Manninger, Kerstin; kerstin.manninger@gmail.com
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Prototyp ist ein sehr allgemein gebräuchlicher Begriff, der in unterschiedlichen Kontexten genutzt wird. Im User Experience-Design dient ein Prototyp dazu, ein geplantes Design durch User Testing zu evaluieren und konzeptionelle Probleme frühzeitig zu entdecken und kostengünstig zu beheben. Ein Prototyp kann je nach Phase des Projekts eine sehr grobe Skizze oder ein Wireframe sein (Low Fidelity), bis hin zu fertigen Designs, die interaktiv und klickbar sind (High Fidelity).
Ein Wireframe ist eine Art Diagramm einer Seite, das die Position und Anordnung von Inhalten wie Texte, Überschriften und Bilder, oder eines Menüs, einer Navigation oder Suche darstellt (Krug 2010, S. 36). Besonders zu Beginn sind Low-Fidelity-Prototypen sinnvoll, um zahlreiche Ideen und Hypothesen rasch zu evaluieren. Der Fokus liegt hierbei auf den Interaktionen und nicht auf dem Design, das noch nicht berücksichtigt wird. (Rosenzweig 2015, S. 45).
Je weiter man im Projekt und im Design-Prozess fortgeschritten ist, desto detaillierter und realitätsnäher werden Prototypen ausgestaltet. Ein realitätsnahes visuelles Design mit Grafiken und Inhalten wie Texten wird auch Mockup genannt und ist Teil eines High-Fidelity-Prototypen. Ein weiterer Teil ist Interaktivität durch klickbare Links und Menüs, die wie im echten System dargestellt werden. Diese Art von Prototyp erlaubt es Arbeitsabläufe und spezifische Komponenten des User Interface zu testen (Pernice 2016).
Literatur:
- Krug, Steve. 2010. Rocket surgery made easy: the do-it-yourself guide to finding and fixing usability problems Rocket surgery made easy. Berkeley, CA.
- Pernice, Kara. UX Prototypes: Low Fidelity vs. High Fidelity. URL: https://www.nngroup.com/articles/ux-prototype-hi-lo-fidelity/
- Rosenzweig, Elizabeth. 2015. Successful user experience: strategies and roadmaps Successful user experience. Waltham, Massachusetts. URL: https://doi.org/10.1016/C2013-0-19353-1.