In den Notizen und Vorarbeiten zu »Der Hirt auf dem Felsen« im Nachlass findet sich ein kleiner Zeitungsausschnitt (ohne Datum und Quellenhinweis) mit dem Titel »Witz war tödlich« und folgenden Inhalts: »Einen Witz erzählte Sonntag der deutsche Bergsteiger Hans Kuhn beim Abstieg vom Lamsenjoch im Tiroler Karwendelgebirge. Als er sich beim Erzählen zu seinem Kameraden umdrehte, stürzte er 30 m ab. Er war sofort tot.«

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TopographieBerg

»Das« Großelend: Bezeichnung des hinteren Maltatals in den östlichen Hohen Tauern; »der« Großelend: Großelendkopf (3317 m), der Hochalmspitze nördlich vorgelagert. Wenn sich Kofler bei der Auswahl der Berge auch auf die Topographie der Hohen Tauern in Oberkärnten und Osttirol konzentriert, hat er sich wohl an der Kuriosität oder Onomatopoesie der Namen orientiert.

TopographieBerg

Für ihre Eisrinnen und die »Felsgendarmen« (Blocktürme) am Grat bekannte vier Erhebungen (3117–3163 m) in der Schobergruppe

TopographieBerg

Anstiegsvariante auf die Hochalmspitze (3360 m), die höchste Erhebung der Ankogelgruppe in den Hohen Tauern, durch einen Klettersteig für erfahrene Alpinbergsteiger zugänglich gemacht

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TopographieBerg

Höchste Erhebung der Goldberggruppe in den Hohen Tauern (3254 m)

TopographieBerg

1928 stellte die AEG (Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft Berlin) ein Großprojekt vor, in dem die abfließenden Gletscherwässer der Hohen Tauern durch ein 1200 km langes Hangkanalsystem gefasst und in Großspeichern gefasst werden. 1938 wurde dieses Projekt zu sechs Speichern erweitert, wobei der größte im Dorfertal bei Kals in Osttirol vorgesehen war. Von den in einer weiteren Variante vorgesehenen sieben Großspeichern wurde von der verantwortlichen Gesellschaft, den Alpenelektrowerken (AEW), während der NS-Zeit nur die Anlage in Kaprun begonnen. (vgl. Arbter 1987) Ab den 1950er Jahren wurden verschiedene Varianten projektiert und bis zum Bewilligungsverfahren vorbereitet, zuletzt ein von weitverzweigten »Beileitungen« versorgter Wasserspeicher im Dorfertal mit Kraftwerk in Matrei (»Projekt 1986«, vgl. Baier 1989). Das Projekt ließ sich politisch nicht durchsetzen, 1989 erklärte Wirtschaftsminister Robert Graf (ÖVP) das »Aus«. Das Kraftwerksprojekt Dorfertal-Matrei war mit ein Grund, warum Tirol als letztes der drei beteiligten Bundesländer den Nationalpark Hohe Tauern verwirklichte.

TopographieBergOrtschaftPersonPolitikerInEreignis

Mit diesem Oxymoron werden im Alpenraum entweder einzelne auffällige große Felsblöcke, die sich als kultische Orte eignen (neben dem Stausee Mooserboden in Kaprun; im Amertal bei Mittersill) oder kleinere Höhlen (beim Ziegöllerkogel, Köflach, Steiermark) bezeichnet.

