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      <titleStmt>
        <title>Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch für die gesammten Deutschen Erbländer der
     Oesterreichischen Monarchie</title>
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            <forename>Franz von</forename>
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          <resp when="2013">Digitale Version</resp>
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      Universität Graz</orgName>
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      Management System</orgName>
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      4.0</licence>
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        <pubPlace corresp="marcrelator:pup">Graz</pubPlace>
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        <title ref="http://gams.uni-graz.at/repat">Repertorium.at - Archiv des Repertoriums digitaler
     Quellen zur österreichischen und deutschen Rechtsgeschichte in der Frühen Neuzeit von Heino
     Speer</title>
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          <resp>Projektleitung</resp>
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            <forename>Heino</forename>
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          <author corresp="marcrelator:aut">
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              <forename>Franz von</forename>
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          </author>
          <title>Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch für die gesammten Deutschen Erbländer der
      Oesterreichischen Monarchie</title>. (<publisher/>
          <pubPlace corresp="marcrelator:pup">Wien</pubPlace>
          <date when="1811">1811</date>) <ref target="Google_Faksimile">Faksimile Archive Org</ref>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Transkription des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches von 1811 beruht auf einem <ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-6">digitalen Exemplar der
      Universitätsbibliothek Augsburg</ref> (Signatur: 01/PW 2715 A435-1/2), das nach dem Titelblatt
     in Wien 1811 gedruckt wurde. Spätestens seit der Arbeit von Otmar Seemann, Die mit "1811"
     datierten Drucke des ABGB (Wien 1995), ist bekannt, dass es sich bei den meisten Exemplaren um
     "unveränderte" Nachdrucke, nicht aber um einen Erstdruck handelt. Leider läßt sich der
     Augsburger Druck nach den von Seemann benutzten Unterscheidungskriterien keinem bestimmten Typ
     der Nachdrucke zuweisen, so dass die genaue Bestimmung des Druckes nicht vorgenommen werden
     kann. Für rechtshistorische Zwecke dürfte das wahre Erscheinungsjahr der Textvorlage jedoch
     keine Rolle spielen.</p>

        <p>Der so entstandene maschinenlesbare und von Suchmaschinen erfassbare Volltext des ABGB (eine
     bereits früher entstandene Transkription von Gerhard Köbler et al. findet sich <ref
            target="http://www.koeblergerhard.de/Fontes/ABGB1811.htm">hier</ref>) wurde in fünffacher
     Hinsicht ergänzt.<lb/> 1. Jeder Paragraph wurde mit einem "Anker" in der Form "&lt;a
     name="P.[Paragraphennummer]"/&gt;" versehen, so dass jeder Paragraph gesondert adressiert
     werden kann. Eine Verlinkung auf Paragraph 100 würde somit folgendermaßen aussehen können:
     "&lt;a href="http://...html#P.100"&gt;§. 100&lt;a&gt;".<lb/> 2. Eine Verlinkung vom Volltext
     erfolgte auf vier andere Quellen:<lb/> a) Den (Nach-)Druck der Ausgabe von 1811 im Augsburger
     Exemplar.<lb/> b) Den Druck in der Justizgesetzsammlung Nr. 946 in der Digitalen Ausgabe von
      <ref
            target="http://alex.onb.ac.at">ALEX / Österreichische Nationalbibliothek</ref> [mit Dank
     an das gesamte Team für die Unterstützung].<lb/> c) Den zeitgenössischen Kommentar des
     Verfassers des ABGB <ref
            target="https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_von_Zeiller">Franz von Zeiller</ref> aus den Jahren
     1811ff. Aus technischen Gründen konnte trotz der freundlichen Unterstützung der Arbeitsgruppe
     nicht das digitale Exemplar der Universitätsbibliothek Wien und <ref
            target="http://phaidra.univie.ac.at/o:80802">Phaidra</ref> benutzt werden, sondern musste auf
     ein <ref
            target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/metaopac/search?oclcno=25522353&amp;db=100">Exemplar der Staatsbibliothek München</ref> [Signatur: J.austr. 66 a-1] zurückgegriffen
     werden.<lb/> d) Schließlich wurde eine Verlinkung zu der aktuellen Version des ABGB im <ref target="http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Gesetzesnummer=10001622">Rechtsinformationssystem des Bundeskanzleramtes</ref> hergestellt. Da es aus Zeitgründen
     unmöglich war, bei jedem Paragraphen zu überprüfen, ob es eine aktuellere Version in RIS gab,
     wurde maschinell von jeder Paragraphennummer in der Ausgabe von 1811 auf eine, manchmal eben
     nur hypothetische Paragraphennummer der aktuellen Version verlinkt. Beim Anklicken dieser Links
     sind daher Fehlmeldungen "systemimmanent", da weggefallene oder nachträglich eingefügte
     Paragraphen mit anderer Zählweise nicht erfasst werden können.</p>
        <p>Ich hoffe dennoch, dass die hier vorgenommene Verlinkung potentiellen Benutzern dienlich sein
     kann.</p>
        <p>Ein solcher Editionsversuch kann — gerade wegen der fehlenden Vorbilder — nicht
     fehlerfrei sein. Daher bitte ich einerseits, alle Fehler mir als der verantwortlichen Person
     anzulasten, mir diese aber zugleich auch für eine Korrektur mitzuteilen.</p>
        <p>Durch ein vom <ref target="http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw/">Deutschen
      Rechtswörterbuch</ref> entwickeltes und hier eingebautes Programm führt ein Doppelklick auf
     ein Wort zu den hierzu im Deutschen Rechtswörterbuch vorhandenen Informationen.<lb/> Heino
     Speer, Klagenfurt im August 2013.</p>
      </editorialDecl>
      <schemaRef url="https://gams.uni-graz.at/o:repat.odd"/>
      <projectDesc>
        <p>Teil von <ref target="info:fedora/context:repat" type="context">repat</ref>
        </p>
        <p>Das Projekt archiviert die digitalen Quellen zur österreichischen und deutschen
     Rechtsgeschichte in der Frühen Neuzeit, die Heino Speer seit 2007 gesammelt hat.</p>
      </projectDesc>
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        <prefixDef ident="marcrelator" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://id.loc.gov/vocabulary/relators/$1">
          <p>Institutionelle und Personale Rollen taxonomie</p>
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        <prefixDef ident="dcterms" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://purl.org/dc/terms/$1">
          <p>Datums Taxonomie</p>
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      <langUsage>
        <language ident="de">Deutsch</language>
        <language ident="la">Latein</language>
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        <keywords>
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                <ref target="info:fedora/context:repat.quellen" type="context">Quellen</ref>
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                <ref target="info:fedora/context:repat.oesterreich" type="context">Österreich</ref>
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                <date type="dcterms:temporal" when="1811">1811</date>
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    </front>
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        <head>Allgemeines Österreichisches Bürgerliches Gesetzbuch. Wien 1811</head>
        <div xml:id="Einleitung">
          <head>Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch für die gesammten Deutschen Erbländer der
      Oesterreichischen Monarchie. I. Theil.</head>
          <p>Wien<lb/> Aus der k.k. Hof und Staatsdruckerey.<lb/> 1811 </p>
        </div>
        <div xml:id="Vorrede">
          <p> Wir Franz der Erste, von Gottes Gnaden Kaiser von Oesterreich; König zu Ungarn und Böhmen;
      Erzherzog zu Österreich, etc. etc.</p>
          <p> Aus der Betrachtung, daß die bürgerlichen Gesetze, um den Bürgern volle Beruhigung über den
      gesicherten Genuß ihrer Privat-Rechte zu verschaffen, nicht nur nach den allgemeinen
      Grundsätzen der Gerechtigkeit, sondern auch nach den besonderen Verhältnissen der Einwohner
      bestimmt, in einer ihnen verständlichen Sprache bekannt gemacht, und durch eine ordentliche
      Sammlung in stätem Andenken erhalten werden sollen, haben Wir seit dem Antritte Unserer
      Regierung unausgesetzt Sorge getragen, daß die schon von Unseren Vorfahren beschlossene und
      unternommene Abfassung eines vollständigen einheimischen bürgerlichen Gesetzbuches ihrer
      Vollendung zugeführt werde.</p>
          <p> Der während Unserer Regierung von Unserer Hof-Commission in Gesetzsachen zu Stande
      gebrachte Entwurf ward, so wie ehedem der Entwurf des Gesetzbuches über Verbrechen und schwere
      Polizey-Uebertretungen, den in den verschiedenen Provinzen eigens aufgestellten Commissionen
      zur Beurtheilung mitgetheilt, in Galizien aber inzwischen schon in Anwendung gesetzt.</p>
          <p> Nachdem auf solche Art die Meinungen der Sachverständigen und die aus der Anwendung
      eingehohlten Erfahrungen zur Berichtigung dieses so wichtigen Zweiges der Gesetzgebung benützt
      worden sind, haben Wir nun beschlossen, dieses allgemeine bürgerliche Gesetzbuch für Unsere
      gesammten Deutschen Erbländer kund zu machen, und zu verordnen, daß dasselbe mit dem ersten
      Januar 1812 zur Anwendung kommen solle.</p>
          <p> Dadurch wird das bis jetzt angenommene gemeine Recht, der am <date when="1786-11-01">1.
       November 1786</date> kund gemachte erste Theil des bürgerlichen Gesetzbuches, das für
      Galizien gegebene bürgerliche Gesetzbuch, sammt allen auf die Gegenstände dieses allgemeinen
      bürgerlichen Rechtes sich beziehenden Gesetzen und Gewohnheiten, außer Wirksamkeit
      gesetzt.</p>
          <p> Wie Wir aber in dem Gesetzbuche selbst zur allgemeinen Vorschrift aufgestellet haben, daß
      die Gesetze nicht zurück wirken sollen; so soll auch dieses Gesetzbuch auf Handlungen, die dem
      Tage, an welchem es verbindliche Kraft erhält, vorher gegangen, und auf die nach den früheren
      Gesetzen bereits erworbenen Rechte keinen Einfluß haben; diese Handlungen mögen in zweyseitig
      verbindlichen Rechtsgeschäften, oder in solchen Willenserklärungen bestehen, die von dem
      Erklärenden noch eigenmächtig abgeändert, und nach den in dem gegenwärtigen Gesetzbuche
      enthaltenen Vorschriften eingerichtet werden könnten.</p>
          <p> Daher ist auch eine schon vor der Wirksamkeit dieses Gesetzbuches angefangene Ersitzung
      oder Verjährung nach den älteren Gesetzen zu beurtheilen. Wollte sich jemand auf eine
      Ersitzung oder Verjährung berufen, die in dem neueren Gesetze auf eine kürzere Zeit als in den
      früheren Gesetzen bestimmt ist; so kann er auch diese kürzere Frist erst von dem Zeitpuncte,
      an welchem das gegenwärtige Gesetz verbindliche Kraft erhält, zu berechnen anfangen.</p>
          <p> Die Vorschriften dieses Gesetzbuches sind zwar allgemein verbindlich; doch bestehen für den
      Militär-Stand und für die zum Militär-Körper gehörigen Personen besondere, auf das
      Privat-Recht sich beziehende Vorschriften, welche bey den von, oder mit ihnen vorzunehmenden
      Rechtsgeschäften, obschon in dem Gesetzbuche nicht ausdrücklich darauf hingewiesen worden ist,
      zu beobachten sind. Handels- und Wechselgeschäfte werden nach den besonderen Handels- und
      Wechselgesetzen, in so fern sie von den Vorschriften dieses Gesetzbuches abweichen,
      beurtheilt.</p>
          <p> Auch bleiben die über politische, Cameral- oder Finanz-Gegenstände kund gemachten, die
      Privat-Rechte beschränkenden, oder näher bestimmenden Verordnungen, obschon in diesem
      Gesetzbuche sich darauf nicht ausdrücklich bezogen würde, in ihrer Kraft.</p>
          <p> Insbesondere sind die auf Geldzahlungen sich beziehenden Rechte und Verbindlichkeiten nach
      dem, über das zum Umlaufe und zur gemeinen Landes-(Wiener)Währung bestimmte Geld, bereits
      erlassenen Patente vom 20. Hornung 1811, oder nach den noch zu erlassenden besonderen
      Gesetzen, und nur bey deren Ermangelung, nach den allgemeinen Vorschriften des Gesetzbuches zu
      beurtheilen.</p>
          <p> Wir erklären zugleich den gegenwärtigen Deutschen Text des Gesetzbuches als den Urtext,
      wornach die veranstalteten Uebersetzungen in die verschiedenen Landessprachen Unserer
      Provinzen zu beurtheilen sind.</p>
          <p> Gegeben in Unserer Haupt- und Residenzstadt Wien, den ersten Monathstag Junius, im
      eintausend achthundert und eilften, unserer Reiche im neunzehnten Jahre.</p>
          <p> Franz.<lb/> (L.[ocus] S.[igilli])<lb/>
            <name type="person">Aloys Graf von und zu Ugarte</name>, königlich-Böhmischer oberster und
      erzherzoglich-Oesterreichischer erster Kanzler,</p>
          <p>
            <name type="person">Franz Graf von Woyna</name>.<lb/> Nach Sr . k. k. Majestät<lb/> höchst
      eigenem Befehle:<lb/>
            <name type="person">Johann Nepomuk Freyh. v. Geißlern</name>. </p>
        </div>
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          <p>
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                <cell>Inhalt.</cell>
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                <cell>Einleitung. Von den bürgerlichen Gesetzen überhaupt.</cell>
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                <cell>Erster Theil.<lb/> Von dem Personen-Rechte.</cell>
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                <cell>Erstes Hauptstück. Von den Rechten, welche sich auf persönliche Eigenschaften und
         Verhältnisse beziehen. §. 15—43</cell>
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                <cell>Zweytes Hauptstück. Von dem Eherechte. §. 44—136.</cell>
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                <cell>Drittes Hauptstück. Von den Rechten zwischen Aeltern und Kindern. § 137—186.</cell>
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                <cell>Viertes Hauptstück. Von den Vormundschaften und Curatelen. §. 187—284.</cell>
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                <cell>Zweyter Theil. <lb/> Von dem Sachenrechte.</cell>
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                <cell>Von Sachen und ihrer rechtlichen Eintheilung. §. 285—308.</cell>
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                <cell>Erste Abtheilung des Sachenrechtes. <lb/>Von den dinglichen Rechten.</cell>
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                <cell>Erstes Hauptstück, Von dem Besitze. §. 309—352.</cell>
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                <cell>Zweytes Hauptstück. Von dem Eigenthumsrechte. § 353—379.</cell>
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                <cell>Drittes Hauptstück. Von der Erwerbung des Eigenthumes durch Zueignung. §.
         380—403.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.3">36</ref>
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                <cell>Viertes Hauptstück. Von Erwerbung des Eigenthumes durch Zuwachs. §. 402—422.</cell>
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                <cell>Fünftes Hauptstück. Von erwerbung des Eigenthumes durch Uebergabe. §. 423—446.</cell>
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                <cell>Sechstes Hauptstück. Von dem Pfandrechte. §. 447—471.</cell>
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                <cell>Siebentes Hauptstück. Von Dienstbarkeiten (Servituten). § 472—530</cell>
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                  <ref target="#2.7">71</ref>
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                <cell>Achtes Hauptstück. Von dem Erbrechte. §. 531—551.</cell>
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                <cell>Neuntes Hauptstück. Von der Erklärung des letzten Willens überhaupt und den
         Testamenten ins besondere. §. 552—603.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.9">100</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Zehntes Hauptstück. Von Nacherben und Fideicomissen. §. 604—646.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.10">117</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Eilftes Hauptstück. Von Vermächtnissen. §. 647—694.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.11">132</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Zwölftes Hauptstück. Von Einschränkung und Aufhebung des letzten Willens. §.
         695—726.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.12">150</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Dreyzehntes Hauptstück. Von der gesetzlichen Erbfolge. §. 727—761.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.13">162</ref>
                </cell>
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              <row>
                <cell>Vierzehntes Hauptstück. Von dem Pflichttheile und der Anrechnung in den Pflicht- oder
         Erbtheil. §. 762—796.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.14">179</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Fünfzehntes Hauptstück. Von Besitznehmung der Erbschaft. §. 797—824.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.15">191</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Sechzehntes Hauptstück. Von der Gemeinschaft des Eigenthumes und anderer dinglichen
         Rechte. §. 825—858.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.16">202</ref>
                </cell>
              </row>
              <row cols="2">
                <cell>Zweyte Abtheilung. Von den persönlichen Sachenrechten.</cell>
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                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Siebzehntes Hauptstück. Von Verträgen überhaupt. §. 859—937.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.17">215</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Achtzehntes Hauptstück. Von Schenkungen. §. 938—956.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.18">246</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Neunzehntes Hauptstück. Von dem Verwahrungsvertrage. §. 957—970.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.19">253</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Zwanzigstes Hauptstück. Von dem Leihvertrage. §. 971—982.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.20">259</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Ein und zwanzigstes Hauptstück. Von dem Darleihensvertrage. §. 983—1001.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.21">263</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Zwey und zwanzigstes Hauptstück. Von der Bevollmächtigung und anderen Arten der
         Geschäftsführung. §. 1002—1044.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.22">270</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Drey und zwanzigstes Hauptstück. Von dem Tauschvertrage. §. 1045—1052.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.23">286</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Vier und zwanzigstes Hauptstück. Von dem Kaufvertrage. §. 1053—1089.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.24">289</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Fünf und zwanzigstes Hauptstück. Von Bestand-, Erbpacht- und Erbzins-Verträgen. §.
         1090—1150.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.25">301</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Sechs und zwanzigstes Hauptstück. Von entgeldlichen Verträgen über Dienstleistungen.
         §. 1151—1174.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.26">325</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Sieben und zwanzigstes Hauptstück. Von dem Vertrage über eine Gemeinschaft der Güter.
         §. 1175—1216.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.27">334</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Acht und zwanzigstes Hauptstück. Von den Ehe-Pacten. §. 1217—1266.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.28">349</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Neun und zwanzigstes Hauptstück. Von den Glücksverträgen. §. 1267—1292.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.29">368</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Dreyßigstes Hauptstück. Von dem Rechte des Schadensersatzes und der Genugthuung. §.
         1293—1341</cell>
                <cell>
                  <ref target="#2.30">378</ref>
                </cell>
              </row>
              <row cols="2">
                <cell>Dritter Theil. Von den gemeinschaftlichen Bestimmungen der Personen- und
         Sachenrechte.</cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Erstes Hauptstück. Von Befestigung der Rechte und Verbindlichkeiten. §.
         1342—1374.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#3.1">1</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Zweytes Hauptstück. Von Umänderung der Rechte und Verbindlichkeiten. §.
         1375—1410.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#3.2">13</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Drittes Hauptstück. Von Aufhebung der Rechte und Verbindlichkeiten. §.
         1411—1450.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#3.3">25</ref>
                </cell>
              </row>
              <row>
                <cell>Viertes Hauptstück. Von der Verjährung und Ersitzung. §. 1451—1502.</cell>
                <cell>
                  <ref target="#3.4">39</ref>
                </cell>
              </row>
            </table>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.0000">
          <head>Einleitung. Von den bürgerlichen Gesetzen überhaupt.</head>
          <div xml:id="NA.0001">
            <head>§. 1.</head>
            <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0020-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=467">JGS 946</ref> ::
<ref
                target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA31">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1">RIS</ref>]</p>
            <p>[Marginalie: Begriff des bürgerlichen Rechtes.]</p>
            <p> Der Inbegriff der Gesetze, wodurch die Privat-Rechte und Pflichten der Einwohner des
       Staates unter sich bestimmt werden, macht das bürgerliche Recht in demselben aus.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.0002">
            <head>§. 2.</head>
            <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0020-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=467">JGS 946</ref> ::
<ref
                target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA34">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=2">RIS</ref>]</p>
            <p> So bald ein Gesetz gehörig kund gemacht worden ist, kann sich niemand damit entschuldigen,
       daß ihm dasselbe nicht bekannt geworden sey. </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.0003">
            <head>§. 3.</head>
            <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0020-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=467">JGS 946</ref> ::
<ref
                target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA37">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=3">RIS</ref>]</p>
            <p>[Marginalie: Anfang der Wirksamkeit der Gesetze.]</p>
            <p> Die Wirksamkeit eines Gesetzes und die daraus entspringenden rechtlichen Folgen nehmen
       gleich nach der Kundmachung ihren Anfang; es wäre denn, daß in dem kund gemachten Gesetze
       selbst der Zeitpunct seiner Wirksamkeit weiter hinaus bestimmt würde.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.0004">
            <head>§. 4.</head>
            <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0021-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=467">JGS 946</ref> ::
<ref
                target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA41">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=4">RIS</ref>]</p>
            <p>[Marginalie: Umfang des Gesetzes.]</p>
            <p>Die bürgerlichen Gesetze verbinden alle Staatsbürger der Länder, für welche sie kund
       gemacht worden sind. Die Staatsbürger bleiben auch in Handlungen und Geschäften, die sie
       außer dem Staatsgebiethe vornehmen, an diese Gesetze gebunden, in so weit als ihre
       persönliche Fähigkeit, sie zu unternehmen, dadurch eingeschränket wird, und als diese
       Handlungen und Geschäfte zugleich in diesen Ländern rechtliche Folgen hervor bringen sollen.
       In wie fern die Fremden an diese Gesetze gebunden sind, wird in dem folgenden Hauptstücke
       bestimmt.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.0005">
            <head>§. 5.</head>
            <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0021-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=467">JGS 946</ref> ::
<ref
                target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA46">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=5">RIS</ref>]</p>
            <p> Gesetze wirken nicht zurück; sie haben daher auf vorher gegangene Handlungen und auf
       vorher erworbene Rechte keinen Einfluß.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.0006">
            <head>§. 6.</head>
            <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0021-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=467">JGS 946</ref> ::
<ref
                target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA49">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=6">RIS</ref>]</p>
            <p>[Marginalie: Auslegung.]</p>
            <p> Einem Gesetze darf in der Anwendung kein anderer Verstand beygelegt werden, als welcher
       aus der eigentümlichen Bedeutung der Worte in ihrem Zusammenhange und aus der klaren Absicht
       des Gesetzgebers hervorleuchtet.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.0007">
            <head>§. 7.</head>
            <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0022-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=467">JGS 946</ref> ::
<ref
                target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA62">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=7">RIS</ref>]</p>
            <p>Läßt sich ein Rechtsfall weder aus den Worten noch aus dem natürlichen Sinne eines Gesetzes
       entscheiden, so muß auf ähnliche, in den Gesetzen bestimmt entschiedene Fälle, und auf die
       Gründe anderer damit verwandten Gesetze Rücksicht genommen werden. Bleibt der Rechtsfall noch
       zweifelhaft; so muß solcher mit Hinsicht auf die sorgfältig gesammelten und reiflich
       erwogenen Umstände nach den natürlichen Rechtsgrundsätzen entschieden werden.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.0008">
            <head>§. 8.</head>
            <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0022-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=467">JGS 946</ref> ::
<ref
                target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA72">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=8">RIS</ref>]</p>
            <p>Nur dem Gesetzgeber steht die Macht zu, ein Gesetz auf eine allgemein verbindliche Art zu
       erklären. Eine solche Erklärung muß auf alle noch zu entscheidende Rechtsfälle angewendet
       werden, dafern der Gesetzgeber nicht hinzufügt, daß seine Erklärung bey Entscheidung solcher
       Rechtsfälle, welche die vor der Erklärung unternommenen Handlungen und angesprochenen Rechte
       zum Gegenstande haben, nicht bezogen werden solle.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.0009">
            <head>§. 9.</head>
            <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0023-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=468">JGS 946</ref> ::
<ref
                target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA75">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=9">RIS</ref>]</p>
            <p>[Marginalie: Dauer des Gesetzes.]</p>
            <p> Gesetze behalten so lange ihre Kraft, bis sie von dem Gesetzgeber abgeändert oder
       ausdrücklich aufgehoben werden.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.0010">
            <head>§. 10.</head>
            <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0023-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=468">JGS 946</ref> ::
<ref
                target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA78">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=10">RIS</ref>]</p>
            <p>[Marginalie: Andere Arten der Vorschriften, als: a) Gewohnheiten.]</p>
            <p>Auf Gewohnheiten kann nur in den Fällen, in welchen sich ein Gesetz darauf beruft,
       Rücksicht genommen werden.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.0011">
            <head>§. 11.</head>
            <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0023-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=468">JGS 946</ref> ::
<ref
                target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA81">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=11">RIS</ref>]</p>
            <p>[Marginalie: b) Provinzial-Statuten.]</p>
            <p>Nur jene Statuten einzelner Provinzen und Landesbezirke haben Gesetzeskraft, welche nach
       der Kundmachung dieses Gesetzbuches von dem Landesfürsten ausdrücklich bestätiget werden.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.0012">
            <head>§. 12.</head>
            <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0023-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=468">JGS 946</ref> ::
<ref
                target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA84">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=12">RIS</ref>]</p>
            <p>[Marginalie: c) Richterliche Aussprüche.]</p>
            <p>Die in einzelnen Fällen ergangenen Verfügungen und die von Richterstühlen in besonderen
       Rechtsstreitigkeiten gefällten Urtheile haben nie die Kraft eines Gesetzes, sie können auf
       andere Fälle oder auf andere Personen nicht ausgedehnet werden.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.0013">
            <head>§. 13.</head>
            <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0023-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=468">JGS 946</ref> ::
<ref
                target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA87">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=13">RIS</ref>]</p>
            <p>[Marginalie: d) Privilegien.]</p>
            <p>Die einzelnen Personen oder auch ganzen Körpern verliehenen Privilegien und Befreyungen
       sind, in so fern hierüber die politischen Verordnungen keine besondere Bestimmung enthalten,
       gleich den übrigen Rechten zu beurtheilen.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.0014">
            <head>§. 14.</head>
            <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0024-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=468">JGS 946</ref> ::
<ref
                target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA90">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=14">RIS</ref>]</p>
            <p>[Marginalie: Haupteintheilung des bürgerlichen Rechtes.]</p>
            <p>Die in dem bürgerlichen Gesetzbuche enthaltenen Vorschriften haben das Personen-Recht, das
       Sachen-Recht und die denselben gemeinschaftlich zukommenden Bestimmungen zum Gegenstande.</p>
          </div>
        </div>
        <div xml:id="NA.1">
          <head>Erster Theil.<lb/> Von dem Personen-Rechte.</head>
          <div xml:id="NA.1.1">
            <head>Erstes Hauptstück.<lb/> Von den Rechten, welche sich auf persönliche Eigenschaften und
       Verhältnisse beziehen.</head>
            <div xml:id="NA.0015">
              <head>§. 15.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0025-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=468">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA98">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=15">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Personen-Rechte.]</p>
              <p>Die Personen-Rechte beziehen sich theils auf persönliche Eigenschaften und Verhältnisse;
        theils gründen sie sich in dem Familien-Verhältnisse.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0016">
              <head>§. 16.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0025-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=468">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA102">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=16">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: I. Aus dem Charakter der Persönlichkeit. Angeborne Rechte.]</p>
              <p>Jeder Mensch hat angeborne, schon durch die Vernunft einleuchtende Rechte, und ist daher
        als eine Person zu betrachten. Sclaverey oder Leibeigenschaft, und die Ausübung einer darauf
        sich beziehenden Macht wird in diesen Ländern nicht gestattet.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0017">
              <head>§. 17.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0026-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=468">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA107">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=17">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Rechtliche Vermuthung derselben.]</p>
              <p>Was den angebornen natürlichen Rechten angemessen ist, dieses wird so lange als bestehend
        angenommen, als die gesetzmäßige Beschränkung dieser Rechte nicht bewiesen wird.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0018">
              <head>§. 18.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0026-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=468">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA108">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=18">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Erwerbliche Rechte.]</p>
              <p> Jedermann ist unter den von den Gesetzen vorgeschriebenen Bedingungen fähig, Rechte zu
        erwerben.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0019">
              <head>§. 19.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0026-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=468">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA110">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=19">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Verfolgung der Rechte.]</p>
              <p>Jedem, der sich in seinem Rechte gekränkt zu seyn erachtet, steht es frey, seine
        Beschwerde vor der durch die Gesetze bestimmten Behörde anzubringen. Wer sich aber mit
        Hintansetzung derselben der eigenmächtigen Hülfe bedienet, oder, wer die Gränzen der
        Nothwehre überschreitet, ist dafür verantwortlich.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0020">
              <head>§. 20.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0026-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=469">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA112">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=20">RIS</ref>]</p>
              <p>Auch solche Rechtsgeschäfte, die das Oberhaupt des Staats betreffen, aber auf dessen
        Privat-Eigenthum, oder auf die in dem bürgerlichen Rechte gegründeten Erwerbungsarten sich
        beziehen, sind von den Gerichtsbehörden nach den Gesetzen zu beurtheilen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0021">
              <head>§. 21.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0027-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=469">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA115">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=21">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: II. Personen-Rechte aus der Eigenschaft des Alters oder mangelnden Verstandesgebrauches.]</p>
              <p>Diejenigen, welche wegen Mangels an Jahren, Gebrechen des Geistes, oder anderer
        Verhältnisse wegen, ihre Angelegenheiten selbst gehörig zu besorgen unfähig sind, stehen
        unter dem besonderen Schutze der Gesetze. Dahin gehören: Kinder, die das siebente;
        Unmündige, die das vierzehnte; Minderjährige, die das vier und zwanzigste Jahr ihres Lebens
        noch nicht zurückgelegt haben; dann: Rasende, Wahnsinnige und Blödsinnige, welche des
        Gebrauches ihrer Vernunft entweder gänzlich beraubt oder wenigstens unvermögend sind, die
        Folgen ihrer Handlungen einzusehen; ferner diejenigen, welchen der Richter als erklärten
        Verschwendern die fernere Verwaltung ihres Vermögens untersagt hat; endlich, Abwesende und
        Gemeinden. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0022">
              <head>§. 22.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0028-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=469">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA120">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=22">RIS</ref>]</p>
              <p>Selbst ungeborne Kinder haben von dem Zeitpuncte ihrer Empfängniß an einen Anspruch auf
        den Schutz der Gesetze. In so weit es um ihre und nicht um die Rechte eines Dritten zu thun
        ist, werden sie als Geborne angesehen; ein todt gebornes Kind aber wird in Rücksicht auf die
        ihm für den Lebensfall vorbehaltenen Rechte so betrachtet, als wäre es nie empfangen
        worden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0023">
              <head>§. 23.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0028-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=469">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA123">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=23">RIS</ref>]</p>
              <p>Im zweifelhaften Falle, ob ein Kind lebendig oder todt geboren worden sey, wird das
        Erstere vermuthet. Wer das Gegentheil behauptet, muß es beweisen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0024">
              <head>§. 24.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0028-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=469">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA124">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=24">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: III. Aus dem Verhältnisse der Abwesenheit.]</p>

              <p>Wenn ein Zweifel entsteht, ob ein Abwesender oder Vermißter noch am Leben sey oder nicht;
        so wird sein Tod nur unter folgenden Umständen vermuthet: 1) wenn seit seiner Geburt ein
        Zeitraum von achtzig Jahren verstrichen und der Ort seines Aufenthaltes seit zehn Jahren
        unbekannt geblieben ist; 2) ohne Rücksicht auf den Zeitraum von seiner Geburt, wenn er durch
        dreyßig volle Jahre unbekannt geblieben; 3) wenn er im Kriege schwer verwundet worden; oder,
        wenn er auf einem Schiffe, da es scheiterte, oder in einer anderen nahen Todesgefahr gewesen
        ist, und seit der Zeit durch drey Jahre vermißt wird. In allen diesen Fällen kann die
        Todeserklärung angesucht und unter den (<ref target="#NA.0277">§. 277</ref>.) bestimmten
        Vorsichten vorgenommen werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0025">
              <head>§. 25.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0029-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=469">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA126">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=25">RIS</ref>]</p>
              <p> Im Zweifel, welche von zwey oder mehreren Verstorbenen Personen zuerst mit Tode
        abgegangen sey, muß derjenige, welcher den früheren Todesfall des Einen oder des Anderen
        behauptet, seine Behauptung beweisen; kann er dieses nicht, so werden Alle als zu gleicher
        Zeit verstorben vermuthet, und es kann von Übertragung der Rechte des Einen auf den Anderen
        keine Rede seyn.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0026">
              <head>§. 26.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0029-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=470">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA128">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=26">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: IV. Aus dem Verhältnisse einer moralischen Person.]</p>
              <p>Die Rechte der Mitglieder einer erlaubten Gesellschaft unter sich werden durch den Vertrag
        oder Zweck und die besondern für dieselben bestehenden Vorschriften bestimmt. Im
        Verhältnisse gegen Andere genießen erlaubte Gesellschaften in der Regel gleiche Rechte mit
        den einzelnen Personen. Unerlaubte Gesellschaften haben als solche keine Rechte weder gegen
        die Mitglieder, noch gegen Andere, und sie sind unfähig, Rechte zu erwerben. Unerlaubte
        Gesellschaften sind aber diejenigen, welche durch die politischen Gesetze insbesondere
        verbothen werden, oder offenbar der Sicherheit, öffentlichen Ordnung, oder den guten Sitten
        widerstreiten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0027">
              <head>§. 27.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0030-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=470">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA132">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=27">RIS</ref>]</p>
              <p> In wie fern Gemeinden in Rücksicht ihrer Rechte unter einer besonderen Vorsorge der
        öffentlichen Verwaltung stehen, ist in den politischen Gesetzen enthalten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0028">
              <head>§. 28.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0030-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=470">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA133">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=28">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: V. Aus dem Verhältnisse eines Staatsbürgers.]</p>
              <p> Den vollen Genuß der bürgerlichen Rechte erwirbt man durch die Staatsbürgerschaft. Die
        Staatsbürgerschaft in diesen Erbstaaten ist Kindern eines Oesterreichischen Staatsbürgers
        durch die Geburt eigen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0029">
              <head>§. 29.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0030-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=470">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA136">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=29">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Wie die Staatsbürgerschaft erworben;]</p>
              <p> Fremde erwerben die Oesterreichische Staatsbürgerschaft durch Eintretung in einen
        öffentlichen Dienst; durch Antretung eines Gewerbes, dessen Betreibung die ordentliche
        Ansässigkeit im Lande nothwendig macht; durch einen in diesen Staaten vollendeten
        zehnjährigen ununterbrochenen Wohnsitz, jedoch unter der Bedingung, daß der Fremde diese
        Zeit hindurch sich wegen eines Verbrechens keine Strafe zugezogen habe.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0030">
              <head>§. 30.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0031-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=470">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA138">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=30">RIS</ref>]</p>
              <p>Auch ohne Antretung eines Gewerbes oder Handwerkes, und vor verlaufenen zehn Jahren, kann
        die Einbürgerung bey den politischen Behörden angesucht, und von denselben, nachdem das
        Vermögen, die Erwerbfähigkeit und das sittliche Betragen des Ansuchenden beschaffen sind,
        verliehen werden. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0031">
              <head>§. 31.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0031-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=470">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA138">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=31">RIS</ref>]</p>
              <p> Durch die bloße Inhabung oder zeitliche Benützung eines Landgutes, Hauses oder
        Grundstückes; durch die Anlegung eines Handels, einer Fabrik, oder die Theilnahme an einem
        von beyden, ohne persönliche Ansässigkeit in einem Lande dieser Staaten, wird die
        Oesterreichische Staatsbürgerschaft nicht erworben.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0032">
              <head>§. 32.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0032-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=470">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA139">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=32">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: wie sie verloren werde]</p>
              <p>Der Verlust der Staatsbürgerschaft durch Auswanderung, oder durch Verehelichung einer
        Staatsbürgerin an einen Ausländer, wird durch die Auswanderungs-Gesetze bestimmt. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0033">
              <head>§. 33.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0032-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=470">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA140">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=33">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Rechte der Fremden.]</p>
              <p> Den Fremden kommen überhaupt gleiche bürgerliche Rechte und Verbindlichkeiten mit den
        Eingebornen zu, wenn nicht zu dem Genusse dieser Rechte ausdrücklich die Eigenschaft eines
        Staatsbürgers erfordert wird. Auch müssen die Fremden, um gleiches Recht mit den Eingebogen
        zu genießen, in zweifelhaften Fällen beweisen, daß der Staat, dem sie angehören, die
        hierländigen Staatsbürger in Rücksicht des Rechtes, wovon die Frage ist, ebenfalls wie die
        seinigen behandle.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0034">
              <head>§. 34.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0032-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=471">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA146">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=34">RIS</ref>]</p>
              <p> Die persönliche Fähigkeit der Fremden zu Rechtsgeschäften ist insgemein nach den Gesetzen
        des Ortes, denen der Fremde vermöge seines Wohnsitzes, oder, wenn er keinen eigentlichen
        Wohnsitz hat, vermöge seiner Geburt als Unterthan unterliegt, zu beurtheilen; in so fern
        nicht für einzelne Fälle in dem Gesetze etwas Anderes verordnet ist. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0035">
              <head>§. 35.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0033-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=471">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA147">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=35">RIS</ref>]</p>
              <p> Ein von einem Ausländer in diesem Staate unternommenes Geschäft, wodurch er Anderen
        Rechte gewähret, ohne dieselben gegenseitig zu verpflichten, ist entweder nach diesem
        Gesetzbuche, oder aber nach dem Gesetze, dem der Fremde als Unterthan unterliegt, zu
        beurtheilen; je nachdem das eine oder das andere Gesetz die Gültigkeit des Geschäftes am
        meisten begünstiget.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0036">
              <head>§. 36.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0033-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=471">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA150">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=36">RIS</ref>]</p>
              <p> Wenn ein Ausländer hier Landes ein wechselseitig verbindendes Geschäft mit einem
        Staatsbürger eingeht, so wird es ohne Ausnahme nach diesem Gesetzbuche; dafern er es aber
        mit einem Ausländer schließt, nur dann nach demselben beurtheilet, wenn nicht bewiesen wird,
        daß bey der Abschließung auf ein anderes Recht Bedacht genommen worden sey.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0037">
              <head>§. 37.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0033-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=471">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA152">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=37">RIS</ref>]</p>

              <p>Wenn Ausländer mit Ausländern, oder mit Unterthanen dieses Staates im Auslande
        Rechtsgeschäfte vornehmen, so sind sie nach den Gesetzen des Ortes, wo das Geschäft
        abgeschlossen worden, zu beurtheilen; dafern bey der Abschließung nicht offenbar ein anderes
        Recht zum Grunde gelegt worden ist, und die oben im <ref target="#NA.0004">§. 4.</ref>
        enthaltene Vorschrift nicht entgegen steht.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0038">
              <head>§. 38.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0034-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=471">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA153">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=38">RIS</ref>]</p>
              <p>Die Gesandten, die öffentlichen Geschäftsträger und die in ihren Diensten stehenden
        Personen genießen die in dem Völkerrechte und in den öffentlichen Verträgen gegründeten
        Befreyungen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0039">
              <head>§. 39.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0034-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=471">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA154">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=39">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: VI. Personen-Rechte aus dem Religions-Verhältnisse.]</p>
              <p> Die Verschiedenheit der Religion hat auf die Privat-Rechte keinen Einfluß, außer in so
        fern dieses bey einigen Gegenständen durch die Gesetze insbesondere angeordnet wird.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0040">
              <head>§. 40.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0034-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=471">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA155">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=40">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: VII. Aus dem Familien-Verhältnisse. Familie, Verwandtschaft und Schwägerschaft.]</p>
              <p>Unter Familie werden die Stammältern mit allen ihren Nachkommen verstanden. Die Verbindung
        zwischen diesen Personen wird Verwandtschaft; die Verbindung aber, welche zwischen einem
        Ehegatten und den Verwandten des anderen Ehegatten entsteht, Schwägerschaft genannt. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0041">
              <head>§. 41.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0035-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=471">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA156">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=41">RIS</ref>]</p>
              <p>Die Grade der Verwandtschaft zwischen zwey Personen sind nach der Zahl der Zeugungen,
        mittelst welcher in der geraden Linie eine derselben von der anderen, und in der Seitenlinie
        beyde von ihrem nächsten gemeinschaftlichen Stamme abhängen, zu bestimmen. In welcher Linie
        und in welchem Grade jemand mit dem einen Ehegatten verwandt ist, in eben der Linie und in
        eben dem Grade ist er mit dem anderen Ehegatten verschwägert.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0042">
              <head>§. 42.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0035-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=471">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA161">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=42">RIS</ref>]</p>
              <p>Unter dem Nahmen Aeltern werden in der Regel ohne Unterschied des Grades alle Verwandte in
        der aufsteigenden; und unter dem Nahmen Kinder alle Verwandte in der absteigenden Linie
        begriffen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0043">
              <head>§. 43.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0035-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=472">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA162">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=43">RIS</ref>]</p>
              <p>Die besonderen Rechte der Familien-Glieder werden bey den verschiedenen
        Rechtsverhältnissen, worin sie ihnen zukommen, angeführt. </p>
            </div>
          </div>
          <div xml:id="NA.1.2">
            <head>Zweytes Hauptstück. Von dem Eherechte.</head>
            <div xml:id="NA.0044">
              <head>§. 44.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0036-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=472">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA164">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=44">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Begriff der Ehe,]</p>
              <p>Die Familien-Verhältnisse werden durch den Ehevertrag gegründet. In dem Ehevertrage
        erklären zwey Personen verschiedenen Geschlechtes gesetzmäßig ihren Willen, in
        unzertrennlicher Gemeinschaft zu leben, Kinder zu zeugen, sie zu erziehen, und sich
        gegenseitigen Beystand zu leisten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0045">
              <head>§. 45.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0036-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=472">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA168">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=45">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: und des Eheverlöbnisses.]</p>
              <p>Ein Eheverlöbniß oder ein vorläufiges Versprechen, sich zu ehelichen, unter was für
        Umständen oder Bedingungen es gegeben oder erhalten worden, zieht keine rechtliche
        Verbindlichkeit nach sich, weder zur Schließung der Ehe selbst, noch zur Leistung
        desjenigen, was auf den Fall des Rücktrittes bedungen worden ist. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0046">
              <head>§. 46.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0037-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=472">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA171">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=46">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Rechtliche Wirkung des Rücktrittes vom Eheverlöbnisse.]</p>
              <p>Nur bleibt dem Theile, von dessen Seite keine gegründete Ursache zu dem Rücktritte
        entstanden ist, der Anspruch auf den Ersatz des wirklichen Schadens vorbehalten, welchen er
        aus diesem Rücktritte zu leiden beweisen kann.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0047">
              <head>§. 47.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0037-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=472">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA176">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=47">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Regel über die Fähigkeit zur Schließung einer Ehe.]</p>
              <p> Einen Ehevertrag kann jedermann schließen, in so fern ihm kein gesetzliches Hinderniß im
        Wege steht.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0048">
              <head>§. 48.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0037-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=472">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA178">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=48">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Hindernisse der Ehe: I) Abgang der Einwilligung, a) aus Mangel des Vermögens zur Einwilligung.]</p>
              <p>Rasende, Wahnsinnige, Blödsinnige und Unmündige sind außer Stande, einen gültigen
        Ehevertrag zu errichten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0049">
              <head>§. 49.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0037-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=472">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA181">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=49">RIS</ref>]</p>
              <p> Minderjährige oder auch Volljährige, welche aus was immer für Gründen für sich allein
        keine gültige Verbindlichkeit eingehen können, sind auch unfähig, ohne Einwilligung ihres
        ehelichen Vaters sich gültig zu verehelichen. Ist der Vater nicht mehr am Leben oder zur
        Vertretung unfähig; so wird, nebst der Erklärung des ordentlichen Vertreters, auch die
        Einwilligung der Gerichtsbehörde zur Gültigkeit der Ehe erfordert. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0050">
              <head>§. 50.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0038-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=472">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA185">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=50">RIS</ref>]</p>
              <p>Minderjährige von unehelicher Geburt bedürfen zur Gültigkeit ihrer Ehe, nebst der
        Erklärung ihres Vormundes, die Einwilligung der Gerichtsbehörde.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0051">
              <head>§. 51.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0038-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=472">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA185">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=51">RIS</ref>]</p>
              <p> Einem fremden Minderjährigen, der sich in diesen Staaten verehelichen will, und die
        erforderliche Einwilligung beyzubringen nicht vermag, ist von dem hierländigen Gerichte,
        unter welches er nach seinem Stande und Aufenthalte gehören würde, ein Vertreter zu
        bestellen, der seine Einwilligung zur Ehe oder seine Mißbilligung diesem Gerichte zu
        erklären hat.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0052">
              <head>§. 52.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0038-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=473">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA187">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=52">RIS</ref>]</p>
              <p> Wird einem Minderjährigen oder Pflegebefohlenen die Einwilligung zur Ehe versagt, und
        halten sich die Ehewerber dadurch beschwert; so haben sie das Recht, die Hülfe des
        ordentlichen Richters anzusuchen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0053">
              <head>§. 53.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0038-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=473">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA189">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=53">RIS</ref>]</p>
              <p>Mangel an dem nöthigen Einkommen; erwiesene oder gemeinbekannte schlechte Sitten;
        ansteckende Krankheiten oder dem Zwecke der Ehe hinderliche Gebrechen desjenigen, mit dem
        die Ehe eingegangen werden will sind rechtmäßige Gründe, die Einwilligung zur Ehe zu
        versagen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0054">
              <head>§. 55.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0039-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=473">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA191">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=55">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: b) aus Mangel der wirklichen Einwilligung.]</p>
              <p>Mit welchen Militär-Personen oder zum Militär-Körper gehörigen Personen ohne schriftliche
        Erlaubniß ihres Regiments, Corps oder überhaupt ihrer Vorgesetzten kein gültiger Ehevertrag
        eingegangen werden könne, bestimmen die Militär-Gesetze.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0055">
              <head>§. 55.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0039-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=473">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA191">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=55">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: b) aus Mangel der wirklichen Einwilligung.]</p>
              <p>Die Einwilligung zur Ehe ist ohne Rechtskraft, wenn sie durch eine gegründete Furcht
        erzwungen worden ist. Ob die Furcht gegründet war, muß aus der Größe und Wahrscheinlichkeit
        der Gefahr, und aus der Leibes- und Gemüthsbeschaffenheit der bedrohten Person beurtheilet
        werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0056">
              <head>§. 56.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0039-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=473">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA194">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=56">RIS</ref>]</p>
              <p> Die Einwilligung ist auch dann ungültig, wenn sie von einer entführten und noch nicht in
        ihrer Freyheit versetzten Person gegeben worden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0057">
              <head>§. 57.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0039-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=473">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA196">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=57">RIS</ref>]</p>
              <p>Ein Irrthum macht die Einwilligung in die Ehe nur dann ungültig, wenn er in der Person des
        künftigen Ehegatten vorgegangen ist.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0058">
              <head>§. 58.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0040-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=473">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA198">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=58">RIS</ref>]</p>

              <p> Wenn ein Ehemann seine Gattinn nach der Ehelichung bereits von einem Anderen geschwängert
        findet; so kann er, außer dem im <ref target="#NA.0121">§. 121</ref> bestimmten Falle,
        fordern, daß die Ehe als ungültig erkläret werde.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0059">
              <head>§. 59.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0040-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=473">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA202">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=59">RIS</ref>]</p>
              <p> Alle übrigen Irrthümer der Ehegatten, so wie auch ihre getäuschten Erwartungen der voraus
        gesetzten oder auch verabredeten Bedingungen, stehen der Gültigkeit des Ehevertrages nicht
        entgegen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0060">
              <head>§. 60.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0040-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=473">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA205">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=60">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: II. Abgang des Vermögens zum Zwecke: a) des physischen Vermögens;]</p>
              <p> Das immerwährende Unvermögen die eheliche Pflicht zu leisten, ist ein Ehehinderniß, wenn
        es schon zur Zeit des geschlossenen Ehevertrages vorhanden war. Ein bloß zeitliches, oder
        ein erst während der Ehe zugestoßenes, selbst unheilbares, Unvermögen kann das Band der Ehe
        nicht auflösen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0061">
              <head>§. 61.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0040-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=473">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA207">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=61">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: b) des sittlichen Vermögens; wegen Verurtheilung zu einer schweren Criminal-Strafe;]</p>
              <p>Ein zur schwersten oder schweren Kerkerstrafe verurtheilter Verbrecher kann von dem Tage
        des ihm angekündigten Urtheiles, und so lange seine Strafzeit dauert, keine gültige Ehe
        eingehen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0062">
              <head>§. 62.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0041-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=473">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA208">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=62">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: wegen Ehebandes;]</p>
              <p>Ein Mann darf nur mit Einem Weibe, und ein Weib darf nur mit Einem Manne zu gleicher Zeit
        vermählet seyn. Wer schon verehelichet war und sich wieder verehelichen will, muß die
        erfolgte Trennung, das ist, die gänzliche Auflösung des Ehebandes, rechtmäßig beweisen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0063">
              <head>§. 63.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0041-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=474">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA210">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=63">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: wegen Weihe oder Gelübdes;]</p>
              <p>Geistliche, welche schon höhere Weihen empfangen; wie auch Ordenspersonen von beyden
        Geschlechtern, welche feyerliche Gelübde der Ehelosigkeit abgelegt haben, können keine
        gültigen Ehevertrage schließen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0064">
              <head>§. 64.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0041-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=474">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA211">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=64">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Religionsverschiedenheit;]</p>
              <p>Eheverträge zwischen Christen und Personen, welche sich nicht zur christlichen Religion
        bekennen, können nicht gültig eingegangen werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0065">
              <head>§. 65.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0041-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=474">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA213">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=65">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Verwandtschaft;]</p>
              <p>Zwischen Verwandten in auf- und absteigender Linie; zwischen voll- und halbbürtigen
        Geschwistern; zwischen Geschwisterkindern; wie auch mit den Geschwistern der Aeltern,
        nähmlich mit dem Oheim und der Muhme väterlicher und mütterlicher Seite kann keine gültige
        Ehe geschlossen werden; es mag die Verwandtschaft aus ehelicher oder unehelicher Geburt
        entstehen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0066">
              <head>§. 66.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0042-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=474">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA215">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=66">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: oder Schwägerschaft;]</p>
              <p>Aus der Schwägerschaft entsteht das Ehehinderniß, daß der Mann die im <ref target="#NA.0065">§. 65.</ref> erwähnten Verwandten seiner Ehegattinn, und die Gattinn die
        daselbst erwähnten Verwandten ihres Mannes nicht ehelichen kann.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0067">
              <head>§. 67.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0042-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=474">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA216">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=67">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: wegen Ehebruches;]</p>
              <p>Eine Ehe zwischen zwey Personen, die mit einander einen Ehebruch begangen haben, ist
        ungültig. Der Ehebruch muß aber vor der geschlossenen Ehe bewiesen seyn.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0068">
              <head>§. 68.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0042-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=474">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA218">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=68">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: oder Gattenmordes.]</p>
              <p> Wenn zwey Personen, auch ohne vorher gegangenen Ehebruch, sich zu ehelichen versprochen
        haben,und wenn, um die Absicht zu erreichen, auch nur eine von ihnen dem Gatten, der ihrer
        Ehe im Wege stand, nach dem Leben gestellet hat; so kann zwischen denselben auch dann, wenn
        der Mord nicht wirklich vollbracht worden ist, eine gültige Ehe nicht geschlossen
        werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0069">
              <head>§. 69.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0043-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=474">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA220">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=69">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: III. Abgang der wesentlichen Feyerlichkeiten.  Solche sind:]</p>
              <p>Zur Gültigkeit der Ehe wird auch das Aufgeboth und die feyerliche Erklärung der
        Einwilligung gefordert.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0070">
              <head>§. 70.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0043-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=474">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA220">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=70">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: a) das Aufgeboth;]</p>
              <p>Das Aufgeboth besteht in der Verkündigung der bevorstehenden Ehe mit Anführung des
        Vornahmens, Familien-Nahmens, Geburtsortes, Standes und Wohnortes beyder Verlobten, mit der
        Erinnerung: daß jedermann, dem ein Hinderniß der Ehe bekannt ist, dasselbe anzeigen solle.
        Die Anzeige ist unmittelbar oder mittelst des Seelsorgers, der die Ehe verkündiget hat, bey
        demjenigen Seelsorger zu machen, dem die Trauung zusteht.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0071">
              <head>§. 71.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0043-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=474">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA221">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=71">RIS</ref>]</p>
              <p>Die Verkündigung muß an drey Sonn- oder Festtagen an die gewöhnliche Kirchenversammlung
        des Pfarrbezirkes, und, wenn jedes der Brautleute in einem anderen Bezirke wohnet, beyder
        Pfarrbezirke geschehen. Bey Ehen zwischen nicht katholischen christlichen Religions-Genossen
        muß das Aufgeboth nicht nur in ihren gottesdienstlichen Versammlungen, sondern auch in jenen
        katholischen Pfarrkirchen, in deren Bezirke sie wohnen; und bey Ehen zwischen katholischen
        und nicht katholischen christlichen Religions-Genossen sowohl in der Pfarrkirche des
        katholischen und in dem Bethhause des nicht katholischen Theiles, als auch in der
        katholischen Pfarrkirche, in deren Bezirke der Letztere wohnt, vorgenommen werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0072">
              <head>§. 72.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0044-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=475">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA223">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=72">RIS</ref>]</p>
              <p> Wenn die Verlobten oder eines von ihnen in dem Pfarrbezirke, in welchem die Ehe
        geschlossen werden soll, noch nicht durch sechs Wochen wohnhaft sind; so ist das Aufgeboth
        auch an ihrem letzten Aufenthaltsorte, wo sie länger als die eben bestimmte Zeit gewohnt
        haben, vorzunehmen, oder die Verlobten müssen ihren Wohnsitz an dem Orte, wo sie sich
        befinden, durch sechs Wochen fortsetzen, damit die Verkündigung ihrer Ehe dort hinreichend
        sey.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0073">
              <head>§. 73.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0044-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=475">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA224">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=73">RIS</ref>]</p>
              <p>Wird binnen sechs Monathen nach dem Aufgebothe die Ehe nicht geschlossen, so müssen die
        drey Verkündigungen wiederhohlt werden. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0074">
              <head>§. 74.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0045-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=475">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA225">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=74">RIS</ref>]</p>
              <p>Zur Gültigkeit des Aufgebothes und der davon abhängenden Gültigkeit der Ehe ist es zwar
        genug, daß die Nahmen der Brautleute und ihre bevorstehende Ehe wenigstens Einmahl sowohl in
        dem Pfarrbezirke des Bräutigams als der Braut verkündiget worden, und ein in der Form oder
        Zahl der Verkündigungen unterlaufener Mangel macht die Ehe nicht ungültig; es sind aber
        theils die Brautleute oder ihre Vertreter, theils die Seelsorger unter angemessener Strafe
        verpflichtet, dafür zu sorgen, daß alle hier vorgeschriebene Verkündigungen in der gehörigen
        Form vorgenommen werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0075">
              <head>§. 75.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0045-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=475">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA226">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=75">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: b) die feyerliche Erklärung der Einwilligung.]</p>
              <p> Die feyerliche Erklärung der Einwilligung muß vor dem ordentlichen Seelsorger eines der
        Brautleute, er mag nun, nach Verschiedenheit der Religion, Pfarrer, Pastor oder wie sonst
        immer heißen, oder vor dessen Stellvertreter in Gegenwart zweyer Zeugen geschehen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0076">
              <head>§. 76.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0045-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=475">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA227">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=76">RIS</ref>]</p>
              <p>Die feyerliche Erklärung der Einwilligung zur Ehe kann mittelst eines Bevollmächtigten
        geschehen; doch muß hierzu die Bewilligung der Landesstelle erwirkt und in der Vollmacht die
        Person / mit welcher die Ehe einzugehen ist, bestimmt werden. Die ohne eine solche besondere
        Vollmacht geschlossene Ehe ist ungültig. Ist die Vollmacht vor der abgeschlossenen Ehe
        widerrufen worden, so ist zwar die Ehe ungültig, aber der Machtgeber für den durch seinen
        Wiederruf verursachten Schaden verantwortlich.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0077">
              <head>§. 77.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0046-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=475">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA230">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=77">RIS</ref>]</p>
              <p>Wenn eine katholische und eine nicht katholische Person sich verehelichen, so muß die
        Einwilligung vor dem katholischen Pfarrer in Gegenwart zweyer Zeugen erklärt werden; doch
        kann auf Verlangen des anderen Theiles auch der nicht katholische Seelsorger bey dieser
        feyerlichen Handlung erscheinen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0078">
              <head>§. 78.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0046-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=475">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA231">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=78">RIS</ref>]</p>

              <p> Wenn Verlobte das schriftliche Zeugniß von der vollzogenen ordentlichen Verkündigung;
        oder, wenn die in den §§ <ref
                  target="#NA.0049">49</ref>, <ref target="#NA.0050">50</ref>,
         <ref
                  target="#NA.0051">51</ref>, <ref target="#NA.0052">52</ref>, und <ref target="#NA.0054">54</ref> erwähnten Personen die zu ihrer Verehelichung erforderliche
        Erlaubniß; wenn ferner diejenigen, deren Volljährigkeit nicht offenbar am Tage liegt, den
        Taufschein oder das schriftliche Zeugniß ihrer Volljährigkeit nicht vorweisen können; oder,
        wenn ein anderes Ehehinderniß rege gemacht wird; so ist es dem Seelsorger bey schwerer
        Strafe verbothen, die Trauung vorzunehmen, bis die Verlobten die nothwendigen Zeugnisse
        beygebracht und alle Anstände gehoben haben.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0079">
              <head>§. 79.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0047-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=476">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA233">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=79">RIS</ref>]</p>
              <p> Finden die Verlobten sich durch die Verweigerung der Trauung gekränkt, so können sie ihre
        Beschwerde der Landesstelle, und in den Orten, wo keine Landesstelle ist, dem Kreisamte
        vorlegen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0080">
              <head>§. 80.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0047-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=476">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA233">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=80">RIS</ref>]</p>
              <p> Zu einem dauerhaften Beweise des geschlossenen Ehevertrages sind die Pfarrvorsteher
        verbunden, denselben in das besonders dazu bestimmte Trauungsbuch eigenhändig einzutragen.
        Es muß der Vor- und Familien-Nahme, das Alter, die Wohnung, so wie auch der Stand der
        Ehegatten, mit der Bemerkung, ob sie schon verehelichet waren oder nicht; der Vor- und
        Familien-Nahme, dann der Stand ihrer Aeltern und der Zeugen; ferner, der Tag, an welchem die
        Ehe geschlossen worden; endlich auch der Nahme des Seelsorgers, vor welchem die Einwilligung
        feyerlich erklärt worden ist, deutlich angeführt, und die Urkunden, wodurch die
        vorgekommenen Anstände gehoben worden, angedeutet werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0081">
              <head>§. 81.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0048-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=476">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA234">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=81">RIS</ref>]</p>
              <p>Soll die Ehe an einem dritten Orte, dem keine der verlobten Personen eingepfarret ist,
        geschlossen werden, so muß der ordentliche Seelsorger gleich bey der Ausfertigung der
        Urkunde, wodurch er einen anderen zu seinem Stellvertreter benennet, diesen Umstand mit
        Benennung des Ortes, wo und vor welchem Seelsorger die Ehe geschlossen werden soll, in das
        Trauungsbuch seiner Pfarre eintragen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0082">
              <head>§. 82.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0048-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=476">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA234">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=82">RIS</ref>]</p>
              <p>Der Seelsorger des Ortes, wo die Ehe eingegangen wird, muß die geschehene Abschließung der
        Ehe in das Trauungsbuch seiner Pfarre mit dem Beysatze, von welchem Pfarrer er zum
        Stellvertreter ernannt worden, ebenfalls eintragen, und die Abschließung der Ehe dem
        Pfarrer, von welchem er berechtiget worden ist, binnen acht Tagen anzeigen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0083">
              <head>§. 83.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0049-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=476">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA236">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=83">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Dispensation von Ehehindernissen.]</p>
              <p>Aus wichtigen Gründen kann die Nachsicht von Ehehindernissen bey der Landesstelle
        angesucht werden, welche nach Beschaffenheit der Umstände sich in das weitere Vernehmen zu
        setzen hat.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0084">
              <head>§. 83.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0049-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=476">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA236">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=83">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Dispensation von Ehehindernissen.]</p>
              <p> Vor Abschließung der Ehe ist die Nachsicht über Ehehindernisse von den Parteyen selbst
        und unter eigenem Nahmen anzusuchen. Wenn sich aber nach schon geschlossener Ehe ein vorher
        unbekanntes auflösliches Hinderniß äußern sollte, können sich die Parteyen auch durch ihre
        Seelsorger, und mit Verschweigung ihres Nahmens, an die Landesstelle um Nachsicht
        wenden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0085">
              <head>§. 85.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0049-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=476">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA240">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=85">RIS</ref>]</p>
              <p> In den Orten, wo keine Landesstelle ist, wird den Kreisämtern die Macht erteilet, aus
        wichtigen Ursachen die zweyte und dritte Verkündigung nachzusehen. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0086">
              <head>§. 86.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0050-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=477">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA240">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=86">RIS</ref>]</p>
              <p>Unter dringenden Umständen kann von der Landesstelle oder dem Kreisamte, und wenn eine
        bestätigte nahe Todesgefahr keinen Verzug gestattet, auch von der Ortsobrigkeit das Aufgebot
        gänzlich nachgesehen werden; doch müssen die Verlobten eidlich betheuern, daß ihnen kein
        ihrer Ehe entgegenstehendes Hinderniß bekannt sey.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0087">
              <head>§. 87.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0050-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=477">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA241">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=87">RIS</ref>]</p>
              <p> Die Nachsicht von allen drey Verkündigungen ist gegen Ablegung des erwähnten Eides auch
        dann zu ertheilen, wenn zwey Personen getrauet werden wollen, von denen schon vorhin
        allgemein vermuthet ward, daß sie mit einander verehelichet seyn. In diesem Falle kann bey
        der Landesstelle die Nachsicht von dem Seelsorger mit Verschweigung der Nahmen der Partheyen
        angesucht werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0088">
              <head>§. 88.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0050-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=477">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA242">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=88">RIS</ref>]</p>
              <p> Wenn von einem bey Schließung der Ehe bestandenen Hindernisse die Nachsicht ertheilt
        wird, muß, ohne Wiederhohlung des Aufgebotes, abermahl die Einwilligung vor dem Seelsorger
        und zwey vertrauten Zeugen erklärt und die feyerliche Handlung in dem Trauungsbuche
        angemerkt werden. Ist diese Vorschrift beobachtet worden, so ist eine solche Ehe so zu
        betrachten, als wäre sie ursprünglich gültig geschlossen worden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0089">
              <head>§. 89.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0051-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=477">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA244">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=89">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Wirkung der gültigen Ehe. Rechte und Verbindlichkeiten der Ehegatten;]</p>
              <p>Die Rechte und Verbindlichkeiten der Ehegatten entstehen aus dem Zwecke ihrer Vereinigung,
        aus dem Gesetze und den geschlossenen Verabredungen. Hier werden nur die Personen-Rechte der
        Ehegatten; hingegen die aus den Ehe-Pacten entspringenden Sachen-Rechte in dem zweyten
        Theile bestimmt.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0090">
              <head>§. 90.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0051-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=477">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA246">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=90">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: gemeinschaftliche;]</p>
              <p>Vor Allem haben beyde Theile eine gleiche Verbindlichkeit zur ehelichen Pflicht, Treue und
        anständigen Begegnung.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0091">
              <head>§. 91.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0051-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=477">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA249">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=91">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: besondere des Ehemannes;]</p>
              <p>Der Mann ist das Haupt der Familie. In dieser Eigenschaft steht ihm vorzüglich das Recht
        zu, das Hauswesen zu leiten; es liegt ihm aber auch die Verbindlichkeit ob, der Ehegattinn
        nach seinem Vermögen den anständigen Unterhalt zu verschaffen, und sie in allen Vorfällen zu
        vertreten. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0092">
              <head>§. 92.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0052-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=477">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA253">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=92">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: der Ehegattinn.]</p>
              <p> Die Gattinn erhält den Nahmen des Mannes, und genießt die Rechte seines Standes. Sie ist
        verbunden, dem Manne in seinen Wohnsitz zu folgen, in der Haushaltung und Erwerbung nach
        Kräften beyzustehen, und so weit es die häusliche Ordnung erfordert, die von ihm getroffenen
        Maßregeln sowohl selbst zu befolgen, als befolgen zu machen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0093">
              <head>§. 93.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0052-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=477">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA256">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=93">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Aufhebung der ehelichen Gemeinschaft.]</p>
              <p>Den Ehegatten ist keineswegs gestattet, die eheliche Verbindung, ob sie gleich unter sich
        darüber einig wären, eigenmächtig aufzuheben; sie mögen nun die Ungültigkeit der Ehe
        behaupten, oder die Trennung der Ehe, oder auch nur eine Scheidung von Tisch und Bett
        vornehmen wollen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0094">
              <head>§. 94.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0052-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=477">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA258">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=94">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: I. Scheinbare durch Erklärung der ursprünglichen Ungültigkeit. Art der Einleitung,]</p>
              <p> Die Ungültigkeit einer Ehe, welcher eines der in den §§. <ref
                  target="#NA.0056">56</ref>,
         <ref target="#NA.0062">62</ref>, <ref
                  target="#NA.0063">63</ref>, <ref target="#NA.0064">64</ref>, <ref target="#NA.0065">65</ref>, <ref
                  target="#NA.0066">66</ref>, <ref target="#NA.0067">67</ref>, <ref target="#NA.0068">68</ref>, <ref
                  target="#NA.0076">76</ref> und <ref target="#NA.0119">119</ref> angeführten Hindernisse im Wege steht, ist
        von Amts wegen zu untersuchen. In allen übrigen Fällen muß das Ansuchen derjenigen, welche
        durch die mit einem Hindernisse geschlossene Ehe in ihren Rechten gekränkt worden sind,
        abgewartet werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0095">
              <head>§. 95.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0053-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=478">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA261">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=95">RIS</ref>]</p>

              <p>Der Ehegatte, welcher den unterlaufenen Irrthum in der Person, oder die Furcht, in welche
        der andere Theil gesetzt worden ist, gewußt, ferner, der Gatte, welcher den Umstand, daß er
        nach den §§. <ref
                  target="#NA.0049">49</ref>, <ref target="#NA.0050">50</ref>, <ref target="#NA.0051">51</ref>, <ref
                  target="#NA.0052">52</ref> und <ref target="#NA.0054">54</ref> für sich allein keine gültige Ehe schließen kann, verschwiegen, oder die ihm
        erforderliche Einwilligung fälschlich vorgewendet hat, kann aus seiner eigenen
        widerrechtlichen Handlung die Gültigkeit der Ehe nicht bestreiten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0096">
              <head>§. 96.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0053-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=478">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA262">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=96">RIS</ref>]</p>
              <p> Ueberhaupt hat nur der schuldlose Theil das Recht, zu verlangen, daß der Ehevertrag
        ungültig erkläret werde; er verliert aber dieses Recht, wenn er nach erlangter Kenntniß des
        Hindernisses die Ehe fortgesetzt hat. Eine von einem Minderjährigen oder Pflegebefohlenen
        eigenmächtig geschlossene Ehe kann von dem Vater oder der Vormundschaft nur insolange, als
        die väterliche Gewalt oder Vormundschaft dauert, bestritten werden. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0097">
              <head>§. 97.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0054-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=478">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA264">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=97">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: und der Verhandlung;]</p>
              <p> Die Verhandlung über die Ungültigkeit einer Ehe steht nur dem Landrechte des Bezirkes zu,
        worin die Ehegatten ihren ordentlichen Wohnsitz haben. Von dem Landrechte ist das
        Fiscal-Amt, oder ein anderer verständiger und rechtschaffener Mann zur Erforschung der
        Umstände und zur Vertheidigung der Ehe zu bestellen, um die wahre Beschaffenheit der Sache
        selbst dann, wenn auf Begehren einer Partey die Verhandlung vorgenommen wird, von Amts wegen
        zu erheben.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0098">
              <head>§. 98.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0054-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=478">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA266">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=98">RIS</ref>]</p>
              <p>Wenn das Hinderniß gehoben werden kann, soll das Landrecht trachten, durch die hierzu
        nothwendige Einleitung und das Einverständniß der Parteyen es zu bewirken; wenn aber dieses
        nicht möglich ist, so soll das Landrecht über die Gültigkeit der Ehe erkennen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0099">
              <head>§. 99.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0054-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=478">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA267">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=99">RIS</ref>]</p>
              <p>Die Vermuthung ist immer für die Gültigkeit der Ehe. Das angeführte Ehehinderniß muß also
        vollständig bewiesen werden, und weder das übereinstimmende Geständniß beyder Ehegatten hat
        hier die Kraft eines Beweises, noch kann darüber einem Eide der Ehegatten Statt gegeben
        werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0100">
              <head>§. 100.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0055-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=478">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA268">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=100">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: insbesondere wegen Unvermögens.]</p>
              <p>Insbesondere ist in dem Falle, daß ein vorher gegangenes und immerwährendes Unvermögen,
        die eheliche Pflicht zu leisten, behauptet wird, der Beweis durch Sachverständige, nähmlich,
        durch erfahrene Aerzte und Wundärzte, und nach Umständen auch durch Hebammen, zu führen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0101">
              <head>§. 101.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0055-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=478">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA269">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=101">RIS</ref>]</p>
              <p>Läßt sich mit Zuverlässigkeit nicht bestimmen, ob das Unvermögen ein immerwährendes oder
        bloß zeitliches sey, so sind die Ehegatten noch durch Ein Jahr zusammen zu wohnen verbunden,
        und hat das Unvermögen diese Zeit hindurch angehalten, so ist die Ehe für ungültig zu
        erklären.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0102">
              <head>§. 102.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0055-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=479">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA271">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=102">RIS</ref>]</p>

              <p>Zeigt sich aus der Verhandlung des Streites über die Gültigkeit der Ehe, daß einem Theile,
        oder daß beyden Theilen das <pb n="1.37"/> Ehehinderniß vorher bekannt war, und daß sie es
        vorsätzlich verschwiegen haben; so sind die Schuldigen mit der in dem Strafgesetze über
        schwere Polizey-Uebertretungen bestimmten Strafe zu belegen. Ist ein Theil schuldlos, so
        bleibt es ihm heim gestellt, Entschädigung zu fordern; sind endlich in einer solchen Ehe
        Kinder erzeugt worden, so muß für dieselben nach jenen Grundsätzen gesorgt werden, welche in
        dem Hauptstücke von den Pflichten der Aeltern fest gesetzt sind.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0103">
              <head>§. 103.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0056-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=479">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA272">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=103">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: II. Wirkliche Aufhebung: a) zeitliche Scheidung; mit Einverständniß;]</p>
              <p>Die Scheidung von Tisch und Bett muß den Ehegatten, wenn sich beyde dazu verstehen, und
        über die Bedingungen einig sind, von dem Gerichte unter der nachfolgenden Vorsicht gestattet
        werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0104">
              <head>§. 104.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0056-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=479">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA275">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=104">RIS</ref>]</p>
              <p>Den Ehegatten liegt zuerst ob, ihren Entschluß zur Scheidung sammt den Bewegungsgründen
        ihrem Pfarrer zu eröffnen. Des Pfarrers Pflicht ist: die Ehegatten an das wechselseitig bey
        der Trauung gemachte feyerliche Versprechen zu erinnern, und ihnen die nachtheiligen Folgen
        der Scheidung mit Nachdruck an das Herz zu legen. Diese Vorstellungen müssen zu drey
        verschiedenen Mahlen wiederhohlt werden. Sind sie ohne Wirkung, so muß der Pfarrer den
        Parteyen ein schriftliches Zeugniß ausstellen, daß sie, der drey Mahl geschehenen
        Vorstellungen ungeachtet, bey dem Verlangen, sich zu scheiden, verharren.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0105">
              <head>§. 105.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0057-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=479">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA276">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=105">RIS</ref>]</p>
              <p>Beyde Ehegatten haben mit Beylegung dieses Zeugnisses das Scheidungsgesuch bey ihrem
        ordentlichen Gerichte anzubringen. Das Gericht soll sie persönlich vorrufen, und wenn sie
        vor demselben bestätigen, daß sie über ihre Scheidung sowohl als über die Bedingungen in
        Absicht auf Vermögen und Unterhalt mit einander verstanden sind, ohne weitere Erforschung
        die verlangte Scheidung bewilligen und dieselbe bey den Gerichts-Acten vormerken. Sind
        Kinder vorhanden, so ist das Gericht verbunden, für dieselben nach den in dem folgenden
        Hauptstücke enthaltenen Vorschriften zu sorgen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0106">
              <head>§. 106.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0057-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=479">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA279">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=106">RIS</ref>]</p>
              <p>Ein minderjähriger oder pflegebefohlener Ehegatte kann zwar für sich selbst in die
        Scheidung einwilligen; aber zu dem Uebereinkommen in Absicht auf das Vermögen der Ehegatten
        und den Unterhalt, so wie auch in Rücksicht auf die Versorgung der Kinder, ist die
        Einwilligung des gesetzlichen Vertreters und des vormundschaftlichen Gerichtes
        nothwendig.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0107">
              <head>§. 107.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0058-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=479">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA280">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=107">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Ohne Einverständniß;]</p>
              <p> Will ein Theil in die Scheidung nicht einwilligen, und hat der andere Theil rechtmäßige
        Gründe, auf dieselbe zu dringen; so müssen auch in diesem Falle die gütlichen Vorstellungen
        des Pfarrers voraus gehen. Sind sie fruchtlos, oder weigert sich der beschuldigte Theil bey
        dem Pfarrer zu erscheinen, dann ist das Begehren mit des Pfarrers Zeugniß und den nöthigen
        Beweisen bey dem ordentlichen Gerichte einzureichen, welches die Sache von Amts wegen zu
        untersuchen und darüber zu erkennen hat. Der Richter kann dem gefährdeten Theile auch noch
        vor der Entscheidung einen abgesonderten anständigen Wohnort bewilligen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0108">
              <head>§. 108.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0058-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=480">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA282">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=108">RIS</ref>]</p>

              <p>Streitigkeiten, welche bey einer ohne Einwilligung des anderen Ehegatten angesuchten
        Scheidung über die Absonderung des Vermögens oder die Versorgung der Kinder entstehen, sind
        nach der nähmlichen Vorschrift zu behandeln, welche unten im <ref target="#NA.0117">§.
         117</ref>, in Rücksicht auf die Trennung der Ehe, ertheilet wird.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0109">
              <head>§. 109.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0059-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=480">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA283">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=109">RIS</ref>]</p>
              <p> Wichtige Gründe, aus denen auf die Scheidung erkannt werden kann, sind: Wenn der Geklagte
        eines Ehebruches oder eines Verbrechens schuldig erklärt worden ist; wenn er den klagenden
        Ehegatten boshaft verlassen oder einen unordentlichen Lebenswandel geführt hat, wodurch ein
        beträchtlicher Theil des Vermögens des klagenden Ehegatten oder die guten Sitten der Familie
        in Gefahr gesetzt werden; ferner: dem Leben oder der Gesundheit gefährliche Nachstellungen,
        schwere Mißhandlungen, oder, nach dem Verhältnisse der Personen, sehr empfindliche,
        wiederhohlte Kränkungen, anhaltende, mit Gefahr der Ansteckung verbundene
        Leibesgebrechen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0110">
              <head>§. 110.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0059-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=480">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA284">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=110">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Art der Wiedervereinigung.]</p>
              <p>Geschiedenen Ehegatten steht es frey, sich wieder zu vereinigen; doch muß die Vereinigung
        bey dem ordentlichen Gerichte angezeigt werden. Wollen die Ehegatten nach einer solchen
        Vereinigung wieder geschieden werden, so haben sie eben das zu beobachten, was in Rücksicht
        der ersten Scheidung vorgeschrieben ist.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0111">
              <head>§. 111.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0060-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=480">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA285">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=111">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: b) gänzliche Trennung: bey Katholiken durch den Tod,]</p>
              <p>Das Band einer gültigen Ehe kann zwischen katholischen Personen nur durch den Tod des
        einen Ehegatten getrennt werden. Eben so unauflöslich ist das Band der Ehe, wenn auch nur
        ein Theil schon zur Zeit der geschlossenen Ehe der katholischen Religion zugethan war.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0112">
              <head>§. 112.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0060-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=480">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA287">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=112">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: und die Todeserklärung;]</p>
              <p>Der bloße Verlauf der in dem <ref target="#NA.0024">§. 24</ref> zur Todeserklärung
        bestimmten Zeit, binnen welcher ein Ehegatte abwesend ist, gibt zwar dem anderen Theile noch
        kein Recht, die Ehe für aufgelöset zu halten, und zu einer anderen Ehe zu schreiten; wenn
        aber diese Abwesenheit mit solchen Umständen begleitet ist, welche keinen Grund zu zweifeln
        übrig lassen, daß der Abwesende verstorben sey, so kann bey dem Landrechte des Bezirkes, wo
        der zurück gelassene Ehegatte seinen Wohnsitz hat, die gerichtliche Erklärung, daß der
        Abwesende für todt zu halten und die Ehe getrennt sey, angesucht werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0113">
              <head>§. 113.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0061-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=480">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA293">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=113">RIS</ref>]</p>
              <p>Nach diesem Gesuche wird ein Curator zur Erforschung des Abwesenden aufgestellt, und der
        Abwesende durch ein auf ein ganzes Jahr gestelltes, und drey Mahl den öffentlichen, nach
        Umständen auch den ausländischen Zeitungsblättern einzurückendes Edict mit dem Beysatze
        vorgeladen, daß das Gericht, wenn er während dieser Zeit nicht erscheint, oder dasselbe auf
        andere Art in die Kenntniß seines Lebens setzt, zur Todeserklärung schreiten werde.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0114">
              <head>§. 114.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0061-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=481">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA293">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=114">RIS</ref>]</p>
              <p>Ist dieser Zeitraum fruchtlos verstrichen, so ist auf wiederhohltes Ansuchen des
        verlassenen Ehegatten das Fiscal-Amt oder ein anderer rechtschaffener und sachverständiger
        Mann zur Vertheidigung des Ehebandes zu bestellen, und nach gepflogener Verhandlung zu
        erkennen, ob das Gesuch zu verwilligen sey oder nicht. Die Bewilligung ist der Partey nicht
        sogleich kund zu machen,sondern durch das Obergericht zur höchsten Schlußfassung
        vorzulegen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0115">
              <head>§. 115.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0062-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=481">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA295">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=115">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: bey anderen christlichen Religions-Verwandten.]</p>
              <p>Nicht katholischen christlichen Religions-Verwandten gestattet das Gesetz, nach ihren
        Religions-Begriffen aus erheblichen Gründen die Trennung der Ehe zu fordern. Solche Gründe
        sind: Wenn der Ehegatte sich eines Ehebruches oder eines Verbrechens, welches die
        Verurtheilung zu einer wenigstens fünfjährigen Kerkerstrafe nach sich gezogen, schuldig
        gemacht; wenn ein Ehegatte den anderen boßhaft verlassen hat, und, Falls sein Aufenthaltsort
        unbekannt ist, auf öffentliche gerichtliche Vorladung innerhalb eines Jahres nicht
        erschienen ist; dem Leben oder der Gesundheit gefährliche Nachstellungen; wiederhohlte
        schwere Mißhandlungen; eine unüberwindliche Abneigung, welcher wegen beyde Ehegatten die
        Auflösung der Ehe verlangen; doch muß in dem letzten Falle die Trennung der Ehe nicht
        sogleich verwilliget, sondern erst eine Scheidung von Tisch und Bett, und zwar nach
        Beschaffenheit der Umstände auch zu wiederhohlten Mahlen versuchet werden. Uebrigens ist in
        allen diesen Fällen nach eben den Vorschriften zu handeln, welche für die Untersuchung und
        Beurtheilung einer ungültigen Ehe gegeben sind.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0116">
              <head>§. 116.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0063-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=481">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA300">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=116">RIS</ref>]</p>
              <p>Das Gesetz gestattet dem nicht katholischen Ehegatten, aus den angeführten Gründen, die
        Trennung zu verlangen, obschon der andere Theil zur katholischen Religion übergetreten
        ist.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0117">
              <head>§. 117.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0063-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=481">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA300">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=117">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Auseinandersetzung des Vermögens.]</p>
              <p>Wenn sich bey einer Trennung der Ehe Streitigkeiten äußern, welche sich auf einen weiter
        geschlossenen Vertrag, auf die Absonderung des Vermögens, auf den Unterhalt der Kinder, oder
        auf andere Forderungen und Gegenforderungen beziehen; so soll der ordentliche Richter
        allezeit vorläufig einen Versuch machen, diese Streitigkeiten durch Vergleich beyzulegen.
        Sind aber die Parteyen zu einem Vergleiche nicht zu bewegen, so hat er sie auf ein
        ordentliches Verfahren anzuweisen, worüber nach den in dem Hauptstücke von den Ehe-Pacten
        enthaltenen Vorschriften zu entscheiden, inzwischen aber der Ehegattinn und den Kindern der
        anständige Unterhalt auszumessen ist. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0118">
              <head>§. 118.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0064-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=482">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA301">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=118">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Art der Wiedervereinigung.]</p>
              <p>Wenn die getrennten Ehegatten sich wieder vereinigen wollen, so muß die Vereinigung als
        eine neue Ehe betrachtet und mit allen zur Schließung eines Ehevertrages nach dem Gesetze
        erforderlichen Feyerlichkeiten eingegangen werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0119">
              <head>§. 119.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0064-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=482">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA303">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=119">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Beschränkung und Vorsichten in Rücksicht der Wiederverehelichung.]</p>
              <p>Den Getrennten wird zwar überhaupt gestattet, sich wieder zu verehelichen; doch kann mit
        denjenigen, welche vermöge der bey der Trennung vorgelegenen Beweise durch Ehebruch, durch
        Verhetzungen, oder auf eine andere sträfliche Art die vorgegangene Trennung veranlasset
        haben, keine gültige Ehe geschlossen werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0120">
              <head>§. 120.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0064-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=482">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA304">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=120">RIS</ref>]</p>
              <p> Wenn eine Ehe für ungültig erklärt, getrennt, oder durch des Mannes Tod aufgelöset wird;
        so kann die Frau, wenn sie schwanger ist, nicht vor ihrer Entbindung, und, wenn über ihre
        Schwangerschaft ein Zweifel entsteht, nicht vor Verlauf des sechsten Monathes, zu einer
        neuen Ehe schreiten; wenn aber nach den Umständen oder nach dem Zeugnisse der
        Sachverständigen eine Schwangerschaft nicht wahrscheinlich ist; so kann nach Ablauf dreyer
        Monathe in der Hauptstadt von der Landesstelle, und auf dem Lande von dem Kreisamte die
        Dispensation ertheilet werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0121">
              <head>§. 121.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0065-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=482">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA305">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=121">RIS</ref>]</p>
              <p> Die Uebertretung dieses Gesetzes (<ref
                  target="#NA.0120">§. 120</ref>) zieht zwar nicht
        die Ungültigkeit der Ehe nach sich; allein die Frau verliert die ihr von dem vorigen Manne
        durch Ehe-Pacten, Erbvertrag, letzten Willen, oder durch das Übereinkommen bey der Trennung
        zugewendeten Vortheile; der Mann aber, mit dem sie die zweyte Ehe schließt, verliert das ihm
        außer diesem Falle durch den <ref target="#NA.0053">§. 53</ref> zukommende Recht, die Ehe
        für ungültig erklären zu lassen, und beyde Ehegatten sind mit einer den Umständen
        angemessenen Strafe zu belegen. Wird in einer solchen Ehe ein Kind geboren, und es ist
        wenigstens zweifelhaft, ob es nicht von dem vorigen Manne gezeugt worden sey; so ist
        demselben ein Curator zur Vertretung seiner Rechte zu bestellen. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0122">
              <head>§. 122.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0066-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=482">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA306">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=122">RIS</ref>]</p>
              <p>Wenn eine Ehe für ungültig erkannt, oder für getrennt erklärt wird; so soll dieser Erfolg
        in dem Trauungsbuche an der Stelle, wo die Trauung eingetragen ist, angemerkt, und zu dem
        Ende von dem Gerichte, wo die Verhandlung über die Ungültigkeit oder Trennung vor sich
        gegangen ist, die Erinnerung an die Behörde, welche für die Richtigkeit des Trauungsbuches
        zu sorgen hat, erlassen werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0123">
              <head>§. 123.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0066-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=482">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA307">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=123">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Ausnahmen der Judenschaft;]</p>
              <p> Bey der Judenschaft haben mit Rücksicht auf ihr Religions-Verhältniß nachstehende
        Abweichungen von dem in diesem Hauptstücke allgemein bestehenden Eherechte Statt.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0124">
              <head>§. 124.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0066-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=482">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA308">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=124">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: a) in Rücksicht der Ehehindernisse;]</p>
              <p> Zur Schließung einer gültigen Ehe müssen die Verlobten die Bewilligung von dem Kreisamte
        bewirken, in dessen Bezirke sich die Hauptgemeinde befindet, welcher ein und der andere
        Theil einverleibet ist.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0125">
              <head>§. 125.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0066-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=483">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA308">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=125">RIS</ref>]</p>
              <p>Das Ehehinderniß der Verwandtschaft erstrecket sich unter Seitenverwandten bey der
        Judenschaft nicht weiter, als auf die Ehe zwischen Bruder und Schwester, dann zwischen der
        Schwester und einem Sohne oder Enkel ihres Bruders oder ihrer Schwester; das Ehehinderniß
        der Schwägerschaft aber wird auf nachstehende Personen beschränket: Nach aufgelöster Ehe ist
        der Mann nicht befugt, eine Verwandte seines Weibes in auf- und absteigender Linie, noch
        auch seines Weibes Schwester; und das Weib ist nicht befugt, einen Verwandten ihres Mannes
        in auf- und absteigender Linie, noch auch ihres Mannes Bruder, noch einen Sohn oder Enkel
        von ihres Mannes Bruder oder Schwester zu ehelichen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0126">
              <head>§. 126.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0067-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=483">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA308">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=126">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: b) der Verkündigung;]</p>

              <p>Die Verkündigung der Judenehen muß in der Synagoge oder in dem gemeinschaftlichen
        Bethhause; wo aber kein solches besteht, von der Ortsobrigkeit an die Haupt- und besondere
        Gemeinde, welcher ein und der andere verlobte Theil einverleibt ist, an drey nach einander
        folgenden Sabbath- oder Feyertagen mit Beobachtung der in den §§. <ref
                  target="#NA.0070">70</ref> — <ref
                  target="#NA.0073">73</ref> ertheilten Vorschriften geschehen. Die
        Nachsicht von den Verkündigungen ist nach den Vorschriften der §§. <ref
                  target="#NA.0083">83</ref> — <ref target="#NA.0088">88</ref> zu erlangen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0127">
              <head>§. 127.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0068-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=483">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA309">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=127">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: c) der Trauung]</p>
              <p> Die Trauung muß von dem Rabbiner oder Religions-Lehrer (Religions-Weiser) der
        Hauptgemeinde des einen oder anderen verlobten Theiles, nachdem sie sich mit den
        erforderlichen Zeugnissen ausgewiesen haben, in Gegenwart zweyer Zeugen vollzogen werden.
        Der Rabbiner oder Religions-Lehrer kann auch den Rabbiner oder Religions-Lehrer einer
        anderen Gemeinde zur Trauung bestellen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0128">
              <head>§. 128.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0068-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=483">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA309">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=128">RIS</ref>]</p>

              <p>Die vollzogene Trauungshandlung hat der ordentliche Rabbiner oder Religions-Lehrer in der
        Landessprache in das Trauungsbuch auf die in den §§. <ref
                  target="#NA.0080">80</ref> — <ref target="#NA.0082">82</ref> vorgeschriebene Weise einzutragen, die von den Verlobten
        beygebrachten nothwendigen Zeugnisse mit der Reihenzahl, unter welcher die Getrauten dem
        Trauungsbuche einverleibt worden sind, zu bezeichnen, und dem Trauungsbuche anzuheften. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0129">
              <head>§. 129.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0069-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=483">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA310">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=129">RIS</ref>]</p>
              <p> Eine Judenehe, welche ohne Beobachtung der gesetzlichen Vorschriften geschlossen wird,
        ist ungültig.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0130">
              <head>§. 130.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0069-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=483">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA310">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=130">RIS</ref>]</p>

              <p>Verlobte, oder Rabbiner und Religions-Lehrer, welche den erwähnten Vorschriften zuwider
        handeln, dann diejenigen, welche ohne die ordentliche Bestellung eine Trauung vornehmen,
        werden nach dem <ref target="http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10322049-7II+252">§. 252 des zweyten Theiles des
         Strafgesetzes</ref> bestraft.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0131">
              <head>§. 131.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0069-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=483">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA310">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=131">RIS</ref>]</p>
              <p>Die Rabbiner oder Religions-Lehrer, welche die Trauungsbücher nicht nach der Vorschrift
        des Gesetzes führen, sind mit einer angemessenen Geld- oder Leibesstrafe zu belegen, von
        ihrem Amte zu entfernen, und für immer als unfähig zu demselben zu erklären.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0132">
              <head>§. 132.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0069-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=483">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA310">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=132">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: d) der Scheidung.]</p>

              <p>Bey der Scheidung von Tisch und Bett gelten auch in Rücksicht der jüdischen Ehegatten die
        allgemeinen Vorschriften; sie haben sich daher gleichfalls an den Rabbiner oder
        Religions-Lehrer zu wenden, und dieser die oben ertheilte Anordnung zu beobachten (§. <ref
                  target="#NA.0104">104</ref> — <ref target="#NA.0110">110</ref>.)</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0133">
              <head>§. 133.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0070-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=484">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA311">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=133">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: e) der Trennung.]</p>
              <p>Eine gültig geschlossene Ehe der Juden kann mit ihrer wechselseitigen freyen Einwilligung
        vermittelst eines von dem Manne der Frau gegebenen Scheidebriefes getrennet werden; jedoch
        müssen sich die Ehegatten zuerst ihrer Trennung wegen bey ihrem Rabbiner oder
        Religions-Lehrer melden, welcher die nachdrücklichsten Vorstellungen zur Wiedervereinigung
        zu versuchen, und nur dann, wenn der Versuch fruchtlos ist, ihnen ein schriftliches Zeugniß
        auszustellen hat, daß er die ihm auferlegte Pflicht erfüllet, ungeachtet aller seiner
        Bemühungen aber die Parteyen von dem Entschlusse abzubringen nicht vermocht habe.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0134">
              <head>§. 134.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0070-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=484">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA311">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=134">RIS</ref>]</p>
              <p> Mit diesem Zeugnisse müssen beyde Ehegatten vor dem Landrechte des Bezirkes, in welchem
        sie ihren Wohnsitz haben, erscheinen. Findet diese Behörde aus den Umständen, daß zu der
        Wiedervereinigung noch einige Hoffnung vorhanden ist, so soll sie die Ehescheidung nicht
        sogleich bewilligen, sondern die Ehegatten auf ein oder zwey Monathe zurück weisen. Nur wenn
        auch dieses fruchtlos oder gleich Anfangs keine Hoffnung zur Wiedervereinigung wäre, soll
        das Landrecht gestatten, daß der Mann den Scheidebrief der Frau übergebe, und wenn sich
        beyde Theile nochmahls vor Gericht erklärt haben, daß sie den Scheidebrief mit freyer
        Einwilligung zu geben und zu nehmen entschlossen sind; soll der Scheidebrief für
        rechtsgültig gehalten und dadurch die Ehe aufgelöset werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0135">
              <head>§. 135.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0071-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=484">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA312">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=135">RIS</ref>]</p>
              <p>Wenn die Ehegattinn einen Ehebruch begangen hat, und die That erwiesen wird, so stehet dem
        Manne das Recht zu, sie auch wider ihren Willen durch einen Scheidebrief von sich zu
        entlassen. Die auf die Trennung der Ehe gegen die Frau gestellte Klage aber muß bey dem
        Landrechte des Bezirkes, in welchem die Ehegatten ihren ordentlichen Wohnsitz haben,
        angebracht, und gleich einer anderen Streitsache behandelt werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0136">
              <head>§. 136.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0072-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=484">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA312">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=136">RIS</ref>]</p>

              <p>Durch den Uebertritt eines jüdischen Ehegatten zur christlichen Religion wird die Ehe
        nicht aufgelöset, sie kann aber aus den eben (§. <ref
                  target="#NA.0133">133</ref> — <ref target="#NA.0135">135</ref>) angeführten Ursachen aufgelöset werden.</p>
            </div>
          </div>
          <div xml:id="NA.1.3">
            <head>Drittes Hauptstück. Von den Rechten zwischen Aeltern und Kindern.</head>
            <div xml:id="NA.0137">
              <head>§. 137.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0073-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=484">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA313">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=137">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Ursprung des Rechtsverhältnisses zwischen ehelichen Aeltern und Kindern.]</p>
              <p>Wenn aus einer Ehe Kinder geboren werden, so entsteht ein neues Rechtsverhältniß; es
        werden dadurch Rechte und Verbindlichkeiten zwischen den ehelichen Aeltern und Kindern
        gegründet.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0138">
              <head>§. 138.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0073-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=484">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA315">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=138">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Gesetzliche Bestimmung der ehelichen Geburt.]</p>
              <p>Für diejenigen Kinder, welche im siebenten Monathe nach geschlossener Ehe oder im zehnten
        Monathe, entweder nach dem Tode des Mannes, oder nach gänzlicher Auflösung des ehelichen
        Bandes von der Gattinn geboren werden, streitet die Vermuthung der ehelichen Geburt.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0139">
              <head>§. 139.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0073-0">Druck 1811</ref> ::
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                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=485">JGS 946</ref> ::
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                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA318">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=139">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Gemeinschaftliche Rechte und Pflichten der Aeltern.]</p>
              <p> Die Aeltern haben überhaupt die Verbindlichkeit, ihre ehelichen Kinder zu erziehen, das
        ist: für ihr Leben und ihre Gesundheit zu sorgen, ihnen den anständigen Unterhalt zu
        verschaffen, ihre körperlichen und Geisteskräfte zu entwickeln, und durch Unterricht in der
        Religion und in nützlichen Kenntnissen den Grund zu ihrer künftigen Wohlfahrt zu legen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0140">
              <head>§. 140.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0074-6">Druck 1811</ref> ::
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                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=485">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA320">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=140">RIS</ref>]</p>
              <p> In was für einer Religion ein Kind, dessen Aeltern in dem Religions-Bekenntnisse nicht
        übereinstimmen, zu erziehen, und in welchem Alter ein Kind zu einer anderen Religion, als in
        der es erzogen worden ist, sich zu bekennen berechtiget sey, bestimmen die politischen
        Vorschriften.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0141">
              <head>§. 141.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0074-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=485">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA321">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=141">RIS</ref>]</p>
              <p> Es ist vorzüglich die Pflicht des Vaters, so lange für den Unterhalt der Kinder zu
        sorgen, bis sie sich selbst ernähren können. Die Pflege ihres Körpers und ihrer Gesundheit
        ist hauptsächlich die Mutter auf sich zu nehmen verbunden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0142">
              <head>§. 142.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0074-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=485">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA322">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=142">RIS</ref>]</p>
              <p>Wenn die Ehegatten geschieden oder gänzlich getrennt werden, und nicht einig sind, von
        welchem Theile die Erziehung besorgt werden soll, hat das Gericht, ohne Gestattung eines
        Rechtsstreites, dafür zu sorgen, daß die Kinder des männlichen Geschlechtes bis zum zurück
        gelegten vierten; die des weiblichen bis zum zurück gelegten siebenten Jahre von der Mutter
        gepfleget und erzogen werden; wenn nicht erhebliche, vorzüglich aus der Ursache der
        Scheidung oder Trennung hervor leuchtende Gründe eine andere Anordnung fordern. Die Kosten
        der Erziehung müssen von dem Vater getragen werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0143">
              <head>§. 143.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0075-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=485">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA324">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=143">RIS</ref>]</p>
              <p> Wenn der Vater mittellos ist, muß vor Allem die Mutter für den Unterhalt, und, wenn der
        Vater stirbt, überhaupt für die Erziehung der Kinder sorgen. Ist die Mutter auch nicht mehr
        vorhanden, oder ist sie mittellos, so fällt diese Sorge auf die väterlichen Großältern, und
        nach diesen auf die Großältern von der mütterlichen Seite.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0144">
              <head>§. 144.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0075-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=485">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA325">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=144">RIS</ref>]</p>
              <p> Die Aeltern haben das Recht einverständlich die Handlungen ihrer Kinder zu leiten; die
        Kinder sind ihnen Ehrfurcht und Gehorsam schuldig. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0145">
              <head>§. 145.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0076-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=485">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA326">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=145">RIS</ref>]</p>
              <p> Die Aeltern sind berechtiget, vermißte Kinder aufzusuchen, entwichene zurück zu fordern,
        und flüchtige mit obrigkeitlichem Beystande zurück zu bringen; sie sind auch befugt,
        unsittliche, ungehorsame oder die häusliche Ordnung und Ruhe störende Kinder auf eine nicht
        übertriebene und ihrer Gesundheit unschädliche Art zu züchtigen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0146">
              <head>§. 146.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0076-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=486">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA328">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=146">RIS</ref>]</p>
              <p>Die Kinder erlangen den Nahmen ihres Vaters, sein Wapen und alle übrige nicht bloß
        persönliche Rechte seiner Familie und seines Standes.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0147">
              <head>§. 147.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0076-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=486">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA329">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=147">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Besondere Rechte des Vaters; Väterliche Gewalt.]</p>
              <p> Die Rechte, welche vorzüglich dem Vater als Haupt der Familie zustehen, machen die
        väterliche Gewalt aus.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0148">
              <head>§. 148.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0076-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=486">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA330">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=148">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Folgen derselben, a) in Rücksicht der Standeswahl der Kinder;]</p>
              <p> Der Vater kann sein noch unmündiges Kind zu dem Stande, welchen er für dasselbe
        angemessen findet, erziehen; aber nach erreichter Mündigkeit kann das Kind, wenn es sein
        Verlangen nach einer anderen, seiner Neigung und seinen Fähigkeiten mehr angemessenen
        Berufsart dem Vater fruchtlos vorgetragen hat, sein Gesuch vor das ordentliche Gericht
        bringen, welches mit Rücksicht auf den Stand, auf das Vermögen und die Einwendungen des
        Vaters von Amts wegen darüber zu erkennen hat.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0149">
              <head>§. 149.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0077-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=486">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA333">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=149">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: b) des Vermögens;]</p>
              <p>Alles, was die Kinder auf was immer für eine gesetzmäßige Art erwerben, ist ihr Eigenthum;
        so lange sie aber unter der väterlichen Gewalt stehen, kommt dem Vater die Verwaltung zu.
        Nur wenn der Vater zur Verwaltung unfähig, oder von denjenigen, die seinen Kindern das
        Vermögen zugewendet haben, von derselben ausgeschlossen worden ist, ernennt das Gericht
        einen anderen Verwalter.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0150">
              <head>§. 150.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0077-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=486">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA334">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=150">RIS</ref>]</p>
              <p> Von den Einkünften des Vermögens sind, so weit sie reichen, die Erziehungskosten zu
        bestreiten. Ergibt sich dabey ein Ueberschuß, so muß er angelegt, und darüber jährlich
        Rechnung gelegt werden. Nur dann, wenn dieser Ueberschuß gering wäre, kann der Vater von
        Legung einer Rechnung frey gesprochen, und ihm derselbe zur freywilligen Verwendung
        überlassen werden. Wird dem Vater von demjenigen, dem das Kind das Vermögen zu verdanken
        hat, die Fruchtnießung verwilliget; so haften die Einkünfte doch immer für den
        standesmäßigen Unterhalt des Kindes, und sie können zum Abbruche desselben von den
        Gläubigern des Vaters nicht in Beschlag genommen werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0151">
              <head>§. 151.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0078-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=486">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA337">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=151">RIS</ref>]</p>
              <p> Ueber das, was ein obgleich minderjähriges, jedoch außer der Verpflegung der Aeltern
        stehendes Kind durch seinen Fleiß erwirbt; so wie auch über Sachen, die einem Kinde nach
        erreichter Mündigkeit zum Gebrauche übergeben worden sind, kann es frey verfügen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0152">
              <head>§. 152.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0078-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=486">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA338">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=152">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: c) der Verpflichtung der Kinder.]</p>
              <p> Die unter der väterlichen Gewalt stehenden Kinder können ohne ausdrückliche oder doch
        stillschweigende Einwilligung des Vaters keine gültige Verpflichtung eingehen. Auf solche
        Verpflichtungen ist überhaupt dasjenige anzuwenden, was in dem nächsten Hauptstücke über die
        verbindlichen Handlungen der unter der Vormundschaft stehenden Minderjährigen bestimmt wird.
        Dem Vater kommt auch die Verbindlichkeit zu, seine minderjährigen Kinder zu vertreten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0153">
              <head>§. 153.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0079-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=487">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA340">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=153">RIS</ref>]</p>

