Der Titel spielt auf Uwe Johnsons Roman »Mutmaßungen über Jakob« (1959) an. Die Königin der Nacht ist eine zentrale Figur aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper »Die Zauberflöte« (Uraufführung 1791 im Freihaustheater in Wien; Libretto: Emanuel Schikaneder). Sie steht als personifizierte Macht des Dunkels der Kraft des Lichts – verkörpert in Sarastro– gegenüber, wandelt sich allerdings erst im Verlauf der Handlung, u.a. mit der Weigerung Taminos, die geraubte Tochter Pamina zurückzubringen, in dessen rachsüchtige Gegenspielerin. Assmann betont die wechselhaften Gefühle und Werturteile, die beim Zuseher evoziert werden; zu fragen sei nicht, »wer oder was die Königin ist, sondern wie sie erscheint. Sie wird uns einmal so, einmal anders gezeigt, weil wir zusammen mit Tamino einen Perspektivwechsel vollziehen sollen.« (Assmann 2008, 28) Bereits in »Am Schreibtisch « brachte Kofler die »Zauberflöte « und die Zeit des Nationalsozialismus zusammen (s. Eintrag ›Grenzlandtheaterzauberflöte‹).

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusikZitate

Die Bezeichnung »Nachtstück« existiert in verschiedenen Kunstrichtungen, in der Malerei (v.a. im 15.–17. Jahrhundert), in der Literatur (etwa bei E.T.A. Hoffmann) oder in der Musik (etwa bei Schubert), wobei hier der Ausdruck »Nocturne« oder » Notturno« gebräuchlicher ist.

PersonAutorIn/JournalistInMusikerIn

Am Nationaltheater in Prag gab es von Mai 1939 (Premiere) bis Februar 1944 30 Aufführungen von Mozarts »Zauberflöte« .( Panenková 2016)

TopographieOrtschaftPersonMusikerInMedienMusik

Mozarts »Zauberflöte«, zweiter Aufzug, 30. Auftritt (Schlussszene): »»Man hört den stärksten Akkord [Donner, Blitz, Sturm]. Sogleich verwandelt sich das ganze Theater in eine Sonne.« […] KÖNIGIN, DAMEN, MONOSTATOS : Zerschmettert, zernichtet ist unserer Macht [/] Wir alle gestürzet in ewige Nacht! – [/] »Sie [versinken]««. (Assmann 2012, 135)

PersonMusikerInMedienMusik

»Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten!«, auch bekannt als »Königin-Kantate«, ist eine weltliche Kantate (BW 214) von Johann Sebastian Bach.

PersonMusikerInMedienMusik

Zitat aus Mozarts »Zauberflöte«, Monostatos, 30. Auftritt: »Nur stille! stille! stille! Stille! [/] Bald dringen wir in den Tempel ein!« (Assmann 2012, 133)

PersonMusikerInMedienMusik

Tobias Reiser d. Ä. (1907–1974), Salzburger Volksmusiker und Brauchtumspfleger, »die herausragende Gestalt in der Geschichte der Volksmusik Österreichs im 20. Jahrhundert« (Deutsch 1997, 6), der ausgebildete Fleischhauer und Selcher musizierte von früh an in verschiedenen Formationen, gilt als Erfinder der »Stubenmusik«, er entwickelte ein chromatisches »Salzburger Hackbrett«; 1939 NSDAP-Mitgliedschaft, 1938–41 Beauftragter für die Volksmusik der Salzburger »Landesbauernschaft Alpenland«, in dieser Tätigkeit versuchte er, das »deutsche Wesen«, die Idee der »Volksgemeinschaft« mit der Pflege der Volksmusik zu verbinden (vgl. Deutsch 1997, 76f.), 1941–45 Kriegsdienst, Freistellungen für die Arbeit an »Kulturfilmen« über die Musik am Land und für Gastspielreisen. 1946 gründete er das heute noch bestehende »Salzburger Adventsingen« (damals noch nicht unter diesem Namen), 1946 übernahm er die Leitung des »Salzburger Heimatwerks« (1942–45 bestand bereits eine gleichnamige Institution).

PersonMusikerIn

Die h-Moll-Messe (BWV 232), 1733 entstanden, ist Johann Sebastian Bachs letztes großes Vokalwerk und seine einzige Komposition, der das vollständige Ordinarium des lateinischen Messetextes zugrunde liegt. Gelegentlich wird sie auch als »Hohe Messe« bezeichnet.

PersonMusikerInMedienMusik

Sechsteiliges Oratorium von Johann Sebastian Bach (BWV 248), uraufgeführt 1734/35 in Leipzig; ein großer Teil besteht aus Parodien, d.h. wiederverwendeten Kompositionen, darunter »Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten!« (vgl. Blankenburg 1982, 12).

PersonMusikerInMedienMusik

»Ach, wenn wird die Zeit erscheinen?«: Terzett in Bachs»Weihnachtsoratorium« (Blankenburg 1982, 13)

PersonMusikerInMedienMusik

Thomas Koschat (1845–1914), Komponist und Chorleiter; der gebürtige Kärntner ging 1865 zum Studium nach Wien, wo er bei mehreren Chören Mitglied wurde und später bis zum Leiter des Hofopernchores aufstieg. Mit einer Sängergruppe bereiste er Europa und Amerika und popularisierte durch seine Programme das »Kärntner Lied«.

PersonMusikerInMedienMusik

Die »Deutsche Kantate« von Fidelio F. Finke war laut Prieberg dessen »erster Dank für die hohen Ehren, mit denen der NS-Staat ihn ausgezeichnet hatte«. (Prieberg 1982, 233)

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Fidelio Friedrich Finke (1891–1968), böhmisch-deutscher Komponist, 1927–1945 Rektor der Deutschen Akademie für Musik und darstellende Künste in Prag. Nach Amtsenthebung und Enteignung infolge der Beneš-Dekrete wurde Finke vonAngehörigen der sowjetischen Besatzungsmacht nach Dresden gebracht. Dort gründete er die Staatliche Akademie für Musik und Theater und war bis 1951 ihr Rektor. Während der deutschen Okkupation der Tschechoslowakei komponierte er Werke nationalsozialistischer Gesinnungsmusik. (Handbuch deutsche Musiker)

Bild anzeigen

PersonMusikerInZitate

s. Eintrag ›Tobias Reiser‹

PersonMusikerInMedien

Zitat aus dem »Lied im Grünen« von Franz Schubert (1827, D 917), s. Eintrag ›ins Grüne, ins Grüne‹

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler bezieht sich hier auf die bei Prieberg wiedergegebene Anzeige, mit der der Leipziger Simrock Verlag 1943 Finkes Hymnus ankündigt: »Der Hymnus auf die Befreiung Böhmens von Fidelio F. Finke [...], Hymnus nach dem Gedicht von Herbert Hiebsch [NSDAP-Kulturamtsleiter in Prag]. Orgel, Massenchor, starkes Blasorchester. In der Orgel-Einleitung gibt der Komponist dem deutschen Gedanken Ausdruck, wie er in Böhmen vom mystischen Dunkel der Vorgeschichte bis an die Glanzzeit des deutschen Kaiserreiches immer spürbar war.« (Prieberg 1982, 233)

Bild anzeigen

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusik

Anspielung auf die Anzeige für Finkes Hymnus »O Herzland Böhmen«: »In der 2. Strophe erlebt man die weltgeschichtliche Tat des Führers, die Hissung der Reichsfahne auf der Prager Burg« (Prieberg 1982, 233). s. Eintrag ›O Herzland Böhmen‹

TopographieOrtschaftPersonMusikerInMedienMusik

Joseph Haydn (1732–1809), Komponist der Wiener Klassik

PersonMusikerIn

Robert Schumann (1810–1856), deutscher Komponist

PersonMusikerIn

Verweis auf Mozarts »Zauberflöte«, Synopsis, Zweiter Aufzug: Die drei Knaben erblicken Pamina, die sich das Leben nehmen will, rufen sie ins Leben zurück »und bringen sie zu Tamino, der vor der ,Schreckenspforte‘ steht, bereit zur letzten und äußersten Prüfung, dem Gang durch Feuer und Wasser.« ( Assmann 2012, 13)

PersonMusikerInMedienMusik

s. Eintrag ›Mendelssohn-Bartholdy‹

PersonMusikerInMedien

Singspiel in drei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart, Uraufführung 1782

PersonMusikerIn

Zweite Arie der Königin der Nacht (s. Eintrag ›Mutmaßungen‹) in Mozarts Oper »Die Zauberflöte«. Von Rachsucht getrieben gibt die Königin der Nachtihrer Tochter Pamina ein Messer und trägt ihr auf, ihren Rivalen Sarastrozu ermorden: »Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen [/] Tod und Verzweiflung flammet um mich her! [/] Fühlt nicht durch dich Sarastro Todesschmerzen [/] So bist du meine Tochter nimmermehr.« (Assmann 2012, 92)

PersonMusikerInMedienMusik

In Ludwig van Beethovens Oper »Fidelio« singt Florestan im Verlies, als ihm Leonore in einer Fiebervision als Engel vor Augen tritt: »Ich seh’, wie ein Engel im rosigen Duft [/] sich tröstend zur Seite mir stellet, [/] ein Engel, Leonoren, der Gattin, so gleich, [/] der führt mich zur Freiheit ins himmlische Reich!« (Pahlen 1978, 63) Verweis auf: Ernst Bloch, »Das Prinzip Hoffnung«, Bd.d 1/2, Suhrkamp 1959, S. 1295

PersonMusikerInMedienMusik

»Gesang der Geister über den Wassern« (Erstdruck 1789): sechsstrophiges Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe, 1817 von Franz Schubert vertont

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInZitate

Erste Arie der Königin der Nacht (s. Eintrag ›Mutmaßungen‹) in Mozarts »Zauberflöte«: »O zittre nicht, mein lieber Sohn, [/] Du bist unschuldig weise fromm – [/] Ein Jüngling so wie du, vermag am besten [/] Dies tiefbetrübte Mutterherz zu trösten.« (Assmann 2012, 32)

PersonMusikerInMedienMusik

Vermutlich Bezug auf einen Zeitungsbericht im Nachlass über den »Berghof am Ossiacher See« (s. Eintrag ›Schönberg und Maler‹)

PersonMusikerInMedien

1957 von Paul Simon und Art Garfunkel gegründetes Sängerduo

PersonMusikerIn

Müller und Aurich sind die Namen zweier Gestapo-Beamter, die für die Ermordung des Geigers und Musikwissenschaftlers Zdeněk Němec (1914–1945) verantwortlich waren. Dieser hatte (unter dem Kürzel »ek«) die Aufführung von Smetanas »Mein Vaterland« durch die Tschechische Philharmonie kurz vor Kriegsende, am 4. Februar 1945 in Prag, an der er mitwirkte, in einer Prager Zeitung positiv besprochen (das Werk reiße »das Volk in den schwersten Augenblicken mit sich und bringt ihm Erlösung und Befreiung aus den Fesseln der Sklaverei und des Dunkels«). Er wurde verhaftet und zu Tode misshandelt. (Prieberg 1982 , 396)

TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMusikerInMedienMusik

Hugo Wolf (1860–1903), österreichischer Komponist. Das von Kofler verwendete Epitheton »steirisch« bezieht sich auf seine Geburt im slowenischen Slovenj Gradec (Windischgrätz), zur Zeit seiner Geburt in der »Untersteiermark« gelegen, und seine Schulzeit in Graz. Bekannt wurde er in erster Linie für sein Liedwerk.

TopographieOrtschaftPersonMusikerIn

Josef Marx (1882–1964), österreichischer Komponist; der gebürtige Grazer wurde 1914 Professor an der Wiener Akademie für Musik, 1922–1925 war er deren Direktor; wird als »Erbe« der Wolf’schen Liedtradition angesehen. 1938 Aufführung seines Klavierkonzerts »Catelli romani« während der ersten »Reichsmusiktage« in Düsseldorf. 1949 Honorarprofessor für Musik und darstellende Kunst in Wien (Klee 2009, 358)

PersonMusikerInMedienMusik

Mit »Wassermusik« werden drei in Charakter und Besetzung unterschiedliche Suiten von Georg Friedrich Händel zusammengefasst; die komplette Partitur erschien 1743.

PersonMusikerInMedienMusik

Zitat aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper »Die Zauberflöte«, 2. Aufzug, 28. Auftritt: »Die Geharnischten: Der welcher wandert diese Straße voll Beschwerden, [/] Wird rein durch Feuer, Wasser, Luft und Erden. [/] Wenn er des Todes Schrecken überwinden kann, [/] Schwingt er sich aus der Erde himmelan! [/] Erleuchtet wird er dann imstande sein [/] Sich den Mysterien der Isis ganz zu weihn. –« (Assmann 2012, 122).

PersonMusikerInMedienMusik

»It was a lover and his lass« ist der Titel des bekanntesten Lieds aus Shakespeares»Wie es euch gefällt« (»As you like« it, 1623), vertont von Thomas Morley (1557/58–1602): »It was a lover and his lass, [/] With a hey, and a ho and a hey nonino, [/] That o’er the green cornfield did pass, [/] In the spring-time, the only pretty ring-time, [/] When birds do sing, hey ding a ding a ding, [/] Sweet lovers love the spring« (Shakespeare 2006, 328f.). In der Schlegel-Tieck ’schen Übersetzung: »Ein Liebster und sein Mädel schön, [/] Mit heisa und ha und juchheisa trala! [/] Die thäten durch das Kornfeld gehen [/] Zur Maienzeit, der lustigen Paarezeit, [/] Wann Vögel singen tirlirelirei: [/] Süß’ Liebe liebt den Mai« (Shakespeare 1897, 173).

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusikZitate

Vilja-Lied: bekanntes Lied aus Franz Lehárs Operette »Das Land des Lächelns« (1929)

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler bezieht sich vermutlich auf das von Martha Argerich 1952 aufgenommene Klavierkonzert in a-moll, op. 54 (1854), von Robert Schumann.

PersonMusikerInMedienMusik

Deutsche Opern- und Operettensängerin (1924–2010); einem breiten Publikum wurde sie mit ihren Fernsehauftritten bekannt.

PersonMusikerIn

Lied der Gruppe »Die drei Peheiros«, eines Männertrios, das seit den 1950er Jahren im Schlagergeschäft erfolgreich war. 1. Strophe: »Es hängt ein Autoreifen an der Wand, [/] Und der Auspuff liegt gleich nebenan. [/] Fragt ihr mich warum ich traurig bin, [/] Schau ich nur zum Autoreifen hin« (Die drei Peheiros 2016). Das Lied war eine Variation des erfolgreichen Schlagers »Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand« (1953) der holländischen Band »Kilima Hawaiians« .

