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      <titleStmt>
        <title>Stadtrecht von Meran</title>
        <editor corresp="marcrelator:edt">
          <persName ref="https://d-nb.info/gnd/118740776">
            <forename>Franz</forename>
            <surname>Pfeiffer</surname>
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        </editor>
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          <persName>
            <forename>Heino</forename>
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          <resp when="2014">Digitale Version</resp>
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          <orgName corresp="https://digital-humanities.uni-graz.at" ref="http://d-nb.info/gnd/1137284463">Institut für Digitale
                        Geisteswissenschaften, Universität Graz</orgName>
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        <distributor corresp="marcrelator:rps">
          <orgName ref="https://gams.uni-graz.at">GAMS -
                        Geisteswissenschaftliches Asset Management System</orgName>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0">Creative
                        Commons BY-NC 4.0</licence>
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        <date when="2025">2025</date>
        <pubPlace corresp="marcrelator:pup">Graz</pubPlace>
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        <title ref="http://gams.uni-graz.at/repat">Repertorium.at - Archiv des Repertoriums
                    digitaler Quellen zur österreichischen und deutschen Rechtsgeschichte in der
                    Frühen Neuzeit von Heino Speer</title>
        <respStmt>
          <resp>Projektleitung</resp>
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            <forename>Heino</forename>
            <surname>Speer</surname>
          </persName>
        </respStmt>
      </seriesStmt>
      <sourceDesc>
        <bibl>
          <title>[1338] Das alte Stadtrecht von Meran.</title>
          <editor corresp="marcrelator:edt">
            <persName ref="https://d-nb.info/gnd/118740776">
              <forename>Franz</forename>
              <surname>Pfeiffer</surname>
            </persName>
          </editor> (Hrsg.), In: <series>Zeitschrift für deutsches
                        Alterthum 6</series> (<date
            when="1848">1848</date>) <biblScope from="413" to="430">413 - 430</biblScope>. <ref target="http://digital.onb.ac.at/OnbViewer/image?doc=ABO_%2BZ258683604&amp;img=00000417.jp2">ÖNB-Digitalisat</ref>
        </bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
    <encodingDesc>
      <editorialDecl>
        <p>Quelle: Das alte Stadtrecht von Meran / Franz Pfeiffer. In: <ref target="https://archive.org/details/1338_meranstr/s413.jpg">Zeitschrift für
                        deutsches Alterthum ; 6. 1848, S. 413 - 430</ref>. </p>
        <p>Zur Datierung: Im DRW wird das Meraner Stadtrecht entweder ohne Datierung oder
                    mit "14. Jh." datiert. Nun wird aber in VII 1 das Jahr 1337 erwähnt, so dass
                    dieses Jahr als Terminus post quem dienen kann.</p>
        <p>
          <ref target="https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/hdhs/objekte/6959.htm">Erfassung in HDHS.</ref>
        </p>
        <p>Mit Hilfe eines OCR-Programms (Omnipage 18) aus dem Google-Digitalisat eines
                    Exemplars der New York Public Library in einen maschinenlesbaren Volltext
                    überführt und mit XML-Markup in Anlehnung an die TEI-Richtlinien versehen.</p>
        <p>Die elektronische Version des Meraner Stadtrechts ist gegenüber der von Franz
                    Pfeiffer stammenden Edition geringfügig vereinfacht worden, um die Erfassung des
                    Textes durch Suchmaschinen zu erleichtern. So wurde die "ae"-Ligatur aufgelöst
                    in "ae" und der Zirkumflex über Vokalen wurde stillschweigend eliminiert. Denn
                    wieweit diese diakritischen Zeichen tatsächlich ihre Berechtigung haben, liesse
                    sich nur bei einem Vergleich mit der Handschrift feststellen.</p>
        <p>Das Ziel dieser Version ist es einzig und allein, einen maschinenlesbaren Text
                    des Meraner Stadtrechts im Internet verfügbar zu haben. <lb/> Heino Speer,
                    Klagenfurt am Wörthersee, 17. Juni 2018.</p>
      </editorialDecl>
      <schemaRef url="https://gams.uni-graz.at/o:repat.odd"/>
      <projectDesc>
        <p>Teil von <ref target="info:fedora/context:repat" type="context">repat</ref>
        </p>
        <p>Das Projekt archiviert die digitalen Quellen zur österreichischen und deutschen
                    Rechtsgeschichte in der Frühen Neuzeit, die Heino Speer seit 2007 gesammelt
                    hat.</p>
      </projectDesc>
      <listPrefixDef>
        <prefixDef ident="marcrelator" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://id.loc.gov/vocabulary/relators/$1">
          <p>Institutionelle und Personale Rollen taxonomie</p>
        </prefixDef>
        <prefixDef ident="dcterms" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://purl.org/dc/terms/$1">
          <p>Datums Taxonomie</p>
        </prefixDef>
      </listPrefixDef>
    </encodingDesc>
    <profileDesc>
      <langUsage>
        <language ident="de">Deutsch</language>
        <language ident="la">Latein</language>
      </langUsage>
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        <keywords>
          <list>
            <item>
              <term>
                <ref target="info:fedora/context:repat.quellen" type="context">Quellen</ref>
              </term>
            </item>
            <item>
              <term type="territorium">
                <ref target="info:fedora/context:repat.tirol" type="context">Tirol</ref>
              </term>
            </item>
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              <term>
                <date type="dcterms:temporal" when="1338">1338</date>
              </term>
            </item>
          </list>
        </keywords>
      </textClass>
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  <text xml:lang="de">
    <front>
      <divGen type="toc"/>
    </front>
    <body>
      <div xml:id="Einleitung">
        <head>I. [Einleitung von Franz Pfeiffer]</head>
        <p>
          <pb facs="https://archive.org/details/1338_meranstr/s413.jpg" n="413" xml:id="S.413"/> Obwohl die
                    städteordnungen des mittelalters der natur der sache nach in vielen punkten sich
                    berühren und wiederholen, so besitzt doch in der regel jede derselben ihre
                    besondern eigenthümlichkeiten, die unsere kenntnis der sitten und gewohnheiten
                    gewisser zeiten und des gemeindewesens überhaupt zu erweitern geeignet sind, die
                    mittheilung des nachstehenden erst kürzlich aufgefundenen stadtrechtes dürfte
                    daher nicht unwillkommen sein. herr <persName>Matthias Koch</persName>, der in
                    seinen beiträgen zur geschichte der stadt Meran
                    (
          <!-- noch nicht verlinkt -->Nationalkalender für Tirol 1840, Innsbruck bei
                    Wagner) dessen existenz noch bezweifelte, hat es später im archiv zu Meran
                    selbst entdeckt und mir seine abschrift freundlich mitgetheilt.</p>
        <p>Stuttgart <date when="1847-08-14">14 august 1847</date>. Franz Pfeiffer.</p>
      </div>
      <div xml:id="Stadtrecht">
        <head>II. [Text des Stadtrechtes]</head>
        <div xml:id="NA.1">
          <head>Daz erste gesetzede ist daz:</head>
          <div xml:id="NA.1.1">