              <p>Die Vorschriften, welche zur gültigen Ehe einer minderjährigen Person beobachtet werden
        müssen, sind in dem vorhergehenden Hauptstücke enthalten (<ref target="#NA.0049">§. 49
         u.f</ref>)..</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0154">
              <head>§. 154.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0079-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=487">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA340">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=154">RIS</ref>]</p>
              <p>Der auf die Erziehung der Kinder gemachte Aufwand gibt den Aeltern keinen Anspruch auf das
        von den Kindern nachher erworbene Vermögen. Verfallen aber die Aeltern in Dürftigkeit, so
        sind ihre Kinder sie anständig zu erhalten verbunden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0155">
              <head>§. 155.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0079-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=487">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA342">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=155">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Rechtsverhältniß zwischen unehelichen Aeltern und Kindern. Nähere Bestimmung des Begriffes von unehelichen Kindern.]</p>

              <p> Die unehelichen Kinder genießen nicht gleiche Rechte mit den ehelichen. Die rechtliche
        Vermuthung der unehelichen Geburt hat bey denjenigen Kindern Statt, welche zwar von einer
        Ehegattinn, jedoch vor oder nach dem oben (<ref target="#NA.0138">§. 138</ref>) mit
        Rücksicht auf die eingegangene oder aufgelöste Ehe bestimmten gesetzlichen Zeitraume geboren
        worden sind. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0156">
              <head>§. 156.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0080-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=487">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA345">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=156">RIS</ref>]</p>
              <p>Diese rechtliche Vermuthung tritt aber bey einer früheren Geburt erst dann ein, wenn der
        Mann, dem vor der Verehelichung die Schwangerschaft nicht bekannt war, längstens binnen drey
        Monathen nach erhaltener Nachricht von der Geburt des Kindes die Vaterschaft gerichtlich
        widerspricht.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0157">
              <head>§. 157.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0080-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=487">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA348">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=157">RIS</ref>]</p>
              <p> Die von dem Manne innerhalb dieses Zeitraumes rechtlich widersprochene Rechtmäßigkeit
        einer früheren oder späteren Geburt kann nur durch Kunstverständige, welche nach genauer
        Untersuchung der Beschaffenheit des Kindes und der Mutter die Ursache des außerordentlichen
        Falles deutlich angeben, bewiesen werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0158">
              <head>§. 158.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0080-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=487">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA350">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=158">RIS</ref>]</p>
              <p> Wenn ein Mann behauptet, daß ein von seiner Gattinn innerhalb des gesetzlichen Zeitraumes
        gebornes Kind nicht das seinige sey; so muß er die eheliche Geburt des Kindes längstens
        binnen drey Monathen nach erhaltener Nachricht bestreiten, und gegen den zur Vertheidigung
        der ehelichen Geburt aufzustellenden Curator die Unmöglichkeit der von ihm erfolgten Zeugung
        beweisen. Weder ein von der Mutter begangener Ehebruch, noch ihre Behauptung, daß ihr Kind
        unehelich sey, können für sich allein demselben die Rechte der ehelichen Geburt
        entziehen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0159">
              <head>§. 159.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0081-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=487">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA352">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=159">RIS</ref>]</p>
              <p> Stirbt der Mann vor dem ihm zur Bestreitung der ehelichen Geburt verwilligten Zeitraume;
        so können auch die Erben, denen ein Abbruch an ihren Rechten geschähe, innerhalb dreyer
        Monathe nach dem Tode des Mannes aus dem angeführten Grunde die eheliche Geburt eines
        solchen Kindes bestreiten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0160">
              <head>§. 160.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0081-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=487">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA353">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=160">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Legitimation der unehelichen Kinder: a) durch Hebung des Ehehindernisses oder schuldlose Unwissenheit der Ehegatten;]</p>

              <p>Kinder, die zwar aus einer ungültigen, aber aus keiner solchen Ehe erzeugt worden sind,
        der die in den §§. <ref
                  target="#NA.0062">62</ref> — <ref target="#NA.0064">64</ref>
        angeführten Hindernisse entgegen stehen, sind als eheliche anzusehen, wenn das Ehehinderniß
        in der Folge gehoben worden ist, oder wenn wenigstens Einem ihrer Aeltern die schuldlose
        Unwissenheit des Ehehindernisses zu Statten kommt; doch bleiben in dem letzteren Falle
        solche Kinder von Erlangung desjenigen Vermögens ausgeschlossen, welches durch
        Familien-Anordnungen der ehelichen Abstammung besonders vorbehalten ist.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0161">
              <head>§. 161.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0082-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=488">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA356">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=161">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: b) durch die nachfolgende Ehe.]</p>
              <p> Kinder, welche außer der Ehe geboren und durch die nachher erfolgte Verehelichung ihrer
        Aeltern in die Familie eingetreten sind, werden, so wie ihre Nachkommenschaft, unter die
        ehelich erzeugten gerechnet; nur können sie den in einer inzwischen bestandenen Ehe
        erzeugten ehelichen Kindern die Eigenschaft der Erstgeburt und andere bereits erworbene
        Rechte nicht streitig machen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0162">
              <head>§. 162.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0082-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=488">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA358">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=162">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: c) durch Begünstigung des Landesfürsten.]</p>
              <p> Die uneheliche Geburt kann einem Kinde an seiner bürgerlichen Achtung und an seinem
        Fortkommen keinen Abbruch thun. Zu diesem Ende bedarf es keiner besonderen Begünstigung des
        Landesfürsten, wodurch das Kind als ein eheliches erklärt wird. Nur die Aeltern können um
        solche ansuchen, wenn sie das Kind gleich einem ehelichen der Standesvorzüge oder des
        Rechtes an dem frey vererblichen Vermögen theilhaft machen wollen. In Rücksicht auf die
        übrigen Familien-Glieder hat diese Begünstigung keine Wirkung.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0163">
              <head>§. 163.</head>
              <p>[<ref
                  target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0083-5">Druck 1811</ref> :: 
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=488">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA361">Zeiller Commentar</ref> :: 
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=163">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Beweis der Vaterschaft zu einem unehelichen Kinde.]</p>
              <p> Wer auf eine in der Gerichtsordnung vorgeschriebene Art überwiesen wird, daß er der
        Mutter eines Kindes innerhalb des Zeitraumes beygewohnt habe, von welchem bis zu ihrer
        Entbindung nicht weniger als sieben, nicht mehr als zehn Monathe verstrichen sind; oder wer
        dieses auch nur außer Gericht gesteht, von dem wird vermuthet, daß er das Kind erzeugt
        habe.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0164">
              <head>§. 164.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0083-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=488">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA365">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=164">RIS</ref>]</p>
              <p>Die auf Angeben der Mutter erfolgte Einschreibung des väterlichen Nahmens in das Tauf-
        oder Geburtsbuch macht nur dann einen vollständigen Beweis, wenn die Einschreibung nach der
        gesetzlichen Vorschrift mit Einwilligung des Vaters geschehen, und diese Einwilligung durch
        das Zeugniß des Seelsorgers und des Pathen mit dem Beysatze, daß er ihnen von Person bekannt
        sey, bestätiget worden ist. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0165">
              <head>§. 165.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0084-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=488">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA367">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=165">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Beschaffenheit des Rechtsverhältnisses zwischen unehelichen Aeltern und Kindern.]</p>
              <p> Uneheliche Kinder sind überhaupt von den Rechten der Familie und der Verwandtschaft
        ausgeschlossen; sie haben weder auf den Familien-Nahmen des Vaters, noch auf den Adel, das
        Wapen und andere Vorzüge der Aeltern Anspruch; sie führen den Geschlechtsnahmen der
        Mutter.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0166">
              <head>§. 166.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0084-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=488">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA369">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=166">RIS</ref>]</p>
              <p> Aber auch ein uneheliches Kind hat das Recht, von seinen Aeltern eine ihrem Vermögen
        angemessene Verpflegung, Erziehung und Versorgung zu fordern, und die Rechte der Aeltern
        über dasselbe erstrecken sich so weit, als es der Zweck der Erziehung erfordert. Uebrigens
        steht das uneheliche Kind nicht unter der eigentlichen väterlichen Gewalt seines Erzeugers,
        sondern wird von einem Vormunde vertreten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0167">
              <head>§. 167.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0084-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=489">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA370">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=167">RIS</ref>]</p>
              <p> Zur Verpflegung ist vorzüglich der Vater verbunden; wenn aber dieser nicht im Stande ist,
        das Kind zu verpflegen, so fällt diese Verbindlichkeit auf die Mutter.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0168">
              <head>§. 168.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0084-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=489">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA372">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=168">RIS</ref>]</p>
              <p>So lange die Mutter ihr uneheliches Kind, der künftigen Bestimmung gemäß, selbst erziehen
        will und kann, darf ihr dasselbe von dem Vater nicht entzogen werden; dessen ungeachtet muß
        er die Verpflegungskosten bestreiten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0169">
              <head>§. 169.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0085-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=489">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA373">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=169">RIS</ref>]</p>
              <p> Läuft aber das Wohl des Kindes durch die mütterliche Erziehung Gefahr, so ist der Vater
        verbunden, das Kind von der Mutter zu trennen, und solches zu sich zu nehmen, oder anderswo
        sicher und anständig unterzubringen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0170">
              <head>§. 170.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0085-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=489">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA374">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=170">RIS</ref>]</p>
              <p> Es steht den Aeltern frey, sich über den Unterhalt, die Erziehung und Versorgung des
        unehelichen Kindes mit einander zu vergleichen; ein solcher Vergleich kann aber dem Rechte
        des Kindes keinen Abbruch thun.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0171">
              <head>§. 171.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0085-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=489">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA375">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=171">RIS</ref>]</p>
              <p>Die Verbindlichkeit, uneheliche Kinder zu verpflegen und zu versorgen, geht, gleich einer
        anderen Schuld, auf die Erben der Aeltern über.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0172">
              <head>§. 172.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0085-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=489">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA375">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=172">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Erlöschung der väterlichen Gewalt über die Kinder.]</p>
              <p>Die väterliche Gewalt hört mit der Großjährigkeit des Kindes sogleich auf, wofern nicht
        aus gerechter Ursache die Fortdauer derselben auf Ansuchen des Vaters von dem Gerichte
        verwilliget und öffentlich bekannt gemacht worden ist.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0173">
              <head>§. 173.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0086-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=489">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA376">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=173">RIS</ref>]</p>
              <p> Gerechte Ursachen, die Fortdauer der väterlichen Gewalt bey Gericht anzusuchen, sind:
        Wenn das Kind ungeachtet der Volljährigkeit, wegen Leibes- oder Gemüthsgebrechen sich selbst
        zu verpflegen, oder seine Angelegenheiten zu besorgen, nicht vermag; oder, wenn es sich
        während der Minderjährigkeit in beträchtliche Schulden verwickelt, oder solcher Vergehungen
        schuldig gemacht hat, wegen welcher es noch ferner unter genauer Aufsicht des Vaters
        gehalten werden muß.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0174">
              <head>§. 174.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0086-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=489">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA382">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=174">RIS</ref>]</p>
              <p> Kinder können auch vor Zurücklegung des vier und zwanzigsten Jahres aus der väterlichen
        Gewalt treten, wenn der Vater mit Genehmhaltung des Gerichtes sie ausdrücklich entläßt,
        oder, wenn er einem zwanzigjährigen Sohne die Führung einer eigenen Haushaltung
        gestattet.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0175">
              <head>§. 175.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0087-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=489">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA385">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=175">RIS</ref>]</p>

              <p> Wenn eine minderjährige Tochter sich verehelichet, so kommt sie zwar in Rücksicht ihrer
        Person unter die Gewalt des Mannes (<ref
                  target="#NA.0091">§. 91</ref> und <ref target="#NA.0092">92</ref>); in Hinsicht auf das Vermögen aber hat der Vater bis zu ihrer
        Großjährigkeit die Rechte und Pflichten eines Curators. Stirbt der Mann während ihrer
        Minderjährigkeit, so kommt sie wieder unter die väterliche Gewalt.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0176">
              <head>§. 176.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0087-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=489">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA386">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=176">RIS</ref>]</p>
              <p> Wenn ein Vater den Gebrauch der Vernunft verlieret; wenn er als Verschwender erklärt;
        oder, wegen eines Verbrechens auf längere Zeit als ein Jahr zur Gefängnißstrafe verurtheilet
        wird; wenn er eigenmächtig auswandert; oder, wenn er über ein Jahr abwesend ist, ohne von
        seinem Aufenthalte Nachricht zu geben; kommt die väterliche Gewalt außer Wirksamkeit, und es
        wird ein Vormund bestellet; hören aber diese Hindernisse auf, so tritt der Vater wieder in
        seine Rechte ein.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0177">
              <head>§. 177.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0087-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=490">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA387">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=177">RIS</ref>]</p>
              <p> Väter, welche die Verpflegung und Erziehung ihrer Kinder gänzlich vernachlässigen,
        verlieren die väterliche Gewalt auf immer.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0178">
              <head>§. 178.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0088-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=490">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA388">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=178">RIS</ref>]</p>
              <p>Gegen den Mißbrauch der väterlichen Gewalt, wodurch das Kind in seinen Rechten gekränket
        wird, oder gegen die Unterlassung der damit verbundenen Pflichten, kann nicht nur das Kind
        selbst, sondern jedermann, der davon Kenntniß hat, und besonders die nächsten Anverwandten,
        den Beystand des Gerichtes anrufen. Das Gericht hat den Gegenstand der Beschwerde zu
        untersuchen, und die den Umständen angemessenen Verfügungen zu treffen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0179">
              <head>§. 179.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0088-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=490">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA389">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=179">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Dem Rechtsverhältnisse zwischen Aeltern und Kindern ähnliche Verbindungen: 1) Annehmung an Kindes Statt.]</p>
              <p>Personen, welche den ehelosen Stand nicht feyerlich angelobet, und keine eigenen ehelichen
        Kinder haben, können an Kindesstatt annehmen; die annehmende Person heißt Wahlvater oder
        Wahlmutter; die angenommene heißt Wahlkind.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0180">
              <head>§. 180.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0088-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=490">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA391">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=180">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Erfordernisse.]</p>
              <p>Wahlvater oder Wahlmütter müssen das fünfzigste Jahr zurück gelegt haben, und ein Wahlkind
        muß wenigstens achtzehn Jahre jünger seyn als seine Wahlältern. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0181">
              <head>§. 181.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0089-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=490">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA392">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=181">RIS</ref>]</p>
              <p>Die Annahme an Kindesstatt kann, wenn das Kind minderjährig ist, nur mit Einwilligung des
        ehelichen Vaters, oder in dessen Ermanglung, nur mit Einwilligung der Mutter, des Vormundes
        und des Gerichtes zu Stande kommen. Auch wenn das Kind großjährig, aber sein ehelicher Vater
        noch am Leben ist, wird desselben Einwilligung erfordert. Gegen die ohne hinreichenden Grund
        versagte Einwilligung kann bey dem ordentlichen Richter Beschwerde geführet werden. Die mit
        der erforderlichen Einwilligung versehene Annahme an Kindesstatt ist der Landesstelle zur
        Bestätigung und dem Gerichtsstande der Wahlältern und des Wahlkindes zur Eintragung in die
        Gerichts-Acten vorzulegen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0182">
              <head>§. 182.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0089-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=490">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA395">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=182">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Daraus entspringende Rechte.]</p>
              <p>Eine wesentliche, rechtliche Wirkung der Annahme an Kindes Statt ist: daß die angenommene
        Person den Nahmen des Wahlvaters oder den Geschlechtsnahmen der Wahlmutter erhält; sie
        behält aber zugleich ihren vorigen Familien-Nahmen und den ihr etwa eigenen Familien-Adel
        bey. Wünschen die Wahlältern, daß der ihnen eigene Adel und das Wapen auf das Wahlkind
        übergehe; so muß die Bewilligung des Landesfürsten angesucht werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0183">
              <head>§. 183.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0090-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=490">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA397">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=183">RIS</ref>]</p>
              <p> Zwischen den Wahlältern und dem Wahlkinde und dessen Nachkommen finden, in so weit das
        Gesetz keine Ausnahme macht, gleiche Rechte, wie zwischen den ehelichen Aeltern und Kindern
        Statt. Der Wahlvater übernimmt die väterliche Gewalt. Auf die übrigen Mitglieder der Familie
        der Wahlältern hat das Verhältniß zwischen den Wahlältern und dem Wahlkinde keinen Einfluß;
        dagegen verliert das Wahlkind auch die Rechte seiner eigenen Familie nicht.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0184">
              <head>§. 184.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0090-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=491">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA400">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=184">RIS</ref>]</p>

              <p> Die Rechte zwischen Wahlältern und Wahlkindern können durch Vertrag anders bestimmet
        werden, in so fern dadurch die im <ref target="#NA.0182">§. 182</ref> angeführte wesentliche
        Wirkung der Annahme an Kindesstatt nicht abgeändert, noch dem Rechte eines Dritten zu nahe
        getreten wird. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0185">
              <head>§. 185.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0091-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=491">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA402">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=185">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Erlöschung derselben.]</p>
              <p>Das rechtliche Verhältniß zwischen den Wahlältern und dem Wahlkinde kann, in so lange das
        Wahlkind minderjährig ist, nur mit Einwilligung der Vertreter des Minderjährigen und des
        Gerichtes aufgehoben werden. Nach Erlöschung des Rechtsverhältnisses zwischen dem Wahlvater
        und dem Wahlkinde kommt das minderjährige Kind wieder unter die Gewalt des ehelichen
        Vaters.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0186">
              <head>§. 186.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0091-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=491">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA403">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=186">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: 2) Uebernahme in die Pflege.]</p>
              <p>Die Rechte und Verbindlichkeiten der Wahlältern und Wahlkinder lassen sich auf Kinder, die
        nur in Pflege genommen werden, nicht anwenden. Diese Pflege steht jedermann frey; wollen
        aber die Parteyen hierüber einen Vertrag schließen, so muß er, in so fern die Rechte des
        Pflegekindes geschmälert, oder demselben besondere Verbindlichkeiten auferlegt werden
        sollen, gerichtlich bestätiget werden. Auf den Ersatz der Pflegekosten haben die
        Pflegeältern keinen Anspruch. </p>
            </div>
          </div>
          <div xml:id="NA.1.4">
            <head>Viertes Hauptstück. Von den Vormundschaften und Curatelen.</head>
            <div xml:id="NA.0187">
              <head>§. 187.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0092-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=491">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA407">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=187">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Bestimmung der Vormundschaft und Curatel.]</p>
              <p>Personen, denen die Sorge eines Vaters nicht zu Statten kommt, und die noch minderjährig
        oder aus einem anderen Grunde ihre Angelegenheiten selbst zu besorgen unfähig sind, gewähren
        die Gesetze durch einen Vormund oder durch einen Curator besonderen Schutz.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0188">
              <head>§. 188.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0092-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=491">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA409">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=188">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Unterschied zwischen der Vormundschaft und Curatel.]</p>
              <p> Ein Vormund hat vorzüglich für die Person des Minderjährigen zu sorgen, zugleich aber
        dessen Vermögen zu verwalten. Ein Curator wird zur Besorgung der Angelegenheiten derjenigen
        gebraucht, welche dieselben aus einem anderen Grunde, als jenem der Minderjährigkeit, selbst
        zu besorgen unfähig sind. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0189">
              <head>§. 189.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0093-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=491">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA410">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=189">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: I. Von der Vormundschaft. Veranlassung zur Bestellung.]</p>
              <p>Wenn der Fall eintritt, daß einem Minderjährigen, er sey von ehelicher oder unehelicher
        Geburt, ein Vormund bestellet werden, muß; sind die Verwandten des Minderjährigen oder
        andere mit ihm in nahem Verhältnisse stehende Personen unter angemessener Ahndung verbunden,
        dem Gerichte, unter dessen Gerichtsbarkeit der Minderjährige steht, die Anzeige zu machen.
        Auch die politischen Obrigkeiten, die weltlichen und geistlichen Vorsteher der Gemeinden,
        müssen sorgen, daß das Gericht hiervon benachrichtiget werde.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0190">
              <head>§. 190.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0093-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=492">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA413">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=190">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Wer den Vormund zunächst bestelle.]</p>
              <p>Das Gericht muß, sobald es zur Kenntniß gelanget ist, von Amts wegen die Bestellung eines
        tauglichen Vormundes vornehmen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0191">
              <head>§. 191.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0093-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=492">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA415">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=191">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Nothwendige Entschuldigung von einer Vormundschaft überhaupt;]</p>
              <p> Untauglich zur Vormundschaft überhaupt sind diejenigen, welche wegen ihres minderjährigen
        Alters, wegen Leibes- oder Geistesgebrechen, oder aus anderen Gründen ihren eigenen
        Geschäften nicht vorstehen können; die eines Verbrechens schuldig erkannt worden sind, oder
        von denen eine anständige Erziehung des Waisen oder nützliche Verwaltung des Vermögens nicht
        zu erwarten ist.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0192">
              <head>§. 192.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0094-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=492">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA416">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=192">RIS</ref>]</p>

              <p> Auch Personen weiblichen Geschlechtes, Ordensgeistlichen und Einwohnern fremder Staaten,
        soll in der Regel (<ref target="#NA.0198">§. 198</ref>) keine Vormundschaft aufgetragen
        werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0193">
              <head>§. 193.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0094-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=492">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA417">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=193">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: oder von einer bestimmten Vormundschaft.]</p>
              <p> Zu einer bestimmten Vormundschaft sind diejenigen nicht zuzulassen, welche der Vater
        ausdrücklich von der Vormundschaft ausgeschlossen hat; die mit den Aeltern des
        Minderjährigen oder mit ihm selbst bekanntlich in Feindschaft gelebt, oder die mit dem
        Minderjährigen entweder schon in einem Processe verwickelt sind, oder wegen noch nicht
        berichtigter Forderungen in einen verwickelt werden könnten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0194">
              <head>§. 194.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0094-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=492">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA418">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=194">RIS</ref>]</p>
              <p> Personen, die in der Provinz, zu welcher der Minderjährige der Gerichtsbarkeit nach
        gehört, sich entweder gar nicht aufhalten, oder doch länger als ein Jahr von derselben
        entfernt seyn müssen, sind in der Regel zur Vormundschaft nicht zu bestellen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0195">
              <head>§. 195.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0095-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=492">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA419">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=195">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Freywillige Entschuldigungsgründe.]</p>
              <p>Wider ihren Willen können zur Uebernehmung einer Vormundschaft nicht angehalten werden:
        Weltgeistliche, wirklich dienende Militär-Personen und öffentliche Beamte; eben so
        derjenige, der sechzig Jahre alt ist; dem die Obsorge über fünf Kinder oder Enkel obliegt;
        oder, der schon Eine mühsame Vormundschaft oder drey kleinere zu besorgen hat.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0196">
              <head>§. 196.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0095-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=492">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA420">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=196">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Arten der Berufung zur Vormundschaft. 1) testamentarische;]</p>

              <p>Vor Allen gebührt die Vormundschaft demjenigen, welchen der Vater dazu berufen hat, wenn
        demselben keines der in den <ref
                  target="#NA.0191">§§. 191</ref> - <ref target="#NA.0194">194</ref> angeführten Hindernisse im Wege steht.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0197">
              <head>§. 197.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0095-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=492">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA421">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=197">RIS</ref>]</p>
              <p> Hat eine Mutter oder eine andere Person einem Minderjährigen ein Erbtheil zugedacht, und
        zugleich einen Vormund ernannt; so muß dieser nur in der Eigenschaft eines Curators für das
        hinterlassene Vermögen angenommen werden. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0198">
              <head>§. 198.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0096-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=492">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA422">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=198">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: 2) gesetzliche;]</p>
              <p>Wenn der Vater keinen oder einen unfähigen Vormund ernannt hat, so ist die Vormundschaft
        vor Allem dem väterlichen Großvater, dann der Mutter, so fort der väterlichen Großmutter,
        endlich einem anderen Verwandten, und zwar demjenigen anzuvertrauen, welcher männlichen
        Geschlechtes, der nächste, oder aus mehreren gleich nahen der ältere ist.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0199">
              <head>§. 199.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0096-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=493">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA424">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=199">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: 3) gerichtliche.]</p>
              <p>Kann eine Vormundschaft auf die angeführte Art nicht bestellet werden, so hängt es von dem
        Gerichte ab, wen es mit Rücksicht auf Fähigkeit, Stand, Vermögen und Ansässigkeit zum
        Vormunde ernennen will.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0200">
              <head>§. 200.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0096-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=493">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA428">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=200">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Form der wirklichen Bestellung des Vormundes.]</p>
              <p>Jeden ernannten Vormund, ohne Unterschied, hat das vormundschaftliche Gericht sogleich
        anzuweisen, daß er die Vormundschaft übernehme. Der Vormund, ob er gleich für seine Person
        unter einer anderen Gerichtsbarkeit steht, ist schuldig, die Vormundschaft zu übernehmen,
        und wird in Rücksicht auf alle zu diesem Amte gehörige Angelegenheiten der
        vormundschaftlichen Behörde unterworfen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0201">
              <head>§. 201.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0097-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=493">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA430">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=201">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Form, die Bestellung abzulehnen.]</p>
              <p> Glaubt derjenige, welchen das Gericht zur Vormundschaft berufen hat, daß er zu diesem
        Amte nicht geschickt sey; oder, daß ihn das Gesetz davon frey spreche, so muß er sich
        innerhalb vierzehn Tagen, von der Zeit des ihm bekannt gemachten gerichtlichen Auftrages, an
        das vormundschaftliche Gericht, oder, wenn er demselben für seine Person nicht unterworfen
        ist, an seine persönliche Gerichtsstelle wenden, welche seine Gründe mit ihrem Gutachten
        begleiten und dem vormundschaftlichen Gerichte zur Entscheidung vorlegen soll.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0202">
              <head>§. 202.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0097-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=493">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA431">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=202">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Verantwortlichkeit des Vormundes und des Gerichtes in Rücksicht dieses Gegenstandes.]</p>
              <p>Wer seine Untauglichkeit zur Vormundschaft verhehlet, hat, sowie das Gericht, das
        wissentlich einen nach dem Gesetze untauglichen Vormund ernennet, allen dem Minderjährigen
        dadurch entstandenen Schaden und entgangenen Nutzen zu verantworten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0203">
              <head>§. 203.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0097-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=493">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA432">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=203">RIS</ref>]</p>
              <p>Dieser Verantwortung setzt sich auch derjenige aus, welcher ohne gegründete Ursache sich
        weigert, eine Vormundschaft zu übernehmen, und er soll überdieß durch angemessene
        Zwangsmittel dazu angehalten werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0204">
              <head>§. 204.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0098-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=493">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA433">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=204">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Antritt der Vormundschaft.]</p>
              <p> Man kann das vormmdschaftliche Amt nur nach einem von dem gehörigen Gerichtsstande dazu
        erhaltenen Auftrage übernehmen. Wer sich eigenmächtig in eine Vormundschaft eindringt, ist
        verbunden, allen dem Minderjährigen dadurch erwachsenen Schaden zu ersetzen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0205">
              <head>§. 205.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0098-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=493">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA433">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=205">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Angelobung.]</p>
              <p>Jeder Vormund, mit Ausnahme des Großvaters, der Mutter und der Großmutter, muß vermittelst
        Handschlages angeloben: daß er den Minderjährigen zur Rechtschaffenheit, Gottesfurcht und
        Tugend anführen, daß er ihn dem Stande gemäß als einen brauchbaren Bürger erziehen, vor
        Gericht und außer demselben vertreten, das Vermögen getreulich und emsig verwalten, und sich
        in Allem nach Vorschrift der Gesetze verhalten wolle. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0206">
              <head>§. 206.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0099-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=493">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA434">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=206">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Urkunde hierüber.]</p>
              <p>Einem auf diese Art verpflichteten Vormunde hat das Gericht eine förmliche Urkunde darüber
        auszufertigen, damit er in Ansehung seines Amtes beglaubiget sey, und sich in vorkommenden
        Fällen rechtfertigen könne. Uebernimmt ein Großvater, eine Mutter oder Großmutter eine
        Vormundschaft; so muß ihnen eine ähnliche Urkunde zugestellet, und derselben dasjenige, was
        andere Vormünder angeloben, eingeschaltet werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0207">
              <head>§. 207.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0099-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=494">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA436">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=207">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Führung der Vormundschaft. Vorläufige gerichtliche Vorsicht.]</p>
              <p>Jedes vormundschaftliche Gericht ist verbunden, ein so genanntes Vormundschafts- oder
        Waisenbuch zu führen. In dieses Buch müssen die Vornahmen, Familien-Nahmen, das Alter der
        Minderjährigen, und Alles, was sich bey der Uebernahme, Fortdauer und Endigung der
        Vormundschaft Wichtiges ereignet hat, eingetragen werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0208">
              <head>§. 208.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0099-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=494">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA436">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=208">RIS</ref>]</p>
              <p>In diesem Buche soll auch auf alle Belege dergestalt hingewiesen werden, damit sowohl das
        Gericht selbst, als auch in der Folge die volljährig gewordenen Waisen Alles, was ihnen zu
        wissen nützlich ist, in beglaubter Form einsehen können.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0209">
              <head>§. 209.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0100-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=494">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA437">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=209">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Vereinigung der vormundschaftlichen Hauptpflichten, der Erziehung und Vermögensverwaltung in Einer Person.]</p>
              <p>So wie ein von dem Vater ernannter Vormund nicht nur über die Person des Minderjährigen,
        sondern auch über dessen Vermögen zu sorgen hat; eben so wird vermuthet, daß der Vater
        jemanden, den er zum Curator über das Vermögen ernannt hat, zugleich die Aufsicht über die
        Person habe anvertrauen wollen. Hat aber der Vater einen Vormund nicht für alle Kinder, oder
        einen Curator nicht für das ganze Vermögen ernannt; so liegt dem Gerichte ob, für die
        anderen Kinder einen Vormund, oder für den übrigen Theil des Vermögens einen Curator zu
        bestellen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0210">
              <head>§. 210.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0100-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=494">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA439">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=210">RIS</ref>]</p>
              <p>Sind mehrere Vormünder ernannt worden, so können sie zwar das Vermögen des Minderjährigen
        gemeinschaftlich oder theilweise verwalten. Verwalten sie es aber gemeinschaftlich, oder
        theilen sie die Verwaltung ohne Genehmhaltung des Gerichtes unter sich; so haftet jeder
        Einzelne für den ganzen dem Minderjährigen erwachsenden Schaden. Immer muß auch das Gericht
        veranstalten, daß die Person des Minderjährigen und die Hauptführung der Geschäfte nur von
        Einem besorget werde.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0211">
              <head>§. 211.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0101-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=494">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA441">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=211">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Unterstützung einer Vormünderinn durch einen Mitvormund.]</p>
              <p>Müttern und Großmüttern, die eine Vormundschaft übernehmen, muß ein Mitvormund zugegeben
        werden. Bey der Wahl desselben ist vor Allem auf den erklärten Willen des Vaters, dann auf
        den Vorschlag der Vormünderinn, endlich auf die Verwandten des Minderjährigen Rücksicht zu
        nehmen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0212">
              <head>§. 212.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0101-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=494">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA442">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=212">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Pflichten und Rechte des Mitvormundes.]</p>
              <p>Auch der Mitvormund muß eine Beglaubigungsurkunde vom Gerichte erhalten, und angeloben,
        daß er das Beste des Minderjährigen befördern wolle, und er muß zu diesem Ende der
        Vormünderinn mit seinem Rathe beystehen. Sollte er wichtige Gebrechen wahrnehmen; so muß er
        sich bestreben, denselben abzuhelfen, und nöthigen Falls dem vormundschaftlichen Gerichte
        Anzeige davon machen. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0213">
              <head>§. 213.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0102-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=494">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA444">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=213">RIS</ref>]</p>
              <p>Eine andere wesentliche Pflicht des Mitvormundes ist, daß er bey vorfallenden Geschäften,
        zu deren Gültigkeit die Einwilligung des vormundschaftlichen Gerichtes notwendig ist, das
        Gesuch der Vormünderinn mit unterzeichne, oder seine besondere Meinung beylege, so wie er
        auch auf Verlangen des Gerichtes über ein solches Geschäft unmittelbar sein Gutachten zu
        erstatten hat.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0214">
              <head>§. 214.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0102-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=495">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA445">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=214">RIS</ref>]</p>
              <p>Ein Mitvormund, welcher diese Pflichten erfüllet hat, bleibt von aller ferneren
        Verantwortung frey; ist einem Mitvormunde aber zugleich die Verwaltung des Vermögens
        aufgetragen worden; so hat er mit dieser Verwaltung alle Pflichten eines Curators
        übernommen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0215">
              <head>§. 215.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0102-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=495">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA446">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=215">RIS</ref>]</p>
              <p> Wenn eine Vormünderinn von der Vormundschaft austritt; so ist die Vormundschaft in der
        Regel dem gewesenen Mitvormunde aufzutragen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0216">
              <head>§. 216.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0102-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=495">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA447">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=216">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Besondere Pflichten und Rechte des Vormundes: a) in Rücksicht der Erziehung der Person;]</p>
              <p>Ein Vormund hat gleich dem Vater die Verbindlichkeit und das Recht, für die Erziehung des
        Minderjährigen Sorge zutragen; doch muß er in wichtigen und bedenklichen Angelegenheiten
        erst die Genehmigung und die Vorschriften des vormundschaftlichen Gerichtes einhohlen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0217">
              <head>§. 217.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0103-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=495">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA450">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=217">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Entsprechende Verbindlichkeit des Pflegebefohlenen.]</p>
              <p>Der Minderjährige ist seinem Vormunde Ehrerbiethung und Folgsamkeit schuldig; ist aber
        auch berechtiget, sich bey seinen nächsten Verwandten, oder bey der gerichtlichen Behörde zu
        beschweren, wenn der Vormund seine Macht aus was immer für eine Art mißbrauchen, oder die
        Pflichten der nöthigen Obsorge und Pflege hintansetzen würde. Auch den Verwandten des
        Minderjährigen und jedem, der hiervon Kenntniß erhält, steht die Anzeige bevor. An diese
        Behörde hat sich auch der Vormund zu wenden, wenn er den Vergehungen des Minderjährigen
        durch die zur Erziehung ihm eingeräumte Gewalt Einhalt zu thun nicht vermag.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0218">
              <head>§. 218.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0103-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=495">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA452">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=218">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Wer zunächst die Erziehung besorge.]</p>
              <p>Die Person des Waisen soll vorzüglich der Mutter selbst dann, wenn sie die Vormundschaft
        nicht übernommen oder sich wieder verheirathet hat, anvertrauet werden; es wäre denn, daß
        das Beste des Kindes eine andere Verfügung erheischte.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0219">
              <head>§. 219.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0104-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=495">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA453">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=219">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Bestimmung der Quantität und der Quellen der Erziehungskosten.]</p>
              <p>Die Unterhaltungskosten bestimmt das vormundschaftliche Gericht, und nimmt bey der
        Bestimmung auf die Anordnung des Vaters, auf das Gutachten des Vormundes, auf das Vermögen,
        auf den Stand und auf andere Verhältnisse des Minderjährigen Rücksicht.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0220">
              <head>§. 220.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0104-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=495">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA454">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=220">RIS</ref>]</p>
              <p> Wenn die Einkünfte zur Bestreitung dieser Kosten oder zur Bestreitung eines Aufwandes,
        wodurch der Minderjährige in einen fortdauernden Nahrungsstand versetzt werden soll, nicht
        zureichen; so darf mit Genehmhaltung des Gerichtes auch das Hauptvermögen angegriffen
        werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0221">
              <head>§. 221.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0104-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=495">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA455">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=221">RIS</ref>]</p>

              <p>In dem Falle, daß die Waisen ganz mittellos sind, soll das vormundschaftliche Gericht die
        bemittelten nächsten Verwandten zu deren Verpflegung, dafern sie nach dem <ref target="#NA.0143">§. 143</ref> hierzu nicht ohnehin rechtlich verbunden sind, zu bewegen
        suchen. Außerdem hat der Vormund auf öffentliche milde Stiftungen und bestehende
        Armenanstalten so lange einen gerechten Anspruch, bis der Minderjährige im Stande ist, sich
        durch eigene Arbeit und Verwendung selbst zu ernähren.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0222">
              <head>§. 222.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0105-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=496">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA456">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=222">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Besondere Pflichten der Vormundschaft: b) in Rücksicht der Vermögensverwaltung, Erforschung und Sicherstellung des Vermögens,]</p>
              <p> Die dem vormundschaftlichen Gerichte über das Vermögen des Waisen anvertraute Obsorge
        fordert, daß es zuerst desselben Vermögen zu erforschen und es durch Sperre, durch Inventur
        und Schätzung sicher zu stellen suche.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0223">
              <head>§. 223.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0105-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=496">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA458">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=223">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: durch die Sperre und Inventur;]</p>
              <p> Durch die gerichtliche Sperre werden nur dann, wenn es zur Sicherstellung nothwendig ist,
        die Gerätschaften in Verwahrung genommen; die Inventur aber, das ist, ein genaues
        Verzeichniß des sämmtlichen dem Waisen gehörigen Vermögens muß stets, selbst ohne Rücksicht
        auf das Verboth des Vaters oder eines anderen Erblassers, errichtet werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0224">
              <head>§. 224.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0105-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=496">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA459">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=224">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: dann durch die Schätzung des Vermögens entweder unmittelbar von dem vormundschaftlichen Gerichte,]</p>
              <p>Das Verzeichniß des Vermögens und die Schätzung der beweglichen Sachen müssen ohne
        Zeitverlust, allenfalls auch vor Bestellung eines Vormundes, vorgenommen werden. Das
        Inventarium wird bey den Verlassenschafts-Acten aufbewahret und dem Vormunde eine
        beglaubigte Abschrift davon mitgetheilet. Die Schätzung des unbeweglichen Vermögens muß, so
        bald es thunlich ist, vorgenommen werden; sie kann aber auch, wenn der Werth sich aus
        anderen zuverlässigen Quellen darstellet, ganz unterbleiben.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0225">
              <head>§. 225.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0106-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=496">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA460">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=225">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: oder vermittelst der Real-Behörde.]</p>
              <p> Liegt ein unbewegliches Gut des Minderjährigen in einer anderen Provinz, oder gar in
        einem fremden Staate; so muß die vormundschaftliche Behörde den ordentlichen Gerichtsstand
        der anderen Provinz oder des fremden Staates um die Inventur und Schätzung und um die
        Mittheilung derselben angehen, diesem Gerichtsstande aber die Bestellung eines Curators über
        dieses Gut überlassen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0226">
              <head>§. 226.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0106-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=496">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA461">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=226">RIS</ref>]</p>
              <p>Liegt das unbewegliche Gut in der nähmlichen Provinz, aber unter einer anderen Behörde; so
        gebühren zwar dieser alle auf das Gut sich beziehenden Rechte, folglich auch die Inventur
        und Schätzung; allein sie muß der vormundschaftlichen Behörde auf Verlangen nicht nur eine
        Abschrift davon mittheilen, sondern auch dem Vormunde die freye Verwaltung des Gutes
        überlassen, ohne sich über seine vormundschaftlichen Handlungen einer Art von
        Gerichtsbarkeit anzumaßen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0227">
              <head>§. 227.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0107-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=496">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA461">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=227">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Wohin das bewegliche Vermögen gehöre.]</p>
              <p> Diejenigen Mobilien, welche sich auf einem unbeweglichen Gute befinden, um beständig auf
        demselben zu bleiben, sind als ein Theil dieses Gutes anzusehen; alle übrigen Mobilien, auch
        Schuldbriefe und selbst die auf einem unbeweglichen Gute haftenden Capitalien gehören unter
        die vormundschaftliche Gerichtsbarkeit.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0228">
              <head>§. 228.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0107-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=496">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA464">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=228">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Allgemeine Vorschrift in Rücksicht auf die Vermögensverwaltung.]</p>
              <p> Sobald ein Vormund oder Curator das Vermögen übernimmt, hat er es mit aller
        Aufmerksamkeit eines redlichen und fleißigen Hausvaters zu verwalten, und für sein
        Verschulden zu haften. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0229">
              <head>§. 229.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0108-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=497">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA467">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=229">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Besondere Vorschriften in Absicht der unmittelbaren Vermögensverwaltung, insonderheit in Rücksicht der Kostbarkeiten;]</p>
              <p> Juwelen, andere Kostbarkeiten und die Schuldbriefe kommen, so wie alle wichtigen
        Urkunden, in gerichtliche Verwahrung; von den ersteren erhält der Vormund ein Verzeichniß,
        von den letzteren die zu seinem Gebrauche nöthigen Abschriften.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0230">
              <head>§. 230.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0108-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=497">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA467">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=230">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: des baren Geldes;]</p>
              <p> Vom baren Gelde soll nur so viel in den Händen des Vormundes verbleiben, als zur
        Erziehung des Waisen und zum ordentlichen Betriebe der Wirthschaft nöthig ist; das Uebrige
        muß vorzüglich zur Tilgung der etwa vorhandenen Schulden oder zu einem anderen
        vortheilhaften Gebrauche verwendet, und wenn kein vortheilhafterer Gebrauch zu machen ist,
        auf Zinsen in öffentliche Cassen oder gegen gesetzmäßige Sicherheit auch bey Privat-Personen
        angelegt werden. Die Sicherheit ist aber nur dann gesetzmäßig, wenn durch die
        Sicherstellung, mit Einrechnung der etwa vorgehenden Lasten, ein Haus nicht über die Hälfte,
        ein Landgut oder Grundstück aber nicht über zwey Drittheile seines wahren Werthes beschweret
        wird. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0231">
              <head>§. 231.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0109-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=497">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA471">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=231">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: des übrigen beweglichen Vermögens;]</p>
              <p>Das übrige bewegliche Vermögen, welches weder zum Gebrauche des Minderjährigen, noch zum
        Andenken der Familie, oder nach Anordnung des Vaters, aufzubewahren ist, noch auf eine
        andere Art vortheilhaft verwendet werden kann, muß im Allgemeinen öffentlich feilgebothen
        werden. Das Hausgeräthe kann man den Aeltern und den Miterben in dem gerichtlichen
        Schätzungspreise aus freyer Hand überlassen. Stücke, die bey der öffentlichen Versteigerung
        nicht veräußert worden sind, kann der Vormund mit Bewilligung des vormundschaftlichen
        Gerichtes auch unter dem Schätzungspreise verkaufen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0232">
              <head>§. 232.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0109-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=497">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA473">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=232">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: in Rücksicht des unbeweglichen;]</p>
              <p>Ein unbewegliches Gut kann nur im Nothfalle oder zum offenbaren Vortheile des
        Minderjährigen, mit Genehmhaltung des vormundschaftlichen Gerichtes, und in der Regel nur
        vermittelst öffentlicher Versteigerung veräußert, aus wichtigen Gründen aber kann auch eine
        Veräußerung aus freyer Hand von dem Gerichte bewilliget werden. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0233">
              <head>§. 233.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0110-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=497">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA475">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=233">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: bey vorzukehrenden wichtigen Veränderungen;]</p>
              <p>Ueberhaupt kann ein Vormund in allen Geschäften, welche nicht zu dem ordentlichen
        Wirthschaftsbetriebe gehören, und welche von größerer Wichtigkeit sind, nichts ohne
        gerichtliche Einwilligung vornehmen. Er kann also eigenmächtig keine Erbschaft ausschlagen
        oder unbedingt annehmen; keine Veräußerung der seiner Verwahrung anvertrauten Güter
        vornehmen; keinen Pachtvertrag abschließen; kein mit gesetzmäßiger Sicherheit anliegendes
        Capital aufkündigen; keine Forderung abtreten; keinen Rechtsstreit, vergleichen; keine
        Fabrik, Handlung und Gewerbe ohne gerichtliche Genehmigung anfangen, fortsetzen oder
        aufheben.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0234">
              <head>§. 234.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0110-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=497">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA484">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=234">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: bey Einhebung der Capitalien;]</p>
              <p> Ein Vormund kann für sich allein kein Capital des Minderjährigen, wenn es zurück bezahlet
        wird, in Empfang nehmen. Der Schuldner, dem ein solches Capital aufgekündigt wird, muß sich
        zu seiner Sicherheit von dem Vormunde die gerichtliche Bewilligung zur Erhebung des Capitals
        vorzeigen lassen, und sich nicht mit der Quittung des Vormundes allein begnügen; auch steht
        es ihm frey, die Zahlung unmittelbar an das Gericht selbst zu leisten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0235">
              <head>§. 235.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0111-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=498">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA484">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=235">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: bey weiterer Verwendung derselben;]</p>
              <p>So oft der Fall eintritt, daß ein ausstehendes Capital eingehen solle, hat der Vormund für
        dessen vortheilhafte Verwendung die Anstalt zu treffen, und zu der wirklichen Verwendung die
        Genehmigung des Gerichtes einzuhohlen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0236">
              <head>§. 236.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0111-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=498">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA486">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=236">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: zur Sicherstellung unbedeckter Forderungen.]</p>
              <p>Ueber Schuldforderungen, zu deren Beweise keine Urkunden vorhanden sind, muß der Vormund
        sich Urkunden verschaffen, und diejenigen, welche nicht sicher gestellt sind, so viel
        möglich sicher zu stellen suchen, oder zur Verfallszeit eintreiben. Doch soll den Aeltern
        das Capital des Minderjährigen, wenn es auch nicht gesetzmäßig versichert, der Minderjährige
        jedoch wahrscheinlicher Weise keiner Gefahr eines Verlustes ausgesetzt ist, nicht
        aufgekündet werden, wofern ihnen die Zurückbezahlung ohne Veräußerung ihres unbeweglichen
        Gutes oder Abtretung von ihrem Gewerbe schwer fallen würde. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0237">
              <head>§. 237.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0112-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=498">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA488">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=237">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Caution.]</p>
              <p> Der Vormund ist bey Antretung der Vormundschaft nicht schuldig, Caution zu leisten. Er
        bleibt auch in der Folge von der Caution befreyt, solange er die durch das Gesetz zur
        Sicherheit des Vermögens bestehenden Vorschriften genau beobachtet und zur gehörigen Zeit
        ordentlich Rechnung legt.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0238">
              <head>§. 238.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0112-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=498">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA490">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=238">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Verbindlichkeit zur Rechnungslegung.]</p>
              <p>In der Regel ist jeder Vormund und jeder Curator verbunden, über die ihm anvertraute
        Verwaltung Rechnung zu legen. Von der Rechnungslegung kann zwar der Erblasser in Ansehung
        des von ihm freywillig vermachten Betrages den Vormund lossprechen; auch das
        vormundschaftliche Gericht kann dieses, wenn das Einkommen die Auslagen für den Unterhalt
        und die Erziehung des Minderjährigen wahrscheinlich nicht übersteiget: allein das in der
        Inventur aufgenommene Hauptvermögen und Capital muß ein Vormund in allen Fällen ausweisen;
        auch von dem Zustande seines Pflegebefohlenen, wenn darin eine wichtige Veränderung vorgeht,
        Bericht erstatten. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0239">
              <head>§. 239.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0113-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=498">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA490">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=239">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Zeit der Rechnungslegung.]</p>
              <p> Die Rechnungen müssen mit jedem Jahre oder längstens innerhalb zwey Monathen nach dessen
        Verlauf mit allen erforderlichen Belegen dem vormundschaftlichen Gerichte übergeben werden.
        In diesen Rechnungen muß die Einnahme und Ausgabe, der Ueberschuß oder die Verminderung des
        Capitals genau bestimmt werden. Ist unter dem Vermögen des Minderjährigen eine Handlung
        begriffen, so hat sich das Gericht mit dem vorgelegten beglaubigten Rechnungsabschlusse,
        oder mit der sogenannten Bilanz zu begnügen und solche geheim zu halten. Gegen einen
        Vormund, welcher in der bestimmten Zeit die Rechnung zu legen unterläßt, müssen die den
        Umständen angemessenen rechtlichen Zwangsmittel angewendet werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0240">
              <head>§. 240.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0113-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=499">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA494">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=240">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Ort, wo die Rechnung zu legen.]</p>
              <p> Wenn der Minderjährige in verschiedenen Provinzen unbewegliche Güter besitzt, deren
        Verwaltung einem Vormunde allein anvertrauet ist; so muß der Vormund für jede Provinz eine
        besondere Rechnung führen und der dortigen Behörde vorlegen; allein es bleibt ihm
        freygestellt, zum Besten des Minderjährigen den Ueberschuß des in einer Provinz gelegenen
        Vermögens in einer anderen zu verwenden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0241">
              <head>§. 241.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0114-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=499">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA495">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=241">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Art der Rechnungserledigung.]</p>
              <p> Das vormundschaftliche Gericht ist verbunden, die Rechnungen des Vormundes nach den
        besonderen Vorschriften durch Rechnungs- und Sachverständige prüfen und berichtigen zu
        lassen, und die Erledigung darüber dem Vormunde mitzutheilen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0242">
              <head>§. 242.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0114-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=499">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA496">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=242">RIS</ref>]</p>
              <p> Ist in den Rechnungen etwas vergessen worden, oder sonst was immer für ein Verstoß
        untergelaufen, so kann dieses weder dem Vormunde noch dem Minderjährigen zum Nachtheile
        gereichen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0243">
              <head>§. 243.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0114-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=499">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA496">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=243">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Besondere Vorschriften für den Vormund bey der mittelbaren Vermögensverwaltung. Inbesonderheit bey Vertretungen.]</p>
              <p> Ein Minderjähriger kann weder als Kläger noch als Geklagter vor Gericht erscheinen; es
        muß ihn der Vormund entweder selbst vertreten, oder durch einen Anderen vertreten
        lassen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0244">
              <head>§. 244.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0114-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=499">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA498">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=244">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Bey Verträgen des Pflegebefohlenen.]</p>
              <p> Ein Minderjähriger ist zwar berechtiget, durch erlaubte Handlungen ohne Mitwirkung seines
        Vormundes etwas für sich zu erwerben; allein er kann ohne Genehmhaltung der Vormundschaft
        weder etwas von dem Seinigen veräußern, noch eine Verpflichtung auf sich nehmen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0245">
              <head>§. 245.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0115-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=499">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA501">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=245">RIS</ref>]</p>

              <p> Insbesondere können Minderjährige ohne Einwilligung der Vormundschaft keine gültige Ehe
        eingehen (<ref
                  target="#NA.0049">§§ 49</ref> — <ref target="#NA.0051">51</ref>).</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0246">
              <head>§. 246.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0115-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=499">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA502">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=246">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: In welchen Fällen der Minderjährige ohne Einwilligung des Vormundes verbunden werde.]</p>
              <p>Hat der Minderjährige auch ohne Einwilligung seines Vormundes sich zu Diensten verdungen,
        so kann ihn der Vormund ohne wichtige Ursache vor der gesetz- oder vertragsmäßigen Frist
        nicht zurück rufen; was er auf diese oder auf eine andere Art durch seinen Fleiß erwirbt,
        darüber kann er, so wie mit jenen Sachen, die ihm nach erreichter Mündigkeit zu seinem
        Gebrauche eingehändiget worden sind, frey verfügen und sich verpflichten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0247">
              <head>§. 247.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0115-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=499">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA504">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=247">RIS</ref>]</p>
              <p> Einem Minderjährigen, der das zwanzigste Lebensjahr zurück gelegt hat, kann die
        Obervormundschaft den reinen Ueberschuß seiner Einkünfte zur eigenen freyen Verwaltung
        überlassen; über diesen seiner Verwaltung anvertrauten Betrag ist er berechtiget,
        eigenmächtig sich zu verbinden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0248">
              <head>§. 248.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0116-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=499">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA507">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=248">RIS</ref>]</p>
              <p>Ein Minderjähriger, welcher sich nach zurück gelegtem zwanzigsten Jahre bey einem
        Geschäfte für großjährig ausgibt, ist für allen Schaden verantwortlich, wenn der andere
        Theil vor Abschließung des Geschäftes nicht wohl erst Erkundigung über die Wahrheit des
        Vorgebens einhohlen konnte. Ueberhaupt ist er auch in Hinsicht auf andere verbothene
        Handlungen und den durch sein Verschulden verursachten Schaden sowohl mit seiner Person, als
        auch mit seinem Vermögen verantwortlich.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0249">
              <head>§. 249.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0116-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=500">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA509">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=249">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Endigung der Vormundschaft; a) durch den Tod;]</p>

              <p> Eine Vormundschaft endiget sich gänzlich durch den Tod des Minderjährigen. Stirbt aber
        der Vormund, oder wird er entlassen; so muß nach der Vorschrift des Gesetzes (<ref
                  target="#NA.0198">§§. 198</ref> und <ref target="#NA.0199">199</ref>) ein anderer bestellet
        werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0250">
              <head>§. 250.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0116-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=500">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA511">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=250">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: b) nach gehobenem Hinderniß der Ausübung der väterlichen Gewalt;]</p>

              <p> Die Vormundschaft endiget sich auch, wenn der Vater die durch einige Zeit gehemmte
        Ausübung seiner Gewalt wieder übernimmt (<ref target="#NA.0176">§. 176</ref>).</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0251">
              <head>§. 251.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0117-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=500">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA511">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=251">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: c) durch die wirkliche Volljährigkeit;]</p>
              <p>Die Vormundschaft erlischt auch sogleich, als der Pflegebefohlene die Großjährigkeit
        erreicht hat; doch kann das vormundschaftliche Gericht, auf Ansuchen oder nach Vernehmung
        des Vormundes und der Verwandten, wegen Leibes- oder Gemüthsgebrechen des Pflegebefohlenen,
        wegen Verschwendung oder aus anderen wichtigen Gründen die Fortdauer der Vormundschaft auf
        eine längere und unbestimmte Zeit anordnen. Diese Verordnung muß aber in einem angemessenen
        Zeitraume vor dem Eintritte der Volljährigkeit öffentlich bekannt gemacht werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0252">
              <head>§. 252.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0117-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=500">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA514">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=252">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: d) durch die vermittelst ertheilter Nachsicht rechtlich angenommene Volljährigkeit;]</p>
              <p>Einem Minderjährigen, welcher das zwanzigste Jahr zurück gelegt hat, kam das
        vormundschaftliche Gericht, nach eingehohltem Gutachten des Vormundes und allenfalls auch
        der nächsten Verwandten, die Nachsicht des Alters verwilligen und ihn volljährig erklären.
        Wird einem Minderjährigen der Betrieb einer Handlung oder eines Gewerbes von der Behörde
        verstattet, so wird er dadurch zugleich für volljährig erkläret. Die Erklärung der
        Volljährigkeit hat ganz gleiche rechtliche Wirkung mit der wirklich erreichten
        Volljährigkeit.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0253">
              <head>§. 253.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0118-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=500">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA517">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=253">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: e) durch die ämtliche oder angesuchte Entlassung des Vormundes;]</p>
              <p>Die Entlassung des Vormundes verordnet das Gericht in einigen Fällen von Amts wegen; in
        anderen, wenn darum angesucht wird.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0254">
              <head>§. 254.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0118-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=500">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA518">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=254">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Fälle der ämtlichen Entlassung.]</p>
              <p>Von Amts wegen muß ein Vormund entlassen werden / wenn er die Vormundschaft pflichtwidrig
        verwaltet; wenn er als unfähig erkannt wird; oder wenn sich in Ansehung seiner solche
        Bedenklichkeiten äußern, welche ihn Kraft des Gesetzes von Uebernehmung der Vormundschaft
        ausgeschlossen haben würden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0255">
              <head>§. 255.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0118-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=500">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA518">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=255">RIS</ref>]</p>
              <p> Wenn eine Mutter, welche die Vormundschaft ihres Kindes führt, sich wieder verehelichet;
        so muß sie selbst, oder der Mitvormund es dem vormundschaftlichen Gerichte zur Beurteilung
        anzeigen, ob ihr die Fortsetzung der Vormundschaft zu bewilligen sey.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0256">
              <head>§. 256.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0119-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=500">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA521">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=256">RIS</ref>]</p>
              <p> Hat der Erblasser oder das Gericht einen Vormund nur auf eine Zeit bestellt, oder ihn auf
        einen bestimmten Ereignungsfall ausgeschlossen; so muß er entlassen werden, sobald diese
        Zeit verflossen, oder der bestimmte Fall eingetreten ist.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0257">
              <head>§. 257.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0119-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=501">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA522">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=257">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Fälle der vom Vormunde,]</p>
              <p>Wenn während der Vormundschaft solche Gründe eintreten, die den Vormund Kraft der Gesetze
        von Uebernehmung derselben befreyet, oder ausgeschlossen hätten; so ist er in dem ersteren
        Falle berechtiget, in dem letzteren aber verpflichtet, die Entlassung anzusuchen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0258">
              <head>§. 258.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0119-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=501">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA523">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=258">RIS</ref>]</p>
              <p>Einem Vormunde, dem man als vermeintlichen nächsten Verwandten des Minderjährigen die
        Vormundschaft aufgetragen hat, steht es frey, einen später entdeckten, näheren und
        tauglichen Verwandten an seine Stelle vorzuschlagen; allein der nähere Verwandte hat kein
        Recht, zu fordern, daß ihm ein minder naher Verwandter eine bereits angetretene
        Vormundschaft abtrete; er wäre denn früher sich zu melden gehindert worden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0259">
              <head>§. 259.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0120-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=501">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA524">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=259">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: oder der von Anderen rechtlich angesuchten Entlassung.]</p>
              <p> Die Mutter oder der Bruder können, wenn sie zur Zeit der bestellten Vormundschaft selbst
        noch minderjährig waren, nach erreichter Volljährigkeit auf die Vormundschaft Anspruch
        machen. Auch steht jedem Verwandten frey, wenn das Gericht einen Nichtverwandten zur
        Vormundschaft berufen hat, sich binnen Jahresfrist um die Uebernehmung der Vormundschaft zu
        melden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0260">
              <head>§. 260.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0120-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=501">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA525">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=260">RIS</ref>]</p>

              <p> Wenn eine Minderjährige sich verehelichet, so hängt es von der Beurtheilung des Gerichtes
        ab, ob die Curatel dem Ehegatten abgetreten werden soll (<ref target="#NA.0175">§.
        175</ref>).</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0261">
              <head>§. 261.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0120-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=501">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA526">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=261">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Bedingungen zur Entlassung des Vormundes: a) gewöhnlicher Zeitpunct;]</p>
              <p> Ein Vormund kann in der Regel nur am Ende des vormundschaftlichen Jahres, nachdem sein
        Nachfolger die Verwaltung des Vermögens ordentlich übernommen hat, die Vormundschaft
        niederlegen. Findet aber das Gericht es zur Sicherheit der Person oder des Vermögens
        notwendig, so kann es ihm dieselbe auch sogleich abnehmen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0262">
              <head>§. 262.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0121-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=501">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA527">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=262">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: b) Schlußrechnung;]</p>
              <p> Ein Vormund ist verbunden, längstens innerhalb zweyer Monathe nach geendigter
        Vormundschaft dem Gerichte seine Schlußrechnung zu übergeben, und erhält von demselben nach
        gepflogener Richtigkeit eine Urkunde über die redlich und ordentlich geführte Verwaltung
        seines Amtes. Diese Urkunde spricht ihn aber von der Verbindlichkeit aus einer später
        entdeckten arglistigen Handlung nicht frey.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0263">
              <head>§. 263.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0121-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=501">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA528">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=263">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: c) Uebergabe des Vermögens.]</p>
              <p>Am Ende einer Vormundschaft ist es die Pflicht des Vormundes, das Vermögen dem volljährig
        Gewordenen, oder dem neu bestellten Vormunde gegen Empfangsschein zu übergeben, und sich
        darüber bey Gericht auszuweisen. Das aufgenommene Verzeichniß des Vermögens, und die
        jährlich begnehmigten [sic!] Rechnungen dienen bey solchen Uebergaben zur Richtschnur.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0264">
              <head>§. 264.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0121-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=501">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA530">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=264">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Haftung des Vormundes aus fremdem Verschulden.]</p>
              <p>Insgemein hat ein Vormund nur für Verschulden und nicht auch für das Verschulden der ihm
        Untergeordneten zu haften. Hat er aber wissentlich unfähige Personen angestellet, hat er
        solche beybehalten, oder nicht auf den Ersatz des von ihnen verursachten Schadens gedrungen;
        so ist er auch dieser Nachlässigkeit wegen verantwortlich.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0265">
              <head>§. 265.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0122-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=502">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA531">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=265">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Subsidiarische Haftung des vormundschaftlichen Gerichtes.]</p>
              <p> Selbst das vormundschaftliche Gericht, welches sein Amt zum Nachtheile eines
        Minderjährigen vernachlässiget hat, ist dafür verantwortlich, und, wenn andere Mittel zum
        Ersatze mangeln, den Schaden zu ersetzen verbunden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0266">
              <head>§. 266.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0122-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=502">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA534">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=266">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Belohnung des Vormundes: a) jährliche;]</p>
              <p> Emsigen Vormündern kann das Gericht aus den in Ersparung kommenden Einkünften eine
        verhältnißmäßig jährliche Belohnung zuerkennen; doch darf diese Belohnung nie mehr als fünf
        vom Hundert der reinen Einkünfte betragen, und sich höchstens auf vier tausend Gulden
        jährlich belaufen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0267">
              <head>§. 267.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0122-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=502">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA535">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=267">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: oder bey dem Austritte.]</p>
              <p> Wenn das Vermögen des Minderjährigen so gering ist, daß sich wenig oder nichts in
        jährliche Ersparung bringen läßt; so kann einem Vormunde, welcher das Vermögen unvermindert
        erhalten, oder dem Minderjährigen eine anständige Versorgung verschafft hat, wenigstens am
        Ende der Vormundschaft eine den Umständen angemessene Belohnung ertheilet werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0268">
              <head>§. 268.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0123-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=502">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA537">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=268">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Rechtsmittel des Vormundes bey Beschwerden.]</p>
              <p> Ein Vormund, welcher sich durch eine Verordnung des vormundschaftlichen Gerichts
        beschwert zu seyn erachtet, soll die Beschwerde zuerst bey dem nähmlichen Gerichte, und nur,
        wenn diese fruchtlos war, den Recurs bey dem höheren Gerichte anbringen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0269">
              <head>§. 269.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0123-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=502">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA539">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=269">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: II. Von der Curatel. Begriff der Curatel.]</p>
              <p> Für Personen, welche ihre Angelegenheiten nicht selbst besorgen, und ihre Rechte nicht
        selbst verwahren können, hat das Gericht, wenn die väterliche oder vormundschaftliche Gewalt
        nicht Platz findet, einen Curator oder Sachwalter zu bestellen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0270">
              <head>§. 270.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0123-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=502">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA539">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=270">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Fälle der Curatel;]</p>

              <p> Dieser Fall tritt ein: bey Minderjährigen, die in einer anderen Provinz ein unbewegliches
        Vermögen besitzen (<ref target="#NA.0225">§. 225</ref>); oder, die in einem besonderen Falle
        von dem Vater oder Vormunde nicht vertreten werden können; bey Volljährigen, die in Wahn-
        oder Blödsinn verfallen; bey erklärten Verschwendern; bey Ungebornen; zuweilen auch bey
        Taubstummen; bey Abwesenden und bey Sträflingen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0271">
              <head>§. 271.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0124-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=502">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA541">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=271">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: a) für Minderjährige;]</p>
              <p>In Geschäften, welche zwischen Aeltern und einem minderjährigen Kinde, oder zwischen einem
        Vormunde und dem Minderjährigen vorfallen, muß das Gericht angegangen werden, für den
        Minderjährigen einen besonderen Curator zu ernennen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0272">
              <head>§. 272.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0124-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=502">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA541">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=272">RIS</ref>]</p>
              <p>Fallen zwischen zwey oder mehreren Minderjährigen, welche einen und denselben Vormund
        haben, Rechtsstreitigkeiten vor, so darf dieser Vormund keinen der Minderjährigen vertreten;
        sondern er muß das Gericht angehen, daß es für jeden insbesondere einen anderen Curator
        ernenne.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0273">
              <head>§. 273.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0124-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=503">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA542">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=273">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: b) für Wahn- oder Blödsinnige; c) für Verschwender;]</p>
              <p>Für wahn- oder blödsinnig kann nur derjenige gehalten werden, welcher nach genauer
        Erforschung seines Betragens und nach Einvernehmung der von dem Gerichte ebenfalls dazu
        verordneten Aerzte gerichtlich dafür erklärt wird. Als Verschwender aber muß das Gericht
        denjenigen erklären, von welchem nach der vorgekommenen Anzeige und der hierüber gepflogenen
        Untersuchung offenbar wird, daß er sein Vermögen auf eine unbesonnene Art durchbringt, und
        sich oder seine Familie durch muthwillige oder unter verderblichen Bedingungen geschlossene
        Borgverträge künftigem Nothstande preis gibt. In beyden Fällen muß die gerichtliche
        Erklärung öffentlich bekannt gemacht werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0274">
              <head>§. 274.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0125-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=503">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA550">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=274">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: d) für Ungeborne;]</p>

              <p>In Rücksicht auf Ungeborene wird ein Sachwalter entweder für die Nachkommenschaft
        überhaupt, oder für eine bereits vorhandene Leibesfrucht (<ref target="#NA.0022">§.
        22</ref>) aufgestellet. Im ersten Falle hat der Sachwalter dafür zu sorgen, daß die
        Nachkommenschaft bey einem ihr bestimmten Nachlasse nicht verkürzet werde; im zweyten Falle
        aber, daß die Rechte des noch ungebornen Kindes erhalten werden. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0275">
              <head>§. 275.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0126-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=503">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA551">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=275">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: e) für Taubstumme;]</p>
              <p>Taubstumme, wenn sie zugleich blödsinnig sind, bleiben beständig unter Vormundschaft; sind
        sie aber nach Antritt des fünf und zwanzigsten Jahres ihre Geschäfte zu verwalten fähig, so
        darf ihnen wider ihren Willen kein Curator gesetzt werden; nur sollen sie vor Gericht nie
        ohne einen Sachwalter erscheinen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0276">
              <head>§. 276.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0126-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=503">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA553">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=276">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: f) für Abwesende und für unbekannte Theilnehmer an einem Geschäfte;]</p>
              <p> Die Bestellung eines Curators für Abwesende, oder für die dem Gerichte zur Zeit noch
        unbekannten Teilnehmer an einem Geschäfte findet dann Statt, wenn sie keinen ordentlichen
        Sachwalter zurück gelassen haben, ohne solchen aber ihre Rechte durch Verzug gefährdet, oder
        die Rechte eines Anderen in ihrem Gange gehemmet würden. Ist der Aufenthaltsort eines
        Abwesenden bekannt, so muß ihn sein Curator von der Lage seiner Angelegenheiten
        unterrichten, und diese Angelegenheiten, wenn keine andere Verfügung getroffen wird, wie
        jene eines Minderjährigen besorgen. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0277">
              <head>§. 277.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0127-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=503">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA554">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=277">RIS</ref>]</p>
              <p>Sucht jemand bey Eintretung der durch das Gesetz in dem <ref target="#NA.0024">§. 24</ref>
        bestimmten Erforderungen die gerichtliche Todeserklärung eines Abwesenden an, so hat das
        Gericht für diesen Abwesenden vor allem einen Curator zu ernennen; dann wird er durch ein
        auf ein ganzes Jahr gestelltes Edict mit dem Beysatze vorgeladen, daß das Gericht, wenn er
        während der Zeit nicht erscheint, oder das Gericht auf eine andere Art in die Kenntniß
        seines Lebens setzt, zur Todeserklärung schreiten werde.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0278">
              <head>§. 278.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0127-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=503">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA557">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=278">RIS</ref>]</p>
              <p>Der Tag, an welchem eine Todeserklärung ihre Rechtskraft erlangt hat, wird für den
        rechtlichen Sterbetag eines Abwesenden gehalten; doch schließt eine Todeserklärung den
        Beweis nicht aus, daß der Abwesende früher oder später gestorben; oder, daß er noch am Leben
        sey. Kommt ein solcher Beweis zu Stande, so ist derjenige, welcher auf den Grund der
        gerichtlichen Todeserklärung ein Vermögen in Besitz genommen hat, wie ein anderer redlicher
        Besitzer zu behandeln. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0279">
              <head>§. 279.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0128-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=504">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA559">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=279">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: g) für Sträflinge.]</p>
              <p>Einem zur schwersten oder schweren Kerkerstrafe verurtheilten Verbrecher ist ein Curator
        zu bestellen, wenn er ein Vermögen besitzt, welches durch die länger fortdauernde Strafe
        einer Gefahr ausgesetzt seyn würde.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0280">
              <head>§. 280.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0128-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=504">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA562">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=280">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Bestellung der Curatel.]</p>
              <p> Das Gericht, welchem die Ernennung eines Vormundes zusteht, hat in der Regel unter der
        nähmlichen Vorsicht und nach den nähmlichen Grundsätzen auch den Curator zu bestellen. Ist
        es aber um die Verwaltung einer Sache oder eines Geschäftes zu thun, welche zu einem anderen
        Gerichtsstande gehören; so hat dieser Gerichtsstand auch den Curator zu ernennen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0281">
              <head>§. 281.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0128-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=504">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA562">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=281">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Entschuldigungsursachen.]</p>
              <p> Wer die gehörigen Eigenschaften zum vormundschaftlichen Amte besitzt, kann auch eine
        Curatel übernehmen. Auch finden bey der Curatel die nähmlichen Entschuldigungsgründe und
        Vorzugsrechte wie bey der Vormundschaft Statt.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0282">
              <head>§. 282.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0128-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=504">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA563">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=282">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Rechte und Verbindlichkeiten.]</p>
              <p> Die Rechte und Verbindlichkeiten der Rechte Curatoren, welche entweder nur für die
        Verwaltung des Vermögens, oder zugleich für die Person ihres Pflegebefohlenen zu sorgen
        haben, sind aus den den Vormündern hierüber ertheilten Vorschriften zu beurtheilen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0283">
              <head>§. 283.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0129-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=504">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA564">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=283">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Erlöschung derselben.]</p>
              <p>Die Curatel hört auf, wenn die dem Curator anvertrauten Geschäfte geendiget sind, oder,
        wenn die Gründe aufhören, die den Pflegebefohlenen an der Verwaltung seiner Angelegenheiten
        verhindert haben. Ob ein Wahn- oder Blödsinniger den Gebrauch des Vernunft erhalten habe;
        oder, ob der Wille eines Verschwenders, gründlich und dauerhaft gebessert sey, muß nach
        einer genauen Erforschung der Umstände aus einer anhaltenden Erfahrung, und im ersten Falle
        zugleich aus den Zeugnissen der zur Untersuchung von dem Gerichte bestellten Aerzte
        entschieden werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0284">
              <head>§. 284.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000144-0129-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=504">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=03RDAAAAcAAJ&amp;pg=PA565">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=284">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Ausnahme in Rücksicht des Bauernstandes.]</p>
              <p>Die besonderen Vorsichten bey der Vormundschaft und Curatel des Bauernstandes sind in den
        politischen Gesetzen enthalten.</p>
            </div>
          </div>
        </div>
        <div xml:id="NA.2">
          <head>Zweyter Theil des bürgerlichen Gesetzbuches.<lb/> Von dem Sachenrechte.</head>
          <p>Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch für die gesammten Deutschen Erbländer der
      Oesterreichischen Monarchie. <lb/> II. Theil. Wien. Aus der k.k. Hof- und Staatsdruckerey.
      1811. </p>
          <div xml:id="NA.2.0">
            <head>Von Sachen und ihrer rechtlichen Einteilung.</head>
            <div xml:id="NA.0285">
              <head>§. 285.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0003-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=505">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA3">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=285">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Begriff von Sachen im rechtlichen Sinne.]</p>
              <p>Alles, was von der Person unterschieden ist, und zum Gebrauche der Menschen dient, wird im
        rechtlichen Sinne eine Sache genannt.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0286">
              <head>§. 286.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0003-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=505">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA3">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=286">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Eintheilung der Sachen nach Verschiedenheit des Subjectes, dem sie gehören.]</p>
              <p>Die Sachen in dem Staatsgebiethe sind entweder ein Staats- oder ein Privat-Gut. Das
        Letztere gehört einzelnen oder moralischen Personen, kleineren Gesellschaften, oder ganzen
        Gemeinden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0287">
              <head>§. 287.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0004-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=505">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA5">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=287">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Freystehende Sachen; öffentliches Gut und Staatsvermögen.]</p>
              <p>Sachen, welche allen Mitgliedern des Staates zur Zueignung überlassen sind, heißen
        freystehende Sachen. Jene, die ihnen nur zum Gebrauche verstattet werden, als: Landstraßen,
        Ströme, Flüsse, Seehäfen und Meeresufer, heißen ein allgemeines oder öffentliches Gut. Was
        zur Bedeckung der Staatsbedürfnisse bestimmt ist, als: das Münz- oder Post- und andere
        Regalien, Kammergüter, Berg- und Salzwerke, Steuern und Zölle, wird das Staatsvermögen
        genannt.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0288">
              <head>§. 288.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0004-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=505">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA6">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=288">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Gemeindegut; Gemeindevermögen.]</p>
              <p>Auf gleiche Weise machen die Sachen, welche nach der Landesverfassung zum Gebrauche eines
        jeden Mitgliedes einer Gemeinde dienen, das Gemeindegut; diejenigen aber, deren Einkünfte
        zur Bestreitung der Gemeindeauslagen bestimmt sind, das Gemeindevermögen aus. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0289">
              <head>§. 289.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0005-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=505">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA7">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=289">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Privat-Gut des Landesfürsten.]</p>
              <p> Auch dasjenige Vermögen des Landesfürsten, welches er nicht als Oberhaupt des Staates
        besitzt, wird als ein Privat-Gut betrachtet.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0290">
              <head>§. 290.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0005-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=505">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA8">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=290">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Allgemeine Vorschrift in Rücksicht dieser verschiedenen Arten der Güter.]</p>
              <p> Die in diesem Privat-Rechte enthaltenen Vorschriften über die Art, wie Sachen rechtmäßig
        erworben, erhalten und auf Andere übertragen werden können, sind in der Regel auch von den
        Verwaltern der Staats- und Gemeindegüter, oder des Staats- und Gemeindevermögens zu
        beobachten. Die in Hinsicht auf die Verwaltung und den Gebrauch dieser Güter sich
        beziehenden Abweichungen und besonderen Vorschriften sind in dem Staatsrechte und in den
        politischen Verordnungen enthalten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0291">
              <head>§. 291.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0005-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=506">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA11">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=291">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Eintheilung der Sachen nach dem Unterschiede ihrer Beschaffenheit.]</p>
              <p>Die Sachen werden nach dem Unterschiede ihrer Beschaffenheit eingetheilt: in körperliche
        und unkörperliche; in bewegliche und unbewegliche; in verbrauchbare und unverbrauchbare; in
        schätzbare und unschätzbare. </p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0292">
              <head>§. 292.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0006-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=506">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA11">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=292">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Körperliche und unkörperliche Sachen;]</p>
              <p>Körperliche Sachen sind diejenigen, welche in die Sinne fallen; sonst heißen sie
        unkörperliche, z. B. das Recht zu jagen, zu fischen und alle andere Rechte.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0293">
              <head>§. 293.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0006-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=506">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA13">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=293">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: bewegliche und unbewegliche.]</p>
              <p> Sachen, welche ohne Verletzung ihrer Substanz von einer Stelle zur anderen versetzt
        werden können, sind beweglich, im entgegen gesetzten Falle sind sie unbeweglich. Sachen, die
        an sich beweglich sind, werden im rechtlichen Sinne für unbeweglich gehalten, wenn sie
        vermöge des Gesetzes oder der Bestimmung des Eigenthümers das Zugehör einer unbeweglichen
        Sache ausmachen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0294">
              <head>§. 294.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0006-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=506">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA14">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=294">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Zugehör überhaupt;]</p>
              <p>Unter Zugehör versteht man dasjenige, was mit einer Sache in fortdauernde Verbindung
        gesetzt wird. Dahin gehören nicht nur der Zuwachs einer Sache, so lange er von derselben
        nicht abgesondert ist; sondern auch die Nebensachen, ohne welche die Hauptsache nicht
        gebraucht werden kann, oder die das Gesetz oder der Eigenthümer zum fortdauernden Gebrauche
        der Hauptsache bestimmt hat.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0295">
              <head>§. 295.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0007-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=506">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA17">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=295">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: ins besondere bey Grundstücken und Teichen;]</p>
              <p>Gras, Bäume, Früchte und alle brauchbare Dinge, welche die Erde auf ihrer Oberfläche
        hervorbringt, bleiben so lange ein unbewegliches Vermögen, als sie nicht von Grund und Boden
        abgesondert worden sind. Selbst die Fische in einem Teiche und das Wild in einem Walde
        werden erst dann ein bewegliches Gut, wenn der Teich gefischet, und das Wild gefangen oder
        erlegt worden ist.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0296">
              <head>§. 296.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0007-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=506">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA18">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=296">RIS</ref>]</p>
              <p> Auch das Getreide, das Holz, das Viehfutter und alle übrige, obgleich schon eingebrachte
        Erzeugnisse, so wie alles Vieh und alle zu einem liegenden Gute gehörige Werkzeuge und
        Geräthschaften werden in so fern für unbewegliche Sachen gehalten, als sie zur Fortsetzung
        des ordentlichen Wirthschaftsbetriebes erforderlich sind.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0297">
              <head>§. 297.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0007-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=506">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA19">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=297">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: und bey Gebäuden;]</p>
              <p> Eben so gehören zu den unbeweglichen Sachen diejenigen, welche auf Grund und Boden in der
        Absicht aufgeführt werden, daß sie stets darauf bleiben sollen, als: Häuser und andere
        Gebäude mit dem in senkrechter Linie darüber befindlichen Luftraume; ferner: nicht nur
        Alles, was erd- mauer- niet- und nagelfest ist, als: Braupfannen, Branntweinkessel und
        eingezimmerte Schränke, sondern auch diejenigen Dinge, die zum anhaltenden Gebrauche eines
        Ganzen bestimmt sind: z. B . Brunneneimer, Seile, Ketten, Löschgerathe und dergleichen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0298">
              <head>§. 298.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0008-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=506">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA21">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=298">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Rechte sind insgemein als bewegliche Sachen anzusehen;]</p>
              <p> Rechte werden den beweglichen Sachen beygezählt, wenn sie nicht mit dem Besitze einer
        unbeweglichen Sache verbunden, oder durch die Landesverfassung für eine unbewegliche Sache
        erkläret sind.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0299">
              <head>§. 299.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0008-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=507">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA24">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=299">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: auch die vorgemerkten Forderungen.]</p>
              <p>Schuldforderungen werden durch die Sicherstellung auf ein unbewegliches Gut nicht in ein
        unbewegliches Vermögen verwandelt.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0300">
              <head>§. 300.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0008-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=507">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA25">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=300">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Nach welchen Gesetzen die unbeweglichen; und nach welchen die beweglichen Sachen zu beurtheilen sind.]</p>
              <p>Unbewegliche Sachen sind den Gesetzen des Bezirkes unterworfen, in welchem sie liegen;
        alle übrige Sachen hingegen stehen mit der Person ihres Eigenthümers unter gleichen
        Gesetzen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0301">
              <head>§. 301.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0009-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=507">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA26">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=301">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Verbrauchbare und unverbrauchbare Sachen.]</p>
              <p>Sachen, welche ohne ihre Zerstörung oder Verzehrung den gewöhnlichen Nutzen nicht
        gewähren, heißen verbrauchbare; die von entgegen gesetzter Beschaffenheit aber,
        unverbrauchbare Sachen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0302">
              <head>§. 302.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0009-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=507">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA27">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=302">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Gesammtsache (universitatis rerum).]</p>
              <p> Ein Inbegriff von mehreren besonderen Sachen, die als eine Sache angesehen, und mit einem
        gemeinschaftlichen Nahmen bezeichnet zu werden pflegen, macht eine Gesammtsache aus, und
        wird als ein Ganzes betrachtet.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0303">
              <head>§. 303.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0009-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=507">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA29">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=303">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Schätzbare und unschätzbare;]</p>
              <p> Schätzbare Sachen sind diejenigen, deren Werth durch Vergleichung mit anderen zum
        Verkehre bestimmt werden kann; darunter gehören auch Dienstleistungen, Hand- und
        Kopfarbeiten. Sachen hingegen, deren Werth durch keine Vergleichung mit anderen im Verkehre
        befindlichen Sachen bestimmt werden kann, heißen unschätzbare.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0304">
              <head>§. 304.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0009-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=507">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA29">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=304">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Maßstab der gerichtlichen Schätzung.]</p>
              <p> Der bestimmte Werth einer Sache heißt ihr Preis. Wenn eine Sache vom Gerichte zu schätzen
        ist, so muß die Schätzung nach einer bestimmten Summe Geldes geschehen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0305">
              <head>§. 305.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0010-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=507">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA31">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=305">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Ordentlicher und außerordentlicher Preis.]</p>
              <p> Wird eine Sache nach dem Nutzen geschätzt, den sie mit Rücksicht auf Zeit und Ort
        gewöhnlich und allgemein leistet, so fällt der ordentliche und gemeine Preis aus; nimmt man
        aber auf die besonderen Verhältnisse und auf die in zufälligen Eigenschaften der Sache
        gegründete besondere Vorliebe desjenigen, dem der Werth ersetzt werden muß, Rücksicht, so
        entsteht ein außerordentlicher Preis.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0306">
              <head>§. 306.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0010-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=507">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA32">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=306">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Welcher bey gerichtlichen Schätzungen zur Richtschnur zu nehmen.]</p>
              <p>In allen Fällen, wo nichts Anderes entweder bedungen, oder von dem Gesetze verordnet wird,
        muß bey der Schätzung einer Sache der gemeine Preis zur Richtschnur genommen werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0307">
              <head>§. 307.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0010-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=507">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA33">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=307">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Begriffe vom dinglichen und persönlichen Sachenrechte.]</p>
              <p>Rechte, welche einer Person über eine Sache ohne Rücksicht auf gewisse Personen zustehen,
        werden dingliche Rechte genannt. Rechte, welche zu einer Sache nur gegen gewisse Personen
        unmittelbar aus einem Gesetze, oder aus einer verbindlichen Handlung entstehen, heißen
        persönliche Sachenrechte.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.0308">
              <head>§. 308.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0011-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=507">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA34">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=308">RIS</ref>]</p>
              <p>Dingliche Sachenrechte sind das Recht des Besitzes, des Eigenthumes, des Pfandes, der
        Dienstbarkeit und des Erbrechtes.</p>
            </div>
          </div>
          <div xml:id="NA.2.1">
            <head>Erste Abtheilung des Sachenrechtes.<lb/> Von den dinglichen Rechten.</head>
            <div xml:id="NA.2.1.1">
              <head>Erstes Hauptstück.<lb/> Von dem Besitze.</head>
              <div xml:id="NA.0309">
                <head>§. 309.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0012-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=508">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA39">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=309">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Inhaber. Besitzer.]</p>
                <p> Wer eine Sache in seiner Macht oder Gewahrsame hat, heißt ihr Inhaber. Hat der Inhaber
         einer Sache den Willen, sie als die seinige zu behalten, so ist er ihr Besitzer.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0310">
                <head>§. 310.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0012-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=508">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA41">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=310">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erwerbung des Besitzes. Fähigkeit der Person zur Besitzerwerbung.]</p>
                <p>Personen, die den Gebrauch der Vernunft nicht haben, sind an sich unfähig, einen Besitz
         zu erlangen. Sie werden durch einen Vormund oder Curator vertreten. Unmündige, welche die
         Jahre der Kindheit zurück gelegt haben, können für sich allein eine Sache in Besitz nehmen.
        </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0311">
                <head>§. 311.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0013-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=508">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA42">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=311">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Gegenstände des Besitzes.]</p>
                <p>Alle körperliche und unkörperliche Sachen, welche ein Gegenstand des rechtlichen
         Verkehres sind, können in Besitz genommen werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0312">
                <head>§. 312.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0013-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=508">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA43">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=312">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Arten der Besitzerwerbung;]</p>
                <p>Körperliche, bewegliche Sachen werden durch physische Ergreifung, Wegführung oder
         Verwahrung; unbewegliche aber durch Betretung, Verrainung, Einzäunung, Bezeichnung oder
         Bearbeitung in Besitz genommen. In den Besitz unkörperlicher Sachen oder Rechte kommt man
         durch den Gebrauch derselben im eigenen Nahmen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0313">
                <head>§. 313.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0013-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=508">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA45">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=313">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: insbesondere von einem bejahenden, verneinenden, oder einem Verbothsrechte.]</p>
                <p>Der Gebrauch eines Rechtes wird gemacht, wenn jemand von einem Anderen etwas als eine
         Schuldigkeit fordert, und dieser es ihm leistet; ferner, wenn jemand die einem Anderen
         gehörige Sache mit dessen Gestattung zu seinem Nutzen anwendet; endlich, wenn auf fremdes
         Verboth ein Anderer das, was er sonst zu thun befugt wäre, unterläßt. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0314">
                <head>§. 314.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0014-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=508">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA47">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=314">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Unmittelbare und mittelbare Erwerbungsart des Besitzes.]</p>
                <p>Den Besitz sowohl von Rechten als von körperlichen Sachen erlangt man entweder
         unmittelbar, wenn man freystehender Rechte und Sachen; oder mittelbar, wenn man eines
         Rechtes oder einer Sache, die einem Anderen gehört, habhaft wird.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0315">
                <head>§. 315.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0014-6">Druck 1811</ref> ::
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                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=508">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA47">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=315">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Umfang der Erwerbung.]</p>
                <p> Durch die unmittelbare und durch die mittelbare eigenmächtige Besitzergreifung erhält
         man nur so viel in Besitz, als wirklich ergriffen, betreten, gebraucht, bezeichnet, oder in
         Verwahrung gebracht worden ist; bey der mittelbaren, wenn uns der Inhaber in seinem oder
         eines Anderen Nahmen ein Recht oder eine Sache überläßt, erhält man Alles, was der vorige
         Inhaber gehabt und durch deutliche Zeichen übergeben hat, ohne daß es nöthig ist, jeden
         Theil des Ganzen besonders zu übernehmen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0316">
                <head>§. 316.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0014-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=509">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA49">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=316">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Rechtmäßiger, unrechtmäßiger Besitz.]</p>
                <p>Der Besitz einer Sache heißt rechtmäßig, wenn er auf einem gültigen Titel, das ist, auf
         einem zur Erwerbung tauglichen Rechtsgrunde beruhet. Im entgegengesetzten Falle heißt er
         unrechtmäßig.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0317">
                <head>§. 317.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0015-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=509">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA49">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=317">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Haupttitel des rechtmäßigen Besitzes.]</p>
                <p>Der Titel liegt bey freystehenden Sachen in der angebornen Freyheit zu Handlungen,
         wodurch die Rechte Anderer nicht verletzet werden; bey Anderen in dem Willen des vorigen
         Besitzers, oder in dem Ausspruche des Richters, oder endlich in dem Gesetze, wodurch
         jemanden das Recht zum Besitze ertheilet wird.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0318">
                <head>§. 318.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0015-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=509">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA51">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=318">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Der Inhaber hat noch keinen Titel;]</p>
                <p>Dem Inhaber, der eine Sache nicht in seinem, sondern im Nahmen eines Anderen inne hat,
         kommt noch kein Rechtsgrund zur Besitznahme dieser Sache zu.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0319">
                <head>§. 319.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0015-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=509">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA51">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=319">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: und kann ihn nicht eigenmächtig erlangen.]</p>
                <p>Der Inhaber einer Sache ist nicht berechtiget, den Grund seiner Gewahrsame eigenmächtig
         zu verwechseln, und sich dadurch eines Titels anzumaßen; wohl aber kann derjenige, welcher
         bisher eine Sache im eigenen Nahmen rechtmäßig besaß, das Besitzrecht einem Anderen
         überlassen, und sie künftig in dessen Nahmen inne haben. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0320">
                <head>§. 320.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0016-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=509">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA52">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=320">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Wirkung des bloßen Titels.]</p>
                <p> Durch einen gültigen Titel erhält man nur das Recht zum Besitze einer Sache, nicht den
         Besitz selbst. Wer nur das Recht zum Besitze hat, darf sich im Verweigerungsfalle nicht
         eigenmächtig in den Besitz setzen; er muß ihn von dem ordentlichen Richter unter Anführung
         seines Titels im Wege Rechtens fordern.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0321">
                <head>§. 32l.</head>
                <p>Wo so genannte Landtafeln, Stadt- oder Grundbücher, oder andere dergleichen öffentliche
         Register eingeführt sind, wird der rechtmäßige Besitz eines dinglichen Rechtes auf
         unbewegliche Sachen nur durch die ordentliche Eintragung in diese öffentlichen Bücher
         erlangt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0322">
                <head>§. 322.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0016-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=509">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA56">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=322">RIS</ref>]</p>

                <p>Ist eine bewegliche Sache nach und nach mehreren Personen übergeben worden; so gebühret
         das Besitzrecht derjenigen, welche sie in ihrer Macht hat. Ist aber die Sache unbeweglich,
         und sind öffentliche Bücher eingeführt; so steht das Besitzrecht ausschließlich demjenigen
         zu, welcher als Besitzer derselben eingeschrieben ist. <pb n="2.0015"/>
                </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0323">
                <head>§. 323.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0017-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=509">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA58">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=323">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Der Besitzer kann zur Angabe des Rechtsgrundes nicht aufgefordert werden.]</p>
                <p> Der Besitzer einer Sache hat die rechtliche Vermuthung eines gültigen Titels für sich;
         er kann also zur Angabe desselben nicht aufgefordert werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0324">
                <head>§. 324.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0017-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=509">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA59">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=324">RIS</ref>]</p>
                <p> Diese Aufforderung findet auch dann noch nicht Statt, wenn jemand behauptet, daß der
         Besitz seines Gegners mit anderen rechtlichen Vermuthungen, z. B. mit der Freyheit des
         Eigenthumes, sich nicht vereinbaren lasse. In solchen Fällen muß der behauptende Gegner vor
         dem ordentlichen Richter klagen, und sein vermeintliches stärkeres Recht darthun. Im
         Zweifel gebühret dem Besitzer der Vorzug.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0325">
                <head>§. 325.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0017-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=509">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA61">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=325">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Ausnahme.]</p>
                <p> In wie fern der Besitzer einer Sache, deren Verkehr verbothen, oder die entwendet zu
         seyn scheint, den Titel seines Besitzes anzuzeigen verbunden sey, darüber entscheiden die
         Straf- und politischen Gesetze.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0326">
                <head>§. 326.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0017-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=510">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA62">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=326">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Redlicher und unredlicher Besitzer.]</p>

