| Titel | Geschichte des Peloponnesischen Krieges |
| Autor | Thukydides |
| Zeitangabe | 5. Jh.v.Chr. |
| Originaltext |
λέγεται δὲ καὶ Ἀλκμέωνι τῷ Ἀμφιάρεω, ὅτε δὴ ἀλᾶσθαι αὐτὸν μετὰ τὸν φόνον τῆς
μητρός, τὸν Ἀπόλλω ταύτην τὴν γῆν χρῆσαι οἰκεῖν, ὑπειπόντα οὐκ εἶναι λύσιν τῶν
δειμάτων πρὶν ἂν εὑρὼν ἐν ταύτῃ τῇ χώρᾳ κατοικίσηται ἥτις ὅτε ἔκτεινε τὴν μητέρα
μήπω ὑπὸ ἡλίου ἑωρᾶτο μηδὲ γῆ ἦν, ὡς τῆς γε ἄλλης αὐτῷ μεμιασμένης.
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| Quelle |
K. Hude, Thucydides Historiae, 2 Bde, Leipzig : Teubner, 1913-25 (Bücher
1-2 überarbeitet von O. Luschnat, 1960).
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| Übersetzung |
Es heißt auch, dass Alkmeon Amphiaraos’ Sohn, als er so heimatlos umherirrte nach
dem Muttermord, diese Stelle als Wohnsitz zugewiesen erhielt durch einen
Wahrspruch Apollons, der ihm andeutete, es sei keine Lösung aus seinen Qualen,
als bis er das Land finde und bebaue, das, als er seine Mutter erschlug, noch
nicht von der Sonne geschaut wurde und noch nicht Land war, da jedes andre für
ihn unrein sei.
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| Quelle der Übersetzung | Thukydides. Geschichte des Peloponnesischen Krieges, übers. von G.P.
Landmann, 2 Bde, München 1993. |
| Beschreibung |
Kurzer Bericht über das Schicksal des Alkmaion, der gemäß dem Auftrag seines
Vaters Amphiaraos seine eigene Mutter ermordete. Als Folge wurde er von den
Erinyen verfolgt und flüchtete sich schließlich nach Oiniadai, wo er sich
niederließ. Die mythische Erzählung erfolgt im Zuge der Beschreibung der
Landschaft um Oiniadai, welches als einzige akarnanische Stadt Athen feindlich
gesinnt war. Der Athener Phormion hatte geplant, die Stadt im Winter 429/28
v.Chr. einzunehmen, musste sein Vorhaben jedoch aufgrund der schlechten
klimatischen Bedingungen aufgeben.
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| Kategorie | Abseits des Kriegs: Privat |
| Qualität | Mythisch |
| Schlagwort | Gewalt innerhalb der Familie, Mord, Muttermord |
| BearbeiterIn | Margit Linder |
| Permalink | http://gams.uni-graz.at/o:via.14 |