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Thuk. 3,70,6

TitelGeschichte des Peloponnesischen Krieges
AutorThukydides
Zeitangabe5. Jh.v.Chr.
Originaltext …λαβόντες ἐγχειρίδια ἐξαπιναίως ἐς τὴν βουλὴν ἐσελθόντες τόν τε Πειθίαν κτείνουσι καὶ ἄλλους τῶν τε βουλευτῶν καὶ ἰδιωτῶν ἐς ἑξήκοντα·…
Quelle K. Hude, Thucydides Historiae, 2 Bde, Leipzig : Teubner, 1913-25 (Bücher 1-2 überarbeitet von O. Luschnat, 1960).
Übersetzung …da standen sie zusammen, drangen mit Dolchen unversehens in den Rat ein und erschlugen Peithias und noch andere, Ratsleute und Bürger, an die sechzig Männer.
Quelle der ÜbersetzungThukydides. Geschichte des Peloponnesischen Krieges, übers. von G.P. Landmann, 2 Bde, München 1993.
Beschreibung Beschreibung der Stasis-ähnlichen Zustände auf Korkyra im Sommer 427 v.Chr. Die Textstelle schildert ein Ereignis zu Beginn der Volkswirren, die zu einem gewaltigen Bürgerkrieg ausarten sollten (s. Thuk. 3,70-84), der durch politische Konflikte zwischen den Oligarchen und Demokraten hervorgerufen worden war. Die einen wollten Verbündete der Athener bleiben, die anderen einen Anschluss an Korinth, welches die im Krieg um Epidamnos (435 v.Chr.) gefangenen Korkyrer zurückgegeben hatte. Dies führte zu blutigen Parteikämpfen, aus denen die Oligarchen letztendlich als Sieger hervorgingen. Ein gewisser Peithias, Gastfreund Athens und Volksführer, wurde angeklagt, Korkyra unter die Herrschaft des Seebundes bringen zu wollen. Die Anklage konnte abgewiesen werden, doch Peithias wurde kurz darauf von seinen politischen Kontrahenten während einer Ratssitzung ermordet.
KategorieAbseits des Kriegs: Öffentlich
QualitätHistorisch
SchlagwortBürgerkrieg, Ermordung, Gewalt innerhalb der Gemeinde, Hinrichtung, Hinterhalt, Mord, Stasis Verrat
BearbeiterInMargit Linder
Permalinkhttp://gams.uni-graz.at/o:via.37