Der Titel spielt auf Uwe Johnsons Roman »Mutmaßungen über Jakob« (1959) an. Die Königin der Nacht ist eine zentrale Figur aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper »Die Zauberflöte« (Uraufführung 1791 im Freihaustheater in Wien; Libretto: Emanuel Schikaneder). Sie steht als personifizierte Macht des Dunkels der Kraft des Lichts – verkörpert in Sarastro– gegenüber, wandelt sich allerdings erst im Verlauf der Handlung, u.a. mit der Weigerung Taminos, die geraubte Tochter Pamina zurückzubringen, in dessen rachsüchtige Gegenspielerin. Assmann betont die wechselhaften Gefühle und Werturteile, die beim Zuseher evoziert werden; zu fragen sei nicht, »wer oder was die Königin ist, sondern wie sie erscheint. Sie wird uns einmal so, einmal anders gezeigt, weil wir zusammen mit Tamino einen Perspektivwechsel vollziehen sollen.« (Assmann 2008, 28) Bereits in »Am Schreibtisch « brachte Kofler die »Zauberflöte « und die Zeit des Nationalsozialismus zusammen (s. Eintrag ›Grenzlandtheaterzauberflöte‹).

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusikZitate

Gendarmerie: in Österreich bis zur Zusammenlegung mit der Bundespolizei 2005 der polizeiliche Wachkörper außerhalb der 15 größten Städte (und in ganz Vorarlberg). Postenkommando: Dienststelle

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Medien

Ehemaliges Palasthotel in Bad Gastein, 1906–1909 errichtet, mit 160 Zimmern eines der größten Hotels der Monarchie. In den 1980ern versuchte man mit Renovierung und aufwändigen Veranstaltungen den Niedergang aufzuhalten, Mitte der neunziger Jahre wurde das Hotel aufgelassen und in Eigentumswohnungen umgewandelt, bis Ende 2015 war hier zudem das Casino Bad Gastein untergebracht. s. Eintrag ›Fotografien mit gezacktem Rand‹

TopographieOrtschaftMedien

Am Nationaltheater in Prag gab es von Mai 1939 (Premiere) bis Februar 1944 30 Aufführungen von Mozarts »Zauberflöte« .( Panenková 2016)

TopographieOrtschaftPersonMusikerInMedienMusik

Die Akelei gehört (wie die Türkenbund-Lilie) in Österreich zu den mittels Verordnungen der Landesregierungen »vollkommen geschützten« Wildpflanzen. Bei Koflers Schreibweise »Ackeley« dürfte es sich um einen Bezug auf das Kräuterbuch von Adam Lonitzers. Eintrag ›Kräuterbuch‹ handeln: »Ackeley […]. Ist ein bekannt kraut/hat bletter gleich d’Schelwurtz […] Heylet behend den bösen Grind am leib/mit Weyzenmehl unnd Weinsteinöl angestrichen. [/] Der safft mit essig vermischet/unnd das haupt damit gesalbet/vertreibt die schupen.« (Lonicerum 1573, CLXV verso)

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PersonAutorIn/JournalistInMedien

Mozarts »Zauberflöte«, zweiter Aufzug, 30. Auftritt (Schlussszene): »»Man hört den stärksten Akkord [Donner, Blitz, Sturm]. Sogleich verwandelt sich das ganze Theater in eine Sonne.« […] KÖNIGIN, DAMEN, MONOSTATOS : Zerschmettert, zernichtet ist unserer Macht [/] Wir alle gestürzet in ewige Nacht! – [/] »Sie [versinken]««. (Assmann 2012, 135)

PersonMusikerInMedienMusik

1941 gab es in Salzburg zum 150. Todestag des Genius loci zahlreiche Aktivitäten: »Am Vorabend des 185. Geburtstages ertönte im Landestheater die »Zauberflöte« . Der Gauleiter, Reichsleiter [Martin] Bormann u.a. NS-Größen nahmen an dieser Festveranstaltung teil.« (Kerschbaumer 1988, 251)

TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMedienMusikEreignis

»Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten!«, auch bekannt als »Königin-Kantate«, ist eine weltliche Kantate (BW 214) von Johann Sebastian Bach.

PersonMusikerInMedienMusik

Zitat aus Mozarts »Zauberflöte«, Monostatos, 30. Auftritt: »Nur stille! stille! stille! Stille! [/] Bald dringen wir in den Tempel ein!« (Assmann 2012, 133)

PersonMusikerInMedienMusik

Die h-Moll-Messe (BWV 232), 1733 entstanden, ist Johann Sebastian Bachs letztes großes Vokalwerk und seine einzige Komposition, der das vollständige Ordinarium des lateinischen Messetextes zugrunde liegt. Gelegentlich wird sie auch als »Hohe Messe« bezeichnet.

PersonMusikerInMedienMusik

Am Stadttheater Aachen wurde »Zauberflöte« nachweislich in der Spielzeit 1940/41aufgeführt. (vgl. Rohrkamp 2016)

TopographieOrtschaftMedienMusikEreignis

Sechsteiliges Oratorium von Johann Sebastian Bach (BWV 248), uraufgeführt 1734/35 in Leipzig; ein großer Teil besteht aus Parodien, d.h. wiederverwendeten Kompositionen, darunter »Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten!« (vgl. Blankenburg 1982, 12).

PersonMusikerInMedienMusik

Aufführungen der »Zauberflöte« zwischen 1940 und 1942 sind am Theater Regensburg belegt. (vgl. Handel 2016)

TopographieOrtschaftMedienMusik

»Ach, wenn wird die Zeit erscheinen?«: Terzett in Bachs»Weihnachtsoratorium« (Blankenburg 1982, 13)

PersonMusikerInMedienMusik

Die nationalsozialistische Gemeinschaft »Kraft durch Freude« (KdF) war eine 1934 gegründete Unterorganisation der »Deutschen Arbeitsfront« (DAF), die für Freizeitgestaltung, Erholung und Kultur zuständig war. KdF wollte im Sinne einer klassenlosen »Volksgemeinschaft« der gesamtem Bevölkerung Zugang zu bisher bürgerlichen Kreisen vorbehaltenen Kulturveranstaltungen verschaffen. Von der »Zauberflöte« sind an der Oper Graz 20 Aufführungen zwischen 1941 und 1944 belegt. (vgl. Krispin 2016)

TopographieOrtschaftMedienMusik

Werbespruch der Verbund-Gesellschaft, Österreichs größtem Stromerzeuger, aus der Mitte der 1980er Jahre. Nach dem Scheitern des Baus des Donaukraftwerks bei Hainburg1985 startete das Unternehmen eine Werbekampagne, die das ökologische Image von Flusskraftwerken heben sollte. Auf Plakaten wurden Vogelarten gezeigt, die an Stauseen heimisch geworden seien: Eisvogel, Graureiher, Reiherente.

TopographieOrtschaftMedienWerbung/InseratEreignis

Ein Teil der Regieanweisung für die Schlussszene der »Zauberflöte«: »Sogleich verwandelt sich das ganze Theater in eine Sonne« (Assmann 2012, 134).

MedienMusik

Thomas Koschat (1845–1914), Komponist und Chorleiter; der gebürtige Kärntner ging 1865 zum Studium nach Wien, wo er bei mehreren Chören Mitglied wurde und später bis zum Leiter des Hofopernchores aufstieg. Mit einer Sängergruppe bereiste er Europa und Amerika und popularisierte durch seine Programme das »Kärntner Lied«.

PersonMusikerInMedienMusik

Die »Deutsche Kantate« von Fidelio F. Finke war laut Prieberg dessen »erster Dank für die hohen Ehren, mit denen der NS-Staat ihn ausgezeichnet hatte«. (Prieberg 1982, 233)

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

s. Eintrag ›Köll‹

PersonPolitikerInMedien

s. Eintrag ›Tobias Reiser‹

PersonMusikerInMedien

Zitat aus dem »Lied im Grünen« von Franz Schubert (1827, D 917), s. Eintrag ›ins Grüne, ins Grüne‹

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler bezieht sich hier auf die bei Prieberg wiedergegebene Anzeige, mit der der Leipziger Simrock Verlag 1943 Finkes Hymnus ankündigt: »Der Hymnus auf die Befreiung Böhmens von Fidelio F. Finke [...], Hymnus nach dem Gedicht von Herbert Hiebsch [NSDAP-Kulturamtsleiter in Prag]. Orgel, Massenchor, starkes Blasorchester. In der Orgel-Einleitung gibt der Komponist dem deutschen Gedanken Ausdruck, wie er in Böhmen vom mystischen Dunkel der Vorgeschichte bis an die Glanzzeit des deutschen Kaiserreiches immer spürbar war.« (Prieberg 1982, 233)

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PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusik

Kulturbolschewismus war ein verächtlicher Begriff für die sogenannte Verfallskunst der »Systemzeit« (s. Eintrag ›Systemzeit‹). Bezeichnete er zunächst die sowjetischen Bemühungen, eine proletarisch-revolutionäre Kunst und Kultur zu schaffen, wertete die NS-Propaganda damit künstlerische und wissenschaftliche Aktivitäten ab, die als zu progressiv und linksgerichtet galten. (vgl. Schmitz-Berning 2000, 360f.)

Medien

Pension am Iselsberg oberhalb von Lienz, die 1935 abbrannte. Die Familie Kofler urlaubte seit den 1960er Jahren am Iselsberg, Anfang der 80er Jahre errichteten Koflers Eltern dort ein Ferienhaus. 1999 vermerkt der »Gemeindebote Iselsberg/Stronach«in einer Chronik diesen Brand; der Ort trage seither die Bezeichnung »Brandstatt«. (Gemeindebote 1999, 12)

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TopographieBergOrtschaftMedienZeitung/Zeitschrift

Anspielung auf die Anzeige für Finkes Hymnus »O Herzland Böhmen«: »In der 2. Strophe erlebt man die weltgeschichtliche Tat des Führers, die Hissung der Reichsfahne auf der Prager Burg« (Prieberg 1982, 233). s. Eintrag ›O Herzland Böhmen‹

TopographieOrtschaftPersonMusikerInMedienMusik

Unter der Regie von Gustav Ucicky und mit Paula Wessely in der Hauptrolle stellt der Film »Das Herz muß schweigen« (1944) das Schicksal zweier Röntgen-Pioniere in den Mittelpunkt, die ein »Leben im Dienste einer großen Idee« führen und deren Forschungsarbeit, bei der sie ungeschützt Strahlung ausgesetzt waren, ihnen das Leben kostet – der Film »zeigt Vorbilder altruistischen Verhaltens« . ( Brecht/Loacker/Steiner 2014 , 378) Ob dies im Sinne des Regimes interpretiert wurde, blieb den Zuschauern überlassen.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Mendelssohn-Bartholdy‹

PersonMusikerInMedien

Der norwegische Schriftsteller Trygve Gulbranssen (1894–1962) veröffentlichte 1933–1935 die sogenannte »Björndal-Trilogie«, die zu einem der meistverkauften und -übersetzten Werke der norwegischen Literatur wurde. Der erste Teil wurde unter dem Titel »Und ewig singen die Wälder«von Paul May1959 verfilmt. Nach dem Erfolg dieses Films produzierte die Wiener Mundus-Film unter der Regie von Gustav Ucicky auch den zweiten Teil der Gulbranssen-Trilogie. »Das Erbe von Björndal« gilt als »unspektakuläre, aber effektive filmische Umsetzung«der literarischen Vorlage (Brecht/Loacker/Steiner 2014 , 491).

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PersonAutorIn/JournalistInSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/RadioZitate

Verweis auf Mozarts »Zauberflöte«, Synopsis, Zweiter Aufzug: Die drei Knaben erblicken Pamina, die sich das Leben nehmen will, rufen sie ins Leben zurück »und bringen sie zu Tamino, der vor der ,Schreckenspforte‘ steht, bereit zur letzten und äußersten Prüfung, dem Gang durch Feuer und Wasser.« ( Assmann 2012, 13)

PersonMusikerInMedienMusik

Gustav Ucicky (1899–1961), Sohn von Gustav Klimt und seinem zeitweiligen Modell Maria Učická, österreichischer Kameramann und Regisseur, der als »routinierter Handwerker […] die Qualität seiner Arbeiten über alle Zäsuren und Systembrüche hinweg an die Anforderungen seiner Auftraggeber«anpasste. (Brecht/Loacker/Steiner 2014, 8) In der NS-Zeit führte er bei insgesamt 16 Filmen Regie (vgl. Klee 2009, 561f.), darunter viele eindeutige Propagandafilme – berüchtigt ist der nationalsozialistische Hetzfilm »Heimkehr« (1941) mit Paula Wesselyin der Titelrolle. Nach 1945 drehte er vornehmlich Heimatfilme, beginnend mit »Singende Engel « (1947), einem Film über die Wiener Sängerknaben.

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PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Gemeint dürfte damit die »Kleine Geschichte von Völkermarkt« von Karl Dinklage (s. Eintrag ›Dinklage‹) sein (vgl. Dinklage 1960).

PersonAutorIn/JournalistInMedien

1987 wurde am Wurtenkeesam Fuße des Schareckin der Gemeinde Flattachein Sommerskigebiet errichtet, mit der Inbetriebnahme ging die Umbenennung in »Mölltaler Gletscher«einher. Das geschah nicht zuletzt aus Imagegründen, war doch die Bezeichnung Wurtenkees mit den starken Protesten vor allem des Österreichischen Alpenvereins gegen das Projekt, die mit einem starken medialen Echo einhergingen, verknüpft. 1985etwa schrieb das Nachrichtenmagazin »profil«, bezugnehmend auf die erfolgreichen Proteste gegen ein Donaukraftwerk bei Hainburgim Jahr zuvor, von einem »Hainburg am Gletscher«. 1997 ermöglichte die Errichtung einer Stollenbahn den Ganzjahresbetrieb. (vgl.Lamprechter 2006)

TopographieBergOrtschaftMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Rudolf Streicher (* 1939), Manager in der Metall- und Autoindustrie, 1986–1992 Minister der SPÖ für Öffentliche Wirtschaft und Verkehr.

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PersonPolitikerInMedien

Zweite Arie der Königin der Nacht (s. Eintrag ›Mutmaßungen‹) in Mozarts Oper »Die Zauberflöte«. Von Rachsucht getrieben gibt die Königin der Nachtihrer Tochter Pamina ein Messer und trägt ihr auf, ihren Rivalen Sarastrozu ermorden: »Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen [/] Tod und Verzweiflung flammet um mich her! [/] Fühlt nicht durch dich Sarastro Todesschmerzen [/] So bist du meine Tochter nimmermehr.« (Assmann 2012, 92)

PersonMusikerInMedienMusik

Edgar Wallace (1875–1932), englischer Schriftsteller, der vor allem durch seine (über 100) Kriminalromane berühmt wurde. Die erste Verfilmung eines seiner Romane gestaltete er als Drehbuchautor und Regisseur selber (»The Squeaker « 1930). s. Eintrag ›Wallace‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

In Ludwig van Beethovens Oper »Fidelio« singt Florestan im Verlies, als ihm Leonore in einer Fiebervision als Engel vor Augen tritt: »Ich seh’, wie ein Engel im rosigen Duft [/] sich tröstend zur Seite mir stellet, [/] ein Engel, Leonoren, der Gattin, so gleich, [/] der führt mich zur Freiheit ins himmlische Reich!« (Pahlen 1978, 63) Verweis auf: Ernst Bloch, »Das Prinzip Hoffnung«, Bd.d 1/2, Suhrkamp 1959, S. 1295

PersonMusikerInMedienMusik

Erste Arie der Königin der Nacht (s. Eintrag ›Mutmaßungen‹) in Mozarts »Zauberflöte«: »O zittre nicht, mein lieber Sohn, [/] Du bist unschuldig weise fromm – [/] Ein Jüngling so wie du, vermag am besten [/] Dies tiefbetrübte Mutterherz zu trösten.« (Assmann 2012, 32)

PersonMusikerInMedienMusik

Die Bezeichnung »sanfter Tourismus«wurde erstmals 1980 durch den Zukunftsforscher Robert Jungkeinem größeren Leserkreis bekannt gemacht, Jungk veröffentlichte in der Zeitschrift »GEO « (Nr. 10/1980) die Kontrastliste »Hartes Reisen – Sanftes Reisen«: »Massentourismus / Einzel-, Familien- und Freundesreisen // Wenig Zeit / Viel Zeit // […] ,Sehenswürdigkeiten‘ // Erlebnisse« (Broggi 1985, 19). Eine der ersten Definitionen stammt vom österreichischen Geograph Arthur Spiegler: »Sanfter Tourismus ist jene Form des Urlaubs- und Reiseverhaltens, bei der sich sowohl der Gast als auch der Gastgeber der Natur gegenüber verträglich verhalten. Mechanische Transportmittel, wie sie für den Massentourismus charakteristisch sind, treten in den Hintergrund, oft wird aus sie gänzlich verzichtet, und die Bewegung aus überwiegend eigener Kraft tritt in den Vordergrund.« (Spiegler 1984)

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Kofler spielt hier womöglich auf die »Berichte von Hinze und Kunze« (1983) s. Eintrag ›Dichter Hintze und Kunze‹ des deutschen Schriftstellers und Dramatiker Volker Braun (* 1939) an.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Vermutlich Bezug auf einen Zeitungsbericht im Nachlass über den »Berghof am Ossiacher See« (s. Eintrag ›Schönberg und Maler‹)

PersonMusikerInMedien

»An der Baumgrenze« : Erzählung von Thomas Bernhard , erstmals 1967 in der Zeitschrift »Jahresring«, 1969 in einem Band mit Erzählungen publiziert

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Warmbad (offiziell: Warmbad-Judendorf) ist ein Stadtteil im Süden von Villach. Benannt nach einer seit der Römerzeit und dann wieder im 19. Jahrhundert betriebenen Thermal- und Kurbadeanstalt. s. Eintrag ›villach-warmbad‹

TopographieOrtschaftMedien

Anspielung auf Franz Vranitzky (* 1937), SPÖ-Politiker, ab 1976 in diversen österreichischen Banken in leitender Funktion tätig. 1984 Ernennung zum Finanzminister im Kabinett Sinowatz, nach dessen Rücktritt nach der Wahl Kurt Waldheims zum Bundespräsident im Juni 1986 wurde er Bundeskanzler, im November des Jahres gab es Neuwahlen, Vranitzky wollte die Koalition mit der FPÖ unter dem neuen Parteiobmann Jörg Haider nicht fortführen. Die Besteigung von Österreichs dritthöchstem Berg, dem Großvenediger (3666 m), Ende August 1986 war Teil einer Imagekampagne im Vorfeld des Wahlkampfes. Ein Reporter der »Kronen Zeitung« war Teil der Seilschaft, Vranitzky erwies sich als »konditionsstarker Bergsteiger«. (Kindermann 1986)

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TopographieBergPersonPolitikerInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Sandkopf: ein wenig erschlossener Kärntner Gipfel (3090 m) in der Goldberggruppe der Hohen Tauern, dessen Besteigung wegen fehlender Markierungen und Einkehrmöglichkeiten als mühevoll gilt

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TopographieBergMedien

Helene von Damm (* 1938 als Helene A. Winter in Ulmerfeld,Oberösterreich), 1959 Auswanderung in die USA, Assistentin von Ronald Reagan, 1983–1985 US-Botschafterin in Wien, 1985 heiratete sie Peter Gürtler, den Besitzer des Hotels Sacher in Wien.In ihrer Autobiographie wird die Besteigung des Großglockners auf das Jahr 1984datiert. (vgl. Damm 1987, Abb. 18) Ihre mit viel Publizität verbundene diplomatische Tätigkeit bezeichnete Damm als »public diplomacy«, die Ersteigung des Großglocknersfand ihr Echo bis in die »New York Times«. (Markham 1985)

TopographieBergOrtschaftPersonPolitikerInUnternehmerInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Hugo Portisch (* 1927), österr. Journalist, ab 1954 bei der Tageszeitung »Kurier«, 1958 Chefredakteur ebendort, ab 1967 Tätigkeit beim ORF. Portisch wurde später bekannt durch seine Fernsehserien »Österreich I«(1989) und »Österreich II« (1991–1995), in denen er die Geschichte der Ersten und der Zweiten Republik anschaulich vermittelte.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftFilm/Fernsehen/Radio

Der Familienbetrieb Piz Buin erzeugte in Vorarlberg ab den 1950er Jahren Kosmetika, 1962 brachte das Unternehmen als erster Anbieter Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor auf den Markt und wurde damit zum Inbegriff für Bräune, in den 80er Jahren warb die Firma mit viel nackter, gebräunter Haut. 1989 wurde die Firma an den Konzern Johnson & Johnson verkauft, die Marke blieb bestehen. (vgl. Feurstein 2015)

MedienWerbung/Inserat

Müller und Aurich sind die Namen zweier Gestapo-Beamter, die für die Ermordung des Geigers und Musikwissenschaftlers Zdeněk Němec (1914–1945) verantwortlich waren. Dieser hatte (unter dem Kürzel »ek«) die Aufführung von Smetanas »Mein Vaterland« durch die Tschechische Philharmonie kurz vor Kriegsende, am 4. Februar 1945 in Prag, an der er mitwirkte, in einer Prager Zeitung positiv besprochen (das Werk reiße »das Volk in den schwersten Augenblicken mit sich und bringt ihm Erlösung und Befreiung aus den Fesseln der Sklaverei und des Dunkels«). Er wurde verhaftet und zu Tode misshandelt. (Prieberg 1982 , 396)

TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMusikerInMedienMusik

Seit den 1980er Jahren erfolgreicher Werbeslogan der Friseurinnung

MedienWerbung/Inserat

s. Eintrag ›Köll‹

PersonPolitikerInMedien

Kofler zitiert aus einem eigenen Schulheft mit Schreibübungen (im Nachlass vorhanden, 11/W10/1–7), s. Eintrag ›15. Februar 1954‹

Medien

Zitat aus der »Fackel« von Karl Kraus, der vollständige Satz lautet: »Wenn man dem Wiener, dieser Kreuzung aus einem Wiener und einem Juden, dieser unklaren Lösung des Rassenproblems, diesem perspektivisch verzeichneten Zweifarbendruck, dieser an die Luft geklebten Vordergrundsfigur, diesem Dreizehner am Tisch der Kultur, dieser einzig fühlenden Larve, in deren Brust zwei Seelen, die eines Friseurs und die eines Friseurkunden ein Friseurgespräch führen, diesem stets die Ehre habenden und nie herzeigenden, stets die Ehre nehmenden und nie behaltenden Intimus, diesem Wahrzeichen der Lüge, diesem von den Idealen abschreckenden Beispiel, diesem Bauchjesuiten, dem die Lebensmittel den Lebenszweck heiligen, diesem Gourmand einer Henkersküche, dem noch die Schande mit Mehl eingebrannt ist, diesem Harlekin der Phrase, diesem Spalierbildner der Persönlichkeiten, diesem Sowiesokenner der Kunst und diesem Ehschowisser der Gottheit: wenn man dem Wiener die Uhr der Zeit ans Ohr hielte, er lobte ihren Deckel und nähme sie ins Maul.« (Kraus 1913, 36)

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Köll‹

PersonPolitikerInMedien

Marokkanische Küstenstadt, wichtiger Transitort für Flüchtlinge aus Europa während des Zweiten Weltkriegs. »Casablanca« ist auch der Titel eines Filmklassikers mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergman in den Hauptrollen (USA 1942, Regie: Michael Curtiz), der im Flüchtlingsmilieu spielt

TopographieOrtschaftPersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Köll‹

PersonPolitikerInMedien

Die 1840 gegründete holländische Firma Bensdorp importierte u.a. Kakao, s. Eintrag ›bensdorf‹

Medien

Die nicht zuletzt durch Auftritte in zahlreichen Hollywood-Filmen weltweit bekannte Waffe wurde von Gaston Glock (* 1929) entwickelt. 1963 gründete er im niederösterreichischen Deutsch-Wagram eine erste Produktionsstätte, der Stammsitz befindet sich in Velden am Wörther See. Glock bestritt stets – teils auf juristischem Weg –, dass er die FPÖ und den Kärntner LandeshauptmannJörg Haider unterstütze. »Klar ist dennoch, dass Glock und Haider ein Naheverhältnis pflegen bzw. pflegten.« (Maierbrugger 2004)

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TopographieOrtschaftPersonUnternehmerInPolitikerInMedien

Josef Marx (1882–1964), österreichischer Komponist; der gebürtige Grazer wurde 1914 Professor an der Wiener Akademie für Musik, 1922–1925 war er deren Direktor; wird als »Erbe« der Wolf’schen Liedtradition angesehen. 1938 Aufführung seines Klavierkonzerts »Catelli romani« während der ersten »Reichsmusiktage« in Düsseldorf. 1949 Honorarprofessor für Musik und darstellende Kunst in Wien (Klee 2009, 358)

PersonMusikerInMedienMusik

s. Eintrag ›Klammerköpfe‹

TopographieBergMedien

Anspielung auf Samuel Becketts »Molloy«: »Ich bin im Zimmer meiner Mutter. Ich wohne jetzt selbst darin. Wie ich hierhergekommen bin, weiß ich nicht« (Beckett 1976, 7). Kofler variierte das Zitat auch schon in »Am Schreibtisch «s. Eintrag ›wie ich aus dem Keller‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Mit »Wassermusik« werden drei in Charakter und Besetzung unterschiedliche Suiten von Georg Friedrich Händel zusammengefasst; die komplette Partitur erschien 1743.

PersonMusikerInMedienMusik

s. Eintrag ›Welche Vernichtungswut‹

Medien

Mit der Werbefigur der Zahnarztgattin umgingen Unternehmen das Heilmittelwerbegesetz, das Werbung mit Ärzten im Kittel für Medikamente verbot (bis zu einer Reform des Gesetzes 2012) und auch für Zahnpasta mit heilender Wirkung galt. (vgl. Vohwinkel/Hort 2012) Ende der 1980er bis Anfang der 1990er Jahre sendete etwa die Zahnpasta-Marke »Perlweiß« entsprechende Spots: »Ich als Zahnarztfrau empfehle [...]«. (vgl. Sarić 2015)

MedienWerbung/Inserat

Zitat aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper »Die Zauberflöte«, 2. Aufzug, 28. Auftritt: »Die Geharnischten: Der welcher wandert diese Straße voll Beschwerden, [/] Wird rein durch Feuer, Wasser, Luft und Erden. [/] Wenn er des Todes Schrecken überwinden kann, [/] Schwingt er sich aus der Erde himmelan! [/] Erleuchtet wird er dann imstande sein [/] Sich den Mysterien der Isis ganz zu weihn. –« (Assmann 2012, 122).

PersonMusikerInMedienMusik

»It was a lover and his lass« ist der Titel des bekanntesten Lieds aus Shakespeares»Wie es euch gefällt« (»As you like« it, 1623), vertont von Thomas Morley (1557/58–1602): »It was a lover and his lass, [/] With a hey, and a ho and a hey nonino, [/] That o’er the green cornfield did pass, [/] In the spring-time, the only pretty ring-time, [/] When birds do sing, hey ding a ding a ding, [/] Sweet lovers love the spring« (Shakespeare 2006, 328f.). In der Schlegel-Tieck ’schen Übersetzung: »Ein Liebster und sein Mädel schön, [/] Mit heisa und ha und juchheisa trala! [/] Die thäten durch das Kornfeld gehen [/] Zur Maienzeit, der lustigen Paarezeit, [/] Wann Vögel singen tirlirelirei: [/] Süß’ Liebe liebt den Mai« (Shakespeare 1897, 173).

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusikZitate

Alois Huber (1929–2007), Landwirt und »Urgestein« der Kärntner FPÖ, stellvertretender Landesparteiobmann, hoher Funktionär der Landwirtschaftskammer, 1984–1994 Nationalratsabgeordneter. Gemeinsam mit seiner Schwester Kriemhild Trattnig (s. Eintrag ›Firma Trattnig‹) bildet er den hier apostrophierten »Clan« der FPÖ-Altvorderen.

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PersonPolitikerInMedien

Kofler zitiert hier wortwörtlich eine Zeitungsanzeige der Fleischhauerei Obernosterer aus dem Jahre 1987 (11/W7/1). 1992 stellte die Fleischhauerei ihren Betrieb ein.

MedienWerbung/Inserat

Vilja-Lied: bekanntes Lied aus Franz Lehárs Operette »Das Land des Lächelns« (1929)

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler bezieht sich vermutlich auf das von Martha Argerich 1952 aufgenommene Klavierkonzert in a-moll, op. 54 (1854), von Robert Schumann.

PersonMusikerInMedienMusik

Der Anatom und SS-Hauptsturmführer August Hirt ließ für seine Schädel- und Skelettsammlung an der Universität Straßburg 1943 Häftlinge aus Auschwitz in das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof (s. Eintrag ›Natzweiler‹) bringen und sie dort in einer Gaskammer mit Cyanhydratsalzen ermorden. (vgl. Mitscherlich/Mielke 1997, 227–229)

TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMedien

Lied der Gruppe »Die drei Peheiros«, eines Männertrios, das seit den 1950er Jahren im Schlagergeschäft erfolgreich war. 1. Strophe: »Es hängt ein Autoreifen an der Wand, [/] Und der Auspuff liegt gleich nebenan. [/] Fragt ihr mich warum ich traurig bin, [/] Schau ich nur zum Autoreifen hin« (Die drei Peheiros 2016). Das Lied war eine Variation des erfolgreichen Schlagers »Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand« (1953) der holländischen Band »Kilima Hawaiians« .

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PersonMusikerInMedienMusik

Wendelin Schmidt-Dengler (1994, 299) erkennt hier einen Bezug zur Identitätsproblematik in Max Frischs Roman »Stiller« (1954), die bereits im ersten Satz angesprochen wird: »Ich bin nicht Stiller!« (Frisch 1996, 7) Turrinis. Eintrag ›Turrini‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Bekanntes Lied aus Franz Lehárs Operette »Der Zarewitsch« (1927)

PersonMusikerInMedienMusik

»Ruhe, schönstes Glück der Erde«: »Vocal-Quartett« für Männerchor von Franz Schubert (Deutsch-Verzeichnis Nr. 657) nach einem anonymen Text

PersonMusikerInMedienMusik

»Boléro«, Orchesterstück des franz. Komponisten Maurice Ravel, Uraufführung 1928

PersonMusikerInMedienMusik

1907 eröffnetes Warenhaus in Berlin mit gehobenem Sortiment

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TopographieOrtschaftMedien

Fritz Wunderlich (1930–1966), deutscher Opernsänger, ab 1960 Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper München, ab 1964 internationale Engagements, u.a. an der Wiener Staatsoper, den Salzburger Festspielen. Zwei Wochen vor seinem Tod sang er in Edinburgh jene Rolle, mit der er bekannt geworden war: den Taminoin Mozarts »Zauberflöte«, er starb an den Verletzungen eines Treppensturzes während eines Jagdaufenthaltes in der Nähe von Karlsruhe (vgl. Grieser 1999, 230ff.).