Bild anzeigen

PersonMusikerInMedienMusik

Bekanntes Lied aus Franz Lehárs Operette »Der Zarewitsch« (1927)

PersonMusikerInMedienMusik

»Ruhe, schönstes Glück der Erde«: »Vocal-Quartett« für Männerchor von Franz Schubert (Deutsch-Verzeichnis Nr. 657) nach einem anonymen Text

PersonMusikerInMedienMusik

Deutscher Opern- und Operettensänger, lyrischer Tenor (1915–1986), bekannt wurde er durch zahlreiche TV- und Filmauftritte

PersonMusikerIn

1974 von Josef Oberwalder gegründetes österr. Männergesangsquartett, anfänglich mit einem Repertoire traditioneller und neuer geistlicher Volkslieder; internationale Anerkennung mit der Interpretation von Schuberts Männerquartetten

PersonMusikerIn

»Boléro«, Orchesterstück des franz. Komponisten Maurice Ravel, Uraufführung 1928

PersonMusikerInMedienMusik

Fritz Wunderlich (1930–1966), deutscher Opernsänger, ab 1960 Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper München, ab 1964 internationale Engagements, u.a. an der Wiener Staatsoper, den Salzburger Festspielen. Zwei Wochen vor seinem Tod sang er in Edinburgh jene Rolle, mit der er bekannt geworden war: den Taminoin Mozarts »Zauberflöte«, er starb an den Verletzungen eines Treppensturzes während eines Jagdaufenthaltes in der Nähe von Karlsruhe (vgl. Grieser 1999, 230ff.).

PersonMusikerInMedienMusik

Daniel Barenboim (* 1942), argentinisch-isrealischer Pianist und Dirigent

PersonMusikerIn

»Freischütz«: 1821 uraufgeführte Oper von Carl Maria von Weber (1786–1826), Libretto von Johann Friedrich Kind (1768–1848). Im »Jägerchor« besingen Jäger die Freuden der Jagd: »Was gleicht wohl auf Erden dem Jägervergnügen? [/] Wem sprudelt der Becher des Lebens so reich? [/] Beim Klange der Hörner im Grünen zu liegen, [/] Den Hirsch zu verfolgen durch Dickicht und Teich, [/] Ist fürstliche Freude, ist männlich Verlangen, [/] Erstarket die Glieder und würzet das Mahl« (von Weber 1872, 18).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Im sogenannten Trinklied in Giuseppe Verdis Oper »Otello« (1887 uraufgeführt) macht Jagoseinen Vorgesetzten, den Hauptmann Cassio, betrunken: »Chi all’esca ha morso [/] Del ditirambo [/] Spavaldo e strambo [/] Bevea con te.« (»Wer in den Köder [/] Des wilden und wundersamen [/] Dithyrambus gebissen hat, [/] Der trinkt mit dir.« (Csampai/Holland 1981, 56f.)

PersonMusikerInMedienMusik

Maurice Ravel (1875–1937), franz., impressionistischer Komponist

PersonMusikerIn

Hans Knappertsbusch (1888–1965), deutscher Dirigent

PersonMusikerIn

Deutsche Band, deren Geschichte 1980 mit einem Auftritt in dadaistischer Manier beginnt. Auf ihren frühen Alben werden etwa eine alte Waschmaschine, ein Vorschlaghammer, eine Bohrmaschine oder Kettensägen zu Instrumenten; mit dieser Geräuschästhetik galt die Band rasch als »Avantgarde«. Auch die etablierte Kunstszene interessierte sich für die Gruppe, sie nahm an der Documenta in Kassel teil und kooperierte in Theaterproduktionen u.a. mit Regisseur Peter Zadek und Autoren wie Heiner Müller oder Werner Schwab.

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistIn

Alfred Brendel (* 1931), österr. Pianist

PersonMusikerIn

Dietrich Fischer-Dieskau (1925–2012), deutscher Lied- und Opernsänger

PersonMusikerIn

Zitat aus dem ersten Lied (»Gute Nacht«) aus Franz Schuberts»Winterreise«, einem 1827 nach Gedichten Wilhelm Müllers komponierten Liedzyklus: »Fremd bin ich eingezogen, [/] Fremd zieh ich wieder aus« (Schochow 1974, 395). s. Eintrag ›Fremd bin ich eingezogen‹

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Zitat aus dem Lied »Muth!« aus Schuberts»Winterreise«: »Lustig in die Welt hinein [/] Gegen Wind und Wetter!« (Schochow 1974, 408). s. Eintrag ›Lustig in die Welt hinein‹

PersonMusikerInMedienMusik

Der Originaltext des Schlagers lautet etwas anders als Kofler im Folgenden zitiert: »Sei zufrieden, sei zufrieden [/] mit dir selbst und was du hast. [/] Jeder Tag hat seine Sorgen, [/] jeder Tag hat seine Last« (Port le roi 1998, 92). Das Lied existiert in verschiedenen Einspielungen und Versionen, ein Liedtexter ist nicht auszumachen, die Melodie geht auf Georges Boulanger, einen Salongeiger der Zwischenkriegszeit, zurück.

PersonMusikerInMedienMusik

Zitat aus Schuberts »Winterreise«, »Im Dorfe«»Es bellen die Hunde, es rasseln die Ketten. [/] Die Menschen schnarchen in ihren Betten« (Schochow 1974, 406).

PersonMusikerInMedienMusik

»Ich bin zu Ende mit allen Träumen – [/] Was will ich unter den Schläfern säumen?« (Schochow 1974, 406) Zitat aus Schuberts»Winterreise«, »Im Dorfe«

PersonMusikerInMedienMusik

Jolyon Brettingham Smith (1949–2008), britischer Musiker und Komponist, Radiomoderator, ab 1976 unterrichtete er an der Hochschule der Künste in Berlin.

PersonMusikerIn

Wörtliches Zitat aus Schuberts »Winterreise«, »Die Nebensonnen« (Schochow 1974, 409)

PersonMusikerInMedienMusik

Gerhard Lampersberg (1928–2002), österreichischer Komponist, Autor und Mäzen. Ab Mitte der 1950er Jahre bot der »Tonhof« in Maria Saal (Kärnten), den die Familie seiner Frau Maja erstanden und renovieren lassen hatte, SchriftstellerInnen Wohn- und Arbeitsmöglichkeit, u.a. H.C. Artmann, Peter Turrini (s. Eintrag ›Turrini‹) und Thomas Bernhard (s. Eintrag ›Th. Bernhard‹). Lampersberg war Vorlage für die Figur des Komponisten Auersbergerin Bernhards Roman »Holzfällen« und löste, weil Lampersberg juristisch gegen das Erscheinen des Buches vorging und eine Beschlagnahme erwirkte, 1984 einen der prominentesten Literaturskandale Österreichs aus.

Bild anzeigen

TopographieOrtschaftPersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienZitateEreignis

Schuberts »Streichquartett G-Dur, D 887«, wird mitunter als »geheimnisvoll« charakterisiert. (vgl. Böhmer o.J.)

PersonMusikerInMedienMusik

»Tief im Süden meines Herzens« (1990), Schlager des deutschen Sängers Stefan Waggershausen (* 1949)

PersonMusikerInMedienMusik

»Der Hirt auf dem Felsen«: Lied von Franz Schubert für Gesangsstimme, Klarinette und Klavier (Deutsch-Verzeichnis 965), 1828, im letzten Lebensjahr Schuberts, komponiert. Der Liedtext setzt sich zusammen aus Ausschnitten aus den Gedichten »Der Berghirt« und »Liebesgedanken« von Wilhelm Müller, »[d]ie beiden mittleren Strophen stammen vielleicht von Helmina von Chézy.« (Schochow 1974, 412)

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusikZitate

Deutscher Schlager: »Liesel, Liesel, Köhlerliesel, du bist so schön, du bist so jung«, gesungen u.a. vom deutschen Volksmusiker und Schlagersänger Herbert Roth (1926–1983)

PersonMusikerInMedienMusik

Refrain des Hits »Verdammt ich lieb’ dich« (1990) des deutschen Schlagersängers Matthias Reim (* 1957)

PersonMusikerInMedienMusik

Lied des Schlagerstars Freddy Quinn (* 1931), auch unter dem Titel »Heimweh« bekannt

PersonMusikerInMedienMusik

Kärntner Tanzlied, wahrscheinlich Komposition von Thomas Koschat (s. Eintrag ›Koschat‹), Erstveröffentlichung 1887

PersonMusikerInMedienMusik

Abgewandeltes Zitat aus dem ersten Lied ( »Gute Nacht«) aus Franz Schuberts »Winterreise«, einem 1827 nach Gedichten Wilhelm Müllers komponierten Liedzyklus: »Fremd bin ich eingezogen, [/] Fremd zieh ich wieder aus. [/] Der Mai war mir gewogen [/] Mit manchem Blumenstrauß.« (Schochow 1974, 395)

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Kofler spielt hier auf Jörg Haider und Hans Haider an. Ersterer (1950–2008) war ein österreichischer Politiker, der ausgebildete Jurist wurde 1976 FPÖ-Landesparteisekretär in Kärnten, 1979 Nationalratsabgeordneter, 1986–2000 war er Vorsitzender der FPÖ, 2005 Mitbegründer des »Bündnis Zukunft Österreich« (BZÖ), 1989–1991 und 1999–2008 Kärntner Landeshauptmann. Hans Haider (* 1946), österreichischer Literaturkritiker, 1974–2008 für die Tageszeitung »Die Presse«tätig, brachte 1984den Skandal um Thomas Bernhards »Holzfällen« ins Rollen, weil er in seinem Rezensionsexemplar noch vor Auslieferung der Bücher bekannte Wiener Persönlichkeiten zu erkennen glaubte, u.a. Gerhard Lampersberg (s. Eintrag ›Lampersberg‹), den er daraufhin kontaktierte und der eine einstweilige Verfügung gegen das Buch erreichte.

PersonPolitikerInAutorIn/JournalistInMusikerInMedienZeitung/ZeitschriftZitateEreignis

Michel Polnareff (* 1944), französischer Chansonnier

PersonMusikerIn

Kofler zitiert hier einen Gassenhauer, der sich in der Weimarer Republik Beliebtheit erfreute. Zur Melodie des »Fehrbelliner Reitermarsch«»es« von Richard Henrion (1854–1940) entstand zu einem unbekannten Zeitpunkt der Text, der sich ironisch auf die »gute, alte Zeit« und auf Kaiser Wilhelm I. (»der mit dem Bart«) – im Gegensatz zu Wilhelm II. – bezieht. Refrain: »Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wiederhaben, [/] Aber den mit dem Bart, mit dem langen Bart.« Das auch als »Kaiser-Wilhelm-Marsch« bekannte Lied wurde u.a. vom deutschen Schlagersänger Heino interpretiert.

Bild anzeigen

PersonMusikerInMedienMusik

Das »Requiem« in d-Moll (KV 626) aus dem Jahr 1791 ist Mozarts letzte Komposition, er starb während der Arbeit daran. Das Fragmentarische befeuerte unzählige Interpretationen und Spekulationen (vgl. u.a. Schick 2005, 240ff.).

PersonMusikerInMedienMusik

Recordare: fünfter Teil des Mozart-Requiems; Kofler führt eine deutsche Übersetzung zweier Verse des lateinischen Textes an (»redemisti crucem passus [/] tantum labor non sit cassus«; Wolff 1998, 67).

PersonMusikerInMedienMusik

Im Nachlass Koflers befindet sich die Einladung zu einem Klavierabend mit dem italienischen Pianisten Rosario Mastroserio (* 1960) am 13. Oktober 1992 im Bösendorfer-Saal in Wien, veranstaltet von der Österreichisch-Italienischen Gesellschaft (11/W10/1–7).

TopographieOrtschaftPersonMusikerIn

Fred Bertelmann (1925–2014), erfolgreicher deutscher Schlagersänger und Schauspieler. »Ich bin ein Vagabund« ist eine Textzeile aus seinem Hit »Der lachende Vagabund« (Musik: Jim Lowe, Text: Peter Mösser), der ihn 1957 berühmt machte und der sich weltweit fünf Millionen Mal verkaufte (vgl. [red.] 2014).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Möglicherweise Anspielung auf das Lied »Schöner, fremder Mann« (1961) der US-amerikanischen Sängerin Connie Francis (* 1937). Das Lied war eine von Francis selber (in einem Wiener Tonstudio) eingesungene Coverversion von »Someone Else’s Boy«.

PersonMusikerInMedienMusik

»Bilder einer Ausstellung« (1874): Klavierzyklus des russischen Komponisten Modest Mussorgski (1839–1881)

PersonMusikerInMedienMusik

Ein architektonischer Entwurf für ein Kiewer Stadttor des russ. Architekten Viktor Hartmann – an den Mussorgskis»Bilder einer Ausstellung« erinnern – inspirierte den Komponisten zum 10. Satz »Das Heldentor (in der alten Hauptstadt Kiew)«, der Alternativtitel lautet »Das große Tor von Kiew«.

PersonMusikerInMedienMusik

»Das Nachtlager in Granada«: Oper von Conradin Kreutzer (1780–1849), Libretto: Karl Johann Braun von Braunthal (1802–1866), Bearbeitung nach dem Schauspiel »Das Nachtlager von Granada« (1818) von Johann Friedrich Kind.

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusikZitate

Der »Slawische Marsch« b-Moll op. 31, auch bekannt unter dem Titel »Serbisch-Russischer Marsch« ist eine Komposition von Peter I. Tschaikowski (1840–1893), uraufgeführt 1876 in Moskau.

PersonMusikerInMedienMusik

s. Eintrag ›Jolyon Brettingham Smith‹

PersonMusikerInMedien

Tomaso Albinoni (1671–1751), venezianischer Komponist. Der Schwerpunkt seines Schaffens lag auf Opern und Instrumentalmusik (vor allem Concerti und Sonaten).

PersonMusikerIn

Deutsche Version des Liedes »Ta pedia tou Pirea« (»Die Kinder von Piräus«) des griechischen Komponisten Manos Hadjidakis. Das Lied wurde durch den Film »Never on Sunday« (»Sonntags ... nie! «1960) von Jules Dassin berühmt und erhielt einen Oscar. Im Film singt die Hauptdarstellerin Melina Mercouri das Lied. Die deutsche Version, die parallel zum Kinostart des Films 1960 ein Nummer-eins-Hit wurde (Text: Josefine Busch), sang Lale Andersen. Weitere erfolgreiche Coverversionen gab es von Caterina Valente und Nana Mouskouri.

