Im gesamten Textabschnitt »Stadt und Anfall« ahmt Kofler stilistische Charakteristika Thomas Bernhards nach, u.a. dessen häufigen Einsatz der »inquit«-Formel.

PersonAutorIn/JournalistIn

Einkaufs- und Flanierstraße im ersten Wiener Gemeindebezirk; in Thomas Bernhards»Holzfällen« trifft der Ich-Erzähler am Graben auf Bekannte, die ihn zum Abendessen einladen.

TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInZitate

Möglicherweise eine Anspielung auf den Titel der Abhandlung »Ornament und Verbrechen« (1910) des Architekten Adolf Loos.

Anspielung auf Verfinsterung als Motiv bei Thomas Bernhard (s. Eintrag ›Finsternis der Alb‹)

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Frühere spöttische Bezeichnung für Wiener Vororte mit hohem türkischen Bevölkerungsanteil, vornehmlich für die Brigittenau, den 20. Wiener Gemeindebezirk (vgl. Schuster 1951,20). In diesem Begriff spiegelte sich angeblich auch die seit den Türkenkriegen des 17. Jahrhunderts virulente Angst vor den Türken wider (vgl. Feßler 2010).

TopographieOrtschaft

Anspielung auf Bernhards Schreibweise, vgl. etwa »durch und durch« (s. Eintrag ›ein durch und durch finsteres‹)

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Straße im 21. Wiener Gemeindebezirk; an diesem Standort wurde 1905 eine Fabrik des englischen Landmaschinenproduzenten Clayton & Shuttleworth errichtet.

TopographieOrtschaft

Platz im 13. Wiener Gemeindebezirk, benannt nach dem kaiserlichen Feldherrn Raimondo Montecuccoli (1609–1680), italienischer Diplomat und Feldherr in habsburgischen Diensten

TopographieOrtschaft

Weinausschank, typisches Wiener Lokal. Der Begriff rührt vom »Heurigen«, dem Jungwein, her. Im Gegensatz zum Buschenschank dürfen beim Heurigen auch betriebsfremde Produkte und Getränke ausgeschenkt und kredenzt werden.

TopographieOrtschaft

Evtl. Bezug auf Sigmund Freuds Essay »Das Unheimliche« (1919)

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Kofler spielt hier vermutlich auf den Hundehass bei Thomas Bernhard an, wie er etwa in »Beton« dargelegt wird: »Die Leute haben einen Hund und sind von diesem Hund beherrscht. [...] Die in der Seele zutiefst Gemeinsten halten sich Hunde und lassen sich von diesem Hund tyrannisieren und schließlich kaputtmachen. Sie setzen den Hund an die erste und an die oberste Stelle ihrer letzten Endes gemeingefährlichen Heuchelei« (Bernhard 2006a, 48f.).

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Kofler bezieht sich hier auf einen Leserbrief im »Kurier« zum Thema »Jogger und Hunde auf der Insel«, im Nachlass erhalten, undatiert (11/W6/S1)

TopographieOrtschaftMedienZeitung/Zeitschrift

Eventuell Anspielung auf Anton Benya, 1963–1987 Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes

PersonPolitikerIn

1973 wurden in Deutschland und Österreich autofreie Tage, d.h. die Einschränkung des motorisierten Verkehrs, von den Behörden verfügt, weil ein Engpass der Versorgung mit Erdöl drohte. In Österreich wählten Autofahrer den entsprechenden Wochentag selber und taten dies mit einem Zettel hinter der Windschutzscheibe kund, auf dem das Wochentagskürzel stand.

Anspielung auf »Das Kapital« von Karl Marx: »Das Reich der Freiheit beginnt in der Tat erst da, wo das Arbeiten, das durch Not und äußere Zweckmäßigkeit bestimmt ist, aufhört; es liegt also der Natur der Sache nach jenseits der Sphäre der eigentlichen materiellen Produktion.« Jenseits davon beginne »die menschliche Kraftentwicklung, die sich als Selbstzweck gilt, das wahre Reich der Freiheit, das aber nur auf jenem Reich der Notwendigkeit als seiner Basis aufblühen kann« (Marx 1988, 828).

PersonPhilosophInZitate

Carl Horst Hahn, 1982–1993 VW-Vorstandsvorsitzender, dürfte diesen Spruch des Öfteren getätigt haben; er wird damit 1987, zwei Jahre nach dem Erscheinen von »Amok und Harmonie«, in einem »Spiegel«- Artikel zitiert: »›Das Automobil‹, preist VW-Chef Carl H. Hahn sein Produkt, ›ist die technische Verkörperung der Freiheit‹« ([red.] 1987, 91).

