Helene von Damm (* 1938 als Helene A. Winter in Ulmerfeld,Oberösterreich), 1959 Auswanderung in die USA, Assistentin von Ronald Reagan, 1983–1985 US-Botschafterin in Wien, 1985 heiratete sie Peter Gürtler, den Besitzer des Hotels Sacher in Wien.In ihrer Autobiographie wird die Besteigung des Großglockners auf das Jahr 1984datiert. (vgl. Damm 1987, Abb. 18) Ihre mit viel Publizität verbundene diplomatische Tätigkeit bezeichnete Damm als »public diplomacy«, die Ersteigung des Großglocknersfand ihr Echo bis in die »New York Times«. (Markham 1985)

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Firma für Haarpflegeprodukte (gehörte zu Unilever), für die die Gebrüder Bundy seit 1965 Werbung machten; die Produktlinie wurde Ende der 80er Jahre eingestellt.

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1919 wurde der ersten Friseursalon der Familie Bundy in Wien gegründet, 1962 wurden Hans und Georg Bundy, die Enkel des Gründers, Friseurweltmeister. Heute verfügt das Familienunternehmen über rund zwei Dutzend Salons und eine eigene Produktpalette.

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Robert Rogner (* 1941), Kärntner Baumeister, ab 1969 Ausführung von Großprojekten vor allem in der Fremdenverkehrsbranche (Appartementhäuser, Feriendörfer), 1995 Einstieg in den Thermenbereich, 2004 Übergabe der Unternehmensleitung an die beiden Kinder. Bekannt wurde der »Baulöwe« 1981 auch durch den Erwerb des Mittagskogels, eines markanten Bergs der Karawanken (angeblich ein Geschenk an seine Frau als Jagdrevier; vgl. Grotte 2011). 2014 übergab er diesen Grundbesitz dem Land Kärnten und ließ ihn als Naturschutzgebiet widmen.

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Die nicht zuletzt durch Auftritte in zahlreichen Hollywood-Filmen weltweit bekannte Waffe wurde von Gaston Glock (* 1929) entwickelt. 1963 gründete er im niederösterreichischen Deutsch-Wagram eine erste Produktionsstätte, der Stammsitz befindet sich in Velden am Wörther See. Glock bestritt stets – teils auf juristischem Weg –, dass er die FPÖ und den Kärntner LandeshauptmannJörg Haider unterstütze. »Klar ist dennoch, dass Glock und Haider ein Naheverhältnis pflegen bzw. pflegten.« (Maierbrugger 2004)

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1985 lanciertes Projekt des Bauunternehmers Robert Rogner, in Villach (am Gailspitz bei der Einmündung der Gail in die Drau) eine riesige Kugel zu bauen, in der man eine Liliputbahnfahrt durch die Menschheitsgeschichte (»Geschichte, wie sie wirklich war«, Mnemosyne 1989, 4) unternehmen kann. Das Projekt wurde – auch wegen der von einer Bürgerinitiative getragenen Proteste gegen die »radikal simplistische Aufbereitung von Geschichte« (Mnemosyne 1989, 7) – nicht realisiert. Das »History Land« sollte dann, so Rogners kurzfristiger Plan 1988, in dem nicht in Betrieb genommenen Atomkraftwerk Zwentendorf realisiert werden. Kofler hat das Motiv der »Begehbarkeit von Geschichte« im Abschnitt der Führung durch das »Museum der deutschen Geschichte« verarbeitet.

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Eduard Baumgartner (1923–2006), seit 1963 Chef des europaweit tätigen Logistik- und Transportunternehmens Fercam in Bozen (vgl. Erker 2010, 378f.)

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Anspielung auf das österreichische Boulevardblatt »Neue «»Kronen Zeitung«, die Hans Dichand 1959 unter Rückgriff auf einen bis 1944 vorhandenen Zeitungstitel gründete. 1967–1971 hieß das Blatt »Unabhängige Kronen-Zeitung«, nahm danach wieder den alten Titel an, auf der Titelseite erscheint stets nur der Kurztitel »Kronen Zeitung.«

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Hans Dichand (1921–2010), Anfang der 1950er Jahre Chefredakteur der »Kleine«»n«» Zeitung«»«und des »Neuen «»Kurier«, 1959 gründete Dichand mit Unterstützung des Gewerkschaftsbundes die »Neue «»Kronen Zeitung«, die sich in der Folge zur auflagenstärksten Tageszeitung Österreichs entwickelte.

