Index zu den Briefen Damian Hugos von Virmont an den Wiener Hof, [Wien], o.J. Index on the Letters of Damian Hugo von Virmont to the Viennese Court, [Vienna], n.d. Edition Lisa Brunner Manuela Mayer Datenmodellierung data modeling Stephan Kurz Austrian Academy of Sciences, Institute for Habsburg and Balkan Studies GAMS - Geisteswissenschaftliches Asset Management System Metadata in //teiHeader (except //abstract) is under public domain CC0. Abstracts, transcriptions and annotations in //abstract and //text are licensed under the terms of the Creative-Commons-License CC BY 4.0 Project partners have granted the Institute for Habsburg and Balkan Studies of the Austrian Academy of Sciences permission to publish facsimile data within the QhoD project. Employees of this publically funded institution took images of archival sources or collected digitized items, and created descriptive metadata. 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Die Großbotschaften Damian Hugo von Virmonts und Ibrahim Paschas (1719/20) Indizes Digitale Edition von Quellen zur habsburgisch-osmanischen Diplomatie (1500-1918) Projektbeschreibung index of letters Deutsch Nr. 70 fasc. 70 Relationes Des grafens von Virmont, so er in der zeit der verrichten grosbottschafft an der ottomannischen Porten anno 1719 et 1720 abgestattet. Bestehende in 57 stucken, jede mit denen beylaagen beleget. Sambt ainem indice und kurzen extract über die darinen enthaltene materias. Am linken oberen Blattrand einer jeden recto-Seite befindet sich eine zeitgenössische Foliierung. Diese wird für die Seitenzählung nicht verwendet, stattdessen wird die zu einem späteren Zeitpunkt vom Archiv vergebene Foliierung verwendet. Index 1719 Yber die von dem ksl. geheimben und hofkriegsrath, general feldzeügmaister und bestelten obristen herrn Damian Hugo grafen von Virmont als an der ottomannischen Pforten ksl. grosbotschafftern abgestatte relationes. Nr. 1 d.d. de dato Erdöd 27. Maii 1719 ohne beylag. Berichtet den forthgang seiner raise und daß ein page des grafen Bathyan einen laggey des grafen von Türheimb erstochen. NB das hier fehlende findet sich in den entsprechenden Jahrgängen 13/12 1872 Foluanz. Nr. 2 d.d. de dato Buckovar 28. Maii 1719 ohne beylaagen. Berichtet den forthgang der raise. Nr. 3 d.d. de dato Belgrad den lezten Maii 1719 ohne beylag. Berichtet dasige ankunfft und wie man sich wegen des ceremoniale der auswechslung mit dem daselbst angekombenen aga vergleichen werde. Nr. 4 d.d. de dato Belgrad den 3. Junii 1719 ohne beylag. Berichtet die regulirte zeith und ceremoniale der auswechslung. Nr. 5 de eodem ohne allegato. Es handelt sich hier wohl um eine falsche Datierung der Hofkanzlei. Damian Hugo von Virmont nennt am Ende des Briefes als Ausstellungsdatum den 31. Mai 1719. Berichtet die ankunfft daselbst des gewesten holländischen dolmetschens Nicola Theylls und das er ksl. dienst suche, worauf er, graf Virmont, seyn mainung beyrucket. Nr. 6 d.d. de dato Belgrad 7. Junii 1719 ohne beylag. Antworttet auf daß rescript von lezten Maii. Berichtet die ursachen, warumben er annoch gegen die gränzen nicht aufbrechen können. Die communicirte copia der dem grosvezier durch den Mustaffa aga erthailten antwortt wegen der gränzschaidungs-differenz an der Aluta diene zur nachricht. Die religions-angelegenheithen und was Terram Sanctam betrifft, werde er beobachten. Berichtet weithers, was er wegen erlösung der gefangenen und in