| Titel | Der Gallische Krieg |
| Autor |
Caius Julius Caesar
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| Zeitangabe | 1. Jh.v.Chr. |
| Originaltext |
itaque omnibus, qui arma tulerant, manus praecidit vitam que concessit, quo testatior esset poena improborum. Drappes, quem captum esse a Caninio docui, sive indignitate et dolore vinculorum sive timore gravioris supplicii paucis diebus cibo se abstinuit atque ita interiit.
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| Quelle |
G. Dorminger (Hrsg.), C. Julius Caesar. Der Gallische Krieg, 1981
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| Übersetzung |
Er ließ daher allen, die gekämpft hatten, die Hände abschneiden und schenkte ihnen dann das Leben, damit die Betsrafung boshafter Aufsässiger um so mehr in die Augen falle. Drappes, der, wie berichtet, von Caninius gefangen genommen war, verweigerte aus Wut und Schmerz über die Gefangennahme oder aus Furcht vor größerer Strafe einige Tage jede Nahrung und erlitt so den Hungertod.
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| Quelle der Übersetzung | G. Dorminger (Hrsg.), C. Julius Caesar. Der Gallische Krieg, 1981 |
| Beschreibung |
Als Folge des grausamen Verdurstens bei der Belagerung von Uxellodunum setzen die Bewohner die Belagerungsgeräte der Römer in Brand. Nachdem mehere Römer verwundet sind, befahl Caesar den Kohorten, den Stadtberg zu erklimmen. Dadurch erschreckt, liessen die Bewohner von der Verteidigung ab. Als dann auch noch die Wasserquelle an ihrem Ursprung verschlossen wurde und das Wasser aus für die Anwohner nicht erkennbaren Gründen ausblieb, dachten sie, es sei Wille der Götter und ergaben sich. Hirtius betont ein weiteres Mal die Milde Cäsars, dass er sich aber gezwungen sah, den Kämpfenden die Hände abzuhacken, als exemplarisches Beispiel. Drappes trieb seine Gefangennahme in den Freitod.
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| Kategorie |
Krieg
:
Kampfhandlungen
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| Qualität | Historisch |
| Schlagwort | Verstümmelung, Bestrafung, Selbstmord, Verhungern |
| BearbeiterIn | Margit Offenmüller |
| Permalink | http://gams.uni-graz.at/o:via.2425 |