Chicago Boys
Kommentar
Nach dem Militärputsch 1973 gewann eine Gruppe von Ökonomen in Chile Einfluss, die in den 1950er und 1960er Jahren in Chicago studiert und so zu Anhängern der »Chicagoer Schule« des Wirtschaftsliberalismus wurden, wie ihn dort Arnold Harberger, Milton Friedman oder August von Hayek vertraten – daher die Bezeichnung »Chicago Boys«. Chile wurde zu einer Art Versuchslabor des wirtschaftsliberalen Programms der »Chicagoer Schule«. Durch den »Schock« des radikalen Wandels, etwa das garantierte niedrige Lohnniveau durch Ausschaltung der Gewerkschaften und eine Hartwährungspolitik, sollten ausländische Investitionen angelockt werden, die »Normalisierung« nach diesem »Schock« sollte »mittels der unterstellten Mechanismen des Trickle-down forcierter kapitalistischer Akkumulation auf den Weg gebracht werden« (Link 2018, 349).
Textausschnitte
Konsens, Konzerne , Werk 5, S. 329[...] als technische Berater in Ministerien und Universitäten geholt, die » Chicago Boys «. Sie sollten die »Normalisierung« vorantreiben. Pause Männerstimm [...]
Chicago Boys. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.4978, 2022-09.