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TopographieOrtschaftBerg

Pension am Iselsberg oberhalb von Lienz, die 1935 abbrannte. Die Familie Kofler urlaubte seit den 1960er Jahren am Iselsberg, Anfang der 80er Jahre errichteten Koflers Eltern dort ein Ferienhaus. 1999 vermerkt der »Gemeindebote Iselsberg/Stronach«in einer Chronik diesen Brand; der Ort trage seither die Bezeichnung »Brandstatt«. (Gemeindebote 1999, 12)

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TopographieBergOrtschaftMedienZeitung/Zeitschrift

1987 wurde am Wurtenkeesam Fuße des Schareckin der Gemeinde Flattachein Sommerskigebiet errichtet, mit der Inbetriebnahme ging die Umbenennung in »Mölltaler Gletscher«einher. Das geschah nicht zuletzt aus Imagegründen, war doch die Bezeichnung Wurtenkees mit den starken Protesten vor allem des Österreichischen Alpenvereins gegen das Projekt, die mit einem starken medialen Echo einhergingen, verknüpft. 1985etwa schrieb das Nachrichtenmagazin »profil«, bezugnehmend auf die erfolgreichen Proteste gegen ein Donaukraftwerk bei Hainburgim Jahr zuvor, von einem »Hainburg am Gletscher«. 1997 ermöglichte die Errichtung einer Stollenbahn den Ganzjahresbetrieb. (vgl.Lamprechter 2006)

TopographieBergOrtschaftMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Berg (1840 m) im Karawankengebirge, südlich von Ferlach

TopographieBergOrtschaft

Erhebung (1627 m) im Karawankengebirge, südöstlich von Ferlach

TopographieBergOrtschaft

Osttiroler Berg (3099 m) in der Glocknergruppe

TopographieBerg

Konkrete Pläne zur Errichtung eines streng geschützten Landschaftsteils in den Ostalpen gibt es seit ca. 1910. Erst in der »Vereinbarung von Heiligenblut« 1971 konnten die rechtlichen und topographischen Grundlagen eines Nationalparks in Kärnten, Tirol und Salzburg festgelegt werden. Die Umsetzung stieß auf zahlreiche Schwierigkeiten, vor allem in Osttirol kam es zum »Widerstreit zwischen Naturdenkmal und Hoffnungsgebiet für die Energiewirtschaft« (Floimair/Retter 1985, 50). Kärnten erklärte 1980 einseitig Teilgebiete zum Nationalpark, 1983 folgte Salzburg, Tirol erst 1992. Mit der »Dreiländervereinbarung«, einem »Staatsvertrag zwischen den drei Ländern und dem Bund« (Kupper/Wöbse 2013, 144), wurde der Bestand des Nationalparks Hohe Tauern 1994 endgültig rechtlich abgesichert.

TopographieOrtschaftBerg

Kärntner Berg (3247 m) in der Glocknergruppe

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TopographieBerg

Böses Weibl/Weibele, Berg (3119 m) im Norden der Schobergruppe in Osttirol

TopographieBerg

Berg nördlich des Ossiacher Sees (Teil der Nockberge, 1909 m)

TopographieBerg

Anspielung auf Franz Vranitzky (* 1937), SPÖ-Politiker, ab 1976 in diversen österreichischen Banken in leitender Funktion tätig. 1984 Ernennung zum Finanzminister im Kabinett Sinowatz, nach dessen Rücktritt nach der Wahl Kurt Waldheims zum Bundespräsident im Juni 1986 wurde er Bundeskanzler, im November des Jahres gab es Neuwahlen, Vranitzky wollte die Koalition mit der FPÖ unter dem neuen Parteiobmann Jörg Haider nicht fortführen. Die Besteigung von Österreichs dritthöchstem Berg, dem Großvenediger (3666 m), Ende August 1986 war Teil einer Imagekampagne im Vorfeld des Wahlkampfes. Ein Reporter der »Kronen Zeitung« war Teil der Seilschaft, Vranitzky erwies sich als »konditionsstarker Bergsteiger«. (Kindermann 1986)

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TopographieBergPersonPolitikerInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Sandkopf: ein wenig erschlossener Kärntner Gipfel (3090 m) in der Goldberggruppe der Hohen Tauern, dessen Besteigung wegen fehlender Markierungen und Einkehrmöglichkeiten als mühevoll gilt

