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        <title>Weissenburg Stadtrecht</title>
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            <forename>Heino</forename>
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                        Geisteswissenschaften, Universität Graz</orgName>
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          <orgName ref="https://gams.uni-graz.at">GAMS -
                        Geisteswissenschaftliches Asset Management System</orgName>
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                        Commons BY-NC 4.0</licence>
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        <date when="2025">2025</date>
        <pubPlace corresp="marcrelator:pup">Graz</pubPlace>
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        <title ref="http://gams.uni-graz.at/repat">Repertorium.at - Archiv des Repertoriums
                    digitaler Quellen zur österreichischen und deutschen Rechtsgeschichte in der
                    Frühen Neuzeit von Heino Speer</title>
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          <resp>Projektleitung</resp>
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            <forename>Heino</forename>
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          <author corresp="marcrelator:aut">
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              <forename>Otto</forename>
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          <editor corresp="marcrelator:edt">
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              <forename>Reiner</forename>
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          </editor>
          <title>Geschichte der ehemaligen Reichsstadt und Reichspflege Weißenburg am
                        Nordgau.</title>. (<series>Weißenburger Heimatbücher. Quellen und
                        Forschungen zur Geschichte von Stadt Weißenburg und Weißenburger Land. Bd.
                        10.</series>
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          <pubPlace corresp="marcrelator:pup">Weißenburg</pubPlace>
          <date when="2002">2002</date>) <biblScope>Die ältesten Satzungen der Stadt
                        Weissenburg. S. 183 - 188</biblScope>
        </bibl>
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      <editorialDecl>
        <p>Eine Kopie der Seiten wurde mir von Herrn Stadtarchivar Reiner Kammerl mit dem
                    Vermerk übersandt: "Die Transkription habe ich selbst anhand des Originals
                    überprüft." Hierfür sei ihm herzlich gedankt.</p>
        <p>Beim Mausklick auf ein Wort öffnet sich die Suchfunktion des Deutschen
                    Rechtswörterbuch mit - falls vorhanden - dem entsprechenden Wörterbucheintrag. </p>
        <p>Heino Speer, 5. 5. 2025</p>
      </editorialDecl>
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      <projectDesc>
        <p>Teil von <ref target="info:fedora/context:repat" type="context">repat</ref>
        </p>
        <p>Das Projekt archiviert die digitalen Quellen zur österreichischen und deutschen
                    Rechtsgeschichte in der Frühen Neuzeit, die Heino Speer seit 200gesammelt
                    hat.</p>
      </projectDesc>
      <listPrefixDef>
        <prefixDef ident="marcrelator" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://id.loc.gov/vocabulary/relators/$1">
          <p>Institutionelle und Personale Rollen taxonomie</p>
        </prefixDef>
        <prefixDef ident="dcterms" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://purl.org/dc/terms/$1">
          <p>Datums Taxonomie</p>
        </prefixDef>
      </listPrefixDef>
    </encodingDesc>
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      <langUsage>
        <language ident="de">Deutsch</language>
        <language ident="la">Latein</language>
      </langUsage>
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            <item>
              <term>
                <ref target="info:fedora/context:repat.quellen" type="context">Quellen</ref>
              </term>
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                <date type="dcterms:temporal" when="1320">um
                            1320</date>
              </term>
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                <ref target="info:fedora/context:repat.stadtrecht" type="context">Stadtrecht</ref>
              </term>
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  </teiHeader>
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      <div xml:id="NA.Titel">
        <head>Die ältesten Satzungen der Stadt Weißenburg</head>
        <div xml:id="NA.Satzung">
          <head>Daz sint die reht vnsrer Stat von Weizzenburch, mit den ist si von alter
                        her kom:</head>
          <div xml:id="NA.StR.1">