PersonUnternehmerInMedienZeitung/Zeitschrift

Anspielung auf Erich Frieds Gedicht »Herrschaftsfreiheit« (1984): »Zu sagen [/] ›Hier herrscht Freiheit‹ [/] ist immer [//] ein Irrtum [/] oder auch [//] eine Lüge: [//] Freiheit herrscht nicht« (Fried 1993, 25), s. Eintrag ›daß Freiheit herrscht‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

»Frau Waberl« ist seit dem 19. Jahrhundert eine Figur der Wiener Lokalposse und -presse, etwa verkörpert durch die beliebte Schauspielerin Therese Krones (1801–1830) in der Posse »Herr Joseph und Frau Waberl« (verschollen; vgl. Wurzbach 1865, 258). Bis in unsere Zeit hinein ein Synonym für die einfache Bürgerin mit Hausverstand, nachweisbar etwa in der 139. Sitzung des österr. Nationalrats 1998 (vgl. Stumvoll 1998 ).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInZitate

Der Journalist Herbert Krejci (1922–2016) war von 1980 bis 1992 Generalsekretär der Vereinigung österreichischer Industrieller.

PersonAutorIn/JournalistIn

Abgeändertes Karl-Marx-Zitat aus seinen Ausführungen zur entfremdeten Arbeit: »Die Natur ist der unorganische Leib des Menschen, nämlich die Natur, soweit sie nicht selbst menschlicher Körper ist« (Marx 2009, 89).

PersonPhilosophIn

Dieses Naherholungsgebiet ist der östlichste Ausläufer der Nordalpen in Niederösterreich und Wien. Zugleich ist »Wienerwald« der Name einer 1955 in München gegründeten Fast-Food-Restaurantkette, bekannt für ihre Brathühner. Zu Beginn der 1980er Jahre beendeten wirtschaftliche Probleme die rasche Expansion.

TopographieOrtschaft

»Ein echter Wiener geht nicht unter« ist der Titel einer 1975 bis 1979 vom ORF produzierten Fernsehserie nach den Drehbüchern von Ernst Hinterberger.

PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Den Hinweis auf die unmittelbar vergangene »Sommerfrische« verwendet Kofler in seinem Werk anaphorisch und knüpft damit an die Technik Thomas Bernhards an, »wenn es bei ihm darum geht, Unentrinnbarkeit anzuzeigen« (Schmidt-Dengler 2000, 181). Wendelin Schmidt-Dengler sieht darin eine Anspielung auf die »konsequente Einleitungsformel von Leserbriefen Bernhards« (ebd.). In den (bis zum Abschluss der Arbeiten an »Amok und Harmonie«) veröffentlichten Leserbriefen Bernhards lassen sich zwei Belege finden: »Aus Portugal zurückgekommen« (»Die Presse«, 2. 6. 1976; Bernhard 2015, 647); »Gestern von einer längeren Auslandsreise zurückgekehrt« (»Oberösterreichische Nachrichten«, 22. 1. 1979; Bernhard 2015, 653).

TopographieBergPersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (oft nur Franz-Josefs-Höhe) ist Endpunkt der Großglockner-Hochalpenstraße. Der Aussichtspunkt ist nach dem Besuch des Kaiserpaares Franz Joseph I. und Elisabeth im Jahr 1856 benannt. Das dreigeschoßige Parkhaus wurde 1963 eröffnet, 1985 erfolgte ein Ausbau auf fünf Stockwerke.

TopographieBerg

Helene von Damm (* 1938 als Helene A. Winter in Ulmerfeld, Oberösterreich), 1959 Auswanderung in die USA, Assistentin von Ronald Reagan, 1983–1985 US-Botschafterin in Wien, 1985 heiratete sie Peter Gürtler, den Besitzer des Hotels Sacher in Wien. In ihrer Autobiographie wird die Besteigung des Großglockners auf das Jahr 1984 datiert (vgl. Damm 1987, Abb. 18). Ihre mit viel Publizität verbundene diplomatische Tätigkeit bezeichnete Damm als »public diplomacy«, die Ersteigung des Großglockners fand ihr Echo bis in die »New York Times« (Markham 1985). s. Eintrag ›mit der amerikanischen Botschafterin auf dem Großglockner‹

TopographieOrtschaftBergPersonPolitikerInUnternehmerInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

»Den höchsten Punkt Österreichs, den Großglockner, erklomm gestern US-Botschafterin Helene von Damm«, berichtete am 27. 7. 1984 die »Neue Volkszeitung« und zitiert die Botschafterin: »›Es war schon sehr anstrengend‹, zog sie, gegen Abend in die ›Adlersruhe‹ zurückgekehrt, in einem Ferngespräch via Funktelefon ein erstes Resümee ihres ›Glocknerabenteuers‹« (Radinger 1984).

TopographieBergMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Vierthöchster (3242 m) und namensgebender Berg der Schobergruppe in den Hohen Tauern

TopographieBerg

Kleinschober (3119 m): Berg der Schobergruppe in den Hohen Tauern

TopographieBerg

Die Hohen Tauern werden nach der 1984 veröffentlichten »Alpenvereinseinteilung der Ostalpen« (Graßler 1984) in neun Gebirgsgruppen unterteilt, eine davon ist die Schobergruppe im Grenzgebiet zwischen Osttirol und Kärnten mit dem Hochschober (3242 m) als höchsten Berg. s. Eintrag ›Hochschober‹

TopographieBergMedien

Der Kahlenberg (484 m) ist ein bekannter Aussichtspunkt im 19. Wiener Gemeindebezirk (Döbling) an der Grenze zu Klosterneuburg.

TopographieBergOrtschaft

Anfang der 1950er Jahre formierter informeller Kreis experimenteller österr. Schriftsteller, dem Friedrich Achleitner, H. C. Artmann (bis 1958), Konrad Bayer, Gerhard Rühm und Oswald Wiener (ab 1954) angehörten

PersonAutorIn/JournalistIn

Mulleter Seichenkopf (2918 m): höchster Berg von Iselsberg-Stronach, an der Grenze zum Bundesland Kärnten

TopographieBergOrtschaft

Schwarzkofelsee: unterhalb des Schwarzkofels am Gemeindegebiet Iselsberg-Stronach gelegen

TopographieBergOrtschaft

Wanderbergroute in der Schobergruppe, an der Grenze von Osttirol und Kärnten

TopographieBerg

Nebental des Drautals in der Schobergruppe, westlich an Iselsberg-Stronach anschließend

TopographieBergOrtschaft

In der Erzählung »Lenz« (postum 1839) schildert Georg Büchner einen kurzen Ausschnitt aus dem Leben des Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz (1751–1792), seinen Aufenthalt »im Gebirg«, im Steintal (Vogesen), bei Pfarrer Oberlin. Der Text hat einen der bekanntesten Anfänge der deutschsprachigen Literatur: »Den 20. ging Lenz durch’s Gebirg« ( Büchner 1986, 5). Lenz gehört zu den von Kofler geschätzten Außenseitern.

PersonAutorIn/JournalistInReligiöse/r WürdenträgerInZitate

Etappe, Berggipfel am Wiener Höhenweg

TopographieBerg

Der Wangenitzsee liegt in der Schobergruppe; größter Bergsee im Bundesland Kärnten

TopographieBerg

Die Klockerin (3422 m) ist ein aus zwei Gipfeln bestehender Berg der Glocknergruppe in den Hohen Tauern.

TopographieBerg

Berggipfel (3401 m) der Glocknergruppe

TopographieBerg

Hackbrettl (2708 m): Berggipfel in den Hohen Tauern, unweit des Kitzsteinhorns

TopographieBerg

Marx und Engels schreiben verschiedenen gesellschaftlichen Klassen ein jeweils eigenes Klassenbewusstsein zu. Lediglich das »klassenbewusste« Proletariat habe kein »falsches Bewusstsein« mehr. Da es über keine Rechte und keinen Besitz verfügt, ist sein Bewusstsein nicht mehr auf die Verteidigung partikularer Vorrechte gerichtet, sondern auf die Verwirklichung von Menschlichkeit und die »Wiedergewinnung des Menschen« (Marx/Engels 1976, 390).

PersonPhilosophIn

Österr. für Verkaufstheke

In Thomas Bernhards»Holzfällen« schildert der Ich-Erzähler gleich zu Beginn, er habe die Eheleute Auersberger»auf dem Graben getroffen und ohne Umschweife habe ich ihre Einladung zu ihrem künstlerischen Abendessen, so die auersbergerischen Eheleute über ihr Nachtmahl, angenommen« ( Bernhard 2007, 7).

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Nach dem Ersten Weltkrieg entstand in Italien der so genannte zweite oder Neo-Futurismus, eine Avantgardebewegung in den Bereichen Kunst, Design, Architektur.

Aussichtsberg (2062 m) bei Lienz

TopographieBergOrtschaft

Diese denkmalgeschützten Getreidemühlen liegen im Dorf Apriach bei Heiligenblut und stammen aus dem 18. Jahrhundert (oder früher). Die Bezeichnung leitet sich von der hölzernen Antriebsachse des Mühlsteins, im Volksmund »Stock« genannt, ab.

TopographieOrtschaft

Gemeinde im Kärntner Drautal nördlich des Iselsberg

TopographieOrtschaftBerg

Die Debantsäge ist ein Gasthof am Ausgang des Debanttals östlich von Lienz.

TopographieOrtschaft

Franz Defregger (1835–1921), in der Osttiroler Gemeinde Iselsberg-Stronach geborener Maler, 1883 in Bayern in den persönlichen Adelsstand erhoben, s. Eintrag ›Defregger‹

TopographieOrtschaftPersonPersonPersonMedien

Albin Egger-Lienz (1868–1926) war ein in Stribach, in der Gemeinde Dölsach bei Lienz, geborener österr. Maler.