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TopographieBergMedien

Helene von Damm (* 1938 als Helene A. Winter in Ulmerfeld,Oberösterreich), 1959 Auswanderung in die USA, Assistentin von Ronald Reagan, 1983–1985 US-Botschafterin in Wien, 1985 heiratete sie Peter Gürtler, den Besitzer des Hotels Sacher in Wien.In ihrer Autobiographie wird die Besteigung des Großglockners auf das Jahr 1984datiert. (vgl. Damm 1987, Abb. 18) Ihre mit viel Publizität verbundene diplomatische Tätigkeit bezeichnete Damm als »public diplomacy«, die Ersteigung des Großglocknersfand ihr Echo bis in die »New York Times«. (Markham 1985)

TopographieBergOrtschaftPersonPolitikerInUnternehmerInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Öffentliches Sommerbad der Stadt Wien an den Hängen des Cobenzl im 19. Gemeindebezirk, 1923 eröffnet

TopographieOrtschaftBerg

Robert Rogner (* 1941), Kärntner Baumeister, ab 1969 Ausführung von Großprojekten vor allem in der Fremdenverkehrsbranche (Appartementhäuser, Feriendörfer), 1995 Einstieg in den Thermenbereich, 2004 Übergabe der Unternehmensleitung an die beiden Kinder. Bekannt wurde der »Baulöwe« 1981 auch durch den Erwerb des Mittagskogels, eines markanten Bergs der Karawanken (angeblich ein Geschenk an seine Frau als Jagdrevier; vgl. Grotte 2011). 2014 übergab er diesen Grundbesitz dem Land Kärnten und ließ ihn als Naturschutzgebiet widmen.

TopographieBergPersonUnternehmerIn

s. Eintrag ›Klammerköpfe‹

TopographieBergMedien

Berg (2237 m) an der Kärntner-slowenischen Grenze, höchste Erhebung der Karawanken

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TopographieBerg

Im Gegensatz zum »Hohen Schreibtisch« existiert eine Rote Platte: eine Erhebung (1505 m) mit markanter Felswand über Chur in der Ostschweiz.

TopographieBerg

Landschaftsteil im Toten Gebirge

TopographieBerg

Namensgebender Gipfel (3240 m) der Schobergruppe der Hohen Tauern an der Grenze Osttirol/Kärnten

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TopographieBerg

Der seit Anfang der zwanziger Jahre projektierte Straßenbau wurde ab 1930 von Norden (Fusch) und Süden (Heiligenblut) hier begonnen, die beiden Rampen waren 1932 fertiggestellt. Die Errichtung der Scheitelstrecke über das Hochtor (2504 m) verzögerte sich wegen Kostenüberschreitungen und Finanzierungsschwierigkeiten; die »Großglockner Hochalpenstraße« wurde schließlich im August 1935 als Prestigeprojekt des austrofaschistischen Regimes eröffnet. (vgl. Rigele 1998)

TopographieOrtschaftBergEreignis

Anspielung auf das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, das 1941 in der Nähe des Stammlagers Auschwitz I gebaut wurde und das größte Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialismus war. Das Konzentrationslager Buchenwald wurde zwischen Juli 1937 und April 1945 auf dem Ettersberg bei Weimar als Arbeitslager betrieben.

TopographieOrtschaftBergEreignis

Kofler bezieht sich vor allem auf Alexis (Alexander) May de Madiis (1852–1911), gebürtiger Schweizer, der 1863 mit seinem Vater nach Oberkärnten kam. Die Familie engagierte sich im Edelmetallbergbau und reaktivierte alte Erzförderstätten (ohne wirtschaftlichen Erfolg). Alexis May betrieb auch ausführliche geologische Forschungen, etwa über den historischen Goldbergbau in den Hohen Tauern (den er ebenfalls zu reaktivieren suchte), 1897 etwa erschien seine Schrift »Das Bergbauterrain in den Hohen Tauern«. (vgl. Wießner 1950, 19)

TopographieBerg

Georgskopf: »Ein kühner, von allen Seiten schwer zugänglicher Felsgipfel [3090 m] in wildschauriger Umgebung.« (Böhm/Noßberger 1925, 142) Der Zweitname Schwarzfriedrich ist überliefert. (vgl. ebd.)