            <head>[WeißenburgStR. 1]</head>
            <p>Dez ersten, swer der ist • der einen schedlichen man in die bant bringet
                            • der sol dem Rihter zehen pfund haller verpuͤrgen • vnd hat er sehs
                            cristen man zv im mit den mag er in berehten • vnd en sol in allen weder
                            ban noch ahte noch Keynerlay sache dar an schaden • Ez hat auch der
                            anclager gewalt das er den schedlichen man mit geschray oder on geschray
                            fuoͦr mag bringen • vnd der clager sol in bringen von dem buͦtel •
                            vnd der rihter sol den schedlichen man bestellen • vnd bewaren biz dem
                            anclager gerihtet wirt.</p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.2">
            <head>[WeißenburgStR. 2]</head>
            <p> Wer das ein vzman mit einem burger zetruͤge • vnd chomen die anderen
                            purger dor zu geloffen dem selben purger ze hilf vnd durch kein ander
                            veintschaft • die werden niman dar vmbe keyner bezzerung schuldig • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.3">
            <head>[WeißenburgStR. 3]</head>
            <p> Vmbe die fliͤzzend wnden swer die tuͦt • der wirt zwen vnd
                            viͤrzig pfennige der haller schuldig dem den er also verwunt hat •
                            vnd das artzet lon • vnd sin saumsal • vnd die Kost • biz er gehailet
                            sol er auz rihten nach guͤter gewizzen • des selben oder mit rat der
                            burger vnd dem Rihter sehtzig pfenninge vnd das wafen mit dem er den
                            schaden getan • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.4">
            <head>[WeißenburgStR. 4]</head>
            <p> Swer den andern lemt • dar wirt vmb die minner lem funf pfund haller im
                            schuldig • vnd umb die groͤzzern lem zehen pfund haller • vnd das
                            artzet lon • vnd die Kost • vnd die savmsal biz er gehailet • vnd
                            sehtzig pfennige dem rihter • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.5">
            <head>[WeißenburgStR. 5]</head>
            <p> Swer den andern beschiltet mit sogetanen worten • das er im sein
                            christenheit versaget • der wirt im funf pfund haller schuldig • vnd dem
                            Rihter sehtzig pfenninge • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.6">
            <head>[WeißenburgStR. 6]</head>
            <p> Beschilt er in mit andern Worten • so wirt er im schuldig sehtzig
                            pfenninge • vnd dem rihter als vil. </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.7">
            <head>[WeißenburgStR. 7]</head>
            <p> Swer den andern bechuldiget • also das es im an sein er gienge • der
                            wirt im schuldig sehtzig pfenninge • vnd dem rihter als vil • vnd sol ez
                            offentlichen ander kantzeln wider ruͦfen • ez sey man oder frawe •
                        </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.8">
            <head>[WeißenburgStR. 8]</head>
            <p>Hat ein purger mit einem auzman zeschaffen • der rihter enmag im an des
                            purgers wort kain geleit geben • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.9">
            <head>[WeißenburgStR. 9]</head>
            <p> Die purger von dem rat haben wol gewalt vber flaisch • vber brot • vber
                            fluͤr • vber das vihe • vber hirten • vber alle ander sach der stat
                            nuͦtzleiche vnd notduͤrftig • zesezen vnd ze machen swas si
                            guͦt dunket • vnd das selbe sol auch craft haben • [Seite 184] </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.10">
            <head>[WeißenburgStR. 10]</head>
            <p> Swer den andern ansprichet vmb gelt der sol seyn laugen nemen • er welle
                            in denne vber komen selb dritte • wil aber iener da wider sten mit siner
                            bewerung • so en mag er nihtes bezivͤgen • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.11">
            <head>[WeißenburgStR. 11]</head>
            <p> Kain witwen • noch kain junckfrawen umb kain gelt mag man vber zivgen •
                            noch kainen gaistleichen man. </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.12">
            <head>[WeißenburgStR. 12]</head>
            <p> Swer geltes auf einem toten man giht • der sol ez selb sibende behaben
                            vf sinen grabe oder vor gerihte • ob die erben • vnd die die div sache
                            an gat weͦllen • es sei denn daz er der selben laugen welle nemen.
