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        <title>Die ältesten Statuten der Stadt und des Bisthums Trient</title>
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        <title ref="http://gams.uni-graz.at/repat">Repertorium.at - Archiv des Repertorium digitaler
                    Quellen zur österreichischen und deutschen Rechtsgeschichte in der Frühen Neuzeit von
                    Heino Speer</title>
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          <title>vor 1425 :: Die ältesten Statuten der Stadt und des Bisthums Trient in
                        deutscher Sprache.</title> In: <editor corresp="marcrelator:edt">
            <persName ref="http://d-nb.info/gnd/1102400343">
              <forename>Johann Adolf</forename>
              <surname>Tomaschek</surname> (Hrsg.). </persName>
          </editor>
          <series>In: Archiv für Kunde österreichischer Geschichts-Quellen 26</series>
                        (<date
            when="1861">1861</date>) <biblScope from="113" to="204">113 -
                        204.</biblScope>
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      <editorialDecl>

        <p>Quelle: Tomaschek, Johann A.: Die ältesten Statuten der Stadt und des Bisthums
                    Trient in deutscher Sprache. In: <ref
            target="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=71">Archiv für Kunde österreichischer Geschichts-Quellen ; 26. 1861, S. 113 -
                        204</ref>. <lb/>Hier nur: Wörtlicher Abdruck der Statuten ohne die
                    Beifügungen Tomascheks, die in den Faksimiles eingesehen werden können. Direkte
                    Verweise auf die Clesischen oder Ulrich'schen Statuten, langobardisches Recht
                    und das Stadtrecht von Meran wurden in Anmerkungen zu den jeweiligen Kapiteln
                    zusammengefasst. <lb/>Die deutschen Statuten hat <ref target="/o:repat.trient-voltelini-1902#61">v. Voltelini</ref> auf "vor 1425"
                    datiert. H.S.</p>
      </editorialDecl>
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      <projectDesc>
        <p>Teil von <ref target="info:fedora/context:repat" type="context">repat</ref>
        </p>
        <p>Das Projekt archiviert die digitalen Quellen zur österreichischen und deutschen
                    Rechtsgeschichte in der Frühen Neuzeit, die Heino Speer seit 2007 gesammelt
                    hat.</p>
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        <prefixDef ident="marcrelator" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://id.loc.gov/vocabulary/relators/$1">
          <p>Institutionelle und Personale Rollen taxonomie</p>
        </prefixDef>
        <prefixDef ident="dcterms" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://purl.org/dc/terms/$1">
          <p>Datums Taxonomie</p>
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        <language ident="de">Deutsch</language>
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                <date type="dcterms:temporal" when="1424">vor
                            1425</date>
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      <div xml:id="Editorial_Tomaschek">
        <pb facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=117" n="113" xml:id="S.113"/>
        <head>[Editorial Tomaschek] Wörtlicher Abdruck der Statuten.</head>
        <p>Bei den einzelnen Capiteln wurde auf die entsprechenden der Clesischen (ohne
                    weitere Bezeichnung) und Ulrich’schen Statuten verwiesen. Diese erweisen sich in
                    der Regel, wo nicht Erweiterungen, Zusätze, Änderungen und Weglassungen
                    eintreten, als eine wörtliche Übertragung des deutschen Textes in’s Lateinische.
                    Sie konnten daher mit Erfolg dazu benutzt werden, um einzelne Stellen desselben,
                    die durch Sprache, Ausdruck und Fügung schwerer verständlich waren, zu
                    erläutern.</p>
        <p>Die hinzugefügten Anmerkungen, so weit sie Stellen aus anderen Rechtsquellen
                    anführen, sollen dazu dienen, den inneren Zusammenhang der Statuten mit dem
                    langobardischen Volksrechte, mit der ihnen vorangehenden Rechtsentwickelung
                    Trients und anderen auf gleichen Ursprung zurückzuführenden Rechtsquellen wenn
                    auch nicht in erschöpfender Weise, doch in so weit zur Anschauung zu bringen,
                    als es eben genügend sehien, das in der Einleitung Gesagte über den Charakter
                    der Statuten zu stützen.</p>
        <p>Bei der so interessanten Rechtsquelle für die Inseln Curzola und Melit vom Jahre
                    1271 bedauern wir nur, dass der Hormayr’sche vielfach uncorrecte Abdruck benützt
                    werden musste. Dr. Gustav Wenzel hat sie in seinen Beiträgen zur dalmatinischen
                    Rechtsgeschichte im Mittelalter bei seinen „Studien über den Entwickelungsgang
                    des Rechtslebens auf der Insel Curzola“ (Archiv für Kunde österr.
                    Geschichtsquellen Bd. IV, S. 511 — 581 und Bd. VII, S. 361—422) nicht in
                    Beachtung gezogen.</p>
        <p>Die bei dem Abdrucke der Quelle befolgte Interpunction und Vertheilung der
                    grossen Buchstaben rührt von mir her, da die Handschrift die principlose Willkür
                    in diesen Punkten mit den anderen Aufzeichnungen dieser Zeit gemein hat und ein
                    ängstliches Festhalten an der Originalvorlage hierin gänzlich nutzlos und nur
                    dem Verständnisse des Textes abträglich gewesen wäre.</p>

        <p>Bei der Zählung der Capitel wurden zum Unterschiede für die alten Statuten
                    arabische, für die neuen römische Ziffern gewählt. <pb
            facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=118" n="114" xml:id="S.114"/>
        </p>
      </div>
      <div xml:id="Text">
        <p>Daz sein die statut vnd ordenung beschehen durch den rat der kirchen Trint zw
                    eren des almechtigen gotz vnd seiner gepererin vnd muter Marien vnd des heiligen
                    sand Vigilien martirers vnd pischoff vnd haupther der kirchen Trintt vnd aller
                    heyligen Gottes vnd zw den eren vnd stant des vorgenanten goczhauses.</p>
        <div xml:id="NA.1">
          <head>1. Von dem ayd vnd trew dem pischoff ze halten.</head>

          <p>Am ersten seczen wir vnd orden, daz all amptleut vnd ein jechlicher besunder
                        vnd alle rat leut, al purger der stat zw Trint, al kirchprobst, al ander
                        amptleut aller pfarren, aller dorffer, aller burgen, aller vesten in dem
                        pistumb vnd gepiet zw Trint schuldig sint leiplich zw sweren zu dem heiligen
                        ewangelij ze helffen mit leib vnd mit gut dem pischoff zw Trint in allen
                        seinen rechten, eren vnd räten vnd auch gehorsam ze sein seinem hauptman vnd
                        ire zaichen oder wappen mit dem leib vnd mit rosz, mit harnasch, als oft vnd
                        sein not beschicht, ze dienen vnd ze thuen al sein vermügen in allem dem,
                        daz in gepoten wirt, mit ganczer andacht vnd vntertanichait vnd
                        dinstperchait an des bischofs hofstat an alles vbel oder geüer jere ampt
                        treulich zw folfuren, vnd albeg ein rechten warhaftigen vnd getreuen rat
                        geben dem pischoff oder seinem capitany, vnd ob daz wär, daz jer einem
                        gesagt wurd, daz da ein burff oder abczihung praeht dem pischoff oder sein
                        steten oder seinen vesten oder burgen oder dorffern, wie pald er daz kan
                        oder mag, sol er daz durch sich selbs oder seinen besundern poten kunt thun,
                        vnd ob daz wär, daz ym ichts heymleichs auff geseczt wurd oder empfollen vom
                        pischoff oder von seinen capitany oder von seinem amptman, daz sol er
                        niemant offenbaren, vnd albeg sol er sich streitperlich stellen wider des
                        pischofs veinde.<note
              n="N.1" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.1">L. III, De criminalibus c. 1</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CII </note>
            <pb facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=119" n="115" xml:id="S.115"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.2">
          <head>2. Von den, die haimlichs raunen, freuet oder ze samen sweren tetten, daz
                        dem pischoff zw schaden chäm.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, ob indert ein person hat getan ein haimliches
                        raunen oder ainer zw samen sweren oder ein freuet mit einer andern person,
                        mit einem herrn oder edling, daz da schaden pracht dem pischoff oder der
                        stat zw Trint oder seinen vesten, burgen oder dorffern vnd steten, ob daz
                        ist, daz sy sind edet, so sol man sy enthaupten, oder daz sy sünst sterben,
                        oder ist er ein gemainer man, so sol man in hahen an den galgen mit der
                        gurgel, | also daz er sterb. Ist es aber ein beip, so sol man sy prennen als
                        ein schuldige vnd ein verräterin, doch also zw behalten dem pischoff oder
                        der an seiner stat verbeset sein aigen willen zw meren oder zw minderen die
                        pen, die oben geschriben ist, daz er da mit thue nach seinem aigen willen
                        als der thät oder der person oder der zeit frumkait wil etc.<note
              n="N.2" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.2">L. III, De criminalibus c. 2.</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CIII.</note>
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          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.3">
          <head>3. Von den die wissentlich keczer vnd ander solch leut in iren heusern
                        halten.</head>

          <p>Item wir seczen vnd (orden), daz chain person sol wissenleich halten in
                        seinem haus speckloter, trunckenpolcz, hantspiler, die petler die sich
                        haissent willig armüt, czbeifler des gelaubens, nolharten, di keczer genant
                        sein albanesen mit iren falschen poten vnd mit irer geschelschaft, noch
                        ander keczer wider den heiligen cristen gelaüben, man sol in auch wer, hilff
                        noch rät tun; vnd wer die obgenanten stuck vbertrët, der sol gaistlich vnd
                        weltlich darvmb gestraft werden.<note
              n="N.3" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.4">L. III, De criminalibus c. 4</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CV.</note>
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          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.4">
          <head>4. Die Got vnd vnser liebe frauen schelten.</head>

          <p>Item ob indert ein person schult oder fluchet Got oder seiner gepererin Marie
                        oder seinen heiligen, der sol gepust oder gepeiniget werden, als oft als er
                        daz vbel thut in C [gß], als oft er schilt Got vnd vnser frauen Mariam; vnd
                        auch als oft er schilt sein heiligen, sol er geben lx ₰, die sol er geben
                        zbifeltichlich; vnt ob er sy nit hat zw beczalen, als oft er hat gescholten,
                        als oben geschriben stet, so sol man in drey mal in daz wasser die Etsch
                        stossen; vnd ein jecklicher, der die scheltwort hort, der sol in verklagen.
                        vnd der mag vnd sol auch nemen halben tail der pen, ob daz ist, daz sich die
                        clag warhaftichlich erfindet.<note
              n="N.4" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.5">L. III, De criminalibus c. 5</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CVI</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.5">
          <head>5. Der ein andern in czorn mit der hant oder mit der faust geschlagen
                        hat.</head>

          <p>Item ob jemant den andern schlecht in czornigem mut in des pischoffs hoff
                        oder palast, der wirt gepuest vnd gepeinigt in XXV lb ₰ Ob aber einer ain
                        schlecht anderswo, jn XX pfunt ₰, doch daz man an sech die person des, der
                        geschlagen ist, und der den schlag hat getan, also doch daz dem der
                        geschlagen ist vor den genug geschech nach des statutum willen, doch <pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=123" n="119"
              xml:id="S.119"/>
                        daz die pen nit geringert werd, ob daz wär, daz der dem richter geclagt hiet
                        der den schlag hat geliten, vnd der richter ist des pflichtich ze forschen
                        von gerichts wegen.<note
              n="N.5" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.7">L. III, De criminalibus c. 7</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulr. c. CVIII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.6">
          <head>6. Daz einer den andern mit plossem messer an lauft.</head>

          <p>Item ob indert einer thet ausstos oder sprung wider den andern jn czornigem
                        müt mit einem verczogen messer oder mit einem andern waffen, daz er ain wolt
                        schlagen vnd doch nit schlüg, der sol gepust werden zw jedem mal, als er
                        auff in ist gesprungen, in X lb. Di minderung der pen stet in dem gebalt des
                            richters.<note
              n="N.6" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.14">L. III, De criminalibus c. 14</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulr. c. CXV</note>
            <pb facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=124" n="120" xml:id="S.120"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.7">
          <head>7. Da ainer mit swert, stainen oder mit knuteln ein person
                        schlecht.</head>

          <p>Item ob yemant mit eynem swert, mit einem stain oder mit einem knutel oder
                        mit waz andern waffen jn czornigem mut ein ander person schlüg, vnd von dem
                        schlagen der geschlagen nicht sturb noch glid verlure oder abgeschniten
                        wurd, vnd daz daz schlagen geschäch auff daz haupt oder augen oder antlicz
                        oder hals, oder ob die schleg oder die bunden plutet, der schlager sol
                        gepuest jn l lb perner; vnd ob die schleg nit pluten so sol der schlager
                        geben vnd gepuest werden jn XXV lb ₰; vnd ob daz plut nit ausgett von den
                        schlegen, so gibt der schlager XV lb ₰ perner, also doch daz dem der da
                        gelaidigt ist worden sein schad werd abgetragen.<note
              n="N.7" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.11">L. III, De criminalibus, c. 11</ref>, sehr verändert.<lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CXII.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.8">
          <head>8. Der in czorn ein andre person mit der faust oder mit der hant
                        schlecht.</head>

          <p>Item ob einer in czornigem müet vnd in vbler mas schlueg ein andre person mit
                        der faust oder mit der hant vnter daz antlicz vnd es doch nit plutrust
                        macht, der schlager sol verdampt vnd verpeniget werden in xx lb ₰ par;
                        schlecht er in aber an ain andern tail dez leibs, so sol er geben lx ₰ par;
                        vnd oh er schlecht vnter die augen oder antlucz mit der hant oder faust also
                        daz er pluet, so ist er schuldig xxx lb ₰ par, doch daz man an sech die
                        frumchait des gelaidigten, vnd auch daz ym werd ab getragen der schaden, der
                        da gelaidigt ist worden.<note
              n="N.8" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.8">L. III, De criminalibus c. 8</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulr. c. CX</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.9">
          <head>9. Daz die sindicken der pfarren schuldig sind totschleg vnd ander chrieg
                        ze melden.</head>

          <p>Item daz kirchprobst aller pfarkirchen des pisthums ze Trint sind pflichtig
                        pey der entpfang dez heiligen sacraments ze offenbaren von in selbs oder von
                        irem eleichen poten dem pischoffe oder seinem hauptman oder <pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=125" n="121"
              xml:id="S.121"/>
                        seinem vicario alle totschleg, alle die die menschen gebundet hetten, krieg,
                        al missehelung vnd anzundung, alle mort, alle freuel, die geschehen sind
                        oder all ander vbel tat, die geschehen sind in dorffern der pfarkirchen oder
                        in seinem gepiet oder da selbs vmb an dem tritten tag, dar nach vnd es
                        geschehen ist, vnd als pald ym die vbel tät kunt wirt getan oder geoffenbart
                        birt, oder offen schray da von wirt, vnd wer da wider tätt, der sol gepüest
                        werden zw jectzlichem mal, vnd er darvber tritt, jn xxv lb par ₰.<note
              n="N.9" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.29">L. III, De criminalibus c. 29</ref>. — 
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulr. c. CXXIV</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.10">
          <head>10. Von den leuten der dorffer, die schuldig sind die totschleg den
                        sindicken zw verchunden etc.</head>

          <p>Item daz die menschen der vorgenant dorffern oder pfarren ausserthalben der
                        stat sind pflichtich vnd sollen verchunden oder verchunden haissen jren
                        kirchbrobst oder seine jngesinde alle vorgesprochne dinck vnd ein jeklichs
                        besunder des selbigen tags oder nachchunftigen, dar nach als es geschehen
                        ist, vnd ob daz nit geschäch, so sullen sy vmb ein jetzlichs stuck
                        besunderlich gepuest berden jn lx lb. ₰ par etc.<note
              n="N.10" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.63">L. III, De criminalibus c. 63</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulr. c. CXXV</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.11">
          <head>11. Die mit gefanter hant zw einem rumor lauffent.</head>

          <p>Item daz chain person sol zw gen oder lauffen zw kainem krieg mit gefaffenter
                        hant durch dez willen, daz er wel geben hilff oder ratt oder chain gunst
                        kainem tail dez kriegs, vnd welcher da wider tüet, zw aller weil vnd stund
                        sol er gepuest werden in x lb, doch zw behalten, daz ssy mugen lauffen da
                        nach vbeltatern mit gebaffenter hant, daz man sy fache.<note
              n="N.11" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.64">L. III, De criminalibus c. 64.</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CXXVI</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.12">
          <head>12. Die ein frauen bechant haben, die ein man hat.</head>

          <p>Item ob etwar bezbunckleich erchant ein frauen, die do hat ein man, ob sy ist
                        ein erberg beib, so sol man dem vbeltater daz haupt abschlagen, daz er
                        sterb, doch ob daz ist, daz er nicht frid hat von dem manne der erchanten
                        frauen; hot er aber frid von dem man vnd von der frauen, do sol man in
                        pussen mit einer pfenning pues durch willen der herschaft, vnd der selbig
                        frid sol gemacht sein jn einem monhat von der zeit, so die sund ist
                        volpracht, vnd so daz monat vergangen ist, vnd ob darnach ein frid wurd
                        gemacht, der frumpt vnd wurckt nit, vnd ob die vnerber wär, so sol man den
                        vbeltäter puessen jn C lb ₰, vnd doch ob daz ist daz der vbeltater nit frid
                        hat von dem man der frauen vnd auch von der frauen, die erchant ist worden,
                        jn ejnem monat; jst aber daz der frid hat jnderthalb der czeit ains monats,
                        so sol man jn puessen in l lb ₰, vnd ob er daz nit bezalen mag, so sol man
                        in legen jn den karcker vnd vancknus nach dem willen dez herren.<note
              n="N.12" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.65">L. III, De criminalibus c. 65</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulr. c. CXXVII</note>
            <pb facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=126" n="122" xml:id="S.122"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.13">
          <head>13. Der ein frauen bechant hiet mit jrem willen vnd die ein man
                        hiet.</head>

          <p>Item ob einer erchant ein beib, die ein mon hat, mit irem gunst vnd willen,
                        vnd daz sy dar zw nit genotet wurd, vnd ob sy ein erberg weib ist: daz sy
                        ist ein beib, die einen guten lob vnd spruch hat, so sol man denn vbeltater
                        puessen in C.C. lb ₰, ob er nit frid hat von der frauen man, als oben
                        geschriben ist. Hat er aber frid von dem man, so sol er geben l lb ₰. Mag er
                        aber des gelcz nit beczalen, so sol er gefangen ligen, als lang der herr
                        wil, vnd die fraw sol gepuest werden nach der gesaczten pues. Ist aber ein
                        beib, die aus posem lob ist, oder ein eprecherin, so sol man den man, der
                        mit jr gesundet hat, pessern vmb xxv lb, ob er nit frid hat von dem man der
                        frauen, vnd daz beib sol geben x lb ₰ jnerthalb eines monats, oder man sol
                        sy offentlich durch di stat schlagen.<note
              n="N.13" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.66">L. III, De criminalibus c. 66</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CXXVIII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.14">
          <head>14. Die mit gebalt frauen, junckfrauen vnd auch nit junckfrauen, noch die
                        man haben, bechant haben etc.</head>

          <p>Item ob einer mit freuel oder wider ainer willen erchennet fleislich oder
                        leiplich ain frauen oder ein junckfrauen, dem sol man ab schlagen sein
                        haupt, vnd daz hat kraft, ob er nit frid gewinnet jnerthaib eines monats von
                        der frauen. Ist aber daz er frid hat, so sol man jn pussen jn CC lb ₰. Mocht
                        er aber nit peczalen, so sol er gefangen ligen nach dem willen des herrn. Ob
                        sy nicht ein junckfraw noch ein efraw ist, so sol man yn puessen in CC lb.
                        Hat er des gelts nit ze geben, so sol er ym kercker ligen nach dem willen
                        der herschaft.<note
              n="N.14" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.68">L. III, De criminalibus c. 68</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CXXIX</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.15">
          <head>15. Ob etlicher frauen oder junckfrauen vber furt vnd leiplich pechant
                        het.</head>

          <p>Item ob etlicher petreugt oder laicht ein frauen oder ein junckfrauen vnd
                        erchant sy leiplich von jres aigen willen wegen vnd vngenotet, vnd ob sy ist
                        pey irem vater, vnd der vater ist eines guten lobs vnd spruchs, vnd
                        geschicht daz an des vaters willen, der ist schuldig ein lb ₰. Geschicht
                        aber daz mit dez vaters willen, so beczalt er nichts, vnd ob sy nit ein
                        vater hat so sol er geben C lb. ₰.<note
              n="N.15" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.68">L. III, De criminalibus c. 68, Absatz 2</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CXXX</note>
            <pb facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=127" n="123" xml:id="S.123"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.16">
          <head>16. Daz die frauen schuldig sein jren freunten solchen freuel oben berurt
                        zw verchunden.</head>

          <p>Item daz die beiber oder jr vater oder muter, anicken oder ändel oder pruder
                        pflichtich vnd schuldig sind ze clagen vnd ze offenbaren die freuel oder
                        laidigung, die jren freunten geschehen sind, dem pischoff oder seinem
                        capitany oder seinem vicarj jnner xv tagen darnach vnd sy ym besehen sind;
                        an daz wan die xv tag vergent vnd hin sind, so gelaubt man nicht, daz die
                        freue! wider iren willen sey geschehen.<note
              n="N.16" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.69">L. III, De criminalibus c. 69</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CXXXI</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.17">
          <head>17. Die ainem gelt heten geben einen anderen zw erstechen.</head>

          <p>Item ob einer gelt gibt durch der sach willen, daz man einen menschen sol
                        totten, jst derselb edel, so sol man ym daz haupt abschlahen; ist er aber
                        nit edel, so sol man in hahen, also daz er sterb; vnd nimpt einer oder mer
                        gelt durch dez willen, daz er ein person sol toten, der sol geczogen oder
                        geschlaipft werden, vnd man sol in pinden zw dem swancz eines esels, vnd
                        darnach sol man in hahen mit der gurgel, also daz er sterb, vnd geit einer
                        gelt, daz man einen sol wunden oder mer, nicht daz man sy totte, der sol
                        beczalen CC lb ₰, vnd ob er die nit mag beczalen jn einer frist eines
                        monats, dem selbigen sol man ein hant abschlagen, vnd der daz gelt nimpt
                        durch des willen, daz er einen wundet: einen edeln oder sunst ein wirdige
                        person, der sol verdampt werden jn V hundert lb ₰, vnd ob er daz gelt nit
                        peczalen mag oder geben, dem sol man abschlagen einen fües vnd ein hant, vnd
                        nimpt einer gelt da vmb, daz er wunt ein vnbirdige person, so sol er geben
                            ij<hi
              rend="sup">c</hi> lb, vnd ob er daz gelt nit gehaben mag, so sol
                        man ym ein hant abschlagen, ob daz schlagen nit ist mit dem werch volbracht.
                        Ist aber daz schlagen volpracht, also daz, der geschlagen ist worden,
                        gestorben, der daz hat gehaissen, den sol man enthaupten, vnd der daz slahen
                        getan hat, den sol man hahen an den galgen; vnd ob ainer einen schlecht oder
                        wundet, also daz der bunt nit gestorben ist dan, der in gebundet hat, hat er
                        in gebundet vnter dem antlucz oder hat in bechrenckt oder gelempt ein lid,
                        so sol man den schlager hohen an den galgen; hot er in aber anderswo in
                        seinem leichnam gewundet, so sol man ym ein fues vnd ein hant
                            abschlagen.<note
              n="N.17" place="foot">
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. CXXXII</note>
            <pb facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=128" n="124" xml:id="S.124"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.18">
          <head>18. Die falsch muncz gemacht haben.</head>

          <p>Item wer da falsche muncz jn der stat zw Trint oder in dem gepiet vnd pistümb
                        macht oder schlecht, den sol man verprennen etc.<note
              n="N.18" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.71">L. III, De criminalibus c. 71</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CXXXIII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.19">
          <head>19. Der falsche müncz haisset machen.</head>

          <p>Item ob ein person haist oder schaft machen ein falsche muncz jn der stat zu
                        Trint oder in dem pistumb, ist er edel, so so! man ym abschlahen daz hauptt
                        als einem felscher; jst er aber ein gemainer man, so sol man in verprennen
                        an gnad etc.<note
              n="N.19" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.72">L. III, De criminalibus c. 72</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulr. c. CXXXIV</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.20">
          <head>20. Die bissentlich jn dem pistumb solch falsch muncz ausgeben haben
                        etc.</head>

          <p>Item ob ainer hat ausgeben oder verczert in der stat zw Trint oder in irem
                        gepit falsche muncz mit wissen, vnd ob der muncz ist wenig, so sol man ym
                        abslagen die rechte hant; jst aber der muncz vil, so sol man in verprennen,
                        vnd die clain zal der muncz sol pringen hinder dreien pfunden, vnd die gros
                        czal der muncz ist waz vber trew pfunt ist, doch zw behalten, daz er die
                        hant mag losen mit willen der herschaft.<note
              n="N.20" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.73">L. III, De criminalibus c. 7 3</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulr. c. CXXXV</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.21">
          <head>21. Die die muncz peschneiden.</head>

          <p>Item ob ein person oder ein mensch beschneidet oder beschert etlich müncz
                        vber die masz iij lb par, der sol gepuest werden in V<hi
              rend="sup">c</hi>
                        pfunt ₰ vnd ob er daz selb gelt nicht gibt in einem monat, so sol man ym
                        abschlagen die recht hant; hot er aber die muncz peschniten hinder dreien
                        pfunden, so sol er geben hundert pfunt par; mag er aber daz gelt nit
                        beczalen, so sol er ym karcker ligen, als lang der herr wil.<note
              n="N.21" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.74">L. III, De criminalibus c. 74</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulr. c. CXXXVI</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.22">
          <head>22. Die falsch instrument gemacht heten.</head>

          <p>Item ob ein noder macht ein falsch jnstrument wissentlich oder petriegenlich,
                        vmb daz erst falsch jnstrument sol man jn peinigen und pesseren jn
                        drenhundert pfunt ₰ vnd sol ewicklich er beraubt sein seines noder ampts als
                        ein felscher, vnd mag er daz gelt nit peczalen, so sol man ym abschlagen die
                        rechte hant, vnd ist daz er zw dem anderen mal ein falsch jnstrument macht,
                        so sol man ym sein rechte hant zw spalten vnd teilen, also daz sy von dem
                        arme chum, vnd vmb das drit jnstrument daz er fälschlich macht, sol man in
                            verprennen.<note
              n="N.22" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.57">III, De criminalibus c. 57</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulr. c. CXXXVII</note> [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=129" n="125" xml:id="S.125"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.23">
          <head>23. Die vor dem gericht falsche jnstrument wissentlich furbringen
                        etc.</head>

          <p>Item ob ein person vor gericht ym nucz wolt machen vnd fur pracht falsch
                        jnstrument wissentlich vnd petrieglich jm zw frumen vnd dem der in fur
                        gericht hat geladen zw schaden, der sol gestraft vnd gepuest werden vor
                        gericht vmb daz ain jnstrument, daz er fur gericht hat pracht, jn C. C.
                        pfunt ₰ vnd er verleust auch sein sach; vnd ob er daz gelt nit aus richt in
                        einem monat, so sol er sein ym karcker, als lang der herr wil; pringt er
                        aber mer den ein falsch jnstrument fur wissentlich vnt macht ym die nucz
                        wissentleich, oder ob er ym die nucz wolt machen dan, fur ein jecklich
                        jnstrument vber die pen des ersten jnstruments sol er geben hundert pfunt,
                        vnd ob er die pen nit czalt ee daz ein monat aus get, so sol man ym die
                        rechte hant abschlagen vnd von dem arem thun, vnd sol auch er verliesen sein
                        sach, darvmb er die falsche jnstrument hat furpracht.<note
              n="N.23" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.75">L. III, De criminalibus c. 75</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CXXXVIII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.24">
          <head>24. Die vor gericht falsche czeugnus geben haben oder geben.</head>

          <p>Item ob ein person vor gericht thuet oder geit falsche czeugnus wider ein
                        andre person vm zu schaden oder zw verlust, ob daz ist daz der begert, der
                        da schaden genomen hat, so sol man den straffen als ein felscher in C
                        hundert pfunt ₰ vnd ob ers nit zalt jn einem monat, so sol man ym die zung
                        aus dem mund schneiden.<note
              n="N.24" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.58">L. III, De criminalibus c. 58</ref>
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              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.59">c. 59</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c.
                            CXXXIX</note> [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=130" n="126" xml:id="S.126"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.25">
          <head>25. Die etlich leut dar zw verfuert haben falsche zeugnus zu geben.</head>

          <p>Item ob ein man ein betreugt ainen ze sagen ein falsche czeugnus, mit welcher
                        masz daz beschicht vor dem rechten ze vnrechten vnd schaden einer andern
                        person, die sollen gleich also gestraft werden, oben geschriben stet.<note
              n="N.25" place="foot">
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Url c.
                        CXL</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.26">
          <head>26. Der sich fremder gewer vnderzogen hat an der willen, den sy rechtlich
                        zw gehort.</head>

          <p>Item ob ein person engt oder bechumert ein gewer einer andern person, der da
                        ist ein elicher vnd ein rechter besiczer der selbigen gewer, an redlich
                        sach, der sol gepuest werden in C lb. ₰ vnd vorleust sein arbeit, die er hat
                        geleget auf daz hause oder acker, zw behalten dem seine recht, des die gewer
                        vnd possession ist, daz der die selben enphahe vnd pitt von dem, der sein
                        rechter erb ist etc.<note
              n="N.26" place="foot">
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulr. c. LVII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.27">
          <head>27. Die vor gericht falsch aid haben gethan.</head>

          <p>Item ob einer oder ein person hat gesworen vor gericht vnd falschen aid, der
                        sol gepuest werden jn lx lb. ₰ vmb ain jecklichen falschen swuer oder aid,
                        den er thuet etc.<note
              n="N.27" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.76">L. III, De criminalibus c. 76</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CXLI</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.28">
          <head>28. Die frum frauen hueren haben gehaissen.</head>

          <p>Item ob ein person hiez ein erberg beib in czornigem müet ein hueren, der sol
                        gestraft werden zw iecklichem mal jn x lb ₰ par etc.<note
              n="N.28" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.78">L. III, De criminalibus c. 78</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CXLII</note> [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=131" n="127" xml:id="S.127"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.29">
          <head>29. Die leut haben hayssen liegen, die eines guten leumuts sein.</head>

          <p>Item daz ein person ein andre erberge person, die ein guten spruch hiet,
                        haissen liegen oder andre vnczimliche wort gibt jn czornigem muet, der sol
                        verdampt vnd gepeinigt werden zw jeder fart vnd mal C lb. ₰ par, vnd doch ob
                        er dise wort spricht oder ret in des pischofs palast; spricht er aber dise
                        wort ausserhalb des palast jn czornigem müet, so sol er gestraft werden jn
                        lx lb. ₰, doch also ob dem vnrecht peschicht, der jn liegen hat haissen,
                        also daz er pillich mag sprechen dw leugst etc.<note
              n="N.29" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap. 3.79">L. III, De criminalibus c. 7 9</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulr. c. CXLIII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.30">
          <head>30. Die etlich geber vnd guet zbaien person verkauft haben etc.</head>

