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Thuk. 6,57,3-4

TitelGeschichte des Peloponnesischen Krieges
AutorThukydides
Zeitangabe5. Jh.v.Chr.
Originaltext τὸν λυπήσαντα οὖν σφᾶς καὶ δι’ ὅνπερ πάντα ἐκινδύνευον ἐβούλοντο πρότερον, εἰ δύναιντο, προτιμωρήσασθαι, καὶ ὥσπερ εἶχον ὥρμησαν ἔσω τῶν πυλῶν, καὶ περιέτυχον τῷ Ἱππάρχῳ παρὰ τὸ Λεωκόρειον καλούμενον, καὶ εὐθὺς ἀπερισκέπτως προσπεσόντες καὶ ὡς ἂν μάλιστα δι’ὀργῆς ὁ μὲν ἐρωτικῆς, ὁ δὲ ὑβρισμένος, ἔτυπτον καὶ ἀποκτείνουσιν αὐτόν. καὶ ὁ μὲν τοὺς δορυφόρους τὸ αὐτίκα διαφεύγει ὁ Ἀριστογείτων, ξυνδραμόντος τοῦ ὄχλου, καὶ ὕστερον ληφθεὶς οὐ ῥᾳδίως διετέθη· Ἁρμόδιος δὲ αὐτοῦ παραχρῆμα ἀπόλλυται.
Quelle K. Hude, Thucydides Historiae, 2 Bde, Leipzig : Teubner, 1913-25 (Bücher 1-2 überarbeitet von O. Luschnat, 1960).
Übersetzung Da wollten sie …ihre Rache nehmen, und wie sie waren, stürmten sie zum Tor hinein, trafen Hipparchos am sog. Leokoreion, und sofort ohne langes Besinnen stürzten sie sich auf ihn in der äußersten Wut…stießen zu und erstachen ihn. Der eine kann im Augenblick den Leibwächtern entrinnen, Aristogeiton, im Gedränge des Volkes – er wurde später gefangen und kam nicht glimpflich weg, Harmodios findet auf der Stelle den Tod.
Quelle der ÜbersetzungThukydides. Geschichte des Peloponnesischen Krieges, übers. von G.P. Landmann, 2 Bde, München 1993.
Beschreibung Ausschnitt aus der detaillierten Beschreibung (s. Thuk. 6,54-59) der Ermordung des Hipparchos, Bruder des athenischen Tyrannen Hippias, durch Harmodios und Aristogeiton. Das Attentat ereignete sich an den Panathenäen des Jahres 514 v.Chr.
KategorieAbseits des Krieges: Privat
QualitätHistorisch
SchlagwortAttentat, Gefangennahme, Hinrichtung, Mord, Rache, Tyrann
BearbeiterInMargit Linder
Permalinkhttp://gams.uni-graz.at/o:via.85