                        </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.13">
            <head>[WeißenburgStR. 13]</head>
            <p> Swer belivmvͦnt ist swar vmbe das sei • des laugen sol man niht
                            verslahen • vnd sein reht dar vmbe nemen • alle die weile er vngebunde
                            vnd vngevangen ist. </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.14">
            <head>[WeißenburgStR. 14]</head>
            <p> Swer ez eyner frawͦn missebiuͦt oder si vbel handelt der wirt
                            zwivaltiger buͤz schuldig • vnd si herwider • das selbe ob si iemant
                            vbel handelt • vnd dem rihter mit ainveltiger buͤz. </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.15">
            <head>[WeißenburgStR. 15]</head>
            <p> Swem bruch an ayden wirt • der wirt ie fuͤr den ayt dem rihter funf
                            pfund haller schuldig • vnd ist der sache dor zv vervallen. </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.16">
            <head>[WeißenburgStR. 16]</head>
            <p> Swer sein wirtin • sein kint • sein ehalten beschiltet oder strafet mit
                            zeitleicher straf swo das ist • der wirt niemant schuldig dar vmbe. </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.17">
            <head>[WeißenburgStR. 17]</head>
            <p> Kaines mannes wirtin mag sich versprechen vmbe kain purgschafft an irs
                            mannes wort • ob auch das wer • das si also in gelt verviel • so ist ir
                            man nihtes schuldig fuͤr si zegeben • danne als verre als ir gebende
                            zivhet • da mit si an dem mantage ze kirchen vnd ze strazzen gat. </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.18">
            <head>[WeißenburgStR. 18]</head>
            <p> Swer die zwelf lubt an iren ayden • der wirt ir ietleichen sehs pfund
                            haller schuldig • vnd dem rihter sehtzig pfenninge. </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.19">
            <head>[WeißenburgStR. 19]</head>
            <p> Swenn eyn purger vf den andern leistet • der sol haben vnd nemen • zv
                            dem tage zwaie mol • ane an vastagen • so sol er nemen nivr eines • vnd
                            sol ie nach dem mal vertrinken einen pfennig • vnd nit mer • vnd vor dem
                            mal ainen pfenninge. </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.20">
            <head>[WeißenburgStR. 20]</head>
            <p> Wirt ein gelt erclaget vf einen purger • der nith z gelten noch
                            zeverpfenden hat • so ist geboten von gerihtes wegen swer in hvset oder
                            herberget nach den nehsten drein viͤrzehen tagen der sol fuͤr in
                            gelten • [Seite 185] </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.21">
            <head>[WeißenburgStR. 21]</head>
            <p> Verspilt sich eines purger kint oder kneht oder ein ander sein ehalt •
                            oder verkugelt er • oder swie er ez verleuset • dem sol man wider geben
                            alles sin gewant • das er mit der guͤrteln begriffen hat • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.22">
            <head>[WeißenburgStR. 22]</head>
            <p> Swer purgerreht empfahen wil • der sol verpuͦrgen mit zwain purgern
                            zehen pfund haller • vnd sol geben dem amman sehs vnd dreizzig pfenninge
                            • vnd den purgern ain pfund • vnd wil er vz varen inden nehsten drien
                            iar dar nach so muͤz er geben zehen pfund haller ob er ledig wil
                            werden • sines aydes • nach den drien iaren so geit er nihtes ob er auz
                            vert • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.23">
            <head>[WeißenburgStR. 23]</head>
            <p> Alle affterwet sint abe genomen vnd habent kein craft. </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.24">
            <head>[WeißenburgStR. 24]</head>
            <p> Swem fur geriht geboten wirt • a1s offte er das versavmet frevelleichen
                            • als offte ist er dem rihter sehtzig pfenninge schuldig • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.25">
            <head>[WeißenburgStR. 25]</head>
            <p> Der rihter sol auch ze keinem purger versuchen • noch kein clag im
                            schopfen er hab denne einen clager bi im stan der clage vnd iehe das im
                            schade wider varn sei • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.26">
            <head>[WeißenburgStR. 26]</head>
            <p> Von aller ersten haben wir das reht das wir inden vier tagen der vasten
                            ze nehste vor dem weizzen suntage • von alter gewonhait • den rat
                            besetzen alle iare • also das man der gemeinde zesammen bringet die dor
                            zv nuͤtze vnd guͦt ist • so man maist mag • vnd auz den nimt man
                            zweinzig oder dreizzig • oder als vil man zerat wirt • vnd geit den
                            gewalt zenemen hintz iren triwen zwene an den rat • vnd die selben zwene
                            swerent den rat • ze verswigen das man versweigen sol • vnd daz reht
                            zesagen • on alles geverde • vnd avf den selben ayt nement die selben
                            zwene • von ersten einen zv in • der swert als die selben zwene • vnd
                            die drei nement denne aber zwen • vnd also nement si ie zwene biz si
