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Verbotszeichen

Beschreibung:Zur Zeit der Traubenreife war, aus abgabenrechtlichen Gründen und um Diebstähle zu vermeiden, der Zutritt zu den Weinbergen für Unbefugte in allen europäischen Weinbaugebieten untersagt. An solche Unbefugte richtet sich die "Hand an der Stange" ("Saltnertatze") als ein sogenanntes Verbotszeichen. Die Parallele zum königlichen Handschuh als Marktzeichen ist nicht zu übersehen. Das Verbotszeichen stand an einem Weingartenweg in Gargazon, Südtirol.
Datierung:20. Jahrhundert
Topographie:Südtirol
Quelle:M. Bartels: Über europäische und malayische Verbotszeichen, Zeitschrift des Vereins für Volkskunde 20, 1910, S. 204, Fig. 13
Quellenart:Volkskunde, Rechtsarchäologie
Kategorie:Strafrecht, Verwaltungsrecht
Stichworte:Wirtschaftsstrafrecht, Hand
Herausgeber: Gernot Kocher, Institut für Rechtswissenschaftliche Grundlagen
Permalink:http://gams.uni-graz.at/o:rehi.4923