TopographieOrtschaftPersonPersonPerson

Ein Zusammenhang mit Koflers Familie konnte nicht hergestellt werden.

Die Biermarke Gösser ist das bekannteste Produkt der Großbrauerei Göss im gleichnamigen Ortsteil der steirischen Stadt Leoben.

TopographieOrtschaft

Österr. für Dummkopf

Das Streichquintett C-Dur op. post. 163, D 956, mit der ungewöhnlichen Besetzung von zwei Violinen, Viola und zwei Violoncelli wurde vermutlich im September 1828 komponiert, zwei Monate vor Schuberts Tod, und zu seinen Lebzeiten nicht mehr aufgeführt, sondern erst 1850 in Wien (Harenberg 2008, 621f.).

PersonMusikerInMedienMusik

Elias-Canetti-Stipendium: Stipendium der Stadt Wien für die Förderung größerer literarischer Arbeiten mit einer Laufzeit von einem bis zu drei Jahren

PersonAutorIn/JournalistIn

Der Andreas-Reischek-Preis wurde von 1976 bis 2010 alle zwei Jahre vom ORF-Landesstudio Oberösterreich organisiert und von einer unabhängigen Jury vergeben. 1978 erhielt Kofler den Preis für das Hörspiel »Geschlossene Anstalt.«

Reischek (1892–1965) war ein österr. Journalist, am Ausbau der Radio Verkehrs AG (RAVAG), der ersten österr. Rundfunkgesellschaft beteiligt, ab 1947 Programmdirektor im ORF-Landesstudio Oberösterreich

In den letzten Kriegstagen im Mai 1945 war Andreas Reischek am » Freiheitssender Ausseerland « beteiligt. Das Ausseerland war zu Kriegsende einerseits Rückzugsgebiet hochrangiger Nationalsozialisten, andererseits ein Operationsgebiet von Widerstandsgruppen. Von Wien hierher transferiertes technisches Gerät sowie die Sendeanlage vor Ort wurden Ende April von der Widerstandsbewegung übernommen. »Der Freiheitssender Ausseerland war der erste Rundfunksender, der das Ende des Zweiten Weltkriegs und somit die Befreiung Österreichs verkündete« (Feldinger 1990, 23). Die US-Truppen stellten am 12. Mai den Sendebetrieb ein. Das technische Gerät wurde nach Salzburg gebracht und bildete den Grundstock des Senders » Rot-Weiss-Rot « ; Reischek baute in Linz ein weiteres Studio des Senders auf.

Unter dem Titel »Österreich-Bild« gestalten die neun Landesstudios des Österreichischen Rundfunks abwechselnd TV-Dokumentationen, die einmal wöchentlich ausgestrahlt werden.

Der österr. Journalist Gerd Bacher (1925–2015) war zwischen 1967 und 1994 mit Unterbrechungen fünfmal ORF-Generalintendant.

Wolfgang Kraus (1924–1998), Germanist, Kulturjournalist, gründete 1961 die Österreichische Gesellschaft für Literatur, deren Leiter er bis 1994 war. Kraus war in vielen Literaturjurys Mitglied und als Konsulent für Verlage tätig, 1975–1981 Leitung der »kulturellen Kontaktstelle« im Außenministerium, Betreuung von Literatursendungen in Rundfunk und Fernsehen.

PersonAutorIn/JournalistIn

»Künstlerrock« verweist auf Thomas Bernhards Roman »Frost«, die entsprechende Stelle lautet: »Er werde seinen Künstlerrock gleich wieder ausziehen, sagte er, er habe ihn nur angezogen, um sich ›eine Qual anzutun‹, die in der Frühe fällig gewesen sei« (Bernhard 1972, 41).

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Robert Zeppel-Sperl (1944–2005), österr. Maler, Mitglied der Wiener Secession

PersonPersonPersonPerson

Es dürfte sich um eine der für Kofler typischen Selbstetikettierungen handeln. Vergleiche mit Thomas Bernhard sind in der Kofler-Rezeption häufig, die Aussage ist allerdings vor dem Erscheinen von »Amok und Harmonie« nicht belegbar.

