Max
Doblinger,
Dr. Abraham Schwarz, der Verfasser der obderennsischen Landtafel von
1616, Wien,
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte des Protestantismus in
Österreich 77
1961, 17
ff.
.
Der Text der Abhandlung wurde aus dem Band "Jahrbuch der Gesellschaft für
Geschichte des Protestantismus in Österreich 77 (Wien 1961), S. 17ff." gescannt
und mit Hilfe eines OCR-Programms (Omnipage 18) in einen Volltext umgewandelt,
der durch den Herausgeber korrigiert wurde. Eventuelle Lese- und andere Fehler
sind daher mir zuzurechnen; ein Hinweis auf derartige Fehler würde die Qualität
weiter verbessern.
Bei der 2018 erfolgten Überarbeitung wurden überwiegend inzwischen hinzugekommene
Digitalisate eingebunden.
Es waren vier bedeutende Schwaben, welche ständische Dienste im ersten
Viertel des 17. Jahrhunderts in Linz an der Donau zusammenführten, das
damals eine geistige Spätblütezeit des Protestantismus beherbergte.
Von ihnen ist eingehend über Johannes
Kepler, den großen Sternkundigen, gehandelt worden.N.1 Leben und Werke des
Historikers Hieronymus
Megiser erörterte die Erstlingsarbeit des VerfassersN.2, während der bisher noch wenig
beachtete Theologe und Kirchenmusiker Daniel Hitzler eine schöne ausgereifte
Abhandlung von Othmar WesselyN.3 erhalten hat.
Hingegen sind wir über den Juristen Dr. Abraham Schwarz, den Verfasser der
obderennsischen Landtafel, bisher nur durch einen ZeitungsaufsatzN.4 des verdienten
ersten oberösterreichischen Landesarchivars
Dr. Ferdinand Krackowizer
berichtet,
welcher indes dazu lediglich das damals in Linz greifbare Material
heranzuziehen vermochte und weder über Herkunft und Jugend noch über den
letzten Lebensabschnitt dieses bedeutenden Mannes Nachrichten brachte.
Hier ist nun wenigstens über dessen Leben berichtet, jedoch wenig auf die
Landtafel und deren Entstehen eingegangen, was einer jüngeren Kraft und
einem Rechtshistoriker überlassen bleibt.
Wärmsten Dank für unermüdete Unterstützung schuldet der Verfasser den Beamten
des Oberösterreichischen Landesarchives (Linz), Herrn Obl. Grüll, ferner dem
Bayerischen Staatsarchive in Neuburg an der Donau, insbesondere Herrn
Staatsarchivrate Dr. Gerhard Nebinger, sowie der Württembergischen
Landesbibliothek in Stuttgart (durch Entlehnung), ferner den Genealogen Dr.
Pfeilsticker und Ilse Rorth dortselbst.
Abraham Schwarz kam zur Welt am 7. August 1562 zu Altdorf im Schönbuch (Kreis
Böblingen, Württemberg) als Sohn des Johann Thomas Schwarz, welcher daselbst
1558-1591 als Pfarrer wirkte.N.5
Über den Familienstand vgl. die beigegebene Stammtafel.
Im Pfarrhause aufgewachsen, wurde Abraham zunächst nach Stuttgart in die
Schule auf dem Österberge, 1575 in das dortige Pädagogium geschickt. Mit 1.
November 1576 — also vierzehnjährig! — auf der Landesuniversität Tübingen
immatrikuliertN.6, hörte er dort,
unterstützt von dem tüchtigen Präzeptor Erhard Cellius,
Philosophie und Humaniora bei Frischlin und
| Seite 18|Crusius
(Krause), den damaligen Größen der Hochschule. Am
28. März 1581 wurde er Baccalaureus, am 7. Februar 1582 Magister
Artium.N.7
Dann brachte er sich zunächst einige Jahre als Hofmeister durch. Vom
Stuttgarter Kanzler empfohlen, wurde er ein solcher der Brüder Wolfgang,
Ludwig und Markus Hohenfelder sowie des Georg
Achaz Enenkel auf Hoheneck, die alle am 17. Juli 1585 in
Tübingen immatrikuliert wurden.N.8 Durch
erstere, Söhne einer eifrig protestantischen Ritterfamilie, gewann er für
ihn nachmals wertvolle Beziehungen. Enenkel, ein
ebenfalls ritterbürtiger Niederösterreicher, machte seinem alten Lehrmeister
als tüchtiger Jurist Ehre.
Schwarzens Schüler wechselten dann mehrfach auch die Hochschulen, wie das bei
den adeligen Bildungsreisen häufig vorkam. Schließlich landete Schwarz mit
seinen Schützlingen in Basel, wo er sich beim gerühmten Professor
Brandmüller 1587 noch das Doktorat beider Rechte holte. Nun
gab er das Hofmeistern auf und übergab seine Pflegebefohlenen dem
Doktor Michael Ziegler, welcher nachmals Professor
in Tübingen wurde.
Als der Protestantismus Oberösterreichs sich um 1550-1560 festigte, wurden
auch seine Beziehungen zu Männern der Kirche, Gelehrten und zu den
protestantischen Universitäten "im Reiche" reger. Im Lande ob der Enns
bestanden solche vorab mit Nikolaus
Gallus, dem tüchtigen Superintendenten der damals
protestantischen Reichsstadt Regensburg, bald auch mit Tübingen.