          <p>Item ob ein person verkauft ein erb, daz sein ist, oder ein farends guet
                        czbaien personen, jecklicher besunder, also daz er nicht offenbart dem
                        leczten kauffer, daz ers vormals einem andern auch verkauft hat, der wird
                        gepuest vnd gestraft, daz er verleust die possession vnd daz vnberurlich
                        güt, vnd geyt XXV lb par, vnd von dem farenden güet sol er geben X lb ₰ vnd
                        sol dem leczten kauffer wider geben alles, daz er von ym enpfangen hat von
                        gelt oder lon etc.<note
              n="N.30" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.80">L. III, De criminalibus c. 80</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulr. c. CXLIV</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.31">
          <head>31. Die waffen vber die leut czucken.</head>

          <p>Item ob ein person waffen faustet oder zucket an ehaft sach, der sol
                        gepeinigt vnd gestraft werden jn XXV lb ₰. Mag er daz gelt nit beczalen, so
                        sol er ym karcker sein, als lang der herr wil etc.<note
              n="N.31" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.81">L. III, De criminalibus c. 81</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CXLV</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.32">
          <head>32. Der ym rechten vberbunden wirt jn suntlichen sachen etc.</head>

          <p>Item daz in einer yeglichen suntlichen sachen gleich als wol in verkuntnusse
                        als in beklagnus sol der da vberbunden ist seinen vberbunder sein czerung
                        widerkeren, als er mit dem vrtail vberbunden ist.<note
              n="N.32" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.82">L. III, De criminalibus c. 82</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CXLVI</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.33">
          <head>33. Die gemain weg oder wasser bekumert haben etc.</head>

          <p>Item daz ein jeckliche person der stat Trint oder gepiet, da er da
                        wissentlich bechumert hiet gemain weg, oder die dar an stossen mit wassern
                        oder mit pachern, der sol si frey lassen rinnen oder schicken, daz sy frey
                        rinnen vnder XV tagen, als pald es ym verchunt oder zw krieg wirt getan an
                        der stat do er bonung hat; vnd ob er daz nit thuet, so sol er geben v lb ₰
                            [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=132" n="128"
              xml:id="S.128"/>
                        vnd nicht dester minner sol er dar zw geczbungen sein, daz er den beg oder
                        pach raum vnd freylas vnd schaff ze freien, vnd die kirchprobst vnd amptleut
                        der kirchen sindt des pflichtig dem bischoff oder seinem vicarj zw
                        verkunden: vnd ob ein person daz hindret daz in funff tagen nit ze thuen,
                        als pald daz ist sol ze pen geben lx schilling par ₰.<note
              n="N.33" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.93">L. II, De syndicis c. 93</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCLXXXIV</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.34">
          <head>34. Den wein pey der rechten maz zw messen.</head>

          <p>Item daz ein jecklich person, die wein verkauft oder hin geit in der stat zw
                        Trint oder an jrem gepiet, die ist pflichtig nach der masz zw Trint ze
                        messen, die da recht vnd guet sey; vnd wer da wider that oder tuet, der sol
                        gepuest und gepeinigt werden, als oft er wider fert oder vber fert jn V lb
                        vnd jecklicher sol sein beclager sein vnd der selb haben halben tail des
                        pans; vnd ob ein gesworner amptman ist, so sol man ym gelauben; ob er nit
                        ein gesworner ist, so sol man ym dar vmb gelauben, ob er dar vmb swert vnd
                        mit einem czeugen etc.<note
              n="N.34" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.32">L. II. De syndicis c. 32</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCXXI. <lb/>Str. von Meran 1317 (Haupt,
                                Zeitschr. f. d. A. VI, 416</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.35">
          <head>35. Von den beinschencken, die falsche mass halten etc.</head>

          <p>Item ob ein thauerner oder thauernerin oder ein verkauffer des weins gefangen
                        wirt, der in seiner tauern gehabt hat ein falsche mas, der sol gepuest
                        werden, daz er den wein verleust, vnd ze jecklichem mal, so er falsche mas
                        geit oder verkauft, sol er gepuest werden in V lb ₰ par, vnd ein jecklicher
                        sol sein beklager sein, vnd er sol haben halben pan, vnd man sol dar vmb
                        gelauben einem geswornen amptman, ob er dar vmb gesworen hat; ein ander, der
                        daz furpracht, dem sol man gelauben, ob er swert vnd auch einen erbergen
                        zeugen fur bringt etc.<note
              n="N.35" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.33">L. II. De syndicis c. 33</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCXXII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.36">
          <head>36. Die ze clain kopf oder napff oder angster haben etc.</head>

          <p>Item ob ein thauerner oder beinschenk hat einen napff, kopff oder angster,
                        der da clainer ist wan die recht mas, der sol gepeinigt werden vmb ein
                        jecklichen kopff, napff oder angster in V lb. ₰; vnd ein jecklicher mag sein
                        verklager sein, derselb sol auch haben halben tail dez pans, vnd dem sol man
                        auch gelauben, als oben geschriben ist.<note
              n="N.36" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.34">L. II. De syndicis c. 34</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. CXXIII</note> [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=134" n="129" xml:id="S.129"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.37">
          <head>37. Von den die gesalczen fleisch, käes vnd essents ding vorkauffen
                        etc.</head>

          <p>Item daz ein jecklich person der stat Trint oder jres gepiets, die da
                        verkauffent gesalczen fleisch, speck, käes, öl, smalcz, getraid oder fueter
                        vnd aller ander solcher kaufmanschaft, die da ze essen ist, der ist schuldig
                        ze geben ein gute vnd gerechte mas vnd wag; vnd wer darvber füer, den sol
                        man pessern vmb ein jede fart in xx lb. ₰ par; vnd ein jecklicher mag sein
                        verclager sein, und er sol haben halben teil des pans.<note
              n="N.37" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.17">L. II. De syndicis c. 17</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCIX</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.38">
          <head>38. Die falsche wag, mas gehabt haben vnd der selbigen genossen haben in
                        kauffen und verkauffen etc.</head>

          <p>Item ob ein person der stat Trint oder yres gepiets hielt in seinem haus ein
                        falsch wag oder mas vnd nuczet die zw kauffen oder zw verkauffen, der sol
                        gepuest werden in xxx lb ₰ par; vnd ein jecklicher sol sein verclager sein,
                        vnd er sol haben den virden tail dez pans, jn mas als in den vorgenanten
                        artickeln von des aids wegen begriffen ist.<note
              n="N.38" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.94">L. II. De syndicis c. 94</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. CC.LXXXV</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.39">
          <head>39. Von fleisch hackern, die pey irer panck falsch gewicht hetten.</head>

          <p>Item ob ein weger pey seiner wag hat ein falsch gewicht oder wag, den sol man
                        puessen in XX lb ₰ par, vnd ein jecklicher sol in darvmb beclagen, vnd in
                        mas als oben geschriben ist etc.<note
              n="N.39" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.26">L. II. De syndicis c. 26</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCXIX</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.40">
          <head>40. Daz die mulner nit mer nemen sullen, wan in geseczt ist etc.</head>

          <p>Item daz die mulner nit sullen nemen von chainer person, der sy malent, vher
                        daz, daz in aufgeseczt ist: vnd welcher da wider thuet, der sol gepuest
                        werden dar vmb, als oft er daz wider fert, jn lx lb. ₰ par; vnd ein
                        jecklicher mag in dar vmb beclagen; vnd ob er daz gelt nit mag gehaben, so
                        sol man in auf den pranger stellen, als lang der herr wil, vnd man sol dem
                        der den schaden genomen hat gelauben, wen er darvmb swert, jst der selbig
                        eins guten spruchs.<note
              n="N.40" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.46">L. II. De syndicis c. 46</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCXXXV</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.41">
          <head>41. Die mulner, die da falsche mas haben in jren mulen etc.</head>
          <p>Item ob ein mulner ein falsche maz hat in seiner mul, den sol man puessen jn
                        x lb ₰ par; vnd ein jecklicher mag in verclagen, als oben geschriben
                        ist.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.42">
          <head>42. Die da spilen mit wurffelen oder in dem crais vnd anders etc.</head>

          <p>Item daz chain person von der stat ze Trint, von burgen noch von steten, die
                        da sind von dem gepiet da selben bistums, sol nit spilen mit den wurffelen
                            [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=134" n="130" xml:id="S.130"/>
                        noch in dem crais noch kainerley spil, das da ausweist etlich punckt,
                        ausgenomen auf der tafel zw schissen; vnd wer da wider thuet, der sol
                        gepuest werden zw jedem mal vnd spil jn lx lb. ₰ par, ob er daz spil thuet
                        pey dem tag; thuet ers aber pey der nacht, so sol er czbir als vil pen
                        czalen, zw behalten daz ainer mag spiln an etlichen tagen vmb ein benancz
                        gelt aber nit pey der nacht; vnd ein jecklicher mag sy beclagen, als oben
                        begriffen ist.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.43">
          <head>43. Die spilern auff spil leihen.</head>
          <p>Item ob ein person oder mer leihent gelt auff spil, daz da geschicht mit
                        wurffelen, oder zue einem andern spil, daz da ausbeist etlich crais, aus
                        genomen zw dem spil dez tauel schiessens, der sol gestraft werden zw jedem
                        mal oder ein iede person jn C lb; ₰ par, geschicht aber daz spil pey der
                        nacht, so zbifelt sich die pen; vnd mag ein jeczlicher sein verclager sein,
                        vnd der daz gelt hat dar gelihen, der hat chain recht daz gelt wider zw
                        aischen etc.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.44">
          <head>44. Von den jnwonern der taueren, dar in man spilt.</head>

          <p>Item ob in einem haus oder in einer tauern eins wirts wirt gespilt, so sol
                        der der in dem haus wont oder tauerner vnd tauernerin wie oft daz geschicht
                        gepuest werden zw jedem mal in lx lb. ₰ par, beschicht es pey dem tag;
                        beschicht es aber pey der nacht, so sol die pen czbifaltig sein; vnd ein
                        jecklicher sol sein verclager sein, als oben geschriben ist etc.<note
              n="N.44" place="foot">Stat.
                                von Meran 1317. Haupt, Z. f. d. A. VI, 416</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.45">
          <head>45. Von den wurffelleihern zw dem spil.</head>
          <p>Item alle, di da nemen zw dem spil, sy sein wurfelleiher oder helfer des
                        spils oder ander person, die ob dem spil sten, sol jr jecklicher zu
                        jecklichem mal so er daz vber fert gepuest werden jn xx lb. ₰ par, der nur
                        ob dem spil stet; aber der da raiter ist dez spils, der sol gepuest werden
                        in lx lb. ₰ par bey dem tag, aber pey der nacht czbifaltigt sich die pen;
                        vnd ein jecklicher mag sein verclager sein jn obgeschribner mas.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.46">
          <head>46. Die schergen oder frapoten, die falsch potschaft geworben
                        heten.</head>

          <p>Item ob ein pot oder ein leuffel des hofs oder haus ze Trint in der stat, in
                        dem lant oder ausserthalbs lands wirbet oder thuet ein falsche potschaft,
                        der sol gepeinigt werden in X lb ₰ par; vnd geit er die selbigen pen nit in
                        x tagen, so sol man ym die zungen aus schneiden, vnd er sol hin für des
                        ampts der leuffel albeg geraten vnd an sein.<note
              n="N.46" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.42">L. III, De criminalibua c. 42</ref>: De pena viatoris facientis
                            falsam ambasciatem vel relationem <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            52. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CLXIX</note> [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=135" n="131" xml:id="S.131"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.47">
          <head>47. Die gemaine weg vnd strassen begraben hetten.</head>

          <p>Item ob ein person vergrabt oder wuestet mit czeunen oder mit pfalen oder mit
                        welcherlay ander ding an redlich erber sach etlich strassen oder gemainweg,
                        der sol gepuest werden vmb ein yecling ding, damit er daz geirret hat, vnd
                        ze iedem mal in lx lb. ₰ par, und er sol wider prengen die vorgenanten
                        strassen vnd weg etc.<note
              n="N.47" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.70">L. II, De syndicis c. 70</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCIX</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.48">
          <head>48. Die mauren oder czeun gemacht heten auff ein ander gewer.</head>

          <p>Item ob ein person machet oder hiesse machen einen czaun oder maur oder
                        verdurnen oder vergraben oder vergrüben oder ein czymer auf ein fremdes
                        ertrich vnd besiczung an redlich sach vnd an recht vnd auch auff daz guet,
                        das ein ander besasse, an sein willen vnd wissen, der sol, als oft er dar
                        vber drit, gepust werden vnd zw schaden komen zw ieglichen mal jn x lb ₰
                        par, vnd die vorgenanten possession sol gefreidt werden als des ersten an
                        als gestreus oder zw spruch der richter, vnd in die yecz genant pen felt er
                        nit, ob ym die schuld nit verkundet wirt, aber die selb possession oder
                        besiczung sol wider gegeben werden dem, des sy ist, als oben geschriben
                            ist.<note
              n="N.48" place="foot">
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Rovoretana c. 236</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.49">
          <head>49. Die mit frawel ein pach auff eins andern possession keren.</head>

          <p>Item ob ein man oder person betrieglich oder geuarlich kert oder laitet den
                        val ains wassers auff eins andern menschen besiczung, der sol gepuest werden
                        in X lb ₰ par zw ieder fart, als er daz ubel thut, vnd den schaden ist er
                        pflichtig zw beczalen, doch daz ein jeglich person sol ir selber helffen in
                        dem seinen, vnd an aller stat mag er gesuchen seinen aygen nucz vnd fromen,
                        wan die gemain nucz, vnd darvmb mag er wol ab dem seinen gelaiten pach oder
                        wasser geng auff gemain weg.<note
              n="N.49" place="foot">
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Rovoretana c. 237: De his, qui
                            fraudolenter ruinam aquarum super alienam possessionem
                        mouerint</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.50">
          <head>50. Von allerlay klag vnd krieg, die man fur pringet etc.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, daz al sach, krieg, klag vnd furgab der stat oder
                        des pistums zw Trint sollen fur gemärt werden vnd kunt gethon, gevrtailt vnd
                        geendet berden in dem palast zw Trint, doch ausgenomen ob man pitt vrlaub
                        den pischoff.<note
              n="N.50" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.1.38">L. I. De civilibus c. 38</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. XXXIX</note> [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=136" n="132" xml:id="S.132"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.51">
          <head>51. Die wider die statut thuent oder wider das palacium schreiben.</head>

          <p>Item ob ein noder oder ofner schreiber oder mer tätten wider das geseczte,
                        was da geschen oder geurtailt wär in der stat Trint, daz er dawider
                        schreibt, als oft er daz uberfert, sol er zw jedem mal zw pues geben xxv lb
                        ₰ par in des pischoffs kamer vnd sol ewiglich gesmacht sein vnd sol seines
                        noder ampts beraubt sein, vnd ob er daz vorgenant gelt nicht beczalen bil
                        oder mag, so sol man jn pussen an seinem leib nach der herschaft oder seines
                        officiali willen, doch daz ym der pischoff daz besunder enphullich oder mit
                        ym geschaffen het etc.<note
              n="N.51" place="foot">
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulr. c. XLI</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.52">
          <head>52. Von den poten, die wider daz vorgenant statut tatten.</head>

          <p>Item ob ein geer oder ein pot wider das vorgeschriben geseczt in potschaft
                        lauft oder wirket, als oft er das thuet, sol er gepuest uerden vmb X lb ₰
                        par, vnd ob er die pen nit mag beczalen, so sol man in an dem leib straffen
                        nach des pischofs willen, vnd er sol hinfur vor dem rechten versmächt sein
                        ewigklich vnd sol auch vermerckt werden als ein vbeltäter vnd sol seins
                        ampts beraubt sein, nur alain er hab des pischoffs vrlaub; auch alle
                        geschaft vnd vrtail oder täding, di da geschehen wider daz gesecz oder
                        ordenung ausserthalb des palast zw Trint, daz sol nicht kraft noch tugent
                        haben zw kainer stund, nür alain es sey mit vrlaub oder enphelhung des
                        pischoffs zw Trint.<note
              n="N.52" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.42">L. III, De criminalibus c. 42</ref>, und 
              <!-- noch verlinken? -->
                            Statut 46</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.53">
          <head>53. Das chainerlay compromis noch tading ausserthalb des palast nit
                        gemacht so[l] berden.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, das chain verpflichtung, täding oder hindergeng
                        sol geschehen ausserthalb des palast oder der stat ze Trint weder mit recht,
                        mit begreiffung, mit sach oder vrtail oder mit sprechern, vnd das einer
                        vberfuer, daz vor dem rechten nit nücz bringen, noch alles daz darnach kumpt
                        oder get; vnd dem geseczt mag niemant widersprechen weder mit recht oder mit
                        lere; ob halt gesboren ware von paiden tailen, so mag doch chain gefardt dem
                        gesacz nicht geschaden, wan das geseczt ist von alter von andern pischofen
                        gehalten worden.<note
              n="N.53" place="foot">Sieh <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.1.145">L. I, De civilibus c. 145</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulr. c. XCIV.)</note> [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=137" n="133" xml:id="S.133"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.54">
          <head>54. Von appellacion vnd gedinge.</head>

          <p>Item das von xx lb mag kainer nicht gedingen von dem vrtail, daz gethon hat
                        oder gegeben wirt der von Trint vicary, vnd chainer mag gedingen von dem
                        vrtail, daz gethon ist von dem pischoff C lb ₰ etc.<note
              n="N.54" place="foot">Vergl. <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#1.53">L. I, De civilibus c. 53</ref>. vnd 
              <!-- noch verlinken? --> 53 der
                            neuen statuten.<lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. LIV.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.55">
          <head>55. Von dem sold der richter.</head>
          <p>Item daz die richter vmb rate, die sy tundt oder geben in iren leczten
                        vrtailen, sollen nemen nicht mer dan vj dn. von ieglichem pfunt von paiden
                        tailen, vnd daz sol man versten bey vnd nach der czal des gelts, dar vmb der
                        krieg ist, jst des gelts vber xx lb vj den; jst sein aber minder dan xx lb ,
                        so sol man dem richter ain solarj seczen nach willen des herrn oder seines
                        officials, aber den, die czbischen thaidigen, den mag ain richter ain soldt
                        seczen nach seinem willen etc.<lb/> Do gehört noch etwas mer zwe, daz da nit
                        ist gebesen in geschrift etc.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.56">
          <head>56. Von nodern.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, daz chain schreiber sol noch tär schreiben die
                        handel einer sach, in welcher sach er vorsprech ist; vnd wer das vber fert
                        vnd dar wider thuet, der sol peczalen xx lb. ₰ par, vnd die geschrift sol
                        nit craft haben, vnd er sol seinem widertail den schaden widerkeren
                            etc.<note
              n="N.56" place="foot">
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c.
                            LXI.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.57">
          <head>57. Von den selben schreibern.</head>

          <p>Item daz die schreiber dar vmb, daz sy versprecher sindt, von 1 pfunden
                        sollen nemen viij den. von yeglichem pfunt. Ist aber die sum vber 1 pfunt,
                        so sullen sy nemen von yeglich ein pfunt iiij den. ₰ vnd nicht hin vber; vnd
                        wer da wider thuet, der verleust sein soldt vnd gibt czbir so vil pen.<note
              n="N.57" place="foot">Vergl. 
              <!-- noch verlinken? --> 61.der neuen
                            statuten.</note> [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=138" n="134" xml:id="S.134"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.58">
          <head>58. Aber von nodern.</head>

          <p>Item das ein yeglicher offen schreiber sol vnd pflichtig ist ze schreiben
                        seine jnstrument oder ander sach, die ym enpfolhen werden, jn breuiatur
                        pücher vnd nit in die czedeln; vnd welcher da wider thut, zw ieglicher fart
                        ist er pflichtig ze geben dem herren xx lb. ₰ par vnd dem sein schaden
                        widerkeren yegleichem tail des kriegs, wan alle sach der recht vnd werck
                        sollen geschriben werden jn breuiatur, ee daz die instrument geschriben
                        werden, vnd darnach sol man alle sach jn die jnstrument vnd noderprieff
                        schreiben oder seczen pey der vorgenanten pen.<note
              n="N.58" place="foot">Vergl. 
              <!-- noch verlinken? --> 62 der neuen statuten.<lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. LXII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.59">
          <head>59. Von dem lon der noder vnb derselben jnstrumenten.</head>

          <p>Item das die offen schreiber von einer gewer oder gruntfest, wie gros sy
                        sindt, sol ainer vber xii den. nicht nemen; vnd als oft er daz vberfert, sol
                        er geben in daz breuiatur xx ₰, vnd wen der krieg zw dem rechten versprochen
                        wirt oder ist vnd verpurgt, sol einer vber xii den. nicht nemen, daz er daz
                        selb versprochen verschreibe etc.<note
              n="N.59" place="foot">Vergl.
              <!-- noch verlinken? --> 63 der neuen statuten.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.60">
          <head>60. Aber von nodern.</head>

          <p>Item daz die noder von gewer oder enttagen, wie lang oder wie gros die sindt,
                        zu verschreiben sollen nicht mer nemen von der geber oder vom terminus zw
                        verschreiben jn daz breuiatur dan xii den.; vnd als oft einer da bider
                        thuet, sol er geben xx ₰. Item so czben fur gericht komen, vnd einer den
                        andern beclagt, vmb was sach daz ist, dem noder ist man pflichtig zw geben
                        zw schreiben jn daz breuiatur xij den. alain in daz breuiatur zw schreiben.
                        Item alle täding vnd vrtail, die da beschehen czbischen dem leczten vrtail
                        vnd des kriegs, sol man dem noder geben zw verschreiben xij den. vnd nicht
                        mer, auch von dem czil, daz der richter oder ratherren geben czbischen des
                        kriegs vnd leczten vrtails, ze verschreiben in die breuiatur vj den. vnd
                        nicht mer, nur [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=139" n="135"
              xml:id="S.135"/>
                        alain es sey mit vrlaub des amptmans. Item von yeglichem zeugen xii vnd
                        nicht mer, alain es sey mit vrlaub des officials; vnd wer da bider thuet der
                        ist schuldig ze yeder fart zw geben x lb. ₰. Item zw dem leczten vrtail, ist
                        daz unter l pfunt, sollen sy nemen zw verschreiben v lb. vnd nicht hin vber;
                        jst es aber vber l pfunt vncz auff C pfunt, sollen sy nemen x lb. aber von C
                        pfunt vnd hin vber sollen sy nemen xx lb. nur alain es sey mit erlauben des
                        officials; vnd wer da wider thuet, ist pflichtig ze geben dem bischoff xx
                        lb. ze yeder fart, vnd ein yeder mag klager sein, der selb sol haben dritten
                        tail des pans. Item von einer tading des kaufs zw verschreiben sol ir ainer
                        nemen v lb. vnd nicht hinuber, ob daz ist daz daz haus ist hingeben hinder l
                        pfunt, vnd vnter C pfunt sollen sy nemen zw verschreiben x lb.; ist es aber
                        C pfunt vnd hinvber, sollen sy nemen xx lb. vnd nicht hin vber, vnd gleich
                        also vil von geschaften vnd brieuen oder des leczten willen ains menschen.
                        Vom haimsteur, die ain man seinem beib thut, von tadigen, do einer sein gut
                        verseczt, des gleichen von tadingen, do czben geschelschaft mit einander
                        haben, so einer sein gut zw behalten geit, von tading eins wexels, so czben
                        ein hinderganck thun, sol der noder nemen xij den. von hundert pfunt; jst es
                        aber hinder hundert pfunt: v lb. vnd nicht mer. Vnd die vorgeschriben stuck
                        in allen iren gesaczten sollen craft haben nicht alain nach der mas, der
                        czal oder sum, sunder nach dem wert der guter, die in den tading begriffen
                        werden, doch ausgenomen das der official mag daz beschaiden nach willen
                        frummer leut, ob ein krieg oder stosse vnter den vorgesprochen stucken wär.
                        Aber von den czedelen oder exempelen, do von man abschreibt die jnstrument,
                        sol der official in ain sold schopffen; vnd ob ein schreiber oder noder
                        wider die vorgenanten stuck tät, der sol geben x lb. als oft er vber
                            fert.<note
              n="N.60" place="foot">Vergl. 
              <!-- noch verlinken? --> 64 der
                            neuen statuten.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.61">
          <head>61. Daz die noder die jnstrument in einer czeit sollen
                        aufschreiben.</head>

          <p>Item daz die noder oder schreiber, als pald man sy besucht, jnner dreien
                        tagen sollen sy machen jr instrument oder handlung, die verlauffen oder
                        geschehen sindt vor gericht, dar vmb sy gepeten werden, nur alain sy burden
                        geirt mit kranckhait oder mit einer andern genotigen sach. Aber ander
                        jnstrument oder tading sollen sy verschreiben jnner viii tagen, wan man sy
                        besucht; vnd ob sy des nicht thuen sollen, sy czalen xx lb. der herschaft,
                        vnd sollen dem seinen schaden beczalen, des die jnstrument oder die sach des
                        gerichts sindt etc.<note
              n="N.61" place="foot">Vergl. <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.1.24">L. I, De civilibus c. 24</ref> und 
              <!-- noch verlinken? --> 65 der
                            neuen statuten. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c.
                            LXIIL.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.62">
          <head>62. Die jnstrument haben haissen machen.</head>

          <p>Item daz die, durch der willen vnd vordrung oder pete man tading oder gericht
                        thuet, die selben taidung sollen verschriben werden von dem noder [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=140" n="136"
              xml:id="S.136"/>
                        jnner drei tagen, vnd ist schuldig, daz er al jnstrument beyse, oder
                        geczaigt werden von dem noder, vnd alle tayding vnd jnstrument sollen gancz
                        vnd gar volpracht vnd perait sein, vnd der noder sol dar vmb nemen ze lon
                        als vor geschriben ist; vnd als oft ein noder daz vber tritt, sol er geben
                        dem herren xx lb. ₰ par.<note
              n="N.62" place="foot">
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulr. c. LXIV.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.63">
          <head>63. Das chainer den andern sol pfenden an gerichtes willen etc.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, daz chainer, der da ainem porgt oder leihet, sol
                        noch getar den selben nicht pfenden an vrlaub vnd gewalt des richters,
                        sunder die purger sollen gen zum richter vnd sullen die geltschuld summen
                        vnd sollen auch die purgschaft dem richter beisen, vnd also mit gwalt des
                        richters, ee daz man dar vber richtet, sol man geben dem purgen ein frist
                        oder ein termen vnd sol dem schuldiger sagen, ob er sich icht hab
                        zebeschuldigen oder ze schirmen, daz er die selb furpring jnner x tagen; vnd
                        pringt er in der frist nit sein clag fur, di gnugsam ist, so sol der richter
                        erlauben den gelter zepfenden.<note
              n="N.63" place="foot">Vergl. <ref
                target="https://www.dmgh.de/de/fs1/object/display/bsb00000878_00184.html">Ed. Roth. c. 245</ref>; <ref
                target="https://www.dmgh.de/de/fs1/object/display/bsb00000878_00184.html">c. 246</ref>; <ref
                target="https://www.dmgh.de/de/fs1/object/display/bsb00000878_00185.html">c. 251</ref> [Quellentexte bitte in den verlinkten Seiten einsehen.
                            H.S.] <lb/>Vergl. <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.1.72">I, De civilibus c. 72</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. XXX.</note>.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.64">
          <head>64. Wie die flaischacker daz fleisch pey der wag vmb wie gethan gelt geben
                        sullen etc.</head>

          <p>Item wir orden vnd seczen, daz ein yeder flaischhacker oder meczger vnd ein
                        yeglicher besunder sindt pflichtig vnd gepunden zw verkauffen vnd hin
                        zegeben daz flaisch nach dem grossen pfunt, daz da swar sey xviij vncz vnd
                        sol geben kastraune flaisch ein pfunt vmb x d. ₰ daz auf daz maist einem
                        yeglichen, der es kauffen wil, vnd fleisch, daz da nit also schon ist, sol
                        man [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=141" n="137"
              xml:id="S.137"/>
                        geben vmb mynder gelt nach schaczung der tadiger, die dar vber geseczt
                        sindt, die dan vom pischoff oder von seinem hauptman sindt dar zw erbelt, jr
                        sein benig oder vil nach des pischoffs willen. Item ein lb kelbrein oder
                        andres fleisch, das schon ist, vmbe vij den. auf das mainst, vnd daz nit
                        also schon ist vmb mynder gelt nach schaczung der, die dar vber geseczt
                        sindt. Item ein pfunt gaissen oder pocken flaisch, daz schon ist, vmb vj
                        den. auf daz maist, vnd daz nit also schon ist, vmb mynder gelt nach der
                        obgenanten schaczung. Item ein pfunt scheffen fleisch, daz schon ist, vmb v
                        den. auf daz maist, vnd daz nit schon ist, vmb minder nach der schaczung,
                        als oben benant. Item vmb ein pfunt sweinen flaisch, daz schon ist, vmb v
                        den. aufs maist, vnd daz da nit also schon ist, vmb mynder nach der
                        obgeschriben mas. Item ein pfunt fleisch von einer zucht muter, die
                        verschniten ist, vmb viij den., daz da schon ist, auf daz maist, vnd ein
                        pfunt fleisch von einer zucht muter, die da nicht verschniten ist, vmb vj
                        den., daz schon ist, vnd daz nit also schon ist, vmb minder gelt in
                        obgeschribner mäs. Item ein pfunt fleisch von einem oxen oder von einer
                        chüe, daz schon ist, vmb vi den. auf daz maist, vnd daz nit also schon ist,
                        vmb minder gelt nach schaczung der herren, die dar vber geseczt sindt. Die
                        pen vnd pues ist v lb. pedenthalben, dem der es hinder get, oder der es
                            kauffet.<note
              n="N.64" place="foot">Vergl. <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.25">L. II, De syndicis c. 25</ref>, stark verändert.
                            <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCXVIII.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.65">
          <head>65. Das sy das viche vnden nit beschneiden sollen nach turren.</head>

          <p>Item daz chain meczger sol chain thier beschneiden, oder hingeben oder
                        verkauffen, es sey dan am ersten von den, die dar vber geseczt sein,
                        geschäczt; vnd welcher der ains vber tritt, der sol der herschaft geben, als
                        öfter daz thuet, x lb. ₰ par.<note
              n="N.65" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.18">L. II, De syndicis c. 18</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCX.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.66">
          <head>66. Daz sy ein yeglichs fleisch, als es ist, fur daz selb flaisch sullen
                        geben.</head>