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInMedienMusikFilm/Fernsehen/Radio

Melina Mercouri (1920–1994), griechische Sängerin; in den 1960er Jahren feierte sie als Filmschauspielerin große Erfolge, nach dem Ende der Militärdiktatur war sie als Kulturpolitikerin tätig.

PersonMusikerIn

»Ist denn kein Stuhl da für meine Hulda«ist ein Schlager aus dem Jahr 1895, komponiert vom Berliner Komödien- und Coupletautor Wilhelm Wolff (1851–1912).

PersonMusikerInMedienMusik

Kärntnerlied des regional erfolgreichen Duos Justinus Mulle (1891–1966; Lehrer, Komponist) und Gerhard Glawischnig (1906–1995; Pfarrer, Mundartdichter)

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Der antisemitische »Sinnspruch« spielt auf Wilhelm Müllers Gedicht »Der Lindenbaum« (1823) an, das durch Schuberts Vertonung in seiner »Winterreise« bekannt wurde (»Am Brunnen vor dem Thore, [/] Da steht ein Lindenbaum. [/] Ich träumt' in seinem Schatten [/] So manchen süßen Traum« (Müller 1826, 83).

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusikZitate

Bajazzl: nach Bajazzo, ital. Clownfigur, bekannt geworden durch die Oper »Der Bajazzo « (»Pagliacci«, 1892) von Ruggero Leoncavallo

PersonMusikerInMedienMusik

Variation des Lieds »Heimweh« (1956) von Freddy Quinn, einer Cover-Version des Dean-Martin-Songs »Memories are made of this« (1955): »Dort, wo die Blumen blüh’n, [/] dort, wo die Täler grün, [/] dort war ich einmal zuhause. [/] Wo ich die Liebste fand, [/] da liegt mein Heimatland – [/] wie lang bin ich noch allein?« (Quinn o.J.)

PersonMusikerInMedienMusik

Abgewandeltes Zitat aus Schuberts »Winterreise«, aus dem Lied »Der greise Kopf«: »Vom Abendroth zum Morgenlicht [/] Ward mancher Kopf zum Greise. [/] Wer glaubt’s? Und meiner ward es nicht [/] Auf dieser ganzen Reise!« (Schochow 1974, 404) s. Eintrag ›fremd bin ich eingezogen‹

PersonMusikerInMedienMusik

Gottfried von Einem (1918–1996), österreichischer Komponistmit ähnlich weiß gelocktem Kopfhaar und Bart wie Franz Rieser

Bild anzeigen

PersonMusikerInVerbrecherIn

Zitat aus dem Lied »Muth!« aus Schuberts »Winterreise«: »Lustig in die Welt hinein [/] Gegen Wind und Wetter! [/] Will kein Gott auf Erden sein, [/] Sind wir selber Götter.« (Schochow 1974, 408) (s. Eintrag ›Lustig in die Welt hinein‹)

PersonMusikerInMedienMusik

Ikonischer österr. Heimatfilm (1947) von Hans Wolff mit den Publikumslieblingen Paul Hörbiger und Hans Moser, das Lied »Mariandl« wurde zu einem Evergreen. Dieser »berühmteste und finanziell erfolgreichste Film der ersten Nachkriegsjahre in Österreich kreierte einen neuen Stil im Heimat-Film«, besonders durch die »hohe Durchdringung mit Musikalität: das ›Mariandl‹-Motiv, das immer an den entscheidenden Stellen erklingt, dominiert das Geschehen« (Steiner 1987, 69).

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/RadioMusik

Otto Hans Böhm (1919–1996), österreichischer Schauspieler und Theaterleiter, 1940 Schauspiel-Staatsprüfung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst inWien,danach verschiedene Engagements in Deutschland und Österreich. (vgl. Rudan 1960, 140) 1959–1968 Intendant desKlagenfurterStadttheaters, brachte den gesamten Ring-Zyklus Richard Wagners zur Aufführung; 1969–1985 Intendant des Landestheaters Detmold

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMusikerIn

Udo Jürgens (eigentl. Udo Jürgen Bockelmann 1934–2014), österr. Komponist und Schlagersänger

PersonMusikerIn

Es gibt alle drei möglichen Schluss-s-Varianten, z.B. Richard Strauss (1864–1949), Johann Strauß sen. (1804–1849), Oscar Straus (1870–1954).

PersonMusikerIn

Richard Strauss, s. Eintrag ›Richard Strauss‹

PersonMusikerInMedien

Udo Jürgens (eigentl. Udo Jürgen Bockelmann 1934–2014), österreichischer Komponist und Schlagersänger

PersonMusikerIn

Gottfried Hornik (* 1940), Bariton, Gesangsstudium in Wien, erstes Engagement in Klagenfurt, ab 1965 an der Grazer Oper, ab 1976 für mehr als 25 Jahre an dieWiener Staatsoper, wo er 45 Rollen sang, weltweite Gastspiele, gefeierter Wagner-Sänger

Bild anzeigen

TopographieOrtschaftPersonMusikerIn

Margarita Kyriaki (* 1942), Sopran, Musikausbildung in Athen, danach Musikhochschule inWien. Bühnendebüt als Paminain der Klagenfurter »Zauberflöte«1964/65. Danach Engagements in Wiesbaden und Graz, 1971–80 Mitglied der Wiener Volksoper, Gastauftritte an der Wiener Staatsoper und an Opernhäusern weltweit. »Ihr Repertoire für die Bühne war umfangreich und enthielt vor allem lyrische Sopranpartien, darunter auch Werke zeitgenössischer Komponisten.« (Kutsch/Riemens 2003, 2561)

PersonMusikerInMedienMusikEreignis

Das Programmheft im Nachlass gibt den Namen Rotraud Völkelan. (11/W7/1)

PersonMusikerIn

Elisabeth Erfurt, laut Programmheft Gast vom Opernhaus Graz (11/W7/1)

PersonMusikerIn

Hubert Trattnig, Ensemblemitglied des Stadttheaters

PersonMusikerIn

Das Programmheft der »Zauberflöte«-Inszenierung am Klagenfurter Stadttheater der Spielzeit 1964/65v erzeichnet vier Besetzungen für die Partie des Tamino: Sowohl Anton Dermota (s. Eintrag ›Anton Dermota‹), der die Premiere sang, als auch William Blankenship (s. Eintrag ›William Blankenship‹) sind mit dem Kürzel »a.G.« versehen (»als Gast«), Hermann Rungewird genannt, der »junge Schwede« ist Curt Malm. Malm (* 1935) begann, nachdem er in Schweden 1957 einen Gesangswettbewerb gewonnen hatte, inWieneine Gesangsausbildung. 1989–2003 unterrichtete er »Musikdramatische Darstellung« an der Wiener Musikuniversität. (vgl. Hasitschka 2003, 215)

TopographieOrtschaftPersonMusikerInMedienMusikEreignis

Slavo Aljinovic und Franz Josef Nagl, Ensemblemitglieder des Stadttheaters

PersonMusikerIn

Das Programmheft gibt den Namen Karl Sekera an. (11/W7/1)

PersonMusikerIn

Rudolf Christ (1916–1982), Tenor, Gesangsstudien in Wien, Debüt 1941 als Solist am Innsbrucker Stadttheater, 1946–49 in Zürich, danach Wiener Volksoper, zahlreiche Gastauftritte u.a. in Deutschland, an der Wiener Staatsoper, bei den Salzburger Festspielen, verfügte über ein »schön gebildete, lyrische Stimme« (Kutsch/Riemens 2003, 822).

PersonMusikerIn

William Blankenship (* 1928), texanischer Tenor, Gesangslehrer, Schauspieler, Ausbildung an der New Yorker Juilliard School sowie der Wiener Musikakademie, 1956 hatte er am Stadttheater Klagenfurt sein europäisches Debüt, Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper bis 1979.

PersonMusikerIn

Helge Roswaenge (1897–1972), dänischer Opernsänger, 1930–1944 führender Tenor an der Berliner Staatsoper, 1933 NSDAP-Beitritt in Graz, 1935 Gast bei Görings Hochzeit, auf der »Gottbegnadeten-Liste« (Führerliste) der wichtigsten Künstler des »Dritten Reichs«, nach 1945 pendelte er vorwiegend zwischen Berlin und der Staatsoper in Wien. (vgl. Klee 2009, 453f.)

PersonMusikerIn

Anton Dermota (1910–1989), Tenor, gebürtiger Slowene, 1937 Debüt an der Wiener Staatsoper unter Bruno Walter in der »Zauberflöte«, auf der »Gottbegnadeten-Liste« (Führerliste) der wichtigsten Künstler des »Dritten Reichs«, er entwickelte sich an der Wiener Staatsoper zum Publikumsliebling und war bis ins Alter ohne Unterbrechung, auch während des Nationalsozialismus, an der Staatsoper tätig. (vgl. Klee 2009, 98)

PersonMusikerInMedienMusik

Nachdem im März 1945die Wiener Staatsoper durch Bombentreffer großteils zerstört wurde, nahm der Wiederaufbau zehn Jahre in Anspruch. Die Wiedereröffnung fand mit Beethovens »Fidelio« am 5. November 1955statt. Dirigent war Staatsoperndirektor Karl Böhm, die Inszenierung leitete Heinz Tietjen – der Uraufführungsregisseur von Egks »Joan von Zarissa« 1940 –, Anton Dermota sang die Partie des Florestan.

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInMedienMusikEreignis

Wahrscheinlich eine Anspielung auf den Schlager »Schön ist die Liebe am Königssee« aus dem gleichnamigen deutschen Schlagerfilm (1960), gesungen von den Geschwistern Fahrnberger

TopographieBergPersonMusikerInMedienMusik

Udo Jürgens (s. Eintrag ›Udo oder Jürgen‹) war von 1964 bis 1989 mit dem ehemaligen Fotomodell Erika Meier, genannt Panja, verheiratet.

PersonMusikerInMedien

Der Ehe von Udo Jürgens (s. Eintrag ›Udo oder Jürgen‹) und »Panja« entstammen zwei gemeinsame Kinder: John (* 1964) und Jenny (* 1967).

PersonMusikerInMedien

Anspielung auf Peter Alexander (eigentl. Peter Alexander Neumayer, 1926–2011), österreichischer Sänger, Schauspieler und Entertainer

PersonMusikerIn

s. Eintrag ›Tobias Reiser‹

PersonMusikerInMedien

Gerhard Lampersberg (1928–2002), österr. Dichter und Komponist, ab den frühen 1950er Jahren kompositorische Tätigkeit in der Nachfolge Anton Weberns. Von Hans Haiders Leseprotokoll der Druckfahnen von Bernhards»Holzfällen« ausgehend erreichte Lampersberg eine einstweilige Verfügung gegen die Auslieferung des Romans. Das Gericht begründete dies damit, dass ein »nicht unbeträchtlicher« Teil der Leserschaft die »ehrverletzenden Beschreibungen und Wertungen des ›Auersberger‹« auf Lampersberg beziehen könne (vgl. Straub 2015, 180). Die Bücher wurden von Polizisten in Buchhandlungen beschlagnahmt. Ende 1984 wurde die Beschlagnahme aufgehoben, Anfang 1985 zog Lampersberg seine Klage au f üble Nachrede und Beleidigung zurück, es kam zu einer außergerichtlichen Einigung. s. Eintrag ›Lampersberg‹

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienZitate

Beginn des »Weihnachtsoratorium« von Johann Sebastian Bach (Uraufführung Leipzig 1734/35)

PersonMusikerInMedienMusik

Maja Weis-Ostborn (1919–2004): Die aus adeligem Haus stammende Sopranistin (Ausbildung am Salzburger Mozarteum) heiratete 1954 Gerhard Lampersberg; sie spezialisierte sich auf moderne Musik und sang Stücke der am Tonhof verkehrenden Komponisten wie Kölz, Rühm oder Cerha.

PersonMusikerInAutorIn/JournalistIn

Tonhof: Gutshof in der Kärntner Gemeinde Maria Saal, bis Anfang des 19. Jahrhunderts Sitz des Salzburger Landgerichts. Als Mitgift brachte Maja Weis-Ostborn 1954 den Besitz in die Ehe mit Gerhard Lampersberg ein. Das Musiker-Ehepaar machte den Tonhof sommers zu einem Treffpunkt junger KünstlerInnen, hier waren u.a. die SchriftstellerInnen H.C. Artmann, Gerhard Fritsch, Jeannie Ebner, Christine Lavant, Gert Jonke, Konrad Bayer, Thomas Bernhard, Peter Turrini, die Musiker Ernst Kölz, Anestis Logothetis und Friedrich Cerha zu Gast (vgl. Amann/Kanzian 1992).

TopographieOrtschaftPersonMusikerInAutorIn/JournalistIn

Als »Grenzlandtheater« bezeichnete man im Nationalsozialismus Theater in den an damaligen Reichsgrenzen gelegenen Städten; sie wurden entweder neu errichtet oder bestehende Theater (renoviert und) umbenannt. Das »Kärntner Grenzlandtheater« ging 1938 aus dem Stadttheater Klagenfurt hervor: »Nun wird es also im Großdeutschen Reich, seiner Bestimmung gemäß, Träger und Künder deutscher Kultur an der Südostgrenze des Reiches werden.« (Kärntner Grenzruf, 1.9.1938) Im November 1939 sowie im Oktober 1943 stand Mozarts »Zauberflöte« auf dem Programm, eine Übernahme der Inszenierung aus der Spielzeit 1913/14. (vgl. Rudan 1960, 318 u. 328)

Bild anzeigen

TopographieOrtschaftPersonMusikerInMedienMusikEreignis

Im Kapitel »Prunk, Elysium in Oper und Oratorium « in »Das Prinzip Hoffnung«»« beschäftigt sich Bloch mit den Opern Mozarts und deren Ursprüngen im Barock: »auch die ,Zauberflöte‘ (mit der Regie-Anweisung zuletzt: ,Das ganze Theater verwandelt sich in eine Sonne‘) endet in dem Triumphton, Triumphland, dem die Barockoper verschworen war« (Bloch 1959, 971).

PersonPhilosophInMusikerInZitate

Zauberschwert in Richard Wagners »Ring der Nibelungen« (s. Eintrag ›Nothung, Nothung‹)

PersonMusikerInMedienMusik

Eine vom gebürtigen Klagenfurter Karlheinz Miklin (* 1946) im Jahr 1978 gegründete Jazz-Formation. Miklin ist einer der einflussreichsten österr. Jazzmusiker, 1983–2000 leitete er die Jazzabteilung der Musikhochschule Graz.