                <p>Wer aus wahrscheinlichen Gründen die Sache, die er besitzt, für die seinige hält, ist ein
         redlicher Besitzer. Ein unredlicher Besitzer ist derjenige, welcher weiß, oder aus den
         Umständen vermuthen muß, daß die in seinem Besitze befindliche Sache einem Anderen
         zugehöre. Aus Irrthum in Thatsachen oder aus Unwissenheit der gesetzlichen Vorschriften
         kann man ein unrechtmäßiger (<ref target="#NA.0316">§. 316</ref>) und doch ein redlicher
         Besitzer seyn.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0327">
                <head>§. 327.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0018-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=510">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA66">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=327">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Wie ein Mitbesitzer zum unredlichen oder unrechtmäßigen Besitzer werde.]</p>
                <p>Besitzt eine Person die Sache selbst, eine andere aber das Recht auf alle oder auf einige
         Nutzungen dieser Sache; so kann eine und dieselbe Person, wenn sie die Gränze ihres Rechtes
         überschreitet, in verschiedenen Rücksichten ein redlicher und unredlicher, ein rechtmäßiger
         und unrechtmäßiger Besitzer seyn.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0328">
                <head>§. 328.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0018-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=510">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA67">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=328">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Entscheidung über die Redlichkeit des Besitzes.]</p>
                <p>Die Redlichkeit oder Unredlichkeit des Besitzes muß im Falle eines Rechtsstreites durch
         richterlichen Ausspruch entschieden werden. Im Zweifel ist die Vermuthung für die
         Redlichkeit des Besitzes.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0329">
                <head>§. 329.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0018-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=510">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA68">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=329">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Fortdauer des Besitzes. Rechte des redlichen Besitzes: a) in Rücksicht der Substanz der Sache;]</p>
                <p> Ein redlicher Besitzer kann schon allein aus dem Grunde des redlichen Besitzes die
         Sache, die er besitzt, ohne Verantwortung nach Belieben brauchen, verbrauchen, auch wohl
         vertilgen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0330">
                <head>§. 330.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0019-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=510">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA71">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=330">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) der Nutzungen;]</p>
                <p> Dem redlichen Besitzer gehören alle aus der Sache entspringende Früchte, so bald sie von
         der Sache abgesondert worden sind; ihm gehören auch alle andere schon eingehobene
         Nutzungen, in so fern sie während des ruhigen Besitzes bereits fällig gewesen sind.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0331">
                <head>§. 331.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0019-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=510">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA73">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=331">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: c) des Aufwandes.]</p>
                <p>Hat der redliche Besitzer an die Sache entweder zur fortwährenden Erhaltung der Substanz
         einen nothwendigen, oder, zur Vermehrung noch fortdauernder Nutzungen einen nützlichen
         Aufwand gemacht; so gebührt ihm der Ersatz nach dem gegenwärtigen Werthe, in so fern er den
         wirklich gemachten Aufwand nicht übersteigt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0332">
                <head>§. 332.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0019-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=510">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA76">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=332">RIS</ref>]</p>
                <p>Von dem Aufwande, welcher nur zum Vergnügen und zur Verschönerung gemacht worden ist,
         wird nur so viel ersetzt, als die Sache dem gemeinen Werthe nach wirklich dadurch gewonnen
         hat; doch hat der vorige Besitzer die Wahl, Alles für sich wegzunehmen, was davon ohne
         Schaden der Substanz weggenommen werden kann.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0333">
                <head>§. 333.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0020-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=510">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA77">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=333">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Anspruch auf den Ersatz des Preises.]</p>
                <p> Selbst der redliche Besitzer kann den Preis, welchen er seinem Vormanne für die ihm
         überlassene Sache gegeben hat, nicht fordern. Wer aber eine fremde Sache, die der
         Eigenthümer sonst schwerlich wieder erlanget haben würde, redlicher Weise an sich gelöset,
         und dadurch dem Eigenthümer einen erweislichen Nutzen verschaffet hat, kann eine
         angemessene Vergütung fordern.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0334">
                <head>§. 334.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0020-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=511">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA79">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=334">RIS</ref>]</p>
                <p>Ob einem redlichen Inhaber das Recht zustehe, seiner Forderung wegen die Sache zurück zu
         behalten, wird in dem Hauptstücke vom Pfandrechte bestimmt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0335">
                <head>§. 335.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0020-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=511">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA79">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=335">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Verbindlichkeit des unredlichen Besitzers.]</p>
                <p> Der unredliche Besitzer ist verbunden, nicht nur alle durch den Besitz einer fremden
         Sache erlangte Vortheile zurück zu stellen; sondern auch diejenigen, welche der Verkürzte
         erlanget haben würde, und allen durch seinen Besitz entstandenen Schaden zu ersetzen. In
         dem Falle, daß der unredliche Besitzer durch eine in den Strafgesetzen verbothene Handlung
         zum Besitze gelanget ist, erstrecket sich der Ersatz bis zum Werthe der besonderen
         Vorliebe.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0336">
                <head>§. 336.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0021-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=511">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA81">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=336">RIS</ref>]</p>
                <p> Hat der unredliche Besitzer einen Aufwand auf die Sache gemacht, so ist dasjenige
         anzuwenden, was in Rücksicht des von einem Geschäftsführer ohne Auftrag gemachten Aufwandes
         in dem Hauptstücke von der Bevollmächtigung verordnet ist.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0337">
                <head>§. 337.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0021-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=511">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA82">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=337">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Beurtheilung der Redlichkeit des Besitzes einer Gemeinde.]</p>
                <p> Der Besitz einer Gemeinde wird nach der Redlichkeit oder Unredlichkeit der im Nahmen der
         Mitglieder handelnden Machthaber beurtheilet. Immer müssen jedoch die unredlichen sowohl
         den redlichen Mitgliedern, als dem Eigenthümer den Schaden ersetzen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0338">
                <head>§. 338.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0021-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=511">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA84">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=338">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: In wie fern durch die Klage der Besitz unredlich werde.]</p>
                <p> Auch der redliche Besitzer, wenn er durch richterlichen Ausspruch zur Zurückstellung der
         Sache verurtheilet wird, ist in Rücksicht des Ersatzes der Nutzungen und des Schadens, wie
         auch in Rücksicht des Aufwandes, von dem Zeitpuncte der ihm zugestellten Klage, gleich
         einem unredlichen Besitzer zu behandeln; doch haftet er für den Zufall, der die Sache bey
         dem Eigenthümer nicht getroffen hätte, nur in dem Falle, daß er die Zurückgabe durch einen
         muthwilligen Rechtsstreit verzögert hat.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0339">
                <head>§. 339.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0022-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=511">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA85">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=339">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Rechtsmittel des Besitzers bey einer Störung seines Besitzes;]</p>
                <p> Der Besitz mag von was immer für einer Beschaffenheit seyn, so ist niemand befugt,
         denselben eigenmächtig zu stören. Der Gestörte hat das Recht, die Untersagung des
         Eingriffes und den Ersatz des erweislichen Schadens gerichtlich zu fordern.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0340">
                <head>§. 340.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0022-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=511">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA87">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=340">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: besonders durch eine Bauführung;]</p>
                <p>Wird der Besitzer einer unbeweglichen Sache oder eines dinglichen Rechtes durch Führung
         eines neuen Gebäudes, Wasserwerkes oder anderen Werkes in seinen Rechten gefährdet, ohne
         daß sich der Bauführer nach Vorschrift der allgemeinen Gerichtsordnung gegen ihn geschützt
         hat; so ist der Gefährdete berechtiget, das Verboth einer solchen Neuerung vor Gericht zu
         fordern, und das Gericht ist verbunden, die Sache aus das schleunigste zu entscheiden. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0341">
                <head>§. 341.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0023-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=511">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA88">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=341">RIS</ref>]</p>
                <p>Bis zur Entscheidung der Sache ist die Fortsetzung des Baues von dem Gerichte in der
         Regel nicht zu gestatten. Nur bey einer nahen offenbaren Gefahr, oder, wenn der Bauführer
         eine angemessene Sicherheit leistet, daß er die Sache in den vorigen Stand setzen, und den
         Schaden vergüten wolle, der Verbothsleger dagegen in dem letzteren Falle keine ähnliche
         Sicherstellung für die Folgen seines Verbothes leistet, ist die einstweilige Fortsetzung
         des Baues zu bewilligen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0342">
                <head>§. 342.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0023-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=512">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA91">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=342">RIS</ref>]</p>
                <p> Was in den vorher gehenden §§. in Rücksicht einer neuen Bauführung verordnet wird, ist
         auch auf die Niederreißung eines alten Gebäudes oder anderen Werkes anzuwenden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0343">
                <head>§. 343.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0023-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=512">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA91">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=343">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: und bey der Gefahr eines vorhandenen Baues.]</p>
                <p>Kann der Besitzer eines dinglichen Rechtes beweisen, daß ein bereits vorhandener fremder
         Bau oder eine andere fremde Sache dem Einsturze nahe sey, und ihm offenbarer Schaden drohe;
         so ist er befugt, gerichtlich auf Sicherstellung zu dringen, wenn anders die politische
         Behörde nicht bereits hinlänglich für die öffentliche Sicherheit gesorgt hat.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0344">
                <head>§. 344.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0024-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=512">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA93">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=344">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Rechtsmittel zur Erhaltung des Besitzstandes: a) bey dringender Gefahr;]</p>

                <p> Zu den Rechten des Besitzes gehört auch das Recht, sich in seinem Besitze zu schützen,
         und in dem Falle, daß die richterliche Hülfe zu spät kommen würde, Gewalt mit angemessener
         Gewalt abzutreiben (<ref target="#NA.0019">§. 19</ref>). Uebrigens hat die politische
         Behörde für die Erhaltung der öffentlichen Ruhe, so wie das Strafgericht für die Bestrafung
         öffentlicher Gewaltthätigkeiten, zu sorgen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0345">
                <head>§. 345.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0024-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=512">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA95">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=345">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) gegen den unechten Besitzer;]</p>
                <p>Wenn sich jemand in den Besitz eindringt, oder durch List oder Bitte heimlich
         einschleichet, und das, was man ihm aus Gefälligkeit, ohne sich einer fortdauernden
         Verbindlichkeit zu unterziehen, gestattet, in ein fortwährendes Recht zu verwandeln sucht;
         so wird der an sich unrechtmäßige und unredliche Besitz noch über dieß unecht; in entgegen
         gesetzten Fällen wird der Besitz für echt angesehen. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0346">
                <head>§. 346.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0025-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=512">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA95">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=346">RIS</ref>]</p>
                <p>Gegen jeden unechten Besitzer kann sowohl die Zurücksetzung in die vorige Lage, als auch
         die Schadloshaltung eingeklagt werden. Beydes muß das Gericht nach rechtlicher Verhandlung,
         selbst ohne Rücksicht auf ein stärkeres Recht, welches der Geklagte auf die Sache haben
         könnte, verordnen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0347">
                <head>§. 347.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0025-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=512">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA98">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=347">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: c) beym Zweifel über die Echtheit des Besitzes.]</p>
                <p> Zeiget es sich nicht gleich auf der Stelle, wer sich in einem echten Besitze befinde,
         und in wie fern der eine oder der andere Theil auf gerichtliche Unterstützung Anspruch
         habe; so wird die im Streite verfangene Sache so lange der Gewahrsame des Gerichtes oder
         eines Dritten anvertrauet, bis der Streit über den Besitz verhandelt und entschieden worden
         ist. Der Sachfällige kann auch nach dieser Entscheidung die Klage aus einem vermeintlich
         stärkeren Rechte auf die Sache noch anhängig machen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0348">
                <head>§. 348.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0025-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=512">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA99">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=348">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Verwahrungsmittel des Inhabers gegen mehrere zusammentreffende Besitzwerber.]</p>
                <p> Wenn der bloße Inhaber von mehreren Besitzwerbern zugleich um die Uebergabe der Sache
         angegangen wird, und sich einer darunter befindet, in dessen Nahmen die Sache aufbewahret
         wurde; so wird sie vorzüglich diesem übergeben, und die Uebergabe den Uebrigen bekannt
         gemacht. Kommt dieser Umstand Keinem zu Statten, so wird die Sache der Gewahrsame des
         Richters oder eines Dritten anvertrauet. Der Richter hat die Rechtsgründe der Besitzwerber
         zu prüfen, und darüber zu entscheiden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0349">
                <head>§. 349.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0026-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=513">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA100">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=349">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erlöschung des Besitzes: a) körperlicher Sachen;]</p>
                <p>Der Besitz einer körperlichen Sache geht insgemein verloren, wenn dieselbe ohne Hoffnung,
         wieder gefunden zu werden, in Verlust geräth; wenn sie freywillig verlassen wird; oder in
         fremden Besitz kommt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0350">
                <head>§. 350.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0026-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=513">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA102">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=350">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) der in die öffentlichen Bücher eingetragenen Rechte;]</p>
                <p>Der Besitz derjenigen Rechte und unbeweglichen Sachen, welche einen Gegenstand der
         öffentlichen Bücher ausmachen, erlischt, wenn sie aus den landtäflichen, Stadt- oder
         Grundbüchern gelöscht; oder, wenn sie auf den Nahmen eines Anderen eingetragen werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0351">
                <head>§. 351.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0026-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=513">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA103">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=351">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: c) anderer Rechte.]</p>
                <p>Bey anderen Rechten hört der Besitz auf, wenn der Gegentheil das, was er sonst geleistet
         hat, nicht mehr leisten zu wollen erkläret; wenn er die Ausübung des Rechtes eines Anderen
         nicht mehr duldet; oder, wenn er das Verboth, etwas zu unterlassen, nicht mehr achtet, der
         Besitzer aber in allen diesen Fallen es dabey bewenden läßt, und die Erhaltung des Besitzes
         nicht einklagt. Durch den bloßen Nichtgebrauch eines Rechtes geht der Besitz, außer den im
         Gesetze bestimmten Verjährungsfällen, nicht verloren.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0352">
                <head>§. 352.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0027-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=513">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA105">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=352">RIS</ref>]</p>
                <p> So lange noch Hoffnung vorhanden ist, eine verlorne Sache zu erhalten, kann man sich
         durch den bloßen Willen in ihrem Besitze erhalten. Die Abwesenheit des Besitzers oder die
         eintretende Unfähigkeit, einen Besitz zu erwerben, heben den bereits erworbenen Besitz
         nicht auf. </p>
              </div>
            </div>
            <div xml:id="NA.2.1.2">
              <head>Zweytes Hauptstück. Von dem Eigenthumsrechte.</head>
              <div xml:id="NA.0353">
                <head>§. 353.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0028-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=513">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA108">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=353">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Begriff des Eigenthumes: Eigenthum im objectiven Sinne;]</p>
                <p>Alles, was jemanden zugehöret, alle seine körperlichen und unkörperlichen Sachen, heißen
         sein Eigenthum.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0354">
                <head>§. 354.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0028-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=513">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA108">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=354">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: im subjectiven.]</p>
                <p>Als ein Recht betrachtet, ist Eigenthum das Befugniß, mit der Substanz und den Nutzungen
         einer Sache nach Willkühr zu schalten, und jeden Anderen davon auszuschließen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0355">
                <head>§. 355.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0028-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=513">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA112">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=355">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: objective und subjective Möglichkeit der Erwerbung des Eigenthumes.]</p>
                <p> Alle Sachen sind insgemein Gegenstände des Eigenthumsrechtes, und jedermann, den die
         Gesetze nicht ausdrücklich ausschließen, ist befugt, dasselbe durch sich selbst oder durch
         einen Anderen in seinem Nahmen zu erwerben.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0356">
                <head>§. 356.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0029-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=513">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA113">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=356">RIS</ref>]</p>
                <p> Wer also behauptet, daß der Person, die etwas erwerben will, in Rücksicht ihrer
         persönlichen Fähigkeit, oder in Rücksicht auf die Sache, die erworben werden soll, ein
         gesetzliches Hinderniß entgegen stehe, dem liegt der Beweis ob.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0357">
                <head>§. 357.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0029-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=513">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA114">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=357">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Eintheilung des Eigenthumes in vollständiges und unvollständiges.]</p>
                <p> Wenn das Recht auf die Substanz einer Sache mit dem Rechte auf die Nutzungen in einer
         und derselben Person vereiniget ist, so ist das Eigenthumsrecht vollständig und
         ungetheilet. Kommt aber Einem nur ein Recht auf die Substanz der Sache; dem Anderen
         dagegen, nebst einem Rechte auf die Substanz, das ausschließende Recht auf derselben
         Nutzungen zu, dann ist das Eigenthumsrecht getheilt und für beyde unvollständig. Jener wird
         Obereigenthümer, dieser Nutzungseigenthümer genannt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0358">
                <head>§. 358.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0029-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=514">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA115">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=358">RIS</ref>]</p>
                <p>Alle andere Arten der Beschränkungen durch das Gesetz oder durch den Willen des
         Eigenthümers heben die Vollständigkeit des Eigenthumes nicht auf.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0359">
                <head>§. 359.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0030-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=514">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA117">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=359">RIS</ref>]</p>

                <p> Die Absonderung des Rechtes auf die Substanz von dem Rechte auf die Nutzungen entstehet
         theils durch Verfügung des Eigenthümers, theils durch gesetzliche Verordnung. Nach
         Verschiedenheit der zwischen dem Ober- und Nutzungseigenthümer obwaltenden Verhältnisse
         werden die Güter, worin das Eigenthum getheilt ist, Lehen-, Erbpacht- und Erbzinsgüter
         genannt. Von dem Lehen wird in dem besonders bestehenden Lehenrechte; von den Erbpacht- und
         Erbzinsgütern aber in dem <ref target="#bestandvertrag">Hauptstücke von
          Bestandverträgen</ref> gehandelt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0360">
                <head>§. 360.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0030-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=514">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA119">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=360">RIS</ref>]</p>
                <p>Aus der bloßen Abführung eines fortdauernden Zinses oder jährlicher Renten von einem
         Grundstücke kann man noch nicht auf die Theilung des Eigenthumes folgern. In allen Fällen,
         in welchen die Trennung des Rechtes auf die Substanz von dem Rechte auf die Nutzungen nicht
         ausdrücklich erhellet, ist jeder redliche Besitzer als vollständiger Eigenthümer
         anzusehen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0361">
                <head>§. 361.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0031-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=514">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA120">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=361">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Miteigenthum.]</p>
                <p>Wenn eine noch ungetheilte Sache mehreren Personen zugleich zugehöret, so entstehet ein
         gemeinschaftliches Eigenthum. In Beziehung auf das Ganze werden die Miteigenthümer für eine
         einzige Person angesehen; in so weit ihnen aber gewisse, obgleich unabgesonderte Theile
         angewiesen sind, hat jeder Miteigenthümer das vollständige Eigenthum des ihm gehörigen
         Theiles.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0362">
                <head>§. 362.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0031-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=514">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA122">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=362">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Rechte des Eigenthümers.]</p>
                <p>Kraft des Rechtes, frey über sein Eigenthum zu verfügen, kann der vollständige
         Eigenthümer in der Regel seine Sache nach Willkühr benützen oder unbenützt lassen; er kann
         sie vertilgen, ganz oder zum Theile auf Andere übertragen, oder unbedingt sich derselben
         begeben, das ist, sie verlassen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0363">
                <head>§. 363.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0031-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=514">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA124">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=363">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Beschränkungen derselben.]</p>
                <p>Eben diese Rechte genießen auch unvollständige, so wohl Ober- als Nutzungseigenthümer;
         nur darf der Eine nichts vornehmen, was mit dem Rechte des Anderen im Widerspruche
         stehet.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0364">
                <head>§. 364.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0032-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=514">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA125">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=364">RIS</ref>]</p>
                <p> Ueberhaupt findet die Ausübung des Eigenthumsrechtes nur in so fern Statt, als dadurch
         weder in die Rechte eines Dritten ein Eingriff geschieht, noch die in den Gesetzen zur
         Erhaltung und Beförderung des allgemeinen Wohles vorgeschriebenen Einschränkungen
         übertreten werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0365">
                <head>§. 365.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0032-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=515">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA127">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=365">RIS</ref>]</p>
                <p> Wenn es das allgemeine Beste erheischt, muß ein Mitglied des Staates gegen eine
         angemessene Schadloshaltung selbst das vollständige Eigenthum einer Sache abtreten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0366">
                <head>§. 366.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0032-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=515">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA129">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=366">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Klagen aus dem Eigenthumsrechte: a) Eigentliche Eigenthumsklage: wem und gegen wen sie gebühre?]</p>
                <p>Mit dem Rechte des Eigenthümers, jeden Anderen von dem Besitze seiner Sache
         auszuschließen, ist auch das Recht verbunden, seine ihm vorenthaltene Sache von jedem
         Inhaber durch die Eigenthumsklage gerichtlich zu fordern. Doch stehet dieses Recht
         demjenigen nicht zu, welcher eine Sache zur Zeit, da er noch nicht Eigenthümer war, in
         seinem eigenen Nahmen veräußert, in der Folge aber das Eigenthum derselben erlanget
         hat.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0367">
                <head>§. 367.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0033-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=515">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA133">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=367">RIS</ref>]</p>
                <p> Die Eigenthumsklage findet gegen den redlichen Besitzer einer beweglichen Sache nicht
         Statt, wenn er beweiset, daß er diese Sache entweder in einer öffentlichen Versteigerung,
         oder von einem zu diesem Verkehre befugten Gewerbsmanne, oder gegen Entgeld von jemanden an
         sich gebracht hat, dem sie der Kläger selbst zum Gebrauche, zur Verwahrung, oder in was
         immer für einer anderen Absicht anvertrauet hatte. In diesen Fällen wird von den redlichen
         Besitzern das Eigenthum erworben, und dem vorigen Eigenthümer stehet nur gegen jene, die
         ihm dafür verantwortlich sind, das Recht der Schadloshaltung zu.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0368">
                <head>§. 368.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0033-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=515">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA136">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=368">RIS</ref>]</p>
                <p> Wird aber bewiesen, daß der Besitzer entweder schon aus der Natur der an sich gebrachten
         Sache, oder aus dem auffallend zu geringen Preise derselben, oder aus den bekannten
         persönlichen Eigenschaften seines Vormannes, aus dessen Gewerbe oder anderen Verhältnissen
         einen gegründeten Verdacht gegen die Redlichkeit seines Besitzes hätte schöpfen können; so
         muß er als ein unredlicher Besitzer die Sache dem Eigenthümer abtreten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0369">
                <head>§. 369.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0034-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=515">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA138">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=369">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Was dem Kläger zu beweisen obliege?]</p>
                <p> Wer die Eigenthumsklage übernimmt, muß den Beweis führen, daß der Geklagte die
         eingeklagte Sache in seiner Macht habe, und daß diese Sache sein Eigenthum sey.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0370">
                <head>§. 370.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0034-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=515">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA139">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=370">RIS</ref>]</p>
                <p>Wer eine bewegliche Sache gerichtlich zurück fordert, muß sie durch Merkmahle
         beschreiben, wodurch sie von allen ähnlichen Sachen gleicher Gattung ausgezeichnet
         wird.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0371">
                <head>§. 371.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0034-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=515">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA140">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=371">RIS</ref>]</p>
                <p>Sachen, die sich auf diese Art nicht unterscheiden lassen, wie bares Geld mit anderem
         baren Gelde vermenget, oder auf den Ueberbringer lautende Schuldbriefe, sind also in der
         Regel kein Gegenstand der Eigenthumsklage; wenn nicht solche Umstände eintreten, aus denen
         der Kläger sein Eigenthumsrecht beweisen kann, und aus denen der Geklagte wissen mußte, daß
         er die Sache sich zuzuwenden nicht berechtiget sey.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0372">
                <head>§. 372.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0035-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=515">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA144">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=372">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) Eigenthumsklage aus dem rechtlich vermutheten Eigenthume des Klägers. Gegen welchen Besitzer diese Vermuthung eintrete?]</p>
                <p> Wenn der Kläger mit dem Beweise des erworbenen Eigenthumes einer ihm vorenthaltenen
         Sache zwar nicht ausreicht, aber den gültigen Titel, und die echte Art, wodurch er zu ihrem
         Besitze gelangt ist, dargethan hat; so wird er doch in Rücksicht eines jeden Besitzers, der
         keinen, oder nur einen schwächeren Titel seines Besitzes anzugeben vermag, für den wahren
         Eigenthümer gehalten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0373">
                <head>§. 373.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0035-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=516">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA146">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=373">RIS</ref>]</p>
                <p>Wenn also der Geklagte die Sache auf eine unredliche oder unrechtmäßige Weise besitzt;
         wenn er keinen oder nur einen verdächtigen Vormann anzugeben vermag; oder, wenn er die
         Sache ohne Entgeld, der Kläger aber gegen Entgeld erhalten hat; so muß er dem Kläger
         weichen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0374">
                <head>§. 374.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0035-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=516">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA148">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=374">RIS</ref>]</p>
                <p>Haben der Geklagte und der Kläger einen gleichen Titel ihres echten Besitzes; so gebührt
         dem Geklagten Kraft des Besitzes der Vorzug.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0375">
                <head>§. 375.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0036-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=516">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA150">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=375">RIS</ref>]</p>
                <p>Wer eine Sache in fremdem Nahmen besitzt, kann sich gegen die Eigenthumsklage dadurch
         schützen, daß er seinen Vormann nahmhaft macht, und sich darüber ausweiset.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0376">
                <head>§. 376.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0036-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=516">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA151">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=376">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Gesetzliche Folge: a) der Abläugnung des Besitzes;]</p>
                <p>Wer den Besitz einer Sache vor Gericht läugnet und dessen überwiesen wird, muß dem Kläger
         deßwegen allein schon den Besitz abtreten; doch behält er das Recht, in der Folge seine
         Eigenthumsklage anzustellen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0377">
                <head>§. 377.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0036-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=516">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA152">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=377">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) des vorgegebenen Besitzes;]</p>
                <p> Wer eine Sache, die er nicht besitzt, zu besitzen vorgibt, und den Kläger dadurch irre
         führt, haftet für allen daraus entstehenden Schaden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0378">
                <head>§. 378.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0036-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=516">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA152">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=378">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: c) des aufgegebenen Besitzes der streitigen Sache.]</p>
                <p>Wer eine Sache im Besitze hatte, und nach zugestellter Klage fahren ließ, muß sie dem
         Kläger, wenn dieser sich nicht an den wirklichen Inhaber halten will, auf seine Kosten
         zurück verschaffen, oder den außerordentlichen Werth derselben ersetzen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0379">
                <head>§. 379.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0037-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=516">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA154">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=379">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Was der Besitzer dem Eigenthümer erstatte.]</p>

                <p>Was so wohl der redliche als unredliche Besitzer dem Eigenthümer in Ansehung des
         entgangenen Nutzens oder des erlittenen Schadens zu ersetzen habe, ist indem <ref target="#NA.2.1.1">vorigen Hauptstücke</ref> bestimmt worden. </p>
              </div>
            </div>
            <div xml:id="NA.2.1.3">
              <head>Drittes Hauptstück.<lb/> Von Erwerbung des Eigenthumes durch Zueignung.</head>
              <div xml:id="NA.0380">
                <head>§. 380.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0038-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=516">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA156">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=380">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Rechtliche Erfordernisse der Erwerbung.]</p>
                <p>Ohne Titel und ohne rechtliche Erwerbungsart kann kein Eigenthum erlangt werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0381">
                <head>§. 381.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0038-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=516">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA158">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=381">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Titel und Art der unmittelbaren Erwerbung: Die Zueignung.]</p>
                <p>Bey frey stehenden Sachen besteht der Titel in der angebornen Freyheit, sie in Besitz zu
         nehmen. Die Erwerbungsart ist die Zueignung, wodurch man sich einer frey stehenden Sache
         bemächtiget, in der Absicht, sie als die seinige zu behandeln.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0382">
                <head>§. 382.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0038-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=516">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA159">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=382">RIS</ref>]</p>
                <p>Frey stehende Sachen können von allen Mitgliedern des Staates durch die Zueignung
         erworben werden, in so fern dieses Befugniß nicht durch politische Gesetze eingeschränkt
         ist, oder einigen Mitgliedern das Vorrecht der Zueignung zusteht.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0383">
                <head>§. 383.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0039-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=516">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA161">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=383">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 1) durch den Thierfang.]</p>
                <p> Dieses gilt insbesondere von dem Thierfange. Wem das Recht zu jagen oder zu fischen
         gebühre; wie der übermäßige Anwachs des Wildes gehemmet, und der vom Wilde verursachte
         Schade ersetzet werde; wie der Honigraub, der durch fremde Bienen geschieht, zu verhindern
         sey; ist in den politischen Gesetzen festgesetzt. Wie Wilddiebe zu bestrafen seyn, wird in
         den Strafgesetzen bestimmt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0384">
                <head>§. 384.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0039-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=517">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA162">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=384">RIS</ref>]</p>
                <p> Häusliche Bienenschwärme und andere zahme oder zahm gemachte Thiere sind kein Gegenstand
         des freyen Thierfanges, vielmehr hat der Eigenthümer das Recht, sie auf fremdem Grunde zu
         verfolgen; doch soll er dem Grundbesitzer den ihm etwa verursachten Schaden ersetzen. Im
         Falle, daß der Eigenthümer des Mutterstockes den Schwärm durch zwey Tage nicht verfolgt
         hat; oder, daß ein zahm gemachtes Thier durch zwey und vierzig Tage von selbst ausgeblieben
         ist, kann sie auf gemeinem Grunde jedermann; auf dem seinigen der Grundeigenthümer für sich
         nehmen und behalten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0385">
                <head>§. 385.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0040-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=517">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA164">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=385">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 2) durch das Finden frey stehender Sachen;]</p>
                <p>Keine Privat-Person ist berechtiget, die dem Staate durch die politischen Verordnungen
         vorbehaltenen Erzeugnisse sich zuzueignen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0386">
                <head>§. 386.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0040-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=517">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA164">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=386">RIS</ref>]</p>
                <p>Bewegliche Sachen, welche der Eigenthümer nicht mehr als die seinigen behalten will, und
         daher verläßt, kann sich jedes Mitglied des Staates eigen machen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0387">
                <head>§. 387.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0040-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=517">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA165">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=387">RIS</ref>]</p>
                <p>In wie fern Grundstücke wegen gänzlicher Unterlassung ihres Anbaues, oder Gebäude wegen
         der unterlassenen Herstellung für verlassen anzusehen oder einzuziehen seyn, bestimmen die
         politischen Gesetze.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0388">
                <head>§. 388.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0040-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=517">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA167">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=388">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Vorschriften über das Finden: a) verlorner Sachen;]</p>
                <p>Es ist im Zweifel nicht zu vermuthen, daß jemand sein Eigenthum wolle fahren lassen;
         daher darf kein Finder eine gefundene Sache für verlassen ansehen und sich dieselbe
         zueignen. Noch weniger darf sich jemand des Strandrechtes anmaßen. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0389">
                <head>§. 389.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0041-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=517">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA168">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=389">RIS</ref>]</p>
                <p>Der Finder ist also verbunden, dem vorigen Besitzer, wenn er aus den Merkmahlen der
         Sache, oder aus anderen Umständen deutlich erkannt wird, die Sache zurück zu geben. Ist ihm
         der vorige Besitzer nicht bekannt, so muß er, wenn das Gefundene Einen Gulden am Werthe
         übersteigt, den Fund innerhalb acht Tagen auf die an jedem Orte gewöhnliche Art bekannt
         machen lassen, und wenn die gefundene Sache mehr als zwölf Gulden werth ist, den Vorfall
         der Ortsobrigkeit anzeigen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0390">
                <head>§. 390.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0041-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=517">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA170">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=390">RIS</ref>]</p>
                <p>Die Obrigkeit hat die gemachte Anzeige, ohne die besonderen Merkmahle der gefundenen
         Sachen zu berühren, ungesäumt auf die an jedem Orte gewöhnliche Art; wenn aber der
         Eigenthümer in einer den Umständen angemessenen Zeitfrist sich nicht entdecket, und der
         Werth der gefundenen Sache fünf und zwanzig Gulden übersteigt, drey Mahl durch die
         öffentlichen Zeitungsblätter bekannt zu machen. Kann die gefundene Sache nicht ohne Gefahr
         in den Händen des Finders gelassen werden, so muß die Sache, oder, wenn diese nicht ohne
         merklichen Schaden aufbewahrt werden könnte, der durch die öffentliche Feilbiethung daraus
         gelöste Werth gerichtlich hinterlegt, oder einem Dritten zur Verwahrung übergeben
         werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0391">
                <head>§. 391.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0042-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=518">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA171">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=391">RIS</ref>]</p>
                <p> Wenn sich der vorige Inhaber oder Eigenthümer der gefundenen Sache in einer Jahresfrist,
         von der Zeit der vollendeten Kundmachung, meldet, und sein Recht gehörig darthut, wird ihm
         die Sache oder das daraus gelöste Geld verabfolget. Er ist jedoch verbunden, die Auslagen
         zu vergüten, und dem Finder auf Verlangen Zehen von Hundert des gemeinen Werthes als
         Finderlohn zu entrichten. Wenn aber nach dieser Berechnung die Belohnung eine Summe von
         tausend Gulden erreicht hat; so soll sie in Rücksicht des Uebermaßes nur zu fünf von
         Hundert ausgemessen werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0392">
                <head>§. 392.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0042-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=518">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA173">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=392">RIS</ref>]</p>
                <p> Wird die gefundene Sache innerhalb der Jahresfrist von niemanden mit Recht angesprochen,
         so erhält der Finder das Recht, die Sache oder den daraus gelösten Werth zu benützen.
         Meldet sich der vorige Inhaber in der Folge, so muß ihm nach Abzug der Kosten und des
         Finderlohnes die Sache, oder der gelöste Werth sammt den etwa daraus gezogenen Zinsen
         zurück gestellt werden. Erst nach der Verjährungszeit erlangt der Finder, gleich einem
         redlichen Besitzer, das Eigenthumsrecht.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0393">
                <head>§. 393.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0043-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=518">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA175">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=393">RIS</ref>]</p>
                <p>Wer immer die in den <ref target="#NA.0388">§. 388</ref> — <ref target="#NA.0392">392</ref> angeführten Vorschriften außer Acht läßt, haftet für alle schädliche Folgen.
         Läßt sie der Finder außer Acht, so verwirkt er auch den Finderlohn, und macht sich zu Folge
         des Strafgesetzbuches noch über dieß nach Umständen des Betruges schuldig.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0394">
                <head>§. 394.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0043-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=518">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA177">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=394">RIS</ref>]</p>
                <p>Mehreren Personen, welche eine Sache zugleich gefunden haben, kommen in Rücksicht
         derselben gleiche Verbindlichkeiten und Rechte zu. Unter die Mitfinder wird auch derjenige
         gezählt, welcher zuerst die Sache entdecket, und nach derselben gestrebt hat, obgleich ein
         Anderer sie früher an sich gezogen hätte. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0395">
                <head>§. 395.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0044-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=518">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA178">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=395">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) verborgener Gegenstände;]</p>
                <p>Werden vergrabene, eingemauerte oder verborgene Sachen eines unbekannten Eigenthümers
         entdeckt; muß die Anzeige so, wie bey dem Funde überhaupt, gemacht werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0396">
                <head>§. 396.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0044-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=518">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA178">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=396">RIS</ref>]</p>

                <p> Wird der Eigenthümer aus den äußerlichen Merkmahlen oder anderen Umständen entdeckt, so
         ist ihm die Sache zuzustellen; er muß aber, wenn er nicht beweisen kann, schon ehe Kenntniß
         davon gehabt zu haben, dem Finder den <ref target="#NA.0391">§. 391</ref> ausgemessenen
         Finderlohn entrichten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0397">
                <head>§. 397.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0044-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=518">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA178">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=397">RIS</ref>]</p>

                <p> In dem Falle, daß sich der Eigenthümer nicht sogleich erkennen läßt, muß die Obrigkeit
         nach den Vorschriften der §§. <ref
                    target="#NA.0390">390</ref> — <ref target="#NA.0392">392</ref> verfahren.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0398">
                <head>§. 398.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0044-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=518">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA180">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=398">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: c) eines Schatzes;]</p>
                <p> Bestehen die entdeckten Sachen in Geld, Schmuck oder anderen Kostbarkeiten, die so lange
         im Verborgenen gelegen haben, daß man ihren vorigen Eigenthümer nicht mehr erfahren kann,
         dann heißen sie ein Schatz. Die Entdeckung eines Schatzes ist von der Obrigkeit der
         Landesstelle anzuzeigen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0399">
                <head>§. 399.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0045-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=519">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA182">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=399">RIS</ref>]</p>
                <p> Von einem Schatze wird der dritte Theil zum Staatsvermögen gezogen. Von den zwey übrigen
         Drittheilen erhält Eines der Finder, das andere der Eigenthümer des Grundes. Ist das
         Eigenthum des Grundes getheilt; so fällt das Drittheil dem Ober- und Nutzungseigenthümer zu
         gleichen Theilen zu.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0400">
                <head>§. 400.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0045-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=519">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA184">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=400">RIS</ref>]</p>
                <p>Wer sich dabey einer unerlaubten Handlung schuldig gemacht; wer ohne Wissen und Willen
         des Nutzungseigenthümers den Schatz aufgesucht, oder den Fund verheimlichet hat, dessen
         Antheil soll dem Angeber, oder, wenn kein Angeber vorhanden ist, dem Staate zufallen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0401">
                <head>§. 401.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0045-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=519">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA184">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=401">RIS</ref>]</p>
                <p>Finden Arbeitsleute zufälliger Weise einen Schatz, so gebührt ihnen als Findern ein
         Drittheil davon. Sind sie aber von dem Eigenthümer ausdrücklich zur Aufsuchung eines
         Schatzes gedungen worden, so müssen sie sich mit ihrem ordentlichen Lohne begnügen. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0402">
                <head>§. 402.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0046-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=519">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA185">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=402">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 3) Von der Beute.]</p>
                <p>Ueber das Recht der Beute und der von dem Feinde zurück erbeuteten Sachen sind die
         Vorschriften in den Kriegsgesetzen enthalten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0403">
                <head>§. 403.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0046-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=519">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA186">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=403">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Von dem Rechte aus der Rettung einer fremden beweglichen Sache.]</p>
                <p>Wer eine fremde bewegliche Sache von dem unvermeidlichen Verluste oder Untergange rettet,
         ist berechtiget, von dem rückfordernden Eigenthümer den Ersatz seines Aufwandes und eine
         verhältnißmäßige Belohnung von höchstens Zehen von Hundert zu fordern. </p>
              </div>
            </div>
            <div xml:id="NA.2.1.4">
              <head>Viertes Hauptstück.<lb/> Von Erwerbung des Eigenthumes durch Zuwachs.</head>
              <div xml:id="NA.0404">
                <head>§. 404.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0047-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=519">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA190">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=404">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Zuwachs.]</p>
                <p>Zuwachs heißt alles, was aus einer Sache entsteht, oder neu zu derselben kommt, ohne daß
         es dem Eigenthümer von jemand Anderen übergeben worden ist. Der Zuwachs wird durch Natur,
         durch Kunst, oder durch beyde zugleich bewirkt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0405">
                <head>§. 405.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0047-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=519">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA191">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=405">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: I. Natürlicher Zuwachs: a) an Natur-Producten; b) Werfen der Thiere;]</p>
                <p>Die natürlichen Früchte eines Grundes, nähmlich solche Nutzungen, die er, ohne bearbeitet
         zu werden, hervor bringt, als: Kräuter, Schwämme und dergleichen, wachsen dem Eigenthümer
         des Grundes, so wie alle Nutzungen, welche aus einem Thiere entstehen, dem Eigenthümer des
         Thieres zu. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0406">
                <head>§. 406.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0048-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=519">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA191">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=406">RIS</ref>]</p>
                <p>Der Eigenthümer eines Thieres, welches durch das Thier eines Anderen befruchtet wird, ist
         diesem keinen Lohn schuldig, wenn er nicht bedungen worden ist.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0407">
                <head>§. 407.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0048-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=519">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA193">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=407">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: c) Inseln;]</p>
                <p>Wenn in der Mitte eines Gewässers eine Insel entsteht, so sind die Eigenthümer der nach
         der Länge derselben an beyden Ufern liegenden Grundstücke ausschließend befugt, die
         entstandene Insel in zwey gleichen Theilen sich zuzueignen, und nach Maß der Länge ihrer
         Grundstücke unter sich zu theilen. Entsteht die Insel auf der einen Hälfte des Gewässers,
         so hat der Eigenthümer des näheren Uferlandes allein darauf Anspruch. Inseln auf
         schiffbaren Flüssen bleiben dem Staate vorbehalten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0408">
                <head>§. 408.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0048-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=520">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA195">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=408">RIS</ref>]</p>
                <p> Werden bloß durch die Austrocknung des Gewässers, oder durch desselben Theilung in
         mehrere Arme, Inseln gebildet, oder Grundstücke überschwemmt; so bleiben die Rechte des
         vorigen Eigenthumes unverletzt. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0409">
                <head>§. 409.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0049-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=520">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA195">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=409">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: d) vom verlassenen Wasserbette;]</p>
                <p>Wenn ein Gewässer sein Bett verläßt, so haben vor allem die Grundbesitzer, welche durch
         den neuen Lauf des Gewässers Schaden leiden, das Recht, aus dem verlassenen Bette oder
         dessen Werthe entschädiget zu werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0410">
                <head>§. 410.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0049-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=520">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA195">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=410">RIS</ref>]</p>
                <p>Außer dem Falle einer solchen Entschädigung gehört das verlassene Bett, so wie von einer
         entstandenen Insel verordnet wird, den angränzenden Uferbesitzern.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0411">
                <head>§. 411.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0049-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=520">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA196">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=411">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: e) vom Anspühlen;]</p>
                <p>Das Erdreich, welches ein Gewässer unmerklich an ein Ufer anspühlt, gehört dem
         Eigenthümer des Ufers.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0412">
                <head>§. 412.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0049-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=520">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA197">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=412">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: f) vom abgerissenen Lande.]</p>
                <p>Wird aber ein merklicher Erdtheil durch die Gewalt des Flusses an ein fremdes Ufer
         gelegt; so verliert der vorige Besitzer sein Eigenthumsrecht darauf nur in dem Falle, wenn
         er es in einer Jahresfrist nicht ausübt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0413">
                <head>§. 413.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0049-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=520">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA197">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=413">RIS</ref>]</p>
                <p>Jeder Grundbesitzer ist befugt, sein Ufer gegen das Ausreißen des Flusses zu befestigen.
         Allein niemand darf solche Werke oder Pflanzungen anlegen, die den ordentlichen Lauf des
         Flusses verändern, oder die der Schifffahrt, den Mühlen, der Fischerey oder anderen fremden
         Rechten nachtheilig werden könnten. Ueberhaupt können ähnliche Anlagen nur mit Erlaubniß
         der politischen Behörde gemacht werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0414">
                <head>§. 414.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0050-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=520">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA198">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=414">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: II. Künstlicher Zuwachs durch Verarbeitung oder Vereinigung überhaupt;]</p>
                <p>Wer fremde Sachen verarbeitet; wer sie mit den seinigen vereiniget, vermengt, oder
         vermischt, erhält dadurch noch keinen Anspruch auf das fremde Eigenthum.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0415">
                <head>§. 415.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0050-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=520">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA199">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=415">RIS</ref>]</p>
                <p> Können dergleichen verarbeitete Sachen in ihren vorigen Stand zurück gebracht;
         vereinigte, vermengte oder vermischte Sachen wieder abgesondert werden; so wird einem jeden
         Eigenthümer das Seinige zurück gestellet, und demjenigen Schadloshaltung geleistet, dem sie
         gebührt. Ist die Zurücksetzung in den vorigen Stand, oder die Absonderung nicht möglich, so
         wird die Sache den Teilnehmern gemein; doch steht demjenigen, mit dessen Sache der Andere
         durch Verschulden die Vereinigung vorgenommen hat, die Wahl frey, ob er den ganzen
         Gegenstand gegen Ersatz der Verbesserung behalten, oder ihn dem Anderen ebenfalls gegen
         Vergütung überlassen wolle. Der schuldtragende Theilnehmer wird nach Beschaffenheit seiner
         redlichen oder unredlichen Absicht behandelt. Kann aber keinem Theile ein Verschulden
         beygemessen werden, so bleibt dem, dessen Antheil mehr werth ist, die Auswahl
         vorbehalten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0416">
                <head>§. 416.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0051-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=521">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA200">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=416">RIS</ref>]</p>
                <p>Werden fremde Materialien nur zur Ausbesserung einer Sache verwendet, so fällt die fremde
         Materie dem Eigenthümer der Hauptsache zu, und dieser ist verbunden, nach Beschaffenheit
         seines redlichen oder unredlichen Verfahrens, dem vorigen Eigenthümer der verbrauchten
         Materialien den Werth derselben zu bezahlen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0417">
                <head>§. 417.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0051-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=521">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA205">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=417">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: insbesondere bey einem Baue.]</p>

                <p>Wenn jemand auf eigenem Boden ein Gebäude aufführet, und fremde Materialien dazu
         verwendet hat, so bleibt das Gebäude zwar sein Eigenthum; doch muß selbst ein redlicher
         Bauführer dem Beschädigten die Materialien, wen er sie außer den im <ref target="#NA.0367">§. 367</ref> angeführten Verhältnissen an sich gebracht hat, nach dem gemeinen; ein
         unredlicher aber muß sie nach dem höchsten Preise, und überdieß noch allen anderweitigen
         Schaden ersetzen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0418">
                <head>§. 418.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0052-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=521">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA207">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=418">RIS</ref>]</p>
                <p>Hat im entgegen gesetzten Falle jemand mit eigenen Materialien, ohne Wissen und Willen
         des Eigenthümers, auf fremdem Grunde gebauet, so fällt das Gebäude dem Grundeigenthümer zu.
         Der redliche Bauführer kann den Ersatz der nothwendigen und nützlichen Kosten fordern; der
         unredliche wird gleich einem Geschäftsführer ohne Auftrag behandelt. Hat der Eigenthümer
         des Grundes die Bauführung gewußt, und sie nicht sogleich dem redlichen Bauführer
         untersagt, so kann er nur den gemeinen Werth für den Grund fordern.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0419">
                <head>§. 419.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0052-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=521">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA209">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=419">RIS</ref>]</p>
                <p>Ist das Gebäude auf fremdem Grunde und aus fremden Materialien entstanden, so wächst auch
         in diesem Falle das Eigenthum desselben dem Grundeigenthümer zu. Zwischen dem
         Grundeigenthümer und dem Bauführer treten die nähmlichen Rechte und Verbindlichkeiten, wie
         in dem vorstehenden Paragraphe, ein, und der Bauführer muß dem vorigen Eigenthümer der
         Materialien, nach Beschaffenheit seiner redlichen oder unredlichen Absicht, den gemeinen
         oder den höchsten Werth ersetzen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0420">
                <head>§. 420.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0053-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=521">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA210">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=420">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: III. Vermischter Zuwachs.]</p>
                <p>Was bisher wegen der mit fremden Materialien aufgeführten Gebäude bestimmt worden ist,
         gilt auch für die Fälle, wenn ein Feld mit fremdem Samen besäet, oder mit fremden Pflanzen
         besetzt worden ist. Ein solcher Zuwachs gehört dem Eigenthümer des Grundes, wenn anders die
         Pflanzen schon Wurzel geschlagen haben.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0421">
                <head>§. 421.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0053-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=521">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA211">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=421">RIS</ref>]</p>
                <p>Das Eigenthum eines Baumes wird nicht nach den Wurzeln, die sich in einem angränzenden
         Grunde verbreiten, sondern nach dem Stamme bestimmt, der aus dem Grunde hervorragt. Steht
         der Stamm auf den Gränzen mehrerer Eigenthümer, so ist ihnen der Baum gemein.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0422">
                <head>§. 422.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0053-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=521">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA211">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=422">RIS</ref>]</p>
                <p> Jeder Grundeigenthümer kann die Wurzeln eines fremden Baumes aus seinem Boden reißen,
         und die über seinem Luftraume hängenden Aeste abschneiden oder sonst benützen. </p>
              </div>
            </div>
            <div xml:id="NA.2.1.5">
              <head>Fünftes Hauptstück.<lb/> Von Erwerbung des Eigenthumes durch Uebergabe.</head>
              <div xml:id="NA.0423">
                <head>§. 423.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0055-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=522">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA215">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=423">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Mittelbare Erwerbung.]</p>
                <p> Sachen, die schon einen Eigenthümer haben, werden mittelbar erworben, indem sie auf eine
         rechtliche Art von dem Eigenthümer auf einen Anderen übergehen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0424">
                <head>§. 424.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0055-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=522">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA216">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=424">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Titel derselben.]</p>
                <p>Der Titel der mittelbaren Erwerbung liegt in einem Vertrage; in einer Verfügung auf den
         Todesfall; in dem richterlichen Ausspruche; oder, in der Anordnung des Gesetzes. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0425">
                <head>§. 425.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0055-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=522">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA217">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=425">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Mittelbare Erwerbungsart.]</p>
                <p>Der bloße Titel gibt noch kein Eigenthum. Das Eigenthum und alle dingliche Rechte
         überhaupt können, außer den in dem Gesetze bestimmten Fällen, nur durch die rechtliche
         Uebergabe und Uebernahme erworben werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0426">
                <head>§. 426.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0056-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=522">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA220">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=426">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Arten der Uebergabe: 1) bey beweglichen Sachen: a) körperliche Uebergabe;]</p>
                <p>Bewegliche Sachen können in der Regel nur durch körperliche Uebergabe von Hand zu Hand an
         einen Anderen übertragen werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0427">
                <head>§. 427.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0056-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=522">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA222">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=427">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) Uebergabe durch Zeichen;]</p>
                <p>Bey solchen beweglichen Sachen aber, welche ihrer Beschaffenheit nach keine körperliche
         Uebergabe zulassen, wie bey Schuldforderungen, Frachtgütern, bey einem Waarenlager oder
         einer anderen Gesammtsache, gestattet das Gesetz die Uebergabe durch Zeichen, indem der
         Eigenthümer dem Uebernehmer die Urkunden, wodurch das Eigenthum dargethan wird, oder die
         Werkzeuge übergibt, durch die der Uebernehmer in den Stand gesetzt wird, ausschließend den
         Besitz der Sache zu ergreifen; oder, indem man mit der Sache ein Merkmahl verbindet, woraus
         jedermann deutlich erkennen kann, daß die Sache einem Anderen überlassen worden ist. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0428">
                <head>§. 428.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0057-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=522">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA225">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=428">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: c) durch Erklärung.]</p>
                <p> Durch Erklärung wird hie Sache übergeben, wenn der Veräußerer auf eine erweisliche Art
         seinen Willen an den Tag legt, daß er die Sache künftig im Nahmen des Uebernehmers inne
         habe; oder, daß der Uebernehmer die Sache, welche er bisher ohne ein dingliches Recht inne
         hatte, künftig aus einem dinglichen Rechte besitzen solle.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0429">
                <head>§. 429.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0057-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=522">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA226">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=429">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Folge in Rücksicht der übersendeten;]</p>
                <p>In der Regel werden überschickte Sachen erst dann für übergeben gehalten, wenn sie der
         Uebernehmer erhält; es wäre denn, daß dieser die Ueberschickungsart selbst bestimmt oder
         genehmiget hätte.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0430">
                <head>§. 430.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0057-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=522">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA227">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=430">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: oder, an Mehrere veräußerten Sachen.]</p>
                <p>Hat ein Eigenthümer eben dieselbe bewegliche Sache an zwey verschiedene Personen, an Eine
         mit, an die Andere ohne Uebergabe veräußert; so gebühret sie derjenigen, welcher sie zuerst
         übergeben worden ist; doch hat der Eigenthümer dem verletzten Theile zu haften.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0431">
                <head>§. 431.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0057-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=522">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA228">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=431">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 2) Uebergabe unbeweglicher Sachen mittelst Einverleibung in die öffentlichen Bücher.]</p>
                <p>Zur Uebertragung des Eigenthumes unbeweglicher Sachen muß das Erwerbungsgeschäft in die
         dazu bestimmten öffentlichen Bücher eingetragen werden. Diese Eintragung nennt man
         Einverleibung (Intabulation).</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0432">
                <head>§. 432.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0058-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=523">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA230">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=432">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Bedingungen derselben.]</p>
                <p>Vor Allem ist zur Einverleibung in das öffentliche Buch notwendig, daß derjenige, von dem
         das Eigenthum auf einen Anderen übergehen soll, selbst schon als Eigenthümer einverleibt
         sey.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0433">
                <head>§. 433.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0058-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=523">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA231">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=433">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Insbesondere bey einer Erwerbung; a) durch Vertrag.]</p>
                <p>Zur weiteren Uebertragung vermittelst Vertrages ist es bey Bauerngütern genug, wenn der
         Uebergeber und Uebernehmer, oder auch nur der Uebergeber allein, vor der Grundobrigkeit
         erscheint, und die Einverleibung des Erwerbungsgeschäftes in das öffentliche Buch
         bewirket.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0434">
                <head>§. 434.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0058-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=523">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA232">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=434">RIS</ref>]</p>
                <p>Wenn aber der Uebergeber nicht persönlich erscheint, und in allen, städtische oder
         landtäfliche Güter betreffenden Fällen, muß über das Erwerbungsgeschäft eine schriftliche
         Urkunde aufgesetzt, und sowohl von den Vertrag schließenden Theilen, als von zwey
         glaubwürdigen Männern als Zeugen gefertiget werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0435">
                <head>§. 435.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0059-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=523">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA233">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=435">RIS</ref>]</p>
                <p>In einer solchen Urkunde müssen die Personen, welche das Eigenthum übergeben und
         übernehmen; die Sache, welche übergeben werden soll, mit ihren Gränzen; der Titel der
         Erwerbung; ferner, der Ort und die Zeit des geschlossenen Geschäftes bestimmt angemerket,
         und es muß von dem Uebergeber in dieser oder in einer besonderen Urkunde die Bewilligung
         ertheilet werden, daß der Uebernehmer als Eigenthümer einverleibt werden könne.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0436">
                <head>§. 436.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0059-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=523">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA234">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=436">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) durch Urtheil und andere gerichtliche Urkunden;]</p>
                <p>Wenn das Eigenthum unbeweglicher Sachen zu Folge eines rechtskräftigen Urtheiles,
         gerichtlichen Theilungs-Instrumentes, oder einer gerichtlichen Ueberantwortung einer
         Erbschaft übertragen werden soll; so ist ebenfalls die Einverleibung dieser Urkunden
         erforderlich.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0437">
                <head>§. 437.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0059-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=523">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA235">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=437">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: oder c) durch Vermächtniß.]</p>
                <p>Eben so ist es, um das Eigenthum eines vermachten unbeweglichen Gutes zu erwerben, nicht
         genug, daß die Anordnung des Erblassers überhaupt den öffentlichen Büchern einverleibt
         worden sey. Wer eine Forderung dieser Art hat, muß bey der Behörde noch die besondere
         Einverleibung des Vermächtnisses auswirken.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0438">
                <head>§. 438.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0060-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=523">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA236">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=438">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Bedingte Aufzeichnung in das öffentliche Buch; oder Vormerkung.]</p>

                <p> Wenn derjenige, welcher das Eigenthum einer unbeweglichen Sache anspricht, darüber zwar
         eine glaubwürdige, aber nicht mit allen in den <ref
                    target="#NA.0434">§§. 434</ref> und
          <ref target="#NA.0435">435</ref> zur Einverleibung vorgeschriebenen Erfordernissen
         versehene Urkunde besitzt; so kann er doch, damit ihm niemand ein Vorrecht abgewinne, die
         bedingte Eintragung in das öffentliche Buch bewirken, welche Vormerkung (Pränotation)
         genannt wird. Dadurch erhält er ein bedingtes Eigenthumsrecht, und er wird, sobald er zu
         Folge richterlichen Ausspruches die Vormerkung gerechtfertiget hat, von der Zeit des nach
         gesetzlicher Ordnung eingereichten Vormerkungsgesuches, für den wahren Eigenthümer
         gehalten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0439">
                <head>§. 439.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0060-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=523">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA239">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=439">RIS</ref>]</p>
                <p>Die geschehene Vormerkung muß sowohl demjenigen, der sie bewirkt hat, als auch seinem
         Gegner durch Zustellung zu eigenen Händen bekannt gemacht werden. Der Vormerkungswerber muß
         binnen vierzehn Tagen, vom Tage der erhaltenen Zustellung, die ordentliche Klage zum
         Erweise des Eigenthumsrechtes einreichen; widrigen Falls soll die bewirkte Vormerkung auf
         Ansuchen des Gegners gelöschet werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0440">
                <head>§. 440.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0061-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=524">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA242">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=440">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Vorschrift über die Collision der Einverleibungen.]</p>
                <p>Hat der Eigenthümer eben dieselbe unbewegliche Sache zwey verschiedenen Personen
         überlassen; so fällt sie derjenigen zu, welche früher die Einverleibung angesucht hat.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0441">
                <head>§. 441.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0061-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=524">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA243">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=441">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Folge der Erwerbung: a) in Rücksicht des Besitzes;]</p>
                <p>So bald die Urkunde über das Eigenthumsrecht in das öffentliche Buch eingetragen ist,
         tritt der neue Eigenthümer in den rechtmäßigen Besitz.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0442">
                <head>§. 442.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0061-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=524">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA243">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=442">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) der damit verbundenen Rechte;]</p>
                <p>Wer das Eigenthum einer Sache erwirbt, erlangt auch die damit verbundenen Rechte. Rechte,
         die auf die Person des Uebergebers eingeschränkt sind, kann er nicht übergeben. Ueberhaupt
         kann niemand einem Anderen mehr Recht abtreten, als er selbst hat. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0443">
                <head>§. 443.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0062-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=524">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA245">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=443">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: c) Lasten.]</p>
                <p> Mit dem Eigenthume unbeweglicher Sachen werden auch die darauf haftenden, in den
         öffentlichen Büchern angemerkten Lasten übernommen. Wer diese Bücher nicht einsieht, leidet
         in allen Fällen für seine Nachlässigkeit. Andere Forderungen und Ansprüche, die jemand an
         den vorigen Eigenthümer hat, gehen nicht auf den neuen Erwerber über.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0444">
                <head>§. 444.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0062-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=524">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA247">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=444">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erlöschung des Eigenthumsrechtes.]</p>
                <p>Das Eigenthum überhaupt kann durch den Willen des Eigenthümers; durch das Gesetz; und
         durch richterlichen Ausspruch verloren gehen. Das Eigenthum der unbeweglichen Sachen wird
         aber nur durch die Löschung aus den öffentlichen Büchern aufgehoben.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0445">
                <head>§. 445.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0062-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=524">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA248">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=445">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Ausdehnung dieser Vorschriften auf andere dingliche Rechte.]</p>
                <p>Nach den in diesem Hauptstücke über die Erwerbungs- und Erlöschungsart des
         Eigenthumsrechtes unbeweglicher Sachen gegebenen Vorschriften hat man sich auch bey den
         übrigen, auf unbewegliche Sachen sich beziehenden, dinglichen Rechten zu verhalten. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0446">
                <head>§. 446.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0063-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=524">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA249">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=446">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Form und Vorsichten der Einverleibungen.]</p>
                <p>Auf was Art und mit welchen Vorsichten überhaupt bey Einverleibung dinglicher Rechte
         vorzugehen sey, ist in den über die Einrichtung der Landtafel und Grundbücher bestehenden
         besonderen Anordnungen enthalten.</p>
              </div>
            </div>
            <div xml:id="NA.2.1.6">
              <head>Sechstes Hauptstück. <lb/> Von dem Pfandrechte.</head>
              <div xml:id="NA.0447">
                <head>§. 447.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0064-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=524">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA251">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=447">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Begriff von dem Pfandrechte und Pfande.]</p>
                <p>Das Pfandrecht ist das dingliche Recht, welches dem Gläubiger eingeräumt wird, aus einer
         Sache, wenn die Verbindlichkeit zur bestimmten Zeit nicht erfüllet wird, die Befriedigung
         zu erlangen. Die Sache, worauf dem Gläubiger dieses Recht zusteht, heißt überhaupt ein
         Pfand.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0448">
                <head>§. 448.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0064-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=524">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA252">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=448">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Arten des Pfandes.]</p>
                <p>Als Pfand kann jede Sache dienen, die im Verkehre steht. Ist sie beweglich, so wird sie
         Handpfand, oder ein Pfand in enger Bedeutung genannt; ist sie unbeweglich, so heißt sie
         eine Hypothek oder ein Grundpfand.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0449">
                <head>§. 449.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0064-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=525">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA253">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=449">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Titel des Pfandrechtes.]</p>
                <p>Das Pfandrecht beziehet sich zwar immer auf eine gültige Forderung, aber nicht jede
         Forderung gibt einen Titel zur Erwerbung des Pfandrechtes. Dieser gründet sich auf das
         Gesetz, auf einen richterlichen Ausspruch, auf einen Vertrag, oder den letzten Willen des
         Eigenthümers.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0450">
                <head>§. 451.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0065-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=525">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA255">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=451">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erwerbungsart des Pfandrechtes: a) durch körperliche Uebergabe; b) durch Einverleibung in die öffentlichen Bücher;]</p>
                <p>Die Fälle, in welchen das Gesetz jemanden das Pfandrecht einräumt, sind am gehörigen Orte
         dieses Gesetzbuches und bey dem Verfahren in Concurs-Fällen angegeben. In wie fern das
         Gericht ein Pfandrecht einräumen könne, bestimmt die Gerichtsordnung. Soll durch die
         Einwilligung des Schuldners oder eines Dritten, der seine Sache für ihn verhaftet, das
         Pfandrecht erworben werden; so dienen die Vorschriften von Verträgen und Vermächtnissen zur
         Richtschnur.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0451">
                <head>§. 451.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0065-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=525">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA255">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=451">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erwerbungsart des Pfandrechtes: a) durch körperliche Uebergabe; b) durch Einverleibung in die öffentlichen Bücher;]</p>
                <p>Um das Pfandrecht wirklich zu erwerben, muß der mit einem Titel versehene Gläubiger die
         verpfändete Sache, wenn sie beweglich ist, in Verwahrung nehmen, und, wenn sie unbeweglich
         ist, seine Forderung auf die zur Erwerbung des Eigenthumes liegender Güter vorgeschriebene
         Art einverleiben lassen. Der Titel allein gibt nur ein persönliches Recht zu der Sache,
         aber kein dingliches Recht auf die Sache.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0452">
                <head>§. 452.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0066-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=525">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA257">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=452">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: c) durch symbolische Uebergabe;]</p>

                <p>Bey Verpfändung derjenigen beweglichen Sachen, welche keine körperliche Uebergabe von
         Hand zu Hand zulassen, muß man sich, wie bey der Uebertragung des Eigenthumes (<ref target="#NA.0427">§. 427</ref>), solcher Zeichen bedienen, woraus jedermann die
         Verpfändung leicht erfahren kann. Wer diese Vorsicht unterläßt, haftet für die nachteiligen
         Folgen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0453">
                <head>§. 453.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0066-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=525">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA259">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=453">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: d) durch die Vormerkung.]</p>

                <p>Findet die Einverleibung einer Forderung in die öffentlichen Bücher wegen Mangels
         gesetzmäßiger Förmlichkeit in der Urkunde nicht Statt; so kann sich der Gläubiger vormerken
         (pränotiren) lassen. Durch diese Vormerkung erhält er ein bedingtes Pfandrecht, welches,
         wenn die Forderung auf die oben <ref
                    target="#NA.0438">§§. 438</ref> und <ref target="#NA.0439">439</ref> angeführte Art gerechtfertiget worden ist, von dem Zeitpuncte
         des nach gesetzlicher Ordnung eingereichten Vormerkungsgesuches in ein unbedingtes
         übergeht.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0454">
                <head>§. 454.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0067-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=525">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA262">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=454">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erwerbung eines Afterpfandes.]</p>
                <p>Der Pfandinhaber kann sein Pfand, in so weit er ein Recht darauf hat, einem Dritten
         wieder verpfänden, und in so fern wird es zum Afterpfande, wenn zugleich Letzterer sich
         dasselbe übergeben, oder die Afterverpfändung auf das Pfandrecht in die öffentlichen Bücher
         eintragen läßt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0455">
                <head>§. 455.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0067-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=525">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA264">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=455">RIS</ref>]</p>
                <p>Wird der Eigenthümer von der weiteren Verpfändung benachrichtiget; so kann er seine
         Schuld nur mit Willen dessen, der das Afterpfand hat, dem Gläubiger abführen, oder er muß
         sie gerichtlich hinterlegen, sonst bleibt das Pfand dem Inhaber des Afterpfandes
         verhaftet.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0456">
                <head>§. 456.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0067-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=526">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA265">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=456">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Verpfändung einer fremden Sache.]</p>

                <p>Wird eine fremde bewegliche Sache ohne Einwilligung des Eigenthümers verpfändet, so hat
         dieser in der Regel zwar das Recht, sie zurück zu fordern; aber in solchen Fällen, in
         welchen die Eigenthumsklage gegen einen redlichen Besitzer nicht Statt hat (<ref target="#NA.0367">§. 367</ref>), ist er verbunden, entweder den redlichen Pfandinhaber
         schadlos zu halten, oder das Pfand fahren zu lassen, und sich mit dem Ersatzrechte gegen
         den Verpfänder zu begnügen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0457">
                <head>§. 457.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0068-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=526">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA266">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=457">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Objectiver Umfang des Pfandrechtes.]</p>
                <p>Das Pfandrecht erstreckt sich auf alle zu dem freyen Eigenthume des Verpfänders gehörige
         Theile, auf Zuwachs und Zugehör des Pfandes, folglich auch auf die Früchte, in so lange sie
         noch nicht abgesondert oder bezogen sind. Wenn also ein Schuldner einem Gläubiger sein Gut,
         und einem Anderen später die Früchte desselben verpfändet; so ist die spätere Verpfändung
         nur in Rücksicht auf die schon abgesonderten und bezogenen Früchte wirksam.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0458">
                <head>§. 458.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0068-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=526">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA268">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=458">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Rechte und Verbindlichkeiten des Pfandgläubigers: a) bey Entdeckung eines unzureichenden Pfandes;]</p>
                <p>Wenn der Werth eines Pfandes durch Verschulden des Pfandgebers oder wegen eines erst
         offenbar gewordenen Mangels der Sache zur Bedeckung der Schuld nicht mehr zureichend
         gefunden wird; so ist der Gläubiger berechtiget, von dem Pfandgeber ein anderes
         angemessenes Pfand zu fordern. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0459">
                <head>§. 459.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0069-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=526">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA270">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=459">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) vor dem Verfalle;]</p>
                <p>Ohne Bewilligung des Pfandgebers darf der Gläubiger das Pfandstück nicht benützen; er muß
         es vielmehr genau bewahren, und, wenn es durch sein Verschulden in Verlust geräth, dafür
         haften. Geht es ohne sein Verschulden verloren, so verliert er deßwegen seine Forderung
         nicht.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0460">
                <head>§. 460.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0069-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=526">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA272">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=460">RIS</ref>]</p>
                <p>Hat der Gläubiger das Pfand weiter verpfändet; so haftet er selbst für einen solchen
         Zufall, wodurch das Pfand bey ihm nicht zu Grunde gegangen oder verschlimmert worden
         wäre.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0461">
                <head>§. 461.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0069-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=526">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA273">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=461">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: c) nach dem Verfalle der Forderung.]</p>
                <p>Wird der Pfandgläubiger nach Verlauf der bestimmten Zeit nicht befriediget; so ist er
         befugt, die Feilbiethung des Pfandes gerichtlich zu verlangen. Das Gericht hat dabey nach
         Vorschrift der Gerichtsordnung zu verfahren.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0462">
                <head>§. 462.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0069-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=526">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA274">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=462">RIS</ref>]</p>
                <p>Vor der Feilbiethung des Gutes ist jedem darauf eingetragenen Pfandgläubiger die
         Einlösung der Forderung, wegen welcher die Feilbiethung angesucht worden, zu gestatten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0463">
                <head>§. 463.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0070-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=526">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA276">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=463">RIS</ref>]</p>
                <p> Schuldner haben kein Recht, bey Versteigerung einer von ihnen verpfändeten Sache
         mitzubiethen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0464">
                <head>§. 464.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0070-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=526">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA276">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=464">RIS</ref>]</p>
                <p>Wird der Schuldbetrag aus dem Pfande nicht gelöset, so ersetzt der Schuldner das
         Fehlende; ihm fällt aber auch das zu, was über den Schuldbetrag gelöset wird.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0465">
                <head>§. 465.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0070-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=526">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA277">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=465">RIS</ref>]</p>
                <p>In wie fern ein Pfandgläubiger sich an sein Pfand zu halten schuldig; oder, auf ein
         anderes Vermögen seines Schuldners zu greifen berechtiget sey, bestimmt die
         Gerichtsordnung.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0466">
                <head>§. 466.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0070-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=527">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA278">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=466">RIS</ref>]</p>
                <p>Hat der Schuldner während der Verpfändungszeit das Eigenthum der verpfändeten Sache auf
         einen Anderen übertragen; so steht dem Gläubiger frey, erst sein persönliches Recht gegen
         den Schuldner, und dann seine volle Befriedigung an der verpfändeten Sache zu suchen. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0467">
                <head>§. 467.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0071-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=527">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA280">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=467">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erlöschung des Pfandrechtes.]</p>
                <p>Wenn die verpfändete Sache zerstört wird; wenn sich der Gläubiger seines Rechtes darauf
         gesetzmäßig begibt, oder, wenn er sie dem Schuldner ohne Vorbehalt zurückstellt, so
         erlischt zwar das Pfandrecht, aber die Schuldforderung besteht noch.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0468">
                <head>§. 468.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0071-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=527">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA281">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=468">RIS</ref>]</p>
                <p>Das Pfandrecht erlischt ferner mit der Zeit, auf welche es eingeschränkt war, folglich
         auch mit dem zeitlichen Rechte des Pfandgebers auf die verpfändete Sache, wenn anders
         dieser Umstand dem Gläubiger bekannt war, oder aus den öffentlichen Büchern bekannt seyn
         konnte.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0469">
                <head>§. 469.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0071-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=527">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA283">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=469">RIS</ref>]</p>
                <p>Durch Tilgung der Schuld hört das Pfandrecht auf. Der Pfandgeber ist aber die Schuld nur
         gegen dem zu tilgen verbunden, daß ihm das Pfand zugleich zurück gestellt werde. Zur
         Aufhebung einer Hypothek ist die Tilgung der Schuld allein nicht hinreichend. Ein
         Hypothekar-Gut bleibt so lange verhaftet, bis die Schuldurkunde aus den öffentlichen
         Büchern gelöscht ist. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0470">
                <head>§. 470.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0072-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=527">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA284">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=470">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Vom Vorzugsrechte der Pfandgläubiger.]</p>
                <p>Die Vorzugsrechte der Gläubiger bey dem Ausbruche eines Concurses bestimmt das Verfahren
         in Concurs-Fällen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0471">
                <head>§. 471.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0072-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=527">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA285">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=471">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Von dem Retentions-Rechte.]</p>
                <p>Weder der Pfandnehmer noch irgend ein anderer Inhaber einer fremden Sache ist nach
         Erlöschung des ihm eingeräumten Rechtes befugt, dieselbe aus dem Grunde einer Forderung
         zurück zu behalten. Er kann aber, wenn die in der Gerichtsordnung bestimmten Erfordernisse
         eintreten, und die Sache beweglich ist, sie in gerichtliche Verwahrung geben und mit
         Verboth belegen, oder, wenn sie unbeweglich ist, die Sequestration derselben ansuchen. </p>
              </div>
            </div>
            <div xml:id="NA.2.1.7">
              <head>Siebentes Hauptstück.<lb/> Von Dienstbarkeiten. (Servituten.)</head>
              <div xml:id="NA.0472">
                <head>§. 472.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0073-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=527">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA289">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=472">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Begriff des Rechtes der Dienstbarkeit.]</p>
                <p>Durch das Recht der Dienstbarkeit wird ein Eigenthümer verbunden, zum Vortheile eines
         Anderen in Rücksicht seiner Sache etwas zu dulden oder zu unterlassen. Es ist ein
         dingliches, gegen jeden Besitzer der dienstbaren Sache wirksames Recht.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0473">
                <head>§. 473.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0073-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=527">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA291">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=473">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Eintheilung der Dienstbarkeiten in Grunddienstbarkeiten und persönliche;]</p>
                <p>Wird das Recht der Dienstbarkeit mit dem Besitze eines Grundstückes zu dessen
         vorteilhafteren oder bequemeren Benützung verknüpft; so entsteht eine Grunddienstbarkeit;
         außer dem ist die Dienstbarkeit persönlich.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0474">
                <head>§. 474.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0073-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=528">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA293">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=474">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: in Feld- und Haus-Servituten.]</p>
                <p>Grunddienstbarkeiten setzen zwey Grundbesitzer voraus, deren Einem als Verpflichteten das
         dienstbare; dem Anderen als Berechtigten das herrschende Gut gehört. Das herrschende
         Grundstück ist entweder zur Landwirthschaft oder zu einem anderen Gebrauche bestimmt; daher
         unterscheidet man auch die Feld- und Haus-Servituten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0475">
                <head>§. 475.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0074-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=528">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA294">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=475">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Gewöhnlichere Arten: a) der Haus-Servituten;]</p>
                <p>Die Haus-Servituten sind gewöhnlich: <list>
                    <item>1) Das Recht, eine Last seines Gebäudes auf ein fremdes Gebäude zu setzen;</item>
                    <item>2) Einen Balken oder Sparren in eine fremde Wand einzufügen;</item>
                    <item>3) Ein Fenster in der fremden Wand zu öffnen; es sey des Lichtes oder der Aussicht
           wegen;</item>
                    <item>4) Ein Dach oder einen Aerker über des Nachbars Luftraum zu bauen;</item>
                    <item>5) Den Rauch durch des Nachbars Schorstein zu führen;</item>
                    <item>6) Die Dachtraufe auf fremden Grund zu leiten;</item>
                    <item>7) Flüssigkeiten auf des Nachbars Grund zu gießen oder durchzuführen.</item>
                  </list> Durch diese und ähnliche Haus-Servituten wird ein Hausbesitzer befugt, etwas auf
         dem Grunde seines Nachbars vorzunehmen, was dieser dulden muß.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0476">
                <head>§. 476.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0075-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=528">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA295">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=476">RIS</ref>]</p>
                <p>Durch andere Haus-Servituten wird der Besitzer des dienstbaren Grundes verpflichtet,
         etwas zu unterlassen, was ihm sonst zu thun frey stand. Dergleichen sind: <list>
                    <item>8) Sein Haus nicht zu erhöhen;</item>
                    <item>9) Es nicht niedriger zu machen;</item>
                    <item>10) Dem herrschenden Gebäude Licht und Luft;</item>
                    <item>11) Oder Aussicht nicht zu benehmen;</item>
                    <item>12) Die Dachtraufe seines Hauses von dem Grunde des Nachbars, dem sie zur
           Bewässerung seines Gartens oder zur Füllung seiner Cisterne, oder auf eine andere Art
           nützlich seyn kann, nicht abzuleiten.</item>
                  </list>
                </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0477">
                <head>§. 477.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0075-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=528">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA296">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=477">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) der Feld-Servituten;]</p>
                <p>Die vorzüglichen Feld-Servituten sind: <list>
                    <item>1) Das Recht, einen Fußsteig, Viehtrieb oder Fahrweg auf fremdem Grunde und Boden zu
           halten;</item>
                    <item>2) Das Wasser zu schöpfen, das Vieh zu tränken, das Wasser ab- und
           herzuleiten;</item>
                    <item>3) Das Vieh zu hüthen und zu weiden; </item>
                    <item>4) Holz zu fällen, verdorrte Aeste und Reiser zu sammeln, Eicheln zu lesen, Laub zu
           rechen;</item>
                    <item>5) Zu jagen, zu fischen, Vögel zu fangen;</item>
                    <item>6) Steine zu brechen, Sand zu graben, Kalk zu brennen.</item>
                  </list>
                </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0478">
                <head>§. 478.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0076-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=528">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA297">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=478">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Arten der persönlichen Dienstbarkeiten.]</p>
                <p>Die persönlichen Servituten sind: der nöthige Gebrauch einer Sache; die Fruchtnießung;
         und die Wohnung.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0479">
                <head>§. 479.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0076-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=529">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA298">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=479">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Unregelmäßige und Schein-Servituten.]</p>
                <p>Es können aber auch Dienstbarkeiten, welche an sich Grunddienstbarkeiten sind, der Person
         allein; oder, es können Begünstigungen, die ordentlicher Weise Servituten sind, nur bloß
         auf Widerrufen zugestanden werden. Die Abweichungen von der Natur einer Servitut werden
         jedoch nicht vermuthet; wer sie behauptet, dem liegt der Beweis ob.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0480">
                <head>§. 480.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0076-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=529">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA300">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=480">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erwerbung des Rechtes der Dienstbarkeit. Titel zur Erwerbung.]</p>
                <p>Der Titel zu einer Servitut ist auf einem Vertrage; auf einer letzten Willenserklärung;
         auf einem bey der Theilung gemeinschaftlicher Grundstücke erfolgten Rechtsspruche; oder
         endlich, auf Verjährung gegründet.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0481">
                <head>§. 481.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0077-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=529">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA301">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=481">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erwerbungsart.]</p>

                <p>Das dingliche Recht der Dienstbarkeit kann auf unbewegliche Sachen und überhaupt auf
         solche Gegenstände, die in öffentlichen Büchern eingetragen sind, nur durch die Eintragung
         in dieselben erworben werden; auf andere Sachen aber erlangt man es durch die oben (<ref
                    target="#NA.0426">§§. 426</ref> — <ref target="#NA.0428">428</ref>) angegebenen Arten der
         Uebergabe.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0482">
                <head>§. 482.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0077-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=529">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA303">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=482">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Rechtsverhältniß bey den Dienstbarkeiten. Allgemeine Vorschriften über das Recht der Dienstbarkeit.]</p>
                <p>Alle Servituten kommen darin überein, daß der Besitzer der dienstbaren Sache in der Regel
         nicht verbunden ist, etwas zu thun, sondern nur einem Anderen die Ausübung eines Rechtes zu
         gestatten, oder das zu unterlassen, was er als Eigenthümer sonst zu thun berechtiget
         wäre.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0483">
                <head>§. 483.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0077-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=529">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA304">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=483">RIS</ref>]</p>
                <p>Daher muß auch der Aufwand zur Erhaltung und Herstellung der Sache, welche zur
         Dienstbarkeit bestimmt ist, in der Regel von dem Berechtigten getragen werden. Wenn aber
         diese Sache auch von dem Verpflichteten benützt wird; so muß er verhältnißmäßig zu dem
         Aufwands beytragen, und nur durch die Abtretung derselben an den Berechtigten kann er sich,
         auch ohne dessen Beystimmung, von dem Beytrage befreyen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0484">
                <head>§. 484.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0078-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=529">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA305">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=484">RIS</ref>]</p>
                <p>Der Besitzer des herrschenden Gutes kann zwar sein Recht auf die ihm gefällige Art
         ausüben; doch dürfen Servituten nicht erweitert, sie müssen vielmehr, in so weit es ihre
         Natur und der Zweck der Bestellung gestattet, eingeschränkt werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0485">
                <head>§. 485.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0078-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=529">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA307">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=485">RIS</ref>]</p>
                <p> Keine Servitut läßt sich eigenmächtig von der dienstbaren Sache absondern, noch auf eine
         andere Sache oder Person übertragen. Auch wird jede Servitut in so fern für untheilbar
         gehalten, als das auf dem Grundstücke haftende Recht durch Vergrößerung, Verkleinerung oder
         Zerstückung desselben weder verändert noch getheilt werden kann.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0486">
                <head>§. 486.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0078-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=529">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA309">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=486">RIS</ref>]</p>
                <p> Ein Grundstück kann mehreren Personen zugleich dienstbar seyn, wenn anders die älteren
         Rechte eines Dritten nicht darunter leiden. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0487">
                <head>§. 487.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0079-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=529">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA310">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=487">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Anwendung auf die Grunddienstbarkeiten; ins besondere auf das Recht, eine Last, einen Balken auf fremdem Gebäude zu haben, oder den Rauch durchzuführen.]</p>
                <p>Nach den hier aufgestellten Grundsätzen sind die Rechtsverhältnisse bey den besonderen
         Arten der Servituten zu bestimmen. Wer also die Last des benachbarten Gebäudes zu tragen;
         die Einfügung des fremden Balkens an seiner Wand; oder, den Durchzug des fremden Rauches in
         seinem Schorsteine zu dulden hat; der muß verhältnißmäßig zur Erhaltung der dazu bestimmten
         Mauer, Säule, Wand oder des Schorsteines beytragen. Es kann ihm aber nicht zugemuthet
         werden, daß er das herrschende Gut unterstützen oder den Schorstein des Nachbars ausbessern
         lasse.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0488">
                <head>§. 488.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0079-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=530">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA311">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=488">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Fensterrecht.]</p>
                <p> Das Fensterrecht gibt nur auf Licht und Luft Anspruch; die Aussicht muß besonders
         bewilliget werden. Wer kein Recht zur Aussicht hat, kann angehalten werden, das Fenster zu
         vergittern. Mit dem Fensterrechte ist die Schuldigkeit verbunden, die Oeffnung zu
         verwahren; wer diese Verwahrung vernachlässiget, haftet für den daraus entstehenden
         Schaden. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0489">
                <head>§. 489.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0080-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=530">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA313">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=489">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Recht der Dachtraufe.]</p>
                <p>Wer das Recht der Dachtraufe besitzt, kann das Regenwasser auf das fremde Dach frey oder
         durch Rinnen abfließen lassen; er kann auch sein Dach erhöhen; doch muß er solche
         Vorkehrungen treffen, daß dadurch die Dienstbarkeit nicht lästiger werde. Eben so muß er
         häufig gefallenen Schnee zeitig hinweg räumen, wie auch die zum Abflusse bestimmten Rinnen
         unterhalten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0490">
                <head>§. 490.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0080-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=530">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA313">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=490">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Recht der Ableitung des Regenwassers.]</p>
                <p> Wer das Recht hat, das Regenwasser von dem benachbarten Dache auf seinen Grund zu
         leiten, hat die Obliegenheit, für Rinnen, Wasserkästen und andere dazu gehörige Anstalten
         die Auslagen allein zu bestreiten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0491">
                <head>§. 491.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0080-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=530">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA313">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=491">RIS</ref>]</p>
                <p>Erfordern die abzuführenden Flüssigkeiten Gräben und Canäle; so muß sie der Eigenthümer
         des herrschenden Grundes errichten; er muß sie auch ordentlich decken und reinigen, und
         dadurch die Last des dienstbaren Grundes erleichtern.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0492">
                <head>§. 492.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0080-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=530">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA315">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=492">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Recht des Fußsteiges, Viehtriebes und Fahrweges.]</p>
                <p>Das Recht des Fußsteiges begreift das Recht in sich, auf diesem Steige zu gehen, sich von
         Menschen tragen, oder andere Menschen zu sich kommen zu lassen. Mit dem Viehtriebe ist das
         Recht, einen Schiebkarren zu gebrauchen; und mit dem Fahrwege das Recht, Mit Einem oder
         mehreren Zügen zu fahren, verbunden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0493">
                <head>§. 493.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0081-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=530">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA316">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=493">RIS</ref>]</p>
                <p> Hingegen kann, ohne besondere Bewilligung, das Recht zu gehen, nicht auf das Recht, zu
         reiten, oder sich durch Thiere tragen zu lassen; weder das Recht des Viehtriebes auf das
         Recht, schwere Lasten über den dienstbaren Grund zu schleifen; noch das Recht zu fahren,
         auf das Recht, freygelassenes Vieh darüber zu treiben, ausgedehnet werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0494">
                <head>§. 494.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0081-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=530">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA317">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=494">RIS</ref>]</p>
                <p>Zur Erhaltung des Weges, der Brücken und Stege tragen verhältnißmäßig alle Personen oder
         Grundbesitzer, denen der Gebrauch derselben zusteht, folglich auch der Besitzer des
         dienstbaren Grundes, so weit bey, als er davon Nutzen zieht.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0495">
                <head>§. 495.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0081-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=530">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA318">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=495">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Raum hierzu.]</p>
                <p>Der Raum für diese drey Servituten muß dem nöthigen Gebrauche und den Umständen des Ortes
         angemessen seyn. Werden Wege und Steige durch Ueberschwemmung oder durch einen anderen
         Zufall unbrauchbar; so muß, bis zu der Herstellung in den vorigen Stand, wenn nicht schon
         die politische Behörde eine Vorkehrung getroffen hat, ein neuer Raum angewiesen werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0496">
                <head>§. 496.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0082-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=531">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA319">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=496">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Recht, Wasser zu schöpfen.]</p>
                <p>Mit dem Rechte, fremdes Wasser zu schöpfen, wird auch der Zugang zu demselben
         gestattet.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0497">
                <head>§. 497.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0082-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=531">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA320">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=497">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Recht der Wasserleitung]</p>
                <p>Wer das Recht hat,, Wasser von fremdem Grunde auf den seinigen; oder, von seinem Grunde
         auf fremden zu leiten, ist auch berechtiget, die dazu nöthigen Röhren, Rinnen und Schleußen
         auf eigene Kosten anzulegen. Das nicht zu überschreitende Maß dieser Anlagen wird durch das
         Bedürfniß des herrschenden Grundes festgesetzt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0498">
                <head>§. 498.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0082-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=531">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA321">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=498">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Weiderecht.]</p>
                <p>Ist bey Erwerbung des Weiderechtes die Gattung und die Anzahl des Triebviehes; ; ferner,
         die Zeit und das Maß des Genusses nicht bestimmt worden; so ist der ruhige dreyßigjährige
         Besitz zu schützen. In zweifelhaften Fällen dienen folgende Vorschriften zur
         Richtschnur.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0499">
                <head>§. 499.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0083-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=531">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA322">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=499">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Gesetzliche Bestimmung: a) über die Gattung des Triebviehes;]</p>
                <p>Das Weiderecht erstrecket sich, in so weit die politischen und im Forstwesen gegebenen
         Verordnungen nicht entgegen stehen, auf jede Gattung von Zug-, Rind- und Schafvieh, aber
         nicht auf Schweine und Federvieh; eben so wenig in waldigen Gegenden auf Ziegen. Unreines,
         ungesundes und fremdes Vieh ist stets von der Weide ausgeschlossen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0500">
                <head>§. 500.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0083-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=531">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA323">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=500">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) dessen Anzahl;]</p>
                <p>Hat die Anzahl des Triebviehes während der letzten dreyßig Jahre abgewechselt; so muß aus
         dem Triebe der drey ersten Jahre die Mittelzahl angenommen werden. Erhellet auch diese
         nicht; so ist theils auf den Umfang, theils auf die Beschaffenheit der Weide billige
         Rücksicht zu nehmen, und dem Berechtigten wenigstens nicht gestattet, daß er mehr Vieh auf
         der fremden Weide halte, als er mit dem auf dem herrschenden Grunde erzeugten Futter
         durchwintern kann. Säugevieh wird nicht zur bestimmten Anzahl gerechnet.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0501">
                <head>§. 501.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0084-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=531">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA325">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=501">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: c) Triftzeit;]</p>
                <p>Die Triftzeit wird zwar überhaupt durch den in jeder Feldmarke eingeführten
         unangefochtenen Gebrauch bestimmt; allein in keinem Falle darf der vermöge politischer
         Bestimmungen geordnete Wirthschaftsbetrieb durch die Behüthung verhindert oder erschweret
         werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0502">
                <head>§. 502.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0084-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=531">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA326">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=502">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: d) Maß des Genusses.]</p>
                <p>Der Genuß des Weiderechtes erstreckt sich auf keine andere Benutzung. Der Berechtigte
         darf weder Gras mähen; noch in der Regel den Eigenthümer des Grundstückes von der Mitweide
         ausschließen, am wenigsten aber die Substanz der Weide verletzen. Wenn ein Schade zu
         befürchten ist, muß er sein Vieh von einem Hirten hüthen lassen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0503">
                <head>§. 503.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0084-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=531">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA328">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=503">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Anwendung dieser Bestimmungen auf andere Servituten.]</p>
                <p>Was bisher in Rücksicht auf das Weiderecht vorgeschrieben worden, ist verhältnißmäßig
         auch auf die Rechte des Thierfanges, des Holzschlages, des Steinbrechens und die übrigen
         Servituten anzuwenden. Glaubt jemand diese Rechte auf das Miteigenthum gründen zu können;
         so sind die darüber entstehenden Streitigkeiten nach den in dem Hauptstücke von der
         Gemeinschaft des Eigenthumes enthaltenen Grundsätzen zu entscheiden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0504">
                <head>§. 504.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0085-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=532">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA329">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=504">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Persönliche Dienstbarkeiten; ins besondere: 1) das Recht des Gebrauches;]</p>
                <p>Die Ausübung persönlicher Servituten wird, wenn nichts Anderes verabredet worden ist,
         nach folgenden Grundsätzen bestimmt: Die Servitut des Gebrauches besteht darin, daß jemand
         befugt ist, eine fremde Sache, ohne Verletzung der Substanz, bloß zu seinem Bedürfnisse zu
         benützen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0505">
                <head>§. 505.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0085-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=532">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA332">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=505">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Bestimmung in Rücksicht der Nutzungen;]</p>
                <p>Wer also das Gebrauchsrecht einer Sache hat, der darf, ohne Rücksicht auf sein übriges
         Vermögen, den seinem Stande, seinem Gewerbe und seinem Hauswesen angemessenen Nutzen davon
         ziehen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0506">
                <head>§. 506.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0085-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=532">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA333">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=506">RIS</ref>]</p>
                <p>Das Bedürfniß ist nach dem Zeitpuncte der Bewilligung des Gebrauches zu bestimmen.
         Nachfolgende Veränderungen in dem Stande oder Gewerbe des Berechtigten geben keinen
         Anspruch auf einen ausgedehnteren Gebrauch.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0507">
                <head>§. 507.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0086-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=532">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA334">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=507">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: der Substanz;]</p>
                <p>Der Berechtigte darf die Substanz der ihm zum Gebrauche bewilligten Sache nicht
         verändern; er darf auch das Recht an keinen Anderen übertragen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0508">
                <head>§. 508.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0086-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=532">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA335">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=508">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: und der Lasten;]</p>
                <p> Alle Benützungen, die sich ohne Störung des Gebrauchsberechtigten aus der Sache schöpfen
         lassen, kommen dem Eigenthümer zu Statten. Dieser ist aber verbunden, alle ordentliche und
         außerordentliche, auf der Sache haftende Lasten zu tragen, und sie auf seine Kosten in
         gutem Stande zu erhalten. Nur wenn die Kosten denjenigen Nutzen übersteigen, der dem
         Eigenthümer übrig bleibt, muß der Berechtigte den Ueberschuß tragen, oder vom Gebrauche
         abstehen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0509">
                <head>§. 509.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0086-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=532">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA338">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=509">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 2) der Fruchtnießung.]</p>
                <p> Die Fruchtnießung ist das Recht, eine fremde Sache, mit Schonung der Substanz, ohne alle
         Einschränkung zu genießen. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0510">
                <head>§. 510.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0087-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=532">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA338">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=510">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: In wie fern sie sich auf verbrauchbare Sachen erstrecken könne.]</p>
                <p>Verbrauchbare Sachen sind an sich selbst kein Gegenstand des Gebrauches oder der
         Fruchtnießung, sondern nur ihr Werth. Mit dem baren Gelde kann der Berechtigte nach
         Belieben verfügen. Wird aber ein bereits anliegendes Capital zum Fruchtgenusse oder
         Gebrauche bewilliget; so kann der Berechtigte nur die Zinsen fordern.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0511">
                <head>§. 511.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0087-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=532">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA340">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=511">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Rechte und Verbindlichkeiten des Fruchtnießers.]</p>
                <p>Der Fruchtnießer hat ein Recht auf den vollen, sowohl gewöhnlichen als ungewöhnlichen
         Ertrag; ihm gehört daher auch die mit Beobachtung der bestehenden Bergwerksordnung
         erhaltene reine Ausbeute von Bergwerksantheilen und das forstmäßig geschlagene Holz. Auf
         einen Schatz, welcher in dem zur Fruchtnießung bestimmten Grunde gefunden wird, hat er
         keinen Anspruch. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0512">
                <head>§. 512.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0087-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=532">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA343">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=512">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Insbesondere a) in Rücksicht der auf der Sache haftenden Lasten;]</p>
                <p>Als ein reiner Ertrag kann aber nur das angesehen werden, was nach Abzug aller nöthigen
         Auslagen übrig bleibt. Der Fruchtnießer übernimmt also alle Lasten, welche zur Zeit der
         bewilligten Fruchtnießung mit der dienstbaren Sache verbunden waren, mithin auch die Zinsen
         der darauf eingetragenen Capitalien. Auf ihn fallen alle ordentliche und außerordentliche,
         von der Sache zu leistende Schuldigkeiten, in so fern sie aus den während der Dauer der
         Fruchtnießung gezogenen Nutzungen bestritten werden können; er trägt auch die Kosten, ohne
         welche die Früchte nicht erzielet werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0513">
                <head>§. 513.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0088-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=533">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA346">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=513">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) der Erhaltung der Sache;]</p>
                <p>Der Fruchtnießer ist verbunden, die dienstbare Sache als ein guter Haushälter in dem
         Stande, in welchem er sie übernommen hat, zu erhalten, und aus dem Ertrage die
         Ausbesserungen, Ergänzungen und Herstellungen zu besorgen. Wird dessen ungeachtet der Werth
         der dienstbaren Sache bloß durch den rechtmäßigen Genuß ohne Verschulden des FruchtnießerS
         verringert; so ist er dafür nicht verantwortlich.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0514">
                <head>§. 514.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0088-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=533">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA349">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=514">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: c) der Bauführungen;]</p>
                <p>Wenn der Eigenthümer Bauführungen, die durch das Alter des Gebäudes, oder durch einen
         Zufall nothwendig gemacht werden, auf Anzeige des Fruchtnießers auf seine Kosten besorgt;
         ist ihm der Fruchtnießer, nach Maß der dadurch verbesserten Fruchtnießung, die Zinsen des
         verwendeten Capitals zu vergüten schuldig.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0515">
                <head>§. 515.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0089-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=533">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA351">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=515">RIS</ref>]</p>
                <p>Kann oder will der Eigenthümer dazu sich nicht verstehen; so ist der Fruchtnießer
         berechtigt, entweder den Bau zu führen, und nach geendigter Fruchtnießung, gleich einem
         redlichen Besitzer, den Ersatz zu fordern; oder, für die durch Unterbleibung des Baues
         vermißte Fruchtnießung, eine angemessene Vergütung zu verlangen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0516">
                <head>§. 516.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0089-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=533">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA352">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=516">RIS</ref>]</p>
                <p>Bauführungen, welche nicht nothwendig, obgleich sonst zur Vermehrung des Ertrages
         gedeihlich sind, ist der Fruchtnießer nicht verbunden, ohne vollständige Entschädigung zu
         gestatten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0517">
                <head>§. 517.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0089-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=533">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA353">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=517">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: d) der Meliorations-Kosten.]</p>
                <p>Was der Fruchtnießer ohne Einwilligung des Eigenthümers zur Vermehrung fortdauernder
         Nutzungen verwendet hat, kann er zurücknehmen; eine Vergütung der aus der Verbesserung noch
         bestehenden Nutzungen aber kann er nur fordern, in so fern sie ein Geschäftsführer ohne
         Auftrag zu fordern berechtigt ist.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0518">
                <head>§. 518.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0090-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=533">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA354">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=518">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Beweismittel darüber.]</p>
                <p>Zur Erleichterung des Beweises der gegenseitigen Forderungen sollen der Eigenthümer und
         der Fruchtnießer eine beglaubte Beschreibung aller dienstbaren Sachen aufnehmen lassen. Ist
         sie unterlassen worden; so wird vermuthet, daß der Fruchtnießer die Sache sammt allen zur
         ordentlichen Benützung derselben erforderlichen Stücken in brauchbarem Zustande von
         mittlerer Beschaffenheit erhalten habe.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0519">
                <head>§. 519.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0090-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=533">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA356">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=519">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Zutheilung der Nutzungen bey Erlöschung der Fruchtnießung.]</p>
                <p>Nach geendigter Fruchtnießung gehören die noch stehenden Früchte dem Eigenthümer; doch
         muß er die auf deren Erzielung verwendeten Kosten dem Fruchtnießer oder dessen Erben,
         gleich einem redlichen Besitzer, ersetzen. Auf andere Nutzungen haben der Fruchtnießer oder
         dessen Erben den Anspruch nach Maß der Dauer der Fruchtnießung.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0520">
                <head>§. 520.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0090-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=534">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA358">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=520">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: In wie fern der Gebrauchsberechtigte oder der Fruchtnießer zur Sicherstellung verbunden sey.]</p>
                <p>In der Regel kann der Eigenthümer von dem Gebrauchsberechtigten oder Fruchtnießer nur bey
         einer sich äußernden Gefahr die Sicherstellung der Substanz verlangen. Wird sie nicht
         geleistet; so soll die Sache entweder dem Eigenthümer gegen eine billige Abfindung
         überlassen, oder nach Umständen in gerichtliche Verwaltung gegeben werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0521">
                <head>§. 521.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0091-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=534">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA360">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=521">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Dienstbarkeit der Wohnung.]</p>
                <p>Die Servitut der Wohnung ist das Recht, die bewohnbaren Theile eines Hauses zu seinem
         Bedürfnisse zu benützen. Sie ist also eine Servitut des Gebrauches von dem Wohngebäude.
         Werden aber jemanden alle bewohnbare Theile des Hauses, mit Schonung der Substanz, ohne
         Einschränkung zu genießen überlassen; so ist es eine Fruchtnießung des Wohngebäudes.
         Hiernach sind die oben gegebenen Vorschriften auf das rechtliche Verhältniß zwischen dem
         Berechtigten und dem Eigenthümer anzuwenden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0522">
                <head>§. 522.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0091-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=534">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA361">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=522">RIS</ref>]</p>
                <p>In jedem Falle behält der Eigenthümer das Recht, über alle Theile des Hauses, die nicht
         zur eigentlichen Wohnung gehören, zu verfügen; auch darf ihm die nöthige Aufsicht über sein
         Haus nicht erschweret werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0523">
                <head>§. 523.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0092-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=534">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA364">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=523">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Klagerecht in Rücksicht der Servituten.]</p>
                <p>In Ansehung der Servituten findet ein doppeltes Klagerecht Statt. Man kann gegen den
         Eigenthümer das Recht der Servitut behaupten; oder der Eigenthümer kann sich über die
         Anmaßung einer Servitut beschweren. Im ersten Falle muß der Kläger die Erwerbung der
         Servitut, oder wenigstens den Besitz derselben als eines dinglichen Rechtes, im zweyten
         Falle muß er die Anmaßung der Servitut in seiner Sache beweisen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0524">
                <head>§. 524.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0092-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=534">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA367">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=524">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erlöschung der Dienstbarkeiten. Im Allgemeinen.]</p>
                <p>Die Servituten erlöschen im Allgemeinen auf diejenigen Arten, wodurch, nach dritten und
         vierten Hauptstücke des dritten Theiles, Rechte und Verbindlichkeiten überhaupt aufgehoben
         werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0525">
                <head>§. 525.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0092-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=534">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA368">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=525">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Besondere Anordnung bey deren Erlöschung: a) durch den Untergang des dienstbaren oder herrschenden Grundes.]</p>
                <p>Der Untergang des dienstbaren oder des herrschenden Grundes stellt zwar die Dienstbarkeit
         ein; sobald aber der Grund oder das Gebäude wieder in den vorigen Stand gesetzt ist, erhält
         die Servitut wieder ihre vorige Kraft. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0526">
                <head>§. 526.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0093-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=534">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA370">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=526">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) durch Vereinigung;]</p>
                <p>Wenn das Eigenthum des dienstbaren und des herrschenden Grundes in Einer Person
         vereiniget wird, hört die Dienstbarkeit von selbst auf. Wird aber in der Folge Einer dieser
         vereinigten Gründe wieder veräußert, ohne daß inzwischen in den öffentlichen Büchern die
         Dienstbarkeit gelöschet worden; so ist der neue Besitzer des herrschenden Grundes befugt,
         die Servitut auszuüben.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0527">
                <head>§. 527.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0093-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=534">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA371">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=527">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: c) durch Zeitverlauf.]</p>
                <p>Hat das bloß zeitliche Recht desjenigen, der die Servitut bestellt hat, oder die Zeit,
         auf welche sie beschränkt worden ist, dem Servituts-Inhaber aus öffentlichen Büchern, oder
         auf eine andere Art bekannt seyn können; so hört nach Verlauf dieser Zeit die Servitut von
         selbst auf.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0528">
                <head>§. 528.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0093-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=534">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA372">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=528">RIS</ref>]</p>
                <p>Eine Servitut, welche jemanden bis zur Zeit, da ein Dritter ein bestimmtes Alter
         erreicht, verliehen wird, erlischt erst zu der bestimmten Zeit, obschon der Dritte vor
         diesem Alter verstorben ist. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0529">
                <head>§. 529.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0094-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=535">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA373">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=529">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erlöschung der persönlichen Servituten insbesondere.]</p>
                <p>Persönliche Servituten hören mit dem Tode auf. Werden sie ausdrücklich auf die Erben
         ausgedehnt; so sind im Zweifel nur die ersten gesetzlichen Erben darunter verstanden. Das
         einer Familie verliehene Recht aber geht auf alle Mitglieder derselben über. Die von einer
         Gemeinde oder einer anderen moralischen Person erworbene persönliche Servitut dauert so
         lange, als die moralische Person besteht.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0530">
                <head>§. 530.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0094-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=535">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=2HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA374">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=530">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Unanwendbarkeit auf beständige Renten.]</p>
                <p>Beständige jährliche Renten sind keine persönliche Servitut, und können also ihrer Natur
         nach auf alle Nachfolger übertragen werden.</p>
              </div>
            </div>
            <div xml:id="NA.2.1.8">
              <head>Achtes Hauptstück.<lb/> Von dem Erbrechte.</head>
              <div xml:id="NA.0531">
                <head>§. 531.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0095-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=535">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA379">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=531">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Verlassenschaft.]</p>
                <p>Inbegriff der Rechte und Verbindlichkeiten eines Verstorbenen, in so fern sie nicht in
         bloß persönlichen Verhältnissen gegründet sind, heißt desselben Verlassenschaft oder
         Nachlaß.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0532">
                <head>§. 532.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0095-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=535">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA380">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=532">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erbrecht und Erbschaft.]</p>
                <p>Das ausschließende Recht, die ganze Verlassenschaft, oder einen in Beziehung auf das
         Ganze bestimmten Theil derselben (z. B. die Hälfte, ein Drittheil) in Besitz zu nehmen,
         heißt Erbrecht. Es ist ein dingliches Recht, welches gegen einen jeden, der sich der
         Verlassenschaft anmaßen will, wirksam ist. Derjenige, dem das Erbrecht gebührt, wird Erbe,
         und die Verlassenschaft, in Beziehung auf den Erben, Erbschaft genannt. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0533">
                <head>§. 533.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0096-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=535">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA382">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=533">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Titel zu dem Erbrechte.]</p>