          <p>Item daz chain flaischacker sol kain flaisch verkauffen, es sey waz thier es
                        wel, fur eins andern thier flaisch daz es nit ist, vnd als oft or [sic!]
                        ainer daz vber fiert, sol er geben der herschaft v lb ₰ par.<note
              n="N.66" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.19">L. II, De syndicis c. 19</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. CCXI.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.67">
          <head>67. Von schelmigem flaisch.</head>

          <p>Item daz kain flaischaker sol chain schelmigs fleisch oder tots auff der
                        flaischpanck verkauften. Als oft er daz vber fert, als oft sol geben er der
                        herschaft v lb ₰ par.<note
              n="N.67" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.20">L. II, De syndicis c. 20</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. CCXII.<lb/>
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              target="/o:repat.1338-meranstr">Str. von
                                Meran um 1317. Haupt, Z. f. d. A. VI, 417</ref>.</note> [<pb
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          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.68">
          <head>68. Von den meczgern.</head>

          <p>Item daz die meczger schuldig sindt vnd sullen auff thuen lemper, kiczer oder
                        kelber oder alle andre thier, vnd sullen die schinden des selben tags, so sy
                        todt sindt, vnd alle vorbenante thier sollen sy nicht in den heuten lassen,
                        als pald sy ausgeczogen sindt. Si sollen auch chain thier nicht auffplasen.
                        Als oft einer daz vber fert, als oft sol er der herschaft geben xx lb. ₰
                            par.<note
              n="N.68" place="foot">
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. e. CCXIII.<lb/>
              <ref target="/o:repat.1338-meranstr;">Str. von Meran 1317. Haupt, Z.
                                f. d. A. VI, 417</ref>.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.69">
          <head>69. Daz sy chainen stier die hoden sullen aus schneiden.</head>

          <p>Item daz chain meczger sol nicht turren ainem peren oder stier, wan er sy
                        tottet, die hoden aus schneiden, oder daz ze thuen mit einem anderen ze
                        schaffen, oder daz er einer gais oder einem andern thier daz ewter
                        abschneid, vnd wer da wider thuet, der sol geben dem herren xx lb. ₰ par,
                        vnd ein yeglicher mag in beclagen, der selb (sol haben) halben tail des
                            pans.<note
              n="N.69" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.22">L. II, De syndicis c. 22</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. CCXV.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.70">
          <head>70. Daz sy fleisch sullen geben, wie vil ainer wil haben.</head>

          <p>Item daz ein jeglicher fleischaker schuldig ist zw verkauffen ainem
                        yeglichen, der fleisch kauffen wil, ein halb pfunt oder mer nach dem willen
                        des kauffers; vnd wer da wider thuet, der sol vmb yede fart, als oft er daz
                        vberfert, geben dem herren xx lb. ₰ vnd ein yeglicher mag in beclagen.<note
              n="N.70" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.23">L. II, De syndicis c. 23</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. CCXVI.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.71">
          <head>71. Daz sy rechte wag sullen geben.</head>

          <p>Item daz ein yeglicher meczger pflichtig ist ze geben einer yeglichen person
                        die recht wag vnd gebicht; vnd als oft einer das vberfert, ist er schuldig
                        ze geben für yede vncz v lb. ₰ vnd dem vnrecht ist beschehen, sol man sein
                        schaden czbifalt widerlegen, vnd ein yeglicher mag klager sein in
                        obgeschribner mas, vnd dicz gesecz sol zugefugt werden den obgeschribnen
                        geseczten, die von den meczgaren gesagt haben, vnd man sol dem klager
                        glauben, als in den anderen geseczten berurt ist.<note
              n="N.71" place="foot">
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              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. CCXVI.</note> [<pb
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          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.72">
          <head>72. Das man schaczer erbelen sol vber das flaisch.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, daz gut erber leut, die ains guten lob sein,
                        sollen erbelt werden, die das flaisch schaczen sullen, vnd si sollen auch
                        fursichtig sein, daz man nit falsche wag weg, vnd daz man nicht ains tier
                        flaisch fur eins andern tier flaisch verkauff, vnd daz die fleishaker nicht
                        thuen wider das geseczt etc.<note
              n="N.72" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.95">L. II, De syndicis c. 95</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. CCLXXXVI.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.73">
          <head>73. Ob die schaczer in dem schaczen trag wären.</head>

          <p>Item ob die schaczer ainer oder mer, die vber das fleisch ze schaczen geseczt
                        sindt, daz fleisch nicht schaczen oder saumig sein, dar vmb jn allen
                        vorbenanten stucken oder in einem welcher saumig ist, der sol peczalen dem
                        herren xx lb. ₰; des gleichen der falschlich schaczt, der sol peczalen xl
                        lb. als oft vnd er daz thuet, vnd man sol sy von dem selben jrem ampt
                        stossen, vnd die andern schaczer sollen sy beclagen des selben tags oder des
                        nachsten tags darnach auf daz maist pey dem ayd den sy gesworen haben vnd
                        pey der vorgenanten pen.<note
              n="N.73" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.27">L. II, De syndicis c. 27</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. CCXX.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.74">
          <head>74. Das man chainerlay fiche noch anders aus dem pistumb nit fueren
                        sol.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, daz niemant oder chainer sol kain tier weder
                        lebendig noch todt, noch heut noch riemen, geworcht noch vngeworcht, käes
                        noch smalcz fueren noch haissen furen aus dem gepiet oder pistumb zw Trint,
                        nur alain [mit erlauben?] des bischoffs oder seins officials, so er selb nit
                        engegen ist. Vnd ber da wider thuet, der verleust die thier oder käes, vnd
                        ob das fuer ein yeglich gros thier oder haupt sol er geben xx lb. ₰ vnd für
                        ein clains x lb. ₰ vnd für ein yeglich pfunt kaes v lb. ₰. Vnd man sol
                        glauben einem czeugen, der eins guten lobs ist pey seinem ayd, ausgenommen
                        daz man in offen marckten mag man wol treiben lebendige thier vnd nicht töte
                            etc.<note
              n="N.74" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.39">L. II, De syndicis c. 39</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. CCXXVIII und 
              <!-- noch verlinken? --> c. CCXXXLII.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.75">
          <head>75. Daz man kain eisen aus der stat fuer.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, daz niemant kain eisen aus der stat sol fueren,
                        nach aus der statt gepiete sol fueren zw Trint an des pischofs erlauben oder
                        sein officials, so der pischoff nit da ist; vnd wer dar vber thuet, der
                        verleust daz eysen. Auch ein yeglicher, der da eysen pringt zw der stat, der
                        ist pflichtig daz dem official kund ze thuen oder ze wissen vnd den
                        amptleuten der gemain ze Trint, vnd ob er daz nit thuet, so sol er daz eysen
                        verlisen, vnd ob eyner auf einem scheff oder flas oder waz verporgen ding
                        verporgenlich oder haimlich eysen hinfurt, vnd der her des schefs oder flos
                        oder wagen, baz es sunst ist, da man eysen hin gefurt hat haimlich, sol
                        geben x lb ₰ dem herren, vnd der der in beclagt sol haben den virden tail
                        des pans etc.<note
              n="N.75" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.92">L. II, De syndicis c. 92</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. CCLXXXIII.</note> [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=144" n="140" xml:id="S.140"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.76">
          <head>76. Daz chain thauerner kainem hausgenossen pfant neme.</head>

          <p>Item daz chain thauerner oder beinschenck oder ein andre person von spils
                        wegen nicht sol nemen pfant weder gebantt von chainem, der da ist eins
                        hausgenossen sun oder der da dint einem hausgenossen; vnd der da wider thut,
                        der sol ym daz phant hin wider geben, vnd als oft er daz vberfert, sol er
                        geben dem herren xx lb. ₰ vnd ein yeglicher sol klager sein, vnd man mag
                        ainem czeugen glauben, der da ist eins guten gebissen vnd eins guten
                            lobs.<note
              n="N.76" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.103">L. III, De criminalibus c. 103</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulp. c. CLXXI.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.77">
          <head>77. Daz man käes vnd ander smalsat an den placz sol fueren.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, daz ein yeglicher, der da fuert auf den marckt
                        kaes, smalcz, ayer, frucht, gesalczen flaisch zw der stat Trint, der sol daz
                        fueren auf den placz vnd sol es da verkauffen, vnd kain furkeuffel noch
                        furkeuflin sol der selben vorgenanten stuck keines kauffen vor nonczeit;
                        aber wan die nonczeit vergangen ist, so mugen sy daz kauffen, doch also
                        beschaidenlich, daz kain furkeuffel sol nit kauffen ein käes, der da ist
                        wert an gelt xx lb. ₰ par, vnd wer da wider thut, der hat daz gut verloren
                        oder den lon, daz man dar vmb geit, vnd ob, der daz dinck furt, kome auf den
                        placz nach nonczeit, kain furkeuffel sol die vorgenanten stuck kauffen vncz
                        auff den nachsten tag nach der neunten stundt pey der vorgenanten pen, vnd
                        welcher die vorbenanten stuck anderswo verkauft wan auff dem placz, ist
                        schuldig ze geben dem herren xx lb. ₰ zw yeder fart etc.<note
              n="N.77" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.49">L. II, De syndicis c. 49</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. CCXXXIX.<lb/>
              <ref
              target="/o:repat.1338-meranstr#T.1.1">Stadtr. von Meran um 1317. Haupt, Z. f. d. A. VI, 413</ref>.</note>
                            [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=145" n="141" xml:id="S.141"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.78">
          <head>78. Daz ainer nit mer gebinnen sol den j den. an einem pfunt des
                        obgenanten dings.</head>

          <p>Item daz ein yeglicher, der do käes verkauft stuckweis oder an der wag, der
                        sol nit mer gewinnen wan von einem pfunt ein den. auf daz maist, vnd wer mer
                        nympt, der ist schuldig dem herren xx lb. ₰ par, vnd von allen vorgenanten
                        stucken mag ein yeglicher clager sein, vnd er sol haben halben tail des
                        pans, vnd man mag einem czeugen alain glauben, der ains guten spruchs oder
                        lobs ist etc.<note
              n="N.78" place="foot">
              <ref target="/o:repat.1338-meranstr#T.10">Stadtr. von Meran. Z. f. d.
                                A. VI, 423</ref>.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.79">
          <head>79. Von fisch wegen auf den placz ze tragen.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, daz man alle fisch sol tragen auf den placz czw
                        der fischpanck vor dem palast da selbst zw verkauffen, ausgenomen es wär den
                        ein essen fisch oder ein pfunt, vnd wer da wider thüt, der ist schuldig zw
                        geben xx lb. ₰ vnd die fisch sind auch verloren, vnd ein jeglicher mag
                        klager sein, als oben geschriben ist.<note
              n="N.79" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.35">L. II, De syndicis c. 35</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. CCIXXV.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.80">
          <head>80. Von den, di da gen zw den see fisch ze kauffen.</head>

          <p>Item daz chain person sol nicht gen zw dem see fisch ze kauffen, daz er die
                        selben fisch wider verkauff oder wider hingebe ausgenommen czu dem see gen
                        Reyff, vnd sol kainer in der stat czw Trint furkauffen, also daz er sy wider
                        verkauft noch geschelschaft hab mit denn furkeuffeln, mit kainem [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=146" n="142"
              xml:id="S.142"/>
                        fischer oder fisch verkauffer; vnd wer dawider thuet, der sol die fisch
                        verlisen vnd sol dem herren geben xl lb. Item daz chainer sol sein ein
                        mitler die fisch hin zegeben oder ze verkauffen; vnd als oft einer da wider
                        thuet, als oft sol er geben xx lb. ₰ par.<note
              n="N.80" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.41">L. II, De syndicis c. 41</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. CCXXX.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.81">
          <head>81. Daz chain fisch gesalczen sol berden.</head>

          <p>Item daz chain frischer fisch nicht sol gesalczen werden, dar nach vnd er in
                        die stat getragen ist worden, vnd der hingeber sol ym als pald den swancz
                        abschlagen, ist er vber xii den. wert, vnd thut er daz nicht vnd als oft er
                        daz vberfert, als oft sol er dem herren geben xl lb. ₰ vnd die fisch sindt
                        verloren etc.<note
              n="N.81" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.37">L. II, De syndicis c. 37</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCXXVI.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.82">
          <head>82. Daz chain fraw sol gen auff den placz fisch ze kauffen.</head>
          <p>Item daz chain fraw sol nicht gen auff den placz fisch ze kauffen, noch daz
                        sol schaffen oder haissen zwkauffen, vnd sol chainer in irer gegenburtikait
                        kummen auff den placz an ir stat fisch ze kauffen. Wer da wider thut, gleich
                        der hingeber vnd auch daz weib oder der kauffer an irer stat, sol geben dem
                        herren v lb. ₰, als oft daz vberfaren wirt; vnd von den obgenanten stucken
                        mag ein yeglicher verclager sein, vnd er sol haben dritten tail des pans,
                        vnd mag man glawben einem czeugen, der da gesaczt ist ein frumme vnd erberge
                        person etc.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.83">
          <head>83. Von frischen fischen, so die auff den placz kommen.</head>

          <p>Item wan frisch fisch werdent gefurt auf den placz, als pald man sy
                        verkauffen wil vnd fail gehabt werden, so sol man sy aus den korben oder
                        czisten czihen oder aus den fassern, dar in sy gefurt sindt worden, vnd sol
                        sy legen auff die fisch panck, dorauf man sy vorkauft; vnd wer dar wider
                        tüt, besunder der sy in der czistel halt oder andern wassern, daz er die
                        selben fisch verlise.<note
              n="N.83" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.38">L. II, De syndicis c. 38</ref>. — 
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. CCXXVII.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.84">
          <head>84. Daz man die fisch zerleg oder zerschrot.</head>

          <p>Item dacz ein ganczer fisch der gefurt wirdet in die stat sol zelegt,
                        zeschroten oder gebaident werden, vnd sol auch da beleiben albeg ausgenommen
                        des nachts, vncz das er verkauft wirt. Wer da wider thut, der sol geben xl
                        lb. ₰ vnd verleust die fisch.<note
              n="N.84" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.40">L. II, De syndicis c. 40</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. CCXXIX.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.85">
          <head>85. Ein rechte mas zehalten, allerlay mos etc.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, daz ein yegliche person sol haben recht vrn,
                        prenten, stär, mütt, es sey zw wein oder czw öl, recht elen oder präczen,
                            [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=147" n="143"
              xml:id="S.143"/>
                        klafter oder schrit, oder alle ander mesur, wag oder gebicht, marck oder
                        pfunt, oder alle andre gebicht vnd gadem, vnd chainer sol nicht messen noch
                        wegen, es sey den die gewicht oder elen gemerckt vnd versigelt mit des
                        pischoffs czaichen, vnd wer da wider thüt vnd geit falsche mas oder wag, vnd
                        der sy hat vnd gibt sy, der ist schuldig ze geben dem herren zw yederfart so
                        er daz thut v lb ₰, vnd mag er daz gelt nit beczalen, so sol man yn ze
                        vndrist in den turn legen. Dar in sol er sein drew monat; vnd ein yeglicher
                        schneider sol haben ein rechte elen vnd sol auch messen ein kauftuch pey der
                        stacion, wen man es zerschneit, vnd wer da wider thut, geit er dem herren xx
                        lb; ₰ vnd ein yeder mag klager sein vnd man mag einem czeugen gelauben, der
                        eins guten lobs ist, vnd der vicary des comuns ze Trint vnd die amptleut vnd
                        schaffer mit iiij frummen menschen, die da von der herschaft dar czu geben
                        werden, sindt pflichtig zbir ym iar zw beschauen mas vnd wag, vnd als oft es
                        die herschaft czimpt nucz sein etc.<note
              n="N.85" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.51">L. II, De syndicis. c. 51</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulr. c. CCXLI.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.86">
          <head>86. Daz man chain aussern zw amptman seczen sol in der stat Trint.</head>

          <p>Item daz chainer, der da gesessen ist in einem marckt, wie wol er mit worten
                        ist burger worden in der stat, noch sol er nit erbelt werden czw kainem
                        ampt, er kauff den heuser oder possession oder guter, nach schaczung aller
                        seiner guter vnd habe vnd nach dem willen des rats, vnd daz hat kraft in den
                        gutern, die er hat die selben czeit oder die er hinfur gewinnet.<note
              n="N.86" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.96">L. II, De syndicis c. 96</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. CCLXXXVII.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.87">
          <head>87. Von den buchrern.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, daz gesüch gelt schuld, die man sol geben ainem
                        gesucher mer, der gesuch wert geuordert hinder x jaren von dem gesucher oder
                        von einem andern in seiner stat. Darnach nach x jaren mag der gesuch nit
                        geuordert berden, vnd der gesuchrer verleust sein recht, vnd der schuldiger
                        oder gelter des gesuchs wirt ledig gesagt von dem gesuch, vnd die geltschuld
                        des gesuchs ist zw versten also, ob der das gelt aus leicht, ist ein ofner
                        wuchrer, vnd der ain tading macht vmb gesuch, dem er das gelt leihet.<note
              n="N.87" place="foot">
              <ref
              target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.1.68">L. I, De civilibus c. 68</ref>.</note> [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=148" n="144" xml:id="S.144"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.88">
          <head>88. Das man chain pfant aus der stat tragen sol.</head>

          <p>Item das die, die einem porgen, sullen nicht pfandt aus der stat tragen ze
                        Trint oder aus jrem gepiet, weder sy selb oder ander person an jr stat nicht
                        tragen, vnd ob er die pfandt wil verkauffen, die ym sein schuld nicht haben
                        beczalt, so sindt sy pflichtig die pfant zw verkauffen jn der stat Trint vnd
                        nit anderswo mit guten treuen an alle gefard nach der gesecz der rechten,
                        vnd wer da bider thut, der verleust daz gut oder als vil, als daz gut wert
                        ist, vnd sol beczalen xxv lb dem herren, als oft er daz vber fert, vnd man
                        mag gelauben einem czeugen, der gesessen ist vnd daz er sey ein fromer
                            man.<note
              n="N.88" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.1.62">L. I. De civilibus c. 62</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. XXXI. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Art. XXXII der neuen
                            Statuten.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.89">
          <head>89. Die ir clag in xx jaren nit suchen.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, daz ein yegliche person von der stat Trint oder
                        des pistumbs gepiet, die hat ein clag oder mer klag wider ein person oder
                        wider mer von der stat oder pistumbs oder irs gepiets ze Trint, welcherlay
                        dye sindt, sy sein vmb heuser oder vmb acker oder vmb wew das sey oder nücz,
                        wie die genant sindt, nwr alain ein solche person oder mer person suchen,
                        beclagen vnd furlegen yr sach vor dem rechten, alle sach, die in fueglich
                        sindt wider die person die in schuldig sindt oder schedlich sindt jr schuld
                        oder schaden, ee xx jar vergen, den leyher oder schuldiger oder den
                        personen, die da schuldig sindt, gleich der porger vnd der entleicher, sindt
                        die gesessen in einem landt, dar in man einen yeglichen ein gleichs recht
                        thut; aber nach der vergangen benanten czeit mag der porger daz gelt mit
                        klag noch mit recht nit gesuchen, vnd die ym halt tuglich waren, ob er das
                        recht angeruft, ee die xx jar vergangen sindt oder waren, halt daz da mer
                        ist dan man schuldig ist vnd klager ist, verleust sein recht, vnd sein
                        schuldiger werdent ledig gesagt vnd frey. Aber von den vorgenanten xx jaren
                        werdent ausgenomen, die da junger sindt dan xxv jar, das hot sein stat vnd
                        findet sich vnter einer freuntschaft oder vnter den freunten, die mit heyrat
                            geschieht.<note
              n="N.89" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.1.90">L. I, De civilibus c. 90</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. LXV. <lb/>

              <!-- noch verlinken? --> regis Liutprandi edictum c.
                            6. ... Nam si nec cautio fuerit intra decem annos bes renovata,
                                <emph>neque principem vel judicem ostensa sibe manifestata usque ad
                                XX annos, juvemus ut creditor postmodum taceat</emph> et nullam
                            habeat facundia devitoribus suis requirendum, excepto si ei captivitas
                            evenerit.</note> [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=149" n="145" xml:id="S.145"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.90">
          <head>90. Die abgen vnd nit kinder lassen.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, ob yemancz abging, abgeet oder stirbt an kindlein,
                        es sey knabel oder mädel, daz des selbigen menschen der da todt ist, vater,
                        een oder andel, anick oder vrendel, vnd alle die da die nächsten freunt
                        sindt als pruder vnd swester, ein freunt oder freuntin, ohem oder oheyms der
                        kinder oder al ander nachst freunt, die selben sollen erben, daz ir yeder
                        hab vollen gewalt ze schaffen vnd ze thun mit dem gut yers freunds, wem sy
                        wellent. Sich ist auch nit ze keren an die posen gebonhait, daz die guter
                        der, die an sun abgingen, sich die pischoff vnterbunden.<note
              n="N.90"
                place="foot">Schon im Jahre 1209 erklärt die Abtissin des Capitels von
                            Sonnenberg ihren Bauern (coloni sonnenburgenses), dass sie sich mit der
                                <emph>in der ganzen Provinz</emph> geltenden Gewohnheit begnügen
                            wolle (ut provinciali jure sit contenta et consuetudine), kraft welcher
                            der Nachlass eines Bauern seiner Frau und seinen Kindern verbleiben
                            solle. Der Bischof von Trient und sein advocatus gibt seine Zustimmung,
                            ut coloni jure provinciae utantur. (<ref target="https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10009880_00170.html">Hormayr, Krit. dipl. Beitr. zur Gesch. Tirols, II, Urk.
                                LXXVII</ref>.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.91">
          <head>91. Die vbeltater in iren heusern haben.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, ob yemant auffnympt oder hyelt in iren hewsern
                        oder andern steten ainen oder mer, der einen gebunden hiet, vnd er den
                        vbeltater nicht pald antwurt dem hoff zw Trint, so sol er peczalen dem
                        herren fur ein yeglichen vbeltater x lb ₰, vnd ob der selb der gebundet ist
                        worden stirbt, so sol er dem herren geben 1 pfunt ₰ par.<note
              n="N.91" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.44"> L. III, De criminalibus c. 44</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulr. c. CXLVII.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.92">
          <head>92. Von den die die leut berauben.</head>

          <p>Item wer der ist, der etlich person beraubt oder in das ir nimpt, der sol
                        gepuest berden nach dem rechten, vnd der capitany vnd das comüns sol gerecht
                        vnd geseczt werden vnd pechant bey dem ayd von dem rauber, vnd darnach vnd
                        es dem capitany oder seinem vicary chunt wirt gethon, das ein raub ist
                        geschehen, so sol der rauber geladen werden, vnd man sol ym seczen ein czil
                        oder einen tag geben acht tag, das er sich stel zw dem rechte. So sol man in
                        pannen vnd in die acht ruffen, vnd dar nach vber v tag ist der capitany oder
                        vicary vnd auch das conmaun pey iren treuen pflichtig tüen vnd all ir
                        vermügen zegeen wider den vbeltater, vnd sein gut sol gemain sein einem
                            yeglichen.<note
              n="N.92" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.83">L. III, De criminalibus c. 83</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? -->
                            Stat. Ulr. c. CXLVIII.</note> [<pb
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          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.93">
          <head>93. Die rauber oder das geraubt gut wissentlich halten.</head>

          <p>Item wer der ist, der einen rauber oder geraubts gut gehaltet oder in hat auf
                        seiner vesten oder in seinem haus oder an einer andern stat, vnd er den
                        rauber oder das geraubt güt dem gericht nicht antwurt hinder acht tagen, der
                        sol dem heren geben C pfunt vnd das verstolen gut, oder das gestolen gut sol
                        er wider geben oder als vil, als sy geschaczt werden, des sy wert sein, vnd
                        ob ym verkunt wirt, das er das gut oder den raub zw dem rechten sol
                        antworten, vnd er jnner achttagen nit gehorsam ist, so sol er gepuest werden
                        mit der vorgeschriben pen, als ein vbeltater gepuest sein solt werden; das
                        selb ist auch czw versten von den dieben, oder auch wer wissentlich geraubt
                        gut kauft, der verleust das kauft gut, vnd sol dem herren als vil peczalen,
                        als vil das gut wert ist, das gekauft ist worden, vnd des gleichen ist czw
                        versten von verstolen gut.<note
              n="N.93" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.84">L. III, De criminalibus c. 84</ref>. <lb/>
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                            Stat. Ulr. c. CXLIX.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.94">
          <head>94. Von den leuten, die zwe laufen sullen, wo raub beschicht.</head>

          <p>Item das ein ieder besunder von einer yeden contraten, der jnnen zucken oder
                        rauben beschicht, als pald sy das geschrey horen, daz der raub geschehen
                        ist, sindt sy pflichtig den raub weren oder vnterstoren vnd den rauber zw
                        fenknus pringen, ob das ist das der menschen der contraten als vil ist, als
                        der die den raub tundt; ist das ir nit so vil ist, so sullen sy doch ir
                        pests thun nach alem irem vermügen vnd sullen den raub weren, das er nit
                        geschehe, vnd ob ir einer saumig dar in bar, der sol dem herren geben
                        hundert lb. ₰ par.<note
              n="N.94" place="foot">
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                            Stat. Ulr. c. CL.</note> [<pb
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          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.95">
          <head>95. Von den, die an diepstal begriffen werden.</head>

          <p>Item ob eczbar begriffen wirt an der diepstal, daz dar in die selbigen, die
                        in begriffen haben, sindt pflichtig vnd schuldig denselben zw fahen, ob sy
                        mugen, vnd sollen in gen hoff antwurten; wer das mit thut, der ist schuldig
                        der herschaft x lb, vnd man sol gelauben dem, der in gefangen hat, ist daz
                        er selbs eins guten spruchs vnd leumats ist.<note
              n="N.95" place="foot">
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                            Stat. Ulr. c. CLI.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.96">
          <head>96. Die schaiten oder hew in iren hewsern halten.</head>

          <p>Item wer in seinen haus feur macht, dar in nahent oder da pey schaiten, hew,
                        fueter oder getraid ist, do prunst von mocht auff komen, der sol das nicht
                        thuen; vnd wer da bider thut, der sol dem herren geben xx lb. als oft er das
                            thuet.<note
              n="N.96" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.32">L. II, De syndicis c. 32</ref>. <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. CCXLII.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.97">
          <head>97. Das man das fewr vnd licht pehuten soll.</head>

          <p>Item das ein yeglicher ist pflichtig ze machen das fewr in einem fremden
                        haus, dar in er wonung hat oder vmb lon, vnd sol auch das behuten vnd
                        pewaren, das nicht prunst noch schaden davon komen, vnd ob das haus, dar in
                        er wonung hat, an geczundt wurdt, so soll er geben x lb perner cleiner
                        müncz, vnd schlecht das fewr vber das dach von seiner saumüng wegen, so soll
                        er geben xxv lb ₰ dem herren, vnd ob von dem selben fewr mer heuser verprent
                        burden, so soll er bezalen l pfunt vnd sol den schaden den wider keren, den
                        ire heuser verprent sindt, oder das er den, von des saumung wegen das haus
                        angeczunt ist, der pey ym in dem haus bonung hat gehabt, sol er fahen, vnd
                        sol in gen hoff antburten, vnd derselb sol die vorgenanten pen zalen, so sol
                        er in den thuren ij monad gefangen ligen vnd vmb die pen xxv lb iij monad,
                        vnd vmb die pen l pfunt ein halbs jar in dem thuren ligen.<note
              n="N.97" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.106">L. III, De criminalibus c. 106</ref>. <lb/>
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                            Stat. Ulr. c. CLXXIV.</note> [<pb
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          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.98">
          <head>98. Von der versorgnus des feurs in den hewsern.</head>

          <p>Item das ein jeglicher in seinem aygen haus, dorin er wonung hat, sol
                        schicken vnd schaffen fewr vnd das licht pewaren, vnd ob sein haus alain
                        verprun an andrer hewser oder menschen schaden, so sol er chain andre pen
                        nicht leiden dan die verlisung seins haus; wurden aber von der vorgenanten
                        prunst wegen seiner nachparen heuser verprent oder mer, so sol er in den
                        schaden abtragen, doch also ob sich erfunde, das das selb feür von seines
                        geuards wegen wer aus komen, vnd nicht destominder sol man in pussen, als
                        dan die geschriben recht pieten vnd seczen etc.<note
              n="N.98" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.107">L. III, De criminalibus c. 107</ref>. <lb/>
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                            Stat. Ulr. c. CLXXV.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.99">
          <head>99. Von den die schuldig sindt zw dem feur zwe lauffen.</head>

          <p>Item daz von einem yeglichen hauss vnd von einer yeglichen massarey sol ein
                        mensch zw dem minsten lauffen zw dem feur mit solchen nuczen dingen, die dar
                        zw nuczpar vnd gut sindt das feur ze leschen; vnd wer da wider thut, der sol
                        geben xx lb. jn irte dan redlich sach.<note
              n="N.99" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.108">L. III, De criminalibus c. 108</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CLXXVI<lb/>
              <ref target="/o:repat.1338-meranstr#T.11">Stadtrecht von Meran Art.
                                XI</ref>
            </note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.100">
          <head>100. Das die trager zw dem fewr sullen lauffen.</head>

          <p>Item das ein yeglicher trager sol ze handt lauffen zum feur mit ainer prenten
                        vnd sol wasser tragen mit allen seinen vermogen, vnd der da nicht lieff oder
                        sich saumpt dar an, der sol dem herren geben C lb. ₰ zwe yedem mal, als oft
                        er dar in saumig wär, vnd ob er das gelt nit peczalen mag, so sol er ein
                        monad in thuren ligen, es sey dan, das in redlich sach geirret hab.<note
              n="N.100" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.109">L. III, De criminalibus c. 109</ref>
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          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.101">
          <head>101. Die etwas geraubt oder abtragen heten in prunst.</head>

          <p>Item wer da raubt oder stilt etwas, die weil die rumor des feurs wert in der
                        stat, der sol gestraft werden nach den geseczten.<note
              n="N.101" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.87">L. III, De criminalibus c. 87</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CLII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.102">
          <head>102. Das sy solch raub sollen wider geben, des es gewesen ist.</head>
          <p>Item ob etwer ein gut findet in der prunst, der sol das selb guet des selben
                        tags wider geben, oder er sol es geben dem hauptman oder dem vicary, vnd ob
                        er es aber wider nit geit, so sol man in straffen, als das recht sagt.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.103">
          <head>103. Das chain koch sol fewr pey der nacht tragen.</head>

          <p>Item das chain kochin oder koch oder ein andre person sol chain licht noch
                        fewr pey der nacht nit tragen in der stat, so es windig ist, nur alain
                        kerczen oder lateren; vnd wer das vberfert, der sol ze yeder fart geben dem
                        herren xx lb. ₰ par.<note
              n="N.103" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.111">L. III, De criminalibus c. 111</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CLXXIX</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.104">
          <head>104. Die fremd fruchtperpaum abhauen.</head>

