| Titel | Geschichte des Peloponnesischen Krieges |
| Autor | Thukydides |
| Zeitangabe | 5. Jh.v.Chr. |
| Originaltext |
τοὺς δ’ ἄλλους ἄνδρας οὓς ὁ Πάχης ἀπέπεμψεν ὡς αἰτιωτάτους ὄντας τῆς ἀποστάσεως
Κλέωνος γνώμῃ διέφθειραν οἱ Ἀθηναῖοι (ἦσαν δὲ ὀλίγῳ πλείους χιλίων)…
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| Quelle |
K. Hude, Thucydides Historiae, 2 Bde, Leipzig : Teubner, 1913-25 (Bücher
1-2 überarbeitet von O. Luschnat, 1960).
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| Übersetzung |
Die andern Männer aber, die Paches als die Hauptschuldigen am Abfall hergesandt
hatte, die wurden von den Athenern auf Kleons Antrag getötet – es waren etwas
über 1000.
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| Quelle der Übersetzung | Thukydides. Geschichte des Peloponnesischen Krieges, übers. von G.P.
Landmann, 2 Bde, München 1993. |
| Beschreibung |
Mytilene – im SO von Lesbos gelegen - war 428 v.Chr. nach Unstimmigkeiten mit
Athen vom Seebund abgefallen und strebte einen Anschluss an den Peloponnesischen
Bund an. Die Stadt wurde für diesen Verrat hart bestraft. Dem athenischen
Strategen Paches gelang es, Mytilene unter seine Kontrolle zu bringen. Der
Spartaner Salaithos wurde nach Athen gesandt und dort hingerichtet. Einzig ein
athenischer Volksbeschluss verhinderte, dass sämtliche männliche Bewohner der
Stadt getötet und alle Frauen und Kinder in die Sklaverei verkauft wurden. Der
Abfall-Versuch von Athen endete für Mytilene mit dem Tod von 1000 Menschen,
sowie der Schleifung der Mauern, Verlust der Selbstständigkeit und der
Konfiszierung aller Schiffe. Die Stadt erhielt in Folge eine Art Besatzung in
Form einer attischen Kleruchie.
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| Kategorie | Krieg: abseits der Kampfhandlungen |
| Qualität | Historisch |
| Schlagwort | Bestrafung, Gefangene, Hinrichtung, Strafe |
| BearbeiterIn | Margit Linder |
| Permalink | http://gams.uni-graz.at/o:via.33 |