PersonAutorIn/JournalistIn

Kofler montiert, paraphrasiert und persifliert in der Folge Auszüge aus der 1981 erschienenen Publikation »Aus Tagebüchern« der österr. Schauspielerin und Sängerin Erika Pluhar (* 1939). Die Tagebücher umfassen die Zeit 1969 bis 1980 und thematisieren sehr emotional ihre Träume, Ängste und Beziehungen. Pluhar war von 1962 bis 1967 mit Udo Proksch verheiratet, die gemeinsame Tochter starb 1999; eine zweite Ehe ging sie 1970 mit André Heller ein. Nach der Trennung im Jahr 1973 war Pluhar bis zu dessen Suizid 1978 mit dem deutschen Schauspieler Peter Vogel liiert.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInZitate

Anspielung auf Udo Proksch (1934–2001), »Freund der Mächtigen und Bonvivant« (Pretterebner 1987, 13), übernahm 1974 die Führung der Wiener »Hofkonditorei« Demel. 1977 sank der von ihm gecharterte Frachter »Lucona« nach einer Explosion, sechs Menschen starben. Die fingierte Ladung war eine Uranerzaufbereitungsanlage. Erst 1992 wurde Proksch – nach der Aufdeckung durch den Journalisten Hans Pretterebner – dafür verurteilt, er starb in Haft.

PersonUnternehmerInAutorIn/JournalistIn

North Pacific Trading Ltd. war eine Scheinfirma im Zusammenhang mit der Lucona-Affäre.

»Verein zur Förderung ziviler und militärischer Bestrebungen hinsichtlich einer Intensivierung der Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf dem Gebiet des Umweltschutzes«: So benannte Udo Proksch 1974 den im Vorjahr unter dem Namen »CUM« (»Civil und Militär«) gegründeten, prominent besetzten Verein, unter dem er diverse militärische Projekte und Aktivitäten zur Atommüllbeseitigung bündelte (vgl. Pretterebner 1987, 191f.).

PersonUnternehmerIn

Udo Proksch gründete 1974 den »Club 45«, eine Art »rote Loge« (Pretterebner 1987, 87), dem rund 300 Personen angehörten, und zwar großteils SPÖ-Politiker, Spitzen der österr. Finanzwelt, Manager, Medienleute, Künstler. Dieses Machtkartell wurde häufig mit der italienischen Geheimloge »P2« verglichen (»Tatsächlich wurde […] Österreich zeitweilig vom Club 45 und vom Café Demel aus regiert«,Pretterebner 1987, 87).

PersonUnternehmerIn

Yellow Cake ist ein pulverförmiges, in früheren Herstellungsverfahren gelbes Gemisch von Uranverbindungen, das entsteht, wenn Uranerz mechanisch zerkleinert wird. Die radioaktiven Rückstände stellen aufgrund ihrer großen Menge und der langen Halbwertszeit ein Umweltproblem dar.

Yellow Cake, letztlich Basis der Atombombe, inspirierte Proksch dazu, seine Kohlebergwerke als Uranerzaufbereitungsanlagen auszugeben.

PersonUnternehmerIn

In Chioggia in Oberitalien wurde 1976 der Frachter Lucona von Proksch angeblich mit einer Uranerzaufbereitungsanlage beladen.

TopographieOrtschaftPersonUnternehmerInEreignis

Staumeister Giorgio Casagrande erklärte 1979 in einer Falschaussage, er habe den Inhalt der Container, mit dem der Frachter in Chiogga beladen wurde, kontrolliert (vgl. Pretterebner 1987, 316).

TopographieOrtschaft

Möglicher Bezug zu den häufigen Erwähnungen von Nebel in Pluhars Tagebüchern, wenngleich nicht in Aschaffenburg (vgl. Pluhar 1981, 99: »Der Nebel, ist der dicht«).

TopographieOrtschaftPersonSchauspielerIn/RegisseurIn

Die »Enkelin« ist eine Figur in Thomas Bernhards Stück »Die Macht der Gewohnheit« (Uraufführung 1974 bei den Salzburger Festspielen). Zirkusdirektor Caribaldi versucht krampfhaft, die Aufführung von Schuberts»Forellenquintett« zu ermöglichen, während die anderen Darsteller die Proben auf unterschiedliche Art und Weise sabotieren.

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusikZitate

Diesen Satz spricht die Enkelin in Bernhards»Macht der Gewohnheit«, Caribaldi imitiert sie und wiederholt den Satz ( Bernhard 2005, 64).

PersonAutorIn/JournalistInZitate

»Nördlich der Alpen« ist eine mehrfach wiederholte Wendung in Bernhards»Macht der Gewohnheit«, zuerst spricht sie der Jongleur: »Aber es kann natürlich [/] nicht nur [/] auf asphaltierten Plätzen [/] gespielt werden [/] Nördlich der Alpen« (Bernhard 2005, 13). Caribaldi bestätigt später, die Enkelin wiederholend: »ENKELIN: Wir sind nördlich der Alpen [/] CARIBALDI: »Richtig [/] wir sind nördlich der Alpen« (Bernhard 2005, 72).

TopographieBergPersonAutorIn/JournalistInZitate

In Bernhards Stück »Die Macht der Gewohnheit« erwähnt die Figur Caribaldi einen fürchterlichen rheumatischen Schmerz, den er sich auf dem Stilfser Joch zugezogen habe. »Sie erinnern sich [/] auf dem Stilfser Joch. [/] JONGLEUR: Auf dem Stilfser Joch [/] ENKELIN und SPASSMACHER zusammen: Auf dem Stilfser Joch« (Bernhard 2005, 95).

