Wahlkärntner Helmut H.
Kommentar
Anspielung auf Helmut Horten (1909–1987), der Unternehmer übernahm 1936 das Warenhaus Gebr. Alsberg, dessen jüdischer Inhaber zur Emigration gezwungen worden war. Im selben Jahr eröffnete er ein zweites Kaufhaus in Wattenscheid. Bis 1939 kamen sechs weitere Neugründungen hinzu. Während des Kriegs war Horten »Reichsverteiler für Textilien«. Wegen seiner engen Kontakte zum NS-Regime wurde er 1947/48 für siebzehn Monate inhaftiert. Die Horten-Kette entwickelte sich zum viertgrößten Warenhauskonzern in der Bundesrepublik, blieb stets in Besitz Hortens. Beim 50-jährigen Firmenjubiläum 1986 wurde die »Arisierung« verschwiegen und historische Reklameinserate entnazifiziert. Horten vermachte seiner Ehefrau Heidi ein riesiges Privatvermögen (vgl. [red.] 1987b).
Textausschnitte
Feste und Feiern in Kärnten , Werk 5, S. 91[...] Landsitz in S. am Wörthersee habe der deutsche Multimillionär und Wahlkärntner Helmut H. zu einer Geburtstagsfeier geladen. Diese Geburtstagsparty habe [...]
Wahlkärntner Helmut H.. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.4805, 2022-09.

