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    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title type="main">Quellenedition</title>
        <author>
          <persName>
            <forename>Georg</forename>
            <surname>Vogeler</surname>
          </persName>
        </author>
        <author>
          <persName>
            <forename>Thomas</forename>
            <surname>Wallnig</surname>
          </persName>
        </author>
        <respStmt>
          <resp>Projektleitung</resp>
          <persName>
            <forename>Helmut W.</forename>
            <surname>Klug</surname>
          </persName>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <resp>Datenmodellierung</resp>
          <persName>
            <forename>Selina</forename>
            <surname>Galka</surname>
          </persName>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <resp>Datenmodellierung</resp>
          <persName>
            <forename>Elisabeth</forename>
            <surname>Steiner</surname>
          </persName>
        </respStmt>
        <funder>Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
                    </funder>
      </titleStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>
          <orgName corresp="https://informationsmodellierung.uni-graz.at" ref="http://d-nb.info/gnd/1137284463">Zentrum für
                        Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities,
                        Karl-Franzens-Universität Graz</orgName>
          <country>Austria</country>
        </publisher>
        <authority>
          <orgName corresp="https://informationsmodellierung.uni-graz.at" ref="http://d-nb.info/gnd/1137284463">Zentrum für
                        Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities,
                        Karl-Franzens-Universität Graz</orgName>
          <country>Austria</country>
        </authority>
        <distributor>
          <orgName ref="https://gams.uni-graz.at">GAMS - Geisteswissenschaftliches
                        Asset Management System</orgName>
        </distributor>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0">Creative Commons
                            BY 4.0</licence>
        </availability>
        <date when="2021">2021</date>
        <pubPlace>Graz</pubPlace>
        <idno type="PID">o:konde.160</idno>
      </publicationStmt>
      <seriesStmt>
        <title ref="http://gams.uni-graz.at/konde">KONDE Weißbuch</title>
        <respStmt>
          <resp>Projektleitung</resp>
          <persName>
            <forename>Helmut W.</forename>
            <surname>Klug</surname>
          </persName>
        </respStmt>
      </seriesStmt>
      <sourceDesc>
        <bibl>
          <title>Weißbuchartikel: Quellenedition</title>
          <author>Georg Vogeler</author>
          <author>Thomas Wallnig</author>
          <publisher>Herausgegeben von Helmut W. Klug unter Mitarbeit von Selina Galka und Elisabeth Steiner</publisher>
          <date>2021</date>
          <country>Austria</country>
        </bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
    <encodingDesc>
      <projectDesc>
        <ab>
          <ref target="info:fedora/context:konde" type="context">KONDE Weißbuch</ref>
        </ab>
        <p>Im KONDE-Projekt, das aus Hochschulraumstrukturmitteln finanziert wird,
                        beschäftigten sich sieben universitäre Partner und drei weitere
                        Einrichtungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit theoretischen und
                        praktischen Aspekten der Digitalen Edition. Ein Outcome des Projektes
                        stellt das Weißbuch dar, welches über 200 Artikel zum Thema Digitale
                        Edition umfasst. Die behandelten Themenkomplexe reichen dabei über
                        Digitale Editionswissenschaft im Allgemeinen, Annotation und
                        Modellierung, Interfaces, Archivierung und Metadaten bis hin zu
                        rechtlichen Aspekten.</p>
      </projectDesc>
    </encodingDesc>
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      <langUsage>
        <language ident="de">Deutsch</language>
      </langUsage>
    </profileDesc>
  </teiHeader>
  <text xml:lang="de">
    <body>
      <div>
        <head>Quellenedition</head>
        <div>
          <head>Vogeler, Georg; georg.vogeler@uni-graz.at / Wallnig, Thomas;
                  thomas.wallnig@univie.ac.at </head>

          <p>Als Quellenedition bezeichnet man alle Editionen, deren Ziel es ist, Texte zu
                  veröffentlichen, aus denen historische Informationen gezogen werden können. Als
                  Quellen können alle aus der Alltagspraxis stammenden Dokumente (‘Überreste’
                     <bibl>(Droysen 1937)</bibl>) und alle erzählend über die Vergangenheit
                  informierenden Texte verstanden werden. Das Editionsinteresse liegt also nicht
                  ausschließlich in der Erzeugung eines philologisch zuverlässigen Textes, sondern
                  ebensosehr darin, Zeugnisse von historischen Prozessen der politisch und
                  wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dafür ist der
                  wissenschaftliche <ref target="/o:konde.34" type="internal">Kommentar</ref> (vgl.
                  z. B. die Publikation von Hitlers <hi rend="italic">Mein Kampf</hi> durch das
                  Institut für Zeitgeschichte, München <bibl>(Hitler et al. 2016)</bibl>) und die
                  Erschließung der Texte durch Register und Regesten von besonderem Interesse. </p>
          <p>Diese Editionstradition ist in der Mediävistik eng mit den Editionen der <hi rend="italic">Monumenta Germaniae Historica</hi>, für die Neuere Geschichte und
                  Zeitgeschichte mit der systematischen Edition der Akten der höchsten politischen
                  Entscheidungsträger (Akten der Reichskanzlei, Ministerratsprotokolle,
                  Reichtstagsakten) und der Publikation von außenpolitischen Dokumenten als Reaktion
                  auf die politischen Katastrophen der Weltkriege des 20. Jahrhunderts verbunden.