            <p>[I 1] Alle die veile habent brot und kaese und fuoter und smalz und salz
                            und honic und magen und unslitkerzen und wiltpraet und smalsat und obez
                            und knoflach und unslit und hüener und eier und smer und har und vadem
                            und griuze und nuzzen und kesten und swaz so getan klein kost daz ist,
                            und swer der ist der daz veile hat, si haben hiuser ze erbrehte oder
                            niht, oder alle ander die da gädemler sint: die sullent koufen und
                            mugent koufen nach der fruomessen ersten glocken, die man liutet ze vron
                            ampt ze sant Nicolaus, und vor niht. aver holz und höu und strouw
                            sullent und mugent si koufen fruo oder spat swenne sie wellent; und sol
                            man daz veile haben uf dem platze ennent der brucken. und milch und krut
                            sullent und mugent si koufen ouch swenne si wellent fruo oder spat, und
                            sol man daz anderswa nindert koufen noch veile haben wan uf dem
                            obezplatze vor der münze, und swer daz übervert und brichet, als ofte
                            und er daz tuot, der ist ze pene gevallen zwei pfunt und fünf
                            schillinge, halbiu <pb
                facs="https://archive.org/details/1338_meranstr/s414.jpg" n="414"
                xml:id="S.414"/> dem
                            gerihte und halbiu der stat. swaz ein burger koufen wil daz veil ist, ez
                            si korn, fuoter, kaese, wildez oder zamez, grawez oder linin tuoch oder
                            swaz ez ist, daz sol der gädemler<note
                n="1" xml:id="S.1">gädemler,
                                inquilinus, vergl. <ref
                  target="https://books.google.de/books?id=DY8NAAAAQAAJ&amp;pg=PP5">Frisch 1, 312c</ref>. [Anm. HS: <ref target="https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?artikel=gademler">DRW-Artikel Gademler</ref>]</note>
                            im lazen unde da von sten und in daz lazen koufen bi pene fünf pfunde
                            und fünf schillinge, halbiu der stat und halbiu dem gerihte. und swaz
                            ein burger des kouft, daz sol man im hin heim füeren und tragen.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.1.2">
            <p>[I 2] Ouch ist erfunden, daz ie der wirt oder gastgeber sinem gaste sagen
                            sol, daz der gast sine koufmanschaft sol veile haben hie vor uf sinem
                            laden als lange hinz daz man die fruomessen singet oder sprichet datz
                            sant Nicolaus; und in der selben wile sullent burger koufen und keine
                            gädemler. aftermalen nach der fruomessen sullent und mügent koufen
                            burger und gädemler.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.1.3">

            <p>[I 3] Und ob dehein gastgebe waere, der heimlich in sinem huse von sinen
                            gesten iht in koufte und er daz sinen gehusen<note
                n="2" xml:id="S.2">der gehuse <hi rend="it">hausgenoss</hi> [Anm. HS: <ref target="http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=lemmata&amp;term=Gehause&amp;darstellung=u#Gehause-2.1">DRW-Artikel Gehause (II 1)</ref>].</note> mit teilen wolte oder
                            in ze gunst koufte, und wirt er da mite begriffen ane gevaerde, der hat
                            daz guot verlorn daz er kouft hat, und daz sol gevallen halbez dem
                            gerihte und halbez der stat.</p>
          </div>
        </div>
        <div xml:id="NA.2">
          <head>II. Daz sint diu gesetzede von dem korn.</head>

          <p>Ez sol nieman, burger noch gädemler noch ander ieman, keinerleie korn noch
                        smalsat uzerhalbe der stat noch indert anderhalben iht koufen noch
                            verarren<note
              n="3"
                xml:id="S.3">verarren, durch geben oder nehmen von
                            einem drangeld verbindlich machen, <ref
              target="http://www.literature.at/viewer.alo?objid=10873&amp;viewmode=fullscreen&amp;scale=3.33&amp;rotate=&amp;page=77">Schmeller 1, 90</ref>.</note>, daz man zuo der stat füeret oder
                        treit veile, wan niur aleine uf dem kornmarkt an in den zwein frien
                        jarmerten, bi flust des selben kornes, halbez gevalle dem gerihte und halbez
                        der stat. und ob der kouf geschehen ist mit worten unde die pfennige dannoch
                        niht vergolten sint, dennoch sol der kouf der pene gebunden sin, ob der
                        hingeber siniu reht darnach tuot daz erz verkouft habe, <pb
              facs="https://archive.org/details/1338_meranstr/s415.jpg" n="415"
              xml:id="S.415"/> oder ob er sin mit ander ieman überwart<note n="4" xml:id="S.4">überwaeren, <hi
              rend="it">überzeugen, überführen</hi>.</note> wirt.
                        ouch sol kein burger noch gädemler niht mer kornes koufen dan er in sinem
                        huse bedarf ane gevaerde, und durch keinerleie fürkouf, bi pene ie des
                        mutten zweier pfunde und fünf schillinge, halbez dem gerihte und halbez der
                        stat. ez sol kein burger noch gädemler der veilez brot bachen wil niht mer
                        kornes in koufen dan ie ze zwein bechen<note
              n="5" xml:id="S.5">beche, <hi rend="it">was auf einmal gebacken wird</hi>. [Anm. HS: <ref target="http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=lemmata&amp;term=Beck-2&amp;darstellung=u#Beck-2-1.0">DRW-Artikel ²Beck</ref>]</note>. und alle die wile daz er daz brot
                        unverkouft hat sol er kein korn koufen, an in den zwein frien jarmerkten
                        aleine, bi pene zweir pfunde und fünf schillinge, als ofte ez gebrochen
                        wirt, halbez dem gerihte und halbez der stat. ez sol ouch kein burger noch
                        gädemler noch ander ieman kein korn in koufen durch fürkoufes willen, an
                        aleine die brotbechen, die gen hof bachent: die mugent mer korn koufen
                        swenne sin not ist, so diu herschaft hie ist. und swenne si daz koufen
                        wellent, so solnt si tuon nach der drizehener rat, ane gevaerde. ez sol ouch
                        kein kornmezze noch sin kneht niht me kornes in koufen dan er uf sinem
                        tische bedarf, und sullent ouch an korn noch an fuoter mit nieman kein teil
                        noch geselleschaft bi irem eide niht enhaben und bi pene ires amptes, wenne
                        daz geschiht und sich mit der warheit ervindet. ouch sol man den burgern ir
                        korn daz sie koufent da heim in ir huse mezzen, an aleine den die brot vaile
                        habent, den sol man daz korn mezzen uf dem kornmarkt, ouch sol man, weder
                        burger noch gädemler, kein korn niht koufen bi der naht, wan niur bi
                        schoenem liehten tage, bi pene zweier pfunde und fünf schillinge von ie dem
                        mutte, halbez dem gerihte, halbez der stat. würde aver einem burger des
                        kornes iht überic daz im niht geviele oder er des niht bedörfte, und
                        verkouft er daz, daz sol im sin an allen schaden.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.3">
          <head>III. Daz ist daz gesetzede über daz brot.</head>

