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Thuk. 1,134,1-4

TitelGeschichte des Peloponnesischen Krieges
AutorThukydides
Zeitangabe5. Jh.v.Chr.
Originaltext καὶ ἐς οἴκημα οὐ μέγα ὃ ἦν τοῦ ἱεροῦ ἐσελθών, ἵνα μὴ ὑπαίθριος ταλαιπωροίη, ἡσύχαζεν. οἱ δὲ τὸ παραυτίκα μὲν ὑστέρησαν τῇ διώξει, μετὰ δὲ τοῦτο τοῦ τε οἰκήματος τὸν ὄροφον ἀφεῖλον καὶ τὰς θύρας ἔνδον ὄντα τηρήσαντες αὐτὸν καὶ ἀπολαβόντες ἔσω ἀπῳκοδόμησαν, προσκαθεζόμενοί τε ἐξεπολιόρκησαν λιμῷ. καὶ μέλλοντος αὐτοῦ ἀποψύχειν ὥσπερ εἶχεν ἐν τῷ οἰκήματι, αἰσθόμενοι ἐξάγουσιν ἐκ τοῦ ἱεροῦ ἔτι ἔμπνουν ὄντα, καὶ ἐξαχθεὶς ἀπέθανε παραχρῆμα.
Quelle K. Hude, Thucydides Historiae, 2 Bde, Leipzig : Teubner, 1913-25 (Bücher 1-2 überarbeitet von O. Luschnat, 1960).
Übersetzung Er betrat ein nicht sehr großes Gebäude, das zum Heiligtum gehörte…und hielt sich still darin. Die anderen, die ihn im Augenblick der Flucht nicht mehr hatten einholen können, hoben danach den Giebel des Gebäudes ab, und indem sie ihn drinnen beobachteten, dass er nicht heraus konnte, mauerten sie die Tür zu, belagerten ihn und hungerten ihn aus. Kurz bevor er…in dem Gebäude verscheiden wollte…führten ihn noch lebend aus dem Heiligtum, und kaum draußen, starb er auf der Stelle.
Quelle der ÜbersetzungThukydides. Geschichte des Peloponnesischen Krieges, übers. von G.P. Landmann, 2 Bde, München 1993.
Beschreibung Pausanias wurde nach seiner Rückkehr nach Sparta - vermutlich 471/70 v.Chr. - beschuldigt, mit den Heloten konspiriert zu haben. Er entging einer Verurteilung aufgrund mangelnder Beweise. Den Ephoren wurden in Folge Berichte zugetragen, wonach Pausanias seine Kontakte zum Perserkönig weiterhin aufrecht hielt. Da die Ephoren diese Vorwürfe mit Beweismaterial untermauern konnten, floh Pausanias in den Tempel der Athena Chalkioikos, wo man ihn einsperrte und verhungern ließ.
KategorieAbseits des Kriegs: Öffentlich
QualitätHistorisch
SchlagwortAushungern, Bestrafung, Strafe
BearbeiterInMargit Linder
Permalinkhttp://gams.uni-graz.at/o:via.12