PersonMusikerInMedienMusik

Zitat aus dem Auftrittslied des Sou-Chong aus »Das Land des Lächelns«: »immer nur lächeln und immer vergnügt, [/] Immer zufrieden, wie’s immer sich fügt, [/] Lächeln trotz Weh und tausend Schmerzen, […] Doch wie’s da drin aussieht, geht niemand was an« (zit. n. Denscher 2017, 411). Der Text stammt, wie wahrscheinlich die meisten Liedtexte der Operette, von dem 1942 in Auschwitz ermordeten Fritz Löhner-Beda.

TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInMedienMusik

»Tierexperimentelle Studien zur Frage der medikamentösen Sterilisation « lautete der Titel der Studie der Firma Madaus & Co. über Sterilisationsversuche an Tieren mit der Schweigrohrpflanze (s. Eintrag ›Sterilisationsversuche‹).

Medien

»Freischütz«: 1821 uraufgeführte Oper von Carl Maria von Weber (1786–1826), Libretto von Johann Friedrich Kind (1768–1848). Im »Jägerchor« besingen Jäger die Freuden der Jagd: »Was gleicht wohl auf Erden dem Jägervergnügen? [/] Wem sprudelt der Becher des Lebens so reich? [/] Beim Klange der Hörner im Grünen zu liegen, [/] Den Hirsch zu verfolgen durch Dickicht und Teich, [/] Ist fürstliche Freude, ist männlich Verlangen, [/] Erstarket die Glieder und würzet das Mahl« (von Weber 1872, 18).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Zitat aus Samuel Becketts Roman »Molloy«: »Ein Zahnarzt ist so gut wie der andere,sagte ich« (Beckett 1976, 143). s. Eintrag ›Eine Praxis ist so gut wie die andere‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Anspielung auf das österreichische Boulevardblatt »Neue «»Kronen Zeitung«, die Hans Dichand 1959 unter Rückgriff auf einen bis 1944 vorhandenen Zeitungstitel gründete. 1967–1971 hieß das Blatt »Unabhängige Kronen-Zeitung«, nahm danach wieder den alten Titel an, auf der Titelseite erscheint stets nur der Kurztitel »Kronen Zeitung.«

PersonUnternehmerInMedienZeitung/Zeitschrift

Im sogenannten Trinklied in Giuseppe Verdis Oper »Otello« (1887 uraufgeführt) macht Jagoseinen Vorgesetzten, den Hauptmann Cassio, betrunken: »Chi all’esca ha morso [/] Del ditirambo [/] Spavaldo e strambo [/] Bevea con te.« (»Wer in den Köder [/] Des wilden und wundersamen [/] Dithyrambus gebissen hat, [/] Der trinkt mit dir.« (Csampai/Holland 1981, 56f.)

PersonMusikerInMedienMusik

Seit 1930 unter dem Titel »Rolf Torrings Abenteuer« bestehende Romanheft-Reihe, die unter einem Sammelpseudonym erschienen (s. Eintrag ›Rolf Torring‹)

PersonMedienZitate

Koflers Quelle war hier die deutsche Illustrierte »Neue Revue«: »Der schlaft jetzt zum Pepi – so nannten es die Schwestern im Pavillon V des Krankenhauses Wien-Lainz, wenn ein Patient dem Tod entgegendämmerte – und zwar jenem Tod, den die Schwestern beschlossen hatten und verursachten«. (Sünder 1989, 6f.)

MedienZeitung/Zeitschrift

Vermutlich Anspielung auf Alfred Hitchcocks Film »North by Northwest« (1959, dt. »Der unsichtbare Dritte«), in dem der Regisseur das Thema der verlorenen Identität variiert, wobei die Verwechslung mit einer fiktiven Person zusätzlich für Irritationen sorgt.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Die »Kronen Zeitung« schrieb am 23. 4. 1989 davon, dass die im Fall Lainz Hauptverdächtige, die Krankenschwester Waltraud Wagner, als »Geheimprostituierte« in einem »schummrigen Nachtlokal« als »Animierdame« gearbeitet habe, wo sie die »Kunden« als »Trude, das Schweinchen, das alles macht«, bezeichnet hätten. (Hauenstein/Heigl 1989a)

PersonVerbrecherInMedienZeitung/Zeitschrift

Unter seinem Kürzel »Cato« schrieb der Herausgebers Hans Dichand am 2. 7. 1989 in der »Kronen Zeitung« einen kurzen Kommentar zur Verwechslung seiner Lokalreporter, aus dem Kofler zitiert: »Jetzt, da sich unsere Lokalreporter [...] einmal – trotz intensiver Recherchen – geirrt haben, kommen die Neider und Hasser erneut wie Ratten aus dreckigen Hinterhöfen hervor. Mit ihren vom Aas ihrer Gesinnung vergifteten Zähnen versuchen sie uns anzufallen.« (Cato 1989) Am 4. Juli musste die Zeitung eine Entgegnung auf der Titelseite sowie auf vier Seiten im Blattinneren bringen. Die Zeitung »rächte« sich, indem sie der Entgegnung ein Privatfoto hintanstellte, das einen Arzt zeigt, der der lächelnden Waltraud Wagner auf die Brüste greift – zur Unterstützung der These, dass Sex im Lainzer »Todespavillon« eine »eminente Rolle« gespielt habe. (Haunold 1989)

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Schloss Lengberg, zehn Kilometer östlich von Lienz gelegen, ist ein romanisch-gotischer Bau, der Ende des 19. Jahrhunderts in den Besitz der Familie May kam. Die mit der Familie befreundete holländische Königin Wilhelmina kam in der Zwischenkriegszeit einige Male auf Besuch, Kofler kommt in »Am Schreibtisch« darauf zurück (s. Eintrag ›holländische Königin‹). Seit 1956 befindet sich das Schloss in Besitz des Landes Tirol und wird von einer Organisation für soziale Jugendarbeit genützt.

TopographieOrtschaftMedien

Zitat aus dem ersten Lied (»Gute Nacht«) aus Franz Schuberts»Winterreise«, einem 1827 nach Gedichten Wilhelm Müllers komponierten Liedzyklus: »Fremd bin ich eingezogen, [/] Fremd zieh ich wieder aus« (Schochow 1974, 395). s. Eintrag ›Fremd bin ich eingezogen‹

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Hans Dichand (1921–2010), Anfang der 1950er Jahre Chefredakteur der »Kleine«»n«» Zeitung«»«und des »Neuen «»Kurier«, 1959 gründete Dichand mit Unterstützung des Gewerkschaftsbundes die »Neue «»Kronen Zeitung«, die sich in der Folge zur auflagenstärksten Tageszeitung Österreichs entwickelte.

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PersonUnternehmerInMedienZeitung/Zeitschrift

Zitat aus dem Lied »Muth!« aus Schuberts»Winterreise«: »Lustig in die Welt hinein [/] Gegen Wind und Wetter!« (Schochow 1974, 408). s. Eintrag ›Lustig in die Welt hinein‹

PersonMusikerInMedienMusik

Am 2. 7. 1989 bringt die »Kronen Zeitung« die »Dokumentation einer Verwechslung«, durch eine »Verkettung schier unglaublicher Zufälle« hätten die Zeugen Waltraud Wagner mit der ehemaligen Prostituierten Gertrude G., einer »Doppelgängerin« Wagners, die heute verheiratet sei und »völlig zurückgezogen« lebe, verwechselt. (Hauenstein/Geigl 1989b)

PersonVerbrecherInMedienZeitung/Zeitschrift

Sud von der Wurzel der Teufelskralle, »Harpagophytum procumbens«, Zuschreibung von appetit- und verdauungsanregender, für die Gallesekretion stimulierender und entzündungshemmender Wirkung. Die Pflanze stammt aus dem Kalahari-Gebiet, das teilweise in Namibia, von 1884–1915 »Deutsch-Südwestafrika«, liegt.

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Medien

Der Originaltext des Schlagers lautet etwas anders als Kofler im Folgenden zitiert: »Sei zufrieden, sei zufrieden [/] mit dir selbst und was du hast. [/] Jeder Tag hat seine Sorgen, [/] jeder Tag hat seine Last« (Port le roi 1998, 92). Das Lied existiert in verschiedenen Einspielungen und Versionen, ein Liedtexter ist nicht auszumachen, die Melodie geht auf Georges Boulanger, einen Salongeiger der Zwischenkriegszeit, zurück.

PersonMusikerInMedienMusik

Zitat aus Schuberts »Winterreise«, »Im Dorfe«»Es bellen die Hunde, es rasseln die Ketten. [/] Die Menschen schnarchen in ihren Betten« (Schochow 1974, 406).

PersonMusikerInMedienMusik

Zitat aus dem Volkslied »Die alten Leute«/»Die åltn Leit« (bei Kofler zuvor »von die oltn leit«): »wenn ich einen alten Mensch seh, [/] hab ich ein jedesmal eine Freud’, [/] ein alter Mensch, der kommt mir vor als wie ein Gotteshaus, [/] denn von der Kirche und den alten Leuten, da geht der Segen aus« (Mauerhofer/Seidel 1992).

MedienMusik

»Ich bin zu Ende mit allen Träumen – [/] Was will ich unter den Schläfern säumen?« (Schochow 1974, 406) Zitat aus Schuberts»Winterreise«, »Im Dorfe«

PersonMusikerInMedienMusik

Zitat aus dem Volkslied »Meerstern, ich dich grüße«. Der Text geht auf den seit dem Frühmittelalter überlieferten lateinischen Hymnus »Ave maris stella« zurück, der zur Marienandacht gesungen wurde (vgl. Lausberg 1976).

MedienMusik

Wörtliches Zitat aus Schuberts »Winterreise«, »Die Nebensonnen« (Schochow 1974, 409)

PersonMusikerInMedienMusik

Die für die Krimiserie »Tatort«»«verantwortliche Redaktion im Österreichischen Rundfunk startete zu Beginn der 1980er Jahre den Versuch, österreichische Schriftsteller an der Konzeption und Drehbuchgestaltung von »Tatort-«Folgen zu beteiligen. Umgesetzt wurden schließlich nur Drehbücher von Ernst Hinterberger und Alfred Paul Schmidt. Ernst Petz, dem zuständigen Redakteur, gelang es nicht, Werner Kofler zu einer Beteiligung zu überreden. (Petz 2015) Das Ansinnen des ORF floss aber in ein Hörspiel Koflers ein: »Treatment oder (Wie) ein Tatort entsteht. Mein Name ist Schmidt. Ich komme wegen der Miete. Ein Hörspiel 1985. « (11/W29) Das Hörspiel wurde nicht produziert. Der Name Schmidt könnte auch auf Koflersdamaligen Lektor im Rowohlt-Verlag, Delf Schmidt, verweisen.

PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Den Namen Korbes entnahm Kofler wohl dem gleichnamigen Grimm-Märchen (s. Eintrag ›Ich, Herr Korbes‹)

PersonMedien

Gerhard Lampersberg (1928–2002), österreichischer Komponist, Autor und Mäzen. Ab Mitte der 1950er Jahre bot der »Tonhof« in Maria Saal (Kärnten), den die Familie seiner Frau Maja erstanden und renovieren lassen hatte, SchriftstellerInnen Wohn- und Arbeitsmöglichkeit, u.a. H.C. Artmann, Peter Turrini (s. Eintrag ›Turrini‹) und Thomas Bernhard (s. Eintrag ›Th. Bernhard‹). Lampersberg war Vorlage für die Figur des Komponisten Auersbergerin Bernhards Roman »Holzfällen« und löste, weil Lampersberg juristisch gegen das Erscheinen des Buches vorging und eine Beschlagnahme erwirkte, 1984 einen der prominentesten Literaturskandale Österreichs aus.

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TopographieOrtschaftPersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienZitateEreignis

Kaplan und Pfarrer in der Oststeiermark (1848–1928), deutschnational eingestellter Heimatdichter, Dichter der österr. Bundeshymne 1930–1938, berühmt-berüchtigt für sein »Hakenkreuzlied« (1923). Koflers Zuschreibung »kriegshetzer« bezieht sich wohl in erster Linie auf seine blutrünstige Kriegslyrik, wie er sie im (gemeinsam mit Peter Rosegger verfassten) »Steirischen Waffensegen« (1916) publizierte. Karl Kraus war einer der vehementesten Kritiker des »Kriegsdichters« (Kraus 1919, 51). s. Eintrag ›Kernstock‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienMusikZitate

Die »Romanzeitung« oder »RZ« genannte Wochenzeitung »Die Illustrierte Romanzeitung« wurde über Trafiken vertrieben. Das seit 1934 bestehende Blatt enthielt neben Witzen und Kreuzworträtseln mehrere Serienromane.

MedienZeitung/Zeitschrift

Zitat aus Kleists»Die Verlobung in St. Domingo«: »Wie ich gerettet worden bin, das weiß ich nicht«. (Kleist 1988, 42). Gleichzeitig Variation des Beckett-Zitats aus »Molloy«, s. Eintrag ›Wie das Messer‹verge

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

s. Eintrag ›Köll‹

PersonPolitikerInMedien

s. Eintrag ›Rogner‹

PersonUnternehmerInMedien

Anspielung auf die Erzählung »An der Baumgrenze« von Thomas Bernhard, s. den gleichlautenden Eintrag

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Schuberts »Streichquartett G-Dur, D 887«, wird mitunter als »geheimnisvoll« charakterisiert. (vgl. Böhmer o.J.)

PersonMusikerInMedienMusik

Wolfgang Antes (* 1944), deutscher CDU-Politiker, war seit 1981 Baustadtrat des Berliner Bezirks Charlottenburg und 1986in einen großen Korruptionsskandal (»Antes-Skandal«) involviert: Antes hatte sich bei der Vergabe der Pacht eines Lokals mit 50.000 DM bestechen lassen (von einem Bordellbetreiber namens Otto Schwanz, s. Eintrag ›Otto Waldemar Schwanz‹) und mit einem Teil des Geldes Beiträge von CDU-Karteileichen ohne deren Wissen bezahlt, um sich zusätzliche Stimmen und somit seine Stellung innerhalb der CDU zu sichern. Im Laufe des Prozesses wurden noch weitere Bestechungen innerhalb der Immobilienbranche aufgedeckt. (vgl. Sontheimer/Vorfelder 1986)

TopographieOrtschaftPersonPolitikerInVerbrecherInMedienEreignis

Zitat des deutsches Volkslieds: »Lustig ist das Zigeunerleben, [/] Faria, faria, ho. [/] Brauchen dem Kaiser kein Zins zu geben, [/] Faria, faria, ho« (Weber 2012, 203).

MedienMusik

»Tief im Süden meines Herzens« (1990), Schlager des deutschen Sängers Stefan Waggershausen (* 1949)

PersonMusikerInMedienMusik

»Der Hirt auf dem Felsen«: Lied von Franz Schubert für Gesangsstimme, Klarinette und Klavier (Deutsch-Verzeichnis 965), 1828, im letzten Lebensjahr Schuberts, komponiert. Der Liedtext setzt sich zusammen aus Ausschnitten aus den Gedichten »Der Berghirt« und »Liebesgedanken« von Wilhelm Müller, »[d]ie beiden mittleren Strophen stammen vielleicht von Helmina von Chézy.« (Schochow 1974, 412)

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusikZitate

Deutscher Schlager: »Liesel, Liesel, Köhlerliesel, du bist so schön, du bist so jung«, gesungen u.a. vom deutschen Volksmusiker und Schlagersänger Herbert Roth (1926–1983)

PersonMusikerInMedienMusik

Refrain des Hits »Verdammt ich lieb’ dich« (1990) des deutschen Schlagersängers Matthias Reim (* 1957)

PersonMusikerInMedienMusik

Eigenzitat, s. Eintrag ›der Wilde Jäger alle‹

Medien

Zitat aus Ernst Blochs »Prinzip Hoffnung«: »denn alles Wirkliche verläuft mit Noch-Nicht in ihm« (Bloch 1954a, 112) (s. Eintrag ›Alles Wirkliche‹)

PersonPhilosophInMedienZitate

Lied des Schlagerstars Freddy Quinn (* 1931), auch unter dem Titel »Heimweh« bekannt

PersonMusikerInMedienMusik

Jörg Haider (s. Eintrag ›Landesverweser‹), auf den hier angespielt wird, war ein Wahlkärntner, stammte aus Oberösterreich. Während des »Dritten Reichs« wurde Kärnten als deutsches Grenzland stilisiert (z.B. »Grenzlandtheater«, s. Eintrag ›Grenzlandtheaterzauberflöte‹).

PersonPolitikerInMedien

Kärntner Tanzlied, wahrscheinlich Komposition von Thomas Koschat (s. Eintrag ›Koschat‹), Erstveröffentlichung 1887

PersonMusikerInMedienMusik

Abgewandeltes Zitat aus dem ersten Lied ( »Gute Nacht«) aus Franz Schuberts »Winterreise«, einem 1827 nach Gedichten Wilhelm Müllers komponierten Liedzyklus: »Fremd bin ich eingezogen, [/] Fremd zieh ich wieder aus. [/] Der Mai war mir gewogen [/] Mit manchem Blumenstrauß.« (Schochow 1974, 395)

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

1966gewann Haiderals 16-Jähriger einen Redewettbewerb im Rahmen eines Bundesturnfests des Österreichischen Turnerbunds in Innsbruck. Dieser erste öffentliche Auftritt wird immer wieder erwähnt, da Haider in seiner Rede die Zugehörigkeit der Österreicher zum deutschen Volk erklärte. Die Rede wurde in der »Deutschen National- und Soldatenzeitung« abgedruckt (29. 7. 1966) und basierte auf den Erläuterungen zum freiheitlichen Parteiprogramm aus dem Jahr 1958. (vgl. Zöchling 1999, 28)

PersonPolitikerInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

»profil« -Chefredakteur Helmut Voskabeginnt 1985 ein Interview mit Jörg Haider, das sich zentral der Haltung Haiders zum Nationalsozialismus widmet, mit folgender Frage: »Sitz’ ich noch jenem Jörg Haider gegenüber, der mir vor Jahren erklärte, ein ehemaliger SS-Mann hätte nichts an der Spitze einer demokratischen Partei zu suchen, einem Haider, denBruno Kreiskyeinen ,echten Liberalen‘ nannte, oder sitzt mir die Reinkarnation eines HJ-Rotzbuben des Jahres 1938 gegenüber?« (Voska 1985, 18)

PersonAutorIn/JournalistInPolitikerInMedienZeitung/Zeitschrift

Ernst Kaltenbrunner (1903–1946) war seit 1931 SS-Mitglied und in der Zeit der Illegalität im Austrofaschismus ein wichtiger Kontaktmann Himmlers in Österreich. Nach dem »Anschluss« machte ihn Himmler zum Leiter der SS und Polizei in Österreich, 1943 wurde er Leiter des »Reichssicherheitshauptamtes«. Im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher wurde er zum Tode verurteilt und im Oktober 1946 hingerichtet. s. Eintrag ›Kaltenbrunner‹

PersonNationalsozialistInMedien

Anspielung auf FPÖ-Politiker und Kärntner LandeshauptmannJörg Haider (1950–2008), s. Eintrag ›kein Haider‹

PersonPolitikerInMedien

s. Eintrag ›Platz des himmlischen Friedens‹

Medien

Kofler spielt hier auf Jörg Haider und Hans Haider an. Ersterer (1950–2008) war ein österreichischer Politiker, der ausgebildete Jurist wurde 1976 FPÖ-Landesparteisekretär in Kärnten, 1979 Nationalratsabgeordneter, 1986–2000 war er Vorsitzender der FPÖ, 2005 Mitbegründer des »Bündnis Zukunft Österreich« (BZÖ), 1989–1991 und 1999–2008 Kärntner Landeshauptmann. Hans Haider (* 1946), österreichischer Literaturkritiker, 1974–2008 für die Tageszeitung »Die Presse«tätig, brachte 1984den Skandal um Thomas Bernhards »Holzfällen« ins Rollen, weil er in seinem Rezensionsexemplar noch vor Auslieferung der Bücher bekannte Wiener Persönlichkeiten zu erkennen glaubte, u.a. Gerhard Lampersberg (s. Eintrag ›Lampersberg‹), den er daraufhin kontaktierte und der eine einstweilige Verfügung gegen das Buch erreichte.

PersonPolitikerInAutorIn/JournalistInMusikerInMedienZeitung/ZeitschriftZitateEreignis

Anspielung auf Kriemhild Trattnig (* 1937) langjährige Präsidentin des Kärntner Landtags. s. Eintrag ›Firma Trattnig‹

PersonPolitikerInMedien

Gernot Rumpold (* 1957), Kärntner FPÖ-Politiker, 1984–1986 FPÖ-Landesgeschäftsführer, 1990–1996 FPÖ-Bundesgeschäftsführer der FPÖ, gehörte Jörg Haiders »Buberlpartie« – einer Gruppe von engen Vertrauten Haiders – an, zu Sanitätsgefreiter s. Eintrag ›Lied vom Sanitätsgefreiten Neumann‹

PersonPolitikerInMedien

Methode der Geschichtswissenschaften, die darauf abzielt mittels mündlicher Auskünfte von Zeitzeugen die subjektive Erfahrung einzelner Menschen zu erfassen. Bereits in den 1930ern auf Basis sozial- und kulturwissenschaftlicher Forschungsmethoden entstanden, erlangte sie vor allem im Zusammenhang mit dem Historikerstreit(s. Eintrag ›Geschichte als Erlebnisraum‹) größere Aufmerksamkeit.

Medien

s. Eintrag ›In der Morgendämmerung‹

Medien

»Im Frühjahr 1987 stellte Bundespräsident Dr. Waldheim das Ersuchen an die österreichische Bundesregierung, es möge eine unabhängige Kommission von Militärhistorikern unter internationaler Beteiligung bestellt werden, welche »mit der neuerlichen Prüfung und Evaluierung des gesamten Materials im Lichte der gegen den Herrn Bundespräsidenten erhobenen Vorwürfe betraut« werden solle« (Schmiederer 1988, 1). s. Eintrag ›Waldheim, er ist gerade nicht da‹

PersonPolitikerInMedienEreignis

Viktor Frankl (1905–1997), Wiener Psychiater, Begründer der Logotherapie und der Existenzanalyse, er beschäftigte sich intensiv mit der Sinnsuche.

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PersonAutorIn/JournalistInMedien

Das Klagenfurter Café Lerch war vor 1938 ein beliebter Treffpunkt für Anhänger und Mitglieder der während des Austrofaschismus verbotenen NSDAP. Auch Ernst Lerch (1914–1997), der Sohn des Lokalbetreibers, war ein »Illegaler«, ab 1934 war er Mitglied der SS. Nach dem »Anschluss« wurde er Adjutant und Büroleiter Odilo Globocniks (s. Eintrag ›Globotschnigg‹) und war mitverantwortlich für die Deportation und Ermordung der jüdischen Bevölkerung des »Generalgouvernements« Polen; 1943 folgte er Globocnik in die »Operationszone Adriatisches Küstenland«. Nach Kriegsende floh Lerch aus britischer Gefangenschaft und versteckte sich. Lerch konnte 1950 das Lokal seines Vaters übernehmen und als beliebtes »Tanzcafé« etablieren. Zwei gegen Lerch angestrebte Prozesse führten zu keiner Verurteilung.

TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMedien

Verweis auf Ernst Lubitschs Film »Sein oder Nichtsein« (»To be or not to be«, USA 1942); darin probt das Theater in Warschau 1939 ein Anti-Nazi-Stück, das abgesetzt werden muss. Nach dem Einmarsch deutscher Truppen spielen die Schauspieler in den Kostümen des Stücks und führen in Rollen der deutschen Besatzer die Gestapo in die Irre. (vgl. Krusche 1993, 565)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Odilo Globocnik (1904–1945) kam 1918 mit seiner Familie nach Klagenfurt. Er übernahm in Kärnten führende Tätigkeiten während der Zeit der Illegalität im Austrofaschismus. Nach dem »Anschluss« war er Gauleiter in Wien, 1939 wurde er »SS- und Polizeiführer« im Distrikt Lublin und war dort für die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich. 1943 wurde er in die »Operationszone Adriatisches Küstenland« versetzt, auch dort organisierte er Deportationen und verantwortete die Partisanenbekämpfung. Im Mai 1945 beging er in britischer Gefangenschaft Selbstmord. Sein Vorgesetzter, Heinrich Himmler, verwendete für Globocnik in seinem Dienstkalender manchmal den Spitznamen »Globus« (vgl. Witte 1999, 204, 306, 566), Briefe an Globocnik begann er mit der Anrede »Mein lieber Globus« (vgl. Schwindt 2005, 142 FN 114).

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TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMedien

Anspielung auf den Refrain von »Lied im Grünen«, s. Eintrag ›ins Grüne, ins Grüne‹

MedienMusik

Zitat aus Edgar Wallaces (s. Eintrag ›Edgar Wallace‹) Kriminalroman »Der Rächer« (»The Avenger« 1926, dt. 1927). Darin ermordet der so genannte Rächer Kriminelle oder Verdächtige, die vom Gesetz nicht bestraft wurden: »Sie werden in der Hecke an der Eisenbahnunterführung bei Esher eine Kiste finden. Der Kopfjäger.« (Wallace o. J., 7) »Der Rächer «wurde 1960 als dritter deutschsprachiger Edgar-Wallace-Film der Nachkriegszeit verfilmt. Roman und Film spielen in der englischen Stadt Esher, Turnbridge Wells kommt in Wallaces Roman »Der Frosch mit der grünen Maske« (»The Fellowship of the Frog« 1925, dt. 1926) vor.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft im Osten Polens. Von Lublin aus wurde 1942/43 unter der Leitung von Odilo Globocnik (s. Eintrag ›Globotschnigg‹) die »Aktion Reinhardt« organisiert, die systematische Ermordung der jüdischen Bevölkerung im »Generalgouvernement« Polen.

TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMedienEreignis

Michael Janisch (1927–2004), Schauspieler, bis 1987 am Burgtheater, ab 1984 spielte er in der TV-Serie »Tatort« in Ermittlerrollen (s. Eintrag ›Schauspieler Jaggberg‹)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Platz des himmlischen Friedens‹

Medien

Kofler zitiert hier einen Gassenhauer, der sich in der Weimarer Republik Beliebtheit erfreute. Zur Melodie des »Fehrbelliner Reitermarsch«»es« von Richard Henrion (1854–1940) entstand zu einem unbekannten Zeitpunkt der Text, der sich ironisch auf die »gute, alte Zeit« und auf Kaiser Wilhelm I. (»der mit dem Bart«) – im Gegensatz zu Wilhelm II. – bezieht. Refrain: »Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wiederhaben, [/] Aber den mit dem Bart, mit dem langen Bart.« Das auch als »Kaiser-Wilhelm-Marsch« bekannte Lied wurde u.a. vom deutschen Schlagersänger Heino interpretiert.

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PersonMusikerInMedienMusik

Es gab zwei Zeitschriften »Das neue Reich«: einerseits eine monarchistische »Wochenschrift für Kultur, Politik und Volkswirtschaft«, erschienen 1918–1932 in Wien; andererseits die 1959 unter dieser Bezeichnung einsetzende Fortführung der NS-Zeitschrift »Das Reich«, nun mit Nähe zur rechtsradikalen Deutschen Reichspartei (Kofler bezieht sich wahrscheinlich auf Letztere).

MedienZeitung/Zeitschrift

Die holländische Königin Wilhelmina verbrachte in der Zwischenkriegszeit einige Male die Sommerfrische auf Schloss Lengberg im Osttiroler Drautal. Die Königsfamilie war mit der Familie May, den Besitzern des Schlosses, befreundet. In »Guggile« erinnert sich der Ich-Erzähler an Spaziergänge in der Umgebung von Lienz, wo man auch das Schloss Lengberg besucht habe, »die tante unterwelz sei damals köchin und die tant’ marie verwalterin auf schloß lengberg gewesen«, die Mutter, so die Familiengeschichte, sei »,als junges mädchen‘ als serviererin auf schloß lengberg beschäftigt gewesen« (s. Eintrag ›schloß lengberg‹).

TopographieOrtschaftMedien

Hans Holt (1909–2001), österreichischer Schauspieler, spielte in den Verfilmungen der Lebenserinnerungen von Maria Augusta Trapp die Rolle des Baron Trapp (»Die Trapp-Familie«, 1956; »Die Trapp-Familie in Amerika«, 1958).

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PersonSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Mit diesem Ende der 1930er Jahre in den USA entwickelten Gerät kann man stereoskopische Bilder betrachten, die auf einer kreisförmigen Kartonscheibe angebracht sind, die man in das Gerät schiebt und mit einem Hebel weiterdrehen kann.

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Medien

Variation von »Toker«, s. Eintrag ›tocka‹

Medien

s. Eintrag ›Rolf Torring‹

PersonMedien

Das »Requiem« in d-Moll (KV 626) aus dem Jahr 1791 ist Mozarts letzte Komposition, er starb während der Arbeit daran. Das Fragmentarische befeuerte unzählige Interpretationen und Spekulationen (vgl. u.a. Schick 2005, 240ff.).

PersonMusikerInMedienMusik

Bezug zur TV-Serie »Der Leihopa« (ORF, 1985–1989), u.a. mit Hans Holt

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Adam Lonitzer (1528–1586), latinisiert »Lonicerus« (s. Eintrag ›Ackeley‹), deutscher Naturforscher und Arzt, beschäftigte sich u.a. mit den Wirkungen und Anwendungen von Kräutern und verfasste mehrere »Kräuterbücher«. 1573 erschien in Frankfurt am Main folgender Titel: »Kreuterbuch, Kunstliche Conterfeytunge der Bäume, Stauden, Hecken, Kräuter, Getreyde, Gewürtze. Mit eygentlicher Beschreibung derselbigen Namen, Vnderscheyde, Gestalt, Natürlicher Krafft vnd Wirckung. Item von fürnembsten Gethieren der Erden, Vögeln und Fischen. Auch von Metallen, Gummi und gestandenen Säfften, Sampt Distillierens künstlichem und kurzem Bericht. Jetzo gantz fleissig von newem durch gesehen, gebessert und weit ober alle vorige Editiosi gemehret Durch Adamum Lonicerum Medicum Physicum zu Frankfurt. Mit fleissigen vollkommenen Registern in Sechserley Sprachen, Nemlich, Griechisch, Lateinisch, Italianisch, Frantzösisch, Spanisch, Teutsch. Auch besonderem Register der Heylung allerhandt gebresten. «Lonitzers »Kreuterbuch« wurde 1934 (Leipzig, Verlag Hendel) und 1962 (München, Verlag Kölbl) nachgedruckt.

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PersonAutorIn/JournalistInMedien

Recordare: fünfter Teil des Mozart-Requiems; Kofler führt eine deutsche Übersetzung zweier Verse des lateinischen Textes an (»redemisti crucem passus [/] tantum labor non sit cassus«; Wolff 1998, 67).