          <p>Ez sullent vier man, die dar zuo erwellet werdent, alle zit, als ofte und sin
                        not geschiht, daz brot beschouwen unde <pb
              facs="https://archive.org/details/1338_meranstr/s416.jpg" n="416"
              xml:id="S.416"/> besorgen bi
                        iren triuwen dar nach und daz korn ganc hat, ob ez ze klein oder ze liht si
                        an der groeze oder an der güete. und swa si ez ze kleine oder ze lihte
                        vindent, da sullent si daz selbe brot uf hefen gar unde gänzlich und sullent
                        die zwei teil geben in daz spital und daz ander dritteil an den hornval<note
              n="6" xml:id="S.6">hornval, <hi
                rend="it">ein höchst seltenes wort,
                                vergl.</hi> horngibruader <hi rend="it">bei Otfried und Marner
                                
                <!-- noch nicht verlinkt -->MS. 2, 153<hi rend="sup">a</hi>.
                                
                <!-- noch nicht verlinkt -->gramm. 2, 461. <ref target="https://books.google.de/books?id=7TqgNeGS69AC&amp;hl=de&amp;pg=PT351">Oberlin 694</ref>
              </hi>. [Anm. HS: <ref target="http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=lemmata&amp;term=Hornfall">DRW-Artikel Hornfall</ref>]</note>, den uzsetzigen; und als ez die
                        XIII des rates mit den brotschouwern schaffent, so sullent sie ez schouwen
                        und sullent ez handeln ane gevaerde. swer ouch daz brot, so die schouwer zuo
                        gent, ab wege bringet, der sol ze pene geben zwei pfunt dri schillinge, und
                        ist daz er daz selbe brot verkoufet, der kumt in die selben pene, wan erz
                        niht verkoufen sol bi der selben pene. und waz ouch die selben
                        brotbeschouwer brotes nement und absagent, daz selbe brot sol man after des
                        niht verkoufen, swaz des ist, ez habe der beche uf der laten oder inrehalben
                        des laden, bi pene zweier pfunde dri schillinge. und swer die brotbeschouwer
                        übel handelt, ez si mit worten oder mit werken, der sol geben ze pene fünf
                        pfunt, halbiu dem gerihte und halbiu der stat, unverzigen unde ze behalten
                        dem sin reht hinz dem dem ez mit gereht wirt.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.4">
          <head>IV. Daz ist daz gesetzede über den win.</head>

          <p>Ez sol menniclich der win schenken wil ganzlich daz gesatzte maz geben ze
                        allen ziten ane underlaz; und sullent ouch gleser und becher haben dar in
                        daz maz volliclichen ge. ouch sullent si bi halber und ganzer patzeiden<note
              n="7" xml:id="S.7">die patzeiden, <hi rend="it">südtyrolisches
                                getränkmass, als theil einer ürn.
                                
                <!-- noch nicht verlinkt -->Schmeller 1, 303</hi>. [Anm. HS: <ref
              target="http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?term=patzeide&amp;index=lemmata">DRW-Artikel Patzeide</ref>]</note> und bi halben und ganzen
                        vierteilen win zuo koufen geben menniclich. ez sol ouch kein leitgebe nach
                        der winglocke niht schenken noch win geben in dem leithuse wan aleine dem
                        rihter und für daz leithus menniclich; an sine herberge hin heim swer win
                        nemen wil, dem sol man in geben, ez sol ouch kein leitgebe nach der
                        winglocken kein spil lazen geschehen weder umbe bereite pfennige noch umb
                        ledigiu. swelhez ouch under <pb
              facs="https://archive.org/details/1338_meranstr/s417.jpg" n="417" xml:id="S.417"/> disen
                        obgenanten gesetzeden des wines ein leitgebe übervert, der ist gebunden ze
                        geben ze pene als ofte ez übervarn wirt zwei pfunnt und dri schillinge,
                        halbez dem gerihte und halbez der stat. ez sol ouch nieman in der stat win
                        schenken denn aleine der waht und stiure git. wolte aber ander ieman
                        schenken in der stat der waht noch stiure niht git, der sol geben an die
                        stat von ieglichem fuoder ein pfunt Berner. ez sol menniclich der schenken
                        wil daz maz geben wie er wil, doch über ein zehen niht, und sol doch geben
                        daz gesworne maz, ez si denne daz die drizehen ein anderz mit in schaffent
                        oder ordent. man sol ouch den Kriechel und Romaner schenken ein ganzez
                        trinken umb zwene zweinziger und ein halbez trinken umb einen zweinziger,
                        und Malfasier ein trinken umb dri zweinziger und ein halbez trinken umb
                        anderhalben zweinziger. und wenne man die wine her ziuget und in leit unde
                        die schenken wil, daz sullent si niht tuon, ez sin denne der drizehner dri
                        da bi. und ob si daz überfüeren, wenne sich daz erfünde, der ist komen umb
                        den win, halber dem gerihte und halber der stat. und ob er also daz maz niht
                        gaebe als oben geschriben stet, so ist er komen von ie dem trinken umbe zwei
                        pfunt, dri schillinge.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.5">
          <head>V. Daz ist daz gesetzede über daz fleisch.</head>