Weit mehr als Wittenberg, war diese, auch bedeutend näher gelegene Hochschule
Von OberösterreichernN.9, jungen Adeligen und Bürgersöhnen, großenteils
Nichttheologen, aufgesucht. Dabei standen Regierung und Konsistorium von
Stuttgart mit Oberösterreichs weltlichen Ständen in steter Fühlungnahme.
Unter den oberösterreichischen Adeligen, welche Tübingen bevorzugten, sind
die ritterlichen Hohenfelder — mehrfach frühere
Diszipel unseres Schwarz — an erster Stelle zu nennen.N.10 Keine Frage, daß sie es waren, welche unserem
Abraham Schwarz den Weg in den Dienst der oberösterreichischen Stände
öffneten. Vermutlich ist es Achaz von Hohenfeld, vordem
Student in Wittenberg und 1568 in Tübingen, 1581f. Verordneter des
Ritterstandes gewesen, der in Kirchen- und Schulsachen ein Wort mitsprechen
konnte.
Noch 1587 traf Schwarz in Linz ein. Dort ward ihm sogleich die
Hofgerichts-Advokatur und Prokuratur bei der Landeshauptmannschaft und im
folgenden Jahre an der Landschaftsschule die Professur Institutionum Justiniani — also ein juristisches Kolleg —, endlich
auch die Rats- und Konsulentenstelle bei der Landschaft anvertraut.N.11 Angesichts dieses
Entgegenkommens heiratete Schwarz im März 1588; eingemietet war er im
Jörgerischen Freihause.
Aber trotz seiner Kenntnisse und Fähigkeiten mußte er erst seine Erfahrungen
machen. Wegen Abfassung einer Verteidigungsschrift für die Sierninger
Bauern, welche sich gegen den Versuch einer Gegenreformation stürmisch
gewehrt hatten, wurde Schwarz im August 1588 nach Wien vorgefordertN.12, wo er sich damit entschuldigte, daß er erst kurz im
Lande sei; auch war er erst 26 Jahre alt. Seine Tätigkeit wurde dann nach
einer anderen Seite gelenkt, die ihn alsbald völlig in Anspruch nahm.
| Seite 19|
Bis 1568 zurück reichten Anläufe der oberösterreichischen Stände um
Erstellung einer "Landtafel"
(Landesordnung), einer Festlegung von Recht und Gewohnheiten im Lande.N.13 Nach dem vermutlich 1571 erfolgten Ableben des
Veit StahelN.14, Stadtschreiber von
Freistadt und Linz, welcher dazu einen bemerkenswerten EntwurfN.15
fertiggestellt hatte, war der hiefür eingesetzte Ausschuß nicht vorwärts
gekommen. In der zweiten Jahreshälfte 1582 wurde jene "Kommission der
Doctores und Advokaten" in Sachen der Landtafel ergänzt oder neu aufgestellt
und ihr Abraham Schwarz beigezogen, der dann neben Balthasar
Eißler, dem Syndikus Matthias Winkler
und M. Georg Eisenmann darin tätig war. Uns wird das
Vorschreiten der Landtafel nur insoweit angehen, als der Lebenslauf ihres
Verfassers damit zusammenhing.
Er kann mit ihr noch nicht weit gekommen sein, als sich zunächst Vorboten
kommender Gegenreformation einstellten, dann diese unter der Leitung des
Landeshauptmannes Hans Christoph Freiherrn von Löbl im
Frühjahr 1600 in Linz selbst mit einer Jesuitenniederlassung und weiter mit
einer groß aufgezogenen Fronleichnamsprozession hereinbrach.N.16
Die Landschaftsschule, an welcher Schwarz nun offenbar nicht mehr tätig war,
wurde bereits im März 1600 geschlossen, doch durften ihr Rektor und die
Professoren, also wohl auch Schwarz, im Lande bleiben.N.17 Doch hielt sich dies auf die Dauer nicht. In Schwarzens
Leichenpredigt heißt es (S. 42), er sei glaubenshalber 1600 unter Verlusten
aus Österreich geschieden. Ob freiwillig oder gezwungen sowie den näheren
Anlaß und genaueren Termin erfahren wir nicht. Unterm 30. Dezember 1600
bewilligten die Verordneten dem Leonhard Rainer, Schwarzens Schreiber, "zu
Verehrung" 10 fl.N.18, Schwarz nichts. Dieser war offenbar,
spätestens im Herbste, abgereist. Er fuhr ohne Zweifel mit den Seinen zu
Schiff (wie fast alle in diesen Zeiten abgewanderten Linzer) zunächst nach
Regensburg.
