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Thuk. 4,127,2

TitelGeschichte des Peloponnesischen Krieges
AutorThukydides
Zeitangabe5. Jh.v.Chr.
Originaltext …τότε δὴ τῶν μετὰ τοῦ Βρασίδου Ἑλλήνων ἐν τῇ εὐρυχωρίᾳ οἱ πολλοὶ τῶν βαρβάρων ἀπέσχοντο, μέρος δέ τι καταλιπόντες αὐτοῖς ἐπακολουθοῦν προσβάλλειν, οἱ λοιποὶ χωρήσαντες δρόμῳ ἐπί τε τοὺς φεύγοντας τῶν Μακεδόνων οἷς ἐντύχοιεν ἔκτεινον καὶ τὴν ἐσβολήν,…
Quelle K. Hude, Thucydides Historiae, 2 Bde, Leipzig : Teubner, 1913-25 (Bücher 1-2 überarbeitet von O. Luschnat, 1960).
Übersetzung …da ließen die meisten Barbaren im offenen Feld von Brasidas und seinen Hellenen ab, nur ein Teil blieb zurück…die übrigen setzten im Lauf den fliehenden Makedonen nach, töteten, wen die antrafen, und besetzten vorne schon den Paß…
Quelle der ÜbersetzungThukydides. Geschichte des Peloponnesischen Krieges, übers. von G.P. Landmann, 2 Bde, München 1993.
Beschreibung Schilderung der Schlacht zwischen Spartanern und ihren Verbündeten, den Makedonen, gegen den Lynkestenfürsten Arrabaios im Sommer 423 v.Chr (s. Thuk. 4,124-128). Es war dies bereits das zweite gemeinsame Unternehmen gegen den Barbarenführer. Im Jahr zuvor war der Spartaner Brasidas auf das Hilfegesuch des Perdikkas II. von Makedonien hin, mit einem Heer von insg. 1700 Hopliten nach Thrakien aufgebrochen (s. Thuk. 4,78-83). Das zweite Aufeinandertreffen endete für die Spartaner mit einer Niederlage. Das Verhalten der Makedonen – sie hatten die Flucht angetreten und ihre Verbündeten im Stich gelassen – führte zur Entzweiung der einstigen Partner. Perdikkas wurde von Brasidas offiziell zum Feind erklärt.
KategorieKrieg: Kampfhandlungen
QualitätHistorisch
SchlagwortFeldschlacht, Landschlacht, Verrat
BearbeiterInMargit Linder
Permalinkhttp://gams.uni-graz.at/o:via.54