<rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#" xmlns:owl="http://www.w3.org/2002/07/owl#" xmlns:skos="https://gams.uni-graz.at/skos/scheme/o:oth/#" xmlns:t="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:dcterms="http://purl.org/dc/terms/" xmlns:gams="https://gams.uni-graz.at/o:gams-ontology#" xmlns:qhod="https://gams.uni-graz.at/o:qhod.ontology#"><qhod:Source rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903"><gams:isMemberOfCollection rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/context:kuse" /><qhod:subProject xml:lang="de">Die Gesandtschaft des Johann Jakob Kurtz von Senftenau 1623/24</qhod:subProject><qhod:title xml:lang="de">Johann Jakob Kurtz von Senftenau an Ferdinand II., Ofen, 3. September 1624</qhod:title><qhod:title xml:lang="en">Johann Jakob Kurtz von Senftenau to Ferdinand II, Buda, September 3, 1624</qhod:title><qhod:title xml:lang="tr" /><qhod:creator>Johann Jakob Kurtz von Senftenau</qhod:creator><qhod:language>de</qhod:language><qhod:date>1624-09-03</qhod:date><qhod:type xml:lang="de">Brief</qhod:type><qhod:type xml:lang="en">letter</qhod:type></qhod:Source><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903#p.1"><gams:text>Allergnedigister khayser und herr. Weilen ich mich wol besorgt, ich werde in etlich tagen zu dises curiers expedition nicht gelangen khinden, so hab ich e. May. den 29. Augusti jüngsthin allergehorsambist zuegeschriben, demnach mir aber selbiges schreiben wegen unsicherheit der strassen widerumb zurukh khomben und ich es nuer auf ein gerathwol zum andernmal fort geschikht und derowegen billich zweifle, ob es e. May. zu recht eingehendigt worden, alß hab ich ein duplicat darvon hiebey schliessen wöllen, damit e. May. die damallige notturfft drauß in kay. gnaden vernemben mögen.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903#p.2"><gams:text>Seithero bin ich abermal personlich beim visir gewest und ihme alles, was ich zu meiner fortpassirung dienstlich, ersinnen khinden, mit allem ernst vorgehalten. Ich befinde ihn aber resolvirt (und ist schwer, ia fast unmüglich, die Türckhen wan einmal starckh gefaster resolution zu bringen), mich vor erfüllung zweyer puncten nicht fortzulassen. Der erste ist, das die comissarien zuvor herab khomben, der ander, das ich zu contentirung der ienigen unruhigen privat persohnen, so bey jüngst bewustermassen vorgangener rauberey das ihrige verlohren zu haben praetendirn, und welche so ungeheur, das in vermanglung ihrer befridigung ein tumult entstehen und mir am wegkhraisen ein spott widerfahren möchte, ein summa gelts bey ungefär fünf oder sex 1.000 taller erlege, mit disem erbietten, das er sich mit dem ienigen, so er, visir, so wol sein alß seines kaysers wegen darbey zu praetendirn gern biß zu erörterung der verordneten inquisitions comission gedulden wölle, welche zwey begehren, obwol sie an ihm selbst nicht ganz unbillich, so werden sie doch durch ein ganz unbilliches mittl, nämblich durch auf haltung meiner persohn gesuecht, so ich ihme, visir, genuegsamb zu verstehen geben und wol wuste, was drauf gehört, weilen aber die zeitten nicht darnach beschaffen, alß hab ich die tractation nicht abrumpiern, sondern die notturfft an e. May. wöllen gelangen lassen. Das aber das erste des visirs begehren gantz nit verbillich, erscheinet auß disem, das ihme die herabkhonfft der comissarien schon vor langer zeit und so vil mal versporchen worden, das er die Porten derselben, und das e. May. gänzlich meiner gethanen assecuration gemäß zum friden genaigt seyen aigentlich berichtet und versichert. Weillen nun solliche herabkhonfft nicht allein nicht beschieht, sondern sich die gränzer mit täglich und stündlichen rauben und straiffen, dessen ich selbsten zeugnus bei und genueg darumb geplagt würde, ie länger ie feindtseeliger erzaigen [chiffre]</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903#p.3"><gams:text>[chiffre] Hab mich demnach resolvirt, baider diser sehr wichtigen sachen halber e. May. hoff diener, Christoff Ganawitzer (welcher mir auf diser ganzen raiß dermassen fleißig und embsig gedient, das er sich der ihme auf solchen fall vertrösten kay. gnaden überauß wol würdig gemacht und ich mich schuldig befinde, ihme zu meiner hinaußkhonfft e. May. so wol alß mich selbsten alles gehorsambisten fleisses zu recommendiren), obwol ich seiner alhie sehr wolbedürfft, hette aignes hinaufzuschickhen. Bitt demnach allerunderthenigist, e. May. geruhen ihm dero allergnedigsten gehör zu verlichen und der sachen hoher wichtigkheit nach ihne unaufgehalten mit allereheist erwüntschter gueter expedition widerumb zuruggzuschikhen, dan warlich sonsten zu befürchten, das der mit so großer mühe, uncosten und ungelegenheit fast under das tach gebrachte pau unversehens darwider falle.