PersonMusikerInMedienMusik

Adam Carrington: Figur aus der TV-Serie »Dynasty« (dt. »Der Denver-Clan«, 1981–1989) s. Eintrag ›Wie war ich entsetzt‹

PersonMedienFilm/Fernsehen/Radio

1. Strophe des Volkslied »Die alten Leute/Die åltn Leit«: »Was mich im Leben am meisten freut, [/] das sind die alten Leut’, [/] wenn ich einen alten Mensch seh, [/] hab ich ein jedesmal eine Freud’, [/] ein alter Mensch, der kommt mir vor als wie ein Gotteshaus, [/] denn von der Kirche und den alten Leuten, da geht der Segen aus.« (Mauerhofer/Seidel 1992)

MedienMusik

Alexander Löhr (1885–1947), österreichischer Offizier in der k.u.k. Armee, im Bundesheer der Ersten Republik und in der Luftwaffe der Wehrmacht. Unter seinem Oberbefehl wurden durch die Bombardierung Belgrads (1941) ohne Kriegserklärung und dann auf dem Balkan Kriegsverbrechen verübt, für die er nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Belgrad hingerichtet wurde. 1943 und vom 25. März 1945 bis zur deutschen Kapitulation war er »Oberbefehlshaber Südost«. Waldheim diente als Ordonnanzoffizier unter Löhr in Saloniki, als dort an die 40 000 Juden nach Auschwitz und Treblinka deportiert wurden, und war danach unter Löhr in Jugoslawien stationiert, »als dort Massaker an Partisanen verübt, ganze Dörfer eingeäschert und ganze Bevölkerungsteile niedergemacht wurden« (Strothmann 1986). s. Eintrag ›Waldheim, er ist gerade nicht da‹eer

TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInPolitikerInMedienEreignis

Zu »stiazla« s. Eintrag ›stiazla‹

Medien

Fred Bertelmann (1925–2014), erfolgreicher deutscher Schlagersänger und Schauspieler. »Ich bin ein Vagabund« ist eine Textzeile aus seinem Hit »Der lachende Vagabund« (Musik: Jim Lowe, Text: Peter Mösser), der ihn 1957 berühmt machte und der sich weltweit fünf Millionen Mal verkaufte (vgl. [red.] 2014).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Möglicherweise Anspielung auf das Lied »Schöner, fremder Mann« (1961) der US-amerikanischen Sängerin Connie Francis (* 1937). Das Lied war eine von Francis selber (in einem Wiener Tonstudio) eingesungene Coverversion von »Someone Else’s Boy«.

PersonMusikerInMedienMusik

Radio Luxemburg wurde 1933 als erster kommerzieller Sender Europas gegründet. Da nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1980er Jahre Privatradios in Deutschland und Österreich verboten waren, sendete man von Luxemburg aus. s. Eintrag ›radio luxemburg‹

Medien

»Durch das Land der Skipetaren« ist wie »In den Schluchten des Balkan« und »Der Schut« Teil von Karl Mays »Orientzyklus«, der 1880–1888 als Fortsetzungsroman in der Wochenzeitschrift »Deutscher Hausschatz in Wort und Bild« abgedruckt wurde.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

»Bilder einer Ausstellung« (1874): Klavierzyklus des russischen Komponisten Modest Mussorgski (1839–1881)

PersonMusikerInMedienMusik

Ein architektonischer Entwurf für ein Kiewer Stadttor des russ. Architekten Viktor Hartmann – an den Mussorgskis»Bilder einer Ausstellung« erinnern – inspirierte den Komponisten zum 10. Satz »Das Heldentor (in der alten Hauptstadt Kiew)«, der Alternativtitel lautet »Das große Tor von Kiew«.

PersonMusikerInMedienMusik

Sitz der Deutschen Akademie Rom, eine deutsche Kultureinrichtung, an der vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien jährlich zehn Aufenthaltsstipendien an Künstler und Künstlerinnen in den Sparten Bildende Kunst, Literatur, Musik (Komposition) und Architektur vergeben werden

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TopographieOrtschaftMedien

Zitat aus einer Seite von Annoncen im »Kurier« im Nachlass (undatiert) (11/W10/1–7)

MedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Horcher im Taubenschlag‹

Medien

s. Eintrag ›Sterben wie bei den Illyrern‹

Medien

Anspielung auf die Malerlehre von Ludwig Fels (s. Eintrag ›Treuchtlingen, Fels‹)

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Die »Volkszeitung« mit Redaktionssitz in Klagenfurt erschien von 1945 bis 1990, sie war eine Gründung der Österreichischen Volkspartei.

MedienZeitung/Zeitschrift

Der Begriff »Glockenbecher« wurde um 1900 vom deutschen Prähistoriker Paul Reinecke eingeführt, bezog sich auf keramische Gefäße aus der Jungsteinzeit mit flachem Standboden und S-förmigem Profil. Funde solcher Gefäße gibt es europaweit, ob man von einer eigenen »Glockenbecherkultur« sprechen kann, ist umstritten.

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Medien

Anspielung auf Kurt Waldheim (s. Eintrag ›Waldheim, er ist gerade nicht da‹), der 1937/38 externer Hörer an der Wiener Konsularakademie (Diplomatische Akademie) war

PersonPolitikerInMedien

s. Eintrag ›Löhr‹s. Eintrag ›Löhr‹

PersonNationalsozialistInMedien

»Axel Munthe – Der Arzt von San Michele« (1962): deutsch-ital.-franz. Spielfilm, basierend auf Munthes autobiografischem Roman »The Story of San Michele« (1929) mit O.W. Fischer in der Hauptrolle

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Karl May (1842–1912), deutscher Schriftsteller, berühmt für seine Abenteuerromane und Reiseerzählungen aus dem Orient und den USA. Im Klagenfurter Kofler-Nachlass (11/W8/1) finden sich Sammelbilder zu Szenen aus d en Karl-May- Romanen. Solche Bilder wurden bereits im 19. Jahrhundert als Kaufanreiz Süßigkeiten beigelegt. Die Firma Stollwerck war hier Vorreiterin, nach 1945 waren die Bilder u.a. eine Beilage zu Kaugummipackungen. In »Hotel Mordschein « (s. Eintrag ›wenn ich gar ein Bild hervorzöge‹) rekurriert Kofler darauf.

PersonAutorIn/JournalistInMedien

s. Eintrag ›Sein oder Nichtsein!‹

MedienFilm/Fernsehen/Radio

Hans Albers (1891–1960), deutscher Schauspieler und Sänger

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PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedien

Der von Kofler mehrfach herangezogenen Beitrag der Illustrierten »Neue Revue«1989 trägt den Untertitel: »Die fidelen Mordschwestern von Wien« (Sünder 1989, 6)

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MedienZeitung/ZeitschriftEreignis

»Das Nachtlager in Granada«: Oper von Conradin Kreutzer (1780–1849), Libretto: Karl Johann Braun von Braunthal (1802–1866), Bearbeitung nach dem Schauspiel »Das Nachtlager von Granada« (1818) von Johann Friedrich Kind.

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusikZitate

Der »Slawische Marsch« b-Moll op. 31, auch bekannt unter dem Titel »Serbisch-Russischer Marsch« ist eine Komposition von Peter I. Tschaikowski (1840–1893), uraufgeführt 1876 in Moskau.

PersonMusikerInMedienMusik

Abwandlung des Titels in der »Neue«»n«» Revue«: »Wein und Sex auf der Todesstation « (Sünder 1989, 6)

MedienZeitung/Zeitschrift

Titel des 62. Bands der Reihe »Karl May’s«»Gesammelte Werke« (Karl-May-Verlag). Der Band wurde 1934 hinzugefügt und enthält einen Teil einer bearbeiteten Fassung des Kolportageromans »Deutsche Herzen – Deutsche Helden« (entstanden 1885-1887). Ein Vorabdruck des gesamten Romans erschien in bearbeiteter Form 1927/28 unter dem Titel »Die Familie Adlerhorst« in der Zeitschrift »Das Vaterhaus«.

MedienZeitung/ZeitschriftZitate

»Also sprach Zarathustra« (1883 – 1885) von Friedrich Nietzsche, s. Eintrag ›Wenn du zum Hofer gehst‹

PersonPhilosophInMedienZitate

Anspielung auf Michael Jeannée (* 1943), Boulevardjournalist, ab 1967 für den Wiener »Express« tätig, 1970 Wechsel zur »Kronen Zeitung«. 1973–1985 Chefreporter bei »Bild am Sonntag«, 1985 als Chefreporter Rückkehr zur »Kronen Zeitung«, 1993–2003 »Adabei«-Reporter des Blattes

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Jolyon Brettingham Smith‹

PersonMusikerInMedien

Bezug zu einer Bildunterschrift im Bericht der »Neue«»n«» Revue«: »Schwester Traudl auf der Station beim Schmusen mit einem Oberarzt«. (Sünder 1989, 7)

MedienZeitung/Zeitschrift

Docteur Morgentodt heißt ein Arzt im Film »La belle captive« (Frankreich 1983, Regie: Alain Robbe-Grillet). Dieser basiert auf dem gleichnamigen Roman ( 1975, dt. 1984) von Alain Robbe-Grillet mit/nach Bildern von René Magritte. Im Roman bleibt der Arzt namenlos.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Stefanija Meyer, Maria Gruber und Irene Leidolf waren die Komplizinnen Waltraud Wagners bei ihren Morden. Kofler bezieht sich auf den Bericht einer ehemaligen Kollegin in der »Neue«»n«» Revue«: »,Das war wie beim Militär: Sie war der General, die Mayer der Feldwebel, die Gruber der Unteroffizier, und die Leidolf hat getan, was ihr gesagt wurde.‘ […] Wenn auf Nachtwachen ein Patient klingelte, befahl die Wagner: ,Klingeln lassen. Net glei hinrennen.‘« (Sünder 1989, 7)

PersonVerbrecherInMedienZeitung/Zeitschrift

Giuseppe di Giorgio, der vor seiner Ausweisung aus den USA Fahrer des legendären Mafiabosses »Lucky« Lucianogewesen sein soll und in den 1970ern für ein paar Jahre in Hamburglebte, ließ sich »Mr. Joe« nennen; im »Hamburger Abendblatt« schaltete der Kiez nach seinem Tod 1979 eine Anzeige: »Nach Deinem Kodex woll’n wir streben«, auf dem Grab seien Dutzende von Kränzen, einer mit der Aufschrift »Farewell, Wilfrid Schulz «gelegen. (Der Spiegel 34/1986)

TopographieOrtschaftPersonVerbrecherInMedienZeitung/Zeitschrift

Zitat aus Paul van Ostaijens»Ode an Singer«: »SINGER’S NÄHMASCHINE IST DIE BESTE« (Ostaijen 1966, passim); Singer: 1851 gegründetes US-amerikanisches Unternehmen, weltweit größter Produzent von Nähmaschinen. s. Eintrag ›Singers Nähmaschinen sind die besten?‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Wilfrid Schulz (?–1992), Hamburger »Unterweltskönig«, Besitzer diverser Etablissements im Rotlichtmilieu St. Paulis, wurde in den 70er Jahren dort »der Pate« genannt, weil man ihm Kontakte bis in die höchsten Mafiakreise nachsagte. 1982 wurde im Zuge einer polizeilichen Großaktion gegen organisierte Kriminalität gegen ihn ermittelt. Man konnte ihm allerdings nur kleinere Delikte wie Steuerhinterziehung, Anstiftung zur Falschaussage und Förderung der Prostitution nachweisen. (vgl. Zand-Vakili 2006)Kofler dürfte durch Lektüre des Nachrichtenmagazins »Der Spiegel«, das in den 1980er Jahren über Schulz berichtete, auf ihn gestoßen sein.

PersonVerbrecherInMedienZeitung/Zeitschrift

Kim Il-sŏngs Buch »Über Dschutsche in unserer Revolution« erschien 1979 in Pjongjang auch auf Deutsch. s. Eintrag ›Die Einführung in das Dschutsche‹

PersonPolitikerInMedien

Die von Kofler konsultierte »Neue Revue« zitiert den Leiter des Wiener Sicherheitsbüros, dem Wagners Augen aufgefallen seien: »Fischaugen. Wenn die starke Brille herunter war: eiskalt, ohne Leben.« (Sünder 1989, 7)

MedienZeitung/Zeitschrift

Weiteres Zitat aus dem Bericht der »Neue«»n«» Revue«: Nach dem dritten Mal Klingeln eines Patienten habe Wagner Befehl gegeben zu gehen: »Dann marschierte sie mit ihren Mordgesellinnen im Gleichschritt über den Gang.« (Sünder 1989, 7)

MedienZeitung/Zeitschrift

Weiteres Zitat aus dem Bericht der »Neue«»n«» Revue«: Die Krankenschwestern hätten den Patienten angeherrscht: »Was ist! Was willst du?« (Sünder 1989, 7)

MedienZeitung/Zeitschrift

Figuren aus der seit 1946 erscheinenden Comicserie »Lucky Luke« des belgischen Zeichners Morris (1923–2001). Den vier Brüdern im Comics liegt ein echtes Bankräuber-Brüderpaar zugrunde.

PersonMedienZeitung/Zeitschrift

Heinar Kipphardt (1922–1982), deutscher Schriftsteller, Vertreter des Dokumentartheaters; posthum wird sein Stück »Bruder Eichmann« (s. Eintrag ›Bruder Eichmann‹) uraufgeführt

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Eventuell Anspielung auf Hans-Peter Hasenöhrl (* 1946), Mitarbeiter im Lokalteil der »Kronen Zeitung«, ab 1986 Chefredakteur der »Salzburg Krone.«

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Dieses Kleidungsstück ist bei Kofler ein Insigne des Spießer- und Querulantentums. In »Der Hirt auf dem Felsen« trägt es der »Lavantgedichteaufsager«, »Lavantgedichteauswendigkönner«, der »Klagenfurter Mittelschul-, mehr noch: Handelsakademieprofessor Strutz« (s. Eintrag ›weinroter ärmelloser Pullover‹).

Medien

Deutscher Journalist (1945–1987), ab 1976 Kulturredakteur der Zeitschrift »Der Spiegel«

MedienZeitung/Zeitschrift

Deutsche Version des Liedes »Ta pedia tou Pirea« (»Die Kinder von Piräus«) des griechischen Komponisten Manos Hadjidakis. Das Lied wurde durch den Film »Never on Sunday« (»Sonntags ... nie! «1960) von Jules Dassin berühmt und erhielt einen Oscar. Im Film singt die Hauptdarstellerin Melina Mercouri das Lied. Die deutsche Version, die parallel zum Kinostart des Films 1960 ein Nummer-eins-Hit wurde (Text: Josefine Busch), sang Lale Andersen. Weitere erfolgreiche Coverversionen gab es von Caterina Valente und Nana Mouskouri.

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInMedienMusikFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Sein oder Nichtsein!‹

MedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Land der Skipetaren‹

Medien

Patrick Süskind (* 1949), deutscher Schriftsteller, veröffentlichte 1985 den Roman »Das Parfum«, der mit Übersetzungen in 49 Sprachen und weltweit über 20 Millionen verkauften Exemplaren zum internationalen Bestseller wurde. (vgl. ScreenShot 2015)

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PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

s. Eintrag ›sogenannte Entrische Kirche‹

Medien

s. Eintrag ›Land der Skipetaren‹

Medien

»Ist denn kein Stuhl da für meine Hulda«ist ein Schlager aus dem Jahr 1895, komponiert vom Berliner Komödien- und Coupletautor Wilhelm Wolff (1851–1912).

PersonMusikerInMedienMusik

Michelangelo Antonioni (1912–2007), italienischer Filmregisseur, u.a. »Blow Up« (1966) und »Zabriskie Point« (1970), letzterer enthält eine filmtechnisch auffällige Sequenz, die die Explosion einer Villa in Zeitlupe und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zeigt.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›kein Haider‹

PersonPolitikerInMedien

Volkslied aus Kärnten: »In die Berg bin i gern und då g’freut si’ mei G’müat, wo die Ålmröslan wåxn und da Enzian blüaht« (Dawidowicz 1962, 130).

MedienMusik

s. Eintrag ›Platz des himmlischen Friedens‹

Medien

Deutsche TV-Serie der 1980er Jahre

MedienFilm/Fernsehen/Radio

Kärntnerlied des regional erfolgreichen Duos Justinus Mulle (1891–1966; Lehrer, Komponist) und Gerhard Glawischnig (1906–1995; Pfarrer, Mundartdichter)

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

s. Eintrag ›sogenannte Entrische Kirche‹

Medien

Der antisemitische »Sinnspruch« spielt auf Wilhelm Müllers Gedicht »Der Lindenbaum« (1823) an, das durch Schuberts Vertonung in seiner »Winterreise« bekannt wurde (»Am Brunnen vor dem Thore, [/] Da steht ein Lindenbaum. [/] Ich träumt' in seinem Schatten [/] So manchen süßen Traum« (Müller 1826, 83).

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusikZitate

s. Eintrag ›Landarzt‹

MedienZitate

s. Eintrag ›Sterilisationsversuche‹

Medien

Bajazzl: nach Bajazzo, ital. Clownfigur, bekannt geworden durch die Oper »Der Bajazzo « (»Pagliacci«, 1892) von Ruggero Leoncavallo

PersonMusikerInMedienMusik

1989 erregte strenges, »schikanöses« Vorgehen des Kommandanten des Gendarmeriepostens in der Osttiroler Gemeine St. Jakob den Unmut der Bevölkerung und des Fremdenverkehrsvereins, es bildete sich laut »Kleine«»r«» Zeitung«, die Kofler hier laut Nachlass heranzog, ein »Personenkomitee zur Aufklärung der Vorfälle um Postenkommandant R. Müller«. (Hatz 1989)

TopographieOrtschaftMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Edgar Wallace (1875–1932), englischer Schriftsteller, der vor allem durch seine (über 100) Kriminalromane berühmt wurde. Die erste Verfilmung eines seiner Romane gestaltete er als Drehbuchautor und Regisseur selber (»The Squeaker« 1930).

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PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Kofler bezieht sich auf das Jelinek-Interview in der Zeitschrift »profil«. Sigrid Löffler paraphrasiert in einer ihrer Fragen eine Aussage Jelineks: »Sie sprachen von der phallischen Anmaßung des Kunst-Machens. […] Sie haben sich in der männlichen Kunstwelt auf phallische Art eine Stellung erschrieben« (Löffler 1989, 84).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Möglicherweise Bezug zum letzten Satz des Italowesterns »Spiel mir das Lied vom Tod« (1968, Regie: Sergio Leone): »irgendeiner wartet immer«

MedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›keinen weinroten ärmellosen Pullover‹

Medien

s. Eintrag ›Süskind-Syndrom‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

s. Eintrag ›keinen weinroten ärmellosen Pullover‹

Medien

Anspielung auf Krista Fleischmann (* 1942), Kulturjournalistin beim ORF, die beiden Interviewfilme mit Thomas Bernhard in Spanien (»Monologe auf Mallorca«, 1981; »Die Ursache bin ich selbst«, 1986) sind ihre bekanntesten Veröffentlichungen.

PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Der Hirt auf dem Felsen‹

Medien

Die Einladung zum Stammtisch im Gasthaus Novak zitiert Kofler aus einer (im Nachlass erhaltenen) Anzeige in der »Kleinen Zeitung« (undatiert): »Hallo Freunde!« Unter der Überschrift »Kommen sollen« ist eine Liste mit Namen abgedruckt (11/W10/1–7).

MedienZeitung/Zeitschrift

Variation des Lieds »Heimweh« (1956) von Freddy Quinn, einer Cover-Version des Dean-Martin-Songs »Memories are made of this« (1955): »Dort, wo die Blumen blüh’n, [/] dort, wo die Täler grün, [/] dort war ich einmal zuhause. [/] Wo ich die Liebste fand, [/] da liegt mein Heimatland – [/] wie lang bin ich noch allein?« (Quinn o.J.)

PersonMusikerInMedienMusik

Josef Friedrich Perkonig (1890–1959), Schriftsteller und Lehrer, »der Dichter Kärntens« (Aufschrift auf dem Grabstein am Klagenfurter Friedhof Annabichl), bereits im Austrofaschismus hoch dekoriert (Staatspreis 1935), NS-Sympathisant, Obmann der Kärntner Landesstelle der Schriftsteller der Reichsschrifttumskammer. In seinen Texten thematisierte er das einfache bäuerliche Leben sowie seine Liebe zur Kärntner Heimat. Er war Lehrer u.a. von Ingeborg Bachmann und von Landeshauptmann Leopold Wagner.

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PersonAutorIn/JournalistInPolitikerInMedien

In einem Interview mit dem Germanisten Klaus Amann antwortet Kofler auf die Frage, welche Einwände gegen seinen Stil ihn stören: »Viel zu rhetorisch und die Wut fehlt. Mein Lektor bei Rowohlt hat das schon – ich glaube – über »Der Hirt auf dem Felsen« gesagt« (Amann 2000, 221). Koflers Lektor bei Rowohl war Delf Schmidt, s. Eintrag ›lieber Schmidt‹.

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Verweis auf den Film »Sein oder Nichtsein« von Lubitsch, s. S. II/XXX

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Abgewandeltes Zitat aus Schuberts »Winterreise«, aus dem Lied »Der greise Kopf«: »Vom Abendroth zum Morgenlicht [/] Ward mancher Kopf zum Greise. [/] Wer glaubt’s? Und meiner ward es nicht [/] Auf dieser ganzen Reise!« (Schochow 1974, 404) s. Eintrag ›fremd bin ich eingezogen‹

PersonMusikerInMedienMusik

Signifikant, Signifikat: Begriffe aus dem von Ferdinand de Saussure (1857–1913) begründeten linguistischen Strukturalismus: Signifikant (franz. signifiant) meint die Ausdrucksseite eines sprachlichen Zeichens, das Lautbild, »das Bezeichnende« – Signifikat (franz. signifié) meint »das Bezeichnete«, die Bedeutung des Zeichens. s. Eintrag ›Zeichen und Bedeutung‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

»Ein feste Burg ist unser Gott«: bekanntes Kirchenlied nach einem Text von Martin Luther. (vgl. Mawik 2008, 62)

PersonReligiöse/r WürdenträgerInMedienMusik

Kärntner Gemeinde im Gegendtal, 18 Kilometer nördlich des Villacher Stadtzentrums

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TopographieOrtschaftMedien

Anspielung auf Delf Schmidt (* 1945), Koflers Lektor beim Rowohlt Verlag, s. Eintrag ›zu hermetisch‹

Medien

Mehrfach Verweise auf Beckett, etwa s. Eintrag ›Es ist Mitternacht‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Otto Schulmeister (1916–2001), Journalist, Publizist, 1961–1976 Chefredakteur der österr. Tageszeitung »Die Presse«

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Klaus Wagenbach (* 1930), von 1975 bis 1985 Koflers Verleger, s. Eintrag ›Klaus Wagenbach‹

Medien

Zitat aus der Berichterstattung in der Wiener Tageszeitung »Kurier« über den Hotel Mondschein-Mörder (Gabriel 1987)

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MedienZeitung/Zeitschrift

Oswald Wiener (* 1935), österr. Schriftsteller, Sprachtheoretiker, Kognitionswissenschaftler, in den 1950er Jahren Teil der sogenannten Wiener Gruppe (s. Eintrag ›Gerhard Rühm‹)

PersonAutorIn/JournalistInMedien

s. Eintrag ›Platz des himmlischen Friedens‹

Medien

Zitat aus dem Lied »Muth!« aus Schuberts »Winterreise«: »Lustig in die Welt hinein [/] Gegen Wind und Wetter! [/] Will kein Gott auf Erden sein, [/] Sind wir selber Götter.« (Schochow 1974, 408) (s. Eintrag ›Lustig in die Welt hinein‹)

PersonMusikerInMedienMusik

Ikonischer österr. Heimatfilm (1947) von Hans Wolff mit den Publikumslieblingen Paul Hörbiger und Hans Moser, das Lied »Mariandl« wurde zu einem Evergreen. Dieser »berühmteste und finanziell erfolgreichste Film der ersten Nachkriegsjahre in Österreich kreierte einen neuen Stil im Heimat-Film«, besonders durch die »hohe Durchdringung mit Musikalität: das ›Mariandl‹-Motiv, das immer an den entscheidenden Stellen erklingt, dominiert das Geschehen« (Steiner 1987, 69).

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/RadioMusik

»die verbesserung von mitteleuropa. roman«: Hauptwerk Oswald Wieners, zunächst in Folgen in der österr. Literaturzeitschrift »manuskripte« erschienen, 1969 als Buch

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

s. Eintrag ›Der Hirt auf dem Felsen‹

Medien

Variiertes Zitat aus der »Kurier«»-«Berichterstattung zum Mord im Hotel Mondschein: »Der irre Mörder vom Hotel Mondschein in Klagenfurt hatte mit Einbrüchen und Diebstählen seine Fahrt von Wien nach Klagenfurt in Begleitung von Prostituierten finanziert.« (Gabriel 1987)

MedienZeitung/Zeitschrift

»Wunderwelt«: 1948 bis 1986 bestehende österr. Jugendzeitschrift mit christlichem Weltbild, Untertitel: »Die Zeitung für unsere Kinder«

MedienZeitung/Zeitschrift

Variiertes Zitat aus der »Kurier«»-«Berichterstattung zum Mord im Hotel Mondschein: Er »stahl er alles, was ihm unter die Finger kam.« (Grolig/Wrussnig 1987)

MedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›keinen weinroten ärmellosen Pullover‹

Medien

»Die Kinderpost«: 1946–1959 bestehende österr. Kinderzeitschrift, ähnliches Konzept wie »Die Wunderwelt«, etwas boulevardesker, setzte früh auf Fotographie und Comics

MedienZeitung/Zeitschrift

Zitat aus der »Kurier«»-«Berichterstattung zum Mord im Hotel Mondschein: Der Mörder habe »im Zug bei Bruck/Mur Reisende bestohlen. [...] In Bernt Burchharts Handkoffer fanden sich neben Wäsche rund 20 verschiedene Führerscheine und Klubkarten.« (Gabriel 1987)

TopographieOrtschaftPersonVerbrecherInMedienZeitung/Zeitschrift

»Die Rasselbande«: 1953–1966 bestehende deutsche Zeitschrift, die »erfolgreichste Jugendzeitschrift der fünfziger Jahre«; ihr Erfolg bestand darin, über die herkömmliche »Mischung aus Information und Unterhaltung, de[n] spannende[n] Fortsetzungsroman, Reportagen, Rätsel, Witze und Bastelseiten« hinauszugehen und auf »spontane emotionale Wirkung«, bunte, reißerische Illustrationen und »Erfolgsrezepte der Groschenheftzeitschriften« zu setzen (Hussong 1988, 568f.).

MedienZeitung/Zeitschrift

Zitat aus der »Kurier«-Berichterstattung zum Mord im Hotel Mondschein: »,Einmal‘, so erzählt ein Kriminalbeamter, ,soll er versucht haben, seine Mutter aus dem Fenster zu werfen ...‘« (Grolig/Wrussnig 1987)

MedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Trinklied aus Otello‹

Medien

Gerhard Roth (* 1942), österr. Schriftsteller; zu »Winterreise«s. Eintrag ›Nagel‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

s. Eintrag ›Glockenbecherleute‹

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Medien

Kofler greift hier widersprüchliche Angaben in der Berichterstattung über die Anreise des als schizophren charakterisierten Mörders auf: Im »Kurier« ist von einer Zugfahrt die Rede, in der »Kronen Zeitung« heißt es, er »war Freitag abend per Taxi aus Graz angereist«. (Luchscheider 1987, 11)

MedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Mutmaßungen über die Königin der Nacht‹

Medien

Weitere Bezüge auf widersprüchliche Berichterstattung: Laut »Kleine Zeitung« brach der Mörder in Pörtschach ein Auto auf (Kleine Zeitung 1987), laut »Kronen Zeitung« gestand Burchhart»in der Nacht vor dem Mord einem Arzt in Krumpendorf die Tasche gestohlen zu haben.« (Meissnitzer 1987) Zudem habe er zuvor versucht »ein Auto zu stehlen, ein Zimmer zu plündern«. (Gabriel 1987)

TopographieOrtschaftPersonVerbrecherInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Jägerchor aus dem Freischütz‹

Medien

s. Eintrag ›sogenannte Entrische Kirche‹

Medien

Verballhornung von Johannes Mario Simmel (1924–1988), österr. Schriftsteller, s. Eintrag ›der Simmelkitsch‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Abgewandeltes Zitat aus der »Kurier«-Berichterstattung zum Mord im Hotel Mondschein: »Mit dem dabei erbeuteten Koffer saß er wenig später im ,Kärntner Keller‘ in Pörtschach und unterhielt sich mit seinen Freunden Otto Retzner und Johann Kowalczyk über den angeblichen ,Fund‘.« (Grolig/Wrussnig 1987)

TopographieOrtschaftPersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienZeitung/Zeitschrift

Richard Strauss, s. Eintrag ›Richard Strauss‹

PersonMusikerInMedien

Johann Kowalczyk, Bekannter des Mörders, wird im »Kurier« zitiert: »Ich wollte schon die Gendarmerie informieren, als Burchhart dann aber zusammen mit Retzner ,Stellts meine Roß in Stall‘ sang, dacht ich nicht mehr an den Koffer. Wir alle hatten Tränen der Rührung in den Augen ...«. (Grolig/Wrussnig 1987)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInVerbrecherInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Mutmaßungen über die Königin der Nacht‹

MedienMusik

Das französische Dol-de-Bretagne ist für einen fast zehn Meter hohen Menhir, einen prähistorischen Steinblock, bekannt.