          <p>Ez sol kein fleischhäckel keinen nieren niht machen an keinem vihe, jungem
                        oder altem, wan als ez got gemachet hat, mit keinerlei gemächte, und ouch
                        niht uf blaejen. si sullent ouch keine hoden ab den remlern<note
              n="8" xml:id="S.8">remler, <hi
              rend="it">rammler, schaf während der
                                brunstzeit</hi>.</note> noch ab den kastroun<note
              n="9" xml:id="S.9">kastroun, kastrun, <hi
              rend="it">castrierter widder</hi>.</note> niht
                        ab sniden, und sullent si an den stücken verkoufen dar an si sint. si
                        sullent ouch keine su niht slahen, veile ze verkoufen under der fleischbank.
                        ouch sullent si kein nunne<note
              n="10" xml:id="S.10">nunne <hi rend="it">castriertes schwein</hi>. [Anm. HS: <ref
              target="http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=lemmata&amp;term=Nonne&amp;darstellung=u#Nonne-2.0">DRW-Artikel Nonne (II)</ref>]</note> noch kein rint niht abslahen
                        noch uf tuon, ez sin denne die dri da bi die dar zuo gesetzet sint oder
                        gesetzet werdent, oder ir einer. si sullent ouch kein unzitigez vihe niht
                        abnemen, <pb
              facs="https://archive.org/details/1338_meranstr/s418.jpg" n="418"
              xml:id="S.418"/> ez si kalp,
                        kitze, lamp, spünnevärle oder swelher hande ez si. ouch sullent si kein
                        phindigce swin noch schelmigez rint niht verkoufen under der fleischbank, bi
                        pene fünf pfunde, halbiu dem gerichte und halbiu der stat. si sullent ouch
                        keine wurst niht machen danne mit dem fleisch daz von dem swine komen ist.
                        si sullent ouch kein ingeweide noch kein bluot noch keinerlei unsuberkeit,
                        von swelhcrleie sache daz si, in den bach niht werfen noch ander ieman
                            ze<note
              n="11" xml:id="S.11">[ze werfenne verhengen? <hi rend="it">Hpt.</hi>]</note> verhengen, die daz von in kouften. si sullent
                        ouch eim ieglichen der fleisch koufen wil, ob er dar nach fraget, sagen bi
                        irn triuwen an allez gevairde wenne daz fleisch geslagen si und welher hande
                        fleisch ez si. si sullent ouch daz fleisch niht anders zieren noch machen
                        danne üeblich rizen uf dem rücken mit dem mezzer. und swelhez der einez si
                        übervarnt, als ofte daz geschiht, als ofte sullent si gevallen sin in pene
                        zwei pfunt und fünf schillinge, halbiu dem gerichte und halbiu der stat. si
                        sullent ouch eim ieglichen ze koufen geben ein halbez stücke, swelher leie
                        ez si, ane rindrinez aleine, bi der vorgenanten pene. si sullent ouch eim
                        ieglichen ze koufen geben ein puggel, ez si von kitze oder von lamp, dar
                        nach und er koufen wil oder mac. si sullent ouch kein smeckendez fleisch,
                        swelher hande ez si, niht verkoufen bi der vorgenanten pene. swelher ouch
                        den drin fleischhäckeln an irn eit rette, daz sich mit der warheit ervindet,
                        der sol gevallen sin den burgern ze pene fünf pfunt, unverzigen des rihters
                        reht und ouch des dem ez mit gereht wirt.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.6">
          <head>VI.</head>
          <div xml:id="NA.6.1">

            <p>[VI 1] Umbe pfant diu man riten sol unde pfant diu man füeren sol unde
                            pfant diu man tragen sol, daz sol der veiltrager, er oder sin kneht, in
                            der stat uf und nider tuon ane gevaerde, dar umbe daz diu selben pfant
                            einem ieglichen dester baz vergolten werden. und ob daz waere daz iht an
                            pfanten diu man us vrien niht verkoufte kein übertiure<note
                n="12" xml:id="S.12">übertiure, <hi
                rend="it">mehrerlös</hi>.</note> belibe
                            über daz gelt dar umbe er diu pfant verkoufte, und ob der daz niht naeme
                            hin wider des diu pfant sint gewesen <pb
                facs="https://archive.org/details/1338_meranstr/s419.jpg" n="419"
                xml:id="S.419"/> unde dem
                            ez billich werden solte, inre vierzehen tagen, so sol er<note
                n="13" xml:id="S.13">er, <hi rend="it">der feilträger</hi>.</note> diu
                            übertiure des geltes legen hintz einem gemeinen piderben burger an
                            Meran, und sol da ligen als lange unz daz der uz kumt dem diu übertiure
                            des geltes billich werden sol; dem selben sol ez geantwurtet werden.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.6.2">

            <p>[VI 2] Ouch sol der veiltrager in sinem gewalte niht behalten ezzendiu
                                pfant<note
                n="14" xml:id="S.14">ezzendez pfant, <hi rend="it">vieh
                                    und was sonst, zu pfande genommen oder gegeben, genährt werden
                                    muss.</hi>
              </note>: er sol diu heizen antworten hinz einem
                            gemeinen gastgeber an Meran, an aleine swin oder ander kleinez viehe sol
                            unde mag der veiltrager wol behalten.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.6.3">

            <p>[VI 3] Ouch sol der veiltrager nemen ze lone waz er mizzet mit Münicher
                            ellenstabe von hundert ellen grawes tuoches, von dem hingeber einen
                            schilling und von dem koufer ouch einen schilling, und von dem zwilich
                            gelich als vile. von hundert ellen lininen tuoches sol er nemen sehs
                                Berner<note
                n="15" xml:id="S.15">Berner, <hi rend="it">Berner
                                    pfennig, denarius Veronensis, wovon im 14n jahrh. 12 einen
                                    schilling, 240 ein pfund machten.</hi>
              </note> von dem hingeber,
                            und von dem koufer sol er nemen ouch sehs Berner.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.6.4">
            <p>[VI 4] Ouch sol der veiltrager nemen ze lon, so er häringe oder dürre
                            vische zelt, von dem hingeber von einem hundert häringe oder dürrer
                            vische einen visch ane gevaerde; und ob sie ander ieman selbe zeln wolte
                            von den koufliuten, dannoch sol im da von werden sin lon von der
                            zale.</p>
          </div>
        </div>
        <div xml:id="NA.7">
          <head>VII. Daz sint diu gesetzede diu den veiltrager angehoerent uf sin
                        ampt.</head>
          <div xml:id="NA.7.1">

            <p>[VII 1] Nach Kristi gebürte tusent unde driu hundert jar unde darnach in
                            dem siben unde drizigesten jar (1337), des samstages an sant Andres
                            abent habent gesprachet her <persName>Otte der Bon</persName>,
                                <persName>Thomas der Stapfel</persName>, <persName>Uolrich der
                                schriber</persName>, meister <persName>Albreht der
                            snider</persName>, <persName>Thomas Meister</persName>,
                                <persName>Dietmars sun</persName>, meister <persName>Wigant der
                                schuolmeister</persName>, <persName>Eberle der sun</persName>,
                                <persName>Fritz der sun</persName>, <persName>Geori der
                                sun</persName>, <persName>sin sun</persName>, <persName>Thomas der
                                smit</persName>, <persName>Fritz der Seibisch</persName>, <pb
                facs="https://archive.org/details/1338_meranstr/s420.jpg" n="420" xml:id="S.420"/>
              <persName>Engelle Vende</persName>, <persName>Davit der
                                noder</persName>
              <note n="16" xml:id="S.16">noder, <hi rend="it">notar</hi>.</note>, dise burger von Meran; <persName>Heinrich
                                Umhus</persName>, <persName>Heinrich Igels</persName>, <persName>Th.
                                Chöverle</persName>, die ze disen sachen ze bekennen gesament
                            worden, uf vorgeriht erteilt waz ze sprechen über des frien marktes
                            reht.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.7.2">
            <p>[VII 2] Swer ein pfant ab dem markte nimt mit gewalt daz uf in druf
                            gesant wirt, der hat gewalt begangen unde den markt gebrochen und ist
                            dar umbe minen herren libes unde guotes vervallen.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.7.3">
            <p>[VII 3] Swer ouch uf ein pfant bietet daz uf dem markte get, und im daz
                            umbe daz selbe gebot belibet, und er die pfennige niht git umbe daz
                            selbe pfant, der ist umb ein frävel komen als ofte die pfennige an in
                            gevordert werdent, einest im tage, unde diu selbe frävel (git?) 4
                            pfunt.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.7.4">
            <p>[VII 4] Swer ouch ein pfant uf den markt sendet unde daz verkouft unde
                            daz selbe pfant dem koufer niht antwurtet ze der zit und erz antworten
                            sol ze rehte, der ist ouch umbe die selben frävel komen, als ofte der
                            koufer daz pfant an in vordert, einest im tage.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.7.5">