specie der aus dem Zatmarer Comitat in tartarischer sclaverey befindlichen nöthig zu seyn glaube. Das instrumentum ceremoniarum bey der auswechslung seye unterschriben und warumb auch der weeg auf der Donau und über daß Schwarze Meer zur rais der botschafft stipuliret worden. P.S. de eodem ohne beylag. Enthaltet, daß die commandirte zur auswechslung den 8. eiusdem zu Belgrad eintreffen werden. Nr. 7 d.d. de dato Belgrad den 9. Junii 1719 ohne allegato. Berichtet, daß er disen tag von Belgrad aufbrechen und der Theylls ihme folgen werde. Nr. 8 d.d. de dato Erstes feldlager über Nissa 22. Junii 1719 nebst 3 beylaagen. Ad caesarem. Berichtet seine bis dahin abgelegte rais, die vorbeygegangene auswechslung an denen gränzen, die ankunfft, visite, revisite und abrais von Nissa, warumben er nicht in der statt logiert und was sonsten bey dergleichen vorfallenheithen passiret. Werde deme nachkomben, was ihme in pohlnischen sachen den 10. dito befohlen worden. P.S. de eodem ohne beylag. Berichtet, was ihme ein kaufman von vorhabender aufruhr der janitscharen zu Nissa und, daß sie die ksl. grosbotschafft beschimpfen wollen, hinterbracht. Nr. 9 de eodem nebst 4 allegatis. Antworttet auf die rescripta vom 7. und 10. dis, werde daß weithere wegen des Theylls erwarthen und daß gebrauch von der mappa über die Aluta machen. Schliesset bey, was er an ihre ksl. Mt. p. unter ainstens schreibet. Nr. 10 d.d. de dato Sophia 30. Junii 1719 ohne beylag. Berichtet den forthgang der raise und wie er sich des Theylls persohn in daß künfftige gebrauchen werde. Die religions-sachen zu Scio werde er sich angelegen halten. Machet eine kurze beschreibung der statt Sophia und wie er darinnen empfangen worden. Entlich, daß ihme der janitscharen aga zu Nissa einen in Corfu gefangenen Italianer frey gegeben. Nr. 11 d.d. de dato lagerung über Philippopoli 9. Julii 1719 ohne allegatis. Berichtet, daß sich ansteckende krankheithen in dem türkischen verspüren lassen. Nr. 12 d.d. de dato Adrianople 18. Julii 1719 ohne beylag. Berichtet den daselbst gehaltenen einzug, die pesst in dem türkischen und was er diserwegen auch der künfftigen logirung halber zu Constantinople fürgekheret. Nr. 13 d.d. de dato Hasnadar Ciftigli 13. Augusti 1719 ad caesarem nebst 2 allegatis. Beschreibet den von Adrianople aus forthgesezten zug, den gesundheitsstand und was er derenthalben bey seiner suite veranstalten müssen. Seye auf dem marche von einem ragusaeischen dolmetschen complimentiret worden. Habe die zeith des einzugs und audienzien concertiren, auch die ankunfft denen ausländischen ministris erindern lassen. Der grosvezier habe ihm durch einen aga confecturen und blumen verehret. Beschreibet den gehaltenen einzug zu Constantinople. Ingleichen die besuchung des grosveziers. Item die audienz bey dem sultan und was darbey vorgegangen. Habe auch dem moscovitischen minister an der Pforten seine ankunfft notificirn lassen. Berichtet den aufenthalt deren hungarischen rebellen. Der französische bottschaffter habe ihm die visite gegeben. Ingleichen der engelländische, was diser von der moscovitischen negotiation an der Pforthen gegen den kayser und Pohln für einen discurs geführet. Item von der aufführung des französischen botschaffters. Möchte von Paris aus instruiret werden, daß er die alda anweesende rebellen nicht fovire. P.S. de eodem ohne beylag. Werde wegen der gränz-schaidungs-differenz an der Aluta bis weithere erwarthende auskunfft