»Königin der Nacht«

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Kommentar

Kofler widmet dieser zentralen Figur aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper Die Zauberflöte (Uraufführung 1791 im Freihaustheater in Wien; Libretto: Emanuel Schikaneder) ein Prosastück in Hotel Mordschein: Mutmaßungen über die Königin der Nacht, s. Eintrag »Mutmaßungen über die Königin der Nacht«. Bei Mozart steht die Königin der Nacht als personifizierte Macht des Dunkels der Kraft des Lichts – verkörpert in Sarastro – gegenüber, wandelt sich allerdings erst im Verlauf der Handlung, u. a. mit der Weigerung Taminos, die geraubte Tochter Pamina zurückzubringen, in dessen rachsüchtige Gegenspielerin. Assmann betont die wechselhaften Gefühle und Werturteile, die beim Zuseher evoziert werden; zu fragen sei nicht, »wer oder was die Königin ist, sondern wie sie erscheint. Sie wird uns einmal so, einmal anders gezeigt, weil wir zusammen mit Tamino einen Perspektivwechsel vollziehen sollen« (Assmann 2008, 28). Bereits in Am Schreibtisch brachte Kofler die Zauberflöte und die Zeit des Nationalsozialismus zusammen (»Grenzlandtheaterzauberflöte«, s. Eintrag »Grenzlandtheaterzauberflöte«).

Textausschnitte

Notizblock III, Werk 5, S. 179

[...] Irrtümer:) Kraus – Dollfuß Qualtinger – Heller Lavant – Teuffenbach („ Königin der Nacht « – Fiktion oder Recherche?) Wenn Sie nachdenken und zu keinem [...]

Zell-Arzberg, Werk 5, S. 266

[...] sein! Das Krüppel will Gutsherr sein! (Wieder irr:) Ahh, die Königin der Nacht ! Die Königin der Nacht! Auf alles gefaßt, zog ich mich zum Küchenfen [...]

Tanzcafé Treblinka, Werk 5, S. 359

[...] »Alles fühlt der Liebe Freuden« – hohes Tempo –, oder wechselweise Königin der Nacht »Der Hölle Rache« (die Orchestertakte vor dem Einsatz »Verstoßen [...]


Zitiervorschlag:
»Königin der Nacht«. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.5218, 2022-09.