          <p>Item ob etwer hackt oder schneit oder aus grub paum, die da fruchtper sindt,
                        einer oder mer, oder ein weingarten, des ein ander mensch rechter besiczer
                        wär, oder der das schaft, oder daz ain andern haist tuen an seiner stat, der
                        sol geben l pfunt ₰ dem herren, vnd ob er das gelt nit gehaben mag, so sol
                        man yn abschlahen ein handt, vnd er sol dem den schaden auch beczalen.<note
              n="N.104" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.45">L. III, De criminalibus c. 45</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Ed. Roth. c. 300. (De arbores.)</note>[<pb
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          </p>
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        <div xml:id="NA.105">
          <head>105. Die geuarlich mit iren ampteren vmbgen.</head>

          <p>Item ob etlich amptman geuarlich peging in seinem ampt, das ym beuollen ist,
                        also daz er etwas hin vber näm vber den soldt, der nit geseczt ist, es sey
                        dan essen oder trincken, daz da in benig tagen mag verczert werden, oder daz
                        er etwas miet oder gab name, daz er dar durch gefarlich oder betrieglich mit
                        den sachen vmb ging, ist es vber xx lb., so sol er dem herren l pfunt ₰ oder
                        halt mer, dar nach ynd er falschlich gehandelt hat mit den sachen, die ym
                        empholhen sindt, vnd man sol in straffen nach des herren willen oder seins
                        officials, vnd alles das er genomen hat, das sol er wider geben vnd sol
                        hinfur zw kainem ampt erwelt werden.<note
              n="N.105" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.88">L. III, De criminalibus c. 88</ref>
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        <div xml:id="NA.106">
          <head>106. Die stecken aus den weingarten tragen.</head>

          <p>Item ob etwar, dar nach vnd die weingarten gearbait, vnd die stecken dar in
                        geschlagen sindt, die stecken nit dar ausnemen sollen, weder seine stecken
                        noch anderleut noch die hingehen noch haym tragen, vnd zw einer anderen
                        czeit daz man die weingarten paut, vnd wer da wider thut, der sol zw einem
                        yeglichen mal gelten halt von seinen stecken x lb. ₰ par, aber von fremden
                        stecken sol er geben xx lb. geschicht es pey dem tag; ist es aber pey der
                        nacht geschehen, so sol er xl lb. geben, vnd hat er das gelt nit zw bezalen,
                        so sol man in durch die stat schlagen vnd sol in auf den pranger seczen oder
                        stellen ein ganczen tag, vnd wer fremdt schaiten stilt, der sol zw yeder
                        fart geben x lb. vnd sol den schaden widerkeren.<note
              n="N.106" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.53">L. II, De syndicis c. 53.</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Edict. Rotharis c. 292. (De vitem
                            uvarum.)</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.107">
          <head>107. Die weinper aus fremden weingarten stelen.</head>

          <p>Item welcher nimpt weinper dieplich aus einem fremden beingarten, der sol
                        geben zw jeder fart v lb. ₰, beschicht es pey dem tag, vnd auch so vil dem,
                        dem er schaden gethan hat; vnd hat er des gelts nit, so sol man in durch die
                        stat schlagen vnd sol in auff den pranger seczen.<note
              n="N.107" place="foot">
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          </p>
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        <div xml:id="NA.108">
          <head>108. Die saltner die beinper stelen.</head>

          <p>Item ob ein saltner oder ein hüeter der beingarten dieplich weinper nimpt vnd
                        verkauft, die weil er auff der salterey stet, oder geit sy mit geuardt hin
                        anderen person vber recht, der sol geben dem herren C lb. ₰, hat er das gelt
                        nit, so sol man in auf den pranger seczen vnd ein tag dar auff sten lassen,
                        vnd des anderen tags sol man in durch die stat schlagen, vnd den schaden,
                        den er gethon hat, sol er czbifeltiglich peczalen dem, der den schaden
                        geliten hat; oder ist, das er vmb lon, vmb lieb, durch forcht oder durch
                        ander sach wegen die nicht beclagt, die da schaden thun oder die geuarlich
                        tund in der saltarey, so sol er zw yedem mal, so er das nit beclagt, lx lb.
                        vnd dem, dem schaden ist geschehen, czbifaltig zw widerkeren, vnd mag er das
                        gelt nit gehaben, so soll er ein tag auff dem pranger sten.<note
              n="N.108" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.55">L. II, De syndicis c. 55</ref>
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        <div xml:id="NA.109">
          <head>109. Die dieplich kraut oder ander dinck stelen.</head>

          <p>Item das ein ieglicher der etlich frucht oder rueben dieplich nimpt oder
                        stilt, kraut, das da ze essen ist, oder rosen, es sey aus garten oder aus
                        verschlossen garten oder aus weingärten oder von anderen steten, oder
                        weinper, der sol, als oft er das thuet, gelten xx lb. ₰ ob die frucht die er
                        gestolen hat sindt minder wert dan v lb.; sindt aber die frucht hin vber
                        bert, so sol er bezalen xl lb., hat er die frucht genomen pey dem tag; hat
                        ers aber genomen pey der nacht, so sol er czalen zbir so vil, vnd den
                        schaden sol er dem czbifaltiglich ablegen, der die frucht verloren hat; hat
                        er des gelcz nit zubeczalen, so sol man in seczen auff den pranger, vnd ein
                        yeder mag klager sein, vnd man sol glauben einem czeugen, der eins guten
                        lobs ist.<note
              n="N.109" place="foot">
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        </div>
        <div xml:id="NA.110">
          <head>110. Die den leuten jr czeun zerprechen.</head>

          <p>Item wer der ist, der zerhackt oder czerschneidet oder zerpricht zeun, burder
                        oder pigel oder doren, der sol zw yedem mal, so er das thut, gelten x lb. ₰,
                        ob es pey dem tag beschicht; beschicht es aber pey der nacht, so sol er
                        czbir als vil czalen, vnd ob er das gelt nit geben mag, so [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=156" n="152"
              xml:id="S.152"/>
                        sol man in seczen au ff den pranger, vnd er sol dem, der den schaden genomen
                        hat, den schaden peczalen.<note
              n="N.110" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.57">L. II, De syndicis c. 57</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Ed. Roth. c. 285. (De iderzon.)</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.111">
          <head>111. Die thor oder schlos an den weingarten auff prechen.</head>

          <p>Item das ein yeglicher, der da zerpricht thor der weingarten oder ander
                        garten oder felder oder schlosser oder damit man die vorbenanten stuck
                        verspert vnd verschleust, thut ers pey dem tag, so sol er geben xl lb., ob
                        es pey dem tag beschicht; beschicht es aber pey der nacht, so sol er zbir so
                        vil geben, vnd ob er das gelt nit geben mag, so sol man in seczen auff den
                        pranger, vnd er sol dem, der den schaden genomen hat, den schaden
                            beczalen.<note
              n="N.111" place="foot">
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        </div>
        <div xml:id="NA.112">
          <head>112. Die in fremden garten funden werden.</head>

          <p>Item ob etwer wirt gefunden in fremden garten oder weingarten zw den czeiten,
                        so frucht oder kraut dar in stet, an vrlaub des herren, des die garten
                        sindt, ob er halt chainen schaden nit thut, so sol er geben v lb.; hat er
                        aber schaden thun, so sol er den pen geben, als oben geschriben ist.<note
              n="N.112" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.59">L. II, De syndicis c. 5 9</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Ed. Roth. c. 284. (De orto.)</note>
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        </div>
        <div xml:id="NA.113">
          <head>113. Die pflanczen stelen oder anderen aus ackern.</head>

          <p>Item ob yemant stilt gruns kraut oder pflanczen von eines anderen menschen
                        acker, ist es pey dem tag, so sol er geben xl lb.; ist es aber pey der
                        nacht, so sol er geben x lbr. vnd sol dem, dem er das sein gestolen hat,
                        sein schaden czalen; vnd mag er das gelt nit gehaben, sol man in ein tag auf
                        den pranger stellen.<note
              n="N.113" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.60">L. II, De syndicis c. 60</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCL</note>
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        </div>
        <div xml:id="NA.114">
          <head>114. Die da kraut in anderen ackern pflanczen.</head>

          <p>Item ob ein pflanzler oder ein krautler oder ein andre person, die do kraut
                        macht oder seczt, wirt gefunden in fremden ackern, wisen oder weingarten,
                        das er schaden thut ann koren oder an kraut, vnd das er das kraut in die
                        gruben legt vnd enpfurt, der sol ze yeder fart, so er das thut, gelten xx
                        lb. ob er das thut pey dem tag; thut ers aber pey der nacht, so geit er [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=157" n="153"
              xml:id="S.153"/>
                        die pen zbifalt, vnd mag er die pen nicht czalen, so sol man in ein tag auff
                        den pranger stellen, vnd der den schaden hat genomen, dem ist er pflichtig
                        sein schaden zw benden.<note
              n="N.114" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.61">L. II, De syndicis c. 61</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCLI</note>
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        </div>
        <div xml:id="NA.115">
          <head>115. Von allerlay figch, das da schaden thut.</head>

          <p>Item ob ein ros oder ein ogs oder ein ander gros thier ist in einem
                        weingarten vnd wustet oder thut schaden oder fremds getraid abist, so sol
                        der, des das ross ist oder ox, zw yeder fart geben, ob es pey dem tag
                        geschieht x lbr. ist es aber pey der nacht, xx lbr., ist aber, das ein gais
                        oder ein schaff oder ein ander clain thier schaden thut pey dem tag, so sol
                        man czalen iij lbr. ₰; ist es pey der nacht, v lbr. vnd sol dem, dem schaden
                        geschehen ist, sein schaden wider keren; vnd der den schaden leidet, der mag
                        das thier als lang halten, vncz ym gnug beschicht vmb den selben schaden,
                        vnd man mag dem saltner gelauben oder einem andern czeugen pey sein trewen
                        gesworen, vnd auch mag man gelawben dem, der den schaden hat empfangen pey
                        sein treuen gesworen, ist er anders eins guten leumats, ist er anders eins
                        guten lobs; vnd ob der saltner das fiche oder die sewen oder swein tottet,
                        ob er es findet ym koren oder weingarten, dar vmb sol man den saltner nit
                        strafen; des gleichen auch ein gais oder swein ob man sy findet in dem
                        garten oder in dem weingarten, die nicht irs herren sindt. Auch mag ain
                        saltner wol ein gais oder swein toten auf irs herren gueter, aber an schaden
                        mag man solch vich halten oder neren auf zefen oder auf pergen oder graben
                        mit anderen thiren, daz sy chainen schaden nit mugen thun.<note
              n="N.115" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.2">L. III, De syndicis c. 2</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CXCIV
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              <!-- noch verlinken? --> Edict. Roth. c. 343</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.116">
          <head>116. Das die saltner mit geuerdt vmb gen.</head>

          <p>Item ob ein saltner thuet gefardt in seyner salterey, also das er von einem
                        lon oder gab nympt, daz etliche thier werdent genert vnd gehalten in seiner
                        salterey, oder das er nit verclagt, die durch der miet vnd lieb willen oder
                        von was sachen wegen die den schaden thunt, der sol für yedes mal [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=158" n="154"
              xml:id="S.154"/>
                        verliesen iij lb ₰ oder mer, dar nach die schuld oder der schad ist, nach
                        des herren willen oder seins officials, des rats vnd der gemein zw
                            Trint.<note
              n="N.116" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.63">L. III, De syndicis c. 63. </ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCLIII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.117">
          <head>117. Die anderen lewten jr hew nemen.</head>

          <p>Item das chain person sol nicht kraut noch hew nemen in einer fremden wiss,
                        es sey dan auff der gemain; wer dawider thut, der sol gelten vmb einen yeden
                        ruckkorb xx lb., ob es pey dem tag beschicht, vnd pey der nacht zbir so vil,
                        vnd vmb ein yeden arem fol hew x lb. ₰ pey dem tag vnd zbir so vil pey der
                        nacht, vnd sol dem, des das hew ist, sein schaden widerkeren; hat er dez
                        gelts nit, so sol man in ein tag auf den pranger stellen.<note
              n="N.117" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.64">L. II, De syndicis c. 64</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCLIV</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.118">
          <head>118. Daz einer den andern vnrechtlich verclagt.</head>

          <p>Item daz ein yeder, der einen falschlich verclagt, von etlichen geseczten,
                        die geschriben vnd begriffen sindt in disem puch, der sol leiden die
                        selbigen pen, die der solte leiden, wan er in warhaftiglich het verklagt,
                        vnd sol auch die selbig pen gelten, die der beclagt scholt geben oder gelten
                            etc.<note
              n="N.118" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.65">L. II, De criminalibua c. 65</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCLV
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              <!-- noch verlinken? --> Edict. Rotharis c. 9</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.119">
          <head>119. Das man nit kalcköfen sol haben in der stat ze Trint.</head>

          <p>Item das chain person sol chain scheff nit pichen noch verennen in der stat
                        mit pech noch vnslit ze lassen noch kalckofen ze machen in der stat maur ze
                        Trint; vnd wer da wider thut, vmb das pichen sol er geben xl lb. ₰ vmb das
                        vnslit ze lassen xx lb. zw yedemmal vnd vmb den kalckofen x lb ₰ zw yeder
                        fart vnd verleust den ofen.<note
              n="N.119" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.112">L. III, De criminalibus c. 112</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CLXXX</note> [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=159" n="155" xml:id="S.155"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.120">
          <head>120. Das die knaben bor oxen vnd wägen sollen gen.</head>

          <p>Item das ain yeder pueb ist pflichtig ze gien vor den oxen vnd wägen in der
                        stat ze Trint vnd sol die hant haben auf der teixel, das er chain person
                        oder tier oder anderen dingen laid thue oder schaden; ob er des nit thut, so
                        so! er geben v lb. ₰, vnd ob er halt chain schaden thuet, doch das er in den
                        dorfferen oder auff dem gaw des nit pflichtig ist die hant auff der deixel
                        ze halten, pey der pen v lb., vnd ob er das ist, das von seiner versaumnus
                        oder schult wegen schaden beschicht, so sol zw yedem mal, so er schaden
                        thut, x lb. ₰ vnd den schaden sol er gelten vnd die laidigung abtragen vnd
                        wenden, vnd nür sol er gestraft werden, dar nach vnd die schuld vnd
                        laidigung ist, nach dem willen des officials; vnd ob ein pueb in der stat
                        auf dem fueder fert oder siczt, der sol zw yeder fart gelten xv lb. ₰. vnd
                        ein yeglicher mag klager sein.<note
              n="N.120" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.66">L. III, De syndicis c. 66</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCLVI</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.121">
          <head>121. Die den leuten versprechen zw arbeiten in der stat Trint.</head>

          <p>Item ob ein pub verhies mit einem fuder holcz zu dienen etwam, oder ein
                        arbaiter verspricht einem zw arbeiten vnd ze dienen vnd darnach findet er
                        des arbeiters vnd puben nicht, so sol der pub dem herren geben v lb. vnd der
                        arbaiter iij lb., vnd dem, dem ers verhaissen hat zw dienen, sol er das lon
                        beczalen ein tagwerk, doch ausgenomen ob er redlich sach hat, daz er nit hat
                        mugen kummen; des gleichen her wider vmb ob der, dem sy verhaissen haben ein
                        tag ze dienen vnd arbeiten, ob er sy nit nimpt vnd gewint an sein arbait
                        nichts, desterminder sol er in den lon ausrichten, es sey dan, daz sy des
                        selben tags einem anderen arbaiten oder daz es regen oder ein ander redlich
                        sach, das da bentt oder jrre.<note
              n="N.121" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.68">(L. II, De syndicis c. 68</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCLVIII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.122">
          <head>122. Die an liecht nach dem dritten lewten gen.</head>

          <p>Item daz chain person sol nicht gen durch die stat oder in der stat, so man
                        das drit glocklein hat geleut, vncz daz man daz glocklein zw tag hat geleut,
                        an liecht. Wer da wider thut oder daz er mit waffen get, so sol er ze yeder
                        fart gelten, als das geseczt inhalt, der da harnasch oder waffen tregt. Get
                        aber einer an baffen, so sol er nit mer geben dan xx lb. ₰ lb, es sey dan,
                        daz er redlich sach hab dar vmb er gee.<note
              n="N.122" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.115">III, De criminalibus c. 115</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CLXXXIX</note> [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=160" n="156" xml:id="S.156"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.123">
          <head>123. Die wein verkauffen nach dem leuten.</head>

          <p>Item das chainer nicht sol wein verkauften kainer person, wan man das drit
                        glocklein ze nacht hat gelewt, nwr alain sein gesten; vnd wer da wider thut,
                        der sol ze yeder fart gelten vv lb. ₰ vnd der trinker sol czalen v lb. ₰ zw
                        yeder fart.<note
              n="N.123" place="foot">
              <ref target="/o:repat.1338-meranstr#T.4">Stadtrecht von Meran 1317.
                                Haupt, Z. f. d. A., VI, 416</ref>.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.124">
          <head>124. Die harnasch durch die stat zw Trint tragen.</head>

          <p>Item ein yeglicher, es sey ausserhalb oder ynerthalb der stat, der da tregt
                        harnasch oder waffen an vrlaub des capitany oder seins vicary, der sol geben
                        für ein sbert, spies, pucklar, lanczen oder ander freuelich waffen lx lb. ₰
                        fur yedes waffen pey dem tag, aber pey der nacht zbir so vil, ausgenomen ob
                        einer waffen trug, so er in die stat get oder so er aus der stat get, so mag
                        er mit ihm tragen ein lanczen, ein messer, vnd wer die vurgenanten tregt in
                        den palast, der sol zbifaltig pen geben.<note
              n="N.124" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.114">L. III, De criminalibus c. 114</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CLXXXVIII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.125">
          <head>125. Das die wirt schuldig sein das vorgenant yeren gesten zu
                        uerkunden.</head>

          <p>Item das ein yeder wirt oder gastgeb schuldig ist ze sagen seinen gesten das
                        geseczt vnd gepot, vnd ob er das seinen gesten nit saget vnd verkundet, vnd
                        sein gest trugen waffen, so sol der wirt czalen lx lb. ₰ zw yeder fart, doch
                        sol man gelauben dem waffentrager, ob er swert pey seinem ayd, vnd auch der
                        ayd des hausknechts oder dieren oder dez wirts beib, ob das ist, daz sy ym
                        das geseczt gesagt haben.<note
              n="N.125" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.116">L. III, De criminalibus c. 116</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CXC.</note> [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=161" n="157" xml:id="S.157"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.126">
          <head>126. Die man nit weis, daz sy in der ächt sein.</head>
          <p>Item daz chainer nit sol gehabt werden jn die acht gethon noch panfellig nach
                        darfur gehalten werden, er werde dan gefunden geschriben in den acht brifen
                        oder pucheren des communs vnd der stat ze Trint.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.127">
          <head>127. Von der acht vnd pen.</head>
          <p>Item daz chainer aus der acht sich nicht aus ausgeczogen noch entschuldugiet
                        beduncket, es sey dan sein aplas der achte oder des pans vnd sicherhait oder
                        freyhait in dem puch geschriben funden worden.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.128">
          <head>128. Wer aus dem pan sol gelassen werden.</head>
          <p>Item daz chainer aus dem pan sol gelassen berden, es sey dan der tail geladen
                        fur recht, durch des willen er in den pan gethon ist worden, vnd er sol auch
                        alle czerung ausrichten, ob das ist, das er rechtlich in den pan getan ist
                        borden.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.129">
          <head>129. Von hinlassung zins.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, ob einer inn hat vnd bestet von einem vmb ein
                        ewigen zins ein wisen, ein haus, ein stadel, ein garten oder ein hutten oder
                        was solchs ist, das da zw nuczbarkait gehört ains haus ze Trint, das man
                        hinlast vmb czins, vmb salcz, vmb öll von einer person, vnd der czins ist
                        minder dan xx lb. vnd der czinsherr klagt auff den czinsman, er hab ym den
                        czins in vil jaren nit ausgericht noch vergolten pis auff disen benanten
                        tag, und ob der selb czins man ist eins guten lobs, daz er wil dar vmb
                        sweren, so sol man ym dar vmb gelauben, ob er dar vmbe swert, daz er dem
                        herren den czins hat ausgericht auf einen benanten tag, vnd er sol auch von
                        der fordrung des selben czins ledig sein von dem herren auf den benanten
                        tag; vnd der czins ist xx lb. vnd vber xx lb., vnd der czinsherr klagt
                        oberen czinsman, er hab ym seinen czins nicht golten mer dan ein jar, vnd er
                        fodert den czins, vnd der czinsman spricht, er hab den czins czalt auf ein
                        benanten tag, so sol man den besteer oder czinsman nit lassen dar vmb
                        sweren, daz er dem herren den czins vergolten hab, des das guet ist; vnd ob
                        der czinsman wil beysen, das er den czins peczalt hab, so sol man ym einen
                        tag geben; auf den selben tag sol er pringen sein weisung, vnd ob er das
                        also bepeist, so sol man in des czins ledig sagen vnd auch der fordrung des
                        hinlassens. Ist aber, daz er das nit bebeist auf den benanten tag, so sol er
                        das recht verliesen vnd sol dem hinlasser des guts sein czins beczalen nach
                        gebonhait der hewser zw Trint, die da hingelassen werdent vmb czinse.<note
              n="N.129" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.1.100">L. I, De civilibus c. 100</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. LXXXVI.</note> [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=162" n="158" xml:id="S.158"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.130">
          <head>130. Von den marchten.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, daz in einem anefanck eins yeglichen monats sol
                        man gemain marckt haben in der vorbenanten stat Trint; vnd in den
                        vorgenanten drey tagen im anfanck des monats vnd des nachsten tags dar nach
                        vnd des dritten tags darnach so mag man mit wurffeln spilen auf dem placz
                        vnd nicht anderswo vnd nicht furbass auch etc.<note
              n="N.130" place="foot">(Vergl. die sehr veränderte Marktordnung in <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.1.136">L. I, De civilibus c. 136</ref>
              <lb/> Dagegen stimmt das 
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. LXXXVII
                            mit dem c. 130 der alten Statuten überein.</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.313">
          <head>131. Von fuer vnd ladung.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, daz alle saüm, fuer vnd al andre ladung vnd
                        fassung, die damit fuer werdent gepracht gen Trint, sollen daselbs nider
                        gelegt werden vnd sullen auch aus der stat nit gefurt werden mit fremden
                        furlaiten nur alain mit oxen oder rossen, die da sindt der menschen der stat
                        zw Trint, die da mitleident die purde etc. der stat, also daz si auch da
                        habent ein pesserung vnd daz sy habent ein mitleidung; vnd welcher fremder
                        fuerman [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=163" n="159"
              xml:id="S.159"/>
                        ein fueder oder ladung furt, der ist verfallen ein pen C lb. ₰ fuer ein yecz
                        fueder oder sam; ob aber die fuerleut von Trint nicht wollen fueren, so sol
                        man faren lassen, wer da wil, doch das man nem der hauptleut vrlaub vnd
                            geschaft.<note
              n="N.131" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.106">L. II, De syndicis c. 106</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCXCVII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.132">
          <head>132. Daz chainer fisch aus der stat zw Trint fueren sol.</head>

          <p>Item daz chainer nicht sol fisch tragen oder fueren aus der stat mit wagen
                        oder mit rossen oder mit welcherlay das sey an erlauben des capitany oder
                        seines verwesers; vnd ber da wider thut, der verleust die fisch.<note
              n="N.132" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.39">L. II, De syndicis c. 39</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCXXVIII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.133">
          <head>133. Von aiden, die vor dem rechten gesworen werden.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden: wie wol das ist, daz ainer sach wegen gesworen
                        wirdt ain ayd vor dem rechten, doch nichts dester minder ist der pflichtig,
                        der das recht verloren hat, dem, der daz recht hat pehabt, alle seine perung
                        aufzerichten, vnd die ayd sollen gesworen werden als das recht seczt.<note
              n="N.133" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.1.39">L. I, De civilibus c. 39</ref>, und 
              <!-- noch verlinken? --> c. 67
                            der neuen Statuten <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. LXVIII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.134">
          <head>134. Daz man appelliren mag in einer benanten zeit.</head>

          <p>Item wir seczen, daz ein yeglicher der ein sach oder klag für recht pringt,
                        dar vmb vnd er dingen wil fur ein ander gericht, der sol frist haben oder
                        tag zbayer monadt, vnd daz vns vber zbay monadt von der czeit der geding sol
                        das gedingt aussten, daz man über die beil erchennen müge, dar vmb man
                        gedingt hat, vnd auch das das geseczt gancz vnd vnnczerprochen peleibe von
                        der xl tag wegen, dar an man nicht recht hat, nichts ausgenomen vnd sindt
                        die tag, die hernach geschriben stendt, vnd sindt die zben tag eins yeglichs
                        monats ain anefanck, vnd die tag, die sich anhebent an sand Thomanstag, vnd
                        sindt ausgeendt des dritten tags nach der heiligen drey chunig tag, auch die
                        tag zw fasnacht, die sich anhebent an sampstag vor fasnacht vnd werendt vns
                        auff den kässuntag den ganczen tag, jtem xv tag zw der esterlichen zeit,
                        jtem die viij tag des weinsamen, die sich anhebent an vnser frauen abent
                        oder yrer vigily jn dem monat des septembers vncz an den achten tag sand
                        Michahels, jtem an den tagen der weich oder kirchtagen, die da berent viij
                        tag; jtem an allen tagen an dem anefanck eins yeglichen monats vnd kalendas
                        vnd ein tag dar vor vnd ein tag dar nach vnd zw anderen tagen, die da
                        gepoten sindt von dem herren zw Trint oder von seinem vicary. Alles geding,
                        das da ausgesprochen ist, das sol in der czeit zbayer monadt geendt vnd
                        volpracht werden gancz vnd gar; oder ob die sach, die gedingt ist worden, jn
                        der czeit zbaier monadt nit geent vnd volpracht wirt, daz die vrtail oder
                        das vrtail, do uon oder welichem gedingt wirt oder ist worden, sullen stät
                        beleiben, also das wider sy nicht mag in keiner weise da wider gethon werden
                        noch dar wider zekomen mit recht oder [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=164" n="160"
              xml:id="S.160"/>
                        mit gewalt, vnd sy sollen vnd mugen nach der vergangen czeit volbrachtwerden
                        vnd gepoten, es sey welcherley sach mit recht oder anrecht da wider sein,
                        vnd die obgenanten tag sollen alczeit fest vnd stät gehalten berden nach den
                        gepoten, als oben geschriben stet, vnd der richter sol vnd ist pflichtig vnd
                        schuldig die sach in der czeit vollenden, vnd ob die schuld oder saumnuss
                        der richter wär, dar vmb gedingt ist, also daz die sach nit vollendet wirt,
                        so ist der richter pflichtig dem, der da schaden leydet, den selben schaden
                        wider zw geben vnd zw gelten.<note
              n="N.134" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.54">L. II, De syndicis c. 54</ref>, und in den 
              <!-- noch verlinken? -->
                            neuen Statuten C. LII <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. LII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.135">
          <head>135. Ob ainer ains anderen gewer bekumert.</head>

          <p>Item ob ain person bekumert vnd siczt in ein gewer einer anderen person, der
                        selben gewer rechter besiczer ist, vnd thut das wider recht vnd sach, die da
                        redlich ist, der sol geben C lb. ₰ vnd sol verliesen alle arbait vnd
                        verleust auch die possession vnd besiczung, ausgenomen das er pittent sey
                        des rechten herren der possession, das er ym die selben possession lass vnd
                            vergunne.<note
              n="N.135" place="foot">
              <ref target="#C.26">a. 26</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. LVII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.136">
          <head>136. Daz man die fur panning nit halten sol, die in dem puch nit funden
                        berden.</head>
          <p>Item daz chainer nit sol werden puesfellig oder panfellig, nur alain er werd
                        gefunden geschriben in dem puech der puesfelligen der gemain zw Trint.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.137">
          <head>137. Von stoss wegen der weg vnd wasser laitung.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, daz alle krieg vnd klagung all weg vnd ende, der
                        wasserlaitung, der roren vnd der tropfen, der pew oder hewser vnd gemeur
                        oder ander dinck dergleichen, die da sindt zwe beschauen mit augen mit den
                        amptleuten der stat Trint, die sollen das schäczen vnd vrtailen nach yren
                        treuen an ausbeysung der brieff czedelen, brieff oder geschrift.<ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.1">L. II, De syndicis c. 1</ref>
            <lb/>
            <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CXCIII</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.138">
          <head>138. Die nicht in den pan glegt sol berden vmb guet, das in zwe behalten
                        wirt geben etc.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, das chain person sol nicht gelegt werden yn pan
                        vmb guet, das ym zwe gehalten ist geben worden, dar vmb das er das guet nit
                        wider hat geben. Vnd ist das zw versten in einer yglichen gemainen sach der
                        stat zw Trint. [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=165" n="161" xml:id="S.161"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.139">
          <head>139. Die des bischoffs amptman schlugen.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, ob ein person wundet ein andre person, der da ist
                        von dem hofgesindt des pischoffs, oder sunst schlüg ein, der da ist von dem
                        hofgesindt, als oben geschriben stet, also daz er plutrustig wirt, der sol
                        gepessert werden zbifaltig mer, wan oben geschriben stet jn dem geseczt, das
                        sich anhebt: <ref
              target="#C.140">ob einer einen schlecht mit einem
                            schwert</ref>. Doch so sol man ansehen die person, die da geschlagen
                        ist, als oben geschriben stet an dem <ref
              target="#C.7">vij capitel des
                            puchs</ref> vnd stat.<ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.89">L. III, De criminalibus c. 89</ref>
            <lb/>
            <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CLV</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.140">
          <head>140. Von den die ein person schlugen.</head>

          <p>Item ob ein person schlecht mit einem sbert oder mit einem messer, mit einem
                        stain oder geschoss oder mit einem anderen ding einen menschen, der da ist
                        an der hersehaft gewalt oder ein hauptman oder vicary des pischoffs, der da
                        volfurent ist sein ampt, ob das ist, das er blutrüst wirdet, so sol man dem
                        schlaher die hant abschlahen, damit er geschlahen hat, doch also das der
                        herr die leiplich pen verkeren mag jn czeitlich güter vnd pfenning nach
                        seinen wolgefallen, vnd ob er aber nit plüt, so sol er gepuest werden in CC
                        pfunt lb.; vnd mag er das gelt nit beczalen, so sol man ym die hant
                        abschlagen, damit er geschlagen hat, also das sy von dem arme kum.<note
              n="N.140" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.90">L. III, De criminalibus c. 90</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. C. CLVI</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.141">
          <head>141. Aber die einander erschlagen hetten.</head>