Die nächste Sorge für Schwarz mußte sein, wieder zu Beschäftigung und
Verdienst zu kommen. Nun lag ungefähr halben Weges zwischen Regensburg und
Ulm Neuburg an der Donau, die kleine Residenz des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von der sogenannten
"Jungen Pfalz", dem nächsten protestantischen Gebiet. Dorthin gewann Schwarz
irgendwie Verbindung und wurde mit 9. März 1601 als Rat des Pfalzgrafen
angestellt.N.19 Schwarz
war also mit den Seinen dahin übersiedelt. Er gewann bald die Wertschätzung
und das Vertrauen seines neuen Dienstherren, der ihm dann 1604 auch ein
Söhnlein aus der Taufe hob. Fern von den Quellenbeständen und allen
Hilfsmitteln ließ sich aber in Neuburg an der Landtafel kaum arbeiten. Dabei
war sichtlich auch in Linz keine gleichwertige Kraft vorhanden, die Schwarz
ersetzt hätte, so daß die Arbeit daran auch dort stockte.
Schon im Frühjahr 1602 baten die obderennser Verordneten den Pfalzgrafen, daß
dieser ihnen Schwarz "eine Zeitlang" für das Landtafelwerk zur Verfügung
stelle.N.20 Der Pfalzgraf willigte ein, und Schwarz verhandelte in
Linz mir den beiden adeligen (protestantischen) Ständen. Er übernahm fortan
die Arbeit an der Landtafel zur Gänze; von Mitarbeitern verlautet weiter
nichts mehr. Um den 20. April 1602 bewilligten obige beiden Stände dem nach
Neuburg zurückkehrenden Schwarz für seine
| Seite 20| Arbeit
an der Landtafel 200 Dukaten, die ihm der Einnehmer Gregor
Händl auszahlteN.21. Bemerkt sei noch, daß gegen Schwarzens
zunächst zeitweilige Rückkehr nach Linz keine Einsprache erfolgte.
Der hochbegabte Georg Erasmus Tschernembl, welcher nun einen
ausgezeichneten Biographen erhalten hat, war im Frühjahr 1599 Ständischer
Verordneter gewordenN.22 und dadurch oft in
Linz festgehalten. Als Ersatz für Schwarz kam er nicht in Frage, doch war
ihm selbst das Landtafelwerk für seine politischen Absichten wichtig. Wohl
über sein Betreiben richteten die oberösterreichischen Stände dann (20. März
1605) an den Pfalzgrafen das Ersuchen, den Dr. Schwarz für die Landtafel
wieder auf 1-2 Monate (nach Linz) zu beurlauben.N.23 Zugleich ging an den
Neuburger Kanzler ein Schreiben der "oberen" Stände mit der Bitte ab,
Schwarz eine kurze Zeit herabzulassen. Besonders hätten die von der A. C.
Vertrauen zu ihm; neben dem profanen sei er auch mit dem Religionswesen
wohlvertraut.N.24
Der Pfalzgraf beurlaubte Schwarz sehr ungern, gewährte jedoch den
angesprochenen Termin und verlängerte denselben dann sogar noch um weitere
vier Wochen.N.25
Schwarz antwortete nach Linz aus Neuburg und anerkannte seine Verpflichtung,
für die Stände zu arbeiten, nahm obiges Anerbieten an und stellte sein
Eintreffen in Linz für den Sonntag Quasimodogeniti (17. April) in
AussichtN.26 Ein weiteres Schreiben richtete er an den Landschaftssekretär
Philipp Bubius,N.27 "seinen vertrauten Bruder", also einen guten
Freund, bei dem er sich zunächst einzuquartieren gedachte. Es war wohl auch
Bubius, der als Landschaftssekretär die für Schwarz wie Tschernembl
wertvolle Bekanntschaft förderte.
Letzterer hatte sich inzwischen 1603 als Verordneter entheben lassen, um sich
seinen Gütern, namentlich Schwertberg (im Machlande) zu widmen, und hatte
die dortige Schloßbibliothek überaus wertvoll vermehrt.N.28 Schwarz wurde bald mit Tschernembl
zusammengeführt, etwa Mitte Juni befand er sich bereits in Schwertberg. Er
verbrachte dort zehn Wochen, den größeren Teil seines diesmaligen
Aufenthaltes in Oberösterreich, an der Arbeit für die Landtafel und förderte
sie da entscheidend.N.29 Tschernembl,
welcher darin eine gute Waffe gegen den wachsenden landesfürstlichen
Absolutismus sah, drängte zur Fortsetzung und Vollendung.
Daraus haben wohl beide Männer Nutzen gezogen, der Jurist wie der den ganzen
Bildungsstand seiner Zeit erfassende Politiker.
Schwarzens Leistung wurde alsbald anerkannt. Die Verordneten verliehen ihm
auf sein Ansuchen (1605 Juni 24) ein Schulstipendium von jährlich 60
fl.N.30, das seinen
vielen Kindern zugute kam, und bewilligten (1605 Juli 6) dafür, daß er "die
Landtafel in eine andere Ordnung gebracht", eine Remuneration von 500
Gulden.N.31 Die adeligen
Verordneten hinwieder verehrten Tschernembl, der Schwarz bei obigem
Aufenthalte mit drei Dienern verköstigt hatte, 100 Gulden.N.32 Jedenfalls im Herbste kam Schwarz dann nach mehr
als vierteljähriger Abwesenheit nach Neuburg zurück. Doch blieb es nicht
dabei; das Landtafelwerk sollte ihn schliesslich wieder nach Linz
bringen.