keine anregung thuen. Nr. 14 de eodem nebst 2 allegatis. Schliesset an eine abschrifft von deme, so er ad caesarem unter ainstens berichtet. Recomendiret ein memoriale des dolmetschen Theylls. P.S. de eodem . Legt an verschidene brieff von ausländischen kaufleuthen und ministern zu Constantinople. Nr. 15 d.d. de dato Hasnadar Ciftigli 6. Septembris 1719 nebst ainer beylag. Antworttet auf ein erhaltenes rescript vom 4. passato. Müsse wegen der pesst alle praecautien nehmen. Habe dem französischen, engelländischen und holländischen botschafftern die revisite gegeben. Die deputirte von Ragusa bey der Pforten seyen bey ihme gewesen. Habe die angelegenheithen Terrae Sanctae, P.P. Trinitariorum, et erlösung deren sclaven undt commercii incaminiret. Was sich mit einem teutschen glashandler, dan einem armenischen kaufman von Ofen wegen zu vill geforderten zoll eraignet. Beschreibet weithläuffig die negotiationes des czaarischen abgesandten. Ingleichen die disposition und sustema der Pforten bey dermahligen umbständen. Item eine entstandene unruhe zu Groscairo. Dan die ankunfft des venetianischen botschaffters und wie mit solchem die besuchungen veranlasset worden. Und leztlich den todt des sprachknaben Götz, auch grassirende fieber bey seiner suite und wie der dolmetsch Theylls qua talis daß iuramentum abgelegt, nebst einer nachricht von der capacitet der beyhabenden dolmetschen. P.S. de eodem nebst 2 beylagen. Berichtet, wie er mit dem grosvezier zusambgekommen und was er mit solchem von angelegenheiten der P.P. Trinitariorum, der gefangenen, des czaar und hungarischen rebellen geredet, und was besonders der Forgatsch für eine unterredung ansinne, wie er künfftig des dolmetschens Theylls sich gebrauchen werde, und was ihme der engellandische botschaffter für nachrichten communiciret. Nr. 16 d.d. de dato Pera bey Constantinople 5. Octobris 1719 ohne beylag. Beklagt sich über die langsambkeit der Pforten in denen affairen; habe dahero wegen entfernung der hungarischen rebellen annoch keine gewisse resolution erhalten. Der moscovitische envoyé habe der Pforten parte gegeben, wie der czaar Pohlen angreiffen werde. Aus der bagno werde er, graf Virmont, sclaven erlöster bekomben. Für die P.P. Trinitarios habe er die stabilirung, erhalten und auch wegen disarmirung der Dulcignoten, ein decret erhalten. Hoffe wegen des commercii respectu Algier, Tunis und Tripolis nächstens mehrer schreiben zu können. Nr. 17 d.d. de dato Pera 18. Octobris 1719 mit sechs allegatis. Der grosvezier habe bey einem festin versprochen, die hungarischen rebellen von Constantinople und denen gränzen in Moldau und Wallachey zu entfernen und nach Asien zu schickhen, der reis effendi aber habe nach deme ihme grafen Virmont persuadiren wollen, dieselbe auf angezogenen ursachen zu Constantinople verbleiben zulassen, worauf er alalso hefftigen seinem petito insistire. Der moscovitische minister habe der Pforten erkläret, wie der czaar ihrer ksl. Mt. p. und Pohlen bekrigen wolle, damit der churprinz in Sachsen nicht könig in Pohlen werde, die Pforten wolle möchte sich dermahlen darein nicht mengen, und den Ragozy nach Moscau gehen lassen. Schliesset an, was der grosbritannische minister in diser materi an ihne geschriben. Die Pforten habe den französischen botschaffter in diser sache consultiret, was er geantworttet. Yberschikhet das für die P.P. Trinitarios ausgefertigte patent, füget darüber bey verschidene anmerkhung, seye