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903#p.4"><gams:text>Damit man aber nicht etwan gedenkhen möge, es wär mir auf dise raiß vil gelt gegeben worden, man wüste aber nit, wo ich solches hinangewandt hette, so uberschickhe ich e. May. in underthenigkheit zwen extract, auß deren ersten, numero 1, dieselben allergnedigist abzunemben, das mir nuer auf das bewilligte deputat und die gröbisten, von e. May. alberait maistenthails passirten außgaaben umb mehrers alß 3.000 taller mehr alß der empfang mit sich bringt, aufgangen. Auß dem andern aber, numero 2, haben e. May. in gnaden zu sehen, was für nambhaffte außgaben auf andere particular geschankhnuß und gehabte audienzen beschehen, welliche ich an meinem deputat und der von dem Türkhen wiewol sehr schlechtlich gereichten underhaltung ersparret unnd e. May. in ainzigem particular zur wider erstattung einzubringen, wie andere gethan, nicht begehre, sondern allain zu dem ende beylege, damit man sehen möge, was in disen landen aufgehet, und das ich e. May. ohne ainziges interesse oder privat nuzen zu dienen allergehorsambist begehre.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903#p.5"><gams:text>Der visir schreibt e. May. hiemit selbsten, referirt sich aber in dem maisten auf sein schreiben an herrn grafen von Althain, der würdt derselben die notturfft fürbringen und unzwaifentlich alß der gränz erfahrner der comissarien fürderlichiste abfertigung selbsten alles fleisses sollicitirn.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903#p.6"><gams:text>Es khomben auch e. May. hiemit gleichsfals von dem visir allerlay gränz beschwärungen und obwoln nit weniger, das die Türckhen auß einer mukhen einen elephanten zu machen pflegen, das auch an einreden und gegenbeschwärungen unser seits nit manglen würdt, so erfordert iedoch meiner einfalt nach der ietzigen coniunctur gelegenheit, das man ihnen wo müglich satisfaction oder da solches nit beschehen khan, bevelch an die khünfftige comissarios, die sachen zu ersehen und den beschwärten außrichtung zu thuen erhaile. Insonderheit aber, das e. May. den gränzern ernstlich bevelchen thue, das sie sich deren ihnen von den Türkhen zuegefüegten schäden und iniurien halber, nicht wie sie täglich zu thuen pflegen, der verbottenen represalien und gegenfächten gebrauchen, sondern der comission, so baiderthails den beschwärungen abhelfen werde, guetwillig und geduldig erwarten.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903#p.7"><gams:text>[…] alß gerathet er nicht in unbillichen verdacht, zu deme das best gewesen ime eingibt, das die Türggen solches wolverdient hetten, es möchte etwas anders darhinder steckhen und möchten e. Mt. waß thättliches fürzuenemben im sinn haben, welches er so dan mit seinem kopff bezahlen mueste.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903#p.8"><gams:text>Verner, so befindt sich alhie ein zimbliche anzahl kriegß volckh ausser des bassa von Bosna, so in wenig tagen auch mit volckh alhie sein soll, und deß cantemiers (welchen er mit seinen Tartaren, alß er fürgibt, aufgehalten, und da die commission fortgehet, nit berueffen will) beisamben, welche albereith anfangen zu murren und bei dem täglichen straiffen der unserigen und nicht erscheinung der commissarien von den vezier zu wissen begern, ob dan frid oder krieg sey, und warumb er sy berueffen und bei fürlauffenden feindtsäligkheiten die beste zeit versaumben lasse. Dannenhero er sich zu besorgen, das bei so langer außbleibung der commissarien die soldatescha nicht für sich selbst etwas thättlicheß fürnemben und dardurch nit etwan einen friden bruch verursachen, und also nicht allein e. Mt., sondern auch die Portten, alß welche er zum friden geneigt, weiß offendiere und der in gefhar gesezt werde. Allermaist aber druckh in dises, das der tag Dimetrii, nach welchem er das volckh nicht mehr wurde beisamen khönnen behalten, allgemach herzuenahet und er dardurch in gefhar gesetzt wurd, wan das volckh also ohne ainiche verrichtung zuruckh zeügt und man wegen außbleibung der commissarien weder des fridens noch des kriegs mit e. Mt. gesichert, das er nicht bey der Portten von seinen mißgünnern angeben werde, alß ob er mit e. Mt. collodiert und etwas widerwerttiges zu tentiern gelegenheit haben möchte, wie man ime dan ohne das albereithe zeihen will, alß ob ime e. Mt. taller woll schmeckhen.