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s. Eintrag ›Rogner‹

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Horst Schiesser (* 1930), ehemaliger Inhaber eines Backwarenunternehmens, das mit der Tochterfirma »Geschi-Brot« u.a. den Discounter Aldi belieferte. 1986, damals Marktführer, sorgte Schiesser für Schlagzeilen mit dem Erwerb des gewerkschaftseigenen Immobilienkonzerns »Neue Heimat« mit rund 190.000 Wohnungen und 17 Milliarden Mark Schulden um den symbolischen Preis von 1 DM. Nach sechs Wochen musste er den Kauf rückabwickeln, da die Banken seine Sanierungspläne nicht unterstützten. Schiesser blieb weiterhin der »bunte Vogel unter den Unternehmern« (»Der Spiegel« 32/1997) mit teils absurden Geschäftsideen, bis das Backwarenunternehmen 1997 Konkurs anmelden musste. (vgl. Austilat 2006)

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Panuli: 1921 in Linz von Josef Panuschka gegründete Zuckerwarenfabrik, 1988 von der deutschen Firma Haribo übernommen. Der Firmenname Panuli stand antonomastisch für Fruchtgummi.

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Karl Schmoll (1852–1936) entwickelte ab den 1880er Jahren in Wien Konservierungsfette. Bekannt wurde er für seine Leder-Putzpasten, die vor allem beim Militär oft eingesetzt wurden.

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1951 wurde (lt. Gesellschaftsvertrag v. 30. 6. d. J.; Privatbesitz) in Klagenfurt die »Johann Strauss KG« zur Schuherzeugung gegründet. 1962 übernahm Stefan Berg wesentliche Gesellschaftsanteile und errichtete in der Villacherstraße 93 eine Produktionsstätte für Schuhe.

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1793 übernahm Christof Neuner (1765–1834), aus Oberfranken eingewandert, einen Riemerbetrieb in Klagenfurt. Der Sohn begann, Pferdegeschirre zu produzieren und Leder zu gerben, er baute den Betrieb maßgeblich aus. Während des Ersten Weltkriegs war man ein wichtiger Heereslieferant. Den durch den Ersatz der Pferde durch Maschinen bedingten Produktionsausfall kompensierte die Firma durch den Beginn einer Schuhfertigung. In den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg produzierte man bis zu 1500 Paar Schuhe täglich (vgl. Giencke 1968, 18). Das Stammhaus in der St. Veiter Straße wurde zu klein, 1958 verlegte man die Schuhfabrik in die Ebentaler Straße 139.

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»Baumeister Anton Bulfon (1885–1961) war der bedeutendste Bauunternehmer seiner Zeit in Kärnten. In seiner Veldener Firma waren zeitweise bis zu 2000 Arbeiter beschäftigt« (Feyertag o.J.). Gemeinsam mit dem Architekten Franz Baumgartner prägte er das Bild Veldens, sie planten zahlreiche Veldener Hotels seit der Jahrhundertwende. Das Hotel Carinthia (1924) sowie das »Strandhotel Bulfon« (aus dem 1898 errichteten Hotel Ulbing hervorgegangen) betrieb Bulfon selber. 1924 errichteten Bulfon/Baumgartner die Badeanstalt Bulfon. Sprungturm und Rutsche wurden zu einem Wahrzeichen der Veldener Bucht.

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Lippencreme gegen Fieberblasen und zum Schutz in großer Höhe, vom Wiener Apotheker Johann Kretschmann zu Beginn der 1930er Jahre entwickelt und 1936 als Marke eingetragen

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Im Juli 1945 wurde in Villach die Firma »Dachpappenfabrik und Bauunternehmen Ing. Alfred Kofler« gegründet. 1950 schied Kofler aus, von nun an nannte sich die Firma »Villacher Dachpappenfabrik Geissler u. Pehr«, ab 1953 »Villacher Asphaltgesellschaft Geissler u. Pehr«, kurz: »Villas« (unter dem Namen Villas Austria besteht die Firma heute noch). (vgl. Kohl 2010) Die Firma Villas war Ende der 1980er Jahre Hauptsponsor des Villacher Eishockeyvereins VSV.