          <p>Item ob ein person, in welcherlay möss das geschicht, einen anderen menschen
                        ertottet, vnd hat der toter frid von den nächsten freuntten hinter xxx tagen
                        des erschlagen, vnd das der erb des toten, vnd dem der erbtail von recht zw
                        gehert, der sol gepuest werden in CC pfunt lb. Vnd ob der nächste freunt ein
                        wais ist, vnd ist, daz der, dem der wais entpholhen ist vnd jnn haber, mag
                        frid schaffen von des tods schlags wegen. Vnd ob mer sindt, die gleich sindt
                        in der selben freuntschaft vnd stapfel der erbschaft, die angehort des
                        toten, jst daz die zben tail verhengen vnd geben frid. Anders der frid, [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=165" n="162"
              xml:id="S.162"/>
                        der geben wirt von dem minsten tail, der ist nichts wert, vnd ob er den frid
                        nicht gehaben mag in xxx tagen, so sol man dem toter das haupt abschlagen,
                        doch das bewart were, das er getott hab durch rettung willen leibs notturft.
                        Auch ist das zw versten von einen weib, die ein menschen tottet. Tottet ein
                        man ainen, so sol man ym das haupt abschlagen. Tottet aber ein weib ainen,
                        die sol man verprennen, also das sie sterb.<note
              n="N.141" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.96">L. III, De criminalibus c. 96</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CLXIII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.142">
          <head>Die harnasch durch die dorffer truegen.</head>
          <p>Item daz niemant sol tragen in seinem dorff oder anderswo lanczen, ranchun
                        oder ander verpoten wer vnd ander wer, da mit man den menschen laidiget,
                        ausgenomen ein messer, damit man hackt; vnd wer da wider thut, der sol
                        gepuest werden von der lancze C lb. ₰, von dem swert lx lb. von den helben
                        in xx lb. ₰ einer yeden fart, ausgenomen ob si wolten gen von einen dorff zw
                        dem anderen, so mag einer tragen ein swerdt, ein spies, ein paslär oder
                        pucklar, vnd ein yeglicher mag klager sein, vnd der beklager sol haben
                        halben tail.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.143">
          <head>143. Die kirchen berauben.</head>

          <p>Item wer beraubt mit freuel ain kirchen oder ein kloster oder ein spital oder
                        ain andre gaistliche stat, den sol man aufhaben an den galgen mit der
                        gurgel, also das er sterb, vnd den schaden sol er wider keren, den er den
                        schaden gethon hat.<note
              n="N.143" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.91">L. III, De criminalibus c. 91</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CLVII </note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.144">
          <head>144. Die die strassen berauben.</head>

          <p>Item ob einer eine oder mer person peraubt auf der strassen zw Trint oder an
                        anderen steten jn dem bistumb auf einer gemain sträs, der sol ein [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=167" n="163"
              xml:id="S.163"/>
                        yegliche pen leiden, als vorgeschriben stet, also das er gehenckt werd an
                        den galgen mit der gurgel vnd sterb.<note
              n="N.144" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.92">L. III, De criminalibus c. 92</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCVIII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.145">
          <head>145. Die ein gewër verbuesten.</head>

          <p>Item ob ein person wert oder verderbt oder verbuest ein gewer oder ein pfant
                        an rechtlicher enphelhung oder gepot, jst er ein man, so sol er gepuest
                        werden jn lx lb. ₰; ist es ein beib, so sol sy gepuest werden in lx lb., nur
                        alain sy haben redlich vnd rechte sach das zw weren, vnd sy komen mit yren
                        aigen pcrsonen auszereden für gericht.<note
              n="N.145" place="foot">
              <!-- noch verlinken? --> Ed. Liutprandi c. 37</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.146">
          <head>146. Die wissentlich ein fremde gewer verchauften.</head>

          <p>Item ob ein person verkauft ein guet, das nit sein ist, es sey beweglich oder
                        nit, einer person oder mer personen, vmb ein guet, das unbebeglich ist, der
                        sol gepuest berden jn xxv lb lb., vnd von dem beweglichem guet in x lb lb.
                        vnd er sol wider cheren dem kauffer sein gelt.<note
              n="N.146" place="foot">
              <!-- noch verlinken? --> Stat. 30 <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Ed.
                            Roth. c. 229</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.147">
          <head>147. Daz die mulner nit mer nemen sullen, wan geseczet ist.</head>

          <p>Item daz die müller nicht sollen nemen von dem malen einer person vber das
                        geseczt, das in geseczt ist; vnd wer da wider thut, der sol ze yeder fart,
                        so er das thut, gepuest berden vmb xl lb. ₰, vnd ein yeder mag klager sein,
                        als oben geschriben ist; vnd ob er das gelt nit gehaben mag, so sol er sten
                        auff dem pranger nach willen des herren.<note
              n="N.147" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.46">L. II, De syndicis c. 46</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. 40 <lb/>
              <ref target="/o:repat.1338-meranstr#T.2">Stadtrecht von Meran 1317.
                                (Haupt, Z. f. d. A., VI, 415.</ref>
            </note> [<pb facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=168" n="164" xml:id="S.164"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.148">
          <head>148. Daz man etlichen das lant mag verpieten.</head>
          <p>Item daz all vrtail vnd puess, die geschehen vmb suntlich sach, die leiplich
                        sindt, vnd geschehent, alspald das vrtail geben wirt, an alles furladen so
                        sol man in das lant verpieten, vnd sol verkundet werden, vnd sollen die
                        selben leiplichen vrtail nicht hindergen in chainerlay mös, vnd man mag von
                        den selben vrtailen nicht dingen.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.149">
          <head>149. Die sich etlicher gewaltsam vnpilleich vnterbunden hetten.</head>

          <p>Item chainer nicht von der stat Trint vnd des pistumbs sol sich unterwinden
                        einer hauptmanschaft oder gewalt einer stat an vrlaub des pischoffs oder
                        seins hauptmans weder jnnerhalben noch ausserhalben; vnd wer da wider thut,
                        der sol gepuest werden nach dem willen des pischoffs, ausgenomen die ampt
                        oder amptleut.<note
              n="N.149" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.94">L. III, De criminalibus c. 9 4 </ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CLX</note>
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        </div>
        <div xml:id="NA.150">
          <head>150. Die mit harnasch in rumoren zw dem pischoff zw lauffen sollen.</head>

          <p>Item ob ein rumor wer in dem landt, so sol ein yglicher lauffen mit seiner
                        wer zw dem pischoff oder der an seiner stat ist vnd sol ym nachfolgen dem
                        bischoff ze eren vnd der gemain; vnd wer da wider thut der sol gelten der
                        gemain zw yeder fart C lb. ₰; vnd ob ainer lauft zw einem tail, der sol
                        gelten xxv lb ₰; mag er des nit peczaln, so sol man in in den thuren legen
                        drew monat, vnd sol auch mer geben, der der do lauft zw dem tail, der da
                        wider den pischoff ist oder wider den der an seiner stat ist, der sol
                        gepuest werden nach willen des pischoffs am gut vnd auch am leib.<note
              n="N.150" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.95">L. III, De criminalibus c. 95</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CLXI</note> [<pb
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          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.151">
          <head>151. Die vnbeschaidne wort wider die gemain reden.</head>

          <p>Item daz ein yeder, die wider die gemain oder aus der gemain, die da sindt an
                        vrsach der gemain, oder wider die official oder amptleut der gemain von irs
                        amptswegen onrechte bort oder schantliche wort sprechent oder redent, die
                        sollen verliessen zw einer yeden fart, so sy das thundt, C lb. ₰ vnd auch
                        minder nach verdienen der schuldt vnd auch nach verdienen der person vnd
                        auch nach dem willen des herren oder der an seiner stat ist; vnd ob er die
                        den nit mag beczalen, so sol man in ze vntrist in den turen legen, vnd dar
                        in sol er liegen xv tag oder mer nach dem willen des herren.<note
              n="N.151" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.96">L. III, De criminalibus c. 96</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. CLXII</note>
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        </div>
        <div xml:id="NA.152">
          <head>152. Daz chainer die ampter, die ym nit zw gehoren, sol aus
                        richten.</head>

          <p>Item daz chainer aus dem pistumb sol nicht das ampt der richter, der noder
                        oder der vorsprechen treiben in der stat Trint, daz er vorsprech oder radt,
                        noch tucher verkauff noch verschneidt nwr alain in marckten oder zw
                        kirchtagen; aber ale andre ampt vnd gewerb mögen die ausseren oder geste in
                        dem lant treiben; sy sein von welchen landen sy sindt; die pues ist x lb
                        jfi, vnd nicht desterminder sollen sy gelassen werden zw den vorgenanten
                            ampten.<note
              n="N.152" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.107">L. II, De syndicis c. 107</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. 86 <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat.
                            Ulr. c. CCXCVIII </note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.153">
          <head>153. Wie die amptleut pey iren amptaren sollen peleiben.</head>

          <p>Item daz alle amptleut, die erwelt werden von dem rat vnd von der gemain der
                        stat Trint, sullen gestät pleiben pey iren amptaren iiij monat, vnd viij tag
                        vor sindt sy pflichtig das ze verchunden vnd sagen zw der herschaft pey
                        einer pen x lb. ₰, vnd vber die iiij monadt der czeit sol er sich des ampts
                        nicht vnterbinden pey einer pen C lb. ₰ vnd wer da wirt erwelt, jnnerhalb
                        eins jars czw einem ampt der mag nit erwelt werden, vnd ob [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=170" n="166"
              xml:id="S.166"/>
                        erweler sindt, die amptleut erbelent, vnter in selber mogen sy nicht
                        amptleut erwellent.<note
              n="N.153" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.92">L. II, De syndicis c. 92</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCXCIX</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.154">
          <head>154. Von marckstain seczen.</head>

          <p>Item daz niemant sol marckstain seczen jn fremden ackern oder wisen zw
                        chainer czeit, vnd wer da wider thut, der sol geben ze jeder fart lx lb. ₰.
                        vnd zbir so vil ist er pflichtig zw geben dem, dem er schaden gethon
                            hat.<note
              n="N.154" place="foot">
              <!-- noch verlinken? --> Ed. Roth. c.
                            236</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.155">
          <head>155. Daz sy nicht kauffen sollen vor der stat, das man hinzwe
                        fuert.</head>

          <p>Item es sol chain person nicht kauffen lebendigs flaisch, noch todts, noch
                        kass, noch huner, noch frucht, noch kuchenflaisch an chainerlay stat aus der
                        stat Trint von chainem nicht, der das furent ist zw der stat, also das der
                        furer ist auff dem weg zw kumen zw der stat; vnd wer da wider thut, der
                        verleust das gut, das er gekauft hat, vnd ein yeglicher mag klager sein, vnd
                        man sol ym glauben pey seinem gesworen ayd, ob er eins guten spruchs ist mit
                        einem zeugen. Vnd er sol haben den dritten tail des pans in den
                        nachgeschriben capiteln.<note
              n="N.155" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.69">L. II, De syndicis c. 69</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCLIX <lb/>
              <ref target="/o:repat.1338-meranstr#T.2">Stadtrecht von Meran 1317.
                                (Z. f. d. A. Haupt VI, 414</ref>
            </note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.156">
          <head>156. Daz man das fueder auff den placz furen sol.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, daz alles getraid, das ausserthalb der stat ist,
                        sol gefuert werden in die stat Trint vnd sol auff dem placz niedergelegt
                        werden vnd nicht anderswo; die pen ist v lb. von einem yeden stär, vnd
                        verleust das drayt, vnd chainer jnnerthalb noch ausserthalb der stat in der
                        gepiet Trint sol jn nemen oder verhalten in seinem haws pey der vorbenanten
                        pen, noch chainer sol kauffen in eins anderen namen.<note
              n="N.156" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.42">L. II, De syndicis c. 42</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCXXXI <ref target="/o:repat.1338-meranstr#T.10">Stadtrecht von Meran 1317,
                                Z. f. d. A. VI, 423</ref>
            </note> [<pb facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=171" n="167" xml:id="S.167"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.157">
          <head>157. Daz chainer in einem tag vber vier stär futer kaufen sol.</head>

          <p>Item das chain person es sey burger oder auslender sol kaufen noch haissen
                        kauffen auf dem placz vber iiij stär pey dem tag pey einer pen xx lb. ₰ vnd
                        verleust das draidt fur yecz star an vrlaub des bischoffs.<note
              n="N.157" place="foot">
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCXXXII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.158">
          <head>158. Daz chain mulner sol fueter kauffen noch traidt.</head>

          <p>Item daz chain mulner sol nicht traidt kauffen noch schaffen zw kauffen, noch
                        sol gen zw dem massen pey einer pen xx lb. ₰ für ein yeglich stär, vnd
                        verleust das getraidt.<note
              n="N.158" place="foot">
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCXXXIII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.159">
          <head>159. Daz die träger nit komen sullen zw den massen.</head>

          <p>Item daz chain miller noch trager kumen sol zw den massen oder vren, daz er
                        wel traid kauffen ainem anderen, vnd sol auch nit hin zwe nahen, es sey dan
                        das traid verkauft, vnd das sy geruft werden, pey einer pen x lb. ₰ zw einer
                        yeden fart.<lb/> Item wer da chumpt auff den placz, es sey fraw oder man,
                        vnd spricht, sy hab zw arbaiten, der sol geben V lb. ₰ par.<note
              n="N.159a" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.44">L. II, De syndicis c. 44</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCXXXIII</note>
          </p>

          <p>Item die muller sollen nicht reiten auf dem koren oder traidt oder auff dem
                        mel, vnd wer da wider thut, der sol geben V lb. ₰ par.<note
              n="N.159b" place="foot">
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCXXXIV</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.160">
          <head>160. Daz man fremde wein nicht in die stat sol fueren.</head>

          <p>Item daz chain wein, der ausserthalb des bistumbs ist gewaxen, noch nicht
                        kauft noch gefurt berdt jn das pistumb noch in die stat Trint pey einer pen
                        verliessung des weins vnd x lb ₰ fur ein yedes fueder, nwr es sey alain wein
                        von Fornacz oder Maluasia.<note
              n="N.160" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.3.117">L. III, De criminalibus c. 117</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CXCI</note>[<pb
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          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.161">
          <head>161. Wie man die scheff laden oder entladen sol.</head>

          <p>Item daz chainer nicht sol laden oder entladen schiffung mit etlicher
                        kaufmanschaft in Vela oder da pey oder anderswo, nwr alain zw den vrfaren zw
                        Trint pey der pen l pfunt ₰ par.<note
              n="N.161" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.109">L. II, De syndicis c. 109</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCC</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.162">
          <head>162. Von den die da payssen.</head>

          <p>Item daz die paysser nicht sollen payssen in prayen oder in den pan vncz auff
                        vnser frauen tag jm september, vnd wan die selb hochezeit oder tag verget,
                        so mögen sy payssen mit mynderen schaden also, das sy albeg nicht dar ein
                        reiten, wiewol das ist, daz sy sindt in dem feld da pey; die pen ist C lb.
                            ₰.<note
              n="N.162" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.110">L. II, De syndicis c. 110</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCCI</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.163">
          <head>163. Daz man vnder Trint etlichs nit fueren sol.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, daz chainer nicht sol fueren weder holcz, noch
                        tawfen, noch rayff, noch spalten, noch schaiten, noch vnslit, noch swein von
                        Trint vnder sich an vrlaub des pischoffs; vnd ob ainer da wider thut, der
                        verleust das holcz oder als vil das holcz wert ist, vnd geit xl lb. ₰
                            par.<note
              n="N.163" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.3">L. II, De syndicis c. 3</ref>
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              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CXCV</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.164">
          <head>164. Das holcz von rinnenden wasser.</head>

          <p>Item das chainer nicht sol fueren holcz, das da genomen wirt auf den
                        rinnenden wassern ob Trint pey der pen, als oben geschrieben ist.<note
              n="N.164" place="foot">
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c.
                            CXCVI</note> [<pb
              facs="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10535845?page=173" n="169" xml:id="S.169"/>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.165">
          <head>165. Die getraid aus dem pistumb fueren.</head>

          <p>Item daz chainer nicht sol fueren traid aus dem pistumb an vrlaub des
                        herren1), anders er verleust das traid, vnd die kiager sollen haben halben -
                        tail vnd der herr den halben tail, vnd nicht desterminder sol er gestraft
                        werden von der herschaft.<note
              n="N.165" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.111">L. II, De syndicis c. 111</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stst. Ulr. c. CCCII</note>
          </p>
        </div>
        <div xml:id="NA.166">
          <head>166. Die leiplich narung aus der stat fueren.</head>