                <p>Das Erbrecht gründet sich auf den nach gesetzlicher Vorschrift erklärten Willen des
         Erblassers; auf einen nach dem Gesetze zulässigen Erbvertrag (<ref target="#NA.0602">§.
          602</ref>), oder auf das Gesetz.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0534">
                <head>§. 534.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0096-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=535">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA384">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=534">RIS</ref>]</p>
                <p>Die erwähnten drey Arten des Erbrechtes können auch neben einander bestehen, so, daß
         einem Erben ein in Beziehung auf das Ganze bestimmter Theil aus dem letzten Willen, dem
         anderen aus dem Vertrage, und einem Dritten aus dem Gesetze gebührt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0535">
                <head>§. 535.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0096-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=535">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA387">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=535">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Unterschied zwischen Erbschaft und Vermächtniß.]</p>
                <p>Wird jemanden kein solcher Erbtheil, der sich auf den ganzen Nachlaß bezieht, sondern nur
         eine einzelne Sache, Eine oder mehrere Sachen von gewisser Gattung; eine Summe; oder ein
         Recht zugedacht; so heißt das Zugedachte, obschon dessen Werth den größten Theil der
         Verlassenschaft ausmacht, ein Vermächtniß (Legat), und derjenige, dem es hinterlassen
         worden, ist nicht als ein Erbe, sondern nur als ein Vermächtnißnehmer (Legatar) zu
         betrachten. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0536">
                <head>§. 536.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0097-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=535">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA388">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=536">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Zeitpunct des Erbanfalles.]</p>
                <p>Das Erbrecht tritt erst nach dem Tode des Erblassers ein. Stirbt ein vermeintlicher Erbe
         vor dem Erblasser; so hat er das noch nicht erlangte Erbrecht auch nicht auf seine Erben
         übertragen können.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0537">
                <head>§. 537.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0097-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=536">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA389">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=537">RIS</ref>]</p>
                <p>Hat der Erbe den Erblasser überlebt; so geht das Erbrecht auch vor Uebernahme der
         Erbschaft, wie andere frey vererbliche Rechte, auf seine Erben über, wenn es anders durch
         Entsagung, oder auf eine andere Art noch nicht erloschen war.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0538">
                <head>§. 538.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0097-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=536">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA392">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=538">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Fähigkeit zu erben.]</p>
                <p>Wer ein Vermögen zu erwerben berechtigt ist, kann in der Regel auch erben. Hat jemand dem
         Rechte, etwas zu erwerben, überhaupt entsagt, oder auf eine bestimmte Erbschaft gültig
         Verzicht gethan; so ist er dadurch des Erbrechtes überhaupt, oder des Rechtes auf eine
         bestimmte Erbschaft verlustig geworden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0539">
                <head>§. 539.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0097-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=536">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA395">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=539">RIS</ref>]</p>
                <p>In wie fern geistliche Gemeinden oder deren Glieder erbfähig sind, bestimmen die
         politischen Vorschriften. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0540">
                <head>§. 540.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0098-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=536">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA395">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=540">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Ursachen der Unfähigkeit.]</p>
                <p>Wer den Erblasser, dessen Kinder, Aeltern oder Gatten, aus bösem Vorsatze an Ehre, Leib
         oder Vermögen auf solche Art verletzt, oder zu verletzen gesucht hat, daß gegen ihn von
         Amts wegen, oder auf Verlangen des Verletzten nach den Strafgesetzen verfahren werden kann;
         der ist so lange des Erbrechtes unwürdig, als sich aus den Umständen nicht entnehmen läßt,
         daß ihm der Erblasser vergeben habe.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0541">
                <head>§. 541.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0098-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=536">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA397">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=541">RIS</ref>]</p>
                <p>Die Nachkommen desjenigen, welcher sich des Erbrechtes unwürdig gemacht hat, sind, wenn
         Letzterer vor dem Erblasser verstorben ist, von dem Erbrechte nicht ausgeschlossen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0542">
                <head>§. 542.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0098-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=536">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA398">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=542">RIS</ref>]</p>
                <p>Wer den Erblasser zur Erklärung des letzten Willens gezwungen, oder betrüglicher Weise
         verleitet, an der Erklärung oder Abänderung des letzten Willens gehindert, oder einen von
         ihm bereits errichteten letzten Willen unterdrückt hat, ist von dem Erbrechte
         ausgeschlossen, und bleibt für allen einem Dritten dadurch zugefügten Schaden
         verantwortlich. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0543">
                <head>§. 543.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0099-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=536">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA401">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=543">RIS</ref>]</p>
                <p>Personen, welche des Ehebruches, oder der Blutschande gerichtlich geständig, oder
         überwiesen sind, werden unter sich von dem Erbrechte aus einer Erklärung des letzten
         Willens ausgeschlossen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0544">
                <head>§. 544.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0099-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=536">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA401">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=544">RIS</ref>]</p>
                <p>In wie fern Landeseingeborne, die ihr Vaterland, oder die Kriegsdienste ohne ordentliche
         Erlaubniß verlassen haben, des Erbrechtes verlustig werden, bestimmen die politischen
         Verordnungen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0545">
                <head>§. 545.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0099-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=536">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA402">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=545">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Nach welchem Zeitpuncte die Fähigkeit zu beurtheilen.]</p>

                <p>Die Erbfähigkeit kann nur nach dem Zeitpuncte des wirklichen Erbanfalles bestimmet
         werden. Dieser Zeitpunct ist in der Regel der Tod des Erblassers (<ref target="#NA.0703">§.
          703</ref>).</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0546">
                <head>§. 546.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0099-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=536">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA402">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=546">RIS</ref>]</p>
                <p>Eine später erlangte Erbfähigkeit gibt kein Recht, Anderen das zu entziehen, was ihnen
         bereits rechtmäßig angefallen ist.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0547">
                <head>§. 547.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0099-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=537">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA405">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=547">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Wirkung der Annahme der Erbschaft.]</p>
                <p>Der Erbe stellt, sobald er die Erbschaft angenommen hat, in Rücksicht auf dieselbe den
         Erblasser vor. Beyde werden in Beziehung auf einen Dritten für Eine Person gehalten. Vor
         der Annahme des Erben wird die Verlassenschaft so betrachtet, als wenn sie noch von dem
         Verstorbenen besessen würde.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0548">
                <head>§. 548.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0100-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=537">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA407">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=548">RIS</ref>]</p>
                <p>Verbindlichkeiten, die der Erblasser aus seinem Vermögen zu leisten gehabt hätte,
         übernimmt sein Erbe. Die von dem Gesetze verhängten Geldstrafen, wozu der Verstorbene noch
         nicht verurtheilet war, gehen nicht auf den Erben über.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0549">
                <head>§. 549.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0100-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=537">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA408">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=549">RIS</ref>]</p>
                <p>Zu den auf einer Erbschaft haftenden Lasten gehören auch die Kosten für das dem Gebrauche
         des Ortes, dem Stande und dem Vermögen des Verstorbenen angemessene Begräbniß.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0550">
                <head>§. 550.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0100-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=537">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA409">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=550">RIS</ref>]</p>
                <p>Mehrere Erben werden in Ansehung ihres gemeinschaftlichen Erbrechtes für Eine Person
         angesehen. Sie stehen in dieser Eigenschaft vor der gerichtlichen Uebergabe (Einantwortung)
         der Erbschaft Alle für Einen und Einer für Alle. In wie fern sie nach der erfolgten
         Uebergabe zu haften haben, wird in dem Hauptstücke von der Besitznehmung der Erbschaft
         bestimmt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0551">
                <head>§. 551.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0101-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=537">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA410">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=551">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Verzicht auf das Erbrecht.]</p>
                <p>Wer über sein Erbrecht selbst gültig verfügen kann, ist auch befugt, im voraus darauf
         Verzicht zu thun. Eine solche Verzichtleistung wirkt auch auf die Nachkommen. </p>
              </div>
            </div>
            <div xml:id="NA.2.1.9">
              <head>Neuntes Hauptstück.<lb/> Von der Erklärung des letzten Willens überhaupt und den
        Testamenten insbesondere.</head>
              <div xml:id="NA.0552">
                <head>§. 552.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0102-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=537">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA414">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=552">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erklärung des letzten Willens.]</p>
                <p>Die Anordnung, wodurch ein Erblasser sein Vermögen, oder einen Theil desselben Einer oder
         mehreren Personen widerruflich auf den Todesfall überläßt, heißt eine Erklärung des letzten
         Willens.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0553">
                <head>§. 553.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0102-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=537">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA416">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=553">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erfordernisse: I. Innere Form.]</p>
                <p>Wird in einer letzten Anordnung ein Erbe eingesetzt, so heißt sie Testament; enthält sie
         aber nur andere Verfügungen, so heißt sie Codicill.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0554">
                <head>§. 554.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0102-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=537">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA418">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=554">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Zutheilung der Erbschaft: a) wenn nur Ein Erbe;]</p>
                <p>Hat der Erblasser einen einzigen Erben, ohne ihn auf einen Theil der Verlassenschaft zu
         beschränken, unbestimmt eingesetzt; so erhält er den ganzen Nachlaß. Ist aber dem einzigen
         Erben nur ein in Beziehung auf das Ganze bestimmter Erbtheil ausgemessen worden; so fallen
         die übrigen Theile den gesetzlichen Erben zu.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0555">
                <head>§. 555.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0103-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=537">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA420">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=555">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) wenn mehrere ohne Theilung;]</p>
                <p>Sind ohne Vorschrift einer Theilung mehrere Erben eingesetzt worden, so theilen sie zu
         gleichen Theilen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0556">
                <head>§. 556.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0103-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=537">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA421">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=556">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: c) wenn alle in bestimmten Theilen;]</p>
                <p>Sind mehrere Erben und zwar alle in bestimmten Erbtheilen, die aber das Ganze nicht
         erschöpfen, eingesetzt worden, so fallen die übrigen Theile den gesetzlichen Erben zu. Hat
         aber der Erblasser die Erben zum ganzen Nachlasse berufen; so haben die gesetzlichen Erben
         keinen Anspruch, obschon er in der Berechnung der Beträge, oder in der Aufzählung der
         Erbstücke etwas übergangen hätte.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0557">
                <head>§. 557.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0103-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=538">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA423">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=557">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: d) wenn einige mit Theilen, andere ohne Theile eingesetzt sind.]</p>
                <p>Wird unter mehreren eingesetzten Erben einigen ein bestimmter Theil (z.B.ein Drittheil,
         ein Sechstheil), anderen aber nichts Bestimmtes ausgemessen; so erhalten diese den übrigen
         Nachlaß zu gleichen Theilen. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0558">
                <head>§. 558.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0104-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=538">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA423">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=558">RIS</ref>]</p>
                <p>Bleibt nichts übrig, so muß von sämmtlichen bestimmten Theilen für den unbestimmt
         eingesetzten Erben verhältnißmäßig so viel abgezogen werden, daß er einen gleichen Antheil
         mit demjenigen erhalte, der am geringsten bedacht worden ist. Sind die Theile der Erben
         gleich groß, so haben sie an den unbestimmt eingesetzten Erben so viel abzugeben, daß er
         einen gleichen Antheil mit ihnen empfange. In allen anderen Fällen, wo ein Erblasser sich
         verrechnet hat, ist die Theilung auf eine Art vorzunehmen, wodurch der Wille des Erblassers
         nach den über das Ganze erklärten Verhältnissen auf das möglichste erfüllt wird.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0559">
                <head>§. 559.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0104-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=538">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA426">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=559">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Welche Erben als Eine Person betrachtet werden.]</p>

                <p>Treffen unter den eingesetzten Erben solche Personen zusammen, wovon einige bey der
         gesetzlichen Erbfolge gegen die übrigen als Eine Person angesehen werden müssen, (z. B. die
         Bruderskinder gegen den Bruder des Erblassers); so werden sie auch bey der Theilung aus dem
         Testamente nur als Eine Person betrachtet. Ein Körper, eine <pb n="T.2.103"/>Gemeinde, eine
         Versammlung (z.B. die Armen) werden immer nur für Eine Person gerechnet. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0560">
                <head>§. 560.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0105-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=538">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA428">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=560">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Recht des Zuwachses.]</p>
                <p>Wenn alle Erben ohne Bestimmung der Theile, oder in dem allgemeinen Ausdrucke einer
         gleichen Theilung zur Erbschaft berufen werden, und es kann, oder will einer der Erben von
         seinem Erbrechte keinen Gebrauch machen; so wächst der erledigte Theil den übrigen
         eingesetzten Erben zu.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0561">
                <head>§. 561.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0105-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=538">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA431">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=561">RIS</ref>]</p>
                <p>Sind ein oder mehrere Erben mit, ein anderer oder mehrere ohne Bestimmung des Erbtheiles
         eingesetzt; so wächst der erledigte Theil nur dem einzelnen, oder den mehreren noch
         übrigen, unbestimmt eingesetzten Erben zu.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0562">
                <head>§. 562.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0105-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=538">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA431">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=562">RIS</ref>]</p>

                <p>Einem bestimmt eingesetzten Erben gebührt in keinem Falle das Zuwachsrecht. Wenn also
         kein unbestimmt eingesetzter Erbe übrig ist; so fällt ein erledigter Erbtheil nicht einem
         noch übrigen, für einen bestimmten Theil eingesetzten, sondern dem gesetzlichen Erben zu.
          <pb n="T.2.104"/>
                </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0563">
                <head>§. 563.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0106-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=538">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA432">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=563">RIS</ref>]</p>
                <p>Wer den erledigten Erbtheil erhält, übernimmt auch die damit verknüpften Lasten, in so
         fern sie nicht auf persönliche Handlungen des eingesetzten Erben eingeschränkt sind.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0564">
                <head>§. 564.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0106-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=538">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA434">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=564">RIS</ref>]</p>
                <p>Der Erblasser muß den Erben selbst einsetzen; er kann dessen Ernennung nicht dem
         Ausspruche eines Dritten überlassen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0565">
                <head>§. 565.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0106-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=538">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA435">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=565">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Die Erklärung muß überlegt, bestimmt und frey seyn.]</p>
                <p>Der Wille des Erblassers muß bestimmt, nicht durch bloße Bejahung eines ihm gemachten
         Vorschlages; er muß im Zustande der vollen Besonnenheit, mit Ueberlegung und Ernst, frey
         von Zwang, Betrug und wesentlichem Irrthume, erkläret werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0566">
                <head>§. 566.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0106-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=539">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA435">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=566">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Ursachen der Unfähigkeit zu testiren: 1) Mangel der Besonnenheit;]</p>
                <p>Wird bewiesen, daß die Erklärung im Zustande der Raserey, des Wahnsinnes, Blödsinnes,
         oder der Trunkenheit geschehen sey; so ist sie ungültig.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0567">
                <head>§. 567.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0106-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=539">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA437">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=567">RIS</ref>]</p>
                <p>Wenn behauptet wird, daß der Erblasser, welcher den Gebrauch des Verstandes verloren
         hatte, zur Zeit der letzten Anordnung bey voller Besonnenheit gewesen sey; so muß die
         Behauptung durch Kunstverständige, oder durch obrigkeitliche Personen, die den
         Gemüthszustand des Erblassers genau erforschten, oder durch andere zuverlässige Beweise
         außer Zweifel gesetzt werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0568">
                <head>§. 568.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0107-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=539">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA439">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=568">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 2) Prodigalitäts-Erklärung; in wie fern;]</p>
                <p>Ein gerichtlich erklärter Verschwender kann nur über die Hälfte seines Vermögens durch
         letzten Willen verfügen; die andere Hälfte fällt den gesetzlichen Erben zu.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0569">
                <head>§. 569.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0107-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=539">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA440">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=569">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 3) unreifes Alter;]</p>
                <p>Unmündige sind zu testiren unfähig. Minderjährige, die das achtzehnte Jahr noch nicht
         zurück gelegt haben, können nur mündlich vor Gericht testiren. Das Gericht muß durch eine
         angemessene Erforschung sich zu überzeugen suchen, daß die Erklärung des letzten Willens
         frey und mit Ueberlegung geschehe. Die Erklärung muß in ein Protokoll aufgenommen, und
         dasjenige, was sich aus der Erforschung ergeben hat, beygerückt werden. Nach zurück
         gelegtem achtzehnten Jahre kann ohne weitere Einschränkung ein letzter Wille erkläret
         werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0570">
                <head>§. 570.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0108-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=539">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA444">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=570">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 4) wesentlicher Irrthum;]</p>
                <p>Ein wesentlicher Irrthum des Erblassers macht die Anordnung ungültig. Der Irrthum ist
         wesentlich, wenn der Erblasser die Person, welche er bedenken, oder den Gegenstand, welchen
         er vermachen wollte, verfehlet hat.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0571">
                <head>§. 571.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0108-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=539">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA445">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=571">RIS</ref>]</p>
                <p>Zeigt sich, daß die bedachte Person, oder die vermachte Sache nur unrichtig benannt, oder
         beschrieben worden, so ist die Verfügung gültig.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0572">
                <head>§. 572.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0108-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=539">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA445">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=572">RIS</ref>]</p>
                <p>Auch wenn der von dem Erblasser angegebene Beweggrund falsch befunden wird, bleibt die
         Verfügung gültig; es wäre denn erweislich, daß der Wille des Erblassers einzig und allein
         auf diesem irrigen Beweggrunde beruhet habe.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0573">
                <head>§. 573.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0108-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=539">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA446">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=573">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 5) Ordensgelübde;]</p>
                <p>Ordens-Personen sind in der Regel nicht befugt, zu testiren: allein, wenn der Orden eine
         besondere Begünstigung, daß seine Glieder testiren können, erlangt hat; wenn
         Ordens-Personen die Auflösung von den Gelübden erhalten haben; wenn sie durch Aufhebung
         ihres Ordens, Stiftes oder Klosters aus ihrem Stande getreten sind; oder, wenn sie in einem
         solchen Verhältnisse angestellt sind, daß sie vermöge der politischen Verordnungen nicht
         mehr als Angehörige des Ordens, Stiftes oder Klosters angesehen werden, sondern
         vollständiges Eigenthum erwerben können; so ist es ihnen erlaubt, durch Erklärung des
         letzten Willens darüber zu verfügen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0574">
                <head>§. 574.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0109-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=540">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA448">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=574">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 6) schwere Criminal-Strafe;]</p>
                <p>Ein Verbrecher, der zur Todesstrafe verurtheilt worden, kann von dem Tage des ihm
         angekündigten Urtheiles; wenn er aber zur schwersten, oder schweren Kerkerstrafe
         verurtheilt wird, so lange seine Strafzeit dauert, keine gültige Erklärung seines letzten
         Willens machen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0575">
                <head>§. 575.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0109-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=540">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA449">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=575">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Zeitpunct der Gültigkeit der Anordnung.]</p>
                <p>Ein rechtsgültig erklärter letzter Wille kann durch später eintretende Hindernisse seine
         Gültigkeit nicht verlieren.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0576">
                <head>§. 576.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0109-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=540">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA450">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=576">RIS</ref>]</p>
                <p>Einen anfänglich ungültigen letzten Willen macht die später erfolgte Aufhebung des
         Hindernisses nicht gültig. Wird in diesem Falle keine neue Verfügung getroffen; so tritt
         das gesetzliche Erbrecht ein.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0577">
                <head>§. 577.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0110-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=540">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA451">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=577">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: II.) Aeußere Form der Erklärungen des letzten Willens;]</p>
                <p>Man kann außergerichtlich oder gerichtlich, schriftlich oder mündlich; schriftlich aber
         mit, oder ohne Zeugen testiren.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0578">
                <head>§. 578.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0110-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=540">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA451">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=578">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 1) der außergerichtlichen schriftlichen;]</p>
                <p>Wer schriftlich, und ohne Zeugen testiren will, der muß das Testament oder Codicill
         eigenhändig schreiben, und eigenhändig mit seinem Nahmen unterfertigen. Die Beysetzung des
         Tages, des Jahres, und des Ortes, wo der letzte Wille errichtet wird, ist zwar nicht
         nothwendig, aber zur Vermeidung der Streitigkeiten räthlich.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0579">
                <head>§. 579.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0110-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=540">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA453">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=579">RIS</ref>]</p>
                <p>Einen letzten Willen, welchen der Erblasser von einer anderen Person niederschreiben
         ließ, muß er eigenhändig unterfertigen. Er muß ferner vor drey fähigen Zeugen, wovon
         wenigstens zwey zugleich gegenwärtig seyn sollen, den Aufsatz als seinen letzten Willen
         bestätigen. Endlich sollen auch die Zeugen sich entweder inwendig, oder von außen, immer
         aber auf die Urkunde selbst, und nicht etwa auf einen Umschlag, als Zeugen des letzten
         Willens unterschreiben. Den Inhalt des Testamentes hat der Zeuge zu wissen nicht
         nöthig.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0580">
                <head>§. 580.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0111-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=540">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA458">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=580">RIS</ref>]</p>
                <p>Ein Erblasser, welcher nicht schreiben kann, muß, nebst Beobachtung der in dem vorigen §.
         vorgeschriebenen Förmlichkeiten, anstatt der Unterschrift sein Handzeichen, und zwar in
         Gegenwart aller drey Zeugen, eigenhändig beysetzen. Zur Erleichterung eines bleibenden
         Beweises, wer der Erblasser sey, ist es auch vorsichtig, daß Einer der Zeugen den Nahmen
         des Erblassers als Nahmensunterfertiger beysetze.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0581">
                <head>§. 581.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0111-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=540">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA460">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=581">RIS</ref>]</p>
                <p>Wenn der Erblasser nicht lesen kann, so muß er den Aufsatz von einem Zeugen, in Gegenwart
         der anderen zwey Zeugen, die den Inhalt eingesehen haben, sich vorlesen lassen, und
         bekräftigen, daß derselbe seinem Willen gemäß sey. Der Schreiber des letzten Willens kann
         in allen Fällen zugleich Zeuge seyn.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0582">
                <head>§. 582.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0111-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=540">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA460">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=582">RIS</ref>]</p>
                <p>Eine Verfügung des Erblassers durch Beziehung auf einen Zettel oder auf einen Aufsatz ist
         nur dann von Wirkung, wenn ein solcher Aufsatz mit allen zur Gültigkeit einer letzten
         Willenserklärung nöthigen Erfordernissen versehen ist. Außer dem können dergleichen von dem
         Erblasser angezeigte schriftliche Bemerkungen nur zur Erläuterung seines Willens angewendet
         werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0583">
                <head>§. 583.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0112-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=541">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA462">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=583">RIS</ref>]</p>
                <p>In der Regel gilt ein und derselbe Aufsatz nur für Einen Erblasser. Die Ausnahme in
         Rücksicht der Ehegatten ist in dem Hauptstücke von den Ehe-Pacten enthalten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0584">
                <head>§. 584.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0112-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=541">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA463">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=584">RIS</ref>]</p>
                <p>Einem Erblasser, welcher die zu einem schriftlichen Testamente erforderlichen
         Förmlichkeiten nicht beobachten kann, oder will, steht frey, ein mündliches Testament zu
         errichten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0585">
                <head>§. 585.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0112-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=541">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA463">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=585">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 2) der außergerichtlichen mündlichen;]</p>
                <p>Wer mündlich testiret, muß vor drey fähigen Zeugen, welche zugleich gegenwärtig, und zu
         bestätigen fähig sind, daß in der Person des Erblassers kein Betrug oder Irrthum
         unterlaufen sey, ernstlich seinen letzten Willen erklären. Es ist zwar nicht nochwendig,
         aber vorsichtig, daß die Zeugen entweder alle gemeinschaftlich, oder ein jeder für sich zur
         Erleichterung des Gedächtnisses, die Erklärung des Erblassers entweder selbst aufzeichnen,
         oder, so bald als möglich, aufzeichnen lassen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0586">
                <head>§. 586.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0113-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=541">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA466">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=586">RIS</ref>]</p>
                <p>Eine mündliche letzte Anordnung muß, um rechtskraftig zu seyn, auf Verlangen eines jeden,
         dem daran gelegen ist, durch die übereinstimmende eidliche Aussage der drey Zeugen, oder,
         wofern Einer aus ihnen nicht mehr vernommen werden kann, wenigstens der zwey übrigen
         bestätiget werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0587">
                <head>§. 587.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0113-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=541">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA468">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=587">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 3) der gerichtlichen.]</p>
                <p>Der Erblasser kann auch vor einem Gerichte schriftlich oder mündlich testiren. Die
         schriftliche Anordnung muß von dem Erblasser wenigstens eigenhändig unterschrieben seyn,
         und dem Gerichte persönlich übergeben werden. Das Gericht hat den Erblasser auf den
         Umstand, daß seine eigenhändige Unterschrift beygerückt seyn müsse, aufmerksam zu machen,
         dann den Aufsatz gerichtlich zu versiegeln, und auf dem Umschlage anzumerken, wessen
         letzter Wille darin enthalten sey. Ueber das Geschäft ist ein Protokoll aufzunehmen, und
         der Aussatz gegen Ausstellung eines Empfangscheines gerichtlich zu hinterlegen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0588">
                <head>§. 588.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0114-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=541">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA471">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=588">RIS</ref>]</p>
                <p>Will der Erblasser seinen Willen mündlich erklären; so ist die Erklärung in ein Protokoll
         aufzunehmen, und dasselbe eben so, wie in dem vorher gehenden §. von dem schriftlichen
         Aussatze gemeldet worden ist, versiegelt zu hinterlegen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0589">
                <head>§. 589.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0114-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=541">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA473">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=589">RIS</ref>]</p>
                <p>Das Gericht, welches die schriftliche oder mündliche Erklärung des letzten Willens
         aufnimmt, muß wenigstens aus zwey eidlich verpflichteten Gerichtspersonen bestehen, deren
         Einer in dem Orte, wo die Erklärung aufgenommen wird, das Richteramt zusteht. Die
         Zeugenschaft der zweyten Gerichtsperson, außer dem Richter, können auch zwey andere Zeugen
         vertreten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0590">
                <head>§. 590.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0114-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=541">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA474">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=590">RIS</ref>]</p>
                <p>Im Nothfalle können die erst bestimmten Personen sich in die Wohnung des Erblassers
         begeben, seinen letzten Willen schriftlich oder mündlich aufnehmen, und dann das Geschäft
         mit Beysetzung des Tages, Jahres und Ortes zu Protokoll bringen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0591">
                <head>§. 591.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0115-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=542">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA475">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=591">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Unfähige Zeugen bey letzten Anordnungen.]</p>
                <p>Die Mitglieder eines geistlichen Ordens, Frauenspersonen und Jünglinge unter achtzehn
         Jahren, Sinnlose, Blinde, Taube oder Stumme, dann diejenigen, welche die Sprache des
         Erblassers nicht verstehen, können bey letzten Anordnungen nicht Zeugen seyn.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0592">
                <head>§. 592.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0115-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=542">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA477">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=592">RIS</ref>]</p>
                <p>Wer wegen Verbrechens des Truges oder eines anderen Verbrechens aus Gewinnsucht
         verurtheilet worden ist, kann nicht als Zeuge gebraucht werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0593">
                <head>§. 593.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0115-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=542">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA479">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=593">RIS</ref>]</p>
                <p>Wer sich nicht zur christlichen Religion bekennet, kann den letzten Willen eines Christen
         nicht bezeugen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0594">
                <head>§. 594.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0115-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=542">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA480">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=594">RIS</ref>]</p>
                <p>Ein Erbe oder Legatar ist in Rücksicht des ihm zugedachten Nachlasses kein fähiger Zeuge,
         und eben so wenig dessen Gatte, Aeltern, Kinder, Geschwister, oder in eben dem Grade
         verschwägerte Personen und die besoldeten Hausgenossen. Die Verfügung muß, um gültig zu
         seyn, von dem Erblasser eigenhändig geschrieben, oder durch drey von den gedachten Personen
         verschiedene Zeugen bestätiget werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0595">
                <head>§. 595.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0116-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=542">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA482">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=595">RIS</ref>]</p>
                <p>Wenn der Erblasser demjenigen, welcher den letzten Willen schreibt, oder dessen
         Ehegatten, Kindern, Aeltern, Geschwistern oder in eben dem Grade verschwägerten Personen
         einen Nachlaß bestimmet; so muß die Anordnung auf die im vorgehenden §. erwähnte Art außer
         Zweifel gesetzt seyn.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0596">
                <head>§. 596.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0116-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=542">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA483">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=596">RIS</ref>]</p>
                <p>Was von der Unbefangenheit und Fähigkeit des Zeugen, die Person des Erblassers außer
         Zweifel zu setzen, verordnet wird, ist auch auf die gerichtlichen Personen, die einen
         letzten Willen aufnehmen, anzuwenden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0597">
                <head>§. 597.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0116-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=542">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA484">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=597">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Von den begünstigten letzten Anordnungen.]</p>
                <p>Bey letzten Anordnungen, welche auf Schifffahrten und in Orten, wo die Pest oder ähnliche
         ansteckende Seuchen herrschen, errichtet werden, sind auch Mitglieder eines geistlichen
         Ordens, Frauenspersonen und Jünglinge, die das vierzehnte Jahr zurück gelegt haben, gültige
         Zeugen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0598">
                <head>§. 598.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0117-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=542">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA484">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=598">RIS</ref>]</p>
                <p>Zu diesen begünstigten letzten Anordnungen werden nur zwey Zeugen erfordert, wovon Einer
         das Testament schreiben kann. Bey Gefahr einer Ansteckung ist auch nicht nöthig, daß beyde
         zugleich gegenwärtig seyn.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0599">
                <head>§. 599.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0117-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=542">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA486">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=599">RIS</ref>]</p>
                <p>Sechs Monathe nach geendigter Schifffahrt oder Seuche verlieren die begünstigten letzten
         Willenserklärungen ihre Kraft.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0600">
                <head>§. 600.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0117-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=542">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA487">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=600">RIS</ref>]</p>
                <p>Die Begünstigungen der Militär-Testamente sind in den Militär-Gesetzen enthalten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0601">
                <head>§. 601.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0117-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=542">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA488">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=601">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Ungültigkeit der unförmlichen letzten Anordnungen.]</p>
                <p>Wenn der Erblasser Eines der hier vorgeschriebenen, und nicht ausdrücklich der bloßen
         Vorsicht überlassenen Erfordernisse nicht beobachtet hat; so ist die letzte
         Willenserklärung ungültig.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0602">
                <head>§. 602.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0117-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=542">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA490">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=602">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erbverträge sind nur unter Ehegatten gültig.]</p>
                <p>Erbverträge über die ganze Verlassenschaft, oder einen in Beziehung auf das Ganze
         bestimmten Theil derselben, können nur unter Ehegatten gültig geschlossen werden. Die
         Vorschriften hierüber sind in dem Hauptstücke von den Ehe-Pacten enthalten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0603">
                <head>§. 603.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0118-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=543">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA491">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=603">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Von Schenkungen auf den Todesfall. Beziehung.]</p>
                <p>In wie fern eine Schenkung auf den Todesfall als ein Vertrag, oder als ein letzter Wille
         zu betrachten sey, wird in dem Hauptstücke von den Schenkungen bestimmet. </p>
              </div>
            </div>
            <div xml:id="NA.2.1.10">
              <head>Zehntes Hauptstück.<lb/> Von Nacherben und Fideicommissen.</head>
              <div xml:id="NA.0604">
                <head>§. 604.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0119-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=543">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA493">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=604">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Gemeine Substitution.]</p>
                <p>Jeder Erblasser kann für den Fall, daß der eingesetzte Erbe die Erbschaft nicht erlanget,
         Einen, und wenn auch dieser sie nicht erlanget, einen zweyten, und im gleichen Falle einen
         dritten, oder auch noch mehrere Nacherben berufen. Diese Anordnung heißt eine gemeine
         Substitution. Der in der Reihe zunächst Berufene wird Erbe.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0605">
                <head>§. 605.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0119-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=543">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA497">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=605">RIS</ref>]</p>
                <p>Hat der Erblasser aus den bestimmten Fällen, daß der ernannte Erbe nicht Erbe seyn kann,
         oder, daß er nicht Erbe seyn will, nur Einen ausgedrückt; so ist der andere Fall
         ausgeschlossen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0606">
                <head>§. 606.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0119-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=543">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA499">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=606">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Rechte aus derselben.]</p>
                <p>Die dem Erben aufgelegten Lasten werden auch auf den an seine Stelle tretenden Nacherben
         ausgedehnet, wofern sie nicht durch den ausdrücklichen Willen oder die Beschaffenheit der
         Umstände auf die Person des Erben eingeschränket sind.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0607">
                <head>§. 607.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0120-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=543">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA500">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=607">RIS</ref>]</p>
                <p>Sind die Miterben allein wechselseitig zu Nacherben berufen worden, so wird angenommen,
         daß der Erblasser die in der Einsetzung ausgemessenen Theile auch auf die Substitution
         ausdehnen wollte. Wird aber in der Substitution außer den Miterben noch sonst jemand
         berufen, so fällt der erledigte Erbtheil Allen zu gleichen Theilen zu.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0608">
                <head>§. 608.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0120-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=543">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA502">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=608">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Fideicommissarische.]</p>
                <p>Der Erblasser kann seinen Erben verpflichten, daß er die angetretene Erbschaft nach
         seinem Tode oder in anderen bestimmten Fällen einem zweyten ernannten Erben überlasse.
         Diese Anordnung wird eine fideicommissarische Substitution genannt. Die fideicommissarische
         Substitution begreift stillschweigend die gemeine in sich.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0609">
                <head>§. 609.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0120-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=543">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA504">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=609">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: In wie fern die Aeltern ihren Kindern substituiren dürfen.]</p>
                <p>Auch die Aeltern können ihren Kindern, selbst in dem Falle, daß diese zu testiren unfähig
         sind, nur in Rücksicht des Vermögens, das sie ihnen hinterlassen, einen Erben oder
         Nacherben ernennen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0610">
                <head>§. 610.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0121-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=543">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA506">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=610">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Stillschweigende fideicommissarische Substitution.]</p>
                <p>Hat der Erblasser dem Erben verbothen, über den Nachlaß zu testiren, so ist es eine
         fideicommissarische Substitution, und der Erbe muß den Nachlaß für seine gesetzlichen Erben
         aufbewahren. Das Verboth, die Sache zu veräußern, schließt das Recht, darüber zu testiren,
         nicht aus.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0611">
                <head>§. 611.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0121-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=543">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA507">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=611">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Einschränkung der fideicommissarischen Substitution.]</p>
                <p>Die Reihe, in welcher die fideicommissarischen Erben auf einander folgen sollen, wird,
         wenn sie Alle Zeitgenossen des Erblassers sind, gar nicht beschränket, sie kann sich auf
         den Dritten, Vierten und noch weiter ausdehnen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0612">
                <head>§. 612.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0121-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=544">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA508">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=612">RIS</ref>]</p>
                <p>Sind es nicht Zeitgenossen, sondern solche Nacherben, die zur Zeit des errichteten
         Testamentes noch nicht geboren sind; so kann sich die fideicommissarische Substitution in
         Rücksicht auf Geldsummen und andere bewegliche Sachen bis auf den zweyten Grad erstrecken.
         In Ansehung unbeweglicher Güter gilt sie nur auf den ersten Grad; doch wird bey Bestimmung
         der Grade nur derjenige Nacherbe gezählet, welcher zum Besitze der Erbschaft gelanget
         ist.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0613">
                <head>§. 613.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0122-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=544">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA509">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=613">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Rechte des Erben bey einer fideicommisarischen Substitution.]</p>
                <p>Bis der Fall der fideicommissarischen Substitution eintritt, kommt dem eingesetzten Erben
         das eingeschränkte Eigenthumsrecht mit den Rechten und Verbindlichkeiten eines
         Fruchtnießers zu.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0614">
                <head>§. 614.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0122-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=544">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA514">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=614">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Auslegung der Substitutionen.]</p>
                <p>Ist eine Substitution zweifelhaft ausgedrücket; so ist sie auf eine solche Art
         auszulegen, wodurch die Freyheit des Erben, über das Eigenthum zu verfügen, am mindesten
         eingeschränket wird.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0615">
                <head>§. 615.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0122-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=544">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA516">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=615">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erlöschungsarten der gemeinen und fideicommissarischen Substitution.]</p>
                <p>Die gemeine Substitution erlischt, so bald der eingesetzte Erbe die Erbschaft angetreten
         hat; die fideicommissarische, wenn keiner von den berufenen Nacherben mehr übrig ist; oder
         wenn der Fall, für den sie errichtet worden, aufhöret.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0616">
                <head>§. 616.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0122-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=544">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA517">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=616">RIS</ref>]</p>
                <p>Insbesondere verlieret die einem Sinnlosen gemachte fideicommissarische Substitution (§§.
         608 und 609) ihre Kraft, wenn bewiesen wird, daß er zur Zeit seiner letzten Anordnung bey
         voller Besonnenheit war; oder, wenn ihm das Gericht wegen erlangten Verstandgebrauches die
         freye Verwaltung des Vermögens eingeräumet hat; und die Substitution lebet nicht wieder
         auf, ob er gleich wegen Rückfalles wieder unter einen Curator gesetzet worden ist, und in
         der Zwischenzeit keine letzte Anordnung errichtet hat.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0617">
                <head>§. 617.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0123-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=544">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA518">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=617">RIS</ref>]</p>
                <p>Die von einem Erblasser seinem Kinde zur Zeit, da es noch keine Nachkommenschaft hatte,
         gemachte Substitution erlischt, wenn dasselbe erbfähige Nachkommen hinterlassen hat.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0618">
                <head>§. 618.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0123-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=544">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA519">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=618">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Fideicommiß.]</p>
                <p>Ein Fideicommiß (Familien-Fideicommiß) ist eine Anordnung, kraft welcher ein Vermögen für
         alle künftige, oder doch für mehrere Geschlechtsfolger, als ein unveräußerliches Gut der
         Familie erkläret wird.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0619">
                <head>§. 619.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0123-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=544">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA524">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=619">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Hauptarten der Fideicommisse:]</p>
                <p>Das Fideicommiß ist insgemein entweder eine Primogenitur, oder ein Majorat, oder ein
         Seniorat, je nachdem der Stifter desselben die Nachfolge entweder dem Erstgebornen aus der
         älteren Linie, oder dem Nächsten aus der Familie dem Grade nach, unter mehreren gleich
         Nahen aber dem Aelteren an Jahren; oder endlich, ohne Rücksicht auf die Linie, dem Aelteren
         aus der Familie zugedacht hat.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0620">
                <head>§. 620.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0124-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=545">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA524">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=620">RIS</ref>]</p>
                <p>Im Zweifel wird die Primogenitur eher, als ein Majorat oder Seniorat; und das Majorat
         wieder eher, als ein Seniorat vermuthet.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0621">
                <head>§. 621.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0124-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=545">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA524">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=621">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erbfolge in denselben.]</p>
                <p>Bey der Primogenitur gelanget eine jüngere Linie erst nach Erlöschung der älteren zum
         Fideicommisse, so, daß der Bruder des letzten Besitzers dessen Söhnen, Enkeln, Urenkeln und
         weiteren Nachkömmlingen weichen muß.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0622">
                <head>§. 622.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0124-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=545">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA528">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=622">RIS</ref>]</p>
                <p>Der Stifter kann auch die Ordnung der Erbfolge ganz umkehren, und den letzt Nachgebornen
         aus der älteren Linie; oder den Jüngsten aus allen Linien; oder überhaupt denjenigen
         berufen, welcher im Grade entweder dem Fideicommiß-Stifter, dem ersten Erwerber, oder dem
         letzten Besitzer am nächsten kommt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0623">
                <head>§. 623.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0125-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=545">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA529">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=623">RIS</ref>]</p>
                <p>Hat der Stifter hierüber seinen Willen nicht bestimmt ausgedrücket, so wird mehr
         Rücksicht auf den letzten Besitzer, als auf den Fideicommiß-Stifter und den ersten Erwerber
         genommen. Sind mehrere Personen in gleichem Grade vorhanden, so gibt das höhere Alter den
         Ausschlag.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0624">
                <head>§. 624.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0125-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=545">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA530">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=624">RIS</ref>]</p>
                <p>Wenn der Stifter anordnet, daß das Fideicommiß immer dem Nächsten aus der Familie
         zufallen solle; so wird darunter derjenige verstanden, welcher nach der gemeinen
         gesetzlichen Erbfolge aus der männlichen Nachkommenschaft der nächste ist. Zwischen
         mehreren gleich Nahen wird, dafern aus der Anordnung nicht das Gegentheil erhellet, der
         Genuß des Fideicommisses getheilet.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0625">
                <head>§. 625.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0125-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=545">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA531">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=625">RIS</ref>]</p>
                <p>Hat Jemand nebst dem Fideicommisse für die erstgeborne Linie ein zweytes, oder mehrere
         Fideicommisse für die nachgebornen Linien errichtet; so gelanget der Besitzer des ersten
         Fideicommisses und dessen Nachkommenschaft erst dann zum Besitze eines anderen
         Fideicommisses, wenn in den übrigen Linien keine zu dem Fideicommisse berufenen
         Nachkömmlinge vorhanden sind; und die Fideicommisse bleiben nur so lange in Einer Person
         vereiniget, bis wieder zwey oder mehrere Linien entstehen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0626">
                <head>§. 626.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0126-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=545">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA535">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=626">RIS</ref>]</p>
                <p>Die weibliche Nachkommenschaft hat in der Regel keinen Anspruch auf Fideicommisse. Hat
         aber der Stifter ausdrücklich verordnet, daß nach Erlöschung des Mannsstammes das
         Fideicommiß auf die weiblichen Linien übergehen soll; so geschieht dieses nach der für die
         männliche Geschlechtsfolge vorgeschriebenen Ordnung; doch gehen die männlichen Erben
         derjenigen Linie, welche zum Besitze des Fideicommisses gelanget ist, den weiblichen Erben
         vor.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0627">
                <head>§. 627.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0126-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=545">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA536">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=627">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Bedingungen zur Errichtung eines Fideicommisses.]</p>
                <p>Ohne besondere Einwilligung der gesetzgebenden Gewalt kann kein Fideicommiß errichtet
         werden. Bey der Errichtung ist ein ordentliches, beglaubtes Verzeichniß aller zu dem
         Fideicommisse gehörigen Stücke zu verfassen, und gerichtlich aufzubewahren. Dieses
         Inventarium dienet bey jeder Besitzveränderung und bey Absonderung des Fideicommisses von
         dem freyen Vermögen zur Richtschnur. Für die Sicherheit des Fideicommisses hat das Gericht
         nach den besonderen Vorschriften zu sorgen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0628">
                <head>§. 628.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0127-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=546">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA541">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=628">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Widerruf der Errichtung.]</p>
                <p>Der Fideicommiß-Stifter hat das Recht, die Errichtung des Fideicommisses zu widerrufen,
         so lange noch niemand durch die Uebergabe oder durch Vertrag ein Recht erworben hat; und
         der Wille wird als widerrufen angesehen, wenn dem Erblasser ein männlicher ehelicher Erbe,
         der in dem Fideicommisse nicht begriffen ist, geboren wird.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0629">
                <head>§. 629.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0127-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=546">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA543">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=629">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Grundsatz über die Rechte der Anwärter u. des Inhabers des Fideicommisses.]</p>
                <p>Das Eigenthum des Fideicommiß-Vermögens ist zwischen allen Anwärtern und dem
         jedesmahligen Fideicommiß-Inhaber getheilet. Jenen kommt das Obereigenthum allein, diesem
         aber auch das Nutzungseigenthum zu. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0630">
                <head>§. 630.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0128-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=546">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA545">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=630">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Besondere Rechte der Anwärter.]</p>
                <p>Obereigenthum berechtiget die Fideicommiß-Anwärter, die Hinterlegung der
         Fideicommiß-Schuldscheine zu Gerichtshanden zu verlangen; eine üble Verwaltung der
         Fideicommiß-Güter gerichtlich anzuzeigen; zur Vertretung des Fideicommisses und der
         Nachkommenschaft einen gemeinschaftlichen Fideicommiß-Curator in Vorschlag zu bringen;
         überhaupt alle zur Sicherheit der Substanz nöthige Maßregeln zu treffen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0631">
                <head>§. 631.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0128-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=546">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA547">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=631">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Uneingeschränkte Rechte des Inhabers u. Verbindlichkeiten desselben.]</p>
                <p>Der Fideicommiß-Inhaber hat alle Rechte und Verbindlichkeiten eines Nutzungseigenthümers.
         Ihm gehören alle Nutzungen von dem Fideicommiß-Gute und dem Zuwachse, aber nicht die
         Substanz desselben. Er trägt dagegen auch alle Lasten. Für die ohne sein Verschulden
         erfolgte Verminderung der Substanz hat er nicht zu haften.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0632">
                <head>§. 632.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0128-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=546">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA549">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=632">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Eingeschränkte Rechte: a) zur Verzichtung und Verpfändung.]</p>
                <p>Ein Fideicommiß-Besitzer kann zwar für sich, jedoch keineswegs für die, wenn gleich noch
         nicht vorhandene Nachkommenschaft auf sein Recht Verzicht thun. Verpfändet er die Früchte
         des Fideicommisses oder selbst das Fideicommiß-Gut; so gilt die Verpfändung nur für
         denjenigen Theil der Früchte, welchen er einzusammeln berechtiget ist, nicht aber für das
         Fideicommiß-Gut oder den Theil der Früchte, welcher dem Nachfolger gebühret.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0633">
                <head>§. 633.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0129-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=546">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA552">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=633">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) zur Verwandlung, Vertauschung oder Erbverpachtung des Fideicommiß-Gutes.]</p>
                <p>Unter der gleich nachfolgenden Beschränkung kann der Fideicommiß-Inhaber das unbewegliche
         Fideicommiß-Gut in ein Capital verwandeln; er kann Grundstücke gegen Grundstücke
         vertauschen, oder gegen angemessene Zinsen vertheilen; oder auch in Erbpacht
         überlassen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0634">
                <head>§. 634.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0129-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=546">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA552">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=634">RIS</ref>]</p>
                <p>Zu diesen Veränderungen bedarf er der Genehmhaltung der ordentlichen Gerichtsbehörde.
         Diese muß alle bekannte Anwärter, oder, wenn sie minderjährig oder abwesend sind, ihre
         Curatoren, dann den Curator des Fideicommisses und der Nachkommenschaft vernehmen, die
         Wichtigkeit der Gründe beurtheilen, und insbesondere bey Bewilligung der Zerstückung der
         Grundstücke dafür sorgen, daß das in den politischen Verordnungen vorgeschriebene Maß
         beobachtet werde. Das dabey bedungene Entgeld wird als ein Fideicommiß-Capital
         angelegt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0635">
                <head>§. 635.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0130-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=547">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA557">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=635">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: c) Verschuldung.]</p>
                <p>Der Fideicommiß-Inhaber kann ein Drittheil des Fideicommiß-Gutes verschulden; oder, wenn
         es in Capitalien bestehet, ein Drittheil davon erheben. Hierzu bedarf er keiner
         Einwilligung der Anwärter oder Curatoren, sondern nur der Genehmigung der ordentlichen
         Gerichtsbehörde.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0636">
                <head>§. 636.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0130-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=547">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA559">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=636">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Bestimmung des zu verschuldenden Drittheiles,]</p>
                <p>In dieses Drittheil sind alle, unter was immer für einem Nahmen, auf dem Fideicommiß-Gute
         haftende Lasten dergestalt einzurechnen, daß zwey Drittheile ganz frey bleiben.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0637">
                <head>§. 637.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0130-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=547">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA561">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=637">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: und des Werthes des Fideicommiß-Gutes.]</p>
                <p>Der Werth eines Fideicommiß-Gutes, wenn es vertauscht oder verschuldet werden soll, wird
         durch die gerichtliche Schätzung; wenn es aber zu Geld gemacht werden soll, durch
         öffentliche Versteigerung bestimmet. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0638">
                <head>§. 638.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0131-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=547">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA562">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=638">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Art der Rückzahlung.]</p>
                <p>Die Rückzahlungen einer Fidiecommiß-Schuld sind so zu bestimmen, daß jährlich fünf vom
         Hundert an der Schuld getilgt werden. Nur aus erheblichen Ursachen ist eine Verlängerung
         der Frist zu gestatten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0639">
                <head>§. 639.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0131-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=547">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA564">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=639">RIS</ref>]</p>
                <p>Will der Fideicommiß-Besitzer von den bereits geleisteten Rückzahlungen wieder einen
         Betrag zu seinem Gebrauche erheben; so muß er zur Tilgung desselben noch insbesondere
         jährlich fünf vom Hundert bezahlen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0640">
                <head>§. 640.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0131-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=547">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA565">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=640">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Haftung des Nachfolgers für die Schulden.]</p>
                <p>Der Nachfolger im Fideicommisse nur die mit gerichtlicher Genehmigung gemachten Schulden
         seines Vorfahrers zu bezahlen schuldig. Für die zur Tilgung derselben schon verfallenen
         Rückzahlungen haftet er nur in so weit, als sie nicht aus dem frey vererblichen Vermögen
         des Vorfahrers geleistet werden können.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0641">
                <head>§. 641.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0131-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=547">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA568">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=641">RIS</ref>]</p>

                <p>Hat der Vorfahrer zur Erhaltung oder wichtigen Verbesserung des Fideicommisses einen
         beträchtlichen Aufwand gemacht, wozu er das Fideicommiß-Gut zu verschulden berechtiget
         gewesen wäre, so muß der Aufwand ersetzt werden. Hierzu sind aber die Nachfolger befugt,
         ein Drittheil des Fideicommiß-Gutes zu belasten. Die Rückzahlungen werden auf die in dem
          <ref target="#NA.0638">§. 638</ref> vorgeschriebene Art geleistet.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0642">
                <head>§. 642.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0132-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=547">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA570">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=642">RIS</ref>]</p>
                <p>Ein Fideicommiß-Gläubiger kann die Bezahlung einer, selbst mit gerichtlicher Bewilligung,
         auf dem Fideicommisse haftenden Schuld nicht aus dem Stammgute, sondern nur aus den
         Einkünften desselben verlangen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0643">
                <head>§. 643.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0132-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=547">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA572">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=643">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Theilung der Früchte des letzten Jahres.]</p>

                <p>Die Früchte des letzten Jahres werden zwischen den Erben des Vorfahrers und dem
         Nachfolger im Fideicommisse eben so, wie zwischen dem Fruchtnießer und Eigenthümer (<ref target="#NA.0519">§. 519</ref>) getheilet.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0644">
                <head>§. 644.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0132-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=547">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA574">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=644">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Auflösung,]</p>
                <p>Ein Fideicommiß kann ausgelöset werden, wenn keine zum Fideicommisse berufene
         Nachkommenschaft zu vermuthen ist. Zur Auflösung des Fideicommiß-Bandes aber wird nebst der
         Einwilligung des Nutzungseigenthümers und aller Anwärter, die durch ein Edict vorzuladen
         sind, auch die Einvernehmung des Curators der Nachkommenschaft, und die gerichtliche
         Bewilligung erfordert.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0645">
                <head>§. 645.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0133-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=548">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA576">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=645">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: oder Erlöschung eines Fideicommisses.]</p>
                <p>Das Fideicommiß erlischt, wenn es zu Grunde geht; oder, wenn alle in dem Stiftbriefe
         berufene Linien, ohne Hoffnung einer Nachkommenschaft, ausgestorben sind. In dem letzteren
         Falle vereiniget sich das Obereigenthum mit dem Nutzungseigenthume, und der Besitzer kann
         nach Willkühr über das Fideicommiß verfügen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0646">
                <head>§. 646.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0133-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=548">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA577">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=646">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Unterschied eines Fideicommisses von Stiftungen.]</p>
                <p>Von den Substitutionen und Fideicommissen unterscheiden sich die Stiftungen, wodurch die
         Einkünfte von Capitalien, Grundstücken oder Rechten zu gemeinnützigen Anstalten, als: für
         geistliche Pfründen, Schulen, Kranken- oder Armenhäuser, oder zum Unterhalte gewisser
         Personen auf alle folgende Zeiten bestimmt werden. Die Vorschriften über Stiftungen sind in
         den politischen Verordnungen enthalten. </p>
              </div>
            </div>
            <div xml:id="NA.2.1.11">
              <head>Elftes Hauptstück.<lb/> Von Vermächtnissen.</head>
              <div xml:id="NA.0647">
                <head>§. 647.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0134-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=548">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA580">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=647">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Von wem, wie und wem legiret;]</p>
                <p>Zur Gültigkeit eines Vermächtnisses (§. 535) ist notwendig, daß es von einem fähigen
         Erblasser einer Person, die zu erben fähig ist, durch eine gültige letzte Willenserklärung
         hinterlassen werde.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0648">
                <head>§. 648.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0134-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=548">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA581">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=648">RIS</ref>]</p>
                <p>Der Erblasser kann auch Einem oder Mehreren Miterben ein Vermächtniß voraus bestimmen; in
         Rücksicht desselben sind sie nur als Legatare zu betrachten. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0649">
                <head>§. 649.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0134-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=548">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA583">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=649">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: und wer mit der Entrichtung des Vermächtnisses beschweret werden könne.]</p>
                <p>Die Vermächtnisse fallen in der Regel allen Erben, selbst in dem Falle, daß die einem
         Miterben gehörige Sache vermacht worden ist, nach Maß ihres Erbtheiles zur Last. Es hängt
         jedoch von dem Erblasser ab, ob er die Abführung des Legates einem Miterben, oder auch
         einem Legatar besonders auftragen wolle.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0650">
                <head>§. 650.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0135-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=548">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA585">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=650">RIS</ref>]</p>
                <p>Ein Legatar kann sich von der vollständigen Erfüllung des ihm aufgetragenen weiteren
         Vermächtnisses aus dem Grunde, daß es den Werth des ihm zugedachten Legates übersteige,
         nicht entschlagen. Nimmt er aber das Legat nicht an; so muß derjenige, dem es zufällt, den
         Auftrag übernehmen, oder das ihm zugefallene Vermächtniß dem darauf gewiesenen
         Vermächtnißnehmer überlassen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0651">
                <head>§. 651.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0135-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=548">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA586">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=651">RIS</ref>]</p>
                <p>Ein Erblasser, welcher ein Legat einer gewissen Classe von Personen, als: Verwandten,
         Dienstpersonen oder Armen, zugedacht hat, kann die Vertheilung, welchen aus diesen
         Personen, und, was jeder zukommen soll, dem Erben oder einem Dritten überlassen. Hat der
         Erblasser hierüber nichts bestimmt; so bleibt die Wahl dem Erben vorbehalten. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0652">
                <head>§. 652.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0135-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=548">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA587">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=652">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Substitutionen bey Vermächtnissen.]</p>
                <p>Der Erblasser kann bey einem Vermächtnisse eine gemeine oder fideicommissarische
         Substitution anordnen; dabey sind die in dem vorigen Hauptstücke gegebenen Vorschriften
         anzuwenden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0653">
                <head>§. 653.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0136-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=549">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA588">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=653">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Gegenstände eines Vermächtnisses.]</p>
                <p>Alles, was im gemeinen Verkehre steht, Sachen, Rechte, Arbeiten und andere Handlungen,
         die einen Werth haben, können vermacht werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0654">
                <head>§. 654.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0136-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=549">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA588">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=654">RIS</ref>]</p>
                <p>Werden Sachen vermacht, die zwar im gemeinen Verkehre stehen, die aber der Legatar zu
         besitzen für seine Person unfähig ist, so wird ihm der ordentliche Werth vergütet.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0655">
                <head>§. 655.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0136-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=549">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA589">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=655">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Allgemeine Auslegungsregel bey Vermächtnissen.]</p>
                <p>Worte werden auch bey Vermächtnissen in ihrer gewöhnlichen Bedeutung genommen; es müßte
         denn bewiesen werden, daß der Erblasser mit gewissen Ausdrücken einen ihm eigenen
         besonderen Sinn zu verbinden gewohnt gewesen ist; oder, daß das Vermächtniß sonst ohne
         Wirkung wäre.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0656">
                <head>§. 656.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0136-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=549">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA593">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=656">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Besondere Vorschriften über das Vermächtniß: a) von Sachen einer gewissen Gattung;]</p>
                <p>Hat der Erblasser Eine oder mehrere Sachen von gewisser Gattung, aber ohne eine nähere
         Bestimmung, vermacht, und sind mehrere solche Sachen in der Verlassenschaft vorhanden; so
         steht dem Erben die Wahl zu. Er muß aber ein Stück wählen, wovon der Legatar Gebrauch
         machen kann. Wird dem Legatar überlassen, Eine von den mehreren Sachen zu nehmen oder zu
         wählen; so kann er auch die beste wählen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0657">
                <head>§. 657.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0137-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=549">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA595">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=657">RIS</ref>]</p>
                <p>Wenn der Erblasser Eine oder mehrere Sachen von gewisser Gattung ausdrücklich nur aus
         seinem Eigenthume vermacht hat, und es finden sich dergleichen gar nicht in der
         Verlassenschaft; so verliert das Vermächtniß seine Wirkung. Finden sie sich nicht in der
         verordneten Menge; so muß sich der Legatar mit den vorhanden begnügen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0658">
                <head>§. 658.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0137-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=549">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA597">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=658">RIS</ref>]</p>
                <p>Vermacht der Erblasser Eine oder mehrere Sachen von gewisser Gattung nicht ausdrücklich
         aus seinem Eigenthume, und es finden sich dergleichen nicht in der Verlassenschaft; so muß
         der Erbe sie dem Legatar in einer, dessen Stande und Bedürfnissen angemessenen Eigenschaft
         verschaffen. Das Legat einer Summe Geldes verbindet den Erben zur Zahlung derselben, ohne
         Rücksicht, ob bares Geld in der Verlassenschaft vorhanden sey oder nicht. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0659">
                <head>§. 659.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0138-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=549">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA598">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=659">RIS</ref>]</p>
                <p>Der Erblasser kann die Auswahl; welche Sache aus mehreren der Legatar haben soll, auch,
         einem Dritten überlassen. Schlägt sie dieser aus, oder ist er vor getroffener Auswahl
         gestorben; so bestimmt die Gerichtsbehörde das Legat mit Rücksicht auf den Stand und das
         Bedürfnis des Legatars. Diese gerichtliche Bestimmung tritt auch in dem Falle ein, daß der
         Legatar vor der ihm überlassenen Auswahl verstorben ist.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0660">
                <head>§. 660.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0138-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=549">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA599">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=660">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) das Vermächtniß einer bestimmten Sache;]</p>
                <p>Das Vermächtniß einer bestimmten Sache kann von dem Legatar, wenn es in Einer oder in
         verschiedenen Anordnungen wiederhohlt wird, nicht zugleich in Natur und dem Werthe nach
         verlangt werden. Andere Vermächtnisse, ob sie gleich eine Sache der nähmlichen Art oder den
         nähmlichen Betrag enthalten, gebühren dem Legatar so oft, als sie wiederhohlt worden sind.
        </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0661">
                <head>§. 661.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0139-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=550">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA600">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=661">RIS</ref>]</p>
                <p>Das Vermächtniß ist ohne Wirkung, wenn das vermachte Stück zur Zeit der letzten Anordnung
         schon ein Eigenthum des Legatars war. Hat er es später an sich gebracht; so wird ihm der
         ordentliche Werth bezahlt. Wenn er es aber von dem Erblasser selbst und zwar unentgeldlich
         erhalten hat, ist das Vermächtniß für aufgehoben zu halten. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0662">
                <head>§. 662.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0140-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=550">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA602">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=662">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: c) einer fremden Sache;]</p>
                <p>Das Vermächtniß einer fremden Sache, die weder dem Erblasser, noch dem Erben oder
         Legatar, welcher sie einem Dritten leisten soll, gehört, ist wirkungslos. Gebührt den
         erwähnten Personen ein Antheil oder Anspruch an der Sache; so ist das Vermächtniß nur von
         diesem Anspruche oder Antheile zu verstehen. Ist die vermachte Sache verpfändet oder
         belastet; so übernimmt der Empfänger auch die darauf haftenden Lasten. Wenn aber der
         Erblasser ausdrücklich verordnet, daß eine bestimmte fremde Sache gekauft, und dem Legatar
         geleistet werden solle, der Eigenthümer hingehen sie um den Schätzungspreis nicht veräußern
         will; so ist dem Legatar dieser Werth zu entrichten. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0663">
                <head>§. 663.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0140-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=550">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA604">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=663">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: d) einer Forderung;]</p>
                <p>Das Vermächtniß einer Forderung, die der Erblasser an den Legatar zu machen hat,
         verpflichtet den Erben, den Schuldschein zurück zu stellen; oder, dem Legatar die Befreyung
         von der Schuld und den rückständigen Zinsen auszufertigen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0664">
                <head>§. 664.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0140-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=550">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA605">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=664">RIS</ref>]</p>
                <p>Vermacht der Erblasser jemanden eine Forderung, die er an einen Dritten zu stellen hat;
         so muß der Erbe die Forderung sammt den rückständigen und weiter laufenden Zinsen dem
         Legatar überlassen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0665">
                <head>§. 665.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0140-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=550">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA606">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=665">RIS</ref>]</p>
                <p>Das Vermächtniß der Schuld, die der Erblasser dem Legatar zu entrichten hat, hat die
         Wirkung, daß der Erbe die von dem Erblasser bestimmt ausgedrückte, oder von dem Legatar
         ausgewiesene Schuld anerkennen, und sie, ohne Rücksicht auf die in der Schuldverschreibung
         enthaltenen Bedingungen oder Fristen, längstens in der zur Abführung der übrigen Legate
         bestimmten Zeitfrist berichtigen muß. Den gefährdeten Gläubigern des Erblassers aber kann
         dessen Anerkennung nicht zum Nachtheile gereichen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0666">
                <head>§. 666.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0141-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=550">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA608">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=666">RIS</ref>]</p>
                <p>Die Erlassung der Schuld ist nur von den gegenwärtigen, nicht auch von den erst nach dem
         errichteten Vermächtnisss entstandenen Schulden zu verstehen. Wird durch ein Vermächtniß
         das Pfandrecht, oder die Bürgschaft erlassen; so folgt daraus nicht, daß auch die Schuld
         erlassen worden sey. Werden die Zahlungsfristen verlängert; so müssen doch die Zinsen fort
         bezahlt werden. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0667">
                <head>§. 667.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0141-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=550">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA610">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=667">RIS</ref>]</p>
                <p>Wenn der Erblasser einer Person eine Summe schuldig ist, und ihr eine gleiche Summe
         vermacht; so wird nicht vermuthet, daß er die Schuld mit dem Vermächtnisse habe tilgen
         wollen. Der Erbe bezahlt in diesem Falle die Summe doppelt; ein Mahl als Schuld, und dann
         als Vermächtniß.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0668">
                <head>§. 668.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0141-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=551">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA611">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=668">RIS</ref>]</p>
                <p>Unter dem Vermächtnisse aller ausstehenden Forderungen sind doch weder die Forderungen
         aus öffentlichen Credits-Papieren, noch auch die auf einem unbeweglichen Gute haftenden
         Capitalien, oder die aus einem dinglichen Rechte entstehenden Forderungen begriffen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0669">
                <head>§. 669.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0142-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=551">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA613">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=669">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: e) des Heirathsgutes;]</p>
                <p>Das Heirathsgut kann vermacht werden, entweder um den Gatten von der Zurückzahlung
         desselben zu befreyen; oder, um den Erben zu verpflichten, daß er der Gattinn die als
         Heirathsgut eingebrachte Summe oder Sache ohne Beweis und ohne Abzug der darauf verwendeten
         Kosten abführe. Hier gelten die für Andere vermachte Forderungen gegebenen
         Vorschriften.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0670">
                <head>§. 670.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0142-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=551">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA614">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=670">RIS</ref>]</p>
                <p>Vermacht der Erblasser einer dritten Person ein unbestimmtes Heirathsgut; so versteht man
         darunter, ohne Rücksicht auf ihr eigenes Vermögen, ein solches Heirathsgut, als der Vater
         dieser Person bey mittelmäßigem Vermögen nach seinem Stande abzureichen schuldig wäre.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0671">
                <head>§. 671.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0142-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=551">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA615">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=671">RIS</ref>]</p>
                <p>Vermachen Aeltern den Töchtern ein Heirathsgut; so wird dasselbe, wofern es nicht
         ausdrücklich als ein Vorausvermächtniß erkläret worden, in den gesetzlichen oder
         letztwilligen Erbtheil eingerechnet.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0672">
                <head>§. 672.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0143-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=551">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA616">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=672">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: f) des Unterhaltes der Erziehung oder Kost;]</p>
                <p>Das Vermächtniß des Unterhaltes begreift Nahrung, Kleidung, Wohnung und die übrigen
         Bedürfnisse, und zwar auf lebenslang, wie auch den nöthigen Unterricht in sich. Alles
         dieses wird auch unter Erziehung verstanden. Die Erziehung endiget sich mit der
         Volljährigkeit. Unter Kost wird Speise und Trank auf lebenslang begriffen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0673">
                <head>§. 673.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0143-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=551">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA618">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=673">RIS</ref>]</p>
                <p>Das Maß der im vorstehenden §. angeführten Vermächtnisse, wenn es weder aus dem
         ausdrücklichen, noch aus dem stillschweigenden, durch die bisherige Unterstützung
         erklärten, Willen des Erblassers erhellet, muß nach dem Stande bestimmt werden, welcher dem
         Legatar eigen ist, oder, wozu er durch die genossene Verpflegung vorbereitet worden
         ist.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0674">
                <head>§. 674.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0143-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=551">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA619">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=674">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: g) der Mobilien; des Hausrathes;]</p>
                <p>Unter Mobilien (Meubeln) werden nur die zum anständigen Gebrauche der Wohnung; unter
         Hausrath oder Einrichtung zugleich die zur Führung der Haushaltung erforderlichen
         Geräthschaften verstanden. Die Werkzeuge zum Betriebe des Gewerbes sind, ohne eine
         deutlichere Erklärung, darunter nicht begriffen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0675">
                <head>§. 675.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0144-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=551">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA621">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=675">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: h) eines Behältnisses;]</p>
                <p>Ist jemand ein Behältniß vermacht worden, welches nicht für sich selbst bestehet, sondern
         nur ein Theil eines Ganzen ist; so wird in der Regel vermuthet, daß nur diejenigen Stücke
         zugedacht worden sind, welche sich bey dem Ableben des Erblassers darin vorfinden, und zu
         deren Aufbewahrung das Behältniß seiner Natur nach bestimmt, oder von dem Erblasser
         gewöhnlich verwendet worden ist.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0676">
                <head>§. 676.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0144-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=552">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA623">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=676">RIS</ref>]</p>
                <p>Ist hingegen das Behältniß beweglich, oder doch eine für sich bestehende Sache; so hat
         der Legatar nur auf das Behältniß, nicht auch auf die darin befindlichen Sachen
         Anspruch.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0677">
                <head>§. 677.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0144-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=552">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA624">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=677">RIS</ref>]</p>
                <p>Wird ein Schrank, ein Kasten oder eine Lade mit allen darin befindlichen Sachen vermacht;
         so rechnet man dazu auch Gold und Silber, Schmuck und bares Geld, selbst die vom Legatar
         dem Erblasser ausgestellten Schuldscheine. Andere Schuldscheine oder Urkunden, worauf sich
         Forderungen und Rechte des Erblassers gründen, werden nur dann dazu gerechnet, wenn sich
         außer denselben nichts in dem Behältnisse befindet. Zu einem Vermächtnisse flüssiger Sachen
         gehören auch die zu ihrer Verführung bestimmten Gefäße.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0678">
                <head>§. 678.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0145-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=552">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA625">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=678">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: i) der Juwelen, des Schmuckes und Putzes;]</p>
                <p>Unter Juwelen werden in der Regel nur Edelsteine und gute Perlen; unter Schmuck auch die
         unechten Steine, und das aus Gold oder Silber verfertigte oder damit überzogene Geschmeide,
         welches zur Zierde der Person dient; und unter Putz dasjenige verstanden, was außer
         Schmuck, Geschmeide und Kleidungsstücken zur Verzierung der Person gebraucht wird.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0679">
                <head>§. 679.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0145-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=552">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA626">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=679">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: k) des Goldes oder Silbers; der Wäsche; Equipage;]</p>
                <p>Das Vermächtniß des Goldes oder Silbers begreift das verarbeitete und unverarbeitete,
         doch nicht das gemünzte, noch auch dasjenige in sich, was nur ein Theil oder eine
         Verzierung eines anderen Verlassenschaftsstückes, z. B . einer Uhr oder Dose, ausmacht. Die
         Wäsche wird nicht zur Kleidung, und Spitzen werden nicht zur Wäsche, sondern zum Putze
         gerechnet. Unter Equipage werden die zur Bequemlichkeit des Erblassers bestimmten Zugpferde
         und Wagen sammt dem dazu gehörigen Geschirre; nicht auch Reitpferde und Reitzeug
         verstanden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0680">
                <head>§. 680.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0146-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=552">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA627">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=680">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: l) der Barschaft.]</p>
                <p>Zur Barschaft gehören auch jene öffentlichen Credits-Papiere, welche im ordentlichen
         Umlaufe die Stelle des baren Geldes vertreten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0681">
                <head>§. 681.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0146-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=552">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA628">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=681">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: m) Ueber die Benennung: Kinder;]</p>
                <p>Unter dem Worte: Kinder, werden, wenn der Erblasser die Kinder eines Anderen bedenkt, nur
         die Söhne und Töchter; wenn er aber seine eigenen Kinder bedenkt, auch die an deren Stelle
         tretenden Nachkömmlinge begriffen, welche bey dem Ableben des Erblassers schon erzeuget
         waren.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0682">
                <head>§. 682.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0146-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=552">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA629">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=682">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: n) Verwandte;]</p>

                <p>Ein ohne nähere Bestimmung für die Verwandten ausgesetztes Vermächtnis wird denjenigen,
         welche nach der gesetzlichen Erbfolge die nächsten sind, zugewendet, und die oben in dem
          <ref target="#NA.0559">§. 559</ref> über die Vertheilung einer Erbschaft unter solchen
         Personen, welche für Eine Person angesehen werden, aufgestellte Regel ist auch auf
         Vermächtnisse anzuwenden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0683">
                <head>§. 683.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0147-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=552">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA630">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=683">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: o) Dienstpersonen.]</p>
                <p>Hat der Erblasser seinen Dienst-Personen ein Vermächtniß hinterlassen, und sie bloß durch
         das Dienstverhältniß bezeichnet; so wird vermuthet, daß es diejenigen erhalten sollen,
         welche zur Zeit seines Ablebens in dem Dienstverhältnisse stehen. Doch kann in diesem, so
         wie in den übrigen Fällen, die Vermuthung durch entgegen gesetzte stärkere
         Vermuthungsgründe aufgehoben werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0684">
                <head>§. 684.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0147-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=553">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA632">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=684">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Anfallstag bey den Vermächtnissen.]</p>
                <p>Der Legatar erwirbt in der Regel (<ref target="#NA.0699">§. 699</ref>) gleich nach dem
         Tode des Erblassers für sich und seine Nachfolger ein Recht auf das Vermächtniß. Das
         Eigenthumsrecht auf die vermachte Sache aber kann nur nach den für die Erwerbung des
         Eigenthumes in dem fünften Hauptstücke aufgestellten Vorschriften erlanget werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0685">
                <head>§. 685.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0148-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=553">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA634">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=685">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Zahlungstag.]</p>
                <p>Das Vermächtniß einzelner Verlassenschaftsstücke und darauf sich beziehender Rechte,
         kleine Belohnungen des Dienstgesindes und fromme Vermächtnisse können sogleich; andere aber
         erst nach Einem Jahre, von dem Tode des Erblassers, gefordert werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0686">
                <head>§. 686.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0148-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=553">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA636">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=686">RIS</ref>]</p>
                <p>Bey dem Vermächtnisse eines einzelnen Verlassenschaftsstückes kommen dem Legatar auch die
         seit dem Tode des Erblassers laufenden Zinsen, entstandenen Nutzungen und jeder andere
         Zuwachs zu Statten. Er trägt hingegen auch alle auf dem Legate haftende Lasten, und selbst
         den Verlust, wenn es ohne Verschulden eines Anderen vermindert wird, oder gänzlich zu
         Grunde geht.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0687">
                <head>§. 687.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0148-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=553">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA639">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=687">RIS</ref>]</p>
                <p>Wird jemanden ein in wiederkehrenden Fristen, als: alle Jahre, Monathe und dergleichen,
         zu leistender Betrag vermacht; so erhält der Legatar ein Recht auf den ganzen Betrag dieser
         Frist, wenn er auch nur den Anfang der Frist erlebt hat. Doch kann der Betrag erst mit
         Ablauf der rist gefordert werden. Die erste Frist fängt mit dem Sterbetage des Erblassers
         zu laufen an.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0688">
                <head>§. 688.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0149-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=553">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA641">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=688">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Recht des Legatars zur Sicherstellung.]</p>

                <p>In allen Fallen, in welchen ein Gläubiger von einem Schuldner Sicherstellung zu fordern
         berechtiget ist, kann auch ein Legatar die Sicherstellung seines Legates verlangen. Wie die
         Einverleibung eines Vermächtnisses, zur Begründung eines dinglichen Rechtes, geschehen
         müsse, ist oben <ref target="#NA.0437">§. 437</ref> vorgeschrieben worden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0689">
                <head>§. 689.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0149-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=553">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA642">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=689">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Wem ein erledigtes Vermächtniß zufalle?]</p>

                <p>Ein Vermächtniß, welches der Legatar nicht annehmen kann oder will, fällt auf den
         Nachberufenen (<ref target="#NA.0652">§. 652</ref>). Ist kein Nachberufener vorhanden, und
         ist das ganze Vermächtniß mehreren Personen ungetheilt oder ausdrücklich zu gleichen
         Theilen zugedacht; so wächst der Antheil, den einer von ihnen nicht erhält, den übrigen
         eben so, wie den Miterben die Erbschaft, zu. Außer den gedachten zwey Fallen bleibt das
         erledigte Vermächtniß in der Erbschafts-Masse.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0690">
                <head>§. 690.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0149-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=553">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA644">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=690">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Recht des Erben, wenn die Lasten die Masse erschöpfen;]</p>
                <p>Wenn die ganze Erbschaft durch Vermächtnisse erschöpft ist; so hat der Erbe nichts
         weiter, als die Vergütung seiner zum Besten der Masse gemachten Auslagen und eine seinen
         Bemühungen angemessene Belohnung zu fordern. Will er den Nachlaß nicht selbst verwalten; so
         muß er um die Aufstellung eines Curators anlangen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0691">
                <head>§. 691.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0150-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=553">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA647">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=691">RIS</ref>]</p>
                <p>Können nicht alle Legatare aus der Verlassenschafts-Masse befriediget werden; so wird das
         Legat des Unterhaltes vor allen anderen entrichtet, und dem Legatar gebührt der Unterhalt
         von dem Tage des Erbanfalles.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0692">
                <head>§. 692.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0150-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=554">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA647">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=692">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: oder gar übersteigen.]</p>
                <p>Reicht die Verlassenschaft zur Bezahlung der Schulden, anderer pflichtmäßigen Auslagen
         und zur Berichtigung aller Vermächtnisse nicht zu; so leiden die Legatare einen
         verhältnißmäßigen Abzug. Daher ist der Erbe, so lange eine solche Gefahr obwaltet, die
         Vermächtnisse ohne Sicherstellung zu berichtigen nicht schuldig.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0693">
                <head>§. 693.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0150-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=554">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA650">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=693">RIS</ref>]</p>
                <p>Im Falle aber, daß die Legatare die Vermächtnisse bereits empfangen haben, wird der Abzug
         nach dem Werthe, den das Vermächtniß zur Zeit des Empfanges hatte, und den daraus gezogenen
         Nutzungen bestimmt. Doch steht dem Legatar auch nach empfangenem Vermächtnisse noch immer
         frey, zur Vermeidung des Beytrages, das Vermächtniß, oder den oben erwähnten Werth und die
         bezogenen Nutzungen in die Masse zurück zu stellen; in Rücksicht der Verbesserungen und
         Verschlimmerungen wird er als ein redlicher Besitzer behandelt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0694">
                <head>§. 694.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0151-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=554">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA652">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=694">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Von den gesetzlichen Beyträgen zu öffentlichen Anstalten.]</p>
                <p>Die Beyträge, welche ein Erblasser nach den politischen Vorschriften zur Unterstützung
         der Armen-, Invaliden-, und Krankenhäuser und des öffentlichen Unterrichtes in dem
         Testamente ausgesetzt hat, sind nicht als Vermächtnisse anzusehen; sie sind eine
         Staatsauflage, müssen selbst von den gesetzlichen Erben entrichtet, und können nicht nach
         den Grundsätzen des Privat-Rechtes, sondern nur nach den politischen Verordnungen
         beurtheilet werden.</p>
              </div>
            </div>
            <div xml:id="NA.2.1.12">
              <head>Zwölftes Hauptstück. Von Einschränkung und Aufhebung des letzten Willens.</head>
              <div xml:id="NA.0695">
                <head>§. 695.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0152-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=554">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA665">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=695">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Recht des Erblassers zur Einschränkung oder Aenderung seines letzten Willens.]</p>
                <p>Der Erblasser kann seine Anordnung auf eine Bedingung; auf einen Zeitpunct; durch einen
         Auftrag; oder, eine erklärte Absicht einschränken. Er kann auch sein Testament oder
         Codicill abändern, oder es ganz aufheben.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0696">
                <head>§. 696.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0152-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=554">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA656">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=696">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Arten der Einschränkung des letzten Willens: 1) Bedingung.]</p>
                <p>Eine Bedingung heißt eine Ereignung, wovon ein Recht abhängig gemacht wird. Die Bedingung
         ist bejahend oder verneinend, je nachdem sie sich auf den Erfolg oder Nichterfolg der
         Ereignung bezieht. Sie ist aufschiebend, wenn das zugedachte Recht erst nach ihrer
         Erfüllung zu seiner Kraft gelangt; sie ist auflösend, wenn das zugedachte Recht bey ihrem
         Eintritte verloren geht.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0697">
                <head>§. 697.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0153-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=554">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA657">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=697">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Vorschriften: a) über unverständliche;]</p>
                <p>Ganz unverständliche Bedingungen sind für nicht beygesetzt zu achten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0698">
                <head>§. 698.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0153-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=554">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA660">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=698">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) unmögliche oder unerlaubte;]</p>
                <p>Die Anordnung, wodurch jemanden unter einer aufschiebenden unmöglichen Bedingung ein
         Recht ertheilt wird, ist ungültig, obschon die Erfüllung der Bedingung erst in der Folge
         unmöglich, und die Unmöglichkeit dem Erblasser bekannt geworden wäre. Eine auflösende
         unmögliche Bedingung wird als nicht beygesetzt angesehen. Alles dieses gilt auch von den
         unerlaubten Bedingungen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0699">
                <head>§. 699.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0153-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=555">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA666">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=699">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: c) mögliche und erlaubte Bedingungen;]</p>
                <p>Sind die Bedingungen möglich und erlaubt; so kann das davon abhängende Recht nur durch
         ihre genaue Erfüllung erworben werden; sie mögen vom Zufalle, von dem Willen des bedachten
         Erben, Legatars, oder eines Dritten abhängen. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0700">
                <head>§. 700.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0154-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=555">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA667">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=700">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: d) Bedingung der Nichtverehelichung;]</p>
                <p>Die Bedingung, daß der Erbe oder der Legatar sich, selbst nach erreichter Großjährigkeit,
         nicht verehelichen solle, ist als nicht beygesetzt anzusehen. Nur eine verwitwete Person
         muß, wenn sie Ein oder mehrere Kinder hat, die Bedingung erfüllen. Die Bedingung, daß der
         Erbe oder Legatar eine bestimmte Person nicht heirathe, kann gültig auferlegt werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0701">
                <head>§. 701.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0154-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=555">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA669">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=701">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: e) wenn die Bedingung bey dem Leben des Erblassers erfüllet worden.]</p>
                <p>Ist die in der letzten Willenserklärung vorgeschriebene Bedingung schon bey dem Leben des
         Erblassers eingetroffen; so muß die Erfüllung derselben nach dem Tode des Erblassers nur
         dann wiederhohlt werden, wenn die Bedingung in einer Handlung des Erben oder Legatars
         besteht, welche von ihm wiederhohlt werden kann.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0702">
                <head>§. 702.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0154-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=555">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA670">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=702">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Ob die Bedingung auch auf die Nachberufenen auszudehnen sey.]</p>
                <p>Eine dem Erben oder Legatar beygerückte Bedingung ist, ohne ausdrückliche Erklärung des
         Erblassers, auf den von dem Erblasser nachberufenen Erben oder Legatar nicht auszudehnen.
        </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0703">
                <head>§. 703.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0155-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=555">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA671">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=703">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Wirkung einer möglichen aufschiebenden Bedingung.]</p>
                <p>Zur Erwerbung eines unter einer aufschiebenden Bedingung zugedachten Nachlasses ist
         nothwendig, daß die bedachte Person die Erfüllung der Bedingung überlebe, und bey dem
         Eintritte derselben erbfähig sey.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0704">
                <head>§. 704.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0155-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=555">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA672">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=704">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 2) Zeitpunct.]</p>
                <p>Ist es ungewiß, ob der Zeitpunct, auf welchen der Erblasser das zugedachte Recht
         einschränkt, kommen oder nicht kommen werde; so wird diese Einschränkung als eine Bedingung
         angesehen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0705">
                <head>§. 705.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0155-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=555">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA674">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=705">RIS</ref>]</p>
                <p>Ist der Zeitpunct von der Art, daß er kommen muß; so wird das zugedachte Recht, wie
         andere unbedingte Rechte, auch auf die Erben der bedachten Person übertragen, und nur die
         Uebergabe bis zum gesetzten Termine verschoben. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0706">
                <head>§. 706.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0155-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=555">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA674">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=706">RIS</ref>]</p>
                <p>Wäre es offenbar, daß die in der letzten Anordnung ausgemessene Zeit nie kommen könne; so
         wird die Bestimmung dieser Zeit wie die Beysetzung einer unmöglichen Bedingung angesehen.
         Nur in dem Falle, daß der Erblasser wahrscheinlich bloß in der Berechnung der Zeit sich
         geirret hat, wird der Zeitpunct nach dem wahrscheinlichen Willen des Erblassers zu
         bestimmen seyn.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0707">
                <head>§. 707.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0156-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=555">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA676">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=707">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Rechtsverhältniß bey einer Bedingung oder einem Zeitpuncte zwischen der bedachten und ihr nachfolgenden Person.]</p>
                <p>So lange das Recht des Erben oder des Legatars wegen einer noch nicht erfüllten
         Bedingung, oder wegen des noch nicht gekommenen Zeitpunctes verschoben bleibt; so lange
         finden im ersten Falle zwischen dem gesetzlichen und eingesetzten Erben; und im zweyten
         Falle zwischen dem Erben und Legatar, in Hinsicht auf den einstweiligen Besitz und Genuß
         des Nachlasses oder Legates, die nähmlichen Rechte und Verbindlichkeiten, wie bey einer
         fideicommissarischen Substitution, Statt. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0708">
                <head>§. 708.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0156-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=556">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA678">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=708">RIS</ref>]</p>

                <p>Wer eine Erbschaft oder ein Vermächtniß unter einer verneinenden oder auflösenden
         Bedingung; oder, nur auf eine gewisse Zeit erhält, hat gegen den, welchem die Erbschaft
         oder das Vermächtniß, beym Eintritte der Bedingung, oder des bestimmten Zeitpunctes
         zufällt, die nähmlichen Rechte und Verbindlichkeiten, welche einem Erben oder Legatar gegen
         den fideicommissarischen Substituten zukommen /<ref target="#NA.0613">§. 613</ref>).</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0709">
                <head>§. 709.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0157-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=556">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA680">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=709">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 3) Auftrag.]</p>

                <p>Hat der Erblasser jemanden einen Nachlaß unter einem Auftrage zugewendet; so ist dieser
         Auftrag als eine auflösende Bedingung anzusehen, daß durch die Nichterfüllung des Auftrages
         der Nachlaß verwirkt werden solle (<ref target="#NA.0696">§. 696</ref>).</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0710">
                <head>§. 710.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0157-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=556">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA682">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=710">RIS</ref>]</p>
                <p>In dem Falle, daß der Auftrag nicht genau erfüllet werden kann, muß man demselben
         wenigstens nach Möglichkeit nahe zu kommen suchen. Kann auch dieses nicht geschehen; so
         behält doch der Belastete, wofern aus dem Willen des Erblassers nicht das Gegentheil
         erhellet, den zugedachten Nachlaß. Wer sich zur Erfüllung des Auftrages selbst unfähig
         gemacht hat, wird des ihm zugedachten Nachlasses verlustig.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0711">
                <head>§. 711.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0157-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=556">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA684">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=711">RIS</ref>]</p>
                <p>Wenn der Erblasser die Absicht, wozu er den Nachlaß bestimmt, zwar ausgedrückt, aber
         nicht zur Pflicht gemacht hat, so kann die bedachte Person nicht angehalten werden, den
         Nachlaß zu dieser Absicht zu verwenden. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0712">
                <head>§. 712.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0158-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=556">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA685">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=712">RIS</ref>]</p>
                <p>Die Anordnung, wodurch der Erblasser seinem Erben eine unmögliche oder unerlaubte
         Handlung mit dem Beysatze aufträgt, daß er, wofern er den Auftrag nicht befolgte, einem
         Dritten ein Legat entrichten soll, ist ungültig.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0713">
                <head>§. 713.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0158-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=556">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA686">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=713">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Von Aufhebung der Anordnungen, und zwar: 1) durch Errichtung einer neuen Anordnung; eines Testamentes;]</p>
                <p>Ein früheres Testament wird durch ein späteres gültiges Testament nicht nur in Rücksicht
         der Erbseinsetzung, sondern auch in Rücksicht der übrigen Anordnungen aufgehoben; dafern
         der Erblasser in dem letzteren nicht deutlich zu erkennen gibt, daß das frühere ganz oder
         zum Theil bestehen solle. Diese Vorschrift gilt auch dann, wenn in dem späteren Testamente
         der Erbe nur zu einem Theile der Erbschaft berufen wird. Der übrig bleibende Theil fällt
         nicht den in dem früheren Testamente eingesetzten, sondern den gesetzlichen Erben zu.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0714">
                <head>§. 714.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0158-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=556">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA690">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=714">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: oder Codicilles;]</p>
                <p>Durch ein späteres Codicill, deren mehrere neben einander bestehen können, werden frühere
         Vermächtnisse oder Codicille nur in so fern aufgehoben, als sie mit demselben im
         Widerspruche stehen. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0715">
                <head>§. 715.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0159-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=556">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA692">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=715">RIS</ref>]</p>
                <p>Kann man nicht entscheiden, welches Testament oder Codicill das spätere sey; so gelten,
         in so fern sie neben einander bestehen können, beyde, und es kommen die im Hauptstücke von
         der Gemeinschaft des Eigenthumes aufgestellten Vorschriften zur Anwendung. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0716">
                <head>§. 716.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0159-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=557">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA694">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=716">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: ungeachtet der früher erklärten Unabänderlichkeit;]</p>
                <p>Der in einem Testamente oder Codicille angehängte Beysatz: daß jede spätere Anordnung
         überhaupt, oder, wenn sie nicht mit einem bestimmten Merkmahle bezeichnet ist, null und
         nichtig seyn solle, verhindert zwar den Erblasser nicht, seinen letzten Willen zu
         verändern; allein, wenn er in der späteren Verordnung den eben angeführten allgemeinen
         oder, besonderen Beysatz nicht ausdrücklich aufhebt; so wird nicht sein späterer, sondern
         sein früherer Wille für gültig angenommen. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0717">
                <head>§. 717.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0160-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=557">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA696">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=717">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 2) durch Widerruf:]</p>
                <p>Will der Erblasser seine Anordnung aufheben, ohne eine neue zu errichten; so muß er sie
         ausdrücklich entweder mündlich oder schriftlich widerrufen, oder die Urkunde vertilgen.
        </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0718">
                <head>§. 718.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0160-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=557">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA697">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=718">RIS</ref>]</p>
                <p>Der Widerruf kann nur in einem solchen Zustande gültig geschehen, worin man einen letzten
         Willen zu erklären fähig ist. Ein gerichtlich erklärter Verschwender kann seinen letzten
         Willen gültig widerrufen. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0719">
                <head>§. 719.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0160-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=557">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA698">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=719">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: a) einen ausdrücklichen;]</p>
                <p>Ein mündlicher Widerruf einer gerichtlichen oder außergerichtlichen letzten Anordnung
         erfordert so viele und solche Zeugen, als zur Gültigkeit eines mündlichen Testamentes
         nöthig sind; ein schriftlicher aber, eine von dem Erblasser eigenhändig geschriebene und
         unterschriebene, oder wenigstens von ihm und den zu einem schriftlichen Testamente
         erforderlichen Zeugen unterfertigte Erklärung. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0720">
                <head>§. 720. </head>
                <p>Eine Anordnung des Erblassers, wodurch er dem Erben oder Legatar unter angedrohter
         Entziehung eines Vortheiles verbiethet, den letzten Willen zu bestreiten, soll für den
         Fall, daß nur die Echtheit oder der Sinn der Erklärung angefochten wird, nie von einer
         Wirkung seyn. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0721">
                <head>§. 721.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0161-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=557">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA700">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=721">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) stillschweigenden;]</p>
                <p>Wer in seinem Testamente oder Codicille die Unterschrift durchschneidet; sie
         durchstreicht, oder, den ganzen Inhalt auslöscht, vertilgt es. Wenn von mehreren
         gleichlautenden Urkunden nur Eine vertilgt worden; so kann man daraus auf keinen Widerruf
         schließen. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0722">
                <head>§. 722.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0161-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=557">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA702">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=722">RIS</ref>]</p>
                <p>Sind die gedachten Verletzungen der Urkunde nur zufällig geschehen, oder, ist die Urkunde
         in Verlust gerathen; so verliert der letzte Wille seine Wirkung nicht; wenn anders der
         Zufall durch die in der Gerichtsordnung bestimmten Beweisarten, und der Inhalt der Urkunde
         auf die Art erwiesen wird, wie eine mündliche letzte Anordnung erwiesen werden muß.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0723">
                <head>§. 723.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0161-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=557">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA704">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=723">RIS</ref>]</p>
                <p>Hat ein Erblasser eine spätere Anordnung vernichtet, die frühere schriftliche Anordnung
         aber unversehrt gelassen; so kommt die frühere schriftliche wieder zur Kraft. Eine
         mündliche frühere Anordnung lebt dadurch nicht wieder auf. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0724">
                <head>§. 724.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0162-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=558">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA705">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=724">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: oder c) vermutheten.]</p>
                <p>Ein Legat wird für widerrufen angesehen, wenn der Erblasser die vermachte Forderung
         eingetrieben und erhoben; wenn er die jemanden zugedachte Sache veräußert, und nicht wieder
         zurück erhalten; oder wenn er sie auf eine solche Art in eine andere verwandelt hat, daß
         die Sache ihre vorige Gestalt und ihren vorigen Nahmen verliert.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0725">
                <head>§. 725.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0162-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=558">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA705">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=725">RIS</ref>]</p>
                <p>Wenn aber der Schuldner die Forderung aus eigenem Antriebe berichtiget hat; wenn die
         Veräußerung des Legates auf gerichtliche Anordnung geschehen; wenn die Sache ohne
         Einwilligung des Erblassers verwandelt worden ist; so besteht das Legat.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0726">
                <head>§. 726.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0162-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=558">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA708">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=726">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 3) durch Entsagung der Erben.]</p>
                <p>Will oder kann weder ein Erbe, noch Nacherbe die Verlassenschaft annehmen; so fällt das
         Erbrecht auf die gesetzlichen Erben. Diese sind aber verpflichtet, die übrigen Verfügungen
         des Erblassers zu befolgen. Entsagen auch sie der Erbschaft; so werden die Legatare
         verhältnismäßig als Erben betrachtet.</p>
              </div>
            </div>
          </div>
          <div xml:id="NA.2.2">
            <head>II. Theil.</head>
            <div xml:id="NA.2.2.13">
              <head>Dreyzehntes Hauptstück. Von der gesetzlichen Erbfolge.</head>
              <div xml:id="NA.0727">
                <head>§. 727.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0164-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=558">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA713">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=727">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Fälle der gesetzlichen Erbfolge.]</p>
                <p>Wenn der Verstorbene keine gültige Erklärung des letzten Willens hinterlassen; wenn er in
         derselben nicht über sein ganzes Vermögen verfüget; wenn er die Personen, denen er kraft
         des Gesetzes einen Erbtheil zu hinterlassen schuldig war, nicht gehörig bedacht hat; oder
         wenn die eingesetzten Erben die Erbschaft nicht annehmen können oder wollen; so findet die
         gesetzliche Erbfolge ganz oder zum Theile Statt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0728">
                <head>§. 728.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0164-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=558">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA714">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=728">RIS</ref>]</p>
                <p>In Ermangelung einer gültigen Erklärung des letzten Willens fällt die ganze
         Verlassenschaft des Verstorbenen den gesetzlichen Erben zu. Ist aber eine gültige Erklärung
         des letzten Willens vorhanden; so kommt ihnen derjenige Erbtheil zu, welcher in derselben
         Niemanden zugedacht ist.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0729">
                <head>§. 729.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0165-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=558">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA714">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=729">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Vorschrift für den Fall des verkürzten Pflichttheiles.]</p>
                <p>Ist eine Person., welcher der Erblasser kraft der Gesetze einen Erbtheil zu hinterlassen
         schuldig war, durch eine letzte Willenserklärung verkürzt worden; so kann sie sich auf die
         Vorschrift des Gesetzes berufen, und den nach Maßgabe des folgenden Hauptstückes ihr
         gebührenden Erbtheil gerichtlich fordern. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0730">
                <head>§. 730.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0165-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=558">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA717">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=730">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Gesetzliche Erben; I.) Die Verwandten aus einer ehelichen Abstammung.]</p>
                <p>Gesetzliche Erben sind zuförderst diejenigen, welche mit dem Erblasser vermittelst
         ehelicher Abstammung durch die nächste Linie verwandt sind. Die Verwandtschafts-Linien
         werden auf folgende Art bestimmt. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0731">
                <head>§. 731.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0165-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=558">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA717">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=731">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erbfähige Linien derselben.]</p>
                <p>Zur ersten Linie gehören diejenigen, welche sich unter dem Erblasser, als ihrem Stamme,
         vereinigen, nähmlich: seine Kinder und ihre Nachkömmlinge.</p>
                <p>Zur zweyten Linie gehören des Erblassers Vater und Mutter, sammt denjenigen, die sich mit
         ihm unter Vater und Mutter vereinigen, nähmlich: seine Geschwister und ihre
         Nachkömmlinge.</p>
                <p>Zur dritten Linie gehören die Großältern sammt den Geschwistern der Aeltern und ihren
         Nachkömmlingen.</p>
                <p>Zur vierten Linie gehören des Erblassers erste Urgroßältern sammt ihren
         Nachkömmlingen.</p>
                <p>Zur fünften Linie gehören des Erblassers zweyte Urgroßältern sammt denjenigen, die von
         ihnen abstammen.</p>
                <p>Zur sechsten Linie gehören des Erblassers dritte Urgroßältern sammt denjenigen, die von
         ihnen entsprossen sind.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0732">
                <head>§. 732.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0166-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=559">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA723">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=732">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 1. Linie: Die Kinder.]</p>
                <p>Wenn der Erblasser eheliche Kinder des ersten Grades hat, so fällt ihnen die ganze
         Erbschaft zu; sie mögen männlichen oder weiblichen Geschlechtes; sie mögen bey Lebzeiten
         des Erblassers oder nach seinem Tode geboren seyn. Mehrere Kinder theilen die Erbschaft
         nach ihrer Zahl in gleiche Theile. Enkel von noch lebenden Kindern, und Urenkel von noch
         lebenden Enkeln haben kein Recht zur Erbfolge.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0733">
                <head>§. 733.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0167-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=559">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA723">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=733">RIS</ref>]</p>
                <p>Ist ein Kind des Erblassers vor ihm gestorben, und sind von demselben Ein oder mehrere
         Enkel vorhanden; so fällt der Antheil, welcher dem verstorbenen Kinde gebührt hätte, diesem
         nachgelassenen Enkel ganz oder den mehreren Enkeln zu gleichen Theilen zu. Ist von diesen
         Enkeln ebenfalls Einer gestorben und hat Urenkel nachgelassen; so wird auf die nähmliche
         Art der Antheil des verstorbenen Enkels unter die Urenkel gleich getheilt. Sind von einem
         Erblasser noch entferntere Nachkömmlinge vorhanden; so wird die Theilung verhältnismäßig
         nach der eben gegebenen Vorschrift vorgenommen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0734">
                <head>§. 734.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0167-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=559">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA724">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=734">RIS</ref>]</p>
                <p>Auf diese Art wird eine Erbschaft nicht nur dann getheilet, wenn Enkel von verstorbenen
         Kindern mit noch lebenden Kindern, oder entferntere Nachkömmlinge mit näheren
         Nachkömmlingen des Erblassers zusammen treffen; sondern auch dann, wenn die Erbschaft bloß
         zwischen Enkeln von verschiedenen Kindern, oder zwischen Urenkeln von verschiedenen Enkeln
         zu theilen ist. Es können also die von jedem Kinde nachgelassenen Enkel, und die von jedem
         Enkel nachgelassenen Urenkel, ihrer seyn viele oder wenige, nie mehr und nie weniger
         erhalten, als das verstorbene Kind oder der verstorbene Enkel erhalten hätten, wenn sie am
         Leben geblieben wären.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0735">
                <head>§. 735.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0168-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=559">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA727">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=735">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 2. Linie: Die Aeltern und ihre Nachkömmlinge;]</p>