Denn die Stände fragten wieder bei Tschernembl an, ob man nicht zur
Vollendung der Landtafel — wozu Schwarz sich erboten — diesen abermals beim
Pfalzgrafen ansprechen solle.N.33 Und
sie baten einhellig (fortab auch die Prälaten) Schwarz, dazu nochmals
herabzukommen; doch war dieser angesetzter Gerichtstage halber vorderhand
unabkömmlich. Etwa ab Trinitatis
| Seite 21| (15. Juni) 1606
war Schwarz abermals in Linz. Unterm 10. November baten die Stände den
Pfalzgrafen, zu entschuldigen, daß Schwarz erst etliche Tage nach dem
vereinbarten Termin zurückgekommen, und baten ihn nochmals für eine Zeit
aus.N.34 Darauf war er fast den ganzen März 1607, wenn nicht schon
früher, wieder in Linz. Am 7. dieses erhielt er dort 50 fl. für Zehrung
ausbezahlt und am 21. "für Tätigkeit an der Stände Sachen" 350 fl.N.35 — muß
also etliche Monate dort gewesen sein.
Durch das Landtafelwerk überwogen sichtlich immer mehr Schwarzens Linzer
Interessen, an welchen der Pfalzgraf wenig beteiligt war. Die
oberösterreichischen Stände bedankten sich (30. März 1607)N.36 für Schwarzens Belassung
und erbaten sie weiter. Darauf überließ ihnen der Pfalzgraf (mit 30. Juli
1607 a. St.)N.37 Schwarz zur
Vervollständigung der Landtafel nochmals für ein Jahr, doch blieb dieser
vorläufig im Dienste des Pfalzgrafen.
Nach Ablauf dieses Urlaubsjahres, aus welchem nur wenige Nachrichten
vorliegen, trat Schwarz mit 12. März 1608 abermals in den Dienst der
oberösterreichischen StändeN.38 und kam dadurch
wieder dauernd nach Linz zurück, unter dem Titel eines Ständischen
Advokaten. Das brachte mit sich, daß er neben der Landtafelarbeit nun zu den
verschiedensten Erledigungen herangezogen wurde. Mit 12. März 1608 erhielten
die Verordneten Vollmacht, mit Schwarz abzuschließen.N.39 Wenn die Stände nach Jahresabschluß
seiner noch bedürfen, soll er verhalten sein, am Werke noch zu bleiben,
ansonst halbjährige Kündigung beiderseits gelten. Der Gehaltsbezug ist nicht
angegeben. Spätestens in den nächsten Tagen traf Schwarz in Linz ein.N.40 Er ward sichtlich gut
aufgenommen.
Dann wurde er zunächst mit der Ausrichtung eines den Ständen eben
angefallenen Horstauerischen Vermächtnisses betraut.N.41 Für seine Mühewaltung dabei und "zu einer
Ergötzlichkeit" erhielt Schwarz (1611 August 29) 300 GuldenN.42, womit er seinen offenbar bescheidenen Verhältnissen
aufhalf. Er kam damals öfters nach Ottensheim, einmal (16O6) mit seinem
einstigen Diszipel Ludwig Hohenfelder.
Ansonst widmete sich Schwarz unermüdlich der Landtafel. Sein vorläufiger
Entwurf dazu begegnete jedoch bei verschiedenen Ständemitgliedern
Ausstellungen und Bedenken, welche anläßlich des bevorstehenden Besuches
Erzherzog Ferdinands (II.) als "Gravamina der
Stände"N.43
zusammengefaßt wurden. Sie sollten nicht die letzten bleiben.
Aus diesen Schaffensjahren Schwarzens stammt auch eine Porträtmedaille von
1612 auf ihn, welche Professor Günther Probszt in der Stiftssammlung von
Göttweig vorgefunden, in der (Wiener) Numismatischen Zeitschrift, 74. Band,
1951, S. 90, unter: Unbekannte Renaissance-Medaillen Nr. 10. Tafel I, Nr.4,
veröffentlicht und abgebildet hat. Darnach unsere Abbildung:
| Seite 22| Probszt entging nur, wer dieser Mann gewesen. Mit dem
einzigen, dadurch erhaltenen, sehr guten Porträt des Gelehrten ist die von
Alessandro
Abondio geschaffene Medaille für uns besonders
wertvoll.
Als der Erfurter Hans PlankN.44 daran ging,
die erste Buchdruckerei in Linz zu errichten, erhielt Schwarz den Auftrag,
darüber Bericht zu erstatten. Er entledigte sich desselben in befürwortender
Weise, worauf ihm die Verordneten die ständische Zensur über alle aus der
Druckerei hervorgehenden Erzeugnisse übertrugen.N.45
Durch die Landtafel und seine große Geschäftskenntnis wurde Schwarzbei den
Ständen immer mehr geschätzt. Als er 1618 um einen Urlaub zum Besuche des
Sauerbrunnens bei Eger (das spätere Franzensbad) ersuchte, wiesen ihn die
Stände anN.46,
erst abzureisen, bis König Ferdinand den Linzer Generallandtag geschlossen
hätte. Und als die Stände 1615 Gotthard von Starhemberg
auf die Prager Ländertagung schickten, da bat dieser, ihm "einen erfahrenen,
tüchtigen Mann wie Schwarz" auf jene Tagung als Sekretär mitzugebenN.47, was denn
auch geschah. So erreichte Schwarz in Linz eine geachtete Stellung bei
bisher mäßiger Vermögenslage, der auch seine GabeN.48 von zwei Dukaten für das Studentenspital in
Wittenberg entsprach.