                            dreizehen gesamen vnd die dreizehen nement denne vz der gemainde erber
                            lute zv in als vil vnd si guͤt dunchet vnd nuͦtze • Vnd die
                            besetzzen denne mit ein ander • allev div gesetzet vnd ampt die si des
                            iares halten wellen • vnd das bestet auch vnd hat craft daz selbe jar •
                        </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.27">
            <head>[WeißenburgStR. 27]</head>
            <p> Vnser gewonhait ist • das vz den dreizehen ie einer froger ist vier
                            wochen vnd nach den vier wochen so gibt ers ie einem andern vz den
                            dreizehen swem er wil • Vnd derselbe frager hat gewalt den purgern
                            zesamen zegebieten • vnd inden rat vnd auz dem rat ze bringen swaz der
                            stat vnd armen luten not ist • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.28">
            <head>[WeißenburgStR. 28]</head>
            <p> Swaz guͤtes in vnserr mark gelegen ist • swer das hat ez sei im
                            gegeben oder verkauft • vnd man es von alter verstivren sol • der sol ez
                            auch verstivren vnd verdinen indem rehten als ander purger ir gut
                            verstiuren vnd verdiͤnen • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.29">
            <head>[WeißenburgStR. 29]</head>
            <p> Wer daz • daz iemant inder mark vf sinem aygen ein selgeret schuͤf •
                            so muͤgen sein erben das selbe abgelosen • ist ez ain pfund geltes
                            vmb zehen pfund haller • vnd in dem selben satze ob ez minner oder mer
                            wer • vnd sol man ez an legen anderswo vzzerhalb der mark • wolten es
                            aber die erben niht losen • weder heten es zeloͤsenne • so hat die
                            gemeinde gewalt ze loͤsen indem selben rehten • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.30">
            <head>[WeißenburgStR. 30]</head>
            <p> Vnserr stat reht ist swer bei vns gesezzen ist inder stat • das er mit
                            vns stivren vnd dinen sol on den pfarrer • vnd swaz zv seiner widem
                            gehort • vnd an den ampman • vnd swaz ritter bi vns gesezzen wern der
                            verstivret niht swaz er vzzerhalb der mark hat • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.31">
            <head>[WeißenburgStR. 31]</head>
            <p> Swer auch bi vns sitzet • der muoz mit vns wachen on allein der pfarrer
                            • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.32">
            <head>[WeißenburgStR. 32]</head>
            <p> Vnser reht ist vnd gewonhait daz man niemant kain inciht beziuͦgen
                            mag • ez sei denn daz man ez des selben jares gesetzet habe in dem rat •
                            vnd wirt ez gesetzet • so beziuͦget man einen als den andern mit der
                            zwelfer einen • er sei rat oder vz dem rat • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.33">
            <head>[WeißenburgStR. 33]</head>
            <p> Swem der amptman seyn geriht enpfilhet den muͦgent die zwelf an den
                            rat nemen ob si wellen oder niht • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.34">
            <head>[WeißenburgStR. 34]</head>
            <p> Swer den andern ansprichet vmb schaden • da ist man keiner beweisunge
                            vmb schuldich ez sei denne vmb juden schaden • vnd vmb laistung • ez
                            welle denne iener mit sinem rehten darfuͦr sten • swas andern schaden
                            ist • so sol der den man ansprichet • vmbe laugen oder jehen • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.35">
            <head>[WeißenburgStR. 35]</head>
            <p> Swer den andern an clagt vmb gelt ez sei vil oder wenik • ist er im
                            vnlaugenthaft • so ist er im keines rehten schuldig dar vmb • noch mag
                            iehen daz er in an dem selben gelt vbernomen habe • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.36">
            <head>[WeißenburgStR. 36]</head>
            <p> Swer vnzuht tut in vnserm gerihte ez sei mit worten odermit werchen wirt
                            er begriffen der muͦz bezzern nach der stat reht • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.37">
            <head>[WeißenburgStR. 37]</head>
            <p> Swelich gast wein bringet zv vns der sol in verchauffen oder fuͤrbas
                            fuͦren vnd sol in nidert ein legen • wil aber er in verschenken daz
                            sol vf der achs tuͦn oder an der strazzen • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.38">
            <head>[WeißenburgStR. 38]</head>
            <p> Swelich vihtreiber vihe samet der sol ez niht lenger haben biͤ vns
                            denne aht tage • vnd die selben aht tage sol ez mit der purger vihe gan
                            • oder sol im nach gan niht vor • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.39">
            <head>[WeißenburgStR. 39]</head>
            <p> Vnser stat ist mit dem rehten vnd mit der gewonhait von alter biz her
                            kvͦmen • Swelch purger sogetan missetat tuͤt • da mit er den leip
                            ver worth het • wirt er ander schulde begriffen • so muͦz er mit dem
                            rihter vnd mit anclager nach gnaden taydingen • ob er des stat an in
