Hochlöblicher ksl. hof-kriegs-rath.
1Durchleuchtigster fürst, excellenzien und meine hochgeehrtiste herren. Eüer durchleuchtigste exzellenzien und meinen hochgeehrtisten herren habe von Grozka× den gehorsambst und schuldigsten bericht erstattet, daß als gestern in hiesiger statt gedächte einzurucken. Welches dan mit einen solennen einzug beschehen und ist mir hinwiderumb mit allen ehrenbezeugungen begegnet worden. Daß aber meine reyse nicht also, gleichwie [172v] es gehorsambst und schuldigst überschreiben, werde prosequiren können, beschihet aus mangl der in Syrmien× noch nicht beysammen gebrachten vorspann. Und vernehme eben von dem dreyssig aus Peterwardein× Götting×, welcher die incumbenz über sich hat, solche vorspann in erstgemelten Syrmien× herbey zu erlassen, daß er auch anstunde, ob übermorgen, da von hier aufbrechen und nacher Woika× zu ziehen gedenke, berührte vorspann völlig würde in beraithschaft seyn. [173r] Es schmerzet mich solches umb so mehr, als verhindert werde, mich zu ihrer ksl. und cathol. Mt.× füesse unterthänigst legen und von euren hochlöblichen ksl. hof-kriegs-rath gnädigste und gnädige befehle empfangen zu können. Womit in eyll umb den eben angekommenen orientalischen courrier Jerkoviz× nicht aufzuhalten mich gehorsambst und schuldigst empfehlen verharre.
Euer durchleuchtigste excellenzien und meiner hochgeehrtisten herren
gehorsambst und dienstschuldigster dienerDamian Hugo graff von Virmonten× Belgrad× den 23. Junii 1720