleinen Staatspreises« 1968 erbost verließ – worüber Bernhard in »Wittgensteins«»Neffe« schrieb.

PersonPolitikerInAutorIn/JournalistInZitateEreignis

Herbert Willi (* 1956), österr. Komponist

PersonMusikerIn