<rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#" xmlns:owl="http://www.w3.org/2002/07/owl#" xmlns:skos="https://gams.uni-graz.at/skos/scheme/o:oth/#" xmlns:t="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:dcterms="http://purl.org/dc/terms/" xmlns:gams="https://gams.uni-graz.at/o:gams-ontology#" xmlns:qhod="https://gams.uni-graz.at/o:qhod.ontology#"><qhod:Source rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17001108.2"><gams:isMemberOfCollection rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/context:owip" /><qhod:subProject xml:lang="de">Die Großbotschaften Wolfgang IV. zu Oettingen-Wallersteins und Elçi İbrahim Paşas (1699–1701)</qhod:subProject><qhod:title xml:lang="de">Wolfgang IV. zu Oettingen-Wallerstein an Kaiser Leopold I., Sofia, 8. November 1700</qhod:title><qhod:title xml:lang="en">Wolfgang IV zu Oettingen-Wallerstein to emperor Leopold I, Sofia, November 8, 1700</qhod:title><qhod:title xml:lang="tr" /><qhod:creator>Wolfgang IV. Oettingen-Wallerstein</qhod:creator><qhod:language>de</qhod:language><qhod:date>1700-11-08</qhod:date><qhod:type xml:lang="de">Brief</qhod:type><qhod:type xml:lang="en">letter</qhod:type></qhod:Source><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17001108.2#p.1"><gams:text>Sambstag, den 30. Octobris fruhe zwischen 5 undt 6 uhr ist der von euer kay. May. den 17. eiusdem zu Ebersdorff an mich expedierte courrier Soeteri mit dero allergnädigsten handtzeillen de 15., dann mit einem gleichmässigen allergnädigsten dero rescripto de 14. undt einem andern auß dero löbl. hoff kriegs rath auch von dem 17. allhier angelanget, deren sambtlichen innhalt ich mit allerunderthänigsten respect, undt schuldigster gebühr umbständtig vernohmen, nicht zweifflendt, der an euer kay. May. auß Mustapha Bassa Kupri abgeschickhte courrier Erasmus werdte inmittelst auch, wie ingleichen vor diesen, einer dero postmei- stern von Patsch (nicht aber von Baja, wie ich vorigmahl ir- rig geschrieben) oder doch der in seinem posthauß zuruckh gebliebene anderwerthige veldt courrier, zu Wienn wohl angelanget seyn, undt euer kay. May. auß denen ihnen mitgegebenen, al- lergnädigst ersehen haben, daß der mehrere theill deß jenigen, was dieselbe mir in berührten 3. leztern allergnädigst anzubefehlen beliebet, so vill an mir gewesen, würckhlich gehorsamblich vollzogen, undt beobachtet worden.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17001108.2" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17001108.2#p.2"><gams:text>Was euer kay. May. deme zu folge in puncto commercii, auch ein- undt andern allergnädigst resolviren, undt veranstallten wollen, solches lasse ich an seinem orth undt dero kay. allergnädig- sten belieben anheimb gestellet seyn. Wie mir aber das werckh vorkhommet, wann ich es mit allergnädigster erlaubnus melden darff, so will es mich allen umbständten nach gedunckhen, man werdte zu incamminierung desselben, euer kay. May. in über große spesen setzen. Dieselbe wenig, oder nichts dabey pro- fittiren, die aber, so in sachen gebrauchet werden, undt selbe in die handt bekhommen sollen, den größten nutzen, woh nicht den alleinigen ziehen, undt endtlichen wohl gahr nichts darauß werden.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17001108.2" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17001108.2#p.3"><gams:text>Wegen deß allergnädigst berührten donativ, undt deß Mauro Cor- dato zweyer schuldt forderungen referiere mich in underthänigkheit auff meinen derentwegen absonderlich erstatteten allerunderthänigsten bericht aus Mustapha Bassa Kupri, undt was desselben wegen mündtlich mit mehrern allergehorsambst remonstrieret werden solle.