                  Nationalstaatlich konzipierte Quelleneditionen greifen frühneuzeitliche
                  Traditionen auf, in denen Streit um Staatsrecht und Kirchengeschichte die
                  Publikation von historischen Quellen motivierte. Eng verwandt mit den
                  Quelleneditionen sind <ref target="/o:konde.140" type="internal">Nachlasspublikationen</ref> von Personen des öffentlichen Lebens, wie
                  Politikerinnen und Politikern, aber auch Künstlerinnen und Künstlern sowie
                  Wissenschafterinnen und Wissenschaftern.</p>

          <p>Aufgrund unterschiedlicher Traditionen disziplinärer und institutioneller Kontexte
                  haben Quelleneditionen keine gemeinsamen Verfahren in der Textbehandlung
                  entwickelt. So gibt es z. B. eine Reihe nationaler oder sprachbezogener
                  Empfehlungen für Quelleneditionen, wie z. B. Ihnatowicz <bibl>(1962)</bibl>, Joly
                     <bibl>(2003)</bibl>, AHF <bibl>(2007)</bibl>, Heinemeyer <bibl>(1978)</bibl>,
                  Normas de transcripción y edición <bibl>(1944)</bibl>, Norme per la stampa delle
                  Fonti <bibl>(1906)</bibl>, Smith <bibl>(2001)</bibl>, obwohl die <hi rend="italic">Commission Internationale de Diplomatique</hi> noch 1984 den Versuch
                  internationaler Empfehlungen gemacht hat <bibl>(Diplomatica et sigillographica
                     1984)</bibl>. Die Logik der Quelleneditionen reicht von besonders dokumentnaher
                  Edition (<hi rend="italic">
              <ref target="/o:konde.72" type="internal">documentary editing</ref>
            </hi>) bis zu datenbankartiger Dokumentation der Quellen in Regesten (<ref target="/o:konde.162" type="internal">Regestenedition</ref>
            <bibl>(Steinecke 1982, Sprengel et al. 2013)</bibl>), auch wenn diese Form aus                
  Sicht von Historikerinnen und Historikern klar von der Volltextwiedergabe in einer
                  Edition zu unterscheiden ist.</p>

          <p>Quelleneditionen grenzen sich von anderen Editionsformen meist dadurch ab, dass
                  sie es den Benutzerinnen und Benutzern erleichtern, die historischen Informationen
                  in den Dokumenten ausfindig zu machen, indem sie Kopfregesten, umfangreiche
                  Register und insbesondere einen historischen Kommentar liefern. Mit digitalen
                  Mitteln können diese Editionen insbesondere mit Hilfe von Methoden des <hi rend="italic">
              <ref target="/o:konde.167" type="internal">Semantic Web</ref>
            </hi> als “assertive editions” <bibl>(Vogeler 2019)</bibl> realisiert werden.</p>

          <p>Mehrere Institutionen und editorische Unternehmen weisen in Österreich eine
                  längere Tradition auf. Das heute an der Universität Wien angesiedelte Institut für
                  Österreichische Geschichtsforschung ist seit der Mitte des 19. Jahrhunderts mit
                  der Ausbildung von Editorinnen und Editoren historischer Quellen befasst. Dort
                  werden auch bis heute editorische Langzeitunternehmen (mit-)betreut und in
                  mehreren Reihen publiziert, etwa in den <hi rend="italic">QIÖG</hi>. Ähnliches
                  gilt für die Österreichische Akademie der Wissenschaften, deren ‘Historische
                  Kommission’ ebenfalls seit rund 170 Jahren mit der Herausgabe von historischen
                  Quellen befasst ist, beispielsweise in der Reihe <hi rend="italic">Fontes Rerum
                     Austriacarum</hi>. Eine ähnliche Rolle erfüllen die Veröffentlichungen der
                  Kommission für Neuere Geschichte Österreichs.</p>
          <div type="literature">
            <listBibl>
              <biblStruct corresp="http://zotero.org/groups/1332658/items/FFVIXDWX" type="document" xml:id="AHF2007">
                <monogr>
                  <title level="m">Arbeitsgemeinschaft außeruniversitärer historischer
                              Forschungseinrichtungen: Empfehlungen zur Edition frühneuzeitlicher
                              Texte</title>
                  <author>
                    <name>AHF</name>
                  </author>
                  <imprint>
                    <date>2007</date>
                    <note type="url">https://www.heimatforschung-regensburg.de/280/1/E-Forum_AHF-Empfehlungen.pdf</note>
                  </imprint>
                </monogr>
              </biblStruct>
              <biblStruct corresp="http://zotero.org/groups/1332658/items/9GXADWZU" type="book" xml:id="Commission_Internationale_de_Diplomatiuqe1984">
                <monogr>
                  <title level="m">Diplomatica et sigillographica. Travaux préliminaires de
                              la CID et de la commission internationale de sigillographie pour une
                              normalisation internationale des éditions de document et un
                              Vocabulaire international de la Diplomatique et de la