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903#p.9"><gams:text>Diser und andern ime inmassen imaginierten gefharen halber ist er sehr perplex undt will sich mit aufhaltung meiner persohn auff allen nothfahl zu erweisung seiner unschuldt versichern, welches ich ihm wenigist nicht in acht zue nemben, e. Mt. gehorsamst bitte aber woll die wolfart der Christenhait und irer länder, dan ie einmahl nit ohne das e. Mt. dise commission zum öfftern und letzlich durch mich gantz instendig gesuecht, unndt alß sy (uber verhoffen, weillen es niemalß recht darmit gehen wollen und man allzeit darfür gehalten, das sy den Christen mehr alß den Turggen nutzen werde) erhalten worden, den vezier nit allein wegen füerderlich herabordnung der commissarien aigentlich vergewissen und versichern, sondern von zeit zu zeit ine mit gewissen vertröstungen aufziehen lassen, dahero e. Mt. kay. verheissung und credit hierunder versiert und wol zue vermueten, waß bei der wenigisten nicht halttung der Turckhen, so ohne das zu derselben nur mehr alß zu vil geneigt, für anlaß gewinnen würden, alle mehrere verbindungs und verheißungen in compromiss zu ziehen.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903#p.10"><gams:text>Zu deme, so muß ich e. Mt. schuldiger massen erindern, das ich noch bei täglicher sammblung des türckhischen kriegßvolckhs und iezt vorstehenden ankhunfft deß bassa auß Bosna, sonderlich auch bei täglicher stimmulierung unserer unruhigen gränizen, die augenscheinliche gefhar seye sihe, das die Türckhen etwas ungleichs fürnemben und von dem vezier selbsten, da er gleich gern wolte, nicht möchten mögen aufgehalten werden, darauß dan leichtlich ain völliger friden bruch ervolgen und dardurch e. Mt. intention, welche ich bißhero alzeit zu erhaltung deß fridens dirigiert befunden, übel möchte volfüerth werden. Ich verhoffe aber sicherlich, e. Mt. werden dise und noch andere alhie kürze halber nicht vermelde motiva albereit zuvor mit allerhöchst erleüchtem verstandt ponderiert und die herabkhonfft der commissarien mit solchem ernst verordtnet haben, das sie villeicht vor ankhonfft dises meines schreibens sich albereit zu Comorn befinden und der sachen einen gewuntschten anfang machen werden.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903#p.11"><gams:text>Da es aber nit beschehen, so bith ich gehorsamst auß der inneristen devotion, so ich zu e. Mt. und dero ländern wolstandt trage, die wollen diese occasion (wan sie anderst noch zum friden gesinnet) etwaß nutzliches zu richten nicht verabsaumen und mit verrern aufschieben khein disturbo drein verursachen lassen. Dan obwoln die Turggen im anfang hoch werden hinauß wöllen (wie ich dan fast alle ire disegni hierinnen penetriert zu haben verhoffe und e. Mt. so wol auch den commissarien zu meiner hinauffkunfft genugsambe information destwegen wurde geben khünnen), so werden sy doch nicht darauff verharren, weiln sy der difficulteten, ja zum thail unmügligkheiten solche praetensiones zu erhalten, thailß von ihr mir erindert worden, thailß auch iren ietzigen standt und conditiones betrachten werden. Hoffe also einen guetten effectum, sonderlich weil mir der vezier in gehaimb versprochen, in dem haubtwerckh sich alß ein freundt zu erzaigen, wie er sich dan auch erkhlärt, das ime nit zu wider, das ieder thail der commissarien 500 pferdt und darüber nicht mit ihm bringe, wan nur die fürderliche ankhunfft der commissarien die besorgende, widrige accidentia außschliessen wurdt. Doch stehet solches wie alles zu e. Mt. allergnädigst beliebenden verordnung, dero ich, so lang mir ain bluets tropffen uberig verbleibet, eüserist müglichisten fleiß nachzukhomben, mich in allergehorsamst schuldig und willig befinde.