            <p>[VII 5] Swer ouch ein pfant uf dem markt verkouft und daz tiurer git
                            danne ez im stet unde sin gülte ist, der sol die übertiure datz dem
                            veiltrager lazen, daz si dem gelter wider geboten werde unde daz er si
                            da vinde. swer ouch des niht tuot, der sol jenem uf den der schade get
                            sinen abe tuon und den schaden selbe gelten und liden. und kumpt daz für
                            gerihte, swaz danne von geriht bänne<note
                n="17" xml:id="S.17">bänne,
                                    <hi rend="it">gesetzliche gerichtssporteln</hi>.</note>
                            gevallent, die sol der rihter haben und anders niht.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.7.6">

            <p>[VII 6] Swelch leitgebe ouch winpfant koufen wil, der sol des ersten die
                            burger dar zuo nemen, einen, zwei, dri oder viere oder me, daz die
                            bekennen, ob ez ein solch pfant si daz uf den markt ze senden si oder
                            sust uf dem laden ze verkoufen. und swie si inz heizent verkoufen, uf
                            dem markte oder sust, also sol erz verkoufen, also doch daz dem gelter
                            diu übertiure wider gevalle. get aver im an der verkoufunge des pfandes
                            iht abe, dar umbe mag er sinen gelter für baz pfenden unde benoeten unz
                            uf ganze wernüsse siner gülte. diser sache aller sint die vor genanten
                            burger alle überein (komen), daz frier markt disiu vorgeschriben reht
                            hat und haben sol. <pb
                facs="https://archive.org/details/1338_meranstr/s421.jpg" n="421" xml:id="S.421"/>
            </p>
          </div>
        </div>
        <div xml:id="NA.8">
          <head>VIII.</head>
          <p>Daz ist der lon den ein ieglich veiltrager nemen sol von dem vorgeschribenen
                        pfantverkoufen, und niht mer.</p>
          <p>Von einem rainischen (rinischen?) grozen rosse daz verkouft wirt und niht
                        geloeset wirt sehs zweinziger; wirt ez geloeset, sol er nemen dri
                        zweinziger. von einem hengist der verkouft wirt und niht geloeset wirt sol
                        er nemen dri zweinziger; wirt er geloeset, sol er nemen anderhalbe
                        zweinziger. von einem ohsen der verkouft wirt und niht geloeset wirt zwene
                        zweinziger; wirt er geloeset, sol er nemen einen zweinziger. von einer kuo
                        oder von einem stier ouch als vil. von einem swin sol er nemen daz verkouft
                        wirt einen zweinziger; wirt ez geloeset, sol er nemen einen zehener. von
                        einem fuoder win sol er nemen einen zehener; wirt ez geloeset ouch einen
                        zehener; und ob des wines minre ist, sol er nemen ouch einen zehener. von
                        urbor sol er nemen einen zweinziger; wirt ez geloeset, sol er nemen einen
                        zehener. von guote daz under einer mark ist sol er nemen einen zehener, und
                        waz über eine mark ziuget, ez si wenig oder vil, ez werde verkouft oder
                        niht, sol er nemen einen zweinziger. von geizen, von schafen oder swaz so
                        getanes kleines vihes ist, ez werde verkouft und niht geloeset oder
                        geloeset, sol er nemen einen zehener.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.9">
          <head>IX. Daz sint diu gesetzede über dez winmezampt.</head>
          <div xml:id="NA.9.1">

            <p>[IX 1] Daz die winmezzer von burgern und gädemblern an Meran die wahte
                            und stiure gebent ze lone nemen sullent von einer ürn<note
                n="18" xml:id="S.18">ürn, <hi rend="it">ein getränkmass von 40 vierteln,
                                    vergl. 

                  <!-- noch nicht verlinkt -->Schmeller 1, 109</hi>.</note>
                            wines, swa sie die mezzent in der stat, niur vier Berner. von einem
                            fuoder wines in dem winmonde uzerhalben der stat oder in der stat einen
                            zweinziger. von den gesten in der stat oder uzerhalben der stat in dem
                            winmonde oder vor dem winmonde sullent si nemen ze lon einen zweinziger
                            von ie einem fuoder wines. von einem ieglichen vazze daz si mit wazzer
                            mezzent sullent si nemen ze lon niur <pb
                facs="https://archive.org/details/1338_meranstr/s422.jpg" n="422" xml:id="S.422"/> einen
                            zweinziger, und ir knehte die daz wazzer schepfent sullent nemen ze lon
                            niur einen zweinziger. von einem ieglichen mutte öls oder honic sullent
                            si nemen ze lon einen zweinziger, und von ir ietwederm von einem halben
                            mutte einen zehener; und von einer gelten öls oder honic sullent si
                            nemen vier Berner. von einem halben fuoder wines sullent si nemen einen
                            zehener ze lone. swenne si hin für die stat in daz göu ürn, patzeiden,
                            pottigen bi einem fuoder pfehtent, da sullent si von nemen ze lon von ie
                            einer ürn sehs zweinziger und von ie einer pottigen, da si daz fuoder in
                            mezzent, dri zweinziger.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.9.2">
            <p>[IX 2] Ouch sullent si haben von patzeiden, pottigen, ölmutte, gelten und
                            stangen und kuofkar genuog, dar umb daz nieman dar an gesumet si, swenne
                            man ir bedarf, an gevaerde. si sullent ouch haben den kezzel dar in alle
                            winmaz und ölmaz bezeichent sint, dar umb daz ie dem man rehte gemezzen
                            unde gepfehtet werde sin maz.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.9.3">
            <p>[IX 3] Ouch sulnt die winmezzer von Marlingen und von Lanan, einer von
                            Marlingen und einer von Lanan, ieglicher alle jar sehs kriuzer von einer
                            ürn ze pfehten.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.9.4">
            <p>[IX 4] Die winmezzer sullent ouch nemen von ein fuoder wins in ze lazen
                            sehs zweinziger und von ein fuoder uz ze ziehen ein pfunt Berner.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.9.5">
            <p>[IX 5] Si sullent ouch warten uf den wal tag unde naht, als ob keinerlei
                            für üz kaeme, daz der walen vertiglich ge, und si sullent in ouch alle
                            samestage ordentlich mit einer houwen rumen durch die ganze stat
                            abe.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.9.6">
            <p>[IX 6] Si sullent ouch staete und empziglich warten mit allem irem ziuge,
                            scheffer, stangen und ander, ob fiur üz koeme, daz si da mit bereit
                            sin.</p>
          </div>
        </div>
        <div xml:id="NA.10">
          <head>X. Daz ist daz gesetzede über daz fuoter.</head>

