»Eines wird mir freilich immer unbegreiflich bleiben – daß es doch Menschen gibt, die mich gelten lassen, wie ich bin.«
Kommentar
Kofler zitiert – mit einer Kürzung – den zu Lebzeiten viel gelesenen Heimatdichter und Salzburger NS-Funktionär Karl Heinrich Waggerl (1897–1973). Die Passage in Waggerls Prosa Wanderung und Heimkehr (1957) lautet: »Eines wird mir freilich immer unbegreiflich bleiben: daß es doch Menschen gibt, die mich gelten lassen, wie ich bin, und die mir dennoch im Herzen zugeneigt sind. Aber es gäbe wohl wenig Liebe in der Welt, wenn sie nur denen zuteil werden könnte, die sie verdienen« (zit. n. (zit. n. Arens 1962, 15).
Textausschnitte
Lübecker Tagebuch , Werk 5, S. 140[...] Bitter, aber nicht verbittert, zornig, aber nicht erzürnt habe ich die Nachricht aufgenommen –: der Zündende – entzünden, erloschen, der immer Sanfte – besänftigt. »Eines wird mir freilich immer unbegreiflich bleiben – daß es doch Menschen gibt, die mich gelten lassen, wie ich bin. Aber es gäbe wohl wenig Liebe in der Welt, wenn sie nur denen zuteil werden könnte, die sie verdienen«, hatte er mir einmal gestanden. [...]
»Eines wird mir freilich immer unbegreiflich bleiben – daß es doch Menschen gibt, die mich gelten lassen, wie ich bin.«. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.5042, 2022-09.