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Berliner Unterweltfigur, die Hinweise zur Aufdeckung des Schussattentats auf den Immobilienmakler Günter Schmidt im Jahr 1985 gab und damit die Korruptionsaffäre rund um Baustadtrat Antes (s. Eintrag ›Antes‹) ins Rollen brachte. Das Attentat auf Schmidt, das dieser schwer verletzt überlebte, wurde im Auftrag seines ehemaligen Geschäftspartners, des Rechtsanwalts Christoph Schmidt-Salzmann, verübt. Beide waren Kern einer berüchtigten »Sanierungsmafia« in Berlin (vgl. Rott 2009, 378).

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Franz Fernolendt kam 1831 nach Wien, um Apotheker zu werden, und erfand 1832 eine Glanzwichse. 1901 wurde der Markenname Nigrin für Lederpflegemittel beim deutschen Patent- und Markenamt eingetragen (Fa. Carl Friedrich Gentner, Göppingen).

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Karl Schmoll (1852–1936) entwickelte ab 1892 in Wien Leder-Putzpasten, die vor allem beim Militär viel eingesetzt wurden. s. Eintrag ›schmollpasta‹

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1937 von Karl Kolarik und Jaromir Buben gegründetes Unternehmen zum Vertrieb des Budweiser Biers in Wien, das auch das Schweizerhaus im Wiener Prater betrieb

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Koflers Aufzählung bezieht sich auf drei real existierende Firmennamen. Bilderland war eine von 1967 bis 2002 bestehende Grazer Firma für Fotoausarbeitung, die in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre in Wien auch Kultursponsoring betrieb. Der Wiener Unternehmer Horst Jeschek gründete 1971 die Firma Teppichland, die er zu einer Handelskette mit Fachmärkten ausbaute, 1999 ging die »Holz-Steiner Teppichland und Fliesencity AG« in Konkurs. Die Bezeichnung Grabsteinland für Steinmetzbetriebe, die sich auf Grabsteine spezialisiert haben, findet sich an mehreren Orten, u.a. in Wien-Simmering in der Nähe des Zentralfriedhofs. Die Bezeichnung Pizzaland trat und tritt im deutschsprachigen Raum ebenfalls mehrmals auf, vornehmlich für Gastronomiebetriebe und Restaurantketten, die einen Pizza-Lieferdienst oder -Gassenverkauf anbieten.

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1935 wurde in der Villacher Italienerstraße das »OMI Büromaschinenhaus Oskar Mikula« eröffnet, nach dem Zweiten Weltkrieg Wiederaufbau und Erweiterung um eine kleine Hausdruckerei, 1963 Eröffnung eines neuen Geschäftsgebäudes in der Nikolaigasse. Das Geschäft wird seit 1998 als »Druckbörse« betrieben (vgl. www.druckboerse.at/historie, 25. 6. 2018).

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Die Namen der Zechen und Stollen sind wortwörtlich der »Geschichte des Kärntner Bergbaues« (Wießner 1950) entnommen. Die bayrischen Raubzüge sind eine Erfindung Koflers, die Fugger waren im 16. Jahrhundert selber im Bergbau im oberen Lavanttal und in Oberkärnten aktiv.

PersonUnternehmerInZitate

s. Eintrag ›Rogner‹

PersonUnternehmerInMedien

Wurlitzer: Synonym für Jukebox, einem Automat, der nach den Einwurf von Münzen die gewählte Musik abspielt. Der Name stammt vom US-amerikanischen Unternehmer Rudolph Wurlitzer, der in den 1850er Jahren eine Firma für die Produktion von Instrumenten und Jukeboxen gründete.

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Auf dem Gelände der Burgruine Finkenstein am Faakersee errichtete der Unternehmer und Gastronom Gerhard Satran (1947–2015) zu Beginn der 1980er eine 1100 Sitzplätze umfassende Open-Air-Arena, in der er sommers Konzerte und Aufführungen mit Stars aus der Klassik-, Schlager- oder Kabarettszene organisierte.

