Kurt Franz
Kommentar
Kurt Franz (1914–1998), Kochausbildung, 1932 NSDAP-Beitritt, verschiedene Tätigkeiten, 1937 SS-Beitritt, ab 1939 Mitarbeit in der »Aktion T4«, ab Frühjahr 1942 beim Stab Globocniks in Lublin, ab Sommer 1942 Adjutant von Stangl in Treblinka, nach dessen Abberufung im Herbst 1943 Kommandant von Treblinka; er musste das Lager auflösen und alle Spuren beseitigen; danach mit Globocnik, Lerch, Stangl nach Oberitalien; erst 1959 verhaftet, wurde er 1965 zu lebenslanger Haft verurteilt, 1993 Haftentlassung aus gesundheitlichen Gründen. Franz war berüchtigt für seine Brutalität und seinen Sadismus. Mit den von Kofler erwähnten »Wettkämpfe[n], die erst mit dem Tod des Verlierers entschieden waren«, könnten die in der Literatur erwähnten »Strafläufe« in Treblinka gemeint sein: Kurt Franz und Fritz Küttner hätten diese nach dem Abendappell veranstaltet und dabei Häftlinge mit Peitschenhieben zu Tode gehetzt (vgl. Hoffmann 2008, 44).
Textausschnitte
Tanzcafé Treblinka, Werk 5, S. 357[...] veranstaltungen, inszeniert vom stellvertretenden Lagerkommandanten Kurt Franz … Wettkämpfe, die erst mit dem Tod des Verlierers entschieden [...]
Tanzcafé Treblinka, Werk 5, S. 370[...] ) Auch davon gehört, daß der stellvertretende Kommandant in Treblinka, Kurt Franz , sogenannte Sportveranstaltungen habe abhalten lassen, die erst [...]
Tanzcafé Treblinka, Werk 5, S. 371[...] Kurt Franz – Nein! SCHÖNE ZEITEN – ja, und damit basta! Schöne Zeiten, basta. [...]
Kurt Franz. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.5411, 2022-09.

