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Hom.Od. 22,374-389

TitelOdyssee
Autor Homer
Zeitangabe8. Jh.v.Chr.
Originaltext ἀλλ’ ἐξελθόντες μεγάρων ἕζεσθε θύραζε ἐκ φόνου εἰς αὐλήν, σύ τε καὶ πολύφημος ἀοιδός, ὄφρ’ ἂν ἐγὼ κατὰ δῶμα πονήσομαι ὅττεό με χρή.” ὣς φάτο, τὼ δ’ ἔξω βήτην μεγάροιο κιόντε· ἑζέσθην δ’ ἄρα τώ γε Διὸς μεγάλου ποτὶ βωμόν, πάντοσε παπταίνοντε, φόνον ποτιδεγμένω αἰεί. πάπτηνεν δ’ Ὀδυσεὺς καθ’ ἑὸν δόμον, εἴ τις ἔτ’ ἀνδρῶν ζωὸς ὑποκλοπέοιτο, ἀλύσκων κῆρα μέλαιναν. τοὺς δὲ ἴδεν μάλα πάντας ἐν αἵματι καὶ κονίῃσι πεπτεῶτας πολλούς, ὥς τ’ ἰχθύας, οὕς θ’ ἁλιῆες κοῖλον ἐς αἰγιαλὸν πολιῆς ἔκτοσθε θαλάσσης δικτύῳ ἐξέρυσαν πολυωπῷ οἱ δέ τε πάντες κύμαθ’ ἁλὸς ποθέοντες ἐπὶ ψαμάθοισι κέχυνται τῶν μέν τ’ ἠέλιος φαέθων ἐξείλετο θυμόν· ὣς τότ’ ἄρα μνηστῆρες ἐπ’ ἀλλήλοισι κέχυντο.
Quelle R.Hampe, Homer. Odyssee, griech./dt., Stuttgart 2010
Übersetzung „[…] Aber nun geht aus den Hallen und setzt euch draußen im Hofe fern von dem Morden hin, du und der gepriesene Sänger, bis ich im Hause alles verrichtet habe, was not ist.“ Sprach es; aber die beiden gingen hinaus aus der Halle, ließen dann an des großen Zeus Altare sich nieder, immer noch ringsum spähend, den Tod noch ständig erwartend. Auch Odysseus spähte im Haus, ob einer der Männer sich noch lebend verstecke, vermeidend das schwarze Verhängnis. Aber er sah sie alle, die vielen im Kampfe Gefallnen, liegen in Blut und Staub […] Also lagen die Freier dort übereinander geschüttet.
Quelle der ÜbersetzungR. Hampe, Homer. Odyssee, Stuttgart 1979
Beschreibung Phemios, ein Sänger, und Medon, ein Bote, bitten Odysseus um Gnade, die er ihnen auch gewährt. Er schickt sie fort vom Ort des Mordes, wo die toten Freier aufgestapelt liegen.
Kategorie Abseits des Kriegs : Privat
QualitätMythisch
SchlagwortBestrafung, Strafe, Rache, Vergeltung, Tod im Kampf
BearbeiterInMarie-Therese Mocnik, Margit Offenmüller
Permalinkhttp://gams.uni-graz.at/o:via.2582