          <p>Ez sol weder burger noch gädemler noch ander ieman in der stat uf kein fuoter
                        niht lihen vor hin, noch vor hin koufen noch verarren, wan daz man daz
                        fuoter sol lazen füeren unde tragen in die stat uf den kornmarkt, ez sol
                        ouch <pb
              facs="https://archive.org/details/1338_meranstr/s423.jpg" n="423"
              xml:id="S.423"/> nieman für
                        die stat dar nach niht riten noch gen noch keinen kneht noch boten darnach
                        niht senten uf die straze durch koufens willen. ez sol ouch menniclich daz
                        fuoter nindert anderswa koufen, an als vil als ein herre oder ein burger
                        oder ir boten kaemen und fuoter koufen wolten in der vrist und ein gädemler
                        in dem koufe waer oder kouft haet, so sol er da von sten und im daz lazen an
                        alle widerrede bi pene fünf pfunde, halbiu dem gerihte und halbiu der stat.
                        ez sol ouch daz selbe fuoter nieman, ez si burger oder gädemler, nimmer
                        koufen wan bi dem liehten tage. ez sol ouch nieman uzerhalben der stat daz
                        fuoter nindert in legen in kein göu noch verbergen noch heimlich in die stat
                        füeren noch mit ander ieman uzerhalben der stat pflihtteil noch gemein noch
                        geselleschaft niht haben, uf in ze koufen, bi pene des fuoters und zehen
                        pfunde, halbiu dem gerihte und halbiu der stat. ez sol ouch kein
                        hindergädemler kein fuoter niht koufen bi pene zweir pfunde und fünf
                        schillinge von ieglichem mutte<note
              n="19" xml:id="S.19">muete <hi rend="it">hs.</hi>

            </note>; und sol man den burgern daz fuoter in iriu hiuser
                        lazen füeren unde da mezzen, und andern liuten uf den kornmarkt. swaz fuoter
                        ouch die gädemler koufen, daz sullent sie offenlich veile haben in potigen
                        in den vordern gädemern und niht hin hinder bergen und uf tiurunge behalten;
                        und sol an dem mutte gewinnen niht mer danne einen zweinziger. und swer
                        wider ditze gesetze tuot unde daz fuoter hin hinder birget oder verlougent
                        und niht offenlichen in potigen in sinem gadem veile hat, der ist umb daz
                        fuoter komen und ze pene zwei pfunt und fünf schillige, halbiu dem gerihte
                        und halbiu der stat. ez sol ouch menniclich, ez si gastgeber oder gädemler,
                        daz fuoter verkoufen und geben bi einem rehten vierteil (der sehsiu?) gen an
                        ein ster<note
              n="20" xml:id="S.20">daz ster (stär), <hi rend="it">ital.
                                staro, sesquimodius, getreidemass = 1/2 Wiener metzen</hi>.</note>,
                        oder bi einem vierteil, der ahtiu gen an ein ster.</p>
        </div>
        <pb facs="https://archive.org/details/1338_meranstr/s424.jpg" n="424" xml:id="S.424"/>
        <div xml:id="NA.11">
          <head>XI. Daz ist daz gesetzede über daz fiwer.</head>

          <p>Swenne daz fiwer uz kumt, so sol ie von der fiurstat, ez si burger oder
                        gädemler oder ir gewisser bote, da hin komen mit einer fiurhaken oder mit
                        einer akes oder mit einem schaff wazzer und sol helfen retten. swer daz niht
                        tuot, der sol geben ze pene zehen pfunt Berner, und sol diu pene gevallen
                        der gemeinschaft der stat. und ist daz keinem sin hus abgebrochen wirt durch
                        rettunge des fiwers, dem sol man sin hus wider machen mit der selben pene.
                        möhte diu pene niht gelangen, so sol im diu gemeine dar zuo helfen dannoch.
                        koeme aver ieman daz fiwer ze nahen uf, an dem andern oder an dem dritten
                        oder an dem vierden oder an dem fünften oder an dem sehsten huse uf, der sol
                        umb die pene niht komen.<note
              n="21" xml:id="S.21">
              <hi rend="it">d. h. soll
                                keine strafe zahlen, wenn er nicht auf der brandstätte
                                erscheint.</hi>
            </note> in swes huse ouch daz fiwer uf kumpt, der sol
                        sin tor uf werfen und niht versperren und sol ouch schrien "fiwer! fiwer!"
                        daz man rette. swer daz niht tuot, der git ze pene fünf und zweinzig pfunt
                        der stat.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.12">
          <head>XII. Daz ist daz gesetzede über diu da die straze unsubernt.</head>
          <div xml:id="NA.12.1">
            <p>[XII 1] Ez sol nieman bi tage noch bi naht keinen harn noch huspaht noch
                            unsuber gespüele noch keine unsuberkeit, swie daz genant ist, her füeren
                            in die stat, noch in die straze niht werfen noch tragen, heimlich noch
                            offenlich, bi pene zweir pfunde und fünf schillinge, halbiu dem gerihte
                            und halbiu der stat.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.12.2">
            <p>[XII 2] Dar nach sol kein ovenkneht noch ofnerin kein vackellieht tragen
                            bi tage noch bi naht, an aleine in der laterne, bi der obgenanten pene
                            dem gerihte unde der stat.</p>
          </div>
        </div>
        <pb facs="https://archive.org/details/1338_meranstr/s425.jpg" n="425" xml:id="S.425"/>
        <div xml:id="NA.13">
          <head>XIII. Daz ist daz gesetzede über die gemeinen frouwen.</head>
          <div xml:id="NA.13.1">
            <p>[XIII 1] Ez sol kein gemeine fröuwele keinen frouwenmantel noch kursen
                            niht tragen noch an keinen tanz gen da bürgerin oder ander erbare
                            frouwen sint; und sullent ouch uf irn schuohen tragen ein gelwez vänle,
                            da mit man si erkenne, und sullent niht vehe vedern tragen noch
                            silbergesmide. und swelhez diser sachen ir ainiu des übervert, der sol
                            man daz nemen. und wer daz tuot, dem sol daz sin an allen schaden gen
                            dem gerihte und gen den burgern.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.13.2">
            <p>[XIII 2] Dar nach sullent die offen pfeffinne sin in den obgenanten
                            penen.</p>
          </div>
        </div>
        <div xml:id="NA.14">
          <head>XIV.</head>
          <p>Dar nach ist erfunden, daz nieman sol kein linlach noch ander gewant an die
                        schranken uf der brukken henken bi pene zweir pfunde und fünf schillinge,
                        halbiu dem gerihte und halbiu der stat.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.15">
          <head>XV. Daz ist daz gesetzede über die gädemler</head>
          <p>die in die stat ziehent und veile wellent haben; die sullent am ersten, ent
                        si iht koufen oder verkoufen, sich den burgern ze erkennen geben, ob si in
                        gunnen wellen ze koufen oder verkoufen. und swelher des niht taete oder
                        überfüere, dem sol man nemen waz er veile hat. ouch sol in der kornmezzer
                        kein korn mezzen noch salz, noch der veiltrager kein tuoch mezzen. ist aver
                        daz in daz die burger erloubent und in sin gunnen wellent, so sol man si
                        lazen veile haben und sol man in mezzen als andern gädemlern. ouch sol in
                        daz ir hofwirt in des huse si sint ze wizzen tuon.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.16">
          <head>XVI. Daz ist daz gesetzede umbe den wec</head>