Das änderte sich, als nach langwierigen Verzögerungen die endlich
fertiggestellte Landtafel am 17. Dezember 1616 den kaiserlichen
Landtagskommissären zur Bestätigung überreicht wurdeN.49, die jedoch nie erfolgte. Von Wien kam unseres Wissens
darauf kein Wort der Anerkennung, aber auch kein Einwurf dagegen. Daß ihm
die Stände seine Leistung nicht vergaßen, zeigte sich, als sie ihm zu seiner
(3.) Heirat mit der wohlhabenden Witwe Anna Maria Pfeffer (Linz, 19.
September 1617, vgl. Stammtafel) als Hochzeitsgeschenk 300 Gulden
überreichen ließen.N.50 Seitdem war er ein Mann von anderen
Mitteln.
Im April 1618, also zu Beginn der Weiterungen zwischen den Ständen und
Ferdinand II. lieh er — noch in gutem Gelde - ersteren 3000 Gulden.N.51 Darin lag sowohl
Entgegenkommen gegenüber seinen Dienstherren, als auch
| Seite 23| eine Gutheißung der ständischen Ansprüche, doch gehörte
er schwerlich zu deren Aktivisten. Es ist wohl kein Zufall, daß wir
weiterhin Schwarz Verkehr pflegen sehen mit den Hohenfeldern, seinen alten
Freunden, und dem ebenso entschieden lutherischen Karl
Jörger, mit dem auch er leidige Erfahrungen machteN.52, aber (so
viel wir wissen) keinen persönlichen mit dem kalvinistischen
Tschernembl.
Nach einigen mehr der Familie und seinen Gütern gewidmeten Jahren wurde
Tschernembl 1617 nochmals zum Verordneten des Herrenstandes gewählt.N.53 Seitdem griff er wieder in das sich
nun rasch entwickelnde politische Leben des Landes ein. Da liegt die Frage
nahe, inwieweit Schwarz daran mitbeteiligt war. Nun werden in der
Leichenrede auf Schwarz (S. 44) "schwere und sorgsame Kommissionen" erwähnt,
daran er "Leib und Leben" gesetzt habe. Derlei Aufträge (Tschernembls?)
müßten wohl in die Zeit der Ständischen Landesverwaltung fallen, dafür
jedoch liegt nicht der mindeste Beweis vor.
Mit dem Einmarsche und der Besetzung Oberösterreichs durch die Bayern
trennten sich spätestens anfangs August 1620 für immer Schwarzens und
Tschernembls Lebenswege. Letzterer hat sich vor den Bayern und der
erzwungenen Huldigung für Kaiser Ferdinand II. zunächst nach Retz zu den
niederösterreichischen Ständen begeben und endete weiterhin in der
Fremde.
Schwarz ließ seine hochschwangere Frau und die Kinder zu "Befreundten" nach
Steyr bringen und ist ihnen am 3. August, unmittelbar vor der Besetzung, von
Linz dahin gefolgt.N.54 Er hatte keine Bemüßigung, die Brücken mit Linz
abzubrechen und kehrte bald zurück, als alles in seinen neuen Gang gekommen
war. Wohl befand er sich dann neben einer Anzahl Adeliger unter den am 20.
März 1621 VerhaftetenN.55, doch kam er bald wieder frei und
kehrte auf seinen Dienstposten zurück. Allerdings mußte er nun beim
Statthalteramte eine Kaution erlegen.N.56
Die Besatzungszeit lastete überaus schwer auf dem Lande; dazu kam noch die
ausgebrochene schwere Geldkrise. Daher sahen sich die ständischen Beamten
("Offiziere") um andere Einnahmsquellen um. Im Mai 1621 wurden verschiedene
Tafernen unter diese (Schwarz und drei andere, die sich darüber einigten) in
Bestand gegeben.N.57
Auf Schwarzens Ansuchen um Enthebung von obiger Kaution und Erstattung der
Unkosten wurde er, 16. Dezember 1621, auf Geduld verwiesen.N.58 Im Juni 1622
anerkannten die Stände jedoch seine "langwierigen, getreuen und nützlichen
Dienste mit billigem Ruhm und Dank" und bewilligten ihm "zu einer Recompens"
2000 nun wohl geringwertige Gulden, versahen sich seiner weiteren Dienste
und daß er sonst keine Ansprüche stellte.N.59
Daneben schritt die Gegenreformation Jahr um Jahr vorwärts. Dem
Ausweisungsdekrete für die protestantischen Geistlichen und Schullehrer vom
4. Oktober 1625 fiel auch die Linzer Landschaftsschule zum Opfer. In
Erkenntnis des Wertes, welchen eine kaiserliche Bestätigung der Landtafel
für die Stände haben konnte, bemühte sich Schwarz etwa ab Mai 1625 in Wien
eifrig, jedoch vergebens darumN.60, wohl weil man sich dadurch nicht
selbst binden wollte.