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TopographieOrtschaftMedien

s. Eintrag ›Nieder, mit dir‹

MedienMusik

s. Eintrag ›Nieder, mit dir, auf den Boden‹

Medien

s. Eintrag ›Jägerchor aus dem Freischütz‹

MedienMusik

Kofler paraphrasiert eine Aussage Jelineks aus dem »profil«-Interview: »Ich wollte zeigen, daß die Frau in dem Augenblick, wo sie aktiv ein Objekt für ihre Begierde sucht – mit Freud gesagt: im Augenblick der phallischen Anmaßung der freien Objektwahl –, damit das Begehren des Mannes am sichersten auslöscht« (Löffler 1989, 83). s. Eintrag ›Männer stoßen mich ab‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Oral History‹

Medien

Roberto Cazzola (* 1953), Schriftsteller und Übersetzer; Protagonist in Koflers 1992 in der Zeitschrift »Wespennest« erschienenem Text »Wie ich Roberto Cazzola in Triest plötzlich und grundlos drei Ohrfeigen versetzte «

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Im Nachlass findet sich das Programmheft dieser »Zauberflöte«-Inszenierung, der die folgende Aufzählung der beteiligten Sängerinnen und Sänger entnommen ist. (11/W7/1)

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MedienMusikEreignis

Margarita Kyriaki (* 1942), Sopran, Musikausbildung in Athen, danach Musikhochschule inWien. Bühnendebüt als Paminain der Klagenfurter »Zauberflöte«1964/65. Danach Engagements in Wiesbaden und Graz, 1971–80 Mitglied der Wiener Volksoper, Gastauftritte an der Wiener Staatsoper und an Opernhäusern weltweit. »Ihr Repertoire für die Bühne war umfangreich und enthielt vor allem lyrische Sopranpartien, darunter auch Werke zeitgenössischer Komponisten.« (Kutsch/Riemens 2003, 2561)

PersonMusikerInMedienMusikEreignis

Der »Kurier« schreibt etwa von Burchhart als dem »angeblich schon 20mal psychiatrierte[n] Mörder«. (Gabriel 1987)

PersonVerbrecherInMedienZeitung/Zeitschrift

Österr. Spielfilm (1956), Regie: Josef von Báky. Dem Drehbuch liegt das gleichnamige Theaterstück Gerhart Hauptmanns zugrunde.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Anspielung auf Wilhelm Pfannenstiel (1890–1982), Bakteriologe, SS-Sturmbannführer und »beratender Hygieniker« der Waffen-SS, war an der von Odilo Globocnik (s. Eintrag ›Globotschnigg‹p) geleiteten »Aktion Reinhard« beteiligt. (vgl. Kogon 1986 , 172) Kofler bezieht sich auf den Brauch des Räucherns, bei dem man in den sogenannten Raunächten (ab der Wintersonnenwende) mit einem metallenen Räuchergeschirr (Pfanne), in das Holzglut mit Weihrauch gestreut wird, durch das Bauernhaus geht.

PersonNationalsozialistInMedien

Nadja Tiller (* 1929), österr. Schauspielerin, 1949 Wahl zur »Miss Austria« , im selben Jahr Filmdebüt. Sie spielt in »Fuhrmann Henschel« die Rolle der Magd Hanne.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Protagonist in Karl Mays»Im Tal des Todes« (bzw. »Deutsche Herzen, Deutsche Helden«) s. Eintrag ›Im Tal des Todes‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Alfred Kolleritsch (* 1931), österr. Schriftsteller und Begründer der Literaturzeitschrift »Manuskripte«

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Geschichte vom Kreuz in der Nuß‹

Medien

Das Programmheft der »Zauberflöte«-Inszenierung am Klagenfurter Stadttheater der Spielzeit 1964/65v erzeichnet vier Besetzungen für die Partie des Tamino: Sowohl Anton Dermota (s. Eintrag ›Anton Dermota‹), der die Premiere sang, als auch William Blankenship (s. Eintrag ›William Blankenship‹) sind mit dem Kürzel »a.G.« versehen (»als Gast«), Hermann Rungewird genannt, der »junge Schwede« ist Curt Malm. Malm (* 1935) begann, nachdem er in Schweden 1957 einen Gesangswettbewerb gewonnen hatte, inWieneine Gesangsausbildung. 1989–2003 unterrichtete er »Musikdramatische Darstellung« an der Wiener Musikuniversität. (vgl. Hasitschka 2003, 215)

TopographieOrtschaftPersonMusikerInMedienMusikEreignis

s. Eintrag ›die beiden Geharnischten‹

Medien

»Keine Spur eines Baumes, eines Grashalms« (May 1953, 305) s. Eintrag ›Im Tal des Todes‹

Medien

Im Roman »Im Tal des Todes« ist ein Quecksilberbergwerk mit wie Sklaven gehaltenen Arbeitern – darunter Martin von Adler(horst), seine Schwester und Mutter – Schauplatz. Das Bergwerk kann nur über eine Zisterne erreicht werden (vgl. May 1953, 333). s. Eintrag ›Im Tal des Todes‹

PersonMedienZitate

Johannes Trojer (1935–1991), österr. Schriftsteller, ab 1964 Leiter der Volksschule Innervillgraten in Osttirol, bekannt als profunder Kenner der Regionalgeschichte und Volkskunde, Verfasser gesellschaftskritischer Aufsätze und Glossen, Herausgeber der Kulturzeitschrift »Thurntaler« (1977–1987)

TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Norbert Conrad Kaser (1947–1978), Südtiroler Dichter, s. Eintrag ›Frater Kaser‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Anton Dermota (1910–1989), Tenor, gebürtiger Slowene, 1937 Debüt an der Wiener Staatsoper unter Bruno Walter in der »Zauberflöte«, auf der »Gottbegnadeten-Liste« (Führerliste) der wichtigsten Künstler des »Dritten Reichs«, er entwickelte sich an der Wiener Staatsoper zum Publikumsliebling und war bis ins Alter ohne Unterbrechung, auch während des Nationalsozialismus, an der Staatsoper tätig. (vgl. Klee 2009, 98)

PersonMusikerInMedienMusik

Kofler bezieht sich auf die Passage aus »Der Hirt auf dem Felsen«, in der ein Kustode durch den »Hattischen Kreis« und dessen Projektionen an Felswände führt und vom »Bildnis des Sensationsreporters Jeanee« spricht, »wie er während des Zusehens einem rumänischen Kleinkind sein gewaltiges Glied in den Mund steckt« (s. Eintrag ›Wie war ich entsetzt‹). Michael Jeannée, Reporter der »Kronen-Zeitung«, fühlte sich angesprochen und klagte Kofler und den Rowohlt-Verlag sowie den Literaturwissenschaftler Klaus Kastberger, über dessen Rezension in der Wochenzeitung »Falter« Jeannée auf die Passage aufmerksam (gemacht) wurde, auf üble Nachrede. Die Rechtssache endet mit einem Freispruch für Kofler und Kastberger am 1. 7. 1993; das Oberlandesgericht Wien gibt der darauffolgenden Berufung des Privatklägers in seiner Verhandlung am 9. 5. 1994 nicht recht (im Nachlass, 11/W14/S1, 2).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Nachdem im März 1945die Wiener Staatsoper durch Bombentreffer großteils zerstört wurde, nahm der Wiederaufbau zehn Jahre in Anspruch. Die Wiedereröffnung fand mit Beethovens »Fidelio« am 5. November 1955statt. Dirigent war Staatsoperndirektor Karl Böhm, die Inszenierung leitete Heinz Tietjen – der Uraufführungsregisseur von Egks »Joan von Zarissa« 1940 –, Anton Dermota sang die Partie des Florestan.

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInMedienMusikEreignis

Paula Grogger (1892–1984), österreichische Schriftstellerin, hatte mit ihrem Roman »Das Grimmingtor« (1926) großen Erfolg. 1929 aufgrund der labilen Gesundheit in den Ruhestand versetzt, widmete sie sich ganz ihrer im Regionalen verwurzelten Dichtung. Ihr Volksschauspiel »Die Hochzeit« (1936) wird heute noch alle fünf Jahre in ihrem Heimatort Öblarn im Ennstal von Laienschauspielern aufgeführt. Grogger vermittelte die ihr zugesandten Gedichte Christine Lavants an den Verleger des Stuttgarter Brentano Verlags, wo ab 1948 ihre ersten Bücher erschienen.

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PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Figur aus Thomas Bernhards Roman »Alte Meister«, Musikkritiker der »Times«

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Gesuchter Verbrecher in »Im Tal des Todes«s. Eintrag ›Im Tal des Todes‹

PersonMedienZitate

Üble Nachrede: eine im § 111 StGB (s. Eintrag ›für einen Dritten wahrnehmbare Weise‹) definierte »strafbare Handlung gegen die Ehre«

Medien

Zeichen, Bedeutung: Begriffe, die in ihrer Beziehung zueinander zentral sind für den linguistischen Strukturalismus, s. Eintrag ›Zeichen und Bedeutung‹

Medien

Fortsetzung der Paraphrase aus »Im Tal des Todes«: »,Eines schönen Tages stellte ich mich ohnmächtig; ich fiel um. Er war so unvorsichtig, mich untersuchen – und da hatte ich ihn. Zwar steckten meine in eisernen Schellen, [...] aber ich besaß noch alle meine Kräfte, die durch den Grimm noch verdoppelt wurden; ich war ihm überlegen, er starb unter meinen Fäusten.‘« (May 1953, 358) s. Eintrag ›Im Tal des Todes‹

MedienZitate

Wahrscheinlich eine Anspielung auf den Schlager »Schön ist die Liebe am Königssee« aus dem gleichnamigen deutschen Schlagerfilm (1960), gesungen von den Geschwistern Fahrnberger

TopographieBergPersonMusikerInMedienMusik

s. Eintrag ›Mutmaßungen über die Königin der Nacht‹

MedienMusik

Herbert Strutz (1902–1973), Journalist und Schriftsteller, nach verschiedenen Ausbildungen ab 1923 Journalist in Wien, ab den 1930er Jahren auch Schriftsteller, 1933 (illegales) NSDAP-Mitglied, 1945 nach kurzer Kriegsgefangenschaft nach Klagenfurt, bis 1955 Kritiker bei der »Volkszeitung«. 1941 erschien Strutz’ »Gnade der Heimat«, ein Band mit vordergründig unpolitischen Gedichten zum Lob der Scholle und des Bauerntums.

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TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Arie des Sarastroin der »Zauberflöte«: »In diesen heil’gen Hallen [/] Kennt man die Rache nicht! [/] Und ist ein Mensch gefallen [/] Führt Liebe ihn zur Pflicht. [/] Dann wandelt er an Freundeshand [/] Vergnügt und froh ins bessre Land.« (Assmann 2012, 97)

PersonMedienMusik

Josef Friedrich Perkonig (1890–1959), Schriftsteller und Lehrer, »der Dichter Kärntens« (Aufschrift auf dem Grabstein des Ehrengrabs am Klagenfurter Friedhof Annabichl), bereits im Austrofaschismus hoch dekoriert (Staatspreis 1935), NS-Sympathisant, Obmann der Kärntner Landesstelle der Schriftsteller der Reichsschrifttumskammer. In seinen Texten thematisierte er das einfache bäuerliche Leben sowie seine Liebe zur Kärntner Heimat.

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PersonAutorIn/JournalistInMedien

Udo Jürgens (s. Eintrag ›Udo oder Jürgen‹) war von 1964 bis 1989 mit dem ehemaligen Fotomodell Erika Meier, genannt Panja, verheiratet.

PersonMusikerInMedien

Das heutige Saarländische Staatstheater in Saarbrücken wurde 1938 von Adolf Hitler als »Gautheater Saarpfalz« eröffnet.

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TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMedienEreignis

s. Eintrag ›Köll‹

PersonPolitikerInMedien

Der Ehe von Udo Jürgens (s. Eintrag ›Udo oder Jürgen‹) und »Panja« entstammen zwei gemeinsame Kinder: John (* 1964) und Jenny (* 1967).

PersonMusikerInMedien

s. Eintrag ›Tobias Reiser‹

PersonMusikerInMedien

Hans Haider (* 1946), österr. Kulturjournalist, seit 1974 Mitarbeiter der Tageszeitung »Die Presse« (s. Eintrag ›kein Haider, welchen Vornamens immer‹). Haider hatte vom Suhrkamp Verlag Druckfahnen von Bernhards»Holzfällen« erhalten und bei der Lektüre in einigen Figuren reale Personen wiederzuerkennen geglaubt, etwa in der Figur Auersberger den Komponisten Gerhard Lampersberg, den er daraufhin kontaktierte.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

In Musils »Mann ohne Eigenschaften« ersticht Moosbruggerdie Prostituierte Hedwig in einem Kassenhäuschen am Sportplatz (vgl. Musil 1974, 74) s. Eintrag ›Mann ohne Eigenschaften‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Kofler erwähnt hier seine allererste Veröffentlichung, die 1963 in der »Kärntner Volkszeitung« erschien – ein traditionell erzählter Prosatext zur Thematik des »kleinen Grenzverkehrs« Villach-Tarvis.

TopographieOrtschaftMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Gerhard Lampersberg (1928–2002), österr. Dichter und Komponist, ab den frühen 1950er Jahren kompositorische Tätigkeit in der Nachfolge Anton Weberns. Von Hans Haiders Leseprotokoll der Druckfahnen von Bernhards»Holzfällen« ausgehend erreichte Lampersberg eine einstweilige Verfügung gegen die Auslieferung des Romans. Das Gericht begründete dies damit, dass ein »nicht unbeträchtlicher« Teil der Leserschaft die »ehrverletzenden Beschreibungen und Wertungen des ›Auersberger‹« auf Lampersberg beziehen könne (vgl. Straub 2015, 180). Die Bücher wurden von Polizisten in Buchhandlungen beschlagnahmt. Ende 1984 wurde die Beschlagnahme aufgehoben, Anfang 1985 zog Lampersberg seine Klage au f üble Nachrede und Beleidigung zurück, es kam zu einer außergerichtlichen Einigung. s. Eintrag ›Lampersberg‹

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienZitate

»Der deutsche Mittagstisch« (1978): Dramolett von Thomas Bernhard, in dem sich eine achtundneunzig Personen umfassende Familie zur Nudelsuppe versammelt, die sich als »Nazisuppe« erweist. s. Eintrag ›Nazisuppenzauberflöte‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Beginn des »Weihnachtsoratorium« von Johann Sebastian Bach (Uraufführung Leipzig 1734/35)

PersonMusikerInMedienMusik

s. Eintrag ›Posthof‹

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Medien

Figur in Musils Roman »Mann ohne Eigenschaften«(s. Eintrag ›Frauenmörder Moosbrugger‹)

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

s. Eintrag ›Mutmaßungen über die Königin der Nacht‹

MedienMusik

s. Eintrag ›meinen geliebten Beckett‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Als »Grenzlandtheater« bezeichnete man im Nationalsozialismus Theater in den an damaligen Reichsgrenzen gelegenen Städten; sie wurden entweder neu errichtet oder bestehende Theater (renoviert und) umbenannt. Das »Kärntner Grenzlandtheater« ging 1938 aus dem Stadttheater Klagenfurt hervor: »Nun wird es also im Großdeutschen Reich, seiner Bestimmung gemäß, Träger und Künder deutscher Kultur an der Südostgrenze des Reiches werden.« (Kärntner Grenzruf, 1.9.1938) Im November 1939 sowie im Oktober 1943 stand Mozarts »Zauberflöte« auf dem Programm, eine Übernahme der Inszenierung aus der Spielzeit 1913/14. (vgl. Rudan 1960, 318 u. 328)

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TopographieOrtschaftPersonMusikerInMedienMusikEreignis

s. Eintrag ›Rassehygiene‹

Medien

s. Eintrag ›Sterilisationsversuche‹

Medien

Die Zeitschrift »profil« veröffentlichte im Jänner 1976 einen ausführlichen Artikel über die Zustände im Psychiatrischen Krankenhaus der Stadt Wien »am Steinhof« und beschleunigte damit eine Kampagne zur Reform der Psychiatrie in Österreich. Dem Bericht aus »Steinhof« folgte die Tagebuchaufzeichnung eines Pflegers aus der Nervenheilanstalt Valduna in Vorarlberg (vgl. [red.] 1976b). Die Daten und Behauptungen, dass es zu wenig qualifiziertes Pflegepersonal und für 2600 Patienten nur eine Telefonzelle gebe, dass pro Spitalsbett hier nur 280 Schillinge pro Tag zur Verfügung stünden, dass 47 Ärzte hier arbeiteten, entnahm Kofler dem »profil«-Artikel. Auch die Aussage, dass man gezwungen sei, jeden Pfleger, der sich melde, zu nehmen (»Wir geben jedem eine Chance«), entstammt diesem Artikel, allerdings wird damit der Leiter der Pflegeschule, kein Primar zitiert (vgl. [red.] 1976a, passim).

TopographieOrtschaftMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Karl Heinrich Waggerl (1897–1973), österreichischer Schriftsteller, sein Debüt, der Roman »Brot« (1930), im Leipziger Insel Verlag war ein großer Erfolg, seit 1923 im Salzburger Wagrain wohnhaft, 1938 NSDAP-Mitglied, Salzburger Landesobmann der Sektion Schriftsteller der Reichsschrifttumskammer, nach 1945 reüssierte er als vielgelesener und umtriebiger Heimatdichter.

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TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Ein Teil der Regieanweisung für die Schlussszene der »Zauberflöte«: »Sogleich verwandelt sich das ganze Theater in eine Sonne« (Assmann 2012, 134).

MedienMusik

»Saat und Reife. Bekenntnisse der Liebe und des Glaubens« (1938): Buchveröffentlichung von Ingeborg Teuffenbach, die sie Adolf Hitler widmete. Odilo Globocnik (s. Eintrag ›Globotschnigg‹), 1938 Wiener Gauleiter, schrieb in seiner Vorbemerkung, dass hier eine »junge Nationalsozialistin« schreibe, die »Streiterin« der »Kampfzeit vor der Machtergreifung in Österreich« gewesen sei. (Teuffenbach 1938, 7) Im ersten Zitat gibt Kofler die ersten und die letzten beiden Verse des titelgebenden Gedichts wieder (Teuffenbach 1938, 9), im zweiten – unter Auslassung eines Verses – die mittlere Strophe des Gedichts »Kärntner Gelöbnis«: »Blut und Erbe der Germanen [/] ist in unserem Geschlecht; [/] Blut und Erbe läßt uns ahnen: [/] Nur des Führers heilige Fahnen [/] schützen unser heilig Recht!«

PersonAutorIn/JournalistInNationalsozialistInMedienZitate

Julfeier: von den »Turnerbünden« noch heute begangene feierliche Veranstaltung zur Wintersonnenwende. Seinen Ursprung hat das Fest im vorchristlichen Skandinavien, die Rituale wurde christlich überprägt (»Weihnachten« heißt »Jul« auf Schwedisch). Während des Nationalsozialismus wurde versucht, das Weihnachtsfest durch Julfeste zu ersetzen. Thingstätte: Im frühen Nationalsozialismus ab 1933 wurden deutschlandweit »Thingstätten« errichtet – Freilichttheater an landschaftliche exponierten Stellen für »Thingspiele«. Man leitete diese »Kultur« vom Thing, der germanischen Volks- und Gerichtsversammlung, her. Nachdem sich andere Medien als wirkungsvoller herausstellten, wandten sich die Machthaber Mitte der 1930er Jahre von der »Thingstättenkultur« ab.

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Medien

s. Eintrag ›Sterilisationsversuche‹

Medien

s. Eintrag ›Glockenbecherleute‹

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Medien

Österreichische Gesellschaft für Literatur (ÖGfL): 1961 gegründete Organisation zur Durchführung literarischer Veranstaltungen, die Unterstützung von Dissidenten im Osteuropa war der ÖGfL von Anfang an ein Anliegen; bis 1994 war Wolfgang Kraus (s. Eintrag ›Doktor Kraus‹) der Leiter. Hans Haider (s. Eintrag ›kein Haider, welchen Vornamens immer‹) war vor dem Beginn seiner Mitarbeit bei der Tageszeitung »Die Presse« 1972–1974 Mitarbeiter der ÖGfL, er übernahm die Agenden von Otto Breicha, der 1972 als Leiter des Kulturhauses nach Graz ging. In einem Zeitungsartikel bezeichnete sich Haider selbst als »Dritten Sekretär« der ÖGfL (vgl. Haider 1992).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Hinter der Figur des »Undergroundfilmers« Fallenbigl steht der Avantgarderegisseur Ernst Schmidt Jr. (1938–1988). In einer Sequenz in Schmidts »Wienfilm 1896–1976« (1977) taucht kurz Werner Kofler in personam auf – zu Beginn einer Passage, die die im Buch beschriebenen Außenaufnahmen von »Steinhof« zeigt und O-Ton-Ausschnitte aus einem Interview mit einer Frau bringt, die über Erfahrungen mit der Psychiatrie auf der Baumgartner Höhe verfügt.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Protagonist in Alfred Hitchcocks Film »Rear Window « (1954)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Zauberschwert in Richard Wagners »Ring der Nibelungen« (s. Eintrag ›Nothung, Nothung‹)

PersonMusikerInMedienMusik

Fridjof Capra (* 1939), Sohn von Ingeborg Teuffenbach und dem SS-Offizier Heinz Capra, einem zeitweisen Assistent von Odilo Globocnik (s. Eintrag ›Globotschnigg‹). Capra promovierte 1966 in Theoretischer Physik in Wien, er lebt und lehrt seit Ende der 60er Jahre in den USA. Er vertritt einen ganzheitlichen Ansatz, der das westlich-analytische Denken durch östliche Philosophie und Spiritualität ergänzt sehen möchte.

PersonAutorIn/JournalistInNationalsozialistInMedien

s. Eintrag ›Grenzlandtheaterzauberflöte‹

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Medien

Anspielung auf den Kulturjournalisten der »Süddeutschen Zeitung«Karl Heinz Kramberg (1923–2007)

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

»NS-Frauen-Warte«: ab 1932 herausgegebene Zeitschrift der NS-Frauenschaft, der Frauenorganisation der NSDAP, Untertitel: »die einzige parteiamtliche Frauenzeitschrift«

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MedienZeitung/Zeitschrift

Der Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien gab in den 1970er Jahren »Wien aktuell« heraus, das »Offizielle Organ der Bundeshauptstadt« (zuerst wöchentlich, ab 1975 war es ein Monatsblatt). Darin kommen Rathauspolitiker ausführlich zu Wort, es gibt Raum für umfangreiche Grundsatzartikel.

TopographieOrtschaftMedienZeitung/Zeitschrift

Fortsetzung der ab 1933 erschienenen Wochenzeitung »Österreichische Woche«, 1938 unbenannt in »Ostmark-Woche«, erschien als Beilage zu regionalen »Volks-« und »Heimatblättern«

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MedienZeitung/Zeitschrift

Wahrscheinliche gemeint: Eduard Zimmermann (1929–2009), 1967–1997 Moderator (»Wohnzimmerfahnder«, Graff 2009) der Fernsehsendung »Aktenzeichen XY … ungelöst«, s. Eintrag ›Eduard Zimmermann‹

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

»Der getreue Eckart«: Nach einer Goethe-Ballade benannte völkische Wiener Zeitschrift, zeitweise mit dem Untertitel: »Halbmonatsschrift für das deutsche Haus«, 1923 von Adolf Lusergegründet, bestand bis 1955

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Bruno Brehm (1892–1974) war ein »ausgesprochener NS-Propagandaautor« (Hillesheim 1993, 85), dessen vor 1938 geschriebene Bücher erst nach dem »Anschluss« reüssierten; so bekam er für seine Weltkriegstrilogie (1931–33 entstanden) den »Nationalen Buchpreis« 1939 zuerkannt. Den »Anschluss« seiner Heimat an NS-Deutschland begrüßte er mit der Publikation Glückliches Österreich (Brehm 1938), von 1938 bis 1942 gab er die Zeitschrift »Der getreue Eckart« heraus.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

»Das Wandern ist des Müllers Lust« lautet die erste Zeile des Gedichts »Wanderschaft« (1821) von Wilhelm Müller (1894–1927). Es wurde 1823 von Franz Schubert unter dem Titel »Das Wandern« als Teil des Liederzyklus »Die schöne Müllerin« vertont. (Müller 1906, 4f.)

PersonAutorIn/JournalistInMusikerInMedienMusikZitate

Peter Alexander (eigentl. Peter Alexander Neumayer, 1926–2011), österr. Sänger, Schauspieler und Entertainer, s. Einträge ›Peter Alexander‹ und ›Peter oder Alexander‹

PersonMusikerInMedien

Die Journalistin Trude Polley (1912–1992) berichtet im »Getreuen Eckart«im Februar 1940: »Erst Ende November hat in dieser Spielzeit das Kärntner Grenzlandtheater mit drei einander folgenden glanzvollen Premieren – des Egmont, Der Zauberflöteund des Zigeunerbaron– seine Tore geöffnet, nachdem es [...] eine modernen Ansprüchen genügende technische Ausgestaltung erfahren hatte, die ihm das nötige Rüstzeug gibt, seine bedeutende kulturelle Aufgabe als einzige Bühne des Landes Kärnten zu erfüllen« (Polley 1940).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftMusik

Ab 1943 war Odilo Globocnik in der »Operationszone Adriatisches Küstenland« für Deportationen und Partisanenbekämpfung verantwortlich. s. Eintrag ›Globus‹

PersonNationalsozialistInMedien

Neben Hans Sittenberger, der in Lednice/Eisgrub unterrichtete, spielt Kofler hier u.a. auf Josef Friedrich Perkonig (1890–1959, s. Eintrag ›Josef-Friedrich-Perkonig-Gesellschaft‹), ein Lehrer Ingeborg Bachmanns, an.

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Nothung: Name des Schwerts in Richard Wagners Oper »Siegfried« (1876). Siegfried singt in einer Arie: »Nothung! Nothung! [/] Neidliches Schwert! [/] Was mußtest du zerspringen?« (Wagner 2007, 81)

PersonMusikerInMedienMusik

s. Eintrag ›meinen geliebten Beckett‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Kofler bezieht sich hier auf die intensiv diskutierte Errichtung eines »Deutschen Historischen Museums« in Berlin, das schließlich 1991 im Berliner Zeughaus eröffnet wurde (s. Eintrag ›Geschichte als Erlebnisraum‹).

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TopographieOrtschaftMedienEreignis

Hans Dichand (1921–2010), Gründer und Herausgeber der »[Neuen] Kronen Zeitung«, s. Eintrag ›Hans Dichand‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Tanzcafé Lerch‹

Medien

s. Eintrag ›Plattnerhof‹

Medien

Möglicherweise Anspielung auf Hans Dichands Sohn Christoph (* 1965): Der ausgebildete Jurist wurde von seinem Vater 1995 als Chefredakteur der Beilage »Krone bunt« eingesetzt, sein Aufstieg zum Chefredakteur erfolgte erst vier Jahre nach Erscheinen von »Üble Nachrede« 2003.

MedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Lublin‹

TopographieOrtschaftMedien

Richard Nimmerrichter (* 1920), 1964–2001 als »Staberl« Kolumnist der »Kronen Zeitung«

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Anspielung auf Alois Mock, s. Eintrag ›Minister und Kriegstreiber Mock‹

PersonPolitikerInMedien

Schlusschor der »Zauberflöte«: »Heil sei euch Geweihten! Ihr dranget durch die Nacht! [/] Dank sei dir Osiris! dir Isis gebracht! [/] Es siegte die Stärke und krönet zum Lohn [/] Die Schönheit und Weisheit mit ewiger Kron« (Assmann 2012, 135).

MedienMusik

Anspielung auf die österr. Literaturkritikerin Sigrid Löffler, s. Eintrag ›Löffler‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Kofler zitiert aus der Kolumne »Bornemanns Box« in der »Neuen AZ«»« (11.11.1986, 27), wie sich die »Arbeiter-Zeitung« ab 1985 nannte. Ernest Bornemann antwortete hier einmal wöchentlich Leserzuschriften. Unter dem Titel »Meine Freundin spritzt ab« schreibt ein Mann: »Wir können jedoch nie miteinander schlafen, ohne Vorsorge zu treffen, wenn wir im Urlaub sind oder in Hotels übernachten. Nun meine Frage: Ist dieses Spritzen normal, und welche Flüssigkeit ist das, die da herausgeschleudert wird?« (11/W7/1)

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MedienZeitung/Zeitschrift

Anspielung auf den Film »Herz aus Glas« (BRD 1976) von Werner Herzog (Regie und Produktion; Drehbuch gem. mit Herbert Achternbusch), der im 19. Jahrhundert in einem bayrischen Dorf spielt, wo in einer Glashütte das wertvolle »Rubinglas« gefertigt wird. Mit dem Tod des Glasbläsermeisters verliert die Firma das Geheimnis zur Herstellung des Rubinglases. Der Hüttenbesitzer engagiert den Hellseher Hias (basierend auf der Figur des »Mühlhiasl«, s. Eintrag ›Hias‹), um das Produktionsverfahren aus dem Reich der Toten zurückzuholen. Doch Hias empfängt apokalyptische Visionen – er prophezeit die Schrecken im Europa des 20. Jahrhunderts.

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PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Anspielung auf Werner Herzog (* 1942), deutscher Filmregisseur und Produzent mit internationalem Erfolg; 1982 Preis für die beste Regie in Cannes für »Fitzcarraldo« (s. Eintrag ›blonder Hunne‹). Die Figur des Burgvogts kommt im Film »Herz aus Glas« nicht vor.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Wie war ich entsetzt‹

PersonMedien

s. Eintrag ›Auf den Spuren des Wachtelkönigs‹

Medien

»Italo-Western« (I/USA 1968, »C’era una volta il West«), der in den Siebzigern zu einem populären »Kultfilm« wurde; inszeniert von Sergio Leone mit den Filmstars Henry Fonda, Claudia Cardinale und Charles Bronson

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Wie war ich entsetzt‹

PersonMedien

Während der Dreharbeiten zu »Herz aus Glas« waren laut Werner Herzog (Audio-Kommentar zur DVD) fast alle beteiligten Schauspieler unter Hypnose. Herzog wollte damit dem Film eine metaphysische, entrückte Atmosphäre verleihen. Viele der mysteriösen Dialoge des Films wurden demnach von den Schauspielern unter Hypnose improvisiert.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

In »Hotel Mordschein « bezieht sich Kofler auf die Berichterstattung zum Mord im Klagenfurter Hotel Mondschein; der Mörder habe nach der Tat das Auto eines Arztes namens Pontasch aufgebrochen und dessen Arzttasche entwendet, s. Eintrag ›In Pörtschach muss ich versucht haben‹.

TopographieOrtschaftMedien

s. Eintrag ›Es ist Mitternacht‹

Medien

Anspielung auf den Film »Fitzcarraldo« (BRD 1981, Regie: Werner Herzog) und dessen blondhaarigen Hauptdarsteller Klaus Kinski als Exzentriker Brian Sweeney Fitzgerald (»Fitzcarraldo«). Dieser will unter abenteuerlichen Bedingungen im südamerikanischen Urwald ein Opernhaus bauen.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Otto Retzer (* 1945), österr. Schauspieler und Regisseur, bekannt wurde er durch seinen Auftritt in der Fernsehserie »Ein Schloß am Wörthersee« (1990–1992).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Kurt Jaggberg (1922–1999), Michael Janisch (1927–2004), Miguel Herz-Kestranek (* 1948), österreichische Schauspieler, die häufig für das Fernsehen arbeite(te)n, alle drei verkörperten Ermittler der TV-Serie »Tatort«: Jaggberg und Janisch zwischen 1984 und 1986 die Figuren Hirth und Fichtl, Herz-Kestranek den Kommissar Ullmann (1986).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

»Cobra Verde« (»grüne Cobra«, BRD 1987) war die letzte gemeinsame Produktion von Werner Herzog und Klaus Kinski.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Namen der österreichischen Ermittler der TV-Serie »Tatort« in den Jahren 1984–1986: Oberinspektor Hirth (dargestellt von Kurt Jaggberg ) Inspektor Fichtl (Michael Janisch), Inspektor Schulz (Heinz Zuber)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Anspielung auf Werner Herzogs Bearbeitung des Dracula-Stoffes mit Klaus Kinksi als Nosferatu in »Nosferatu – Phantom der Nacht« (BRD 1979).