TopographieBergPersonAutorIn/JournalistInZitate

»Zirkusdirektor Caribaldi« ist ein Protagonist in Bernhards Stück »Die Macht der Gewohnheit«.

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Dr. Oetker ist ein deutsches Nahrungsmittelunternehmen mit Sitz in Bielefeld; es wurde 1937 zu einem der ersten nationalsozialistischen Musterbetriebe gekürt. Die NS-Vergangenheit des Unternehmens wurde en détail erst nach dem Tod des Familienkonzernchefs Rudolf-August Oetker 2007 erforscht und belegt (vgl. Finger/Keller/Wirsching 2013).

TopographieOrtschaftPersonUnternehmerIn

Anspielung auf eine Szene in Bernhards»Macht der Gewohnheit«, in der die Enkelin Caribaldi ein Fußbad bringt und die Hose aufkrempelt, »jetzt sieht man, sein rechtes Bein ist ein Holzbein« (Bernhard 2005, 43).

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Lokal in Bielefeld

TopographieOrtschaft

Erneuter Bezug auf Pluhars»Aus Tagebüchern«. »Nach Hellers sehr schönem Brief aus Gars am Kamp vom 4.VII.«, notiert Pluhar am 9. Juli 1972 eine »Art Antwort« ( Pluhar 1981, 40). Der Inhalt des Briefes wird nicht erwähnt.

TopographieOrtschaftPersonSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInZitate

Pluhar notiert im Juli/August 1977 Tagebucheinträge während Dreharbeiten in Coburg. »Das Fieber läßt mich nicht los. Muss heute wieder nach Coburg« (Pluhar 1981, 93).

TopographieOrtschaftPersonSchauspielerIn/RegisseurIn

Sammelpseudonym, Verfasser der Romanheft-Rei he »Rolf Torring’s Abenteuer«

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Held der Romanheft-Reihe »Rolf Torring’s Abenteuer«, verfasst von Autoren unter dem Sammelpseudonym Hans Warren; erschien zunächst zwischen 1930 und 1939 mit insgesamt 445 Ausgaben; ab 1950 wurde die Reihe fortgesetzt, aber bald stark verändert, sodass sie abgesehen von den handelnden Personen kaum noch etwas mit der Vorkriegsserie gemeinsam hatte. 1961 wurde sie eingestellt.

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Ein Rolf-Torring-Heft dieses Titels gibt es nicht (vgl. Weideli 1997).

Koflers Traumlandschaft verlagert ein Phänomen aus den Niederungen in gebirgige Höhen: Wenn riesige Wassermengen in einer Wüste verdampfen, entstehen salzhaltige, ebene »Pfannen«, »Pfannenlandschaften«.

Anspielung auf Erika Pluhars wiederholte Schilderungen von Erkrankungen und Schmerzen in ihren Tagebüchern:»Immer wieder Entzündungen im Hals und im Rachen« (Pluhar 1981, 39)

PersonSchauspielerIn/RegisseurIn

»Gemeinschaftlicher Wahnsinn«, spricht der Jongleur in Bernhards»Die Macht der Gewohnheit«, kurz danach lautet die Regieanweisung für die Enkelin: »tritt mit einem Schaff heißen Wassers und mit einem Handtuch auf« (Bernhard 2005, 43). Kofler verändert die Szene in der Folge allerdings.

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Mehrfach wiederholte Wendung in Bernhards»Die Macht der Gewohnheit«, der Jongleur spricht sie im allerersten Auftritt zu Caribaldi: »Morgen Augsburg [/] nicht wahr« (Bernhard 2005, 11) und es sind die letzten Worte von Caribaldi: »Morgen Augsburg« (Bernhard 2005, 124).

TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInZitate

»Gibt es denn in Augsburg [/] überhaupt einen Arzt [/] einen Rheumaspezialisten [/] in diesem muffigen verabscheuungswürdigen Nest [/] In dieser Lechkloake« (Bernhard 2005, 102). »Gibt es denn in Augsburg [/] überhaupt [/] einen Klavierstimmer« (Bernhard 2005, 104).

TopographieOrtschaft

Pluhar schreibt: »Peter […] stöhnt über eine sehr späte Aufnahme von Helge Rosvaenge im Radio« (Pluhar 1981, 65).

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurIn

Pluhars Eintrag vom 28. Oktober 1976 lautet: »Von Kafka und seiner Lebensgefährtin geträumt. Das heißt ich war beide, ich war sowohl Kafka als auch die Frau« (Pluhar 1981, 80).