          <p>Item wir seczen vnd orden, daz ein yegliche person von der stat oder pistumb
                        oder gepiet Trint oder von anderen steten, tälen vnde enten, aus genomen die
                        da sindt jn der ächt der stat zw Trint, vnd wider die zwe spruch gehabt,
                        mochten sein sicherlich vnd freylich an alle zwe spruch vnd widerred leib
                        narung zwe fueren in die statt, pistumb oder gepiet oder herzogthum oder
                        grafschaft, gen Trint komen mogen, da ze sten oder wider haym ze kumen oder
                        ze faren, jn ze geben sicherhayt leibs vnd guts, daz sy mogen kumen vnd
                        wider haim ze faren an alle wider red, alle die da zwe fueren leiplich
                        narung. Doch sullen sy kain gekaufts guet nicht ausfuren aus dem pistumb
                        oder gepiet oder grafschaft noch aus der stat Trint, weder sie selber noch
                        ander leut von yren wegen, ausgenomen pfenning oder ander gelt, golt oder
                        silber, das sy gekauft haben von dem guet, das sy hin gegeben haben von der
                        leib narung, die sie gen Trint gefuert haben; vnd an alle andre dinck sollen
                        sy raitung thun, ob sy etwas schuldig sindt ze geben den purgern vnd auch
                        den, die da sindt von dem pistumb, wie wol das ist, daz sy haben besunder
                        freyhait eines marckts oder einen ausczug, den sy mechten furlegen, daz sy
                        nicht weren aus dem gepiet zw Trint.<note
              n="N.166" place="foot">
              <ref target="https://archive.org/details/clesische_statuten_ed_1707/konkordanz.html#Cap.2.112">L. II, De syndicis c. 112</ref>
              <lb/>
              <!-- noch verlinken? --> Stat. Ulr. c. CCCIII</note>
          </p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
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<!-- 
I. Hie vahen sieh an die newea statut
(Vergl
solnendis.
ohne den Eingang, mit der Überschrift: De publicis factionibas
Eben so stat. Ulr. c. LXXXVIÜ.)
In Xristi nomine amen. Am montag des x tags aprilis jn des pischofs palast jn gegenburtigkait des erbirdigen vaters Johannes von den gnaden gottes pischoff zw Copralan vnd die beschaiden weysen man Niklas pfarrer zw sandt Blasien aus castellan. Jaeobus von der stat Cremona vnd Ewidonus von
der stat Pauia richter in weltlichen sachen vicary der stat zw Trint vnd ander vil, die dar zw gepeten vnd geruft sindt, Wir Bartholome von den gnaden Gocz bischoff ze Trint wir seczen dicz gesecz vnwiderruflich, daz man vmb ein
m
vnd vmb ander guter, sy sein beweglich oder vnbebeglich, wie sy genandt sindt, ausgenomen do klag von ist, die gelegen sindt in vnseren pfarren oder anderswo wo sy gelegen sindt, die da vnserem weltlichem gericht vntertanig sindt, die nucz, die jn nun sindt aufgeseczt oder hinfur berden auff geseczt
von vnseren amptleuten
l
wie die genant sindt, jn welchen pfarren die hüben
gelegen sindt, nach irer schaczung sollen ganczlich peczalt werden nach dem willen der amptleut der selben yecz gegenburtigen oder hinfur künftigen, daz die guter eins yeglichen, der die vor gesprochen nucz vnd gult nit gelten oder sich vnterwinden oder da wider seczet* 2 *), sy sein gesessen an den pfarren
dar
die guter liegcnt oder nit, si
sein gesessen,
vnter wem sy
so
sollen sy durch die amptleut dar zwe gehalten werden, daz sy die sum der nücz gancz beczalen, anders sy sollen von den guteren gestossen werden. Durch welchs gepots behaltnus wegen die purger zw Trint vnd die, die nach alter gewohnhait von disen czinsen vnd nuczen sich entschuldigen, wir bechen-
nen, daz sy der nicht schuldig sindt ze geben
s
ausgenomen, ob ein gemain
Foi.
durch yr aigenschaft oder durch boshait willen, die sy getan vnd begangen het, hieten aufgeseczt ein steur oder ein sampnung vnter in selber4); die nit gesessen sindt jn den vorgenanten pfarren, die sindt auch nit pflichtig ze geben die collecten oder stewr. Anno domini M° vij jndiccione quinta etc.
*) factiones impositas hactenus: et imponeodas syudicis: antionis: iuratis: et alijs officialibus etc.
2)	qui ipsas factiones facere soluere: et subire recusauerit.
3)
ciues Trident!:
uilegiatos
siue illos, qui secunduin antiquain consuetudiuem a dictis factionibus excusantur:
decerniinus non teneri.
4) aliquant collectam iuter se.
»
171
II. Hienach vahen sich an die newen statut des pistumbs vnd der stat Trient. Des
ersten: wie man ein yede person laden sol, vnd wie das sol beschehen.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De cirilibus c. 7* </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. I.)
Item zum ersten seczen wir vnd orden, daz ein yeglicher jn woner der stat Trint jn bürgen vnd vnter den bürgen *) der sol vnd mag geladen werden für ein yeglichen, der in vordrunt ist vnd vber in klaget vnd vber in clagen wil, aine mit seinem leib oder zbira), aber nicht zw einem tag besunder zwain tagen; vnd ein yeglicher, der wonet jn dem gepiet zw Trint, der sol vnd mag geladen werden leiplich mit seiner person 8) zw dem haus, der vber in klaget oder klagen wil, zw einem mal; vnd ein yeglicher, der da nicht gesessen ist jn bistumb, sunder er ist hin vnd her wandrent, sol vnd mag leiplich geladen berden, ob er gefunden wirt, vnd daz es dem gefeit der vber in klagt, anders er mag geladen werden vnd gefordret mit lauter stym vor dem palast zw Trint, daz er chom vnd sich erczaige vor dem richter oder vor vnserem yeglicbem oder vnseren nachkomen oder vor vnserem amptman einigsmal auf einen etlichen tag, den ym der richter seczent ist, daz er sich bantwurt gegen dem, der vber in klagent ist ofler der vber in klagen wil, vnd die ladung vnd furpot sollen in allen vor allen gehabt werden für ein bebegnus4), vnd ist auch rechtlich, vnd die vorgeschriben stuck sollen haben stat in allen sachen oder handlung, in welchen es ist; das selbig zw versten albeg, daz da von dem man geredt wirdt, vnd ist das selbig nicht zw versten von dem beib; vnd die vorgeschriben gesaczt vnd gesprochen haben stat in allen fällen vnd in einer yeglichen sach, an welchem fal oder sach wan ain person pitt den richter oder vnseren official oder amptman oder vnser nachkomen, daz er werdt gefunden zw laden, also daz wider sy nichts mag furgelegt werden oder ausgeczogen, sunder als ein genügsamer vnd als ein gerechter oder eleicher in allen vorge-melten stucken vnd sachen genugsam vnd recht vnd eieich wirt gesprochen, mit dem gemain rechten alle freyhait hindan geseczt5), doch daz ein yeder scherg hab das gepot von dem vicario oder des richters6) oder eins andern amptmans, mag geladen ein yede person zw der vordrung einer yeden person vnd sich zw verantburten vor recht.
Vergl. Rechtsbrief für Curzola 1271. Horraayr a. a. 0. s. 460.
De uocatione ad placitum super maleficio. statuimus quod quicumque uocatus fuerit super roäleficio uel maledicto, per preconem preconizando in platea, si non uenerit ubicumque fuerit sub termino sihi assignato sit culpabilis, et portet itlam pennam secundum modum et ordinem statutum de antedictis uel maleficiis supe-rioribus. 1 2 3 4 5 6 *
1)	burgorum et sub burgorum. videlicet. molendinorum et aliorum facientium cum burgis sancte Crucis. Pedecastelli: et saucti Martini.
2)	semel tantum personaliter. Uel bis ad habilationem.
3)	oder? zw dem haus, personaliter uel ad habitationem.
4)	pro sufficienti et legitima habeatur.
5)	jure commuui et statuto aliquo non obstaute.
6)	Saluo quilibet preco intelligalur habere mandatum a potestate et ofllciali: seu quod
preco possit sine requisilione aliqua potestatis etc.
172
Statuimus qoodsi aliquis uocatus fuerit
mandato
Fol. 45.
Comitis per suum nuocium, siue uerbo preconis, siue per alium horainem com sigillo, et non uenerit cadat de iure suo, super querimoniam sibl facta, tanta nisi iustum habeat inpedimentum de qno se ntandet excusando coram domino Coraite, et comes cum maiori parte iudicum prouideat super iilo Inpedimento, quod sl iustum fuerit, det sibi terminum largiorera in prouidencia domini Comitis.
IH. Von empfrendung, die bescheben.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  II, De civilibus c. 5*
stat. ülr. c. IV.)
Item wir seczen vnd Orden, daz alle empfrendung
f
die da hin für
geschehen von den jungling, die da sindt hinder xxv jaren, von den guteren, die da vnbebeglich sindt, das ist zw versten, daz recht vnd klag mögen pesche-hen vor dem richter jn gegenburtigkait der nächsten freunt des junglings, das die empfremdung der guter2) ist beschehen, vnd ob er nicht die nächsten frewnt het, vier, die guet frewndt sindt des junglings oder ander richter oder vor dem vicary; vnd ob die wal anders geschieh, ob halt gesworen da zbischen wurdt, dennoch mag die entpfremdnus verbent werden8), daz sy geuarlich geschehen sey dem jungling ze schaden, vnd der jungling getrogenlich vnd gewarlich dar zwe gebeist vnd gefuert sey, daz er sein hab empfremdet hat vnd daz daz dar vmb gewarleich gesworen sey, vnd daz daz endt vnd die empfelhung, die da geschehen ist durch den jungling seinen hueter oder Versorger, ee er hat volendet das xxv jar, mag geschaczt werden, sy sey mit geuard geschehen, vnd daz der jungling darzwe sey betrieglich vnterweist oder gelert worden, daz er daz guet empfremdet hab, vnd daz auch der ayd, der gesworen wirt, auch falsch sey gesworen. Das mag da pey verstanden werden, daz er villeicht vor forchten oder petriegleich dar zw genott sey vor der vorgesprochen czeit; vnd vmb den verainten müet*) vater vnd mueter, frewnt oder nachpawern, die dar zw erwelt sindt, nach gegenburtigkait8) willen des vicary, sol man nichts foderen noch nemen von kainen, die yez genant sindt; vnd ob da wider geschach, der, der etwas neme oder nimpt, ist pflichtig das fierfaltiglich wider ze geben.
Eine ähnliche Bestimmung findet sich rficksichtlich der von einem infans geschehenen Veräusserungen und Verpfändungen iin edictum regis Liutprandi c. 58.
Si infans dum infra aetate
infiduciaverit, et
postea cum in legitima aetate venerit secundum legem cartolam ipsatn irrumpere voluerit, et in rebus ipsis introire: non habeat pontificium qui emit aut infiduciavit, quod dederat requirendum: quia quando conparavit aut infiduciavit tuue debuit per-
spicere quia puer ipse intra etatem erat,
legem
et posteus con
stilutum est, ut qui intra etatem fuerit menime vindere aut infiduciare possit, talem causam eum habere dicemus qui emit aut infiduciavit, qualem et ille habere vedetur qui de servo aut aidione emere aut infiduciare dignuscitur.
omnes alienationes.
vbi talis venditio fieri contigerit.
talis alienatio non valeat: et sit null» ipso iure: et presumatur ipsa alienatio frau dutenta: et in damnum minoris facta.
*) et pro dicto consensu parentum etc.
*) nec propter presentiam eorum: uel iudicis etc
173
[V. Von gerhaben vnd procuratoren.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De ciritibus c. 12. </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. V.)
Item daz ein yeder mag verstanden werden vnd ist ein volkumer hueter oder gerhab vnd versorger1), der vor dem richter geseczt ist, vnd anklager vnd amptman, der geseczt wirt von der gemain2), vnd ein schaffer8) sol gesetzt werden von einem grosseren vnd eiteren xxv jar vngesworen, oder von einem eiteren parteiman *) mit gesworem ayd, ze kriegen oder sachen folfuren vnd ze beschirmen ander hochczeit des rechten vnterbegen ze lassen4 5), aus-genomen es baren sach daz daz pepoten wurd besunderlich 6), in belchem ein yeder schaffer, klager, amptman vnd versurger sol verstanden werden, vnd
"V
daz er gnugsam sey, ob er geseczt ist ze kriegen oder zw den sachen ze arbai-ten vnd zwe beschirmen mit einem besunderen pot7) in den zwlauffen oder fallen, dar in ym gepoten wirt besunderlich, also das er wider die vorge-Fol. 46-sprochen nichts mag für geben oder ausczihen 8), vnd es sol das recht gehabt haben volkomen von gemain rechten vnd gesaczt, vnd mag kain gesaczung da wider stan 9 10 11).
Beispiele einer schriftlichen Vollmacht sieh im Cod. Wang. 76 vom Jahre 1208,
113 v. J. 1212, 161 v. J. 1233. . . . eumque tanquam in rem suam procuratorem constituit, ut possit ita causari, petere et excipere et omnia facere, que ipsa domus (? wohl ipse dominus) posset, succedendo in suum locum et jus.
V.	Aber von procuratoren.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De cirilibus c. i 5. </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. VI.)
Item wir seczen vnd orden: ob das ist, daz der herr vor rechten ist mit *°) seinem schaffer, es sey vor Versprechung des kriegs oder hin nach11), vnd er kumpt vor gericht, ob er halt volfurt, so mag er in nicht wider ruffen daz vorsprechen mit dem, daz er sich selber last sehen vor dem rechten ainis oder mer, nur alain er wider ruff seinen schaffer offenleich vor dem rechten.
VI.	Von den, die vber xxv jar sindt vnd anderen.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De civilibus c. 11. </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. VII.)
Item wir seczen das ein yeder, der elter ist dan xxv jar12), mag gegeben werden vnd geseczt ein hueter: einem stumen, einem ungehorenden, einem
4) tutor vel curator.
2) et actor et syndicus ab vniuersitate constituti.
8) procurator.
4) vel a pubere.
8) alia iuris solemnitate pretermissa.
6)	in quibus mandatum exigitur speciaie.
7)	cum speciali mandato.
8)	opponi non possit seu excipi.
9)	jure commuui uel statuto aliquo non obstante.
10)	per.
11)	sine ante litem contestatam: siue post.
*2) quod maior viginti quinque annis possit dari et constitui curator.
174
zornigen1) oder einem vertuer seines guecz, einem gewissen gut vnd einer gewissen sach2) vnd auf ein volkomne czejt an alle erfindung newr gesaczt vnd alle hochczeit der recht; ze glicher weis8) ein yeder, der da elter ist dan xxv jar, der mag gegeben werden vnd geseczt ein hueter oder schaffer einem oder vber ein gebis gut vnd einer gewissen sach vnd auff ein gebisse czeit an alle auffsacz einer newen aufsaczung oder gepot4), vnd er sol von disem gewalt oder schaffarey nicht genomen werden, vnd ob etwas da von genomen wirt, daz wirt verstanden, daz es gewarlich genomen wirt etc.
VII.	Die yra rechten auff vnd ab geseczt werden 5).
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De civilibus c. 1 7. </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. VIII.)
Item wir seczen: ob ein person kriegt oder beschirmt vater vnd muter oder als sun vnd tochter oder als prüder vnd swester einer person, sy sey lebendig oder todt, vncz auff der virden sipt oder stappfel, gelaubt man, daz sy aufsteigent ist oder absteigent oder swester oder prüder der selben person, ob er das seczent ist in den willen oder muet des richters6), also das notdürftig ist ze haben weysung der brieff, vnd von den vorgenanten sachen ist genug beysung alain von sag wegen oder ruems, ausgenomen ob krieg wäre vnter etlichen person, die da kriegundt sindt vmb den erbtail eins anderen menschen, der sprechent ist, es gehöre der erbtail zw ym, dar vmb das er nächster freunt ist, so mag leichtlich7) Weisung geschehen nach gewohnhait vnd gesacztung des rechten vnd der stat zw Trint.
VIII.	Von furladen zum rechten 8).
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De cmlibus c. 19. </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. IX.)
Fol. 4 7. Item wir seczen vnd orden: ob für pracht wirt ein sach geschriben, dar
vmb gerecht wirt von des ampts wegen des richter pey einem yeglichen richter oder amptman oder vnser nachkomen in den lauffen, jn den si furpracht sollen *)
*) furioso.
2)	carentibus iutellectu certe rei: certe cause et ad certun) tempus sine confectione iouentarij: qualibet iuris solemnitate pretermissa.
3)	et eodem modo.
4)	sine alicuius inuentarij confectione.
5)	De ascendentibus vel collateralibus personis legitimandis in officio.
®) scheint zu fehlen: also daz nicht notdürftig ist ze haben weysung der brief; ob er es aber nit seczt in den willen des richters etc., si hoc sederit in animo iudicantis, quod probationes alique non requirantur; si uero non sederit in animo iudicantis: ita: quod probationes alique requirantur: fiant coram iudice: coram quo questio ventilatur: summarie sine caprtnlis et positio-nibus.
7)	liquide.
8)	De litis contestatione.
175
werden, also daz doch furladung geschee *), vnd ob die person nit für recht kumpt zw der czeit, als si furgeladen ist, vnd wan die ladung verschriben ist von dem offen schreiber zwe der anklag vor dem richter oder amptman, vnter belham oder pey belchem sich die sach verlauft oder die furladung, oder der tail nicht für ist kumen, verleust die ge wer oder das recht, vnd es so! verstanden werden, daz geantwurt ist der pet oder klag mit laugen oder nain sprechen, vnd man mag furpas mit dem rechten körnen, ob der krieg oder das recht vergwist war zbischen peden teilen3), belcher krieg icz vergwist ist, vnd sol auch verstanden werden, daz der krieg auf peden tail ist vergwist rechtlich; vnd ob das ist, daz der wider tail oder der schuldig zw rechter
czeit kumpt für recht, als ym an ist gesagt, der sol sich verantwurten, dar
♦
vmb er wirt gefragt vnd dar vmb er für recht geladen ist, vnd sol das recht elich oder redlich vergwissen8), vnd sol chains auczugs nicht achten, welche antwurt sol gehabt werden für des kriegs vergwissung, vnd man mag damit handeln, als oben geschriben stet, als ob der krieg rechtlich war vergwist;
vnd ob er nichts antwurten
vnd der krieg vor gewist ist, der
frumen
dem, der nicht da ist, vnd man sol da mit gefaren
oben geschriben ist
IX. Ob krieg vnter ainer freuntschaft aufferstund.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De civilibus c. 6.
stat. Ulr. c. X.)
Item wir seczen vnd orden: ob indert ein klag oder krieg hin für aufer-stundt vnter den person, die hernach geschriben stendt, die freuntschaft zw einander haben jn der stat vnd gepiet ze Trint, als dan sindt: die vher sich vnd vnter sich gefreundt sein4), als vater vnd der sun, een vnd geschwisterget kindt5) vnd des gleichen8), die da sindt in der lynie von der muter vnd dem vater, die freuntschaft zw ein ander haben vncz auff die anderen freunt ver-schlossenlich oder ein vetter oder ein muem oder geswisterget kint oder aydem oder swiger oder geswisterge kint vud zbischen man vnd weib oder zbischen der freuntschaft, als her nach geschriben stet besunder zbischen swager vnd Fol. 48 swagerin vnd sweher vnd swiger oder zbischen vetter vnd muemen 7), albeg zw
versten: das mandlich pild begreiffund ist daz weiblich
ist schuldig der
Item statuimus et ordinamus, quod producta petitione: seu libelto in qualibet actione seit officio iudicis coram quolibet iudice: seu officiali nostro: vel succes-sorum no8trorum in casibus: in quibus produci debet citatione premissa. ac si lis esset inter partes legitime contestata.
litem legitime contestando, exceptione aliqua non obstante que responsio habea-tur pro litis contestatione: et si respondere recusauerit: et litem legitime non
fuerit contestatus, reputetur pro ab *) inter ascendentem et descendentem.
et procedatur vt supra.
ataum et nepotem.
inter coilaterales ex linea paterna vel materna coniunctos quod intelligatur usque ad duos consanquineos indusiue, videlicet natos ex primis consobrinis: vel inter patruum seu amittam: vel nepotes: vel inter auunculum et materteram et nepotes.
7
)
socerum et generum
cognatos
176
richter oder official, der yczunt ist oder zw der selben czeit wirt, dar zw
noten die vorgenanten krieger redlieh vnd leiplich *)erwellen zben gemain freunt, die da suenent vnd schlechtlich an krieg vnd recht zw aller czeit vnd
stat, es sey feiertag oder nit feiertag*), daz pede tail gegenburtig sein, vnd welcher tail nicht da wer gegenburtiglich, der sol gefordert vnd geladen werden von allen berchen vnd sachen durch das recht zw erchennen vnd fallen-den des oder den krieg. Vnd sollen ein pen auff seczen jn jren vrtail, welche pen der tail, der das nicht halt, daz da getadingt wirt von den erwelten, oder ob ainer nicht gehorsam wär den erbelten oder iren tadigen, als oft so! er die pen gehen, als oft er da wider thut, vnd nichtdesterminder dise tading 8) sol pey irer kraft beleihen, vnd was die vorgenanten erwelten in der klag tadin-gen, sprechen oder seczen, das sol gehalten werden, vnd sol der herr vicary oder official, der dar vmb besucht wirt, alles das mit der arczney des rechten pieten, daz das gehalten werd, vnd sol pede tail noten, daz sy das Volbringen vnd aigenlich halten; kain geding mag da wieder nit sein4), als ob von disen tailen als yn die erwelten als in die, den der krieg in die hent ist gehen vnd in gemain voreiner wer volkomenlich versprochen; vnd ofy die zben erwelten nicht einig werden jn iren tadingen, die vorgenanten tail muegen vnd sollen erbelen den dritten jnner fier tagen ze raiten von dem tag, vnd welchem5) die zben erbelten von der vnenikait werdent geoffenbart vns oder vnseren
nachkomen oder
vicary; vnd ob daz das die vorgenanten tail mochten
nicht ainigt werden von dem dritten in der vorgenanten zeit oder ende der fier
tage
so sol durch
oder vnseren vicary erwelt werden der dritt in der
weyse oder mas, als die weysen erwelt werden6), die klag empfolhen werden, daz sy dar jn raten, vnd was der maiste tail der vorgesprochen dreyr die also erwelt sindt spricht oder vber ain wirt, das sol gepoten berden, daz Fol. 49. es volbracht werdt, vnd daz es von allen tailen gehalten werden, als oben
geschriben ist. Vnd dar nach wir vnd vnser nachchomen oder vnser vicary jnner einer czeit nach irem willen sollen sy seczen vnd sullen sy dar zw treiben oder noten die vorgenanten erwelten, daz sy dar vmb erchenen vnd die sach vollenden zbiscben den tailen von der klag vorgemelt oder perurt, vnd das mag verstanden berden von den kriegen, die yezunt stendt oder nachchunftig auff erstendt.
realiter et personaliter.
qul summarie et de plano absqae strepitu et figura iudicij quolibet loco et tempore feriato et non feriato in vtilitatem hominum introducto infra tres menses continuos a die acceptationis compromissi. dicta diffinitio.
4)	nulla appellatione: nec ulia contradictione obstante: ac si per dictas partes in dictos eleetos tanquam in arbitros et arbitratores et communes compositores fuisset plenissime compromissum.
5)	a quo.
ea forma; qua eliguntur sapientes: quibus questiones ad eonsulendum commit-tuntur.
177
X. Von czeugenschaft, die beschehen sullen.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De ei vilibus c. 2 9*
SUt. ülr. e. XI.)
Item wir seczen vnd erden: wan das ist, daz krieg vergwist ist, als oben
*
geschriben ist, es sey wahrhaftlicb oder tuglieh 1), vnter was person das sey, daz ein yeder tail sol vnd mag sein Weisung tuen 2) jnner xx tagen ym die nucz zw machen s), also daz die zewgen sweren vnd nider legen in den vorgenanten xx tagen, doch daz der richtet* oder der vieary oder official, vor dem die klag beschicht, mag man ein minder zil auff seczen mit dem, als die sach erchant wirt *), also das man lueg an die sach, ob sy erberg sey oder nit; vnd sollen verstanden werden die nuczperen tag: ausgenomen die tag, dar an man pilleich nit rechtunnt, vnd an den der richter oder vieary oder ofticial, vor dem sich die klag verlawft, nicht kumpt oder peleibt an die banck seins officy ampts zw den Zeiten , so man rechten sol, velch tag der schreiber des richters oder vicarien oder des ofticials oder eins anderen schreiben, jst pflichtig ze schreiben, an welchen tagen der richter nit ist kumen oder peliben an der panck in der sachen der klag, also daz von den vorgesagten zw welchen
czeiten er in mag finden6) pey
pen xl ^ jßzw einen yeden mal, jnner
welich xx tagen jn den ersten fünif tagen der klager ist pflichtig, vnd sol für-kumen sein schuld, sein brieff vnd jnstrument6), der er genissen wil jn der vorgenanten sach, dar auff er sein willen hat geseezt, vnd der schuldig jnner x tagen, die ym nücz sindt, dar nach ist schuldig vnd pflichtig für ze körnen alle sein auszug, darvmb er verczeucht7), vnd brieff oder Weisung vnd alle instrument, der er genissen wil, daz er betrieg den willen seins wider tails8), vnd dar auff er seezt sein beschirmung; vber weihe zeit als wol der klager vnd
der, der beklagt wirt, mag nit
furbringen noch
ym nucz machen etwas von
den klagen, die yezunt berurt sindt. Vnd die vorgenanten stuck sind auch zw Fol.so wehalten auch in den klagen vnd sich in den klagen vor den geweren vnd pfänden vnd der sich der pfant vnterwindet.
XI. Von enpfelhung vnd sold der richter.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De cirilibus c. 42
stat. Ulr. c. XII.)
Item wir seczen vnd orden, daz die empfelhung der sach 9), die hin für beschehen mag etlichen richtern der gemain der stat ze Trint, die sol geschehen durch den richter oder vieary, vor dem sich die clag verlauft, von willen
1)	vere vel ficte.
2)	suas probationes facere. intra dies quindecim vtiies.
)
terminum statuere cum cause cognitione habito respectu ad quali
5
tatem cause.
ita
im cause.
quod de predictis veritas quoeumque tempore vaieat apparere. jatur et debeat produxisse quasdam positiones et capitula.
teueatur et debeat produxisse quasdam positiones et capitata, omnes suas exceptiones dilatorias: et peremptorias: positiones et capitula etc.
ad elideudam intentiouem actoris.
9) queliiiet couimissio causarum de eetero fienda aliquihus iurisperitis collcgij citii-
tatis Trideu.
Archiv. XXVI. 1
12
/
178
peder tail, von trauen oder misstrauen der tailen ze seczen yedem tail so vil purger aus den richteren des gemainen rats ze Trint, daz sy von einen aynig
j
werden *). Anders die empfelhung des gerichts sol nicht tauglich sein, noch sol gehalten werden vor rechten; nwr alain die tail oder yer ainer sey säumig in der czeit, als von dem richter wirt auffgeseczt als von dem tritten tag vncz auff die vesper oder von der vespcr vncz auff die teicz zeit des andern tags *), darnach in welchen lewffen der richter nympt die purger des anderen tails, ob das ist, daz es sey anders gemaincklich: nach seinem willen vnd wolgefallen 8), welher richter, dem die klag empfolhen wirt, er sey alain oder selbander4), der ist pflichtig von pet wegen, vnd gehört in an5) von pedertail wegen sein rat vber die sach, der er sich hat vnterbunden oder verfangen die auszerich-ten, geben geschriben vor der panck seins ampts0), er sey vicary, richter oder official vor dem die klag furkumpt, jnner v tagen auf das maist, nur alain es verczich sich lenger von willen vnd gunst peder tail; anders er ist fellig von der enpfelnus, die ym empfolhen ist, zw welcher sach er mag nimmer
ff genomen werden 7), vnd daz der soldt
vnd seiner gesellen, ob das
den vnd
ist, daz ym mer zw geselt werden8), sol ym nicht gegeben wei nicht auff steigen die mas oder forem vnser geseczt, die abprechent vnd vernichten den soldt der richter, vnd der soldt sol nider gelegt werden9) vnd sol beschidlich peleiben pey dem noder, der die sach verschreibent ist, also lang
hiss das der richter seinen rat gibt verschriben
schlossen vnd versiegelten
jn der
gesprochen
dem stuel des richters oder des vicary
oder officials, vnd daz der richter vnd der vicary
das vrtail geben nach
oder
des
des dritten tags, nach dem als pald als der rat gege
ben wirt oder ist.
Kol. 51.
XII.	Daz der richter schuldig ist zwe raten vmb zerung10).
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De cirilibos c. 4 7. </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. XIII.)
Item wir seczen vnd orden, daz der richter, dem die klag wirt empfolhen dar jn ratt zw geben, der ist pflichtig vnd schuldig auch rat zw geben von der
1)	de voluutate partium datis per partes confidentibus ipsarum partium: ponendo qualibet ipsarum partium tot confidentes ex ipsis iurisperitis ipsius collegij: vel alijs si in coliegio confidentes reperiri non potuerint quod sattem de trno con-
cordent.
a tertia vsque ad vesperas vet a vesperis vsque ad tertiam sequentis diei. et si fuerint omnes partes negligentes, tune dominus potestas arbitrio suo com-mittat, qui iudex etc.
4)	8iue 80lus siue sociatus.
5)	teneatur et debeat.
ad banchum officii potestatis seu iudicis vel officialis etc.
7)	Alioquin cadet ab assumptione: et commissione predicta.
8)	si sociatus fuerit.
9)	et quod salarium ipsius et sociorum taxari debeat, prout in statutis de salarys judicum decernentibus, ac deponi del eat in sequestrum.
10» Judex teneatur in eodem consilio consulere de expensis.
9
«
zerung jn seinem ratt; vnd ob er es vnterbegen last, so sol der richter die zerung aus richten *)•
9
XIII.	Der mit einer gewer frauelt.
(stat. Ulr. c. XIV.)
Item wir seczen vnd orden, ob etwer weret oder freuelt ein gewer oder ein pfant8), jst es ein man, der sol gepuest werden in iij lb vnd ein weib ju xl jß sol gepuest werden, ob das geschieht, daz sy vnrechtlich werdt das pfant oder gewer.
XIV.	Von der gewer vnd pfendung.
Item wir seczen vnd orden, daz alle person, die da weren ein gewer oder pfant, ist pflichtig ze thuen sichcrhait oder gewisbait, die da czimblich vnd gnugsam sey; ob das versehenlich ist, daz er die gewer oder pfant vnrechtlich gewert hat, wider ze geben das pfant oder das gewert guet, auff belchs gut die gewer aufgenomen sol berden oder wer enpfangen, oder der selben guete-ren ein rechte schaczung gegen der schaczung der voi* genanten gewer vnd die zerung ze raiten pey einer pen des gelczs; vnd war, daz jnner acht tagen die nucz sind der werer der gewer die yorbenant gewer nicht geantwurt oder wider pringt, oder daz er nicht ein genügsame ausred hat, dar nach mag er die gewer nicht widerpringen oder wider keren oder das gut, vber welchs ist geschehen oder ist aufgenomen die gewer, nwr alein er beezal dem vordrer sein zerung, vnd nicht dester minder sol der entwerer der gewer oder des pfanczs sol antwurten das guet vnd pfant, die er enpfangen oder die ym gegeben sindt, vnd die er mit freue! jn haltt, da sol er sweren vmb die erchantnus der sum, daz er also vil sol haben von dem schuldiger, vnd sol ym machen ein glauben mit einem offen justrument, vnd das sol verstanden werden von allen geweren, die da gegeben sindt von welcherlay sachen es sey.
XV.	Die einen anderen weren ire gewer.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De cirilibus c. 60. De prohibeutibus int rare domos: ne apprehendatnr tenuta. —
stat. Ulr. c. XVI.)
Item wir seczen vnd orden, daz chain person sol. also dürftig sein8) ze weren, daz icht ein begreifer4) mit ym oder seinem poten, der die gewer ein nimpt5), einczogen das haus seiner wonung, durch des willen es ist zw Foi.52. vnrecht aufgenomen 6), noch die thür oder kamer oder kamyn sol man speren oder beschlossen halten, sunder er ist pflichtig sey auff ze thun, vnd sol sy auff hayssen schlissen, daz man die gewer müg ein nemen wber die geber vnd guter, die in der gewer verschlossen sindt, nwr alain er were sey, oder er
*) expensas debitas soluere teneatur.
*) si quis vetauerit vel violauerit aliquant tenutam vet aliquod pignus.
3)	sit ansa.
4)	ne viator cum illo.
5)	qui acceperit tenutam.
®) in cuius preiudicium accepto fuerit tenuta.
12*
180
welle sey weren besunderlich oder gemaincklich die vor genanten gewer von den guteren oder von ainem gut alain 1), vnd wer der ist, der da bider thut, oder der es gepeut zw bescheben, der sol gepust werden in C ^	vnd
nicht dester mynder sol mit ritterlicher hant2) sol der vicary *) senden sein chnecht*), daz sy mit gebalt auff thuen vnd zerbrechen die thor, das man mag die gewer ein nemen.
Vergl. Cod. Wang. Urk. 73 v. J. 1208. . . . posuit dominum Federicum, vene-rabilem electum tridentine ecclesie, in tenutam et possessionem prenominate eintio-nis, tarn castii quam aliarum rerum suprascripturam, dando ei in manu pro tenuta
portam, que quondam erat ante domum dieti Eugelpreti, ct	,
et ducendo illutn in prenominata domo pro tenuta et possessione tocius emtiouis predicte. sieh auch Urk. 139 v. J. 1231. ... et inde dictus episcopus constituit dominum Berlolduin de Wanga per suuin certum nuntium et procuratorem, qui pro se apprehendat corporalem possessionem domus predicte.
XVI.	Von etlichen copeyen, die inan einen widertail geben sol.
(Vergl. L, I, De civilibu» c. 2 3« </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. XVII.)
Item wir seczen vnd orden, daz ein yeder furpringt sein klag fur gericht geschriben an einer zede) oder brieff oder anklag, ausczug oder anfrag oder ander solch dinek5), des gleichen ist pflichtig vnd gehört in an zbifaltiglieh beschreiben fur bringen jn geschrift; ains do beleih pey dem noder, der die sach verschreibt, vnd die geschrift sol beleihen pey seinen widertail, vnd ob das ist daz er die geschrift ainfaltiglich antburt, so sol man geben ein abge-schrift von seiner furgab vnd klag seinem widertail in zerung des, der da anklager ist.
XVII.	Von etlichen capitelln.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De civilibus c. 21. </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. XVIII.)
Item wir seczen vnd orden, daz alle stuck, gleich als wo) zevordrest in der sach oder klag, gleich als wol jn der sach dar jn gedingt0), sullen erhört werden von gericht, nwr alain, sy sein zbispelt7), ausgenomen die von recht nicht sollen vor gericht gemeldet werden noch vor gericht beclagt werden8),
%
6
Diese Ausnahme, die sich offenbar auf das vorige statut bezieht, fehlt in den
1 >
Clesischen statuten. Dagegen heisst es in den statut. Rohoretan. c. 47: Decla-rantes qnod in dictam poenam uetiti pignoris non intefligatur incidisse, si debitor verbis recusauerit dare pignora, sed dumtaxat si de facto, vel minus prohibuerit officialem suum officium exercere. manu militari. s) potestas vel iudex.
4) gastaldiones et familiam.	%
5
) producens libellum, petitionem, positiones, eftpitula, exceptiones, replicationes ) tarn in causa principali quam in causa appellationis.
7) nisi fuerint duplicia.
saluo iure impertinentium et non adinittendorum.
181
die weil vnd man ist kriegent vnd laukunt das leczt vrtail1) kain recht mag nicht dawider sten1 2 3), vnd daz selb recht sol auch gehalten werden jn den furgaben oder klag zedelen8).
XVIII.	Von forschung wegen der zewgen 4).
.<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De civilibus c. 2 5* De termino cadente in diem feriatam. </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. XIX.}
Item wir seczen vud orden, daz der endttag, daran ainer geladen wirt oder des gepots oder der mainung oder ein ander czil eins yeglichen rich-ters5), wan nicht ein richttag ist oder jn dem der richter nicht siezet oder beleiht an der panck oder schran, der ander tag, der da ein rcchttag ist, sol für ein rechttag geen, ob das ist das der richter rieht oder an der panck peleibet.
XIX.	Von etlichen sachen, die man erchennen sol.
Item wir seczen vnd orden, daz vber VI frag mag nicht geschehen von Fol.53. einem yeglichen tail von einer yeglichen klag jn geschrift weis, vnd ob das ist das sy geschehen, so sollen sy nicht tauglich sein noch sollen wehalten werden, nach dem tail, da wider sy geschehent, sollen an seinen rechten nicht schedlich sein von rechts wegen, vnd die vorgenanten frag sollen geseezt werden vnd für geben in der klag durch den noder, der die sachen verschreibet.
XX.	Daz man das recht sol vollenden.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De civilibus c. 30• De quibus causis possit cognosci summarie.</ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c XXI.}
Item wir seczen vnd orden, daz von her nach geschriben sachen sol man das recht summen vnd schlechtlich vnd an geschray vnd an figur des rechten vnd an alle klag brieff6} für recht zehringen, vnd sollent ausgorieht vnd follen-det werden, vnd sollen schlechtlich gesuenl werden, als oben geschriben stet jn den sachen von den knechten, der da klngent ist vmb sein soldt oder Ion, vmb sein arbait oder werich; jn der sach, do der herr jnn begert oder aischet von seinem amptman einen benanten czins oder von seinen zinsman oder pau-man7}; jn der sach essends vnd trinckends; jn den sachen kauffens oder ver-kauflfens vnd hindergangk ze tuen etlicher kaufmansebuft; vnd vor in den sachen wittiben vnd waysen vnd ander armen oder elenden personen, die für recht kumen, vnd der geste; vnd in allen anderen sachen, die da pey der sum vnd vnter der sum x> lb vnd was der richter oder vicary oder official
1)	tempore disputationis sententie diffinitive.
♦
*) statuto aliquo non obstante.
3) in positionibus.
Die Rubrik scheint falsch zu sein und mit L. I, De civilibus c. 28: Qualiter et quomodo testes debeant examinari in causis ordinarijs civilibus, übereinzustimmen.
H
6)	terminus citatiouis vel prescripli seu mouitionis vel aliquis alius terminus iudicis.
♦
0) reddatur ius summarie: et de plano et sine strepitu et figura iudicij ... et siue alieuius libelli oblatione.
7)	in qua dominus petit pensionem seu partero a suo inquilino: seu a fictauolo: vel
colono.
+
182
tuet mit den vorgenanton tndingen abzelassen rder peinigen, das sol verstanden werden, daz das alles recht vnd wol ist gethan vnd geleutert1), vnd daz
man von dem nicht mag gedingen8): welch sach, yecz da von geredt ist, mögen geendet vnd beschaiden werden mit einem zeugen, der da ist eins guten lobs nicht dar vmb sweren, vnd man mag von den vorgesaezten sachen erchennen vnd richten, es sey ein richttag oder nit, ausgenomen daz in den sachen wittben vnd waisen vnd anderen elenden person die arbeiten mögen vnd taugen, die person oder an yr stat rechten, die mögen dingen mit rechtem rechten, zw versten die toygen person sein eiendt oder verbaist, die wir oder vnser nachchomen oder vnser vieary oder riehter habent erchant sein eiendt zw versten villeicht von einen tail oder von peden tailen sy auslcnder sindt oder gest.
XX!. Von zil ze geben ein sach zwe beweisen.
(Vergl
)
Item wir
vnd orden, daz ein yeder endtag, der da gegeben
t
Foi. 54. peden tailen daz sy sullen yer sach pey weisen, an stat des vorgewisten kriegs
vnd der die vorgewissung des kriegs, do die vorgwissung des kriegs nit geschehen ist8) etc.
XXII.	Von nuczperen tagen zw haltern ym rechten.
(V frg-l
Ulr. c. XXIII.)
Item wir seczen vnd orden, daz ein yeglicher endt tag, der da gegeben wirt den tailen, dar in sy weysung thuen, sindt vnd sollen verstanden werden nuczlich tage jn allen tagen, die oben verschriben sindt, vnd sollen her nach geschriben werden in den capitelen, die da seczent oder redent von den nuczen tagen, das sich also an hebt4).
XXIII.	Von der pen der geladen zeugen, vnd die nit komen.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De civilibus c. 2 7.
stat. Ulr. c. XXIV.)
Item wir seczen vnd orden, daz ein yeder czeug, der geladen wirt in einer bürgerlichen sachen von hegen eins richters oder des vieary oder offi-eials, der vnser riehter ist oder vnser nachchomen, ist pflichtig vnd sol kumen
dem tag, der ym auf geseezt ist worden
dem schergen5) für der
genanten riehter, vicarv oder official ze sweren vnd czeugnus geben der wor-hait pey einer pen C fy vmb das erst furladen, vnd wirt er mer geladen, so zbifelt sich die pen, welche pen oder der halbtail der pen sol zwe gefugt werden dem oder den, von wez pete oder vorderung wegen er geladen ist
1)	quod sit bene: recte: et rite factum et declaratum.
2)	appellatio interponi non possit.
3)	quod quilibet terminus datus partibus ad probandum habeatur loco litis contestate et litis contestationem inducat, vbi litis contestatio non precessit.
4)	vt infra in statuto ab hinc tertio quod incipit. Item statuimus et ordinamus, quod facta litis contestatione etc. sieh stat. X und L. 1, De civilibus c. 29.
5)	per preconem.
183
j
worden, aber der ander tail der pen so! geantwurt werden dem hoff1) ze Trint, zw welcher pen ze peczalen er sol genot werden, daz er sy gebe der
-i.
czeug, nur alain er hab ein redliche sach, dar vmb er nit hat mögen kuminen.
i
XXIV.	Von lewten, die man von geltschult wegen fahen mag oder nit.
(Vergf. L. 1, De civilibus c. 10 5» sehr verändert.
So auch stat. Ulr. c. LXXI.)
Item wir seczen vnd orden, daz vmb kain schuld keiner nicht mag gefangen oder pannig oder in den charcher gefangen mag gehalten werden, ob halt das ist, daz er sich hat verpflicht, daz man sol vahen oder jn die acht tuen, vnd das ist zw versten jn einer yeglichen bürgerlichen sachen* * 3), ausgenomen ob einer, der nicht gesessen ist in der stat Trint, vnd der da nicht vnbeweg-
lich da hat
in der stat oder in der stat gepiet, hat einen punt gemacht mit einem purger oder mit einem, der jn dem gepiet ze Trint siezet vnd verpflicht sich mit einem offen jnstruinent, ob er ym die geltschuld nicht ausricht, daz Fol. 55 man yn fahen solle, jn die acht tuen oder gefancknus sol legen.
XXV.	Von klag zedelcn ze geben vnd nicht ze geben.