TopographieBerg

Kreuzbergl: hügelartige Erhebung (517 m) nordwestlich der Klagenfurter Innenstadt, auch als »Hausberg« Klagenfurts bezeichnet. Ingeborg Bachmann hat dem Hügel in ihrer Erzählung »Drei Wege zum See« ein literarisches Denkmal gesetzt.

TopographieBergOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInZitate

Berg (2605 m) in der Goldberggruppe der Hohen Tauern in Kärnten (auch »Mohar« genannt)

TopographieBerg

Nach einer ersten, nur knapp gescheiterten Expedition zur Erstbesteigung des Großglockners 1799 startete im Sommer 1800 der »Fürstbischof« von Gurk, Franz Xaver von Salm-Reifferscheid, eine zweite Mannschaft aus: Am 29. Juli erreichten vier einheimische Zimmerleute und ein Pfarrer den Gipfel, drei der »prominenten« Teilnehmer – Wissenschaftler, Publizisten – erstiegen den Kleinglockner.

TopographieBergPersonReligiöse/r WürdenträgerInEreignis

Großer Friedrichskopf (3134 m), Berg der Schobergruppe im oberen Mölltal

TopographieBerg

Iselsberg: Passhöhe (1209 m) zwischen dem Osttiroler Drautal und dem Kärntner Mölltal, auch Bezeichnung für die auf der Osttiroler Seite des Passes gelegene Ortschaft oberhalb von Lienz. Der Iselsberg war die traditionelle Urlaubsregion der Familie Kofler.

TopographieBergOrtschaft

Geländestufe unterhalb des Sandkopfs

TopographieBerg

Roter Turm: Berg (2702 m) in den Lienzer Dolomiten, Osttirol, bekannt für seine Südwand mit Kletterrouten in hohen Schwierigkeitsgraden

TopographieBerg

Stronachkogel: Berg (1831 m) in der Osttiroler Kreuzeckgruppe

TopographieBerg

Heute nicht mehr betriebene Unterkunft am Iselsberg

TopographieBerg

Zweiter Freitag nach Ostern, benannt nach den Nägeln im Kreuz Christi. An diesem Tag findet in Kärnten der »Vierbergelauf« statt, eine Eintages-Wallfahrt über Magdalensberg, Ulrichsberg, Veitsberg und Lorenziberg (52 km Länge). Die Anlehnung des Dreinagelfreitag an einen keltischen Fruchtbarkeitsritus wird kolportiert. (vgl. Schallenhofer o.J.)

TopographieBerg

Zur Gemeinde Winklern gehörige Unterkunft am Iselsberg

TopographieOrtschaftBerg

Zur Gemeinde Dölsach gehörige Unterkunft am Iselsberg

TopographieOrtschaftBerg

Wahrscheinlich eine Anspielung auf den Schlager »Schön ist die Liebe am Königssee« aus dem gleichnamigen deutschen Schlagerfilm (1960), gesungen von den Geschwistern Fahrnberger

TopographieBergPersonMusikerInMedienMusik

Das Astental (»die Asten«) liegt in der Kärntner Goldberggruppe; der Bach, die Asten, entwässert bei der Ortschaft Mörtschach in die Möll.

TopographieBergOrtschaft

Der Maria Saaler Berg, eine waldige Erhebung südlich des Ortskerns, weist urzeitliche Siedlungsspuren auf. Aus »vorrömischer« Zeit, aus der Zeit der Kelten wurden in der Umgebung von Maria Saal mehrere reich ausgestattete Kriegergräber ausgegraben (vgl. Gleirscher 2007, 35f.). Maria Saal ist die Gemeinde mit dem »umfangreichsten Erbe von Zeugnissen der römerzeitlichen Vergangenheit« Kärntens; nördlich des Ortes, im Zollfeld, befand sich die Hauptstadt der römischen Provinz Noricum, das Municipium Claudium Virunum (Piccottini 2007, 43). Bekannt sind die an der Außenmauer der Kirche von Maria Saal angebrachten römischen Relief- und Grabsteine.

