| Titel | Geschichte des Peloponnesischen Krieges |
| Autor | Thukydides |
| Zeitangabe | 5. Jh.v.Chr. |
| Originaltext |
καὶ ἄνδρας τέ τινας ἀπέκτειναν οὐ πολλούς, οἳ ἐδόκουν ἐπιτήδειοι εἶναι
ὑπεξαιρεθῆναι, καὶ ἄλλους ἔδησαν, τοὺς δὲ καὶ μετεστήσαντο·…
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| Quelle |
K. Hude, Thucydides Historiae, 2 Bde, Leipzig : Teubner, 1913-25 (Bücher
1-2 überarbeitet von O. Luschnat, 1960).
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| Übersetzung |
Einige Männer brachten sie um, nicht viele, deren Beseitigung ihnen günstig
schien, andre setzten sie gefangen, einige entfernten sie auch aus der
Stadt.
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| Quelle der Übersetzung | Thukydides. Geschichte des Peloponnesischen Krieges, übers. von G.P.
Landmann, 2 Bde, München 1993. |
| Beschreibung |
Nach dem katastrophalen Ausgang der Sizilischen Expedition gab es in Athen einige
Politiker (allen voran Peisandros und Antiphon), die den Sturz der Demokratie
und die Einführung eines oligarchischen Regimes („Rat der 400“) befürworteten.
Auf diesem Wege sollte auch die Rückkehr des wegen Mysterien- und Hermenfrevels
zum Tode verurteilten Alkibiades ermöglicht werden. Die Umstürzler erreichten
die Einsetzung „der Vierhundert“, indem sie sich – einer jeder mit einem Dolch
ausgestattet und insg. 120 Männern zur Unterstützung – vors Rathaus stellten und
den Ratsmitgliedern, die gerade zum Bohnenlos versammelt waren, befahlen,
freiwillig hinauszugehen. Die Mitglieder des Rates erhielten ihr übliches
Taggeld und verließen das Gebäude ohne Widerstand. So ging der Putsch
größtenteils ohne Gewalt vonstatten.
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| Kategorie | Abseits des Kriegs: Öffentlich |
| Qualität | Historisch |
| Schlagwort | Aufstand, Bürgerkrieg, Gewalt innerhalb der Gemeinde, Mord, politischer Mord, Revolte, Stasis |
| BearbeiterIn | Margit Linder |
| Permalink | http://gams.uni-graz.at/o:via.118 |