De civilibus c. 3 3*
)
Item
seczen vnd orden das
allen klagen, die an der klag zedelen
geschriben sindt8) von den menschen der stat Trint oder aus yren gepiet, von4) vnseren vicary oder richter oder ander vnser amptieut oder unser naeh-ehomen sol gerechtikait peschehen vnd sol geschehen nach guter vnd gebarter gewonhait der stat ze Trint5 6 7), vnd wiewol das ist das etlicher nit ist pflichtig ze geben die klagzedelen von dem anderen noch von kainer anderen schuld,
von dem da ist ein offen jnstrument, ob das ausgeezogen
das so) man
haben für ein klag
6), vnd man sol geben ein abgeschrift dem wider
tail des jnstruments, vnd doch das man nicht gebe die klag zedelen von C rfy oder dar vnter, noch von den czinsen, die ainer bat von seiner hueben vnd von dem traid sol nicht klag zedelen geben werden noch sol gefodert berden, vnd desgleicbeu von den jnstrumenten des schuldiger, die yezunt gegenburtig sindt oder hinfur künftig, in den widersagt ist den vorderung der klag zedelen
oder ainer anderen pegerung
7
sunder wie die menschen schuldig sindt oder
worden, also sullen das wider geben vnd beczalen yren schuldigem von yren
camere fiscal*.
Diese Ausnahme wird in den Clesischen und Ulrich'schen statuten ausdrücklich aufgehoben: nec forensis possit capi facere forensem, nec cives, nec districtua-les, etiam si per pactum expressum se obligaverint, vt capi possint pro debito, et hoc non obstaiite aliquo statuto hactenus in contrarium condito, quibus per presens statu!um derogamus etc.
*
de omnibus querimonijs per lihetlum datis.
4)	per.
5)	secundum statuta et illis deficientibus secundum bonum et approbatum vsum ciuitatis Tridenti.
6)	quod instrumentum, si productum fuerit, habeatur pro libello.
7)	in quibus reuunciatum sit petitioni iihetli vei alieuius petitiouis.
%
184
Instrumenten wider den
Idig
vnd
der
yegliehen besunder nach
lautung der jnsfrument vnd auch wider die vorseezent gueter2), doch das sy nicht mugen gefangen werden, ob sy halt das gedingt haben jn den vorgenanten jnstrumenten, nur alain sy sein ausserthalben des bistumbs gesessen die der purgeren oder den, die da in dem gepiet des pistumbs schuldig sindt, als oben gesehriben stet in dem nächsten gesacz. Ausgenomen das ampt des riehters, das nicht vnczimlich notung oder aischung beschehe, in welchem vorsehenlich ist, so sol der richter von ayden mit willen die worhait erfaren, vnd ob sich das also erfundet, so sol er mit seinen vrtail das vollenden vnd
I
vrtail dar vber geben.
XXVI.	Das niemant gepani mag werden vrab bürgerlich sach.
Foi. $6* Item wir seczen vnd orden, das chainer jn der stat oder des gepiets zw
Trint mag gepant werden vmb chain geltschuld, sy sey bürgerlich oder suntleich.
XXVII.	Auff den ein gewer begriffen ist.
(Stat
)
Item wir seczen vnd orden, das alle gueter, die beweglich sindt, vber welich pegriffen ist ain gewer oder ein erlauben ze pfenden, solen noch mögen entzogen werden, vertruckt oder empfremdt werden von der stat, da sy begriffen oder dar auff gefurt oder zwe behalten ist geben die gewrer, an vrlaub ze pfenden oder vrlaub des riehters, von welchem oder pey belchem die gewer gegeben ist, vnd wer da wider thut, der sol gepuest werden jn
-fr jfi vnd nicht dester mind
den pan gelegt vnd sol auch in das
puch der richter verschriben werden des hofs ze Trint vnd mag auch gefangen werden, ob des sein purg begert oder pittet oder des der sein widertail ist8),
vnd die pen 1 * ft 06 gelassen werden, nv
nit gefodert werden, noch er sol aus dem charcker
das pfant, das er entzogen vnt entpfiempt hat
das
w
dergeb seinen purgel*) mit
zerung, die dar auff gegangen ist, vnd
das er von einen solchen pan, der da gepant seiner person.
t
nicht gelaidigt werde
XXVIII.	Aber von ainer gewer begen
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De civilibus c. 61*
stat. Ulr. c. XXVII.)
Item wir seczen vnd orden, ob ein gewer genomen wirdt zw einen haus
so ist der
ains schuldiger oder anderswo hin ze vnrecht des schuldiger3 scherg schuldig das; das genomen ist von der gewer von beweglichen guteren, sehaczen, vnd ob das war, das das guet, das er genomen hat, nicht genugsam
*) iuxta forinam suorum instrumentorum.
2)	et etiam contra bona obligala.
3)	ad instantiam creditoris siue actoris.
4)	creditori.
b) in preiudicium debitoris.
188
sey wegen der schuld,
dar vmb die gewer empfangen ist, so mag der
scherg ayschen-von den nachpa
i
ob sy etwas
von beweglichen
gueteren des schuldiger, vnd ob das ist das er nicht nier findet von beweg
liehen guteren, das den der
n
sich der gewer vnterfach auff die unbe
weglich guter, es sey die des gelters sindt kain ausezug gesucht2), vnd das die
yczundig gesaezt für ein rechtlichen ausezug
gehabt werden aus den
guteren8), die beweglich vnd der schuldiger sindt, das man mag ezymlich4) chomen auf die webeglichen gueter vnd dar nnch greyffen; vnd* ob das ist das man nichts findet in dem haus, gleich jn der selben mass, so man aysebung thut, mag man auff die vnbeweglieh guter greiffen, als ob es verkündet war von dem richter, das die ayschung5); geschehen ist rechtlich, vnd man mag
nach den vnbeweglichen gueteren
greiffen, vnd gleich in derselben mas magFoi.$7
man vnd sol sich arbaiten, das die aischung geschehe alain durch den schergen jn der mas als vor gesagt ist, das man erforsch von den nachpauern von den gutem, die vnbeweglieh sindt, also das man mag körnen für recht vnd klag des schuldigers, so man sich der gewer vnterwindet vber die recht vnd klag des, dem er das schuldig ist etc.
XXIX.	Von purgschafl wegen.
(Vergl
)
vnd
Item wir seczen vnd orden, das ein yglicher schuldiger, der da rechten
ist 8), jst pflichtig vnd gepundf en wird ze losen sein
vordrister gelter
bürgen vnd einen yeglichen hesunder von der purgschaft jn der sy sindt oder hinfur schuldig werden für den schuldiger oder schuldigerin vncz vber ein monadt, wan er ermant wirt von den burgefen oder von einem alain vor dem czil das gefallen ist der jn der geltschuld ist begriffen7) pey einer pen xxv !b	des selben pen halber tail sol gefallen in die kamer des pischoffs
der ander halb tail dem purgel, vnd wan er die pen vergolten hat, so sol nicht dester minder8), so vil er jn die selben pen, ob er nit auff merckt, vnd die yecz gesaezten ding sullen nit schedlich sein den purgeren oder den die das recht an jr stat arbaiten, vnd das sol verstanden werden an der vergangen oder gegenburtigen oder die sack, die kunftigleich sollen ausgericht werden.
*
*) quod possit ipse preco inquerere a vicinis null« alia excussione facta.
8)	et quod predieta excussio facta per preconem super rebus mobilibus habeatur
pro legitima excussione.
4) licite.
*) excussionem.
6
7
) quilibet debitor principalis.
) ad instantiam principalis, ex quo sibi fuerit denunciatum per ipsos fidejussores vel per aliquem ipsorum a lapsu termini in obligatione contenti.
®) auf merken? nihilominus attendere teneatur.
186
XXX.	Von den bürgen, das die an schaden gehalten werden.
(Vergl
)
Item wir seczen vnd orden, das von forderung oder begerung wegen der
bürgen, der da hat ein gefalfens recht von den getraueren *), sol ein endt tag geseczt werdem dem vordristen gelter2) das er in » tagen sol er gegolten
haben dem burgel nach laiitung seins rechten, das gefallen ist, vnd ander
jnsti
lautung, also das er in an schaden halt dem getrauer oder dem
burgel, vnd das er in der czeit des enttags für gebe vnd beweise alle seine rettung8), die er wider sein widertail ze klagen bat und ze beweisen; anders-wen die czeit verget der v tag, so sol werden die gewcr geben dem burgel wider vnd den vordristen gelter, welche gewer nit mag geaischt werden4 * *),
nwr
werdt die schuldt peczalt vnd zerung, vnd das
geezogen
Fol. 58. den vnd behalten zwe den vergangen, gegenburtigen vnd künftigen5)
XXXI. Das mail an gerichts gwalt gelter nit sol pfenden.
(Ver^l. L. I, De civilibus c. 72.
stat. Ulr. c. XXX.}
Item wir seczen, das chain paringer an richterlich gewalt getür dem burgel6) pfant nemen, sunder mit wolbedachtem muet sollen die leihet* zw den richteren gen vnd sollen die sum raiten oder sumen als vol, als von der purgschaft sollen sy weysung thuen vnd also mit des richters gebalt vnter-begen ze lassen all hochczeit des rechten7), also daz man seezt zum ersten ein endttag » tag nuczper, daz die selben verchundet werden dem vordristen
gelter
8
ob er jndert ausezüg hab °), daz er die selbigen furbring vnd
beweise des jnner der czeit der» tag, vnd ob er des nicht tuet in der czeit
ein genügsame beschirmung
l
so sol ganz vnd gar vrlaub gegeben werden
von dem richtet* ze pfenden, ob es sich halt gebe, daz11) der bürge) nicht wider sagt, vnd das der vordrist gelter sol zum ersten besucht berden wan der bürg etc.
Eine Urkunde vom Jahre 1269 (Hormayr, Gesch. der gefürst. Grafschaft Tirol, f. Bd., 2. Abth., Nr. CXCV) enthält ein Beispiel einer solchen ausdrücklichen Verzichtleistung. Der Bischof Egno vou Trient ertheilt nämlich der stadt die
Lossprechung von der Excommunication. Dominus Magnardus stellt sich für
1) jus habeuti8 cessum a creditorihus. ipsi principali.
3)	omnes suas defensiones.
4)	exigi non possit nisi soiuto debito et axpensis. et hoc trahatur ad presentia, preterita et fatura.
t
n
deiussorum.
7)	omissis iuris solemnitatibus.
8)	utilium ad deniinciandiim principali dehitori.
9)	si habet aliquas defensioues. sufficienter defensiouem.
dato etiani qtiod fideiussor iiou renuneiauerit: quod principali« debitor prius sit
conueniendus quam fideiussor.
sie als Jideijussor und principalis debitor — renuneians. quod princip/tlis debitor priu8 8it conveniendu8, quam fidejussor.
Sieh auch Cod. Wan». Urk. 169 vom Jahre 1234: inde se constitueruut fide-
jussores et debitores . . . unusquisque obligando se in solidum, renunciando epi-stole divi Adriani et nove eonstitutioni et omni juri, pro quo iueri se posset, et quod principalis debitor prim sit conveniendus, quam fidejussores. Ferner Urk. i7i v. J. 1235: renunciando legi, que dicit, quod principalis debitor priu» debet conveniri quam fidejussor. Urk. 172 etc.
XXXIf. Von pfant austragen der stat.
(L. I, De cirilibus c. 62*
Vergl. Art. 88 der alten statuten.
stat. Ulr. c. XXXI.)
Item wir seczen vnd orden, daz die pariger nicht sollen austragen pfant
aus der statt vnd gepiet Trint selber vnd mit einer anderen person
i
nd ob
die pfant verkauffen
die die schuld nit peczalen, daz sy die pf
offen lieh sollen verkauffen jn der stat zw Trint vnd nicht anderswo, ob sy in der stat sindt genomen worden oder in vrem gepiet, do die gewer gelegen ist, jn guetem getrauen vnd an betriegnus nach den geseezten des rechten vnd nach vnseren geseezten8), vnd wer da wider thut, der verlcust das recht, vnd verleust auch die schuld vnd nicht dester minder ist er pflichtig das oder
also vil,
das guet wert ist
gehen dem schuldiger vnd
gelten jn
bisehoffs kamer xxv lb
yed
fart
das vber trit. vndt man
mag gelauben ainem aynigen zeugen, der eins guten lobs ist
XXXIII.	Czwe der gewer zw komen.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De cmlibus e. 63- </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. XXXII.)
Item wir seczen vnd orden, daz all endttag der x tag der sol alain auff geseezt werden den gelteren, das sy aischen die pfant oder gewer mit des richtcrs gewalt, daz mans sy rieme oder mit geding besunderleich verseezt oder ze halten oder verseezt4), ob es sindt bewegliche gueter; sind es aber vnbewegliche gueter, also verseezt, als oben geschriben stet, so sol man jn seczen ainen tag xv tag alain daz man das besucht der pfant oder gewer 5), vnd wen die endtag6) vorgenant, der porgel7) hat vrlaub daz gut zw beschaczen oder zw verkauffen nach der weis vnd mass vnser gesaezt, nindert chain ander wider red mag do gesein.
per se et per aliam iuterposilam personam.
*| debitoruin non soluentium debitum.
®) secunduin formam iuris et statutorum nostrorum.
4)	ad exigendum pignora voluntarie et specialilcr obligata: et designata: vel in
depositum accepta. ad exigeudiiin ea pignora.
*) quibus terminis elapsis,
%
7) creditor,
#
Fol 5 9.

188
*
\
XXXIV.	Aber von pfänden.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De cirilibos c. 6 4. </ref> <lb/><ref url="">Stat. Clr. c. XXXIII.)
Item wir seczen vnd orden, daz die endttag, die oben jn dem obristen statut verschriben vnd begriffen sindt, welche person, die jn yrer gewalt zw behalten ist geben ein pfandt, es sey von dem sehergen oder von dem richter oder gedingt guet1), oder ob er sieh verpflicht zw dem, daz er das pfant oder pfanter wider ze geben das er schuldig ist, vnd sol das pfant wider geben dem leiher2) jnner drein tagen, wan er besucht wirdt von dem leiher oder, wan ym das verchundet wirt mit dem sehergen oder mit seiner person oder besucht wirdt in seinem haus pey einer pen » Ib welcherlay muncz sol gegolten werden halber tai) in des pischoffs kamer, das ander tail dem porger; vnd wan das zil verget, vnd die pfandt sindt nicht geandwurt dem vicary, sol also pald an alle mainung8) oder chain anderen endttag zw geben jst pflichtig vnd schuldig senden sein hofgesindt vnd sein haus gesindt4) mit gewaffenter hant, das die vorgenanten pfant mögen genemen, vnd daz sy die gerechtlieh sehaczen, vnd wan das geschehen ist, der porger hat vrlaub, daz er die pfant mag verkauften, als oben gesehriben ist
XXXV.	Wie man der schuldiger guet verkauften sol.
(stat. ülr. c. XXXIV.)
Item wir seczen vnd orden, daz vber daz berich5) des verkauffens durch den richter oder des, der an seiner stat geseezt ist, den purgen von den gutcren des schuldiger gleich als wol der lebendigen als der toten das man die inass behalt also: ob die guetpr beweglich sindt, so sollen sy offenlich geschaezt werden durch die schaczer der besiczung oder erb der stat ze Trint, oder die in yren gepiel dar vber geseezt sindt, oder durch yer ainen alain des seihen tags, als sy besucht werden von den porgeren oder von dem das pfant geantwurt hat pey einer pen C -fy zw einer yeden fart vnd mal als er das nicht tuet, vnd wan die schaczung geschieht jnner zbaien tagen, die am aller nächsten dar nach choment, so sol man die pfant offenlich vail haben durch Fol. 69. einen sehergen jn dem palast vnd an der laiter des palasts vnd an den gewon-
lichen steten, vnd des dritten tags sol man die pfant verkauften dem, der da mer dar vmb wil geben, offenlich an dem placz oder auff der laiter oder an einer anderen gewonlichen stat. sinds aber guter, die vnbeweglich sindt6). vnd sindt jn der stat oder ausserthalb der stat, so sollen sy geschaezt werden durch die vorgenanten schäczer der besiczung offenlich durch jr ainen alain *)
*) quod elapsis terminis in proximo suprascripto statuto contentis: quecuraque persona habuerit in deposito: uel saluamento aliquod pignus: siue sit pretorium: siue iudiciale: siue conuentionale.
2)	creditori,
3)	null» alia monitione premissa.
4)	gastaldiones cum fainiiia.
5)	de facto.
Ä) Vergl. L. I, De civilibus c. 65.
189
jnner iij tagen, als sy besucht berden oder ir einer wirt besucht durch den leyher, pey einer pen C jß zw einer yeden fart, wan dabider geschieht;
geschieht, die vorgenanten gueter durch
einen yeg-
vnd wan die schaczung liehen schergen des hofs ze Trint offenlich sulien vall getragen an den steten, als oben geschriben.stet, jnner ander drey tagen, die aller nechst körnen; vnd ob die gueter gelegen sindt ausserhalb der endt vnd zilJ) in dem gepiet zw Trint, vnd all fünf mail 2) so) man zwe geben, die weil man die pfant vail tregt, ain tag, vnd wen das czil verget, der leiher sul körnen für den richter, die verkautfer sindt der gueter, welich richter oder yr ayner alain jnner viij tagen, wan sy besucht sindt oder werdent von dem leiher, so sindt sy pflichtig vnd sollen die gueter verkauften von den gueteren einen yeden, der sy kauften wil, doch dem, der da iner dar vmb geben wil8), pey einer pen » lb jfi vnd xx $ vmb ein yegiiehen tag, da er vnterbegen last die verkauften nach den viij tagen, welcherlay pen, die ob der geschribcn ist, halber tail ist des pischofs kamer, vnd der ander halb tail, die ym gelehen haben, oder des porgers, also doch daz jnner den viii tagen gesprochen, die richter sindt des verkauften oder yr einer alain, heyssen geladen werden*) leiplich oder jn das, dar jnne er banunt ist 5), den schuldiger vnd er die gueter verkauft', ob das ist, duz er chomen wil vnd das olfenlieh haisse berußen 6) drey tag an den steten ainest7), als oben geschriben ist, daz die verkauften vor den gueteren sol geschehen, vnd her da wil sich erczeugenä), der mag daz dar thuen, daz wider rußen vnd ze beisen von seinen rechten9).
XXXVI, Von des verdampnus des veriehen.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De civilibus c. 3 7* — De preceptis et condemaationibus factis in confessos.
ülr. c. XXXV.)
Stat
Item wir seczen vnd orden, das von den gepoten vnd verdampnus wegen
die da geschehen von veriehen sachen oder dinge
dem rechten10), daz
man geben sol die gewer, daz
gepiet ain haymliehs gepot, als bald daz
die czeit der verdampnus11), nwr alain er wel sweien, daz er weisen mag
daz er die geltschuld peczalt hab, vnd so sol
ym seczen ein ander
echttag oder czil viii tag, die da nuczlich sindt, daz er beweise, das er die Fol. 64
f) extra contines.
2) pro singulis quinque miliaribus addatur.
*) cuilibet emere volenti: et plus offerenti.
ita tarnen, quod iufra dictos octo dies dieti iudices uenditionum uel eoruin alter
eitari faciat.
vel ad doraum habitationis.
®) et publice facere proclamata.
IO)
i
tribus vicibus semel in die.
comparere.
compareat ad contradicendum et protestandum de iure suo. factis in coufessos in iudicio.
Unverständlich. Im lateinischen Texte heisst es: dari debet terminus ad sollten dum decem dierum dicto confesso et seu condeiunato.
190
geltschald peczalt hab; wan die viii tag vergen, so so!, der verdampt ist, nicht roer vor dem rechten gehört werden, ob er dar wider reden wil, vnd die gewer so) genczlicb wider yn1), so so) man gepieten, das das vrtail werde gegeben, ob daz ist, daz er nicht redlich sach hat sich ze weren*), vnd nicht dester minder sol er dem schuldiger8} sein schaden gelten, ob das ist das er die vordert; vnd ist das, daz die geltschuld4} redlich beweist wirt, so sol der vordrer der geltschuld verdampt werden dem, dar an er die geltschuld gefordert hat, das fiertail, das er gefordert hat, vnd es so) verstanden berden von den gepoten, die da geschehen sindt oder noch geschehen mögen5}.
Vergl. eine Urkunde vom Jahre 1211 bei Rapp io den Beitr. zur Gesch., stat. etc. von Tirol und Vorarlberg, 111, 101, wo der Bischof Friedrich auf Verzügen des dom. Albertos de sciano von Adalpretus de Madruzo ein lau dum aus-sprechen lässt über den Fall quod si aliquis solvit aliquod debitum suo creditori, quod sibi dehebat, et potest probare, se solvisse illud debitum illi suo creditori, et post al^a vice venit ille idem creditor. Herum petit illud idem debitum ab illo debitore qui fuerat debitor, vel a suis heredibus sive fideiussoribus pro illo, quid ivris esse debeat super eo. Das iaudum erfolgt dahin quod debet illum condempnari. In tribus tantum illi, a quo petit illum debitum, et dominus episcopus bene potest evm punire, de suo banno ad suam voluntatem. . . . quod Iaudum dictus dominus episcopus et tota curia vasallonem ibidem laudaverunt, et rectum Iaudum esse direruot.
Vergl. auch c. LXX1U.
XXXVII. Ob ains mans weib etlich gueter kaufft.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De cirilibus c. 7 7. </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. XXXVI.)
Item wir seczen vnd orden, ob ein beib, die einen elichen man bat, wirt funden, daz sy gekauft hat oder bestanden oder anders verpbendt hat oder aufgcnomen bat das gekauft gut oder besuchts gut6}, daz cs sy gekauft von den guteren des mans, vnd die gelter vnd die getraver1) mögen das gekauft gut netnen an ir geltschuldt als8} andre gueter des mans zum ersten, wan die gelter nement die güeter des mans, vnd daz alle raitung9}, die erfunden sindt oder hernach erfunden werden von dem man wider die gueter des weibs vnd her bider vmb, sullen nicht sein vnd eitel, vnd zw triegnus mag man versten daz sy sein geschehen oder gewonnen.
Vergl. ed. Liutprandi reyis c. 103: Nulli sit licentiam conjugi suae de rebus suis amplius dare per qualemcumque iugenio, nisi quod ei in diem votorum in mcpHo et inorgincap dederit ... et quod super dederit, non sit stabilem.
a iudice data Leuuta contra dictum debitoreui.
2)	si legitimam defensionem non feeerit.
3)	creditori.
4)	solutio.
5)	et intelli^atur de preceptis et coudemnationibus facti« et liendis.
6)	praesumatur de bonis mariti.
7)	et creditores.
81 sicut.
9)	omnes rationes.

XXXVIII. Wie das weib sol nemen die geber auff irs inans gueter.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De cirilibas c. 78. </ref> <lb/><ref url="">Stat. ülr. c. XXXVII.)
Item wir setzen vnd orden, daz chain weib mag noch so], die weil sy ist in der kanschaft1), yer mag genemen gwalt zwe verkauften ein gwer von den guteren des mans8), nur alain er werdt'fur recht geladen in seiner person, vnd das rechtlich beweise mit czeugen, daz er mer nuczen oder czeren welle sein aigen gut1 2 3 4), es sey dan das guet, das der frawen zw gehört von morgengab wegen, vnd daz das weib etlichs andres nit mag yr gewalt etwas ze verkauften*) von den guteren des mans, die weil der man lebt, von der morgengab wegen, dar vmb das von ym gesagt ist, er sey ein verczerer oder vertuer seins guts, das er zw vnnucz an wirt seins guts5), nur alain der richter oder vicary, da vor die klag furbracht wirt oder gehandelt, haisz es beruften 6) zw dem palast an der laiter des palast vnd an gewonlichen steten, Fol. 62.
daz das geordent wirt von dem man, also daz die purger des mans, ob er die
*
hat, mögen gewishait haben von den guteren des mans nicht taugt noch sol7), vnd die vorbenanten gueter sollen geschaczt werden von den gemain schaeze-ren der gemain ze TrinH vnd wan die gueter geschaczt sindt, ob der man die gueter verkauften well, daz er die gueter verkauften mag an andere czerung, vnd ob das ist, daz er die gueter nit wel verkauften nach der vorbenanten czeit, wan er besucht wirt nach der schätzung8), so sollen die richter der verkauften gueter der gemain zw Trint oder ainer aus yn mag die guter verkauften rechtlich die vorgenanten schätzung nach der mus Vnd forem der geseezt vnd statut, vnd das mag man czichen zw vergangen czeiten vnd künftigen.
Vergl. ed. Bot hart 8 c. 204: Nulli mulieri libere sub regni nostri dicione legis Langobardorum viventem leceat in suis poteslatem arbitrium silpmundia vivere, nisi semper sub potestatem virorum aut certe regis deveat permanere, nec aliquid e res moviles aut inmoviles sine voluntatem illius in cujus mundium fuerit habeat potestatem donandi aut alienandi.
1XL. Von morgen gab wegen«
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De emlibus c. 79. </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. XXXVIII.)
Item wir seczen vnd orden, daz, dar nach vnd das weib wil ir morgengab yn halten vnd wil die verkauften von den gueteren des mans 9), das da czimlich
1)	constante matrimonio.
2)	accipere venditionem vel tenulain de bonis mariti.
3)	maritum male vti substantia sua vel casuin dote exigende extare.
4)	et quod vxor alieuius accipere venditionem non possit de bonis mariti occasione dotis etc.
et male vti substantia sua.
6)	proclamari fecerit.
7)	ita quod creditores mariti; si quos habet: possint certificari: et vti suis rationi-bus, ita quod nihil fiat in fraudem: et preiudicium eorum.
8)	infra tiiduum, postquam requisitus fuerit: post ipsam estimationem.
9)	postquam mulieres ad conseruationem suarum dotium acceperint venditionem de bonis mariti vel etiam antequam fiat ipsa venditio: quod licitum sit creditori: vel etiam ci editoribus.
♦
192
ist dem glauber oder den gelauberen des mans ze geben die yorgenanten morgen gab vnd die recht czymlich zerung1), vnd so) yr gnug thun an der cza) des gelts2) vnd sol raitung thuen, daz das guet gepessert berdt des vor* genanten guets des wcibs oder von dem weib8), vnd das vorgenant beib, wan sie die schuld hat peczalt, sol ir dan die morgengab gefallen mit allen rechten vnd nuczen dem porger oder porgerin4), die ir gnug haben getan, als vor gesprochen ist von der gwer, doch ausgenomen, ob das ist, daz die gueter ' geschaczt sindt vnd geben zw morgengab oder zwe merung der morgengab, daz sy ir die guter möge behalten nach der vorbenanten schaczung, die da beschehen mag durch die schaczer der stat. Ist aber das das weib wil die guter für sich selbs halten vmb das gelt, das der getrauer oder getrauerin wolt geben, angefardt das sy die für sich selber zymlich mag gehaben etc.
XL. Von allen klagen zw erchennen yn dem palast.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De cirilibus c. 38 » das eine Ausnahme hinxufugi. — Eben so stat. Ulr. c. XXXIX.)
Item wir seczen vnd orden, das alle sach, krieg vnd klag vnd all fur-bringnus der stat vnd des pistumbs ze Trint vnd in des pistumbs gepiet sollen vermart, erchant vnd vollendt vnd gevrtailt vnd volbracht werden jn dem vor-genantcn palast zw Trint, nur alain, es sey von vns erlaubt oder von vnseren nachkotnen.
XU. Die nicht ym rechten schreiben schollen.
(stat. Ulr. c. XL.)
Fol. 63* Item wir	vnd orden, das chain ofner schreiber oder noder, der da
nicht aus der stat oder gepiet zw Trint purtig oder häuslich da ist gesessen, sol noch mag schreiben die werieh oder thuen, die geschehent vor dem rechten, es sey purgerlich oder suntlich5); vnd ob ein auslender ist also dürftig8), daz er etbas tuet wider die vorbeschriben sach, der sol geben in des pisehoflfs chamer C -fy jßvmb einen yglichen rechttag7) vnd vmb ein yeglichs geschrift vnd zw einen yegliehen mal, vnd nichts dester minder alles das, das er verschriben hat, sol nit kraft haben, nwr alain er halts zwe beweisung oder wider ruflfung einer sach, nur alain es werdt einem zw pus empfolhen oder
von vnseren nachchomen.
XL1I. Von den noderen, die ausserthalb des palasts schreiben.
(stat. Ulr. c. XLI.)
Item wir seczen vnd orden, ob etlicher oder mer noder wider ditss geseezt das thuen, das vor gericht geschieht8), oder vrtail auswendig des
et iustas expensas.
2)	in pecunia numerata.
3)	hahita ratione meliorationis dicte rei facte per mulierem.
4)	teaeatur erderejura et actioues ilii creditori vel creditoribus. b) acta iudicilia in eiuilibus uel erimiualibus causis.
6)	presumpserit.
7)	pro vnoquoque termino.
8)	acta iudicialia uel smteulias.
193
palasts Trint oder ausbendig des palast genoaur schreibent ist
yed
fart sol er gepuest werden jn xxv lb die gegeben vnd gölten stillen werden
J
des piscbolfs kamer, vnd sol
glich inain swuer sein vnd eins posen
spruchs, vnd sol seins noder ampts peraubt sein, vnd ob er die sum des gelts nit geben wil nach vnserem billen oder vnserer nachchomen oder unseres offi-cials, sol er gepuest herden, den wir daz enpfolhen haben oder den wir daz emphelhen werden vnter ander sach des gepiets zw Trint gemainicklieh vnd besunderlich, daz daz aufgericht werde etc.
XLIII. Das chain ausgesesser noder sol jnstrument schreiben
(Vergl. statuta Roboretana c. 88-
stat. Ulr. c. XLII.)
Item wir seczen vnd orden, das ein ausgesesser noder1), der da nit ist purtig vnd wonend in der stat zw Trint oder von dem gepiete, soll nicht turen
oder mügen schreiben in der stat oder gepiet
Trint kain offen Instrument
oder hantvest oder das lecztst geschäft, nur alain das offen jnstrument, das volfangen ist worden geschriben in gegenburtikait eins guten vnd gesaczten noder, der da wonundt ist in der stat zw Trint oder in yrem gepiete, oder der da offenlick sich dar wider oder dar vnter verschriben hat; vnd ob von einem noder da wider geschieht, der nit gesessen ist jn dem pistuinb, daz dan, die die sach oder das verschreiben sindt, die da nicht geschriben werden mit solchen wirden, als oben geschriben ist, in der stat vnd gepiet Trint, sollen p0i. 64. vernicht sein vor recht, nwr alain von enpbelnus wegen oder vrlaub des noders, der da ausbendig gesessen ist von vns
oder
nachchomen
XLIV. Das die noder seczen sullen die stat vnd den tag.
(Vergl. statuta Roboretana c. 89*
stat. Ulr. c. XLIII.)