                <p>Ist Niemand vorhanden, der von dem Erblasser selbst abstammt; so fällt die Erbschaft auf
         diejenigen, die mit ihm durch die zweyte Linie verwandt sind, nähmlich: auf seine Aeltern
         und ihre Nachkömmlinge. Leben noch beyde Aeltern, so gebührt ihnen die ganze Erbschaft zu
         gleichen Theilen. Ist Eines dieser Aeltern verstorben; so treten dessen nachgelassene
         Kinder oder Nachkömmlinge in sein Recht ein, und es wird die Hälfte, die dem Verstorbenen
         gebührt hätte, unter sie nach jenen Grundsätzen getheilt, welche in den <ref
                    target="#NA.0732">§§. 732</ref> — <ref target="#NA.0734">734</ref> wegen Theilung der
         Erbschaft zwischen Kindern und entfernteren Nachkömmlingen des Erblassers festgesetzt
         worden sind.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0736">
                <head>§. 736.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0169-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=560">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA728">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=736">RIS</ref>]</p>

                <p>Wenn beyde Aeltern des Erblassers verstorben sind, so wird jene Hälfte der Erbschaft,
         welche dem Vater zugefallen wäre, unter seine hinterlassenen Kinder und derselben
         Nachkömmlinge; die andere Hälfte aber, welche der Mutter gebührt hätte, unter ihre Kinder
         und derselben Nachkömmlinge nach den <ref
                    target="#NA.0732">§§. 732</ref>—<ref target="#NA.0734">734</ref> getheilt. Sind von diesen Aeltern keine anderen als von ihnen
         gemeinschaftlich erzeugte Kinder oder derselben Nachkömmlinge vorhanden; so theilen sie die
         beyden Hälften unter sich gleich. Sind aber außer diesen noch Kinder vorhanden, die von dem
         Vater oder von der Mutter, oder von einem und der anderen in einer anderen Ehe erzeugt
         worden sind; so erhalten die von dem Vater und der Mutter gemeinschaftlich erzeugten Kinder
         oder ihre Nachkömmlinge so wohl an der väterlichen, als an der mütterlichen Hälfte ihren
         gebührenden, mit den einseitigen Geschwistern gleichen Antheil.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0737">
                <head>§. 737.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0169-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=560">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA728">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=737">RIS</ref>]</p>
                <p>Wenn eines der verstorbenen Aeltern des Erblassers weder Kinder, noch Nachkömmlinge
         hinterlassen hat; so fällt die ganze Erbschaft dem anderen noch lebenden Aelterntheile zu.
         Ist dieser Theil auch nicht mehr am Leben; so wird die ganze Erbschaft unter seinen Kindern
         und Nachkömmlingen nach den bereits angeführten Grundsätzen vertheilet.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0738">
                <head>§. 738.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0170-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=560">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA732">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=738">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 3. Linie: Die Großältern und ihre Nachkommenschaft.]</p>
                <p>Sind die Aeltern des Erblassers ohne Nachkömmlinge verstorben; so kommt die Erbschaft auf
         die dritte Linie, nähmlich: auf des Erblassers Großältern und ihre Nachkommenschaft. Die
         Erbschaft wird dann in zwey gleiche Theile getheilet. Eine Hälfte gehört den Aeltern des
         Vaters und ihren Nachkömmlingen; die andere den Aeltern der Mutter und ihren
         Nachkömmlingen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0739">
                <head>§. 739.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0170-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=560">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA733">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=739">RIS</ref>]</p>

                <p>Jede dieser Hälften wird unter den Großältern der einen und der anderen Seite, wenn sie
         beyde noch leben, gleich getheilt. Ist eines der Großältern, oder sind beyde von der einen
         oder anderen Seite gestorben; so wird die dieser Seite zugefallene Hälfte zwischen den
         Kindern und Nachkömmlingen dieser Großältern nach jenen Grundsätzen getheilet, nach welchen
         in der zweyten Linie die ganze Erbschaft zwischen den Kindern und Nachkömmlingen der
         Aeltern des Erblassers getheilet werden muß (<ref
                    target="#NA.0735">§§. 735</ref> —
          <ref target="#NA.0737">737</ref>).</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0740">
                <head>§. 740.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0171-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=560">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA733">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=740">RIS</ref>]</p>
                <p>Sind von der väterlichen oder von der mütterlichen Seite beyde Großältern verstorben, und
         weder von dem Großvater, noch von der Großmutter dieser Seite Nachkömmlinge vorhanden; dann
         fällt den von der anderen Seite noch lebenden Großältern, oder, nach derselben Tode, ihren
         hinterlassenen Kindern und Nachkömmlingen die ganze Erbschaft zu.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0741">
                <head>§. 741.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0171-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=561">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA735">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=741">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 4. Linie: Die Urgroßältern und ihre Nachkömmlinge.]</p>
                <p>Nach gänzlicher Erlöschung der dritten Linie kommt die gesetzliche Erbfolge auf die
         vierte. Zu dieser Linie gehören die Aeltern des väterlichen Großvaters und ihre
         Nachkömmlinge; die Aeltern der väterlichen Großmutter mit ihren Nachkömmlingen; die Aeltern
         des mütterlichen Großvaters mit ihrer Nachkommenschaft; und die Aeltern der mütterlichen
         Großmutter mit der ihrigen. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0742">
                <head>§. 742.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0172-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=561">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA735">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=742">RIS</ref>]</p>
                <p>Sind von allen diesen vier Stämmen Verwandte vorhanden, so wird die Erbschaft zwischen
         denselben in vier gleiche Theile getheilet, und jeder Theil wieder zwischen den zu jedem
         Stamme gehörigen Personen nach eben den Grundsätzen untergetheilt, nach welchen zwischen
         den Aeltern des Erblassers und zwischen ihren Nachkömmlingen eine ganze Erbschaft
         gesetzmäßig getheilt wird.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0743">
                <head>§. 743.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0172-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=561">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA736">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=743">RIS</ref>]</p>
                <p>Ist einer von den zu dieser Linie gehörigen vier Stämmen bereits erloschen; so fällt
         dessen Antheil nicht allen übrigen drey Stämmen zu; sondern, wenn der erloschene Stamm von
         der väterlichen Seite ist, so fällt dem anderen Stamme von der väterlichen Seite die Hälfte
         der Erbschaft zu; und, wenn der erloschene Stamm von der mütterlichen Seite ist, so fällt
         dem anderen Stamme von der mütterlichen Seite ebenfalls die Hälfte der Erbschaft zu. Sind
         aber beyde Stämme von der väterlichen und mütterlichen Seite erloschen; so fällt auf die
         zwey Stämme von der anderen Seite; und, wenn auch von diesen schon Einer erloschen ist, auf
         den einzigen von dieser Seite noch übrigen Stamm die ganze Erbschaft. </p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0744">
                <head>§. 744.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0173-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=561">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA736">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=744">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 5. Linie: Die zweyten Urgroßältern und ihre Nachkömmlinge.]</p>
                <p>Wenn von der vierten Linie kein Verwandter mehr am Leben ist; so fällt die Erbschaft auf
         die fünfte, nähmlich: auf des Erblassers zweyte Urgroßältern und ihre Nachkömmlinge. Zu
         dieser Linie gehört der Stamm der väterlichen Großältern des väterlichen Großvaters; der
         Stamm der mütterlichen Großältern des väterlichen Großvaters; der Stamm der väterlichen
         Großältern der väterlichen Großmutter; der Stamm der mütterlichen Großältern der
         väterlichen Großmutter; der Stamm der väterlichen Großältern des mütterlichen Großvaters;
         der Stamm der mütterlichen Großältern des mütterlichen Großvaters; der Stamm der
         väterlichen Großältern der mütterlichen Großmutter; und der Stamm der mütterlichen
         Großältern der mütterlichen Großmutter.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0745">
                <head>§. 745.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0173-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=561">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA737">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=745">RIS</ref>]</p>
                <p>Jeder von diesen acht Stämmen hat mit den übrigen gleiches Erbrecht, und, wenn von jedem
         Stamme Verwandte vorhanden sind; so wird die Erbschaft unter ihnen in acht gleiche Theile
         getheilt, und jeder Theil unter den zu diesem Stamme gehörigen Personen nach der bey den
         vorigen Linien vorgeschriebenen Ordnung wieder untergetheilt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0746">
                <head>§. 746.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0174-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=561">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA737">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=746">RIS</ref>]</p>
                <p>Wenn einer dieser acht Stämme erloschen ist; so fällt dasjenige, was den väterlichen
         Großältern eines Großvaters oder einer Großmutter gehört hätte, dem Stamme der mütterlichen
         Großältern eben dieses Großvaters oder dieser Großmutter zu; und, was den mütterlichen
         Großältern eines Großvaters oder einer Großmutter gebührt hätte, fällt dem Stamme der
         väterlichen Großältern eben dieses Großvaters oder eben dieser Großmutter zu.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0747">
                <head>§. 747.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0174-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=562">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA738">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=747">RIS</ref>]</p>
                <p>Sind beyde Stämme eines Großvaters oder einer Großmutter erloschen; so bleiben die
         Antheile, die zu der väterlichen Seite des Erblassers gehören, bey den noch übrigen Stammen
         der väterlichen Seite; und die Antheile, die zu der mütterlichen Seite des Erblassers
         gehören, bleiben bey den noch übrigen Stammen von der mütterlichen Seite. Wenn aber von
         allen vier Stämmen der väterlichen Seite, oder von allen vier Stämmen der mütterlichen
         Seite kein Verwandter mehr vorhanden ist; so erhalten die von der anderen Seite vorhandenen
         Stämme die ganze Erbschaft.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0748">
                <head>§. 748.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0175-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=562">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA738">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=748">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: 6. Linie: Die dritten Urgroßältern u. ihre Nachkommenschaft.]</p>
                <p>Wenn endlich auch die fünfte Linie ganz erloschen ist; so fällt die gesetzliche Erbfolge
         auf die sechste, nähmlich: auf des Erblassers dritte Urgroßältern und ihre Nachkömmlinge.
         Zu dieser Linie gehören sechzehn Stämme, nähmlich: die Stamme derjenigen Aeltern, aus
         welchen die Stammältern der fünften Linie entsprossen sind. Wenn von jedem dieser Stämme
         Verwandte am Leben sind; so wird die Erbschaft in sechzehn gleiche Stammtheile getheilt,
         und jeder Stammtheil zwischen den zu diesem Stamme gehörigen Verwandten nach den bereits
         angegebenen Grundsätzen wieder untergetheilt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0749">
                <head>§. 749.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0175-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=562">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA739">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=749">RIS</ref>]</p>

                <p>Sind von einigen dieser Stämme keine Verwandten mehr am Leben; so fallen ihre Antheile
         auf diejenigen Stämme, die nach Vorschrift der <ref
                    target="#NA.0743">§§ 743</ref> und <ref target="#NA.0746">746</ref> mit den erloschenen Stämmen in der nächsten Verbindung stehen.
         Sind nur von einem einzigen Stamme Verwandte übrig; so gebührt ihnen die ganze
         Erbschaft.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0750">
                <head>§. 750.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0176-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=562">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA740">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=750">RIS</ref>]</p>

                <p>Wenn jemand mit dem Erblasser von mehr als einer Seite verwandt ist; so genießt er von
         jeder Seite dasjenige Erbrecht, welches ihm, als einem Verwandten von dieser Seite
         insbesondere betrachtet, gebührt (<ref target="#NA.0736">§. 736</ref>).</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0751">
                <head>§. 751.</head>
                <p>Auf diese sechs Linien der ehelichen Verwandtschaft wird das Recht der Erbfolge in
         Ansehung eines frey vererblichen Vermögens eingeschränkt. Entferntere Verwandte des
         Erblassers sind von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0752">
                <head>§. 752.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0176-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=562">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA743">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=752">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: II.) Gesetzliches Erbrecht legitimirter Kinder.]</p>

                <p>Außer der Ehe geborne und durch nachher erfolgte Vermählung ihrer Aeltern legitimirte
         Kinder; wie auch diejenigen, welchen, ungeachtet eines bey der Verehelichung ihrer Aeltern
         bestandenen Hindernisses, die besondere Begünstigung des <ref
                    target="#NA.0160">§.
          160</ref> zukommt, genießen unter den in eben diesem <ref
                    target="#NA.0160">§. 160</ref>,
         und dem <ref target="#NA.0161">§. 161</ref> enthaltenen Beschränkungen auch in Rücksicht
         der gesetzlichen Erbfolge die Rechte ehelicher Kinder.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0753">
                <head>§. 753.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0177-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=563">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA746">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=753">RIS</ref>]</p>
                <p>Einem unehelichen, durch die Begünstigung des Gesetzgebers legitimirten Kinde kommt auf
         die väterliche Verlassenschaft nur dann ein gesetzliches Erbrecht zu, wenn es auf Ansuchen
         des Vaters, um gleiche Rechte mit den ehelichen Kindern in dem frey vererblichen Vermögen
         zu genießen, legitimirt worden ist.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0754">
                <head>§. 754.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0177-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=563">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA748">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=754">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: III.) Der unehelichen Kinder.]</p>
                <p>In Rücksicht auf die Mutter haben uneheliche Kinder bey der gesetzlichen Erbfolge in das
         frey vererbliche Vermögen gleiche Rechte mit den ehelichen. Zu dem Nachlasse des Vaters und
         der väterlichen Verwandten, dann der Aeltern, Großältern und übrigen Verwandten der Mutter
         gebührt den unehelichen Kindern keine gesetzliche Erbfolge.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0755">
                <head>§. 755.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0177-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=563">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA750">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=755">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: IV.) Der Wahlkinder.]</p>

                <p>Wahlkinder haben bey der gesetzlichen Erbfolge in das frey vererbliche Vermögen
         desjenigen, welcher sie an Kindes Statt angenommen hat, ein gleiches Recht, wie die
         ehelichen Kinder. In Rücksicht der Verwandten desselben oder des Ehegatten, ohne dessen
         Einwilligung die Annahme geschehen ist, steht ihnen kein Erbrecht zu. Sie behalten aber das
         gesetzliche Erbrecht in dem Vermögen ihrer natürlichen Aeltern und Verwandten (<ref target="#NA.0183">§. 183</ref>.)</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0756">
                <head>§. 756.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0178-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=563">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA752">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=756">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: V.) Erbrecht der Aeltern in Rücksicht der in den §§. 752 -754 erwähnten Kinder.]</p>

                <p>Den Aeltern kommt auf den Nachlaß ihrer legitimirten, oder von dem Gesetze besonders
         begünstigten unehelichen Kinder eben das wechselseitige Recht zu, welches den Kindern auf
         den Nachlaß ihrer Aeltern eingeräumt worden ist (<ref
                    target="#NA.0752">§§. 752</ref>-<ref target="#NA.0754">754</ref>) In dem Vermögen eines unehelich gebliebenen Kindes gebührt
         nur der Mutter die Erbfolge; der Vater, alle Großältern und andere Verwandte des Kindes
         sind davon ausgeschlossen. Auch die Wahlältern haben kein gesetzliches Erbrecht auf die
         Verlassenschaft des Wahlkindes; sie fällt nach der gesetzlichen Erbfolge dessen Verwandten
         zu.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0757">
                <head>§. 757.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0179-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=563">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA754">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=757">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: VI.) Gesetzliches Erbrecht des Ehegatten.]</p>
                <p>Dem überlebenden Ehegatten des Erblassers gebührt, ohne Unterschied, ob er ein eigenes
         Vermögen besitze oder nicht, wofern drey oder mehrere Kinder vorhanden sind, mit jedem
         Kinde ein gleicher Erbtheil; wenn aber weniger als drey Kinder vorhanden sind, der vierte
         Theil der Verlassenschaft zum lebenslangen Genusse; das Eigenthum davon bleibt den
         Kindern.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0758">
                <head>§. 758.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0179-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=563">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA755">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=758">RIS</ref>]</p>

                <p>Ist kein Kind, aber ein anderer gesetzlicher Erbe vorhanden, so erhält der überlebende
         Ehegatte das unbeschränkte Eigenthum auf den vierten Theil der Verlassenschaft. Doch wird
         sowohl in diesem, als in dem Falle des <ref target="#NA.0757">§. 757</ref>, dasjenige, was
         gemäß der Ehe-Pacten, eines Erbvertrages, oder einer letzten Anordnung dem überlebenden
         Ehegatten aus dem Vermögen des anderen zukommt, in den Erbtheil eingerechnet.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0759">
                <head>§. 759.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0179-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=563">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA759">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=759">RIS</ref>]</p>

                <p>Wenn aber weder ein Verwandter des Erblassers in den oben angeführten sechs Linien, noch
         ein anderer aus den in den <ref
                    target="#NA.0752">§§. 752</ref>-<ref target="#NA.0756">756</ref> berufenen Erben vorhanden ist; so fällt dem Ehegatten die ganze Erbschaft zu.
         Doch hat ein aus seinem Verschulden geschiedener Ehegatte weder auf die Erbschaft, noch auf
         einen Erbtheil des Gatten Anspruch.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0760">
                <head>§. 760.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0180-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=564">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA760">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=760">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erblose Verlassenschaft.]</p>
                <p>Ist auch der Ehegatte nicht mehr am Leben; so wird die Verlassenschaft, als ein erbloses
         Gut, entweder von der Kammer, oder von denjenigen Personen eingezogen, welche vermöge der
         politischen Verordnungen zur Einziehung erbloser Güter ein Recht haben.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0761">
                <head>§. 761.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0180-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=564">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA761">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=761">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Abweichungen von der allgemeinen Erbfolgeordnung.]</p>
                <p>Die Abweichungen von der in diesem Hauptstücke bestimmten gesetzlichen Erbfolge in
         Rücksicht auf Bauerngüter und die Verlassenschaft geistlicher Personen sind in den
         politischen Gesetzen enthalten.</p>
              </div>
            </div>
            <div xml:id="NA.2.2.14">
              <head>Vierzehntes Hauptstück. Von dem Pflichttheile und der Anrechnung in den Pflicht- oder
        Erbtheil.</head>
              <div xml:id="NA.0762">
                <head>§. 762.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0181-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=564">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA764">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=762">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Welchen Personen als Notherben ein Pflichttheil gebühre.]</p>
                <p>Die Personen, welche der Erblasser in der letzten Anordnung mit einem Erbtheile bedenken
         muß, sind seine Kinder; und, in deren Ermangelung, seine Aeltern.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0763">
                <head>§. 763.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0181-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=564">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA764">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=763">RIS</ref>]</p>
                <p>Unter dem Nahmen Kinder werden nach der allgemeinen Regeln (<ref target="#NA.042">§.
          42</ref>) auch Enkel und Urenkel; und unter dem Nahmen Aeltern alle Großältern begriffen.
         Es findet hier zwischen dem männlichen und weiblichen Geschlechte; zwischen ehelicher und
         unehelicher Geburt kein Unterschied Statt, sobald für diese Person das Recht und die
         Ordnung der gesetzlichen Erbfolge eintreten würde.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0764">
                <head>§. 764.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0182-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=564">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA765">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=764">RIS</ref>]</p>
                <p>Der Erbtheil, welchen diese Personen zu fordern berechtigt sind, heißt: Pflichttheil; sie
         selbst werden in dieser Rücksicht Notherben genannt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0765">
                <head>§. 765.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0182-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=564">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA768">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=765">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: In welchem Betrage;]</p>
                <p>Als Pflichttheil bestimmt das Gesetz jedem Kinde die Hälfte dessen, was ihm nach der
         gesetzlichen Erbfolge zugefallen wäre.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0766">
                <head>§. 766.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0182-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=564">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA771">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=766">RIS</ref>]</p>
                <p>In der aufsteigenden Linie gebührt jedem Notherben als Pflichttheil ein Drittheil dessen,
         was er nach der gesetzlichen Erbfolge erhalten haben würde.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0767">
                <head>§. 767.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0182-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=564">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA773">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=767">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: und unter was für Beschränkungen.]</p>
                <p>Wer auf das Erbrecht Verzicht geleistet hat; wer nach den in dem achten Hauptstücke
         enthaltenen Vorschriften von dem Erbrechte ausgeschlossen wird; oder von dem Erblasser
         rechtmäßig enterbet worden ist; hat auf einen Pflichttheil keinen Anspruch, und wird bey
         der Ausmessung desselben so betrachtet, als wenn er gar nicht vorhanden wäre.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0768">
                <head>§. 768.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0183-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=564">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA776">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=768">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Erfordernisse einer rechtmäßigen Enterbung.]</p>
                <p>Ein Kind kann enterbt werden: 1) wenn es vom Christenthume abfällt; 2) wenn es den
         Erblasser im Nothstande hülflos gelassen hat; 3) wenn es eines Verbrechens wegen zur
         lebenslangen oder zwanzigjährigen Kerkerstrafe verurtheilt worden ist; 4) wenn es eine
         gegen die öffentliche Sittlichkeit anstößige Lebensart beharrlich führet.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0769">
                <head>§. 769.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0183-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=565">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA776">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=769">RIS</ref>]</p>
                <p>Aus den nähmlichen Ursachen können auch die Aeltern von dem Pflichttheile ausgeschlossen
         werden; und ins besondere noch dann, wenn sie das Kind in der Erziehung ganz verwahrloset
         haben.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0770">
                <head>§. 770.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0183-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=565">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA777">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=770">RIS</ref>]</p>

                <p>Ueberhaupt kann einem Notherben auch solcher Handlungen wegen, die einen Erben nach den
          <ref
                    target="#NA.0540">§§. 540</ref>-<ref target="#NA.0542">542</ref> des Erbrechtes
         unwürdig machen, durch die letzte Willenserklärung der Pflichttheil entzogen werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0771">
                <head>§. 771.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0184-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=565">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA779">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=771">RIS</ref>]</p>
                <p>Die Enterbungsursache muß immer, sie mag von dem Erblasser ausgedrückt seyn oder nicht,
         von dem Erben erwiesen werden, und in den Worten und dem Sinne des Gesetzes gegründet
         seyn.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0772">
                <head>§. 772.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0184-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=565">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA781">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=772">RIS</ref>]</p>
                <p>Die Enterbung wird nur durch einen ausdrücklichen, in der gesetzlichen Form erklärten
         Widerruf aufgehoben.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0773">
                <head>§. 773.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0184-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=565">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA783">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=773">RIS</ref>]</p>
                <p>Wenn bey einem sehr verschuldeten oder verschwenderischen Notherben das wahrscheinliche
         Besorgniß obwaltet, daß der ihm gebührende Pflichttheil ganz oder größten Theils seinen
         Kindern entgehen würde; so kann ihm der Pflichttheil von dem Erblasser, jedoch nur
         dergestalt entzogen werden, daß solcher den Kindern des Notherben zugewendet werde.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0774">
                <head>§. 774.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0184-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=565">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA784">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=774">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Wie der Pflichttheil zu hinterlassen.]</p>
                <p>Der Pflichttheil kann in Gestalt eines Erbtheiles oder Vermächtnisses, auch ohne
         ausdrückliche Benennung des Pflichttheiles hinterlassen werden. Er muß aber dem Notherben
         ganz frey bleiben. Jede denselben einschränkende Bedingung oder Belastung ist ungültig.
         Wird dem Notherben ein größerer Erbtheil zugedacht; so kann sie nur auf den Theil, welcher
         den Pflichttheil übersteigt, bezogen werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0775">
                <head>§. 775.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0185-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=565">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA788">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=775">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Rechtsmittel des Notherben: a) bey einer widerrechtlichen Enterbung oder Verkürzung in dem Pflichttheile;]</p>
                <p>Ein Notherbe, welcher ohne die in den <ref target="#NA.0768">§§. 768</ref>-<ref target="#NA.0773">773</ref> vorgeschriebenen Bedingungen enterbt worden, kann den ihm
         gebührenden vollen Pflichttheil; und, wenn er in dem reinen Betrage des Pflichttheiles
         verkürzet worden ist, die Ergänzung desselben fordern.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0776">
                <head>§. 776.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0185-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=565">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA790">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=776">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: b) bey einer gänzlichen Uebergehung.]</p>
                <p>Wenn aus mehreren Kindern, deren Daseyn dem Erblasser bekannt war, Eines ganz mit
         Stillschweigen übergangen wird; so kann es ebenfalls nur den Pflichttheil fordern.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0777">
                <head>§. 777.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0185-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=565">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA790">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=777">RIS</ref>]</p>
                <p>Wenn aber aus den Umständen erwiesen werden kann, daß die Uebergehung Eines aus mehreren
         Kindern nur daher rühre, weil dem Erblasser das Daseyn desselben unbekannt war, so ist der
         Uebergangene nicht schuldig, sich mit dem Pflichttheile zu begnügen; sondern er kann den
         Erbtheil, welcher für den am mindesten begünstigten Notherben ausfällt; wofern aber der
         einzige noch übrige Notherbe eingesetzt wird, oder alle übrige zu gleichen Theilen berufen
         sind, einen gleichen Erbtheil verlangen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0778">
                <head>§. 778.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0186-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=566">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA791">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=778">RIS</ref>]</p>
                <p>Hat der Erblasser einen einzigen Notherben, und er übergeht ihn aus oben gedachtem
         Irrthume mit Stillschweigen; oder erhält ein kinderloser Erblasser erst nach Erklärung
         seines letzten Willens einen Notherben, für den keine Vorsehung getroffen ist; so werden
         nur die zu öffentlichen Anstalten, zur Belohnung geleisteter Dienste, oder zu frommen
         Absichten bestimmten Vermächtnisse in einem, den vierten Theil der reinen Verlassenschaft
         nicht übersteigenden Betrage verhältnißmäßig entrichtet, alle übrige Anordnungen den
         letztes Willens aber gänzlich entkräftet. Sie erlangen jedoch, wenn der Notherbe vor dem
         Erblasser verstorben ist, wieder ihre Kraft.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0779">
                <head>§. 779.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0187-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=566">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA795">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=779">RIS</ref>]</p>
                <p>Wenn ein Kind vor dem Erblasser stirbt und Abstämmlinge hinterläßt; so treten diese mit
         Stillschweigen übergangenen Abstämmlinge in Ansehung des Erbrechtes an die Stelle des
         Kindes.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0780">
                <head>§. 780.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0187-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=566">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA797">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=780">RIS</ref>]</p>
                <p>Die Abstämmlinge eines in dem letzten Willen ausdrücklich enterbten, aber vor dem
         Erblasser verstorbenen Kindes sind bloß befugt, den Pflichttheil zu verlangen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0781">
                <head>§. 781.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0187-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=566">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA798">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=781">RIS</ref>]</p>
                <p>Wird ein Notherbe der aufsteigenden Linie mit Stillschweigen übergangen; so kann er immer
         nur den Pflichttheil aus der Masse fordern.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0782">
                <head>§. 782.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0187-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=566">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA799">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=782">RIS</ref>]</p>

                <p>Wenn der Erbe beweisen kann, daß ein mit Stillschweigen übergangener Notherbe sich einer
         der in den <ref
                    target="#NA.0768">§§. 768</ref>-<ref target="#NA.0770">770</ref>
         angeführten Enterbungsursachen schuldig gemacht hat; so wird die Uebergehung als eine
         stillschweigende rechtliche Enterbung angesehen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0783">
                <head>§. 783.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0187-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=566">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA800">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=783">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Wer zur Entrichtung des Erb- oder Pflichttheiles beyzutragen habe.]</p>
                <p>In allen Fällen, wo einem Notherben der gebührende Erb- oder Pflichttheil gar nicht, oder
         nicht vollständig ausgemessen worden ist, müssen sowohl die eingesetzten Erben, als auch
         die Legatare verhältnißmäßig zur vollständigen Entrichtung beytragen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0784">
                <head>§. 784.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0188-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=566">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA801">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=784">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Art der Ausmessung und Berechnung des Pflichttheiles.]</p>
                <p>Um den Pflichttheil richtig ausmessen zu können, werden alle zur Verlassenschaft
         gehörige, bewegliche und unbewegliche Sachen, alle Rechte und Forderungen, welche der
         Erblasser auf seine Nachfolger frey zu vererben befugt war, selbst alles, was ein Erbe oder
         Legatar in die Masse schuldig ist, genau beschrieben und ordentlich geschätzt. Den
         Notherben steht frey, der Schätzung beyzuwohnen, und ihre Erinnerungen dabey zu machen. Auf
         eine Feilbiethung der Verlassenschaftsstücke zur Erhebung des wahren Werthes kann von ihnen
         nicht gedrungen werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0785">
                <head>§. 785.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0188-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=566">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA804">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=785">RIS</ref>]</p>
                <p>Schulden und andere Lasten, welche schon bey Lebzeiten des Erblassers auf dem Vermögen
         hafteten, werden von der Masse abgerechnet.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0786">
                <head>§. 786.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0189-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=566">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA805">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=786">RIS</ref>]</p>
                <p>Der Pflichttheil wird ohne Rücksicht auf Vermächtnisse und andere aus dem letzten Willen
         entspringende Lasten berechnet. Bis zur wirklichen Zutheilung ist die Verlassenschaft in
         Ansehung des Gewinnes und der Nachtheile als ein zwischen den Haupt- und Notherben
         verhältnißmäßig gemeinschaftliches Gut zu betrachten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0787">
                <head>§. 787.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0189-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=567">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA807">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=787">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Anrechnung zum Pflichttheile;]</p>
                <p>Alles, was die Notherben durch Legate oder andere Verfügungen des Erblassers wirklich aus
         der Verlassenschaft erhalten, wird bey Bestimmung ihres Pflichttheiles in Rechnung
         gebracht.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0788">
                <head>§. 788.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0189-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=567">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA808">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=788">RIS</ref>]</p>
                <p>Was der Erblasser bey Lebzeiten seiner Tochter oder Enkelinn zum Heirathsgute; seinem
         Sohne oder Enkel zur Ausstattung, oder unmittelbar zum Antritte eines Amtes, oder was immer
         für eines Gewerbes gegeben; oder zur Bezahlung der Schulden eines großjährigen Kinder
         verwendet hat, wird in den Pflichttheil eingerechnet.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0789">
                <head>§. 789.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0189-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=567">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA813">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=789">RIS</ref>]</p>

                <p>Bey dem Pflichttheile der Aeltern findet die Anrechnung eines Vorschusses in so fern
         Statt, als er weder zur gesetzlichen Unterstützung (<ref target="#NA.0154">§. 154</ref>).,
         noch aus bloßer Freygebigkeit geleistet worden ist.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0790">
                <head>§. 790.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0190-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=567">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA813">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=790">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: oder zum Erbtheile bey der gesetzlichen Erbfolge.]</p>

                <p>Die Anrechnung bey der Erbfolge der Kinder aus einem letzten Willen geschieht nur dann,
         wenn sie von dem Erblasser ausdrücklich verordnet wird. Dagegen muß auch bey der
         gesetzlichen Erbfolge ein Kind sich dasjenige, was es von dem Erblasser bey dessen
         Lebenszeit zu den oben (<ref target="#NA.0788">§. 788</ref>). erwähnten Zwecken empfangen
         hat, anrechnen lassen. Einem Enkel wird nicht nur das, was er unmittelbar selbst, sondern
         auch, was seine Aeltern, in deren Stelle er tritt, auf solche Art empfangen haben, in den
         Erbtheil eingerechnet.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0791">
                <head>§. 791.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0190-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=567">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA817">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=791">RIS</ref>]</p>
                <p>Was Aeltern außer den erwähnten Fällen einem Kinde zugewendet haben, wird, wenn die
         Aeltern nicht ausdrücklich die Erstattung sich ausbedungen haben, für eine Schenkung
         gehalten, und nicht angerechnet.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0792">
                <head>§. 792.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0191-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=567">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA818">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=792">RIS</ref>]</p>

                <p>Die Aeltern können einem Kinde die Anrechnung auch bey der gesetzlichen Erbfolge
         ausdrücklich erlassen. Wenn aber die nöthige Erziehung und Versorgung der übrigen Kinder
         weder aus ihrem eigenen, noch aus dem Vermögen der Aeltern bestritten werden könnte; so muß
         das Kind dasjenige, was es zu den im <ref target="#NA.0788">§. 788.</ref> erwähnten Zwecken
         in voraus empfangen hat, sich in dem Maße anrechnen lassen, als es zur Erziehung und
         Versorgung für die Geschwister nothwendig ist.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0793">
                <head>§. 793.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0191-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=567">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA820">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=793">RIS</ref>]</p>
                <p>Die Anrechnung des Empfangenen zum Erbtheile geschieht dadurch, daß jedes Kind den
         nähmlichen Betrag noch vor der Theilung erhält. Ist die Verlassenschaft dazu nicht
         hinreichend; so kann zwar das früher begünstigte Kind keinen Erbtheil ansprechen, aber auch
         zu keiner Erstattung angehalten werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0794">
                <head>§. 794.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0191-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=567">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA821">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=794">RIS</ref>]</p>
                <p>Bey jeder Anrechnung wird, wenn das Empfangene nicht in barem Gelde, sondern in anderen
         beweglichen oder unbeweglichen Sachen bestand, der Werth der letzteren nach dem Zeitpuncte
         des Empfanges; der ersteren dagegen nach dem Zeitpuncte des Erbanfalles bestimmt.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0795">
                <head>§. 795.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0192-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=567">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA823">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=795">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Anspruch des Notherben auf den nothwendigen,]</p>
                <p>Einem Notherben, der von seinem Pflichttheile selbst gesetzmäßig ausgeschlossen wird, muß
         doch immer der nothwendige Unterhalt ausgemessen werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0796">
                <head>§. 796.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0192-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=568">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA824">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=796">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: und des Ehegatten auf den anständigen Unterhalt.]</p>
                <p>Ein Ehegatte hat zwar kein Recht auf einen Pflichttheil; es gebühret ihm aber, wenn für
         den Fall des Ueberlebens keine Versorgung bedungen worden ist, und so lange er nicht zur
         zweyten Ehe schreitet, der mangelnde anständige Unterhalt. Ein aus seinem Verschulden
         geschiedener Ehegatte hat darauf keinen Anspruch.</p>
              </div>
            </div>
            <div xml:id="NA.2.2.15">
              <head>Fünfzehntes Hauptstück. Von Besitznehmung der Erbschaft.</head>
              <div xml:id="NA.0797">
                <head>§. 797.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0193-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=568">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA829">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=797">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Bedingungen zur rechtlichen Besitznehmung einer Erbschaft.]</p>
                <p>Niemand darf eine Erbschaft eigenmächtig in Besitz nehmen. Das Erbrecht muß vor Gericht
         verhandelt und von demselben die Einantwortung des Nachlasses, das ist, die Uebergabe in
         den rechtlichen Besitz, bewirket werden.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0798">
                <head>§. 798.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0193-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=568">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA829">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=798">RIS</ref>]</p>
                <p>Wie weit das Gericht nach einem Todesfalle von Amts wegen vorzugehen habe, und welche
         Fristen und Vorsichtsmittel bey diesem Abhandlungsgeschäfte zu beobachten seyn, bestimmen
         die besonderen, über das gerichtliche Verfahren bestehenden Vorschriften. Hier wird fest
         gesetzt, was dem Erben oder demjenigen, der sonst einen Anspruch an die Verlassenschaft
         hat, zu thun obliege, um zu dem Besitze dessen, was ihm gebühret, zu gelangen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0799">
                <head>§. 799.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0194-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=568">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA832">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=799">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Ausweisung des Rechtstitels: Erbserklärung.]</p>
                <p>Wer eine Erbschaft in Besitz nehmen will, muß den Rechtstitel, ob sie ihm aus einer
         letzten Anordnung; aus einem gültigen Erbvertrage; oder aus dem Gesetze zufalle, dem
         Gerichte ausweisen, und sich ausdrücklich erklären, daß er die Erbschaft annehme.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0800">
                <head>§. 800.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0194-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=568">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA836">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=800">RIS</ref>]</p>
                <p>Die Antretung der Erbschaft oder die Erbserklärung muß zugleich enthalten, ob sie
         unbedingt, oder mit Vorbehalt der Rechtswohlthat des Inventariums geschehe.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0801">
                <head>§. 801.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0194-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=568">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA836">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=801">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Wirkung der unbedingten,]</p>
                <p>Die unbedingte Erbserklärung hat zur Folge, daß der Erbe allen Gläubigern des Erblassers
         für ihre Forderungen, und allen Legataren für ihre Vermächtnisse haften muß, wenn gleich
         die Verlassenschaft nicht hinreichet.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0802">
                <head>§. 802.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0195-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=568">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA837">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=802">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: und der bedingten Erklärung.]</p>
                <p>Wird die Erbschaft mit Vorbehalt der rechtlichen Wohlthat des Inventariums angetreten; so
         ist sogleich vom Gerichte das Inventarium auf Kosten der Masse aufzunehmen. Ein solcher
         Erbe wird den Gläubigern und Legataren nur so weit verbunden, als die Verlassenschaft für
         ihre und auch seine eigenen, außer dem Erbrechte ihm zustehenden Forderungen hinreicht.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0803">
                <head>§. 803.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0195-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=568">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA839">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=803">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Berechtigung zur bedingten oder unbedingten Antretung oder Ausschlagung der Erbschaft.]</p>
                <p>Der Erblasser kann dem Erben den Vorbehalt dieser rechtlichen Wohltat nicht benehmen,
         noch die Errichtung eines Inventariums verbiethen. Selbst die in einem Erbvertrage zwischen
         Ehegatten darauf geschehene Verzicht ist von keiner Wirkung.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0804">
                <head>§. 804.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0195-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=569">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA840">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=804">RIS</ref>]</p>
                <p>Die Errichtung des Inventariums kann auch von demjenigen verlangt werden, dem ein
         Pflichttheil gebühret.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0805">
                <head>§. 805.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0195-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=569">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA841">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=805">RIS</ref>]</p>

                <p>Wer seine Rechte selbst verwalten kann, dem steht frey, die Erbschaft unbedingt, oder mit
         Vorbehalt der obigen Rechtswohlthat, anzutreten oder auch auszuschlagen. Vormünder und
         Curatoren haben die am gehörigen Orte ertheilten Vorschriften zu befolgen (<ref target="#NA.0233">§. 233</ref>).</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0806">
                <head>§. 806.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0196-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=569">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA842">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=806">RIS</ref>]</p>
                <p>Der Erbe kann seine gerichtliche Erbserklärung nicht mehr widerrufen, noch auch die
         unbedingte abändern, und sich die Rechtswohlthat des Inventariums vorbehalten.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0807">
                <head>§. 807.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0196-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=569">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA843">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=807">RIS</ref>]</p>
                <p>Wenn aus mehrern Miterben einige unbedingt; andere aber, oder auch nur Einer aus ihnen,
         mit Vorbehalt der erwähnten Rechtswohlthat, sich zu Erben erklären; so ist ein Inventarium
         zu errichten, und die auf diesen Vorbehalt beschränkte Erbserklärung der
         Verlassenschaftsabhandlung zum Grunde zu legen. In diesem, so wie in allen Fällen, in
         welchen ein Inventarium errichtet werden muß, genießt auch derjenige, welcher einer
         unbedingte Erbserklärung abgegeben hat, so lange ihm die Erbschaft noch nicht übergeben
         worden, die rechtliche Wohlthat des Inventariums.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0808">
                <head>§. 808.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0196-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=569">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA846">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=808">RIS</ref>]</p>
                <p>Wird jemand zum Erben eingesetzt, dem auch ohne letzte Willenserklärung das Erbrecht ganz
         oder zum Theile gebührt hätte; so ist er nicht befugt, sich auf die gesetzliche Erbfolge zu
         berufen, und dadurch die Erklärung des letzten Willens zu vereiteln. Er muß die Erbschaft
         entweder aus dem letzten Willen antreten, oder ihr ganz entsagen. Personen aber, denen ein
         Pflichttheil gebühret, können die Erbschaft mit Vorbehalt ihres Pflichttheiles
         ausschlagen.</p>
              </div>
              <div xml:id="NA.0809">
                <head>§. 809.</head>
                <p>[<ref
                    target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0197-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                    target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=569">JGS 946</ref> ::
<ref
                    target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA848">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=809">RIS</ref>]</p>
                <p>[Marginalie: Uebertragung des Erbrechtes.]</p>

                <p>Stirbt der Erbe ehe, als er die angefallene Erbschaft angetreten oder ausgeschlagen hat;
         so treten seine Erben, wenn der Erblasser diese nicht ausgeschlossen, oder nicht andere
         Nacherben bestimmt hat, in das Recht, die Erbschaft anzunehmen, oder auszuschlagen (<ref target="#NA.0537">§. 537</ref>).</p>
                <div xml:id="NA.0810">
                  <head>§. 810.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0197-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=569">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA849">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=810">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Vorkehrungen vor Einantwortung der Erbschaft: a) Verwaltung;]</p>
                  <p>Wenn der Erbe bey Antretung der Erbschaft sein Erbrecht hinreichend ausweiset, ist ihm
          die Besorgung und Benützung der Verlassenschaft zu überlassen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0811">
                  <head>§. 811.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0197-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=569">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA850">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=811">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: b) Sicherstellung oder Befriedigung der Gläubiger;]</p>
                  <p>Für die Sicherstellung oder Befriedigung der Gläubiger des Erblassers wird vom Gerichte
          nicht weiter gesorgt, als sie selbst verlangen. Die Gläubiger sind aber nicht schuldig,
          eine Erbserklärung abzuwarten. Sie können ihre Ansprüche wider die Masse anbringen, und
          begehren: daß zur Vertretung derselben ein Curator bestellt werde, gegen welchen sie ihre
          Forderungen ausführen können.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0812">
                  <head>§. 812.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0198-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=569">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA852">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=812">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: c) Absonderung der Verlassenschaft von dem Vermögen des Erben;]</p>
                  <p>Besorget ein Erbschaftsgläubiger, ein Legatar, oder ein Notherbe, daß er durch
          Vermengung der Verlassenschaft mit dem Vermögen des Erben für seine Forderung Gefahr
          laufen könne; so kann er vor der Einantwortung verlangen, daß die Erbschaft von dem
          Vermögen des Erben abgesondert, vom Gerichte verwahret, oder von einem Curator verwaltet,
          sein Anspruch darauf vorgemerkt und berichtiget werde. In einem solchen Falle hat ihm aber
          der Erbe, obschon dieser sich unbedingt als Erbe erkläret hätte, aus eigenem Vermögen
          nicht mehr zu haften.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0813">
                  <head>§. 813.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0198-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=570">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA855">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=813">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: d) Einberufung der Verlassenschaftsgläubiger.]</p>
                  <p>Dem Erben oder dem aufgestellten Verlassenschafts-Curator steht es frey, zur Erforschung
          des Schuldenstandes die Ausfertigung eines Edictes, wodurch alle Gläubiger zur Anmeldung
          und Darthuung ihrer Forderungen auf eine den Umständen angemessene Zeit einberufen werden,
          nachzusuchen, und bis nach verstrichener Frist mit der Befriedigung der Gläubiger inne zu
          halten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0814">
                  <head>§. 814.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0199-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=570">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA856">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=814">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Wirkung der Einberufung]</p>
                  <p>Die Wirkung dieser gerichtlichen Einberufung ist, daß den Gläubigern, welche sich binnen
          der bestimmten Zeitfrist nicht gemeldet haben, an die Verlassenschaft, wenn sie durch die
          Bezahlung der angemeldeten Forderungen erschöpft worden ist, kein weiterer Anspruch
          zusteht, als in so fern ihnen ein Pfandrecht gebühret.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0815">
                  <head>§. 815.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0199-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=570">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA857">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=815">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: oder der Unterlassung derselben.]</p>
                  <p>Unterläßt der Erbe die ihm bewilligte Vorsicht der gerichtlichen Einberufung; oder
          befriediget er sogleich einige der sich anmeldenden Gläubiger, ohne auf die Rechte der
          übrigen Rücksicht zu nehmen, und bleiben einige Gläubiger aus Unzulänglichkeit der
          Verlassenschaft unbezahlt; so haftet er ihnen, ungeachtet der bedingten Erbserklärung, mit
          seinem ganzen Vermögen in dem Maße, als sie die Zahlung erhalten haben würden, wenn die
          Verlassenschaft nach der gesetzlichen Ordnung zur Befriedigung der Gläubiger verwendet
          worden wäre.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0816">
                  <head>§. 816.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0200-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=570">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA858">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=816">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: e) Ausweisung über die Erfüllung des letzten Willens, entweder von dem Testaments-Executor;]</p>
                  <p>Hat der Erblasser einen Vollzieher (Executor) seines letzten Willens ernannt; so hängt
          es von dessen Willkühr ab, dieses Geschäft auf sich zu nehmen. Hat er es übernommen; so
          ist er schuldig, entweder als ein Machthaber die Anordnungen des Erblassers selbst zu
          vollziehen, oder den saumseligen Erben zur Vollziehung derselben zu betreiben.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0817">
                  <head>§. 817.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0200-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=570">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA860">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=817">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: oder dem Erben.]</p>

                  <p>Ist kein Vollzieher des letzten Willens ernannt; oder unterzieht sich der Ernannte dem
          Geschäfte nicht; so liegt dem Erben unmittelbar ob, den Willen des Erblassers so viel
          möglich zu erfüllen, oder die Erfüllung sicher zu stellen, und sich gegen das Gericht
          darüber auszuweisen. In Ansehung bestimmter Legatare hat er bloß darzuthun, daß er
          denselben von dem ihnen zugefallenen Vermächtnisse Nachricht gegeben habe (<ref target="#NA.0688">§. 688</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0818">
                  <head>§. 818.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0201-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=570">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA861">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=818">RIS</ref>]</p>
                  <p>Was der Erbe, ehe er zum Besitze der Erbschaft gelangen kann, an Abgaben zu entrichten,
          und im Falle, daß sein Erblasser gegen das Staats-Aerarium in Verrechnung gestanden ist,
          hierwegen auszuweisen habe, darüber enthalten die politischen Verordnungen die besondere
          Vorschrift.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0819">
                  <head>§. 819.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0201-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=571">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA861">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=819">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Wann die Erbschaft einzuantworten.]</p>

                  <p>Sobald über die eingebrachte Erbserklärung der rechtmäßige Erbe vom Gerichte erkannt,
          und von demselben die Erfüllung der Verbindlichkeiten geleistet ist, wird ihm die
          Erbschaft eingeantwortet und die Abhandlung geschlossen. Uebrigens hat der Erbe um die
          Uebertragung des Eigenthumes unbeweglicher Sachen zu erwirken, die Vorschrift des <ref target="#NA.0436">§. 436.</ref> zu befolgen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0820">
                  <head>§. 820.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0201-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=571">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA864">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=820">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Haftung der gemeinschaftlichen Erben.]</p>
                  <p>Mehrere Erben, welche eine gemeinschaftliche Erbschaft ohne die rechtliche Wohlthat des
          Inventariums angetreten haben, haften allen Erbschaftsgläubigern und Legataren, selbst
          nach der Einantwortung, Alle für Einen und Einer für Alle. Unter sich aber sind sie nach
          Verhältniß ihrer Erbtheile beyzutragen schuldig.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0821">
                  <head>§. 821.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0202-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=571">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA865">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=821">RIS</ref>]</p>

                  <p>Haben die gemeinschaftlichen Erben von der rechtlichen Wohlthat des Inventariums
          Gebrauch gemacht; so sind sie vor der Einantwortung den Erbschaftsgläubigern und Legataren
          nach dem <ref target="#NA.0550">§. 550</ref> zu haften verbunden. Nach der erfolgten
          Einantwortung haftet jeder einzelne selbst für die, die Erbschafts-Masse nicht
          übersteigenden Lasten nur nach Verhältniß seines Erbtheiles.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0822">
                  <head>§. 822.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0202-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=571">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA866">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=822">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Sicherheitsmittel der Gläubiger des Erben.]</p>
                  <p>Gläubiger des Erben können zwar das ihm angefallene Erbgut, auch vor der an ihn
          erfolgten Einantwortung, mit Verboth, Pfändung, oder Vormerkung belegen. Eine solche
          Sicherstellung kann jedoch nicht anders, als mit dem ausdrücklichen Vorbehalte ertheilt
          werden, daß sie den bey der Abhandlung der Verlassenschaft vorkommenden Ansprüchen
          unnachtheilig, und erst von Zeit der erlangten Einantwortung wirksam seyn solle.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0823">
                  <head>§. 823.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0202-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=571">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA867">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=823">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Erbschaftsklagen.]</p>
                  <p>Auch nach erhaltener Einantwortung kann der Besitznehmer von jenem, der ein besseres
          oder gleiches Erbrecht zu haben behauptet, auf Abtretung oder Theilung der Erbschaft
          belanget werden. Das Eigenthum einzelner Erbschaftstücke wird nicht mit der Erbschafts-,
          sondern der Eigenthumsklage verfolgt.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0824">
                  <head>§. 824.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0203-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=571">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA872">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=824">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Wirkung derselben.]</p>
                  <p>Wenn der Beklagte zur Abtretung der Verlassenschaft ganz oder zum Theile verhalten wird;
          so sind die Ansprüche auf die Zurückstellung der von dem Besitzer bezogenen Früchte; oder
          auf die Vergütung der von demselben in dem Nachlasse verwendeten Kosten nach jenen
          Grundsätzen zu beurtheilen, welche in Rücksicht auf den redlichen oder unredlichen
          Besitzer in dem Hauptstücke vom Besitze überhaupt festgesetzt sind. Ein dritter redlicher
          Besitzer ist für die in der Zwischenzeit erworbenen Erbstücke niemanden
          verantwortlich.</p>
                </div>
              </div>
              <div xml:id="NA.2.16">
                <head>Sechzehntes Hauptstück. Von der Gemeinschaft des Eigenthumes und anderer dinglichen
         Rechte.</head>
                <div xml:id="NA.0825">
                  <head>§. 825.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0204-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=572">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA876">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=825">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Ursprung einer Gemeinschaft.]</p>
                  <p>So oft das Eigenthum der nähmlichen Sache, oder ein und dasselbe Recht mehreren Personen
          ungetheilt zukommt; besteht eine Gemeinschaft. Sie gründet sich auf eine zufällige
          Ereignung; auf ein Gesetz; auf eine letzte Willenserklärung; oder auf einen Vertrag.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0826">
                  <head>§. 826.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0204-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=572">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA877">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=826">RIS</ref>]</p>

                  <p>Nach Verschiedenheit der Quellen, aus denen eine Gemeinschaft entspringt, erhalten auch
          die Rechte und Pflichten der Theilhaber ihre nähere Bestimmung. Die besondern Vorschriften
          über eine durch Vertrag entstehende Gemeinschaft der Güter sind in dem <ref target="#NA.2.27">sieben und zwanzigsten Hauptstücke</ref> enthalten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0827">
                  <head>§. 827.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0205-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=572">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA878">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=827">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wer einen Antheil an einer gemeinschaftlichen Sache anspricht, der muß sein Recht, wenn
          es von den übrigen Theilnehmern widersprochen wird, beweisen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0828">
                  <head>§. 828.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0205-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=572">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA879">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=828">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Gemeinschaftliche Rechte der Theilhaber.]</p>
                  <p>So lange alle Theilhaber einverstanden sind, stellen sie nur Eine Person vor, und haben
          das Recht, mit der gemeinschaftlichen Sache nach Belieben zu schalten. Sobald sie uneinig
          sind, kann kein Theilhaber in der gemeinschaftlichen Sache eine Veränderung vornehmen,
          wodurch über den Antheil des Anderen verfügt würde.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0829">
                  <head>§. 829.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0205-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=572">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA880">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=829">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Rechte des Theilhabers auf seinen Antheil.]</p>

                  <p>Jeder Theilhaber ist vollständiger Eigenthümer seines Antheiles. In so fern er die
          Rechte seiner Mitgenossen nicht verletzt, kann er denselben, oder die Nutzungen davon
          willkührlich und unabhängig verpfänden, vermachen, oder sonst veräußern (<ref target="#NA.0361">§. 361</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0830">
                  <head>§. 830.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0206-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=572">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA882">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=830">RIS</ref>]</p>
                  <p>Jeder Theilhaber ist befugt, auf Ablegung der Rechnung und auf Vertheilung des Ertrages
          zu dringen. Er kann in der Regel auch die Aufhebung der Gemeinschaft verlangen; doch nicht
          zur Unzeit, oder zum Nachtheile der Uebrigen. Er muß sich daher einen, den Umständen
          angemessenen, nicht wohl vermeidlichen Aufschub gefallen lassen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0831">
                  <head>§. 831.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0206-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=572">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA884">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=831">RIS</ref>]</p>
                  <p>Hat sich ein Theilhaber zur Fortsetzung der Gemeinschaft verbunden, so kann er zwar vor
          Verlauf der Zeit nicht austreten; allein diese Verbindlichkeit wird, wie andere
          Verbindlichkeiten, aufgehoben, und erstreckt sich nicht auf die Erben, wenn diese nicht
          selbst dazu eingewilliget haben.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0832">
                  <head>§. 832.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0206-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=572">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA885">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=832">RIS</ref>]</p>
                  <p>Auch die Anordnung eines Dritten, wodurch eine Sache zur Gemeinschaft bestimmt wird, muß
          zwar von den ersten Theilhabern, nicht auch von ihren Erben befolgt werden. Eine
          Verbindlichkeit zu einer immerwährenden Gemeinschaft kann nicht bestehen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0833">
                  <head>§. 833.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0207-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=572">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA886">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=833">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Rechte der Theilhaber in der gemeinschaftlichen Sache: a) In Rücksicht des Hauptstammes.]</p>
                  <p>Der Besitz und die Verwaltung der gemeinschaftlichen Sache kommt allen Theilhabern
          insgesammt zu. In Angelegenheiten, welche nur die ordentliche Verwaltung und Benützung des
          Hauptstammes betreffen, entscheidet die Mehrheit der Stimmen, welche nicht nach den
          Personen, sondern nach Verhältniß der Antheile der Theilnehmer gezählet werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0834">
                  <head>§. 834.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0207-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=573">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA888">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=834">RIS</ref>]</p>
                  <p>Bey wichtigen Veränderungen aber, welche zur Erhaltung oder besseren Benützung des
          Hauptstammes vorgeschlagen werden, können die Ueberstimmten Sicherstellung für künftigen
          Schaden; oder, wenn diese verweigert wird, den Austritt aus der Gemeinschaft
          verlangen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0835">
                  <head>§. 835.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0207-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=573">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA889">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=835">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wollen sie nicht austreten; oder geschehe der Austritt zur Unzeit; so soll das Los, ein
          Schiedsmann, oder, wofern sie sich darüber nicht einhällig vereinigen, der Richter
          entscheiden, ob die Veränderung unbedingt oder gegen Sicherstellung Statt finden soll oder
          nicht. Diese Arten der Entscheidung treten auch bey gleichen Stimmen der Mitglieder
          ein.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0836">
                  <head>§. 836.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0208-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=573">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA891">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=836">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ist ein Verwalter der gemeinschaftlichen Sachen zu bestellen; so entscheidet über dessen
          Auswahl die Mehrheit der Stimmen, und in deren Abgang der Richter.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0837">
                  <head>§. 837.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0208-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=573">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA891">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=837">RIS</ref>]</p>
                  <p>Der Verwalter des gemeinschaftlichen Gutes wird als ein Machthaber angesehen. Er ist
          einerseits verbunden, ordentliche Rechnung abzulegen; andererseits aber befugt, alle
          nützlich gemachte Auslagen in Abrechnung zu bringen. Dieses gilt auch in dem Falle, daß
          ein Theilgenosse ein gemeinschaftliches Gut ohne Auftrag der übrigen Theilnehmer
          verwaltet.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0838">
                  <head>§. 838.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0208-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=573">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA893">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=838">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wird die Verwaltung Mehrern überlassen; so entscheidet auch unter ihnen die Mehrheit der
          Stimmen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0839">
                  <head>§. 839.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0208-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=573">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA893">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=839">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: b) der Nutzungen und Lasten.]</p>
                  <p>Die gemeinschaftlichen Nutzungen und Lasten werden nach Verhältniß der Antheile
          ausgemessen. Im Zweifel wird jeder Antheil gleich groß angesehen; wer das Gegentheil
          behauptet, muß es beweisen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0840">
                  <head>§. 840.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0209-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=573">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA895">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=840">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ordentlicher Weise sind die erzielten Nutzungen in Natur zu theilen. Ist aber diese
          Vertheilung nicht thunlich; so ist jeder berechtigt, auf die öffentliche Feilbiethung zu
          dringen. Der gelöste Werth wird den Theilhabern verhältnißmäßig entrichtet.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0841">
                  <head>§. 841.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0209-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=573">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA896">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=841">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: c) der Theilung.]</p>
                  <p>Bey der nach aufgehobener Gemeinschaft vorzunehmenden Theilung der gemeinschaftlichen
          Sache gilt keine Mehrheit der Stimmen. Die Theilung muß zur Zufriedenheit eines jeden
          Sachgenossen vorgenommen werden. Können sie nicht einig werden; so entscheidet das Los,
          oder ein Schiedsmann, oder, wenn sie sich über die Bestimmung der einen oder andern dieser
          Entscheidungsarten nicht einhällig vereinigen, der Richter.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0842">
                  <head>§. 842.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0209-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=573">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA898">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=842">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ein Schiedsmann oder der Richter entscheidet auch, ob bey der Theilung liegender Gründe
          oder Gebäude ein Theilgenosse, zur Benützung seines Antheiles, einer Servitut bedürfe, und
          unter welcher Bedingung sie ihm zu verwilligen sey.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0843">
                  <head>§. 843.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0210-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=574">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA899">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=843">RIS</ref>]</p>
                  <p>Kann eine gemeinschaftliche Sache entweder gar nicht, oder nicht ohne beträchtliche
          Verminderung des Werthes getheilt werden, so ist sie, und zwar wenn auch nur Ein
          Theilgenosse es verlangt, vermittelst gerichtlicher Feilbiethung zu verkaufen, und der
          Kaufschilling unter die Theilhaber zu vertheilen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0844">
                  <head>§. 844.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0210-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=574">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA901">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=844">RIS</ref>]</p>
                  <p>Servituten, Gränzzeichen und die zum gemeinschaftlichen Gebrauche nöthigen Urkunden sind
          keiner Theilung fähig. Die Grunddienstbarkeiten kommen allen Theilhabern zu Statten. Die
          Urkunden werden, wenn sonst nichts im Wege steht, bey dem ältesten Theilnehmer
          niedergelegt. Die übrigen erhalten auf ihre Kosten beglaubte Abschriften.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0845">
                  <head>§. 845.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0210-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=574">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA902">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=845">RIS</ref>]</p>
                  <p>Bey Theilungen der Grundstücke müssen die gegenseitigen Gränzen nach Verschiedenheit der
          Lage durch Säulen, Gränzsteine oder Pfähle auf eine deutliche und unwandelbare Art
          bezeichnet werden. Flüsse, Berge und Straßen sind natürliche Gränzen. Um den Betrug und
          Irrthum zu entfernen, sollen in die Steine, Säulen oder Pfähle, die wirklich zur Markung
          dienen, Kreuze, Wapen, Zahlen oder andere Zeichen gehauen oder darunter eingegraben
          werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0846">
                  <head>§. 846.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0211-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=574">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA904">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=846">RIS</ref>]</p>

                  <p>Ueber die gemachte Theilung sind Urkunden zu errichten. Ein Theilhaber einer
          unbeweglichen Sache erhält auch erst dadurch ein dingliches Recht auf seinen Antheil, daß
          die darüber errichtete Urkunde den öffentlichen Büchern einverleibt wird (<ref target="#NA.0436">§. 436</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0847">
                  <head>§. 847.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0211-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=574">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA905">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=847">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die bloße Theilung was immer für eines gemeinschaftlichen Gutes kann einem Dritten nicht
          zum Nachtheile gereichen; alle ihm zustehende Pfand-, Servitut- und andere dingliche
          Rechte werden nach, wie vor der Theilung ausgeübt. Auch persönliche Rechte, die einem
          Dritten gegen eine Gemeinschaft zustehen, haben ungeachtet des erfolgten Austrittes ihre
          vorige Kraft.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0848">
                  <head>§. 848.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0212-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=574">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA907">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=848">RIS</ref>]</p>
                  <p>Eben so kann derjenige, welcher an eine Gemeinschaft schuldig ist, die Zahlung nicht an
          einzelne Theilnehmer entrichten. Solche Schulden müssen an die ganze Gemeinschaft, oder an
          jenen, der sie ordentlich vorstellt, abgetragen werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0849">
                  <head>§. 849.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0212-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=574">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA908">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=849">RIS</ref>]</p>
                  <p>Was bisher von der Gemeinschaft überhaupt bestimmt worden ist, läßt sich auch auf die
          einer Familie, als einer Gemeinschaft, zustehenden Rechte und Sachen, z. B. Stiftungen,
          Fideicommisse u. dgl. anwenden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0850">
                  <head>§. 850.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0212-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=574">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA911">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=850">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Erneuerung der Gränzen.]</p>
                  <p>Wenn Gränzzeichen durch was immer für Umstände so verletzt worden sind, daß sie ganz
          unkenntlich werden könnten; hat jeder Theilhaber das Recht, eine gemeinschaftliche
          Erneuerung der Gränzen zu verlangen. Die theilnehmenden Nachbarn sind zu diesem Geschäfte
          vorzuladen, die Gränzen genau zu beschreiben, und die Kosten von allen, nach Maß ihrer
          Gränzlinien, zu bestreiten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0851">
                  <head>§. 851.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0213-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=575">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA913">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=851">RIS</ref>]</p>

                  <p>Wenn die Gränzen wirklich unkennbar geworden sind; oder bey Berichtigung der Markung ein
          Streit entsteht, so schützet das Gericht vor allem den letzten Besitzstand. Wer sich
          dadurch verletzt zu seyn glaubt, kann die ihm in Ansehung des Besitzrechtes, des
          Eigenthumes, oder eines anderen Rechtes zustehenden Behelfe der Ordnung nach anbringen
           (<ref target="#NA.0347">§. 347</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0852">
                  <head>§. 852.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0213-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=575">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA914">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=852">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die wichtigsten Behelfe bey einer Gränzberichtigung sind: die Ausmessung und
          Beschreibung, oder auch die Abzeichnung des streitigen Grundes; dann, die sich darauf
          beziehenden öffentlichen Bücher und andere Urkunden; endlich, die Aussagen sachkündiger
          Zeugen, und das von Sachverständigen nach vorgenommenem Augenscheine gegebene
          Gutachten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0853">
                  <head>§. 853.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0213-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=575">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA915">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=853">RIS</ref>]</p>
                  <p>Beweiset keine Partey ein ausschließendes Besitz- oder Eigenthumsrecht; so vertheilt das
          Gericht den streitigen Raum nach Maß des bisherigen ruhigen Besitzstandes. Ist aber auch
          der Besitzstand zweifelhaft; so wird der streitige Raum zwischen den Parteyen nach dem
          Verhältnisse des Besitzes, von welchem der Anspruch ausgeht, mit Beyziehung der
          Kunstverständigen, vertheilt, und hiernach die Markung vorgenommen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0854">
                  <head>§. 854.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0214-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=575">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA916">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=854">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Vermuthete Gemeinschaft.]</p>
                  <p>Erdfurchen, Zäune, Hecken, Planken, Mauern, Privat-Bäche, Canäle, Plätze und andere
          dergleichen Scheidewände, die sich zwischen benachbarten Grundstücken befinden, werden für
          ein gemeinschaftliches Eigenthum angesehen; wenn nicht Wapen, Auf- oder Inschriften, oder
          andere Kennzeichen und Behelfe das Gegentheil beweisen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0855">
                  <head>§. 855.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0214-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=575">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA917">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=855">RIS</ref>]</p>
                  <p>Jeder Mitgenosse kann eine gemeinschaftliche Mauer auf seiner Seite bis zur Hälfte in
          der Dicke benützen, auch Blindthüren und Wandschränke dort anbringen, wo auf der
          entgegengesetzten Seite noch keine angebracht sind. Doch darf das Gebäude durch einen
          Schorstein, Feuerherd oder andere Anlagen nicht in Gefahr gesetzt, und der Nachbar auf
          keine Art in dem Gebrauche seines Antheiles gehindert werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0856">
                  <head>§. 856.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0215-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=575">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA918">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=856">RIS</ref>]</p>
                  <p>Alle Miteigenthümer tragen zur Erhaltung solcher gemeinschaftlichen Scheidewände
          verhältnißmäßig bey. Wo sie doppelt vorhanden sind; oder das Eigenthum getheilt ist,
          bestreitet jeder die Unterhaltungskosten für das, was ihm allein gehört.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0857">
                  <head>§. 857.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0215-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=575">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA919">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=857">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ist die Stellung einer Scheidewand von der Art, daß die Ziegel, Latten oder Steine nur
          auf einer Seite vorlaufen oder abhängen; oder sind die Pfeiler, Säulen, Ständer,
          Bachställe auf Einer Seite eingegraben; so ist im Zweifel auf dieser Seite das ungetheilte
          Eigenthum der Scheidewand; wenn nicht aus einer beyderseitigen Belastung, Einfügung, aus
          anderen Kennzeichen, oder sonstigen Beweisen das Gegentheil erhellet. Auch derjenige wird
          für den ausschließenden Besitzer einer Mauer gehalten, welcher eine in der Richtung gleich
          fortlaufende Mauer von gleicher Höhe und Dicke unstreitig besitzt.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0858">
                  <head>§. 858.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0216-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=576">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=GEJDAAAAcAAJ&amp;pg=PA920">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=858">RIS</ref>]</p>
                  <p>In der Regel ist der ausschließende Besitzer nicht schuldig, seine verfallene Mauer oder
          Planke neu aufzuführen; nur dann muß er sie in gutem Stande erhalten, wenn durch die
          Oeffung für den Gränznachbar Schaden zu befürchten stünde. Es ist aber jeder Eigenthümer
          verbunden, auf der rechten Seite seines Haupteinganges für die nöthige Einschließung
          seines Raumes, und für die Abtheilung von dem fremden Raume zu sorgen.</p>
                </div>
              </div>
            </div>
            <div xml:id="NA.2.2.2">
              <head>Zweyter Theil. Zweyte Abtheilung. Von den persönlichen Sachenrechten.</head>
              <div xml:id="NA.2.2.17">
                <head>Siebzehntes Hauptstück. Von Verträgen überhaupt.</head>
                <div xml:id="NA.0859">
                  <head>§. 859.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0217-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=576">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA2">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=859">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Grund der persönlichen Sachenrechte.]</p>
                  <p>Die persönlichen Sachenrechte, vermöge welcher eine Person einer andern zu einer
          Leistung verbunden ist, gründen sich entweder unmittelbar auf ein Gesetz; oder auf einen
          Vertrag; oder auf eine erlittene Beschädigung.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0860">
                  <head>§. 860.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0218-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=576">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA3">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=860">RIS</ref>]</p>

                  <p>Die Fälle, in welchen jemanden unmittelbar von dem Gesetze ein persönliches Sachenrecht
          ertheilet wird, sind an den gehörigen Orten angegeben. Von dem Rechte des Schadenersatzes
          handelt das <ref target="#2.2.30">dreyßigste Hauptstück</ref>.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0861">
                  <head>§. 861.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0218-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=576">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA5">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=861">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wer sich erkläret, daß er jemanden sein Recht übertragen, daß heißt, daß er ihm etwas
          gestatten, etwas geben, daß er für ihn etwas thun, oder seinetwegen etwas unterlassen
          wolle, macht ein Versprechen; nimmt aber der Andere das Versprechen gültig an, so kommt
          durch den übereinstimmenden Willen beyder Theile ein Vertrag zu Stande. So lange die
          Unterhandlungen dauern, und das Versprechen noch nicht gemacht, oder weder zum voraus,
          noch nachher angenommen ist, entsteht kein Vertrag.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0862">
                  <head>§. 862.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0218-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=576">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA8">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=862">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn zur Annahme des Versprechens kein Zeitraum bedungen worden ist; so muß ein
          mündliches Versprechen ohne Verzug angenommen werden. Bey dem schriftlichen kommt es
          darauf an, ob beyde Theile sich an demselben Orte befinden, oder nicht. Im ersten Falle
          muß die Annahme in vier und zwanzig Stunden, im zweyten aber innerhalb jenes Zeitraumes,
          welcher zur zweymahligen Beantwortung nöthig ist, erfolgen, und dem versprechenden Theile
          bekannt gemacht werden; widrigen Falls ist das Versprechen erloschen. Vor Ablauf des fest
          gesetzten Zeitraumes kann das Versprechen nicht zurückgenommen werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0863">
                  <head>§. 863.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0219-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=577">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA11">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=863">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Eintheilung der Verträge.]</p>
                  <p>Man kann seinen Willen nicht nur ausdrücklich durch Worte und allgemein angenommene
          Zeichen, sondern auch stillschweigend durch solche Handlungen erklären, welche mit
          Ueberlegungen aller Umstände keinen vernünftigen Grund, daran zu zweifeln, übrig
          lassen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0864">
                  <head>§. 864.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0219-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=577">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA15">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=864">RIS</ref>]</p>
                  <p>Verträge sind einseitig oder zweyseitig verbindlich, je nachdem nur ein Theil etwas
          verspricht und der andere es annimmt; oder beyde Theile einander Rechte übertragen und
          wechselseitig annehmen. Die ersten werden also ohne Entgeld; die andern aber mit Entgeld
          geschlossen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0865">
                  <head>§. 865.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0220-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=577">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA16">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=865">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Erfordernisse eines gültigen Vertrages: 1) Fähigkeiten der Personen;]</p>

                  <p>Wer den Gebrauch der Vernunft nicht hat, wie auch ein Kind unter sieben Jahren, ist
          unfähig, ein Versprechen zu machen, oder es anzunehmen. Andere Personen hingegen, welche
          von einem Vater, Vormunde oder Curator abhängen, können zwar ein bloß zu ihrem Vortheile
          gemachtes Versprechen annehmen, wenn sie aber eine damit verknüpfte Last übernehmen, oder
          selbst etwas versprechen, hängt die Gültigkeit des Vertrages nach den, in dem <ref
                      target="#1.3">dritten</ref> und <ref target="#1.4">vierten Hauptstücke des ersten
           Theiles</ref>, gegebenen Vorschriften, in der Regel von der Einwilligung des Vertreters
          oder zugleich des Gerichtes ab. Bis diese Einwilligung erfolgt, kann der andere Theil
          nicht zurück treten, aber eine angemessene Frist zur Erklärung verlangen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0866">
                  <head>§. 866.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0220-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=577">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA23">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=866">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wer listiger Weise vorgibt, daß er Verträge zu schließen fähig sey, und dadurch einen
          Anderen, der darüber nicht leicht Erkundigung einhohlen konnte, hintergeht, ist zur
          Genugthuung verpflichtet.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0867">
                  <head>§. 867.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0221-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=577">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA24">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=867">RIS</ref>]</p>

                  <p>Was zur Gültigkeit eines Vertrages mit einer unter der besonderen Vorsorge der
          öffentlichen Verwaltung stehenden Gemeinde, (<ref
                      target="#NA.027">§. 27</ref>). oder
          ihren einzelnen Gliedern und Stellvertretern erfordert werde, ist aus der Verfassung
          derselben und den politischen Gesetzen zu entnehmen (<ref target="#NA.0290">§.
          290</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0868">
                  <head>§. 868.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0221-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=577">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA26">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=868">RIS</ref>]</p>
                  <p>In wie weit ein Verbrecher gültige Verträge schließen könne, bestimmt das Strafgesetz
          über Verbrechen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0869">
                  <head>§. 869.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0221-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=577">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA28">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=869">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 2) wahre Einwilligung.]</p>
                  <p>Die Einwilligung in einen Vertrag muß frey, ernstlich, bestimmt und verständlich erklärt
          werden. Ist die Erklärung unverständlich, ganz unbestimmt, oder erfolgt die Annahme unter
          andern Bestimmungen, als unter welchen das Versprechen geschehen ist; so entsteht kein
          Vertrag. Wer sich, um einen Anderen zu bevortheilen, undeutlicher Ausdrücke bedient, oder
          ein Scheinhandlung unternimmt, leistet Genugthuung.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0870">
                  <head>§. 870.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0222-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=578">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA31">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=870">RIS</ref>]</p>

                  <p>Wer von dem annehmenden Theile durch ungerechte und gegründete Furcht zu einem Vertrage
          gezwungen worden, ist ihn zu halten nicht verbunden. Ob die Furcht gegründet war, muß von
          dem Richter aus den Umständen beurtheilet werden (<ref target="#NA.055">§. 55</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0871">
                  <head>§. 871.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0222-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=578">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA33">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=871">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn ein Theil von dem andern Theile durch falsche Angaben irre geführt worden ist, und
          der Irrthum die Hauptsache, oder eine wesentliche Beschaffenheit derselben betrifft,
          worauf die Absicht vorzüglich gerichtet und erkläret worden; so entsteht für den
          Irregeführten keine Verbindlichkeit.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0872">
                  <head>§. 872.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0222-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=578">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA34">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=872">RIS</ref>]</p>
                  <p>Betrifft aber der Irrthum weder die Hauptsache, noch eine wesentliche Beschaffenheit
          derselben, sondern einen Nebenumstand; so bleibt der Vertrag, in so fern beyde Theile in
          den Hauptgegenstand gewilliget, und den Nebenumstand nicht als vorzügliche Absicht
          erkläret haben, noch immer gültig; allein dem Irregeführten ist von dem Urheber des
          Irrthumes die angemessene Vergütung zu leisten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0873">
                  <head>§. 873.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0223-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=578">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA36">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=873">RIS</ref>]</p>
                  <p>Eben diese Grundsätze sind auch auf den Irrthum in der Person desjenigen, welchem ein
          Versprechen gemacht worden ist, anzuwenden; in so fern ohne den Irrthum der Vertrag
          entweder gar nicht, oder doch nicht auf solche Art errichtet worden wäre.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0874">
                  <head>§. 874.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0223-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=578">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA37">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=874">RIS</ref>]</p>
                  <p>In jedem Falle muß derjenige, welcher einen Vertrag durch List oder ungerechte Furcht
          bewirket hat, für die nachtheiligen Folgen Genugthuung leisten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0875">
                  <head>§. 875.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0223-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=578">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA38">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=875">RIS</ref>]</p>

                  <p>Ist der versprechende Theil von einem Dritten entweder durch ungerechte und gegründete
          Furcht zu einem Vertrage gezwungen, oder durch falsche Angaben irre geführet worden; so
          ist der Vertrag gültig. Nur in dem Falle, daß der annehmende Theil an der widerrechtlichen
          Handlung des Dritten Theil nahm, oder dieselbe offenbar wissen mußte, ist er eben so nach
          den <ref
                      target="#NA.0870">§§. 870</ref>-<ref target="#NA.0874">874</ref> zu behandeln,
          als wenn er selbst den anderen Theil in Furcht oder Irrthum versetzt hätte.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0876">
                  <head>§. 876.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0224-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=578">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA41">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=876">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn der versprechende Theil selbst und allein an seinem wie immer gearteten Irrthume
          Schuld ist, so besteht der Vertrag; es wäre denn, daß dem annehmenden Theile der
          obwaltende Irrthum offenbar aus den Umständen auffallen mußte.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0877">
                  <head>§. 877.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0224-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=578">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA42">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=877">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wer die Aufhebung eines Vertrages aus Mangel der Einwilligung verlangt, muß dagegen auch
          Alles zurückstellen, was er aus einem solchen Vertrage zu seinem Vortheile erhalten
          hat.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0878">
                  <head>§. 878.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0224-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=578">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA43">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=878">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 3) Möglichkeit der Leistung.]</p>
                  <p>Ueber Alles, was im Verkehre steht, können Verträge geschlossen werden. Was nicht
          geleistet werden kann; was gerade zu unmöglich oder unerlaubt ist, kann kein Gegenstand
          eines gültigen Vertrages werden. Wer einen andern durch dergleichen Zusagen täuschet; wer
          ihn aus schuldbarer Unwissenheit verkürzet; oder aus dessen Schaden einen Nutzen zieht,
          bleibt dafür verantwortlich.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0879">
                  <head>§. 879.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0225-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=579">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA46">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=879">RIS</ref>]</p>
                  <p>Insbesondere sind, außer den am gehörigen Orte angeführten, folgende Verträge
          ungültig:<lb/> 1) Wenn etwas für die Unterhandlung eines Ehevertrages bedungen wird;<lb/>
          2) Wenn ein Wundarzt oder was immer für ein Arzt sich von dem Kranken für die Uebernehmung
          der Cur; oder<lb/> 3) Wenn ein Rechtsfreund sich für die Uebernehmung eines Processes eine
          bestimmte Belohnung bedingt, oder eine ihm anvertraute Streitsache an sich löset;<lb/> 4)
          Wenn eine Erbschaft oder ein Vermächtniß, die man von einer dritten Person hofft, noch bey
          Lebzeiten derselben veräußert wird.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0880">
                  <head>§. 880.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0225-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=579">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA50">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=880">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wird der Gegenstand, worüber ein Vertrag geschlossen worden, vor dessen Uebergabe dem
          Verkehre entzogen; so ist es eben so viel, als wenn man den Vertrag nicht geschlossen
          hätte.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0881">
                  <head>§. 881.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0225-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=579">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA50">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=881">RIS</ref>]</p>
                  <p>Außer den von den Gesetzen bestimmten Fällen kann zwar niemand für einen Anderen ein
          Versprechen machen, oder annehmen. Hat aber jemand seine Verwendung bey einem Dritten
          versprochen, oder gar für den Erfolg gestanden; so muß er die eingegangene Verbindlichkeit
          nach Maß seines Versprechens erfüllen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0882">
                  <head>§. 882.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0226-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=579">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA55">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=882">RIS</ref>]</p>
                  <p>Sind unmögliche und mögliche Dinge zugleich versprochen worden, so müssen die möglichen
          erfüllet werden, wenn anders die Vertrag schließenden Theile nicht die ausdrückliche
          Bedingung gemacht haben, daß kein Punct des Vertrages von dem anderen abgesondert werden
          könne.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0883">
                  <head>§. 883.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0226-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=579">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA56">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=883">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Form der Verträge.]</p>
                  <p>Ein Vertrag kann mündlich oder schriftlich; vor Gericht oder außerhalb desselben; mit
          oder ohne Zeugen errichtet werden. Diese Verschiedenheit der Form macht, außer den im
          Gesetze bestimmten Fällen, in Ansehung der Verbindlichkeit keinen Unterschied.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0884">
                  <head>§. 884.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0226-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=579">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA59">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=884">RIS</ref>]</p>
                  <p>Haben sich die Parteyen ausdrücklich zu einem schriftlichen Vertrage verabredet; so wird
          er vor der Unterschrift der Parteyen nicht für geschlossen angesehen. Die Siegelung wird
          auch in diesem Falle nicht wesentlich erfordert.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0885">
                  <head>§. 885.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0227-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=579">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA60">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=885">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Punctation.]</p>
                  <p>Ist zwar noch nicht die förmliche Urkunde, aber doch ein Aufsatz über die Hauptpuncte
          errichtet, und von den Parteyen unterfertiget worden; so gründet auch schon ein solcher
          Aufsatz diejenigen Rechte und Verbindlichkeiten, welche darin ausgedrückt sind.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0886">
                  <head>§. 886.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0227-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=579">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA62">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=886">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wer des Schreibens unkundig, oder wegen körperlicher Gebrechen zu schreiben unfähig ist,
          muß zwey Zeugen, deren einer dessen Nahmen unterfertiget, beyziehen, und sein gewöhnliches
          Handzeichen beyrücken.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0887">
                  <head>§. 887.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0227-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=580">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA62">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=887">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn über einen Vertrag eine Urkunde errichtet worden; so ist auf vorgeschützte
          mündliche Verabredungen, welche zugleich geschehen seyn sollen, aber mit der Urkunde nicht
          übereinstimmen, oder neue Zusätze enthalten, kein Bedacht zu nehmen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0888">
                  <head>§. 888.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0228-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=580">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA64">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=888">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Gemeinschaftliche Verbindlichkeit oder Berechtigung.]</p>
                  <p>Wenn zwey oder mehrere Personen jemanden eben dasselbe Recht zu einer Sache versprechen,
          oder es von ihm annehmen; so wird sowohl die Forderung als die Schuld nach den Grundsätzen
          der Gemeinschaft des Eigenthumes getheilt.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0889">
                  <head>§. 889.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0228-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=580">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA65">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=889">RIS</ref>]</p>
                  <p>Außer den in dem Gesetze bestimmten Fällen haftet also aus mehreren Mitschuldnern einer
          theilbaren Sache jeder nur für seinen Antheil, und eben so muß von mehreren Mitgenossen
          einer theilbaren Sache jeder sich mit dem ihm gebührenden Theile begnügen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0890">
                  <head>§. 890.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0228-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=580">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA67">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=890">RIS</ref>]</p>
                  <p>Betrifft es hingegen untheilbare Sachen; so kann ein Gläubiger, wenn er der einzige ist,
          solche von einem jeden Mitschuldner fordern. Wenn aber mehrere Gläubiger und nur Ein
          Schuldner da sind; so ist dieser die Sache einem einzelnen Mitgläubiger, ohne
          Sicherstellung heraus zu geben, nicht verpflichtet; er kann auf die Uebereinkunft aller
          Mitgläubiger dringen, oder die gerichtliche Verwahrung der Sache verlangen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0891">
                  <head>§. 891.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0229-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=580">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA68">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=891">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Correalität.]</p>
                  <p>Versprechen mehrere Personen ein und dasselbe Ganze zur ungetheilten Hand dergestalt,
          daß sich Einer für Alle und Alle für Einen ausdrücklich verbinden; so haftet jede einzelne
          Person für das Ganze. Es hängt dann von dem Gläubiger ab, ob er von allen, oder von
          einigen Mitschuldnern das Ganze, oder nach von ihm gewählten Antheilen, oder ob er es von
          einem Einzigen fordern wolle. Selbst nach erhobener Klage bleibt ihm, wenn er von
          derselben absteht, diese Wahl vorbehalten; und, wenn er von einem oder dem anderen
          Mitschuldner nur zum Theile befriediget wird; so kann er das Rückständige von den übrigen
          fordern.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0892">
                  <head>§. 892.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0229-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=580">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA71">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=892">RIS</ref>]</p>
                  <p>Hat hingegen einer mehreren Personen eben dasselbe Ganze zugesagt, und sind diese
          ausdrücklich berechtiget worden, es zur ungetheilten Hand fordern zu können; so muß der
          Schuldner das Ganze demjenigen dieser Gläubiger entrichten, der ihn zuerst darum
          angeht.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0893">
                  <head>§. 893.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0230-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=580">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA72">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=893">RIS</ref>]</p>
                  <p>Sobald ein Mitschuldner dem Gläubiger das Ganze entrichtet hat, darf dieser von den
          übrigen Mitschuldnern nichts mehr fordern; und sobald ein Mitgläubiger von dem Schuldner
          ganz befriediget worden ist, haben die übrigen Mitgläubiger keinen Anspruch mehr.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0894">
                  <head>§. 894.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0230-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=580">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA74">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=894">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ein Mitschuldner kann dadurch, daß er mit dem Gläubiger lästigere Bedingungen eingeht,
          den übrigen keinen Nachtheil zuziehen, und die Nachsicht oder Befreyung, welche ein
          Mitschuldner für seine Person erhält, kommt den übrigen nicht zu Statten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0895">
                  <head>§. 895.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0230-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=581">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA75">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=895">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wie weit aus mehrern Mitgläubigern, welchen eben dasselbe Ganze zur ungetheilten Hand
          zugesagt worden ist, derjenige, welcher die ganze Forderung für sich erhalten hat, den
          übrigen Gläubigern hafte, muß aus den besonderen, zwischen den Mitgläubigern bestehenden,
          rechtlichen Verhältnissen bestimmet werden. Besteht kein solches Verhältniß, so ist einer
          dem anderen keine Rechenschaft schuldig.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0896">
                  <head>§. 896.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0231-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=581">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA77">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=896">RIS</ref>]</p>

                  <p>Ein Mitschuldner zur ungetheilten Hand, welcher die ganze Schuld aus dem Seinigen
          abgetragen hat, ist berechtiget, auch ohne geschehene Rechtsabtretung, von den übrigen den
          Ersatz, und zwar, wenn kein anderes besonderes Verhältniß unter ihnen besteht, zu gleichen
          Theilen zu fordern. War einer aus ihnen unfähig, sich zu verpflichten, oder ist er
          unvermögend, seiner Verpflichtung Genüge zu leisten; so muß ein solcher ausfallender
          Antheil ebenfalls von allen Mitverpflichteten übernommen werden. Die erhaltene Befreyung
          eines Mitverpflichteten kann den übrigen bey der Forderung des Ersatzes nicht nachtheilig
          seyn (<ref target="#NA.0894">§. 894</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0897">
                  <head>§. 897.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0231-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=581">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA79">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=897">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Nebenbestimmungen bey Verträgen: 1) Bedingungen:]</p>
                  <p>In Ansehung der Bedingungen bey Verträgen gelten überhaupt die nähmlichen Vorschriften,
          welche über die den Erklärungen des letzten Willens beygesetzten Bedingungen aufgestellt
          worden sind.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0898">
                  <head>§. 898.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0231-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=581">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA79">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=898">RIS</ref>]</p>
                  <p>Verabredungen unter solchen Bedingungen, welche bey einem letzten Willen für nicht
          beygesetzt angesehen werden, sind ungültig.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0899">
                  <head>§. 899.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0232-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=581">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA79">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=899">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ist die in einem Vertrage vorgeschriebene Bedingung schon vor dem Vertrage eingetroffen;
          so muß sie nach dem Vertrage nur dann wiederhohlet werden, wenn sie in einer Handlung
          dessen, der das Recht erwerben soll, besteht, und von ihm wiederhohlet werden kann.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0900">
                  <head>§. 900.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0232-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=581">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA80">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=900">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 2) Bewegungsgrund;]</p>
                  <p>Ein unter einer aufschiebenden Bedingung zugesagtes Recht geht auch auf die Erben
          über.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0901">
                  <head>§. 901.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0232-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=581">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA85">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=901">RIS</ref>]</p>
                  <p>Haben die Parteyen den Bewegungsgrund oder den Endzweck ihrer Einwilligung ausdrücklich
          zur Bedingung gemacht; so wird der Bewegungsgrund oder Endzweck wie eine andere Bedingung
          angesehen. Außer dem haben dergleichen Aeußerungen auf die Gültigkeit entgeldlicher
          Verträge keinen Einfluß. Bey den unentgeldlichen aber sind die bey den letzten Anordnungen
          gegebenen Vorschriften anzuwenden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0902">
                  <head>§. 902.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0233-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=581">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA87">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=902">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 3) Zeit, Ort und Art der Erfüllung;]</p>
                  <p>Verträge müssen zu der Zeit, an dem Orte, und auf die Art vollzogen werden, wie es die
          Parteyen verabredet haben. Nach dem Gesetze werden 24 Stunden für einen Tag, 30 Tage für
          einen Monath, und 365 Tage für ein Jahr gehalten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0903">
                  <head>§. 903.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0233-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=581">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA88">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=903">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ein Recht, dessen Erwerbung an einen gewissen Tag gebunden ist, wird mit dem Anfange des
          Tages erworben. Zur Erfüllung einer Verbindlichkeit aber kommt dem Verpflichteten der
          ganze bestimmte Tag zu Statten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0904">
                  <head>§. 904.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0233-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=582">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA89">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=904">RIS</ref>]</p>

                  <p>Ist keine gewisse Zeit für die Erfüllung des Vertrages bestimmt worden; so kann sie
          sogleich, nähmlich ohne unnöthigen Aufschub, gefordert werden. Hat der Verpflichtete die
          Erfüllungszeit seiner Willkühr vorbehalten; so muß man entweder seinen Tod abwarten, und
          sich an die Erben halten; oder, wenn es um eine bloß persönliche, nicht vererbliche
          Pflicht zu thun ist, die Erfüllungszeit von dem Richter nach Billigkeit festsetzen lassen.
          Letzteres findet auch dann Statt, wenn der Verpflichtete die Erfüllung nach Möglichkeit
          oder Thunlichkeit versprochen hat. Uebrigens müssen die Vorschriften, welche oben (<ref
                      target="#NA.0704">§§. 704</ref>-<ref target="#NA.0706">706</ref>) in Rücksicht der den
          letzten Anordnungen beygerückten Zeitbestimmung gegeben werden, auch hier angewendet
          werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0905">
                  <head>§. 905.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0234-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=582">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA91">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=905">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn der Ort, wo der Vertrag erfüllet werden soll, weder aus der Verabredung, noch aus
          der Natur oder dem Zwecke des Geschäftes, bestimmet werden kann; so werden unbewegliche
          Sachen an dem Orte, wo sie liegen; bewegliche aber an dem Orte, wo das Versprechen gemacht
          worden ist, übergeben. In Ansehung des Maßes, des Gewichtes, und der Geldsorten ist auf
          den Ort der Uebergabe zu sehen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0906">
                  <head>§. 906.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0234-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=582">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA98">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=906">RIS</ref>]</p>
                  <p>Kann das Versprechen auf mehrere Arten erfüllet werden; so hat der Verpflichtete die
          Wahl; er kann aber von der einmahl getroffenen Wahl für sich allein nicht abgehen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0907">
                  <head>§. 907.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0234-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=582">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA94">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=907">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wird ein Vertrag ausdrücklich mit Vorbehalt der Wahl geschlossen, und dieselbe durch
          zufälligen Untergang eines oder mehrerer Wahlstücke vereitelt; so ist der Theil, dem die
          Wahl zusteht, an den Vertrag nicht gebunden. Unterläuft aber ein Verschulden des
          Verpflichteten; so muß er dem Berechtigten für die Vereitlung der Wahl haften.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0908">
                  <head>§. 908.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0235-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=582">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA96">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=908">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 4) Angeld;]</p>
                  <p>Was bey Abschließung eines Vertrages voraus gegeben wird, ist, außer dem Falle einer
          besondern Verabredung, nur als ein Zeichen der Abschließung, oder als eine Sicherstellung
          für die Erfüllung des Vertrages zu betrachten, und heißt Angeld. Wird der Vertrag durch
          Schuld einer Partey nicht erfüllet; so kann die schuldlose Partey das von ihr empfangene
          Angeld behalten, oder den doppelten Betrag des von ihr gegebenen Angeldes zurück fordern.
          Will sie sich aber damit nicht begnügen, so kann sie auf die Erfüllung; oder, wenn diese
          nicht mehr möglich ist, auf den Ersatz dringen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0909">
                  <head>§. 909.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0235-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=582">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA99">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=909">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 5) Reugeld;]</p>
                  <p>Wird bey Schließung eines Vertrages ein Betrag bestimmt, welchen ein oder der andere
          Theil in dem Falle, daß er von dem Vertrage vor der Erfüllung zurück treten will,
          entrichten muß; so wird der Vertrag gegen Reugeld geschlossen. In diesem Falle muß
          entweder der Vertrag erfüllet, oder das Reugeld bezahlet werden. Wer den Vertrag auch nur
          zum Theile erfüllet; oder das, was von dem Anderen auch nur zum Theile zur Erfüllung
          geleistet worden ist, angenommen hat, kann selbst gegen Entrichtung des Reugeldes nicht
          mehr zurück treten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0910">
                  <head>§. 910.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0236-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=583">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA100">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=910">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn ein Angeld gegeben, und zugleich das Befugniß des Rücktrittes ohne Bestimmung eines
          besonderen Reugeldes bedungen wird; so vertritt das Angeld die Stelle des Reugeldes. Im
          Falle des Rücktrittes verliert also der Geber das Angeld; oder der Empfänger stellt das
          Doppelte zurück.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0911">
                  <head>§. 911.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0236-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=583">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA101">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=911">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wer nicht durch bloßen Zufall, sondern durch sein Verschulden an der Erfüllung des
          Vertrages verhindert wird, muß ebenfalls das Reugeld entrichten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0912">
                  <head>§. 912.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0237-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=583">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA101">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=912">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 6) Nebengebühren.]</p>
                  <p>Der Gläubiger ist von seinem Schuldner außer der Hauptschuld zuweilen auch Nebengebühren
          zu fordern berechtiget. Sie bestehen in dem Zuwachse, und in den Früchten der Hauptsache;
          in den bestimmten oder in den Zögerungs-Zinsen; oder in dem Ersatze des verursachten
          Schadens; oder dessen, was dem Anderen daran liegt, daß die Verbindlichkeit nicht gehörig
          erfüllet worden; endlich in dem Betrage, welchen ein Theil sich auf diesen Fall bedungen
          hat.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0913">
                  <head>§. 913.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0237-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=583">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA103">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=913">RIS</ref>]</p>

