<rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#" xmlns:owl="http://www.w3.org/2002/07/owl#" xmlns:skos="https://gams.uni-graz.at/skos/scheme/o:oth/#" xmlns:t="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:dcterms="http://purl.org/dc/terms/" xmlns:gams="https://gams.uni-graz.at/o:gams-ontology#" xmlns:qhod="https://gams.uni-graz.at/o:qhod.ontology#"><qhod:Source rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918"><gams:isMemberOfCollection rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/context:owip" /><qhod:subProject xml:lang="de">Die Großbotschaften Wolfgang IV. zu Oettingen-Wallersteins und Elçi İbrahim Paşas (1699–1701)</qhod:subProject><qhod:title xml:lang="de">Wolfgang IV. zu Oettingen-Wallerstein an Kaiser Leopold I., Pera, 18. September 1700</qhod:title><qhod:title xml:lang="en">Wolfgang IV zu Oettingen-Wallerstein to emperor Leopold I, Pera, September 18, 1700</qhod:title><qhod:title xml:lang="tr" /><qhod:creator>Wolfgang IV. Oettingen-Wallerstein</qhod:creator><qhod:language>de</qhod:language><qhod:date>1700-09-18</qhod:date><qhod:type xml:lang="de">Brief</qhod:type><qhod:type xml:lang="en">letter</qhod:type></qhod:Source><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918#p.1"><gams:text>Indeme ich willens gewesen den 14. currentis überbringern dieses den courrier Soeteri eigens an euer kay. May. mit dem hiermit khommenden, den tag zuvor allschon verferttiget gewesten allerunderthänigsten schreiben abzuschickhen, ist der tag zuvor, nemblichen den 13. der, den 4. Julii an euer kay. May. von hier gesandte Admiraldi, abendts 7 uhr allhier bey mir angelanget, welcher dießmahl wider einen guetten ritt gethan, undt euer kay. May. allergnädigsten befelch, undt erlaubnus de dato 27. Augusti, mich von hier wider nacher Wienn zu begeben, undt die- ser orthen erlediget zu werdten, zu meiner großen consolation überliefert. Darfür hiermit allerunderthänigsten dank erstatte. Vor dieser allergnädigsten erlaubnus bin ich nicht willens gewe- sen, denen Türckhen so gleich parte zu geben, noch auch umb eine audienz, undt meinen abschiedt bey den sulthan, undt gros vesier anzusuchen, sondern vorhehro noch einige tag zu gewinnen, undt mich zu bemühen, daß ich auff meine vor einiger zeith mündt- lich, undt schrifftlich gethane anbringen eine schrifftliche andtwortt erlangen möge, damit es mir nicht, wie dem pohlnischen gesandten ergehen möchte, der auff diese weiß die andtwortt nicht erwartten wollen, undt sich alßo praecipitiret, daß er derentwegen fast ohne erhaltung einiger resolution abziehen müessen. Wie ich dann den gefolgten tag darauff dem Lacowiz derentwegen zu dem reis effendi geschickhet, undt selbe sollicitiren lassen, damit euer kay. May. davon underthänigste nachricht geben khönne. Sie Tür- khen aber haben mein ansuchen umb eine audienz nicht erwarttet, sondern mir selbe von selbsten auff Erchtag den 21. dieses bey dem sulthan praefigiret, undt anzeigen lassen, daß sie allschon alle anstallt gemachet, daß ich den 10. tag darauff von hier abray- ßen werde, undt daß in 3 oder 4 täg meine expeditiones alle ferttig seyn werdten. Weillen euer kay. May. mit dem ge- sandten zu Wienn abgeredet, undt verglichen, daß den 28. Octobris die außwechßlung zu Salankement ohnfehlbahr erfolgen solle, welchemnach er auch den tag seiner abrayß von Wienn schon deter- miniret, undt sie demselben nach antretten werdte. Ich mues bekhennen, wie frohe ich auch bin, daß ich einmahl von hier erledi- get werdte, so ohnvermuthet, undt beschwährt fallet mir dieser praecipitanter auffbruch. Undt daß mein courrier so lang auffge- halten, undt ich nicht etwas zeitlicher anvertiret wordten, da ich mich noch gantz nicht zum rayßen angeschickhet, undt erst ein undt andere notturfft verferttigen lasse, ohnwissendt, ob ich möglich da- mit ferttig werdten khan, daß ich alßo besorge, ich werdte nicht allein meine beste sachen alle in höchster ohnordtnung zusammen richten richten, sondern auch die türckhische resolutiones, wie sie fallen. Folglich es mir mit denenselben, wie dem Pollackhen ergehen wirdt, ohne weithers repliciren annehmen müessen, undt