BLUTORDEN

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Kommentar

»Orden für die Teilnehmer an dem gescheiterten Hitlerputsch am ( 8. und 9. November 1923 ): « (Schmitz-Berning 2000, 117), der Orden wurde 1933 gestiftet und galt als höchste Auszeichnung der NSDAP, die Kriterien der Zuerkennung wurden bald ausgeweitet. Da sich Kofler in dieser periphrastischen Passage auf die SS bezieht (s. die Beschreibung der SS-Uniform), könnte er hier auf das pseudoreligiöse Selbstverständnis der SS als Orden (im Sinne einer Elite) anspielen – in der NS-Nomenklatur galt die SS als »Orden guten Blutes« (Schmitz-Berning 2000, 448). Am NSDAP-Parteitag 1926 übergab Hitler der SS die Münchner »Blutfahne« und gestattete der Organisation, sich als »Orden« zu bezeichnen (vg. Bahro 2013, 34).

Textausschnitte

Tanzcafé Treblinka, Werk 5, S. 343

[...] muß über mir, angetreten, das schöne Schwarz, die weißen Runen, … der BLUTORDEN … (sinnierend) … Unsere Ehre heißt Treue … Treue … bis in den Tod … [...]


Zitiervorschlag:
BLUTORDEN. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.5443, 2022-09.