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N. 3

Leopold× etc.
Was deiner mit dem türckhischen bottschaffter× be-
vorstehenden auswechslung halber sowohl
der seraskier von Belgrad×, und zwar das er
in persona darbey erscheinen wolle, an unseren
(titl) baron de Nehemb× etc. schrifft- und mind-
lich gelangen lassen, als was diser darauf
umb der nöttigen gegen dispositionen, und
allerdings zu beobachten habenden gleichheit
willen, bey unsern hoff kriegs rath sich an-
gefraget, solches aus gedachten unsers (titl.)
baron de Nehemb× etc. abschrifftlich hiebey
verwahrten schreiben mehrern inhalts
zu ersehen, wie wohlen wür nit zweifflen,
du auch von dorth aus beraiths die be-
hörige nachricht deßhalben empfangen
haben werdest.
Gleichwie nun zu forderist wür darfür
halten, das dise des seraskiers× persöhnliche
ahsistenz bey erdeüter auswechslung ein
weith grösseren decoro nach sich ziehen, und mit-
hin durch sothane überkomb auch die re-
putation der bottschaffter wörckhlichen
vermehren werden.
Das haben wür
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uns solches türckhischer seiths erfolglos aner-
bietten gnädigst gefallen lassen, und damit auch
dis orths unser (titl.) Guido graff von
Stahremberg×
etc. mit etwas gleichen anzahl
soldatesca zu ros, und fues sich darbey
einstellen möge, nachgehende anstallten
schleinigst vorzukheren, für nöttig erachtet.
Nemblich, daß so ville die infanteria anlangt,
wormit es kheine difficultet hat, der von
denen Türckhen angetragenen numerus
aus Peterwardein×, und Esseckh× zu be-
rührten ende heraus gezogen werden.
Was aber an cavalleria, zu complierung
der türckhischer seiths mit bringenden an-
zahl abgehet, weillen die teütsche regimenter
zu weith von der handt, und sovill hun-
dert reüther nit so geschwindt, als es
die noth erfordert, dahin zu samb zu
bringen seindt, unser (titl.) graff Zichy× etc.
(inmassen er darmit aufzukhomben
versprochen) von denen raabenischen wohl
montiret, und guette beritterung gräniz Hu-
saren 600 pferde in aller vill zusamb ziehen,
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und solche aufs geschwindiste, als immer möglich,
nach Peterwardein× hin abmarchieren machen.
Die aber von seiner ankhunfft von orth zu
orth zeitlich voraus fleissig nachricht geben,
und sonsten dem jenigen, nachkhomben solle,
was ihme lauth seiner abschrifftlich hier an-
ligenden ordre mehrers anbefohlen worden.
Mindest dannenhero auch deines orths dich
hiernach zu richten, und damit öffters er-
wehnte auswechßlung im möglichster
gleichheit vollzogen werden, deine rais
etwas gemacher anzustellen wisse. Und
ihme graffen Zichy× (welcher sich zwar
nit saumben wirdt) dardurch sovill zeith
zu geben, wormit besagte dessen reütherey
zu öffters vermelter function sich zu gleich
einfinden khönnen. Zumahlen, wie geschwind
mann es auch an ordne derley unver-
sehene gäche motus, und von weither her
beschehende anzüge gleichwohl einige weille
brauchen, und nit so iust auf einen tag
allemahl eintreffen khönnen. So wirdt
die mit gegen werttigen curier zu bedeüten
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und zu gleich an obernanten unsern (titl.)
baron de Nehemb× etc. unter ainstens die ordre
schleunig abegeben zu lassen. Für unseren dienst
befünden, ubrigens aber in erwar-
tung des succeshses dir etc. Geben Wienn×,
den 4. Novembris 1699.
An
graffen von Ötting×
4. Novembris 1699
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