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903#p.12"><gams:text>Daß andere deß veziers begern wegen ainer summa gelts zu obbeschriebenen endt ist an ime selbst auch nit unbillich wiewol spöttlich, das ich destwegen solt auffgehalten werden (es mueß aber zu zeiten sonderlich mit disen leüthen, so sich wol eines mehrern understehen dörffen dissimuliert werden), dan einmal nicht zu laugnen, das sonderlich alhie zu Ofen so böses, unbendiges volckh ist, das offtermahlen zwey oder drey böse buben ein gantze aufruhr erweckhen, also das der vezier ein zeitlang nit recht sicher ist und in der obrigkheit macht nit stehet, ainen abgesandten vor gewalt zu beschutzen, wie deß herrn Tschernins exempl solches außweist. Solte ich dan umb eines solchen gelts wegen ein ungelegenheit müessen austehen und etwan in einem gedümmel sambt dem spott ein mehrers verliehren, oder aber wenigist ein zeittlang aufgehalten werden, so wurde es e. Mt.nit lieb sein, sonderlich weilen dieselben dardurch zu einem risentimento verursacht und dero feinden ein ursach zum frolockhen wurde gegeben werden.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903#p.13"><gams:text>Wie dan der sibenbürgische gesandte gleichwol per modum commiserationis solches albereith zu erkhennen geben, ich hab ime aber geandtwort, das ich nicht wider meinen willen, sondern etliche e. Mt. geschäfft mit dem vezier in ein richtigkheit zu bringen mich alhie auffhalte, geschweige das e. Mt. auf mein underhaltung mit so vil persohnen unndt pferdten in kurzer zeit wol ein mehrers aufgehen und demnach nochmallen dise und ein mehrere summa nach befindung der angestelten commission wurde müessen außgezehlet werden, zu deme sich leicht in meinem alhie sein noch mehr dergleichen casus zu erregen möchten, dardurch mein hinaußkhunfft auffs neue difficultiert und e. Mt. noch mehr ungelegenheiten und behelligung verursacht worden.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903#p.14"><gams:text>Will nicht vermelden, das ich in gegenwarth e. Mt. in vilen sachen solche informationes wurde geben khönnen, welche sich durch schrifften ainmahl nit verrichten lassen, davon aber nit wenig gelegen zu sein, dieselben in werckh befinden werden. Hab mich demnach resolviert etc. ut sequitur in litteris p.p.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903#p.15"><gams:text>[...] dan ich sonsten in warheit besorge, es werde bey jezt ankhommenden neuen volckh und der Türckhen uberauß grossen schwirigkheit etwan unversehens etwaß vorüber gehen, darin man nachmallen ein guete zeit werde zu flickhen haben.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903#p.16"><gams:text>I Sonnsten hat sich ein zeithero alhie anders nichts zugetragen, alß das der sibenbürgische gesandte seinen abschiedt begert und erlangt. Von seiner werbung haben die Türggen umb der sehr underschiedlich mit mir geredt, die warheit aber, maine ich, seye, das er sich bearbeitet, damit sein principal von den Türckhen zu der vorstehenden commission möchte gezogen werden. Solches zu erlangen, sagen die Türckhen, hab er fürgebracht, das sein herr den friden mit e. Mt. under dieser condition geschlossen, wan der fridt zwischen e. Mt. und den Türckhen confirmiert werde, sonst sey das ienige, was er mit e. Mt. tractiert, ungültig. So hab er ime auch etliche puncten den Turckhen zum besten bei vorstehunder commission zu proponiern und behaubten vorbehalten, darumb er billich bei derselben nicht solle praeteriert werden. Es ist aber dises alles der gesandte nicht geständig, mit vermelden, er sey kheiner anderen ursach wegen hieher geschickht worden, alß zu baiden thailen guete officia deß fridens halber zu praestiern, weil er aber sehe, das er nicht gebraucht werde und sich die commission so lanng verziehe, hab er erlaubnus erlangt, sich widerumb anhaimbß zu verfuegen.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903#p.17"><gams:text>Ihme seye aber wie im wölle, so bedunckht mich so vil penetriert zu haben, das ime der vezier schwerlich gebrauchen werde, thails weil er ime nit günstig und deß mit e. Mt. zu diser zeit gemachten fridens halber ubel content, thailß auch auß ambition, dan er sich befürchtet, er, Bethlem, möchte ime daß ienige, so bei der commission dem friden zum besten wurd gehandlt werden, bey der Portten allein attribuiern und den vezier seiner meriti berauben,welches ich e. Mt. zu einem liecht, damit sie ihre resolutiones desto sicherer fassen mügen, hiemit schuldiger massen erindern solle, periculum summum ist in mora commissariorum. Derowegen ich nochmallen e. Mt. selbst aigen nutzen halber allergehorsamst bitte, solche befürdern und den Ganowitzer mit dem allerehisten widerumb abferttigen zu lassen.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:kuse.l.hbg.16240903" /></qhod:Text></rdf:RDF>