auch die diploma für die gesambte geistlichkeit darbey in Constantinople erneuert worden. Der französische minister habe eine convention ob Terram Sanctam ausgewürkhet, was darbey zubeobachten, da die Griechen sehr darbey interessiret, und die superiores ex parte catholicorum jederzeith Spanien und dem spanischen interesse zuegethan, woedurch ihrer ksl. Mt. p. ehre und nuzen dero provinzien in ville weege praeiudicirt wurde. Wegen erlösung der publiquen gefangenen gebe es difficulteten, weillen die Türkhen die in denen von der spänischen monarchie herrührenden landen gebührtige aus verschidene praetexten zuruckhalten wollen, so es graf Virmont aber zu remediren suchet. Der particular gefangenen halber werde habe er die taxen zu reguliren angetragen, und sich wieder den commendanten zu Bihazin hac materia beschwäret. Berichtet weithers, was er wegen der Tripolitanern, Tunesiern und Algierinern negotiiret. Habe einen ferman oder comandament an die Dulcignoten, so er beylegt, erhalten. Finde keine taugliche subiecta zu besorgung des ksl. commercii. Der engelländische, wie auch holländische consul zu Smyrna ambiren das ksl. consulat daselbst. Mit einem ksl. zu Cypro angelangten schif habe sich ein anstand ergeben. Berühret mit wenigen die gränzschaidung an der Aluta und Unna und was der wayvoda in der Wallachey wegen reciproquer geniessung der Boyaren gütter erindert. Die Türkhen verlangen die ihre bey der Schlacht zu Peterwardeinverlohrene canzleyschrifften. Der venetianische botschaffter habe seinen einzug und audienz gehabt. In der venetianischen gränzschaidung werden difficulteten besorget. Die dolmetschen und sprachknaben bitten umb bezahlung der besoldung. Er, graf Virmont, aber umb weitheren verlag in seine cassam, auch einig en e uhren zu regalien. Seye nöthig, umb neue confidenten sich zu bewerben, worzue er der Pforten dolmetsch in vorschlag bringet. Die pesst zu Constantinople habe zimblich nachgelassen, und er dahero sich in seine logirung nach in Pera bezogen, hingegen solle solche pesstzu Nissa annoch grassiren. Nr. 18 d.d. de dato Pera 25. Octobris 1719 mit acht allegatis. Berichtet daß die Pforten einen schachbender oder agenten zu Wienn halten wolle. Was wegen entfernung der hungarischen rebellen beschehen. Neben einigen seinigen cavaliers seye ein der rebellen halber suspecter französischer Comte d'Absal von Constantinople abgeraist. Wegen disarmirung der Dulcignoten werde neuer verschärfter befehl gehen. Das ksl. zu Cypro angehaltene schiff seye entlassen. Die Pforten verlange ein formular der ksl. patenten und flaggen. Er, graf Virmont, assistire denen Venetianern in ihrer gränz-schaidungs-differenz. Der venetianische botschafter habe ihn, grafen Virmont, besuchet, und an die Pforten praesenten gegeben. Der grosvezier habe ihme commission aufgetragen, pelzfutter und uhren von Wienn komben zulassen. Die P.P. Dominicaner bitten umb stabilirung einiger familien zu Belgrad. Nr. 19 d.d. de dato Pera 8. Novmebris 1719 ohne beylag. Berichtet, daß einige man den waywoden in der türkischen Wallachey zu stürzen vorhaben. Nr. 20 d.d. de dato Pera 15. Novembris 1719 mit 3 beylagen. Berichtet eine mit verschidenen türkhen gehabte zusambenkunfft bey dem rees effendi. Worbey von erlösung der sclaven, der gränzschaidung in Moldau und Wallachey, reciproquer geniessung der gütteren für die W Boyaren der ksl. und türkischen Wallachey, dem commercio nach Persien, wegen des