Kaum einen Monat nach Schwarzens Rückkunft von Wien, im Gefolge des
Reformationspatentes vom 10., verkündet am 12. Oktober 1625, (das obige
Ausweisung erneuerte), wurde auch den durchwegs protestantischen Beamten der
Stände die Konversion bis Ostern 1626 befohlen. Wenn sie
| Seite 24| bis dahin nicht übergetreten oder durch Katholiken
ersetzt wären, werde der Kaiser die Ämter selbst vergeben.N.61 Darauf wurde zunächst Schwarz
verboten, sich weiter im Dienste gebrauchen zu lassen. Am 10. November
sagten dann Schwarz, der Sekretär Hans Georg Ernst, die Doktoren der Medizin
Philipp PersiusN.62, Paul Claus
und Johann Puchner, sowie weitere sieben "Offiziere"
den Dienst auf. Sie baten um Zeugnisse, daß sie nur der Religion halber
bemüßigt aus dem Dienst schieden, bei sonstigem Wohlverhalten und
Verdiensten, verlangten auch ihre AbrechnungN.63; hatte doch Schwarz der
Landschaft 1618 3000 fl. geliehen und 1621 eine Kaution geleistet, wegen
deren Rückzahlung er bereits vertröstet worden war.
Das ist der "schwarze Tag" für das Linzer Landhaus gewesen. Es fehlte nicht
an Stimmen, welche nun für Schwarz eintraten. Schon am nächsten Tag
richteten die Stände an den Statthalter die Bitte, Schwarz wegen seiner
Erfahrenheit in Gerichts- und Rechtssachen im ständischen Dienst zu
belassen.N.64 Dann wandten sich Gundakar von
Polheim und dessen Vetter Weikard,
namhafte Ständemitglieder, an die Verordneten mit dem Anliegen, Schwarz aus
demselben Grunde (wenigstens) das Verbleiben im Lande zu erwirken.N.65 Noch am 25. November erfolgte abermals eine
Intervention der Verordneten bei Herbersdorf, Schwarz als unersetzlich in
ständischen Diensten zu belassen.N.66
Alles vergeblich; denn dieser Mann taugte nicht in das neue System! An die
Stelle des "Unersetzlichen" kam (ab 1627 als Syndikus) mit höherem Gehalte
ein allerdings begabter, damals mittelloser, 27jähriger Bayer,
Joachim
EnzmilnerN.67, welchen die
Gegenreformation dann zum steinreichen Manne und zum Grafen von Windhaag
machte.
Da somit keine Aussicht mehr vorhanden war, Schwarz dem Lande zu erhalten und
der angesetzte, für die Beamten übrigens — was den Prälaten zu verdanken war
— um vier Wochen erstreckte Auswanderungstermin allmählich näher rückte,
wurden auch die nötigen Vorbereitungen für den Aufbruch ins Auge gefaßt.
Unterm 12. März 1626 erhielt Schwarz über seine Abfertigung den Bescheid,
die Kasse sei völlig erschöpft; sobald als möglich werde er daran
kommen.N.68 Am 20. März ließen sich die Verordneten vernehmen,
sie möchten ihm wegen der "Abledigung" des Schuldbriefes und der zu
übernehmenden Schiffskosten gerne willfahren, doch gehe das über die
Möglichkeit. Sie zahlen sofort 1000 fl., die dem Schiffmanne bewilligten 500
fl. (für Übersiedlung) werden diesem nach und nach bezahlt. Restliche 500
fl. sollten in Abrechnung seiner Schuld entrichtet werden.N.69
Damit war der Weg endlich freigemacht für die Abfahrt. Schwarz schied unter
Zwang, keineswegs in Unehren. Er dürfte im April 1626 abgereist sein, etwa
einen Monat vor dem angesetzten Auswanderungstermin und dem Ausbruche des
oberösterreichischen Bauernaufstandes.
In Linz wird der Historiker Hieronymus
Megiser Schwarz am nächsten gestanden haben, der
1613 hieher gekommen und anfangs Dezember 1620 da gestorben war. Der
Buchdrucker Hans Plank wanderte nun ebenfalls gleich
vielen anderen aus. Jedenfalls zerstob der Kreis, in welchem Schwarz dort
gelebt hatte.
Und in den Tagen, da die Bauern daheim zum letzten Kampfe antraten, ist
Tschernembl zu Genf im Exil gestorben.
Mit der Landtafel hatte Schwarz schon seit der erfolglosen Wiener Reise von
1625 nichts mehr zu tun. Sie blieb jedoch lebendes Recht auch ohne
| Seite 25| kaiserliche Bestätigung hierlands fast bis an das
Ende des österreichischen Vormärz, während wir über die Schicksale ihres
Verfassers bisher nur unzulänglich unterrichtet waren.
Schwarzens Fahrt ging abermals donauaufwärts. Eine Rückkehr nach Neuburg kam
indes nicht in Frage. Dort war sein Gönner, der Pfalzgraf Philipp Ludwig
bereits 1614 gestorben. Dessen Sohn Wolfgang Wilhelm aber hatte noch vor seines Vaters
Ende am Münchner Hofe konvertiert und inzwischen auf seinem Neuburger
Gebiete auch bereits die Gegenreformation durchgeführt.
Daher wurde Stuttgart mit der nahen Tübinger Hochschule Schwarzens Reiseziel
— die alte Heimat, wo ihn bewährte treue Freunde leicht wieder in eine
angemessene Stellung bringen konnten.