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Udo Proksch (1934–2001), »Freund der Mächtigen und Bonvivant« (Pretterebner 1987, 13), übernahm 1974 die Führung der Wiener »Hofkonditorei« Demel. 1977 sank der von ihm gecharterte Frachter »Lucona« nach einer Explosion, sechs Menschen starben. Die fingierte Ladung war eine Uranerzaufbereitungsanlage. Erst 1992 wurde Proksch – nach der Aufdeckung durch den Journalisten Hans Pretterebner – dafür verurteilt, er starb in Haft. s. Eintrag ›der Herr Industrieideologe‹

TopographieOrtschaftPersonUnternehmerInAutorIn/JournalistInMedienEreignis

Österr. Werbeagentur, Geschäftsführer: Edi Keck (letzte veröffentlichte Bilanz 2005, Firmenbuch-Nr. FN 84354a).

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Der aus dem steirischen Weiz stammende Franz Strohsack benannte sich nach seiner Auswanderung nach Kanada 1954 in Frank Stronach um (vgl. Fürweger 2013, 20).

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Im »Spiegel«-Bericht wird eine Mitteilung des Arcade-Geschäftsführers Horst Bürger erwähnt: »Seine Sanierungsbemühungen, schrieb er an seine Gläubiger, seien ›kurz vor dem erfolgreichen Abschluß an dem Faktor Zeit gescheitert‹« ([red.] 1982a,95).

PersonUnternehmerInMedienZeitung/Zeitschrift

Der deutsche Unternehmer Carl Friedrich Borgward (1890–1963) ließ von 1939 an in Bremen Automobile unter seinem Familiennamen fabrizieren. Die PKW-Marke Borgward verschwand mit Borgwards Tod.

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Günther Aloys (* 1948), Hotelier im Tiroler Skiort Ischgl , der mit seinen Ideen, Ischgl zu einer Marke für Skisport, Après-Ski und Entertainment zu machen, umstritten war. Als erstes Event organisierte er 1995 einen Auftritt des britischen Sängers Elton John.

TopographieOrtschaftPersonUnternehmerInMusikerIn

Der Ischler Hotelier Günther Aloys warb Ende der 1990er Jahre – vergeblich – für eine Überdachung des Skiorts, um die Saison zu verlängern (vgl. Buse 1999).

TopographieOrtschaftPersonUnternehmerIn

Carl Horst Hahn, 1982–1993 VW-Vorstandsvorsitzender, dürfte diesen Spruch des Öfteren getätigt haben; er wird damit 1987, zwei Jahre nach dem Erscheinen von »Amok und Harmonie«, in einem »Spiegel«- Artikel zitiert: »›Das Automobil‹, preist VW-Chef Carl H. Hahn sein Produkt, ›ist die technische Verkörperung der Freiheit‹« ([red.] 1987, 91).

PersonUnternehmerInMedienZeitung/Zeitschrift

Helene von Damm (* 1938 als Helene A. Winter in Ulmerfeld, Oberösterreich), 1959 Auswanderung in die USA, Assistentin von Ronald Reagan, 1983–1985 US-Botschafterin in Wien, 1985 heiratete sie Peter Gürtler, den Besitzer des Hotels Sacher in Wien. In ihrer Autobiographie wird die Besteigung des Großglockners auf das Jahr 1984 datiert (vgl. Damm 1987, Abb. 18). Ihre mit viel Publizität verbundene diplomatische Tätigkeit bezeichnete Damm als »public diplomacy«, die Ersteigung des Großglockners fand ihr Echo bis in die »New York Times« (Markham 1985). s. Eintrag ›mit der amerikanischen Botschafterin auf dem Großglockner‹

TopographieOrtschaftBergPersonPolitikerInUnternehmerInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Anspielung auf Udo Proksch (1934–2001), »Freund der Mächtigen und Bonvivant« (Pretterebner 1987, 13), übernahm 1974 die Führung der Wiener »Hofkonditorei« Demel. 1977 sank der von ihm gecharterte Frachter »Lucona« nach einer Explosion, sechs Menschen starben. Die fingierte Ladung war eine Uranerzaufbereitungsanlage. Erst 1992 wurde Proksch – nach der Aufdeckung durch den Journalisten Hans Pretterebner – dafür verurteilt, er starb in Haft.

