Hartheim bei Linz

TEI version< zurück

Kommentar

Schloss Hartheim bei Alkoven war die zentrale Tötungsanstalt in Österreich im Rahmen der nationalsozialistischen »Euthanasie«, der systematischen Tötung »lebensunwerten« Lebens. Hierher wurden aus vielen psychiatrischen Krankenhäusern Patienten geschickt; Hartheim war eine der sechs Anstalten der Aktion »T4« im Deutschen Reich, bei der auf Grundlage eines geheimen Führererlasses Insassen von psychiatrischen Heil- und Pflegeanstalten ermordet wurden, in den Jahren 1940/41 insgesamt rund 70.000 (vgl. Jäckel/Longerich/Schoeps, I/424), in Hartheim wurden 1940–1944 »und 30.000 Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung sowie psychisch kranke Menschen ermordet« (Verein Schloss Hartheim o.J.)

Textausschnitte

Der Kriminalfall G. , Werk 5, S. 86

[...] »Träger faulen Erbgutes« – u. a. Homosexuelle, Schizophrene – nach Hartheim bei Linz , in ein zur Massenvernichtungsstätte umgebautes Renais- sanceschloß [...]


Zitiervorschlag:
Hartheim bei Linz. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.4666, 2022-09.