solchemnach noch wohl so vill zeith haben mögen, vor meiner abrays an euer kay. May. einen eigenen courrier überschickhen, undt auff die in bey- khommenden schreiben enthaltene anfragen eine andtwortt erwartten, oder wenigst noch 8 tag, wann die resolutiones, wie ich anjezo besorge, schlecht außfallen sollen, dargegen repliciren zu khönnen, zumahlen ich ohnmöglich auff meine gefahr nehmen khan, die donativ gelder jemandten allhier in der frembde, ohne special befelch, außzuhän- digen, oder anzuvertrauen, weillen die summa allzugros, undt weder die todtfälle, feuer, noch andere gefahren vorgesehen werden khönnen, derowegen ich selbe besorglich gezwungener wider mit mir zuruckh nehmen werdte müessen.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918#p.2"><gams:text>Wegen der gefangenen werdte ich wider alle gethane vertröstung, daß sie gestern abrayßen sollen, bey der nasen herumb geführet, ich thue, was ich will. Geben anjetzo vor, sie sollen 5 tag vor meiner erst auffbrechen. Bey diesem allen doch werdte, wie bißhehro, thuen, was mir möglich, undt nichts underlassen. Es ist aber nicht zu hoffen, daß die Türckhen der zu Wienn mit der pottschafft gethanen abredt mehr, alß denen fridens tractaten nachleben werdten. Mit denen von Peterwaradein zuruckh geführten persohnen ist mir allhier eine große verhinderung in weeg geleget wordten, welche mir mehr alß umb 50 persohnen schadt, weillen die Türckhen anjetzo gahr khei- nen mehr, den sie von ihren glauben halten, auß dem landt lassen wollen.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918#p.3"><gams:text>Daß euer kay. May. so gnädig seyn, undt mir das allhier für diese arme leuthe außgelegte, undt accreditirte allergnädigst be- zahlen lassen wollen, darfür sage hiermit allerunderthänigsten danckh. Bitte aber die darzu parat vorhandtene 10.000 fl., so bey dem Pestaluzzi ligen, wie auch die von denen löbl. oesterreich. ständten verwilligte 6.000 fl. meinem bestellten in Wienn, Johann Jacob Kistler, der in meiner wohnung zu erfragen, gegen seine interims quittung, ohnbeschwährt zustellen zu lassen. Der hatt be- felch, wie er sich damit zu verhalten. Ich begehre mehr nicht, alß was ich würckhlich hergeschossen, undt accreditiret, undt ferner al- ßo vorschießen werdte. Die rechnung über alle außgaben, wie selbe gelder zu der armen leuth besten angewendet wordten, wirdt graff Carl von Sinzendorff, wie euer kay. May. ich schon ein- undt andermahl bereiths überschriben, fideliter, undt punctual übergeben, undt inmittelst allschon deß herrn cardinal Kollonitz eminenz überschickhet haben. Ich habe ihme die gelder alle in seine händte schießen schießen lassen, damit weniger diffidenz in ihn, alß einen euer kay. May. erlichen underthanen, alß in mich, da ich auß dem Reich bin, gesezet werdte. Wann ich darbey nicht cavallierisch handtlen, sondern einen nutzen suchen wollen (wie der graff Lesle beschuldiget wirdt, welches ich nicht weiß, wie es damit beschaffen) so wollte ich die große summ ex proprio nicht vorgeschossen, oder auff meinen credit auffgebracht, undt mich allein auff Gott, undt euer kay. May. verlassen, sondern eine anticipation erwarttet, oder begehret, undt biß dahin mit erlösung der armen leuthe innen gehalten haben, welches dato nicht geschehen. Es wirdt aber nicht nur allein der graff von Sinzendorff, sondern auch der pater Trinitarius sagen, ob ich darbey was zu properiren gesuchet, oder vill mehr meinen schaden gethan, undt ob jemahlen einiger pottschaffter, oder sonst jemandt das, was ich, gethan, welches doch ohne eitlen ruhmb meldte.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918#p.4"><gams:text>Was euer kay. May. der grenetz scheidung undt in specie wegen Novi ad longum sambt allen anderen davon anhängen mir aller- gnädigst überschriben, darfür ich gleichmässig allerunderthänigsten danckh erstatte. Davon hatt mir graff Marsigli auß Brodt durch den dero allher geschickhten sprach knaben parte geben. Ich werdte aber weder in dieser, noch in anderen materien wegen der praecipitanten abrayß einige gelegenheit mehr haben, etwas vor- undt anzubringen oder zu negotiiren.