PersonAutorIn/JournalistInSchauspielerIn/RegisseurIn

Der Franz-Kafka-Preis wurde von 1979 bis 2001 alle zwei Jahre von der Stadt Klosterneuburg und der Österreichischen Franz-Kafka-Gesellschaft an Schriftsteller verliehen. Im Jahr 1985 erhielt ihn Herbert Eisenreich.

PersonAutorIn/JournalistInEreignis

Zitat aus einem Brief Franz Kafkas an Max Brod: »Warum hört die Reue nicht auf? Das Schlußwort bleibt immer: Ich könnte leben und ich lebe nicht« (Kafka 1958, 385).

PersonAutorIn/JournalistIn

Franz Kafka, seit 1962 im Unternehmen, wird 1979 Generaldirektor von Henkel Austria. Das Waschmittel Persil ist eine Marke von Henkel.

PersonUnternehmerIn

»Uganda tomorrow« war der Titel einer geplanten Aktion zahlreicher österr. Künstler in Uganda, die 1970 vor der konkreten Umsetzung scheiterte. Initiator war ein Freund Udo Prokschs, der für einen Konzern in Uganda tätige Hans Neuffer (vgl. Nowak 2010).

PersonUnternehmerIn

Möglicher Bezug zu Thomas Bernhards Erzählung »Ist es eine Komödie? Ist es eine Tragödie?«: »Die ganze Welt ist eine einzige Jurisprudenz. Die ganze Welt ist ein Zuchthaus!« (Bernhard 2003a, 39)

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Kofler verändert die Vorfälle, an denen in Bernhards»Die Macht der Gewohnheit« die Proben scheitern (vgl. Bernhard 2005).

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Der in Hongkong ansässige australische Unternehmer Owen William Corrigan fungierte als Geschäftsführer von Udo Prokschs Briefkastenfirma »North Pacific Trading« .

PersonUnternehmerIn

Extruder sind Fördergeräte, die feste bis dickflüssige Massen unter hohem Druck und hoher Temperatur gleichmäßig aus einer formgebenden Öffnung herauspressen. Kofler spielt hier erneut auf den Fall Lucona (s. Eintrag ›der Herr Industrieideologe‹) an: Prokschs Frachter hatte anstelle der versicherten wertvollen Ladung Schrott, darunter Teile eines Kunststoff-Extruders, an Bord.

PersonUnternehmerInMedien

Kofler bezieht sich auf die Krankheitsschilderungen in Erika Pluhars»Aus Tagebüchern« (vgl. Pluhar 1981)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInZitate

Anspielung auf Thomas Bernhards Städtebeschimpfungen, wobei Ingolstadt und Nürnberg nicht wörtlich auftauchen, allerdings Passau: »aber schon als sie in Passau ankamen, hatten sie gesehen, daß es sich bei Passau um eine der häßlichsten Städte überhaupt handle« (Bernhard 2006b, 46).

TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistIn

Weiterer Bezug auf die Krankheitsschilderungen in Pluhars»Aus Tagebüchern«: »Angst, der Sterbensangst vor der Tournee […] allen Symptomen meines Körpers, er wehrt sich, Nase, Magen, Kopf, alles spricht von Furcht und Schrecken« (Pluhar 1981, 241).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInZitate

Bezug zu Bernhards»Die Macht der Gewohnheit«: »Der Herr Dompteur glaubt [/] Sich tagtäglich eine Verletzung gestatten zu können« (Bernhard 2005, 72).

PersonAutorIn/JournalistInZitate

»Nachts die Todesschreie eines Vogels« (Eintrag »14. Juni 1980«; Pluhar 1981, 209)

In Bernhards»Die Macht der Gewohnheit« bringt die Enkelin dem Zirkusdirektor wiederholt ein »Maggini-Cello« aus dem Kasten, lässt es allerdings nicht fallen. Giovanni Paolo Maggini (1580–1632): Vertreter der Geigenbau-Schule von Brescia

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Die Verknüpfung der Begriffe ›Theater‹ und ›Anstalt‹ könnte sich von Friedrich Schillers Rede »Die Schaubühne als moralische Anstalt betrachtet« (1784) herleiten.

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Möglicherweise ein Bezug zu Thomas Bernhards Erzählung »Ist es eine Komödie? Ist es eine Tragödie?«»[...] ich verachte das Theater, ich hasse die Schauspieler, das Theater ist eine einzige perfide Ungezogenheit>« (Bernhard 2003a, 35)

PersonAutorIn/JournalistInZitate

Finsternis und Krankheit sind zwei zentrale Begriffe aus dem »Bernhard-Universum«. Die deutsche Stadt Rottweil taucht in Bernhards Städtebeschimpfungen nicht auf.

TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistIn

Atoll im Pazifischen Ozean, Teil der Cook-Inseln

Das 1931 durch Firmenzusammenschlüsse entstandene Münchner Industrieunternehmen war im Maschinenbau, in der Produktion von Lokomotiven und Lastkraftwagen tätig. Vor und während des Zweiten Weltkriegs baute man die Rüstungsproduktion aus, die zu Beginn der 1960er Jahre wieder ein wichtiger Unternehmenszweig wurde. Georg Wendelin, der für Udo Proksch Konstruktionspläne für die Uranerzaufbereitungsanlage fälschen sollte, war zuvor technischer Zeichner bei Krauss-Maffei (vgl. Pretterebner 1987, 220).

PersonUnternehmerIn

Die Diehl Stiftung & Co. KG ist ein seit 1902 bestehendes deutsches Familienunternehmen mit Sitz in Nürnberg und gehört zu den größten Luftfahrtausrüstern und Rüstungskonzernen Deutschlands.

TopographieOrtschaft

Das »Argus-Amt«, offiziell »Amt für Vertretung und Kommission« als Spezialabteilung der rumänischen Handelskammer in Bukarest, unterstützte im Auftrag des rumänischen Geheimdiensts organisierte Steuerhinterziehung im Westen und leistete im Zusammenhang mit der Lucona-Affäre »Hilfestellung bei der Durchführung eines Versicherungsbetrugs« (Pretterebner 1987, 594).

TopographieOrtschaft

Dragos Diaconescu, rumänischer Geheimdienstoffizier, bestätigte im Auftrag des »Büro Argus« und mit dem Briefkopf der »Handels- und Industriekammer der Sozialistischen Republik Rumänien«, datiert auf den 15. Mai 1984, schriftlich die Lieferung der Lucona-Fracht aus Rumänien (Pretterebner 1987, 592ff.).

PersonPolitikerIn

»Maladie française«: Syphilis

Die »Asiatische Grippe« war nach der Spanischen Grippe die zweitschlimmste Influenza-Pandemie des 20. Jahrhunderts. Sie brach 1957 aus und hatte ihren Ursprung vermutlich in der Volksrepublik China.

Udo Proksch entwarf ab 1957 als Designer unter dem Namen Serge Kirchhofer und Art-Director der Firma Wilhelm Anger OHG Brillen.

PersonUnternehmerIn

Die ehemals »Badische Anilin- & Soda-Fabrik« – heute BASF – ist ein deutscher Chemiekonzern mit über 390 Produktionsstandorten weltweit und Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein.

TopographieOrtschaft

1976 beschäftigte ein Fall von Exorzismus die Öffentlichkeit: Eine 23-jährige Studentin starb, weil katholische Priester und gläubige Eltern Dämonen beschworen und Ärzte zur Behandlung der psychotischen Störung verschmähten. Unter den Wesen, von denen die Frau angab, besessen zu sein, waren nicht nur Lucifer und Judas, Kain, Nero und Hitler , sondern auch ein »Pfarrer Fleischmann«, der im 16. Jahrhundert ein Mädchen verführt und umgebracht haben soll (vgl. [red.] 1978).

PersonReligiöse/r WürdenträgerIn

Kofler bezieht sich in dieser Passage auf die Schilderung von Erschöpfungszuständen, wie sie sich in Erika Pluhars Tagebüchern mehrfach finden. »Ich fühle mich wie ein erloschener Vulkan«, lautet der Tagebucheintrag am 14. Dezember 1978 (Pluhar 1981, 158).

PersonSchauspielerIn/RegisseurIn

Möglicherweise Anspielung auf den Tod des österr., international erfolgreichen Schauspielers Oskar Werner (1922–1984), der auf einer Rezitationstournee in Marburg an der Lahn nachts im Hotel einen Herzinfarkt erlitt (s. Eintrag ›in Marburg an der Lahn‹).

TopographieOrtschaftPersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienEreignis

Kofler benennt in diesem Abschnitt diverse Protagonisten mit dem Namen (oder Variationen des Namens) Zimmermann, vermutlich in Anspielung auf Eduard Zimmermann. Zimmermann (1929–2009) war Journalist und Fernsehmoderator der Sendung »Aktenzeichen XY« 1967–1997. Die Sendungsidee bestand darin, mit Hilfe von Zuschauerhinweisen ungeklärte Straftaten aufzuklären.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

»Conan der Barbar« (1982): US-amerikanischer Spielfilm (Regie: John Milius, Drehbuch: John Milius, Oliver Stone), mit dem Arnold Schwarzenegger (* 1947) der internationale Durchbruch in seiner Filmkarriere gelang.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Der 1968 in die USA ausgewanderte Schwarzengger dominierte bis zu seinem Rücktritt vom Leistungssport 1975 die internationale Bodybuildung-Szene.

PersonSchauspielerIn/RegisseurIn

1899 gegründetes Mineralölunternehmen

Stinnes AG: deutsches Logistikunternehmen

Österr. Chemieunternehmen mit weltweiten Standorten, Hauptsitz in der Schweiz

Neumünster: deutsche Stadt in Schleswig-Holstein

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