Podaschen in Wallachey und Moldau, dan beedseithigen anstellung der consuln und schachbender gehandlet. Legt bey, was wegen des in Cypern arrestirt gewesten ksl. schiff die Pforten ergehen lassen. Erindert fehrers, was wegen der venetianischen gränz-schaidungs-differenz tractirt worden. Und ein gegebenes fest in allen frembden ministris. Habe mit dem hungarischen rebellen Forgatsch sich beredet. Nr. 21 d.d. de dato Pera 3. Decembris 1719 mit 3 allegatis. Berichtet, wie es mit seiner spesirung in dem türkischen gehalten werde. Nr. 22 d.d. de dato Pera 3. Decembris 1719 mit 4 beylagen. Der grosvezier urgire die nächsthin berichtete belzfutter und uhren. Der türkische grosbotschaffter am ksl. hof habe sich bey der Pforten über ain und anderes beschwert. Berichtet weithers die czaarische negotia. Zu Durazzo verlange einer von Segna abgeschikhter als ksl. consul zu stehen. Ein tunesiner corsar habe negrolitanisch- und venetianische schiffe weggenohmen. An Tripolis, Tunis und Algier seye in favorem des ksl. commercii ein ferman ergangen. Der engelländische minister erwarthe ein ksl. gnadenzaichen wegen seiner officien bey dem possarovizischen frieden. Die venetianische sclaven werden losgelassen. Die pesst zu Constantinople continuire annoch. Das übrige bestehet in zeithungen. P.S. de eodem mit 4 beylagen. Berichtet die continuation de s r moscovitischen affairen. Was an die wayvoden in Wallachey und Moldau wegen des podaschen und reciproquer, item in Persien von der Pforten geschriben worden in materia des ksl. commercii. P.S. d.d. de dato Pera 5. Decembris 1719 ohne beylag. Habe das ansuchen, als ob die Pforten einen neuen krieg vorhabe. Ein Maltheser schiff seye genohmen und zu Constantinople eingebracht worden. Nr. 23 d.d. de dato Pera 7. Decembris 1719 nebst ainer beylag. Seye von der Pforten ersucht worden, damit ein gefangener turkh los komben möge. Nr. 24 d.d. de dato Pera de eodem ohne allegato. Enthaltet gleichbesagte losmachung. Nr. 25 d.d. de dato Pera 11. Decembris 1719 ohne beylag. Enthaltet eine nachricht der affairen der ksl. botschafft zu Constantinople. P.S. de eodem ohne beylag. Der moscovitische minister werde fehrers bey der Pforten bleiben und negotiiren. P.S. de eodem ohne beylag. Berichtet wie es mit seiner spesirung an der Pforten fehrers gehalten werde. Nr. 26 d.d. de dato Pera 11. Decembris 1719 ohne beylag. Dieses Datum ist nicht korrekt. Der Brief wurde am 19. Dezember 1719 ausgestellt.Berichtet einen anstand bey der moldanischen gränz-schaidung. Beklagt die langsambkeit der Pforten in deren affairen. Dem sultan seye ein prinz gebohren und wider gestorben. P.S. de eodem. Habe widerumb einige sclaven erlöster bekomben. Nr. 27 d.d. de dato Pera 3. Januarii 1720 nebst 3 allegatis. Berichtet, was er mit dem grosvezier wegen der hungarischen rebellen, wegen auslösung der gefangenen, der catholischen zu Jerusalem und Scio, dan wegen des commercii verhandlet. Der französische botschaffter protegire die hungarischen rebellen. Des weither betriffet die reciproque geniessung der wallachischen güttern für dasige Boyarn, die moldauische gränz-differenz, aufenthalt des moscovitischen envoyé an der Pforten, dessen correspondenz durch die ksl. lande. Habe den Topzi Bassa besuchet, und das zeughaus, was darbey vorgegangen. Die pesst habe aufgehöret. P.S. de eodem ohne beylag. Berichtet, was man in Constantinople von pohlnischen angelegenheithen für nachrichten habe. P.S. de