Item wir seczen vnd orden, daz hinfur ein yeglicher noder, der da schreibt all Handlung vor gericht oder ofne jnstrument jn der stat oder gepiet ze Trint, ist pflichtig vnd gebunden ze seczen offenlich den tag, vnd in belchem monat dar in das jnstrument geschriben ist, oder der handel sich verlauffen hat, vnd seinen aigen namen vnd sein zwenamen mit dem namen seins vaters vnd dem namen der stat, von dannen er purtig ist, pey einer pen » lb zw einen yglichen mal.
XLV. Von sachen, die den bischoff an treffent ist.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, Be civilibus c. 34.
stat. Ulr. c. XLV.)
Item wir seczen vnd orden, daz in den sachen, die den pischoff an treffent
ist
vnd
den sachen der stat zw Trint vnd am maisten von sachen, die da
antreffend ist widerpringung des pischoffs guter vnd die recht der stat ze Trint, vnd pey den sachen, die da an gehorent wider pringung der stat recht zw Trint, vnd daz der richter, vor dem die sach gehandelt wirt, sullen gesuent vnd schlechtlich an geschray oder zbilauff vnd als ein ebenpild gehandelt
aliquis notarius fomisis. Archiv. XXVI. 1.
♦
194

wirt1), vnd sol verchutit vnd besucht werden, vnd ob es geschach, das die gueter des pistnmbs wider pracht wurden oder jn der stat zw Trint nach der mas vnd gestalt als vorgeschriben ist, das die selbig mas gehandelt werdt in den gehandelten sachen wider die gewer der guter8 9) oder besiczung vnd wider alle merer vnd wider die da besiczent sindt die erbschaft oder guter.
XLVI. Das der richter oder vicary sollen geben vogts) etc.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De civilibus c. 3 5- </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. XLVI.)
Item wir seceen vnd orden, daz in der vorgenanten sachen, sy werden! gehandelnt durch vnseren scbaffer oder vnser nachchomen vnd des pistumbs oder durch vnser amptleut oder schaffer*) der stat ze Trint, das der richter, vor dem das recht volfurt wirt, jst pflichtig zw geben dem besiczer der pos-session, wider den man das recht für, einen guten vnd löblichen vorsprechen Fol. 65. vnd sch a fl er 1 * * 4 5) in der czerung des, der daz gut besiczt, ob das ist, das der
besiczer wil weisen, durch die er müg weisen vnd leren, vnd nur alain er geb ym ainen vorsprechen vnd schaffer6), so mag er nicht noch sol wider yn rechten noch arbaiten; vnd ob das ist, das er bider in arbait mit dem rechten, das sol nicht tauglich sein noch gehalten werden von recht etc.
XLVI1. Von den die man furgeiaden hat.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De cirilibus c. 8. </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. XLVII.)
Item wir seczen vnd orden, ob das ist, das ein person ein klag für gibt von etwem vnd haist in kummen für den richter vnd sagt ym nichts7), das der richter, da für er gefordert ist, sol vervrtailen den, der für gericht gefordert ist, xx ^ für den pan vnd nichts dester minder sol er in notcn, der jn für hat geladen hat haissen, daz er ym gnüg thw vnib alle zerung die der furgefordert, die der vor gericht wegen hat verczert, dieweil er gestanden ist vor gericht, vnd hin wider ze komen daz die gerait werdt nach dem willen des richters8), nwr alain der richter erkenne, daz er von grosser genotiger sach wegen geirt ist, das er müst auf zehoren wider yn ze rechten H).
1)	summarie et de piano, sine strepitu et figura judicij procedl possit, et per moduin denunciationis et inquisitionis.
~) contra datores possessionum et ceteros alios auctores.
:t) advocatum.
4)	per procuratores.
5)	adnocatnro et procuratorem.
6j et nisi dederint advocatum et procuratorem, non possit nec debeat in causa vlterius procedere.
7) et nihil ei dixerit nec ab eo aliquid pelierit, imo fecerit euin iterum eitari ad aiium diem.
81 arbitrio iudicis taxandum.
9)	quod iusto impediiuenlo cessauerit contra uocatmn procedere.
195
XLVIII. Von dem geding eins knaben oder einer fronen.
(L. I, De ciriübus c. 8 7. Quod appellatione masculi contineantur et feroine.</ref> <lb/><ref url="">Stat. Uir. c. XLVIII.)
Item wir seezen vnd orden, das das geding des weibs vnd mans sol gehalten werden nach den geseczten vnd Ordnung der stat zw Trint.
IXL. Daz von bewarung wegen eins vaters oder eins suns.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De cirilibus c. 88* </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. XL1X.)
Item wir seezen vnd orden, ob etwär war der notturft bet zw bewaren jn einer sach , das er sey ein sun *) oder ein vater, daz sein vater todt sey, oder ein ander, der an sein stat körnen ist2), so ist gnug, das er von gemainet red vnd ruff*); vnd wer yemancz der da leuget oder wider redt, das den notturft sey ein solche Weisung4), vnd der das also lauget der so! gepust werden jn Ix $ 06» vnd ob das ist das es also redlich webeist wirt, daz er ein sun sey vnd daz sein vater todt sey durch den gemainen rueff oder stim.
L. Von jnstrumenten, die geoffenbart vnd nit geoffenbart suilen werden.
(stat. Ulr. c. L. De instrumentis releuandis vel non releuandis.)
Item wrir seezen vnd orden, das die vrbar pucher eins offen schreibers, die getodt sindt5), sollen nicht ze kraft körnen, nur alain es baren den die schuldiger vorgeladen in aygner person oder yr erben vnd in dem palast der Fol. 66 gemain zw Trint oder anderswo, do man recht haltend ist von vnser empfelnus wegen oder vnser nach ehomen, vnd ob etwar wär, der daz wolt wider sprechen, vnd sol man die sach do fleissiglich verhören vnd man sol auch hören die rettung der schuldiger vnd yrer erben vnd auch aller die sich beswart cziment sein von den widerpringung wegen des noder jnbreuiatur, doch das man antwurt vnd beschaw die jnbreviatur vor dem richter vnd seiner gegenburtickait, vnd daz die wider pringung der jnstrument6), so gemacht sindt oder gemacht sollen berden von vnbeweglichen gueteren, mag wider-pracht werden, ob daz halt das ist, daz die jnbreuiatur getodt ist, vnd das jnstrument ist in kraft, als wol als jn breviatur in gehaiss oder geschepff begen der, die sy haben hayssen schreiben, sey beschlossen7).
4) si quis babuerit necesse, probare se filium.
*) in cuius locum se asserit successisse.
3)	quod probet solmn per vocetn et famam publicam.
4)	ita quod necessaria sit talis probatio.
5)	quod inbreiiiature alieuius puhlici liotarii mortifieate non releueutur.
®) releuatio instrumentorum.
7) releuari possit, etiam si ipsa inhreuiatura fuerit mortifieata, et ualeat, aesi non fuisset mortifieata, nisi ipsa inbreniatura de iure ipsoruin contrahentiuni fuerit
canyetlata.
13*
196
M. Von geboten, die geordent werdent durch den vicary
(YcrgJ. L. I, De cmlibns c. 9* </ref> <lb/><ref url="">Stat. U!r. c. LI.)
Item wir seczen vnd orden, ob der vicary auff seczt ein
schaft oder ein weg fertigung1), das er die
ein gepot oder pot-fhuen einer person oder zw einen hausz von vorderung begen einer personI 2 *) oder daz er sey ein beschai-der des kriegs als stSt zw behalten vnd haben8) oder von was ander sach das sey, vnd der vorgenant pot4) sol in gesehrift weis pringen den laut der pot-schaft oder des gepots; anders das gepot hat nit kraft noch sol gehalten werden, nur alain es beschech durch ladung willen daz man raitung tuen sol einer person5).
Ul. Czw erchenncn die sach eins gedings.
(Wrgl. L. !, De cirilibus c. $4- De coguoseendis eausis appellationum. sehr rerandert.- Dagegen
schlieast sich stat. Ulr. c. LII noch an den dcntschcn Text an.)
Item wir seezen vnd orden, das ein yeder, der da rechten oder furbringen wil sein sach, davon gedin das er vncz vber zbay monat von der czeit, als das geding ist geschehen, das geding sol ercliant werden, geendet vnd volpracht vber die sach dar vmb gedingt ist, also daz man ym geschSft saezt von xl tagen6), nicht aufgenomen die xl tag von den vorgesprochen zbay monaten, als sindt die tag zw beinach-Fol. 67. ten, die sich anhebent an sand Thomas tag vnd weren auf den obristen vnd
den dritten tag hin nach, jtem die tag zwe fasnacht7), die sich anhebent vnd gehalten werdent am sampstag vor vasnacht vncz auff den kusungtag8) den ganczen tag, jtem die tag ze ostein, jtem die pfingsten mit zbayen tagen die hernach chomen, jtem zw dem findtmass die sich anhebent an dem abent vnser lieben frauen natiuitatis jn dem september vncz auf den achten tag sand Michelstag9), jtem die tag der weihe10) die sich anhebent vnd gehalten werden von dem xiij tag, so ein get das monat nouember vncz auff den xx tag des vorgenanten monats den ganczen tag, jtem die ersten tag eins yeglichen monats, die da sindt jn kalendis eins yglichen monats vnd ein tag vor vnd ein
gt ist worden, der sol haben czü zbayer monadt,
i
I iniunxerit aliquod preceptum, amhasiataiu vel mandatuin alicui viatori.
ad postulationem alieuius.
-*) siue sub sequestro fiendo vet saluo hab*»ndo.
4) viator.
nisi fiat pro citationihus ad comparendtim et respondendum de iure. ö) exceptis et exceptuatis de dietis sexaginta continuis diebus feriis, de quibus supra in statuto sub rubrica de ferijs. (Vrergl. damit L. 1, De ctvilibus e. 40.
7
8
De feriis et diebus feriatis.)
) dies carnispriuij.
) vsqtte ad dominicam casolarie.
*♦) jtem ferijs viudemiarum, que incipiunt et intrant a vigilla sancte Marie de sep-tembris mense et durant vsque ad octaiiam saneti Michaelis inelusiue.
10)	jteu» ferijs cousecrationum etc.
197
lag hin nach, jtem zw der hochczeit \iul lag vigily, der vnser liaupther ist !J, vnd an allen den tagen die gol ze cre vnd ze lob sindt auflf geseczl, die man feirt oder feiern sol in der slat Trint, vnd an den lagen dar an der richter nicht siezt an der gerieht panck, daz er yedem man gericlit oder gerechtikait lass widerfaren vnd ander tagen die von vns oder vnseren nachchomen sindt aufgeseezt, zbisehen welcher czeit der zbayer inonndt, von der czeit der czbair monadt des gedings oder der gedinger ze raiten, alle sach der. geding oder gedinger sullen geendet werden genczlieh* 2 *); anders ob das ist, das sich die sach, dar vmb gedinget ist, oder etliche jr aine wurden vollendet jn der czeit der czbayer monadt vnd ausgericht, daz daz vrtail, von dem man gedingt hat, s«ll stet vnd pey kraft beleihen. Item das man wider sy oder wider sey mag man in chainerlay beise, mit chainerlay berch, vnd sol auch gepoten werden, daz man die vrtail behalt, es sey mit welcherlay vrsach dawider sey czw arhaiten mit recht oder an recht, albeg stet vnd fest beleihen, und das die vorgeschriben tag beleihen jn jrem standt vnd gesaezt, als es vorgeseezt ist, vnd der richter, da für gedingt ist, jst pflichtig jnner der czeit vollenden; vnd ob das ist, das die schuld oder samnpnus ist der richter, durch welch saumpnus oder schuld nicht werden! vollendet, es ist der richter schuldig vnd pflichtig den schaden widerkeren, Fol. 68. der den schaden leidet, vnd das alle ding die in dem vorgenanten gesaezt geschriben sindt von dem geding, wan das vrtail gesprochen oder gegeben wirt, das es nichts sey, aber cs mag albeg ain auszug peschehen, war vmb es nit täuglich sey wider das vrtail.
Uli. Aber von gedingen von czainzig piündcn.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De civilibus e. 5 3» </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. LIV.)
i
Item wir seczen vnd orden, daz von xx Ib oder perneren vnd vnter xx pfund perneren mag niemant dingen8) von dem vrtail, daz gegeben ist von dem vieary des hofs Trint.
LIV. Daz die richter rechte Ordnung halten suiien ze siez. n czu rechten.
(stat. Ulr. c. LVI.)
ft
Item daz wir aber seczen vnd orden, daz all richter vnd offleial oder pfleger oder ain vieary oder der an jr stat in dem bistvmb zw Trint sindt geseezt oder die da siczent an einer stat, daz sy recht sullen thuen nach gebonhait vnd sollen ein rechts recht thuen, daz gelobt oder behabt wirt4) vnd
gevrtailt vor in oder vor ir ainen, vnter waz person das sey oder welcherlay
■
sach das sey zw yglichem czil5 6). Also pald vor gerieht vor den, die bey dem rechtem stent8), mit yrem aygem munt sollen sy das verkünden vnd sollen
*) die sancti Vigilii patroui nostri Tridentini (26. Juni).
2)	Bis hieher. Dann fährt das Cles. statut wieder übereinstimmend fort: »I«oqiiin etc.
s) appeilare.
4)	seeuudum consuetudinem et eius loci ad laudum.
5)	in quolihet tenninu.
6)	coram astantibus in iudicio.
198
also sprechen: „als gevrtailt ist durch die gunst vnd behabnus wegen, die pey dem rechten sindt gewesen oder gestanden *), hab ich gefolget der gebonhait des gegenburtigen hofs. Also verkundt ich es vnd peut es zw halten“ dar vmb, das das vrtail werdt gesehen, das es sey des richters vnd nicht der, die das vrtail lobent, wie wo! das ist das es gegeben wirt nach dem willen, die es lobent8), vnd sol verstanden werden von den vrtailen, die hin für sollen gegeben berden.
■
LV. Die sich einer fremden geber vnterwunden heten.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De cirilibus c. 116» erweitert. — Dagegen stat. Ulr. c. LVI mit dem deutschen
Texte übereinstimmend.)
Item wir seczen vnd orden, ob ein person besiczt oder hechumert ein possession einer anderen person vnd ains elichen besiczers vnrechtiglich an redlich sach, der sol gepuest berden vmb C	vnd auch mer nach dem
willen des richters, vnd alle sein arbait die er dar auff legt sol er Verliesen vnd auch die possession, also das er werdt ein vordrer der possession.
ä
Foi.69.	LVI. Von der mass vnd forem der appellacion.
(stat. Ulr. c. LVIII. De modo et forma interponendi appellationes.)
Item wir seczen vnd orden, daz als oft als ein vrtail verchundet, beswar-nus oder gepot gegeben oder geantwurt von einem dem vnseren nachchomen, es sey ein vicary oder official oder amptleut in der stat oder pistumh, der da ein vber sas ist3), mit was er genant ist, in den fallen die verhengt sindt, das man da von dingen mag zw vns oder einen vnseren nachchomen, ob sein not beschicht, so ist pillieh das man mag dingen. Ist aber das man sünst dingen wil, so sol das dingen nichts sein noch kraft haben von recht. Ist aber daz man sunst an vns dingt, welcher der ist rechtlich, oder vnser nachchomen, ob das ist daz wir die sach, dar vmb gedingt ist, durch vns oder durch vnser yglichen wurd aufgeben einen anderen richter, daz dan der, dem die sach wirt empholhen, das er die sol aufrichten vnd sol hören vnd volenden vnd handelen nach schreiben4), gewonhait vnd gesaezt der stat oder des ertrichs vnd des pistumbs, dar vber er official ist geseezt, von des vrtail ver-kundung, beswarung oder gepot ist gedingt worden; vnd ob das ist, daz er anders thuet, daz ain tail dar wider redt, so sol alles, das gehandelt ist vor gericht, nichts sein vnd vntauglich vor recht etc.
LV1I. An welchen tagen man mag recht erchennen.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De civllibas c. 31. </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. L(X.)
Item wir seczen vnd orden, daz alle die tag, die da gehandelt werden in dem gesaezt, das gesaezt ist vnder der rubricken, daz man müg erchennen die
t) sicut sententiatum est in fauorem et obtentum ah astantibus in iudicio.
2)	secundum laudum.
3)	praesidente quocumque nomine censeantur.
4)	iuxta stilum.
199
sach, dar vmb gedingt ist1), die sindt tage, dar an man mag nicht recht
haben, vnd sol dar an nicht richten, nwr alain es sey vmb schedlich sach oder
suntlich sach, vnd an den selben tagen sol man nit recht thuen, nur alain in
den stucken, dar an es czimlich ist von gemainen rechten, vnd nur alain armer
vnd elender person, die das recht treiben vnd waisen, welch arme vnd elendt
person sollen verstanden berden nach dem willen des vicary, vnd nur alain in
den beschaideren 2), vnd nwr in vnseren sachen oder vnseren kirchen Trint,
vnd in vnser sainbnung8) vnd ist in vnser klagung, die von wegen der
sampnung vrsprungk habent vnter den pauern vnd vnser gemain4), oder die Fol. 70.
in vnserem gepiet gesessen ist vnd sindt; aber an allen anderen tagen aus-
genomen die tage, die in vnseren gesaczten ausgenomen sindt, sol man gerechtikait timen etc.
Sieh die Urk. 85 vom Jahre 1210 im Cod. Wang., nach welcher zwischen dein Bischöfe und einigen aufrührerischen Tridentinern eine Versöhnung au einem sonntage „die dominico secundo exeunte madio“ zu stande kam. Man fand es für nothwendig, ausdrücklich den Zusatz aufzunehmen: Preterea prenominati . . .
obrenunciaveruntdiei dominico, ita quod non noceat domino episcopo, nec ei aiiquod prejudicium faciat, eo quod sit dies ferialis, ita quod omnia precepta, que eis dominus episcopus modo vel alio tempore per se vel per alium fecerit, sint rata, quemadmodum si fierent in die non feriato.
LVHI. Von dem sold der richten
r
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De civilibus c. 4 4 und 45« </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. LX.j
item wir seczen, daz die richter dar vmb, daz sy rat geben in den entliehen vrtailen5), sollen nemen vi den. vud nicht mer von einem pfunt von einen tail, vnd das sol verstanden werden, vnd des geltss ist vber xx pfunt.
Ist aber des geltss minder dan xx lb, so sol dem richter ain sold geseezt berden nach vnserem willen oder vnser nachchomen oder vnsers officials. Aber, die da cbischen tadingen, den sol der sold auff geseezt berden nach dem willen des richters. Aber jn den sachen, dar jn nit berurt oder gemeldet wirt die sum des geltss, so sol der richter ym selber vnd den taidingern seczen den soldt vnd den ratheren, vnd ob das ist, daz das recht empfolhen wirt von einen richter, daz ein rather oder die ratheren sollen pey einer pen wider ze
geben den soldt einem tail vnd pey einer pen, daz man ym furpas nicht mer
*
sol empfelhen, daz sy vber ein halhs jar sollen geben iren ratt jn funiff tagen, dar nach die vorbenanten ratheren von einen tail oder von peden werdent
1)	omnes dies illi, qui continentur in staluto posito sub rnbrica de cognoscendis causis appellationum. Merkwürdiger Weise sind in dem Cles. statut L. I, De civilibus e. 54, gerade die dies feriati, von denen das statut L. 1, De civilibus c. 40, besonders spricht, ausgelassen, während sie in dem deutschen statut Nr. 52 wirklich Vorkommen.
2)	et nisi in sequestris.
3)	et nisi in collectis noslris et questionibus-
4)	inter rusticos et communitates nostras siue nostros districtuales.
5)	diftinitiua sententia.
200
besucht, vnd das jn gnug ist getan vmh iren sold, vn<l ob das geschieht, daz man die clag empfilcht, vnd der ein tail gebe alle richter verwant sein vnrecht, die jn der stat sindt. so sol die enpfelnus peschehen ausserthalh der stat jn der zerung des, der alle richter vorbent vnrecht ze sein, die in der stat sindt zwe Trint, sunder das der gemain radt nicht mag verbent berden von der sum der gelihen C pfunt oder dar vnter, vnd die zerung sollen verstanden berden für den poten, der die klag furt vnd für den richter, der den rat gibt vnd nicht von anderen zerungen. Item ob die sampnung der ratheren in dem vor-dristen anfanck der sach geit den ratt, so sol man hin nach nicht vmb hilflT zw vm lauffen, nur alain von willen peder tail, vnd ob das ist, daz der gemain radt nicht vber ein war, so sollen sy den soldt hin wider geben vnd doch also, daz zben tail ainig sein, so sol man folgen den zbayen tailen, vnd den rat des dritten tails sol man verschmehen, vnd daz collegium oder sampnung des rats sol verstanden berden die richter, die in der gemain sindt der stat Trint, die Fo). 7i. weil man den rat geit.
MX. Von den aduocaten vnd fursprechen.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De cirilibus c. 45*)
Item daz von xx pfunden vnd dar vnter herab mögen die forsprechen dingen, so sy peste mögen, vnd ob das war, daz sy ze fil oder ein vnrechts vorderten, daz den nach dem willen des ofßcials sol man in einen solt seczen; aber von xx pfunden vnd hin vber vncz auff 1 pfunt sollen sy nemen ze soldt xii den. vnd nicht hin vber sollen sy nemen vnd sollen haben ein den. von einen pfundt, dar vmb daz er vorsprech ist jn dem palast, doch das pey seiner kraft pleibe xii lb von 1 pfundt vnd dar vnter.
LX. Von den solden der schreiber vnd aduocaten,
(Vergl. wie beim obigen Artikel.)
Item wir seczen vnd orden, daz chain ofner schreiber sol nicht turen schreiben die werich einer sach, dar jn er vorsprech ist; vnd wer da wider thut der sol geben C rfyvnd die geschrift sol nicht kraft haben vnd er sol den schaden widerkeren, den er schaden hat gethon.
LXI. Das die selben schreiber sollen schreiben jn yr breuiatur,
(Die Rubrik bezieht sich auf das folgende Capitel. </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. LXII.)
Item daz die offenpar schreiber vmb ir vorsprechen von 1 pfunt vnd dar vnter sollen nemen viii den. vom lb, aber von 1 pfunt vnd dar vber iiij den. vnd nicht dar vher; vnd wer da wider thut, der sol den soldt wider geben, vnd sol zbir^o vil gelten.
LXII. Von dem Ion der jnstrument.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De civilibus c. 147, Absatz 3 und 4>)
Item daz ain yeder noder sol vnd ist schuldig jn den pucheren *) und nicht an den zedelen schreiben in das breuiatur3), vnd wer da wider thut, der sol
!) in libris ligatis ad hoc deputatis non in cedulis.
2) ne ita de facili perdantur.
201
gelten zw einer reden fart xx fi o$ ^ ^es pischoffs ehamer pey der vorgenan-ten pen, vml schaden sol er den tailern widerkeren, vnd sol alle sach ein schreiben jn die breuiatur pucher aller ding, die sich verlauffen vor recht, ee das sy peden tailen geben das jnstrument vnd die jn breuiatur der jnstrument jn quateren behalten pey der vorgeschribcn pen.
LXIII. Aber von dem Ion der jnstrument.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De civilibus c. 148» Taxatio mercedum notariorum.)
Item daz die noder von den geweren oder enden, wie gros die sindt, Foi.72 sollen nicht nemen vber xii den. von einen aeker oder garten oder von der gewer auch so vil, vnd wer der ist, der da wider thut, zw yeder fart sol er geben xx jß von der jn breuiatur. Item von dem vrtail, das da ezbisehen getaidingt wirt, von der gesehrift xxii den., nur alain von vrlaub willen des ofticials es werd gesprochen. Item von einen yglichen zeugen xxii den. vnd nicht hin vber. Item von der leezten vrtail von x lb vnd herab v ^ vnd von x pfunt vncz auf 1 pfunt sollen sy nemen x vnd nicht mer; aber von I pfunt vnd hin vber vncz C pfunt sollen sy nemen xx $ jß vnd von C pfunt hin vber
xi
vnd nicht hin vber, nur alain von vrlaub vnd willen des vorgenanten officials; vnd wer da wider thut der sol gelten jn des pisehoffs ehamer xx-fyjß
zw
yed
fart, vnd ein yeder mag klager sein, vnd er
sol haben den
dritten tail des pans.
LXIV. Daz die noder jnstrument jn einer benanten czeit aufschreiben sollen.
(Wie bei dein vorigen Artikel. Die Rubrik ist falsch angeschrieben und bezieht sich auf das nach»
♦
folgende statut.)
Item wir seczen vnd orden, daz von dem geding eins katifs sollen sy
nemen xx
oß vnd nicht mer; ob der kauff hin vber vncz auft’ C pfunt, so sollen sy nemen xx ^fy jß. Ist es aber vber C pfunt, xxx ^y vnd nicht hin vber, vnd des gleichen von den geschöpften oder zedelen oder von dem leezten willen, des gleichen auch von der Verpflichtung, hegen daz ein man geit seinem heib, das man morgengab haist. Auch des gleichen so einer ein gut hinlasset. Des gleichen von der Verpflichtung der geschelschaft. Auch von der Verpflichtung, so einer einen sein gut geit ze behalten. Item von der Verpflichtung, so ein wexel beschicht, vnd auch so zben mit einem willen verhaissen. Auch so zben wexelen, sollen sy nemen xxii den. vnez auf x pfunt jß vnd von x pfunt vnd hin vber vncz auf 1 pfünt ii kreuczer vnd von I pfunt vnd hin vber
iiii kreuczer.
LXV. Von sachen vnter xx jaren.
(Scheint eine falsche Rubrik zu sein und sich auf stat. 6 7 zu beziehen. Übereinstimmend mit L. 1.
De civilibus c. 2 4* De tabellionibus facere debentibus instrumenta infra tempus.
c. LXIII.)
stat. Ulr.
■a
'Item wir seczen vnd orden, daz die schreiber jnner dreier tag, dar nach vnd sy besucht werden, nur alain sy sein vmb geben mit kranckhait, oder daz sy nit mögen da sein, sollen schreiben alle sach, die vor gerieht geschehen
202
sein, dar vmb sy gepeten sindt; aber von jnstrumenl oder Verpflichtung
1
in
Fol. 73. viii tagen, dar nach vnd sy besucht sindt, nur alain sy sein kranck, oder
redlich sach sein, dar vmb sy nit mögen da sein vnd geilt werden; vnd ob das ist, das sy wider thuet, so sollen sy beczalen xx jn des pisehoflfs chamer vnd den schaden vnd ezerung, des das jnstrument oder geschäft ist.
LXVI.
(Stal. Ulr. c. LXIV.)
Item wir seczen vnd orden, daz die, durch belcher pet oder gehais das geschäft oder pflichtung werden gehabt vnd geschriben jnner dreien tagen dar nach, vnd sy genant berden von dem schreiber oder noder, sollen geantwurt werden alles das, das vor gericht geschehen ist, vnd die jnstrument, die geschriben sindt von dem noder vnd volpraeht; vnd oh daz ist, daz er da wider thut, so sol er zw yeder fart gelten xx fl jß jn des pisehoflfs kamer.
LXVII.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De civilibus c. 90 und Art. 89 der alten statuten.
stat. Ulr. c. LXV.)
Item wir seczen vnd orden. daz
yede person von der stat oder
dem pistumb Tri nt habent ist oder hat ein klag oder mer klag wider ein vgliche
person der stat oder pistumb ze Trint
die gestalt
oder belcherlay die
sey, si sein vmb gut oder bider seinen leib, si sein nücz oder wie die genant sein2), nur alain ein solche person oder mer person besuchen vnd beklagen yer sach, vnd legen für vor gericht yr klag bider die person, die in schuldig sindt, oder die sy gelaidiget habent jnner xx jaren, die beil die porger vnd die person die jn schuldig sindt jn dem selben landt oder ertrieh, jn welchem iandt man recht thuet einem ygliehen der porger oder dein schuldiger, so mögen sy hin nach das recht nit besuchen mit klag, die ym sunst nücz vnd ezimlich
weren, besunder sy verliesent jre recht, vnd von rechts begen die gelter sindt der geltschult ledig. Aber von den ,xx jaren werden ausgenomen die, die da junger sindt xxv jar, vnd das hat stat vnter den gegenburtigen vnd den, die sich verheiraten, oder yre nachchomen, vnd der da hat ein rechte sach, daz er das recht besuch sein klag.
LXV1II.
Item wir seczen, ob das war, daz etlicher vnser offlcial einer oder vnse-
ren nachchoinen, der gesessen ist in vnser der sol in viii tagen pey einer pen xxv Ib jß
gepiete I mer r
jn die acht ruft, irem willen oder
Fol. 7*. vnsers nachchomen mugen senden oder zw gesagen den namen des pans vnd
den pan dem vicary ze Trint, vnd der selbig den geachten vnd gepanten haissen schreiben jn das puch der stat Trint.
LXIX.
(Vergl. 126 und 136 der alten statuten.)
Item wir seczen, daz ehainer nit sol verstanden werden ze sein jn dem pan lain er werde gefunden geschriben in dem puch der pannigen der stat Trint
alia vero instrumenta seu contractu*.
*) siue reales, siue personales, siue vtiles, siue directe.
203
LXX.
(Vergl. 128 Her alten statuten.)
Item daz chainer nit so! aus dem pan gelassen berden, nur der tail werde geladen, durch welcher pete willen er ist in den pan gelegt, vnd er sol dem die czcrung wider keren, ob das ist, daz er rechtlich in den pan ist getan.
LXXI.
(Vergl. 138 der alten statuten.)
Item wir seczen vnd orden, daz chain person in den pan gelegt sul werden vmb gelt oder vmb guet, das man ym zw behalten hat geben, daz er daz nit wider hat geben, vnd es mag auch verstanden berden jn einer yeden bürgerlichen sach.
LXXIl.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De civilibus c. 91* sehr verändert und erweitert. — Eben so stat. Ulr. e. LXV1.)
Item wir seczen, daz chain auf gebung der recht oder klag sollen tauglich sein, nur alain sy geschehen vor dem vicary oder richter, vnd pede tail sollen geladen werden, bider welche die aufgebung der recht geschieht, ausgenomen daz das nit stat hat jn aufgebung der recht, daz von nottdurft hegen geschieht oder von dem recht erlaubt ist.
LXXIII. Der von dem anderen vnrecht gelt fodert.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De civilibus c. 6 7. </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. LXVII.)
Item wir seczen vnd orden, ob etwer in seinem namen vordert von etwen geltschuld, die ym vergolten ist, vnd harret also lang jn der vordrung, vncz der krieg zw dem rechten vergbist ist, vnd ob das ist, daz er ein rechtlich beweisung tuet, daz er die geltschuld beczalt hab, daz der, der die geltschuld vordrent ist, sol geben den virden tail des geltts, das er vordrent ist, dem schuldiger, der die geltschuld pewart hat, daz er die gegeben hat.
LXXIV.
(Vergl. Art. 138 der alten statuten und L. I, De civilibus c. 3 9. De restituendis expensis per
victum victori, licet de calumnia iuratum sit. </ref> <lb/><ref url="">Stat. Ulr. c. LXV1II.)
Item wir seczen, wie wol das ist, daz m an einen ayd swuer jn einer sach der vberbunden sol dem vberbunder nichts dester minder in einer redlichen zerung sol gepuest berden, vnd sol der gesworen werden dar nach vnd die recht gepieten ze sweren von der scheltwort wegen.
LXXV. Von gesuch begen.
<ref url="&cles_stat_1707;Cap.">L.  I, De civilibus c. 68* De debitis vsurarijs non petendis , und Art. 8 7 der alten statuten.
Ferner stat. Ulr. c. LX1X.)
Item wir seczen vnd orden, daz die geltschuld, die den gesuchercn2) Fol. 75. zwe gehorendt oder verporgt sindt, nur alain sy berdt gefodert jnner x jaren 3)
*) secundum quod.
2)	vsurarijs.
3)	Die Olesischen statuten sagen: numjuam, während die Ulrieh’schen noch : Infra
decennium beibebalten.
204
von dem gcsuchrer oder von einen anderen an seiner die geltschuld oder gesuch mag nit gefordert werden
vnd
sy
nach der ezeit rerliesendt ire
die gesuchrer von recht
v
erden, vnd mag verstanden werden die schuld
der schuld mag der gelter ledig gesagt
des gcsuehss, ob das bewart
sein gebonhait
ist oder wirt den leiher einen offcnlichen gesuchror, vnd daz scy, daz gr mag gedingen vmb gesuch *).
LXXYI.
*
Der aller wirdigest vater in vnserem herren Chr. vnd der her Nicklas von genaden des babstlichen stuels bischoff ze Trint, do er sas auflf seinem richter-stuel jn seinem haus, das genant ist Bony Consily, an seiner gewonlichen stat, do verhorung sol geschehen, mit pflichtiger solempnitat hat gesaczt, geordent vnd bestat alle vorgeseczte stuck, vnd gesaczt vnd wolt vnd hat geordent, daz sy von yglichem gehalten werden vnd verkunt werden für gesaczt jn allen geriehten vnd weltlichen hofen jn der stat zw Trint vnd in dem ganezen pistumb vnd gepiet, ausgenomen jn den steten, da inan daz vrtail geit nach der maisten volg etc.
LXXVII, Von der müncz.
Item nota: was in den vorgeschriben statuten pen vnd gelt geseczt ist, daz ist alles nach der walschen müncz vnd berung: klainer muncz xi ereuzer für ein pfunt perner veroner.
Gxplicit liher statutorum per me Hainricum Langenbach, huc temporis famulus spectabilis Hainrici stang, Capitaneus Castri Noui anno etc. sexagcsimo tercio teria Ila post Domine ne longe
facias. l
l) facere contractus vsurarios.
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