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17001108.2" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17001108.2#p.4"><gams:text>Was anbelanget die von mir in Constantinopel frey gemachte undt auß dem bagno erhaltene nacher Belgrad geschickhte gefangene, da vernimme ich mit betrübten hertzen, daß es nicht allein mit denen zu Peterwaradein, undt Belgrad befindtli- chen Raitzen die allergnädigst überschriebene beschaffenheit hatt, sondern noch darzu der berichtete anstandt sich mit dem türckhischen pottschaffter vor seiner uhrlaub audienz ergeben, dan wann wegen der zu ihm refugireten utriusque sexus, et diversa aeta- tis tis mit selben kheine völlige richtigkheit sollte gemachet, oder ihme solche mit gewaldt hinwegg genohmen werden, so sorge ich wahrhafftig, daß der khünfftige bassa, oder seraskier zu Belgrad nicht allein kheinen der auß der bagno nuhnmehr dahin auff der rayß begriffenen, weder auch einigen, der mit ihnen dahin geschickhten von mir frey gemachten, noch auch einen der in zimblicher anzahl wieder bey mir habenden durch- lassen, sondern selbe, woh nicht alle, doch ein großer theill da- von, zumahlen bey der in Belgrad annoch etwas wenig anhaltender kranckhheit, alldahr verderben, zu grundt gehen, undt ersterben werden müessen, dann über das, was in ein- undt andern nicht mit dem neuen commendanten zu Belgrad durch mich adioustirt solle werden khönnen. Das sehe ich nicht, wie ich selbes bey der auß- wechßlung mit dem türckhischen pottschaffter under dem freyen him- mel mehr, alß das vorig mahl werdte abreden, noch weniger da- rüber etwas schrifftlich auffsetzen khönnen. Sondern es wirdt vill sicherer seyn, daß der graff Guido von Stahrnberg ein- undt anderes vor meiner dahin khunfft zu vergleichen, undt eine di- stinction zu machen, suche, zwischen denen auß der bagno, undt denen von mir mit ihnen dahin geschickhten. Daß nemblichen diese, wann es wegen der ersten einen befugten anstandt geben sollte, khei- nes weegs auffgehalten, sondern ehest möglichst in euer kay. May. landten zu gehen, befürdert werden, weillen sie gantz kheiner gemeinschafft mit einander haben. Secundo, daß er pottschaffter seines versprechen, undt mit euer kay. May. commissa- riis gemachten accords erinneret werdte, worinnen er zuge- saget, daß gegen die ihme ohne einigen entgeldt gelieferte Tür- khen, die 88 auß der bagno (weillen jener ein weith größern anzahl gewesen) außgewechßlet werden. Dann letztlichen, daß von beyder seiths befindtlichen Raitzen, so vill alß der wenigste theill an einen orth vorhandten, gegen auch so viell von der andern, undt mehreren, oder endtlichen selbe gegen einer gewissen anzahl los gelassen. Wegen der übrigen aber, wie euer kay. May. selbsten darauff allergnädigst zihlen, ein besonderes expediens, welches er, alß im landt khundtig, am leichtesten wirdt an handt geben khönnen, verglichen werden möge. Einmahl khommet mir schwähr vor, daß die zu dem pottschaff- ter refugirete, klein, oder groß demselben mit gewaldt abgenoh- men werden sollen, undt wüßte euer kay. May. ich es auß der darauß ohnfehlbahr besorgenden weithläuffigkheit, undt befahrenden repessalien an den gefangenen, oder gahr an mei- nem gefolg (weillen man das jenige, was zu Essekh, oder anderwerths dieser wegen passieren wirdt, zu Belgrad eher, alß ich auß dem türckhischen gebieth khommen khan, erfahren wurdte) meines orths nicht einzurathen. Zumahlen aber, weillen weillen denen übrigen gefangenen Christen aller orthen, da- rauß leicht ein größeres übel, oder schadt, alß man vorsehen khan, erfolgen khönnte, wie durch das erstere abnehmen, der 26 zu Peterwaradein geschehen, welche mir, über den zu Con- stantinopel erweckhten all' arme, über