Aus dem Generalgouvernement werden jetzt, bei Lublin beginnend, die Juden nach dem Osten abgeschoben. Lublin
Kommentar
Kofler hält sich ziemlich genau an den bekannten Tagebucheintrag Goebbels’ vom 27. März 1942, in dem dieser vom Holocaust als einem »Strafgericht«, das die Juden verdient hätten, und der sich nun »auf die furchtbarste Weise« verwirklichenden Prophezeiung des »Führers« spricht. Kofler übernimmt einen Satz nicht: »Aus dem Generalgouvernement werden jetzt, bei Lublin beginnend, die Juden nach dem Osten abgeschoben. Es wird hier ein ziemlich barbarisches und nicht näher zu beschreibendes Verfahren angewandt, und von den Juden selbst bleibt nicht mehr viel übrig. Im großen kann man wohl feststellen, daß 60 % davon liquidiert werden müssen, während nur noch 40 % in die Arbeit eingesetzt werden können. Der ehemalige Gauleiter von Wien, der diese Aktion durchführt, tut das mit ziemlicher Umsicht und auch mit einem Verfahren, das nicht zu auffällig wirkt« (Goebbels 1994, 561).
Textausschnitte
Tanzcafé Treblinka, Werk 5, S. 350[...] Propa- gandarede, oder besser noch, durch ein Megaphon geflüstert) Aus dem Generalgouvernement werden jetzt, bei Lublin beginnend, die Juden nach dem Osten abgeschoben. (Hüstelt?) Es wird dabei ein ziemlich barbarisches und nicht näher [...]
Aus dem Generalgouvernement werden jetzt, bei Lublin beginnend, die Juden nach dem Osten abgeschoben. Lublin. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.5379, 2022-09.

