Gebärneid

TEI version< zurück

Kommentar

Sigmund Freud, in dessen Schriften Penisneid und Kastrationskomplex zentrale Paradigmen menschlicher Entwicklung sind, erwähnte den Gebärneid im Rahmen »früher Sexualwünsche« (Freud 1969, 551); auch andere Psychoanalytiker konstatierten einen Neid des Mannes auf die weibliche Gebärfähigkeit. Zur Zeit der Entstehung von Koflers Text dürfte das Thema medial präsent gewesen sein (vgl. [red.] 1980a), es waren vor allem die Ausführungen des Psychoanalytikers Bruno Bettelheim, die damals diskutiert wurden. Bettelheim hatte bereits 1954 in seiner Studie Symbolische Wunden einen Gebärneid namhaft gemacht und bei Urgesellschaften Rituale männlicher Geburtsimitation beobachtet (vgl. Bettelheim 1954).

Textausschnitte

Deutsche Markenbutter , Werk 5, S. 144

[...] Markenbutter Exkurs zum Gebärneid , der beim Autor so stark ist, so wahnsinnig stark, daß er ihn wie [...]


Zitiervorschlag:
Gebärneid. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.4704, 2022-09.