                  <p>In wie weit mit einem dinglichen Rechte das Recht auf den Zuwachs, oder auf die Früchte
          verbunden sey, ist in dem <ref
                      target="#2.1">ersten</ref> und <ref target="#2.4">vierten
           Hauptstücke des zweyten Theiles</ref> bestimmet worden. Wegen eines bloß persönlichen
          Rechtes hat der Berechtigte noch keinen Anspruch auf Nebengebühren. In wie weit dem
          Gläubiger ein Recht auf diese zukomme, ist theils aus den besonderen Arten und
          Bestimmungen der Verträge; theils aus dem Hauptstücke: von dem Rechte des Schadenersatzes
          und der Genugthuung, zu entnehmen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0914">
                  <head>§. 914.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0238-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=583">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA104">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=914">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Auslegungsregeln bey Verträgen.]</p>
                  <p>Die im ersten Theile (<ref target="#NA.0006">§. 6</ref>) in Hinsicht auf die Auslegung
          der Gesetze angeführten allgemeinen Regel gelten auch für Verträge. Ins besondere soll ein
          zweifelhafter Vertrag so erklärt werden, daß er keinen Widerspruch enthalte, und von
          Wirkung sey.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0915">
                  <head>§. 915.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0238-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=583">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA108">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=915">RIS</ref>]</p>

                  <p>Bey einseitig verbindlichen Verträgen wird im Zweifel angenommen, daß sich der
          Verpflichtete eher die geringere als die schwerere Last auflegen wollte; bey zweyseitig
          verbindlichen wird eine undeutliche Aeußerung zum Nachtheile desjenigen erkläret, der sich
          derselben bedienet hat (<ref target="#NA.0869">§. 869</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0916">
                  <head>§. 916.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0238-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=583">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA110">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=916">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wird ein Geschäft von gewisser Art nur zum Scheine verabredet; so ist es nach denjenigen
          gesetzlichen Vorschriften zu beurtheilen, nach denen es vermöge seiner wahren
          Beschaffenheit beurtheilet werden muß.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0917">
                  <head>§. 917.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0239-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=583">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA112">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=917">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Von Erlöschung der Verträge.]</p>
                  <p>Wie die aus den Verträgen entstehenden Verbindlichkeiten aufhören, wird bey jedem
          Vertrage besonders, und in dem Hauptstücke: von Aufhebung der Verbindlichkeiten überhaupt,
          bestimmet werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0918">
                  <head>§. 918.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0239-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=583">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA113">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=918">RIS</ref>]</p>

                  <p>Alle aus Verträgen entstehende Rechte und Pflichten gehen auf die Erben der vertragenden
          Theile über; wenn sie anders nicht bloß auf persönlichen Verhältnissen und Fähigkeiten
          beruhen; oder wenn die Erben nicht schon im Vertrage selbst, oder durch das Gesetz
          ausgenommen worden sind. Ein noch nicht angenommenes Versprechen geht, wenn auch nur Ein
          Theil während der Ueberlegungsfrist stirbt, auf die Erben nicht über (<ref target="#NA.0862">§. 862</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0919">
                  <head>§. 919.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0239-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=584">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA116">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=919">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn ein Theil den Vertrag entweder gar nicht; oder nicht zu der gehörigen Zeit; an dem
          gehörigen Orte; oder auf die bedungene Weise erfüllet; so ist der andere Theil, außer den
          in dem Gesetze bestimmten Fällen, oder einem ausdrücklichen Vorbehalte, nicht berechtiget,
          die Aufhebung, sondern nur die genaue Erfüllung des Vertrages und Ersatz zu fordern.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0920">
                  <head>§. 920.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0240-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=584">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA118">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=920">RIS</ref>]</p>
                  <p>Nach gänzlicher Erfüllung des Vertrages können die Parteyen auch mit beyderseitiger
          Einwilligung nicht mehr davon abgehen; sondern sie müssen einen neuen Vertrag schließen,
          der als ein zweytes Geschäft angesehen wird.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0921">
                  <head>§. 921.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0240-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=584">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA119">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=921">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Allgemeine Bestimmungen entgeldlicher Verträge und Geschäfte.]</p>

                  <p>Bey einem entgeldlichen Vertrage werden entweder Sachen mit Sachen; oder Handlungen,
          worunter auch die Unterlassungen gehören, mit Handlungen; oder endlich Sachen mit
          Handlungen, und Handlungen mit Sachen vergolten (<ref target="#NA.0864">§. 864</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0922">
                  <head>§. 922.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0240-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=584">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA120">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=922">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Gewährleistung.]</p>
                  <p>Wenn jemand eine Sache auf eine entgeldliche Art einem Anderen überläßt; so leistet er
          Gewähr, daß sie die ausdrücklich bedungenen, oder gewöhnlich dabey voraus gesetzten
          Eigenschaften habe, und daß sie der Natur des Geschäftes, oder der getroffenen Verabredung
          gemäß benützt und verwendet werden könne.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0923">
                  <head>§. 923.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0241-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=584">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA121">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=923">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Fälle der Gewährleistung.]</p>
                  <p>Wer also der Sache Eigenschaften beylegt, die sie nicht hat, und die ausdrücklich oder
          vermöge der Natur des Geschäftes stillschweigend bedungen worden sind; wer ungewöhnliche
          Mängel oder Lasten derselben verschweigt; wer eine nicht mehr vorhandene, oder eine fremde
          Sache als die seinige veräußert; wer fälschlich vorgibt, daß die Sache zu einem bestimmten
          Gebrauche tauglich; oder daß sie auch von den gewöhnlichen Mängeln und Lasten frey sey;
          der hat, wenn das Widerspiel hervorkommt, dafür zu haften.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0924">
                  <head>§. 924.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0241-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=584">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA125">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=924">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn ein Stück Vieh binnen vier und zwanzig Stunden nach der Uebernahme erkrankt oder
          umfällt; so wird vermuthet, daß es schon vor der Uebernahme krank gewesen sey.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0925">
                  <head>§. 925.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0241-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=584">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA126">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=925">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die nähmliche Vermuthung gilt:<lb/> 1) wenn binnen acht Tagen bey den Schweinen die
          Finne, und bey den Schafen die Pocken oder die Räude (Schäbe); oder wenn bey den letztern
          binnen zwey Monathen die Lungen- und Egelwürmer entdeckt werden;<lb/> 2) wenn bey dem
          Rindvieh binnen dreyßig Tagen nach der Uebernahme die Drüsenkrankheit, so genannte
          Stiersucht, gefunden wird;<lb/> 3) wenn bey Pferden und Lastthieren binnen fünfzehn Tagen
          nach der Uebergabe die verdächtige Drüse oder der Rotz, wie auch der Dampf; oder, wenn
          binnen dreyßig Tagen der Dummkoller, der Wurm, die Stätigkeit, der schwarze Staar, oder
          die Mondblindheit entdeckt wird.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0926">
                  <head>§. 926.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0242-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=585">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA128">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=926">RIS</ref>]</p>
                  <p>Von dieser rechtlichen Vermuthung (<ref target="#NA.0924">§. 924</ref> und <ref target="#NA.0925">925</ref>) kann aber der Uebernehmer eines solchen Stückes Vieh nur
          dann Gebrauch machen, wenn er dem Uebergeber oder Gewährsmanne sogleich von dem bemerkten
          Fehler Nachricht gibt; oder in dessen Abwesenheit dem Ortsgerichte, oder Sachverständigen
          die Anzeige macht, und den Augenschein vornehmen läßt.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0927">
                  <head>§. 927.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0242-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=585">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA130">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=927">RIS</ref>]</p>
                  <p>Vernachlässiget der Uebernehmer diese Vorsicht, so liegt ihm der Beweis ob, daß das Vieh
          schon vor Schließung des Vertrages mangelhaft war. Immer stehet aber auch dem Uebergeber
          der Beweis offen, daß der gerügte Mangel erst nach der Uebergabe eingetreten sey.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0928">
                  <head>§. 928.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0243-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=585">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA131">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=928">RIS</ref>]</p>

                  <p>Fallen die Mängel einer Sache in die Augen oder sind die auf der Sache haftenden Lasten
          aus den öffentlichen Büchern zu ersehen; so findet, außer dem Falle einer ausdrücklichen
          Zusage, daß die Sache von allen Fehlern und Lasten frey sey, keine Gewährleistung Statt
           (<ref target="#NA.0443">§. 443</ref>). Schulden und Rückstände, welche auf der Sache
          haften, müssen stets vertreten werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0929">
                  <head>§. 929.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0243-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=585">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA132">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=929">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wer eine fremde Sache wissentlich an sich bringt, hat eben so wenig Anspruch auf eine
          Gewährleistung, als derjenige, welcher ausdrücklich darauf Verzicht gethan hat.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0930">
                  <head>§. 930.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0243-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=585">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA133">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=930">RIS</ref>]</p>
                  <p>Werden Sachen in Pausch und Bogen, nähmlich so, wie sie stehen und liegen, ohne Zahl,
          Maß und Gewicht übergeben; so ist der Uebergeber, außer dem Falle, daß eine von ihm
          fälschlich vorgegebene, oder von dem Empfänger bedungene Beschaffenheit mangelt, für die
          daran entdeckten Fehler nicht verantwortlich.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0931">
                  <head>§. 931.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0244-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=585">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA135">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=931">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Bedingung der Gewährleistung.]</p>
                  <p>Wenn der Besitzer wegen eines von einem Dritten auf die Sache gemachten Anspruches von
          der Gewährleistung Gebrauch machen will; so muß er seinen Vormann davon benachrichtigen,
          und nach Vorschrift der Gerichtsordnung die Vertretung begehren. Durch die Unterlassung
          dieses Ansuchens verliert er zwar noch nicht das Recht der Schadloshaltung; aber sein
          Vormann kann ihm alle wider den Dritten unausgeführt gebliebene Einwendungen entgegen
          setzen, und sich dadurch von der Entschädigung in dem Maße befreyen, als erkannt wird, daß
          diese Einwendungen, wenn von ihnen der gehörige Gebrauch gemacht worden wäre, eine andere
          Entscheidung gegen den Dritten veranlaßt haben würden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0932">
                  <head>§. 932.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0244-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=585">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA137">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=932">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Wirkung.]</p>
                  <p>Ist der die Gewährleistung begründende Mangel von der Art, daß er nicht mehr gehoben
          werden kann, und, daß er den ordentlichen Gebrauch der Sache verhindert, so kann der
          Verkürzte die gänzliche Aufhebung des Vertrages; wenn hingegen sich das Fehlende, z. B. an
          Maß oder Gewicht, nachtragen läßt, nur diesen Nachtrag; in beyden Fällen aber auch den
          Ersatz des weitern Schadens, und, dafern der andere Theil unredlich gehandelt hat, auch
          den entgangenen Nutzen fordern.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0933">
                  <head>§. 933.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0245-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=586">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA139">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=933">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Erlöschung des Rechtes der Gewährleistung.]</p>
                  <p>Wer die Gewährleistung fordern will, muß sein Recht, wenn es unbewegliche Sachen
          betrifft, binnen drey Jahren; betrifft es aber bewegliche, binnen sechs Monathen geltend
          machen, sonst ist das Recht erloschen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0934">
                  <head>§. 934.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0245-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=586">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA140">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=934">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Schadloshaltung wegen Verkürzung über die Hälfte.]</p>
                  <p>Hat bey zweyseitig verbindlichen Geschäften ein Theil nicht einmahl die Hälfte dessen,
          was er dem anderen gegeben hat, von diesem an dem gemeinen Werthe erhalten; so räumet das
          Gesetz dem verletzten Theile das Recht ein, die Aufhebung und die Herstellung in den
          vorigen Stand zu fordern. Dem anderen Theile stehet aber bevor, das Geschäft dadurch
          aufrecht zu erhalten, daß er den Abgang bis zum gemeinen Werthe zu ersetzen bereit ist.
          Das Mißverhältniß des Werthes wird nach dem Zeitpuncte des geschlossenen Geschäftes
          bestimmt.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0935">
                  <head>§. 935.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0246-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=586">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA144">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=935">RIS</ref>]</p>
                  <p>Dieses Rechtsmittel findet nicht Statt, wenn jemand ausdrücklich darauf Verzicht gethan,
          oder sich erkläret hat, die Sache aus besonderer Vorliebe um einen außerordentlichen Werth
          zu übernehmen; wenn er, obgleich ihm der wahre Werth bekannt war, sich dennoch zu dem
          unverhältnißmäßigen Werthe verstanden hat; ferner, wenn aus dem Verhältnisse der Personen
          zu vermuthen ist, daß sie einen, aus einem entgeldlichen und unentgeldlichen vermischten,
          Vertrag schließen wollten; wenn sich der eigentliche Werth nicht mehr erheben läßt;
          endlich, wenn die Sache von dem Gerichte versteigert worden ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0936">
                  <head>§. 936.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0246-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=586">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA147">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=936">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Von der Verabredung eines künftigen Vertrages.]</p>
                  <p>Die Verabredung, künftig erst einen Vertrag schließen zu wollen, ist nur dann
          verbindlich, wenn sowohl die Zeit der Abschließung, als die wesentlichen Stücke des
          Vertrages bestimmet, und die Umstände inzwischen nicht dergestalt verändert worden sind,
          daß dadurch der ausdrücklich bestimmte, oder aus den Umständen hervor leuchtende Zweck
          vereitelt, oder das Zutrauen des einen oder anderen Theiles verloren wird. Ueberhaupt muß
          auf die Vollziehung solcher Zusagen längstens in einem Jahre nach dem bedungenen
          Zeitpuncte gedrungen werden; widrigen Falls ist das Recht erloschen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0937">
                  <head>§. 937.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0247-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=586">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA151">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=937">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Von der Verzicht auf Einwendungen.]</p>
                  <p>Allgemeine, unbestimmte Verzichtleistungen auf Einwendungen gegen die Gültigkeit eines
          Vertrages sind ohne Wirkung.</p>
                </div>
              </div>
              <div xml:id="NA.2.18">
                <head>Achtzehntes Hauptstück. Von Schenkungen.</head>
                <div xml:id="NA.0938">
                  <head>§. 938.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0248-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=587">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA154">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=938">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Schenkung.]</p>
                  <p>Ein Vertrag, wodurch eine Sache jemanden unentgeldlich überlassen wird, heißt eine
          Schenkung.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0939">
                  <head>§. 939.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0248-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=587">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA155">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=939">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: In wie fern eine Verzichtleistung eine Schenkung sey.]</p>
                  <p>Wer auf ein gehofftes, oder wirklich angefallenes, oder zweifelhaftes Recht Verzicht
          thut, ohne es einem Andern ordentlich abzutreten, oder dasselbe dem Verpflichteten mit
          dessen Einwilligung zu erlassen, ist für keinen Geschenkgeber anzusehen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0940">
                  <head>§. 940.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0248-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=587">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA156">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=940">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Belohnende Schenkung.]</p>
                  <p>Es verändert die Wesenheit der Schenkung nicht, wenn sie aus Erkenntlichkeit, oder in
          Rücksicht auf die Verdienste des Beschenkten; oder als eine besondere Belohnung desselben
          gemacht worden ist; nur darf er vorher kein Klagerecht darauf gehabt haben.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0941">
                  <head>§. 941.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0249-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=587">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA156">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=941">RIS</ref>]</p>
                  <p>Hat der Beschenkte ein Klagerecht auf die Belohnung gehabt, entweder, weil sie unter den
          Parteyen schon bedungen, oder durch das Gesetz vorgeschrieben war; so höret das Geschäft
          auf, eine Schenkung zu seyn, und ist als ein entgeldlicher Vertrag anzusehen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0942">
                  <head>§. 942.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0249-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=587">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA157">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=942">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Wechselseitige Schenkungen.]</p>
                  <p>Sind Schenkungen vorher dergestalt bedungen, das der Schenkende wieder beschenket werden
          muß; so entstehet keine wahre Schenkung im Ganzen; sondern nur in Ansehung des
          übersteigenden Werthes.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0943">
                  <head>§. 943.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0249-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=587">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA159">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=943">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Form des Schenkungsvertrages]</p>
                  <p>Aus einem bloß mündlichen, ohne wirkliche Uebergabe geschlossenen Schenkungsvertrage
          erwächst dem Geschenknehmer kein Klagerecht. Dieses Recht muß durch eine schriftliche
          Urkunde begründet werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0944">
                  <head>§. 944.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0249-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=587">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA161">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=944">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: und Maß einer Schenkung.]</p>
                  <p>Ein unbeschränkter Eigenthümer kann mit Beobachtung der gesetzlichen Vorschriften auch
          sein ganzes gegenwärtiges Vermögen verschenken. Ein Vertrag aber, wodurch das künftige
          Vermögen verschenket wird, bestehet nur in so weit, als er die Hälfte diese Vermögens
          nicht übersteiget.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0945">
                  <head>§. 945.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0250-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=587">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA163">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=945">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: In wie fern der Geber für das Geschenkte hafte.]</p>
                  <p>Wer wissentlich eine fremde Sache verschenket, und dem Geschenknehmer diesen Umstand
          verschweiget, haftet für die nachtheiligen Folgen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0946">
                  <head>§. 946.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0250-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=587">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA165">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=946">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Unwiderruflichkeit der Schenkungen.]</p>
                  <p>Schenkungsverträge dürfen in der Regel nicht widerrufen werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0947">
                  <head>§. 947.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0250-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=587">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA166">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=947">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Ausnahmen: 1) wegen Dürftigkeit;]</p>
                  <p>Geräth der Geschenkgeber in der Folge in solche Dürftigkeit, daß es ihm an dem nöthigen
          Unterhalte gebricht; so ist er befugt, jährlich von dem geschenkten Betrage die
          gesetzlichen Zinsen, in so weit die geschenkte Sache oder derselben Werth noch vorhanden
          ist, und ihm der nöthige Unterhalt mangelt, von dem Beschenkten zu fordern, wenn sich
          anders dieser nicht selbst in gleich dürftigen Umständen befindet. Aus mehreren
          Geschenknehmern ist der frühere nur in so weit verbunden, als die Beyträge der späteren
          zum Unterhalte nicht zureichen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0948">
                  <head>§. 948.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0251-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=587">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA169">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=948">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 2) Undankes;]</p>
                  <p>Wenn der Beschenkte sich gegen seinen Wohlthäter eines groben Undankes schuldig macht,
          kann die Schenkung widerrufen werden. Unter grobem Undanke wird eine Verletzung am Leibe,
          an Ehre, an Freyheit oder am Vermögen verstanden, welche von der Art ist, daß gegen den
          Verletzer von Amts wegen, oder auf Verlangen des Verletzten nach dem Strafgesetze
          verfahren werden kann.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0949">
                  <head>§. 949.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0251-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=588">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA170">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=949">RIS</ref>]</p>
                  <p>Der Undank macht den Undankbaren für seine Person zum unredlichen Besitzer und gibt
          selbst dem Erben des Verletzten, in so fern der letztere den Undank nicht verziehen hat,
          und noch etwas von dem Geschenke in Natur oder Werthe vorhanden ist, ein Recht zur
          Widerrufungsklage auch gegen den Erben des Verletzers.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0950">
                  <head>§. 950.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0251-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=588">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA171">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=950">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 3) Verkürzung des schuldigen Unterhaltes;]</p>

                  <p>Wer jemanden den Unterhalt zu reichen schuldig ist, kann dessen Recht durch Beschenkung
          eines Dritten nicht verletzen. Der auf solche Art Verkürzte ist befugt, den Beschenkten um
          die Ergänzung desjenigen zu belangen, was ihm der Schenkende nun nicht mehr zu leisten
          vermag. Bey mehreren Geschenknehmern ist die obige (<ref target="#NA.0947">§. 947</ref>).
          Vorschrift anzuwenden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0951">
                  <head>§. 951.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0252-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=588">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA173">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=951">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 4) des Pflichttheiles;]</p>
                  <p>Wer zur Zeit der Schenkung Abstämmlinge hat, denen er einen Pflichttheil zu hinterlassen
          schuldig ist, kann zu ihrem Nachtheile keine Schenkung machen, welche die Hälfte seines
          Vermögens übersteigt. Hat er dieses Maß überschritten, und können diese Abstämmlinge nach
          seinem Tode beweisen, daß sein reiner Nachlaß den Betrag der Hälfte seines zur Zeit der
          Schenkung gehabten Vermögens nicht erreiche; so können sie von dem Beschenkten das
          gesetzwidrig empfangene Uebermaß verhältnißmäßig zurück fordern.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0952">
                  <head>§. 952.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0252-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=588">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA176">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=952">RIS</ref>]</p>
                  <p>Besitzt der Beschenkte die geschenkte Sache oder ihren Werth nicht mehr; so haftet er
          nur in so fern, als er sie unredlicher Weise aus dem Besitze gelassen hat.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0953">
                  <head>§. 953.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0253-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=588">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA177">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=953">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 5) der Gläubiger;]</p>
                  <p>Unter eben diese (<ref target="#NA.0952">§. 952</ref>.) Beschränkung können auch
          diejenigen Geschenke zurück gefordert werden, wodurch die zur Zeit der Schenkung schon
          vorhandenen Gläubiger verkürzet worden sind. Auf Gläubiger, deren Forderungen jünger sind,
          als die Schenkung, erstrecket sich dieses Recht nur dann, wenn der Beschenkte eines
          hinterlistigen Einverständnisses überwiesen werden kann.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0954">
                  <head>§. 954.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0253-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=588">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA180">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=954">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 6) wegen nachgeborner Kinder.]</p>

                  <p>Dadurch, daß einem kinderlosen Geschenkgeber nach geschlossenem Schenkungsvertrage
          Kinder geboren werden, erwächst weder ihm noch den nachgebornen Kindern das Recht, die
          Schenkung zu widerrufen. Doch kann er oder das nachgeborne Kind, im Nothfalle sowohl gegen
          den Beschenkten, als gegen dessen Erben das oben angeführte Recht auf die gesetzlichen
          Zinsen des geschenkten Betrages geltend machen (<ref target="#NA.0947">§. 947</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0955">
                  <head>§. 955.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0254-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=589">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA182">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=955">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Welche Schenkungen auf die Erben nicht übergehen.]</p>
                  <p>Hat der Geschenkgeber dem Beschenkten eine Unterstützung in gewissen Fristen
          zugesichert, so erwächst für die Erben derselben weder ein Recht, noch eine
          Verbindlichkeit; es müßte denn in dem Schenkungsvertrage ausdrücklich anders bedungen
          worden seyn.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0956">
                  <head>§. 956.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0254-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=589">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA183">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=956">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Schenkung auf den Todesfall.]</p>
                  <p>Eine Schenkung, deren Erfüllung erst nach dem Tode des Schenkenden erfolgen soll, ist
          mit Beobachtung der vorgeschriebenen Förmlichkeiten als ein Vermächtniß gültig. Nur dann
          ist sie als ein Vertrag anzusehen, wenn der Beschenkte sie angenommen, der Schenkende sich
          des Befugnisses, sie zu widerrufen, ausdrücklich begeben hat, und eine schriftliche
          Urkunde darüber dem Beschenkten eingehändiget worden ist.</p>
                </div>
              </div>
              <div xml:id="NA.2.19">
                <head>Neunzehntes Hauptstück.<lb/> Von dem Verwahrungsvertrage.</head>
                <div xml:id="NA.0957">
                  <head>§. 957.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0255-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=589">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA189">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=957">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Verwahrungsvertrag.]</p>
                  <p>Wenn jemand eine fremde Sache in seine Obsorge übernimmt; so entstehet ein
          Verwahrungsvertrag. Das angenommene Versprechen, eine fremde, noch nicht übergebene Sache
          in die Obsorge zu übernehmen, macht zwar den versprechenden Theil verbindlich; es ist aber
          noch kein Verwahrungsvertrag.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0958">
                  <head>§. 958.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0255-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=589">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA190">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=958">RIS</ref>]</p>
                  <p>Durch den Verwahrungsvertrag erwirbt der Uebernehmer weder Eigenthum, noch Besitz, noch
          Gebrauchsrecht; er ist bloßer Inhaber mit der Pflicht, die ihm anvertraute Sache vor
          Schaden zu sichern.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0959">
                  <head>§. 959.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0255-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=589">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA191">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=959">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Wann er in einen Darleihens- oder Leihvertrag;]</p>
                  <p>Wird dem Verwahrer auf sein Verlangen, oder durch freywilliges Anerbiethen des
          Hinterlegers der Gebrauch gestattet; so höret im ersten Falle der Vertrag gleich nach der
          Verwilligung; im zweyten aber von dem Augenblicke, da das Anerbiethen angenommen, oder von
          der hinterlegten Sache wirklich Gebrauch gemacht worden ist, auf, ein Verwahrungsvertrag
          zu seyn; er wird bey verbrauchbaren Sachen in einen Darleihens-, bey unverbrauchbaren in
          einen Leihvertrag umgeändert, und es treten die damit verbundenen Rechte und Pflichten
          ein.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0960">
                  <head>§. 960.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0256-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=589">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA193">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=960">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: oder in eine Bevollmächtigung übergehe.]</p>
                  <p>Es können bewegliche und unbewegliche Sachen in Obsorge gegeben werden. Wird aber dem
          Uebernehmer zugleich ein anderes, auf die anvertraute Sache sich beziehendes Geschäft
          aufgetragen; so wird er als ein Gewalthaber angesehen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0961">
                  <head>§. 961.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0256-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=589">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA194">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=961">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Pflichten und Rechte des Verwahrers:]</p>
                  <p>Die Hauptpflicht des Verwahrers ist: die ihm anvertraute Sache durch die bestimmte Zeit
          sorgfältig zu bewahren, und nach Verlauf derselben dem Hinterleger in eben dem Zustande,
          in welchem er sie übernommen hat, und mit allem Zuwachse zurück zu stellen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0962">
                  <head>§. 962.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0257-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=589">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA196">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=962">RIS</ref>]</p>
                  <p>Der Verwahrer muß dem Hinterleger auf Verlangen die Sache auch noch vor Verlauf der Zeit
          zurück stellen, und kann nur den Ersatz des ihm etwa verursachten Schadens begehren. Er
          kann hingegen die ihm anvertraute Sache nicht früher zurück geben; es wäre denn, daß ein
          unvorhergesehener Umstand ihn außer Stand setzte, die Sache mit Sicherheit oder ohne
          seinen eigenen Nachtheil zu verwahren.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0963">
                  <head>§. 963.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0257-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=590">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA196">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=963">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ist die Verwahrungszeit weder ausdrücklich bestimmet worden, noch sonst aus
          Nebenumständen abzunehmen; so kann die Verwahrung nach Belieben aufgekündet werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0964">
                  <head>§. 964.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0257-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=590">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA198">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=964">RIS</ref>]</p>
                  <p>Der Verwahrer haftet dem Hinterleger für den aus der Unterlassung der pflichtmäßigen
          Obsorge verursachten Schaden, aber nicht für den Zufall; selbst dann nicht, wenn er die
          anvertraute, obschon kostbarere Sache, mit Aufopferung seiner eigenen hätte retten
          können.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0965">
                  <head>§. 965.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0258-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=590">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA199">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=965">RIS</ref>]</p>
                  <p>Hat aber der Verwahrer von der hinterlegten Sache Gebrauch gemacht; hat er sie ohne Noth
          und ohne Erlaubniß des Hinterlegers einem Dritten in Verwahrung gegeben, oder die
          Zurückstellung verzögert, und die Sache leidet einen Schaden, welchem sie bey dem
          Hinterleger nicht ausgesetzet gewesen wäre; so kann er keinen Zufall vorschützen, und die
          Beschädigung wird ihm zugerechnet.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0966">
                  <head>§. 966.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0258-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=590">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA200">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=966">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn Sachen verschlossen oder versiegelt hinterleget, und in der Folge das Schloß oder
          Siegel verletzet worden; so ist der Hinterleger, wenn er einen Abgang behauptet, zur
          Beschwörung seines Schadens, in so fern derselbe nach seinem Stande, Gewerbe, Vermögen und
          den übrigen Umständen wahrscheinlich ist, nach Vorschrift der Gerichtsordnung zuzulassen;
          es wäre denn, daß der Verwahrer beweisen könnte, daß die Verletzung des Schlosses oder
          Siegels ohne sein Verschulden geschehen sey. Das Nähmliche hat auch dann zu gelten, wenn
          sämmtliche auf solche Art hinterlegte Sachen in Verlust gerathen sind.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0967">
                  <head>§. 967.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0259-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=590">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA203">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=967">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: und des Hinterlegers.]</p>
                  <p>Der Hinterleger ist verpflichtet, dem Verwahrer den schuldbarer Weise zugefügten
          Schaden, und die zur Erhaltung der verwahrten Sache, oder zur Vermehrung der fortdauernden
          Nutzungen verwendeten Kosten zu ersetzen. Hat der Verwahrer im Nothfalle, um das
          hinterlegte Gut zu retten, seine eigenen Sachen aufgeopfert; so kann er einen angemessenen
          Ersatz fordern. Die wechselseitigen Forderungen des Verwahrers und Hinterlegers einer
          beweglichen Sache können aber nur binnen dreyßig Tagen von Zeit der Zurückstellung
          angebracht werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0968">
                  <head>§. 968.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0259-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=590">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA205">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=968">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Sequester.]</p>
                  <p>Wird eine in Anspruch genommene Sache von den streitenden Parteyen oder vom Gerichte
          jemanden in Verwahrung gegeben, so heißt der Verwahrer, Sequester. Die Rechte und
          Verbindlichkeiten des Sequesters werden nach den hier festgesetzten Grundsätzen
          beurtheilet.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0969">
                  <head>§. 969.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0260-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=590">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA206">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=969">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Ob dem Verwahrer ein Lohn gebühre.]</p>
                  <p>Ein Lohn kann für die Aufbewahrung nur dann gefordert werden, wenn er ausdrücklich, oder
          nach dem Stande des Aufbewahrers stillschweigend bedungen worden ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0970">
                  <head>§. 970.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0260-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=591">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA207">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=970">RIS</ref>]</p>

                  <p>Wirthe, Schiffer, oder Fuhrleute haften für Sachen, die von aufgenommenen Reisenden,
          oder als Fracht, ihnen selbst, oder ihren Dienstleuten übergeben worden sind, gleich einem
          Verwahrer (<ref target="#NA.1316">§. 1316</ref>).</p>
                </div>
              </div>
              <div xml:id="NA.2.20">
                <head>Zwanzigstes Hauptstück.<lb/> Von dem Leihvertrage.</head>
                <div xml:id="NA.0971">
                  <head>§. 971.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0261-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=591">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA211">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=971">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: c) Leihvertrag.]</p>
                  <p>Wenn jemanden eine unverbrauchbare Sache bloß zum unentgeldlichen Gebrauch auf eine
          bestimmte Zeit übergeben wird; so entsteht ein Leihvertrag. Der Vertrag, wodurch man
          jemanden eine Sache zu leihen verspricht, ohne sie zu übergeben, ist zwar verbindlich,
          aber noch kein Leihvertrag.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0972">
                  <head>§. 972.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0261-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=591">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA212">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=972">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Rechte und Pflichten des Entlehners: 1) in Rücksicht des Gebrauches;]</p>
                  <p>Der Entlehner erwirbt das Recht, den ordentlichen oder näher bestimmten Gebrauch von der
          Sache zu machen. Nach Verlauf der Zeit ist er verpflichtet, eben dieselbe Sache zurück zu
          stellen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0973">
                  <head>§. 973.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0261-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=591">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA214">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=973">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 2) der Zurückstellung;]</p>
                  <p>Wenn keine Zeit zur Zurückgabe festgesetzt, wohl aber die Absicht des Gebrauches
          bestimmt worden ist; so ist der Entlehner verbunden, mit dem Gebrauche nicht zu zögern,
          und die Sache so bald als möglich zurück zu geben.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0974">
                  <head>§. 974.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0262-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=591">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA215">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=974">RIS</ref>]</p>
                  <p>Hat man weder die Dauer, noch die Absicht des Gebrauches bestimmt; so entsteht kein
          wahrer Vertrag, sondern ein unverbindliches Bittleihen (Precarium), und der Verleiher kann
          die entlehnte Sache nach Willkühr zurück fordern.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0975">
                  <head>§. 975.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0262-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=591">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA216">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=975">RIS</ref>]</p>
                  <p>Bey einem Streite über die Dauer des Gebrauches muß der Entlehner das Recht auf den
          längeren Gebrauch beweisen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0976">
                  <head>§. 976.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0262-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=591">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA217">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=976">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn gleich die verlehnte Sache vor Verlauf der Zeit und vor geendigtem Gebrauche dem
          Verleiher selbst unentbehrlich wird; so hat er ohne ausdrückliche Verabredung doch kein
          Recht, die Sache früher zurück zu nehmen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0977">
                  <head>§. 977.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0262-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=591">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA218">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=977">RIS</ref>]</p>
                  <p>Der Entlehner ist zwar in der Regel berechtiget, die entlehnte Sache auch vor der
          bestimmten Zeit zurück zu geben: fällt aber die frühere Zurückgabe dem Verleiher
          beschwerlich, so kann sie wider seinen Willen nicht Statt finden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0978">
                  <head>§. 978.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0263-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=591">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA218">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=978">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 3) der Beschädigung;]</p>
                  <p>Wenn der Entlehner die geliehene Sache anders gebraucht, als es bedungen war, oder den
          Gebrauch derselben eigenmächtig einem Dritten gestattet; so ist er dem Verleiher
          verantwortlich, und dieser auch berechtiget, die Sache sogleich zurück zu fordern.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0979">
                  <head>§. 979.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0263-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=591">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA219">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=979">RIS</ref>]</p>

                  <p>Wird die geliehene Sache beschädiget, oder zu Grunde gerichtet; so muß der Entlehner
          nicht nur den zunächst durch sein Verschulden verursachten, sondern auch den zufälligen
          Schaden, den er durch eine widerrechtliche Handlung veranlaßt hat, so wie der Verwahrer
          einer Sache, ersetzen (<ref target="#NA.0965">§. 965</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0980">
                  <head>§. 980.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0263-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=592">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA220">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=980">RIS</ref>]</p>
                  <p>Dadurch, daß der Entlehner für ein verlornes Lehnstück den Werth erlegt, hat er noch
          kein Recht, dasselbe, wenn es wieder gefunden wird, gegen den Willen des Eigenthümers für
          sich zu behalten, wenn dieser bereit ist, den empfangenen Werth zurück zu geben.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0981">
                  <head>§. 981.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0264-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=592">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA221">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=981">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 4) der Erhaltungskosten.]</p>
                  <p>Die mit dem Gebrauche ordentlicher Weise verbundenen Kosten muß der Entlehner selbst
          bestreiten. Die außerordentlichen Erhaltungskosten hat er zwar, dafern er die Sache dem
          Verleiher nicht zur eigenen Besorgung überlassen kann oder will, inzwischen vorzuschießen;
          doch werden sie ihm gleich einem redlichen Besitzer vergütet.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0982">
                  <head>§. 982.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0264-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=592">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA223">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=982">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Beschränkung der wechselseitigen Klagen.]</p>
                  <p>Wenn der Verleiher nach der Zurücknahme des Lehnstückes dessen Mißbrauch, oder
          übertriebene Abnutzung innerhalb dreyßig Tagen nicht gerüget; oder, wenn der Entlehner
          nach der Zurückgabe von den auf die Sache verwendeten außerordentlichen Kosten binnen eben
          diesem Zeitraume keine Meldung gemacht hat; so ist die Klage erloschen.</p>
                </div>
              </div>
              <div xml:id="NA.2.21">
                <head>Ein u. zwanzigstes Hauptstück.<lb/> Von dem Darleihensvertrage.</head>
                <div xml:id="NA.0983">
                  <head>§. 983.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0265-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=592">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA224">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=983">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Darleihen.]</p>

                  <p>Wenn jemanden verbrauchbare Sachen unter der Bedingung übergeben werden, daß er zwar
          willkührlich darüber verfügen könne, aber nach einer gewissen Zeit eben so viel von
          derselben Gattung und Güte zurück geben soll; so entsteht ein Darleihensvertrag. Er ist
          mit dem, obgleich ebenfalls verbindlichen Vertrage (<ref target="#NA.0936">§. 936</ref>),
          ein Darleihen künftig zu geben, nicht zu verwechseln.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0984">
                  <head>§. 984.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0265-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=592">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA228">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=984">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Arten desselben.]</p>
                  <p>Ein Darleihen wird entweder in Geld oder in anderen verbrauchbaren Sachen, und zwar
          ohne, oder gegen Zinsen gegeben. Im letzteren Falle nennet man es auch einen
          Zinsenvertrag.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0985">
                  <head>§. 985.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0266-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=592">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA229">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=985">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Gelddarleihen:]</p>
                  <p>Ein Gelddarleihen kann klingende Münze, oder Papiergeld, oder öffentliche Schuldscheine
          (Obligationen) zum Gegenstande haben.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0986">
                  <head>§. 986.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0266-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=592">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA231">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=986">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: a) in klingender Münze, oder Papiergeld;]</p>
                  <p>In wie fern ein Darleihen in klingender Münze überhaupt geschlossen werden könne, und in
          welcher Währung (Valuta) ein solches Darleihen, oder ein Darleihen in Papiergeld zurück zu
          zahlen sey, bestimmen die darüber bestehenden besonderen Vorschriften.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0987">
                  <head>§. 987.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0266-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=592">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA232">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=987">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn ein Darleiher sich die Zahlung in der besonderen, von ihm gegebenen, Münz-Sorte
          bedungen hat; so muß die Zahlung in eben dieser Münz-Sorte geleistet werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0988">
                  <head>§. 988.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0266-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=592">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA243">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=988">RIS</ref>]</p>
                  <p>Gesetzliche Münzveränderungen ohne Veränderung des inneren Gehaltes gehen auf Rechnung
          des Darleihers. Er empfängt die Zahlung in der bestimmten, gegebenen Münz-Sorte, z. B. von
          1000 Stücken kaiserlicher Ducaten, oder 3000 Zwanzig-Kreuzer Stücken ohne Rücksicht, ob
          deren äußerer Werth in der Zwischenzeit erhöhet oder vermindert worden ist. Wird aber der
          innere Werth geändert; so ist die Zahlung im Verhältnisse zu dem inneren Werthe, den die
          gegebenen Münz-Sorte zur Zeit des Darleihens hatte, zu leisten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0989">
                  <head>§. 989.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0267-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=593">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA246">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=989">RIS</ref>]</p>
                  <p>Sind zur Zeit der Rückzahlung dergleichen Münz-Sorten im Staate nicht im Umlaufe; so muß
          der Schuldner den Gläubiger mit zunächst ähnlichen Geldstücken in solcher Zahl und Art
          befriedigen, daß derselbe den zur Zeit des Darleihens bestandenen innern Werth dessen, was
          er gegeben hat, erhalte.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0990">
                  <head>§. 990.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0267-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=593">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA247">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=990">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: b) in Schuldscheinen;]</p>
                  <p>In öffentlichen Schuldscheinen können Darleihen in der Art gültig geschlossen werden,
          daß die Tilgung der Schuld entweder mit einem durchaus gleichen öffentlichen
          Schuldscheine, wie der dargeliehene war, geleistet, oder der Betrag nach dem Werthe,
          welchen der Schuldschein zur Zeit des Darleihens hatte, zurück gezahlet werde.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0991">
                  <head>§. 991.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0268-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=593">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA250">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=991">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn statt Geldes ein Privat-Schuldschein oder Waaren gegeben worden sind; so ist der
          Schuldner nur verbunden, entweder den Schuldschein oder die empfangenen Waaren
          unbeschädigt zurück zu stellen, oder dem Gläubiger den von diesem zu erweisenden Schaden
          zu ersetzen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0992">
                  <head>§. 992.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0268-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=593">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA252">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=992">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: c) Darleihen in anderen verbrauchbaren Gegenständen.]</p>
                  <p>Bey Darleihen, die nicht über Geld, sondern über andere verbrauchbare Gegenstände
          geschlossen werden, macht es, dafern nur die Zurückstellung in der nähmlichen Gattung,
          Güte und Menge bedungen worden, keinen Unterschied, wenn sie in der Zwischenzeit am Werthe
          gestiegen oder gefallen sind.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0993">
                  <head>§. 993.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0268-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=593">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA253">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=993">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Zinsen.]</p>
                  <p>Wenn sich der Darleiher bey was immer für einem Darleihen in Rücksicht auf die Gattung,
          Güte oder Menge ausdrücklich oder stillschweigend mehr bedingt, als er gegeben hat; so
          kann der Vertrag nur in so fern bestehen, als dabey die erlaubten Vertragszinsen nicht
          überschritten werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0994">
                  <head>§. 994.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0269-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=593">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA255">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=994">RIS</ref>]</p>
                  <p>Durch Vertrag können bey einem gegebenen Unterpfande fünf, ohne Unterpfand sechs von
          Hundert auf ein Jahr von jedermann bedungen werden. Dieses Maß der erlaubten
          Vertragszinsen ist auch dann zu verstehen, wenn zwar Zinsen bedungen, aber ihr Betrag
          nicht bestimmt worden ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0995">
                  <head>§. 995.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0269-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=593">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA256">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=995">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn jemanden Zinsen, ohne ausdrückliche Bedingung, aus dem Gesetze gebühren; so sind
          vier von Hundert, und zwischen den von den Behörden berechtigten Handelsleuten und
          Fabrikanten bey einer aus einem eigentlichen Handlungsgeschäfte entsprungenen Schuld sechs
          von Hundert auf das Jahr als die gesetzmäßigen zu entrichten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0996">
                  <head>§. 996.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0269-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=593">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA257">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=996">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn außer der Bestimmung des Ortes und der Zeit der Zahlung des Capitals und der Zinsen
          dem Darleiher unter was immer für einer Gestaltung und Benennung noch andere
          Nebenschuldigkeiten; oder, wenn für sich oder für andere Nebenvortheile bedungen worden;
          so sind sie, in so fern dabey im Ganzen das Maß der erlaubten Vertragszinsen überschritten
          wird, ungültig.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0997">
                  <head>§. 997.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0270-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=594">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA258">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=997">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die Zinsen sind gemeiniglich bey Zurückzahlung des Capitals; oder, wenn der Vertrag auf
          mehrere Jahre geschlossen, und in demselben wegen der Fristen zur Zahlung der Zinsen
          nichts ausgemacht worden, jährlich abzuführen. Vorhinein können sie höchstens auf ein
          halbes Jahr abgezogen werden. Die über dieses Maß vorhinein abgezogenen Zinsen sind, vom
          Tage des Abzuges an, vom Capitale abzurechnen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0998">
                  <head>§. 998.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0270-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=594">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA259">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=998">RIS</ref>]</p>
                  <p>Zinsen von Zinsen dürfen nie genommen werden; doch können zweyjährige oder noch ältere
          Zinsenrückstände mittelst Uebereinkommens als ein neues Capital verschrieben werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.0999">
                  <head>§. 999.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0270-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=594">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA260">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=999">RIS</ref>]</p>
                  <p>Zinsen von Gelddarleihen sind in der nähmlichen Währung (Valuta), wie das Capital selbst
          zu entrichten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1000">
                  <head>§. 1000.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0271-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=594">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA261">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1000">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wie ein in Absicht auf das Capital oder das erlaubte Zinsenmaß verübter Wucher zu
          behandeln sey, bestimmt das besonders bestehende Wuchergesetz.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1001">
                  <head>§. 1001.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0271-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=595">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA262">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1001">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Form des Schuldscheines.]</p>
                  <p>Damit ein Schuldschein über einen Darleihensvertrag einen vollständigen Beweis mache,
          müssen darin der eigentliche Darleiher oder Gläubiger sowohl, als der eigentliche Anleiher
          oder Schuldner; der Gegenstand und Betrag des Darleihens; und, wenn es in Geld gegeben
          wird, die Gattung desselben, wie auch alle auf die Zahlung der Hauptschuld sowohl, als auf
          die etwa zu entrichtenden Zinsen sich beziehende Bedingungen redlich und deutlich bestimmt
          werden. Die äußere, zur Beweiskraft nöthige Form einer Schuldurkunde setzt die
          Gerichtsordnung fest.</p>
                </div>
              </div>
              <div xml:id="NA.2.22">
                <head>Zwey u. zwanzigstes Hauptstück.<lb/> Von der Bevollmächtigung und anderen Arten der
         Geschäftsführung.</head>
                <div xml:id="NA.1002">
                  <head>§. 1002.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0272-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=595">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA268">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1002">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Bevollmächtigungsvertrag.]</p>
                  <p>Der Vertrag, wodurch jemand ein ihm aufgetragenes Geschäft im Nahmen des Andern zur
          Besorgung übernimmt, heißt Bevollmächtigungsvertrag.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1003">
                  <head>§. 1003.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0272-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=595">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA270">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1003">RIS</ref>]</p>
                  <p>Personen, welche zur Besorgung bestimmter Geschäfte öffentlich bestellt worden, sind
          schuldig, über einen darauf sich beziehenden Auftrag ohne Zögerung gegen den Auftragenden
          sich ausdrücklich zu erklären, ob sie denselben annehmen oder nicht; widrigen Falls
          bleiben sie dem Auftragenden für den dadurch veranlaßten Nachtheil verantwortlich.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1004">
                  <head>§. 1004.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0273-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=595">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA272">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1004">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Eintheilung der Bevollmächtigung in eine unentgeldliche oder entgeldliche;]</p>
                  <p>Wird für die Besorgung eines fremden Geschäftes entweder ausdrücklich, oder nach dem
          Stande des Geschäftsträgers auch nur stillschweigend eine Belohnung bedungen; so gehört
          der Vertrag zu den entgeldlichen, außer dem aber zu den unentgeldlichen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1005">
                  <head>§. 1005.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0273-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=595">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA273">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1005">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: mündliche oder schriftliche;]</p>
                  <p>Bevollmächtigungsverträge können mündlich oder schriftlich geschlossen werden. Die von
          dem Gewaltgeber dem Gewalthaber hierüber ausgestellte Urkunde wird Vollmacht genannt.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1006">
                  <head>§. 1006.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0273-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=595">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA274">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1006">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: allgemeine oder besondere;]</p>
                  <p>Es gibt allgemeine und besondere Vollmachten, je nachdem jemanden die Besorgung aller,
          oder nur einiger Geschäfte anvertraut wird. Die besonderen Vollmachten können bloß
          gerichtliche oder bloß außergerichtliche Geschäfte überhaupt; oder sie können einzelne
          Angelegenheiten der einen oder andern Gattung zum Gegenstande haben.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1007">
                  <head>§. 1007.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0273-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=595">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA275">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1007">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: unumschränkte, oder beschränkte;]</p>
                  <p>Vollmachten werden entweder mit unumschränkter oder mit beschränkter Freyheit zu handeln
          ertheilet. Durch die erstere wird der Gewalthaber berechtiget, das Geschäft nach seinem
          besten Wissen und Gewissen zu leiten; durch die letztere aber werden ihm die Gränzen, wie
          weit, und die Art, wie er dasselbe betreiben soll, vorgeschrieben.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1008">
                  <head>§. 1008.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0274-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=595">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA276">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1008">RIS</ref>]</p>
                  <p>Folgende Geschäfte: Wenn im Nahmen eines Andern Sachen veräußert, oder entgeldlich
          übernommen; Anleihen oder Darleihen geschlossen; Geld oder Geldeswerth erhoben; Processe
          anhängig gemacht; Eide aufgetragen, angenommen oder zurückgeschoben, oder Vergleiche
          getroffen werden sollen, erfordern eine besondere, auf diese Gattungen der Geschäfte
          lautende Vollmacht. Wenn aber eine Erbschaft unbedingt angenommen oder ausgeschlagen;
          Gesellschaftsverträge errichtet; Schenkungen gemacht; das Befugniß, einen Schiedsrichter
          zu wählen, eingeräumt, oder Rechte unentgeldlich aufgegeben werden sollen; ist eine
          besondere, auf das einzelne Geschäft ausgestellte Vollmacht nothwendig. Allgemeine, selbst
          unbeschränkte Vollmachten sind in diesen Fällen nur hinreichend, wenn die Gattung des
          Geschäftes in der Vollmacht ausgedrückt worden ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1009">
                  <head>§. 1009.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0275-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=595">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA280">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1009">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Rechte und Verbindlichkeiten des Gewalthabers;]</p>
                  <p>Der Gewalthaber ist verpflichtet, das Geschäft seinem Versprechen und der erhaltenen
          Vollmacht gemäß, emsig und redlich zu besorgen, und allen aus dem Geschäfte entspringenden
          Nutzen dem Machtgeber zu überlassen. Er ist, ob er gleich eine beschränkte Vollmacht hat,
          berechtiget, alle Mittel anzuwenden, die mit der Natur des Geschäftes nothwendig
          verbunden, oder der erklärten Absicht des Machtgebers gemäß sind. Ueberschreitet er aber
          die Gränzen der Vollmacht; so haftet er für die Folgen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1010">
                  <head>§. 1010.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0275-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=595">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA283">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1010">RIS</ref>]</p>
                  <p>Trägt der Gewalthaber das Geschäft ohne Noth einem Dritten auf; so haftet er ganz allein
          für den Erfolg. Wird ihm aber die Bestellung eines Stellvertreters in der Vollmacht
          ausdrücklich gestattet, oder durch die Umstände unvermeidlich; so verantwortet er nur ein
          bey der Auswahl der Person begangenes Verschulden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1011">
                  <head>§. 1011.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0276-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=596">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA285">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1011">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wird mehrern Bevollmächtigten zugleich ein Geschäft aufgetragen; so ist die Mitwirkung
          Aller zur Gültigkeit des Geschäftes, und Verpflichtung des Machtgebers nothwendig; wenn
          nicht ausdrücklich Einem oder Mehreren aus ihnen die volle Befugniß in der Vollmacht
          ertheilt worden ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1012">
                  <head>§. 1012.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0276-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=596">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA287">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1012">RIS</ref>]</p>
                  <p>Der Gewalthaber ist schuldig, dem Machtgeber den durch sein Verschulden verursachten
          Schaden zu ersetzen, und die bey dem Geschäfte vorkommenden Rechnungen, so oft dieser es
          verlangt, vorzulegen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1013">
                  <head>§. 1013.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0276-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=596">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA287">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1013">RIS</ref>]</p>
                  <p>Gewalthaber sind, außer dem im <ref target="#NA.01004">§. 1004.</ref> enthaltenen Falle,
          nicht befugt, ihrer Bemühung wegen eine Belohnung zu fordern. Es ist ihnen nicht erlaubt,
          ohne Willen des Machtgebers in Rücksicht auf die Geschäftsverwaltung von einem Dritten
          Geschenke anzunehmen. Die erhaltenen werden zur Armen-Casse eingezogen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1014">
                  <head>§. 1014.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0276-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=596">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA289">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1014">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: des Gewaltgebers;]</p>
                  <p>Der Gewaltgeber ist verbunden, dem Gewalthaber allen zur Besorgung des Geschäftes
          nothwendig oder nützlich gemachten Aufwand, selbst bey fehlgeschlagenem Erfolge, zu
          ersetzen, und ihm auf Verlangen zur Bestreitung der baren Auslagen auch einen angemessenen
          Vorschuß zu leisten; er muß ferner allen durch sein Verschulden entstandenen, oder mit der
          Erfüllung des Auftrages verbundenen Schaden vergüten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1015">
                  <head>§. 1015.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0277-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=596">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA291">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1015">RIS</ref>]</p>
                  <p>Leidet der Gewalthaber bey der Geschäftsführung nur zufälliger Weise Schaden; so kann er
          in dem Falle, daß er das Geschäft unentgeldlich zu besorgen übernahm, einen solchen Betrag
          fordern, welcher ihm bey einem entgeldlichen Vertrage zur Vergütung der Bemühung nach dem
          höchsten Schätzungswerthe gebühret haben würde.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1016">
                  <head>§. 1016.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0277-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=596">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA292">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1016">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ueberschreitet der Gewalthaber die Gränzen seiner Vollmacht; so ist der Gewaltgeber nur
          in so fern verbunden, als er das Geschäft genehmiget, oder den aus dem Geschäfte
          entstandenen Vortheil sich zuwendet.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1017">
                  <head>§. 1017.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0278-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=596">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA293">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1017">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: in Rücksicht eines Dritten;]</p>
                  <p>In so fern der Gewalthaber nach dem Inhalte der Vollmacht den Gewaltgeber vorstellet,
          kann er ihm Rechte erwerben und Verbindlichkeiten auflegen. Hat er also innerhalb der
          Gränzen der offenen Vollmacht mit einem Dritten einen Vertrag geschlossen; so kommen die
          dadurch gegründeten Rechte und Verbindlichkeiten dem Gewaltgeber und dem Dritten; nicht
          aber dem Gewalthaber zu. Die dem Gewalthaber ertheilte geheime Vollmacht hat auf die
          Rechte des Dritten keinen Einfluß.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1018">
                  <head>§. 1018.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0278-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=596">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA297">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1018">RIS</ref>]</p>
                  <p>Auch in dem Falle, daß der Gewaltgeber einen solchen Gewalthaber, der sich selbst zu
          verbinden unfähig ist, aufgestellet hat, sind die innerhalb der Gränzen der Vollmacht
          geschlossenen Geschäfte sowohl für den Gewaltgeber, als für den Dritten verbindlich.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1019">
                  <head>§. 1019.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0278-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=596">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA298">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1019">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn der Machthaber den Auftrag, einem Dritten einen Vortheil zuzuwenden, erhalten und
          angenommen hat; so erlangt der Dritte, so bald er von dem Machtgeber oder Machthaber davon
          benachrichtiget worden ist, das Recht, gegen den Einen oder den Anderen Klage zu
          führen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1020">
                  <head>§. 1020.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0279-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=597">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA299">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1020">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Auflösung des Vertrages durch den Widerruf;]</p>
                  <p>Es stehet dem Machtgeber frey, die Vollmacht nach Belieben zu widerrufen; doch muß er
          dem Gewalthaber nicht nur die in der Zwischenzeit gehabten Kosten und den sonst erlittenen
          Schaden ersetzen, sondern auch einen der Bemühung angemessenen Theil der Belohnung
          entrichten. Dieses findet auch dann Statt, wenn die Vollendung des Geschäftes durch einen
          Zufall verhindert worden ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1021">
                  <head>§. 1021.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0279-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=597">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA300">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1021">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: die Aufkündung;]</p>
                  <p>Auch der Machthaber kann die angenommene Vollmacht aufkünden. Wenn er sie aber vor
          Vollendung des ihm insbesondere aufgetragenen, oder vermöge der allgemeinen Vollmacht
          angefangenen Geschäftes aufkündet; so muß er, dafern nicht ein unvorgesehenes und
          unvermeidliches Hinderniß eingetreten ist, allen daraus entstandenen Schaden ersetzen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1022">
                  <head>§. 1022.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0279-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=597">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA303">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1022">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: den Tod;]</p>
                  <p>In der Regel wird die Vollmacht so wohl durch den Tod des Gewaltgebers, als des
          Gewalthabers aufgehoben. Läßt sich aber das angefangene Geschäft ohne offenbaren Nachtheil
          der Erben nicht unterbrechen, oder erstrecket sich die Vollmacht selbst auf den Sterbefall
          des Gewaltgebers; so hat der Gewalthaber das Recht und die Pflicht, das Geschäft zu
          vollenden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1023">
                  <head>§. 1023.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0280-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=597">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA304">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1023">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die von einem Körper (Gemeinschaft) ausgestellten und übernommenen Vollmachten werden
          durch die Erlöschung der Gemeinschaft aufgehoben.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1024">
                  <head>§. 1024.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0280-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=597">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA305">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1024">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: oder Concurs.]</p>
                  <p>Verfällt der Machtgeber in Concurs; so sind alle Handlungen, die der Gewalthaber nach
          Kundmachung des Concurses im Nahmen des Concurs-Schuldners unternommen hat, ohne
          Rechtskraft. Eben so erkläret die Verhängung des Concurses über das Vermögen des
          Machthabers schon an und für sich die ertheilte Vollmacht für aufgehoben.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1025">
                  <head>§. 1025.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0280-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=597">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA306">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1025">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: In wie fern die Verbindlichkeit fortdauere.]</p>
                  <p>Wird die Vollmacht durch Widerruf, Aufkündung, oder durch den Tod des Gewaltgebers oder
          Gewalthabers aufgehoben; so müssen doch die Geschäfte, welche keinen Aufschub leiden, so
          lange fortgesetzet werden, bis von dem Machtgeber oder dessen Erben eine andere Verfügung
          getroffen worden ist, oder füglich getroffen werden konnte.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1026">
                  <head>§. 1026.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0281-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=597">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA307">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1026">RIS</ref>]</p>
                  <p>Auch bleiben die mit einem Dritten, dem die Aufhebung der Vollmacht ohne sein
          Verschulden unbekannt war, geschlossenen Verträge verbindlich, und der Gewaltgeber kann
          sich nur bey dem Gewalthaber, der die Aufhebung verschwiegen hat, wegen seines Schadens
          erhohlen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1027">
                  <head>§. 1027.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0281-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=597">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA309">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1027">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Stillschweigende Bevollmächtigung der Dienstpersonen.]</p>
                  <p>Die in diesem Hauptstücke enthaltenen Vorschriften haben auch ihre Anwendung auf die
          Eigenthümer einer Handlung, eines Schiffes, Kaufladens oder andern Gewerbes, welche die
          Verwaltung einem Factor, Schiffer, Ladendiener oder anderen Geschäftsträgern
          anvertrauen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1028">
                  <head>§. 1028.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0281-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=598">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA310">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1028">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die Rechte solcher Geschäftsführer sind vorzüglich aus der Urkunde ihrer Bestellung,
          dergleichen unter Handelsleuten das ordentlich kundgemachte Befugniß der Unterzeichnung
          (Firma) ist, zu beurtheilen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1029">
                  <head>§. 1029.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0282-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=598">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA310">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1029">RIS</ref>]</p>

                  <p>Ist die Vollmacht nicht schriftlich gegeben worden; so wird ihr Umfang aus dem
          Gegenstande, und aus der Natur des Geschäftes beurtheilet. Wer einem Andern eine
          Verwaltung anvertrauet hat, von dem wird vermuthet, daß er ihm auch die Macht eingeräumet
          habe, alles dasjenige zu thun, was die Verwaltung selbst erfordert und was gewöhnlich
          damit verbunden ist (<ref target="#NA.01009">§. 1009</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1030">
                  <head>§. 1030.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0282-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=598">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA310">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1030">RIS</ref>]</p>
                  <p>Gestattet der Eigenthümer einer Handlung oder eines Gewerbes seinem Diener oder
          Lehrlinge, Waaren im Laden oder außer demselben zu verkaufen; so wird vermuthet, daß sie
          bevollmächtiget seyn, die Bezahlung zu empfangen, und Quittungen dagegen auszustellen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1031">
                  <head>§. 1031.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0282-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=598">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA311">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1031">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die Vollmacht, Waaren im Nahmen des Eigenthümers zu verkaufen, erstreckt sich aber nicht
          auf das Recht, in seinem Nahmen Waaren einzukaufen; auch dürfen Fuhrleute weder den Werth
          der ihnen anvertrauten Güter beziehen, noch Geld darauf anleihen, wenn es nicht
          ausdrücklich in Frachtbriefen bestimmt worden ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1032">
                  <head>§. 1032.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0283-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=598">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA313">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1032">RIS</ref>]</p>
                  <p>Dienstgeber und Familienhäupter sind nicht verbunden, das, was von ihren Dienstpersonen
          oder andern Hausgenossen in ihrem Nahmen auf Borg genommen wird, zu bezahlen. Der Borger
          muß in solchen Fällen den gemachten Auftrag erweisen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1033">
                  <head>§. 1033.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0283-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=598">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA313">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1033">RIS</ref>]</p>
                  <p>Besteht aber zwischen dem Borgnehmer und dem Borggeber ein ordentliches Einschreibebuch,
          worin die ausgeborgten Sachen aufgezeichnet werden; so gilt die Vermuthung, daß der
          Ueberbringer dieses Buches bevollmächtiget sey, die Waare auf Borg zu nehmen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1034">
                  <head>§. 1034.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0283-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=598">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA314">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1034">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Gerichtliche und gesetzliche Bevollmächtigung.]</p>
                  <p>Das Recht der Vormünder und Curatoren, die Geschäfte ihrer Pflegebefohlenen zu
          verwalten, gründet sich auf die Anordnung des Gerichtes, von welchem sie bestellet sind.
          Dem Vater und dem Ehemanne wird das Befugniß zur Vertretung des Kindes und der Gattinn von
          dem Gesetze eingeräumt. Hierüber sind die Vorschriften an den gehörigen Orten
          enthalten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1035">
                  <head>§. 1035.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0284-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=598">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA316">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1035">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Geschäftsführung ohne Auftrag;]</p>
                  <p>Wer weder durch ausdrücklichen oder stillschweigenden Vertrag, noch vom Gerichte, noch
          aus dem Gesetze das Befugniß erhalten hat, darf der Regel nach sich in das Geschäft eines
          Andern nicht mengen. Hätte er sich dessen angemaßt; so ist er für alle Folgen
          verantwortlich.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1036">
                  <head>§. 1036.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0284-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=598">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA317">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1036">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: im Nothfalle;]</p>

                  <p>Wer, obgleich unberufen, ein fremdes Geschäft zur Abwendung eines bevorstehenden
          Schadens besorgt, dem ist derjenige, dessen Geschäft er besorgt hat, den nothwendigen und
          zweckmäßig gemachten Aufwand zu ersetzen schuldig; wenn gleich die Bemühung ohne
          Verschulden fruchtlos geblieben ist (<ref target="#NA.0403">§. 403</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1037">
                  <head>§. 1037.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0284-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=599">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA319">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1037">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: oder zum Nutzen des Anderen;]</p>
                  <p>Wer fremde Geschäfte bloß, um den Nutzen des Anderen zu befördern, übernehmen will, soll
          sich um dessen Einwilligung bewerben. Hat der Geschäftsführer zwar diese Vorschrift
          unterlassen, aber das Geschäft auf seine Kosten zu des Anderen klarem, überwiegenden
          Vortheile geführet; so müssen ihm von diesem die darauf verwendeten Kosten ersetzet
          werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1038">
                  <head>§. 1038.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0285-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=599">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA321">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1038">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ist aber der überwiegende Vortheil nicht klar; oder hat der Geschäftsführer eigenmächtig
          so wichtige Veränderungen in einer fremden Sache vorgenommen, daß die Sache dem Anderen zu
          dem Zwecke, wozu er sie bisher benützte, unbrauchbar wird, so ist dieser zu keinem Ersatze
          verbunden; er kann vielmehr verlangen, daß der Geschäftsführer auf eigene Kosten die Sache
          in den vorigen Stand zurücksetze, oder, wenn das nicht möglich ist, ihm volle Genugthuung
          leiste.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1039">
                  <head>§. 1039.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0285-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=599">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA323">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1039">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wer ein fremdes Geschäft ohne Auftrag auf sich genommen hat, muß es bis zur Vollendung
          fortsetzen, und gleich einem Bevollmächtigten genaue Rechnung darüber ablegen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1040">
                  <head>§. 1040.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0285-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=599">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA326">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1040">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: gegen den Willen des Anderen.]</p>
                  <p>Wenn jemand gegen den gültig erklärten Willen des Eigenthümers sich eines fremden
          Geschäftes anmaßet, oder den rechtmäßigen Bevollmächtigten durch eine solche Einmengung an
          der Besorgung des Geschäftes verhindert; so verantwortet er nicht nur den hieraus
          erwachsenen Schaden und entgangenen Gewinn, sondern er verliert auch den gemachten
          Aufwand, in so fern er nicht in Natur zurück genommen werden kann.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1041">
                  <head>§. 1041.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0286-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=599">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA328">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1041">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Verwendung einer Sache zum Nutzen des Anderen.]</p>
                  <p>Wenn ohne Geschäftsführung eine Sache zum Nutzen eines Anderen verwendet worden ist;
          kann der Eigenthümer sie in Natur, oder, wenn dieses nicht mehr geschehen kann, den Werth
          verlangen, den sie zur Zeit der Verwendung gehabt hat, obgleich der Nutzen in der Folge
          vereitelt worden ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1042">
                  <head>§. 1042.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0286-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=599">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA331">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1042">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wer für einen Andern einen Aufwand macht, den dieser nach dem Gesetze selbst hätte
          machen müssen, hat das Recht, den Ersatz zu fordern.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1043">
                  <head>§. 1043.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0286-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=599">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA332">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1043">RIS</ref>]</p>
                  <p>Hat jemand in einem Nothfalle, um einen größern Schaden von sich und Anderen abzuwenden,
          sein Eigenthum aufgeopfert; so müssen ihn Alle, welche daraus Vortheil zogen,
          verhältnißmäßig entschädigen. Die ausführlichere Anwendung dieser Vorschrift auf
          Seegefahren ist ein Gegenstand der Seegesetze.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1044">
                  <head>§. 1044.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0287-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=599">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA333">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1044">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die Vertheilung der Kriegsschäden wird nach besonderen Vorschriften von den politischen
          Behörden bestimmt. </p>
                </div>
              </div>
              <div xml:id="NA.2.23">
                <head>Drey u. zwanzigstes Hauptstück.<lb/> Von dem Tauschvertrage.</head>
                <div xml:id="NA.1045">
                  <head>§. 1045.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0288-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=600">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA335">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1045">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Tausch.]</p>
                  <p>Der Tausch ist ein Vertrag, wodurch eine Sache gegen eine andere Sache überlassen wird.
          Die wirkliche Uebergabe ist nicht zur Errichtung; sondern nur zur Erfüllung des
          Tauschvertrages, und zur Erwerbung des Eigenthumes nothwendig.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1046">
                  <head>§. 1046.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0288-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=600">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA337">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1046">RIS</ref>]</p>
                  <p>Das Geld ist kein Gegenstand des Tauschvertrages; doch lassen sich Gold und Silber als
          eine Waare und selbst als Münz-Sorten in so weit vertauschen, als sie nur gegen andere
          Münz-Sorten, goldene nähmlich gegen silberne, kleinere gegen größere Stücke verwechselt
          werden sollen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1047">
                  <head>§. 1047.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0289-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=600">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA338">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1047">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Rechte und Pflichten der Tauschenden,]</p>
                  <p>Tauschende sind vermöge des Vertrages verpflichtet, die vertauschten Sachen der
          Verabredung gemäß mit ihren Bestandtheilen und mit allem Zugehör, zu rechter Zeit, am
          gehörigen Orte, und in eben dem Zustande, in welchem sie sich bey Schließung des Vertrages
          befunden haben, zum freyen Besitze zu übergeben und zu übernehmen. Wer seine Verpflichtung
          zu erfüllen unterläßt, haftet dem Andern für Schaden und entgangenen Nutzen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1048">
                  <head>§. 1048.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0289-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=600">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA341">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1048">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: ins besondere in Rücksicht der Gefahr]</p>
                  <p>Ist eine Zeit bedungen, zu welcher die Uebergabe geschehen soll, und wird in der
          Zwischenzeit entweder die vertauschte bestimmte Sache durch Verboth außer Verkehr gesetzt,
          oder zufälliger Weise ganz oder doch über die Hälfte am Werthe zu Grunde gerichtet, so ist
          der Tausch für nicht geschlossen anzusehen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1049">
                  <head>§. 1049.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0289-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=600">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA341">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1049">RIS</ref>]</p>
                  <p>Andere in dieser Zwischenzeit durch Zufall erfolgte Verschlimmerungen der Sache und
          Lasten gehen auf die Rechnung des Besitzers. Sind jedoch Sachen in Pausch und Bogen
          behandelt worden; so trägt der Uebernehmer den zufälligen Untergang einzelner Stücke, wenn
          anders hierdurch das Ganze nicht über die Hälfte am Werthe verändert worden ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1050">
                  <head>§. 1050.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0290-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=600">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA345">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1050">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: und der Nutzungen vor der Uebergabe.]</p>
                  <p>Dem Besitzer gebühren die Nutzungen der vertauschten Sache bis zur bedungenen Zeit der
          Uebergabe. Von dieser Zeit an gebühren sie, sammt dem Zuwachse, dem Uebernehmer, obgleich
          die Sache noch nicht übergeben worden ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1051">
                  <head>§. 1051.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0290-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=600">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA347">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1051">RIS</ref>]</p>

                  <p>Ist keine Zeit zur Uebergabe der bestimmten Sache bedungen, und fällt keinem Theile ein
          Versehen zur Last; so sind die obigen Vorschriften wegen Gefahr und Nutzungen (<ref
                      target="#NA.01048">§§. 1048</ref>-<ref target="#NA.01050">1050</ref>) auf den Zeitpunct
          der Uebergabe selbst anzuwenden; in so fern die Parteyen nicht etwas Anderes fest gesetzt
          haben.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1052">
                  <head>§. 1052.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0290-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=600">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA348">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1052">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wer auf die Uebergabe dringen will, muß seine Verbindlichkeit erfüllet haben, oder sie
          zu erfüllen bereit seyn.</p>
                </div>
              </div>
              <div xml:id="NA.2.24">
                <head>Vier u. zwanzigstes Hauptstück.<lb/> Von dem Kaufvertrage.</head>
                <div xml:id="NA.1053">
                  <head>§. 1053.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0291-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=601">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA351">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1053">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Kaufvertrag.]</p>
                  <p>Durch den Kaufvertrag wird eine Sache um eine bestimmte Summe Geldes einem Anderen
          überlassen. Er gehört, wie der Tausch, zu den Titeln, ein Eigenthum zu erwerben. Die
          Erwerbung erfolgt erst durch die Uebergabe des Kaufgegenstandes. Bis zur Uebergabe behält
          der Verkäufer das Eigenthumsrecht.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1054">
                  <head>§. 1054.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0291-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=601">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA352">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1054">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Erfordernisse des Kaufvertrages.]</p>
                  <p>Wie die Einwilligung des Käufers und Verkäufers beschaffen seyn müssen, und welche Sache
          gekauft und verkauft werden dürfen, dieses wird nach den Regeln des Verträge überhaupt
          bestimmt. Der Kaufpreis muß im baren Gelde bestehen, und darf weder unbestimmt, noch
          gesetzwidrig seyn.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1055">
                  <head>§. 1055.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0292-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=601">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA353">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1055">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Der Kaufpreis muß a) im baren Gelde bestehen;]</p>
                  <p>Wird eine Sache theils gegen Geld; theils gegen eine andere Sache veräußert; so wird der
          Vertrag, je nachdem der Werth am Gelde mehr oder weniger, als der gemeine Werth der
          gegebenen Sache beträgt, zum Kaufe oder Tausche, und bey gleichem Werthe der Sache, zum
          Kaufe gerechnet.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1056">
                  <head>§. 1056.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0292-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=601">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA354">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1056">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: b) bestimmt;]</p>
                  <p>Käufer und Verkäufer können die Festsetzung des Preises auch einer dritten bestimmten
          Person überlassen. Wird von dieser in dem bedungenen Zeitraume nichts festgesetzt; oder
          will im Falle, daß kein Zeitraum bedungen worden ist, ein Theil vor der Bestimmung des
          Preises zurück treten; so wird der Kaufvertrag als nicht geschlossen angesehen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1057">
                  <head>§. 1057.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0292-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=601">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA356">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1057">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wird die Bestimmung des Preises mehreren Personen überlassen, so entscheidet die
          Mehrheit der Stimmen. Fallen die Stimmen so verschieden aus, daß der Preis nicht einmahl
          durch wirkliche Mehrheit der Stimmen festgesetzt wird; so ist der Kauf für nicht
          eingegangen zu achten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1058">
                  <head>§. 1058.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0293-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=601">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA357">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1058">RIS</ref>]</p>
                  <p>Auch der Werth, welcher bey einer früheren Veräußerung bedungen worden ist, kann zur
          Bestimmung des Preises dienen. Hat man den ordentlichen Marktpreis zum Grunde gelegt, so
          wird der mittlere Marktpreis des Ortes und der Zeit, wo und in welcher der Vertrag
          erfüllet werden muß, angenommen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1059">
                  <head>§. 1059.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0293-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=601">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA357">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1059">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn für Waaren eine Taxe besteht, so ist der höhere Preis gesetzwidrig, und der Käufer
          kann für jede noch so geringe Verletzung die Schadloshaltung bey der politischen Behörde
          fordern.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1060">
                  <head>§. 1060.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0293-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=601">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA359">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1060">RIS</ref>]</p>

                  <p>Außer diesem Falle kann der Kauf sowohl von dem Käufer als Verkäufer nur wegen
          Verletzung über die Hälfte bestritten werden (<ref
                      target="#NA.0934">§§. 934</ref>-<ref target="#NA.0935">935</ref>). Diese Beschwerde findet auch dann Statt, wenn der Ausspruch
          des Kaufpreises einem Dritten überlassen worden ist. </p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1061">
                  <head>§. 1061.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0294-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=601">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA360">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1061">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Pflichten des Verkäufers,]</p>

                  <p>Der Verkäufer ist schuldig, die Sache bis zur Zeit der Uebergabe sorgfältig zu verwahren
          und sie dem Käufer nach eben den Vorschriften zu übergeben, welche oben bey dem Tausche
           (<ref target="#NA.1047">§. 1047</ref>) aufgestellt worden sind.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1062">
                  <head>§. 1062.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0294-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=602">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA360">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1062">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: und des Käufers.]</p>
                  <p>Der Käufer hingegen ist verbunden, die Sache sogleich, oder zur bedungenen Zeit zu
          übernehmen, zugleich aber auch das Kaufgeld bar abzuführen; widrigen Falls ist der
          Verkäufer ihm die Uebergabe der Sache zu verweigern berechtiget.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1063">
                  <head>§. 1063.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0294-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=602">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA362">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1063">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wird die Sache dem Käufer von dem Verkäufer ohne das Kaufgeld zu erhalten, übergeben; so
          ist die Sache auf Borg verkauft, und das Eigenthum derselben geht gleich auf den Käufer
          über.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1064">
                  <head>§. 1064.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0294-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=602">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA364">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1064">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Gefahr und Nutzen des Kaufgegenstandes.]</p>

                  <p>In Rücksicht der Gefahr und Nutzungen einer zwar gekauften, aber noch nicht übergebenen
          Sache gelten die nähmlichen Vorschriften, die bey dem Tauschvertrage gegeben worden sind
           (<ref
                      target="#NA.1048">§§. 1048</ref>-<ref target="#NA.1051">1051</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1065">
                  <head>§. 1065.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0295-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=602">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA366">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1065">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Kauf einer gehofften Sache.]</p>
                  <p>Wenn Sachen, die noch zu erwarten stehen, gekauft werden; so sind die in dem Hauptstücke
          von gewagten Geschäften gegebenen Anordnungen anzuwenden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1066">
                  <head>§. 1066.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0295-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=602">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA367">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1066">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Allgemeine Vorschrift.]</p>
                  <p>In allen bey einem Kaufvertrag vorkommenden Fällen, welche in dem Gesetze nicht
          ausdrücklich entschieden werden, sind die in den Hauptstücken von Verträgen überhaupt, und
          von dem Tauschvertrage ins besondere aufgestellten Vorschriften anzuwenden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1067">
                  <head>§. 1067.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0295-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=602">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA369">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1067">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Besondere Arten oder Nebenverträge eines Kaufvertrages.]</p>
                  <p>Besondere Arten oder Nebenverträge eines Kaufvertrages sind: Der Vorbehalt des
          Wiederkaufes, des Rückverkaufes, des Vorkaufes; der Verkauf auf die Probe; der Verkauf mit
          Vorbehalt eines bessern Käufers; und der Verkaufsauftrag.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1068">
                  <head>§. 1068.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0295-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=602">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA369">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1068">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Verkauf mit Vorbehalt des Wiederkaufes.]</p>
                  <p>Das Recht eine verkaufte Sache wieder einzulösen, heißt das Recht des Wiederkaufes. Ist
          dieses Recht dem Verkäufer überhaupt und ohne nähere Bestimmung eingeräumt, so wird von
          einer Seite das Kaufstück in einem nicht verschlimmerten Zustande; von der andern Seite
          aber das erlegte Kaufgeld zurück gegeben, und die inzwischen beyderseits aus dem Gelde und
          der Sache gezogenen Nutzungen bleiben gegen einander aufgehoben.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1069">
                  <head>§. 1069.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0296-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=602">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA371">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1069">RIS</ref>]</p>
                  <p>Hat der Käufer das Kaufstück aus dem Seinigen verbessert; oder zu dessen Erhaltung
          außerordentliche Kosten verwendet, so gebührt ihm gleich einem redlichen Besitzer der
          Ersatz; er haftet aber auch dafür, wenn durch sein Verschulden der Werth verändert, oder
          die Zurückgabe vereitelt worden ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1070">
                  <head>§. 1070.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0296-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=602">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA372">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1070">RIS</ref>]</p>
                  <p>Der Vorbehalt des Wiederkaufes findet nur bey unbeweglichen Sachen Statt, und gebührt
          dem Verkäufer nur für seine Lebenszeit. Er kann sein Recht weder auf die Erben, noch auf
          einen Anderen übertragen, und zum Nachtheile eines Dritten nur in so fern ausüben, als es
          den öffentlichen Büchern einverleibt ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1071">
                  <head>§. 1071.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0297-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=603">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA374">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1071">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Kauf mit Vorbehalt des Rückverkaufes.]</p>

                  <p>Den nähmlichen Beschränkungen unterliegt das von dem Käufer ausbedungene Recht, die
          Sache dem Verkäufer wieder zurück zu verkaufen; und es sind auf dasselbe die für den
          Wiederkauf ertheilten Vorschriften anzuwenden. Ist aber die Bedingung des Wiederverkaufes
          oder Wiederkaufes verstellt, und eigentlich, um ein Pfandrecht oder ein Borggeschäft zu
          verbergen, gebraucht worden, so tritt die Vorschrift des <ref target="#NA.0916">§.
           916</ref> ein.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1072">
                  <head>§. 1072.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0297-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=603">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA376">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1072">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Vorbehalt des Vorkaufsrechtes.]</p>
                  <p>Wer eine Sache mit der Bedingung verkauft, daß der Käufer, wenn er solche wieder
          verkaufen will, ihm die Einlösung anbiethen soll, der hat das Vorkaufsrecht.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1073">
                  <head>§. 1073.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0297-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=603">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA376">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1073">RIS</ref>]</p>
                  <p>Das Vorkaufsrecht ist in der Regel ein persönliches Recht. In Rücksicht auf unbewegliche
          Güter kann es durch Eintragung in die öffentlichen Bücher in ein dingliches verwandelt
          werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1074">
                  <head>§. 1074.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0297-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=603">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA377">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1074">RIS</ref>]</p>
                  <p>Auch kann das Vorkaufsrecht weder einem Dritten abgetreten, noch auf die Erben des
          Berechtigten übertragen werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1075">
                  <head>§. 1075.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0298-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=603">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA378">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1075">RIS</ref>]</p>
                  <p>Der Berechtigte muß bewegliche Sachen binnen vier und zwanzig Stunden; unbewegliche aber
          binnen dreyßig Tagen, nach der geschehenen Anbiethung, wirklich einlösen. Nach Verlauf
          dieser Zeit ist das Vorkaufsrecht erloschen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1076">
                  <head>§. 1076.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0298-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=603">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA379">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1076">RIS</ref>]</p>
                  <p>Das Vorkaufsrecht hat im Falle einer gerichtlichen Feilbiethung der mit diesem Rechte
          belasteten Sache keine andere Wirkung, als daß der den öffentlichen Büchern einverleibte
          Berechtigte zur Feilbiethung insbesondere vorgeladen werden muß.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1077">
                  <head>§. 1077.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0298-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=603">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA380">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1077">RIS</ref>]</p>
                  <p>Der zur Einlösung Berechtigte muß, außer dem Falle einer andern Verabredung, den
          vollständigen Preis, welcher von einem Dritten angebothen worden ist, entrichten. Kann er
          die außer dem gewöhnlichen Kaufpreise angebothenen Nebenbedingungen nicht erfüllen, und
          lassen sie sich auch durch einen Schätzungswerth nicht ausgleichen; so kann das
          Vorkaufsrecht nicht ausgeübt werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1078">
                  <head>§. 1078.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0299-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=603">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA381">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1078">RIS</ref>]</p>
                  <p>Das Vorkaufsrecht läßt sich auf andere Veräußerungsarten ohne eine besondere Verabredung
          nicht ausdehnen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1079">
                  <head>§. 1079.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0299-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=603">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA382">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1079">RIS</ref>]</p>
                  <p>Hat der Besitzer dem Berechtigten die Einlösung nicht angebothen, so muß er ihm für
          allen Schaden haften. Im Falle eines dinglichen Vorkaufsrechtes kann die veräußerte Sache
          dem Dritten abgefordert werden, und dieser wird nach Beschaffenheit seines redlichen oder
          unredlichen Besitzes behandelt.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1080">
                  <head>§. 1080.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0299-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=603">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA383">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1080">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Kauf auf die Probe.]</p>
                  <p>Bey dem Kaufe auf die Probe geht das Kaufstück vor Bezahlung des Preises nicht in das
          Eigenthum des Käufers. Der Käufer wird während der Probezeit als ein Entlehner; nach
          Verlauf dieser Zeit aber das Kaufgeschäft für unbedingt abgeschlossen, und der Käufer als
          Eigenthümer des Kaufstückes angesehen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1081">
                  <head>§. 1081.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0300-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=604">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA383">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1081">RIS</ref>]</p>
                  <p>Hat der Käufer für das übernommene Kaufstück den Preis bezahlt, so gebührt ihm sogleich
          das Eigenthum; er kann aber vor Verlauf der Probezeit von dem Kaufe zurücktreten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1082">
                  <head>§. 1082.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0300-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=604">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA385">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1082">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ist die Probezeit durch Verabredung nicht bestimmt worden, so wird sie bey beweglichen
          Sachen auf drey Tage; bey unbeweglichen aber auf Ein Jahr angenommen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1083">
                  <head>§. 1083.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0300-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=604">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA385">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1083">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Verkauf mit Vorbehalt eines besseren Käufers.]</p>
                  <p>Wird das Kaufgeschäft mit dem Vorbehalte verabredet, daß der Verkäufer, wenn sich binnen
          einer bestimmten Zeit ein besserer Käufer meldet, denselben vorzuziehen befugt sey; so
          bleibt in dem Falle, daß das Kaufstück nicht übergeben worden, die Wirklichkeit des
          Vertrages bis zum Eintritte der Bedingung aufgeschoben.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1084">
                  <head>§. 1084.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0300-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=604">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA386">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1084">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ist das Kaufstück übergeben worden, so ist der Kaufvertrag abgeschlossen; er wird aber
          durch den Eintritt der Bedingung wieder aufgelöset. Bey dem Mangel einer ausdrücklichen
          Zeitbestimmung wird der bey dem Kaufe auf die Probe angenommene Zeitraum vermuthet.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1085">
                  <head>§. 1085.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0301-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=604">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA387">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1085">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ob der neue Käufer besser sey, beurtheilet der Verkäufer. Er kann den zweyten Käufer,
          wenn der erste auch noch mehr zahlen wollte, vorziehen. Bey der Auflösung des Vertrages
          heben sich die Nutzungen der Sache und des Geldes gegen einander auf. In Rücksicht der
          Verbesserungen oder Verschlimmerungen wird der Käufer gleich einem redlichen Besitzer
          behandelt.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1086">
                  <head>§. 1086.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0301-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=604">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA389">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1086">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Verkaufsauftrag.]</p>
                  <p>Wenn jemand seine bewegliche Sache einem Andern für einen gewissen Preis zum Verkaufe
          übergibt, mit der Bedingung, daß ihm der Uebernehmer binnen einer festgesetzten Zeit
          entweder das bestimmte Kaufgeld liefern oder die Sache zurück stellen soll; so ist der
          Uebergeber vor Verlauf der Zeit die Sache zurück zu fordern nicht berechtiget; der
          Uebernehmer aber muß nach deren Ablauf das bestimmte Kaufgeld entrichten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1087">
                  <head>§. 1087.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0302-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=604">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA389">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1087">RIS</ref>]</p>
                  <p>Während der fest gesetzten Zeit bleibt der Uebergeber Eigenthümer. Der Uebernehmer
          haftet ihm für den durch sein Verschulden verursachten Schaden, und es werden ihm bey
          Zurückstellung der Sache nur solche Kosten vergütet, die dem Uebergeber zum Nutzen
          gereichen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1088">
                  <head>§. 1088.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0302-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=604">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA390">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1088">RIS</ref>]</p>

                  <p>Ist die Sache unbeweglich; oder ist der Preis, oder die Zahlungsfrist nicht bestimmt; so
          wird der Uebernehmer wie ein Gewalthaber angesehen. In keinem Falle kann die zum Verkaufe
          anvertraute Sache dem Dritten, welcher sie von dem Uebernehmer redlicher Weise an sich
          gebracht hat, abgefordert werden (<ref target="#NA.0367">§. 367</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1089">
                  <head>§. 1089.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0302-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=604">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://books.google.at/books?id=DnVDAAAAcAAJ&amp;pg=PA393">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1089">RIS</ref>]</p>
                  <p>Auch bey gerichtlichen Verkäufen finden die über Verträge, und den Tausch- und
          Kaufvertrag insbesondere aufgestellten Vorschriften in der Regel Statt; in so fern nicht
          in diesem Gesetze, oder in der Gerichtsordnung eigene Anordnungen enthalten sind.</p>
                </div>
              </div>
              <div xml:id="NA.2.25">
                <head>Fünf u. zwanzigstes Hauptstück.<lb/> Von Bestand-, Erbpacht- und
         Erbzins-Verträgen.</head>
                <div xml:id="NA.1090">
                  <head>§. 1090.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0303-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=605">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00006.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1090">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Bestandvertrag.]</p>
                  <p>Der Vertrag, wodurch jemand den Gebrauch einer unverbrauchbaren Sache auf eine gewisse
          Zeit und gegen einen bestimmten Preis erhält, heißt überhaupt Bestandvertrag.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1091">
                  <head>§. 1091.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0303-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=605">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00007.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1091">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: I.) Mieth- und Pachtvertrag.]</p>
                  <p>Der Bestandvertrag wird, wenn sich die in Bestand gegebene Sache ohne weitere
          Bearbeitung gebrauchen läßt, ein Miethvertrag; wenn sie aber nur durch Fleiß und Mühe
          benützt werden kann, ein Pachtvertrag genannt. Werden durch einen Vertrag Sachen von der
          ersten und zweyten Art zugleich in Bestand gegeben; so ist der Vertrag nach der
          Beschaffenheit der Hauptsache zu beurtheilen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1092">
                  <head>§. 1092.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0304-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=605">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00009.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1092">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Erfordernisse.]</p>
                  <p>Mieth- und Pachtverträge können über die nähmlichen Gegenstände und auf die nähmliche
          Art, als der Kaufvertrag, geschlossen werden. Der Mieth- und Pachtzins wird, wenn keine
          andere Uebereinkunft getroffen worden ist, wie das Kaufgeld entrichtet.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1093">
                  <head>§. 1093.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0304-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=605">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00010.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1093">RIS</ref>]</p>
                  <p>Der Eigenthümer kann sowohl seine beweglichen und unbeweglichen Sachen, als seine Rechte
          in Bestand geben; er kann aber auch in den Fall kommen, den Gebrauch seiner eigenen Sache,
          wenn er einem Dritten gebührt, in Bestand zu nehmen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1094">
                  <head>§. 1094.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0304-7">Druck 1811</ref> ::
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                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=605">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00011.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1094">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Wirkung.]</p>
                  <p>Sind die vertragschließenden Theile über das Wesentliche des Bestandes, nähmlich über
          die Sache und den Preis, übereingekommen; so ist der Vertrag vollkommen abgeschlossen, und
          der Gebrauch der Sache für gekauft anzusehen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1095">
                  <head>§. 1095.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0305-3">Druck 1811</ref> ::
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                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=605">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00012.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1095">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn ein Bestandvertrag in die öffentlichen Bücher eingetragen ist; so ist das Recht des
          Bestandnehmers als ein dingliches Recht zu betrachten, welches sich auch der nachfolgende
          Besitzer auf die noch übrige Zeit gefallen lassen muß.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1096">
                  <head>§. 1096.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0305-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=605">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00013.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1096">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Wechselseitige Rechte: 1) In Hinsicht auf Ueberlassung, Erhaltung, Benützung.]</p>
                  <p>Die Vermiether und Verpächter sind verpflichtet, das Bestandstück auf eigene Kosten in
          brauchbarem Stande zu übergeben und zu erhalten, und die Bestandinhaber in dem bedungenen
          Gebrauche oder Genusse nicht zu stören. Die gewöhnlichen Ausbesserungen der
          Wirthschaftsgebäude hat der Pächter nur in so weit, als sie mit den Materialien des Gutes,
          und den Diensten, die er nach der Beschaffenheit des Gutes zu fordern berechtiget ist,
          bestritten werden können, selbst zu tragen, die übrigen aber dem Verpächter zur Besorgung
          anzuzeigen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1097">
                  <head>§. 1097.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0305-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=605">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00017.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1097">RIS</ref>]</p>

                  <p>Hat der Bestandnehmer einen dem Bestandgeber obliegenden nothwendigen, oder einen
          nützlichen Aufwand auf das Bestandstück gemacht; so wird er als ein Geschäftsführer ohne
          Auftrag betrachtet (<ref target="#NA.1036">§. 1036</ref>); er muß aber den Ersatz
          längstens binnen sechs Monathen, nach Zurückstellung des Bestandstückes, gerichtlich
          fordern, sonst ist die Klage erloschen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1098">
                  <head>§. 1098.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0306-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=606">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00017.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1098">RIS</ref>]</p>
                  <p>Miether und Pächter sind berechtiget, die Mieth- und Pachtstücke dem Vertrage gemäß
          durch die bestimmte Zeit zu gebrauchen und zu benützen, oder auch in Afterbestand zu
          geben, wenn es ohne Nachtheil des Eigenthümers geschehen kann, oder im Vertrage nicht
          ausdrücklich untersagt worden ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1099">
                  <head>§. 1099.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0306-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=606">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00019.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1099">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 2) Lasten;]</p>
                  <p>Bey Vermiethungen trägt alle Lasten und Abgaben der Vermiether. Bey eigentlichen
          Pachtungen, wenn sie in Pausch und Bogen geschehen, übernimmt der Pächter, mit Ausschluß
          der eingetragenen Hypothecar-Lasten, alle übrige; wird aber die Pachtung nach einem
          Anschlage geschlossen, so trägt er jene Lasten, welche von dem Ertrage abgezogen worden
          sind, oder bloß von den Früchten, und nicht von dem Grunde selbst entrichtet werden
          müssen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1100">
                  <head>§. 1100.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0307-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=606">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00022.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1100">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 3) Zins;]</p>
                  <p>Außer dem Falle einer besonderen Verabredung ist der Zins, wenn eine Sache auf Ein oder
          mehrere Jahre in Bestand genommen wird, halbjährig; bey einer kürzeren Bestandzeit
          hingegen nach Verlauf derselben zu entrichten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1101">
                  <head>§. 1101.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0307-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=606">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00022.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1101">RIS</ref>]</p>

                  <p>Zur Sicherstellung des Mieth- oder Pachtzinses hat der Vermiether einer Wohnung das
          Pfandrecht auf die eingebrachten, dem Miether oder Aftermiether eigenthümlichen, oder von
          einem Dritten ihnen anvertrauten (<ref target="#NA.0367">§. 367</ref>) Einrichtungsstücke
          und Fahrnisse, welche zur Zeit der Klage noch darin befindlich sind. Der Aftermiether
          haftet aber nach Maß seines Miethzinses; doch ohne die Einwendung einer dem Hauptmiether
          geschehenen Vorauszahlung entgegen setzen zu können. Dem Verpächter eines Grundstückes
          hingegen steht das Pfandrecht auf das auf dem Pachtgute vorhandene Vieh und die
          Wirthschaftsgeräthschaften, und die darauf noch befindlichen Früchte zu.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1102">
                  <head>§. 1102.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0308-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=606">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00029.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1102">RIS</ref>]</p>
                  <p>Der Bestandgeber kann sich zwar die Vorausbezahlung des Bestandzinses bedingen. Hat aber
          der Bestandnehmer mehr als eine Fristzahlung voraus geleistet; so kann er dieselbe nur in
          dem Falle, daß sie in die öffentlichen Bücher eingetragen ist, den später eingetragenen
          Gläubigern entgegen setzen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1103">
                  <head>§. 1103.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0308-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=606">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00030.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1103">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Zins in Früchten.]</p>
                  <p>Wenn der Eigenthümer sein Gut mit der Bedingung überläßt, daß der Uebernehmer die
          Wirthschaft betreiben, und dem Uebergeber einen auf die ganze Nutzung sich beziehenden
          Theil, z. B. ein Drittheil oder die Hälfte der Früchte, geben solle; so entsteht kein
          Pacht-, sondern ein Gesellschaftsvertrag, welcher nach den darüber aufgestellten Regeln
          beurtheilet wird.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1104">
                  <head>§. 1104.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0308-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=606">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00031.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1104">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Fälle und Bedingungen einer Erlassung des Zinses.]</p>
                  <p>Wenn eine in Bestand genommene Sache wegen außerordentlicher Zufälle, als: Feuer, Krieg,
          oder Seuche, wegen großer Ueberschwemmungen, Wetterschläge, oder wegen gänzlichen
          Mißwachses, gar nicht gebraucht oder benützt werden kann; so ist auch kein Mieth- oder
          Pachtzins zu entrichten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1105">
                  <head>§. 1105.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0309-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=607">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00033.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1105">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wird dem Miether der Gebrauch des Miethstückes nur zum Theile entzogen; so wird ihm auch
          ein verhältnißmäßiger Theil des Miethzinses erlassen. Dem Pächter gebührt ein Erlaß an dem
          Pachtzinse, wenn durch außerordentliche Zufälle die Nutzungen des nur auf Ein Jahr
          gepachteten Gutes um mehr als die Hälfte des gewöhnlichen Ertrages gefallen sind. Der
          Verpächter ist so viel zu erlassen schuldig, als durch diesen Abfall an dem Pachtzinse
          mangelt.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1106">
                  <head>§. 1106.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0309-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=607">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00037.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1106">RIS</ref>]</p>
                  <p>Hat der Bestandnehmer unbestimmt alle Gefahren auf sich genommen; so werden darunter nur
          die Feuer-, Wasserschäden und Wetterschläge verstanden. Andere außerordentliche
          Unglücksfälle kommen nicht auf seine Gefahr. Verbindet er sich aber ausdrücklich, auch
          alle andere außerordentliche Unglücksfälle zu tragen; so wird deßwegen noch nicht
          vermuthet, daß er auch für den zufälligen Untergang des ganzen Pachtstückes haften
          wolle.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1107">
                  <head>§. 1107.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0310-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=607">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00038.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1107">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wird der Gebrauch oder Genuß des Bestandstückes nicht wegen dessen Beschädigung oder
          sonst entstandener Unbrauchbarkeit, sondern aus einem dem Bestandnehmer zugestoßenen
          Hindernisse oder Unglücksfalle vereitelt; oder waren zur Zeit der Beschädigung die Früchte
          von dem Grunde schon abgesondert; so fällt die widrige Ereignung dem Bestandnehmer allein
          zur Last. Er muß den Zins doch entrichten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1108">
                  <head>§. 1108.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0310-0">Druck 1811</ref> ::
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                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=607">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00041.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1108">RIS</ref>]</p>
                  <p>Behauptet der Pächter den Erlaß des ganzen Pachtzinses oder eines Theiles davon entweder
          aus dem Vertrage oder aus dem Gesetze; so muß er dem Verpächter ohne Zeitverlust den
          geschehenen Unglücksfall anzeigen, und die Begebenheit, wenn sie nicht landkundig ist,
          gerichtlich, oder wenigstens durch zwey sachkundige Männer erheben lassen; ohne diese
          Vorsicht wird er nicht angehört.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1109">
                  <head>§. 1109.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0310-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=607">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00042.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1109">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 4) Zurückstellung;]</p>
                  <p>Nach geendigtem Bestandvertrage muß der Bestandnehmer die Sache, dem etwa errichteten
          Inventarium gemäß, oder doch in dem Zustande, in welchem er sie übernommen hat; gepachtete
          Grundstücke aber mit Rücksicht auf die Jahreszeit, in welcher der Pacht geendiget worden
          ist, in gewöhnlicher wirthschaftlicher Cultur zurückstellen. Weder die Einwendung des
          Compensations-Rechtes, noch selbst des frühern Eigenthumsrechtes kann ihn vor der
          Zurückstellung schützen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1110">
                  <head>§. 1110.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0311-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=607">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00043.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1110">RIS</ref>]</p>

