Stadttheaters (Grenzlandtheaters)
Kommentar
Als Geburtsjahr des Stadttheaters Klagenfurt gilt das Jahr 1737, als das Ballhaus in ein Theater umgewandelt wurde. 1811 erfolgte ein Neubau. 1910 wurde das Klagenfurter »Jubiläums-Stadt-Theater« (zum 60. Regierungsjubiläum Franz Josephs 1908 begonnen) in dem heute bestehenden klassizistischen Neubau eröffnet. Das Theater musste 1931 wegen mangelnder Rentabilität geschlossen werden. Im Sommer 1938 wurde das Theater mit einer Subvention, einem »Geschenk des Führers«, wiederbelebt und in »Kärntner Grenzlandtheater« umbenannt (vgl. Jamritsch 2010, 585). Als »Grenzlandtheater« bezeichnete man im »Dritten Reich« Theater in den an damaligen Reichsgrenzen gelegenen Städten (z.B. Bautzen, Hof, Flensburg, Saarbrücken, Trier). »Nun wird [das Kärntner Grenzlandtheater] also im Großdeutschen Reich, seiner Bestimmung gemäß, Träger und Künder deutscher Kultur an der Südostgrenze des Reiches werden« (Kärntner Grenzruf, 1.9.1938; s. Eintrag »Grenzlandtheaterzauberflöte«). Das Theater wurde im Oktober 1938 mit dem »chauvinistischen Tendenzstück« (Jamritsch 2010, 600) Der 18. Oktober 1932 von Walter Erich Schäfer eröffnet.
Textausschnitte
Tanzcafé Treblinka, Werk 5, S. 339[...] der Projektionsleinwand SW-Fotografie des Stadttheaters (Grenzlandtheaters) A (liest von einem Blatt, wie einen Prolog) Mit ernster Hand eröffne [...]
Stadttheaters (Grenzlandtheaters). In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.5359, 2022-09.