PersonMusikerIn

»Das Wandern ist des Müllers Lust« lautet die erste Zeile des Gedichts »Wanderschaft« (1821) von Wilhelm Müller (1894–1927). Es wurde 1823 von Franz Schubert unter dem Titel »Das Wandern« als Teil des Liederzyklus »Die schöne Müllerin« vertont. (Müller 1906, 4f.)

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusikZitate

Peter Alexander (eigentl. Peter Alexander Neumayer, 1926–2011), österr. Sänger, Schauspieler und Entertainer, s. Einträge ›Peter Alexander‹ und ›Peter oder Alexander‹

PersonMusikerInMedien

1847 wurde im 3. Wiener Gemeindebezirk das Sophienbad, ein großes Schwimmbad, eröffnet, winters wurden im »Sophienbad-Saal« Bälle und Konzerte veranstaltet, hier fanden zahlreiche Uraufführungen von Werken Johann Strauß’ Sohn statt. Der Badebetrieb wurde 1909 eingestellt, mehrere Erweiterungen führten zum Begriff Sophiensäle. Bis zum Brand 2001, der den Großteil des Gebäudes zerstörte, fanden hier Bälle, Ausstellungen und in den 1990ern vermehrt »Clubbings« statt.

TopographieOrtschaftPersonMusikerIn

Nothung: Name des Schwerts in Richard Wagners Oper »Siegfried« (1876). Siegfried singt in einer Arie: »Nothung! Nothung! [/] Neidliches Schwert! [/] Was mußtest du zerspringen?« (Wagner 2007, 81)

PersonMusikerInMedienMusik

Evelyn Künneke (1921–2001), deutsche Sängerin, Tochter des deutschen »Operettenkönigs« Eduard Künneke (1885–1953), begann ihre musikalische Karriere 1939, die bis Mitte der 1950er Jahre erfolgreich anhielt. Mitte der 1970er Jahre hatte sie ein Comeback als Schauspielerin (bei Rainer Werner Fassbinder und Rosa von Praunheim).

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurIn

Tiny Tim (1932–1996, eigentl. Herbert Khaury), skurriler US-amerikanischer Sänger und Entertainer, in den 1960er Jahren eine feste Größe der Subkultur, in den 1970er Jahren erlangte er auch in Europa Bekanntheit.

PersonMusikerIn

s. Eintrag ›Jolyon Brettingham Smith‹

PersonMusikerInMedien

Song von Paul Simon (1965). Bekannt wurde er in der Version von Simon & Garfunkel, jenes Folkrock-Duos, das Simon gemeinsam mit Art Garfunkel bildete. Für das Album »Sound of Silence« (1966) nahmen die beiden den Song erneut auf.

PersonMusikerInMedienMusik

Titelsong des Albums »Sound of Silence« (1966) von Simon & Garfunkel

PersonMusikerInMedienMusik

Fred Bertelmann (1925–2014), deutscher Schlagersänger, kam während seiner Kriegsgefangenschaft 1944–46 in den USA mit Swing in Berührung, in Deutschland erlangte er 1957 mit »Der lachende Vagabund« einen großen Hit (weltweit 3,5 Mio. verkaufte Singles).

PersonMusikerInMedienMusik

Zitat aus Carl Maria von Webers Oper »Freischütz « (Uraufführung 1821, Libretto von Johann Friedrich Kind): »Triumph! die Rache gelingt«(1. Akt, Arie 6; Weber 1872, 10).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Zitat aus einer Anzeigenkampagne der Tageszeitung »Kurier« gegen Sonntagszeitungsdiebe. Der Anzeigentext bezieht sich auf das beliebte Lied »So ein Tag, so wunderschön wie heute«, das als Auf- und Abtrittslied beim Mainzer Fasching 1952 erstmals zu hören waren und das u.a. der deutsche Schlagersänger Heino interpretierte. Der Text stammt von Walter R. Rothenburg (1889–1975), die Melodie von Lotar Olias (1913–1990).

Bild anzeigen

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienWerbung/Inserat

(Sir) Galahad: Ritter der Tafelrunde in der Artussage. Kid Gallahad: Bezieht sich auf den Boxerfilm »Kid Galahad« (1937), in dem unter der Regie von Michael CurtizEdward G. Robinson, Bette Davis und Humphrey Bogart die Hauptrollen spielen. Der Film erfuhr 1962 als Musical mit Elvis Presley (dt. Titel: »Kid Galahad Harte Fäuste, heiße Liebe«) ein Remake.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMusikerInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Giacomo Puccini (1854–1924), italienischer Komponist, bekannt ist er vor allem für seine Opern (»La Bohème«,»«»Tosca«, »Madame Butterfly«,»«»Turandot«).

PersonMusikerInMedienMusik

»Der späte Gast«: Gedicht von Willibald Alexis (1798–1871), bekannt als Lied durch die Vertonung Carl Loewes (1796–1869). Der späte Gast bringt bei Alexis den Tod.

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInZitate

Textteil der Arie »Dein ist mein ganzes Herz« aus Franz Léhars Operette »Das Land des Lächelns« (1929): »Dein ist mein ganzes Herz! Wo du nicht bist, kann ich nicht sein. [/] So, wie die Blume welkt, wenn sie nicht küsst der Sonnenschein!« (zit. n. Frey 1995, 159)

PersonMusikerInMedienMusik

Carl Schuricht (1880–1967), deutscher Komponist und Dirigent

PersonMusikerIn

Falco, eigentlich Johann Hölzl (1957–1998), österreichischer Musiker, der in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre internationalen Durchbruch erlangte mit Hits wie »Rock me >Amadeus«und »Jeanny«

Bild anzeigen

PersonMusikerInMedienMusik

Hans Knappertsbusch (1888–1965), deutscher Dirigent

PersonMusikerIn

Hilde Güden (1917–1988), österr. Sopranistin

PersonMusikerIn

Anne-Sophie Mutter (* 1963), deutsche Geigerin. Herbert von Karajan gilt als ihr »Entdecker«, unter seinem Dirigat spielte sie als 13-Jährige 1977 bei den Salzburger Pfingstfestspielen ein Mozart-Violinkonzert. Das erwähnte Violinkonzert von Brahms spielte sie mit Karajan und den Berliner Philharmonikern als 19-Jährige 1983 ein.

PersonMusikerIn

August Pepöck (1887–1967), österreichischer Komponist, die Operetten »Hofball in Schönbrunn« (1937) sowie »Der Reiter der Kaiserin« (1941) waren zeitgenössische Erfolge, nach 1945 geriet Pepöck in Vergessenheit.

PersonMusikerInMedienMusik

Herkömmlicher Name der Klavierfantasie Op. 15 in C-Dur von Franz Schubert. Den Namen bezieht das Werk aus dem Leitmotiv, das Schubert aus seinem Lied »Der Wanderer« (1816) bezog.s. Eintrag ›Wandererfantasie‹

PersonMusikerInMedienMusik

Alfred Brendel (* 1931), wuchs in Kroatien und in Graz auf, Klavier- und Kompositionsstudium in Graz und Wien. Brendel beschäftigte sich immer wieder eingehend mit Schuberts Klavierwerk, aus den Jahren 1987/88 stammt eine Schallplattenaufnahme sämtlicher Sonaten. Der Kritiker Joachim Kaiser schrieb bereits 1972, dass Brendel Schubert »nicht als späten Wiener Klassiker ,historisch‘ versteht, sondern ihn aufbricht«. (Kaiser 1972, 204)

Bild anzeigen

PersonMusikerInAutorIn/JournalistIn

Glenn Gould (1932–1982), kanadischer Pianist, Komponist, Musikschriftsteller. Die Einspielung von Bachs »Goldberg-Variationen« im New Yorker Columbia-Records-Studio 1955 – seine erste Plattenaufnahme – begründeten seinen Ruhm als eigenwilliger Bach-Interpret. 1982, kurz vor seinem Tod, spielte er die »Goldberg-Variationen« noch einmal ein.

PersonMusikerIn

Zitat aus Schuberts Lied »Der Hirt auf dem Felsen«, 5. Strophe: »In tiefem Gram verzehr’ ich mich, [/] mir ist die Freude hin, [/] Auf Erden mir die Hoffnung wich, [/] Ich hier so einsam bin.« (Schochow 1974, 412)

PersonMusikerInMedienMusik

Reinhold Bilgeri (* 1950), österr. Musiker und Schriftsteller, mit Michael Köhlmeier gründete er 1972 das Kabarett-Musik-Duo »Bilgeri & Köhlmeier«.

PersonMusikerInAutorIn/JournalistIn

Margaret Price (1941–2011), britische Sopranistin, Studium am Trinity College in London, Operndebüt bereits mit 21 Jahren, erste Erfolge vor allem in Mozart-Opern. Ab 1971 lebte sie in München.

PersonMusikerIn

Zitat aus dem »Weihnachsoratorium« von Johann Sebastian Bach (s. Eintrag ›Jauchzet‹)

PersonMusikerInMedienMusik

Zitat aus dem Schlager »Melancholie im September«: »Melancholie im September, das ist alles, was mir blieb von dir. Die Melodie im September, [sic] ist ein letzter Gruss [sic] von mir.« (Laktis o.J., 2) Bekannt wurde das Lied durch Die Bambis, eine der in den Sechzigern erfolgreichsten Schlagerbands Österreichs, Text und Musik stammen wie bei den meisten Songs vom Bandmitglied Konrad Fuchsberger. 1959 fanden sich die vier Musiker zusammen und traten im Lokal »Tenne« in der Wiener Innenstadt auf. 1964 hatten sie mit »Melancholie im September« einen Nummer-1-Hit. Das Lied wurde in 82 Sprachen übersetzt. (Mandy von den Bambis live 2007)

PersonMusikerInMedienMusik

Wahrscheinlich Anspielung auf »Um Mitternacht« (1901), eines der sogenannten Rückert-Lieder von Gustav Mahler (s. Eintrag ›Nach Mitternacht‹)

PersonMusikerInMedienMusik

Mia Zabelka (* 1963), österreichische Komponistin, Studium der Komposition und elektroakustischen Musik in Wien, sie arbeitet mit interdisziplinären Improvisationstechniken.

Bild anzeigen

PersonMusikerInMedien

Sofia Gubaidulina (* 1931), russische Komponistin, Studien in Kazan und Moskau, unterstützt von Dmitri Schostakowitsch, in ihrer Musik spielt Spiritualismus eine große Rolle, aber auch Elektroakustik und Improvisationstechniken. Beim Festival »Wien Modern« 1989 war ihr ein Schwerpunkt gewidmet. (vgl. Feyrer 2013, 83)

Bild anzeigen

PersonMusikerInMedien

»Wien Modern« ist ein 1988 auf Initiative von Claudio Abbado gegründetes Festival zeitgenössischer Musik, das sich zu Beginn auf die Präsentation zentraler Komponistenpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts konzentrierte. Über ein eigenes Ensemble verfügt(e) das Festival nicht.

PersonMusikerIn

Variation des »Einheitsfrontlieds« von Bertolt Brecht, einem der bekanntesten Lieder der deutschen Arbeiterbewegung (Musik: Hanns Eisler), entstanden 1934. Die ersten beiden Strophen beginnen jeweils mit »Und weil der Mensch ein Mensch ist«; Brecht variiert den Vers in der dritten Strophe: »Und weil der Prolet ein Prolet ist [/] Drum wird ihn kein andrer befrein.« (Brecht 1988b, 26)

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInZitate

Rolf Michaelis schreibt in seiner Rezension von » Thomas Bernhards Kunst der Fuge« (Michaelis 1986). Die Kunst der Fuge ist ein Zyklus von Fugen und Kanons von Johann Sebastian Bach (1685–1750), Erstdruck 1751.

PersonAutorIn/JournalistInMusikerIn

Populärer Name der Klavierfantasie Op. 15 in C-Dur (1822) von Franz Schubert. Den Namen bezieht das Werk aus dem Leitmotiv, das Schubert seinem Lied »Der Wanderer« (1816) entnahm.

PersonMusikerInMedienMusik

Zitat aus Mozarts»Zauberflöte«; mit diesen Worten begleiten Monostatos und die Königin der Nacht in der letzten Szene der Oper ihr Eindringen in den Tempel Sarastros: »Nur stille! stille! stille! stille! [/] Bald dringen wir in den Tempel ein!« (Assmann 2012, 133)

PersonMusikerInMedienMusik

Figur in der Oper »Der Rosenkavalier. Komödie für Musik« (op. 59) von Richard Strauss, Libretto von Hugo von Hofmannsthal, Uraufführung 1911

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Zitat aus der bekannten Arie der Titelrolle in Mozarts Oper »Figaro« (in deutscher Übersetzung des ital. Originals), in der Figaro seine erfolgreiche und ermüdende berufliche Omnipräsenz besingt

PersonMusikerInMedienMusik

»Der 9. März 1969 war für das Fernsehen im deutschsprachigen Raum ein sensationelles Ereignis. Als der Wiener Peter Alexander […] mit seiner Spezialitätenshow zum erstenmal [sic] auf den Bildschirm kam, brach er sofort alle Rekorde: Das Publikum hatte einen neuen Superstar. Der charmante Sänger und perfekte Unterhalter, der heuer 50 wurde, macht sich im TV aber rar. Pro Saison produziert er höchstens zwei Shows, für eine umso höhere Gage« ( Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 73«, 30. 9. 1976, 19).

PersonMusikerIn

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847), deutscher Komponist, Pianist und Organist

Bild anzeigen

PersonMusikerIn

Christoph Willibald Gluck (1714–1787), deutscher Opernkomponist, der viele Jahre seines Lebens in Wien verbrachte. 1750 heiratete er hier und wurde einige Jahre später Kapellmeister, nach seinen Pariser Jahren (1770–1779) lebte er bis zu seinem Tod wieder in Wien.

PersonMusikerIn

Komposition des norwegischen Komponisten Christian August Sinding (1856–1941). 1896 erschienen die »Sechs Stücke für Pianoforte« im Druck, die Nr. 3 »Frühlingsrauschen« wurde in kürzester Zeit sehr populär.

PersonMusikerInMedienMusik

Robert Stolz (1880–1975), österreichischer Komponist und Dirigent

Bild anzeigen

PersonMusikerIn

Der »Himmel voller Geigen« ist ein sprichwörtlicher, von Musik begleiteter Zustand der Glückseligkeit, als Topos vielfach in Werken der Literatur, Musik und des Films herangezogen. In Operettentexten von Robert Stolz kommt er allerdings nicht vor, bekannt war das Duett aus der Operette »Der liebe Augustin« (1912) des österreichischen Komponisten Leo Fall (1873–1925): »und der Himmel hängt voller Geigen, wenn der Flieder blüht in den Zweigen«.

