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Thuk. 8,38,3

TitelGeschichte des Peloponnesischen Krieges
AutorThukydides
Zeitangabe5. Jh.v.Chr.
Originaltext οἱ δὲ Χῖοι ἐν πολλαῖς ταῖς πρὶν μάχαις πεπληγμένοι, καὶ ἄλλως ἐν σφίσιν αὐτοῖς οὐ πάνυ εὖ διακείμενοι, ἀλλὰ καὶ τῶν μετὰ Τυδέως τοῦ Ἴωνος ἤδη ὑπὸ Πεδαρίτου ἐπ’ ἀττικισμῷ τεθνεώτων καὶ τῆς ἄλλης πόλεως κατ’ ἀνάγκην ἐς ὀλίγους κατεχομένης ὑπόπτως διακείμενοι ἀλλήλοις ἡσύχαζον,…
Quelle K. Hude, Thucydides Historiae, 2 Bde, Leipzig : Teubner, 1913-25 (Bücher 1-2 überarbeitet von O. Luschnat, 1960).
Übersetzung Die Chier, in den vielen bisherigen Kämpfen geschlagen, auch sonst untereinander nicht im besten Frieden, sondern voll gegenseitigen Argwohns, nachdem Tydeus Ions Sohn und die Seinen von Pedaritos wegen Athenerei hingerichtet und die übrige Stadt mit Gewalt unter die Herrschaft Weniger gezwungen war, sie hielten sich also untätig…
Quelle der ÜbersetzungThukydides. Geschichte des Peloponnesischen Krieges, übers. von G.P. Landmann, 2 Bde, München 1993.
Beschreibung Chios war im Jahr 412 v.Chr. vom Seebund abgefallen und wurde daraufhin von Angriffen durch die athenische Flotte heimgesucht und heftig belagert. Die Chier entschlossen sich, nach Sparta um Hilfe anzusuchen, die ihnen auch gewährt wurde. Der spartanische Harmost Pedaritos war nunmehr die Aufgabe zugekommen, die Stadt zu verteidigen. Allerdings ging er bei seinen Unternehmungen nicht immer diplomatisch vor. So ließ er einige Chier allein auf den Verdacht hin, mit den Athenern konspiriert zu haben, und ohne Gerichtsverhandlung hinrichten. Pedaritos selbst fiel bei einem seiner Angriffe auf die athenische Befestigung.
KategorieAbseits des Kriegs: Öffentlich
QualitätHistorisch
SchlagwortAufstand, Bestrafung, Bürgerkrieg, Gewalt/Tod innerhalb der Gemeinde, Revolte, Stasis, Strafe
BearbeiterInMargit Linder
Permalinkhttp://gams.uni-graz.at/o:via.114