PersonUnternehmerInAutorIn/JournalistIn

»Verein zur Förderung ziviler und militärischer Bestrebungen hinsichtlich einer Intensivierung der Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf dem Gebiet des Umweltschutzes«: So benannte Udo Proksch 1974 den im Vorjahr unter dem Namen »CUM« (»Civil und Militär«) gegründeten, prominent besetzten Verein, unter dem er diverse militärische Projekte und Aktivitäten zur Atommüllbeseitigung bündelte (vgl. Pretterebner 1987, 191f.).

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Udo Proksch gründete 1974 den »Club 45«, eine Art »rote Loge« (Pretterebner 1987, 87), dem rund 300 Personen angehörten, und zwar großteils SPÖ-Politiker, Spitzen der österr. Finanzwelt, Manager, Medienleute, Künstler. Dieses Machtkartell wurde häufig mit der italienischen Geheimloge »P2« verglichen (»Tatsächlich wurde […] Österreich zeitweilig vom Club 45 und vom Café Demel aus regiert«,Pretterebner 1987, 87).

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Yellow Cake, letztlich Basis der Atombombe, inspirierte Proksch dazu, seine Kohlebergwerke als Uranerzaufbereitungsanlagen auszugeben.

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In Chioggia in Oberitalien wurde 1976 der Frachter Lucona von Proksch angeblich mit einer Uranerzaufbereitungsanlage beladen.

TopographieOrtschaftPersonUnternehmerInEreignis

Dr. Oetker ist ein deutsches Nahrungsmittelunternehmen mit Sitz in Bielefeld; es wurde 1937 zu einem der ersten nationalsozialistischen Musterbetriebe gekürt. Die NS-Vergangenheit des Unternehmens wurde en détail erst nach dem Tod des Familienkonzernchefs Rudolf-August Oetker 2007 erforscht und belegt (vgl. Finger/Keller/Wirsching 2013).

TopographieOrtschaftPersonUnternehmerIn

Franz Kafka, seit 1962 im Unternehmen, wird 1979 Generaldirektor von Henkel Austria. Das Waschmittel Persil ist eine Marke von Henkel.

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»Uganda tomorrow« war der Titel einer geplanten Aktion zahlreicher österr. Künstler in Uganda, die 1970 vor der konkreten Umsetzung scheiterte. Initiator war ein Freund Udo Prokschs, der für einen Konzern in Uganda tätige Hans Neuffer (vgl. Nowak 2010).

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Der in Hongkong ansässige australische Unternehmer Owen William Corrigan fungierte als Geschäftsführer von Udo Prokschs Briefkastenfirma »North Pacific Trading« .

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Extruder sind Fördergeräte, die feste bis dickflüssige Massen unter hohem Druck und hoher Temperatur gleichmäßig aus einer formgebenden Öffnung herauspressen. Kofler spielt hier erneut auf den Fall Lucona (s. Eintrag ›der Herr Industrieideologe‹) an: Prokschs Frachter hatte anstelle der versicherten wertvollen Ladung Schrott, darunter Teile eines Kunststoff-Extruders, an Bord.

PersonUnternehmerInMedien

Das 1931 durch Firmenzusammenschlüsse entstandene Münchner Industrieunternehmen war im Maschinenbau, in der Produktion von Lokomotiven und Lastkraftwagen tätig. Vor und während des Zweiten Weltkriegs baute man die Rüstungsproduktion aus, die zu Beginn der 1960er Jahre wieder ein wichtiger Unternehmenszweig wurde. Georg Wendelin, der für Udo Proksch Konstruktionspläne für die Uranerzaufbereitungsanlage fälschen sollte, war zuvor technischer Zeichner bei Krauss-Maffei (vgl. Pretterebner 1987, 220).

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Udo Proksch entwarf ab 1957 als Designer unter dem Namen Serge Kirchhofer und Art-Director der Firma Wilhelm Anger OHG Brillen.

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