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918#p.5"><gams:text>Gleiche beschaffenheit hatt es auch wegen deß Toekoeli, undt dessen corruzen, wiewohlen ich nicht ermanglet, derentwegen von dem englischen pott- schaffter, welcher dermahlen noch nicht allhier, sondern annoch zu Bel- grad, den extractum prothocolli, dessen euer kay. May. mich allergnädigst errinneret, zu begehren, den ich auch augenblickh- lich erwartte.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918#p.6"><gams:text>Eine abschrifft von denen moscowitischen tractaten ist dermahlen, undt biß anhehro ohnmöglich zu erhalten gewesen, ohnerachtet ich alle di- ligenz anwendten lassen, undt nichts zu erspahren gesuchet. Sol- ches klagen auch die übrige pottschaffter. Es solle aber, wie vorge- geben wirdt, die ursach seyn, daß die Tückhen, selbe publiciren zu lassen, nicht getrauen, weillen sie besorgen, von dem gemei- nen volckh beschuldiget zu werdten, daß nicht nur allein in den carlowitzer friden, sondern auch bey diesen tractaten, allzu vill dem Reich vergeben wordten, so lieber mit dem krieg zu behaupten, gesuchet werdten sollen. Ich werdte aber verläß- lich berichtet, daß die Moscowiter absque minima mutatione al- les erhalten, was sie gefordert, undt von welchen puncten ich vor ohngefehr 3 monathen ein project überschickhet.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918#p.7"><gams:text>Der patriarch, verhoffe ich, werdte zu friden seyn, die übrige geistliche desideria desideria stehen auff den erfolg, den ich täglich, ja stündtlich erwartte. Wegen der debrecziner undt siebenbürger schuldt währe freylich guett, wann ein vergleich khönnte gemachet werdten, aber wie khan solcher geschehen, oder tractiret werdten absentibus partibus? Besser, undt leich- der währe gewesen, wann euer kay. May. einen macht spruch ge- than, undt über das capital eines jeden à proportione desselben einige jahr interesse, oder eine gewisse summa geldt zu bezahlen aufferleget, undt mir, wo solches quantum sicher zu erheben, ver- läßlich überschriben hetten. So hette ich mir getrauet, etwas zu rich- ten, nachdeme zumahlen euer kay. May. der Mauro Cordato solches nach mseinem ersten schreiben von hier, alßo anheimb gestellet, dermahlen aber, undt bey obigen umbständten, sorge ich, daß nicht mehr campo, oder zeith haben werdte, alß vergangenes jahr zu Salankement, mit dem türckhischen pottschaffter zu reden, oder zu tractiren.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918#p.8"><gams:text>Daß die 4 toekoelische Hungarn, undt der Cleritsch mit dem Pollackhen von hier abgerayßet, werdten meine vorhergehende underthänigste schreiben geben.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918#p.9"><gams:text>Was euer kay. May. wegen deß commercii, undt der consulum, wie auch wegen eines residenten, oder internuntii allergnädigst resol- viren werdten, stehet zu dero gnädigsten belieben. Ratione consulum revocire ich meine underthänigst gethane recommendation auß verschidenen ursachen noch einmahl, in tertio aber, wann mir erlaubet ist, undt es noch ein allergnädigstes gehör findet, widerhohle meine vorige recom- mendation, undt bitte allerunderthänigst anbey, sie wollen ihnen selbsten doch ohne noth kheinen beschwährlichen ohnkhosten veranlassen, dann ich weiß leyder, daß euer kay. May. ville sachen, nicht dero, sondern andern zu dienen, undt auß dabey habenden parti- cular absehen recommendiret werden. Will aber damit niemandt an seinem vermeinten glückh, welches man offt hoffet, aber villmahl mehr zu schaden, alß nutzen außschlaget, verhinderlich, oder schädtlich seyn.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918#p.10"><gams:text>Mit contentirung der clermannischen wittib werden euer kay. May. ein großes werckh der barmhertzigkheit thuen, undt so vill dardurch, oder mehr bey Gott erhalten, alß wann sie etliche gefangene erlösen, indeme sie dieselbe, alß gleichwohl eine wittib eines euer kay. May. getreu gewesten dieners erledigen, undt befreyen, daß sie zumahl nach meiner abrayß von hier von ihren creditoribus (denen sie auß ermanglung der ihr gebührenden bezahlung sich obli- giren müessen) nicht ergriffen, in eine gefängnus, oder arrest ge- leget, undt dardurch umb das wenige, was sie noch haben mag, gahr gebracht werde. Gewiss ist es, daß, ob sie schon alt, doch mitleyden mitleyden werth.