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Thuk. 8,73,6

TitelGeschichte des Peloponnesischen Krieges
AutorThukydides
Zeitangabe5. Jh.v.Chr.
Originaltext ὥστε ἐπειδὴ αὐτοῖς ἐπετίθεντο οἱ τριακόσιοι, βοηθησάντων πάντων τούτων, μάλιστα δὲ τῶν Παράλων, περιεγένοντο οἱ τῶν Σαμίων πλέονες, καὶ τριάκοντα μέν τινας ἀπέκτειναν τῶν τριακοσίων, τρεῖς δὲ τοὺς αἰτιωτάτους φυγῇ ἐζημίωσαν…
Quelle K. Hude, Thucydides Historiae, 2 Bde, Leipzig : Teubner, 1913-25 (Bücher 1-2 überarbeitet von O. Luschnat, 1960).
Übersetzung Als daher die Dreihundert lossschlugen, gewann die Mehrheit der Samier mit all dieser Hilfe, vor allem der Paraler, die Oberhand, erschlug etwa dreißig von den Dreihundert und strafte die Hauptschuldigen mit Verbannung.
Quelle der ÜbersetzungThukydides. Geschichte des Peloponnesischen Krieges, übers. von G.P. Landmann, 2 Bde, München 1993.
Beschreibung In Samos war es im Sommer 411 v.Chr. zu einem Putsch unter der Leitung der dort ansässigen Athener, der sog. Verschwörung der 300, gekommen. Ziel des Umsturzes war die Einführung einer Oligarchie. Im Zuge dieser Ereignisse wurde Hyperbolos von den athenischen Oligarchen ermordet. Dem Volk von Samos gelang es, mit Unterstützung der übrigen Athener unter Thrasybolos und Thrasylos, die Revolution niederzuschlagen und die Demokratie wiederherzustellen. Dreißig der dreihundert Verschwörer wurden bei den Kampfhandlungen getötet, die für den Putschversuch Verantwortlichen wurden verbannt.
KategorieAbseits des Kriegs: Öffentlich
QualitätHistorisch
SchlagwortAufstand, Bürgerkrieg, Gewalt innerhalb der Gemeinde, Mord, politischer Mord, Revolte, Stasis
BearbeiterInMargit Linder
Permalinkhttp://gams.uni-graz.at/o:via.122