                              Sigillographie</title>
                  <author>
                    <name>Commission Internationale de Diplomatiuqe</name>
                  </author>
                  <imprint>
                    <pubPlace>Zaragoza</pubPlace>
                    <date>1984</date>
                  </imprint>
                </monogr>
              </biblStruct>
              <biblStruct corresp="http://zotero.org/groups/1332658/items/FINVNCCV" type="book" xml:id="Droysen1937">
                <monogr>
                  <title level="m">Historik. Vorlesungen über Enzyklopädie und Methodologie
                              der Geschichte</title>
                  <author>
                    <forename>Johann Gustav</forename>
                    <surname>Droysen</surname>
                  </author>
                  <editor>
                    <name>Rudolf Hübner</name>
                  </editor>
                  <imprint>
                    <pubPlace>München</pubPlace>
                    <publisher>R. Oldenbourg Verlag</publisher>
                    <date>1937</date>
                  </imprint>
                </monogr>
              </biblStruct>
              <biblStruct corresp="http://zotero.org/groups/1332658/items/ADDR9XBH" type="book" xml:id="Heinemeyer1978">
                <monogr>
                  <title level="m">Richtlinien für die Edition landesgeschichtlicher
                              Quellen</title>
                  <editor>
                    <forename>Walter</forename>
                    <surname>Heinemeyer</surname>
                  </editor>
                  <imprint>
                    <pubPlace>Marburg, Köln</pubPlace>
                    <date>1978</date>
                  </imprint>
                </monogr>
              </biblStruct>
              <biblStruct corresp="http://zotero.org/groups/1332658/items/WXDSXGTI" type="book" xml:id="Hitler2016">
                <monogr>
                  <title level="m">Hitler, Mein Kampf: eine kritische Edition</title>
                  <title type="short">Hitler, Mein Kampf</title>
                  <idno type="ISBN">978-3-9814052-3-1</idno>
                  <idno type="callNumber">DD247.H5 A3 2016</idno>
                  <author>
                    <forename>Adolf</forename>
                    <surname>Hitler</surname>
                  </author>
                  <author>
                    <forename>Christian</forename>
                    <surname>Hartmann</surname>
                  </author>
                  <author>
                    <forename>Edith</forename>
                    <surname>Raim</surname>
                  </author>
                  <respStmt>
                    <resp>contributor</resp>
                    <persName>
                      <name>Institut für Zeitgeschichte (Munich, Germany)</name>
                    </persName>
                  </respStmt>
                  <imprint>
                    <pubPlace>München</pubPlace>
                    <publisher>Institut für Zeitgeschichte</publisher>
                    <date>2016</date>
                  </imprint>
                </monogr>
              </biblStruct>
              <biblStruct corresp="http://zotero.org/groups/1332658/items/GQ926HCW" type="journalArticle" xml:id="Ihnatowicz1962">
                <analytic>
                  <title level="a">Projekt instrukcji wydawniczej dla źródeł historycznych
                              XIX i początku XX wieku</title>
                  <author>
                    <forename>Ireneusz</forename>
                    <surname>Ihnatowicz</surname>
                  </author>
                </analytic>
                <monogr>
                  <title level="j">Studia Źródłoznawcze</title>
                  <imprint>
                    <biblScope unit="volume">7</biblScope>
                    <date>1962</date>
                  </imprint>
                </monogr>
              </biblStruct>
              <biblStruct corresp="http://zotero.org/groups/1332658/items/Q6JX87EU" type="journalArticle" xml:id="Joly2003">
                <analytic>
                  <title level="a">L’édition des documents des XIXe et XXe siècles</title>
                  <author>
                    <forename>Bertrand</forename>
                    <surname>Joly</surname>
                  </author>
                </analytic>
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                  <title level="j">Bibliothèque de l&apos;École des chartes</title>
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                    <biblScope unit="volume">161</biblScope>
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                    <forename>Jörg</forename>
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                  <editor>
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                    <surname>Schotte</surname>
                  </editor>
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