1627 war er dort bereits "fürstlich Württembergischer Rat", wie wir bei der
Begleichung von Interessen erfahren, weiter wurde er Hofgerichtsbeisitzer
und schließlich Oberrat.N.70 Auch
hier wird seine amtliche Tätigkeit gerühmt, über welche indes keine näheren
Angaben vorliegen.
Mit Linz beschränkte sich sein Verkehr weiterhin fast ausschließlich auf die
mehrfach wiederholte, infolge der Kriegszeiten nahezu erfolglose Betreibung
seiner ihm bei der Auseinandersetzung mit der Landschaft verbliebenen
Geldausstände, wie es manchem Vertriebenen dazumal so erging! Das begann
schon 1628 mit einer Vertröstung auf 360 fl. aufgelaufener Zinsen.N.71 Bei diesen Zeitläuften war einerseits in der ständischen
Kasse zu Linz beständig Ebbe, andrerseits erlitt auch der familiäre
Wohlstand der Abgewanderten schwere Einbußen. Wenn Schwarz mehrmals
dringlichst um Befriedigung seiner Ansprüche bat, da er zu seinem und der
Seinigen Unterhalte derselben höchst bedürftig seiN.72, erwidern die Stände im September 1682: "Weder Kapitalia
noch Interessen zu zahlen, läßt die jetzige Landsnoth und große, auf die
Soldateska bedürfende Ausgab nit zu, wie gern man ansonsten dem Supplikanten
gratificieren wollte."N.73 Es ist dabei nicht zu übersehen, daß nun
auch die Schwarz übertragenen Posten offenbar weniger abwarfen. 1634 wird
ihm auf seine nach Linz wiederholte Bitte um Zahlung der Interessen der
bündige Bescheid: "Bei noch unbezahlter Soldateska kann man dem Supplikanten
nit helfen."N.74 Im folgenden Jahre wird dem Linzer Einnehmer
aufgetragen nachzusehen, wie er dem Supplikanten, der den Ständen vormals
lange gedient, mit 200 fl. wirklich helfen könnte.N.75 Dann
bewilligten die Verordneten auf neuerliche Bitten Schwarzens um Auszahlung
wenigstens eines Teiles seines auf 3620 fl. angewachsenen Guthabens bei der
Landschaft aus der Landsteuer 1000 fl.N.76, die ihm jedoch nach
anderthalb Jahren noch immer nicht zugegangen waren. Eine weitere Bitte
ergab wieder eine Vertröstung. Wenn nun in den nächsten Jahren die Zusagen
ausfielen, so erklärt sich das wohl aus dem Kriegsverlauf. Nach der
Nördlinger Schlacht (2./6.September 1634) erfolgte rasch eine längere
Besetzung von Stuttgart durch die Kaiserlichen. Sie hatte offenbar auch den
vorläufigen Stillstand jener Angelegenheit zur Folge.
1637 wurde sie unter Zusicherungen, anerkennenden Worten und einer
Abschlagszahlung von 1000 Gulden weitergeführt.N.77 Unterm 5. November 1638
ließen ihm die Verordneten eine Anerkennung (Rekognition) seines
| Seite 27| Guthabens ausstellen.N.78 Sie traf Abraham Schwarz
nicht mehr unter den Lebenden.
Hat Schwarz in jenen Gesuchen seine Vermögenslage vielleicht auch etwas
düsterer dargestellt als sie war, so ist es doch keine Frage, daß sein
früherer Wohlstand etwa seit 1620 infolge der Kriegszeiten mehr und mehr
abgenommen hatte. Was mit den zwei Linzer Bürgerhäusern schließlich geschah,
die er seit etwa 1616 besessen haben dürfteN.79, sind wir unberichtet. Als kleinen
Besitz, dessen Verkauf an eine Gräfin Hoyos lange unerledigt blieb, hatte
Schwarz noch einen Garten "im Wörth" (donauabwärts der Linzer Stadtmauern).
Er wandte sich 1635 an den nunmehrigen Landeshauptmann von Oberösterreich,
Hans Ludwig Graf Kufstein, dem er wohl persönlich
bekannt war, mit der Bitte um Regelung der Angelegenheit.N.80
Schwarz war ein guter Familienvater und von tiefer Frömmigkeit erfüllt. In
seinem ruhigen Alter kam der Pfarrersohn bei ihm stärker zum Vorscheine. Er
war auch mit der Theologie wohlvertraut, stadtbekannt als ein
ausgezeichneter Kenner der Bibel, aus der er den Wortlaut ganzer Teile im
Gedächtnis behielt, dabei ein steter Kirchenbesucher, der häufig auch zum
Abendmahle gingN.81 Auf dem
Heimwege von der Kirche war es auch, wo Schwarz von Erpressern überfallen
und schwer mißhandelt wurde, wovon er sich nicht mehr erholte. Nach einem
Vierteljahre zunehmender, mit großer Geduld ertragener Kränklichkeit
verschied er am 1. Oktober 1638. In seiner letzten Stunde hat er noch
erfahren, daß die Stiftskirche, welche infolge Stuttgarts Besetzung durch
die Kaiserlichen nach der Nördlinger Schlacht gesperrt war, nun wieder
geöffnet wurde.
