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Hom.Od. 22,321-329

TitelOdyssee
Autor Homer
Zeitangabe8. Jh.v.Chr.
Originaltext εἰ μὲν δὴ μετὰ τοῖσι θυοσκόος εὔχεαι εἶναι, πολλάκι που μέλλεις ἀρήμεναι ἐν μεγάροισι τηλοῦ ἐμοὶ νόστοιο τέλος γλυκεροῖο γενέσθαι, σοὶ δ’ ἄλοχόν τε φίλην σπέσθαι καὶ τέκνα τεκέσθαι· τῶ οὐκ ἂν θάνατόν γε δυσηλεγέα προφύγοισθα.” ὣς ἄρα φωνήσας ξίφος εἵλετο χειρὶ παχείῃ κείμενον, ὅ ῥ’ Ἀγέλαος ἀποπροέηκε χαμᾶζε κτεινόμενος τῷ τόν γε κατ’ αὐχένα μέσσον ἔλασσε· φθεγγομένου δ’ ἄρα τοῦ γε κάρη κονίῃσιν ἐμίχθη.
Quelle R.Hampe, Homer. Odyssee, griech./dt., Stuttgart 2010
Übersetzung ... „Wenn du dich rühmst, du seist ihr Opferbeschauer gewesen, hast du gewiß schon oft in diesen Hallen gebetet, daß das Ziel der ersehnten Heimkehr ferne mir bleibe, dir aber meine Gemahlin folge und Kinder gebäre; darum dürftest du nicht dem schmerzlichen Tode entrinnen.“ Also sprach er und nahm ein Schwert mit der kräftigen Hand auf, das da lag, Ageláos hatte es fallen gelassen, als er starb; das schlug er ihm mitten hinein in den Nacken. Während er aufschrie, wurde sein Haupt vermischt mit dem Staube.
Quelle der ÜbersetzungR. Hampe, Homer. Odyssee, Stuttgart 1979
Beschreibung Odysseus tötet den um Gnade bittenden Opferbeschauer Leiodes, der die Taten der Freier nicht gutgeheißen hatte, mit einem Schwerthieb.
Kategorie Abseits des Kriegs : Privat
QualitätMythisch
SchlagwortBestrafung, Strafe, Rache, Vergeltung, Enthauptung, Schwert
BearbeiterInMarie-Therese Mocnik, Margit Offenmüller
Permalinkhttp://gams.uni-graz.at/o:via.2580