TopographieOrtschaftBerg

Kofler verarbeitet hier (im Sinne eines found footage) Korrespondenzen, die in der Pension Plattnerhof am Iselsberg aufgefunden wurden und die im Nachlass erhalten sind; die Familie verbrachte dort öfter ihren Urlaub. (vgl. Winkler 1990, 81) (11/W8/1) s. Eintrag ›Plattnerhof‹

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TopographieBergMedien

Bezug zu dem im Nachlass vorhandenen Konvolut der »Plattnerhof-Briefe« (11/W8/1)

TopographieBerg

»Die Unholden« nannte man wegen ihrer bizarren Formen die Lienzer Dolomiten. (vgl. Hausner 2008, 140)

TopographieBerg

Die Hohen Tauern werden nach der 1984 veröffentlichten »Alpenvereinseinteilung der Ostalpen« (Graßler 1984) in neun Gebirgsgruppen unterteilt, Kofler zählt hier vier auf: die Schobergruppe im Grenzgebiet zwischen Osttirol und Kärnten mit dem Hochschober (3242 m) als höchsten Berg; die Goldberggruppe am Alpenhauptkamm zwischen Salzburg und Kärnten (höchster Berg: Hocharn, 3254 m); die Venedigergruppe im Westen (höchster Berg: Großvenediger, 3657 m); die Hafnergruppe im Osten, eine Untergruppe der Ankogelgruppe (höchster Berg: Großer Hafner, 3076 m).

TopographieBerg

Steinernes Meer: Kalkgebirgszug an der Grenze zwischen dem Pinzgau (Land Salzburg) und Bayern, höchste Erhebung: Selbhorn (2655 m)

TopographieBerg

Großer Friedrichskopf (3127 m), Berg der Schobergruppe. »Der erste nachweisbare Besteiger ist Hauptmann E. Jathel [sic] vom ehemaligen Militärgeographischen Institut, der den Gipfel gelegentlich der Vermessung mit mehreren Gehilfen im Jahre 1872 bestieg.« (Böhm/Noßberger 1925, 145)

TopographieBerg

»Am 31. Juli 1890 erkletterte Purtscheller den Hauptgipfel«. (Böhm/Noßberger 1925, 142) Ludwig Purtscheller (1849–1900), österreichischer Bergsteiger, Tätigkeit in einem Kärntner Bergwerksunternehmen, ab 1874 Turnlehrer in Salzburg. Gemeinsam mit Heinrich Heß und den Gebrüdern Zsigmondy zahlreiche Erstbegehungen in den Ostalpen. 1889 gelang ihm gemeinsam mit dem deutschen Geographen Hans Meyer die Erstbesteigung des Kilimandscharo. Purtschellers Reise- und Bergführer erreichten zahlreiche Auflagen.

TopographieBergPersonAutorIn/JournalistIn

Zusammen mit »Schwarzfriedrich« alter Name des Georgskopfs in der Schobergruppe, (vgl. Böhm/Noßberger 1925, 142) bei Purtscheller nur diese Bezeichnung (vgl. Purtscheller 1891, 326–330).

TopographieBergPersonAutorIn/JournalistIn

In den »Mittheilungen« des Alpenvereins gibt Alexander Burckhardt die Erstbesteigung des Gipfels am 11. 9. 1897 an: »Die unschwierige Besteigung hatte nur 3 ½ St. beansprucht.« (Burckhardt 1897, 43)

TopographieBergMedienZeitung/Zeitschrift

Alte Bezeichnung für das Böse Weibl (vgl. Böhm/Noßberger 1925, 88)

TopographieBerg

Türkische Zeltstadt: Sprechender Name für den ehemaligen zerklüfteten Eisbruch am Rande des Obersulzbachkees nördlich des Großvenedigers, dem nach der Pasterze zweitgrößten Gletschers der Hohen Tauern, Ende des 20. Jahrhunderts schmolz dieser Gletscherteil.