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918#p.11"><gams:text>Denen beyden sprach knaben wirdt harth fallen, wann sie allein allhier sollten gelassen werdten. Der Mammuka hatt zwahr die gelegenheit, bey seiner mutter under zu khommen, die übrige aber bey einem der beyden pottschaffter underzubringen, wirdt etwas schwähr seyn, weillen der englische (wiewohlen er sehr civil, undt in allen sich zu euer kay. May. diensten offeriret) etwas singular, undt sein hauß von seiner nation besezet, welche denen teutschen wenig geneigt zu seyn scheinen, daß sie alßo bey undt neben denen- selben nicht gehrn seyn dörfften. Der holländtische aber weiß nuhn- mehr, nachdeme ihm sein hauß in grundt abgebrennet, selbsten nicht underzukhommen. Mir währe eine gnade geschehen, wann das jenige, so ihnen an geldt gegeben werdten solle, euer kay. May. mir, oder dem cassier allergnädigst zu determiniren beliebet hetten, weillen in dergleichen fällen man baldt einem zu wenig, dem an- dern zu vill thuet.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918#p.12"><gams:text>Nachdem ich dieß mein schreiben bis dahehr gestern abendt schon ver- ferttiget gehabt, undt die Türckhen mir den ferman für den cour- rier erst überschickhet, haben sie mir den tag meiner abrays den vor Michaeli verlängert, daß ich alßo denselben mit Gottes hülff undt beystandt gewiss abrayßen. Ob ich aber den 28. Octobris Salankement erreichen werdte, zumahlen ich allen vernehmen nach biß dorthin 40 täge nöthig haben werdte, das stehet zu er- wartten. Ich müeßte dann die gantze rayß kheinen rast tag, undt alle meine ross crepiren machen, andere incidentien zu ge- schweigen, zumahlen noch ohngewiss, ob mich die an ein undt andern orth grassirende kranckheit den gerathen weeg wirdt rayßen lassen, ohne mich, undt alle meine leuthe in die grö- ßte gefahr zu setzen. Wie dann auch vergangenes jahr der türckhische pottschaffter einen andern umbweg nehmen, undt ich derentwegen so lang mich under weegs mit meinen großen schaden auffhalten müeßen. Gott wirdt aber alles nach seinem göttlichen willen schickhen, undt dirigiren.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918#p.13"><gams:text>Euer kay. May. berichte hiermit, daß vor 4 tagen der türckhische kayßer (wie ich vernimme gegen 100 beuttel geldt) den fürsten in der Moldau abgesezet, undt deß vorhehr gewesenen sohn, Constantinum Duca, zum fürsten gemachet, der an sich gahr ein frommer, undt wackherer herr. Ich sorge immer, es geschehe gähling dergleichen anderwerths auch, weillen die perse- cutiones noch aller orthen continuiren, undt hiesiger hoff geldt bedürfftig, dann der mehr geldt gibet, welches alles ver- mag, der kommet vor, undt der kheines, oder nicht genug hatt, bleibet bleibet zuruckh, wie es leyder in der gantzen weldt gehet, undt derentwegen die meiste ehrliche leuthe zuruckh bleiben müessen. Ich mues hiermit meinem vorigen schreiben noch hinzu setzen, daß der sulthan nach den donnerstreich in die berichtete moschee, resolviret, umb dieselbe herumb nicht allein ville haüßer abzubrechen, undt das spacium weither zu machen, sondern auch denen Griechen, undt Christen befohlen, die negst verbleibende alle, denen Türckhen zu verkhauffen, damit sie frey bleibe, vorgebendt, es seye der geschehene streich eine straff Gottes, daß sie Christen so nahe darbey gelitten wordten, daß man alßo die große verfolgung der Christen aller orthen sihet. Womit schließe, euer kay. May. mich allerunderthänigst gehorsambst zu gnaden empfehlendt, undt nochmahlen allerunderthänigst bittendt, meiner gemahlin den außstandt meiner besoldtungen, undt monath gelder zu bezahlen, allergnädigst, undt nachtruckhlich anzubefehlen, weillen sie biß zu abrayß deß courrier Admiraldi für heuriges jahr mehr nicht, alß 1.000 fl. empfangen, welches mir, undt ihr sehr empfindtlich fallet.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000918" /></qhod:Text></rdf:RDF>