die 50 undt mehr, dörff- te wohl sagen gegen 100 persohnen geschadet, die ich derentwegen wider nacher hauß schaffen, undt zuruckh lassen müessen. Daß alßo wahrhafftig nicht alle mahl das gegenwärttige, sondern auch das khünfftige, undt under andern auch mit zu consideriren, daß der dergleichen gesindl, so einmahl eine solche desperate, oder vill mehr gottlose ärgerliche resolution fasset, einmahl den glau- ben zu verenderen, schon mehrerntheill der gestallt verbahnet, daß selbes oder gahr nie mehr guett thuet, oder nicht meritiret, solche weithläuffigkheit zu veranlassen, undt auff der andern seithen mehr zu schaden, alß von ihnen nutzen zu erhalten, gestallten dann mir auch nicht allein die gantze zeith hindurch meiner an- wesenheit zu Constantinopel einige seele nicht auß meinen quar- tieren weckh genohmen, in selben einige persohn nie berühret, noch darinnen der geringste gewaldt gebrauchet, sondern ihren leuthen, es zu thuen, jederzeith bey leib, undt lebens straff ver- botten worden, ob sie schon auff denen gassen ville mit großer grobheit, undt erbärmlichen schlägen, zu mir zu khommen abgehalten. Was anbelanget der Christen khinder, dabey habe ich solchen underschiedt gebrauchet, daß wann die muetter einige khinder von Türckhen er- zogen, undt ich selbe nicht verlaugnen, oder versteckhen khönnen, ich sie (deren doch wenig gewesen) denen Türckhen abfolgen lassen. Wann sie aber beyderseiths geständtig Christen khinder gewesen, selbe gesuchet, mit so vill geldt, alß erschwinglich gewesen, zu behaupten, ihren herrn darfür satisfaction zu geben, undt mich mit ihnen so guett verglichen, alß ich gekhönnet. Bin auch von Constantino- pel weckhgerayßet, ohne daß die Türckhen einigen ohnaußgelösten gefangenen bey mir gewußt, oder angefordert. Das zu Wienn mit dem türckhischen pottschaffter gemachte, undt mir in türckhischer sprach beygeschlossene conclusum weiß ich dermahlen nicht mehr zu übergeben, noch dahin zu schickhen, weil- len ich darzu kheinen anlass habe, undt daselbsten das ihnen zugestellte lateinische mit meinem insigel signirte angenohmen wordten, wie es dann auch an dehme, sie bekhommen es, oder nicht, daß einem so wenig, alß dem andern nachgelebet werden wirdt. Gestallten bißhehro fast durchgehendts khein sclav, so mit guetten begehret, los gelassen, wann er sich nicht zu mir von selbsten salviret. Wegen deß Toekoeli referire mich auff mein an den milord Paget, undt a, bundt Mauro Cordato seinetwegen ablassende, undt in copia hiebey gefügte schreiben, undt werdte nicht ermanglen, auch zu Belgrad dießfalls euer kay. May. allergnädigsten befelch nach zu khom- men, allein wirdt der sach am nachtruckhlichsten seyn, wann euer kay. May. sich allergnädigst belieben lassen wollen, dem englischen pottschaffter derentwegen zuzuschreiben, undt ihme selbe angelegenheit auch zu recommendiren (weillen ihn vertröstet, daß euer kay. May. ein solches thuen, undt biß zu an- kunfft eines andern dero ministri, zu ihn die allergnädigste con- fidenz allein haben werden, weillen er sich expresse vernehmen lassen, biß dahin es in allen zu thuen, aber mit kheiner andern gleichen, höheren, oder niderern persohn zu concurriren, worauff in gnaden wohl zu reflectiren bitte) mit beziehung auff das jenige, so ich demselben derentwegen vor meiner abrayß hinderlassen, undt euer kay. May. leztlich beygeschlossen. Er pottschaffter hatt sich gegen mir öffters, undt noch den lezten tag vernehmen lassen, wann das negotium wegen Novi noch in alten standt, undt von seithen euer kay. May., oder dero hoff, oder dero gre- netz commissario nicht davon gewichen worden, er ihme getraue, da- selbsten alles in statu quo secundum clarum articulum pacis