Wilhelm von Hohenheim, Stadtphysikus von Villach
Kommentar
Der aus Schwaben stammende Arzt, Naturforscher und Alchemist Wilhelm Bombast von Hohenheim (um 1457–1534) – Paracelsus’ Vater – zog 1502 nach Villach, wo er eine ärztliche Praxis führte. Über die Einzelheiten seines Aufenthalts »bestehen nur Vermutungen«(Goldammer 1993, 13). Paracelsus selbst war während seines Wanderlebens 1538 in Kärnten, seine Hoffnungen auf die Möglichkeit einer Niederlassung erfüllten sich jedoch nicht, er zog nach Salzburg weiter, Genaueres ist nicht gesichert. Im 19. Jahrhundert glaubte man, eine Tätigkeit Paracelsus’ in Villach nachweisen zu können, seine vermeintliche Wirkungsstätte (Haus Hauptplatz 18) nannte man »Paracelsushaus« (vgl. Neumann 1993, 59f.). Zum 500. Todestag 1941 vereinnahmte man den gebürtigen Schweizer Paracelsus als »Deutschen«, richtete in Villach eine »Paracelsuswoche« aus, widmete einen »Weiheraum« im Stadtmuseum, der Bildhauer Josef Dobner schuf eine Marmorbüste (heute im Neuen Rathaus aufgestellt).
Textausschnitte
Bilder, Beschreibung, Irrtum , Werk 5, S. 136[...] ebau, in dem Paracelsus aus und ein gegangen ist, wie auch sein Vater, Wilhelm von Hohenheim, Stadtphysikus von Villach , sehen Sie, sehen Sie nur! Hier das kaputtgemachte Stadttheater, [...]
Wilhelm von Hohenheim, Stadtphysikus von Villach. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.4490, 2022-09.