                  <p>Wenn bey dem Bestandvertrage kein Inventarium errichtet worden ist; so tritt die
          nähmliche Vermuthung, wie bey der Fruchtnießung (<ref target="#NA.0518">§. 518</ref>),
          ein.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1111">
                  <head>§. 1111.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0311-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=607">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00045.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1111">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wird das Mieth- oder Pachtstück beschädiget, oder durch Mißbrauch abgenützt; so haften
          Miether und Pächter sowohl für ihr eigenes, als des Afterbestandnehmers Verschulden, nicht
          aber für den Zufall. Doch muß der Bestandgeber den Ersatz aus dieser Haftung längstens
          binnen Einem Jahre nach Zurückstellung des Bestandstückes gerichtlich fordern; sonst ist
          das Recht erloschen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1112">
                  <head>§. 1112.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0312-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=608">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00047.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1112">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 5) Auflösung des Bestandvertrages: a) durch Untergang der Sache;]</p>
                  <p>Der Bestandvertrag löset sich von selbst auf, wenn die bestandene Sache zu Grunde geht.
          Geschieht dieses aus Verschulden des einen Theiles, so gebührt dem andern Ersatz;
          geschieht es durch einen Unglücksfall, so ist kein Theil dem anderen dafür
          verantwortlich.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1113">
                  <head>§. 1113.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0312-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=608">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00048.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1113">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: b) Verlauf der Zeit;]</p>
                  <p>Der Bestandvertrag erlischt auch durch den Verlauf der Zeit, welcher ausdrücklich oder
          stillschweigend, entweder durch den nach einem gewissen Zeitraume ausgemessenen Zins, wie
          bey so genannten Tag-, Wochen- und Monathzimmern, oder durch die erklärte, oder aus dem
          Umständen hervor leuchtende Absicht des Bestandnehmers bedungen worden ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1114">
                  <head>§. 1114.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0312-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=608">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00050.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1114">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: wenn keine Erneuerung geschieht;]</p>
                  <p>Der Bestandvertrag kann aber nicht nur ausdrücklich; sondern auch stillschweigend
          erneuert werden. Ist in dem Vertrage eine vorläufige Aufkündigung bedungen worden; so wird
          der Vertrag durch die Unterlassung der gehörigen Aufkündigung stillschweigend erneuert.
          Ist keine Aufkündigung bedungen worden; so geschieht eine stillschweigende Erneuerung,
          wenn der Bestandnehmer nach Verlauf der Bestandzeit fortfährt, die Sache zu gebrauchen
          oder zu benützen, und der Bestandgeber es dabey bewenden läßt.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1115">
                  <head>§. 1115.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0313-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=608">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00052.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1115">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die stillschweigende Erneuerung des Bestandvertrages geschieht unter den nähmlichen
          Bedingungen, unter welchen er vorher geschlossen war. Doch erstreckt sie sich bey
          Pachtungen nur auf Ein Jahr; wenn aber der ordentliche Genuß erst in einem späteren
          Zeitraume erfolgen kann, auf eine so lange Zeit als nothwendig ist, um die Nutzungen Ein
          Mahl beziehen zu können. Miethungen, wofür man den Zins erst nach einem ganzen oder halben
          Jahre zu bezahlen pflegt, werden auf ein halbes Jahr; alle kürzere Miethungen aber auf
          diejenige Zeit stillschweigend erneuert, welche vorher durch den Bestandvertrag bestimmt
          war. Von wiederhohlten Erneuerungen gilt das Nähmliche, was hier in Rücksicht der ersten
          Erneuerung vorgeschrieben ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1116">
                  <head>§. 1116.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0313-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=608">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00055.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1116">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: c) Aufkündigung;]</p>
                  <p>In so fern die Dauer eines Bestandvertrages weder ausdrücklich, noch stillschweigend,
          noch durch besondere Vorschriften bestimmt ist, muß derjenige, welcher den Vertrag
          aufheben will, dem Anderen die Pachtung sechs Monathe; die Miethung einer unbeweglichen
          Sache vierzehn Tage; und einer beweglichen vier und zwanzig Stunden vorher aufkündigen,
          als die Abtretung erfolgen soll.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1117">
                  <head>§. 1117.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0314-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=608">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00056.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1117">RIS</ref>]</p>
                  <p>Der Bestandnehmer ist berechtiget, auch vor Verlauf der ausdrücklich oder
          stillschweigend bedungenen Zeit von dem Vertrage abzustehen, wenn die bestandene Sache
          ihrer mangelhaften Beschaffenheit wegen zu dem ordentlichen Gebrauche untauglich ist; wenn
          ein beträchtlicher Theil des Bestandstückes durch Zufall auf eine längere Zeit entzogen,
          oder unbrauchbar wird; oder, wenn der Bestandgeber dasselbe nicht mehr im brauchbaren
          Stande erhält.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1118">
                  <head>§. 1118.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0314-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=609">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00058.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1118">RIS</ref>]</p>
                  <p>Der Bestandgeber kann seinerseits die frühere Aufhebung des Vertrages fordern, wenn der
          Bestandnehmer der Sache einen erheblichen nachtheiligen Gebrauch davon macht; wenn er nach
          geschehener Einmahnung mit der Bezahlung des Zinses dergestalt säumig ist, daß er mit
          Ablauf des Termines den rückständigen Bestandzins nicht vollständig entrichtet hat; oder,
          wenn ein vermiethetes Gebäude neu aufgeführt werden muß. Eine nützlichere Bauführung ist
          der Miether zu seinem Nachtheile zuzulassen nicht schuldig, wohl aber nothwendige
          Ausbesserungen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1119">
                  <head>§. 1119.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0315-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=609">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00060.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1119">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn dem Vermiether die Nothwendigkeit der neuen Bauführung schon zur Zeit des
          geschlossenen Vertrages bekannt seyn mußte; oder, wenn die Nothwendigkeit der durch
          längere Zeit fortzusetzenden Ausbesserungen aus Vernachlässigung der kleineren
          Ausbesserungen entstanden ist; so muß dem Miether für den vermißten Gebrauch eine
          angemessene Entschädigung geleistet werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1120">
                  <head>§. 1120.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0315-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=609">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00061.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1120">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: d) Veräußerung der Sache.]</p>

                  <p>Hat der Eigenthümer das Bestandstück an einen Anderen veräußert, und ihm bereits
          übergeben; so muß der Bestandinhaber, wenn sein Recht nicht in die öffentlichen Bücher
          eingetragen ist (<ref target="#NA.1095">§. 1095</ref>), nach der gehörigen Aufkündigung
          dem neuen Besitzer weichen. Er ist aber berechtiget, von dem Bestandgeber in Rücksicht auf
          den erlittenen Schaden, und entgangenen Nutzen eine vollkommene Genugthuung zu
          fordern.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1121">
                  <head>§. 1121.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0316-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=609">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00062.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1121">RIS</ref>]</p>
                  <p>Bey einer nothwendigen, gerichtlichen Veräußerung muß der Bestandnehmer selbst in dem
          Falle, daß sein Recht als ein dingliches Recht eingetragen ist, dem neuen Käufer weichen.
          Nur in Rücksicht auf die Entschädigung bleibt ihm sein Vorzugsrecht vorbehalten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1122">
                  <head>§. 1122.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0316-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=609">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00063.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1122">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: II. Erbpacht.]</p>
                  <p>Der Vertrag, wodurch jemanden das Nutzeigenthum eines Gutes erblich unter der Bedingung
          überlassen wird, daß er die jährlichen Nutzungen mit einer jährlichen, im Verhältnisse zu
          dem Ertrage bestimmten Abgabe im Gelde, in Früchten, oder auch in verhältnißmäßigen
          Diensten vergelten solle, heißt ein Erbpachtvertrag.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1123">
                  <head>§. 1123.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0316-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=609">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00064.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1123">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: III. Erbzinsvertrag.]</p>
                  <p>Wird eine geringe Abgabe von dem Besitzer nur zur Anerkennung des Grundeigenthumes
          geleistet, so heißt der Grund ein Erbzinsgut und der darüber errichtete Vertrag ein
          Erbzinsvertrag.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1124">
                  <head>§. 1124.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0317-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=609">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00064.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1124">RIS</ref>]</p>

                  <p>Im Zweifel, ob ein Nutzeigenthum ein Erbpachtgut oder ein Erbzinsgut sey, ist auf den
          Betrag des jährlichen Zinses und andere Schuldigkeiten Rücksicht zu nehmen. Steht dieser
          Betrag mit den jährlichen reinen Nutzungen außer allem Verhältnisse; so ist das
          Nutzeigenthum ein Erbzinsgut; läßt sich aber wenigstens von alten Zeiten her und bey ganz
          öde übernommenen Gründen ein Verhältniß denken; so ist es ein Erbpachtgut (<ref target="#NA.0359">§. 359</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1125">
                  <head>§. 1125.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0317-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=610">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00068.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1125">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: IV. Bodenzins.]</p>
                  <p>Ist ein Eigenthum dergestalt getheilt, daß einem Theile die Substanz des Grundes sammt
          der Benützung der Unterfläche, dem andern Theile aber nur die Benützung der Oberfläche
          erblich gehört; so heißt die jährliche, von diesem letzteren Besitzer zu entrichtende
          Abgabe Bodenzins.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1126">
                  <head>§. 1126.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0317-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=610">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00069.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1126">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Erwerbung des nutzbaren Eigenthumes.]</p>

                  <p>Das getheilte Eigenthum einer unbeweglichen Sache kann eben so wenig, als das
          vollständige, ohne Einverleibung in die öffentlichen Bücher oder Register erworben werden.
          Ein gültiger Titel gründet nur ein persönliches Recht gegen die verbundene Person, aber
          kein dingliches Recht gegen einen Dritten (<ref target="#NA.0431">§. 431</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1127">
                  <head>§. 1127.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0318-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=610">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00070.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1127">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Gemeinschaftliche Rechte des Ober- und Nutzungseigenthümers.]</p>

                  <p>Die Rechte des Ober- und Nutzungseigenthümers kommen überhaupt darin überein, daß ein
          Jeder mit seinem Theile in so weit verfügen kann, als die Rechte des Andern dadurch nicht
          verletzet werden (<ref target="#NA.0363">§. 363</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1128">
                  <head>§. 1128.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0318-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=610">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00070.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1128">RIS</ref>]</p>
                  <p>Einer wie der Andere ist berechtiget, seinen Antheil gerichtlich zu verfolgen, ihn zu
          verpfänden, und unter Lebenden oder durch eine letzte Willenserklärung zu veräußern. Wer
          eine Einschränkung behauptet, muß solche durch die gehörigen Urkunden, durch so genannte
          Gewährbriefe oder Handfesten beweisen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1129">
                  <head>§. 1129.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0318-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=610">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00072.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1129">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Besondere Rechte und Pflichten des Obereigenthümers:]</p>
                  <p>Der Obereigenthümer ist insbesondere berechtiget, dem Nutzungseigenthümer nicht nur die
          Verringerung der Nutzungssache; sondern auch alle Veränderungen zu untersagen, wodurch die
          Ausübung seiner Rechte vereitelt oder erschweret werden kann.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1130">
                  <head>§. 1130.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0319-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=610">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00072.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1130">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 1) in Rücksicht der Erhaltung, Bearbeitung und Veränderungen des Gutes;]</p>
                  <p>Er kann also verlangen, daß der Nutzungseigenthümer für die Erhaltung und Bestellung der
          Grundstücke Sorge trage. Vernachlässiget er, ungeachtet der geschehenen Warnung, die
          Erfüllung dieser Pflichten; oder ist er die auf dem Grunde haftenden Lasten zu tragen
          unfähig; so kann der Obereigenthümer auf die Ueberlassung des Gutes an andere Erbpacht-
          oder Erbzinsmänner dringen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1131">
                  <head>§. 1131.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0319-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=610">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00075.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1131">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 2) des Erbzinses.]</p>
                  <p>Das vorzüglichste Recht des Erbpacht- und Erbzinsherrn besteht in der Beziehung des
          jährlichen Zinses und anderer bedungenen Gebühren. Diese können unter keinem Vorwande
          erhöhet, von den zum Grunde nicht gehörigen Fahrnissen aber, so wie von andern beweglichen
          Sachen, gar nicht bezogen werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1132">
                  <head>§. 1132.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0319-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=610">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00076.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1132">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Wann der Zins zu entrichten sey?]</p>
                  <p>Der jährliche Zins muß, wenn nichts verabredet oder durch Provincial-Gesetze bestimmt
          ist, in der ersten Hälfte des Monathes November abgeführt werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1133">
                  <head>§. 1133.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0320-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=610">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00077.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1133">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Wann eine Erlassung Statt finde?]</p>
                  <p>In der Regel haftet ein unvollständiger Eigenthümer dem anderen nicht für den Zufall:
          allein, wenn ein Erbpächter durch Ueberschwemmungen, Krieg oder Seuchen sein Pachtgut zu
          benützen verhindert worden ist; so muß demselben für die Zeit der vermißten Benützung ein
          angemessener Erlaß vom Zinse gestattet werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1134">
                  <head>§. 1134.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0320-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=611">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00078.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1134">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ein Erbzinsmann hat auf einen ähnlichen Erlaß keinen Anspruch; er muß, so lange ein
          Theil des Erbzinsgutes vorhanden ist, den festgesetzten Erbzins voll entrichten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1135">
                  <head>§. 1135.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0320-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=611">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00079.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1135">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Rechte bey verzögerter Entrichtung des Zinses.]</p>
                  <p>Hat der Erbzinsmann den Zins in der bedungenen Zeit nicht abgeführt; so kann der
          Erbzinsherr verlangen, daß die Nutzung in Beschlag genommen, und er aus derselben schadlos
          gehalten werde.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1136">
                  <head>§. 1136.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0320-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=611">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00080.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1136">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ein Erbpachtherr hat in Ansehung des über Ein Jahr ausständigen Zinses die Wahl;
          entweder die Pfändung der Nutzungen, oder die gerichtliche Versteigerung des Erbpachtgutes
          zur Berichtigung der Rückstände zu verlangen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1137">
                  <head>§. 1137.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0321-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=611">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00081.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1137">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 3) In Rücksicht der Lasten und Verbesserungen.]</p>
                  <p>Der Obereigenthümer ist verpflichtet, den Nutzungseigenthümer in Rücksicht des
          unmittelbar von ihm erhaltenen Nutzungseigenthumes zu vertreten, und wenn das
          Nutzungsrecht mit der Substanz wieder vereiniget wird, ihm oder seinem Nachfolger die
          getroffenen Verbesserungen wie einem andern redlichen Besitzer zu vergüten, und für die
          Richtigkeit der öffentlichen Bücher und Register, die er über seine Zinsgüter führet, zu
          haften.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1138">
                  <head>§. 1138.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0321-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=611">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00083.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1138">RIS</ref>]</p>
                  <p>Für andere von dem Nutzungseigenthümer aufgebürdete und den öffentlichen Büchern nicht
          einverleibte Lasten haftet der Obereigenthümer nicht. Der Nutzungseigenthümer kann
          überhaupt einem Anderen nicht mehr Recht übertragen, als er selbst hat. Das Recht des
          Einen erlischt also mit dem Rechte des Anderen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1139">
                  <head>§. 1139.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0322-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=611">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00084.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1139">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Rechte und Verbindlichkeiten des Nutzungseigenthümers überhaupt.]</p>
                  <p>Die Rechte und Verbindlichkeiten des Nutzungseigenthümers stehen überhaupt mit den
          festgesetzten Verbindlichkeiten und Rechten des Obereigenthümers im Verhältnisse.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1140">
                  <head>§. 1140.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0322-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=611">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00084.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1140">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Ins besondere 1) in Rücksicht der Veräußerung.]</p>
                  <p>Der Nutzungseigenthümer bedarf zur Veräußerung die Einwilligung des Obereigenthümers
          nicht; doch muß er ihn dem Nachfolger zur Beurtheilung, ob derselbe dem Gute vorzustehen
          und die darauf haftenden Lasten zu entrichten fähig sey, nahmhaft machen. Auf ein
          Vorkaufs- oder Einstandsrecht hat der Obereigenthümer keinen Anspruch.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1141">
                  <head>§. 1141.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0322-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=611">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00086.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1141">RIS</ref>]</p>
                  <p>Hat sich aber der Obereigenthümer diese Einwilligung und Rechte ausdrücklich
          vorbehalten; so muß er sich binnen dreyßig Tagen nach der ihm gemachten ordentlichen
          Anzeige erklären. Nach dieser Frist wird seine Einwilligung für ertheilt gehalten. Ohne
          Ausübung des Vorkaufs- oder Einstandsrechtes kann er die Einwilligung nur wegen offenbarer
          Gefahr der Substanz und der damit verknüpften Rechte verweigern.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1142">
                  <head>§. 1142.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0323-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=611">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00087.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1142">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die Abgabe, welche der Obereigenthümer zuweilen von einem neuen Nutzungseigenthümer zu
          fordern hat, heißt, wenn die Veränderung bey Lebzeiten geschieht, Lehenwaare (Laudemium);
          geschieht sie aber von Todes wegen, Sterbelehen. Beyde werden auch Veränderungsgebühren
          genannt. Ob und wie diese Rechte gegründet seyn, entscheidet die Landesverfassung, die
          öffentlichen Bücher und Urkunden, oder ein dreyßigjähriger ruhiger Besitz.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1143">
                  <head>§. 1143.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0323-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=612">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00088.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1143">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 2) In Rücksicht eines Schatzes und der Verminderung der Substanz;]</p>

                  <p>Dem Nutzungseigenthümer gebühret auch ein verhältnißmäßiger Theil von einem gefundenem
          Schatze (<ref
                      target="#NA.0399">§. 399</ref>). Er ist sogar befugt, die Substanz zu
          verringern, wenn er dem Obereigenthümer beweisen kann, daß die Benutzung des Grundes sonst
          nicht Statt finde (<ref target="#NA.1129">§. 1129</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1144">
                  <head>§. 1144.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0323-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=612">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00090.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1144">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 3) der Lasten;]</p>
                  <p>Der Nutzungseigenthümer trägt alle ordentliche und außerordentliche, dem Gute anklebende
          Lasten; er entrichtet die Steuern, Zehenten und andere besonders vorgemerkte Abgaben. Für
          Lasten, die den Zins betreffen, haftet der Obereigenthümer.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1145">
                  <head>§. 1145.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0324-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=612">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00091html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1145">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 4) des Gewährbriefes.]</p>
                  <p>Jeder neue Nutzungseigenthümer ist in der Regel verbunden, sich von dem Obereigenthümer
          einen Beglaubigungsschein oder eine Urkunde des erneuerten Nutzungseigenthumes zu
          verschaffen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1146">
                  <head>§. 1146.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0324-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=612">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00092.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1146">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Besondere Verhältnisse zwischen Gutsbesitzern und Unterthanen.]</p>
                  <p>In wie fern die Nutzungseigenthümer gegen die Obereigenthümer noch in anderen
          Verhältnissen stehen, und welche Rechte und Verbindlichkeiten ins besondere zwischen den
          Gutsbesitzern und den Gutsunterthanen bestehen, ist aus der Verfassung jeder Provinz und
          den politischen Vorschriften zu entnehmen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1147">
                  <head>§. 1147.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0324-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=612">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00093.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1147">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Rechte aus dem Bodenzinse.]</p>
                  <p>Wer nichts als einen Bodenzins entrichtet, hat nur auf die Benutzung der Oberfläche,
          als: Bäume, Pflanzen und Gebäude, und auf einen Theil des auf derselben gefundenen
          Schatzes Anspruch. Vergrabene Schätze und andere unterirdische Nutzungen gehören dem
          Obereigenthümer allein zu.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1148">
                  <head>§. 1148.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0325-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=612">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00094.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1148">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Erlöschung des Nutzungseigenthumes.]</p>
                  <p>Was von der Aufhebung des vollständigen Eigenthumes bestimmet worden ist, (<ref target="#NA.0444">§. 444</ref>), gilt überhaupt auch von dem getheilten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1149">
                  <head>§. 1149.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0325-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=612">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00094.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1149">RIS</ref>]</p>
                  <p>Erbpacht- und Erbzinsgüter gehen auf alle Erben über, die nicht ausdrücklich
          ausgeschlossen worden sind. Hat der Nutzungseigenthümer keinen rechtmäßigen Nachfolger, so
          wird das Nutzungseigenthum mit dem Obereigenthume vereiniget. Doch muß der
          Obereigenthümer, wenn er von diesem Rechte Gebrauch machen will, alle Schulden des
          Nutzungseigenthümers, die aus einem andern Vermögen nicht getilgt werden können,
          berichtigen. In wie fern ein Obereigenthümer das heimgefallene Gut an Andere zu überlassen
          verbunden sey, bestimmen die politischen Verordnungen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1150">
                  <head>§. 1150.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0325-5">Druck 1811</ref> ::
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                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=612">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00095.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1150">RIS</ref>]</p>
                  <p>Durch Zerstörung der Pflanzen, Bäume und Gebäude geht das Nutzungseigenthum der
          Oberfläche nicht verloren. So lange noch ein Theil des Grundes bleibt, kann ihn der
          Besitzer, wenn er anders seinen Zins abführt, mit neuen Pflanzen, Bäumen und Gebäuden
          besetzen.</p>
                </div>
              </div>
              <div xml:id="NA.2.26">
                <head>Sechs u. zwanzigstes Hauptstück.<lb/> Von entgeldlichen Verträgen über
         Dienstleistungen.</head>
                <div xml:id="NA.1151">
                  <head>§. 1151.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0327-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=613">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00099.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1151">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 1) Lohnvertrag.]</p>
                  <p>Wenn jemand sich zur Dienstleistung oder Verfertigung eines Werkes gegen einen gewissen
          Lohn im Gelde verpflichtet, so entsteht ein Lohnvertrag.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1152">
                  <head>§. 1152.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0327-7">Druck 1811</ref> ::
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                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=613">JGS 946</ref> ::
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                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00100.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1152">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Stillschweigender Lohnvertrag.]</p>
                  <p>So bald jemand eine Arbeit oder ein Werk bestellet; so wird auch angenommen, daß er in
          einen angemessenen Lohn eingewilliget habe. Ist der Lohn weder durch die Verabredung, noch
          durch ein Gesetz festgesetzet; so bestimmet ihn der Richter.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1153">
                  <head>§. 1153.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0327-7">Druck 1811</ref> ::
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                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=613">JGS 946</ref> ::
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                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00101.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1153">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Rechte aus dem Lohnvertrage.]</p>
                  <p>Bey wesentlichen Mängeln, die das Werk zum Gebrauche untüchtig machen, oder der
          ausdrücklichen Bedingung zuwider laufen, ist der Besteller berechtiget, von dem Vertrage
          abzugehen. Will er dieses nicht, oder sind die Mängel weder wesentlich, noch gegen die
          ausdrückliche Bedingung, so kann er entweder die Verbesserung, oder eine angemessene
          Schadloshaltung fordern, und zu dem Ende einen verhältnißmäßigen Theil des Lohnes zurück
          halten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1154">
                  <head>§. 1154.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0328-2">Druck 1811</ref> ::
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                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=613">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00103.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1154">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn der Bestellte aus seiner Schuld das Versprechen in der zur Bedingung gesetzten Zeit
          nicht erfüllet; so ist der Besteller nicht mehr schuldig, die bestellte Sache anzunehmen;
          er kann auch für den daraus entstandenen Schaden Ersatz fordern. Zögert aber der Besteller
          mit der Entrichtung des Lohnes, so ist auch er verbunden, den Bestellten vollkommen zu
          entschädigen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1155">
                  <head>§. 1155.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0328-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=613">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00105.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1155">RIS</ref>]</p>
                  <p>Auch für Dienste und Arbeiten, die nicht zu Stande gekommen sind, gebühret der
          bestellten Person eine angemessene Entschädigung, wenn sie das Geschäft zu verrichten
          bereit war, und von dem Besteller durch Schuld oder einen Zufall, der sich in seiner
          Person ereignet hat, daran verhindert, oder überhaupt durch Zeitverlust verkürzet worden
          ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1156">
                  <head>§. 1156.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0329-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=613">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00107.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1156">RIS</ref>]</p>
                  <p>In der Regel gebühret der Lohn nach vollbrachter Arbeit. Wird aber die Arbeit in
          gewissen Abtheilungen der Zeit oder des Werkes verrichtet; oder sind Auslagen damit
          verbunden, die der Bestellte nicht auf sich genommen hat; so ist dieser befugt, einen mit
          der Dienstleistung oder dem Werke verhältnißmäßigen Theil des Lohnes, und den Ersatz der
          gemachten Auslagen vor vollendetem Werke oder gänzlich verrichteter Arbeit zu fordern.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1157">
                  <head>§. 1157.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0329-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=613">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00108.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1157">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn durch einen bloßen Zufall der zur Verfertigung eines Werkes vorbereitete Stoff oder
          das Werk selbst ganz oder zum Theile zu Grunde geht; so trägt der Eigenthümer des Stoffes
          oder des Werkes den Schaden. Hat aber der Besteller einen zur zweckmäßigen Bearbeitung
          offenbar untauglichen Stoff geliefert; so ist der Arbeiter, wenn die Arbeit aus diesem
          Grunde mangelhaft ausfällt, und er den Besteller nicht gewarnet hat, für den Schaden
          verantwortlich.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1158">
                  <head>§. 1158.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0330-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=614">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00111.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1158">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Wann die Bestellung in einen Kaufvertrag übergehe.]</p>
                  <p>Im Zweifel, ob die Bestellung einer Arbeit für einen Kauf- oder für einen Lohnvertrag zu
          halten sey, wird vermuthet, daß derjenige, der den Stoff dazu liefert, den Arbeiter
          bestellet habe. Hat aber der Arbeiter den Stoff geliefert; so wird ein Kauf vermuthet.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1159">
                  <head>§. 1159.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0330-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=614">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00112.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1159">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn mit dem Lohnvertrage noch andere Nebenverträge verbunden werden; so müssen die
          jedem derselben angemessenen gesetzlichen Vorschriften beobachtet werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1160">
                  <head>§. 1160.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0330-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=614">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00113.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1160">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Erlöschung des Lohnvertrages.]</p>
                  <p>Arbeiter, welche auf eine bestimmte Zeit oder bis zur Vollendung eines gewissen Werkes
          bestellet worden sind, können ohne rechtmäßigen Grund vor verlaufener Zeit und vor
          vollendetem Werke weder die Arbeit aufgeben, noch verabschiedet werden. Wird die Arbeit
          unterbrochen, so verantwortet jeder Theil sein Verschulden, aber keiner den Zufall.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1161">
                  <head>§. 1161.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0331-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=614">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00115.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1161">RIS</ref>]</p>
                  <p>Nur in dringenden Umständen kann der bestellte Arbeiter oder Werkmeister das ihm
          aufgetragene Geschäft einem Andern anvertrauen, und selbst in diesem Falle haftet er für
          ein Verschulden in der Auswahl der Person.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1162">
                  <head>§. 1162.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0331-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=614">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00116.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1162">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ein Lohnvertrag über Arbeiten, bey denen auf die besondere Geschicklichkeit der Person
          Rücksicht genommen zu werden pflegt, wird durch den Tod des Arbeiters aufgehoben, und die
          Erben können nur den Preis des zubereiteten brauchbaren Stoffes und einen dem Werthe der
          geleisteten Arbeiten angemessenen Theil des Lohnes fordern. Stirbt der Besteller einer
          Arbeit, so müssen seine Erben den Vertrag fortsetzen, oder den Bestellten schadlos
          halten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1163">
                  <head>§. 1163.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0331-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=614">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00117.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1163">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Ausdehnung dieser Vorschriften auf Rechtsfreunde, Aerzte und dergleichen.]</p>
                  <p>Die hier aufgestellten Vorschriften gelten auch von Rechtsfreunden, Aerzten und
          Wundärzten, Factoren, Provisoren, Künstlern, Lieferanten und anderen Personen, welche sich
          für ihre Bemühungen einen Gehalt, eine Bestallung, oder sonst eine Belohnung ausdrücklich
          oder stillschweigend ausbedungen haben, in so fern hierüber keine besondern Vorschriften
          bestehen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1164">
                  <head>§. 1164.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0332-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=614">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00119.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1164">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 2) Verlagsvertrag.]</p>
                  <p>Durch den Vertrag über den Verlag einer Schrift wird jemanden von dem Verfasser das
          Recht ertheilet, dieselbe durch den Druck zu vervielfältigen und abzusetzen. Der Verfasser
          begibt sich dadurch des Rechtes, das nähmliche Werk einem Anderen in Verlag zu
          überlassen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1165">
                  <head>§. 1165.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0332-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=614">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00121.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1165">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Rechte und Pflichten zwischen dem Verfasser und Verleger.]</p>
                  <p>Der Verfasser ist verbunden, das Werk der Verabredung gemäß zu liefern, und der Verleger
          gleich nach geliefertem Werke die bedungene Belohnung zu entrichten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1166">
                  <head>§. 1166.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0332-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=614">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00122.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1166">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wird das Werk von dem Schriftsteller zur bestimmten Zeit, oder auf die fest gesetzte Art
          nicht geliefert, so kann der Verleger zurücktreten, und, wenn die Ablieferung aus
          Verschulden des Verfassers unterbleibet, die Schadloshaltung fordern.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1167">
                  <head>§. 1167.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0333-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=615">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00123.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1167">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn die Zahl der Exemplare bestimmet worden ist; so muß der Verleger zu jeder neuen
          Auflage die Einwilligung des Verfassers einhohlen, und über die Bedingungen ein neues
          Uebereinkommen treffen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1168">
                  <head>§. 1168.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0333-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=615">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00125.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1168">RIS</ref>]</p>
                  <p>Will der Verfasser eine neue Ausgabe, mit Veränderungen in dem Inhalte des Werkes
          veranstalten; so ist darüber ebenfalls ein neuer Vertrag zu schließen. Vor dem Absatze der
          Auflage aber ist der Verfasser nur dann zu einer neuen Ausgabe berechtiget, wenn er dem
          Verleger in Rücksicht der vorräthigen Exemplare eine angemessene Schadloshaltung zu
          leisten bereit ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1169">
                  <head>§. 1169.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0333-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=615">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00128.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1169">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die Rechte des Schriftstellers in Rücksicht einer neuen Auflage oder Ausgabe gehen auf
          seine Erben nicht über.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1170">
                  <head>§. 1170.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0333-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=615">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00129.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1170">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn ein Schriftsteller nach einem ihm von dem Verleger vorgelegten Plane die
          Bearbeitung eines Werkes übernimmt; so hat er nur auf die bedungene Belohnung Anspruch.
          Dem Verleger stehet in der Folge das ganze freye Verlagsrecht zu.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1171">
                  <head>§. 1171.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0334-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=615">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00130.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1171">RIS</ref>]</p>
                  <p>Diese Vorschriften sind auch auf Landkarten, topographische Zeichnungen und musikalische
          Compositionen anzuwenden. Die Beschränkungen des Nachdruckes sind in den politischen
          Gesetzen enthalten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1172">
                  <head>§. 1172.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0334-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=615">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00131.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1172">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 3) Vertrag zwischen Dienstherren und dem Gesinde.]</p>
                  <p>Die Rechte und Pflichten zwischen den Dienstherren und dem Dienstgesinde sind in den
          besonderen darüber bestehenden Vorschriften enthalten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1173">
                  <head>§. 1173.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0334-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=615">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00132.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1173">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Andere entgeldliche Verträge über Dienste.]</p>
                  <p>Die Verträge, wodurch eine Sache oder eine Handlung für eine übernommene Handlung
          versprochen wird, sind nach den über die entgeldlichen Verträge überhaupt, und ins
          besondere nach den in diesem Hauptstücke aufgestellten Regeln zu beurtheilen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1174">
                  <head>§. 1174.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0334-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=615">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00133.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1174">RIS</ref>]</p>
                  <p>Was jemand wissentlich zur Bewirkung einer unmöglichen, oder unerlaubten Handlung
          gegeben hat, kann er nicht wieder zurück fordern. In wie fern es der Fiscus einzuziehen
          berechtiget sey, bestimmen die politischen Verordnungen. Ist aber etwas zur Verhinderung
          einer unerlaubten Handlung demjenigen, der diese Handlung begehen wollte, gegeben worden;
          so findet die Zurückforderung Statt.</p>
                </div>
              </div>
              <div xml:id="NA.2.27">
                <head>Sieben u. zwanzigst. Hauptstück. <lb/>Von dem Vertrage über eine Gemeinschaft der
         Güter.</head>
                <div xml:id="NA.1175">
                  <head>§. 1175.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0335-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=615">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00137.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1175">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Entstehung einer Erwerbsgesellschaft. Begriff.]</p>
                  <p>Durch einen Vertrag, vermöge dessen zwey oder mehrere Personen einwilligen, ihre Mühe
          allein, oder auch ihre Sachen zum gemeinschaftlichen Nutzen zu vereinigen, wird eine
          Gesellschaft zu einem gemeinschaftlichen Erwerbe errichtet.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1176">
                  <head>§. 1176.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0336-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=616">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00138.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1176">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Eintheilung.]</p>
                  <p>Je nachdem die Mitglieder einer Gesellschaft nur einzelne Sachen oder Summen, oder eine
          ganze Gattung von Sachen, z. B. alle Waaren, alle Früchte, alle liegende Gründe, oder
          endlich ihr ganzes Vermögen ohne Ausnahme der Gemeinschaft widmen, sind auch die Arten der
          Gesellschaft verschieden, und die Gesellschaftsrechte mehr oder weniger ausgedehnet.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1177">
                  <head>§. 1177.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0337-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=616">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00139.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1177">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn ein Gesellschaftsvertrag auf das ganze Vermögen lautet, so wird doch nur das
          gegenwärtige darunter verstanden. Wird aber auch das künftige Vermögen mit begriffen; so
          verstehet man darunter nur das erworbene, nicht das ererbte; außer es wäre beydes
          ausdrücklich bedungen worden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1178">
                  <head>§. 1178.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0337-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=616">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00140.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1178">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Form der Errichtung.]</p>
                  <p>Gesellschaftsverträge, welche sich nur auf das gegenwärtige, oder nur auf das zukünftige
          Vermögen beziehen, sind ungültig, wenn das von dem einen und dem anderen Theile
          eingebrachte Gut nicht ordentlich beschrieben,und verzeichnet worden ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1179">
                  <head>§. 1179.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0337-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=616">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00142.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1179">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wie der gesellschaftliche Vertrag unter Handelsleuten zu errichten, in die gehörigen
          Register einzutragen und öffentlich bekannt zu machen sey, bestimmen die besondern
          Handels- und politischen Gesetze. Werden nur einzelne Geschäfte gemeinschaftlich
          betrieben, so ist genug, wenn der darüber errichtete Vertrag in den Handlungsbüchern
          erscheint.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1180">
                  <head>§. 1180.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0338-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=616">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00143.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1180">RIS</ref>]</p>
                  <p>Der Vertrag über eine Gemeinschaft des ganzen sowohl gegenwärtigen als künftigen
          Vermögens, welcher gewöhnlich nur zwischen Ehegatten errichtet zu werden pflegt, ist nach
          den in dem Hauptstücke von den Ehe-Pacten hierüber ertheilten Vorschriften zu beurtheilen.
          Die gegenwärtigen Vorschriften beziehen sich auf die übrigen Arten der durch Vertrag
          errichteten Gütergemeinschaft.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1181">
                  <head>§. 1181.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0338-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=616">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00144.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1181">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Wirkung des Vertrages und des wirklichen Beytrages.]</p>
                  <p>Der Gesellschaftsvertrag gehöret zwar unter die Titel, ein Eigenthum zu erwerben; die
          Erwerbung selbst aber, und die Gemeinschaft der Güter oder Sachen kommt nur durch die
          Uebergabe derselben zu Stande.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1182">
                  <head>§. 1182.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0339-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=616">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00144.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1182">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Hauptstamm.]</p>
                  <p>Alles, was ausdrücklich zum Betriebe des gemeinschaftlichen Geschäftes bestimmet worden
          ist, macht das Capital, oder den Hauptstamm der Gesellschaft aus. Das Uebrige, was jedes
          Mitglied besitzt, wird als ein abgesondertes Gut betrachtet.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1183">
                  <head>§. 1183.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0339-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=616">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00145.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1183">RIS</ref>]</p>

                  <p>Wenn Geld, verbrauchbare, oder zwar unverbrauchbare, jedoch in Geldwerth angeschlagene
          Sachen eingelegt werden; so ist nicht nur der daraus verschaffte Nutzen, sondern auch der
          Hauptstamm in Rücksicht der Mitglieder, welche hierzu beygetragen haben, als ein
          gemeinschaftliches Eigenthum anzusehen. Wer nur seine Mühe zum gemeinschaftlichen Nutzen
          zu verwenden verspricht, hat zwar auf den Gewinn, nicht aber auf den Hauptstamm einen
          Anspruch (<ref target="#NA.1192">§. 1192</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1184">
                  <head>§. 1184.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0339-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=617">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00147.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1184">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Rechte und Pflichten der Mitglieder. Beytrag zum Hauptstamme (Fond)]</p>
                  <p>Jedes Mitglied ist, außer dem Falle einer besonderen Verabredung, verbunden, einen
          gleichen Antheil zum gemeinschaftlichen Hauptstamme beyzutragen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1185">
                  <head>§. 1185.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0340-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=617">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00148.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1185">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Mitwirkung.]</p>
                  <p>In der Regel sind alle Mitglieder verbunden, ohne Rücksicht auf ihren größern oder
          geringeren Antheil, zu dem gemeinschaftlichen Nutzen gleich mitzuwirken.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1186">
                  <head>§. 1186.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0340-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=617">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00149.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1186">RIS</ref>]</p>
                  <p>Kein Mitglied ist befugt, die Mitwirkung einem Dritten anzuvertrauen; oder jemanden in
          die Gesellschaft aufzunehmen; oder ein der Gesellschaft schädliches Nebengeschäft zu
          unternehmen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1187">
                  <head>§. 1187.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0340-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=617">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00150.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1187">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die Pflichten der Mitglieder werden durch den Vertrag genauer bestimmt. Wer sich bloß
          zur Arbeit verbunden hat, der ist keinen Beytrag schuldig. Wer lediglich einen Geld- oder
          andern Beytrag verheißen hat, der hat weder die Verbindlichkeit, noch das Recht, auf eine
          andere Art zu dem gemeinschaftlichen Erwerbe mitzuwirken.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1188">
                  <head>§. 1188.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0340-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=617">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00151.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1188">RIS</ref>]</p>

                  <p>Bey der Berathschlagung und Entscheidung über die gesellschaftlichen Angelegenheiten
          sind, wenn keine andere Verabredung besteht, die in dem Hauptstücke von der Gemeinschaft
          des Eigenthumes gegebenen Vorschriften anzuwenden (<ref
                      target="#NA.0833">§§.
           833</ref>-<ref target="#NA.0842">842</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1189">
                  <head>§. 1189.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0341-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=617">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00152.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1189">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Nachschuß zum Hauptstamme.]</p>
                  <p>Die Mitglieder können zu einem mehreren Beytrage, als wozu sie sich verpflichtet haben,
          nicht gezwungen werden. Fände jedoch bey veränderten Umständen ohne Vermehrung des
          Beytrages die Erreichung des gesellschaftlichen Zweckes gar nicht Statt; so kann das sich
          weigernde Mitglied austreten, oder zum Austritte verhalten werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1190">
                  <head>§. 1190.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0341-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=617">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00154.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1190">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Betrieb der anvertrauten Geschäfte.]</p>

                  <p>Wird Einem oder einigen Mitgliedern der Betrieb der Geschäfte anvertrauet; so sind sie
          als Bevollmächtigte zu betrachten. Auf ihre Berathschlagungen und Entscheidungen über
          gesellschaftliche Angelegenheiten sind ebenfalls die oben (<ref
                      target="#NA.0833">§§.
           833</ref>-<ref target="#NA.0842">842</ref>) erwähnten Vorschriften anzuwenden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1191">
                  <head>§. 1191.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0341-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=617">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00154.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1191">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Haftung für den Schaden.]</p>
                  <p>Jedes Mitglied haftet für den Schaden, den es der Gesellschaft durch sein Verschulden
          zugefüget hat. Dieser Schaden läßt sich mit dem Nutzen, den es der Gesellschaft sonst
          verschaffte, nicht ausgleichen. Hat aber ein Mitglied durch ein eigenmächtig unternommenes
          neues Geschäft der Gesellschaft von einer Seite Schaden, und von der anderen Nutzen
          verursacht; so soll eine verhältnißmäßige Ausgleichung Statt finden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1192">
                  <head>§. 1192.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0342-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=617">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00156.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1192">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Vertheilung des Gewinnes.]</p>
                  <p>Das Vermögen, welches nach Abzug aller Kosten und erlittenen Nachtheile über den
          Hauptstamm zurück bleibt, ist der Gewinn. Der Hauptstamm selbst bleibt ein Eigenthum
          derjenigen, welche dazu beygetragen haben; außer es wäre der Werth der Arbeiten zum
          Capitale geschlagen, und Alles als ein gemeinschaftliches Gut erklärt worden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1193">
                  <head>§. 1193.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0342-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=617">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00158.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1193">RIS</ref>]</p>
                  <p>Der Gewinn wird nach Verhältniß der Capitals-Beyträge vertheilt, und die von allen
          Mitgliedern geleisteten Arbeiten heben sich gegen einander auf. Wenn ein oder einige
          Mitglieder bloß arbeiten, oder nebst dem Capitals-Beytrage zugleich Arbeiten leisten; so
          wird für die Bemühungen, wenn keine Verabredung besteht, und die Gesellschafter sich nicht
          vereinigen können, der Betrag mit Rücksicht auf die Wichtigkeit des Geschäftes, die
          angewendete Mühe und den verschafften Nutzen vom Gerichte bestimmt.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1194">
                  <head>§. 1194.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0343-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=618">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00158.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1194">RIS</ref>]</p>

                  <p>Besteht der Gewinn nicht in barem Gelde, sondern in anderen Arten der Nutzungen; so
          geschieht die Theilung nach der in dem Hauptstücke von der Gemeinschaft des Eigenthumes
          enthaltenen Vorschrift (<ref
                      target="#NA.0840">§§. 840</ref>-<ref target="#NA.0843">843</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1195">
                  <head>§. 1195.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0343-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=618">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00161.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1195">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die Gesellschaft kann einem Mitgliede, seiner vorzüglichen Eigenschaften oder Bemühungen
          wegen, einen größern Gewinn bewilligen, als ihm nach seinem Antheile zukäme; nur dürfen
          dergleichen Ausnahmen nicht in gesetzwidrige Verabredungen oder Verkürzungen ausarten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1196">
                  <head>§. 1196.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0343-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=618">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00161.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1196">RIS</ref>]</p>
                  <p>Eine solche gesetzwidrige Verabredung ist der Vertrag, wodurch jemand für ein
          eingelegtes Capital einerseits sich gegen alle Gefahr des Verlustes, sowohl in Rücksicht
          des Capitals als der Zinsen sicher stellet, und von aller Mitwirkung befreyet;
          andererseits aber dennoch einen die rechtlichen Vertragszinsen übersteigenden Gewinn
          bedingt.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1197">
                  <head>§. 1197.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0344-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=618">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00162.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1197">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Vertheilung des Verlustes.]</p>
                  <p>Hat die Gesellschaft ihre Einlage ganz oder zum Theile verloren; so wird der Verlust in
          dem Verhältnisse vertheilet, wie im entgegen gesetzten Falle der Gewinn vertheilt worden
          wäre. Wer kein Capital gegeben hat, büßt seine Bemühungen ein.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1198">
                  <head>§. 1198.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0344-0">Druck 1811</ref> ::
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                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=618">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00165.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1198">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Rechnungslegung.]</p>
                  <p>Die Mitglieder, denen die Verwaltung anvertrauet ist, sind verbunden, über den
          gemeinschaftlichen Hauptstamm und über die dahin gehörigen Einnahmen und Ausgaben
          ordentlich Rechnung zu führen und abzulegen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1199">
                  <head>§. 1199.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0344-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=618">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00165.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1199">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die Schlußrechnung und Theilung des Gewinnes oder Verlustes kann vor Vollendung des
          Geschäftes nicht gefordert werden. Wenn aber Geschäfte betrieben werden, die durch mehrere
          Jahre fortdauern und einen jährlichen Nutzen abwerfen sollen; so können die Mitglieder,
          wenn anders das Hauptgeschäft nicht darunter leidet, jährlich sowohl die Rechnung, als die
          Vertheilung des Gewinnes verlangen. Uebrigens kann jedes Mitglied zu jeder Zeit auf seine
          Kosten die Rechnungen einsehen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1200">
                  <head>§. 1200.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0345-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=618">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00167.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1200">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wer sich mit der bloßen Vorlegung des Abschlusses (Bilanz) begnügt, oder auch seinem
          Rechte, Rechnung zu fordern, entsagt hat, kann, wenn er einen Betrug auch nur in Einem
          Theile der Verwaltung beweiset, sowohl für den vergangenen Fall, als für alle künftige
          Fälle, auf eine vollständige Rechnung dringen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1201">
                  <head>§. 1201.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0345-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=618">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00168.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1201">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Verhältniß gegen Nichtmitglieder.]</p>

                  <p>Ohne die ausdrückliche oder stillschweigende rechtliche Einwilligung der Mitglieder oder
          ihrer Bevollmächtigten kann die Gesellschaft einem Dritten nicht verbindlich gemacht
          werden. Bey Handelsleuten begreift das kund gemachte, Einem oder mehreren Mitgliedern
          ertheilte Recht, die Firma zu führen, nähmlich alle Urkunden und Schriften im Nahmen der
          Gesellschaft zu unterschreiben, schon eine allseitige Vollmacht in sich (<ref target="#NA.1028">§. 1028</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1202">
                  <head>§. 1202.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0345-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=619">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00168.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1202">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ein Mitglied, welches nur mit einem Theile seines Vermögens in der Gesellschaft steht,
          kann ein von dem gemeinschaftlichen abgesondertes Vermögen besitzen, worüber es nach
          Belieben zu verfügen berechtiget ist. Rechte und Verbindlichkeiten, die ein Dritter gegen
          die Gesellschaft hat, müssen also von den Rechten und Verbindlichkeiten gegen einzelne
          Mitglieder unterschieden werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1203">
                  <head>§. 1203.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0346-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=619">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00171.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1203">RIS</ref>]</p>
                  <p>Was also jemand an ein einzelnes Mitglied, und nicht an die Gesellschaft zu fordern oder
          zu zahlen hat, kann er auch nur an das einzelne Mitglied, und nicht an die Gesellschaft
          fordern oder bezahlen. Eben so hat aber bey gesellschaftlichen Forderungen oder Schulden
          jedes Mitglied nur für seinen Antheil ein Recht oder eine Verbindlichkeit zur Zahlung,
          außer in dem Falle, welcher bey Handelsleuten vermuthet wird, daß Alle für Einen und Einer
          für Alle etwas zugesagt oder angenommen haben.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1204">
                  <head>§. 1204.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0346-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=619">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00171.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1204">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die geheimen Mitglieder einer Handlungsgesellschaft, solche nähmlich, welche ihr einen
          Theil des Fonds auf Gewinn und Verlust dargeliehen haben, aber nicht als Mitglieder
          angekündiget worden sind, haften in keinem Falle mit mehr als mit dem dargeliehenen
          Capitale. Die kund gemachten Mitglieder haften mit ihrem ganzen Vermögen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1205">
                  <head>§. 1205.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0347-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=619">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00174.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1205">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Auflösung der Gesellschaft, und Austritt aus derselben.]</p>
                  <p>Die Gesellschaft löset sich von selbst auf, wenn das unternommene Geschäft vollendet;
          oder nicht mehr fortzuführen; wenn der ganze gemeinschaftliche Hauptstamm zu Grunde
          gegangen; oder wenn die zur Dauer der Gesellschaft festgesetzte Zeit verflossen ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1206">
                  <head>§. 1206.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0347-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=619">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00175.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1206">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die gesellschaftlichen Rechte und Verbindlichkeiten gehen in der Regel nicht auf die
          Erben eines Mitgliedes über. Doch sind diese, wenn mit ihnen die Gesellschaft nicht
          fortgesetzt wird, berechtiget, die Rechnungen bis auf den Tod des Erblassers zu fordern
          und berichtigen zu lassen. Sie sind aber im entgegengesetzten Falle auch verbunden,
          Rechnungen zu legen, und zu berichtigen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1207">
                  <head>§. 1207.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0347-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=619">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00176.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1207">RIS</ref>]</p>
                  <p>Besteht die Gesellschaft nur aus zwey Personen; so erlischt sie durch das Absterben der
          Einen. Besteht sie aus mehreren; so wird von den übrigen Mitgliedern vermuthet, daß sie
          die Gesellschaft noch unter sich fortsetzen wollen. Diese Vermuthung gilt auch überhaupt
          von den Erben der Handelsleute.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1208">
                  <head>§. 1208.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0348-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=619">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00177.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1208">RIS</ref>]</p>

                  <p>Lautet der von Personen, die keine Handelsleute sind, errichtete Gesellschaftsvertrag
          ausdrücklich auch auf ihrer Erben; so sind diese, wenn sie die Erbschaft antreten,
          verpflichtet, sich nach dem Willen des Erblassers zu fügen; allein auf die Erbeserben
          erstreckt sich dieser Wille nicht; noch weniger vermag er eine immerwährende Gesellschaft
          zu begründen (<ref target="#NA.0832">§. 832</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1209">
                  <head>§. 1209.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0348-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=620">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00179.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1209">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn der Erbe die von dem Verstorbenen für die Gesellschaft übernommenen Dienste zu
          erfüllen nicht im Stande ist; so muß er sich einem verhältnißmäßigen Abzuge an dem
          ausgemessenen Antheile unterziehen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1210">
                  <head>§. 1210.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0348-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=620">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00179.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1210">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn ein Mitglied die wesentlichen Bedingungen der Vertrages nicht erfüllet; wenn es in
          Concurs verfällt; als Verschwender gerichtlich erkläret, oder überhaupt unter die Curatel
          gesetzt wird; wenn es durch ein Verbrechen das Vertrauen verliert; so kann es vor Verlauf
          der Zeit von der Gesellschaft ausgeschlossen werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1211">
                  <head>§. 1211.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0349-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=620">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00181.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1211">RIS</ref>]</p>
                  <p>Man kann den Gesellschaftsvertrag vor Verlauf der Zeit aufkündigen, wenn dasjenige
          Mitglied, von welchem der Betrieb des Geschäftes vorzüglich abhing, gestorben oder
          ausgetreten ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1212">
                  <head>§. 1212.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0349-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=620">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00182.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1212">RIS</ref>]</p>

                  <p>Wenn die Zeit zur Dauer der Gesellschaft weder ausdrücklich bestimmt worden ist, noch
          aus der Natur des Geschäftes bestimmt werden kann; so mag jedes Mitglied den Vertrag nach
          Willkühr aufkündigen; nur darf es nicht mit Arglist oder zur Unzeit geschehen (<ref target="#NA.0830">§. 830</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1213">
                  <head>§. 1213.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0349-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=620">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00183.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1213">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die Wirkungen einer zwar bestrittenen, aber in der Folge für rechtmäßig erklärten
          Ausschließung oder Aufkündung werden auf den Tag, wo sie geschehen sind, zurück
          gezogen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1214">
                  <head>§. 1214.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0350-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=620">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00183.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1214">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die Aufhebung einer Handlungsgesellschaft, die Aufnahme und der Austritt ihrer
          öffentlichen Mitglieder, muß eben so, wie die Errichtung, öffentlich bekannt gemacht
          werden. Aus dieser Bekanntmachung wird auch die Kraft und die Dauer der Vollmachten
          beurtheilet.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1215">
                  <head>§. 1215.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0350-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=620">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00185.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1215">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Theilung des gesellschaftlichen Vermögens.]</p>
                  <p>Bey der nach Auflösung einer Gesellschaft vorzunehmenden Theilung des gesellschaftlichen
          Vermögens sind nebst den obigen Bestimmungen die nähmlichen Vorschriften zu beobachten,
          welche in dem Hauptstücke von der Gemeinschaft des Eigenthumes über die Theilung einer
          gemeinschaftlichen Sache überhaupt aufgestellet worden sind.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1216">
                  <head>§. 1216.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0350-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=620">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00186.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1216">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die in diesem Hauptstücke enthaltenen Anordnungen sind auch auf die
          Handlungsgesellschaften anzuwenden; in so fern hierüber nicht besondere Vorschriften
          bestehen.</p>
                </div>
              </div>
              <div xml:id="NA.2.28">
                <head>Acht u. zwanzigstes Hauptstück.<lb/> Von den Ehe-Pacten.</head>
                <div xml:id="NA.1217">
                  <head>§. 1217.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0351-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=620">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00188.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1217">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Ehe-Pacte.]</p>
                  <p>Ehe-Pacte heißen diejenigen Verträge, welche in Absicht auf die eheliche Verbindung über
          das Vermögen geschlossen werden, und haben vorzüglich das Heirathsgut; die Widerlage;
          Morgengabe; die Gütergemeinschaft; Verwaltung und Fruchtnießung des eigenen Vermögens; die
          Erbfolge, oder die auf den Todesfall bestimmte lebenslange Fruchtnießung des Vermögens,
          und den Witwengehalt zum Gegenstande.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1218">
                  <head>§. 1218.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0351-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=621">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00190.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1218">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 1) Heirathsgut.]</p>
                  <p>Unter Heirathsgut versteht man dasjenige Vermögen, welches von der Ehegattinn, oder für
          sie von einem Dritten dem Manne zur Erleichterung des mit der ehelichen Gesellschaft
          verbundenen Aufwandes übergeben oder zugesichert wird.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1219">
                  <head>§. 1219.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0352-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=621">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00191.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1219">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Dessen Bestellung.]</p>
                  <p>Wenn die Braut eigenes Vermögen besitzt, und volljährig ist; so hängt es von ihr und dem
          Bräutigam ab, wie sie sich wegen des Heirathsgutes, und wegen anderer wechselseitigen
          Gaben mit einander verstehen wollen. Ist aber die Braut noch minderjährig; so muß der
          Vertrag von dem Vater oder Vormunde, mit Genehmigung des vormundschaftlichen Gerichtes,
          geschlossen werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1220">
                  <head>§. 1220.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0352-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=621">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00192.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1220">RIS</ref>]</p>

                  <p>Besitzt die Braut kein eigenes, zu einem angemessenen Heirathsgute hinlängliches
          Vermögen; so sind Aeltern oder Großältern nach der Ordnung, als sie die Kinder zu ernähren
          und zu versorgen verpflichtet sind, verbunden, den Töchtern oder Enkelinnen bey deren
          Verehelichung ein ihrem Stande und Vermögen angemessenes Heirathsgut zu geben, oder dazu
          verhältnißmäßig beyzutragen (<ref
                      target="#NA.0141">§§. 141</ref> u. <ref target="#NA.0143">143</ref>). Eine uneheliche Tochter kann nur von ihrer Mutter
          Heirathsgut verlangen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1221">
                  <head>§. 1221.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0352-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=621">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00195.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1221">RIS</ref>]</p>
                  <p>Berufen sich Aeltern oder Großältern auf ihr Unvermögen zur Bestellung eines anständigen
          Heirathsgutes; so soll auf Ansuchen der Brautperson das Gericht die Umstände, jedoch ohne
          strenge Erforschung des Vermögensstandes, untersuchen, und hiernach ein angemessenes
          Heirathsgut bestimmen, oder die Aeltern und Großältern davon frey sprechen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1222">
                  <head>§. 1222.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0353-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=621">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00196.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1222">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn eine Tochter ohne Wissen, oder gegen den Willen ihrer Aeltern sich verehelichet
          hat, und das Gericht die Ursache der Mißbilligung gegründet findet; so sind die Aeltern,
          selbst in dem Falle, daß sie in der Folge die Ehe genehmigen, nicht schuldig, ihr ein
          Heirathsgut zu geben.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1223">
                  <head>§. 1223.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0353-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=621">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00198.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1223">RIS</ref>]</p>
                  <p>Hat eine Tochter ihr Heirathsgut schon erhalten, und es, obschon ohne ihr Verschulden,
          verloren; so ist sie nicht mehr, selbst nicht im Falle einer zweyten Ehe, berechtiget, ein
          neues zu fordern.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1224">
                  <head>§. 1224.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0353-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=621">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00199.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1224">RIS</ref>]</p>
                  <p>Im Zweifel, ob das Heirathsgut von dem Vermögen der Aeltern oder der Braut ausgesetzt
          worden sey, wird das Letztere angenommen. Haben aber Aeltern das Heirathsgut ihrer
          minderjährigen Tochter ohne obervormundschaftliche Genehmigung bereits ausgezahlt; so wird
          vermuthet, daß es die Aeltern aus eigenem Vermögen gethan haben.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1225">
                  <head>§. 1225.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0354-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=621">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00200.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1225">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Uebergabe,]</p>
                  <p>Hat sich der Ehemann vor geschlossener Ehe kein Heirathsgut bedungen; so ist er auch
          keines zu fordern berechtiget. Die Uebergabe des bedungenen Heirathsgutes kann, wenn keine
          andere Zeit festgesetzt worden ist, gleich nach geschlossener Ehe begehret werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1226">
                  <head>§. 1226.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0354-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=622">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00202.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1226">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: und Beweis derselben.]</p>
                  <p>Wenn über das Vermögen des Ehemannes ein Concurs verhängt wird; so macht seine vor
          Ausbruch des Concurses geschehene schriftliche oder mündliche Bestätigung, daß er das
          Heirathsgut empfangen habe, gegen jedermann einen Beweis. Erfolgt aber die Bestätigung
          erst nach ausgebrochenem Concurse; so hat sie gegen die Gläubiger keine Beweiseskraft.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1227">
                  <head>§. 1227.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0354-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=622">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00204.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1227">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Gegenstand des Heirathsgutes und Rechte des Ehemannes und der Ehefrau in Rücksicht desselben.]</p>
                  <p>Alles, was sich veräußern und nutzen läßt, ist zum Heirathsgute geeignet. So lange die
          eheliche Gesellschaft fortgesetzt wird, gehört die Fruchtnießung des Heirathsgutes, und
          dessen, was demselben zuwächst, dem Manne. Besteht das Heirathsgut in barem Gelde, in
          abgetretenen Schuldforderungen oder verbrauchbaren Sachen; so gebührt ihm das vollständige
          Eigenthum.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1228">
                  <head>§. 1228.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0355-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=622">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00204.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1228">RIS</ref>]</p>
                  <p>Besteht das Heirathsgut in unbeweglichen Gütern, in Rechten oder Fahrnissen, welche mit
          Schonung der Substanz benutzt werden können; so wird die Ehegattinn so lange als
          Eigenthümerinn und der Mann als Fruchtnießer desselben angesehen, bis bewiesen wird, daß
          der Ehemann das Heirathsgut für einen bestimmten Preis übernommen, und sich nur zur
          Zurückgabe dieses Geldbetrages verbunden hat.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1229">
                  <head>§. 1229.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0355-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=622">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00208.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1229">RIS</ref>]</p>
                  <p>Nach dem Gesetze fällt das Heirathsgut nach dem Tode des Mannes seiner Ehegattinn, und
          wenn sie vor ihm stirbt, ihren Erben heim. Soll sie oder ihre Erben davon ausgeschlossen
          seyn; so muß dieses ausdrücklich bestimmt werden. Wer das Heirathsgut freywillig
          bestellet, kann sich ausbedingen, daß es nach dem Tode des Mannes auf ihn zurückfalle.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1230">
                  <head>§. 1230.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0356-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=622">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00211.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1230">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 2) Widerlage.]</p>
                  <p>Was der Bräutigam oder ein Dritter der Braut zur Vermehrung des Heirathsgutes aussetzt,
          heißt Widerlage. Hiervon gebühret zwar der Ehegattinn während der Ehe kein Genuß; allein
          wenn sie den Mann überlebt, gebührt ihr ohne besondere Uebereinkunft auch das freye
          Eigenthum, obgleich dem Manne auf den Fall seines Ueberlebens das Heirathsgut nicht
          verschrieben worden ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1231">
                  <head>§. 1231.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0356-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=622">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00211.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1231">RIS</ref>]</p>

                  <p>Weder der Bräutigam, noch seine Aeltern sind verbunden, eine Widerlage zu bestimmen.
          Doch in eben der Art, in welcher die Aeltern der Braut schuldig sind, ihr ein Heirathsgut
          auszusetzen, liegt auch den Aeltern des Bräutigams ob, ihm eine ihrem Vermögen angemessene
          Ausstattung zu geben (<ref
                      target="#NA.1220">§§. 1220</ref>-<ref target="#NA.1223">1223</ref>). </p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1232">
                  <head>§. 1232.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0357-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=622">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00214.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1232">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 3) Morgengabe.]</p>
                  <p>Das Geschenk, welches der Mann seiner Gattinn am ersten Morgen zu geben verspricht,
          heißt Morgengabe. Ist dieselbe versprochen worden; so wird im Zweifel vermuthet, daß sie
          binnen den ersten drey Jahren der Ehe schon überreicht worden sey.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1233">
                  <head>§. 1233.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0357-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=623">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00215.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1233">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 4) Gütergemeinschaft.]</p>

                  <p>Die eheliche Verbindung allein begründet noch keine Gemeinschaft der Güter zwischen den
          Eheleuten. Dazu wird ein besonderer Vertrag erfordert, dessen Umfang und rechtliche Form
          nach den <ref
                      target="#NA.1177">§§. 1177.</ref> u. <ref target="#NA.1178">1178</ref> des
          vorigen Hauptstückes beurtheilt wird.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1234">
                  <head>§. 1234.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0357-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=623">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00216.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1234">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die Gütergemeinschaft unter Ehegatten wird in der Regel nur auf den Todesfall
          verstanden. Sie gibt dem Ehegatten das Recht, auf die Hälfte dessen, was von den der
          Gemeinschaft wechselseitig unterzogenen Gütern nach Ableben des anderen Ehegatten noch
          vorhanden seyn wird.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1235">
                  <head>§. 1235.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0357-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=623">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00218.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1235">RIS</ref>]</p>
                  <p>Bey einer Gemeinschaft, die sich auf das ganze Vermögen bezieht, sind vor der Theilung
          alle Schulden ohne Ausnahme; bey einer Gemeinschaft aber, die bloß das gegenwärtige, oder
          bloß das künftige Vermögen zum Gegenstande hat, nur diejenigen Schulden abzuziehen, die
          zum Nutzen des gemeinschaftlichen Gutes verwendet worden sind.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1236">
                  <head>§. 1236.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0358-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=623">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00220.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1236">RIS</ref>]</p>
                  <p>Besitzt ein Ehegatte ein unbewegliches Gut, und wird das Recht des anderen Ehegatten zur
          Gemeinschaft in die öffentlichen Bücher eingetragen; so erhält dieser durch die Eintragung
          auf die Hälfte der Substanz des Gutes ein dingliches Recht, vermöge dessen der eine
          Ehegatte über diese Hälfte keine Anordnung machen kann; auf die Nutzungen aber während der
          Ehe erhält er durch die Einverleibung keinen Anspruch. Nach dem Tode des Ehegatten
          gebühret dem überlebenden Theile sogleich das freye Eigenthum seines Antheiles. Doch kann
          eine solche Einverleibung den auf das Gut früher eingetragenen Gläubigern nicht zum
          Nachtheile gereichen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1237">
                  <head>§. 1237.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0359-8">Druck 1811</ref> ::
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                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=623">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00222.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1237">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 5) Verwaltung und Nutznießung des ursprünglichen oder erworbenen Vermögens.]</p>
                  <p>Haben Eheleute über die Verwendung ihres Vermögens keine besondere Uebereinkunft
          getroffen; so behält jeder Ehegatte sein voriges Eigenthumsrecht, und auf das, was ein
          jeder Theil während der Ehe erwirbt, und auf was immer für eine Art überkommt, hat der
          andere keinen Anspruch. Im Zweifel wird vermuthet, daß der Erwerb von dem Manne
          herrühre.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1238">
                  <head>§. 1238.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0359-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=623">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00224.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1238">RIS</ref>]</p>
                  <p>So lange die Ehegattinn nicht widersprochen hat, gilt die rechtliche Vermuthung, daß sie
          dem Manne als ihrem gesetzmäßigen Vertreter die Verwaltung ihres freyen Vermögens
          anvertrauet habe.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1239">
                  <head>§. 1239.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0359-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=623">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00224.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1239">RIS</ref>]</p>
                  <p>Der Ehegatte wird in Rücksicht einer solchen Verwaltung zwar überhaupt wie ein anderer
          bevollmächtigter Sachwalter angesehen; doch haftet er nur für das Stammgut oder Capital.
          Ueber die während der Verwaltung bezogenen Nutzungen ist er, wenn es nicht ausdrücklich
          bedungen worden, keine Rechnung schuldig; diese wird vielmehr bis auf den Tag der
          aufgehobenen Verwaltung für berichtiget angesehen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1240">
                  <head>§. 1240.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0360-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=624">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00225.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1240">RIS</ref>]</p>
                  <p>Auch die Ehegattinn ist nicht schuldig, den Fruchtgenuß, den sie ihrem Manne abgetreten,
          aber während der Ehe selbst bezogen hat, zu verrechnen; es steht aber den Ehegatten frey,
          dergleichen stillschweigend eingestandene Verwaltungen einzustellen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1241">
                  <head>§. 1241.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0360-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=624">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00228.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1241">RIS</ref>]</p>
                  <p>In dringenden Fällen oder bey Gefahr eines Nachtheiles, kann dem Ehemanne die Verwaltung
          des Vermögens, selbst wenn sie ihm ausdrücklich und auf immer verwilliget worden wäre,
          abgenommen werden. Hingegen ist auch er befugt, der unordentlichen Wirthschaft seiner
          Gattinn Einhalt zu thun, und sie unter den gesetzlichen Vorschriften sogar als
          Verschwenderinn erklären zu lassen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1242">
                  <head>§. 1242.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0360-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=624">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00229.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1242">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 6) Witwengehalt.]</p>
                  <p>Das, was einer Gattinn auf den Fall des Witwenstandes zum Unterhalte bestimmt wird,
          heißt Witwengehalt. Dieser gebühret der Witwe gleich nach dem Tode des Mannes, und soll
          immer auf drey Monathe vorhinein entrichtet werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1243">
                  <head>§. 1243.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0361-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=624">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00231.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1243">RIS</ref>]</p>
                  <p>Der Witwe gebühret noch durch sechs Wochen nach dem Todes des Mannes, und, wenn sie
          schwanger ist, bis nach Verlauf von sechs Wochen nach ihrer Entbindung die gewöhnliche
          Verpflegung aus der Verlassenschaft. So lange sie aber diese Verpflegung genießt, kann sie
          keinen Witwengehalt beziehen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1244">
                  <head>§. 1244.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0361-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=624">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00232.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1244">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn die Witwe sich verehelichet; so verliert sie das Recht auf den Witwengehalt.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1245">
                  <head>§. 1245.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0361-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=624">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00232.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1245">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Sicherstellung des Heirathsgutes, der Widerlage und des Witwengehaltes.]</p>
                  <p>Wer das Heirathsgut übergibt, ist berechtiget, bey der Uebergabe, oder wenn in der Folge
          Gefahr eintritt, von demjenigen, der es empfängt, eine angemessene Sicherstellung zu
          fordern. Vormünder und Curatoren einer pflegebefohlenen Braut können die Sicherstellung
          des Heirathsgutes, und eben so der bedungenen Widerlage und des Witwengehaltes, ohne
          Genehmigung des obervormundschaftlichen Gerichtes, nicht erlassen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1246">
                  <head>§. 1246.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0362-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=624">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00235.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1246">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Schenkungen unter Ehegatten und Verlobten.]</p>
                  <p>Die Gültigkeit oder Ungültigkeit der Schenkungen zwischen Ehegatten wird nach den für
          die Schenkungen überhaupt bestehenden Gesetzen beurtheilt.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1247">
                  <head>§. 1247.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0362-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=624">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00236.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1247">RIS</ref>]</p>
                  <p>Was ein Mann seiner Ehegattinn an Schmuck, Edelsteinen und andern Kostbarkeiten zum
          Putze gegeben hat, wird im Zweifel nicht für gelehnt; sondern für geschenkt angesehen.
          Wenn aber ein verlobter Theil dem anderen; oder auch ein Dritter dem einen oder anderen
          Theile in Rücksicht auf die künftige Ehe etwas zusichert oder schenket; so kann, wenn die
          Ehe ohne Verschulden des Geschenkgebers nicht erfolgt, die Schenkung widerrufen
          werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1248">
                  <head>§. 1248.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0362-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=625">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00237.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1248">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Wechselseitige Testamente.]</p>

                  <p>Den Ehegatten ist gestattet, in einem und dem nähmlichen Testamente sich gegenseitig,
          oder auch andere Personen als Erben einzusetzen. Auch ein solches Testament ist
          widerruflich; es kann aber aus der Widerrufung des einen Theiles auf die Widerrufung des
          andern Theiles nicht geschlossen werden (<ref target="#NA.0583">§. 583</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1249">
                  <head>§. 1249.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0363-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=625">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00240.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1249">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Erbverträge. Erfordernisse zur Gültigkeit des Erbvertrages.]</p>

                  <p>Zwischen Ehegatten kann auch ein Erbvertrag, wodurch der künftige Nachlaß, oder ein
          Theil desselben versprochen, und das Versprechen angenommen wird, geschlossen werden (<ref target="#NA.0602">§. 602</ref>). Zur Gültigkeit eines solchen Vertrages ist jedoch
          nothwendig, daß er schriftlich mit allen Erfordernissen eines schriftlichen Testamentes
          errichtet werde.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1250">
                  <head>§. 1250.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0363-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=625">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00243.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1250">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ein pflegebefohlener Ehegatte kann zwar die ihm versprochene, unnachtheilige
          Verlassenschaft annehmen; aber die Verfügung über seine eigene Verlassenschaft kann, ohne
          Genehmhaltung des Gerichtes, nur in so fern bestehen, als sie ein gültiges Testament
          ist.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1251">
                  <head>§. 1251.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0363-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=625">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00244.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1251">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Vorschrift über die eingerückten Bedingungen.]</p>
                  <p>Was von Bedingungen bey Verträgen überhaupt gesagt worden ist, muß auch auf Erbverträge
          zwischen Ehegatten angewendet werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1252">
                  <head>§. 1252.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0363-6">Druck 1811</ref> ::
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                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=625">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00245.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1252">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Wirkung des Erbvertrages.]</p>
                  <p>Ein selbst den öffentlichen Büchern einverleibter Erbvertrag hindert den Ehegatten
          nicht, mit seinem Vermögen, so lange er lebt, nach Belieben zu schalten. Das Recht,
          welches daraus entsteht, setzt den Tod des Erblassers voraus; es kann von dem
          Vertragserben, wenn er den Erblasser nicht überlebt, weder auf Andere übertragen, noch der
          künftigen Erbschaft willen eine Sicherstellung gefordert werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1253">
                  <head>§. 1253.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0364-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=625">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00246.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1253">RIS</ref>]</p>
                  <p>Durch den Erbvertrag kann ein Ehegatte auf das Recht, zu testiren, nicht gänzlich
          Verzicht thun. Ein reiner Viertheil, worauf weder der jemanden gebührende Pflichttheil,
          noch eine andere Schuld haften darf, bleibt kraft des Gesetzes zur freyen letzten
          Anordnung immer vorbehalten. Hat der Erblasser darüber nicht verfüget; so fällt er doch
          nicht dem Vertragserben, obschon die ganze Verlassenschaft versprochen worden wäre,
          sondern den gesetzlichen Erben zu.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1254">
                  <head>§. 1254.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0364-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=625">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00248.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1254">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Erlöschung desselben.]</p>
                  <p>Der Erbvertrag kann zum Nachtheile des anderen Gatten, mit dem er geschlossen worden
          ist, nicht widerrufen; sondern nur nach Vorschrift der Gesetze entkräftet werden. Den
          Notherben bleiben ihre Rechte, wie gegen eine andere letzte Anordnung, vorbehalten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1255">
                  <head>§. 1255.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0365-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=625">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00249.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1255">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Fruchtnießung auf den Todesfall. (Advitalitäts-Recht.)]</p>

                  <p>Wenn ein Ehegatte dem anderen die Fruchtnießung seines Vermögens auf den Fall des
          Ueberlebens ertheilet; so wird er dadurch in der freyen Verfügung durch Handlungen unter
          Lebenden nicht beschränkt; das Recht der Fruchtnießung (<ref
                      target="#NA.0509">§§.
           509</ref>-<ref target="#NA.0520">520</ref>) bezieht sich nur auf den Nachlaß des frey
          vererblichen Vermögens.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1256">
                  <head>§. 1256.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0365-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=625">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00251.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1256">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wird aber die Fruchtnießung eines unbeweglichen Gutes mit Einwilligung des Verleihers
          den öffentlichen Büchern einverleibt; so kann dieselbe in Hinsicht dieses Gutes nicht mehr
          verkürzet werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1257">
                  <head>§. 1257.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0365-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=625">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00252.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1257">RIS</ref>]</p>
                  <p>In dem Falle, daß der überlebende Theil sich wieder verehelichet, oder die Fruchtnießung
          einem Anderen abtreten will, haben die Kinder des verstorbenen Ehegatten das Recht, zu
          verlangen, daß ihnen dieselbe gegen einen angemessenen jährlichen Betrag überlassen
          werde.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1258">
                  <head>§. 1258.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0366-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=626">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00253.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1258">RIS</ref>]</p>

                  <p>Ein Ehegatte, welcher auf die Fruchtnießung der ganzen Verlassenschaft des anderen
          Ehegatten, oder eines Theiles derselben Anspruch macht, hat kein Recht, den ihm in dem
          Falle der gesetzlichen Erbfolge von dem Gesetze ausgemessenen Antheil zu fordern (<ref
                      target="#NA.0757">§§. 757</ref>-<ref target="#NA.0759">759</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1259">
                  <head>§. 1259.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0366-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=626">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00254.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1259">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Einkindschaft.]</p>
                  <p>Die Einkindschaft, das ist, ein Vertrag, wodurch Kinder aus verschiedenen Ehen in der
          Erbfolge einander gleich gehalten werden sollen, hat keine rechtliche Wirkung.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1260">
                  <head>§. 1260.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0366-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=626">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00255.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1260">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Absonderung des Vermögens in dem Falle: 1) eines Concurses;]</p>
                  <p>Wenn über das Vermögen des Mannes bey seinen Lebzeiten ein Concurs eröffnet wird; so
          kann die Ehegattinn zwar noch nicht die Zurückstellung des Heirathsgutes, und die
          Herausgabe der Widerlage, sondern nur die Sicherstellung für den Fall der Auflösung der
          Ehe gegen die Gläubiger verlangen. Sie ist überdieß berechtiget, von Zeit der
          Concurs-Eröffnung den Genuß des witiblichen Unterhaltes, und wenn keiner bedungen ist, den
          Genuß des Heirathsgutes anzusprechen. Dieser Anspruch auf den einen, oder den anderen
          Genuß hat aber nicht Statt, wenn bewiesen wird, daß die Ehegattinn an dem Verfalle der
          Vermögensumstände des Mannes Ursache sey.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1261">
                  <head>§. 1261.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0367-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=626">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00260.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1261">RIS</ref>]</p>
                  <p>Verfällt die Gattinn mit ihrem Vermögen in den Concurs; so bleiben die Ehe-Pacte
          unverändert.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1262">
                  <head>§. 1262.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0367-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=626">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00261.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1262">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ist zwischen den Ehegatten eine Gemeinschaft der Güter bedungen; so hört dieselbe durch
          den Concurs des ein oder des anderen Ehegatten auf, und das zwischen ihnen
          gemeinschaftliche Vermögen wird, wie bey dem Tode, getheilt.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1263">
                  <head>§. 1263.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0367-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=626">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00262.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1263">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 2) einer freywilligen,]</p>

                  <p>Wenn Ehegatten übereinkommen, geschieden zu leben, so hängt es auch von ihrem
          Einverständnisse ab, welches immer zugleich zu treffen ist, (<ref
                      target="#NA.0103">§§.
           103</ref>-<ref target="#NA.0105">105</ref>) ob sie ihre Ehe-Pacte fortdauern lassen, oder
          auf welche Art sie dieselben abändern wollen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1264">
                  <head>§. 1264.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0367-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=626">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00263.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1264">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: oder 3) einer gerichtlichen Scheidung;]</p>

                  <p>Ist aber auf die Scheidung durch richterliches Urtheil erkannt worden, und trägt kein
          Theil, oder jeder Theil Schuld an der Scheidung; so kann ein oder der andere Ehegatte
          verlangen, daß die Ehe-Pacte für aufgehoben erkläret werden, worüber von dem Gerichte
          stets ein Vergleich zu versuchen ist (<ref target="#NA.0108">§. 108</ref>). Ist ein Theil
          schuldlos, so steht demselben frey, die Fortsetzung oder Aufhebung der Ehe-Pacte, oder
          nach Umständen, den angemessenen Unterhalt zu verlangen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1265">
                  <head>§. 1265.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0368-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=626">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00265.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1265">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 4) Nichtigerklärung;]</p>

                  <p>Wird eine Ehe für ungültig erklärt; so zerfallen auch die Ehe-Pacte; das Vermögen kommt,
          in so fern es vorhanden ist, in den vorigen Stand zurück. Der schuldtragende Theil hat
          aber dem schuldlosen Theile Entschädigung zu leisten (<ref target="#NA.0102">§.
          102</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1266">
                  <head>§. 1266.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0368-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=627">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00267.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1266">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 5) Trennung der Ehe.]</p>
                  <p>Wird die Trennung der Ehe (<ref target="#NA.0115">§§. 115</ref> u. <ref
                      target="#NA.0133">133</ref>) auf Verlangen beyder Ehegatten, ihrer unüberwindlichen
          Abneigung wegen, verwilliget; so sind die Ehe-Pacte, so weit darüber kein Vergleich
          getroffen wird (<ref
                      target="#NA.0117">§. 117</ref>), für beyde Theile erloschen. Wird auf
          die Trennung der Ehe durch Urtheil erkannt, so gebühret dem schuldlosen Ehegatten nicht
          nur volle Genugthuung, sondern von dem Zeitpuncte der erkannten Trennung alles dasjenige,
          was ihm in den Ehe-Pacten auf den Fall des Ueberlebens bedungen worden ist. Das Vermögen,
          worüber eine Gütergemeinschaft bestanden hat, wird wie bey dem Tode getheilt, und das
          Recht aus einem Erbvertrage bleibt dem Schuldlosen auf den Todesfall vorbehalten. Die
          gesetzliche Erbfolge (<ref
                      target="#NA.0757">§§. 757</ref>-<ref target="#NA.0759">759</ref>) kann ein getrennter, obgleich schuldloser Ehegatte nicht ansprechen.</p>
                </div>
              </div>
              <div xml:id="NA.2.29">
                <head>Neun u. zwanzigstes Hauptstück.<lb/> Von den Glücksverträgen.</head>
                <div xml:id="NA.1267">
                  <head>§. 1267.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0370-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=627">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00271.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1267">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Glücksverträge.]</p>
                  <p>Ein Vertrag, wodurch die Hoffnung eines noch ungewissen Vortheiles versprochen und
          angenommen wird, ist ein Glücksvertrag. Er gehört, je nachdem etwas dagegen versprochen
          wird oder nicht, zu den entgeldlichen oder unentgeldlichen Verträgen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1268">
                  <head>§. 1268.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0370-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=627">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00272.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1268">RIS</ref>]</p>
                  <p>Bey Glücksverträgen findet das Rechtsmittel wegen Verkürzung über die Hälfte des Werthes
          nicht Statt.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1269">
                  <head>§. 1269.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0370-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=627">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00273.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1269">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Arten der Glücksverträge;]</p>
                  <p>Glücksverträge sind: die Wette; das Spiel und das Los; alle über gehoffte Rechte, oder
          über künftige noch unbestimmte Sachen errichtete Kauf- und andere Verträge; ferner, die
          Leibrenten; die gesellschaftlichen Versorgungsanstalten; endlich, die Versicherungs- und
          Bodmereyverträge.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1270">
                  <head>§. 1270.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0371-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=627">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00274.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1270">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 1) die Wette;]</p>
                  <p>Wenn über ein beyden Theilen noch unbekanntes Ereigniß ein bestimmter Preis zwischen
          ihnen für denjenigen, dessen Behauptung der Erfolg entspricht, verabredet wird; so
          entsteht eine Wette. Hatte der gewinnende Theil von dem Ausgange Gewißheit, und
          verheimlichte er sie dem anderen Theile; so macht er sich einer Arglist schuldig, und die
          Wette ist ungültig. Der verlierende Theil aber, dem der Ausgang vorher bekannt war, ist
          als Geschenkgeber anzusehen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1271">
                  <head>§. 1271.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0371-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=627">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00274.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1271">RIS</ref>]</p>
                  <p>Redliche und sonst erlaubte Wetten sind in so weit verbindlich, als der bedungene Preis
          nicht bloß versprochen, sondern wirklich entrichtet oder hinterlegt worden ist.
          Gerichtlich kann der Preis nicht gefordert werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1272">
                  <head>§. 1272.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0372-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=627">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00275.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1272">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 2) das Spiel;]</p>
                  <p>Jedes Spiel ist eine Art von Wette. Die für Wetten festgesetzten Rechte gelten auch für
          Spiele. Welche Spiele überhaupt, oder für besondere Classen verbothen; wie Personen, die
          verbothene Spiele treiben, und diejenigen, die ihnen dazu Unterschleif geben, zu bestrafen
          sind, bestimmen die politischen Gesetze.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1273">
                  <head>§. 1273.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0372-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=628">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00280.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1273">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 3) Los;]</p>
                  <p>Ein zwischen Privat-Personen auf eine Wette oder auf ein Spiel abzielendes Los wird nach
          den für Wetten und Spiele festgesetzten Vorschriften beurtheilet. Soll aber eine Theilung,
          eine Wahl, oder eine Streitigkeit durch das Los entschieden werden; so treten dabey die
          Rechte der übrigen Verträge ein.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1274">
                  <head>§. 1274.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0372-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=628">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00281.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1274">RIS</ref>]</p>
                  <p>Staats-Lotterien sind nicht nach der Eigenschaft der Wette und des Spieles; sondern nach
          den jedes Mahl darüber kund gemachten Planen, zu beurtheilen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1275">
                  <head>§. 1275.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0372-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=628">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00282.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1275">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 4) Hoffnungskauf;]</p>
                  <p>Wer für ein bestimmtes Maß von einem künftigen Erträgnisse einen verhältnißmäßigen Preis
          verspricht, schließt einen ordentlichen Kaufvertrag.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1276">
                  <head>§. 1276.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0373-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=628">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00282.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1276">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wer die künftigen Nutzungen einer Sache in Pausch und Bogen; oder wer die Hoffnung
          derselben in einem bestimmten Preise kauft, errichtet einen Glücksvertrag; er trägt die
          Gefahr der ganz vereitelten Erwartung; es gebühren ihm aber auch alle ordentliche erzielte
          Nutzungen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1277">
                  <head>§. 1277.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0373-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=628">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00285.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1277">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: insbesondere eines Kuxes;]</p>
                  <p>Der Antheil an einem Bergwerke heißt Kux. Der Kauf eines Kuxes gehört zu den gewagten
          Verträgen. Der Verkäufer haftet nur für die Richtigkeit des Kuxes, und der Käufer hat sich
          nach den Gesetzen über den Bergbau zu benehmen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1278">
                  <head>§. 1278.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0373-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=628">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00287.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1278">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: oder einer Erbschaft;]</p>
                  <p>Der Käufer einer von dem Verkäufer angetretenen, oder ihm wenigstens angefallenen
          Erbschaft tritt nicht allein in die Rechte, sondern auch in die Verbindlichkeiten des
          Verkäufers als Erben ein, in so weit diese nicht bloß persönlich sind. Wenn also bey dem
          Kaufe kein Inventarium zum Grunde gelegt wird, ist auch der Erbschaftskauf ein gewagtes
          Geschäft.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1279">
                  <head>§. 1279.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0374-8">Druck 1811</ref> ::
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                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=628">JGS 946</ref> ::
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                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00290.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1279">RIS</ref>]</p>
                  <p>Auf Sachen, die dem Verkäufer nicht als Erben, sondern aus einem andern Grunde, z. B.
          als Vorausvermächtniß, als Fideicommiß, als Substitution, als Schuldforderung aus der
          Verlassenschaft gebühren, und ihm auch ohne Erbrecht gebührt hätten, hat der
          Erbschaftskäufer keinen Anspruch. Dagegen erhält er alles, was der Erbschaft selbst
          zuwächst, es sey durch den Abgang eines Legatars, oder eines Miterben, oder auf was immer
          für eine andere Art, in so weit der Verkäufer darauf Anspruch gehabt hätte.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1280">
                  <head>§. 1280.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0374-8">Druck 1811</ref> ::
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                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=628">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00291.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1280">RIS</ref>]</p>
                  <p>Alles, was der Erbe aus dem Erbrechte erhält, wie z. B. die bezogenen Früchte und
          Forderungen, wird mit zur Masse gerechnet; alles hingegen, was er aus dem Seinigen auf die
          Antretung der Erbschaft, oder auf die Verlassenschaft verwendet hat, wird von der Masse
          abgezogen. Dahin gehören die bezahlten Schulden; die schon abgeführten Vermächtnisse,
          Abgaben und Gerichtsgebühren; und wenn es nicht ausdrücklich anders verabredet worden ist,
          auch die Begräbnißkosten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1281">
                  <head>§. 1281.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0375-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=629">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00292.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1281">RIS</ref>]</p>
                  <p>In so weit der Verkäufer die Verlassenschaft vor der Uebergabe verwaltet hat, haftet er
          dem Käufer dafür, wie ein anderer Geschäftsträger.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1282">
                  <head>§. 1282.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0375-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=629">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00294.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1282">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die Erbschaftsgläubiger und Vermächtnißnehmer aber können sich ihrer Befriedigung wegen
          sowohl an den Käufer der Erbschaft, als an den Erben selbst halten. Ihre Rechte, so wie
          jene der Erbschaftsschuldner werden durch den Verkauf der Erbschaft nicht geändert, und
          die Erbschaftsantretung des Einen gilt auch für den Anderen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1283">
                  <head>§. 1283.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0375-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=629">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00295.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1283">RIS</ref>]</p>
                  <p>Hat man bey dem Verkaufe der Erbschaft ein Inventarium zum Grunde gelegt; so haftet der
          Verkäufer für dasselbe. Ist der Kauf ohne ein solches Verzeichniß geschehen; so haftet er
          für die Richtigkeit seines Erbrechtes, wie er es angegeben hat, und für allen dem Käufer
          durch sein Verschulden zugefügten Schaden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1284">
                  <head>§. 1284.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0376-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=629">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00297.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1284">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 5) Leibrente;]</p>
                  <p>Wird jemanden für Geld, oder gegen eine für Geld geschätzte Sache auf die Lebensdauer
          einer gewissen Person eine bestimmte jährliche Entrichtung versprochen, so ist es ein
          Leibrentenvertrag.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1285">
                  <head>§. 1285.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0376-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=629">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00299.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1285">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die Dauer der Leibrente kann von dem Leben des einen oder anderen Theiles, oder auch
          eines Dritten abhängen. Sie wird im Zweifel vierteljährig vorhinein entrichtet, und nimmt
          in allen Fällen mit dem Leben desjenigen, auf dessen Kopf sie beruhet, ihr Ende.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1286">
                  <head>§. 1286.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0376-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=629">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00300.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1286">RIS</ref>]</p>
                  <p>Weder die Gläubiger, noch die Kinder desjenigen, welcher sich eine Leibrente bedingt,
          sind berechtiget, den Vertrag umzustoßen. Doch steht den Erstern frey, ihre Befriedigung
          aus den Leibrenten zu suchen; den Letzteren aber die Hinterlegung eines entbehrlichen
          Theiles der Rente zu fordern, um sich den ihnen nach dem Gesetze gebührenden Unterhalt
          darauf versichern zu lassen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1287">
                  <head>§. 1287.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0377-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=629">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00301.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1287">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 6) gesellschaftliche Versorgungsanstalten;]</p>
                  <p>Der Vertrag, wodurch vermittelst einer Einlage ein gemeinschaftlicher Versorgungsfond
          für die Mitglieder, ihre Gattinnen oder Waisen errichtet wird, ist aus der Natur und dem
          Zwecke einer solchen Anstalt und den darüber festgesetzten Bedingungen zu beurtheilen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1288">
                  <head>§. 1288.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0377-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=629">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00302.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1288">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 7) Versicherungsvertrag;]</p>
                  <p>Wenn jemand die Gefahr des Schadens, welcher einen Anderen ohne dessen Verschulden
          treffen könnte, auf sich nimmt, und ihm gegen einen gewissen Preis den bedungenen Ersatz
          zu leisten verspricht; so entsteht der Versicherungsvertrag. Der Versicherer haftet dabey
          für den zufälligen Schaden, und der Versicherte für den versprochenen Preis.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1289">
                  <head>§. 1289.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0377-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=629">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00302.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1289">RIS</ref>]</p>
                  <p>Der gewöhnliche Gegenstand dieses Vertrages sind Waaren, die zu Wasser oder zu Lande
          verführet werden. Es können aber auch andere Sachen, z. B. Häuser und Grundstücke gegen
          Feuer-, Wasser- und andere Gefahren versichert werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1290">
                  <head>§. 1290.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0378-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=630">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00304.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1290">RIS</ref>]</p>

                  <p>Ereignet sich der zufällige Schade, wofür die Entschädigung versichert worden ist; so
          muß der Versicherte, wenn kein unüberwindliches Hinderniß dazwischen kommt, oder nichts
          anders verabredet worden ist, dem Versicherer, wenn sie sich im nähmlichen Orte befinden,
          binnen drey Tagen, sonst aber in derjenigen Zeitfrist davon Nachricht geben, welche zur
          Bekanntmachung der Annahme eines von einem Abwesenden gemachten Versprechens bestimmt
          worden ist (<ref target="#NA.0862">§. 862</ref>). Unterläßt er die Anzeige; kann er den
          Unfall nicht erweisen; oder kann der Versicherer beweisen, daß der Schade aus Verschulden
          des Versicherten entstanden ist; so hat dieser auch keinen Anspruch auf die versicherte
          Summe.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1291">
                  <head>§. 1291.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0378-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=630">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00305.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1291">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn der Untergang der Sache dem Versicherten; oder der gefahrlose Zustand derselben dem
          Versicherer zur Zeit des geschlossenen Vertrages schon bekannt war; so ist der Vertrag
          ungültig.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1292">
                  <head>§. 1292.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0379-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=630">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00306.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1292">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 8) Bodmerey- und See-Assecuranzen.]</p>
                  <p>Die Bestimmungen in Rücksicht der Versicherungen zur See, so wie die Vorschriften über
          den Bodmereyvertrag sind ein Gegenstand der Seegesetze.</p>
                </div>
              </div>
              <div xml:id="NA.2.30">
                <head>Dreyßigstes Hauptstück.<lb/> Von dem Rechte des Schadensersatzes und der
         Genugthuung.</head>
                <div xml:id="NA.1293">
                  <head>§. 1293.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0380-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=630">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00308.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1293">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Schade.]</p>
                  <p>Schade heißt jeder Nachtheil, welcher jemanden an Vermögen, Rechten oder seiner Person
          zugefüget worden ist. Davon unterscheidet sich der Entgang des Gewinnes, den jemand nach
          dem gewöhnlichen Laufe der Dinge zu erwarten hat.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1294">
                  <head>§. 1294.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0380-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=630">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00310.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1294">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Quellen der Beschädigung.]</p>
                  <p>Der Schade entspringt entweder aus einer widerrechtlichen Handlung, oder Unterlassung
          eines Anderen; oder aus einem Zufalle. Die widerrechtliche Beschädigung wird entweder
          willkührlich, oder unwillkührlich zugefügt. Die willkührliche Beschädigung aber gründet
          sich theils in einer bösen Absicht, wenn der Schade mit Wissen und Willen; theils in einem
          Versehen, wenn er aus schuldbarer Unwissenheit, oder aus Mangel der gehörigen
          Aufmerksamkeit, oder des gehörigen Fleißes verursachet worden ist. Beydes wird ein
          Verschulden genannt.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1295">
                  <head>§. 1295.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0381-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=630">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00312.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1295">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Von der Verbindlichkeit zum Schadensersatze: 1) von dem Schaden aus Verschulden;]</p>
                  <p>Jedermann ist berechtiget, von dem Beschädiger den Ersatz des Schadens, welcher dieser
          ihm aus Verschulden zugefügt hat, zu fordern; der Schade mag durch Uebertretung einer
          Vertragspflicht, oder ohne Beziehung auf einen Vertrag verursachet worden seyn.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1296">
                  <head>§. 1296.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0381-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=630">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00317.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1296">RIS</ref>]</p>
                  <p>Im Zweifel gilt die Vermuthung, daß ein Schade ohne Verschulden eines Anderen entstanden
          sey.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1297">
                  <head>§. 1297.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0381-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=631">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00317.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1297">RIS</ref>]</p>
                  <p>Es wird aber auch vermuthet, daß jeder, welcher den Verstandesgebrauch besitzt, eines
          solchen Grades des Fleißes und der Aufmerksamkeit fähig sey, welcher bey gewöhnlichen
          Fähigkeiten angewendet werden kann. Wer bey Handlungen, woraus eine Verkürzung der Rechte
          eines Anderen entsteht, diesen Grad des Fleißes oder der Aufmerksamkeit unterläßt, macht
          sich eines Versehen schuldig.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1298">
                  <head>§. 1298.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0382-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=631">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00317.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1298">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wer vorgibt, daß er an der Erfüllung seiner vertragsmäßigen oder gesetzlichen
          Verbindlichkeit ohne sein Verschulden verhindert worden sey, dem liegt der Beweis ob.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1299">
                  <head>§. 1299.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0382-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=631">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00326.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1299">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: insbesondere a) der Sachverständigen,]</p>
                  <p>Wer sich zu einem Amte, zu einer Kunst, zu einem Gewerbe oder Handwerke öffentlich
          bekennet; oder wer ohne Noth freywillig ein Geschäft übernimmt, dessen Ausführung eigene
          Kunstkenntnisse, oder einen nicht gewöhnlichen Fleiß erfordert, gibt dadurch zu erkennen,
          daß er sich den nothwendigen Fleiß und die erforderlichen, nicht gewöhnlichen, Kenntnisse
          zutraue; er muß daher den Mangel derselben vertreten. Hat aber derjenige, welcher ihm das
          Geschäft überließ, die Unerfahrenheit desselben gewußt; oder, bey gewöhnlicher
          Aufmerksamkeit wissen können, so fällt zugleich dem Letzteren ein Versehen zur Last.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1300">
                  <head>§. 1300.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0383-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=631">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00329.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1300">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ein Sachverständiger ist auch dann verantwortlich, wenn er gegen Belohnung in
          Angelegenheiten seiner Kunst oder Wissenschaft aus Versehen einen nachtheiligen Rath
          ertheilet. Außer diesem Falle haftet ein Rathgeber nur für den Schaden, welchen er
          wissentlich durch Ertheilung des Rathes dem Anderen verursachet hat.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1301">
                  <head>§. 1301.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0383-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=631">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00330.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1301">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: oder b) mehrerer Theilnehmer;]</p>
                  <p>Für einen widerrechtlich zugefügten Schaden können mehrere Personen verantwortlich
          werden, indem sie gemeinschaftlich, unmittelbarer oder mittelbarer Weise, durch Verleiten,
          Drohen, Befehlen, Helfen, Verhehlen und dgl.; oder, auch nur durch Unterlassung der
          besonderen Verbindlichkeit, das Uebel zu verhindern, dazu beygetragen haben.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1302">
                  <head>§. 1302.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0383-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=631">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00332.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1302">RIS</ref>]</p>
                  <p>In einem solchen Falle verantwortet, wenn die Beschädigung in einem Versehen gegründet
          ist, und die Antheile sich bestimmen lassen, jeder nur den durch sein Versehen
          verursachten Schaden. Wenn aber der Schade vorsätzlich zugefügt worden ist; oder, wenn die
          Antheile der Einzelnen an der Beschädigung sich nicht bestimmen lassen; so haften Alle für
          Einen und Einer für Alle; doch bleibt demjenigen, welcher den Schaden ersetzt hat, der
          Rückersatz gegen die Uebrigen vorbehalten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1303">
                  <head>§. 1303.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0384-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=631">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00334.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1303">RIS</ref>]</p>
                  <p>In wie weit mehrere Mitschuldner bloß aus der unterlassenen Erfüllung ihrer
          Verbindlichkeit zu haften haben, ist aus der Beschaffenheit des Vertrages zu
          beurtheilen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1304">
                  <head>§. 1304.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0384-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=631">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00334.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1304">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn bey einer Beschädigung zugleich ein Verschulden von Seite des Beschädigten
          eintritt; so trägt er mit dem Beschädiger den Schaden verhältnißmäßig; und, wenn sich das
          Verhältniß nicht bestimmen läßt, zu gleichen Theilen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1305">
                  <head>§. 1305.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0384-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=632">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00336.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1305">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 2) aus dem Gebrauche des Rechtes;]</p>
                  <p>Wer von seinem Rechte innerhalb der rechtlichen Schranken Gebrauch macht, hat den für
          einen Anderen daraus entspringenden Nachtheil nicht zu verantworten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1306">
                  <head>§. 1306.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0384-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=632">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00338.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1306">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 3) aus einer schuldlosen oder unwillkührlichen Handlung;]</p>
                  <p>Den Schaden, welchen jemand ohne Verschulden oder durch eine unwillkührliche Handlung
          verursachet hat, ist er in der Regel zu ersetzen nicht schuldig.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1307">
                  <head>§. 1307.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0385-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=632">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00340.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1307">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn sich aber jemand aus eigenem Verschulden in einen vorübergehenden Zustand der
          Sinnenverwirrung versetzt hat; so ist auch der in demselben verursachte Schaden seinem
          Verschulden zuzuschreiben. Eben dieses gilt von einem Dritten, welcher diesen Zustand
          durch sein Verschulden bey dem Beschädiger veranlasset hat.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1308">
                  <head>§. 1308.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0385-9">Druck 1811</ref> ::
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                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=632">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00341.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1308">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wenn Wahn- oder Blödsinnige, oder Kinder jemanden beschädigen, der durch irgend ein
          Verschulden hierzu selbst Veranlassung gegeben hat; so kann er keinen Ersatz
          ansprechen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1309">
                  <head>§. 1309.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0385-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=632">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00342.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1309">RIS</ref>]</p>
                  <p>Außer diesem Falle gebührt ihm der Ersatz von denjenigen Personen, denen der Schade
          wegen Vernachlässigung der ihnen über solche Personen anvertrauten Obsorge beygemessen
          werden kann.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1310">
                  <head>§. 1310.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0385-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=632">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00342.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1310">RIS</ref>]</p>
                  <p>Kann der Beschädigte auf solche Art den Ersatz nicht erhalten; so soll der Richter mit
          Erwägung des Umstandes, ob dem Beschädiger, ungeachtet er gewöhnlich seines Verstandes
          nicht mächtig ist, in dem bestimmten Falle nicht dennoch ein Verschulden zur Last liege;
          oder, ob der Beschädigte aus Schonung des Beschädigers die Vertheidigung unterlassen habe;
          oder endlich, mit Rücksicht auf das Vermögen des Beschädigers und des Beschädigten; auf
          den ganzen Ersatz, oder doch einen billigen Theil desselben erkennen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1311">
                  <head>§. 1311.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0386-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=632">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00344.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1311">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 4) durch Zufall.]</p>
                  <p>Der bloße Zufall trifft denjenigen, in dessen Vermögen oder Person er sich ereignet. Hat
          aber jemand den Zufall durch ein Verschulden veranlaßt; hat er ein Gesetz, das den
          zufälligen Beschädigungen vorzubeugen sucht, übertreten; oder sich ohne Noth in fremde
          Geschäfte gemengt; so haftet er für allen Nachtheil, welcher außer dem nicht erfolgt
          wäre.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1312">
                  <head>§. 1312.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0386-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=632">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00349.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1312">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wer in einem Nothfalle jemanden einen Dienst geleistet hat, dem wird der Schade, welchen
          er nicht verhütet hat, nicht zugerechnet; es wäre denn, daß er einen Andern, der noch mehr
          geleistet haben würde, durch seine Schuld daran verhindert hätte. Aber auch in diesem
          Falle kann er den sicher verschafften Nutzen gegen den verursachten Schaden in Rechnung
          bringen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1313">
                  <head>§. 1313.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0387-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=632">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00350.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1313">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 5) durch fremde Handlungen;]</p>
                  <p>Für fremde, widerrechtliche Handlungen, woran jemand keinen Theil genommen hat, ist er
          in der Regel auch nicht verantwortlich. Selbst in den Fällen, wo die Gesetze das
          Gegentheil anordnen, bleibt ihm der Rückersatz gegen den Schuldtragenden vorbehalten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1314">
                  <head>§. 1314.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0387-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=633">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00351.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1314">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Ausnahmen.]</p>
                  <p>Wenn jemand eine Dienstperson ohne Zeugniß aufnimmt, oder eine durch ihre Leibes- oder
          Gemüthsbeschaffenheit gefährliche Person im Dienste wissentlich behält, oder einem
          bekannten Verbrecher Aufenthalt gibt; so haftet er dem Hausherrn und den Hausgenossen für
          den Ersatz des durch die gefährliche Beschaffenheit dieser Personen verursachten
          Schadens.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1315">
                  <head>§. 1315.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0387-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=633">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00351.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1315">RIS</ref>]</p>
                  <p>Eben so haftet derjenige, welcher wissentlich eine solche gefährliche, oder wer zu einem
          Geschäfte eine untüchtige Person bestellet hat, für den Schaden, welchen ein Dritter
          hierdurch erlitten hat.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1316">
                  <head>§. 1316.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0388-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=633">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00353.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1316">RIS</ref>]</p>

