| Titel | Geschichte des Peloponnesischen Krieges |
| Autor | Thukydides |
| Zeitangabe | 5. Jh.v.Chr. |
| Originaltext |
καὶ γὰρ Ἀνδροκλέα τέ τινα τοῦ δήμου μάλιστα προεστῶτα ξυστάντες τινὲς τῶν
νεωτέρων κρύφα ἀποκτείνουσιν, ὅσπερ καὶ τὸν Ἀλκιβιάδην οὐχ ἥκιστα ἐξήλασε, καὶ
αὐτὸν κατ’ ἀμφότερα, τῆς τε δημαγωγίας ἕνεκα καὶ οἰόμενοι τῷ Ἀλκιβιάδῃ ὡς
κατιόντι καὶ τὸν Τισσαφέρνην φίλον ποιήσοντι χαριεῖσθαι, μᾶλλόν τι διέφθειραν·
καὶ ἄλλους τινὰς ἀνεπιτηδείους τῷ αὐτῷ τρόπῳ κρύφα ἀνήλωσαν.
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| Quelle |
K. Hude, Thucydides Historiae, 2 Bde, Leipzig : Teubner, 1913-25 (Bücher
1-2 überarbeitet von O. Luschnat, 1960).
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| Übersetzung |
So war ein gewisser Androkles, der vor andern das Volk leitete, von einer Gruppe
junger Leute, die sich dafür vereinigt, erschlagen worden; dieser hatte keinen
geringen Anteil an Alkibiades`Verbannung, und aus beiden Gründen…hatten sie ihn
hauptsächlich umgebracht; und noch einige andre Widersache hatten sie auf die
gleiche Weise heimlich beseitigt.
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| Quelle der Übersetzung | Thukydides. Geschichte des Peloponnesischen Krieges, übers. von G.P.
Landmann, 2 Bde, München 1993. |
| Beschreibung |
Nach dem katastrophalen Ausgang der Sizilischen Expedition gab es in Athen einige
Politiker (allen voran Peisandros), die den Sturz der Demokratie und die
Einführung eines oligarchischen Regimes („Rat der 400“) befürworteten. Auf
diesem Wege sollte auch die Rückkehr des wegen Mysterien- und Hermenfrevels zum
Tode verurteilten Alkibiades ermöglicht werden. Der athenische Demagoge
Androkles, der in seiner Funktion als Ratsherr die Anklage gegen Alkibiades
geführt hatte, wollte dessen Heimkehr verhindern, was ihn schließlich das Leben
kostete. Im Sommer des Jahres 411 v.Chr. wurde er von den Umstürzlern
ermordet.
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| Kategorie | Abseits des Kriegs: Öffentlich |
| Qualität | Historisch |
| Schlagwort | Ermordung, Gewalt innerhalb der Gemeinde, Mord, politischer Mord, Verrat |
| BearbeiterIn | Margit Linder |
| Permalink | http://gams.uni-graz.at/o:via.116 |