          <p>der durch die münzen get an die fleischbank, daz in den selben wec bi tage
                        noch bi naht iht unsubers geworfen noch <pb
              facs="https://archive.org/details/1338_meranstr/s426.jpg" n="426" xml:id="S.426"/> gozzen
                        werde, nemlich uz den drin hiusern diu zwischen der münzen und des Slitzgern
                        huse ligent, bi pene zweir pfunde und drier schillinge, halbe dem gerihte
                        und halbe der stat.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.17">
          <head>XVII. Daz ist daz gesetzede über daz underköufelampt an Meran.</head>
          <div xml:id="NA.17.1">
            <p>[XVII 1] Von einem fuoder win daz verkouft wirt ein zweinziger, halber
                            von dem köufer und halber von dem hingeber. von ie dem stücke gevärwetes
                            gewandes von wolle zwene schillinge, einen von dem hingeber und einen
                            von dem köufer. von ie dem stücke barchent einen zehener, halben von dem
                            hingeber und halben von dem köufer. von ie dem zentner wahs, kupfer,
                            bli, zin einen zweinziger, halben von dem verkoufer und halben von dem
                            koufer. von ie dem pferde daz verkouft wirt vier zweinziger, zwene von
                            dem verkoufer und zwene von dem koufer. von ie dem soume isen einen
                            zweinziger, halben von dem koufer und halben von dem verkoufer. ouch
                            sullent si den gesten helfen win koufen unde den gesten fuore gewinnen,
                            soumrosse, den selben win ze füeren, also daz man in gebe von ie dem
                            fuoder daz man in der stat an Meran verkouft einen zweinziger, halben
                            von dem verkoufer und halben von dem koufer. von ie dem fuoder win daz
                            man verkouft uzerhalben der stat zwene zweinziger, einen von dem
                            verkoufer und einen von dem koufer. aver die burger die ir wine in der
                            stat verkoufent sint niht gebunden den underkoufen ze lonen. wanne die
                            underköufel helfent gesten pfert zuo winfuore gewinnen, so sullent si
                            nemen von den koufern ze lone zwene zweinziger und von ie dem fuorman
                            der diu pfert lihet ouch zwene zweinziger, si gewinnen vil pfert oder
                            wenic.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.17.2">

            <p>[XVII 2] Also daz ditze ampt alle underköufel üeben unde tuon an allez
                            gevaerde unde daz si keinen kouf mit der hant dar slahen noch bestaeten,
                            ez werde e geben sant Niklaus kirchen an Meran der gotes pfennic, ein
                            zweinziger. und ob die underköufel der obegenanten koufmanschaft selbe
                            koufen welten, daz mugent si wol tuon ane gevaerde, und sullent <pb
                facs="https://archive.org/details/1338_meranstr/s427.jpg" n="427" xml:id="S.427"/> darumb
                            an ir eide den si tuont über ir ampt niht gearquanet werden von den
                            burgern und ander ieman. unde den lon den die underköufel nement, den
                            sullent si mit einander geliche teiln an allez gevaerde; unde bi welhen
                            koufen oder verkoufen ir ein niht engegen gesin möhte, so sol der ander
                            da bi sin, ze übertragen den andern ane gevaerde.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.17.3">
            <p>[XVII 3] Ouch sullent si haben daz isen da mit man pfehten sol unde
                            mezzen die ellenstab ze einvaruem gewande, und darzuo unde da mit ein
                            brenisen da mit man ze ietwedrem orte uf die ellenstab brennen sol ein
                            kriuze. und sullent ze den zwen vrien jarmerkten ze pfingesten unde sant
                            Martins tage ie dem gaste geben und antwurten einen niuwen ellenstab,
                            der ein varwez gewant snidet und veile hat. und sol in den gast geben
                            umb einen ellenstab einen zweinziger, oder ander, swer der ist, der in
                            gerne hat oder haben muoz, den sol man in geben ane gevaerde.</p>
          </div>
        </div>
        <div xml:id="NA.18">
          <head>XVIII. Daz ist daz gesetzede über daz gebütelampt an Meran.</head>
          <div xml:id="NA.18.1">

            <p>Ez sol ein ieglich gebütel, swen er in der stat fürgebiutet, von einem
                            ieglichen der wahte und stiure git nemen ze lone von einem fürgebot
                            einen zehener; und von dem der niht wahte unde stiure git sol er nemen
                            einen zweinziger, uz genomen burgerknehte und antwürkerknehte, der sol
                            ir ieglicher ouch geben niur einen zehener. und swaz er datz einem
                            burger gastgeben oder gädemler oder antwürken verleit und verbiutet, von
                            einem der waht und stiure git sol er nemen ze lon einen zehener, und der
                            niht waht und stiure git oder ein uzerre man ist, sol er nemen ze lon
                            einen zweinziger. er sol ouch nemen ze lon von einem ieglichem dem er
                            von gerihtes wegen pfant sol antwurten dri zweinziger, und von dem er
                            ouch von gerihten wegen gewer sol antwurten, ez sin varndiu<note
                n="22" xml:id="S.22">v~ndiu <hi rend="it">die hs.</hi>