PersonMusikerInMedienMusik

»I’m Sitting on Top of the World«: 1925 veröffentlichter Song von Ray Henderson (Musik), Sam Lewis und Joe Young (Text), der durch Dutzende Coverversionen bekannt wurde.

PersonMusikerInMedienMusik

Herbert von Karajan (1908–1989), österr. Dirigent; war kein Kandidat für den Hans-Moser-Fernsehpreis.

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurIn

Marsch von Johann Strauß Vater (1804–1849), den er Feldmarschall Josef Wenzel Graf Radetzky von Radetz widmete, 1848 in Wien uraufgeführt

PersonMusikerInMedienMusik

s. Eintrag ›Peter oder Alexander‹

PersonMusikerInMedien

Elvis Presley (1935–1977), US-amerikanischer Sänger und Schauspieler, wegen seines Erfolgs und Einflusses »King« genannt.

PersonMusikerIn

Christa Ludwig (* 1928), deutsche Konzert- und Opernsängerin, war keine Kandidatin für den »Hans-Moser-Fernsehpreis«.

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurIn

Hermann Prey (1929–1998), deutscher Bariton, moderierte in den 1970er Jahren die der Oper gewidmete Fernsehsendung »Schaut her, ich bin’s«. Er war ein »männliches Gegenstück zu Anneliese Rothenberger« (Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 59«, 26. 9. 1976, 27).

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Freddy Quinn (* 1931), österr. Schlagersänger mit Hamburger Wahlheimat, ab Mitte der 1950er Jahre für ein Jahrzehnt erfolgreichster deutscher Sänger. Quinn war kein Kandidat für den »Hans-Moser-Fernsehpreis«.

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurIn

Invention: »sowohl, dem Wortsinn entsprechend, ein Kompositionsprinzip, dessen Neuartigkeit hervorgehoben werden soll, als auch ein nicht an eine bestimmte Form oder Kompositionsweise gebundener Werktitel« (Hübsch 2005, 562); Johann Sebastian Bach war zwar nicht der Erste, der die Bezeichnung verwendete, seine Verwendung (in Lehrwerken) prägt jedoch bis heute den Begriff.

PersonMusikerIn

» An American in Paris« (1928): Orchesterwerk von George Gershwin (1898–1937)

PersonMusikerInMedienMusik

Anneliese Rothenberger (1924–2010), deutscher Opern- und Operettensopran, ab 1971 moderierte sie die TV-Unterhaltungssendung »Anneliese Rothenberger gibt sich die Ehre«. Die »Kronen-Zeitung« stellt ihre »Kandidatin Nummer 17« für den »Hans-Moser-Fernsehpreis« folgendermaßen vor: »Die Kammersängerin der Staatsoper Wien ist ein Phänomen: Als einzige Frau ist die geborene Mannheimerin, die vor 33 Jahren ihre Karriere als Sopranistin begann, imstande, mit den Männern im Spitzenfeld des TV-Geschäfts mitzuhalten« (Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 17«, 16. 9. 1976, 17). s. Eintrag ›Rothenberger‹

PersonMusikerInMedienFilm/Fernsehen/RadioZeitung/Zeitschrift

Musikalische Tempo- und Interpretationsangabe: ital. »langsam, leidenschaftlich«. Das bekannteste Largo appassionato der Musikgeschichte ist wahrscheinlich der zweite Satz von Beethovens Klaviersonate Nr. 2 A-Dur.

PersonMusikerIn

Musikalische Tempo- und Interpretationsangabe: ital. für »ein wenig bewegt«. Bekannt ist die Angabe »Adagio poco mosso« für den zweiten Satz von BeethovensKlavierkonzert Nr. 5 Es-Dur.

PersonMusikerInMedienMusik

Vico Torriani (1920–1998), Schweizer Schlagersänger, er moderierte 1967–1970 die erfolgreiche deutsche Fernsehshow »Der goldene Schuss«. »Mit Schmalz und schöner Stimmer wurde er zuerst im Film und später auch im Fernsehen ein jugendfreier Star« (Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 40«, 21. 9. 1976, 17).

PersonMusikerInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Österr. Sängerduo aus Hans Kreuzmayr (* 1945) und Josef Krassnitzer (* 1947), das ab Beginn der 1970er Jahre bis zu ihrer Trennung 1981 zahlreiche erfolgreiche (englischsprachige) Schlager einspielte und oftmals Gast im deutschen Fernsehen war. Die beiden waren keine Kandidaten für den »Hans-Moser-Fernsehpreis«.

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurIn

Bartolo Musil (* 1974), aus Klagenfurt gebürtiger Sänger und Komponist

PersonMusikerIn

Leicht abgewandeltes Zitat der Titelseite der »Kronen-Zeitung«: »Die Schlacht um den Hans-Moser-Fernsehpreis der ›Kronen-Zeitung‹ ist zwar noch nicht ganz geschlagen, aber unser Computer läßt keinen Zweifel offen: Der Sieger wird Peter Alexander heißen« (Kronen-Zeitung, 25. 10. 1976, 1).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMusikerInMedienZeitung/Zeitschrift

Montage zweier wörtlicher Zitate von der Titelseite der »Kronen-Zeitung« (25. 10. 1976, 1). Auch das von Kofler beschriebene Foto Alexanders mit »von sich gestreckten« Armen entstammt dieser Titelseite.

PersonMusikerInMedienZeitung/Zeitschrift

Kofler zitiert Teile des Artikels zu Alexanders Gewinn des »Hans-Moser-Fernsehpreises« (Kronen-Zeitung, 25. 10. 1976, 13).

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurIn

Anton Prestele (* 1949), deutscher Komponist, vertonte Grubers »Heimatlos – eine steirische Wirtshausoper in einem Rausch« (Uraufführung beim »steirischen herbst «1985).

Bild anzeigen

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienZitate

Deutscher Komponist (um 1637–1707)

PersonMusikerIn

Alma Mahler-Werfel (1879–1964), Tochter des Malers Emil Schindler, kompositorische Ausbildung, 1902 Heirat mit Gustav Mahler, 1938–1940 Flucht aus Österreich in die USA mit Franz Werfel. Das Bild des »Phänomens« Alma Mahler-Werfel (Seele 2001 , 7) wird von ihren Ehen und Liaisons mit großen Künstlern geprägt (Zemlinsky, Pfitzner, Kokoschka, Gropius, Mahler, Werfel), woran ihre Selbststilisierung als genial veranlagte Muse, die ihr eigenes künstlerisches Schaffen zugunsten der Familie und der jeweiligen Genies zurückstellte (vgl. Mahler-Werfel 1960; Marchl 2009), gewichtigen Anteil hatte. Der israelische Dramatiker Joshua (Jehoschua) Sobol (* 1939) goss die Lebensbeschreibung Mahler-Werfels in ein Stationendrama: »Alma – A Show Biz ans Ende« (1999, ungedruckt). Das Stück trug die Alma-Legende international weiter. Nach der ersten Station, dem Sanatorium Purkersdorf, durchwanderte die Inszenierung eine weltweite Tournee: Berlin, Semmering, Wien, Lissabon, Los Angeles, Prag. 2015 feierte die Inszenierung in Wiener Neustadt ihr 20-jähriges Jubiläum.

TopographieOrtschaftPersonPersonMusikerInAutorIn/JournalistInPersonPersonPersonZitate

Wilhelm Zobl (1950–1991), österreichischer Komponist und Musikwissenschaftler, Studien in Wien, Warschau und Ost-Berlin, ab 1987 Lehrer für elektroakustische Musik an der Musikhochschule Wien; stark beeinflusst von Bert Brecht und Hanns Eisler. »Musik ist für mich ein Mittel zur Kommunikation, zur ungeschminkten Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit.« (Goertz 1989, 237) Das KPÖ-Mitglied Zobl (daher »Genosse) war mit Elfriede Jelinek, mit der ihn 1969 eine Liaison verbunden hatte (vgl. Mayer/Kober 2006, 54), und mit Werner Kofler befreundet.

PersonMusikerInAutorIn/JournalistIn

Gustav Mahler (1860–1911), österr. Dirigent und Komponist, 1897–1907 Direktor der k.k. Hofoper

PersonMusikerIn

David Funck (1648–1701), aus Jáchymov gebürtiger Komponist, vor allem in Oberfranken und Thürigen tätig

PersonMusikerIn

Kofler meint entweder Alessandro Scarlatti (1660–1725), einen einflussreichen italienischer Barockkomponist, oder seinen Sohn, Domenico Scarlatti (1685–1757), neapolitanischer Komponist, ab 1719 in Portugal und Spanien tätig.

PersonMusikerIn

Boris Blacher (1903–1975), deutsch-baltischer Komponist, sein »Blues, Espagnola und Rumba philharmonica« (1973) ist ein für die »12 Cellisten der Berliner Philharmoniker« geschriebenes Stück.

PersonMusikerInMedienMusik

Klaus Wüsthoff (* 1922), deutscher Komponist, sein »Cellodrom« (1983) wurde ebenfalls für die »12 Cellisten der Berliner Philharmoniker« komponiert.

PersonMusikerInMedienMusik

Schuberts Leben und Wirken war vielfach Stoff für Theaterstücke, Filmdrehbücher und Operetten. Den Anfang der Operetten, die allesamt die Musik Schuberts integrierten, machte »Franz Schubert« (1864), ein »Liederspiel« von Franz von Suppé (1819–1895) nach einem Libretto von Hans Max. Gustav Burchardt (1844–1919) brachte 1896 das »musikalische Festspiel« »Franz Schubert« heraus. 1916 folgte das Singspiel »Das Dreimäderlhaus« von Heinrich Berté (1857–1924), dessen Libretto der süßliche, pseudobiedermeierliche Roman »Schwammerl« (1912) des steirischen Schriftstellers Rudolf Hans Bartsch (1873–1952) zugrunde liegt. Den erfolgreichen »Dreimäderlhaus«-Stoff bearbeiteten in der Folge Carl Lafite (1872–1944) in dem Singspiel »Hannerl« (1918) und M.[?] Dannenberg in »Hannerl und Schubert« (1919). 1927 folgte noch die Operette »Franz Schuberts erste Liebe« von Ernst Bethge (1878–1944), ein Jahr später Julius Bittners (1874–1939) »Der unsterbliche Franz« (vgl. Jary-Janecka 2000).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusikZitate

»Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker«: 1972 gegründetes, bis heute bestehendes Ensemble der Berliner Philharmoniker, das in jenem Jahr ein Stück von Julius Klengel (1859–1933) für zwölf Celli aufführte und in der Folge Komponieraufträge für diese spezielle Besetzung erteilte.

PersonMusikerIn

Hans Schamberger (* 1942), Dirigent, Musikpädagoge, 1965–1985 Direktor der Musikschule Murau, 1985–2003 Musiklehrer am BRG Spittal/Drau, seit 1975 Dirigent des Villacher Sinfonieorchesters

PersonMusikerIn

Lied in Walzerform aus Ziehrers»Landstreicher«; in Ödön von Horváths Stück »Geschichten aus dem Wienerwald « (1931) singt eine Figur (Oskar) das Lied während einer Verlobungsfeier, Horváth setzt das Lied als Kitsch- und Surrogat-Marker ein: »Sei gepriesen du lauschige Nacht, [/] Hast zwei Herzen so glücklich gemacht. [/] Und die Rosen im folgenden Jahr [/] Sahn ein Paar am Altar« (Horváth 1986, 127).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusikZitate

»Die Landstreicher«: Operette (1899) des Wiener Komponisten und k.k. Hofballmusikdirektors Carl Michael Ziehrer (1843–1922)

PersonMusikerInMedienMusik

Duett der Figuren Barinkay und Saffi aus dem 2. Akt der Operette »Der«»Zigeunerbaron« (1885) von Johann Strauß Sohn: »Barinkay: ›Wer hat uns getraut? [/] Ei sprich!‹ [/] Saffi: ›Sag du’s!‹ [/] Barinkay: ›Der Dompfaff, der hat uns getraut!‹ Alle: ›Der Dompfaff, der hat uns getraut! Ja, ja!‹« (Strauss/Schnitzer 1950, 27)

PersonMusikerInMedienMusik

Zitat aus dem »Wolgalied« der Operette »Der Zarewitsch« (1927) von Franz Lehár (1870–1948): »Es steht ein Soldat am Wolgastrand, [/] Hält Wache für sein Vaterland, [/] In dunkler Nacht, allein und fern [/] Es leuchtet ihm kein Mond, kein Stern.« (Lehár 1927, 9). Der Text stammt, wie meist bei Lehár, von jüdischen Librettisten, von Bela Jenbach (1871–1943) und Heinz Reichert (1877–1944).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Ballsirenen-Walzer: Duett im dritten Akt der Operette »Die lustige Witwe « (1905) von Franz Lehár

PersonMusikerInMedienMusik

Name der Titelfigur der reichen jungen Witwe in Lehárs»Die lustige Witwe«

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler zitiert hier aus dem im Nachlass erhaltenen Programmheft zur feierlichen Verleihung des Kulturpreises der Stadt Villach 1997 an den DirigentenHans Schamberger (11/W15/S1). 1991 hatte Kofler den Kulturpreis erhalten.

TopographieOrtschaftPersonMusikerInEreignis

Kofler dürfte sich für dieses Bild an der Walhalla bei Regensburg orientiert haben. Am 6. Juni 1937 kam es dort zu einem großen Festakt anlässlich der Aufstellung einer Büste Anton Bruckners in der Ruhmeshalle – die vom Münchner Bildhauer Adolf Rothenburger geschaffene Büste blieb die einzige während der NS-Zeit in der Walhalla installierte. Ein Foto, das einen in Ehrbezeugung die Uniformmütze ziehenden Adolf Hitler vor der frisch enthüllten Büste auf einem schwarzen Postament mit Hakenkreuz zeigt, ziert das Cover des Standardwerks »Musik im NS-Staat « von Fred K. Prieberg, das Kofler offensichtlich für diese Passage konsultierte.

TopographieOrtschaftPersonMusikerInNationalsozialistInAutorIn/JournalistIn

Wahrscheinlich gemeint ist das Lied »La barchetta in mezzo al mare« (»Das Schiff auf hoher See«), interpretiert vom ital. Schlagersänger Natalino Otto (1912–1969)

PersonMusikerInMedienMusik

Hans Pfitzner (1869–1949), deutscher Komponist und Musikschriftsteller. Fred K. Prieberg schreibt davon, dass Pfitzner bereits in den 1920er Jahren Verschwörungstheorien gegen linke Positionen vertrat und antisemitisch eingestellt war und damit »aus äußerster rechter Ecke […] eine scheinbar moralische Position [verfocht], die den Mythos von ,Blut und Ehre‘ vorwegnahm.« (Prieberg 1982 , 35) Pfitzners Musik war dann allerdings wenig »brauchbar« für den NS-Staat, die Zahl der Aufführungen seiner Werke ging nach 1933 zurück, Pfitzner hatte »das Gefühl der Enttäuschung über das Dritte Reich« (Kater 2004, 220). Das bedeutet aber nicht, dass er gar mit Repressalien zu kämpfen hatte: Er erhielt etwa von Goebbels eine persönliche Ehrengabe von 50.000 RM (vgl. Prieberg 1982, 131) und stand auf der Sonderliste der drei wichtigsten Musiker der »Gottbegnadetenliste« (vgl. Klee 2009, 413). Als sein Hauptwerk gilt die Oper »Palestrina« (1917).