                            vindet • Wirt aber er niht begriffen • so sol man wibe vnd kint da rvmb
                            niht enterben • vnd sint der missetat niht schuldig zebuͤzzen • si
                            heten denn schulde rat oder tat dar an gehabt • des si mit einem rehten
                            niht gelangen moͤhten • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.40">
            <head>[WeißenburgStR. 40]</head>
            <p> Wer das zwene oder mer vnzuht eynander erbuͤten mit vorten oder mit
                            werchen • vnd wolt das dem gerihte verhelen vnd versweigen • so hat der
                            rihter den gewalt daz er sie mit dem rehten benoͦten mag • daz sie
                            einander beclagen muͤzen • oder si muͦzzen bede swern das si
                            einander niht getan haben • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.41">
            <head>[WeißenburgStR. 41]</head>
            <p> Vnd ist das • daz ein purger mit seinem zinsman ze krige wirt vm den
                            zins • So hat der herr den zins gewalt zehaben vnd der lantses niht •
                            wil aber der herr so lat er den lantsessen selb da fuͤr den zins
                            stent • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.42">
            <head>[WeißenburgStR. 42]</head>
            <p> War daz aber eyn lantses seinem herrn das zins gut aufgeben wolt • daz
                            des lantsesen herb waͤr vor armuͤt • so ist im der herr niht
                            gepund auf zenem diͤ weil er pfant dazz im vͤmb seinen zins vinden
                            mak • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.43">
            <head>[WeißenburgStR. 43]</head>
            <p> Waͤr daz ein schedlich man in eins purgers haus geflohen kuͤm •
                            hilft im der purger hin e daz daz geriht koͤm • do ist er nimant nit
                            schuldig vm • kom aber das geriht die weil der schedleich man dinant
                            weir • so sol der purger dem geriht auf slizzen sinev sloz vnd sol in
                            lozen suchen wa er wil • vnd ist dem geriht nit mer gepunden • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.44">
            <head>[WeißenburgStR. 44]</head>
            <p> Waͤr daz ein man suͦn oder tochter het • laet er in aigen oder
                            lehen • so herbent siͤs mit eyn ander gleich • . </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.45">
            <head>[WeißenburgStR. 45]</head>
            <p> Swer den andern heimsuchet auf seiner hofrait • der wirt im schuldik dem
                            dez daz aigen ist funf pfund haller • vnd dem rihter sehtzig pfenninge •
                            ist aber daz das sich der krieg auf der hofrait erhebt • so ist man
                            nieman kainer heimsuch schuldig • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.46">
            <head>[WeißenburgStR. 46]</head>
            <p> Es sol auch kein purger den andern auf andrev geriht laden noch bringen
                            dann vm geistlich sach • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.47">
            <head>[WeißenburgStR. 47]</head>
            <p> Waͤr daz ein purger dem andern geltes schuldig war • ist er im an
                            laugen • so mag er in mit fronboten verpfenden • ist dar vmb niemant
                            nizz schuldig • wert aber sich der gelter pfanz so wirt er dem rihter
                            sehzig pfenning schuldig • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.48">
            <head>[WeißenburgStR. 48]</head>
            <p> Kain purger mag dem andern gelt verbiden • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.49">
            <head>[WeißenburgStR. 49]</head>
            <p> Swer dem andern verpfenden wil • der sol haimsen swas man treiwen oder
                            tragen mag • laet er ez vngehaimst • vnd kumt ein andrer hernach dem er
                            auch schuldig ist • haimst ez der • der ist dem erern nihtz schuldig •
                            den ob er hith vber blib • swer daz mit dem rehten erachet der ist aber
                            der naechst • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.StR.50">
            <head>[WeißenburgStR. 50]</head>
            <p> Swer den andern pfendet an fronwoten swaz pfanz er im nimt daz sol er im
                            mit der swizpil wider keren • </p>
          </div>
          <div xml:id="NA.VO.1445">
            <head>[Verordnung 1445 zu Art. 50]</head>

            <p>Es ist ze wissen daz auff heut sanct Philippen vnd sanct Jacobs abent
                            apostolorum das was am nächsten freytag vor Walpurgis Anno domini M<hi
                rend="sup">o</hi> CCCC<hi rend="sup">mo</hi> Quadragesimo quinto von
                            jnnerm vnd ausserm Rate hie zu Weissenburg vestigklichen angesehen und
                            ebigklich zehalten gesetzt ist das fürbas jnebig zeit die Eniclein die
                            jr vater oder muͤter verlorn habe • an enpfachen jrs anherrlichen
                            oder anfrälichen erbs gleichen teil nemen söllen mit jrn vettern oder
                            öhemen der Eniclein sey eins oder mer doch jr wär vil oder lützel So
                            nemen si doch alliv nur alz vil alz jrn vater oder muter nach rechter
                            antzal gepurte ob si den erbteil selbs erlebt hätten.</p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
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