Café Sport

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Kommentar

Café Sport: ehemaliger »Künstlertreff« in der Wiener Schönlaterngasse 2, »das einzige lokal«, wie sich Reinhard Priessnitz1970 erinnert, »das langhaarige als gäste duldete und nicht andauernd mit lokalverboten zur stelle war« (Priessnitz 1990, 29). Neben den Aktionisten und anderen KünstlerInnen wie Arnulf Rainer, Margot Pilz, Cora Pongracz oder Valie Export frequentierten auch der Schauspieler Helmut Qualtinger und SchriftstellerInnen wie Hermann Schürrer, Elfriede Gerstl, Elfriede Jelinek, Franz Schuhoder Reinhard Priessnitz das Lokal (vgl. Krasny 2008, 207). Das Café Sport bestand nur bis ca. 1968, heute befindet sich an dieser Adresse die Bar »Lukas«. In Robert Menasses Roman Selige Zeiten, brüchige Welt (1991) spielt das Café als »auratischer Ort« eine Rolle (Beilein 2008, 146f.), in Elfriede Jelineks Roman Die Ausgesperrten (1980) besucht die Schülergruppe das Café, wo »man auf den Plätzen sitzt, um zu schauen, welcher Künstler oder Intellektuelle auf dem Platz oder dem Platz sitzt« (Jelinek 1985, 105).

Textausschnitte

Zwei ungleiche Brüder, Werk 5, S. 165

[...] die einschlägigen Lokale, damals gab es noch das Café Sport , überall wurde dieses blödsinnige Chanson Natalie von Gilbert [...]


Zitiervorschlag:
Café Sport. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.5592, 2022-09.