Bild anzeigen

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInNationalsozialistInMedienMusik

»Esti dal«: »Abendlied« von Zoltán Kodály (1882–1967), komponiert für dreistimmigen Chor

PersonMusikerInMedienMusik

Norbert Schultze (1911–2002), deutscher Komponist und Dirigent, war als Kabarettist, Opernkapellmeister, Aufnahmeleiter einer Schallplattenfirma tätig, ab 1937, durch den Erfolg der Oper »Schwarzer Peter« (1936) ermutigt, freier Komponist, schrieb Filmmusiken sowie Kampf- und Soldatenlieder. Im Juni 1941 erhielt er von Goebbels den Auftrag für ein »Lied vom Feldzug im Osten«, das den Angriff auf die Sowjetunion propagandistisch begleitete (»Vorwärts nach Osten«, Refrain: »Von Finnland bis zum Schwarzen Meer, vorwärts, vorwärts! Vorwärts nach Osten, du stürmend Heer. Freiheit das Ziel, Sieg das Panier! Führer, befiehl, wir folgen Dir!« (Schultze 1941)

PersonMusikerInNationalsozialistInMedienMusik

Richard Strauss (1864–1949), deutscher Dirigent und Komponist, neben Hans Pfitzner der letzte Vertreter der musikalischen Spätromantik . Strauss’ Werk war »für das Ansehen des NS-Regimes von immenser kulturpolitischer Bedeutung, da schon bald nach der Machtübernahme die meisten bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten Deutschland verlassen hatten« (Karner 2002 , 82). Er wurde als »unpolitischer Botschafter« instrumentalisiert. Strauss wurde 1933 von Goebbels zum Präsident der Reichsmusikkammer ernannt, 1935 des Amtes enthoben, weil er am Libretto »Die schweigsame Frau« des »Nicht-Ariers« Stefan Zweig festhielt und ein kritischer Brief an Zweig ab gefangen wurde. Seine Werke erfreuten sich im NS-Staat ungebrochen großer Beliebtheit, er konnte ungestört in Garmisch-Partenkirchen komponieren, aber seine Bedeutung schwand, er galt in Berlin zusehends »als Fossil aus einer anderen Epoche« (Prieberg 1982, 210).

PersonMusikerInNationalsozialistInAutorIn/JournalistInZitate

Lehár (1870–1948), österreichischer Operettenkomponist. Die Libretti seiner Operetten wie »Die lustige Witwe« (1905) stammten durchwegs von jüdischen Schriftstellern. Da sich Goebbels für ihn einsetzte, konnten die Werke nach 1933 weiterhin aufgeführt werden. Seine jüdische Gattin wurde 1938 zur »Ehrenarierin« erklärt (eine umgangssprachliche Bezeichnung für die von Hitler persönlich genehmigten Ausnahmen vom Nürnberger »Reichsbürgergesetz« 1935). 1942 wurde am Linzer Landestheater »Das Land des Lächelns« in einer »Führerausstattung« inszeniert, der Librettist dieser Operette, Fritz Beda-Löhner wurde im selben Jahr in Auschwitz ermordet. (vgl. Goldberger/Sulzbacher 2008, 91)

PersonMusikerInNationalsozialistInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Anton Bruckner (1824–1896) gehörte zu den im Nationalsozialismus am stärksten vereinnahmten Komponisten, Hitler schätzte seine Musik. Albert Speers Pläne für den Ausbau von Linz umfassten auch eine »Brucknerhalle«. Das Stift St. Florian, wo Bruckner drei Jahre in die Schule ging und 1845–1855 als Lehrer und Stiftsorganist tätig war, sollte als Sitz der Deutschen Bruckner-Gesellschaft und der Reichsrundfunkgesellschaft sowie mit einer Musikhochschule »den angemessenen Rahmen für die Bruckner-Verehrung bieten« (Goldberger/Sulzbacher 2008, 90). Das »1.Großdeutsche Brucknerfest«1939 in Linz, St. Florian und Wien war Ausdruck dieser nationalsozialistischen Vereinnahmung. Die Wiener Philharmoniker waren beteiligt, unter den Dirigierenden waren Eugen Jochum und Wilhelm Furtwängler, Letzterer hielt die Festrede. (vgl. Deutsche Bruckner-Gesellschaft 1939)

Bild anzeigen

PersonMusikerInNationalsozialistIn

Carl Orff (1895–1982), deutscher Komponist und Musikpädagoge. Über seine Rolle im »Dritten Reich« gibt es unterschiedliche Auffassungen, Orff selbst habe nach 1945 darauf beharrt, »dass sein Werk, besonders die szenische Kantate »Carmina Burana« ,von den Nazis geächtet worden und er ihnen als Komponist und Bürger suspekt gewesen sei« (Kater 2004, 151), meist wird er als »Mitläufer« eingestuft. Die 1937 in Frankfurt/M. uraufgeführte »Carmina Burana« wurde trotz kritischer Stimmen in der NS-Zeit zu einem großen Erfolg. 1938 übernahm Orff den Auftrag, seine früheren Kompositionen zu Shakespeares »Sommernachtstraum« zu überarbeiten, als Ersatz für das Stück des »Juden Mendelssohn-Bartholdy« (Wagner-Régenys »Sommernachtstraum«-Musik betrachtete man als der Dichtung nicht ebenbürtig). Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass Orff dieNS-Ideologie guthieß (vgl. Kater 2004, 176), aber für das Regime war er politisch offensichtlich ohne Makel.

Bild anzeigen

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusikZitate

Rudolf Wagner-Régeny (1903–1969), deutscher Komponist, beeinflusst u.a. von Kurt Weill und Hanns Eisler. Im Zentrum seines Schaffens stand die Oper; »Der Günstling oder Die letzten Tage des großen Herrn Fabiano« (1935) mit einem Libretto von Caspar Neher wurde zu einem großen Erfolg. Den Nationalsozialisten stand er anfangs »hilflos bis ablehnend« gegenüber (Karner 2002, 177), aber er nahm Aufträge an. 1934 lud die »NS-Kulturgemeinde« mehrere Komponisten ein, eine neue Instrumentalmusik zu Shakespeares »Sommernachtstraum« zu schaffen. Wagner-Régeny nahm, im Gegensatz etwa zu Hans Pfitzner und Werner Egk, die mit einem Honorar von 2000 Reichsmark verbundene Einladung an. (vgl. Prieberg 1982, 150f.) Seine Oper »Johanna Balk« führte bei der Uraufführung 1941 an der Wiener Staatsoper zu Tumulten zwischen Gegnern und Befürwortern dieser Musik. Wagner-Régeny arbeitete in der NS-Zeit als freischaffender Komponist und gab Kompositions- und Theorieunterricht, 1943–45 Militärdienst. Nach 1945 lebte er in der deutschen Sowjetzone bzw. DDR.

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusikZitate

Cesar Bresgen (1913–1988), österreichischer Komponist, Studium in München, 1936–1939 Tätigkeit beim »Reichssender München«, ab 1939 Leiter der »Mozartspielschar der HJ« und Professor für Kompositionslehre am Salzburger Mozarteum (1941 »Reichsmusikschule«). »Seine Arbeitsberichte zeigen das Bild einer engen Verzahnung von Musikunterricht und politischer Instrumentalisierung je nach Anlass.« (Nußbaumer 2013) 1944 gab das SS-Hauptamt eine »Bläserfanfare« >in Auftrag, die zur Eröffnung der Schau »Deutsche Künstler und die SS« in Salzburg ertönte. (vgl. Klee 2009, 71; Prieberg 1982, 15) Als Leiter der »Musikschule für Jugend und Volk« war er gemeinsam mit Tobias Reiser (s. Eintrag ›Tobias Reiser‹) Vorreiter der Musikerziehung in Salzburg. Das Orchesterstück »Totenfeier« (1937) wurde in der NS-Zeit viel gespielt ;Bresgens »Bläsermusik op. 17« umfasst einen »Festlicher Ruf« benannten Teil und ist für Blechbläser und Pauken notiert. Aufgrund seiner NS-Vergangenheit war Bresgenerst ab 1950 wieder am Mozarteum tätig.

Bild anzeigen

TopographieOrtschaftPersonMusikerInMedienMusik

Werner Egk (1910–1983), deutscher Komponist, von seinem Freund Carl Orff beeinflusst, stilistisch lehnte er sich an Strawinsky und Weill an, was nicht der orthodoxen NS-Kunstauffassung entsprach. Nach 1933 passte er sich an und machte Karriere, er war etwa Kapellmeister an derBerliner Oper Unter den Linden und Funktionär in der Reichsmusikkammer. Mit der 1935 uraufgeführten »Spieloper« »Die Zaubergeige« gelang Egk der musikalische Durchbruch, »[d]as Werk kam mit seinem volkstümlichen Märchenstoff und einer Musik voller bayerischer Volksmelodien dem neuen Zeitgeschmack sehr entgegen.« (Karner 2002, 147) Für die Olympischen Spiele 1936 erhielt Egk einen Auftrag zu einer »Festmusik«, die am Eröffnungstag im Berliner Olympiastadion uraufgeführt wurde. Seine Kompositionen waren in der NS-Zeit nicht unumstritten, aber seitdem sich Hitler von seiner Oper »Peer Gynt« (1938) begeistert zeigte, war er sakrosankt, er stand auf der »Gottbegnadeten-Liste«. Im Jänner 1945 kam er der Einberufung zum Volkssturm nicht nach und setzte sich ab. Das ermöglichte ihm nach der Befreiung die Einstufung als »Antifaschist«. Egk zählte zu den bekanntesten Komponisten Nachkriegsdeutschlands und hatte zahlreiche öffentliche Positionen inne.

PersonMusikerInNationalsozialistInMedienMusik

Diese Figur in Werner Egks Oper »Die Zaubergeige« wird – der sprechende Name deutet es an – als Wucherer dargestellt: »So ein Sack voll Geld ist doch das beste Skapulier [Überwurf eines Ordensgewandes]. Ich weiß, was das Geld gilt und halt’s für meinen Gott!« (Egk 1935, 87f.) Die »verschwiegene Quelle« des Stücks »ist das berüchtigte Grimm-Märchen vom Juden im Dorn , der in der Oper als Wucherer Guldensack auftritt und den des Kaspars Geige so lange zum Tanzen zwingt, bis der ,unchristliche Geldwolf‘ bewusstlos zusammenbricht.« (Braunmüller 2001)

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusikZitate

Nachdem Josef Weinheber (1892–1945) mit dem Gedicht »Dem Führer« bereits eine Eloge zu Hitlers 50. Geburtstag 1939 geschrieben hatte, entstand – offensichtlich bei einem Treffen mit dem Intendanten des Reichssenders, Veit Roßkopf – im Jänner 1939 die Idee einer »Fleißaufgabe« (Berger 1999, 300). Das »Hörspiel« »Die Hohen Zeichen«, für das Werner Egk Fanfaren- und Orgelmusik komponierte, bezieht sich auf die Übersiedlung der Reichsinsignien von Wien nach Nürnberg. Im ersten Teil rufen Schwert, Krone, Zepter und Reichsapfel chorisch nach dem »Einen«, der zweite thematisiert die »Wanderschaft« der Insignien, der dritte sei, so Weinheber, »als Apotheose der endlich vollzogenen Einheit des Reiches und des Mannes zu verstehen, der sie schuf« (zit. n. Berger 1999, 299). Das Stück wurde am 19. April 1939, am Vorabend des »Führer-Geburtstags«, im Rundfunk gesendet, Egk dirigierte die Ursendung in Leipzig selber. (vgl. Herbort 1970)

PersonAutorIn/JournalistInNationalsozialistInMusikerInMedienMusikZitateEreignis

»Das Lied im Grünen« von Franz Schubert (1827, D 917, Text: Friedrich Reil) beginnt und endet alle seine Strophen entweder mit dem Vers »Ins Grüne, ins Grüne« oder »Im Grünen, im Grünen«. (Schochow 1974, 464)

PersonMusikerInMedienMusik

1941 vertonte Werner Egk einen Text von Hans Fritz Beckmann zum »Marsch der deutschen Jugend«, eine Komposition im Rahmen von Egks Filmmusik für »Jungens«, einen UFA-Propagandafilm (Regie: Robert A. Stemmle), der sich direkt an Kinder und Jugendliche richtete. Egks Marsch erlangte in der Folge innerhalb der Hitlerjugend große Beliebtheit. Der Refrain lautet: »Fahren, Fahren wir! Die Fahne weht voran! [/] Groß-Deutschland heißt unser stolzes Schiff, [/] drauf steh’n wir, Mann für Mann!« (zit. nach Prieberg 1982, 26)

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInSchauspielerIn/RegisseurInMedienMusikFilm/Fernsehen/Radio

Zitat aus Schuberts Lied »Der Hirt auf dem Felsen«, die ersten beiden Strophen: »Wenn auf dem höchsten Fels ich steh’, [/] In’s tiefe Thal hernieder seh’, [/] Und singe, [//] Fern aus dem tiefen dunklen Thal [/] Schwingt sich empor der Wiederhall [/] Der Klüfte.« ( Schochow 1974 , 412)

PersonMusikerInMedienMusik

Ballett in vier Bildern von Werner Egk, uraufgeführt im Jänner 1940 unter der Regie des Intendanten Heinz Tietjen an der Berliner Staatsoper. Egk verfasste das Libretto selber, es handelt im Spanien des 16. Jahrhundert und stellt eine Variation des Don-Juan-Themas dar.