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PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Die Brüder Nicolaus (* 1938) und Constantin (* 1940) Dumba, genannt Niki und Taki, betrieben ab 1966 das Pörtschacher Hotel Schloss Seefels und darin die Diskothek »Drop in« – ein Treffpunkt für die Wörthersee-Schickeria. Mitte der 1990er Jahre nahmen wirtschaftliche Probleme überhand, das Hotel wurde schließlich versteigert (s. Eintrag ›das Drop-In‹). Die »beiden Dumba« sind Nachfahren einer Wiener Handelsdynastie, deren Ahnherr, Sterio Dumba, in den 1810er Jahren aus Griechenland nach Österreich einwanderte und ein prosperierendes Handelsunternehmen gründete. Sterios Sohn Nicolaus wurde zum wichtigsten Kunstmäzen Wiens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Kärntner Dumba-Brüder stammen allerdings nicht direkt von diesem berühmtesten Familienmitglied ab, sondern von einem gleichnamigen Bruder Sterios, der ebenfalls nach Wien gezogen war (vgl. Konecny 1986).

TopographieOrtschaftMedien

s. Eintrag ›Mein Name ist Schmidt‹

PersonMedien

Werner Herzog drehte mit Kinski den Film »Wo die grünen Ameisen träumen« (BRD 1984).

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PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

»Warne hiermit jedermann, über mich Unwahrheiten zu verbreiten, ansonsten ich gezwungen bin, jeden einzelnen gerichtlich zu belangen. [/] Kurt Capellari, [/]Klagenfurt, Gartengasse« (Kleine Zeitung, 8. 6. 1993, 29)

MedienZeitung/Zeitschrift

»Das muß ich doch der KLEINEN schreiben!« Stehsatz auf der Leserbriefseite der »Kleinen Zeitung«. Kofler gibt ein weiteres privates Inserat wieder: »WARNUNG! Ich warne hiemit jedermann, über mich und meine Familie unwahre Gerüchte zu verbreiten, da ich sofort dagegen gerichtliche Schritte unternehme. [/] Manfred Nusser sen., […] Viktring« (Kleine Zeitung, 22. 5. 1993, 29).

MedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Glock-Pistole‹

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Medien

André Heller (* 1947), österr. Sänger, Liedermacher, Künstler, Autor, Kulturmanager; eine der wiederkehrenden Figuren der Kofler’schen Satire, s. Eintrag ›André Heller‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

s. Eintrag ›Jolyon Brettingham Smith‹

PersonMusikerInMedien

s. Eintrag ›Ich, Herr Korbes‹

Medien

Song von Paul Simon (1965). Bekannt wurde er in der Version von Simon & Garfunkel, jenes Folkrock-Duos, das Simon gemeinsam mit Art Garfunkel bildete. Für das Album »Sound of Silence« (1966) nahmen die beiden den Song erneut auf.

PersonMusikerInMedienMusik

Werbespruch auf einem Plakat der FPÖ (1994), das das Konterfei Jörg Haiders vor einem Gemälde des Malers Werner Lössl (s.u.) zeigt. Jörg Haider lud im Jänne r 1994 zu einer Ausstellung der Werke Lössls, die den Titel »Die Dritte Republik« trug (vgl. [red] 1994).

PersonPolitikerInPersonPersonMedienWerbung/Inserat

Im Kofler-Nachlass ist ein undatierter Zeitungsartikel aus dem »Kurier« erhalten: »Mord und Selbstmord nach Streit in Jenbach. Gendarm erschoß zuerst seine Freundin, dann sich selbst [...] Sie hatten bereits vor Monaten einen Dia-Abend mit einem befreundeten Ehepaar fixiert und wollten Bilder aus ihrem gemeinsamen Urlaub zeigen.« Der Kommentar zum beigefügten Bild lautet: »Eine riesige Blutlache in der Küche erinnert an die Tragödie.« (11/W7/1)

TopographieOrtschaftMedienZeitung/Zeitschrift

Titelsong des Albums »Sound of Silence« (1966) von Simon & Garfunkel

PersonMusikerInMedienMusik

Der evangelische Pfarrer Johann Friedrich Oberlin (1740–1826) ging in die Literaturgeschichte ein, weil Büchner in Straßburg auf einen Bericht stieß, den Oberlin über den Aufenthalt des Dichters Lenz bei ihm in Waldersbach für seine Vorgesetzten verfasst hatte. Auf Basis dieser Aufzeichnungen entstand Büchners Erzählung »Lenz « (s. Eintrag ›Lenz im Gebirg‹). Oberlin wirkte als Pädagoge und Sozialreformer und gilt als der »Erfinder« des Kindergartens. (vgl. Riebsamen 2013)

TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Der Theaterkritiker Roland Koberg schrieb in der Wiener Wochenzeitung »Falter« in den 1990er Jahren eine Kolumne, in der er Telefoninterviews aus aktuellem Anlass wiedergab.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Im Nachlass ist die Chronik-Seite der Tageszeitung »Kurier« (4.6.1986, 19) erhalten, deren Berichte dieser Passage zugrunde liegen. Der eine Artikel berichtet über die Sexualdelikte eines Pornofilmproduzenten in Wien(»Der eiskalte Sexgangster mit der Clownmaske, der die Brüder Peter, 10, und Johann, 12, in ihrer Wohnung vergewaltigte«) und bringt zwei Fotos des geständigen »Sexgangsters« (einmal mit Videokamera, einmal mit Clownmaske). Der andere Artikel berichtet von der Vergewaltigung einer Neunjährigen, deren Vertrauen der geständige Verbrecher (»mit polnischem Akzent«) mit einer Tafel Schokolade und einer Golduhr gewonnen habe. (11/W7/1)

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MedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Nazisuppenzauberflöte‹

Medien

Ab Ende der 1960er Jahre versuchten eine Reihe von Autorinnen und Autoren das traditionelle literarische Hörspiel für neue Formen zu öffnen. Das später so genannte »Neue Hörspiel« integrierte dabei auch Originalton. Eines der ersten »Originalton-Hörspiele>« war Paul Wührs »Preislied« (1971), das der Autor-Regisseur aus eigenen Aufnahmen bei einem Streifzug durch München zusammensetzte (vgl. Krug 2008, 96).

TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInMedienMusik

s. Eintrag ›Mein Name ist Schmidt‹

PersonMedien

s. Eintrag ›Detektive‹ (Veränderung des Namens Schulz in Schmutz)

PersonMedien

Möglicherweise Bezug auf die Tochter Klaus Kinskis (s. Eintrag ›Kinsky‹), die Schauspielerin Nastassja Kinski (* 1961).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedien

Leo Frank (Geburtsname: Leo Maier, 1925–2004), bis 1948 Gendarm in Braunau (Oberösterreich), danach Staatspolizist in Linz, beobachtete 1961 als offizieller Berichterstatter den Eichmann-Prozess. 1967 wurde er in seiner erneut aufgenommenen Tätigkeit als Kriminalbeamter in Linz in eine Informationsaffäre um den Voest-Konzern verwickelt. Strafversetzung nach Wien, schließlich nach Zypern, wo er begann, unter dem Namen Leo Frank seine ersten Kriminalromane zu schreiben. Ab 1974 leitete er verschiedene Referate in Linz. Bekannt wurde er v.a. durch seine Radio-Serie »Alles klar, Herr Kommissar« und Drehbuchvorlagen für die TV-Serie »Tatort«.

PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

In eine vom ORF produzierten Folge der TV-Serie »Tatort«mit dem Titel »Alleingang« (Ausstrahlung 1986) baute der Drehbuchautor Ernst Hinterberger die Figur des »Zuhälterkönigs« Jellinekein. Dieser will groß ins Waffengeschäft einsteigen, einer seiner Leibwächter versucht dabei einen »Alleingang«. Dabei kommt es zu drei Mordfällen, eines der Opfer ist eine alte Bekannte des ermittelnden Inspektors Fichtl.

PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Ernst Hinterberger (1931–2012), Schriftsteller und Drehbuchautor, ging bis zu seiner Pensionierung 1991 verschiedenen Lohnarbeiten nach (Bücherei-Angestellter, Expedient). Seine Herkunft aus dem Arbeitermilieu war die zentrale Quelle für sein Schreiben. Er wohnte bis zu seinem Tod in einer kleinen Gemeindebauwohnung (die Wohnanlage am Wiener Margaretengürtel wurde 2013 nach ihm benannt). Seinen größten Erfolg hatte er mit den Drehbüchern für die Fernsehserie »Ein echter Wiener geht nicht unter« (produziert vom ORF 1975–79).

PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Herbert Achternbusch (* 1938), deutscher Filmemacher, Schriftsteller, Maler (s. Eintrag ›Achternbusch‹)

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Zitat aus Koflers »Treatment « (s. Eintrag ›Mein Name ist Schmidt‹): »B: Hirth, Fichtlund Schulz ermitteln da und dort. Viel Milieu.« (11/W29)

PersonMedien

Hermann Faltis, Schauspieler, u.a. in den Filmen »Die Wette« (1969, H.C.-Artmann-Übersetzung von Alfred de Musset), »Der unwiderstehliche Don Diego« (1970, R: Georg Madejy, H.C.-Artmann-Übersetzung von Augustín Moreto), »Die Reise des Herrn Perrichon« (1972, H.C.-Artmann-Übersetzung von Eugène Labiche) und in der ARD-Sendereihe »Denkste« (1981).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

»Das Gespenst« (1982): Film von Herbert Achternbusch, in dem Jesus in der Gegenwart auf die Erde zurückkehrt. Nachdem der Film in Deutschland in die Kinos gekommen war und Anzeigen zu keiner gerichtlichen Beschlagnahme geführt hatten, agitierten in Österreich 1983 Privatpersonen gegen den Film und erreichten eine Beschlagnahme. Die weiteren gerichtlichen Instanzen änderten diesen ersten Beschluss nicht mehr ab und konzedierten dem Film – unter Bezug auf den »religiös normal empfindliche[n] Durchschnittsmensch« (zit. n. Eilmansberger 1987, 36) – Blasphemie. 1984 wurde der Film nach § 33 Mediengesetz (»Einziehung«) eingezogen.

PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/RadioEreignis

Zitat aus Friedrich Hölderlins »Abendphantasie«, s. Eintrag ›Vor seiner Hütte‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Fred Bertelmann (1925–2014), deutscher Schlagersänger, kam während seiner Kriegsgefangenschaft 1944–46 in den USA mit Swing in Berührung, in Deutschland erlangte er 1957 mit »Der lachende Vagabund« einen großen Hit (weltweit 3,5 Mio. verkaufte Singles).

PersonMusikerInMedienMusik

»Jud Süß« (1940): nationalsozialistischer Propagandafilm um die historische Figur des jüdischen württembergischen Finanzbeamten Joseph Süß Oppenheimer, der als ruchloser Karrierist und Vergewaltiger dargestellt wird, der Film wurde von Goebbels 1939 in Auftrag gegeben (vgl. Koch 2011, 102). Lion Feuchtwanger behandelte den Stoff in seinem Roman »Jud Süß« (1925), die erste literarische Bearbeitung war die gleichnamige Novelle (1827) von Wilhelm Hauff, in der Oppenheimer gar nicht im Mittelpunkt steht und er nur durch »wenige antisemitische Klischees« beschrieben werde: »Geldgier, Gewissenlosigkeit, Hinterlist, Arroganz, Lüsternheit« (Mojem 2004, 152).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInNationalsozialistInAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/RadioZitate

s. Eintrag ›Glock-Pistole‹

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Medien

1946 erschien die erste Auflage des Lesebuchs »Bei uns daheim« mit »Lesestoffen für die zweite Schulstufe der österreichischen Volksschulen«. Die erwähnte Geschichte und das Märchen kommendarin nicht vor. (vgl. Bei uns daheim 1946) In »Guggile« berichtet der Ich-Erzähler, dass ihm sein Halbbruder »Ernsti« oft aus dem Lesebuch»«vorgelesen habe (GU 59, s. Eintrag ›bei uns daheim‹)

MedienZitate

Der österr. Schauspieler Marian (1902–1946, eigentl. Haschowetz), der die Titelrolle in »Jud Süß« innehatte, hatte sich nach seinem Vater, einem Opernsänger, benannt. Die Karriere des Autodidakten ging mit der NS-Herrschaft einher, 1938 kam er ans Deutsche Theater in Berlin. Marian versuchte die Rolle des Jüd Süß abzulehnen, war sich ihrer Exponiertheit bewusst und gab dann klein bei (vgl. Knilli 2000, 17).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Anspielung auf Udo Proksch und die »Lucona«-Affäre. (s. Eintrag ›Industrieideologe‹)

PersonVerbrecherInMedien

Kofler verarbeitet hier (im Sinne eines found footage) Korrespondenzen, die in der Pension Plattnerhof am Iselsberg aufgefunden wurden und die im Nachlass erhalten sind; die Familie verbrachte dort öfter ihren Urlaub. (vgl. Winkler 1990, 81) (11/W8/1) s. Eintrag ›Plattnerhof‹

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TopographieBergMedien

Der hier als »Amtsdeutsch« eingeführte Begriff »Mündigung« ist im allgemeinen Sprachgebrauch unbekannt, er meint offensichtlich eine Feststellung des Zustands der Mündigkeit, in Opposition zur Entmündigung. Zur Zeit der Abfassung von »Ida H.« war noch die »Entmündigungsordnung« aus dem Reichsgesetzblatt 1916 in Kraft (s. Eintrag ›Aus dem Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch‹); 1984 wurde die Entmündigung in Österreich durch die Sachwalterschaft ersetzt. »Sinn und Hauptzweck des Entmündigungsverfahrens ist es, den Geisteskranken und Geistesschwachen […] in wirtschaftlicher und privatrechtlicher Hinsicht vor Nachteilen zu bewahren und sie vor Angriffen gegen sich selbst und im Falle ihrer Gemeingefährlichkeit die Allgemeinheit vor ihnen zu schützen« (Harrer/Gross 1978, 2). Es bestanden zwei Stufen der Entmündigung: Bei der vollen Entmündigung wurde die Person einem Kind unter 7 Jahren gleichgestellt und einem Kurator unterstellt, bei der beschränkten gestand man dem »Geisteskranken« eine teilweise Handlungsfähigkeit zu.

MedienEreignis

Harlan (1899–1964) arbeitete bis 1933 erfolgreich als Schauspieler, zuletzt an der Seite Gustav Gründgens ’ am Preußischen Staatstheater Berlin. 1934 erfüllte er sich seinen Traum und führte erstmals Regie; er hatte mit Volkskomödien Erfolg, 1935 folgte die erste Filmregie, mit »Der Herrscher« (1937) wurde er zum erfolgreichsten Regisseur des »Dritten Reichs«. Er war einerseits »Werkzeug der NS-Kriegs- und Durchhaltepropaganda«, setzte sich andererseits für Verfolgte ein (Buchloh 2010, 173).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Detektive‹

PersonMedien

Reinhold von Mohrenschildt (1915–1990), österreichischer SS-Hauptsturmführer, als Beauftragter des »Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums« (Himmler) der höchste Repräsentant der Siedlungspolitik Himmlers im Distrikt Lublin. Mohrenschildt bildete mit Odilo Globocnik (s. Eintrag ›Globotschnigg‹), Ernst de (s. Eintrag ›Tanzcafé Lerch‹), dem SS-Arzt Siegbert Ramsauer und dem Kärntner Gauleiter Friedrich Rainer eine Gruppe von fünf fanatischen Nationalsozialisten, die in Klagenfurt ihren Ausgangspunkt hatte. (vgl. Riess 2015 )

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TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMedien

Von Lublin aus wurde 1942/43 unter der Leitung von Odilo Globocnik (s. Eintrag ›Globotschnigg‹) die »Aktion Reinhardt« organisiert, die systematische Ermordung der jüdischen Bevölkerung im »Generalgouvernement« Polen. In hohen Funktionen daran beteiligt waren Ernst Lerch (s. Eintrag ›Tanzcafé Lerch‹) und der Oswald Pohl (1892–1951), General der Waffen SS, der ab 1942 das SS-Wirtschafts- und Verwaltungshautamt leitete, dem die »Generalinspektion Konzentrationslagerwesen« unterstand.

PersonNationalsozialistInMedienEreignis

»Die Sprache ist das Haus des Seins«, schreibt der deutsche Philosoph Martin Heidegger (s. Eintrag ›Martin Heidegger‹) in »Über den Humanismus« : »In ihrer Behausung wohnt der Mensch. Die Denkenden und Dichtenden sind die Wächter dieser Behausung.« (Heidegger 1949, 5)

PersonPhilosophInMedienZitate

s. Eintrag ›Mein Name ist Schmidt‹

PersonMedien

Zitat aus Carl Maria von Webers Oper »Freischütz « (Uraufführung 1821, Libretto von Johann Friedrich Kind): »Triumph! die Rache gelingt«(1. Akt, Arie 6; Weber 1872, 10).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

1999 vermerkt der »Gemeindebote Iselsberg/Stronach« in einer Chronik einen Brand aus dem Jahr 1935; der Ort trage seither die Bezeichnung »Brandstatt«. (Gemeindebote 1999, 12) s. Eintrag ›Plattnerhof‹

MedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Nicolae Ceauşescu (1918–1989) war 1965–1989 Generalsekretär der Rumänischen KP, Vorsitzender des Staatsrats (ab 1967) und Staatspräsident (ab 1974), er regierte in stalinistischer Ma nier als Diktator, baute um sich und seine Familie »extreme Formen des Personenkults« auf (Kunze 2000, 234) und lebte im Gegensatz zu anderen Ostblockführern ein luxuriöses Leben wie ein absolutistischer Fürst. Michael Jeannée, Reporter der »Kronen-Zeitung«, berichtete in einer spektakulär aufgemachten Artikelserie Ende 1989 vom Umbruch in Rumänien. In einer Folge bringt die Zeitung »exklusiv« die »ersten Bilder aus dem privaten Fotoalbum des Tyrannen-Paares« (31. 12. 1989, 6–9), das Fotoalbum sei im Bukarester Palast gefunden worden (6).

PersonPolitikerInAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Zitat aus einer Anzeigenkampagne der Tageszeitung »Kurier« gegen Sonntagszeitungsdiebe. Der Anzeigentext bezieht sich auf das beliebte Lied »So ein Tag, so wunderschön wie heute«, das als Auf- und Abtrittslied beim Mainzer Fasching 1952 erstmals zu hören waren und das u.a. der deutsche Schlagersänger Heino interpretierte. Der Text stammt von Walter R. Rothenburg (1889–1975), die Melodie von Lotar Olias (1913–1990).

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PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienWerbung/Inserat

(Sir) Galahad: Ritter der Tafelrunde in der Artussage. Kid Gallahad: Bezieht sich auf den Boxerfilm »Kid Galahad« (1937), in dem unter der Regie von Michael CurtizEdward G. Robinson, Bette Davis und Humphrey Bogart die Hauptrollen spielen. Der Film erfuhr 1962 als Musical mit Elvis Presley (dt. Titel: »Kid Galahad Harte Fäuste, heiße Liebe«) ein Remake.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMusikerInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Kofler gibt mehr oder weniger wörtlich die Bildunterschriften zur Fotostrecke der »Kronen Zeitung« (31. 12. 1989, 6–9) mit den Bildern aus Ceauşescus »privatem Fotoalbum« wieder: »Billard nur mit vergoldeten Kugeln« (6); »Der Herrscher – [...] ›Brunnen der Weisheit‹« (6); »Kronprinzensöhnchen Nicu war Mamas Liebling. Er hatte im Palast sogar ein Vergewaltigungszimmer für die römischen Orgien« (6); »Der Schlächter in seinem Element: Ochsengrill auf einem der 43 (!) Landschlösser« (7); »Erinnerungen an die Kindheit, als Ceausescu ein ganz gewöhnlicher Straßenräuber war und nach einem bewaffneten Überfall ins Kittchen wanderte. Er ließ es später ›antifaschistischen Widerstand‹ nennen« (8); »Die ›Genossin‹ und ihre Hofdamen vergnügten sich beim Kartenspiel. SIE mußte immer gewinnen« (9).

PersonPolitikerInMedienZeitung/Zeitschrift

Berliner Unterweltfigur, die Hinweise zur Aufdeckung des Schussattentats auf den Immobilienmakler Günter Schmidt im Jahr 1985 gab und damit die Korruptionsaffäre rund um Baustadtrat Antes (s. Eintrag ›Antes‹) ins Rollen brachte. Das Attentat auf Schmidt, das dieser schwer verletzt überlebte, wurde im Auftrag seines ehemaligen Geschäftspartners, des Rechtsanwalts Christoph Schmidt-Salzmann, verübt. Beide waren Kern einer berüchtigten »Sanierungsmafia« in Berlin (vgl. Rott 2009, 378).

TopographieOrtschaftPersonUnternehmerInVerbrecherInMedien

Name eines gesuchten Verbrechers in Karl Mays Roman »Im Tal des Todes« (s. Eintrag ›Im Tal des Todes‹)

PersonAutorIn/JournalistInMedien

s. Eintrag ›Rolf Torring‹

PersonMedien

Friedrich Rainer (1903–1947), 1923 SA-Mitglied, 1930 NSDAP-Mitglied, arbeitete als Notar in Klagenfurt, 1938 Gauleiter von Salzburg, 1941 Gauleiter von Kärnten, 1943 zusätzlich Leitung der Zivilverwaltung in der »Operationszone Adriatisches Küstenland«, wo Odilo Globocnik (s. Eintrag ›Globotschnigg‹), Rainers Freund, aufseiten der SS die Partisanenbekämpfung und Judendeportationen leitete.

PersonNationalsozialistInMedien

s. Eintrag ›Mein Name ist Schmidt‹

PersonMedien

Peter Demetz (* 1922), Literaturwissenschaftler, 1956–1991 an der Yale University tätig (s. Eintrag ›Hier schreibt sich ein Autor‹)

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Bezug zu dem im Nachlass vorhandenen Konvolut der »Plattnerhof-Briefe« (11/W8/1) s. Eintrag ›Briefroman‹

TopographieOrtschaftMedien

Christoph Ransmayr (* 1954), österreichischer Schriftsteller, er gehört seit dem Roman »Die letzte Welt« (1988) zu dem meistgelesen Autoren des Landes (s. Eintrag ›Die letzte Welt‹).

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PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Giacomo Puccini (1854–1924), italienischer Komponist, bekannt ist er vor allem für seine Opern (»La Bohème«,»«»Tosca«, »Madame Butterfly«,»«»Turandot«).

PersonMusikerInMedienMusik

Bezug zu dem im Nachlass vorhandenen Konvolut der »Plattnerhof-Briefe« (11/W8/1) s. Eintrag ›Briefroman‹

Medien

Adebar: Seit den 1950er Jahren wichtig als Aufführungsort von Jazz (Annagasse 3, Wien-Innere Stadt), Treffpunkt aber auch der Avantgarde aus Architekten, Malern und Schriftstellern; der Avantgardefilmer Peter Kubelka drehte 1957 den Kurzfilm »Adebar«.

TopographieOrtschaftPersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Pollak war zur Zeit ihrer Jury-Tätigkeit Kulturjournalistin bei der österr. Tageszeitung »Kurier«.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Anspielung auf das 1939 gegründete »Reichssicherheitshauptamt«, eines der 12 »Hauptämter« innerhalb der SS-Organisationsstruktur. Ab 1943 war Ernst Kaltenbrunner der Leiter (s. Eintrag ›Kaltenbrunner‹).

PersonNationalsozialistInMedien

Der betreffende Brief aus dem »Plattnerhof-Konvolut« im Nachlass hat den handschriftlichen Bleistiftvermerk »beantwortet 11/5«, ein anderes Schreiben von Dr. Crüwell »beantwortet 12/6, Ja, wann?« (11/W8/1) s. Eintrag ›Briefroman‹

Medien

s. Eintrag ›keinen weinroten ärmellosen Pullover‹

Medien

s. Eintrag ›Mein Name ist Schmidt‹

PersonMedien

Erneut greiftKoflerhier auf die »Kurier«-Kampagne gegen Sonntagszeitungsdiebe zurück: »Ob’s stürmt oder schneit [/] ob die Sonne scheint oder Nebelschwaden ziehen, [/] an jedem Ort [/] in den kleinen Gemeinden und in den großen [/] im Dickicht der Städte und im Unterholz des freien Landes [/] in aller Herrgottsfrüh [/] oder im Zwielicht der Dämmerung [/] kann‹s passieren. [/] Keiner weiß die Stunde, [/] keiner weiß wie. [/] Aber eins ist sicher: [/] einmal erwischt’s jeden. [/] Jeden Zeitungsdieb.« (Kurier, 6. 12.1986, 11/W7/1) Der Anzeigentext bezieht sich auf das Brecht-Stück »Im Dickicht der Städte«»« (UA 1923).

PersonAutorIn/JournalistInMedienWerbung/InseratZitate

Protagonist in Karl Mays»Im Tal des Todes« (s. Eintrag ›Im Tal des Todes‹)

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Gert Jonke (1946–2009), österreichischer Schriftsteller

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PersonAutorIn/JournalistInMedien

Am 17. Februar 1986 erschien das deutsche Nachrichtenmagazin »Der Spiegel« mit der Titelgeschichte »Menschentausch. Wann kommt Sacharow?« (Der Spiegel 8/1986). Andrei Dmitrijewitsch Sacharow (1921–1989), Atomphysiker, war maßgeblich an der Entwicklung der ersten sowjetischen Wasserstoffbombe beteiligt, Regimekritiker und Friedensnobelpreisträger wurde nach Protesten gegen die sowjetische Intervention in Afghanistan 1980 verhaftet und nach Gorki (heute: Nischni Nowgorod) verbannt, wo er unter Aufsicht des Staatssicherheitsdienstes KGB leben musste. Dort arbeitete er am Entwurf einer neuen sowjetischen Verfassung, bis Parteichef Michail Gorbatschow 1986 die Verbannung aufhob.

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PersonPolitikerInMedienZeitung/Zeitschrift

Johannes Mario Simmel (1924–2009), österreichischer Bestsellerautor

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PersonAutorIn/JournalistInMedien

Die Entführung von Hanns Martin Schleyer (1915–1977) war das zentrale Ereignis des »Deutschen Herbstes« im Jahr 1977: Aufgrund seiner NS-Vergangenheit geriet der Arbeitgeberpräsident ins Visier der RAF, die mit seiner Geiselnahme die Freilassung inhaftierter Genossen erpressen wollte. Bis heute ist ungeklärt, welcher der Terroristen Schleyer erschoss.

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PersonPolitikerInMedienEreignis

Karl Schmoll (1852–1936) entwickelte ab 1892 in Wien Leder-Putzpasten, die vor allem beim Militär viel eingesetzt wurden. s. Eintrag ›schmollpasta‹

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PersonUnternehmerInMedien

Am 2. Oktober 1978 erschien das deutsche Nachrichtenmagazin »Der Spiegel« (14/1978) mit der Titelgeschichte »Krebs: Hackethal gegen die Ärzte. Aufruhr in der Medizin«und brachte im Blattinneren ein Streitgespräch zwischen den Krebsspezialisten Julius Hackethal und Carl-Friedrich Rothauge, in dem Hackethal auf Rothauges Aussage, er würde Krebszellen radioaktiv markieren, ausrief: »Sie sind wohl verrückt geworden, Mensch!«Julius Hackethal (1921–1997), Chirurg, sei, so der Nachruf im »Spiegel«, in den siebziger Jahren »Deutschlands berühmtester Arzt« gewesen. (»Der Spiegel«, 43/1997) Er schrieb u.a. Bücher über ärztliche Kunstfehler.

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MedienZeitung/Zeitschrift

In der erwähnten Rezension von Ransmayrs »Die letzte Welt« (s. Eintrag ›Die letzte Welt‹) wird Kafkas »Verwandlung« als Nachfahre der »Metamorphosen« bezeichnet: »Zwischen den Zeilen des Romans nämlich irrlichtert diese Erkenntnis: Die angstvollen Tagträume der antiken Ahnen sind die Nachtträume unserer Zeit. Auch dies ist eine Verwandlungskunst: die Verwandlungskunst der Zivilisation« (Wieser 1988).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Textteil der Arie »Dein ist mein ganzes Herz« aus Franz Léhars Operette »Das Land des Lächelns« (1929): »Dein ist mein ganzes Herz! Wo du nicht bist, kann ich nicht sein. [/] So, wie die Blume welkt, wenn sie nicht küsst der Sonnenschein!« (zit. n. Frey 1995, 159)

PersonMusikerInMedienMusik

Bezug zu dem im Nachlass vorhandenen Konvolut der »Plattnerhof-Briefe« (11/W8/1) s. Eintrag ›Briefroman‹

Medien

Anspielung auf die Kinder-Fernsehserie »Meister Eder und sein Pumuckl« (BRD 1978–1981, 1984–1987).

PersonMedienFilm/Fernsehen/Radio

Bezug zu dem im Nachlass vorhandenen Konvolut der »Plattnerhof-Briefe« (11/W8/1) s. Eintrag ›Briefroman‹

TopographieOrtschaftMedien

»Die Berühmten« (1976): Theaterstück von Thomas Bernhard. Kofler zitiert hier wörtlich die Besprechung des »Kurier« zur Uraufführung des Stücks bei den Wiener Festwochen (zit. n. Bernhard 2005, 401f.)

