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Hom.Od. 20,241-246

TitelOdyssee
Autor Homer
Zeitangabe8. Jh.v.Chr.
Originaltext μνηστῆρες δ’ ἄρα Τηλεμάχῳ θάνατόν τε μόρον τε ἤρτυον αὐτὰρ ὁ τοῖσιν ἀριστερὸς ἤλυθεν ὄρνις, αἰετὸς ὑψιπέτης, ἔχε δὲ τρήρωνα πέλειαν. τοῖσιν δ’ Ἀμφίνομος ἀγορήσατο καὶ μετέειπεν· “ὦ φίλοι, οὐχ ἥμιν συνθεύσεται ἥδε γε βουλή, Τηλεμάχοιο φόνος· ἀλλὰ μνησώμεθα δαιτός.
Quelle R. Hampe, Homer. Odyssee. Griechisch/Deutsch, Stuttgart 2010
Übersetzung Dem Telemachos wollten die Freier aber bereiten Tod und Verderben; da nahte sich ihnen zur Linken ein Vogel, ein hoch fliegender Adler der hielt eine schüchterne Taube. Und Amphínomos sprach in ihrer Versammlung und sagte: „Freunde, es wird dieser Plan uns nicht nach Wunsche gelingen, daß wir Telemachos töten; drum laßt uns des Mahles gedenken.“
Quelle der ÜbersetzungR. Hampe, Homer. Odyssee. Griechisch/Deutsch, Stuttgart 2010
Beschreibung Die Freier hatten erneut den Entschluss gefasst, Telemachos zu töten und sich gerade auf die Positionen dafür begeben, als ein Adler mit einer Taube in den Krallen von links kommend über sie hinwegfliegt. Amphínomos deutet dies als ein Zeichen der Götter, dass ihr Plan heute nicht gelingen wird und rät daher dazu sich zum Mahle zu begeben, der Vorschlag wird angenommen.
Kategorie Abseits des Krieges : Privat
QualitätMythisch
SchlagwortOrakelspruch, Hinterhalt, Attentat
BearbeiterInWinfried Kumpitsch, Margit Offenmüller
Permalinkhttp://gams.uni-graz.at/o:via.2517