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInMedienMusik

s. Eintrag ›Margaret Price‹

PersonMusikerInMedien

Herbert von Karajan (1908–1989), österreichischer Dirigent, war von 1935 bis 1942 Generalmusikdirektor am Stadttheater Aachen, ab 1938 hielt er sich aber vorwiegend in Berlin auf. Karajan selbst gab an, deshalb NSDAP-Mitglied geworden zu sein, um die Stellung in Aachen antreten zu können: »Es ist kein Geheimnis, ich war Parteimitglied, und zwar bin ich es 1935 in Aachen geworden, als ich Generalmusikdirektor werden sollte.« (Haeusserman 1968, 81) Oliver Rathkolb wies nach, dass der Beitritt früher erfolgte: »Karajan trat am 8. April 1933 in Salzburg unter der Nummer 1.607.525 der NSDAP bei«. (Rathkolb 2013, 144)

Bild anzeigen

TopographieOrtschaftPersonMusikerInAutorIn/JournalistIn

Kofler inszeniert hier eine Art Nachklang des Schubert-Liedes »Der Hirt auf dem Felsen«, er zitiert damit jeweils den letzten Vers der dritten und vierten Strophe. (Schochow 1974, 412)

PersonMusikerInMedienMusik

Ludwig van Beethovens7. Sinfonie in A-Dur op. 92 entstand in den Jahren 1811–1812; Uraufführung 1813 im Redoutensaal der Wiener Hofburg

PersonMusikerInMedienMusik

Richard Trunk (1879–1968), deutscher Komponist; im Mai 1933 wurden zwei Sätze seiner kleinen Serenade zur Bücherverbrennung in München gespielt (vgl. Klee 2009, 559), der 1931 der NSDAP beigetretene Komponist war bis 1945 Ehrenvorsitzender des Arbeitskreises nationalsozialistischer Komponisten. Trunk vertonte den Gedichtband »Feier der neuen Front «von Baldur von Schirach (s. Eintrag ›Baldur von Schirach‹dresde) als »Zyklus für Männerchor«, op. 65 (Teile: "1. Hitler"; "2. Des Führers Wächter"; "3. O, Land"; "4. Horst Wessel"). 1934 wurde das Stück vom Berliner Lehrergesangsverein Hitler in der Reichskanzlei vorgetragen (vgl. Prieberg 1982, 193).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienZitate

Im 17. Auftritt des Ersten Aufzugs in Mozarts»Zauberflöte« hindert MonostatosPamina und Papageno daran, zu Tamino in den Tempel zu gehen, indem er die ihm untergebenen Sklaven herbeiruft: »Nur herbei mit Band und Stricken, [/] He ihr Sklaven kommt herbei!« (Assmann 2012, 62)

PersonMusikerInMedienMusik

Die Namen Emanuel Löw und Slavo Aljinovic nennt das im Nachlass erhaltene Programmheft des Klagenfurter Stadttheaters (Spielzeit 1964/65) als Mitglieder des Chors (11/W7/1), der Name Kratochwil taucht nicht auf.

PersonMusikerIn

Curt Malm (* 1935), schwedisch-deutscher Sänger, s. Eintrag ›der Tamino‹

PersonMusikerInMedien

Gottfried Hornik (* 1940), österr. Opernsänger, erstes Engagement a m Klagenfurter Stadttheater in der Spielzeit 1964/65, seit 1976 Mitglied der Wiener Staatsoper

PersonMusikerIn

Günter Lehmann, Musiklehrer und Opernkapellmeister, 1962–1966 einer der vier »musikalischen Leiter« am Stadttheater Klagenfurt (vgl. Rudan 1979, 285f.)

TopographieOrtschaftPersonMusikerIn

Beginn eines Schlagers von Werner Scharfenberger (Musik) und Kurt Feltz (Text), den die italienische Sängerin Mina 1962 zum Hit machte: »Heißer Sand und ein verlorenes Land, [/] und ein Leben in Gefahr. [/] Heißer Sand und die Erinnerung daran, [/] daß es einmal schöner war.« (Faulstich 2003, 178)

PersonMusikerIn

Der Name taucht im Programmheft der Klagenfurter Spielzeit 1964/65 als Opern-Ensemblemitglied auf (Nachlass Kofler, 11/W7/), Rudan erwähnt sie für die Jahre 1962–1966 als Mitglied des Opernensembles, was sich mit dem Engagement von Günter Lehmann deckt (vgl. Rudan 1979, 285f.).

TopographieOrtschaftPersonMusikerIn

Figur der Oper »Otello « (1887) von Giuseppe Verdi

PersonMusikerInMedienMusik

Das Programmheft der Klagenfurter Spielzeit 1964/65 nennt den venezolanischen Tenor Gonzalo Betancourt als Gast der Opernabteilung (Nachlass Kofler, 11/W7/); Betancourt sang etwa Rollen in Giacomo Puccinis»Das Mädchen aus dem Goldenen Westen« oder in Verdis»Otello« (vgl. Rudan 1979, 273f.).

TopographieOrtschaftPersonMusikerInMedienMusik

»Salome, schönste Blume des Morgenlands« (1920): Orchesterstück (»Orientalischer Foxtrott«) des österr. Komponisten Robert Stolz (1880–1975)

PersonMusikerInMedienMusik

»Salome« (1905): Oper von Richard Strauss (1864–1949), nach dem gleichnamigen Theaterstück (1893) von Oscar Wilde

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

s. Eintrag ›Nothung‹

PersonMusikerInMedien

Kofler zitiert die erste Strophe des Liedes »Leichter Wanderer« , eines im 19. Jahrhundert besonders bei Studentenverbindungen beliebten Liedes, das das genussreiche Wander- und Studentenleben verherrlicht. Der Text stammt von Albert von Schlippenbach (1800–1886), die Melodie folgt einer traditionellen Weise ( Pommer 1905, 166). Der erfolgreiche deutsche Schlagersänger Heino hatte das Lied in seinem Repertoire.

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusik

»Scheiden tut so weh« (1969), deutscher Schlager, interpretiert u.a. von Heintje, Text von Johannes Jorge, Albert Schwarzmann und Wolf Hausmann.

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Letzte Strophe des Liedes »Hoch auf dem gelben Wagen«: »Sitzt einmal ein Gerippe [/] dort beim Schwager vorn, [/] schwenkt statt der Peitsche die Hippe [/] Stundenglas statt des Horns, [/] sag ich: Ade nun, ihr Lieben [/] die ihr nicht mitfahren wollt. [/] Ich wäre ja so gern noch geblieben,[/] aber der Wagen, der rollt« (Hois 2012, 96). Der Text stammt von Rudolf Baumbach (1840–1905), er wurde 1922 von Heinz Höhne (1892–1968) vertont.

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusik

»Wir lagen vor Madagaskar«: Lied von Just Scheu (1903–1956; Text u. Melodie), u.a. von Heino interpretiert (vgl. Klusen 1980, 544).

PersonMusikerInMedienMusik

Schuberts Lied »Ellens dritter Gesang« (1825, nach Walter Scotts Gedicht »Lady of the Lake«) wird oft als »Ave Maria« bezeichnet.

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusikZitate

Kofler zitiert das Lied »Wenn wir erklimmen schwindelnde Höhen«, Text von Erich Hartinger (* 1923), Melodie von Hans Kolesa und Hans Gasser. Der Refrain spricht von »sonnigen«, der erste Vers von »schwindelnden« Höhen, die ersten beiden Strophen von den »Bergvagabunden«, die titelgebenden »Bergkameraden« werden erst in der dritten und vierten Strophe erwähnt (vgl. Natter/Nußbaumer 2007, 185).

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusik

Klagenfurter Etablissement, das Ernst Lerch, vor 1938 illegaler Nationalsozialist und während des Zweiten Weltkriegs Adjutant des NS-Verbrechers Odilo Globocnik, unbehelligt in der Nachkriegszeit betrieb (s. Eintrag ›Tanzcafé Lerch‹); hier hatte der Schlagersänger Udo Jürgens seine ersten Auftritte (vgl. Postl 2014).

TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMusikerInMedien

Drafi Deutscher (1946–2006), deutscher Sänger, Komponist und Musikproduzent

PersonMusikerIn

Freddy Quinn (* 1931 als Franz Eugen Nidl), österr. Schlagersänger; s. Eintrag ›Freddy Quinn‹

PersonMusikerInMedien

The Beach Boys waren eine der weltweit erfolgreichsten Pop- und Rockbands der 1960er und frühen 1970er Jahre, die mit Surfmusik zahlreiche Charterfolge erzielte.

PersonMusikerIn

»Marmor, Stein und Eisen bricht« (1965), Song von Drafi Deutscher

PersonMusikerInMedienMusik

»Eine Handvoll Reis« (1966), Song von Freddy Quinn, der den Vietnamkrieg glorifizierte

PersonMusikerInMedienMusik

Auszug aus dem Songtex t »Sloop John B« (1966) der Beach Boys

PersonMusikerInMedienMusik

Deutscher Opernsänger (1930–1966), s. Eintrag ›Fritz Wunderlich‹

PersonMusikerInMedien

»Hundert Mann und ein Befehl« (1966) ist die deutsche, von Freddy Quinn gesungene Version von »The Ballad of the Green Berets« (1966, Musik: Barry Sadler) über eine Spezialeinheit der US-amerikanischen Armee. Kofler zitiert aus dem Songtext von Ernst Bader (1914–1999): »fern von zu Haus und vogelfrei [/] hundert Mann und ich bin dabei [/] Hundert Mann und ein Befehl [/] und ein Weg, den keiner will« (Wolle 2013, 35).

PersonMusikerInMedienMusik

Österr. Sopranistin (* 1937), 1960–1990 Mitglied der Wiener Staatsoper; 1990 übernahm sie die Leitung der Grazer Oper, die sie ein Jahr später wegen künstlerischer Differenzen wieder zurücklegte.

PersonMusikerIn

s. Eintrag ›Jolyon Brettingham Smith‹

PersonMusikerInMedien

Geläufiger Beiname von Franz Schuberts Trio für Klavier, Violine und Violoncello (D 897). Der Titel »Nocturne« in der Erstausgabe des Verlagshauses Diabelli stammt nicht von Schubert selbst. (vgl. Deutsch 1978, 565)

PersonMusikerIn

Der Satz »Schönberg und Maler traten in Bergs Leben« ist – samt Falschschreibung von Gustav Mahlers Nachnamen – einem Artikel der Zeitschrift »Villacher« entnommen, der sich unter dem Titel »Der Berghof am Ossiacher See« mit der Geschichte des Ortes auseinandersetzt. Der Artikel hat sich, ohne Datumsangabe, als Ausriss im Kofler-Nachlass erhalten (11/W15/S1).

PersonMusikerInMedienZeitung/Zeitschrift

Das niederländische Duo Goldy und Peter de Vries veröffentlichte 1949 die deutsche Coverversion des Traditionals »She’ll Be Coming ’Round the Mountain« unter dem Titel »Von den blauen Bergen kommen wir«.

PersonMusikerInMedienMusik

Erstlingswerk des Filmregisseurs Louis Malle (1957, Originaltitel: »Ascenseur pour l’échafaud«), mit Jeanne Moreau und Maurice Ronet in den Hauptrollen, Filmmusik von Miles Davis

Bild anzeigen

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMusikerInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Tobias Reiser‹

PersonMusikerInMedien

Alban Berg(1885–1935), österr. Komponist, zählt mit seinem Lehrer Arnold Schönberg und Anton Webern zu den wichtigsten Vertretern der Zweiten Wiener Schule.

TopographieOrtschaftPersonMusikerIn

Die Zeitschrift »Villacher« berichtet in dem oben zitierten Artikel, dass sich Sigmund Freud 1908 am Nordufer des Ossiacher Sees zur Sommerfrische aufhielt und mit dem Boot die Familie Berg auf eine Jause besucht habe. Der Neffe Alban Bergs erinnert sich an den »häufige[n] Jausengast«, der »seine Konsumation stets mit einem ›scharfen Stamperl‹ abzuschließen pflegte« und den man daher als »Professor Slibowitz« tituliert habe (Berg 1985, 74).

PersonPhilosophInMusikerInMedienZeitung/Zeitschrift

Österr. Maler und Fotograf (* 1943), Bruder des Schlagersängers Udo Jürgens

PersonPersonMusikerInPerson

Anspielung auf die deutsche Nachdichtung eines russischen Arbeiterliedes durch den deutschen Dirigenten Hermann Scherchen: »Brüder, zur Sonne, zur Freiheit, [/] Brüder, zum Lichte empor!« Nach dem Zweiten Weltkrieg avancierte es zum beliebtesten Lied der deutschen Sozialdemokraten (vgl. Kutschke 2007, 66 FN 65).

PersonMusikerInMedienMusik

Benjamin Britten (1913–1976), englischer Komponist

PersonMusikerIn

Ital. »auf türkische Art«: Die musikalische Vortragsbezeichnung verweist auf die ab dem 17. Jahrhundert aufkommenden Einflüsse osmanischer Militärmusik (»Janitscharenmusik«). Mozarts»Rondo alla turca« aus seiner Klaviersonate Nr. 11 ist das bekannteste Beispiel.

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler bezieht sich hier erneut auf den Bericht über die Feier am Ulrichsberg: »Durch eine Lautsprecheranlage ertönt in Direktübertragung von der Feier auf dem Berg das Lied ›Ich hatt’ einen Kameraden‹, dazwischen Ehrenschüsse« (11/W4/S1). Das »Lied vom guten Kameraden« – besser bekannt unter der ersten Liedzeile »Ich hatt einen Kameraden«, 1806 von Ludwig Uhland (1787–1862) gedichtet, 1825 von Friedrich Silcher (1787–1862) vertont – ist traditionell Teil militärischer Trauerfeiern der deutschen Bundeswehr und des österreichischen Bundesheers.

TopographieBergPersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusik

Das »Festival junger Künstler Bayreuth« wurde 1950 unter der Patronage von Jean Sibelius von Herbert Barth gegründet und bietet jährlich zur Zeit der Bayreuther Festspiele Workshops.

TopographieOrtschaftPersonMusikerInEreignis

Harald Juhnke (1929–2005), deutscher Entertainer und Schauspieler

PersonMusikerIn

Kofler zitiert aus seinem eigenen Text »Trauerreden «, einem frühen, im Nachlass erhaltenen Prosagedicht: »Beethoven im hohen herbst schweigender aufzeichnungen, trauriger herbst anno 1927 ... [/] nein kein morgen für liedersänger da das auge erkrankte am rosten der blätter« (1966, 11/W4).

PersonMusikerIn

Johannes Brahms (1833–1897), deutscher Komponist, Pianist und Dirigent der Hochromantik

PersonMusikerIn

Konstantin Wecker (* 1947), deutscher Liedermacher

PersonMusikerIn

The Troggs: Beat-Band aus England, die v.a. in den 1960er Jahren erfolgreich war; bekannte Songs: »Wild Thing« (1966) und »I can’t control myself« (1966).