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TopographieBerg

Herzog Ernst: Berggipfel (2933 m) in der Goldberggruppe der Hohen Tauern

TopographieBerg

Der Österreichische Alpenklub stellte 1880 aus Anlass des 25-jährigen Ehejubiläums von Franz Joseph I. und Elisabeth ein Gipfelkreuz auf dem Großglockner auf. Der Entwurf des eisernen Kreuzes stammte vom Ringstraßenarchitekt Friedrich von Schmidt.

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TopographieBergMedien

Anspielung auf den Text »Vom Dach der Welt« aus Reinhard P. Grubers Sammlung an »Schicksalsnovellen«. Gruber leitet dort in einem an wissenschaftliche Argumentationsketten angelehnten Vergleich Dachstein-Großglockner den Umstand her, dass »der Dachstein mit größter Wahrscheinlichkeit der höhere Berg ist«. (Gruber 1987, 56)

TopographieBergPersonAutorIn/JournalistInZitate

Frühere Bezeichnung des Broad Peak, eines Achttausenders im Karakorum, er liegt in Nachbarschaft des K2. Der britische Geometer Thomas Montgomerie nummerierte 1856 bei einer Kartierung die markanten Gipfel des Karakorum durch, K1 war der heutige Masherbrum.

TopographieBerg

Zitat aus der »Innsbrucker Zeitung « vom 30. 10. 1935, »Großfeuer am«Iselsberg: »Von Lienz aus war das Feuer gut sichtbar. Am Beginn des Brandes schlugen hohe Feuersäulen zum Himmel, so daß die gegenüberliegenden Dolomitenwände blutrot erschienen.«Die Schilderung der Brandbekämpfung im Folgenden entstammen ebenfalls dem Artikel.

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TopographieBergMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Die Überschrift des im Folgenden paraphrasierten Beitrags in der »Innsbrucker Zeitung« vom 30. 10. 1935lautete: »Großfeuer amIselsberg«.

TopographieBergMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Bauernhof am Iselsberg

TopographieBerg

s. Eintrag ›Großelend‹

TopographieBergMedien

s. Eintrag ›Großelend‹

TopographieBergMedien

Seit 1958 findet am Kärntner Ulrichsberg jährlich eine Gedenkfeier für die Gefallenen des Kärntner »Abwehrkampfes« von 1919 und der beiden Weltkriege statt. Teilnehmer sind ehemalige Wehrmachtsoldaten und Veteranenorganisationen aus ganz Europa. Das so genannte »Heimkehrertreffen« war immer wieder umstritten, weil es regelmäßig rechtsextreme und neonazistische Besucher anzog. 2009 stellte das Bundesheer seine Unterstützung für das Treffen ein und erteilte ein Uniformverbot für privat teilnehmende Soldaten (vgl. Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands 2008).

TopographieBergEreignis

Kofler zitiert und paraphrasiert in der Beschreibung der Gedenkstätte am Ulrichsberg die Flugschrift von Longo Mai, in der es heißt: »Auf der Bergspitze steht eine kapellenartige Ruine. […] Im Inneren der Ruine befindet sich ein kranzgeschmückter Schrein und ein Gedenkstein für die Gefallenen. […] Hinter der Ruine befindet sich eine Waldlichtung. Daneben ein riesiges Kreuz aus Stahl« (11/W4/S1).