eodem. Habe von die angelegenheithen der catholischen zu Scio und drey hungarische rebellen verhandlet; die Pforten mache kriegsanstalten. Wegen dislocirung der rebellen, der ksl. flaggen, auslassung der gefangenen und des fiumaner negotianten Orlando seyen expeditiones ergangen. Die Pforten werde wegen commercien einen aga nach Persien senden. Nr. 28 d.d. de dato Pera 21. Januarii 1720 nebst ainer beylag. Habe sich ad caesarem mit dem grosvezier wegen pohlnisch- und moscovitischen sachen unterredet wegen der hungarischen rebellen entfernung, von der ruckkher beeder grosbotschaffter unterredet. Habe ein schreiben an den sultan von der königin in Schweden überraichet. Was der Was die Pforten habe für verschidene nachrichten von ihrem botschaffter aus Wienn erhalten. Weithers seye wegen der comercien, wegen reciproquer geniessung deren wallachischen gütter, und des pottaschen gehandlet und das der von Fleischman nacher Constantinople zu komben, dem vezier beygebracht worden. Die ksl. resolution wegen anstellung deren sachbender werde urgiret. Der engelländische botschaffter agire offentlich wider Moscau. Der czaarische envoyé wird fehrers zu Constantinople bleiben. Nachricht von geheimben kundschafftern. Nr. 29 d.d. de dato Pera 21. Januarii 1720 nebst 5 beylagen. Bezihet sich auf die relation ad caesarem. Habe seine verpflegung schon vorhero berichtet und dem holländischen botschaffter das ksl. praesent überraichet. Legt an die ergangene türkische mandata wegen des ksl. negotianten Orlando und gefangenen Jellachich. Die Pforten verlange justiz wegen gewisser von der ausgezogenen belgrader garnison ausgezogenen janizarren. Die pesst habe völlig nachgelassen. Nr. 30 d.d. de dato Pera 25. Januarii 1720 sambt 2 beylagen. Berichtet, die weithere moscovitische negotiationes, die venetianische gränz-differenzien werden beygelegt und dero gefangene frey gelassen. Die Pforten declarire, Novi abzutretten. Die abrais der botschaffter seye zu end Martii bestimbt. Die hungarischen rebellen werden von denen gränzen geschafft. Der wayvod in der Wallachey sucht sich mit geld zu manuteniren. Enthaltet letzlich die engelländische negotiationes an der Pforten wider Moscau. Nr. 31 d.d. de dato Pera 29. Januarii 1720 ohne beylag. Berichtet, was er in religions sachen wegen Jerusalem und Scio heraus gebracht, nebst einigen anmerkungen über die sciotische religions angelegenheit, und das er dahin einen interpreten angestelt, welcher zuleich das religionswerkh alda besorge. P.S. de eodem nebst 3 beylagen. Übersendet intercisirte brieff an den renegaten Schmid. Nr. 32. d.d. de dato Pera 12. Februarii 1720 ohne beylag. Berichtet eine entstandene aufruhr wegen eingeführter neuer anlagen. Der Pforten aufführung in moscovitisch- und noordischen sache und was der grosvezier diserweegen mit dem czaarischen envoyé geredet. Was der französische ambassadeur in religions-sachen negotiiret. Die hungarischen rebellen sollicitiren einen andern orth als Demischshar zu ihren aufenthalt. Der dasige patriarch habe der Pforten 150 beuttl geld geben müssen. Die pesst habe völlig aufgehöret. Nr. 33 d.d. de dato Pera 20. Februarii 1720 ohne beylag. Betrifft die vorgehabte abänderung des wayvoden in der Wallachey. Nr. 34 d.d. de dato Pera 23. Februarii 1720 mit 2 beylagen. Berichtet, wie der grosvezier ihme eine antworth an die königin in Schweden zuegestellt und die hungarischen rebellen hinwegzuschaffen versprochen. Die