PersonMusikerInMedienMusik

Wilhelm Müller (1794–1827), deutscher Dichter, dessen Bekanntheit vor allem von Franz Schuberts Vertonungen seiner Gedichtzyklen »Die schöne Müllerin« und »Die Winterreise« herrührt

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusik

»Und manchmal weinst Du sicher ein paar Tränen« (1979), Lied von Ralph Siegel und Günther Behrle, interpretiert von Peter Alexander

PersonMusikerInMedienMusik

Eventuell eine Anlehnung an den US-amerikanischen Gitarristen Jim Ferguson (* 1948)

PersonMusikerIn

Tony Holiday (1951–1990), deutscher Schlagersänger und Texter. »Nie mehr allein sein« (1980) war seine deutsche Coverversion von »Sun of Jamaica « (Goombay Dance Band, 1979).

PersonMusikerInMedienMusik

Eventuell eine Anlehnung an den US-amerikanischer Musiker und Songwriter Lee Clayton (* 1942)

PersonMusikerIn

Die »Kronen Zeitung« schrieb in einer Reportage zum Erscheinen von Robert Schneiders zweitem Roman »Die Luftgängerin« (1998): »In New York gewöhnte sich Robert, der auf manchen Bildern aussieht wie der Bruder von Schubert, eine schwarze Tarnkappe an« (Svoboda 1998, 23; im Nachlass vorhanden, 11/W16/S1).

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Udo Jürgen Bockelmann war der Geburtsname des Sängers Udo Jürgens (1934–2014), 1956 veröffentlichte er erstmals eine Platte unter seinem Künstlernamen. s. Eintrag ›Udo oder Jürgen‹

PersonMusikerInMedien

Dänischer Opernsänger (1897–1972), NSDAP-Mitglied (s. Eintrag ›Helge Rosvaenge‹)

PersonMusikerInMedien

Rudolf Bockelmann (1892–1958), deutscher Bariton, 1937 NSDAP-Mitgliedschaft, 1932–1944 Ensemblemitglied der Berliner Staatsoper. Zu Udo Jürgens besteht kein verwandtschaftliches Verhältnis, Jürgens’ Vater hieß ebenfalls Rudolf.

PersonMusikerIn

Óscar »Ringo« Bonavena (1942–1976), argentinischer Schwergewichtsboxer. Der Kampfname »Ringo« rührte von seiner angeblichen Ähnlichkeit mit dem Beatle Ringo Starr her. In Argentinien galt er als Nachfolger des »Wild Bull of the Pampas«, Luis Firpo (1894–1960). Der erwähnte »bestechende Faustkampf« zwischen Ali und Bonavena fand am 7. 12. 1970 im New Yorker Madison Square Garden statt.

PersonMusikerIn

Um 1990 gegründete Schweizer Musikkabarett-Formation

PersonMusikerIn

»The last Puff« (1970): Rock-Album der britischen Band Spooky Tooth

PersonMusikerInMedienMusik

Britische Blues-Rockband, mit Unterbrechungen 1967–1974 aktiv

PersonMusikerIn

Wörtliches Zitat aus dem Song der Beatles»I am the Walrus« (1967)

PersonMusikerInMedienMusik

Unter dem Titel »Mauthausen 2000« wurde am 7. 5. 2000 im berüchtigten Steinbruch des ehemaligen Konzentrationslagers ein Benefizkonzert der Wiener Philharmoniker unter Simon Rattle veranstaltet, das Orchester spielte Beethovens9. Symphonie.

PersonMusikerInMedienMusikEreignis

»O Haupt voll Blut und Wunden«: Kirchenlied von Paul Gerhardt (1607–1676), von Johann Sebastian Bach als Choral in seine »Matthäuspassion« eingebaut.

PersonMusikerInMedienMusik

The Teens: 1978 bis 1981 überwiegend in Deutschland erfolgreiche Musikband, »Give me more« hieß eine 1980 erschienene Single.

PersonMusikerInMedienMusik

Herbert Willi (* 1956), österr. Komponist

PersonMusikerIn

The Rolling Stones: 1962 gegründete britische Rockband

PersonMusikerIn

Komponisten, die mit der sogenannten Zwölftontechnik arbeiten. In der Dodekaphonie sind alle zwölf Töne unseres Tonsystems gleichberechtigt, die Hauptregel der Zwölftontechnik besagt, dass ein Ton aus dieser Reihe erst wiederkehren darf, wenn alle übrigen Töne erklungen sind. In Österreich war Arnold Schönberg der wichtigste Vertreter der Zwölftontechnik, er begründete die »Wiener Schule« (u.a. Alban Berg, Egon Wellesz, Anton Webern).

PersonMusikerIn

Vermutlich Anspielung auf Bert Brechts´ »Alabama Song«: »Oh! Moon of Alabama [/] We now must say good-bye« (Brecht/Weill 2013, 12). Der Text stammt höchstwahrscheinlich von Elisabeth Hauptmann (vgl. Nyström 2005, 166). Brecht nahm ihn in die von Kurt Weill vertonte Oper »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« (1930) auf. Die Popgruppe The Doors nahm 1967 die bis heute bekannteste Coverversion auf.

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusikZitate

Die Flying Lesbians waren die erste reine Frauenrockband Deutschlands. Sie bestand 1974–1977, 1975 brachte die Band ein Album (ohne Titel) heraus. Die Gruppe spielte ausschließlich vor weiblichem Publikum. Der Soundtrakc des Films »Die Macht der Männer ist die Geduld der Frauen« stammt vo den Flying Lesbians.

PersonMusikerInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Hans Possendorf: Pseudonym des Schriftstellers Hans Mahner-Mons (1883–1956), einem deutschen Unterhaltungsschriftsteller, der vor allem in der Zwischenkriegszeit erfolgreich war; von ihm stammt das Libretto zu Hans Pfitzners Oper »Das Herz« (1932).

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInZitate

»Dichter und Bauer « (1846) ist eine Operette von Franz von Suppé (1819–1895).

PersonMusikerInMedienMusik

»Heilig, heilig, heilig ist der Herr« ist ein Lied aus der so genannten »Deutschen Messe« (1826, Originaltitel »Gesänge zur Feier des heiligen Opfers der Messe« , D 872) von Franz Schubert. Das Lied ist auch im katholischen Gesangbuch »Gotteslob« (Lied Nr. 388) enthalten (Gotteslob 2013, 457).

PersonMusikerInMedienMusik

Die »Schule der Geläufigkeit« des Komponisten und Klavierpädagogen Carl Czerny (1791–1857), komponiert und erschienen in den 1830er Jahren, gehört im deutschen Sprachraum zu den bekanntesten Etüdensammlungen.

PersonMusikerInMedienMusik

Anton Diabelli (1781–1858), österr. Komponist und Musikverleger

PersonMusikerIn

»Children’s Corner«: Klaviersuite von Claude Debussy (Uraufführung 1908 in Paris)

PersonMusikerInMedienMusik

Barcarole (ital. barca »Barke, Boot«): seinem Ursprung nach ein venezianisches Schifferlied, vor allem im 19. Jahrhundert in der europäischen Kunstmusik verwendet. Eine bekannte Barcarole eröffnet den 4. Akt von Jaques Offenbachs »Phantastischer Oper« »Hoffmanns Erzählungen«.

PersonMusikerInMedienMusik

Herkömmlicher Name der Klavierfantasie Op. 15 in C-Dur von Franz Schubert. Den Namen bezieht das Werk aus dem Leitmotiv, das Schubert aus seinem Lied »Der Wanderer« (1816) bezog. s. Eintrag ›die Wandererfantasie‹

PersonMusikerInMedienMusik

Ital. für »Ich werde dich nehmen«. »Ti prenderò« (2000): Song des ital. Sängers Adriano Celentano (* 1938)

PersonMusikerInMedienMusik

Ital. für »ich bin Celentano«

PersonMusikerIn

»Bruttosozialprodukt« ist ein Neue-Deutsche-Welle-Schlager, wurde 1982 als Debütsingle der deutschen Band Geier Sturzflug ein großer Erfolg.

PersonMusikerInMedienMusik

Kontamination von Howlin’ Wolf (1910–1976), US-amerikanischer Blues-Musiker, und Paul Wolfowitz (* 1943), US-amerikanischer Politiker, Berater von Präsident George Bush

PersonMusikerInPolitikerIn

Lou van Burg (1917–1986), niederländisch-deutscher Sänger, Showmaster und Entertainer

PersonMusikerIn

»Hustinetten« sind eine 1966 eingeführte Bonbonmarke. Möglicherweise spielt Kofler hier auch auf das von Bruno Granichstaedten für die Operette »Der Orlow« (Uraufführung 1925) komponierte Lied »Da nehm’ ich meine kleine Zigarette« an.

PersonMusikerInMedienMusik

»Petersburger Schlittenfahrt« (1885/86): der Salonmusik zuzurechnendes Stück (für Geige und Klavier) des deutschen Komponisten Richard Eilenberg (1848–1927)

PersonMusikerInMedienMusik

Abwandlung des Blues Standards »Rock me Baby«, 1964 aufgenommen von B. B. King (1925–2015)

PersonMusikerInMedienMusik

Eines der sogenannten Rückert-Lieder – Lieder von Gustav Mahler zu Texten von Friedrich Rückert – trägt den Titel »Um Mitternacht« (1901).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

»Üb immer Treu und Redlichkeit«: im 19. Jahrhundert weit verbreitetes Volkslied (Text: Ludwig Hölty) nach einer Melodie aus Mozarts»Zauberflöte«

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusik

Günther Aloys (* 1948), Hotelier im Tiroler Skiort Ischgl , der mit seinen Ideen, Ischgl zu einer Marke für Skisport, Après-Ski und Entertainment zu machen, umstritten war. Als erstes Event organisierte er 1995 einen Auftritt des britischen Sängers Elton John.

TopographieOrtschaftPersonUnternehmerInMusikerIn

s. Eintrag ›Peter oder Alexander‹

PersonMusikerInMedien

Gerry (Gerhard) Friedle (* 1971), österr. Sänger und Entertainer, als »DJ Ötzi« mehrere internationale Schlagerhits; der »Falschname« »Anton aus Tirol« bezieht sich auf den gleichnamigen Hit aus Friedles Debütalbum (1999).

PersonMusikerInMedienMusik

Oper aus dem Jahr 1903 von Eugen d’Albert (1864–1932) nach einem Libretto von Rudolf Lothar (1865–1943), zwischen 1940 und 1944 von Leni Riefenstahl mit ihr in der Hauptrolle verfilmt; Uraufführung des Films erst 1954. Als Statisten setzte Riefenstahl Sinti aus den Zwangsarbeiterlagern Salzburg-Maxglan sowie Berlin-Marzahn ein, von denen viele nach den Aufnahmen in Auschwitz ermordet wurden. Erst 2002 erwirkte eine Überlebende eine Unterlassungserklärung: »Demnach darf die wegen ihrer NS-Propagandafilme umstrittene Regisseurin nicht mehr behaupten, sie habe ›alle Zigeuner, die in ›Tiefland‹mitgewirkt haben, nach Kriegsende wiedergesehen. Keinem einzigen ist etwas passiert‹« ([red.] 2002).

TopographieOrtschaftPersonMusikerInAutorIn/JournalistInSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/RadioEreignis

Nena (* 1960 als Gabriele Susanne Kerner), deutsche Pop-Sängerin der »Neuen Deutschen Welle«, s. Eintrag ›Du kennst die Liebe nicht‹

PersonMusikerInMedien

Markus Mörl (* 1959), deutscher Pop-Sänger, der unter dem Namen »Markus« im Rahmen der »Neuen Deutschen Welle« bekannt wurde

PersonMusikerIn

»Keller – Teenage Wasteland« (2006), österr. Coming of Age-Film von Eva Urthaler . Der Song »Baba O’Riley« (1971) der britischen Band The Who wird auf Grund des Refrains »Don’t cry / don’t raise your eye / it’s only teenage wasteland« oft »Teenage Wasteland« genannt.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMusikerInMedienMusikFilm/Fernsehen/Radio

Eventuell Anspielung auf das Lied »Glück, das mir verblieb« aus der Oper »Die tote Stadt« (1920) von Erich Wolfgang Korngold (1897–1957)

PersonMusikerInMedienMusik

»Die spanische Stunde«, Oper von Maurice Ravel, Uraufführung 1911 in Paris

PersonMusikerInMedienMusik

Margaret Price (1941–2011), britische Sopranistin, s. gleichnamigen Eintrag

PersonMusikerInMedien

Wilhelm Zobl (1950–1991), österr. Komponist, s. Eintrag ›Zobl‹

PersonMusikerInMedien

»Kehraus um St. Stephan«, Oper in zwei Teilen von Ernst Krenek (1900–1991), 1930 entstanden, erst 1990 in Wien uraufgeführt

TopographieOrtschaftPersonMusikerInMedienMusik

Das Streichquintett C-Dur op. post. 163, D 956, mit der ungewöhnlichen Besetzung von zwei Violinen, Viola und zwei Violoncelli wurde vermutlich im September 1828 komponiert, zwei Monate vor Schuberts Tod, und zu seinen Lebzeiten nicht mehr aufgeführt, sondern erst 1850 in Wien (Harenberg 2008, 621f.).

PersonMusikerInMedienMusik

Richie di Bernardo (* 1941), Sänger und Veranstalter, wurde 2004 von Jörg Haider zum Volkskultur-Konsulent der Kärntner Landesregierung ernannt. 2009 – nach dem Tod Haiders – wurde er abberufen, der Landesrechungshof hatte die Abwicklung zahlreicher Konzerte über die Firma seiner Tochter kritisiert ([red.] 2009).

PersonPolitikerInMusikerIn

Ted Herold (eigentl. Harald Schubring, * 1942), deutscher Sänger

PersonMusikerIn

Die »Enkelin« ist eine Figur in Thomas Bernhards Stück »Die Macht der Gewohnheit« (Uraufführung 1974 bei den Salzburger Festspielen). Zirkusdirektor Caribaldi versucht krampfhaft, die Aufführung von Schuberts»Forellenquintett« zu ermöglichen, während die anderen Darsteller die Proben auf unterschiedliche Art und Weise sabotieren.

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusikZitate

Pluhar schreibt: »Peter […] stöhnt über eine sehr späte Aufnahme von Helge Rosvaenge im Radio« (Pluhar 1981, 65).

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurIn

»Am Tag als der Regen kam« (1959): deutscher Spielfilm (R: Gerd Oswald, D: Mario Adorf); zeitgenössische Bekanntheit erlangte der Film durch das gleichnamige Titellied, das die franz. Schlagersängerin Dalida nach der Melodie eines Chansons von Gilbert Bécaud sang.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMusikerInMedienFilm/Fernsehen/Radio