                  <p>Wirthe, Schiffer und Fuhrleute verantworten den Schaden, welchen ihre eigenen, oder die
          von ihnen zugewiesenen Dienstpersonen an den übernommenen Sachen einem Reisenden in ihrem
          Hause, oder in ihrem Schiffe, oder an der Befrachtung verursachen (<ref target="#NA.0970">§. 970</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1317">
                  <head>§. 1317.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0388-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=633">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00355.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1317">RIS</ref>]</p>
                  <p>In wie fern bey öffentlichen Versendungsanstalten für den Schaden eine Haftung
          übernommen werde, bestimmen die besonderen Vorschriften.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1318">
                  <head>§. 1318.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0388-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=633">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00355.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1318">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wird jemand durch das Herabfallen einer gefährlich aufgehängten oder gestellten Sache,
          oder durch Herauswerfen oder Herausgießen aus einer Wohnung beschädiget; so haftet
          derjenige, aus dessen Wohnung geworfen oder gegossen worden, oder die Sache herab gefallen
          ist, für den Schaden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1319">
                  <head>§. 1319.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0389-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=633">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00357.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1319">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wegen wahrscheinlicher Gefahr, daß ein Schild, ein Geschirr, oder eine andere über einen
          gangbaren Platz aufgehängte oder gestellte Sache fallen, und die Vorübergehenden
          beschädigen könnte, stehet noch niemanden eine gerichtliche Klage, wohl aber jedermann das
          Recht zu, der allgemeinen Sicherheit wegen, die Gefahr bey der politischen Behörde
          anzuzeigen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1320">
                  <head>§. 1320.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0389-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=633">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00358.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1320">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 6) durch ein Thier]</p>
                  <p>Wird jemand durch ein Thier beschädiget; so ist derjenige dafür verantwortlich, der es
          dazu angetrieben, gereitzt, oder zu verwahren vernachlässiget hat. Kann niemand eines
          Verschuldens dieser Art überwiesen werden, so wird die Beschädigung für einen Zufall
          gehalten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1321">
                  <head>§. 1321.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0389-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=633">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00361.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1321">RIS</ref>]</p>
                  <p>Wer auf seinem Grunde und Boden fremdes Vieh antrifft, ist deßwegen noch nicht
          berechtiget, es zu tödten. Er kann es durch anpassende Gewalt verjagen, oder wenn er
          dadurch Schaden gelitten hat, das Recht der Privat-Pfändung über so viele Stücke Viehes
          ausüben, als zu seiner Entschädigung hinreichet. Doch muß er binnen acht Tagen sich mit
          dem Eigenthümer abfinden, oder seine Klage vor den Richter bringen; widrigen Falls aber
          das gepfändete Vieh zurück stellen.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1322">
                  <head>§. 1322.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0390-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=634">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00361.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1322">RIS</ref>]</p>
                  <p>Das gepfändete Vieh muß auch zurück gestellet werden, wenn der Eigenthümer eine andere
          angemessene Sicherheit leistet.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1323">
                  <head>§. 1323.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0390-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=634">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00365.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1323">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Arten des Schadensersatzes.]</p>
                  <p>Um den Ersatz eines verursachten Schadens zu leisten, muß alles in den vorigen Stand
          zurück versetzet, oder, wenn dieses nicht thunlich ist, der Schätzungswerth vergütet
          werden. Betrifft der Ersatz nur den erlittenen Schaden, so wird er eigentlich eine
          Schadloshaltung; wofern er sich aber auch auf den entgangenen Gewinn und die Tilgung der
          verursachten Beleidigung erstrecket, volle Genugthuung genannt.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1324">
                  <head>§. 1324.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0390-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=634">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00366.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1324">RIS</ref>]</p>
                  <p>In dem Falle eines aus böser Absicht oder aus einer auffallenden Sorglosigkeit
          verursachten Schadens ist der Beschädigte volle Genugthuung; in den übrigen Fällen aber
          nur die eigentliche Schadloshaltung zu fordern berechtiget. Hiernach ist in den Fällen, wo
          im Gesetze der allgemeine Ausdruck: Ersatz, vorkommt, zu beurtheilen, welche Art des
          Ersatzes zu leisten sey.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1325">
                  <head>§. 1325.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0391-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=634">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00369.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1325">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Ins besondere 1) bey Verletzungen an dem Körper.]</p>
                  <p>Wer jemanden an seinem Körper verletzet, bestreitet die Heilungskosten des Verletzten;
          ersetzet ihm den entgangenen, oder wenn der Beschädigte zum Erwerb unfähig wird, auch den
          künftig entgehenden Verdienst; und bezahlet ihm auf Verlangen überdieß ein den erhobenen
          Umständen angemessenes Schmerzensgeld.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1326">
                  <head>§. 1326.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0391-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=634">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00370.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1326">RIS</ref>]</p>
                  <p>Ist die verletzte Person durch die Mißhandlung verunstaltet worden, so muß, zumahl, wenn
          sie weiblichen Geschlechtes ist, in so fern auf diesen Umstand Rücksicht genommen werden,
          als ihr besseres Fortkommen dadurch verhindert werden kann.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1327">
                  <head>§. 1327.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0391-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=634">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00371.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1327">RIS</ref>]</p>
                  <p>Erfolgt aus einer körperlichen Verletzung der Tod; so müssen nicht nur alle Kosten;
          sondern auch der hinterlassenen Frau und den Kindern des Getödteten das, was ihnen dadurch
          entgangen ist, ersetzet werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1328">
                  <head>§. 1328.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0392-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=634">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00372.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1328">RIS</ref>]</p>

                  <p>Wer eine Weibsperson verführet, und mit ihr ein Kind zeuget, bezahlet die Kosten der
          Entbindung und des Wochenbettes, und erfüllet die übrigen, in dem <ref target="#1.3">dritten Hauptstücke des ersten Theiles</ref> festgesetzten Vaterspflichten. In welchen
          Fällen die Verführung zugleich als ein Verbrechen, oder als eine schwere
          Polizey-Uebertretung bestrafet werde, enthält das Strafgesetz.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1329">
                  <head>§. 1329.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0392-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=634">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00373.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1329">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 2) an der persönlichen Freyheit;]</p>
                  <p>Wer jemanden durch gewaltsame Entführung, durch Privat-Gefangennehmung, oder vorsätzlich
          durch einen widerrechtlichen Arrest seiner Freyheit beraubet, ist verpflichtet, dem
          Verletzten die vorige Freyheit zu verschaffen, und volle Genugthuung zu leisten. Kann er
          ihm die Freyheit nicht mehr verschaffen, so muß er dessen Weibe und Kindern, wie bey der
          Tödtung, Ersatz leisten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1330">
                  <head>§. 1330.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0393-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=634">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00374.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1330">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 3) an der Ehre;]</p>
                  <p>Wenn jemanden durch Ehrenbeleidigungen ein wirklicher Schade oder Entgang des Gewinnes
          verursachet worden ist; so ist er berechtiget, Schadloshaltung oder volle Genugthuung zu
          fordern.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1331">
                  <head>§. 1331.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0393-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=635">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00375.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1331">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: 4) an dem Vermögen.]</p>
                  <p>Wird jemand an seinem Vermögen vorsätzlich oder durch auffallende Sorglosigkeit eines
          Anderen beschädiget; so ist er auch den entgangenen Gewinn, und wenn der Schade
          vermittelst einer durch ein Strafgesetz verbothenen Handlung, oder aus Muthwillen und
          Schadenfreude verursachet worden ist, den Werth der besonderen Vorliebe zu fordern
          berechtiget.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1332">
                  <head>§. 1332.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0393-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=635">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00376.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1332">RIS</ref>]</p>
                  <p>Der Schade, welcher aus einem minderen Grade des Versehens oder der Nachlässigkeit
          verursachet worden ist, wird nach dem gemeinen Werthe, den die Sache zur Zeit der
          Beschädigung hatte, ersetzet.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1333">
                  <head>§. 1333.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0393-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=635">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00377.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1333">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Insonderheit durch Verzögerung der Zahlung. Verzögerungszinse.]</p>

                  <p>Der Schaden, welchen der Schuldner seinem Gläubiger durch Verzögerung der bedungenen
          Zahlung des schuldigen Capitales zugefüget hat, wird durch die von dem Gesetze bestimmten
          Zinsen vergütet (<ref target="#NA.0995">§. 995</ref>).</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1334">
                  <head>§. 1334.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0394-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=635">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00378.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1334">RIS</ref>]</p>
                  <p>Eine Verzögerung fällt einem Schuldner überhaupt zur Last, wenn er den durch Gesetz oder
          Vertrag bestimmten Zahlungstag nicht zuhält, oder wenn er in dem Falle, daß die
          Zahlungszeit nicht bestimmet ist, nach dem Tage der geschehenen gerichtlichen oder
          außergerichtlichen Einmahnung sich nicht mit dem Gläubiger abgefunden hat.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1335">
                  <head>§. 1335.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0394-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=635">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00380.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1335">RIS</ref>]</p>
                  <p>Hat der Gläubiger ohne gerichtliche Einmahnung die Zinsen bis auf den Betrag der
          Hauptschuld steigen lassen, so erlischt das Recht, von dem Capitale weitere Zinsen zu
          fordern. Von dem Tage der erhobenen Klage können jedoch neuerdings Zinsen verlanget
          werden.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1336">
                  <head>§. 1336.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0394-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=635">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00383.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1336">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Bedingung des Vergütungsvertrages (Conventional-Strafe).]</p>

                  <p>Die vertragschließenden Theile können eine besondere Uebereinkunft treffen, daß, auf den
          Fall des entweder gar nicht, oder nicht auf gehörige Art, oder des zu spät erfüllten
          Versprechens, anstatt des zu vergütenden Nachtheiles ein bestimmter Geld- oder anderer
          Betrag entrichtet werden solle (<ref target="#NA.0912">§. 912</ref>). Doch darf bey
          Darleihen der Betrag, worauf der Richter erkennet, wegen verzögerter Zahlung die höchsten
          rechtlichen Zinsen nicht übersteigen. In anderen Fällen ist der Vergütungsbetrag, wenn er
          von dem Schuldner als übermäßig erwiesen wird, von dem Richter, allenfalls nach
          Einvernehmung der Sachverständigen, zu mäßigen. Die Bezahlung des Vergütungsbetrages
          befreyet, außer dem Falle einer besondern Verabredung, nicht von der Erfüllung des
          Vertrages.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1337">
                  <head>§. 1337.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0395-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=635">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00386.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1337">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Verbindlichkeit der Erben des Beschädigers.]</p>
                  <p>Die Verbindlichkeit zum Ersatze des Schadens und des entgangenen Gewinnes, oder zur
          Entrichtung des bedungenen Vergütungsbetrages haftet auf dem Vermögen, und gehet auf die
          Erben über.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1338">
                  <head>§. 1338.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0395-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=635">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00387.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1338">RIS</ref>]</p>
                  <p>[Marginalie: Rechtsmittel der Entschädigung.]</p>
                  <p>Das Recht zum Schadensersatze muß in der Regel wie jedes andere Privat-Recht bey dem
          ordentlichen Richter angebracht werden. Hat der Beschädiger zugleich ein Strafgesetz
          übertreten, so trifft ihn auch die verhängte Strafe. Die Verhandlung über den
          Schadensersatz aber gehöret auch in diesem Falle, in so fern sie nicht durch die
          Strafgesetze dem Strafgerichte oder der politischen Behörde aufgetragen ist, zu dem
          Civil-Gerichte.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1339">
                  <head>§. 1339.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0396-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=636">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00389.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1339">RIS</ref>]</p>
                  <p>Die körperlichen Verletzungen, die widerrechtlichen Kränkungen der Freyheit und die
          Ehrenbeleidigungen werden nach Beschaffenheit der Umstände entweder als Verbrechen von dem
          Criminal-Gerichte, oder als schwere Polizey-Uebertretungen, und wenn sie zu keiner dieser
          Classen gehören, als Vergehungen von der politischen Obrigkeit untersuchet und
          bestrafet.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1340">
                  <head>§. 1340.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0396-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=636">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00390.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1340">RIS</ref>]</p>
                  <p>Diese Behörden haben in dem Falle, daß sich die Entschädigung unmittelbar bestimmen
          läßt, sogleich darüber nach den in diesem Hauptstücke ertheilten Vorschriften zu erkennen.
          Wenn aber der Ersatz des Schadens nicht unmittelbar bestimmet werden kann, ist in dem
          Erkenntnisse überhaupt auszudrücken, daß dem Beschädigten die Entschädigung im Wege
          Rechtens zu suchen vorbehalten bleibe. Dieser Weg ist auch in Criminal-Fällen dem
          Beschädigten, und in anderen Fällen beyden Theilen dann vorbehalten, wenn sie mit der von
          der Strafbehörde erfolgten Bestimmung des Ersatzes sich nicht befriedigen wollten.</p>
                </div>
                <div xml:id="NA.1341">
                  <head>§. 1341.</head>
                  <p>[<ref
                      target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000145-0397-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                      target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=636">JGS 946</ref> ::
<ref
                      target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10543439_00392.html">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1341">RIS</ref>]</p>
                  <p>Gegen das Verschulden eines Richters beschweret man sich bey der höheren Behörde. Diese
          untersuchet und beurtheilet die Beschwerde von Amts wegen.</p>
                </div>
              </div>
            </div>
          </div>
        </div>
        <div xml:id="NA.3">
          <head>Dritter Theil des bürgerlichen Gesetzbuches.<lb/> Von den gemeinschaftlichen Bestimmungen
      der Personen- und Sachenrechte.</head>
          <div xml:id="NA.3.1">
            <head>Erstes Hauptstück.<lb/> Von Befestigung der Rechte und Verbindlichkeiten.</head>
            <div xml:id="NA.1342">
              <head>§. 1342.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0006-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=636">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA2">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1342">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Gemeinschaftliche Bestimmungen der Rechte.]</p>
              <p>Sowohl Personenrechte als Sachenrechte, und daraus entspringende Verbindlichkeiten können
        gleichförmig befestiget, umgeändert und aufgehoben werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1343">
              <head>§. 1343.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0007-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=636">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA3">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1343">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Arten der Befestigung eines Rechtes;]</p>
              <p>Die rechtlichen Arten der Sicherstellung einer Verbindlichkeit und der Befestigung eines
        Rechtes, durch welche dem Berechtigten ein neues Recht eingeräumet wird, sind: die
        Verpflichtung eines Dritten für den Schuldner, und die Verpfändung.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1344">
              <head>§. 1344.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0007-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=637">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA5">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1344">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: I.) durch Verpflichtung eines Dritten.]</p>
              <p>Ein Dritter kann sich dem Gläubiger für den Schuldner auf dreyerley Art verpflichten: Ein
        Mahl, wenn er mit Einwilligung des Gläubigers die Schuld als Alleinzahler übernimmt; dann,
        wenn er der Verbindlichkeit als Mitschuldner beytritt; endlich, wenn er sich für die
        Befriedigung des Gläubigers auf den Fall verbindet, daß der erste Schuldner die
        Verbindlichkeit nicht erfülle.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1345">
              <head>§. 1345.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0007-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=637">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA5">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1345">RIS</ref>]</p>
              <p>Wenn jemand mit Einwilligung des Gläubigers die ganze Schuld eines Anderen übernimmt; so
        geschieht keine Befestigung, sondern eine Umänderung der Verbindlichkeit, wovon in dem
        folgenden Hauptstücke gehandelt wird.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1346">
              <head>§. 1346.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0008-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=637">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA6">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1346">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: a) Als Bürge;]</p>
              <p>Wer sich zur Befriedigung des Gläubigers auf den Fall verpflichtet, daß der erste
        Schuldner die Verbindlichkeit nicht erfülle, wird ein Bürge, und das zwischen ihm und dem
        Gläubiger getroffene Uebereinkommen ein Bürgschaftsvertrag genannt. Hier bleibt der erste
        Schuldner noch immer der Hauptschuldner, und der Bürge kommt nur als Nachschuldner
        hinzu.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1347">
              <head>§. 1347.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0008-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=637">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA8">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1347">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: b) Als Mitschuldner;]</p>

              <p>Wenn jemand, ohne die den Bürgen zu Statten kommende Bedingung einer Verbindlichkeit, als
        Mitschuldner beytritt; so entsteht eine Gemeinschaft mehrerer Mitschuldner, deren rechtliche
        Folgen nach den in dem Hauptstücke von Verträgen überhaupt gegebenen Vorschriften zu
        beurtheilen sind (<ref
                  target="#NA.0888">§§. 888</ref>-<ref target="#NA.0896">896</ref>).</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1348">
              <head>§. 1348.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0008-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=637">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA9">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1348">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Entschädigungsbürge.]</p>
              <p>Wer dem Bürgen auf den Fall, daß derselbe durch seine Bürgschaft zu Schaden kommen sollte,
        Entschädigung zusagt, heißt Entschädigungsbürge.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1349">
              <head>§. 1349.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0008-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=637">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA10">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1349">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Wer sich verbürgen könne.]</p>
              <p>Fremde Verbindlichkeiten kann ohne Unterschied des Geschlechtes jedermann auf sich nehmen,
        dem die freye Verwaltung seines Vermögens zusteht.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1350">
              <head>§. 1350.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0009-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=637">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA14">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1350">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Für welche Verbindlichkeiten.]</p>
              <p>Eine Bürgschaft kann nicht nur über Summen und Sachen, sondern auch über erlaubte
        Handlungen und Unterlassungen in Beziehung auf den Vortheil oder Nachtheil, welcher aus
        denselben für den Sichergestellten entstehen kann, geleistet werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1351">
              <head>§. 1351.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0009-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=637">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA14">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1351">RIS</ref>]</p>
              <p>Verbindlichkeiten, welche nie zu Recht bestanden haben, oder schon aufgehoben sind, können
        weder übernommen, noch bekräftiget werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1352">
              <head>§. 1352.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0009-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=637">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA17">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1352">RIS</ref>]</p>

              <p>Wer sich für eine Person verbürgt, die sich vermöge ihrer persönlichen Eigenschaft nicht
        verbinden kann, ist, obschon ihm diese Eigenschaft unbekannt war, gleich einem ungetheilten
        Mitschuldner verpflichtet (<ref target="#NA.0896">§. 896</ref>).</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1353">
              <head>§. 1353.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0009-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=637">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA18">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1353">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Umfang der Bürgschaft.]</p>
              <p>Die Bürgschaft kann nicht weiter ausgedehnt werden, als sich der Bürge ausdrücklich
        erkläret hat. Wer sich für ein zinsbares Capital verbürget, haftet nur für jene
        rückständigen Zinsen, welche der Gläubiger noch nicht einzutreiben berechtiget war.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1354">
              <head>§. 1354.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0010-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=638">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA20">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1354">RIS</ref>]</p>
              <p>Von der Einwendung, wodurch ein Schuldner nach Vorschrift der Gesetze die Beybehaltung
        eines Theiles seines Vermögens zu seinem Unterhalte zu fordern berechtiget ist, kann der
        Bürge nicht Gebrauch machen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1355">
              <head>§. 1355.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0010-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=638">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA21">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1355">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Wirkung.]</p>
              <p>Der Bürge kann in der Regel erst dann belanget werden, wenn der Hauptschuldner auf des
        Gläubigers gerichtliche oder außergerichtliche Einmahnung seine Verbindlichkeit nicht
        erfüllet hat.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1356">
              <head>§. 1356.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0010-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=638">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA21">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1356">RIS</ref>]</p>
              <p>Der Bürge kann aber, selbst wenn er sich ausdrücklich nur für den Fall verbürget hat, daß
        der Hauptschuldner zu zahlen unvermögend sey, zuerst belanget werden, wenn der
        Hauptschuldner in Concurs verfallen, oder wenn er zur Zeit, als die Zahlung geleistet werden
        sollte, unbekannten Aufenthaltes, und der Gläubiger keiner Nachlässigkeit zu beschuldigen
        ist.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1357">
              <head>§. 1357.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0011-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=638">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA24">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1357">RIS</ref>]</p>

              <p>Wer sich als Bürge und Zahler verpflichtet hat, haftet als ungetheilter Mitschuldner für
        die ganze Schuld; es hängt von der Willkühr des Gläubigers ab, ob er zuerst den
        Hauptschuldner, oder den Bürgen, oder beyde zugleich belangen wolle (<ref target="#NA.0891">§. 891</ref>).</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1358">
              <head>§. 1358.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0011-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=638">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA25">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1358">RIS</ref>]</p>
              <p>Wer die Schuld eines Anderen bezahlt, tritt in die Rechte des Gläubigers, und ist befugt,
        von dem Schuldner den Ersatz der bezahlten Schuld zu fordern. Zu diesem Ende ist der
        befriedigte Gläubiger verbunden, dem Zahler alle vorhandene Rechtsbehelfe und
        Sicherstellungsmittel auszuliefern.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1359">
              <head>§. 1359.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0011-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=638">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA28">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1359">RIS</ref>]</p>

              <p>Haben für den nähmlichen ganzen Betrag mehrere Personen Bürgschaft geleistet; so haftet
        jede für den ganzen Betrag. Hat aber Eine von ihnen die ganze Schuld abgetragen; so gebührt
        ihr gleich dem Mitschuldner (<ref target="#NA.0896">§. 896</ref>) das Recht des Rückersatzes
        gegen die übrigen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1360">
              <head>§. 1360.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0011-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=638">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA29">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1360">RIS</ref>]</p>

              <p>Wenn dem Gläubiger vor, oder bey Leistung der Bürgschaft noch außer derselben von dem
        Hauptschuldner, oder einem Dritten ein Pfand gegeben wird; so steht ihm zwar noch immer
        frey, den Bürgen der Ordnung nach (<ref target="#NA.1355">§. 1355</ref>) zu belangen; aber
        er ist nicht befugt, zu dessen Nachtheile sich des Pfandes zu begeben.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1361">
              <head>§. 1361.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0012-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=638">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA31">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1361">RIS</ref>]</p>
              <p>Hat der Bürge oder Zahler den Gläubiger befriediget, ohne sich mit dem Hauptschuldner
        einzuverstehen; so kann dieser Alles gegen jene einwenden, was er gegen den Gläubiger hätte
        einwenden können.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1362">
              <head>§. 1362.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0012-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=638">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA33">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1362">RIS</ref>]</p>
              <p>Der Bürge kann von dem Entschädigungsbürgen nur dann Entschädigung verlangen, wenn er sich
        den Schaden nicht durch sein eigenes Verschulden zugezogen hat.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1363">
              <head>§. 1363.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0012-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=638">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA34">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1363">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Arten der Erlöschung der Bürgschaft.]</p>

              <p>Die Verbindlichkeit des Bürgen hört verhältnißmäßig mit der Verbindlichkeit des Schuldners
        auf. Hat sich der Bürge nur auf eine gewisse Zeit verpflichtet; so haftet er nur für diesen
        Zeitraum. Die Entlassung eines Mitbürgen kommt diesem zwar gegen den Gläubiger; aber nicht
        gegen die übrigen Mitbürgen zu Statten (<ref target="#NA.0896">§. 896</ref>).</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1364">
              <head>§. 1364.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0013-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=639">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA36">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1364">RIS</ref>]</p>
              <p>Durch den Verlauf der Zeit, binnen welcher der Schuldner hätte zahlen sollen, wird der
        Bürge, wenn auch der Gläubiger auf die Befriedigung nicht gedrungen hat, noch nicht von
        seiner Bürgschaft befreyet; allein er ist befugt, von dem Schuldner, wenn er mit dessen
        Einwilligung Bürgschaft geleistet hat, zu verlangen, daß er ihm Sicherheit verschaffe. Auch
        der Gläubiger ist dem Bürgen in so weit verantwortlich, als dieser wegen dessen
        Saumseligkeit in Eintreibung der Schuld an Erhohlung des Ersatzes zu Schaden kommt.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1365">
              <head>§. 1365.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0013-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=639">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA38">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1365">RIS</ref>]</p>
              <p>Wenn gegen den Schuldner ein gegründetes Besorgniß der Zahlungsunfähigkeit oder der
        Entfernung aus den Erbländern, für welche dieses Gesetzbuch vorgeschrieben ist, eintritt; so
        steht dem Bürgen das Recht zu, von dem Schuldner die Sicherstellung der verbürgten Schuld zu
        verlangen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1366">
              <head>§. 1366.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0013-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=639">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA39">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1366">RIS</ref>]</p>
              <p>Wenn das verbürgte Geschäft beendiget ist; so kann die Abrechnung, und die Aufhebung der
        Bürgschaft gefordert werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1367">
              <head>§. 1367.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0014-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=639">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA40">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1367">RIS</ref>]</p>
              <p>Ist der Bürgschaftsvertrag weder durch eine Hypothek, noch durch ein Faustpfand
        befestiget; so erlischt er binnen drey Jahren nach dem Tode des Bürgen, wenn der Gläubiger
        in der Zwischenzeit unterlassen hat, von dem Erben die verfallene Schuld gerichtlich oder
        außergerichtlich einzumahnen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1368">
              <head>§. 1368.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0014-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=639">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA41">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1368">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: II.) Durch Pfandvertrag.]</p>
              <p>Pfandvertrag heißt derjenige Vertrag, wodurch der Schuldner, oder ein Anderer anstatt
        seiner, auf eine Sache dem Gläubiger das Pfandrecht wirklich einräumet, folglich ihm das
        bewegliche Pfandstück übergibt, oder das unbewegliche durch die Pfandbücher verschreibt. Der
        Vertrag, ein Pfand übergeben zu wollen, ist noch kein Pfandvertrag.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1369">
              <head>§. 1369.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0014-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=639">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA43">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1369">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Wirkung des Pfandvertrages.]</p>

              <p>Was bey Verträgen überhaupt Rechtens ist, gilt auch bey dem Pfandvertrage; er ist
        zweyseitig verbindlich. Der Pfandnehmer muß das Handpfand wohl verwahren, und es dem
        Verpfänder, so bald dieser die Befriedigung leistet, zurück geben. Betrifft es eine
        Hypothek; so muß der befriedigte Gläubiger den Verpfänder in den Stand setzen, die Löschung
        der Verbindlichkeit aus den Hypotheken-Büchern bewirken zu können. Die mit dem Pfandbesitze
        verknüpften Rechte und Verbindlichkeiten des Pfandgebers und Pfandnehmers sind im <ref target="#2.6">sechsten Hauptstücke des zweyten Theiles</ref> bestimmt worden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1370">
              <head>§. 1370.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0015-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=639">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA46">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1370">RIS</ref>]</p>
              <p>Der Handpfandnehmer ist verbunden, dem Pfandgeber einen Pfandschein auszustellen, und
        darin die unterscheidenden Kennzeichen des Pfandes zu beschreiben. Auch können die
        wesentlichen Bedingungen des Pfandvertrages in dem Pfandscheine angeführet werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1371">
              <head>§. 1371.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0015-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=640">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA47">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1371">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Unerlaubte Bedingungen.]</p>
              <p>Alle der Natur des Pfand- und Darleihensvertrages entgegen stehende Bedingungen und
        Nebenverträge sind ungültig. Dahin gehören die Verabredungen: daß nach der Verfallzeit der
        Schuldforderung das Pfandstück dem Gläubiger zufalle; daß er es nach Willkühr, oder in einem
        schon im voraus bestimmten Preise veräußern, oder für sich behalten könne; daß der Schuldner
        das Pfand niemahls einlösen, oder ein liegendes Gut keinem Anderen verschreiben, oder daß
        der Gläubiger nach der Verfallzeit die Veräußerung des Pfandes nicht verlangen dürfe.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1372">
              <head>§. 1372.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0016-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=640">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA48">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1372">RIS</ref>]</p>

              <p>Der Nebenvertrag, daß dem Gläubiger die Fruchtnießung der verpfändeten Sache zustehen
        solle, ist ohne rechtliche Wirkung. Ist dem Gläubiger der bloße Gebrauch eines beweglichen
        Pfandstückes eingeräumt worden (<ref target="#NA.0459">§. 459</ref>), so muß diese Benützung
        auf eine dem Schuldner unschädliche Art geschehen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1373">
              <head>§. 1373.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0016-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=640">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA49">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1373">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Auf welche Art in der Regel Sicherstellung zu leisten ist.]</p>
              <p>Wer verbunden ist, eine Sicherstellung zu leisten, muß diese Verbindlichkeit durch ein
        Handpfand, oder durch eine Hypothek erfüllen. Nur in dem Falle, daß er ein Pfand zu geben
        außer Stande ist, werden taugliche Bürgen angenommen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1374">
              <head>§. 1374.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0016-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=640">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA50">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1374">RIS</ref>]</p>
              <p>Niemand ist schuldig eine Sache, die zur Sicherstellung dienen soll, in einem höheren, als
        dem, bey Häusern auf die Hälfte, bey Grundstücken aber und bey beweglichen Gütern auf zwey
        Drittheile der Schätzung bestimmten Werthe zum Pfande anzunehmen. Wer ein angemessenes
        Vermögen besitzt, und in der Provinz belangt werden kann, ist ein tauglicher Bürge.</p>
            </div>
          </div>
          <div xml:id="NA.3.2">
            <head>Zweytes Hauptstück.<lb/> Von Umänderung der Rechte und Verbindlichkeiten.</head>
            <div xml:id="NA.1375">
              <head>§. 1375.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0018-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=640">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA54">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1375">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Umänderung der Rechte und Verbindlichkeiten:]</p>
              <p>Es hängt von dem Willen des Gläubigers und des Schuldners ab, ihre gegenseitigen
        willkührlichen Rechte und Verbindlichkeiten umzuändern. Die Umänderung kann ohne, oder mit
        Hinzukunft einer dritten Person, und zwar entweder eines neuen Gläubigers, oder eines neuen
        Schuldners, geschehen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1376">
              <head>§. 1376.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0018-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=640">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA55">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1376">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: 1) durch Novation;]</p>
              <p>Die Umänderung ohne Hinzukunft einer dritten Person findet Statt, wenn der Rechtsgrund,
        oder wenn der Hauptgegenstand einer Forderung verwechselt wird, folglich die alte
        Verbindlichkeit in eine neue übergeht.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1377">
              <head>§. 1377.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0018-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=640">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA56">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1377">RIS</ref>]</p>
              <p>Eine solche Umänderung heißt Neuerungsvertrag (Novation). Vermöge dieses Vertrages hört
        die vorige Hauptverbindlichkeit auf, und die neue nimmt zugleich ihren Anfang.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1378">
              <head>§. 1378.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0019-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=640">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA57">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1378">RIS</ref>]</p>
              <p>Die mit der vorigen Hauptverbindlichkeit verknüpften Bürgschafts-, Pfand- und anderen
        Rechte erlöschen durch den Neuerungsvertrag, wenn die Theilnehmer nicht durch ein besonderes
        Einverständniß hierüber etwas Anderes fest gesetzt haben.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1379">
              <head>§. 1379.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0019-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=641">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA59">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1379">RIS</ref>]</p>
              <p>Die näheren Bestimmungen, wo, wann und wie eine schon vorhandene Verbindlichkeit erfüllet
        werden soll, und andere Nebenbestimmungen, wodurch in Rücksicht auf den Hauptgegenstand oder
        Rechtsgrund keine Umänderung geschieht, sind eben so wenig als ein Neuerungsvertrag
        anzusehen, als die bloße Ausstellung eines neuen Schuldscheines, oder einer anderen dahin
        gehörigen Urkunde. Auch kann eine solche Abänderung in den Nebenbestimmungen einem Dritten,
        welcher derselben nicht beygezogen worden ist, keine neue Last auflegen. Im Zweifel wird die
        alte Verbindlichkeit nicht für aufgelöset gehalten, so lange sie mit der neuen noch wohl
        bestehen kann.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1380">
              <head>§. 1380.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0020-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=641">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA63">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1380">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: 2) Vergleich.]</p>
              <p>Ein Neuerungsvertrag, durch welchen streitige oder zweifelhafte Rechte dergestalt bestimmt
        werden, daß jede Partey sich wechselseitig etwas zu geben, zu thun, oder zu unterlassen
        verbindet, heißt Vergleich. Der Vergleich gehört zu den zweyseitig verbindlichen Verträgen,
        und wird nach eben denselben Grundsätzen beurtheilet.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1381">
              <head>§. 1381.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0020-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=641">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA65">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1381">RIS</ref>]</p>

              <p>Wer dem Verpflichteten mit dessen Einwilligung ein unstreitiges oder zweifelhaftes Recht
        unentgeldlich erläßt, macht eine Schenkung (<ref target="#NA.0939">§. 939</ref>).</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1382">
              <head>§. 1382.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0020-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=641">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA66">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1382">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Ungültigkeit eines Vergleiches in Rücksicht des Gegenstandes;]</p>
              <p>Es gibt zweifelhafte Fälle, welche durch einen Vergleich nicht beygelegt werden dürfen.
        Dahin gehört der zwischen Eheleuten über die Gültigkeit ihrer Ehe entstandene Streit. Diesen
        kann nur der durch das Gesetz bestimmte Gerichtsstand entscheiden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1383">
              <head>§. 1383.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0020-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=641">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA68">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1383">RIS</ref>]</p>
              <p>Ueber den Inhalt einer letzten Anordnung kann vor deren Bekanntmachung kein Vergleich
        errichtet werden. Die hierüber entstandene Wette wird nach den Grundsätzen von
        Glücksverträgen beurtheilt.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1384">
              <head>§. 1384.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0021-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=641">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA69">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1384">RIS</ref>]</p>
              <p>Vergleiche über Gesetzübertretungen sind nur in Hinsicht auf die Privat-Genugthuung
        gültig; die gesetzmäßige Untersuchung und Bestrafung kann dadurch bloß dann abgewendet
        werden, wenn die Uebertretungen von der Art sind, daß die Behörde nur auf Verlangen der
        Parteyen ihr Amt zu handeln angewiesen ist.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1385">
              <head>§. 1385.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0021-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=641">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA72">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1385">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: oder anderer Mängel.]</p>
              <p>Ein Irrthum kann den Vergleich nur in so weit ungültig machen, als er die Wesenheit der
        Person, oder des Gegenstandes betrifft.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1386">
              <head>§. 1386.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0021-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=641">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA74">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1386">RIS</ref>]</p>
              <p>Aus dem Grunde einer Verletzung über die Hälfte kann ein redlich errichteter Vergleich
        nicht angefochten werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1387">
              <head>§. 1387.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0021-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=641">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA75">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1387">RIS</ref>]</p>
              <p>Eben so wenig können neu gefundene Urkunden, wenn sie auch den gänzlichen Mangel eines
        Rechtes auf Seite einer Partey entdeckten, einen redlich eingegangenen Vergleich
        entkräften.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1388">
              <head>§. 1388.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0022-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=641">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA77">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1388">RIS</ref>]</p>
              <p>Ein offenbarer Rechnungsverstoß, oder ein Fehler, welcher bey dem Abschlusse eines
        Vergleiches in dem Summiren oder Abziehen begangen wird, schadet keinem der vertragmachenden
        Theile.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1389">
              <head>§. 1389.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0022-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=642">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA78">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1389">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Umfang des Vergleiches.]</p>
              <p>Ein Vergleich, welcher über eine besondere Streitigkeit geschlossen worden ist, erstreckt
        sich nicht auf andere Fälle. Selbst allgemeine, auf alle Streitigkeiten überhaupt lautende
        Vergleiche sind auf solche Rechte nicht anwendbar, die geflissentlich verheimlichet worden
        sind, oder auf welche die sich vergleichenden Parteyen nicht denken konnten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1390">
              <head>§. 1390.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0022-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=642">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA80">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1390">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Wirkung in Rücksicht der Nebenverbindlichkeiten.]</p>
              <p>Bürgen und Pfänder, welche zur Sicherheit des ganzen noch streitigen Rechtes gegeben
        worden sind, haften auch für den Theil, der durch den Vergleich bestimmt worden ist. Doch
        bleiben dem Bürgen und einem dritten Verpfänder, welche dem Vergleiche nicht beygestimmt
        haben, alle Einwendungen gegen den Gläubiger vorbehalten, welche ohne geschlossenen
        Vergleich der Forderung hätten entgegen gesetzt werden können.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1391">
              <head>§. 1391.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0023-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=642">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA82">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1391">RIS</ref>]</p>
              <p>Der Vertrag, wodurch Parteyen zur Entscheidung streitiger Rechte einen Schiedsrichter
        bestellen, erhält seine Bestimmung in der Gerichtsordnung.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1392">
              <head>§. 1392.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0023-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=642">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA82">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1392">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: 3) Cession.]</p>
              <p>Wenn eine Forderung von einer Person an die andere übertragen, und von dieser angenommen
        wird; so entsteht die Umänderung des Rechtes mit Hinzukunft eines neuen Gläubigers. Eine
        solche Handlung heißt Abtretung (Cession), und kann mit, oder ohne Entgeld geschlossen
        werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1393">
              <head>§. 1393.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0023-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=642">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA83">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1393">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Gegenstände der Cession.]</p>
              <p>Alle veräußerliche Rechte sind ein Gegenstand der Abtretung. Rechte, die der Person
        ankleben, folglich mit ihr erlöschen, können nicht abgetreten werden. Schuldscheine, die auf
        den Ueberbringer lauten, werden schon durch Uebergabe abgetreten, und bedürfen nebst dem
        Besitze keines anderen Beweises der Abtretung.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1394">
              <head>§. 1394.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0024-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=642">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA85">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1394">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Wirkung.]</p>
              <p>Die Rechte des Uebernehmers sind mit den Rechten des Ueberträgers in Rücksicht auf die
        überlassene Forderung eben dieselben.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1395">
              <head>§. 1395.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0024-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=642">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA87">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1395">RIS</ref>]</p>
              <p>Durch den Abtretungsvertrag entsteht nur zwischen dem Ueberträger (Cedent) und dem
        Uebernehmer der Forderung (Cessionar); nicht aber zwischen dem Letzten und dem übernommenen
        Schuldner (Cessus) eine neue Verbindlichkeit. Daher ist der Schuldner, so lange ihm der
        Uebernehmer nicht bekannt wird, berechtiget, den ersten Gläubiger zu bezahlen, oder sich
        sonst mit ihm abzufinden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1396">
              <head>§. 1396.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0024-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=642">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA89">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1396">RIS</ref>]</p>
              <p>Dieses kann der Schuldner nicht mehr, so bald ihm der Uebernehmer bekannt gemacht worden
        ist; allein es bleibt ihm das Recht, seine Einwendungen gegen die Forderung anzubringen. Hat
        er die Forderung gegen den redlichen Uebernehmer für richtig erkannt; so ist er verbunden,
        denselben als seinen Gläubiger zu befriedigen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1397">
              <head>§. 1397.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0024-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=643">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA90">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1397">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Haftung des Cedenten.]</p>
              <p>Wer eine Forderung ohne Entgeld abtritt, also verschenkt, haftet nicht weiter für
        dieselbe. Kommt aber die Abtretung auf eine entgeldliche Art zu Stande; so haftet der
        Ueberträger dem Uebernehmer sowohl für die Richtigkeit als für die Einbringlichkeit der
        Forderung, jedoch nie für mehr, als er von dem Uebernehmer erhalten hat.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1398">
              <head>§. 1398.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0025-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=643">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA92">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1398">RIS</ref>]</p>
              <p>In so fern der Uebernehmer über die Einbringlichkeit der Forderung aus den öffentlichen
        Pfandbüchern sich belehren konnte, gebührt ihm in Rücksicht der Uneinbringlichkeit keine
        Entschädigung. Auch für eine zur Zeit der Abtretung einbringliche, und durch einen bloßen
        Zufall oder durch Versehen des Uebernehmers uneinbringlich gewordene Forderung haftet der
        Ueberträger nicht.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1399">
              <head>§. 1399.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0025-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=643">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA94">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1399">RIS</ref>]</p>
              <p>Ein Versehen dieser Art begeht der Uebernehmer, wenn er die Forderung zur Zeit, als sie
        aufgekündiget werden kann, nicht aufkündiget, oder nach verfallener Zahlungsfrist nicht
        eintreibt; wenn er dem Schuldner nachsieht; wenn er die noch mögliche Sicherheit zu rechter
        Zeit sich zu verschaffen versäumt, oder die gerichtliche Execution zu betreiben
        unterläßt.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1400">
              <head>§. 1400.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0026-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=643">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA96">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1400">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: 4) Anweisung (Assignation).]</p>
              <p>Durch die Hinzukunft eines neuen Schuldners kann eine Umänderung der Verbindlichkeit
        entstehen, wenn der Schuldner an seine Stelle einen Dritten als Zahler stellet, und den
        Gläubiger an ihn anweiset.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1401">
              <head>§. 1401.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0026-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=643">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA97">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1401">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Vollständige Anweisung;]</p>

              <p>Wenn der angewiesene Gläubiger (Assignatar) den ihm zum Zahler zugewiesenen Dritten
        (Assignaten) anstatt des anweisenden Schuldners (Assignanten) annimmt, und der Assignat
        einwilliget; so ist die Anweisung (Assignation) vollständig, der Assignatar kann in der
        Regel (<ref
                  target="#NA.1406">§. 1406</ref> u. <ref target="#NA.1407">1407</ref>) die
        Forderung gegen den Assignanten nicht mehr stellen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1402">
              <head>§. 1402.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0026-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=643">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA99">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1402">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: unvollständige.]</p>
              <p>So lange diese dreyfache Einwilligung nicht vorhanden ist, bleibt die Assignation
        unvollständig, und sie ist nur für diejenigen Theile wirksam, die mit einander einverstanden
        sind.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1403">
              <head>§. 1403.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0026-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=643">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA100">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1403">RIS</ref>]</p>
              <p>Hat der Anweiser einem Dritten, der ihm nichts schuldig ist, die Zahlung aufgetragen; so
        steht diesem frey, die Anweisung anzunehmen oder nicht. Nimmt er sie nicht an, so kommt
        keine neue Verbindlichkeit zu Stande; nimmt er sie an, so entsteht ein Vollmachtsvertrag
        zwischen ihm und dem Assignanten, aber noch kein Vertrag mit dem Assignatar.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1404">
              <head>§. 1404.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0027-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=643">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA102">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1404">RIS</ref>]</p>
              <p>Der Assignant kann eine von dem Assignatar noch nicht angenommene Assignation widerrufen.
        In diesem Falle ist der Assignat aus der Vollmacht nicht mehr befugt, dem Assignatar die
        Zahlung zu leisten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1405">
              <head>§. 1405.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0027-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=643">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA103">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1405">RIS</ref>]</p>
              <p>Will der Assignatar die erhaltene Anweisung nicht annehmen, oder wird dieselbe von dem
        Assignaten nicht angenommen, oder kann sie diesem seiner Abwesenheit wegen nicht vorgezeigt
        werden; so muß der Assignatar dem Assignanten ohne Verzug davon Nachricht geben; widrigen
        Falls haftet er dem Assignanten für die nachtheiligen Folgen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1406">
              <head>§. 1406.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0027-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=644">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA105">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1406">RIS</ref>]</p>

              <p>Hat der Assignatar und der Assignat die Anweisung angenommen, letzterer leistet aber die
        Zahlung nicht zur gehörigen Zeit; so haftet der Assignant dem Assignatar dafür unter den
        nähmlichen Beschränkungen, unter welchen der Cedent dem Uebernehmer für die Richtigkeit und
        Einbringlichkeit der Forderung zu haften hat (<ref
                  target="#NA.1397">§§. 1397</ref> u. <ref target="#NA.1399">1399</ref>).</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1407">
              <head>§. 1407.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0028-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=644">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA107">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1407">RIS</ref>]</p>
              <p>Hat jedoch der Assignatar den Assignaten als Alleinzahler anzunehmen sich ausdrücklich
        oder stillschweigend dadurch erklärt, daß er seinen bisherigen Schuldner quittirt, oder ihm
        die Schuldurkunde ausgehändiget hat; so wird der Assignant von aller Haftung gegen ihn
        befreyet.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1408">
              <head>§. 1408.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0028-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=644">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA108">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1408">RIS</ref>]</p>
              <p>Wenn der Assignant seinem Schuldner als Assignaten die Zahlung nur in eben dem Maße, als
        er sie ihm zu leisten schuldig war, aufträgt, und den Assignatar an ihn zum Empfange
        anweiset; so gilt dem Assignatar die Assignation als eine Abtretungsurkunde, und es tritt
        zwischen ihm und dem Assignaten eben das Verhältniß ein, welches zwischen dem Uebernehmer
        einer Forderung und dem übernommenen Schuldner, dem der Uebernehmer bekannt gemacht worden
        ist, Statt findet.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1409">
              <head>§. 1409.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0028-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=644">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA111">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1409">RIS</ref>]</p>

              <p>Wenn der Assignat über eine solche Assignation, die zugleich eine Cession in sich
        begreift, die Zahlung ohne Grund verweigert, oder wenn der Assignat überhaupt, nachdem er
        dem Assignatar die Zahlung zugesagt hat, damit zögert; so haftet er für die Folgen. Hat er
        hingegen die auf sich genommene Zahlung in gehöriger Art, und in einem größeren Betrage, als
        er dem Assignanten schuldig war, geleistet; so gebührt ihm von diesem der Ersatz (<ref target="#NA.1014">§. 1014</ref>).</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1410">
              <head>§. 1410.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0029-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=644">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA112">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1410">RIS</ref>]</p>
              <p>Handelsleute halten sich in Rücksicht der Anweisungen an die besonderen, für sie
        bestehenden Vorschriften.</p>
            </div>
          </div>
          <div xml:id="NA.3.3">
            <head>Drittes Hauptstück.<lb/> Von Aufhebung der Rechte und Verbindlichkeiten.</head>
            <div xml:id="NA.1411">
              <head>§. 1411.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0030-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=644">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA114">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1411">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Aufhebung der Rechte u. Verbindlichkeiten.]</p>
              <p>Rechte und Verbindlichkeiten stehen in einem solchen Zusammenhange, daß mit Erlöschung des
        Rechtes die Verbindlichkeit, und mit Erlöschen der letzteren das Recht aufgehoben wird.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1412">
              <head>§. 1412.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0030-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=644">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA115">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1412">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: 1.) Durch die Zahlung.]</p>

              <p>Die Verbindlichkeit wird vorzüglich durch die Zahlung, das ist, durch die Leistung dessen,
        was man zu leisten schuldig ist, aufgelöset (<ref target="#NA.0469">§. 469</ref>).</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1413">
              <head>§. 1413.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0030-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=644">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA117">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1413">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Wie die Zahlung zu leisten;]</p>
              <p>Gegen seinen Willen kann weder der Gläubiger gezwungen werden, etwas Anderes anzunehmen,
        als er zu fordern hat, noch der Schuldner, etwas Anderes zu leisten, als er zu leisten
        verbunden ist. Dieses gilt auch von der Zeit, dem Orte und der Art, die Verbindlichkeit zu
        erfüllen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1414">
              <head>§. 1414.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0031-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=645">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA118">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1414">RIS</ref>]</p>
              <p>Wird, weil der Gläubiger und der Schuldner einverstanden sind; oder weil die Zahlung
        selbst unmöglich ist, etwas Anderes an Zahlungs Statt gegeben; so ist die Handlung als ein
        entgeldliches Geschäft zu betrachten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1415">
              <head>§. 1415.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0031-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=645">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA119">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1415">RIS</ref>]</p>
              <p>Der Gläubiger ist nicht schuldig, die Zahlung einer Schuldpost theilweise, oder auf
        Abschlag anzunehmen. Sind aber verschiedene Posten zu zahlen; so wird diejenige für
        abgetragen gehalten, welche der Schuldner, mit Einwilligung des Gläubigers tilgen zu wollen,
        sich ausdrücklich erkläret hat.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1416">
              <head>§. 1416.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0031-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=645">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA120">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1416">RIS</ref>]</p>
              <p>Wird die Willensmeinung des Schuldners bezweifelt, oder von dem Gläubiger widersprochen;
        so sollen zuerst die Zinsen, dann das Capital, von mehreren Capitalien aber dasjenige,
        welches schon eingefordert, oder wenigstens fällig ist, und nach diesem dasjenige, welches
        schuldig zu bleiben dem Schuldner am meisten beschwerlich fällt, abgerechnet werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1417">
              <head>§. 1417.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0032-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=645">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA122">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1417">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: wann;]</p>

              <p>Wenn die Zahlungsfrist auf keine Art bestimmt ist; so tritt die Verbindlichkeit, die
        Schuld zu zahlen, erst mit dem Tage ein, an welchem die Einmahnung geschehen ist (<ref target="#NA.0904">§. 904</ref>).</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1418">
              <head>§. 1418.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0032-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=645">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA122">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1418">RIS</ref>]</p>
              <p>In gewissen Fällen wird die Zahlungsfrist durch die Natur der Sache bestimmt. Alimente
        werden wenigstens auf Einen Monath voraus bezahlt. Stirbt der Verpflegte während dieser
        Zeit; so sind dessen Erben nicht schuldig, etwas von der Vorausbezahlung zurück zu
        geben.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1419">
              <head>§. 1419.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0032-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=645">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA124">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1419">RIS</ref>]</p>
              <p>Hat der Gläubiger gezögert, die Zahlung anzunehmen; so fallen die widrigen Folgen auf
        ihn.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1420">
              <head>§. 1420.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0032-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=645">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA125">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1420">RIS</ref>]</p>
              <p>Wenn der Ort und die Art der Leistung nicht bestimmt sind; so müssen die oben (<ref target="#NA.0905">§. 905</ref>) aufgestellten Vorschriften angewendet werden. Zahlungen,
        die außer dem Falle eines Vertrages zu leisten sind, ist der Schuldner nur am Orte seines
        Wohnsitzes abzuführen schuldig.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1421">
              <head>§. 1421.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0033-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=645">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA126">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1421">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: von wem;]</p>
              <p>Auch eine Person, die sonst unfähig ist, ihr Vermögen zu verwalten, kann eine richtige und
        verfallene Schuld rechtmäßig abtragen, und sich ihrer Verbindlichkeit entledigen. Hätte sie
        aber eine noch ungewisse, oder nicht verfallene Schuld abgetragen; so ist ihr Vormund oder
        Curator berechtiget, das Bezahlte zurück zu fordern.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1422">
              <head>§. 1422.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0033-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=645">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA127">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1422">RIS</ref>]</p>
              <p>Kann und will ein Dritter anstatt des Schuldners mit dessen Einverständniß nach Maß der
        eingegangenen Verbindlichkeit bezahlen; so muß der Gläubiger die Bezahlung annehmen, und dem
        Zahler sein Recht abtreten; doch hat in diesen Falle der Gläubiger, außer dem Falle eines
        Betruges, weder für die Einbringlichkeit, noch für die Richtigkeit der Forderung zu
        haften.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1423">
              <head>§. 1423.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0033-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=646">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA129">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1423">RIS</ref>]</p>

              <p>Ohne Einwilligung des Schuldners kann dem Gläubiger die Zahlung von einem Dritten in der
        Regel (<ref target="#NA.0462">§. 462</ref>) nicht aufgedrungen werden. Nimmt er sie aber an;
        so ist der Zahler berechtiget, selbst noch nach der geleisteten Zahlung, die Abtretung des
        dem Gläubiger zustehendem Rechtes zu verlangen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1424">
              <head>§. 1424.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0034-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=646">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA130">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1424">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: an wen;]</p>
              <p>Der Schuldbetrag muß dem Gläubiger oder dessen zum Empfange geeigneten Machthaber, oder
        demjenigen geleistet werden, den das Gericht als Eigenthümer der Forderung erkannt hat. Was
        jemand an eine Person bezahlt hat, die ihr Vermögen nicht selbst verwalten darf, ist er in
        so weit wieder zu zahlen verbunden, als das Bezahlte nicht wirklich vorhanden, oder zum
        Nutzen des Empfängers verwendet worden ist.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1425">
              <head>§. 1425.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0034-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=646">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA132">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1425">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Gerichtliche Hinterlegung der Schuld.]</p>
              <p>Kann eine Schuld aus dem Grunde, weil der Gläubiger unbekannt, abwesend, oder mit dem
        Angebothenen unzufrieden ist, oder aus anderen wichtigen Gründen nicht bezahlt werden; so
        steht dem Schuldner bevor, die abzutragende Sache bey dem Gerichte zu hinterlegen; oder,
        wenn sie dazu nicht geeignet ist, die gerichtliche Einleitung zu deren Verwahrung
        anzusuchen. Jede dieser Handlungen, wenn sie rechtmäßig geschehen und dem Gläubiger bekannt
        gemacht worden ist, befreyet den Schuldner von seiner Verbindlichkeit, und wälzt die Gefahr
        der geleisteten Sache auf den Gläubiger.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1426">
              <head>§. 1426.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0035-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=646">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA135">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1426">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Quittungen;]</p>
              <p>Der Zahler ist in allen Fällen berechtiget, von dem Befriedigten eine Quittung, nähmlich
        ein schriftliches Zeugniß der erfüllten Verbindlichkeit, zu verlangen. In der Quittung muß
        der Nahme des Schuldners und des Gläubigers, so wie der Ort, die Zeit und der Gegenstand der
        getilgten Schuld ausgedrückt, und sie muß von dem Gläubiger, oder dessen Machthaber
        unterschrieben werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1427">
              <head>§. 1427.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0035-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=646">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA137">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1427">RIS</ref>]</p>
              <p>Eine Quittung über das bezahlte Capital gründet die Vermuthung, daß auch die Zinsen davon
        bezahlt worden seyn.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1428">
              <head>§. 1428.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0035-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=646">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA138">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1428">RIS</ref>]</p>
              <p>Besitzt der Gläubiger von dem Schuldner einen Schuldschein; so ist er nebst Ausstellung
        einer Quittung verbunden, denselben zurück zu geben, oder die allenfalls geleistete
        Abschlagszahlung auf dem Schuldscheine selbst abschreiben zu lassen. Der zurück erhaltene
        Schuldschein ohne Quittung gründet für den Schuldner die rechtliche Vermuthung der
        geleisteten Zahlung; er schließt aber den Gegenbeweis nicht aus. Ist der Schuldschein,
        welcher zurück gegeben werden soll, in Verlust gerathen, so ist der Zahlende berechtiget,
        Sicherstellung zu fordern, oder den Betrag gerichtlich zu hinterlegen, und zu verlangen, daß
        der Gläubiger die Tödtung des Schuldscheines der Gerichtsordnung gemäß bewirke.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1429">
              <head>§. 1429.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0036-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=646">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA140">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1429">RIS</ref>]</p>
              <p>Eine Quittung, die der Gläubiger dem Schuldner für eine abgetragene neuere Schuldpost
        ausgestellt hat, beweiset zwar nicht, daß auch andere ältere Posten abgetragen worden seyn;
        wenn es aber gewisse Gefälle, Renten, oder solche Zahlungen betrifft, welche, wie Geld-,
        Grund-, Haus- oder Capitals-Zinsen, aus eben demselben Titel und zu einer gewissen Zeit
        geleistet werden sollen; so wird vermuthet, daß derjenige, welcher sich mit der Quittung des
        letzt verfallenen Termines ausweiset, auch die früher verfallenen berichtiget habe.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1430">
              <head>§. 1430.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0036-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=647">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA141">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1430">RIS</ref>]</p>
              <p>Eben so wird von Handels- und Gewerbsleuten, welche mit ihren Abnehmern (Kunden) zu
        gewissen Fristen die Rechnung abzuschließen pflegen, vermuthet, daß ihnen, wenn sie über die
        Rechnung aus einer späteren Frist quittirt haben, auch die früheren Rechnungen bezahlt
        seyn.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1431">
              <head>§. 1431.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0037-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=647">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA155">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1431">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Zahlung einer Nichtschuld.]</p>
              <p>Wenn jemand aus einem Irrthume, wäre es auch ein Rechtsirrthum, eine Sache oder eine
        Handlung geleistet worden, wozu er gegen den Leistenden kein Recht hat; so kann in der Regel
        im ersten Falle die Sache zurück gefordert, im zweyten aber ein dem verschafften Nutzen
        angemessener Lohn verlangt werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1432">
              <head>§. 1432.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0037-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=647">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA158">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1432">RIS</ref>]</p>
              <p>Doch können Zahlungen einer verjährten, oder einer solchen Schuld, welche nur aus Mangel
        der Förmlichkeiten ungültig ist, oder zu deren Eintreibung das Gesetz bloß das Klagerecht
        versagt, eben so wenig zurück gefordert werden, als wenn jemand eine Zahlung leistet, von
        der er weiß, daß er sie nicht schuldig ist.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1433">
              <head>§. 1433.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0037-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=647">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA160">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1433">RIS</ref>]</p>
              <p>Diese Vorschrift (<ref target="#NA.1432">§. 1432</ref>) kann aber auf den Fall, in welchem
        ein Pflegebefohlener, oder eine andere Person bezahlt hat, welche nicht frey über ihr
        Eigenthum verfügen kann, nicht angewendet werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1434">
              <head>§. 1434.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0038-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=647">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA161">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1434">RIS</ref>]</p>
              <p>Die Zurückstellung des Bezahlten kann auch dann begehret werden, wenn die Schuldforderung
        auf was immer für eine Art noch ungewiß ist; oder wenn sie noch von der Erfüllung einer
        beygesetzten Bedingung abhängt. Die Bezahlung einer richtigen und unbedingten Schuld kann
        aber deßwegen nicht zurück gefordert werden, weil die Zahlungsfrist noch nicht verfallen
        ist.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1435">
              <head>§. 1435.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0038-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=647">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA162">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1435">RIS</ref>]</p>
              <p>Auch Sachen, die als eine wahre Schuldigkeit gegeben worden sind, kann der Geber von dem
        Empfänger zurück fordern, wenn der rechtliche Grund, sie zu behalten, aufgehört hat.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1436">
              <head>§. 1436.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0038-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=647">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA163">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1436">RIS</ref>]</p>
              <p>War jemand verbunden, aus zwey Sachen nur Eine nach seiner Willkühr zu geben, und hat er
        aus Irrthum beyde gegeben; so hängt es von ihm ab, die eine, oder die andere zurück zu
        fordern.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1437">
              <head>§. 1437.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0039-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=647">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA164">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1437">RIS</ref>]</p>
              <p>Der Empfänger einer bezahlten Nichtschuld wird als ein redlicher oder unredlicher Besitzer
        angesehen, je nachdem er den Irrthum des Gebers gewußt hat, oder aus den Umständen vermuthen
        mußte, oder nicht.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1438">
              <head>§. 1438.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0039-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=647">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA165">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1438">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: 2) Compensation.]</p>
              <p>Wenn Forderungen gegenseitig zusammen treffen, die richtig, gleichartig, und so beschaffen
        sind, daß eine Sache, die dem Einen als Gläubiger gebührt, von diesem auch als Schuldner dem
        Anderen entrichtet werden kann; so entsteht, in so weit die Forderungen sich gegen einander
        ausgleichen, eine gegenseitige Aufhebung der Verbindlichkeiten (Compensation), welche schon
        für sich die gegenseitige Zahlung bewirket.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1439">
              <head>§. 1439.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0039-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=648">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA167">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1439">RIS</ref>]</p>
              <p>Zwischen einer richtigen und nicht richtigen, so wie zwischen einer fälligen und noch
        nicht fälligen Forderung findet die Compensation nicht Statt. In wie fern gegen eine
        Concurs-Masse die Compensation Statt finde, wird in der Gerichtsordnung bestimmet.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1440">
              <head>§. 1440.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0040-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=648">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA169">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1440">RIS</ref>]</p>
              <p>Eben so lassen sich Forderungen, welche ungleichartige, oder bestimmte und unbestimmte
        Sachen zum Gegenstande haben, gegen einander nicht aufheben. Eigenmächtig entzogene,
        entlehnte oder in Verwahrung genommene Stücke sind überhaupt kein Gegenstand der
        Compensation.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1441">
              <head>§. 1441.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0040-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=648">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA170">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1441">RIS</ref>]</p>
              <p>Ein Schuldner kann seinem Gläubiger dasjenige nicht in Aufrechnung bringen, was dieser
        einem Dritten und der Dritte dem Schuldner zu zahlen hat. Selbst eine Summe, die Jemand an
        eine Staats-Casse zu fordern hat, kann gegen eine Zahlung, die er an eine andere
        Staats-Casse leisten muß, nicht abgerechnet werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1442">
              <head>§. 1442.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0040-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=648">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA172">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1442">RIS</ref>]</p>
              <p>Wenn eine Forderung allmählich auf Mehrere übertragen wird; so kann der Schuldner zwar die
        Forderung, welche er zur Zeit der Abtretung an den ersten Inhaber derselben hatte, so wie
        auch jene, die ihm gegen den letzten Inhaber zusteht, in Abrechnung bringen; nicht aber auch
        diejenige, welche ihm an einen der Zwischeninhaber zustand.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1443">
              <head>§. 1443.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0041-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=648">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA173">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1443">RIS</ref>]</p>
              <p>Gegen eine den öffentlichen Büchern einverleibte Forderung kann die Einwendung der
        Compensation einem Cessionar nur dann entgegen gesetzt werden, wenn die Gegenforderung
        ebenfalls und zwar bey der Forderung selbst eingetragen, oder dem Cessionar bey Uebernehmung
        der letzteren bekannt gemacht worden ist.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1444">
              <head>§. 1444.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0041-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=648">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA174">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1444">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: 3.) Entsagung.]</p>
              <p>In allen Fällen, in welchen der Gläubiger berechtiget ist, sich seines Rechtes zu begeben,
        kann er demselben auch zum Vortheile seines Schuldners entsagen, und hierdurch die
        Verbindlichkeit des Schuldners aufheben.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1445">
              <head>§. 1445.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0041-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=648">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA176">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1445">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: 4) Vereinigung.]</p>

              <p>So oft auf was immer für eine Art das Recht mit der Verbindlichkeit in Einer Person
        vereinigt wird, erlöschen beyde; außer, wenn es dem Gläubiger noch frey steht, eine
        Absonderung seiner Rechte zu verlangen (<ref
                  target="#NA.0802">§§. 802</ref> und <ref target="#NA.0812">812</ref>), oder wenn Verhältnisse von ganz verschiedener Art eintreten.
        Daher wird durch die Nachfolge des Schuldners in die Verlassenschaft seines Gläubigers in
        den Rechten der Erbschaftsgläubiger, der Miterben oder Legatare, und durch die Beerbung des
        Schuldners und Bürgen in den Rechten des Gläubigers nichts geändert.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1446">
              <head>§. 1446.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0042-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=648">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA178">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1446">RIS</ref>]</p>

              <p>Rechte und Verbindlichkeiten, welche den öffentlichen Büchern einverleibt sind, werden
        durch die Vereinigung in einer Person nicht aufgehoben, bis die Löschung aus den
        öffentlichen Büchern erfolgt ist (<ref
                  target="#NA.0469">§§. 469</ref> u. <ref target="#NA.0526">526</ref>).</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1447">
              <head>§. 1447.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0042-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=649">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA179">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1447">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: 5.) Untergang der Sache.]</p>
              <p> Der zufällige gänzliche Untergang einer bestimmten Sache hebt alle Verbindlichkeit,
        selbst die, den Werth derselben zu vergüten, auf. Dieser Grundsatz gilt auch für diejenigen
        Fälle, in welchen die Erfüllung der Verbindlichkeit, oder die Zahlung einer Schuld durch
        einen andern Zufall unmöglich wird. In jedem Falle muß aber der Schuldner das, was er, um
        die Verbindlichkeit in Erfüllung zu bringen, erhalten hat, zwar gleich einem redlichen
        Besitzer, jedoch auf solche Art zurück stellen oder vergüten, daß er aus dem Schaden des
        Anderen keinen Gewinn zieht.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1448">
              <head>§. 1448.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0043-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=649">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA183">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1448">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: 6.) Tod.]</p>
              <p>Durch den Tod erlöschen nur solche Rechte und Verbindlichkeiten, welche auf die Person
        eingeschränkt sind, oder die bloß persönliche Handlungen des Verstorbenen betreffen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1449">
              <head>§. 1449.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0043-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=649">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA183">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1449">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: 7) Verlauf der Zeit.]</p>
              <p>Rechte und Verbindlichkeiten erlöschen auch durch den Verlauf der Zeit, worauf sie durch
        einen letzten Willen, Vertrag, richterlichen Ausspruch, oder durch das Gesetz beschränkt
        sind. Auf welche Art sie durch die vom Gesetze bestimmte Verjährung aufgehoben werden, wird
        in dem folgenden Hauptstücke festgesetzt.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1450">
              <head>§. 1450.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0043-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=649">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA185">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1450">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Von der Einsetzung in den vorigen Stand.]</p>
              <p>Die bürgerlichen Gesetze, nach welchen widerrechtliche Handlungen und Geschäfte, wenn die
        Verjährung nicht im Wege steht, unmittelbar bestritten werden können, gestatten keine
        Einsetzung in den vorigen Stand. Die zum gerichtlichen Verfahren gehörigen Fälle der
        Einsetzung in den vorigen Stand sind in der Gerichtsordnung bestimmt.</p>
            </div>
          </div>
          <div xml:id="NA.3.4">
            <head>Viertes Hauptstück. <lb/>Von der Verjährung und Ersitzung.</head>
            <div xml:id="NA.1451">
              <head>§. 1451.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0044-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=649">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA191">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1451">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Verjährung.]</p>
              <p>Die Verjährung ist der Verlust eines Rechtes, welches während der von dem Gesetze
        bestimmten Zeit nicht ausgeübt worden ist.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1452">
              <head>§. 1452.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0044-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=649">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA191">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1452">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Ersitzung.]</p>
              <p>Wird das verjährte Recht vermöge des gesetzlichen Besitzes zugleich auf jemand Anderen
        übertragen; so heißt es ein ersessenes Recht, und die Erwerbungsart, Ersitzung.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1453">
              <head>§. 1453.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0044-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=649">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA192">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1453">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Wer verjähren und ersitzen kann.]</p>
              <p>Jeder, der sonst zu erwerben fähig ist, kann auch ein Eigenthum oder andere Rechte durch
        Ersitzung erwerben.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1454">
              <head>§. 1454.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0044-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=649">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA194">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1454">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Gegen wen?]</p>

              <p>Die Verjährung und Ersitzung kann gegen alle Privat-Personen, welche ihre Rechte selbst
        auszuüben fähig sind, Statt finden. Gegen Mündel und Pflegebefohlene; gegen Kirchen,
        Gemeinden und andere moralische Körper; gegen Verwalter des öffentlichen Vermögens, und
        gegen diejenigen, welche ohne ihr Verschulden abwesend sind, wird sie nur unter den unten
         (<ref
                  target="#NA.1494">§§. 1494</ref>, <ref target="#NA.1472">1472</ref> und <ref target="#NA.1475">1475</ref>) folgenden Beschränkungen gestattet.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1455">
              <head>§. 1455.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0045-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=650">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA195">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1455">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Welche Gegenstände.]</p>
              <p>Was sich erwerben läßt, kann auch ersessen werden. Sachen hingegen, welche man vermöge
        ihrer wesentlichen Beschaffenheit, oder vermöge der Gesetze nicht besitzen kann; ferner
        Sachen und Rechte, welche schlechterdings unveräußerlich sind, sind kein Gegenstand der
        Ersitzung.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1456">
              <head>§. 1456.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0045-5">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=650">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA196">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1456">RIS</ref>]</p>
              <p>Aus diesem Grunde können weder die dem Staatsoberhaupte als solchem allein zukommenden
        Rechte, z. B. das Recht, Zölle anzulegen, Münzen zu prägen, Steuern auszuschreiben, und
        andere Hoheitsrechte (Regalien) durch Ersitzung erworben, noch die diesen Rechten
        entsprechenden Schuldigkeiten verjähret werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1457">
              <head>§. 1457.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0046-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=650">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA197">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1457">RIS</ref>]</p>

              <p>Andere dem Staatsoberhaupte zukommende, doch nicht ausschließend vorbehaltene Rechte, z.
        B. auf Waldungen, Jagden, Fischereyen u. dgl., können zwar überhaupt von andern
        Staatsbürgern, doch nur binnen einem längeren als dem gewöhnlichen Zeitraume (<ref target="#NA.1472">§. 1472</ref>), ersessen werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1458">
              <head>§. 1458.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0046-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=650">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA198">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1458">RIS</ref>]</p>
              <p>Die Rechte eines Ehegatten, eines Vaters, eines Kindes und andere Personenrechte sind kein
        Gegenstand der Ersitzung. Doch kommt denjenigen, welche dergleichen Rechte redlicher Weise
        ausüben, die schuldlose Unwissenheit zur einstweiligen Behauptung und Ausübung ihrer
        vermeinten Rechte zu Statten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1459">
              <head>§. 1459.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0046-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=650">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA200">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1459">RIS</ref>]</p>

              <p>Die Rechte eines Menschen über seine Handlungen und über sein Eigenthum, z. B. eine Ware
        da oder dort zu kaufen, seine Wiesen oder sein Wasser zu benutzen, unterliegen, außer dem
        Falle, daß das Gesetz mit der binnen einem Zeitraume unterlassenen Ausübung ausdrücklich den
        Verlust derselben verknüpfet, keiner Verjährung. Hat aber eine Person der anderen die
        Ausübung eines solchen Rechtes untersagt, oder sie daran verhindert; so fängt der Besitz des
        Untersagungsrechtes von Seite der Einen gegen die Freyheit der Anderen von dem Augenblicke
        an, als sich diese dem Verbothe oder der Verhinderung gefüget hat, und es wird dadurch, wenn
        alle übrige Erfordernisse eintreffen, die Verjährung oder die Ersitzung bewirket (<ref
                  target="#NA.0313">§. 313</ref> u. <ref target="#NA.0351">351</ref>).</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1460">
              <head>§. 1460.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0047-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=650">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA202">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1460">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Erfordernisse zur Ersitzung: 1) Besitz;]</p>

              <p>Zur Ersitzung wird nebst der Fähigkeit der Person und des Gegenstandes erfordert: daß
        jemand die Sache oder das Recht, die auf diese Art erworben werden sollen, wirklich besitze;
        daß sein Besitz rechtmäßig, redlich und echt sey, und durch die ganze von dem Gesetze
        bestimmte Zeit fortgesetzt werde (<ref
                  target="#NA.0309">§. 309</ref>, <ref target="#NA.0316">316</ref>, <ref
                  target="#NA.0326">326</ref> und <ref target="#NA.0345">345</ref>).</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1461">
              <head>§. 1461.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0047-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=650">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA204">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1461">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Und zwar a) ein rechtmäßiger;]</p>
              <p>Jeder Besitz, der sich auf einen solchen Titel gründet, welche zur Uebernahme des
        Eigenthumes, wenn solches dem Uebergeber gebührt hätte, hinlänglich gewesen wäre, ist
        rechtmäßig und zur Ersitzung hinreichend. Dergleichen sind: z. B. das Vermächtniß, die
        Schenkung, das Darleihen, der Kauf und Verkauf, der Tausch, die Zahlung u. s. w.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1462">
              <head>§. 1462.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0048-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=651">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA204">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1462">RIS</ref>]</p>
              <p>Verpfändete, geliehene, in Verwahrung oder zur Fruchtnießung gegebene Sachen können von
        Gläubigern, Entlehnern und Verwahrern oder Fruchtnießern, aus Mangel eines rechtmäßigen
        Titels, niemahls ersessen werden. Ihre Erben stellen die Erblasser vor, und haben nicht mehr
        Titel als dieselben. Nur dem dritten rechtmäßigen Besitzer kann die Ersitzungszeit zu
        Statten kommen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1463">
              <head>§. 1463.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0048-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=651">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA207">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1463">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: b) redlicher;]</p>

              <p>Der Besitz muß redlich seyn. Die Unredlichkeit des vorigen Besitzers hindert aber einen
        redlichen Nachfolger oder Erben nicht, die Ersitzung von dem Tage seines Besitzes anzufangen
         (<ref target="#NA.1493">§. 1493</ref>).</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1464">
              <head>§. 1464.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0048-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=651">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA209">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1464">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: c) echter.]</p>
              <p>Der Besitz muß auch echt seyn. Wenn jemand sich einer Sache mit Gewalt oder List
        bemächtiget, oder in den Besitz heimlich einschleicht, oder eine Sache nur bittweise
        besitzt; so kann weder er selbst, noch können seine Erben dieselbe verjähren.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1465">
              <head>§. 1465.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0049-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=651">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA210">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1465">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: 2) Verlauf der Zeit.]</p>
              <p>Zur Ersitzung und Verjährung ist auch der in dem Gesetze vorgeschriebene Verlauf der Zeit
        nothwendig. Außer dem durch die Gesetze für einige besondere Fälle fest gesetzten Zeitraume
        wird hier das in allen übrigen Fällen zur Ersitzung oder Verjährung nöthige Zeitmaß
        überhaupt bestimmt. Es kommt dabey sowohl auf die Verschiedenheit der Rechte und der Sachen,
        als der Personen an.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1466">
              <head>§. 1466.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0049-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=651">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA212">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1466">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Ersitzungszeit. Ordentliche;]</p>
              <p>Das Eigenthumsrecht, dessen Gegenstand eine bewegliche Sache ist, wird durch einen
        dreyjährigen rechtlichen Besitz ersessen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1467">
              <head>§. 1467.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0049-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=651">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA212">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1467">RIS</ref>]</p>
              <p>Von unbeweglichen Sachen ersitzt derjenige, auf dessen Nahmen sie den öffentlichen Büchern
        einverleibt sind, das volle Recht gegen allen Widerspruch ebenfalls durch Verlauf von drey
        Jahren. Die Gränzen der Ersitzung werden nach dem Maße des eingetragenen Besitzes
        beurtheilt.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1468">
              <head>§. 1468.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0049-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=651">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA214">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1468">RIS</ref>]</p>
              <p>Wo noch keine ordentlichen öffentlichen Bücher eingeführt sind, und die Erwerbung
        unbeweglicher Sachen aus den Gerichts-Acten und anderen Urkunden zu erweisen ist, oder wenn
        die Sache auf den Nahmen desjenigen, der die Besitzrechte darüber ausübet, nicht eingetragen
        ist, wird die Ersitzung erst nach dreyßig Jahren vollendet.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1469">
              <head>§. 1469.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0050-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=651">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA215">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1469">RIS</ref>]</p>
              <p>Dienstbarkeiten und andere auf fremdem Boden ausgeübte besondere Rechte werden, wie das
        Eigenthumsrecht, von demjenigen, auf dessen Nahmen sie den öffentlichen Büchern einverleibt
        sind, binnen drey Jahren ersessen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1470">
              <head>§. 1470.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0050-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=651">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA216">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1470">RIS</ref>]</p>
              <p>Wo noch keine ordentlichen öffentlichen Bücher bestehen, oder ein solches Recht denselben
        nicht einverleibt ist, kann es der redliche Inhaber erst nach dreyßig Jahren ersitzen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1471">
              <head>§. 1471.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0050-1">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=652">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA218">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1471">RIS</ref>]</p>
              <p>Bey Rechten, die selten ausgeübt werden können, z. B. bey dem Rechte, eine Pfründe zu
        vergeben, oder jemanden bey Herstellung einer Brücke zum Beytrage anzuhalten, muß derjenige,
        welcher die Ersitzung behauptet, nebst einem Verlaufe von dreyßig Jahren, zugleich erweisen,
        daß der Fall zur Ausübung binnen dieser Zeit wenigstens drey Mahl sich ergeben, und er jedes
        Mahl dieses Recht ausgeübet habe.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1472">
              <head>§. 1472.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0051-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=652">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA219">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1472">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Außerordentliche.]</p>

              <p>Gegen den Fiscus, das ist, gegen die Verwalter der Staatsgüter und des Staatsvermögens, in
        so weit die Verjährung Platz greift (<ref
                  target="#NA.0287">§§. 287</ref>, <ref target="#NA.0289">289</ref> u. <ref
                  target="#NA.1456">1456</ref>-<ref target="#NA.1457">1457</ref>), ferner gegen die Verwalter der Güter der Kirchen, Gemeinden und anderer
        erlaubten Körper, reicht die gemeine ordentliche Ersitzungszeit nicht zu. Der Besitz
        beweglicher Sachen, so wie auch der Besitz der unbeweglichen, oder der darauf ausgeübten
        Dienstbarkeiten und anderer Rechte, wenn sie auf den Nahmen des Besitzers den öffentlichen
        Büchern einverleibt sind, muß durch sechs Jahre fortgesetzt werden. Rechte solcher Art, die
        auf den Nahmen des Besitzers in die öffentlichen Bücher nicht einverleibt sind, und alle
        übrige Rechte lassen sich gegen den Fiscus und die hier angeführten begünstigten Personen
        nur durch den Besitz von vierzig Jahren erwerben.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1473">
              <head>§. 1473.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0051-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=652">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA223">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1473">RIS</ref>]</p>
              <p>Wer mit einer von dem Gesetze in Ansehung der Verjährungszeit begünstigten Person in
        Gemeinschaft steht, dem kommt die nähmliche Begünstigung zu Statten. Begünstigungen der
        längeren Verjährungsfrist haben auch gegen andere darin ebenfalls begünstigte Personen ihre
        Wirkung.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1474">
              <head>§. 1474.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0052-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=652">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA224">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1474">RIS</ref>]</p>
              <p>Die Eigenschaft eines Familien-Fideicommisses, eines Erbpacht- und Erbzinsgutes geht nur
        durch einen frey eigenthümlichen Besitz von vierzig Jahren verloren.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1475">
              <head>§. 1475.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0052-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=652">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA226">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1475">RIS</ref>]</p>
              <p>Der Aufenthalt des Eigenthümers außer der Provinz, in welcher sich die Sache befindet,
        steht der ordentlichen Ersitzung und Verjährung in so weit entgegen, daß die Zeit einer
        willkührlichen und schuldlosen Abwesenheit nur zur Hälfte, folglich Ein Jahr nur für sechs
        Monathe gerechnet wird. Doch soll auf kurze Zeiträume der Abwesenheit, welche durch kein
        volles Jahr ununterbrochen gedauert haben, nicht Bedacht genommen, und überhaupt die Zeit
        nie weiter als bis auf dreyßig Jahre zusammen ausgedehnt werden. Schuldbare Abwesenheit
        genießt keine Ausnahme von der ordentlichen Verjährungszeit.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1476">
              <head>§. 1476.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0052-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=652">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA229">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1476">RIS</ref>]</p>
              <p>Auch derjenige, welcher eine bewegliche Sache unmittelbar von einem unechten, oder von
        einem unredlichen Besitzer an sich gebracht hat, oder seinen Vormann anzugeben nicht vermag,
        muß den Verlauf der sonst ordentlichen Ersitzungszeit doppelt abwarten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1477">
              <head>§. 1477.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0053-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=652">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA230">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1477">RIS</ref>]</p>
              <p>Wer die Ersitzung auf einen Zeitraum von dreyßig oder vierzig Jahren stützt, bedarf keiner
        Angabe des rechtmäßigen Titels. Die gegen ihn erwiesene Unredlichkeit des Besitzes schließt
        aber auch in diesem längeren Zeitraume die Ersitzung aus.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1478">
              <head>§. 1478.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0053-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=653">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA231">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1478">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Verjährungszeit: Ordentliche.]</p>
              <p>In so fern jede Ersitzung eine Verjährung in sich begreift, werden beyde mit den
        vorgeschriebenen Erfordernissen in Einem Zeitraume vollendet. Zur eigentlichen Verjährung
        aber ist der bloße Nichtgebrauch eines Rechtes, das an sich schon hätte ausgeübt werden
        können, durch dreyßig Jahre hinlänglich.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1479">
              <head>§. 1479.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0053-9">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=653">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA233">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1479">RIS</ref>]</p>
              <p>Alle Rechte gegen einen Dritten, sie mögen den öffentlichen Büchern einverleibt seyn oder
        nicht, erlöschen also in der Regel längstens durch den dreyßigjährigen Nichtgebrauch, oder
        durch ein so lange Zeit beobachtetes Stillschweigen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1480">
              <head>§. 1480.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0054-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=653">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA235">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1480">RIS</ref>]</p>
              <p>Forderungen von rückständigen jährlichen Abgaben, Zinsen, Renten oder Dienstleistungen
        erlöschen in drey Jahren; das Recht selbst wird durch einen Nichtgebrauch von dreyßig Jahren
        verjährt.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1481">
              <head>§. 1481.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0054-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=653">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA238">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1481">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Ausnahmen.]</p>

              <p>Die in dem Familien- und überhaupt in dem Personen-Rechte gegründeten Verbindlichkeiten,
        z. B. den Kindern den unentbehrlichen Unterhalt zu verschaffen, so wie diejenigen, welche
        dem oben (<ref target="#NA.1459">§. 1459</ref>) angeführten Rechte, mit seinem Eigenthume
        frey zu schalten, zusagen, z. B. die Verbindlichkeit, die Theilung einer gemeinschaftlichen
        Sache oder die Gränzbestimmung vornehmen zu lassen, können nicht verjährt werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1482">
              <head>§. 1482.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0054-4">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=653">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA239">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1482">RIS</ref>]</p>

              <p>Auf gleiche Weise wird derjenige, welcher ein Recht auf einem fremden Grunde in Ansehung
        des Ganzen oder auf verschiedene beliebige Arten ausüben konnte, bloß dadurch, daß er es
        durch noch so lange Zeit nur auf einem Theile des Grundes oder nur auf eine bestimmte Weise
        ausübte, in seinem Rechte nicht eingeschränkt; sondern die Beschränkung muß durch Erwerbung
        oder Ersitzung des Untersagungs- oder Hinderungsrechtes bewirkt werden (<ref target="#NA.0351">§. 351</ref>). Eben dieses ist auch auf den Fall anzuwenden, wenn jemand
        ein gegen alle Mitglieder einer Gemeinde zustehendes Recht bisher nur gegen gewisse
        Mitglieder derselben ausgeübt hat.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1483">
              <head>§. 1483.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0055-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=653">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA241">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1483">RIS</ref>]</p>
              <p>So lange der Gläubiger das Pfand in Händen hat, kann ihm die unterlassene Ausübung des
        Pfandrechtes nicht eingewendet und das Pfandrecht nicht verjährt werden. Auch das Recht des
        Schuldners, sein Pfand einzulösen, bleibt unverjährt. In so fern aber die Forderung den
        Werth des Pfandes übersteigt, kann sie inzwischen durch Verjährung erlöschen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1484">
              <head>§. 1484.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0055-0">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=653">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA243">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1484">RIS</ref>]</p>

              <p>Zur Verjährung solcher Rechte, die nur selten ausgeübt werden können, wird erfordert, daß
        während der Verjährungszeit von dreyßig Jahren von drey Gelegenheiten, ein solches Recht
        auszuüben, kein Gebrauch gemacht worden sey (<ref target="#NA.1471">§. 1471</ref>).</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1485">
              <head>§. 1485.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0056-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=654">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA243">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1485">RIS</ref>]</p>
              <p>In Rücksicht der in dem (<ref target="#NA.1472">§. 1472</ref>) begünstigten Personen
        werden, wie zur Ersitzung, also auch zur Verjährung, vierzig Jahre erfordert.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1486">
              <head>§. 1486.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0056-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=654">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA244">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1486">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Außerordentliche kürzere Verjährungszeit.]</p>

              <p>Die allgemeine Regel, daß ein Recht wegen des Nichtgebrauches erst nach Verlauf von
        dreyßig oder vierzig Jahren verloren gehe, ist nur auf diejenigen Fälle anwendbar, für
        welche das Gesetz nicht schon einen kürzeren Zeitraum ausgemessen hat (<ref target="#NA.1465">§. 1465</ref>).</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1487">
              <head>§. 1487.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0056-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=654">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA245">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1487">RIS</ref>]</p>
              <p>Die Rechte, eine Erklärung des letzten Willens umzustoßen; den Pflichttheil oder dessen
        Ergänzung zu fordern; eine Schenkung wegen Undankbarkeit des Beschenkten zu widerrufen;
        einen entgeldlichen Vertrag wegen Verletzung über die Hälfte aufzuheben, oder die
        vorgenommene Theilung eines gemeinschaftlichen Gutes zu bestreiten; und die Forderung wegen
        einer bey dem Vertrage unterlaufenen Furcht, oder eines Irrthumes, wobey sich der andere
        vertragmachende Theil keiner List schuldig gemacht hat, müssen binnen drey Jahren geltend
        gemacht werden. Nach Verlauf dieser Zeit sind sie verjährt.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1488">
              <head>§. 1488.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0057-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=654">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA247">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1488">RIS</ref>]</p>
              <p>Das Recht der Dienstbarkeit wird durch den Nichtgebrauch verjährt, wenn sich der
        verpflichtete Theil der Ausübung der Servitut widersetzt, und der Berechtigte durch drey auf
        einander folgende Jahre sein Recht nicht geltend gemacht hat.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1489">
              <head>§. 1489.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0057-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=654">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA249">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1489">RIS</ref>]</p>
              <p>Jede Entschädigungsklage erlischt nach drey Jahren von der Zeit an, zu welcher der Schade
        dem Beschädigten bekannt wurde. Ist ihm der Schade nicht bekannt worden, oder ist derselbe
        aus einem Verbrechen entstanden; so verjährt sich das Klagerecht nur nach dreyßig
        Jahren.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1490">
              <head>§. 1490.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0057-2">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=654">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA250">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1490">RIS</ref>]</p>
              <p>Klagen über Injurien, die lediglich in Beschimpfungen durch Worte, Schriften oder Geberden
        bestehen, können nach Verlauf eines Jahres nicht mehr erhoben werden. Besteht aber die
        Beleidigung in Thätlichkeiten; so dauert das Klagerecht auf Genugthuung durch drey
        Jahre.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1491">
              <head>§. 1491.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0058-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=654">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA251">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1491">RIS</ref>]</p>
              <p>Einige Rechte sind von den Gesetzen auf eine noch kürzere Zeit eingeschränkt. Hierüber
        kommen die Vorschriften an den Orten, wo diese Rechte abgehandelt werden, vor.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1492">
              <head>§. 1492.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0058-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=654">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA252">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1492">RIS</ref>]</p>
              <p>Wie lange das Wechselrecht einem Wechselbriefe zu Statten komme, ist in der Wechselordnung
        bestimmt.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1493">
              <head>§. 1493.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0058-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=654">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA254">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1493">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Einrechnung der Verjährungszeit des Vorfahrers.]</p>

              <p>Wer eine Sache von einem rechtmäßigen und redlichen Besitzer redlich übernimmt, der ist
        als Nachfolger berechtiget, die Ersitzungszeit seines Vorfahrers mit einzurechnen (<ref target="#NA.1463">§. 1463</ref>). Eben dieses gilt auch von der Verjährungszeit. Bey einer
        Ersitzung von dreyßig oder vierzig Jahren findet diese Einrechnung auch ohne einen
        rechtmäßigen Titel, und bey der eigentlichen Verjährung selbst ohne guten Glauben oder
        schuldlose Unwissenheit Statt.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1494">
              <head>§. 1494.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0058-8">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=655">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA259">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1494">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Hemmung der Verjährung.]</p>
              <p>Gegen solche Personen, welche aus Mangel ihrer Geisteskräfte ihre Rechte selbst zu
        verwalten unfähig sind, wie gegen Pupillen, Wahn- oder Blödsinnige, kann die Ersitzungs-
        oder Verjährungszeit, dafern diesen Personen keine gesetzlichen Vertreter bestellt sind,
        nicht anfangen. Die ein Mahl angefangene Ersitzungs- oder Verjährungszeit läuft zwar fort;
        sie kann aber nie früher als binnen zwey Jahren nach den gehobenen Hindernissen vollendet
        werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1495">
              <head>§. 1495.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0059-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=655">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA261">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1495">RIS</ref>]</p>
              <p>Auch zwischen Ehegatten, dann zwischen Kindern oder Pflegebefohlenen und ihren Aeltern
        oder Vormündern kann, so lang erstere in ehelicher Verbindung, letztere unter älterlicher
        oder vormundschaftlicher Gewalt stehen, die Ersitzung oder Verjährung weder angefangen, noch
        fortgesetzt werden.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1496">
              <head>§. 1496.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0059-6">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=655">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA263">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1496">RIS</ref>]</p>
              <p>Durch Abwesenheit in Civil- oder Kriegsdiensten, oder durch gänzlichen Stillstand der
        Rechtspflege, z. B. in Pest- oder Kriegszeiten, wird nicht nur der Anfang, sondern so lange
        dieses Hinderniß dauert, auch die Fortsetzung der Ersitzung oder Verjährung gehemmet.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1497">
              <head>§. 1497.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0060-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=655">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA264">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1497">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Unterbrechung der Verjährung.]</p>
              <p>Die Ersitzung sowohl, als die Verjährung wird unterbrochen, wenn derjenige, welcher sich
        auf dieselbe berufen will, vor dem Verlaufe der Verjährungszeit entweder ausdrücklich oder
        stillschweigend das Recht des Anderen anerkannt hat; oder wenn er von dem Berechtigten
        belangt, und die Klage gehörig fortgesetzt wird. Wird aber die Klage durch einen
        rechtskräftigen Spruch für unstatthaft erklärt; so ist die Verjährung für ununterbrochen zu
        halten.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1498">
              <head>§. 1498.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0060-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=655">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA267">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1498">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Wirkung der Ersitzung oder Verjährung.]</p>
              <p>Wer eine Sache oder ein Recht ersessen hat, kann gegen den bisherigen Eigenthümer bey dem
        Gerichte die Zuerkennung des Eigenthumes ansuchen, und das zuerkannte Recht, wofern es einen
        Gegenstand der öffentlichen Bücher ausmacht, den letzteren einverleiben lassen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1499">
              <head>§. 1499.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0060-7">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=655">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA268">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1499">RIS</ref>]</p>
              <p>Auf gleiche Art kann nach Verlauf der Verjährung der Verpflichtete die Löschung seiner in
        den öffentlichen Büchern eingetragenen Verbindlichkeit, oder die Nichtigerklärung des dem
        Berechtigten bisher zugestandenen Rechtes und der darüber ausgestellten Urkunden
        erwirken.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1500">
              <head>§. 1500.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0061-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=655">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA270">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1500">RIS</ref>]</p>
              <p>Das aus der Ersitzung oder Verjährung erworbene Recht kann aber demjenigen, welcher im
        Vertrauen auf die öffentlichen Bücher noch vor der Einverleibung desselben eine Sache oder
        ein Recht an sich gebracht hat, zu keinem Nachtheile gereichen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1501">
              <head>§. 1501.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0061-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=655">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA272">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1501">RIS</ref>]</p>
              <p>Auf die Verjährung ist, ohne Einwendung der Parteyen, von Amts wegen kein Bedacht zu
        nehmen.</p>
            </div>
            <div xml:id="NA.1502">
              <head>§. 1502.</head>
              <p>[<ref target="http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba000146-0061-3">Druck 1811</ref> ::
<ref
                  target="http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=jgs&amp;datum=1012&amp;page=655">JGS 946</ref> ::
<ref
                  target="http://books.google.at/books?id=-HRDAAAAcAAJ&amp;pg=PA272">Zeiller Commentar</ref> ::
<ref target="http://www.ris.bka.gv.at/Ergebnis.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Titel=Allgemeines+bürgerliches+Gesetzbuch&amp;Gesetzesnummer=10001622&amp;VonParagraf=1502">RIS</ref>]</p>
              <p>[Marginalie: Entsagung oder Verlängerung der Verjährung.]</p>
              <p>Der Verjährung kann weder im voraus entsagt, noch kann eine längere Verjährungsfrist, als
        durch die Gesetze bestimmt ist, bedungen werden.</p>
            </div>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
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<div xml:id="Note1"><p>1. Vgl. dazu: "3. Randschriften (sog. Marginalrubriken), überschriften. &#8212; Streitig ist, ob die Marginalien, heute überschriftenartig abgedruckt, Gesetzestext sind oder nicht. Richtigerweise handelt es sich um Gesetzestext. Interessant jedenfalls ist, daß man das ABGB unter JGS 946 zitiert, gleichzeitig aber die Marginalrubriken immer wie einen Gesetzestext anführt, Marginalien sogar novelliert, dabei aber darüber hinwegsieht, daß JGS 946 keine Marginalien kennt. &#8212; Die in manchen Gesetzesausgaben &#8212; nach dt. Vorbild &#8212; vom Herausgeber selbstformulierten Marginalien sind nicht Gesetzestext." Allgemeiner Teil des bürgerlichen Rechts, von Franz Gschnitzer, Sabine Engel, Christoph Faistenberger, Christian Markl, Heinz Barta (1992) S. 59.</p></div></div></div></div></div></div>

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 </text></TEI.2>
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