Pforten schikhe in angelegenheithen einen aga effendi nach Frankreich. Die venetianische sclaven seynt frey gesprochen worden. Nr. 35 d.d. de dato Pera 6. Martii 1720 ohne beylag. Betrifft die abschikhung des mehmed effendi nach Frankreich. Die husbekische tartaren bekriegen Persien; sein abrais seye regulirt; die pesst habe völlig cessiret. Das übrige enthaltet die negotiation des engelländischen botschaffters für Schweden wider Moscau. Nr. 36 d.d. de dato Pera 11. Martii 1720 mit 4 allegatis. Continuiret die vorhin berichtete engelländische negotiation und pressirung seiner abrais. Die rebellen sollen nunmehro relegirt werden. In favorem deren catholischen in Terra Sancta seye ein nissan ausgefertiget. Die Bosnaken be klagen wider dasigen bassa. In Asien seye ein aufstand gewesen. Nr. 37 d.d. de dato Pera 24. Martii 1720 ohne beylaag. Berichtet die zeit der bestimbten urlaubs audienz, und das nirgends von einer pesst zuhören. Nr. 38 d.d. de dato Pera 3. Aprilis 1720 ohne beylag. An des hern kriegs-praesidentens durchlaucht p. Die Pforten urgire die loslassung der türkischen in denen ksl. landen befindlichen gefangenen. Nr. 39 d.d. de dato Pera 4. Aprilis 1720 nebst 3 beylagen. Beschreibt seine dem sultan gehabte urlaubs audienz. Die hungarischen rebellen werden nach Rhodoste gesendet. Die Pforten urgire die loslassung ihrer gefangenen. Der capitain bassa werde nach Widin abfahren, von der pesst werde nichts mehr gehöret. P.S. de eodem ohne allegato. Erhalte einen courier von Wienn und werde das anbefohlene eüfrig besorgen. Nr. 40 d.d. de dato Pera 16. Aprilis 1720 Das Datum ist nicht korrekt. Der Brief ist auf den 14. April 1720 datiert.ad caesarem mit 2 beylagen. Berichtet, was er mit dem grosvezier verhandlet, wegen loslassung beedseithiger gefangenen; wegen disarmirung der Dulcignoten, wegen Tripoli, Tunis und Algier; wegen des commercii nacher Persien, in welchen lezteren er, graf Virmont, einige anmerkhungen beyrukhet. Habe weithers mit dem grosvezier in spänisch-, nordisch-, moscovitisch- und pohlnischen sachen geredet. Item wegen reciproquer geniessung der wallachischen gütteren, des pottaschen, der kirchen zu Scio. Wegen der hungarischen rebellen; wegen und der venetianischen gränz-differenzien. Der grosvezier habe die überschikhte neue regalien bekomben; selben habe er, graf Virmont, von dem gehalt des ottomanischen botschaffters alhier informiret, den legatum secretarium Dirling accreditiret, die abris der ksl. flaggen communiciret; beklagt den geldmangel; habe denen dolmetschen und sprachknaben die besoldung ausgethailt, bewerbe sich umb geheimbe correspondenten. Urgire möglichst seine abrais. P.S. de eodem ohne beylag. Der moscovitische envoyé habe bey dem grosvezier in pohlnischen angelegenheithen audienz gehabt, was darbey vorgangen; erwehnter envoyé habe für den Ragozy gesprochen, seye nichtsdestoweniger befohlen worden, ihne nacher Rhodoste abzuführen. Nr. 41 d.d. de dato Pera 16. Aprilirs 1720 mit ainer beylag. Hab seine abrais pressiret, ingleichen die loslassung der gefangenen. Der capitain bassa fahre nacher Widin, der Mehmed effendi aber nacher Frankreich in commissionen. Habe den todt der verwittibten kayserin notificirt. Den accehsihten Eyrich in der canzley angestelt, werde die dolmetsch und sprachknaben dem Dirling anweisen; seye keine pesst mehr in Türkey. Habe dem sultan einen wagen mit 6 pferden verehrt. Zwischen dem französisch- und engelländischen