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Protagonist des gleichnamigen US-amerikanischen Actionfilms aus dem Jahr 1982, dargestellt von Sylvester Stallone

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PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedien

Bezug zu dem im Nachlass vorhandenen Konvolut der »Plattnerhof-Briefe« (11/W8/1) s. Eintrag ›Briefroman‹

Medien

Boris Becker (* 1967), deutscher Tennisspieler, Olympiasieger, gewann als bis heute jüngster Tennisspieler das Turnier von Wimbledon

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Medien

Falco, eigentlich Johann Hölzl (1957–1998), österreichischer Musiker, der in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre internationalen Durchbruch erlangte mit Hits wie »Rock me >Amadeus«und »Jeanny«

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PersonMusikerInMedienMusik

Alfred Hrdlicka (1928–2009), österreichischer Bildhauer und bildender Künstler, 1971–1985 Professur in Stuttgart, ab 1989 in Wien, nicht zuletzt bekannt durch seine Denkmäler im öffentlichen Raum und sein antifaschistisches Engagement

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Medien

Kofler montiert hier zwei weitere Inserate der »Kurier«-Kampagnegegen Sonntagszeitungsdiebe: 1. »Dass Kontrollore nur pensionierte Polizisten und Judokas sein sollen, ist unwahr. Wahr ist vielmehr, dass sie aus allen Bevölkerungsschichten kommen«. 2. »Ing. Dietmar A., gutsituierter Wiener Bürger, hat soeben seine Sonntagszeitung geholt […]Zeitungskontrollore! Das Blut schießt ihm in den Kopf, blitzschnell überlegt er, was er tun kann.« (Kurier, 25.10.1986) (11/W7/1)

MedienWerbung/Inserat

»Achtung Sprachpolizei! «war der Titel einer ORF-Radiosendung des Journalisten und »Presse«-Kolumnisten Karl Hirschbold (1908–1994), die von 1952 bis 1978 produziert wurde und – teils humoristisch – inkorrekte Sprachverwendungen kritisierte. Die charakteristische Kennmelodie klang wie das Folgetonhorns eines Polizeiautos.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›sogenannten Entrischen Kirche‹

Medien

Anspielung auf Edith Klestil (1932–2011), Gattin des österr.Bundespräsidenten Thomas Klestil (Trennung 1994, zwei Jahre nach dem Beginn seiner ersten Amtszeit), sowie Edith Mock (* 1928), Ehefrau des ÖVP-Politikers Alois Mock (s. Eintrag ›Minister und Kriegstreiber Mock‹)

PersonPolitikerInMedien

1992 gegründetes Wochenmagazin mit hohem Bildanteil

MedienZeitung/Zeitschrift

Kofler zeichnet André Heller (s. Eintrag ›André Heller‹) als Erlöserfigur: »Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes.« (Lukas 18, 16) Zwischen 1983 und 1986 inszenierte Heller diverse Freiluftaufführungen mit Feuer und Ballons (etwa 1983 »Theater des Feuers« in Lissabon, 1984 »Feuertheater mit Klangwolke« vor dem Berliner Reichstag, 1986 »Himmelszeichen« genannte Heißluftballon-Skulpturen).

PersonAutorIn/JournalistInMedien

s. Eintrag ›sogenannte Entrische Kirche‹

Medien

»Der getreue Eckart«: zwischen 1923 und 1955 bestehende Wiener völkische Zeitschrift s. Eintrag ›Getreuen Eckart‹)

MedienZeitung/Zeitschrift

Bezug zu dem im Nachlass vorhandenen Konvolut der »Plattnerhof-Briefe« (11/W8/1) s. Eintrag ›Briefroman‹

Medien

Teilweise wörtliches Zitat aus dem Brief von Paula Meller an Anna Mayr, Wien, den 2. Februar 1927, aus dem »Plattnerhof-Konvolut« (11/W8/1) s. Eintrag ›Briefroman‹

Medien

Anspielung auf das Grimm-Märchen »Der Teufel Grünrock« (s. Eintrag ›nicht der Grüne‹).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

August Pepöck (1887–1967), österreichischer Komponist, die Operetten »Hofball in Schönbrunn« (1937) sowie »Der Reiter der Kaiserin« (1941) waren zeitgenössische Erfolge, nach 1945 geriet Pepöck in Vergessenheit.

PersonMusikerInMedienMusik

Verweis auf das in »Am Schreibtisch« erwähnte Notizbuch einer befreunden Familie, in dem handwerkliche Tätigkeiten vermerkt wurden (s. Eintrag ›Kittfalze‹)

Medien

1971 erwarb Hermann Nitsch Schloss Prinzendorf im niederösterr. Weinviertel. Dort verwirklichte er – etwa im »Drei Tage Spiel« 1984 – seine Vorstellungen des »Orgien Mysterien Theaters.«s. Eintrag ›Prinzendorf‹

TopographieOrtschaftPersonPersonPersonMedienEreignis

Herkömmlicher Name der Klavierfantasie Op. 15 in C-Dur von Franz Schubert. Den Namen bezieht das Werk aus dem Leitmotiv, das Schubert aus seinem Lied »Der Wanderer« (1816) bezog.s. Eintrag ›Wandererfantasie‹

PersonMusikerInMedienMusik

Teilweise wörtliches Zitat eines Schreibens aus dem Plattnerhof-Konvolut (11/W8/1) s. Eintrag ›Briefroman‹

Medien

1959 gegründete deutsche Jugendzeitschrift. Sie verstand sich als Sprachrohr einer kritischen, an der Popkultur interessierten Jugend. 1965 kaufte sie der Springer-Verlag, danach Gruner + Jahr, der die Zeitschrift 1971 einstellte (ab 1980 erfolgten einige Wiederbelebungsversuche). Der heute für seine Suhrkamp-Covers bekannte Grafiker Willy Fleckhaus (1925–1983) zeichnete für das anspruchsvolle Layout verantwortlich.

MedienZeitung/Zeitschrift

Wörtliches Zitat einer Lohneingangsbestätigung aus dem Plattnerhof-Konvolut (11/W8/1) s. Eintrag ›Briefroman‹

Medien

Beginn der vierten Strophe der »Abendphantasie« (1799) von Friedrich Hölderlin; Kofler zitiert mehrfach daraus, u.a. s. Eintrag ›Vor seiner Hütte‹s. Eintrag ›Wie verscheucht‹.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Absender eines Briefes, datiert mit 26. Juli 1934, aus dem Plattnerhof-Konvolut, Kofler zitiert im Folgenden (92–94) streckenweise daraus. Gegenstand des Schreibens ist eine »Exekution durch Fahrnispfändung«, die der nicht benannte Kollege gegen Führböck gestellt hatte und die dieser nun abzuwenden versucht, indem er seine schlechten finanziellen Verhältnisse darstellt. (11/W8/1) s. Eintrag ›Briefroman‹

TopographieOrtschaftMedien

Zitat aus Schuberts Lied »Der Hirt auf dem Felsen«, 5. Strophe: »In tiefem Gram verzehr’ ich mich, [/] mir ist die Freude hin, [/] Auf Erden mir die Hoffnung wich, [/] Ich hier so einsam bin.« (Schochow 1974, 412)

PersonMusikerInMedienMusik

Namen von Protagonisten aus der US-amerikanischen TV-Serie »Der Denver-Clan« (Originaltitel »Dynasty«, 1981–1989; ab 1983 Ausstrahlung im österreichischen und deutschen Fernsehen): Adam Carrington, der verlorene Sohn, Öl-Magnat Blake Carrington und Krystle (bei Kofler: Krystina) Jennings, seine ehemalige Sekretärin

PersonMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Kaltenbrunner‹

PersonNationalsozialistInMedien

Kofler bezieht sich hier auf »Kohlhiesels Töchter«, ein Stoff, der mehrmals verfilmt wurde und auf einen Bauernschwank zurückgeht. Ernst Lubitsch verfilmte 1920 als Erster die Geschichte des Dorfwirts Mathias Kohlhiesel, der seine beiden Töchter verheiraten will; 1930 kam es unter dem Regisseur Hans Behrendt zu einem Tonfilm-Remake. »Kohlhiesels Töchter« (1962) unter der Regie von Axel von Ambesser, mit Liselotte Pulver und Dietmar Schönherr in den Hauptrollen, war die bekannteste filmische Umsetzung.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Zitat aus dem »Weihnachsoratorium« von Johann Sebastian Bach (s. Eintrag ›Jauchzet‹)

PersonMusikerInMedienMusik

s. Eintrag ›keinen weinroten ärmellosen Pullover‹

Medien

s. Eintrag ›view master‹

Medien

Zitat aus dem Schlager »Melancholie im September«: »Melancholie im September, das ist alles, was mir blieb von dir. Die Melodie im September, [sic] ist ein letzter Gruss [sic] von mir.« (Laktis o.J., 2) Bekannt wurde das Lied durch Die Bambis, eine der in den Sechzigern erfolgreichsten Schlagerbands Österreichs, Text und Musik stammen wie bei den meisten Songs vom Bandmitglied Konrad Fuchsberger. 1959 fanden sich die vier Musiker zusammen und traten im Lokal »Tenne« in der Wiener Innenstadt auf. 1964 hatten sie mit »Melancholie im September« einen Nummer-1-Hit. Das Lied wurde in 82 Sprachen übersetzt. (Mandy von den Bambis live 2007)

PersonMusikerInMedienMusik

Die Versicherungsgesellscha ft Zürich Ko smos warb lange Zeit mit einem Fernseh-Werbespot, in dem ein zerbrochenes Glas im Rückwärtslauf wieder zusammengesetzt wird und dazu eine Stimme aus dem Off sagt: »Zürich Kosmos, macht’s wieder gut.«

MedienWerbung/Inserat

Abgewandeltes Zitat aus dem Schlager »Nur ein Bild von dir« (1965) von den Bambis: »Nur ein Bild von Dir, aus schönen Tagen [/] zeigt mir heute noch was einmal war. [/] Doch das Bild von Dir, kann mir nicht sagen, [/] wie das Glück zerann, das so schön begann.« (Die Bambis o.J.)

MedienMusik

Einen eigenen nach dem Renaissancemaler Paris Bordone (ca. 1500–1571) benannten Saal gibt es im Wiener Kunsthistorischen Museum nicht, dafür besitzt das Museum zu wenige Bordones. (vgl. Steiner 2011)

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Medien

Bezug zu dem im Nachlass vorhandenen Konvolut der Plattnerhof-Briefe (11/W8/1) s. Eintrag ›Briefroman‹

TopographieOrtschaftMedien

Anspielung auf den damaligen Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (s. Eintrag ›Landesverweser ein Zugewanderter‹). s. Eintrag ›Landesverweser‹

PersonPolitikerInMedien

Wahrscheinlich Anspielung auf »Um Mitternacht« (1901), eines der sogenannten Rückert-Lieder von Gustav Mahler (s. Eintrag ›Nach Mitternacht‹)

PersonMusikerInMedienMusik

Absender eines Briefes aus dem Plattnerhof- Konvolut, datiert mit 4. Dezember 1938 (11/W8/1) s. Eintrag ›Briefroman‹

Medien

Egon Kapellari (* 1936), römisch-katholischer Bischof, 1982–2001 Diözesanbischof der Diözese Gurk-Klagenfurt

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PersonReligiöse/r WürdenträgerInMedien

Der Kritiker Rolf Michaelis (1933–2013) wurde nach seiner leitenden Tätigkeit bei der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«1973 Leiter des Literaturteils der Wochenzeitung »Die Zeit«, 1985–1998 war er dort Feuilletonredakteur.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Frankfurter Schule‹

Medien

Kofler meint wahrscheinlich den Germanisten Peter Demetz (* 1922 in Prag), der ab 1974 für die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« rezensierte.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Seit 1945 bestehende Informationssendung des Schweizer Radios

MedienFilm/Fernsehen/Radio

Vinzenz Ludwig Ostry (1897–1977), österr. Journalist. Neben seiner Tätigkeit für verschiedene Tageszeitungen bzw. die »Austria Presse Agentur« hatte er eine beliebte samstägliche Radiokolumne, in der er das Weltgeschehen kommentierte (»Man steht am Fenster«).

PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Mia Zabelka (* 1963), österreichische Komponistin, Studium der Komposition und elektroakustischen Musik in Wien, sie arbeitet mit interdisziplinären Improvisationstechniken.

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PersonMusikerInMedien

Zitat aus dem Comic »It’s the Ruff Tuff Creampuff« von Robert Crumb (* 1943). Crumb war in den 1960er und 1970er Jahren der bedeutendste Vertreter der US-amerikanischen »underground comics«. Die Comics, die wegen ihrer sexuellen Explizitheit, politischen Inkorrektheit und ihres legeren Umgangs mit dem Thema Drogenkonsum anstößig wirkten, wurden in Europa als »gegenkulturelle« Angriffe auf das Establishment in der Alternativszene breit rezipiert. Mit »Fritz the Cat« schuf Crumb seine bekannteste Figur, die auch in Filmen Verbreitung fand. Die Figur des »Ruff-Tuff Creampuff«, ein übermannshoher, nackter, tumber Muskelprotz, taucht in einem Heft der Reihe »Despair« 1970 auf. Dem Grobian stellt sich ein normal großer Mensch mit den von Kofler zitierten Worten in den Weg. Natürlich wird er kurz darauf mit einem Faustschlag aus dem Weg geräumt (Crumb 1991, 104). Die Bezeichnung »Ruff-Tuff Creampuff« bezeichnet einen Schlägertyp (»rough«, »tough«), der eigentlich ein Softie – jemand, der Süßigkeiten (Windbeutel, Brandteigkrapfen) liebt – ist. Bei »banana oil« dürfte es sich um einen Euphemismus, um eine Umschreibung von »bullshit« handeln (Howes 2018); »terd« ist eine ugs. Variante von »turd«, vulg.: Scheiße, Scheißhaufen.

PersonMedienZeitung/Zeitschrift

Sofia Gubaidulina (* 1931), russische Komponistin, Studien in Kazan und Moskau, unterstützt von Dmitri Schostakowitsch, in ihrer Musik spielt Spiritualismus eine große Rolle, aber auch Elektroakustik und Improvisationstechniken. Beim Festival »Wien Modern« 1989 war ihr ein Schwerpunkt gewidmet. (vgl. Feyrer 2013, 83)

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PersonMusikerInMedien

Wörtliches Zitat eines in der Zeitschrift »Der Spiegel« wiedergegebenen Beginn eines Schüleraufsatzes zum Thema Jugendalkoholismus: »[E]s fing an, als Christian klein war und nach einer Party seiner Eltern die nicht vollständig geleerten Gläser leertrank« ([red.] 1993, 28).

MedienZeitung/Zeitschrift

Zitat aus dem Brief von Kurt Hanke, Plattnerhof-Konvolut (11/W8/1) s. Eintrag ›Briefroman‹

Medien

Die Versicherungsgesellschaft Zürich Kosmos warb lange Zeit mit einem Werbespot, in dem ein zerbrochenes Glas im Rückwärtslauf wieder zusammengesetzt wird, dazu eine Stimme aus dem Off: »Zürich Kosmos, >macht’s wieder gut.«

MedienWerbung/Inserat

Abgewandeltes Zitat aus Karl Mays »Im Tal des Todes«: » Bill Newtons Augen glühten heimtückisch auf.« (May 1953, 420; s. Eintrag ›Im Tal des Todes‹)

PersonMedienZitate

Kofler bezieht sich hier auf die Besprechung von Thomas Bernhards »Der Untergeher«»«von Peter Demetz (s. Eintrag ›Peter Demetz‹) in der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« und deren Untertitel: »Thomas Bernhard schreibt sich energisch und unbeirrt in die Weltliteratur hinein«. (Demetz 1983) Demetz nützt die Rezension zu einem Rundblick auf das Œuvre, dessen Wiederholungen und in seinen Augen schematisches Figureninventar er durchaus kritisch sieht, das er jedoch mit dem »Untergeher« und seinen Vorgängern »Die Billigesser«und »Wittgensteins Neffe« auf dem unbeirrbaren Weg in die Weltliteratur sieht.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Kofler bezieht sich auf die Aktion »Ihr Liebling. Die große Kinderfotoserie des »Kurier«« im März 1977, bei der Leser Fotos ihrer Kinder (unter dem Kennwort »Mein Liebling«) an die Zeitung schicken konnten, die dann eventuell veröffentlicht wurden. Ein Zeitungsausriss mit Annotation hat sich in einem Nachlassteil erhalten (161/KOFL).

MedienZeitung/ZeitschriftEreignis

s. Eintrag ›Reichsbräuteschule‹

Medien

s. Eintrag ›Eine Praxis ist so gut wie die andere‹

Medien

s. Eintrag ›Atzbacher‹

PersonMedien

Populärer Name der Klavierfantasie Op. 15 in C-Dur (1822) von Franz Schubert. Den Namen bezieht das Werk aus dem Leitmotiv, das Schubert seinem Lied »Der Wanderer« (1816) entnahm.

PersonMusikerInMedienMusik

s. Eintrag ›Poesie der Urteilstafeln‹

Medien

Jean-Baptiste Grenouille: Protagonist des Bestsellers »Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders« (1985). Der im Paris des 18. Jahrhunderts angesiedelte Roman von Patrick Süskind (s. Eintrag ›Süskind-Syndrom‹) erzählt die Geschichte eines Parfumeurs mit außergewöhnlichem Geruchssinn.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Zitat aus Mozarts»Zauberflöte«; mit diesen Worten begleiten Monostatos und die Königin der Nacht in der letzten Szene der Oper ihr Eindringen in den Tempel Sarastros: »Nur stille! stille! stille! stille! [/] Bald dringen wir in den Tempel ein!« (Assmann 2012, 133)

PersonMusikerInMedienMusik

Werbespruch der Firma Funder, einem 1890 gegründeten Unternehmen der holzverarbeitenden Industrie in Glandorf bei St. Veit an der Glan, spezialisierte sich auf die Erzeugung von Holzfaserplatten

TopographieOrtschaftMedienWerbung/Inserat

»Fahrstuhl zum Schafott« (1958): franz. Spielfilm (»Ascenseur pour l’échafaud«, R: Louis Malle, D: Jeanne Moreau, Lino Ventura)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

»Ach Himmel, es ist verspielt«: anonymes Tiroler Volkslied auf den Tod des »Volkshelden« Andreas Hofer (1810): »Ach Himmel, es ist verspielt [/] ich kann nicht mehr lange leben, [/] der Tod steht vor der Tür [/] will mir den Abschied geben, [/] meine Lebenszeit ist aus [/] ich muss aus diesem Haus.« Es gibt die Legende, dass Hofer das Lied während seiner Gefangenschaft selbst verfasste. (vgl.Pizzinini 2008, 297)

PersonPolitikerInMedienMusik

Die in der Folge zitierte Kampagne (»Und keinen Groschen weniger!«) der »Brunnen-Zeitung« (»= «»Kronen-Zeitung«) konnte bei einer Autopsie der Jahrgänge 1973–1975 nicht nachgewiesen werden. Zur »Kurier«-Kampagne s. Eintrag ›An einem Tag‹

MedienZeitung/Zeitschrift

»Fenster zum Hof« (1954): US-amerikanischer Spielfilm (»Rear Window«, R: Alfred Hitchcock ; D: Grace Kelly, James Stewart)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Bezug zur Rezension Peter O. Chotjewitz’ von Koflers »Am Schreibtisch «in der »Deutschen Volkszeitung«, in der er einigen Passagen den Rang »literarischer Kabinettstückchen« zugesteht (Chotjewitz 1989)

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Friedrich Frosch verfasste für die Wiener Wochenzeitung »Falter« eine Rezension zu »Am Schreibtisch, « in der er »die obligaten Kalauer Drittes Reich und Zweite Republik« kritisiert. (vgl. Frosch 1988)

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Am 12. September 1976 kündigte die »Kronen-Zeitung« die Durchführung der »Volksbefragung-Fernsehen« an. Dabei würde einerseits der »Hans-Moser-Fernsehpreis aus purem Gold« für den größten »Fernsehliebling« gewählt, andererseits sollen mit der Befragung die »geheimen TV-Wünsche aller Österreicher und aller Altersstufen« offengelegt werden (31). Der von der Kronen-Zeitunggestiftete »Hans-Moser-Fernsehpreis aus purem Gold« soll jener Persönlichkeit zuerkannt werden, die »die meisten Stimmen als beliebtester Fernsehstar erhalten wird« (31).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

»Liebesgrüße aus der Lederhose« (1973): deutscher Erotikfilm (R: Franz Antel)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Kofler bezieht sich auf ein Porträt anlässlich des Erscheinens von »Hotel Mordschein «in der Zeitschrift »profil«; Ruth Rybarski schreibt in Bezug auf »Am Schreibtisch«: »In genialen Worttiraden kultiviert er die Feinderlwirtschaft«. (Rybarski 1989, 116)

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›der Signifikant mit dem Signifikat‹

Medien

Anspielung auf die ORF-Fernsehserie »Mütter« (ab 1982), in der die Journalistin Hermi Löbl mit Müttern und ihren Kindern sprach, überwiegend bekannten Persönlichkeiten aus dem Kulturbetrieb, etwa aus prominenten Schauspielerfamilien (Schell, Hörbiger, Sochor/Manker). Ein Teil der Gespräche wurde in Buchform veröffentlicht – etwa jenes mit André Heller (s. Eintrag ›André Heller‹) und seiner Mutter, das im Frühjahr 1988 stattfand und auf das sich Kofler in der folgenden Passage mehrfach bezieht. (vgl. Löbl 1990)

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PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Dieses und die folgenden Zitate sind (wörtlich oder sinngemäß) der vierseitigen Erklärung der »Kronen-Zeitung« zu ihrer »Volksbefragung-Fernsehen« entnommen (Kronen-Zeitung, 12. 9. 1976, 31–34).

MedienZeitung/Zeitschrift

»Planet der Affen« (1968): US-amerikanischer Science-Fiction-Film (»Planet of the Apes«, R: Franklin J. Schaffner, D: Charlton Heston)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Anspielung auf die Rezension Renate Miehes von »Hotel Mordschein «in der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« , der sie – Koflers Selbst-Etikettierungen aus dem Roman zitierend – den Titel »Hohe Schule der Anspielung« gab. (vgl. Miehe 1989)

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Anton Thuswaldner (* 1956), Germanist, Literaturkritiker. Er verfasste Rezensionen von »Am Schreibtisch «sowie »Der Hirt auf dem Felsen« für die »Salzburger Nachrichten«. Der Begriff »Exilgailtaler« bezieht sich, ev. einer Verwechslung aufsitzend, auf seinen Onkel, Werner Thuswaldner (* 1942), der in Kötschach-Mauthen geboren wurde und das Kulturressort der »Salzburger Nachrichten «ein Vierteljahrhundert leitete.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Naglist der Name des Protagonisten in Gerhard Roths Roman »Winterreise« (1978), der seinen Lehrerberuf aufgibt und sich mit seiner Freundin Annaauf eine Italienreise macht. In Koflers »Aus der Wildnis« spielt die »Winterreise« eine stärkere Rolle, u.a. persifliert Kofler eine Sexszene aus dem Roman (s. Eintrag ›Winters Reiseabenteuer‹).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

s. Eintrag ›Es ist Mitternacht‹

Medien

Figur in der Oper »Der Rosenkavalier. Komödie für Musik« (op. 59) von Richard Strauss, Libretto von Hugo von Hofmannsthal, Uraufführung 1911

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Die »Kronen-Zeitung« veranstaltete am 3. 10. 1976 die Leser-Abstimmung zum »Hans-Moser-Fernsehpreis«, nachdem sie zuvor über ein Monat verteilt 84 KandidatInnen vorgestellt hatte. Auf einer Doppelseite wurden die Kandidaten mit Fotos noch einmal präsentiert, darüber die Überschrift: »Heute ist Wahltag: Jede Stimme zählt. Das sind die 84 von uns vorgestellten Kandidaten für den Hans-Moser-Fernsehpreis in alphabetischer Reihenfolge« (Kronen-Zeitung, 3. 10. 1976, 18f.).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienZeitung/Zeitschrift

Abgewandeltes Zitat aus Becketts Roman »Molloy«, s. Eintrag ›Eine Praxis ist so gut wie die andere‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Die »Volksbefragung-Fernsehen« der »Kronen-Zeitung« fand ein Jahr nach den Nationalratswahlen 1975 (5. 10. 1975) statt. Die SPÖ hatte 50,42 %, die ÖVP 42,94 % der gültigen Stimmen erreicht.

MedienZeitung/Zeitschrift

Auf einer Doppelseite der »Kronen-Zeitung« vom 3. 10. 1976 wurden die KandidatInnen zur Wahl des Publikumslieblings mit Fotos dargestellt: »Das sind die 84 von uns vorgestellten Kandidaten für den ›Hans-Moser-Fernsehpreis‹ in alphabetischer Reihenfolge« (18f.).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienZeitung/Zeitschrift

Zitat aus der bekannten Arie der Titelrolle in Mozarts Oper »Figaro« (in deutscher Übersetzung des ital. Originals), in der Figaro seine erfolgreiche und ermüdende berufliche Omnipräsenz besingt

PersonMusikerInMedienMusik

Wahrscheinlich eine Anspielung auf Jörg Haiders gescheiterten Versuch 1995, die Partei FPÖ in eine »Bewegung« umzuwandeln (s. Eintrag ›Ein Folkstreuer‹).

PersonPolitikerInMedien

Guido Baumann (1926–1992), Schweizer Journalist, populärer Mitwirkender am Fernsehquiz »Was bin ich?« (s. Eintrag ›Robert Lembke‹) sowie Moderator der Unterhaltungssendung »Sag die Wahrheit« (1959–1971; vgl. Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 19«, 16. 9. 1976, 17)

PersonAutorIn/JournalistInSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Zeichen, Bedeutung: Begriffe, die in ihrer Beziehung zueinander zentral sind für den linguistischen Strukturalismus, s. Eintrag ›Zeichen und Bedeutung‹

Medien

Komposition des norwegischen Komponisten Christian August Sinding (1856–1941). 1896 erschienen die »Sechs Stücke für Pianoforte« im Druck, die Nr. 3 »Frühlingsrauschen« wurde in kürzester Zeit sehr populär.

PersonMusikerInMedienMusik

David Carradine (1936–2009), US-amerikanischer Schauspieler, in den 1970ern bekannt durch die Mitwirkung an der TV-Serie »Kung Fu« – dort avancierte er »im wahrsten Sinne des Wortes mit einem TV-Schlag zum Publikumsheld« (Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 24« , 17. 9. 1976, 13).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Begriff der Freud’schen Psychoanalyse (s. Eintrag ›Urszene‹); Kofler spielt auf seine erzählerische Urszene – den Zeitungsausschnitt »Witz war tödlich« (s. gleichlautender Eintrag) – an.

PersonPhilosophInMedien

»Die amerikanische Nacht« (1973): Kinofilm des französischen Regisseurs Francois Truffaut, der ein spezielles technisches Verfahren – einen Filtertrick (nach dem Film »Amerikanische Nacht« oder »Day-for-Night« genannt) – anwendet, um dem Zuschauer zu suggerieren, es sei Nacht, obwohl die jeweilige Szene am Tag gedreht wurde.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Rudi Carell (1934–2006, eigentl. Rudolf Kesselaar), holländischer TV-Moderator und Schauspieler, 1974–1979 moderierte er die beliebte Show »Am laufenden Band« (vgl. Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 53« , 25. 9. 1976, 13).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Es ist Mitternacht‹

Medien

Der »Himmel voller Geigen« ist ein sprichwörtlicher, von Musik begleiteter Zustand der Glückseligkeit, als Topos vielfach in Werken der Literatur, Musik und des Films herangezogen. In Operettentexten von Robert Stolz kommt er allerdings nicht vor, bekannt war das Duett aus der Operette »Der liebe Augustin« (1912) des österreichischen Komponisten Leo Fall (1873–1925): »und der Himmel hängt voller Geigen, wenn der Flieder blüht in den Zweigen«.

PersonMusikerInMedienMusik

Heinz Conrads (1913–1986), österr. Schauspieler und Sänger, mit seiner Sendung »Guten Abend«»am Samstag«wurde er zu einer Institution im österr. Fernsehen. 1976, zum Zeitpunkt der Abstimmung zum »Hans-Moser -Fernsehpreis«, war er bereits seit 20 Jahren beim Fernsehen (Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 77«, 1. 10. 1976, 19).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Der Schweizer Schriftsteller Hermann Burger (s. Eintrag ›Wasserfallfinsternis‹) setzte sich im Oktober 1985 in einem Artikel für die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« kritisch mit Koflers Roman »Konkurrenz « auseinander. Nachdem Ulrich Weinzierl im März des Jahres das Werk positiv besprochen hatte (vgl. Weinzierl 1985), hebt Burger zu einer Fundamentalkritik an: Das Juristendeutsch sei naiv nachgebildet, die Spannung sabotiert, Klischee folge auf Klischee, Kofler habe sich »hoffnungslos verrannt«, der Roman strotze vor Geschmacklosigkeiten. Der Artikel ist nicht als »kritische Anmerkung« ausgewiesen, Burger spricht einmal von der »Quintessenz meiner Kritik« am Roman (Burger 1985).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Sir Gregory und Mr. Longvale sind Figuren in dem Roman »Der Rächer« von Edgar Wallace (s. Eintrag ›Edgar Wallace‹).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Fritz Eckhardt (1907–1995), österr. Schauspieler, populär durch Auftritte in TV-Serien wie »Hallo – Hotel Sacher … Portier!« (1973/74) oder als Inspektor Marek im »Tatort « (1971–1987). »Fast alles, was er auf dem Bildschirm spielte, hat Fritz Eckhardt sich selbst auf den Leib geschrieben« (Kronen-Zeitung, 12. 9. 1976, 32).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Klammerköpfe‹

Medien

Im Interview mit Hermi Löbl spricht André Heller (s. Eintrag ›André Heller‹) von der »Kardinalsbesessenheit« seines Vaters, er habe in seinem Sohn einen zukünftigen Kardinal gesehen. Sein Vater habe einen Tischler »beauftragt, mir einen Altar zu zimmern, […] und hat mir von der Hausschneiderin ein paar Bischofs- und Kardinalsutensilien verfertigen lassen«. (Löbl 1990, 79)

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Peter Frankenfeld (1913–1979), deutscher Schauspieler, Schöpfer der erste Spielshow im deutschen Fernsehen (»1:0 für Sie« , 1954/55). »Der erfolgreichste Witzeerzähler im TV feierte mit 61 Jahren das größte Comeback in unserer Fernsehgeschichte. ›Musik ist Trumpf‹ erreichte schon beim erstenmal [sic] Einschaltzahlen, die niemand für möglich gehalten hätte« (Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 26«, 18. 9. 1976, 9).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

In den »Mittheilungen« des Alpenvereins gibt Alexander Burckhardt die Erstbesteigung des Gipfels am 11. 9. 1897 an: »Die unschwierige Besteigung hatte nur 3 ½ St. beansprucht.« (Burckhardt 1897, 43)

TopographieBergMedienZeitung/Zeitschrift

Die Aktion »Denk ans Herz« (1986) war eine Radioprogramminitiative des ORF und der österreichischen Ärztekammer zur Prophylaxe von Herzerkrankungen.

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MedienWerbung/Inserat

s. Eintrag ›Kolonialwarenhändler Heller‹ süß

Medien

André Heller (* 1947), österr. Sänger, Liedermacher, Künstler, Autor, Kulturmanager; in den 1970er Jahren vor allem als Sänger und Liedermacher tätig, als 25-Jähriger gestaltete er im Fernsehen seinen eigenen Nachruf (»Wer war André Heller?«, 1972). In den 1980er Jahren machte er mit Großevents wie dem »Theater des Feuers« (1983), dem »Sturz durch Träume«, einem »Feuerspektakel« vor 650.000 zahlenden Zuschauern (1984), oder den Heißluftballon-Skulpturen »Himmelszeichen« (1986) von sich reden. Nicht zuletzt durch diese Inszenierungen wurde er zu einer zentralen Figur der Kofler’schen Satire (s. u.a. Eintrag ›ihres Sohnes Franz‹, Eintrag ›Body and Soul‹ oder Eintrag ›lasset‹). In die »Auswahl« aus der Kandidatenliste der »Kronen-Zeitung« montiert Kofler auch Namen hinein, die, wie Heller, nicht nominiert waren.

PersonAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/RadioZeitung/Zeitschrift

»I’m Sitting on Top of the World«: 1925 veröffentlichter Song von Ray Henderson (Musik), Sam Lewis und Joe Young (Text), der durch Dutzende Coverversionen bekannt wurde.

PersonMusikerInMedienMusik

Otto König (1914–1992), österr. Verhaltensforscher, im ORF hatte er von 1956–1992 ein Sendungsformat für seine Ausführungen (u.a. unter dem Titel »Rendezvous mit Tieren«; vgl. Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 39«, 21. 9. 1976, 17).

MedienFilm/Fernsehen/Radio

Georg Coldewey, SS-Zahnarzt im Konzentrationslager Buchenwald, ein dem Buch »Hotel Mordschein« Entsprungener, s. Eintrag ›Zahnarzt und SS-Scharführer Coldewey‹

PersonNationalsozialistInMedien

Die angeblich der Regionalzeitung entnommene Namenserklärung (ein Beleg im »Osttiroler Boten« konnte nicht nachgewiesen werden) entspricht nicht wissenschaftlichen Erkenntnissen. Eva-Maria Pyrker (Pyrker 1971) fasst die Überlieferungen und die wissenschaftlichen Deutungsversuche des Namens »Venediger« zusammen. Für sie kommt ein Bezug zu den »Welschen« oder »Wenden« etymologisch nicht in Frage. Sie leitet ihn von der spätmittelalterlichen/frühneuzeitlichen Bezeichnung für die Venedig und Oberitalien besuchenden süddeutschen Kaufleute her, der Felber Tauern zwischen Osttirol und dem Pinzgau sei eine wichtige Handelsroute gewesen.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Hans-Joachim Kulenkampff (1921–1998), deutscher TV-Moderator und Schauspieler, 1964–1969 moderierte er die erfolgreiche Show »Einer wird gewinnen« , danach verschiedene Formate mit unterschiedlichem Erfolg (vgl. Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 70«, 29. 9. 1976, 19).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Marsch von Johann Strauß Vater (1804–1849), den er Feldmarschall Josef Wenzel Graf Radetzky von Radetz widmete, 1848 in Wien uraufgeführt

PersonMusikerInMedienMusik

Robert Lembke (1913–1989), deutscher TV-Moderator; von 1955 bis zu seinem Tod 1989 (Unterbrechung 1959/60) moderierte er die Ratesendung »Was bin ich?« (vgl. Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 44«, 22. 9. 1976, 15)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Es ist Mitternacht‹

Medien

In »Hotel Mordschein « wird der Name Johann Kowalczyk – ein Kumpane des Mörders – der Bericht erstattung zum Hotelmord entnommen, s. Eintrag ›Mit Retzer hätte ich‹

Medien

s. Eintrag ›Peter oder Alexander‹

PersonMusikerInMedien

Bruce Low (1913–1990), holländischer Sänger und Schauspieler; er wurde im deutschen Sprachraum mit seinen Schlagern bekannt, sein größter Hit war »Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand«. Vorstellung in der Kronen-Zeitung (»Kandidat Nummer 83«, 2. 10. 1976, 17): »Eines ist gewiß: Der Präsentator des Western-Saloon (seit April 1975) ist der einzige Star im ORF-Programm, der aus Südamerika kommt.« Low wurde in der niederländischen Kolonie Surinam geboren.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienMusikFilm/Fernsehen/Radio

Odilo Globocnik, ab 1942 Leiter der »Aktion Reinhardt«, der systematischen Ermordung der jüdischen Bevölkerung im »Generalgouvernement« Polen (s. Eintrag ›die rechte Hand vom Globus‹). Die eingedeutschte Namensversion wurde wenig verwendet, es existiert auch die Form »Globotschnig«,

PersonNationalsozialistInMedien

Von Lublin aus organisierte Globocnik die »Aktion Reinhardt«, s. Eintrag ›Lublin‹

TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMedien

s. Eintrag ›Süskind-Syndrom‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Inge Meysel (1910–2004), deutsche Schauspielerin, im Fernsehen populär durch ihre Auftritte in der Serie »Die Unverbesserlichen« (1965–1971). »Im Fernsehen avancierte die kinderlose Schauspielerin zur TV-Mutter der Nation« (Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 30«, 19. 9. 1976, 15), u.a. durch den Film »Eine geschiedene Frau« (1974).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Erik Ode (1910–1983), deutscher Schauspieler, im Fernsehen populär durch seine Auftritte in der Serie »Der Kommissar« (1968–1976). Die »Kronen-Zeitung« schrieb (»Kandidat Nummer 81«, 2. 10. 1976, 17), Ode aufgrund von Leserzuschriften in die Kandidatenliste aufgenommen zu haben, die Redaktion habe ihn, weil seine Auftritte im »Kommissar« mit Jänner 1976 zu Ende gegangen seien, nicht mehr zu den »Publikumslieblingen« gezählt.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/RadioZeitung/Zeitschrift

In der Nähe des Dorfes Treblinka nordöstlich von Warschau wurde im Rahmen der »Aktion Reinhardt« ein Vernichtungslager errichtet. Hier wurden nach Schätzungen 1942/43 bis zu einer Million Menschen ermordet. In der Nähe befand sich 1941–1944 das Arbeitslager Treblinka. 2001 gab Kofler seinem Theaterstück über Ernst Lerch, den Adjutanten Globocniks, den Titel »Tanzcafé Treblinka «(s. Eintrag ›Tanzcafé Treblinka‹).

TopographieOrtschaftPersonNationalsozialistInMedienEreignis

»1914 in Posen geboren, studierte sie Schauspiel in Berlin, um in Paris, London und New York eine Weltkarriere zu machen. 1954 kehrte Lilli Palmer wieder nach Deutschland zurück […]. 1971 spielte Lilli Palmer in einem ›Kommissar‹, nach 50 Filmen ihre erste TV-Rolle. Dabei war sie so erfolgreich, daß man ihr die Personality-Serie ›Eine Frau bleibt eine Frau‹ mit einer Supergage anbot« (Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 50«, 24. 9. 1976, 13). s. Eintrag ›Lilli Palmer‹

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Bezug zum Schlusskapitel von Ernst Blochs »Prinzip Hoffnung«, Bloch schreibt darin, der Weg zum neuen »regnum humanum « könne nur durch »Sucher des aufrechten Gangs« gewiesen werden. (Bloch 1959, 1618) »Der aufrechte Gang ist das für Bloch im Prinzip Hoffnung intendierte Endstadium« (Thiergen 2010, 22). Zu Bloch s. auch Eintrag ›Vorschein‹

PersonPhilosophInMedienZitate

Hermann Prey (1929–1998), deutscher Bariton, moderierte in den 1970er Jahren die der Oper gewidmete Fernsehsendung »Schaut her, ich bin’s«. Er war ein »männliches Gegenstück zu Anneliese Rothenberger« (Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 59«, 26. 9. 1976, 27).

PersonMusikerInSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

» An American in Paris« (1928): Orchesterwerk von George Gershwin (1898–1937)

PersonMusikerInMedienMusik

1983 realisierte Heller (s. Eintrag ›André Heller‹) in Lissabon als Abschluss seiner so genannten »Trilogie der Wunder« nach dem Vorbild barocker Licht- und Farbspiele ein Groß-Feuerwerk. Zwischen 1986 und 1990 ließ er Heißluftballon-Skulpturen, die er »Himmelszeichen« nannte, über Städten schweben.

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Hans Rosenthal (1925–1987), deutscher Fernsehmoderator, erlangte Popularität vor allem durch die Sendung »Dalli Dalli« (1971–1986). »Seit seinem Radiodebüt hat er rund 40.000 Fragen gestellt. Das gilt als Weltrekord« (Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 82«, 2. 10. 1976, 17).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Glocknersessel‹

Medien

Anneliese Rothenberger (1924–2010), deutscher Opern- und Operettensopran, ab 1971 moderierte sie die TV-Unterhaltungssendung »Anneliese Rothenberger gibt sich die Ehre«. Die »Kronen-Zeitung« stellt ihre »Kandidatin Nummer 17« für den »Hans-Moser-Fernsehpreis« folgendermaßen vor: »Die Kammersängerin der Staatsoper Wien ist ein Phänomen: Als einzige Frau ist die geborene Mannheimerin, die vor 33 Jahren ihre Karriere als Sopranistin begann, imstande, mit den Männern im Spitzenfeld des TV-Geschäfts mitzuhalten« (Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 17«, 16. 9. 1976, 17). s. Eintrag ›Rothenberger‹

PersonMusikerInMedienFilm/Fernsehen/RadioZeitung/Zeitschrift

Telly Savalas (1922–1994), US-amerikanischer Schauspieler, bekannt geworden durch die Fernsehserie »Kojak – Einsatz in Manhattan« (1973–1978; vgl. Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 33«, 20. 9. 1976, 15).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Musikalische Tempo- und Interpretationsangabe: ital. für »ein wenig bewegt«. Bekannt ist die Angabe »Adagio poco mosso« für den zweiten Satz von BeethovensKlavierkonzert Nr. 5 Es-Dur.

PersonMusikerInMedienMusik

Vico Torriani (1920–1998), Schweizer Schlagersänger, er moderierte 1967–1970 die erfolgreiche deutsche Fernsehshow »Der goldene Schuss«. »Mit Schmalz und schöner Stimmer wurde er zuerst im Film und später auch im Fernsehen ein jugendfreier Star« (Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 40«, 21. 9. 1976, 17).

PersonMusikerInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Ab 1964 erschien die so betitelte deutschsprachige Ausgabe der »Peking Review«, die vor allem vonmaoistischen Organisationen in der BRD bezogen wurde.

MedienZeitung/Zeitschrift

Bruno Ganz spielt in dem deutsch-österr. Fernsehfilm Schwarz und weiß wie Tage und Nächte(1978, R: Wolfgang Petersen) den genialen deutschen Schachspieler Thomas Rosenmund, der den russischen Großmeister Koruga besiegt und Weltmeister wird. Als ein Rückkampf angesetzt wird, verfällt er zusehends einer Paranoia. So bezichtigt er seine Frau, ihn mit kleinen Dosen Arsen zu vergiften. Er behauptet, seine Portionen schmeckten – als Hinweis auf das Gift – stets bitter, diejenigen seiner Frau seien nicht bitter. Schlussendlich landet Rosenmund in der Psychiatrie.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Fritz Wepper (* 1941), deutscher Schauspieler, im Fernsehen bekannt als Assistent »HarryKlein« in der Serie »Der Kommissar« (1969–1974) sowie »Derrick« (1974–1998; vgl. Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 49«, 24. 9. 1976, 13)

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Helmut Zilk (1927–2008), österr. Politiker und Journalist, seit den 1960er Jahren Moderator verschiedener ORF-Sendungen. »Am 12. März 1963 präsentierte er die ersten Stadtgespräche, die einen neuen Stil von Publikumssendungen einleiteten. Ein weiterer revolutionärer Schritt in diese Richtung ist ›In eigener Sache‹, das der Ex-TV-Chef seit 1972 leitet« (Kronen-Zeitung, »Kandidat Nummer 72«, 29. 9. 1976, 19). Seine Popularität steigerte er zusätzlich als »Ombudsmann« der »Kronen-Zeitung«. Nach dem Erscheinen von »Ida H« . wechselte er in die Politik (1979), heute ist Zilk in erster Linie als Wiener Bürgermeister (1984–1994) in Erinnerung.

TopographieOrtschaftPersonPolitikerInMedienZeitung/Zeitschrift

Die Formulierung »Grand Hotel Abgrund« prägte Georg Lukács, s. Eintrag ›Hotel Abgrund‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Eduard Zimmermann (1929–2009), deutscher Fernsehmoderator, 1967–1997 moderierte er die Sendung »Aktenzeichen XY … ungelöst«. Vorstellung in der »Kronen-Zeitung« (»Kandidat Nummer 15«, 15. 9. 1976, 19): »Immer wieder (vor allem von links) angegriffen, blieb er Publikumsfavorit.«

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/RadioZeitung/Zeitschrift

Der Österreichische Alpenklub stellte 1880 aus Anlass des 25-jährigen Ehejubiläums von Franz Joseph I. und Elisabeth ein Gipfelkreuz auf dem Großglockner auf. Der Entwurf des eisernen Kreuzes stammte vom Ringstraßenarchitekt Friedrich von Schmidt.

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TopographieBergMedien

Karl May schrieb 1888 für die Knabenzeitung »Der gute Kamerad« die Erzählung »Der Geist des Llano Estacado«. Darin treibt eine Bande, die »Die Geier« genannt wird, ihr Unwesen. Zwei Jahre später wurde die Erzählung gemeinsam mit »Der Sohn des Bärenjägers« (1887) mit geringen Änderungen zum ersten »Jugendroman« Mays zusammengeführt (»Unter Geiern«). »Unter Geiern« wurde 1964 mit angepasstem Drehbuch und in der bekannten Besetzung mit Pierre Brice als Winnetou verfilmt.

PersonAutorIn/JournalistInSchauspielerIn/RegisseurInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Die 1967 ins Leben gerufene TV-Sendung »Aktenzeichen XY … ungelöst« (Moderation: Eduard Zimmermann, s. Eintrag ›Eduard Zimmermann‹) beruht auf einer Zusammenarbeit der Sendungsredaktion mit Ermittlungsbehörden. »Die Polizei bittet um Mithilfe« war kein offizielles Motto der Sendung, aber ein oft verwendeter Aufruf, da für die in der Sendung präsentierten Fälle mitunter die Öffentlichkeitsfahndung eine letzte Hoffnung auf Aufklärung war.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Anspielung auf die Süßwarenfabrik von André Hellers Eltern (s. Eintrag ›André Heller‹)

PersonAutorIn/JournalistInMedien

1971 von der RAF (Roten Armee Fraktion) verfasstes 14-seitiges Positionspapier, das den bewaffneten Kampf aus der Illegalität heraus rechtfertigt. Teile tragen die stilistische Handschrift Ulrike Meinhofs. (vgl. Colvin 2009, 94f.) Das Nachrichtenmagazin »Der Spiegel« brachte am 26. April 1971 Ausschnitte. In der Nachlassbibliothek findet sich ein Exemplar der Flugschrift (125/S1/9).

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PersonPolitikerInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›keinen weinroten ärmellosen Pullover‹

Medien

Wörtliches Zitat der »Kronen-Zeitung«- Schlagzeile (Kronen-Zeitung, 25. 10. 1976, 1)

MedienZeitung/Zeitschrift

Fritz Teufel (1943–2010) und Rainer Langhans (* 1940) waren Gründer der »Kommune I«, die ab 1967 aus der Studentenbewegung und als Gegenmodell zur bürgerlichen Kleinfamilie entstand. Die Kommunarden lebten in unterschiedlichen Wohnungen in Berlin, u.a. in den leerstehenden Wohnungen von Hans Magnus Enzensberger und Uwe Johnson. Beteiligungen an politischen Aktionen (gegen konservative Gesellschaftsbedingungen, gegen den Vietnam-Krieg, etc.) in den 1960er Jahren, auch im Umfeld von Andreas Baader und Gudrun Ensslin, die 1970 gemeinsam mit Ulrike Meinhof die linksextremistische terroristische Vereinigung Rote Armee Fraktion (RAF) gründeten.

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TopographieOrtschaftPersonPolitikerInAutorIn/JournalistInMedien

Leicht abgewandeltes Zitat der Titelseite der »Kronen-Zeitung«: »Die Schlacht um den Hans-Moser-Fernsehpreis der ›Kronen-Zeitung‹ ist zwar noch nicht ganz geschlagen, aber unser Computer läßt keinen Zweifel offen: Der Sieger wird Peter Alexander heißen« (Kronen-Zeitung, 25. 10. 1976, 1).

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMusikerInMedienZeitung/Zeitschrift

Montage zweier wörtlicher Zitate von der Titelseite der »Kronen-Zeitung« (25. 10. 1976, 1). Auch das von Kofler beschriebene Foto Alexanders mit »von sich gestreckten« Armen entstammt dieser Titelseite.

PersonMusikerInMedienZeitung/Zeitschrift

Reinhold Messner (* 1944), Südtiroler Bergsteiger und Autor, die von Kofler erwähnte Ortschaft Naturns im Vintschgau ist Messners Wohnsitz, dort kaufte er 1983 Schloss Juval.

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TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInMedien

Albert Ehrenstein (1886–1950), Lyriker und Erzähler, Sohn jüdisch-ungarischer Eltern, verfolgt, emigriert, Kontakt zu Vertretern des Expressionismus wie Werfel, Benn, Lasker-Schüler; publizierte u.a. in Karl Kraus’ »Fackel«

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Die hier wiedergegebene Chronik-Meldung entstammt nicht der von Kofler angegebenen Ausgabe der »Kronen-Zeitung«.

MedienZeitung/Zeitschrift

Österreichischer Operettenfilm (1934), typisches Beispiel des so genannten Wiener Films, der in den 1930er Jahren seine Hochphase erlebte, Elemente der Genres Komödie, Liebesfilm, Melodram und Historienfilm verquickte und das historische Wien als Schauplatz der Handlung inszenierte. Regie führte Willi Forst, der gemeinsam mit Walter Reisch auch das Drehbuch verfasst, für die weibliche Hauptrolle wählte ForstPaula Wessely, die hier erstmals vor der Kamera stand.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Willi Forst (1903–1980), österreichischer Schauspieler, Sänger, Drehbuchautor und Regisseur, ab 1934 war er als Eigner der Will-Forst-Film auch Produzent. Während der NS-Zeit drehte Forst für die »Wien-Film«, der seine Produktionsfirma unterstellt wurde, vier leichte Unterhaltungsfilme (»Operette«, »Wiener Blut«, »Frauen sind keine Engel«, »Wiener Mädeln«). Nach 1945 wird er diese Arbeiten als Statements für »das Österreichische« bezeichnen, es sei darum gegangen, schreibt er 1946 in einem seiner Leitartikel für die Zeitschrift »Film«, »das letzte Österreichische […] vor den langen Fingern der braunen Herren zu verbergen«. (Heiss 2003, 112) Nach 1945 betätigte er sich am Heimatfilm-Sektor, 1947 produzierte er »Der Hofrat Geiger«.

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PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/RadioZeitung/Zeitschrift

Anton Prestele (* 1949), deutscher Komponist, vertonte Grubers »Heimatlos – eine steirische Wirtshausoper in einem Rausch« (Uraufführung beim »steirischen herbst «1985).

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PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienZitate

Das »Wunschkonzert« war seit frühen Radiotagen eine der beliebteste Sendungen, in Österreich gab es sie seit 1931 (vgl. Godler 2004, 248).

MedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Verdienter Künstler des Volkes‹

Medien

»Jetzt, Brüder, eine gute Nacht, [/] Der Herr im hohen Himmel wacht, [/] In seiner Güten [/] Uns zu behüten, [/] Hat er bedacht« (Zuccalmaglio 1840, 495). Erster Vers der fünften Strophe des »Abendlieds« von Anton von Zuccalmaglio (1803–1869), einem deutschen Heimatschriftsteller. Seit der Verbreitung des Lieds durch die Wandervogel-Bewegung firmiert es unter dem Titel »Kein schöner Land in dieser Zeit«, der den ersten Vers wiedergibt. In späteren Sammlungen werden meist nur drei Strophen wiedergegeben. Zuccalmaglio gab 1840 die Sammlung »Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen« heraus, worin er auch – ohne Kennzeichnung – selbst Komponiertes aufnahm, etwa das »Abendlied«.

PersonAutorIn/JournalistInMedienMusik

»M « (1931): Fritz Langs erster Tonfilm mit Peter Lorre in der Hauptrolle, ursprünglich mit dem Titelzusatz »Mörder unter sich « versehen, wurde er nach dem Zweiten Weltkrieg als »M. Dein Mörder sieht dich an « wieder aufgeführt (vgl. Knoll 2002, 324), erst später verwendete man den heute gebräuchlichen Titel »M – Eine Stadt sucht einen Mörder.«

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Ackeley‹

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Medien

»Gier unter Ulmen«, Theaterstück des US-amerikanischen Dramatikers Eugene O’Neill (1888–1953), 1924 entstanden (Originaltitel: »Desire under the Elms«); Liebesdrama um eine Kindsmörderin im ländlichen New England um 1850, mit Versatzstücken griechischer Tragödien. 1958 wurde das Stück mit Sophia Loren und Anthony Perkins verfilmt (dt. »Begierde unter Ulmen«).

PersonAutorIn/JournalistInSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/RadioZitate

s. Eintrag ›Bormann‹

Medien

Erlebnisse in der Mundhöhle: Variation der Kapitelüberschrift »Erlebnisse in der Höhle« aus einer »Rolf Torring« -Episode sowie Anspielung auf Peter Turrinis Roman (1972), s. Eintrag ›Erlebnisse in der Mundhöhle‹

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Anspielung auf den ersten Satz von Adalbert Stifters 1857 erschienenem Roman »Der Nachsommer«: »Mein Vater war ein Kaufmann« (Stifter 1977, 7; s. Eintrag ›mein Vater‹).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZitate

Boris Blacher (1903–1975), deutsch-baltischer Komponist, sein »Blues, Espagnola und Rumba philharmonica« (1973) ist ein für die »12 Cellisten der Berliner Philharmoniker« geschriebenes Stück.

PersonMusikerInMedienMusik

Oskar Paul Dirlewanger (1895–1945), deutscher SS-Offizier, ab 1940 Kommandeur einer nach ihm benannten SS-Sondereinheit, die auf der Idee Himmlers beruhte, »anständigen« Wilderern Frontbewährung und Straferlass zu gewähren; die wegen zahlreicher Verbrechen berüchtigte »Sturmbrigade Dirlewanger« wurde in Osteuropa eingesetzt. (vgl. Weiß 2002, 92 ff.)

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PersonNationalsozialistInMedien

Klaus Wüsthoff (* 1922), deutscher Komponist, sein »Cellodrom« (1983) wurde ebenfalls für die »12 Cellisten der Berliner Philharmoniker« komponiert.

PersonMusikerInMedienMusik

Otto Habsburg-Lothringen (1912–2011) und seine Frau Regine (1925–2010) feierten am 2. Oktober 1976 in Mariazell ihre Silberne Hochzeit. »Schon bei ihrer Hochzeit 1951 im französischen Nancy schmückte eine Kopie der Mariazeller Gnadenmutter während des Trauungsgottesdienstes den Altar« (kath.net 2011). Für die »Kronen-Zeitung« berichtete der Gesellschaftsreporter Roman Schliesser (»Adabei«) von dem Ereignis (Kronen-Zeitung, 3. 10. 1976, 10f.).

MedienZeitung/Zeitschrift

Hier verwendet Kofler wieder das im Nachlass vorhandene Formular zum Vermögensverzeichnis (s. Eintrag ›Fragebogen‹) und zitiert den Abschnitt »B. Forderungen«, in dem Schuldner aufgefordert wird, »Forderungen, die er selbst an Dritte zu stellen hat, zahlenmäßig anzuführen.«

Medien

Schuberts Leben und Wirken war vielfach Stoff für Theaterstücke, Filmdrehbücher und Operetten. Den Anfang der Operetten, die allesamt die Musik Schuberts integrierten, machte »Franz Schubert« (1864), ein »Liederspiel« von Franz von Suppé (1819–1895) nach einem Libretto von Hans Max. Gustav Burchardt (1844–1919) brachte 1896 das »musikalische Festspiel« »Franz Schubert« heraus. 1916 folgte das Singspiel »Das Dreimäderlhaus« von Heinrich Berté (1857–1924), dessen Libretto der süßliche, pseudobiedermeierliche Roman »Schwammerl« (1912) des steirischen Schriftstellers Rudolf Hans Bartsch (1873–1952) zugrunde liegt. Den erfolgreichen »Dreimäderlhaus«-Stoff bearbeiteten in der Folge Carl Lafite (1872–1944) in dem Singspiel »Hannerl« (1918) und M.[?] Dannenberg in »Hannerl und Schubert« (1919). 1927 folgte noch die Operette »Franz Schuberts erste Liebe« von Ernst Bethge (1878–1944), ein Jahr später Julius Bittners (1874–1939) »Der unsterbliche Franz« (vgl. Jary-Janecka 2000).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusikZitate

s. Eintrag ›Vor seiner Hütte‹

Medien

Josef Mengele (1911–1979), deutscher Mediziner und Anthropologe, von Mai 1943 bis Januar 1945 berüchtigter Lagerarzt im KZ Auschwitz. Er nahm Selektionen vor, überwachte die Vergasung der Opfer und führte menschenverachtende medizinische Experimente an Häftlingen durch (Weiß 2002, 316f.).

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PersonNationalsozialistInMedien

Elfriede Jelinek (* 1946), österr. Schriftstellerin, s. u.a. Einträge ›Europas bestangezogene Dichterin‹, Männer stoßen mich ab‹ und Jelinek‹

PersonAutorIn/JournalistInMedien

Anspielung auf Kurt Waldheim (1918–1907): Kofler impliziert aus dem physiologisch-antisemitischen Vorurteil der Hakennase eine Antithese zu Waldheims Kampagne zur Bundespräsidentenwahl 1986, in deren Verlauf es zu einem Aufwallen des Antisemitismus in Österreich kam (s. Eintrag ›Waldheim, er ist gerade nicht da‹).

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PersonPolitikerInMedienEreignis

Paulus Manker spielte in dem Film »Die Ausgesperrten« (1982, nach dem gleichnamigen Roman von Elfriede Jelinek) einen Maturanten, dem mit seiner Schwester (D: Emmy Werner) ein inzestuöses Verhältnis verbindet und der am Ende die gesamte Familie umbringt.

PersonSchauspielerIn/RegisseurInAutorIn/JournalistInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Franz Novotny (* 1949), österr. Filmregisseur, führte bei »Die Ausgesperrten« Regie

PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

s. Eintrag ›Plattnerhof‹

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Medien

s. Eintrag ›Fut ist die Grundform‹

Medien

s. Eintrag ›Aber was ist, kann nie wahr sein‹

Medien

Eine Einrichtung dieses Namens ist in Wien für die 1970er Jahre nicht nachweisbar, wahrscheinlich ist damit der »Psychohygienische Dienst« der Gemeinde Wien gemeint, s. Eintrag ›Beratungsstellen‹.

TopographieOrtschaftMedien

Lied in Walzerform aus Ziehrers»Landstreicher«; in Ödön von Horváths Stück »Geschichten aus dem Wienerwald « (1931) singt eine Figur (Oskar) das Lied während einer Verlobungsfeier, Horváth setzt das Lied als Kitsch- und Surrogat-Marker ein: »Sei gepriesen du lauschige Nacht, [/] Hast zwei Herzen so glücklich gemacht. [/] Und die Rosen im folgenden Jahr [/] Sahn ein Paar am Altar« (Horváth 1986, 127).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusikZitate

»Die Landstreicher«: Operette (1899) des Wiener Komponisten und k.k. Hofballmusikdirektors Carl Michael Ziehrer (1843–1922)

PersonMusikerInMedienMusik

Elisabeth von Gall: Protagonistin in dem Film »Und ewig singen die Wälder« (s. Eintrag ›Das Erbe von Björndal‹), »Borgland« ist der Name des Gutshofes in der »Björndal«-Trilogie.

PersonMedienFilm/Fernsehen/Radio

Duett der Figuren Barinkay und Saffi aus dem 2. Akt der Operette »Der«»Zigeunerbaron« (1885) von Johann Strauß Sohn: »Barinkay: ›Wer hat uns getraut? [/] Ei sprich!‹ [/] Saffi: ›Sag du’s!‹ [/] Barinkay: ›Der Dompfaff, der hat uns getraut!‹ Alle: ›Der Dompfaff, der hat uns getraut! Ja, ja!‹« (Strauss/Schnitzer 1950, 27)

PersonMusikerInMedienMusik

s. Eintrag ›Das Erbe von Björndal‹

Medien

In der von Kofler angesprochenen Ausgabe des Wochenmagazins »News« (22/1997) findet sich kein Interview mit Robert Schneider. Vielleicht bezieht sich Kofler auf das »Stern«-Interview, in dem der Interviewer Schneider nach den Widmungen der Bücher fragt, die Schneider seiner »zweiten großen Liebe [...], einer jungen Schweizerin, die Sie vor drei Jahren im Zenit Ihres Ruhms verlassen hat«, zugeeignet habe, worauf Schneider antwortet: »Das ist grandios. Mein Erfolg hat Pascalle nie beeindruckt« (Michaelsen 1997, 94).

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Bezug zum »News«-Beitrag über Paulus Manker: »Als Peymann sein bevorstehendes Wiener Finale verkündete, kam Manker [...] in halbwegs ernsthaften Nachfolgediskussionen vor: Karlheinz Hackl […] empfahl ihn öffentlich als seinen Kodirektor« (Sichrovsky/Stroh 1997, 145).

TopographieOrtschaftPersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Firma Trattnig‹

PersonPolitikerInMedien

s. Eintrag ›Auf den Spuren des Wachtelkönigs‹

Medien

Gedicht von Heinrich Pfeil (1835–1899), Musikschriftsteller und Redakteur, komponierte und dichtete volkstümliche Weisen für Chöre. »Still ruht der See« war sein populärstes Lied, Kofler gibt die 1. und 3. Strophe wieder: »Still ruht der See! Die Vöglein schlafen. [/] Ein Flüstern nur, du hörst es kaum! [/] Der Abend naht, nun senkt sich nieder [/] Auf die Natur ein süßer Traum. [...] Still ruht der See! Vom Himmelsdome [/] Die Sterne friedsam niederseh’n. [/] O Menschenherz, gib dich zufrieden, [/] Auch du, auch du wirst schlafen geh’n« (Pfeil o.J. ).

PersonAutorIn/JournalistInMedienMusik

Zitat aus dem »Wolgalied« der Operette »Der Zarewitsch« (1927) von Franz Lehár (1870–1948): »Es steht ein Soldat am Wolgastrand, [/] Hält Wache für sein Vaterland, [/] In dunkler Nacht, allein und fern [/] Es leuchtet ihm kein Mond, kein Stern.« (Lehár 1927, 9). Der Text stammt, wie meist bei Lehár, von jüdischen Librettisten, von Bela Jenbach (1871–1943) und Heinz Reichert (1877–1944).

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInMedienMusik

s. Eintrag ›Vor seiner Hütte‹

PersonMedien

Das »Lied Sonjas« im »Zarewitsch« geht dem »Wolgalied« voraus: »Einer wird kommen, der wird mich begehren, [/] Einer wird kommen, dem soll ich gehören« (Lehár 1927, 8).

MedienMusik

s. Eintrag ›Weidenflöte‹

Medien

Die Comic-Geschichte des kleinen Nemo, der in seinen Träumen große Abenteuer erlebt, erschien erstmals 1905 unter dem Titel »Little Nemo in Slumberland« in der New Yorker Zeitung »Herald«. Nemo besucht im Nachthemd das Reich Slumberland von König Morpheus. Die von Winsor McCay kunstvoll in Art deco gestalteten Traumlandschaften erschienen durchgehend bis 1912 im »Herald«, 1924–1927 für den »Herald Tribune«. Der Stuttgarter Melzer Verlag brachte 1974 eine Auswahl der Comics in deutscher Übersetzung heraus. Der Fischer Taschenbuch-Verlag legte 1975 in Lizenz diese Auswahl in sieben Bänden auf.

