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29.VIII.
3.IX.
4.IX.

1
Allergnädigster khayser und herr×, e. kay. Mt.× allergnädigster,
meiner persohn abforderungsschreiben hab ich dem visir×
alhie mit allen zu erlangung solcher entlassung dienstlichen
umbständen uberandtwortet, aber meiner gehabten einbil
dung nach im werckh befunden, das er herzu wenig inciliniert
ist, in deme er (ungeacht seiner mir zu vilmahlen gegebnen
mündlichen verheißung mich auf ain dergleichen, von ihr Mt.×
einkhomendes schreiben nit auffzuhalten, auch ohn angesehen
der ime von mir zu gemüeth gefüerten unwidersprechlichen
argumenten) sich mit allerley ausflichten, sonderlich aber
mit der unbendigen soldatescha ungehorsamb, deren er nit
versichert sey, das sy in vermanglung irer satisfaction
der bethlenischen rauberey halber, und wan ich vor e.
Mt. commissarien×
×× ankhunfft zu Comorn× entlassen wurde,
nicht gegen ime und mir etwaß thätliches fürnemben dörfften,
entschuldigt, welches unangesehen ich es fur praetext halte
und etwas anders grosserer importans darhinder zu steckhen
beschehe, so wil ich doch mit ime handlen, das er das ienige,
so er meiner entlassung halber aigentlich vonnötten zu sein
vermeint, e. Mt.× selbsten uberschreibe, die werden so dan
ire authoritet und reputation in diser wichtigen sachen
(weillen nicht guett wehre, das im Reich e. Mt. gesandten×
gewaltsambe aufhaltung erschollen thette) in auch zu nemben
und die notturfft zu verordtnen wissen.

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2
Endtzwischen aber, weilen die Türckhen diß werckh,
so vil inen müglich, aufziehen und ich nicht allzeit zu
dem vezier× khomen khan, also sich die abferttigung eines
aignen menschen von hinnen etlich tag verziehen möchte,
so hab ich e. Mt.× dises erhaischender notturfft nach
interim hiemit allergehorsamst andeutten und benebens
gehorsamst bitten wöllen, weilen die Türckhen anderst nit als
mit gelt oder gewaltt zur billigkheit zu bringen (zu dem
lestern aber mir unbewust, waß für mittel oder
inclination vorhanden), e. Mt.× geruehen auf allen
nottfahl die unruhige soldatescha ad interim zu stillen,
mir so baldt immer müglich von fünff in sechs 1.000
taller zuzufürdern und der commissarien××× unver
zügliche ankhunfft nach Comorn× allergnädigst ernstlich
zu verschaffen, dan hierdurch hoffentlich meiner persohn
(welche ich hierundter im wenigisten anzusehen, sondern
allerhandt raggion de stato in acht zue nemben bitte)
entlassung befürdert und mainches böses maul
gestopfft werden möchte.

3
Damit ich aber wessen ich mich hierinnen und in beiden
puncten so wol deß gelts alß der commissarien××× ankhunfft
halber zu versehen und zu verhalten wissen möge, so bitte
ich allergehorsamst, e. Mt.× wollen mich durch mittel des herrn
obristen von Reiffenberg×, deme ich dises schreiben durch einen [3]
29.VIII.
gehuldigten pauren zugeschickht und solches bey eigner persohn
e. Mt.× allerunderthenigist zuzufürdern gebetten, ganz unver
züglich eine ausfüehrliche andtwort in kay. gnaden
wissen lassen. Die sachen leiden kheinen verzug, weillen
die handlung durch täglichs straiffen und rauben unserer
gränizer (dessen ich mich nicht genugsamb verwundern khan)
ie lenger ie schwerer würdet, welches alles ernst abzu
stellen ich nochmallen allerunderthenigist bitte, weillen
bei dern sich noch allweillen alhie mehrernden soldatescha
sonsten einer thättlichkheit zu befahren, sonderlich wan
darzue ihre contentierung und der commissarien×××
ankhunfft noch ain weil solte verschoben werden.

E. Mt.×
allerunderthenigist empfelhendt.

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Herr Khurz× an ihr Mt.× auß
Ofen× vom 29. Aug. [1]624
ankhomben durch den Gano
wizen×
den 9. Septembris [1]624