botschaffter ereigne sich bey sein grafens Virmont ein praecedenzstreitt. Die P.P. Trinitarii seyen von Constantinople mit erlösten sclaven abgeraist; wegen einer gefangenen hungarischen edlfrau zu Hottin werde er ein commandement anführen. Nr. 42 d.d. de dato Ponte grande 1. Maii 1720 mit 3 beylagen. Beschreibet seine beurlaubung zu Constantinople, ingleichen seinen auszug, worbey der engelländische botschaffter und nation nicht erschünen, und was sonsten darbey vorgegangen. Habe annoch mit dem vezier wegen Pohlen verschidenes gesprochen. Die hungarischen rebellen beklagen sich ihrer entfernung halber. Die Pforten seye mit denen ihrem botschaffter angethanen ehren wohl vergnügt. Nehme die dolmetschen Theylls und Gotschalk mit bit an die granzen, der sprachknabe Momartz aber nach Wienn. Nr. 43 d.d. de dato Adrianople 12. Maii 1720 mit einer beylag. Thue seine rais möglichst beschleinigen, und werde die zeith seiner ungefehren an denen granzen nacher Belgrad berichten. Das übrige bestehet in einer antworth eines erhaltenen rescripts. P.S. de eodem accusiret ein rescript. Nr. 44 d.d. de dato Passarcigk 22. Maii 1720 ohne beylag. Berichtet den forthgang seiner rais, und das er den auswechslungs act mit dem grafen Oduyer comertire, auch allenthalben alles gesund seye. P.S. de eodem ohne beylag. Accusiret ein erhaltenes rescript von einem vorbeypassirten courier. Nr. 45 d.d. de dato Sophia 29. Maii 1720 mit ainer beylag. Berichtet den fortgang seiner rais, und aller orthen anhaltende gesundheit. Nr. 46 d.d. de dato Scharkoy 2. Junii 1720 ohne beylag. Berichtet seine dasige ankunfft, und das er ein schreiben von dem legatum secretum Dirling aus Constantinople erhalten, auf dessen enthalt er von denen gränzen eine erlautterung geben werde. Nr. 47 d.d. de dato laager bey Nissa 6. Junii 1720 mit einer beylag. Berichtet seine rais bis nach Nissa, seinen einzug alda, und was sich der logirung halber für ein anstand eraignet. Nr. 48 d.d. de dato laager bey Nissa 7. Junii 1720 ohne allegato. Habe die visite bey dasigem seraskier abgelegt, und warumben sich die auswechslung verzögere. Nr. 49 d.d. de dato Ciopalek 13. Junii 1720 ohne beylag. Berichtet, auf was orth eine visitation der ksl. botschafft wegen darbey vermutheten mit solcher herüberzugehen vermutheten türkhen beschehen, und wie der fehrers aufbruch, und auswechslung mit dem bassa zu Nissa concertiret worden. Nr. 50 d.d. de dato Ciopalek 15. Junii 1720 enthaltet die ursach, warumben die auswechslung noch nicht für sich gangen. Nr. 51 d.d. de dato Jagodina 17. Junii 1720 ohne beylag. Schliesset an eine relation ad caesarem, so aber von hof nicht herabgekomben. Nr. 52 d.d. de dato Jagodina 17. Junii 1720 mit 2 beylagen. Erthaillet eine erlautherung über den wider ihne von der ottomanischen Pforten oberdolmetschen gegen den legations-secretär Dirling zuerkhomen gegebenen disgesto. Nr. 53 d.d. de dato Krozka 21. Junii 1720 ohne beylag. Schickhe die von Constantinople mitgenohmene dolmetschen widerumben dahin zurükh. Nr. 54 d.d. de dato Belgrad 23. Junii 1720 ohne beylag. Berichtet, wie er alda angelangt und baldist hiewiderumb aufbrechen werde. Nr. 55 d.d. de dato Esseg 2. Julii 1720 ohne beylag. Bericht von dasiger ankunfft. Nr. 56 d.d. de dato Baronywar 4. Julii 1720 ohne beylag. Enthaltet den forthgang der heraufrais. Nr. 57 d.d. de dato Stulweissenburg 12. Julii 1720 ohne Beylag. Berichtet seine dasige ankunfft, und weither rais.