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        <title>Wien Erbrechtsbeschluß.</title>
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        <title ref="http://gams.uni-graz.at/repat">Repertorium.at - Archiv des Repertorium
                    digitaler Quellen zur österreichischen und deutschen Rechtsgeschichte in der
                    Frühen Neuzeit von Heino Speer</title>
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          <title>1381 :: Wien Erbrechtsbeschluß.</title> In: <editor corresp="marcrelator:edt">
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              <forename>Peter</forename>
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          <series>Fontes Rerum Austriacarum: Abt. 3, Fontes iuris ; Bd. 9</series>, (<date corresp="dcterms:created"
            when="1986">1986</date>) <biblScope from="191" to="193" unit="page">191 - 193</biblScope>. <ref target="https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=siglen&amp;term=WienStR.(Csendes)">DRW-Faksimile</ref>. </bibl>
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      <editorialDecl>
        <p>Titelaufnahme: Die Rechtsquellen der Stadt Wien / hrsg. von Peter Csendes, Wien
                    1986 [ = Fontes Rerum Austriacarum Dritte Abteilung: Fontes Iuris, 9] S. 191 -
                    193<lb/> Der maschinenlesbare Text wurde aus dem Druck mit Hilfe eines
                    OCR-Programms erzeugt, mit TEI-XML-Markup versehen und Wort für Wort
                    korrigiert.<lb/> Letzte Überprüfung: 23.05.2022<lb/> Heino Speer<lb/> Klagenfurt
                    im November 2012</p>
      </editorialDecl>
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        <p>Teil von <ref target="info:fedora/context:repat" type="context">repat</ref>
        </p>
        <p>Das Projekt archiviert die digitalen Quellen zur österreichischen und deutschen
                    Rechtsgeschichte in der Frühen Neuzeit, die Heino Speer seit 2007 gesammelt
                    hat.</p>
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          <p>Institutionelle und Personale Rollen taxonomie</p>
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          <p>Datums Taxonomie</p>
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        <head>[Text]</head>

        <p>Allen den, die nu lebent und hernach kuͤnftig sint, sei kunt, daz nach Christes
                    gepuͤrt dreuczehenhundert jar, darnach in dem aynsundachczigistem jar, dez
                    eritages in den phingstveyrtagn, chom zu den ratgeben der stat ze Wienn in
                    denselben rat der durichleͣuchtig hochgeporn fuͤrst, unser genediger lieber herr
                    herczog Albreht, hertzog ze Oͤsterreich, ze Steyr, ze Kernden und ze Krayn, graf
                    ze Tyrol etc., und ist da mit dem ganczen rate enayn worden, wie fuͤrbaz in der
                    stat ze Wienn alleu erbguͤter erben sůlln, daz die pey den rechten erben
                    beleiben. Wand an demselben stukch, das erbrecht haizzet, ist ettwievil zeit von
                    unbesichtikait wegen hie zu Wienn unordenung gehalden, dem rechten widerweͣrtig,
                    davon die rechten erben enterbet sint worden und die guͤter gevallen sint
                    unrechtleich zu frömder leͣut handen, die der nicht erben warn. Alsodaz der
                    egenant unser herr hertzog Albr(echt) und der gancz rat gesatzt habent
                    unwiderrůffleich zu einem ewigen rechten, daz alleu erbeguͤter, die ein mensch,
                    ez sei man oder frow, anerstorben sint von enen oder von anen oder von vater
                    oder von můter, erben sůllen auf das gesleͣchte des stames, von dem die gůter
                    herchomen sint, in soͤlher weise, ob ein man abget mit tod ee denn sein
                    hausfrow, und daz er ir chinder hinder im leͣt, die si miteinander habent,und
                    daz denn die frow einen andern man nimpt und mit demselben auch chind gewinnet,
                    die sint denn mit den ersten chinden geswistreyd muͤterhalben, und daz denn die
                    chinder, die si pey dem ersten manne hat, abgiengen mit tod, ee si zu irn
                    beschaidenen jarn cheͣmen und ee si vogtpeͣr wurden, oder daz si die erbguͤter
                    unverchumert und unverschafft und unvermachteu hinder in liezzen, daz denn
                    dieselben gůter erbn und gevallen suͤlln auf des ereren mannes erben, von dem
                    diselben gůter herchomen sint nach des landes recht ze Oͤsterreich und nicht auf
                    der chinder geswistreid můterhalben. Und also ze gleicher weise sol im sein von
                    den frowen, ob ein frow abget mit tode ee denn ir man, und daz si im chind
                    hinder ir leͣt, die si miteinander habent, und daz denn der man ein ander <pb
            n="193" xml:id="S.193"/> frowen nimpt und mit derselben auch chind gewinnet,
                    die sint denn mit den ersten chinden geswistreid vaterhalben, und daz denn die
                    chinder, die er pei der ersten frowen hat, abgiengen mit tod, ee denn si zu irn
                    beschaidenen jarn cheͣmen und ee si vogtpeͣr wurden, oder daz si die erbgůter
                    unverchumerteu, unverschaffteu und unvermachteu hinder in liezzen, so suͤlln
                    denn dieselben gůter erben und gevallen auf der ereren frowen erben, von der
                    diselben guͤter herchomen sint nach des landes recht ze Oͤsterreich und niht auf
                    der chinder geswistereyde vaterhalben. Also werdent die guͤter zu den rechten
                    erben choͤmen, und chůmpt dikch von einem wolhabenden manne oder frowen ein
                    gantzes gesleͣcht wider zu ern und zu guͤt, das anders unrechtleich zu fromden
                    handen cheͣm. Weͣr aber, daz man dhainen erben nicht erfraischen chunde, der die
                    guͤter nach dem vorgeschribenen rechten solt erben, so suͤlln dieselben guͤter
                    gevallen der stat ze Wienn zu gemaynem nucz, als das mit altem rechten herchomen
                    ist. Und daruͤber durich ewigeu besteͣtigung des aufsatzes des erbrechtes hat es
                    der vorgen(ant) unser herr der herczog mitsampt dem rate in diczs grozzes
                    statpůch haizzen schreiben.</p>
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