zu erhalten, mit vermelden, daß er wisse, was er sage, nicht ohnclahr zu verstehen gebendt, alß wann er den Mauro Cordato dergestallten convimiret, daß er praesupposito mentionato ca- su weichen müesse, undt werdte. Daß alßo auch zu euer kay. May. allergnädigsten belieben stehet, ob sie ihme zu solchen endte selbig negotium nicht auch allergnädigst committiren, undt in ihme darinnen ein vertrauen zeigen wollen, welches ich nicht ohnhinder- bracht lassen solle, ohnwissendt, ob er sich derentwegen darzu alßo offeriret. Weillen ihm nicht verborgen seyn khan, daß schon temperamenta von dem graff Marsigli vorgeschlagen, undt in der thatt schon würckhlich davon gewichen worden (weillen er es mir selbst gesagt, undt summe improbiret) damit er gleich- wohl den danckh verdiene, undt die schuldt einem andern zuschieben khönne. Oder ob er es ihme annoch zu richten getrauet, wann mit dem pottschaffter nicht derentwegen verglichen worden.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17001108.2" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17001108.2#p.5"><gams:text>Deß türckhischen pottschaffter allergnädigst berichteter auffbruch dienet mir zur gehorsambsten nachricht. Ich stehe aber sehr ahn, ob mö- glich, daß die außwechßlung umb die von euer kay. May. allergnädigst vermeinte zeith deß 20. November (Gott gebe, daß es vor endt desselben monaths) geschehen khönne, in erwegung, daß nach der jüngst überschickhten tag zettul (ohne der noch weithers alß bißhehro gemachten rast täge) allein noch 17 täge übrig, ohne was inmittelst für ein anderes incidens darzwischen khommen khan, nachdeme nuhnmehr die regen, schnee, undt frost einge- fallen fallen, die weeg je länger, je schlechter werden, undt dardurch men- schen, undt pferdte von tag zu tag abnehmen, schwächer, undt matter werden.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17001108.2" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17001108.2#p.6"><gams:text>Was anbelanget die da undt dorth sonderlich zu Belgrad grassirende kranckhheit, da ist mehr nicht alß billich, undt höchst rühmblich, daß euer kay. May. allergnädigst vorsorg tragen, damit dero erb könig reiche undt landten darmit nicht angesteckhet wer- den, wie dann mir hertzlich laydt währe, wann durch mich, undt die meinige, oder die mit mir habende, der geringste mensch leyden, oder periclitieren sollte, forderist aber zu wuntschen, daß das nicht währe, was in der thatt ist, oder vill mehr eine zeith hindurch gewesen. Allein wirdt wissentlich anjetzo mehr daraus gemachet, alß man hin undt wider spargieret, undt außgestreuet, wie ich dann von al- len auß selber gegendt zu mir khommende, sonderbahr denen anlangenden courrieren selbst, zumahlen von dem baron Fieger, wie sein hiebey khommendes leztere schreiben außweißet, verläß- lich berichtet werdte, daß selbe aller orthen merckhlich nachlasse. Umb so vill weniger, daß einige die geringste vergifftung deß lufft vorhandten, oder jemahlen gewesen, gestallten dann, Gott lob! auch die gantze zeith meines ausseyn von Wienn, wie annoch, kheiner meiner leuthen eine erbliche kranckheit gehabt, noch jemandt den andern angesteckhet, ob zwahr durch ein undt anderes ohnordentliches leben, undt starckhes trinckhen der auch starckhen wein, undt anderer excehsen, einige an dem fieber schwähr kranckh gelegen, auf 6 oder 7 derselben, wiewohlen die mehrere von dem lieben reben safft, undt daß sie sich in ihrer kranckhheit, sonderbahr bey ihrer reconvalescenz nicht gehalten, sondern dem wider erlangten ap- petit zum essen allzuvill nachgegeben, gestorben. Bey allem deme, wann euer kay. May. es zumahlen bey nuhnmehr eingefalle- nen källte annoch allergnädigst nöthig