PersonMedienZeitung/Zeitschrift

sKofler bezieht sich auf Clay Wilson (* 1941), einem US-amerikanischen »underground cartoonist«, der Robert Crumb (s. Eintrag ›Banana oil t’you ya big terd‹) stark beeinflusste (vgl. Rosenkranz 2014, 188). Wilson schuf in seinen »expliziten« Comics die Figur des »Captain Pissgums and his Pervert Pirates«. In einem Comic für das Magazin »ZAP« aus dem Jahr 1968 unterhält sich »Käpt’n Pißgaumen«, wie er in der deutschen Übersetzung genannt wird, mit einem Matrosen, der über einen überdimensionalen Penis verfügt (»Der größte an Bord … wenn ich komme, das füllt Eimer!«; Brummbär 1970, 46)

PersonMedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Auf den Spuren des Wachtelkönigs‹

Medien

s. Eintrag ›Vor seiner Hütte‹

Medien

Ballsirenen-Walzer: Duett im dritten Akt der Operette »Die lustige Witwe « (1905) von Franz Lehár

PersonMusikerInMedienMusik

s. Eintrag ›typische Doppelwörter‹

Medien

»Lippen schweigen, ’s flüstern Geigen: Hab’ mich lieb!« (Lehár 1905, 66) Walzer-Duett aus der »Lustigen Witwe«

MedienMusik

Name der Titelfigur der reichen jungen Witwe in Lehárs»Die lustige Witwe«

PersonMusikerInMedienMusik

Operette (1929) von Franz Lehár (1870–1948)

MedienMusik

s. Eintrag ›Franz von Defregger‹

Medien

»Dein ist mein ganzes Herz«: Arie des Sou Chong im 2. Akt von Lehárs »Das Land des Lächelns«

PersonMedienMusik

Horst Kurnitzky (* 1938), deutscher Philosoph, Religionswissenschaftler und Architekt, lebt in Mexiko und Berlin. Er publizierte in den 1970er Jahren wie Kofler beim Berliner Verlag Wagenbach (u.a. »Triebstruktur des Geldes: Ein Beitrag zur Theorie der Weiblichkeit«, 1974), war auch als Filmregisseur tätig (u.a. gem. mit Marion Schmid: »Niemanns Zeit. Ein deutscher Heimatfilm«, 1984/85). Gemeinsam mit Schmid war er 1986 Gast des von Werner Kofler organisierten Autorenprojekts »Ohne Motto, ohne Konzept« in der Alten Schmiede, Wien. Er beteiligte sich ab der zweiten Hälfte der 1960er Jahre (u.a. mit Rudi Dutschke) an sozialrevolutionären Initiativen. (vgl. Holmig o.J.) 1968 gab er Guevaras Schriften zur Guerilla-Methode heraus. (vgl. Guevara 1968)

TopographieOrtschaftPersonPhilosophInPolitikerInMedienFilm/Fernsehen/RadioZitate

Zitat aus der »Innsbrucker Zeitung « vom 30. 10. 1935, »Großfeuer am«Iselsberg: »Von Lienz aus war das Feuer gut sichtbar. Am Beginn des Brandes schlugen hohe Feuersäulen zum Himmel, so daß die gegenüberliegenden Dolomitenwände blutrot erschienen.«Die Schilderung der Brandbekämpfung im Folgenden entstammen ebenfalls dem Artikel.

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TopographieBergMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

Wahrscheinlich meint dies folgendes bayerisches Volkslied: »Zu mein Dianei, da hab i allweil Verlanga, bin neun Dörfa eam heit fei scho nachiganga«, dargeboten als »Zwiefacher«, als Taktwechseltanz (vgl. www.dancilla.com/wiki/index.php/Neun_D%C3%B6rfer, 28. 8. 2018)

MedienMusik

Wahrscheinlich gemeint ist das Lied »La barchetta in mezzo al mare« (»Das Schiff auf hoher See«), interpretiert vom ital. Schlagersänger Natalino Otto (1912–1969)

PersonMusikerInMedienMusik

Hans Pfitzner (1869–1949), deutscher Komponist und Musikschriftsteller. Fred K. Prieberg schreibt davon, dass Pfitzner bereits in den 1920er Jahren Verschwörungstheorien gegen linke Positionen vertrat und antisemitisch eingestellt war und damit »aus äußerster rechter Ecke […] eine scheinbar moralische Position [verfocht], die den Mythos von ,Blut und Ehre‘ vorwegnahm.« (Prieberg 1982 , 35) Pfitzners Musik war dann allerdings wenig »brauchbar« für den NS-Staat, die Zahl der Aufführungen seiner Werke ging nach 1933 zurück, Pfitzner hatte »das Gefühl der Enttäuschung über das Dritte Reich« (Kater 2004, 220). Das bedeutet aber nicht, dass er gar mit Repressalien zu kämpfen hatte: Er erhielt etwa von Goebbels eine persönliche Ehrengabe von 50.000 RM (vgl. Prieberg 1982, 131) und stand auf der Sonderliste der drei wichtigsten Musiker der »Gottbegnadetenliste« (vgl. Klee 2009, 413). Als sein Hauptwerk gilt die Oper »Palestrina« (1917).

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PersonMusikerInAutorIn/JournalistInNationalsozialistInMedienMusik

»Esti dal«: »Abendlied« von Zoltán Kodály (1882–1967), komponiert für dreistimmigen Chor

PersonMusikerInMedienMusik

Norbert Schultze (1911–2002), deutscher Komponist und Dirigent, war als Kabarettist, Opernkapellmeister, Aufnahmeleiter einer Schallplattenfirma tätig, ab 1937, durch den Erfolg der Oper »Schwarzer Peter« (1936) ermutigt, freier Komponist, schrieb Filmmusiken sowie Kampf- und Soldatenlieder. Im Juni 1941 erhielt er von Goebbels den Auftrag für ein »Lied vom Feldzug im Osten«, das den Angriff auf die Sowjetunion propagandistisch begleitete (»Vorwärts nach Osten«, Refrain: »Von Finnland bis zum Schwarzen Meer, vorwärts, vorwärts! Vorwärts nach Osten, du stürmend Heer. Freiheit das Ziel, Sieg das Panier! Führer, befiehl, wir folgen Dir!« (Schultze 1941)

PersonMusikerInNationalsozialistInMedienMusik

Kofler bezieht sich hier auf Berichte über die Dreharbeiten der Tobis-Filmproduktionsgesellschaft am Iselsberg. Gedreht wurde allerdings nicht »Und ewig singen die Wälder« (s. Eintrag ›Das Erbe von Björndal‹), sondern der Film »Jugendliebe« nach Gottfried Kellers Novelle »Romeo und Julia auf dem Dorfe«: »Zimmerleute trafen ein. […] sie gaben sogar dem ,Iselsberger Hof‘ ein völlig neues Gesicht.« (Osttiroler Heimat 1944)

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/ZeitschriftFilm/Fernsehen/RadioZitate

Rhythmisches Lied aus dem Banat, interpretiert etwa von der beliebten serbischen Sängerin Anđjelka Govedarović

PersonMedienMusik

Bezug zu einem im Nachlass vorhandenen Bericht der »Lienzer Zeitung« 1943: »die Dorfjugend, die, eine neue Sensation witternd, die Dreharbeiten der ,Leute aus der Stadt‘ belauert«. (Lienzer Zeitung 1943)

MedienZeitung/Zeitschrift

Lehár (1870–1948), österreichischer Operettenkomponist. Die Libretti seiner Operetten wie »Die lustige Witwe« (1905) stammten durchwegs von jüdischen Schriftstellern. Da sich Goebbels für ihn einsetzte, konnten die Werke nach 1933 weiterhin aufgeführt werden. Seine jüdische Gattin wurde 1938 zur »Ehrenarierin« erklärt (eine umgangssprachliche Bezeichnung für die von Hitler persönlich genehmigten Ausnahmen vom Nürnberger »Reichsbürgergesetz« 1935). 1942 wurde am Linzer Landestheater »Das Land des Lächelns« in einer »Führerausstattung« inszeniert, der Librettist dieser Operette, Fritz Beda-Löhner wurde im selben Jahr in Auschwitz ermordet. (vgl. Goldberger/Sulzbacher 2008, 91)

PersonMusikerInNationalsozialistInAutorIn/JournalistInMedienMusik

Werbespruch der Kreditkartenfirma Visa in Anlehnung an den von Julius Cäsar überlieferten Spruch »veni vidi vici«, »ich kam, sah und siegte«

MedienWerbung/Inserat

»…und ewig lockt das Weib«: deutscher Titel des französischen Films »Et Dieu … créa la femme « (1956, R: Roger Vadim) mit Brigitte Bardot und Curd Jürgens in den Hauptrollen

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Anspielung auf das Grimm-Märchen »Der Teufel Grünrock«, in dem der jüngste von drei Brüdern verstoßen wird und sich in der Folge dem Teufel, der hier in einem grünen Rock und mit Pferdefuß auftritt, verschreibt (vgl. Grimm 1985a). (s. Eintrag ›Eines Tages‹)

MedienZitate

»Bruder Eichmann« : Theaterstück (1983 postum uraufgeführt) von Heinar Kipphardt (1922–1982), das Adolf Eichmann, den Chefkoordinator der Judendeportationen im »Dritten Reich«, als Mensch in den Mittelpunkt stellt (s. Eintrag ›Heinar Kipphardt‹).

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Carl Orff (1895–1982), deutscher Komponist und Musikpädagoge. Über seine Rolle im »Dritten Reich« gibt es unterschiedliche Auffassungen, Orff selbst habe nach 1945 darauf beharrt, »dass sein Werk, besonders die szenische Kantate »Carmina Burana« ,von den Nazis geächtet worden und er ihnen als Komponist und Bürger suspekt gewesen sei« (Kater 2004, 151), meist wird er als »Mitläufer« eingestuft. Die 1937 in Frankfurt/M. uraufgeführte »Carmina Burana« wurde trotz kritischer Stimmen in der NS-Zeit zu einem großen Erfolg. 1938 übernahm Orff den Auftrag, seine früheren Kompositionen zu Shakespeares »Sommernachtstraum« zu überarbeiten, als Ersatz für das Stück des »Juden Mendelssohn-Bartholdy« (Wagner-Régenys »Sommernachtstraum«-Musik betrachtete man als der Dichtung nicht ebenbürtig). Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass Orff dieNS-Ideologie guthieß (vgl. Kater 2004, 176), aber für das Regime war er politisch offensichtlich ohne Makel.

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s. Eintrag ›Plattnerhof‹

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Medien

Anspielung auf Kurt Waldheim, s. Eintrag ›Waldheim, er ist gerade nicht da‹

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Rudolf Wagner-Régeny (1903–1969), deutscher Komponist, beeinflusst u.a. von Kurt Weill und Hanns Eisler. Im Zentrum seines Schaffens stand die Oper; »Der Günstling oder Die letzten Tage des großen Herrn Fabiano« (1935) mit einem Libretto von Caspar Neher wurde zu einem großen Erfolg. Den Nationalsozialisten stand er anfangs »hilflos bis ablehnend« gegenüber (Karner 2002, 177), aber er nahm Aufträge an. 1934 lud die »NS-Kulturgemeinde« mehrere Komponisten ein, eine neue Instrumentalmusik zu Shakespeares »Sommernachtstraum« zu schaffen. Wagner-Régeny nahm, im Gegensatz etwa zu Hans Pfitzner und Werner Egk, die mit einem Honorar von 2000 Reichsmark verbundene Einladung an. (vgl. Prieberg 1982, 150f.) Seine Oper »Johanna Balk« führte bei der Uraufführung 1941 an der Wiener Staatsoper zu Tumulten zwischen Gegnern und Befürwortern dieser Musik. Wagner-Régeny arbeitete in der NS-Zeit als freischaffender Komponist und gab Kompositions- und Theorieunterricht, 1943–45 Militärdienst. Nach 1945 lebte er in der deutschen Sowjetzone bzw. DDR.

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Cesar Bresgen (1913–1988), österreichischer Komponist, Studium in München, 1936–1939 Tätigkeit beim »Reichssender München«, ab 1939 Leiter der »Mozartspielschar der HJ« und Professor für Kompositionslehre am Salzburger Mozarteum (1941 »Reichsmusikschule«). »Seine Arbeitsberichte zeigen das Bild einer engen Verzahnung von Musikunterricht und politischer Instrumentalisierung je nach Anlass.« (Nußbaumer 2013) 1944 gab das SS-Hauptamt eine »Bläserfanfare« >in Auftrag, die zur Eröffnung der Schau »Deutsche Künstler und die SS« in Salzburg ertönte. (vgl. Klee 2009, 71; Prieberg 1982, 15) Als Leiter der »Musikschule für Jugend und Volk« war er gemeinsam mit Tobias Reiser (s. Eintrag ›Tobias Reiser‹) Vorreiter der Musikerziehung in Salzburg. Das Orchesterstück »Totenfeier« (1937) wurde in der NS-Zeit viel gespielt ;Bresgens »Bläsermusik op. 17« umfasst einen »Festlicher Ruf« benannten Teil und ist für Blechbläser und Pauken notiert. Aufgrund seiner NS-Vergangenheit war Bresgenerst ab 1950 wieder am Mozarteum tätig.

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TopographieOrtschaftPersonMusikerInMedienMusik

Werner Egk (1910–1983), deutscher Komponist, von seinem Freund Carl Orff beeinflusst, stilistisch lehnte er sich an Strawinsky und Weill an, was nicht der orthodoxen NS-Kunstauffassung entsprach. Nach 1933 passte er sich an und machte Karriere, er war etwa Kapellmeister an derBerliner Oper Unter den Linden und Funktionär in der Reichsmusikkammer. Mit der 1935 uraufgeführten »Spieloper« »Die Zaubergeige« gelang Egk der musikalische Durchbruch, »[d]as Werk kam mit seinem volkstümlichen Märchenstoff und einer Musik voller bayerischer Volksmelodien dem neuen Zeitgeschmack sehr entgegen.« (Karner 2002, 147) Für die Olympischen Spiele 1936 erhielt Egk einen Auftrag zu einer »Festmusik«, die am Eröffnungstag im Berliner Olympiastadion uraufgeführt wurde. Seine Kompositionen waren in der NS-Zeit nicht unumstritten, aber seitdem sich Hitler von seiner Oper »Peer Gynt« (1938) begeistert zeigte, war er sakrosankt, er stand auf der »Gottbegnadeten-Liste«. Im Jänner 1945 kam er der Einberufung zum Volkssturm nicht nach und setzte sich ab. Das ermöglichte ihm nach der Befreiung die Einstufung als »Antifaschist«. Egk zählte zu den bekanntesten Komponisten Nachkriegsdeutschlands und hatte zahlreiche öffentliche Positionen inne.

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Gert Fröbe (1913–1988, eigentl. Karl Gerhart), deutscher Schauspieler. Zu seinen bekanntesten Rollen gehört die des Kindsmörders in »Es geschah am hellichten Tag« (1958) und jene des Schurken in »Goldfinger« (1964). In » Und ewig singen die Wälder« verkörperte er den Großbauern Dag, der die von Kofler zitierten Worte ruft.

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»Das Schloß« (1997): österr. Film nach dem Roman von Franz Kafka (R, B: Michael Haneke; D: Ulrich Mühe, Susanne Lothar); Manker spielte die Figur des Momus.

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Sidney Greenstreet (1879–1954), britischer Schauspieler, der zwischen Bühnen in England und den USA pendelte, bevor er 1941 sein Filmdebüt gab, das ihn berühmt machte: Er spielte in der Verfilmung des Dashiel-Hammett-Romans »Der Malteser Falke« unter der Regie von John Huston einen Gangsterboss. Der Film, in dem in weiteren Rollen Humphrey Bogart, Peter Lorre oder Mary Astor zu sehen sind, wurde zu einem Klassiker des Film Noir. Greenstreet lacht jeweils kurz und laut auf in einem sonst grummeligen Gesprächston.

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Diese Figur in Werner Egks Oper »Die Zaubergeige« wird – der sprechende Name deutet es an – als Wucherer dargestellt: »So ein Sack voll Geld ist doch das beste Skapulier [Überwurf eines Ordensgewandes]. Ich weiß, was das Geld gilt und halt’s für meinen Gott!« (Egk 1935, 87f.) Die »verschwiegene Quelle« des Stücks »ist das berüchtigte Grimm-Märchen vom Juden im Dorn , der in der Oper als Wucherer Guldensack auftritt und den des Kaspars Geige so lange zum Tanzen zwingt, bis der ,unchristliche Geldwolf‘ bewusstlos zusammenbricht.« (Braunmüller 2001)

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Diese und die beiden nächsten Einstellungen entsprechen genau der Abfolge in »Und ewig singen die Wälder«.

MedienFilm/Fernsehen/Radio

Nachdem Josef Weinheber (1892–1945) mit dem Gedicht »Dem Führer« bereits eine Eloge zu Hitlers 50. Geburtstag 1939 geschrieben hatte, entstand – offensichtlich bei einem Treffen mit dem Intendanten des Reichssenders, Veit Roßkopf – im Jänner 1939 die Idee einer »Fleißaufgabe« (Berger 1999, 300). Das »Hörspiel« »Die Hohen Zeichen«, für das Werner Egk Fanfaren- und Orgelmusik komponierte, bezieht sich auf die Übersiedlung der Reichsinsignien von Wien nach Nürnberg. Im ersten Teil rufen Schwert, Krone, Zepter und Reichsapfel chorisch nach dem »Einen«, der zweite thematisiert die »Wanderschaft« der Insignien, der dritte sei, so Weinheber, »als Apotheose der endlich vollzogenen Einheit des Reiches und des Mannes zu verstehen, der sie schuf« (zit. n. Berger 1999, 299). Das Stück wurde am 19. April 1939, am Vorabend des »Führer-Geburtstags«, im Rundfunk gesendet, Egk dirigierte die Ursendung in Leipzig selber. (vgl. Herbort 1970)

PersonAutorIn/JournalistInNationalsozialistInMusikerInMedienMusikZitateEreignis

Die Überschrift des im Folgenden paraphrasierten Beitrags in der »Innsbrucker Zeitung« vom 30. 10. 1935lautete: »Großfeuer amIselsberg«.

TopographieBergMedienZeitung/ZeitschriftEreignis

»Das Lied im Grünen« von Franz Schubert (1827, D 917, Text: Friedrich Reil) beginnt und endet alle seine Strophen entweder mit dem Vers »Ins Grüne, ins Grüne« oder »Im Grünen, im Grünen«. (Schochow 1974, 464)

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1941 vertonte Werner Egk einen Text von Hans Fritz Beckmann zum »Marsch der deutschen Jugend«, eine Komposition im Rahmen von Egks Filmmusik für »Jungens«, einen UFA-Propagandafilm (Regie: Robert A. Stemmle), der sich direkt an Kinder und Jugendliche richtete. Egks Marsch erlangte in der Folge innerhalb der Hitlerjugend große Beliebtheit. Der Refrain lautet: »Fahren, Fahren wir! Die Fahne weht voran! [/] Groß-Deutschland heißt unser stolzes Schiff, [/] drauf steh’n wir, Mann für Mann!« (zit. nach Prieberg 1982, 26)

PersonMusikerInAutorIn/JournalistInSchauspielerIn/RegisseurInMedienMusikFilm/Fernsehen/Radio

Anna Smolik (* 1928), österreichische Theaterschauspielerin, die gelegentlich Filmrollen, übernahm, etwa jene der jungen Aristokratentochter Elisabeth von Gall in »Und ewig singen die Wälder«. Kofler beschreibt eine Einstellung des Films.

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PersonSchauspielerIn/RegisseurInMedienFilm/Fernsehen/Radio

Der Ich-Erzähler liest hier wörtlich einen Text Koflers vor (bis »Stillschweigen über diese Angelegenheit aufgetragen«), der erstmals 1995 in der Zeitschrift »wespennest« erschien (Kofler 1995) und 1998 in die Sammlung »Aus der Wildnis« aufgenommen wurde (Kofler 1998b). In unserer Werkausgabe wird er den »Verstreuten Texten« in Band IV zugeordnet.

MedienZeitung/Zeitschrift

Zitat aus Schuberts Lied »Der Hirt auf dem Felsen«, die ersten beiden Strophen: »Wenn auf dem höchsten Fels ich steh’, [/] In’s tiefe Thal hernieder seh’, [/] Und singe, [//] Fern aus dem tiefen dunklen Thal [/] Schwingt sich empor der Wiederhall [/] Der Klüfte.« ( Schochow 1974 , 412)

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Ballett in vier Bildern von Werner Egk, uraufgeführt im Jänner 1940 unter der Regie des Intendanten Heinz Tietjen an der Berliner Staatsoper. Egk verfasste das Libretto selber, es handelt im Spanien des 16. Jahrhundert und stellt eine Variation des Don-Juan-Themas dar.

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Friedrich Joloff (1908–1988, deutscher Schauspieler), in den 1960er Jahren v.a. Fernsehproduktionen. Oberst von Gall wurde allerdings von Curt Lange (1909–1999) gespielt. Den Dialog aus »Und ewig singen die Wälder« gibt Kofler originalgetreu wieder, nur das »Ich friere« der Tochter fehlt.

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s. Eintrag ›Margaret Price‹

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Ellen Schwiers (* 1930), deutsche Schauspielerin, Darstellerin der Magd Gunvor in »Das Erbe von Björndal«. Kofler beschreibt eine Einstellung des Films. s. Eintrag ›Das Erbe von Björndal‹

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Karl Kraus (1874–1936), österr. Schriftsteller und Publizist; Herausgeber der Zeitschrift »DieFackel«; einflussreiche sprach- und medienkritische Position. Kurt Tucholsky (1890–1935), deutscher Journalist und Schriftsteller. Er schrieb auch unter den Pseudonymen Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel; zeitweiliger Mitherausgeber der Wochenzeitschrift »Die Weltbühne«.

PersonAutorIn/JournalistInMedienZeitung/Zeitschrift

Kofler inszeniert hier eine Art Nachklang des Schubert-Liedes »Der Hirt auf dem Felsen«, er zitiert damit jeweils den letzten Vers der dritten und vierten Strophe. (Schochow 1974, 412)

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Gedichtband von Baldur von Schirach (s. Eintrag ›Baldur von Schirach‹), 1929 im »Deutschen Volksverlag zu München« erschienen. Dem Band, den er »Adolf Hitler, dem Führer«, zueignete, stellte er ein Motto voran: »Die neue Front! Das ist kein Schlagwort, sondern das Symbol einer Jugend, die sich ihres gewaltigen Erbes bewußt ist. Diese Front der Wollenden, Sehnsüchtigen und Brennenden kennt nur Freunde oder Feinde, weil ihre Ziele die des Volkes sind. Man mag sie darum bekämpfen oder bejahen: immer bleibt sie das Deutschland, das da kommt!« (Schirach 1929, 4)

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Joachim Hansen (1930–2007, eigentl. Joachim Spieler), deutscher Schauspieler, wurde mit seiner Hauptrolle in »Der Stern von Afrika« (1957) zum Filmstar, spielte den jungen Dag in beiden »Björndal«-Filmen.

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Ludwig van Beethovens7. Sinfonie in A-Dur op. 92 entstand in den Jahren 1811–1812; Uraufführung 1813 im Redoutensaal der Wiener Hofburg

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Richard Trunk (1879–1968), deutscher Komponist; im Mai 1933 wurden zwei Sätze seiner kleinen Serenade zur Bücherverbrennung in München gespielt (vgl. Klee 2009, 559), der 1931 der NSDAP beigetretene Komponist war bis 1945 Ehrenvorsitzender des Arbeitskreises nationalsozialistischer Komponisten. Trunk vertonte den Gedichtband »Feier der neuen Front «von Baldur von Schirach (s. Eintrag ›Baldur von Schirach‹dresde) als »Zyklus für Männerchor«, op. 65 (Teile: "1. Hitler"; "2. Des Führers Wächter"; "3. O, Land"; "4. Horst Wessel"). 1934 wurde das Stück vom Berliner Lehrergesangsverein Hitler in der Reichskanzlei vorgetragen (vgl. Prieberg 1982, 193).

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Wörtliches Zitat aus dem Film »Das Erbe von Björndal«, Ausspruch der Magd Gunvor zu Dag

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Im 17. Auftritt des Ersten Aufzugs in Mozarts»Zauberflöte« hindert MonostatosPamina und Papageno daran, zu Tamino in den Tempel zu gehen, indem er die ihm untergebenen Sklaven herbeiruft: »Nur herbei mit Band und Stricken, [/] He ihr Sklaven kommt herbei!« (Assmann 2012, 62)

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Kofler verknüpft hier zwei Szenen aus »Das Erbe von Björndal«: In einer Winternacht schickt DagGunvors Mann mit den Worten »Die Grenze ist Richtung Osten, geh … geh sofort, verstanden?« vom Hof. Gunvor fordert er ebenfalls auf zu gehen. Als sie sich weigert, droht er ihr: »Dann hetz ich dich mit den Hunden«.

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Horst Wessel (1907–1930), »Sturmführer« der SA in Berlin ,wurde 1930 bei einem Schussattentat getötet. Er verfasste den Text des nach seinem »Märtyrertod« nach ihm benannten Liedes auf eine populäre Melodie. Das Lied avancierte zum "Kampflied" der SA, ab 1933 wurde es zur Parteihymne der NSDAP und zu einer zweiten Nationalhymne.

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Curt Malm (* 1935), schwedisch-deutscher Sänger, s. Eintrag ›der Tamino‹

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s. Eintrag ›Doch, ach, keinem bleibt seine Gestalt‹

Medien

Bezug zum Titel des »Spiegel« -Beitrags von Harald Wieser über Ovid und Christoph Ransmayrs »Die letzte Welt«: »Eine Flaschenpost aus der Antike«. Wieser meint mit »Flaschenpost« einerseits Ovids »Metamorphosen« (eine »antike […] Flaschenpost an die Nachgeborenen«), andererseits Ransmayr, der in Zukunft vielleicht »in bleibenden Bildern die Gegenwart« behellige, »mit einer literarischen Flaschenpost über die Moderne« (Wieser 1988).

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Hanns Martin Schleyer (1915–1977), 1933 SS-Mitglied, 1938–1939 in Innsbruck, dort an der Universität Leiter des »Studentenwerks« und Promotion zum Dr. jur., 1940 Wehrdienst, im Jahr darauf verletzungsbedingt wehrunfähig, ab 1943 Mitarbeit im »Zentralverband der Industrie für Böhmen und Mähren«, der für die »Arisierungen« in der tschechischen Wirtschaft und die Rekrutierung von Zwangsarbeitern zuständig war. Ab 1951 Tätigkeit bei Daimler-Benz, 1973 Wahl zum Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. 1977 Entführung und Ermordung durch die RAF

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PersonPolitikerInMedienEreignis

s. Eintrag ›Franz von Defregger‹

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Medien

Teil des Hrdlicka-Mahnmals, s. Eintrag ›straßenwaschender Jude‹

Medien

St. Stefan – wo Christine Lavant (s. Eintrag ›Christine‹) geboren wurde und lebte – war bis 1973 eine eigenständige Gemeinde, gehört seither zur Stadtgemeinde Wolfsberg.

TopographieOrtschaftPersonAutorIn/JournalistInMedien

Anspielung auf Ern(e)st Bornemann (s. Eintrag ›Bornemann‹)

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Figur der Oper »Otello « (1887) von Giuseppe Verdi

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s. Eintrag ›Wörgl-Bewegung‹

Medien

s. Eintrag ›Tanzcafé Lerch‹

PersonNationalsozialistInMedien

Zitat aus »Die letzte Welt«: »[Dann] trat Naso in dieser Nacht vor einen Strauß schimmernder Mikrophone […] und sagte nur: Bürger von Rom.« (Ransmayr 1988, 60). Kofler zitiert die leicht abweichende Version der »Spiegel«-Rezension. (Wieser 1988) »Münchener«: Anspielung auf den CSU-Politiker Franz Josef Strauß (1914–1988), 1978–1988 bayerischer Ministerpräsident.

PersonPolitikerInMedienZeitung/ZeitschriftZitate

Das Programmheft der Klagenfurter Spielzeit 1964/65 nennt den venezolanischen Tenor Gonzalo Betancourt als Gast der Opernabteilung (Nachlass Kofler, 11/W7/); Betancourt sang etwa Rollen in Giacomo Puccinis»Das Mädchen aus dem Goldenen Westen« oder in Verdis»Otello« (vgl. Rudan 1979, 273f.).

TopographieOrtschaftPersonMusikerInMedienMusik

s. Eintrag ›Lublin‹

TopographieOrtschaftMedien

s. Eintrag ›Glockenbecherleute‹

Medien

Aus Anlass der drei Produktionen, in denen er während der Wiener Festwochen 1997 zu sehen war (u.a. in seiner »Alma« -Inszenierung), brachte die Zeitschrift »News« einen ausführlicher Beitrag über Paulus Manker, der mit Interviewpassagen durchzogen ist. »Ich will manchen Menschen Böses. […] Und ich bin geduldig und kann warten. Das kann einen ehemaligen Musiklehrer betreffen oder einen, der mich in der Schule nicht abschreiben hat lassen, einen Kollegen oder einen Journalisten. Siebzehn Jahre später habe ich ihn plötzliche auf dem Tablett« (Sichrovsky/Stroh 1997, 144).

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s. Eintrag ›meinen geliebten Beckett‹

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»Salome, schönste Blume des Morgenlands« (1920): Orchesterstück (»Orientalischer Foxtrott«) des österr. Komponisten Robert Stolz (1880–1975)

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»Salome« (1905): Oper von Richard Strauss (1864–1949), nach dem gleichnamigen Theaterstück (1893) von Oscar Wilde

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s. Eintrag ›Es ist Mitternacht‹

Medien

s. Eintrag ›O süße Ruhe‹

Medien

Im Festwochen-Beitrag über Paulus Manker zitiert die Zeitschrift »News« eine frühere (in »News« getätigte) Aussage Mankers über die Literaturkritikerin Sigrid Löffler: »Ich kenne sie noch aus der Zeit vor der Geschlechtsumwandlung. Beim Eingriff in Johannesburg muß etwas schiefgegangen sein. Klar, daß es ihr schlecht geht« (Sichrovsky/Stroh 1997, 144).

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s. Eintrag ›Es ist Mitternacht‹

Medien

s. Eintrag ›Rede von der Sprengkraft der Literatur‹

Medien

»Der Stürmer« (1923–1945) war der Titel einer hetzerisch-antisemitischen Zeitschrift.

MedienZeitung/Zeitschrift

s. Eintrag ›Mühl‹