TopographieBerg

Kofler bezieht sich hier erneut auf den Bericht über die Feier am Ulrichsberg: »Durch eine Lautsprecheranlage ertönt in Direktübertragung von der Feier auf dem Berg das Lied ›Ich hatt’ einen Kameraden‹, dazwischen Ehrenschüsse« (11/W4/S1). Das »Lied vom guten Kameraden« – besser bekannt unter der ersten Liedzeile »Ich hatt einen Kameraden«, 1806 von Ludwig Uhland (1787–1862) gedichtet, 1825 von Friedrich Silcher (1787–1862) vertont – ist traditionell Teil militärischer Trauerfeiern der deutschen Bundeswehr und des österreichischen Bundesheers.

TopographieBergPersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusik

Kofler zitiert aus der Flugschrift (s. Eintrag ›Der Ulrichsberg ruft‹) über die Feier am Ulrichsberg – aus der dort ausschnittsweise wiedergegebenen Rede von Erich Vallon, Präsident des »Internationalen Frontkämpferverbandes«: »Die Gedenkstätte am Ulrichsberg wurde auch geschaffen, um ›den unzähligen Frauen und Müttern zu beweisen, dass wir der Männer und Söhne, die vom Nordkap bis nach Afrika, vom Kaukasus bis zum Atlantik in fremder Erde und in der Tiefe der Meere liegen, in Ehrfurcht gedenken …‹« (11/W4/S1).

TopographieBergPersonPolitikerInMedien

Böse Nase (2228 m): Kärntner Berggipfel in der Reißeckgruppe der Hohen Tauern

TopographieBerg

Hohe Leier (2774 m): Kärntner Berggipfel in der Reißeckgruppe der Hohen Tauern

TopographieBerg

Hinweise auf die unmittelbar vergangene Sommerfrische spielen auf Thomas Bernhards»Einleitungsformel von Leserbriefen« (Schmidt-Dengler 2000, 181) an (s. Eintrag ›Aus der Sommerfrische‹).

TopographieBergPersonAutorIn/JournalistInMedien

Den Hinweis auf die unmittelbar vergangene »Sommerfrische« verwendet Kofler in seinem Werk anaphorisch und knüpft damit an die Technik Thomas Bernhards an, »wenn es bei ihm darum geht, Unentrinnbarkeit anzuzeigen« (Schmidt-Dengler 2000, 181). Wendelin Schmidt-Dengler sieht darin eine Anspielung auf die »konsequente Einleitungsformel von Leserbriefen Bernhards« (ebd.). In den (bis zum Abschluss der Arbeiten an »Amok und Harmonie«) veröffentlichten Leserbriefen Bernhards lassen sich zwei Belege finden: »Aus Portugal zurückgekommen« (»Die Presse«, 2. 6. 1976; Bernhard 2015, 647); »Gestern von einer längeren Auslandsreise zurückgekehrt« (»Oberösterreichische Nachrichten«, 22. 1. 1979; Bernhard 2015, 653).

TopographieBergPersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (oft nur Franz-Josefs-Höhe) ist Endpunkt der Großglockner-Hochalpenstraße. Der Aussichtspunkt ist nach dem Besuch des Kaiserpaares Franz Joseph I. und Elisabeth im Jahr 1856 benannt. Das dreigeschoßige Parkhaus wurde 1963 eröffnet, 1985 erfolgte ein Ausbau auf fünf Stockwerke.

TopographieBerg

Helene von Damm (* 1938 als Helene A. Winter in Ulmerfeld, Oberösterreich), 1959 Auswanderung in die USA, Assistentin von Ronald Reagan, 1983–1985 US-Botschafterin in Wien, 1985 heiratete sie Peter Gürtler, den Besitzer des Hotels Sacher in Wien. In ihrer Autobiographie wird die Besteigung des Großglockners auf das Jahr 1984 datiert (vgl. Damm 1987, Abb. 18). Ihre mit viel Publizität verbundene diplomatische Tätigkeit bezeichnete Damm als »public diplomacy«, die Ersteigung des Großglockners fand ihr Echo bis in die »New York Times« (Markham 1985). s. Eintrag ›mit der amerikanischen Botschafterin auf dem Großglockner‹

TopographieOrtschaftBergPersonPolitikerInUnternehmerInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

»Den höchsten Punkt Österreichs, den Großglockner, erklomm gestern US-Botschafterin Helene von Damm«, berichtete am 27. 7. 1984 die »Neue Volkszeitung« und zitiert die Botschafterin: »›Es war schon sehr anstrengend‹, zog sie, gegen Abend in die ›Adlersruhe‹ zurückgekehrt, in einem Ferngespräch via Funktelefon ein erstes Resümee ihres ›Glocknerabenteuers‹« (Radinger 1984).

TopographieBergMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Vierthöchster (3242 m) und namensgebender Berg der Schobergruppe in den Hohen Tauern

TopographieBerg

Kleinschober (3119 m): Berg der Schobergruppe in den Hohen Tauern

TopographieBerg

Die Hohen Tauern werden nach der 1984 veröffentlichten »Alpenvereinseinteilung der Ostalpen« (Graßler 1984) in neun Gebirgsgruppen unterteilt, eine davon ist die Schobergruppe im Grenzgebiet zwischen Osttirol und Kärnten mit dem Hochschober (3242 m) als höchsten Berg. s. Eintrag ›Hochschober‹

TopographieBergMedien

Der Kahlenberg (484 m) ist ein bekannter Aussichtspunkt im 19. Wiener Gemeindebezirk (Döbling) an der Grenze zu Klosterneuburg.

TopographieBergOrtschaft

Mulleter Seichenkopf (2918 m): höchster Berg von Iselsberg-Stronach, an der Grenze zum Bundesland Kärnten

TopographieBergOrtschaft

Schwarzkofelsee: unterhalb des Schwarzkofels am Gemeindegebiet Iselsberg-Stronach gelegen

TopographieBergOrtschaft

Wanderbergroute in der Schobergruppe, an der Grenze von Osttirol und Kärnten

TopographieBerg

Nebental des Drautals in der Schobergruppe, westlich an Iselsberg-Stronach anschließend

TopographieBergOrtschaft

Etappe, Berggipfel am Wiener Höhenweg

TopographieBerg

Der Wangenitzsee liegt in der Schobergruppe; größter Bergsee im Bundesland Kärnten

TopographieBerg

Die Klockerin (3422 m) ist ein aus zwei Gipfeln bestehender Berg der Glocknergruppe in den Hohen Tauern.

TopographieBerg

Berggipfel (3401 m) der Glocknergruppe

TopographieBerg

Hackbrettl (2708 m): Berggipfel in den Hohen Tauern, unweit des Kitzsteinhorns

TopographieBerg

Aussichtsberg (2062 m) bei Lienz

TopographieBergOrtschaft

Gemeinde im Kärntner Drautal nördlich des Iselsberg

TopographieOrtschaftBerg

»Nördlich der Alpen« ist eine mehrfach wiederholte Wendung in Bernhards»Macht der Gewohnheit«, zuerst spricht sie der Jongleur: »Aber es kann natürlich [/] nicht nur [/] auf asphaltierten Plätzen [/] gespielt werden [/] Nördlich der Alpen« (Bernhard 2005, 13). Caribaldi bestätigt später, die Enkelin wiederholend: »ENKELIN: Wir sind nördlich der Alpen [/] CARIBALDI: »Richtig [/] wir sind nördlich der Alpen« (Bernhard 2005, 72).

TopographieBergPersonAutorIn/JournalistInZitate

In Bernhards Stück »Die Macht der Gewohnheit« erwähnt die Figur Caribaldi einen fürchterlichen rheumatischen Schmerz, den er sich auf dem Stilfser Joch zugezogen habe. »Sie erinnern sich [/] auf dem Stilfser Joch. [/] JONGLEUR: Auf dem Stilfser Joch [/] ENKELIN und SPASSMACHER zusammen: Auf dem Stilfser Joch« (Bernhard 2005, 95).

TopographieBergPersonAutorIn/JournalistInZitate