befindten, undt befehlen, werdte ich mich kheines weegs (wie bißhehro in einiger occasion nie geschehen) dero allergnädigsten befelch, undt verordtnungen entgegen setzen, sondern denenselben in allen gehorsambst nach- khommen, undt bequemben, auch nach dero anstallt die quarantane eingehen, ob mir zwahr laydt, daß dardurch umb so vill län- ger abgehalten werden solle, mich (welches mir ville mir übel wollende an dero kay. hoff, undt die mich ohngehrn daselbsten sehen, oder wissen, gönnen werden) wider einmahl zu dero füessen zu werffen. Dieß allein habe darbey allerunderthänigst zu bit- ten, weillen auch die vorauß geschickhte gefangene dergleichen quarantain werden machen müessen, selbe dergestallten von mir, undt meinen leuthen separiren, undt so weith elongieren zu lassen, daß nicht eines das andere ansteckhe, noch einige communication zwischen beyden geschehen khönne. Secundo weillen ich über 300 persohnen, undt 1.500 pferdt bey mir habe, daß diese diese dergestallt, undt an einen solchen orth, wo es an stallung, undt fourage nicht manglet, logieret. Jene aber alßo accomodieret, daß ihrer nicht zu vill in die zwischen der Sava undt Drava befindtli- che alleinige erdtlöcher zusammen gesteckhet, damit sie dardurch erst nicht erkranckhen, auch in übrigen nicht allzu weith in die dörffer außeinander geleget werden (daß wir gleichwohl ohne sonderbahre be- schwährnus zusamben zu khommen vermögen). Zumahlen aber mir wenigst ein sauber zimmer irgendtwoh assigniret werdte, undt ich nicht wider in ein solchen übel riechenden orth, wie zu Ketsch- khemeth verbleiben müeße, woselbsten, wann es länger gedauret, ich es nicht außdauren khönnen, sondern ohnfehlbahr erkranckhet währe. Negst dehme, daß mir die nöthige subsistenz für ross undt leuth verschaffet werdte, allermassen ich auch noch einmahl allerunderthänigst bitte, wenigst für die pferdt das futter, undt den trunckh, auch brodt für meine leuthe auff meiner völligen zuruckhrayß in gnaden zu verwilligen, dann ob zwahr nicht ohne, daß mit mir von dero löbl. kay. hoff cammer über haupt gesehen wordten, noch werden khönnen, daß ich in allen, wie es das ansehen hatt, 15 gantzer monath werdte außbleiben, undt inmittelst einer so großen menge leuth die so khostbahre besoldungen (die dahmahlen wegen meines langen auffenthalt zu Wienn einzugehen gezwungen worden, undt theillß noch vor meiner abrayß, ja gahr von Carlowitz biß zu meiner jetzigen zuruckh khunfft) bezahlen, undt continuiren müessen (die monathlich über 1.500 reichsthaler belauffen). Dermahlen zu geschweigen, in was für ein großen ohnkhosten mich das lange zuwarthen auff der wasser rayß gesezet, davon schon einige mahl in underthänigkheit anregung gethan. Insonderheit währe mir pure ohnmöglich, auff meine ohnkhosten die große menge der ross, mit welchen sich die mit mir rayßende cavallier, undt andere von meiner suite versehen, undt dem meh- rern theill derselben, von dem türckhischen hoff, obwohl von schlechten werth, verehret worden, welche biß dahehr die türckhen verpfleget, undt hinauß biß an die grenetz verpflegen werdten, zu erhalten. Daß alßo euer kay. May. ich wenigst mit verschaffung deren underhaltung, undt mit dem brodt, undt trunckh für die leuth nicht enthören werdten, in welcher underthänigsten hoffnung nicht enthöret zu werdten, undt auff meine vorige anfrag, auff welcher seithen der Donau ich meinen ruckhweeg nehmen, undt wo zu rayßen solle, eine allergnädigste andtwortt erwartte. Mich auch auff mein neben schreiben gehorsambst referire, undt zu kay. hulden, undt gnaden allerun- derthänigst gehorsambst empfehle.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17001108.2" /></qhod:Text></rdf:RDF>