Schwarzens Grabstätte hat sich nicht erhalten, wohl aber die Porträtmedaille
auf ihn, am wichtigsten aber ist die in Stuttgart bei Mathias
Kautt 1640 gedruckte Leichenpredigt des Pfarrers
Jakob Umbeck: "Abraham, ich bin Dein Schildt und
Dein sehr großer Lohn". Hauptsächlich ihr verdanken wir die Nachrichten über
die Früh- und die Spätzeit des Toten.
Sein Lebenslauf, dessen Bedeutung sich in der Landtafel nahezu erschöpft,
reicht in den Maßen an Tschernembls Schicksal nicht hinan. Bisher
großenteils unbekannt, ist es aber doch wert, der Vergessenheit entrissen zu
werden.
Fußnoten
⇭N.1 Max Caspar, Bibliographia Kepleriana (München 1936); derselbe,
Johannes Kepler, 2.Aufl., München 1950.
⇭N.5 Leichenpredigt auf Abraham
Schwarz, gehalten von Jakob Umbeck (Stuttgart 1640), Württembergische
Landesbibliothek, Signatur 16.207 II (Sammelband von Leichenpredigten
der Familie Schwarz) S. 40-72.
⇭N.6 Heinrich Hermelink, Die Matrikel der
Universität Tübingen 1477—1600, Bd. 1, S. 561.
⇭N.12 Landtags-Annalen (O.-Ö.Landesarchiv), Bd.18 (1588), VI.
465-467; Karl Eber, Glaubensspaltung und Landstände in Österreich ob der
Enns 1525—1602 (Studien zur Reformationsgeschichte Oberösterreichs II,
S.241).
⇭N.13 Karl Graf Chorinsky, Die Erforschung der österreichischen
Rechtsquellen des 16. und 17. Jahrhunderts, mit besonderer
Berücksichtigung der oberösterreichischen Landesordnung (Linz 1895), S.
21 f.
⇭N.14 Franz
Klein-Bruckschweiger, Veit Stahel, Notar und Stadtschreiber in Linz.
Jahrbuch der Stadt Linz 1951, S. 389-420.
⇭N.30 Bescheidbuch, Bd. 1, Bl. 250; ein Gesuch des Dr.
Schwarz hatten die Verordneten 1605 Juni 24 abgewiesen, bis ein
Stipendium frei würde; ebda., Bl. 221' bis 222.
⇭N.40 Am 19. März 1608 erhielt Schwarz 25 fl. 4 kr. vom Einnehmer,
und am 24. März 26 fl. 52 kr. für Reisekosten von Neuburg her
ausbezahlt; ebda. Bd. 3, Bl. 63', 68.
⇭N.41 Stiftung
des im April 1608 verstorbenen Heinrich Horstauer, ständischen Chirurgen
zu Ottensheim, für die dortige Schule und zu Stipendien für Schüler der
Linzer Landschaftsschule. (F. X. Stauber, Historische Ephemeriden [Linz
1884], S. 14.)
⇭N.44Ferdinand Krackowizer
, Der erste Linzer
Buchdrucker und sein Nachfolger im 17. Jahrhundert, Archiv für
Geschichte der Diözese Linz III (1906), S. 134-190.
⇭N.48 Linz, 29.
April 1615; H. Schenner, Die Beteiligung der Protestanten Österreichs an
der Errichtung des Studentenspitales in Wittenberg, Jahrbuch der
Gesellschaft für die Geschichte des Protestantismus in Österreich, XXXI,
1910, S. 11-12.
⇭N.49 Sturmberger. S. 250, dafür erhielt Schwarz "als Taxe" 304
Gulden.
⇭N.50 Bescheidbuch. Bd. 4 (1613-1618), 1617
August 26. Bl. 470.
⇭N.52 Mit zwei Schuldbriefen von 1617 auf je 1000 Gulden; vgl.
Doblinger, Der Protestantismus in Aschach, Jahrbuch der Ges. für die
Gesch. des Protestantismus in Österreich, 1960, S. 16.
⇭N.60 Für den dortigen Aufenthalt
wurden ihm monatlich 250 fl. und dafür am 19. September 917 fl. 36 kr.
Liefergeld zu bezahlen bewilligt; Ständ. Bescheid-Protokoll, Bd. 9
(1624-1626), Bl. 114' und 129.
⇭N.61 Felix Stieve, Der oberösterreichische Bauernaufstand des Jahres 1626,
2. Aufl. 1925, I., S. 38-40.
⇭N.62 In Ortenburg
(Niederbayern), wohin viele Österreicher auswanderten, als Leibarzt der
dortigen Grafen verstorben 1644.
⇭N.63 Kreczi, Linzer
Regesten, Bd. II A 11, S. 21, Nr.12.402.
⇭N.64 Memorial. 1625 Oktober 16, Annalen, Bd. 73
(1625-1628), Bl.197.
⇭N.80 Schreiben Stuttgart 1635 März 23, Weinberger Handschrift Nr. 18,
Oberösterreichisches Landesarchiv, Herrn Obl. Grüll zu verdanken.
Schwarz hatte 1623 den damaligen Freiherrn Kufstein zur Hochzeit einer
Tochter geladen.