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Thuk. 2,67,4

TitelGeschichte des Peloponnesischen Krieges
AutorThukydides
Zeitangabe5. Jh.v.Chr.
Originaltext ἀφικομένων δὲ αὐτῶν δείσαντες οἱ Ἀθηναῖοι τὸν Ἀριστέα μὴ αὖθις σφᾶς ἔτι πλείω κακουργῇ διαφυγών, ὅτι καὶ πρὸ τούτων τὰ τῆς Ποτειδαίας καὶ τῶν ἐπὶ Θρᾴκης πάντα ἐφαίνετο πράξας, ἀκρίτους καὶ βουλομένους ἔστιν ἃ εἰπεῖν αὐθημερὸν ἀπέκτειναν πάντας καὶ ἐς φάραγγα ἐσέβαλον, δικαιοῦντες τοῖς αὐτοῖς ἀμύνεσθαι οἷσπερ καὶ οἱ Λακεδαιμόνιοι ὑπῆρξαν, τοὺς ἐμπόρους οὓς ἔλαβον Ἀθηναίων καὶ τῶν ξυμμάχων ἐν ὁλκάσι περὶ Πελοπόννησον πλέοντας ἀποκτείναντες καὶ ἐς φάραγγας ἐσβαλόντες. πάντας γὰρ δὴ κατ’ ἀρχὰς τοῦ πολέμου Λακεδαιμόνιοι ὅσους λάβοιεν ἐν τῇ θαλάσσῃ ὡς πολεμίους διέφθειρον, καὶ τοὺς μετὰ Ἀθηναίων ξυμπολεμοῦντας καὶ τοὺς μηδὲ μεθ’ ἑτέρων.
Quelle K. Hude, Thucydides Historiae, 2 Bde, Leipzig : Teubner, 1913-25 (Bücher 1-2 überarbeitet von O. Luschnat, 1960).
Übersetzung Bei ihrer Ankunft fürchteten die Athener, Aristeus, wenn er entrinne, würde ihnen später noch mehr Abbruch tun…und ohne Urteil, ohne die Männer, die noch reden wollten, auch nur anzuhören, töteten sie sie alle noch gleichen Tags und warfen sie in den Abgrund…um Vergeltung zu üben für das, was die Spartaner angefangen hätten, als sie die athenischen und verbündeten Kaufleute, die auf Frachtern den Peloponnes umfuhren, gefangen, getötet und die in Abgründe geworfen hätten. Denn am Anfang des Krieges hatten die Spartaner ziemlich alle, die sie auf dem Meer ergriffen, als Feinde umgebracht, sowohl die Kampfgenossen der Athener als auch die Parteilosen.
Quelle der ÜbersetzungThukydides. Geschichte des Peloponnesischen Krieges, übers. von G.P. Landmann, 2 Bde, München 1993.
Beschreibung Im Sommer 413 v.Chr. machten der Korinther Aristeus sowie Gesandte aus Sparta, (Aneristos, Nikolaos und Pratodamos) Tegea (Timagoras) und Argos (Pollis) bei König Sitalkes in Thrakien Halt auf ihrem Weg nach Asien zum persischen Großkönig. Der Aufenthalt sollte dazu dienen, den Sitalkes für einen Feldzug gegen das attische Heer bei Poteidaia zu gewinnen. Zufällig hielten sich zur selben Zeit Gesandte aus Athen (Learchos und Ameinniades) am thrakischen Königshof auf. Sie überredeten den Sohn des Sitalkes, Sadokos, ihnen die Männer auszuliefern. Dieser stimmte zu, ließ sie vor der Abreise ergreifen und übergab sie den Athenern, die sie ermordeten.
KategorieKrieg: abseits der Kampfhandlungen
QualitätHistorisch
SchlagwortBestrafung, Hinrichtung, Rache, Strafe, Tod durch Verrat, Verrat
BearbeiterInMargit Linder
Permalinkhttp://gams.uni-graz.at/o:via.19