              </note> pfant oder
                            urbar, niur in der stat, dri zweinziger. er sol ouch nemen ze lon von
                            einem ster fuoter, ez si haber oder fuotergerste von dem hingeber niur
                                <pb
                facs="https://archive.org/details/1338_meranstr/s428.jpg" n="428" xml:id="S.428"/> einen
                            Berner; unde von einem ster salz sol er nemen ze lon von dem hingeber
                            ouch einen Berner.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.18.2">
            <p>[XVIII 2] Swenne ouch der gebütel wahter gewinnet die in der stat an
                            Meran wachent, da von sol er eines wahters lon uf nemen für sine müe. er
                            sol ouch der stat sweiner unde horter gewinnen, ir vihe, swin unde
                            rinder ze hüeten. den selben sol ein ieglicher der swin oder rinder für
                            tribet gebn kost unde lon. swelher daz niht tuon wolte, den sol er dar
                            umbe pfanten und sol ouch da von uz nemen sin reht.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.18.3">
            <p>[XVIII 3] Swenne ein burger oder einer der waht und stiure git mit einem
                            andern burger oder insaeze der waht und stiure git iht ze schaffen hat
                            mit dem rehten, daz der gebütel im die burger samnen sol, daz sol der
                            gebütel tuon: da von ist man im niht schuldic ze gebn. hat aber ein
                            burger oder einer der waht und stiure git ze schaffen mit einem uzern
                            man mit dem rehten, und im dar zuo der gebütel die burger samnet, so sol
                            er im geben zwene kriuzer und niht mer.</p>
          </div>
        </div>
        <div xml:id="NA.19">
          <head>XIX. Daz ist daz gesetzede umbe daz vermachen</head>

          <p>diu vordren tor in der gazzen bergeshalben, da man in den zwein vrien
                        jarmärkten aller leie gewant unde kramen veile hat, daz nieman sin vordrez
                        tor her uz in die strazen über die nuosche<note
              n="23" xml:id="S.23">nussche
                                <hi rend="it">hs.</hi>
            </note> weder mit gewant noch mit ander ihtiu
                        verslahen oder verschrenken noch vermachen sol, bi pene fünf pfunde und dri
                        zweinziger, halbiu dem gerihte und halbiu der stat.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.20">
          <head>XX. Daz ist daz gesetzede über die leitgeben</head>

          <p>die da win schenkent, ez sin burger oder gädemler, an Meran, ez si umbe lon
                        oder eigen win. swer den trinken wil in dem leithuse oder uzerhalben des
                        leithuses under dem tor des selben leithuses oder uf dem laden des huses,
                        swie man den win schenket, der sol den win gelten mit bereiten Pfennigen
                        oder, ob er pfennige niht enhat, so sol er dem winschenken <pb
              facs="https://archive.org/details/1338_meranstr/s429.jpg" n="429"
              xml:id="S.429"/> solhiu pfant da lazen da von er sins geltes gewert ane gevaerde, swelher
                        leie pfant daz sin, ane messegewant und waz zuo dem alter gehoeret und
                        ungebuntenz garn und ungegerwete hiute oder vel uz dem eschen<note
              n="24" xml:id="S.24">
              <hi rend="it">vergl.</hi> äscher <ref
                  target="https://books.google.de/books?id=DY8NAAAAQAAJ&amp;hl=de&amp;pg=PA38">Frisch 1, 38<hi rend="sup">b</hi>

              </ref>.</note> und bluotigez
                        gewant, oder swaz so getanes dinges ist daz ein leitgebe niht nemen sol.
                        oder er setze im einen bürgen ane gevaerde nach wines reht, der im pfant
                        gebe und antwurte über naht ze bereiten unde des anderen tages ze verkoufen
                        ze voller werunge sins geltes. waer aver er solher man der niht gelten möhte
                        oder wolte, den mac der leitgebe wol pfenten ob er wil. ist ab er ein<note
              n="25" xml:id="S.25">ist aver ein <hi rend="it">hs.</hi>
            </note> solher
                        man der wol gelten mag unde dar zuo gesezzen ist unde den win des er
                        schuldig ist ze gelten niht giltet und get da mit uz dem leithus ane des
                        leitgeben urloub unde kumpt des andern tages, vor ert man ze sant Niklaus
                        kirchen gar ze fron ampt gehütet hat, hinwider in daz selbe leitgebhus unde
                        giltet dem leitgeber sin gelt mit pfennigen oder pfanten da sich der
                        leitgebe an lat genüegen, wol und guot. geschaehe des aver also niht, so ist
                        er gevallen ze pene fünf pfunt unde dri zweinziger, halbiu dem geriht und
                        halbiu der stat. ist aver er ein uzerre man der niht waht und stiure git,
                        der ist komen umbe fünfzic pfunt gen dem gerihte, dannoch sol er dem
                        leitgeben sinen win gelten.</p>
        </div>
        <div xml:id="NA.21">
          <head>XXI.</head>

          <p>Swelher ouch der liute die in der stat gesezzen sin, ez sin burger oder
                        ander, den andern wundet, da von sol dem gerihte gevallen fünfzig pfunt.
                        swer ouch ez si, burger, edel oder unedel oder swie er geheizen ist, keinem
                        an Meran, er si rich oder arm, uf unzuht in sin hus git oder loufet oder
                        ieman dar in jagt, der flühtig wirt, mit nachvolgende, kumpt er innerhalb
                        des trupfstals, so sol er geben ze halber buoze dem er nach volget 25 pfunt
                        Berner, dem gerihte 25 pfunt, unde dem wirte under des trupfstal er kumpt,
                        sol er ouch geben 25 pfunt. kumpt aber der der in da jagt für baz unz über
                        daz drischüvel,<note
              n="26" xml:id="S.26">dristhubel <hi rend="it">hs.
                                (abschrift). schwelle.</hi>
            </note> so sol er ze ganzer buoze
                        ieglichem <pb
              facs="https://archive.org/details/1338_meranstr/s430.jpg" n="430" xml:id="S.430"/> geben 50
                        pfunt. waer ouch ez ein solher man der daz niht vergelten möhte und ungewis
                        darzuo waere, koment die burger darzuo, die sullent denselben uf haben, ob
                        si mügent, unz an daz gerihte. wolte aber sich derselbe weren unde sich niht
                        lazen uf haben noch vahen, geschaehe danne der aht von den burgaern, ez
                        waeren wunden oder totschlag, dar umbe sullent die burger in unser ungenade
                        niht gevallen unde sullent ouch uns und unsern rihtern dar umbe ungebunten
                        sin daz selbe mit aehte ze büezen. dar umbe ist ein brief und umb ander
                        gesetzet von künig Heinrichen, des datum lutet 1317 sambstag vor sant
                        Vitstag. </p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
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<!-- 11.03.21 TeiHeader eingefügt und korrigiert 
    Faksimileverlinkung geändert auf Exemplar der ÖNB.
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